Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Romans 6:12-23
So lasset nun die Sunde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihm Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten. Auch begebet nicht der Sunde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit, Denn die Sunde wird nicht herrschen konnen fiber euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetze seid, sondern unter der Gnade. Wie nun? sollen wir sündigen, dieweil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei feme! Wisset ihr nicht, welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sunde zum Tode Oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Gott sei aber gedanket, daß ihr Knechte der Sunde gewesen seid, aber nun gehorsam worden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid. Denn nun ihr frei worden seid von der Sunde, seid ihr Knechte worden der Gerechtigkeit. Ich muft menschlich davon reden urn der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zu Dienste der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet nun auch eure Glieder zu Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sunde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fur Frucht? Welcher ihr euch jetzt schamet; denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sunde frei und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sunde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herm.
First Reading
Genesis 30
Da Rahel sah, daü sie dem Jakob nichts gebar, neidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder! Wo nicht, so sterbe ich. Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; lege dich zu ihr, dafi sie auf meinem Schod gebare, und ich doch durch sie erbauet werde. Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe; und Jakob legte sich zu ihr. Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhoret und mir einen Sohn gegeben. Darum hied sie ihn Dan. Abermal ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn. Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hied ihn Naphthali. Da nun Lea sah, dad sie aufgehoret hatte zu gebaren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe. Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn. Da sprach Lea: Rüstig! Und hied ihn Gad. Danach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn. Da sprach Lea: Wohl mir, denn mich werden selig preisen die Tochter. Und hied ihn Asser. Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir der Dudaim deines Sohnes ein Teil. Sie antwortete: Hastdu nicht genug, dad du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Dudaim meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lad ihn diese Nacht bei dirschlafen um die Dudaim deines Sohnes. Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Bei mir sollst du liegen; denn ich habe dich erkauft um die Dudaim meines Sohnes. Und erschlief die Nacht bei ihr. Und Gott erhorete Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den funften Sohn und sprach: Gott hat mir gelohnet, dad ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hied ihn Isaschar. Abermal ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn; und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann wieder bei mirwohnen, denn ich habe ihm sechs Sohne geboren. Und hied ihn Sebulon. Danach gebar sie eine Tochter, die hied sie Dina. Der HERR gedachte aber an Rahel und erhorte sie und machte sie fruchtbar. Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen. Und hieß ihn Joseph und sprach: Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazu geben! Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Laß mich ziehen und reisen an meinen Ort und in mein Land. Gib mir meine Weiber und meine Kinder, darum ich dir gedienet habe, daß ich ziehe; denn du weißest meinen Dienst, wie ich dir gedienet habe. Laban sprach zu ihm: Laß mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spüre, daß mich der HERR segnet urn deinetwillen. Stimme den Lohn, den ich dir geben soil. Er aber sprach zu ihm: Du weißest, wie ich dir gedienet habe, und was du fur Vieh hattest unter mir. Du hattest wenig, ehe ich herkam; nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuß. Und nun, wann soil ich auch mein Haus versorgen? Er aber sprach: Was soli ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts uberall geben, sondern so du mir tun willst, das ich sage, so will ich wiederum weiden und hüten deiner Schafe. Ich will heute durch alle deine Herde gehen und aussondern alle fleckichten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe unter den Lammern und die bunten und fleckichten Ziegen. Was nun bunt und fleckicht fallen wird, das soil mein Lohn sein. So wird mir meine Gerechtigkeit zeugen heute Oder morgen, wenn es kommt, daß ich meinen Lohn von dir nehmen soil, also daß, was nicht fleckicht Oder bunt Oder nicht schwarz sein wird unter den Lammern und Ziegen, das sei ein Diebstahl bei mir. Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast. Und sonderte des Tages die sprenglichten und bunten Bocke und alle fleckichten und bunten Ziegen, wo nur was Weißes daran war, und alles, was schwarz war unter den Lammern, und tat's unter die Hand seiner Kinder. Und machte Raum dreier Tagereisen weit zwischen ihm und Jakob. Also weidete Jakob die ubrige Herde Labans. Jakob aber nahm Stabe von grunen Pappelbaumen, Haseln und Kastanien und schalete weiße Streifen daran, daß an den Staben das Weiße bloßward, und legte die Stabe, die er geschalet hatte, in die Trankrinnen vor die Herden, die da kommen mußten zu trinken, daß sie empfangen sollten, wenn sie zu trinken kamen. Also empfingen die Herden uber den Staben und brachten sprenglichte, fleckichte und bunte. Da schied Jakob die Lammer und tat die abgesonderte Herde zu den fleckichten und schwarzen in der Herde Labans; und machte ihm eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans. Wenn aber der Lauf der Fruhlinger Herde war, legte er diese Stabe an die Rinnen vor die Augen der Herde, daß sie uber den Staben empfingen. Aber in der Spatlinger Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spatlinge des Laban, aber die Frühlinge des Jakob. Daher ward der Mann uber die Maße reich, daß er viel Schafe, Magde und Knechte, Kamele und Esel hatte.
