Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Isaiah 40:12-17

Wer misset die Wasser mit der Faust und fasset den Himmel mit der Spanne und begreift die Erde miteinem Dreiling und wieget die Berge mit einem Gewicht und die Hugel mit einer Waage? Wer unterrichtet den Geist des HERRN, und welcher Ratgeber unterweiset ihn? Wen fragt er um Rat, der ihm Verstand gebe und lehre ihn den Weg des Rechts und lehre ihn die Erkenntnis und unterweise ihn den Weg des Verstandes? Siehe, die Heiden sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scherflein, so in der Wage bleibet. Siehe, die Inseln sind wie ein Staublein. Der Libanon ware zu geringe zum Feuer und seine Tiere zu geringe zum Brandopfer. Alle Heiden sind vor ihm nichts und wie ein Nichtiges und Eitles geachtet.

First Reading

Genesis 12

Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterland und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum groden Volk machen und will dich segnen und dir einen groden Namen machen, und sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte; und Lot zog mit ihm. Abram aber war funfundsiebenzig Jahre alt, da er aus Haran zog. Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und Seelen, die sie gezeuget hatten in Haran, und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie kommen waren in dasselbige Land, zog Abram durch bis an die Statte Sichem und an den Hain More. Denn es wohneten zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. Da erschien der HERR Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er bauete daselbst dem HERRN einen Altar, der ihm erschienen war. Danach brach er auf von dannen an einen Berg, der lag gegen dem Morgen der Stadt Bethel, und richtete seine Hütte auf, daß er Bethel gegen Abend und Ai gegen dem Morgen hatte, und bauete daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN. Danach wich Abram ferner und zog aus gegen den Mittag. Es kam aber eine Teurung in das Land. Da zog Abram hinab in Agypten, daß er sich daselbst als ein Fremdling enthielte; denn die Teurung war groß im Lande. Und da er nahe bei Agypten kam, sprach er zu seinem Weibe Sarai: Siehe, ich weiß, daß du ein schon Weib von Angesicht bist. Wenn dich nun die Agypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib; und sie werden mich erwurgen und dich behalten. Lieber, sage doch, du seiest meine Schwester, auf daß mir's desto baß gehe urn deinetwillen, und meine Seele bei dem Leben bleibe urn deinetwillen. Als nun Abram nach Agypten kam, sahen die Agypter das Weib, daß sie fast schon war. Und die Fursten des Pharao sahen sie und preiseten sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht. Und er tat Abram Gutes urn ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Magde, Eselinnen und Kamele. Aber der HERR plagte den Pharao mit großen Plagen und sein Haus urn Sarais, Abrams Weibes, willen. Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, daß sie dein Weib ware? Warum sprachest du denn, sie ware deine Schwester? derhalben ich sie mir zum Weibe nehme wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und zeuch hin. Und Pharao befahl seinen Leuten uber ihm, daß sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte.

First Reading

Genesis 13:1-18

Also zog Abram herauf aus Agypten mit seinem Weibe und mit allem, das er hatte, und Lot auch mit ihm, gegen den Mittag. Abram aber war sehr reich von Vieh, Silber und Gold. Und erzog immer fort von Mittag bis gen Bethel, an die Statte da am ersten seine Hütte war, zwischen Bethel und Ai, eben an den Ort, da er vorhin den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Namen des HERRN. Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und Hutten. Und das Land mochte es nicht ertragen, daß sie beieinander wohneten; denn ihre Habe war groß, und konnten nicht beieinander wohnen. Und war immer Zank zwischen den Hirten uber Abrams Vieh und zwischen den Hirten uber Lots Vieh. So wohneten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande. Da sprach Abram zu Lot: Lieber, laß nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wirsind Gebruder. Stehet dir nicht alles Land often? Lieber, scheide dich von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; Oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. Da hub Lot seine Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodoma und Gomorrha verderbete, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des HERRN, gleichwie Agyptenland. Da erwahlete ihm Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Brudervon dem andern, daß Abram wohnete im Lande Kanaan und Lot in den Stadten der selben Gegend; und setzte seine Hutten gen Sodom. Aber die Leute zu Sodom waren bose und sundigten sehr wider den HERRN. Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HERR zu Abram: Hebe deine Augen auf und siehe von der Statte an, da du wohnest, gegen Mitternacht, gegen den Mittag, gegen den Morgen und gegen den Abend. Denn alle das Land, das du siehest, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich. Und will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zahlen, derwird auch deinen Samen zahlen. Darum so mach dich auf und zeuch durch das Land in die Lange und Breite; denn dir will ich's geben. Also erhub Abram seine Hutten, kam und wohnete im Hain Mamre; der zu Hebron ist, und bauete daselbst dem HERRN einen Altar.

