Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Romans 13:8-14

Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfullet. Denn das da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht toten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soil nichts gelusten, und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst: Die Liebe tut dem Nachsten nichts Boses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfullung. Und weil wir solches wissen, namlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schiaf, sintemal unser Heil jetzt naher ist, denn da wir's glaubten, die Nachtistvergangen, der Tag aber herbeikommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes. Lasset uns ehrbarlich wandeln, ais am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid. sondern ziehet an den Herrn Jesum Christum und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde.

First Reading

Genesis 48

Danach ward Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Sohne, Manasse und Ephraim. Da ward es Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich im Bette und sprach zu Joseph: Der allmachtige Gott erschien mirzu Lus, im Lande Kanaan, und segnete mich und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zum Haufen Volks machen; und will dies Land zu eigen geben deinem Samen nach direwiglich. So sollen nun deine zween Sohne, Ephraim und Manasse, die dirgeboren sind in Agyptenland, ehe ich hereinkommen bin zu dir, mein sein, gleichwie Ruben und Simeon. Welche du aber nach ihnen zeugest, sollen dein sein und genannt werden wie ihre Bruder in ihrem Erbteil. Und da ich aus Mesopotamien kam, starb mir Rahel im Lande Kanaan auf dem Wege, da noch ein Feldwegs war gen Ephrath; und ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephrath, die nun Bethlehem heißt. Und Israel sah die Sohne Josephs und sprach: Wersind die? Joseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Sohne, die mir Gott hie gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, daß ich sie segne. Denn die Augen Israels waren dunkel worden vor Alter und konnte nicht wohl sehen. Und er brachte sie zu ihm. Er aber kussete sie und herzete sie und sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, des ich nicht gedacht hatte; und siehe, Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen. Und Joseph nahm sie von seinem Schoß und neigete sich zur Erde gegen sein Angesicht. Da nahm sie Joseph beide, Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels linke Hand und Manasse in seine linke Hand gegen Israels rechte Hand, und brachte siezu ihm. Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jungsten, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt; und tat wissend also mit seinen Handen, denn Manasse war der Erstgeborne. Und er segnete Joseph und sprach: Gott, vor dem meine Vater, Abraham und Isaak, gewandelt haben, Gott, der mich mein Leben lang ernahret hat bis auf diesen Tag, der Engel, der mich erloset hat von allem libel, der segne die Knaben, daß sie nach meinem und nach meiner Vater, Abrahams und Isaaks, Namen genannt werden, daß sie wachsen und viel werden auf Erden. Da aber Joseph sah, daß sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, gefiel es ihm übel; und fassete seines Vaters Hand, daß er sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete, und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater; dieser ist der Erstgeborene, lege deine rechte Hand auf sein Haupt. Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weili wohl, mein Sohn, ich weift wohl. Dieser soil auch ein Volk werden und wird graft sein; aber sein jungster Bruderwird grafter, denn er, werden, und sein Same wird ein graft Volk werden. Also segnete er sie des Tages und sprach: Wer in Israel will jemand segnen, der sage: Gott setze dich wie Ephraim und Manasse! Und setzte also Ephraim Manasse vor. Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit euch sein und wird euch wiederbringen in das Land eurer Vater. Ich habe dir ein Stuck Landes gegeben aufter deinen Brüdem, das ich mit meinem Schwert und Bogen aus der Hand der Amoriter genommen habe.

First Reading

Exodus 15:1-21

Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen; denn erhat eine herrliche Tat getan: Roü und Wagen hat er ins Meer gesturzt. Der HERR ist meine Starke und Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben. Der HERR ist der rechte Kriegsmann. HERR ist sein Name. Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer, seine auserwahlten Hauptleute versanken im Schilfmeer. Die Tiefe hat sie bedeckt, sie fielen zu Grund wie die Steine. HERR, deine rechte Hand tut grolie Wunder; HERR, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen. Und mit deiner grolien Herrlichkeit hast du deine Widerwartigen gesturzt; denn da du deinen Grimm auslieliest, verzehrte er sie wie Stoppeln. Durch dein Biasen taten sich die Wasser auf, und die Fluten stunden auf Haufen; die Tiefe wallete voneinander mitten im Meer. Der Feind gedachte: Ich will ihnen nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen kuhlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soil sie verderben. Da lieliest du deinen Wind biasen, und das Meer bedeckte sie, und sanken unter wie Blei im machtigen Wasser. HERR, wer ist dir gleich unter den Gottern? Wer ist dir gleich, der so machtig, heilig, schrecklich, loblich und wundertatig sei? Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde. Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erloset hast, und hast sie gefuhret durch deine Starke zu deiner heiligen Wohnung. Da das die Volker horeten, erbebeten sie; Angst kam die Philister an; da erschraken die Fursten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig. Lali uber sie fallen Erschrecken und Furcht durch deinen groüen Arm, daß sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchkomme, bis das Volk hindurchkomme, das du erworben hast. Bringe sie hinein und pflanze sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, HERR, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, HERR, das deine Hand bereitet hat. Der HERR wird Konig sein immer und ewig. Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern, und der HERR lieli das Meer wieder uber sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer. Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand; und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken am Reigen. Und Mirjam sang ihnen vor: Lasset uns dem HERRN singen; denn er hat eine herrliche Tat getan, Mann und Ro IS hat er ins Meer gesturzt.