First Reading
Genesis 37:1-28
Jakob aber wohnete im Lande, da sein Vater ein Fremdling innen gewesen war, namlich im Lande Kanaan. Und das sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebenzehn Jahre alt, da er ein Hide des Viehes ward mit seinen Brudern; und der Knabe war bei den Kindern Bilhas und Silpas, seines Vaters Weiber, und brachte vor ihren Vater, wo ein bos Geschrei wider sie war. Israel aber hatte Joseph lieber denn alle seine Kinder, darum daß er ihn im Alter gezeuget hatte; und machte ihm einen bunten Rock. Da nun seine Bruder sahen, dad ihn ihr Vater lieber hatte denn alle seine Bruder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen. Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte seinen Brudern davon; da wurden sie ihm noch feinder. Denn ersprach zu ihnen: Horet, lieber, was mir doch getraumet hat! Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stund, und eure Garben umher neigeten sich gegen meine Garbe. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Solltestdu unser Konig werden und über uns herrschen? Und wurden ihm noch feinder urn seines Traums und seiner Rede willen. Und er hatte noch einen andern Traum, den erzahite er seinen Brudern und sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt. Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigeten sich vor mir. Und da das seinem Vater und seinen Brudern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fur ein Traum, der dir getraumet hat? Soil ich und deine Mutter und deine Bruder kommen und dich anbeten? Und seine Bruder neideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. Da nun seine Bruder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem, sprach Israel zu Joseph: Huten nicht deine Bruder des Viehes in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hie bin ich! Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob es wohl stehe urn deine Bruder und urn das Vieh; und sage mir wieder, wie sich's halt. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, daß ergen Sichem ginge. Dafand ihn ein Mann, daß er irre ging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchest du? Er antwortete: ich suche meine Bruder; lieber, sage mir an, wo sie huten. Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich horte, dad sie sagten: Lasset uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brudern nach und fand sie zu Dothan. Als sie ihn nun sahen von feme, ehe denn er nahe bei sie kam, schlugen sie an, dad sie ihn toteten, und sprachen untereinander: Sehet, der Traumer kommt daher! So kommt nun und lasset uns ihn erwurgen und in eine Grube werfen und sagen, ein boses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Traume sind. Da das Ruben horete, wollte er ihn aus ihren Handen erretten und sprach: Lasset uns ihn nicht toten! Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiefiet nicht Blut, sondern werfet ihn in die Grube, die in der Wüste ist, und leget die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dafi er ihn seinem Vater wiederbrachte. Als nun Joseph zu seinen Brudern kam, zogen sie ihm seinen Rock mit dem bunten Rock aus, den er anhatte; und nahmen ihn und warfen ihn in eine Grube; aber dieselbige Grube war leer und kein Wasser drinnen. Und setzten sich nieder zu essen. Indes huben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen Würze, Balsam und Myrrhen, und zogen hinab nach Agypten. Da sprach Juda zu seinen Brudern: Was hilft's uns, dad wir unsern Bruder erwurgen und sein Blut verbergen? Kommt, lasset uns ihn den Ismaeliten verkaufen, dad sich unsere Hande nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Biut. Und sie gehorchten ihm. Und da die Midianiter, die Kaufleute, voruberreiseten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten urn zwanzig Silberlinge; die brachten ihn nach Agypten.
Morning Prayer — First Lesson
Exodus 6:1-14
Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muli er sie lassen ziehen, er muli sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben. Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR, und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob, daß ich ihr allmachtiger Gott sein wollte; aber mein Name, HERR, ist ihnen nicht offenbaret worden. Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, daß ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darinnen sie Fremdlinge gewesen sind. Auch habe ich gehoret die Wehklage der Kinder Israel, welche die Agypter mit Fronen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht. Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR und will euch ausfuhren von euren Lasten in Agypten und will euch erretten von eurem Fronen und will euch erlosen durch einen ausgereckten Arm und grolie Gerichte; und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, daß ihr's erfahren sollt, daß ich der HERR bin euer Gott, der euch ausgeführet habe von der Last Agyptens und euch gebracht in das Land, daruber ich habe meine Hand gehoben, daß ich's gabe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich, der HERR. Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie horeten ihn nicht vor Seufzen und Angst und harter Arbeit. Da redete der HERR mit Mose und sprach: Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Konige in Agypten, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. Mose aber redete vor dem HERRN und sprach: Siehe, die Kinder Israel horen mich nicht, wie sollte mich denn Pharao horen? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen. Also redete der HERR mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die Kinder Israel und Pharao, den Konig in Agypten, daß sie die Kinder Israel aus Agypten fuhreten. Dies sind die Haupter in jeglichem Geschlecht der Vater. Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Hanoch, Pallu, Hezron, Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben.