Morning Prayer — First Lesson

Genesis 21

Und der HERR suchte heim Sara wie er geredet hatte, und tat mit ihr, wie er geredet hatte. Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit, die ihm Gott geredet hatte. Und Abraham hieli seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar, und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte. Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. Und Sara sprach: Gott hat mir ein lachen zugerichtet; denn wer es horen wird, der wird mein lachen. Und sprach: Wer dürfte von Abraham sagen, daß Sara Kinder sauget und hatte ihm einen Sohn geboren in seinem Alter? Und das Kind wuchs und ward entwohnet. Und Abraham machte ein groli Mahl am Tage, da Isaak entwohnet ward. Und Sara sah den Sohn Hagars, der Agyptischen, den sie Abraham geboren hatte, daß er ein Spotter war, und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn dieser Magd Sohn soil nicht erben mit meinem Sohn Isaak. Das Wort gefiel Abraham sehr libel um seines Sohnes willen. Aber Gott sprach zu ihm: Lali dir's nicht ubel gefallen des Knaben und der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche. Denn in Isaak soil dir der Same genannt werden. Auch will ich der Magd Sohn zum Volk machen, darum daß er deines Samens ist. Da stund Abraham des Morgens fruhe auf und nahm Brot und eine Flasche mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter, und den Knaben mit, und liefi sie aus. Da zog sie hin und ging in der Wuste irre bei Bersaba. Da nun das Wasser in der Flasche aus war, warf sie den Knaben unter einen Baum und ging hin und setzte sich gegenübervon feme, eines Bogenschusses weit; denn sie sprach: Ich kann nichtzusehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenüber und hub ihre Stimme auf und weinete. Da erhorete Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom Himmel der Hagar und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Furchte dich nicht; denn Gott hat erhoret die Stimme des Knaben, da er liegt. Stehe auf, nimm den Knaben und fuhre ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum grolien Volk machen. Und Gott tat ihr die Augen auf, daß sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und fullete die Flasche mit Wasser und trankte den Knaben. Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs und wohnete in der Wuste und ward ein guter Schutze; und wohnete in der Wuste Pharan. Und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus Agyptenland. Zu derselbigen Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, mit Abraham und sprach: Gott ist mit dir in allem, das du tust. So schwore mir nun bei Gott, daß du mir, noch meinen Kindern, noch meinen Neffen keine Untreue erzeigen wollest, sondern die Barmherzigkeit, die ich an dir getan habe, an mir auch tust und an dem Lande, da du ein Fremdling innen bist. Da sprach Abraham: Ich will schworen. Und Abraham strafte Abimelech urn des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen. Da antwortete Abimelech: Ich hab's nicht gewuftt, wer das getan hat; auch hast du mir's nicht angesagt; dazu habe ich's nicht gehoret denn heute. Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech; und machten beide einen Bund miteinander. Und Abraham stellete dar sieben Lammer besonders. Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Lammer, die du besonders dargestellt hast? Er antwortete: Sieben Lammer sollst du von meiner Hand nehmen, daß sie mir zum Zeugnis seien, daß ich diesen Brunnen gegraben habe. Daher heiftt die Statte Bersaba, daß sie beide miteinander da geschworen haben. Und also machten sie den Bund zu Bersaba. Da machten sich auf Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, und zogen wieder in der Philister Land. Abraham aber pflanzete Baume zu Bersaba und predigte daselbst von dem Namen des HERRN, des ewigen Gottes. Und war ein Fremdling in der Philister Lande eine lange Zeit.