Morning Prayer — First Lesson

Numbers 22

Danach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das Gefilde Moab, jenseits des Jordans, gegen Jericho. Und da Balak, der Sohn Zipors, sah alles, was Israel getan hatte den Amoritern, und daß sich die Moabiter sehr furchteten vor dem Volk, das so graft war, und daß den Moabitern grauete vor den Kindern Israel, und sprachen zu den Altesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffretzen, was urn uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffretzet. Balak aber, der Sohn Zipors, war zu der Zeit Konig der Moabiter. Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Pethor, der wohnete an dem Wasser im Lande der Kinder seines Volks, daß sie ihn forderten, und lieft ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Agypten gezogen, das bedeckt das Angesicht der Erde und liegt gegen mir. So komm nun und verfluche mir das Volk, denn es ist mirzu machtig, ob ich's schlagen mochte und aus dem Lande vertreiben; denn ich weift, daß, weichen du segnest, der ist gesegnet, und weichen du verfluchest, der ist verflucht. Und die Altesten der Moabiter gingen hin mit den Altesten der Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagens in ihren Handen; und gingen zu Bileam ein und sagten ihm die Worte Balaks. Und er sprach zu ihnen: Bleibet hie über Nacht, so will ich euch wieder sagen, wie mir der HERR sagen wird. Also blieben die Fursten der Moabiter bei Bileam. Und Gott kam zu Büeam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind? Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter Konig, hat zu mir gesandt: Siehe, ein Volk ist aus Agypten gezogen und bedeckt das Angesicht der Erde; so komm nun und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten moge und sie vertreiben. Gott aber sprach zu Bileam: Gehe nicht mit ihnen; verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet. Da stund Bileam des Morgens auf und sprach zu den Fursten Balaks: Gehet hin in euer Land; denn der HERR will's nicht gestatten , daß ich mit euch ziehe. Und die Fursten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen. Da sandte Balak noch großere und herrlichere Fursten, denn jene waren. Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also lafit dir sagen Balak, der Sohn Zipors: Lieber, wehre dich nicht, zu mir zu ziehen; denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagest, das will ich tun. Lieber, komm und fluche mir diesem Volk! Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: Wenn mir Balak sein Haus voll Silbers und Goldes gabe, so konnte ich doch nicht ubergehen das Wort des HERRN, meines Gottes, Kleines Oder Großes zu tun. So bleibet doch nun hie auch ihr diese Nacht, daß ich erfahre, was der HERR weiter mit mir reden werde. Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Manner kommen, dirzu rufen, so mach dich auf und zeuch mit ihnen; doch was ich dir sagen werde, sollst du tun. Da stund Bileam des Morgens auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fursten der Moabiter. Aber der Zorn Gottes ergrimmete, dafi er hinzog. Und der Engel des HERRN trat in den Weg, daß er ihm widerstunde. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zween Knaben waren mit ihm. Und die Eselin sah den Engel des HERRN im Wege stehen und ein bloß Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, daß sie in den Weg sollte gehen. Da trat der Engel des HERRN in den Pfad bei den Weinbergen, da auf beiden Seiten Wande waren. Und da die Eselin den Engei des HERRN sah, drangte sie sich an die Wand und klemmete Bileam den Fuß an der Wand; und er schlug sie noch mehr. Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an einen engen Ort, da kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und da die Eselin den Engei des HERRN sah, fiel sie auf ihre Kniee unter dem Bileam. Da ergrimmete der Zorn Bileams und schlug die Eselin mit dem Stabe. Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß du mich geschlagen hast nun dreimal? Bileam sprach zur Eselin: Daü du mich hohnest! Ach, daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hatte, ich wollte dich erwurgen! Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf du geritten hast zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein. Da offnete der HERR Bileam die Augen, daß er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein bloli Schwert in seiner Hand; und neigete und buckte sich mit seinem Angesicht. Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, daü ich dir widerstehe; denn der Weg ist vor mir verkehrt. Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal gewichen; sonst, wo sie nicht vor mir gewichen ware, so wollte ich dich auch jetzt erwurget und die Eselin lebendig behalten haben. Da sprach Bileam zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesundiget; denn ich hab's nicht gewulit, daß du mirentgegenstundest im Wege; und nun, so dir's nicht gefallt, will ich wieder umkehren. Der Engel des HERRN sprach zu ihm: Zeuch hin mit den Mannern; aber nichts anderes, denn was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. Also zog Bileam mit den Fursten Balaks. Da Balak horete, daß Büeam kam, zog er aus ihm entgegen in die Stadt der Moabiter, die da liegt an der Grenze Arnons, welcher ist an der auliersten Grenze. Und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt und dich fordern lassen? Warum bist du denn nicht zu mir kommen? Meinest du, ich konnte nicht dich ehren? Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin kommen zu dir; aber wie kann ich etwas anderes reden? Denn das mir Gott in den Mund gibt, das muli ich reden. Also zog Bileam mit Balak, und kamen in die Gassenstadt. Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte nach Bileam und nach den Fursten, die bei ihm waren. Und des Morgens nahm Balak den Bileam und fuhrete ihn hin auf die Hohe Baal, daß ervon dannen sehen konnte bis zu Ende des Volks.