Epistle
Sirach 51:1-8;51:12
First Reading
Genesis 30
Da Rahel sah, daü sie dem Jakob nichts gebar, neidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder! Wo nicht, so sterbe ich. Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; lege dich zu ihr, dafi sie auf meinem Schod gebare, und ich doch durch sie erbauet werde. Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe; und Jakob legte sich zu ihr. Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhoret und mir einen Sohn gegeben. Darum hied sie ihn Dan. Abermal ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn. Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hied ihn Naphthali. Da nun Lea sah, dad sie aufgehoret hatte zu gebaren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe. Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn. Da sprach Lea: Rüstig! Und hied ihn Gad. Danach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn. Da sprach Lea: Wohl mir, denn mich werden selig preisen die Tochter. Und hied ihn Asser. Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir der Dudaim deines Sohnes ein Teil. Sie antwortete: Hastdu nicht genug, dad du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Dudaim meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lad ihn diese Nacht bei dirschlafen um die Dudaim deines Sohnes. Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Bei mir sollst du liegen; denn ich habe dich erkauft um die Dudaim meines Sohnes. Und erschlief die Nacht bei ihr. Und Gott erhorete Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den funften Sohn und sprach: Gott hat mir gelohnet, dad ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hied ihn Isaschar. Abermal ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn; und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann wieder bei mirwohnen, denn ich habe ihm sechs Sohne geboren. Und hied ihn Sebulon. Danach gebar sie eine Tochter, die hied sie Dina. Der HERR gedachte aber an Rahel und erhorte sie und machte sie fruchtbar. Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen. Und hieß ihn Joseph und sprach: Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazu geben! Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Laß mich ziehen und reisen an meinen Ort und in mein Land. Gib mir meine Weiber und meine Kinder, darum ich dir gedienet habe, daß ich ziehe; denn du weißest meinen Dienst, wie ich dir gedienet habe. Laban sprach zu ihm: Laß mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spüre, daß mich der HERR segnet urn deinetwillen. Stimme den Lohn, den ich dir geben soil. Er aber sprach zu ihm: Du weißest, wie ich dir gedienet habe, und was du fur Vieh hattest unter mir. Du hattest wenig, ehe ich herkam; nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuß. Und nun, wann soil ich auch mein Haus versorgen? Er aber sprach: Was soli ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts uberall geben, sondern so du mir tun willst, das ich sage, so will ich wiederum weiden und hüten deiner Schafe. Ich will heute durch alle deine Herde gehen und aussondern alle fleckichten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe unter den Lammern und die bunten und fleckichten Ziegen. Was nun bunt und fleckicht fallen wird, das soil mein Lohn sein. So wird mir meine Gerechtigkeit zeugen heute Oder morgen, wenn es kommt, daß ich meinen Lohn von dir nehmen soil, also daß, was nicht fleckicht Oder bunt Oder nicht schwarz sein wird unter den Lammern und Ziegen, das sei ein Diebstahl bei mir. Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast. Und sonderte des Tages die sprenglichten und bunten Bocke und alle fleckichten und bunten Ziegen, wo nur was Weißes daran war, und alles, was schwarz war unter den Lammern, und tat's unter die Hand seiner Kinder. Und machte Raum dreier Tagereisen weit zwischen ihm und Jakob. Also weidete Jakob die ubrige Herde Labans. Jakob aber nahm Stabe von grunen Pappelbaumen, Haseln und Kastanien und schalete weiße Streifen daran, daß an den Staben das Weiße bloßward, und legte die Stabe, die er geschalet hatte, in die Trankrinnen vor die Herden, die da kommen mußten zu trinken, daß sie empfangen sollten, wenn sie zu trinken kamen. Also empfingen die Herden uber den Staben und brachten sprenglichte, fleckichte und bunte. Da schied Jakob die Lammer und tat die abgesonderte Herde zu den fleckichten und schwarzen in der Herde Labans; und machte ihm eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans. Wenn aber der Lauf der Fruhlinger Herde war, legte er diese Stabe an die Rinnen vor die Augen der Herde, daß sie uber den Staben empfingen. Aber in der Spatlinger Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spatlinge des Laban, aber die Frühlinge des Jakob. Daher ward der Mann uber die Maße reich, daß er viel Schafe, Magde und Knechte, Kamele und Esel hatte.