Epistle

Romans 12:1-5

Ich ermahne euch, liebe Bruder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefallig sei, welches sei euer vernunftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verandert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prufen moget, welches da sei der gute, der wohlgefallige und der vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sich's gebuhrt zu halten, sondern daß von sich maßiglich halte, ein jeglicher nachdem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise, als wir in einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschaft haben, also sind wir viele ein Leib in Christo; aber untereinander ist einer des andern Glied.

First Reading

Genesis 12

Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterland und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum groden Volk machen und will dich segnen und dir einen groden Namen machen, und sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte; und Lot zog mit ihm. Abram aber war funfundsiebenzig Jahre alt, da er aus Haran zog. Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und Seelen, die sie gezeuget hatten in Haran, und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie kommen waren in dasselbige Land, zog Abram durch bis an die Statte Sichem und an den Hain More. Denn es wohneten zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. Da erschien der HERR Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er bauete daselbst dem HERRN einen Altar, der ihm erschienen war. Danach brach er auf von dannen an einen Berg, der lag gegen dem Morgen der Stadt Bethel, und richtete seine Hütte auf, daß er Bethel gegen Abend und Ai gegen dem Morgen hatte, und bauete daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN. Danach wich Abram ferner und zog aus gegen den Mittag. Es kam aber eine Teurung in das Land. Da zog Abram hinab in Agypten, daß er sich daselbst als ein Fremdling enthielte; denn die Teurung war groß im Lande. Und da er nahe bei Agypten kam, sprach er zu seinem Weibe Sarai: Siehe, ich weiß, daß du ein schon Weib von Angesicht bist. Wenn dich nun die Agypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib; und sie werden mich erwurgen und dich behalten. Lieber, sage doch, du seiest meine Schwester, auf daß mir's desto baß gehe urn deinetwillen, und meine Seele bei dem Leben bleibe urn deinetwillen. Als nun Abram nach Agypten kam, sahen die Agypter das Weib, daß sie fast schon war. Und die Fursten des Pharao sahen sie und preiseten sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht. Und er tat Abram Gutes urn ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Magde, Eselinnen und Kamele. Aber der HERR plagte den Pharao mit großen Plagen und sein Haus urn Sarais, Abrams Weibes, willen. Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, daß sie dein Weib ware? Warum sprachest du denn, sie ware deine Schwester? derhalben ich sie mir zum Weibe nehme wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und zeuch hin. Und Pharao befahl seinen Leuten uber ihm, daß sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 10