Epistle

1 Corinthians 13:1-13

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hatte der Liebe nicht, so ware ich ein tonend Erz Oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen konnte und wulite alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hatte alien Glauben, also dafi ich Berge versetzte, und hatte der Liebe nicht, so ware ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gabe und lielie meinen Leib brennen und hatte der Liebe nicht, so ware mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich; die Liebe eifert nicht; die Liebe treibt nicht Mutwillen; sie blahet sich nicht; sie stellet sich nicht ungebardig; sie suchet nicht das Ihre; sie lasset sich nicht erbittern; sie trachtet nicht nach Schaden; sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit; sie freuet sich aber der Wahrheit; sie vertraget alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe horet nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhoren werden, und die Sprachen aufhoren werden, und die Erkenntnis aufhoren wird. Denn unser Wissen ist Stuckwerk, und unser Weissagen ist Stuckwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stuckwerk aufhoren. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschlage; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort, dann aber von Angesicht zu Angesichte. Jetzt erkenne ich's stuckweise; dann aber werde ich erkennen, gieichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die großte unter ihnen.

First Reading

Hosea 5

So horet nun dies, ihr Priester, und merke auf, du Haus Israel, und nimm zu Ohren, du Haus des Konigs; denn es wird eine Strafe uber euch gehen, die ihr ein Strick zu Mizpa und ein ausgespannet Netz zu Thabor worden seid. Mit Schlachten vertiefen sie sich in ihrem Verlaufen, darum muli ich sie allesamt strafen. Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen, daß Ephraim nun eine Hure ist, und Israel ist unrein. Sie denken nicht danach, daß sie sich kehreten zu ihrem Gott; denn sie haben einen Hurengeist in ihrem Herzen und lehren vom HERRN nicht. Darum soil die Hoffart Israels vor ihrem Angesicht gedemütiget werden, und sollen beide, Israel und Ephraim, fallen urn ihrer Missetat willen; auch soli Juda samt ihnen fallen. Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern, den HERRN zu suchen, aber nicht finden; denn er hat sich von ihnen gewandt. Sie verachten den HERRN und zeugen fremde Kinder; darum wird sie auch der Neumond fressen mit ihrem Erbteil. Ja, blaset Posaunen zu Gibea, ja, trommetet zu Rama, ja rufet zu Beth-Aven: Hinter dir, Benjamin! Denn Ephraim soil zur Wuste werden zur Zeit, wenn ich sie strafen werde. Davor hab ich die Stamme Israels treulich gewarnet. Die Fursten Judas sind gleich denen, so die Grenze verrucken; darum will ich meinen Zorn uber sie ausschutten wie Wasser. Ephraim leidet Gewalt und wird geplagt; daran geschiehet ihm recht; denn er hat sich gegeben auf (Menschen-)Gebot. Ich bin dem Ephraim eine Motte und dem Hause Juda eine Made. Und da Ephraim seine Krankheit und Juda seine Wunden fuhlete, zog Ephraim hin zu Assur und schickte zum Konige zu Jareb; aber er konnte euch nicht helfen noch eure Wunden heilen. Denn ich bin dem Ephraim wie ein Lowe, und dem Hause Juda wie ein junger Lowe. Ich, ich zerreifie sie und gehe davon und führe sie weg, und niemand kann sie retten. Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen ubel gehet, so werden sie mich fruhe suchen müssen (und sagen):