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 27
Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die Altesten des Volks einen Rat fiber Jesum, daß sie ihn toteten. Und banden ihn, fuhreten ihn hin und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn und brachte herwieder die dreilüg Silberlinge den Hohenpriestern und den Altesten und sprach: Ich habe fibel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhangte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Topfersacker darum zum Begrabnis der Pilger. Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfullet, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: Sie haben genommen dreilüg Silberlinge, damit bezahletward der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben urn einen Topfersacker, als mir der Herr befohlen hat. Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Konig? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Altesten, antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm: Horest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hiefi Barabbas. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dafi ich euch losgebe, Barabbas Oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus? Denn erwulltewohl, daßsie ihn aus Neid uberantwortet hatten. Und da er auf dem Richterstuhl sali, schickte sein Weib zu ihm und lieli ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und die Altesten uberredeten das Volk, dafi sie urn Barabbas bitten sollten und Jesum umbrachten. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soil losgeben? Sie sprachen: Barabbas. Pilatus sprach zu ihnen: Was soil ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß, ihn kreuzigen! Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Ubels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen! Da aber Pilatus sah, daß, er nichts schaffete, sondern daß ein viel großer Getummel ward, nahm er Wasser und wusch die Hande vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihrzu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme uber uns und uber unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los; aber Jesum ließ er geißeln und uberantwortete ihn, daß er gekreuziget wurde. Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum zu sich in das Richthaus und sammelten uber ihn die ganze Schar. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrußet seiest du, der Juden Konig! Und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug. Und da sie an die Statte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutschet Schadelstatte, gaben sie ihm Essig zu trinken, mit Galle vermischt; und da el's schmeckte, wollte er nicht trinken. Da sie ihn aber gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, auf daß erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und uber mein Gewand haben sie das Los geworfen. Und sie saßen allda und huteten sein. Und oben zu seinen Haupten hefteten sie die Ursache seines Todes beschrieben, namlich: Dies ist Jesus, der Juden Konig. Und da wurden zwei Morder mit ihm gekreuziget, einer zur Rechten und einer zur Linken. Die aber vorubergingen, lasterten ihn und schuttelten ihre Kopfe und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und bauest ihn in dreien Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz. Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und Altesten und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der Konig Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben. Er hat Gott vertraut, der erlose ihn nun, lustet’s ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmaheten ihn auch die Morder, die mit ihm gekreuziget waren. Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis uber das ganze Land bis zu der neunten Stunde. Und urn die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Etliche aber, die da stunden, da sie das horeten, sprachen sie: Der ruft den Elia. Und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllete ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trankte ihn. Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe! Aber Jesus schrie abermal laut und verschied. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stucke, von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Graber taten sich auf, und stunden auf viel Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Grabern nach seiner Auferstehung und kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! Und es waren viel Weiber da, die von feme zusahen, die da Jesu waren nachgefolget aus Galilaa und hatten ihm gedienet, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und die Mutter der Kinder des Zebedaus. Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieli Joseph, welcher auch ein Junger Jesu war. Der ging zu Pilatus und bat ihn urn den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben. Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand. Und legte ihn in sein eigen neu Grab, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen, und walzte einen graven Stein vor die Tur des Grabes und ging davon. Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rusttag, kamen die Hohenpriester und Pharisaer samtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verfuhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Junger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug arger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hitter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahreten das Grab mit Hutern und versiegelten den Stein.
Responsorial Psalm
Psalm 46
Ein Lied der Kinder Korah von der Jugend, vorzusingen. Gott ist unsere Zuversicht und Starke, eine Hilfe in den grolien Noten, die uns getroffen haben. Darum furchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sanken, wenngleich das Meer wütete und wallete und von seinem Ungestum die Berge einfielen. Sela. Dennoch soil die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brunnlein, da die heiligen Wohnungen des Hochsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr fruhe. Die Heiden müssen verzagen und die Konigreiche fallen; das Erdreich muli vergehen, wenn er sich horen lafit. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela. Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch Zerstoren anrichtet, der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spielie zerschlagt und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid stille und erkennet, daü ich Gott bin! Ich will Ehre einlegen unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.
Gospel
Matthew 25:1-13
Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus dem Brautigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren toricht, und fünf waren klug. Die torichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht 01 mit sich. Die klugen aber nahmen 01 in ihren Gefaften samt ihren Lampen. Da nun der Brautigam verzog, wurden sie alle schlafrig und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brautigam kommt; gehet aus ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmuckten ihre Lampen. Die torichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole; denn unsere Lampen verloschen! Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Kramern und kaufet fur euch selbst! Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brautigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit. Und die Tur ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet! Denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.
Responsorial Psalm
Psalm 29
Ein Psalm Davids. Bringet her dem HERRN, ihr Gewaltigen bringet her dem HERRN Ehre und Starke! Bringet dem HERRN Ehre seines Namens; betet an den HERRN in heiligem Schmuck! Die Stimme des HERRN gehet auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert, der HERR auf großen Wassern. Die Stimme des HERRN gehet mit Macht; die Stimme des HERRN gehet herrlich. Die Stimme des HERRN zerbricht die Zedern; der HERR zerbricht die Zedern im Libanon und machet sie locken wie ein Kalb, Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn. Die Stimme des HERRN hauet wie Feuerflammen. Die Stimme des HERRN erreget die Wüste; die Stimme des HERRN erreget die Wuste Kades. Die Stimme des HERRN erreget die Hindinnen und entblofiet die Walder. Und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen. Der HERR sitzt, eine Sintflut anzurichten. Und der HERR bleibt ein Konig in Ewigkeit. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben; der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.