Und er rief seine zwolf Jünger zu sich und gab ihnen Macht uber die unsaubern Geister, daß sie dieselbigen austrieben und heileten allerlei Seuche und allerlei Krankheit. Die Namen aber der zwolf Apostel sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedaus Sohn, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomaus; Thomas und Matthaus, der Zollner; Jakobus, des Alphaus Sohn; Lebbaus mitdem Zunamen Thaddaus; Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet. Diese zwolf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Strafte und ziehet nicht in der Samariter Stadte, sondern gehet hin zu den verloren Schafen aus dem Hause Israel. Gehet aber und prediget und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Machet die Kranken gesund, reiniget die Aussatzigen, wecket die Toten auf, treibet die Teufel aus! Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebet es auch. Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Gurteln haben, auch keine Taschezur Wegfahrt, auch nicht zwei Rocke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert. Wo ihr aber in eine Stadt Oder Markt gehet, da erkundiget euch, ob jemand darinnen sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Wo ihr aber in ein Haus gehet, so grüftet dasselbige. Und so es dasselbige Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede horen, so gehet heraus von demselbigen Hause Oder Stadt und schüttelt den Staub von euren Füften. Wahrlich, ich sage euch, dem Lande der Sodomer und Gomorrer wird es ertraglicher ergehen am Jungsten Gericht denn solcher Stadt. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wolfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben! Hutet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathauser und werden euch geifteln in ihren Schulen. Und man wird euch vor Fursten und Konige fuhren urn meinetwillen zum Zeugnis uber sie und liber die Heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie Oder was ihr reden sollt; denn es soil euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emporen wider ihre Eltern und ihnen zum Tode helfen. Und müsset gehasset werden von jedermann urn meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharret, der wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere. Wahrlich, ich sage euch, ihr werdet die Stadte Israels nicht ausrichten, bis des Menschen Sohn kommt. Der Jünger ist nicht über seinen Meister noch der Knecht über den Herrn. Es ist dem Junger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheiften, wieviel mehr werden sie seine Hausgenossen also heiften! Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in Finsternis, das redet im Licht, und was ihr horet in das Ohr, das prediget auf den Dachern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib toten und die Seele nicht mogen toten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Holle. Kauft man nicht zwei Sperlinge urn einen Pfennig? Noch fallt derselbigen keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezahlet. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser denn viele Sperlinge. Darum, wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen sei, Frieden zu senden auf Erden. Ich bin nicht kommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin kommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater Oder Mutter mehr liebet denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn Oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, derwird's verlieren; und wer sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wereinen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, derwird eines Propheten Lohn empfahen. Wereinen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, derwird eines Gerechten Lohn empfahen. Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tranket in eines Jungers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unbelohnet bleiben!

Responsorial Psalm

Psalm 19

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzahlen die Ehre Gottes, und die Feste verkundiget seiner Hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hore. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brautigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und lauft urn bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furchtdes HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind kostlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind sußerdenn Honig und Honigseim. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie halt, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie ofterfehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht uber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuidig bleiben großer Missetat. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprach meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erloser!

Gospel

Luke 2:42-52

Und da er zwolf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem; und seine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, erware unter den Gefahrten, und kamen eine Tagereise und suchten ihn unter den Gefreundeten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden gingen siewiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhorete und sie fragete. Und alle, die ihm zuhoreten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Responsorial Psalm

Psalm 11

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich traue auf den HERRN. Wie saget ihr denn zu meiner Seele, sie soil fliegen wie ein Vogel auf eure Berge? Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf die Sehne, damit heimlich zu schielien die Frommen. Denn sie reilien den Grund urn; was soil der Gerechte ausrichten? Der HERR ist in seinem heiligen Tempel, des HERRN Stuhl ist im Himmel; seine Augen sehen drauf, seine Augenlider prufen die Menschenkinder. Der HERR prufet den Gerechten; seine Seele hasset den Gottlosen und die gerne freveln. Er wird regnen lassen uber die Gottlosen Blitz, Feuer und Schwefel und wird ihnen ein Wetter zu Lohn geben. Der HERR ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb, darum daß ihre Angesichte schauen auf das da recht ist.

Responsorial Psalm

Psalm 12

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Hilf, HERR, die Heiligen haben abgenommen, und der Glaubigen istwenig unterden Menschenkindern. Einer redet mit dem andern unnutze Dinge und heucheln und lehren aus uneinigem Herzen. Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die da stolz redet, die da sagen: Unsere Zunge soil uberhand haben, uns gebuhrt zu reden; wer ist unser HERR? Weil denn die Elenden verstoret werden und die Armen seufzen, will ich auf, spricht der HERR; ich will eine Hilfe schaffen, daß man getrost lehren soil. Die Rede des HERRN ist lauter, wie durchlautert Silber im irdenen Tiegel, bewahret siebenmal. Du, HERR, wollest sie bewahren und uns behuten vor diesem Geschlecht ewiglich. Denn es wird allenthalben voll Gottloser, wo solche lose Leute unterden Menschen herrschen.