Morning Prayer — Second Lesson

Luke 1:1-39

Sintemal sich's viele unterwunden haben, zu stellen die Rede von den Geschichten, so unter uns ergangen sind, wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind: habe ich's auch fur gut angesehen, nachdem ich's alles von Anbeginn erkundet habe, daß ich's zu dir, mein guter Theophilus, mit Fleift ordentlich schriebe, auf daß du gewissen. Grund erfahrest der Lehre, in welcher du unterrichtet bist. Zu der Zeit Herodes, des Konigs Judaas, war ein Priester von der Ordnung Abia mit Namen Zacharias und sein Weib von den Tochtern Aarons, welche hieft Elisabeth. Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und gingen in alien Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Und sie hatten kein Kind, denn Elisabeth war unfruchtbar; und waren beide wohl betaget. Und es begab sich, da er Priesteramts pflegete vor Gott zur Zeit seiner Ordnung nach Gewohnheit des Priestertums, und an ihm war, daß er rauchern sollte, ging er in den Tempel des Herrn. Und die ganze Menge des Volks war drauften und betete unter der Stunde des Raucherns. Es erschien ihm aber der Engel des Herrn und stund zur rechten Hand am Rauchaltar. Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam ihn eine Furcht an. Aber der Engel sprach zu ihm: Furchte dich nicht, Zacharias; denn dein Gebet ist erhoret, und dein Weib Elisabeth wird direinen Sohn gebaren, des Namen sollst du Johannes heiften. Und du wirstdes Freude und Wonne haben, und viele werden sich seiner Geburt freuen. Denn erwird graft sein vordem Herrn. Wein und stark Getrank wird er nicht trinken und erwird noch im Mutterleibe erfullet werden mit Heiligen Geist. Und erwird der Kinder von Israel viele zu Gott, ihrem Herrn, bekehren. Und erwird vor ihm hergehen im Geist und Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Vater zu den Kindern und die Unglaubigen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein bereit Volk. Und Zacharias sprach zu dem Engel: Wobei soil ich das erkennen? Denn ich bin alt, und mein Weib ist betagt. Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott stehet, und bin gesandt, mit dir zu reden, daß ich dir solches verkundigte. Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden konnen bis auf den Tag, da dies geschehen wird, darum daß du meinen Worten nicht geglaubet hast, welche sollen erfüllet werden zu ihrer Zeit. Und das Volk wartete auf Zacharias und verwunderte sich, daß er so lange im Tempel verzog. Und da er herausging, konnte er nicht mit ihnen reden. Und sie merkten, dafi er ein Gesicht gesehen hatte im Tempel. Und erwinkte ihnen und blieb stumm. Und es begab. sich, da die Zeit seines Amtes aus war, ging er heim in sein Haus. Und nach den Tagen ward sein Weib Elisabeth schwanger und verbarg sich funf Monden und sprach: Also hat mir der Herr getan in den T agen, da. er mich angesehen hat, daß er meine Schmach unter den Menschen von mir nahme. Und im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galilaa, die heüit Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph vom Hause David; und die Jungfrau hiefi Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegruliet seiest du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie uber seine Rede und gedachte: Welch ein Gruft ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Furchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott funden. Siehe; du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heiften. Der wird graft und ein Sohn des Hochsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben. Und er wird ein Konig sein uber das Haus Jakob ewiglich, und seines Konigreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soil das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weift? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird uber dich kommen, und die Kraft des Hochsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundete, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daü sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmoglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herm Magd; mirgeschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Maria aber stund auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Juda

Responsorial Psalm

Psalm 84

Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen. Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhofen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, namlich deine Altare, HERR Zebaoth, mein Konig und mein Gott! Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela. Wohl den Menschen, die dich fur ihre Starke halten und von Herzen dir nach wandeln, die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmuckt. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muli, der rechte Gott sei zu Zion. HERR, Gott Zebaoth, hore mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela. Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhofen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tur hüten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild, der HERRgibt Gnade und Ehre; erwird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verladt!

Gospel

Luke 18:31-43

Er nahm aber zu sich die Zwolfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird uberantwortet werden den Heiden; und erwird verspottet und geschmahet und verspeiet werden; und sie werden ihn geilieln und toten. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie abervernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wuliten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber horete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das ware. Da verkundigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge voruber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorne an gingen, bedraueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille und hiefi ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soil? Er sprach: Herr, daß ich sehen moge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobete Gott.

Responsorial Psalm

Psalm 47

Ein Psalm, vorzusingen, der Kinder Korah. Frohlocket mit Handen, alle Volker, und jauchzet Gott mit frbhlichem Schall! Denn der HERR, der Allerhochste, ist erschrecklich, ein grower Konig auf dem ganzen Erdboden. Er wird die Volker unter uns zwingen und die Leute unter unsere Fülie. Er erwahlet uns zum Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebet. Sela. Gott fahret auf mit Jauchzen und der HERR mit heller Posaune. Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm Konige! Denn Gott ist Konig auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm kluglich! Gott ist Konig uber die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl. Die Fursten unter den Volkern sind versammelt zu einem Volk dem Gott Abrahams; denn Gott ist sehr erhohet bei den Schilden auf Erden.