Responsorial Psalm
Psalm 30
Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses Davids. Ich preise dich, HERR, denn du hast mich erhohet und lassest meine Feinde sich nicht fiber mich freuen. HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. HERR, du hast meine Seele aus der Holle gefuhret; du hast mich lebendig behalten, da die in die Holle fuhren. Ihr Heiligen, lobsinget dem HERRN; danket und preiset seine Heiligkeit! Denn sein Zorn wahret einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den Abend lang wahret das Weinen, aber des Morgens die Freude. Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr daniederliegen. Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht. Aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich. Ich will, HERR, rufen zu dir; dem HERRN will ich flehen. Was ist nütze an meinem Blut, wenn ich tot bin? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkundigen? HERR, hore und sei mir gnadig; HERR, sei mein Heifer! Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast meinen Sack ausgezogen und mich mit Freuden gegurtet, auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
Responsorial Psalm
Psalm 30
Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses Davids. Ich preise dich, HERR, denn du hast mich erhohet und lassest meine Feinde sich nicht fiber mich freuen. HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. HERR, du hast meine Seele aus der Holle gefuhret; du hast mich lebendig behalten, da die in die Holle fuhren. Ihr Heiligen, lobsinget dem HERRN; danket und preiset seine Heiligkeit! Denn sein Zorn wahret einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den Abend lang wahret das Weinen, aber des Morgens die Freude. Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr daniederliegen. Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht. Aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich. Ich will, HERR, rufen zu dir; dem HERRN will ich flehen. Was ist nütze an meinem Blut, wenn ich tot bin? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkundigen? HERR, hore und sei mir gnadig; HERR, sei mein Heifer! Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast meinen Sack ausgezogen und mich mit Freuden gegurtet, auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
Evening Prayer — First Lesson
Exodus 7
Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich einen Gott gesetzt uber Pharao; und Aaron, dein Bruder, soil dein Prophet sein. Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soil es vor Pharao reden, dafi er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. Aber ich will Pharaos Herz verharten, dafi ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Agyptenland. Und Pharao wird euch nicht horen, auf dafi ich meine Hand in Agypten beweise und fuhre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Agyptenland durch groüe Gerichte. Und die Agypter sollen's inne werden, daß ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand ausstrecke uber Agypten und die Kinder Israel von ihnen wegfuhren werde. Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten. Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweiset eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dad er zur Schlange werde. Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron wart seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten; und er ward zur Schlange. Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer. Und die agyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschworen. Ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen draus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stabe. Also ward das Herz Pharaos verstockt und horete sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich, das Volk zu lassen. Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, erwird ans Wasser gehen; so tritt gegen ihm an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward, und sprich zu ihm: Der HERR, der Ebraer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Laft mein Volk, daiß mir's diene in der Wuste! Aber du hast bisher nicht wollen horen. Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, daß ich der HERR bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soil in Blut verwandelt werden, da(S die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken, und den Agyptern wird ekeln, zu trinken des Wassers aus dem Strom. Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus uber die Wasser in Agypten, uber ihre Bache und Strome und Seen und uber alle Wassersumpfe, dafi sie Blut werden, und sei Blut in ganz Agyptenland, beide in holzernen und steinernen Gefaften. Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte, und hub den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser im Strom ward in Blut verwandelt. Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, daß die Agypter nicht trinken konnten des Wassers aus dem Strom; und ward Blut in ganz Agyptenland. Und die agyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschworen. Also ward das Herz Pharaos verstockt und horete sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen. Aber alle Agypter gruben nach Wasser urn den Strom her, zu trinken; denn des Wassers aus dem Strom konnten sie nicht trinken. Und das wahrete sieben Tage iang, daß der HERR den Strom schlug. Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Laß mein Volk, daß mir's diene! Wo du dich des weigerst, siehe, so will ich alle deine Grenze mit Froschen plagen, daß der Strom soli von Froschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Kammer, auf dein Lager, auf dein Bett; auch in die Hauser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backofen und in deine Teige; und sollen die Frosche auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.
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III John 1
Der Alteste: Gajus, dem Lieben, den ich liebhabe in der Wahrheit. Mein Lieber, ich wunsche in alien Stricken, daß dir's wohl gehe, und gesund seiest, wie es denn deiner Seele wohl gehet. Ich bin aber sehr erfreuet, da die Bruder kamen und zeugeten von deiner Wahrheit, wie denn du wandelst in der Wahrheit. Ich habe keine grofiere Freude denn die, daß ich hore meine Kinder in der Wahrheit wandeln. Mein Lieber, du tust treulich, was du tust an den Brudern und Gasten, die von deiner Liebe gezeuget haben vor der Gemeinde; und du hast wohl getan, daß du sie abgefertiget hast wurdiglich vor Gott. Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen und haben von den Heiden nichts genommen. So sollen wir nun solche aufnehmen, auf daß wir der Wahrheit Gehilfen werden. Ich habe der Gemeinde geschrieben; aber Diotrephes, der unter ihnen will hochgehalten sein, nimmtuns nicht an. Darum, wenn ich komme, will ich ihn erinnern seiner Werke, die er tut, und plaudert mit bosen Worten wider uns und lasset sich an dem nicht genugen. Er selbst nimmt die Bruder nicht an und wehret denen, die es tun wollen, und stofiet sie aus der Gemeinde. Mein Lieber, folge nicht nach dem Bosen, sondern dem Guten! Wer Gutes tut, der ist von Gott; wer Boses tut, der siehet Gott nicht. Demetrius hat Zeugnisvon jedermann und von der Wahrheit selbst; und wir zeugen auch, und ihr wisset, daß unser Zeugnis wahr ist. Ich hatte viel zu schreiben; aber ich wollte nicht mit Tinte und Feder an dich schreiben. Ich hoffe aber, dich bald zu sehen, so wollen wir mundlich miteinander reden. Friede sei mit dir! Es grulien dich die Freunde. Grülie die Freunde mit Namen.