Responsorial Psalm

Psalm 12

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Hilf, HERR, die Heiligen haben abgenommen, und der Glaubigen istwenig unterden Menschenkindern. Einer redet mit dem andern unnutze Dinge und heucheln und lehren aus uneinigem Herzen. Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die da stolz redet, die da sagen: Unsere Zunge soil uberhand haben, uns gebuhrt zu reden; wer ist unser HERR? Weil denn die Elenden verstoret werden und die Armen seufzen, will ich auf, spricht der HERR; ich will eine Hilfe schaffen, daß man getrost lehren soil. Die Rede des HERRN ist lauter, wie durchlautert Silber im irdenen Tiegel, bewahret siebenmal. Du, HERR, wollest sie bewahren und uns behuten vor diesem Geschlecht ewiglich. Denn es wird allenthalben voll Gottloser, wo solche lose Leute unterden Menschen herrschen.

Evening Prayer — First Lesson

Genesis 22

Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Da stund Abraham des Morgens fruhe auf und gurtete seinen Esel und nahm mit sich zween Knaben und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt, hatte. Am dritten Tage hub Abraham seine Augen auf und sah die Statte von feme. Und sprach zu seinen Knaben: Bleibet ihr hie mit dem Esel; ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird ihm ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander. Und als sie kamen an die Statte, die ihm Gott sagte, bauete Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz drauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fassete das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hie bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts! Denn nun weift ich, daß du Gott furchtest und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet urn meinetwillen. Da hub Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter ihm in der Hecke mit seinen Hornern hangen; und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. Und Abraham hieft die Statte: Der HERR siehet. Daher man noch heutigestages saget: Auf dem Berge, da der HERR siehet. Und der Engel des HERRN rief Abraham abermal vom Himmel und sprach: Ich habe bei mirselbst geschworen, spricht der HERR, dieweil du solches getan hast und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet, daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soil besitzen die Tore seiner Feinde. Und durch deinen Samen sollen alle Volker auf Erden gesegnetwerden, darum daß du meiner Stimme gehorchet hast. Also kehrete Abraham wieder zu seinen Knaben; und machten sich auf und zogen miteinander gen Bersaba und wohnete daselbst. Nach diesen Geschichten begab sich's, daß Abraham angesagt ward: Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor, namlich Uz, den Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen, und Chesed und Haso und Pildas und Jedlaph und Bethuel. Bethuel aber zeugete Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder. Und sein Kebsweib, mit Namen Rehuma, gebar auch, namlich den Theba, Gaham, Thahas und Maacha.

Second Reading

John 12

Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan. Die Pharisaer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt lauft ihm nach. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das Fest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galilaa war, baten ihn und sprachen: Herr, wirwollten Jesum gerne sehen. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, daß des Menschen Sohn verklaret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so bringt's viel Fruchte. Wersein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soil mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vaterehren. Jetzt ist meine Seele betrubet. Und was soil ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde kommen. Vater, verklare deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich hab' ihn verklaret und will ihn abermal verklaren. Da sprach das Volk, das dabeistund und zuhorete: Es donnerte! Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt gehet das Gericht uber die Welt; nun wird der Furst dieser Welt ausgestolien werden. Und ich, wenn ich erhohet werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wurde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehoret im Gesetz, daß Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn, des Menschen Sohn muli erhohet werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsternisse nicht überfallen. Wer in Finsternis wandelt, derweili nicht, wo er hingehet. Glaubet an das Licht, dieweil ihr's habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid. Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, auf daß erfullet wurde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: Herr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des Herrn offenbaret? Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal: Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, dafi sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe. Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm. Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Pharisaer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan wurden; denn sie hatten lieberdie Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat. Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf daü, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe. Und wer meine Worte horet und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; da(J ich die Welt richte, sondern dafi ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jungsten Tage. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soil. Und ich weili, daß sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, das rede ich also, wie mir der Vater gegeben hat.