Responsorial Psalm

Psalm 48

Ein Psalmlied der Kinder Korah. Groli ist der HERR und hoch beruhmt in der Stadt unsers Gottes, auf seinem heiligen Berge. Der Berg Zion ist wie ein schon Zweiglein, des sich das ganze Land trostet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des grolien Konigs. Gott ist in ihren Palasten bekannt, daß er der Schutz sei. Denn siehe, Konige sind versammelt und miteinander vorübergezogen . Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind gesturzt. Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebarerin. Du zerbrichst Schiffe im Meer durch den Ostwind. Wie wir gehoret haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes; Gott erhalt dieselbige ewiglich. Sela. Gott, wir warten deiner Güte in deinem Tempel. Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Tochter Judas seien frohlich urn deiner Rechte willen. Macht euch urn Zion und umfahet sie; zahlet ihre Turme! Leget Fleili an ihre Mauern und erhohet ihre Palaste, auf daß man davon verkundige bei den Nachkommen, daß dieser Gott sei unser Gott immer und ewiglich. Er führet uns wie die Jugend.

Responsorial Psalm

Psalm 48

Ein Psalmlied der Kinder Korah. Groli ist der HERR und hoch beruhmt in der Stadt unsers Gottes, auf seinem heiligen Berge. Der Berg Zion ist wie ein schon Zweiglein, des sich das ganze Land trostet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des grolien Konigs. Gott ist in ihren Palasten bekannt, daß er der Schutz sei. Denn siehe, Konige sind versammelt und miteinander vorübergezogen . Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind gesturzt. Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebarerin. Du zerbrichst Schiffe im Meer durch den Ostwind. Wie wir gehoret haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes; Gott erhalt dieselbige ewiglich. Sela. Gott, wir warten deiner Güte in deinem Tempel. Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Tochter Judas seien frohlich urn deiner Rechte willen. Macht euch urn Zion und umfahet sie; zahlet ihre Turme! Leget Fleili an ihre Mauern und erhohet ihre Palaste, auf daß man davon verkundige bei den Nachkommen, daß dieser Gott sei unser Gott immer und ewiglich. Er führet uns wie die Jugend.

Evening Prayer — First Lesson

Numbers 23

Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hie sieben Altare und schaffe mir her sieben Farren und sieben Widder. Balak tat, wie ihm Bileam sagte; und beide, Balak und Bileam, opferten je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. Und Bileam sprach zu Balak: Tritt bei dein Brandopfer; ich will hingehen, ob vielleicht mir der HERR begegne, daß ich dir ansage, was er mir zeiget. Und ging hin eilend. Und Gott begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altare habe ich zugerichtet und je auf einem Altar einen Farren und einen Widder geopfert. Der HERR aber gab das Wort dem Bileam in den Mund und sprach: Gehe wiederzu Balak und rede also. Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stund er bei seinem Brandopfer samt alien Fursten der Moabiter. Da hub er an seinen Spruch und sprach: Aus Syrien hat mich Balak, der Moabiter Konig, holen lassen von dem Gebirge gegen dem Aufgang: Komm, verfluche mir Jakob! Komm, schilt Israel! Wie soil ich fluchen, dem Gott nicht fluchet? Wie soil ich schelten, den der HERR nicht schilt? Denn von der Hohe der Felsen sehe ich ihn wohl und von den Hugeln schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird besonders wohnen und nicht unter die Heiden gerechnet werden. Wer kann zahlen den Staub Jakobs und die Zahl des vierten Teils Israels? Meine Seele müsse sterben des Todes der Gerechten, und mein Ende werde wie dieser Ende! Da sprach Balak zu Bileam: Was tust du an mir? Ich habe dich holen lassen, zu fluchen meinen Feinden; und siehe, du segnest. Er antwortete und sprach: Muft ich nicht das halten und reden, das mir der HERR in den Mund gibt? Balak sprach zu ihm: Komm doch mitmiran einen andern Ort, von dannen du sein Ende sehest und doch nicht ganz sehest; und fluche mir ihm daselbst. Und er fuhrete ihn auf einen freien Platz auf der Hohe Pisga und bauete sieben Altare; und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. Und sprach zu Balak: Tritt also bei dein Brandopfer; ich will dort warten. Und der HERR begegnete Bileam und gab ihm das Wort in seinen Mund und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also. Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stund er bei seinem Brandopfer samt den Fursten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der HERR gesagt? Und er hub an seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und hore! Nimm zu Ohren, was ich sage, du Sohn Zipors! Gott ist nicht ein Mensch, daß er luge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten? Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; ich segne und kann's nicht wenden. Man siehet keine Muhe in Jakob und keine Arbeit in Israel. Der HERR, sein Gott; ist bei ihm, und das Trommeten des Konigs unter ihm. Gott hat sie aus Agypten gefuhret; seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns. Denn es ist kein Zauberer in Jakob und kein Wahrsager in Israel. Zu seiner Zeit wird man von Jakob sagen und von Israel, welche Wunder Gott tut. Siehe, das Volk wird aufstehen wie ein junger Lowe, und wird sich erheben wie ein Lowe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub fresse und das Blut der Erschlagenen saufe. Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch segnen. Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich dir nicht gesagt, alles, was der HERR reden würde, das würde ich tun? Balak sprach zu ihm: Komm doch, ich will dich an einen andern Ort führen, ob's vielleicht Gott gefalle, daß du daselbst mir sie verfluchest. Und er fuhrete ihn auf die Hohe des Berges Peor, welcher gegen die Wuste siehet. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hie sieben Altare und schaffe mir sieben Farren und sieben Widder. Balak tat, wie Bileam sagte, und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.