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I Corinthians 14
Strebet nach der Liebe! Fleißiget euch der geistlichen Gaben, am meisten aber, daß ihr weissagen moget. Denn der mit der Zunge redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott. Denn ihm horet niemand zu; im Geist aber redet er die Geheimnisse. Wer aber weissaget, der redet den Menschen zur Besserung und zur Ermahnung und zur T rostung. Wer mit Zungen redet, der bessert sich selbst; wer aber weissaget, der bessert die Gemeinde. Ich wollte, daß ihr alle mit Zungen reden konntet, aber viel mehr, daü ihr weissagetet. Denn der da weissaget, ist großer, denn der mit Zungen redet, es sei denn, daß er es auch auslege, daß die Gemeinde davon gebessert werde. Nun aber, liebe Bruder, wenn ich zu euch kame und redete mit Zungen, was ware ich euch nütze, so ich nicht mit euch redete entweder durch Offenbarung Oder durch Erkenntnis Oder durch Weissagung Oder durch Lehre? Halt sich's doch auch also in den Dingen, die da lauten und doch nicht leben, es sei eine Pfeife Oder eine Harfe; wenn sie nicht unterschiedliche Stimmen von sich geben, wie kann man wissen, was gepfiffen Oder geharfet ist? Und so die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer will sich zum Streit rusten? Also auch ihr, wenn ihr mit Zungen redet, so ihr nicht eine deutliche Rede gebet, wie kann man wissen, was geredet ist? Denn ihr werdet in den Wind reden. Zwar es ist mancherlei Art der Stimmen in der Welt, und derselbigen ist doch keine undeutlich. So ich nun nicht weiß der Stimme Deutung, werde ich undeutsch sein dem, der da redet, und der da redet, wird mir undeutsch sein. Also auch ihr, sintemal ihr euch fleißigetder geistlichen Gaben, trachtet danach, daß ihr die Gemeinde bessert, auf daß ihr alles reichlich habet. Darum, welcher mit Zungen redet, der bete also, daß er's auch auslege. So ich aber mit Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Sinn bringet niemand Frucht. Wie soil es aber denn sein? Namlich also: Ich will beten mit dem Geist und will beten auch im Sinn; ich will Psalmen singen im Geist und will auch Psalmen singen mit dem Sinn. Wenn du aber segnest im Geist, wie soil der, so anstatt des Laien stehet, Amen sagen auf deine Danksagung, sintemal er nicht weiß, was du sagest? Du danksagest wohl fein; aber der andere wird nicht davon gebessert. Ich danke meinem Gott, daß ich mehr mit Zungen rede denn ihr alle. Aber ich will in der Gemeinde lieber funf Worte reden mit meinem Sinn, auf daß ich auch andere unterweise, denn sonst zehntausend Worte mit Zungen. Liebe Bruder, werdet nicht Kinder an dem Verstandnis, sondern an der Bosheit seid Kinder; an dem Verstandnis aber seid voilkommen. Im Gesetz stehet geschrieben: Ich will mit andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch also nicht horen, spricht der Herr. Darum so sind die Zungen zum Zeichen, nicht den Glaubigen, sondern den Unglaubigen; die Weissagung aber nicht den Unglaubigen, sondern den Glaubigen. Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkame an einem Ort und redeten alle mit Zungen, es kamen aber hinein Laien Oder Unglaubige, würden sie nicht sagen, ihrwaret unsinnig? So sie aber alle weissageten und kame dann ein Unglaubiger Oder Laie hinein, der würde von denselbigen alien gestraft und von alien gerichtet. Und also würde das Verborgene seines Herzens offenbar, und er würde also fallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, daß Gott wahrhaftig in euch sei. Wie ist ihm denn nun, Hebe Bruder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeglicher Psalmen, er hat eine Lehre, er hat Zungen, er hat Offenbarung, er hat Auslegung. Lasset es alles geschehen zur Besserung! So jemand mit der Zunge redet Oder zween Oder aufs meiste' drei, eins urns andere; so lege es einer aus. Ist er aber nicht ein Ausleger, so schweige er unter der Gemeinde, rede aber sich selber, und Gott, Die Weissager aber lasset reden, zween Oder drei, und die andern lasset richten. So aber eine Offenbarung geschieht einem andern, der da sitzet, so schweige der erste. Ihr konnet wohl alle weissagen, einer nach dem andern, auf daß sie alle lernen und alle ermahnet werden. Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist, nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens wie in alien Gemeinden der Heiligen. Eure Weiber lasset schweigen unter der Gemeinde; denn es soli ihnen nicht zugelassen werden, dafi sie reden, sondern untertan sein, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Manner fragen . Es stehet den Weibern ubel an, unter der Gemeinde reden. Oder ist das Wort Gottes von euch auskommen, Oder ist's allein zu euch kommen? So sich jemand lasset dünken, er sei ein Prophet Oder geistlich, der erkenne, was ich euch schreibe; denn es sind des Herrn Gebote. Ist aber jemand unwissend, der sei, unwissend. Darum, liebe Bruder, fleilüget euch des Weissagens und wehret nicht, mit Zungen zu reden. Lasset alles ehrlich und ordentlich zugehen!