Second Reading

Romans 12

Ich ermahne euch, liebe Bruder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefallig sei, welches sei euer vernunftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verandert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prufen moget, welches da sei der gute, der wohlgefallige und der vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sich's gebuhrt zu halten, sondern daß von sich maßiglich halte, ein jeglicher nachdem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise, als wir in einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschaft haben, also sind wir viele ein Leib in Christo; aber untereinander ist einer des andern Glied. Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben ahnlich. Hat jemand ein Amt so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfaltiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfaltig. Ubet jemand Barmherzigkeit, so tu er's mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die bruderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht trage, was ihr tun sollt. Seid brunstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid frohlich in Hoffnung; geduldig in Trubsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Frohlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Haltet euch nicht selbst fur klug. Vergeltet niemand Boses mit Bosem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. 1st es mbglich, soviel an euch ist, so habt mit alien Menschen Frieden. Racheteuch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn; denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; durstet ihn, so tranke ihn. Wenn du das tust, so wirst dufeurige Kohlen aufsein Hauptsammeln. Laß dich nicht das Bose uberwinden, sondern uberwinde das Bose mit Gutem.

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Romans 8:12-17

So sind wir nun, liebe Bruder, Schuldner nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschafte totet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal furchten mul Jtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derselbige Geist gibt Zeugnis unserm Geist, dafi wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, namlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.

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2 Corinthians 7:1-9

Dieweil wir nun solche Verheüiung haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. Fasset uns! Wir haben niemand Leid getan; wir haben niemand verletzt; wir haben niemand ubervorteilet. Nicht sage ich solches, euch zu verdammen; denn ich habe droben zuvor gesagt, daü ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. Ich rede mit grower Freudigkeit zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllet mit Trost; ich bin überschwenglich in Freuden in aller unserer Trübsal. Denn da wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern allenthalben waren wir in Trübsal: auswendig Streit, inwendig Furcht. Aber Gott, der die Geringen trostet, der trostete uns durch die Ankunft des Titus. Nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, damit er getrostet war an euch, und verkündigte uns euer Verlangen, euer Weinen, euren Eifer urn mich, also dafi ich mich noch mehr freuete. Denn dafi ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reuet mich nicht. Und ob's mich reuete, so ich aber sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübt hat, so freue ich mich doch nun, nicht daruber, daß ihr seid betrübt worden, sondern daß ihr seid betrübt worden zur Reue. Denn ihr seid gottlich betrübt worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen nehmet.

Gospel

John 12

Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan. Die Pharisaer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt lauft ihm nach. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das Fest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galilaa war, baten ihn und sprachen: Herr, wirwollten Jesum gerne sehen. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, daß des Menschen Sohn verklaret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so bringt's viel Fruchte. Wersein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soil mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vaterehren. Jetzt ist meine Seele betrubet. Und was soil ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde kommen. Vater, verklare deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich hab' ihn verklaret und will ihn abermal verklaren. Da sprach das Volk, das dabeistund und zuhorete: Es donnerte! Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt gehet das Gericht uber die Welt; nun wird der Furst dieser Welt ausgestolien werden. Und ich, wenn ich erhohet werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wurde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehoret im Gesetz, daß Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn, des Menschen Sohn muli erhohet werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsternisse nicht überfallen. Wer in Finsternis wandelt, derweili nicht, wo er hingehet. Glaubet an das Licht, dieweil ihr's habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid. Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, auf daß erfullet wurde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: Herr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des Herrn offenbaret? Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal: Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, dafi sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe. Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm. Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Pharisaer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan wurden; denn sie hatten lieberdie Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat. Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf daü, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe. Und wer meine Worte horet und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; da(J ich die Welt richte, sondern dafi ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jungsten Tage. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soil. Und ich weili, daß sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, das rede ich also, wie mir der Vater gegeben hat.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 10