Second Reading

Colossians 1

Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus: Den Heiligen zu Kolossa und den glaubigen Brndern in Christo. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herm Jesu Christo! Wir danken Gott und dem Vater unsers Herm Jesu Christi und beten allezeit fur euch, nachdem wir gehoret haben von eurem Glauben an Christum Jesum und von der Liebe zu alien Heiligen, um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel, von welcher ihr zuvor gehoret habt durch das Wort der Wahrheit im Evangelium, das zu euch kommen ist wie auch in alle Welt und ist fruchtbar wie auch in euch von dem Tage an, da ihr's gehoret habt und erkannt die Gnade Gottes in der Wahrheit. Wie ihr denn gelernet habt von Epaphras, unserm lieben Mitdiener, welcher ist ein treuer Diener Christi fur euch, der uns auch eroffnet hat eure Liebe im Geist. Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehoret haben, horen wir nicht auf, fur euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfullet werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand, daß ihr wandelt wurdiglich dem Herm zu allem Gefallen und fruchtbar seid in alien guten Werken und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestarket werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmutigkeit mit Freuden; und danksaget dem Vater, der uns tuchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht, welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlosung durch sein Blut, namlich die Vergebung der Sunden, welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor alien Kreaturen. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und Unsichtbare, beide, die Thronen und Herrschaften und Furstentumer und Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor alien; und es bestehet alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, namlich der Gemeinde; welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß, er in alien Dingen den Vorrang habe. Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte, und alles durch ihn versohnet würde zu ihm selbst, es sei auf Erden Oder im Himmel, damit, dafi er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz durch sich selbst. Und euch, die ihrweiland Fremde und Feinde waret durch die Vernunft in bosen Werken, nun aber hat er euch versohnet mit dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, auf daß ereuch darstellete heilig und unstraflich und ohne Tadel vor ihm selbst, so ihr anders bleibet im Glauben gegrundet und fest und unbeweglich von der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehoret habt, welches geprediget ist unter aller Kreatur, die unter dem Himmel ist, welches ich, Paulus, Diener worden bin. Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich fur euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an T rubsalen in Christo fur seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, welcher ich ein Diener worden bin nach dem gottlichen Predigtamt, das mir gegeben ist unter euch, daß ich das Wort Gottes reichlich predigen soli, namlich das Geheimnis, das verborgen gewesen ist von der Welt her und von den Zeiten her, nun aber offenbaret ist seinen Heiligen, welchen Gott gewollt hat kundtun, welcher da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit, den wir verkundigen, und vermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen mit aller Weisheit, auf daß wir darstellen einen jeglichen Menschen vollkommen in Christo Jesu, daran ich auch arbeite und ringe nach der Wirkung des, der in mir kraftiglich wirket.

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Galatians 3

O ihr unverstandigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist! Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverstandig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst. Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. So erkennet ihr ja nun, daß, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkundigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glaubigen Abraham. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue! Daft aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben. Christus aber hat uns erloset von dem Fluch des Gesetzes, da erward ein Fluch fur uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der am Holz hangeti), auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden kame in Christo Jesu, und wir also den verheiftenen Geist empfingen durch den Glauben. Liebe Bruder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestatiget ist, und tut auch nichtsdazu. Nun istje die Verheiftung Abraham und seinem Samen zugesagt. Erspricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestatiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheiftung sollte durchs Gesetz aufhoren, welches gegeben ist über vierhundertunddreiftig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so wurde es nicht durch Verheiftung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheiftung frei geschenkt. Was soil denn das Gesetz? Es ist dazukommen urn der Sünde willen, bis der Same kame, dem die Verheiftung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiftungen? Das sei feme! Wenn aber ein Gesetz gegeben ware, das da konnte lebendig machen, so kame die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheiftung kame durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheiftung Erben.