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1 Corinthians 1:1-17
Paulus, berufen zum Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Sosthenes: Der Gemeinde Gottes zu Korinth, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen samt alien denen, die anrufen den Namen unsers Herrn Jesu Christi an alien ihren und unsern Orten. Gnade sei miteuch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Ich danke meinem Gott aliezeit eurethalben fur die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn an alien Stricken reich gemacht, an alter Lehre und in aller Erkenntnis wie denn die Predigt von Christo in euch kraftig worden ist, also daß ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi. welcher auch wird euch test behalten bis ans Ende, daß ihr unstraflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, durch den Namen unsers Herrn Jesu Christi; daß ihr allzumal einerlei Rede fuhret und lasset nicht Spaltungen unter euch sein, sondern haltet fest aneinander in einem Sinn und in einerlei Meinung. Denn miristvorkommen, liebe Bruder, durch die aus Chloes Gesinde von euch, daß Zank unter euch sei. Ich sage aber davon, daß unter euch einer spricht: Ich bin paulisch; derandere: Ich bin apollisch; der dritte: Ich bin kephisch; der vierte: Ich bin christisch. Wie? ist Christus nun zertrennet? Ist denn Paulus fur euch gekreuziget, Oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft? Ich danke Gott, daß ich niemand unter euch getauft habe aufter Crispus und Gajus, daß nicht jemand sagen moge, ich hatte auf meinen Namen getauft. Ich habe aber auch getauft des Stephanas Hausgesinde; danach weift ich nicht, ob ich etliche andere getauft habe. Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen, nicht mit klugen Worten, auf daß nicht das Kreuz Christi zunichte werde.
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Galatians 1:18-24
Danach liber drei Jahre kam ich gen Jerusalem, Petrus zu schauen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Der andern Apostel aber sah ich keinen ohne Jakobus, des Herrn Bruder. Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott weili, ich luge nicht. Danach kam ich in die Lander Syrien und Zilizien. Ich war aber unbekannt von Angesicht den christlichen Gemeinden in Judaa. Sie hatten aber allein gehoret, daß, der uns weiland verfolgte, der prediget jetzt den Glauben, welchen er weiland verstorete; und preiseten Gott liber mir.
Gospel
Matthew 9
Da trat er in das Schiff und fuhr wieder heruber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sunden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lasted Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder zu sagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sunden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Stehe auf, heb' dein Bett auf und gehe heim! Und er stund auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieli Matthaus, und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stund auf und folgete ihm. Und es begab sich, da erzu Tische saß, im Hause, siehe, da kamen viel Zollner und Sunder und saüen zu Tische mit Jesu und seinen Jungern. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu seinen Jungern: Warum isset euer Meister mit den Zdllnern und Sundern? Da das Jesus horete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedurfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Gehet aber hin und lemet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin kommen, die Sunder zur Bulie zu rufen und nicht die Frommen. Indes kamen die Junger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisaer so viel, und deine Junger fasten nicht? Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brautigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dafi der Brautigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. Niemand flicktein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reifiet doch wieder vom Kleid, und der Riß wird arger. Man fasset auch nicht Most in aite Schlauche; anders die Schlauche zerreilien, und der Most wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man fasset Most in neue Schlauche, so werden sie beide miteinander behalten. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf und folgete ihm nach und seine Junger. Und siehe, ein Weib, das zwolf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und ruhrete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Mocht' ich nur sein Kleid anruhren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus urn und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach erzu ihnen: Weichet! denn das Magdlein ist nicht tot, sondern es schlaft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stund das Magdlein auf. Und dies Gerucht erscholl in dasselbige ganze Land. Und da Jesus von dannen furbafi ging, folgeten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubet ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja. Da ruhrete er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. Und ihre Augen wurden geoffnet. Und Jesus bedrauete sie und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selbigen ganzen Lande. Da nun diese waren hinauskommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden. Aber die Pharisaer sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Obersten. Und Jesus ging umher in alle Stadte und Markte, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach erzu seinen Jungern: Die Ernte ist grofi; aber wenig sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende!