Liebe Bruder, meines Herzens Wunsch ist, und flehe auch zu Gott fur Israel, dafi sie selig werden. Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie eifern um Gott, aber mit Unverstand. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und trachten, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubet, der ist gerecht. Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: Welcher Mensch dies tut, der wird darinnen leben. Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht also: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren? (Das ist nichts anderes, denn Christum herabholen.) Oder: Wer will hinab in die Tiefe fahren? (Das ist nichts anderes, denn Christum von den Toten holen.) Aber was sagt sie? Das Wort ist dir nahe, namlich in deinem Munde und in deinem Herzen. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. Denn so du mit deinem Munde bekennest Jesum, daß er der Herr sei, und glaubest in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubet, so wird man gerecht, und so man mit dem Munde bekennet, so wird man selig. Denn die Schrift spricht: Wer an ihn glaubet, wird nicht zuschanden werden. Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein Herr, reich über alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, soil selig werden. Wie sollen sie aber anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber glauben, von dem sie nichts gehoret haben? Wie sollen sie aber horen ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? wie denn geschrieben stehet: Wie lieblich sind die Fufie derer, die den Frieden verkundigen, die das Gute verkundigen! Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht: Herr, wer glaubet unserm Predigen? So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich sage aber: Haben sie es nicht gehorte? Zwar es ist je in alle Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte. Ich sage aber: Hat es Israel nicht erkannt? Der erste Mose spricht: Ich will euch eifern machen über dem, das nicht mein Volk ist, und über einem unverstandigen Volk will ich euch erzurnen. Jesaja aber darf wohl so sagen: Ich bin erfunden von denen, die mich nicht gesucht haben, und bin erschienen denen die nicht nach mir gefragt haben. Zu Israel aber spricht er: Den ganzen Tag habe ich meine Hande ausgestrecket zu dem Volk, das sich nicht sagen lasset und widerspricht.

Gospel

Matthew 6:1-18

Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laft deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kammerlein und schliefte die Turzu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhoret, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichen. Euer Vater weift, was ihr bedurfet, ehe denn ihr ihn bittet. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser taglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben. Und fuhre uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn so ihr den Menschen ihre Fehle vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehle nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehle auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichte, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Hauptund wasche dein Angesicht, auf dafi du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vordeinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's Vergelten offentlich.

Gospel

Matthew 4:23-25

Und Jesus ging umher im ganzen galilaischen Lande, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und Krankheit im Volk. Und sein Gerucht erscholl in das ganze Syrienland. Und sie brachten zu ihm allerlei Kranke, mit mancherlei Seuchen und Qual behaftet, die Besessenen die Mondsuchtigen und die Gichtbrüchigen; und er machte sie alle gesund. Und es folgete ihm nach viel Volks aus Galilaa, aus den zehn Stadten, von Jerusalem, aus dem judischen Lande und von jenseit des Jordans.

Gospel

John 12

Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan. Die Pharisaer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt lauft ihm nach. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das Fest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galilaa war, baten ihn und sprachen: Herr, wirwollten Jesum gerne sehen. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, daß des Menschen Sohn verklaret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so bringt's viel Fruchte. Wersein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soil mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vaterehren. Jetzt ist meine Seele betrubet. Und was soil ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde kommen. Vater, verklare deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich hab' ihn verklaret und will ihn abermal verklaren. Da sprach das Volk, das dabeistund und zuhorete: Es donnerte! Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt gehet das Gericht uber die Welt; nun wird der Furst dieser Welt ausgestolien werden. Und ich, wenn ich erhohet werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wurde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehoret im Gesetz, daß Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn, des Menschen Sohn muli erhohet werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsternisse nicht überfallen. Wer in Finsternis wandelt, derweili nicht, wo er hingehet. Glaubet an das Licht, dieweil ihr's habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid. Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, auf daß erfullet wurde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: Herr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des Herrn offenbaret? Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal: Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, dafi sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe. Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm. Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Pharisaer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan wurden; denn sie hatten lieberdie Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat. Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf daü, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe. Und wer meine Worte horet und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; da(J ich die Welt richte, sondern dafi ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jungsten Tage. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soil. Und ich weili, daß sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, das rede ich also, wie mir der Vater gegeben hat.

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