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1 Corinthians 15:1-11

Ich erinnere euch, aber, liebe Bruder, des Evangeliums, das ich euch verkundiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkundiget habe, so ihr's behalten habt, es ware, denn, dad ihr's umsonst geglaubet hattet. Denn ich habe euch zuvorderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, dad Christus gestorben sei fur unsere Sünden nach der Schrift, und dad er begraben sei, und dad er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift, und dad er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwolfen. Danach ist er gesehen worden von mehr denn funfhundert Brudern auf einmal, deren noch viel leben, etliche aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von alien Aposteln. Am letzten nach alien ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden; denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, dad ich ein Apostei heide, darum dad ich die Gemeinde Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle, nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oderjene, also predigen wir, und also habt ihr geglaubet.

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Ephesians 2:1-10

Und auch euch, da ihr tot waret durch Ubertretungen und Sunden, in welchen ihrweiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Fursten, der in der Luft herrschet, namlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, unter welchen wir auch alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lusten unsers Fleisches, und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern; aber Gott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine grolie Liebe, damit er uns geliebet hat: da wir tot waren in den Sunden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnaden seid ihr selig worden) und hat uns samt ihm auferwecket und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, auf dafi er erzeigete in den zukünftigen Zeiten den uberschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte uber uns in Christo Jesu. Denn aus Gnaden seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daü wir darinnen wandeln sollen.

Gospel

Matthew 27

Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die Altesten des Volks einen Rat fiber Jesum, daß sie ihn toteten. Und banden ihn, fuhreten ihn hin und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn und brachte herwieder die dreilüg Silberlinge den Hohenpriestern und den Altesten und sprach: Ich habe fibel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhangte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Topfersacker darum zum Begrabnis der Pilger. Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfullet, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: Sie haben genommen dreilüg Silberlinge, damit bezahletward der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben urn einen Topfersacker, als mir der Herr befohlen hat. Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Konig? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Altesten, antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm: Horest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hiefi Barabbas. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dafi ich euch losgebe, Barabbas Oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus? Denn erwulltewohl, daßsie ihn aus Neid uberantwortet hatten. Und da er auf dem Richterstuhl sali, schickte sein Weib zu ihm und lieli ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und die Altesten uberredeten das Volk, dafi sie urn Barabbas bitten sollten und Jesum umbrachten. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soil losgeben? Sie sprachen: Barabbas. Pilatus sprach zu ihnen: Was soil ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß, ihn kreuzigen! Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Ubels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen! Da aber Pilatus sah, daß, er nichts schaffete, sondern daß ein viel großer Getummel ward, nahm er Wasser und wusch die Hande vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihrzu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme uber uns und uber unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los; aber Jesum ließ er geißeln und uberantwortete ihn, daß er gekreuziget wurde. Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum zu sich in das Richthaus und sammelten uber ihn die ganze Schar. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrußet seiest du, der Juden Konig! Und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug. Und da sie an die Statte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutschet Schadelstatte, gaben sie ihm Essig zu trinken, mit Galle vermischt; und da el's schmeckte, wollte er nicht trinken. Da sie ihn aber gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, auf daß erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und uber mein Gewand haben sie das Los geworfen. Und sie saßen allda und huteten sein. Und oben zu seinen Haupten hefteten sie die Ursache seines Todes beschrieben, namlich: Dies ist Jesus, der Juden Konig. Und da wurden zwei Morder mit ihm gekreuziget, einer zur Rechten und einer zur Linken. Die aber vorubergingen, lasterten ihn und schuttelten ihre Kopfe und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und bauest ihn in dreien Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz. Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und Altesten und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der Konig Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben. Er hat Gott vertraut, der erlose ihn nun, lustet’s ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmaheten ihn auch die Morder, die mit ihm gekreuziget waren. Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis uber das ganze Land bis zu der neunten Stunde. Und urn die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Etliche aber, die da stunden, da sie das horeten, sprachen sie: Der ruft den Elia. Und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllete ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trankte ihn. Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe! Aber Jesus schrie abermal laut und verschied. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stucke, von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Graber taten sich auf, und stunden auf viel Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Grabern nach seiner Auferstehung und kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! Und es waren viel Weiber da, die von feme zusahen, die da Jesu waren nachgefolget aus Galilaa und hatten ihm gedienet, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und die Mutter der Kinder des Zebedaus. Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieli Joseph, welcher auch ein Junger Jesu war. Der ging zu Pilatus und bat ihn urn den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben. Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand. Und legte ihn in sein eigen neu Grab, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen, und walzte einen graven Stein vor die Tur des Grabes und ging davon. Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rusttag, kamen die Hohenpriester und Pharisaer samtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verfuhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Junger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug arger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hitter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahreten das Grab mit Hutern und versiegelten den Stein.