Evening Prayer — Second Lesson
1 Corinthians 11
Seid meine Nachfolger, gleichwie ich Christi! Ich lobe euch, liebe Bruder, daß ihr an mich gedenket in alien Stricken und haltet die Weise, gleichwie ich euch gegeben habe. Ich lasse euch aber wissen, daß Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt, der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt. Ein jeglicher Mann, der da betet Oder weissaget und hat etwas auf dem Haupt, der schandet sein Haupt. Ein Weib aber, das da betet Oder weissaget mit unbedecktem Haupt, die schandet ihr Haupt; denn es ist ebensoviel, als ware sie beschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr auch das Haar ab. Nun es aber libel stehet, daß ein Weib verschnitten Haar habe Oder beschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken. Der Mann aber soil das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre. Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib ist vom Manne. Und der Mann ist nicht geschaffen urn des Weibes willen; sondern das Weib urn des Mannes willen. Darum soil das Weib eine Macht auf dem Haupt haben urn der Engel willen. Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem Herrn. Denn wie das Weib von dem Manne, also kommt auch der Mann durch das Weib, aber alles kommt von Gott. Richtet bei euch selbst, ob es wohl stehet, daß ein Weib unbedeckt vor Gott bete. Oder lehret euch auch nicht die Natur, daß einem Manne eine Unehre ist, so er lange Haare zeuget, und dem Weibe eine Ehre, so sie lange Haare zeuget? Das Haar ist ihr zur Decke gegeben. Ist aber jemand unter euch, der Lust zu zanken hat, der wisse, daß wir solche Weise nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht. Ich muli aber dies befehlen: Ich kann's nicht loben, daß ihr nicht auf bessere Weise, sondern auf argere Weise zusammenkommet. Zum ersten, wenn ihrzusammen kommt in der Gemeinde, hore ich, es seien Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich's. Denn es müssen Rotten unter euch sein, auf daß die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden. Wenn ihr nun zusammenkommet, so halt man da nicht des Herrn Abendmahl. Denn so man das Abendmahl halten soil, nimmt ein jeglicher sein eigenes vorhin, und einer ist hungrig, der andere ist trunken. Habt ihr aber nicht Hauser, da ihr essen und trinken moget? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschamet die, so da nichts haben? Was soil ich euch sagen? Soil ich euch loben? Hierinnen lobe ich euch nicht. Ich habe von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankete und brach's und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib der fur euch gebrochen wird. Solches tut zu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedachtnis! Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkundigen, bis da(3> er kommt. Welcher nun unwurdig von diesem Brot isset Oder von dem Kelch des Herrn trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prufe aber sich selbst und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwurdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das Gericht damit, da(J er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch so viel Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen. Denn so wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, sowerden wir von dem Herrn gezuchtiget, auf dati wir nicht samt der Welt verdammet werden. Darum, meine lieben Bruder, wenn ihr zusammenkommet, zu essen, so harre einer des andern. Hungert aber jemand, der esse daheim, auf daß ihr nicht zum Gerichte zusammenkommet. Das andere will ich ordnen, wenn ich komme.
Gospel
Matthew 13:24-43
Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker saete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und saete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesaet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daü wir hingehen und es ausjaten? Er aber sprach: Nein, auf daü ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjatet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bundlein, dad man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Ein ander Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und saete auf seinen Acker, welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwachst, so ist es das grblite unter dem Kohl und wird ein Baum, dad die Vogel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen. Ein ander Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengete ihn unter drei Scheffel Mehl, bis dad es gar durchsauert ward. Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, auf dad erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt. Da lied Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Junger traten zu ihm und sprachen: Deute uns dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Erantwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da guten Samen saet. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie saet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjatet und mit Feuer verbrennet, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu horen, der hore!
Gospel
Luke 4:14-22
Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galilaa; und das Gerucht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte. Und er lehrete in ihren Schulen und ward von jedermann gepreiset. Und erkam gen Nazareth, da ererzogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den Ort, da geschrieben stehet: Der Geist des Herrn ist bei mir, derhalben er mich gesalbet hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstolienen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu predigen das angenehme Jahr des Herm. Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllet vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist das nicht Josephs Sohn?
Gospel
Matthew 9
Da trat er in das Schiff und fuhr wieder heruber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sunden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lasted Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder zu sagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sunden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Stehe auf, heb' dein Bett auf und gehe heim! Und er stund auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieli Matthaus, und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stund auf und folgete ihm. Und es begab sich, da erzu Tische saß, im Hause, siehe, da kamen viel Zollner und Sunder und saüen zu Tische mit Jesu und seinen Jungern. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu seinen Jungern: Warum isset euer Meister mit den Zdllnern und Sundern? Da das Jesus horete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedurfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Gehet aber hin und lemet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin kommen, die Sunder zur Bulie zu rufen und nicht die Frommen. Indes kamen die Junger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisaer so viel, und deine Junger fasten nicht? Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brautigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dafi der Brautigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. Niemand flicktein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reifiet doch wieder vom Kleid, und der Riß wird arger. Man fasset auch nicht Most in aite Schlauche; anders die Schlauche zerreilien, und der Most wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man fasset Most in neue Schlauche, so werden sie beide miteinander behalten. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf und folgete ihm nach und seine Junger. Und siehe, ein Weib, das zwolf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und ruhrete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Mocht' ich nur sein Kleid anruhren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus urn und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach erzu ihnen: Weichet! denn das Magdlein ist nicht tot, sondern es schlaft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stund das Magdlein auf. Und dies Gerucht erscholl in dasselbige ganze Land. Und da Jesus von dannen furbafi ging, folgeten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubet ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja. Da ruhrete er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. Und ihre Augen wurden geoffnet. Und Jesus bedrauete sie und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selbigen ganzen Lande. Da nun diese waren hinauskommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden. Aber die Pharisaer sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Obersten. Und Jesus ging umher in alle Stadte und Markte, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach erzu seinen Jungern: Die Ernte ist grofi; aber wenig sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende!
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
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