Evening Prayer — Second Lesson

2 Corinthians 13

Komme ich zum drittenmal zu euch, so soil in zweier Oder dreier Zeugen Munde bestehen allerlei Sache. Ich hab es euch zuvor gesagt und sage es euch zuvor als gegenwartig zum andernmal und schreibe es nun im Abwesen denen, die zuvor gesündiget haben, und den andern alien: Wenn ich abermal komme, so will ich nicht schonen. Sintemal ihrsuchet, daß ihreinmal gewahr werdet des, der in mir redet, namlich Christi, welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist machtig unter euch. Und ob erwohl gekreuziget ist in der Schwachheit, so lebet er doch in der Kraft Gottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch mit ihm in der Kraft Gottes unter euch. Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prufet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr untüchtig seid. Ich hoffe aber, ihr erkennet, daß wir nicht untüchtig sind. Ich bitte aber Gott, daß ihr nichts Ubles tut, nicht auf daß wir tüchtig gesehen werden, sondern auf daß ihr das Gute tut, und wir wie die Untuchtigen seien. Denn wir konnen nichts wider die Wahrheit, sondern fur die Wahrheit. Wirfreuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr machtig seid. Und dasselbige wünschen wir auch namlich eure Vollkommenheit. Derhalben ich auch solches abwesend schreibe, auf daß ich nicht, wenn ich gegenwartig bin, Scharfe brauchen musse nach der Macht, welche mir der Herr, zu bessern und nicht zu verderben, gegeben hat. Zuletzt, liebe Bruder, freuet euch, seid vollkommen, trostet euch, habt eineriei Sinn, seid friedsam, so wird Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grülieteuch untereinander mitdem heiligen Kufi. Es grulien euch alle Heiligen. Die Gnade unsers Herm Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch alien! Amen.

Gospel

Matthew 21:1-17

Da sie nun nahe an Jerusalem kamen gen Bethphage an den Olberg, sandte Jesus seiner Junger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr. Loset sie auf und führet sie zu mir! Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfullet würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Konig kommt zu dir sanftmutig und reitet auf einem Esel und auf einem Fullen der lastbaren Eselin. Die Junger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Fullen und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Baumen und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgete, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hohe! Und als erzu Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Das Volk aber sprach: Das ist der Jesus, der Prophet von Nazareth aus Galilaa. Und Jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle Verkaufer und Kaufer im Tempel und stieft urn der Wechsler Tische und die Stühle der Taubenkramer. Und sprach zu ihnen: Es stehetgeschrieben: Mein Haus soil ein Bethaus heiften. Ihr aber habt eine Mordergrube daraus gemacht. Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilete sie. Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder im Tempel schreien und sagen: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: Horst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: Aus dem Munde der Unmündigen und Sauglinge hast du Lob zugerichtet? Und er lieft sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst.

Gospel

Luke 6:43-49

Denn es ist kein guter Baum, derfaule Frucht trage, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage. Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man lieset nicht Feigen von den Dornen auch so lieset man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein boshaftiger Mensch bringt Boses hervor aus dem bosen Schatz. seines Herzens. Denn wes das Herz voil ist, des gehet der Mund über. Was heiliet ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage? Wer zu mir kommt und horet meine Rede und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete und grub tief und legte den Grund auf den Fels. Da aber Gewasser kam, da rili der Strom zum Hause zu und mochte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegrundet. Wer aber horet und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, derein Haus bauete auf die Erde ohne Grund; und der Strom rüi zu ihm zu, und es fiel bald, und das Haus gewann einen großen Rifi.

Gospel

John 13

Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkennete, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, wuftte Jesus, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hande gegeben, und daß er von Gott kommen war und zu Gottging: stund ervom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgurtete sich. Danach goft er Wasser in ein Becken, hub an, den Jungern die Fuße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgurtet war. Da kam erzu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Fufte waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weiftt du jetzt nicht; du wirst's aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Fufte waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Sprichtzu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füfte alleine, sondern auch die Hande und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nicht denn die Fufte waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wuftte seinen Verraterwohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Fufte gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heiftet mich Meister und Herr und saget recht daran; denn ich bin's auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füfte gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füfte waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht grofter denn sein Herr noch der Apostel grofter, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Nicht sage ich von euch alien, (ich weift, welche ich erwahlet habe), sondern daß die Schrift erfüllet werde: Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füften. Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es geschehen ist, daß ihr glaubet, daß ich's bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrubt im Geist und zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten. Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Es war aber einer unter seinen Jungern, derzu Tische saft an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Dem winkete Simon Petrus, daß erforschen sollte, wer es ware, von dem er sagte. Denn derselbige lag an der Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wuftte niemand über dem Tische, wozu er's ihm sagte. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus sprache zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest; Oder daß er den Armen etwas gabe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht. Da er aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verklaret, und Gott ist verklaret in ihm. Ist Gott verklaret in ihm, wird ihn auch Gott verklaren in ihm selbst und wird ihn bald verklaren. Liebe Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hingehe; da konnt ihr nicht hinkommen. Und ich sage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf dafi auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, dafi ihr meine Junger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir hernachmalsfolgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben fur dich lassen. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben fur mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krahen, bis du mich dreimal habest verleugnet!

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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