Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Genesis 4:1-26

Und Adam erkannte sein Weib Heva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe den Mann, des HERRN. Und sie fuhr fort und gebar Habel, seinen Bruder. Und Habel ward ein Schafer, Kain aber ward ein Ackermann. Es begab sich aber nach etlichen Tagen, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Fruchten des Feldes, und Habel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fetten. Und der HERR sah gnadiglich an Habel und seine Opfer; aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnadiglich an. Da ergrimmete Kain sehr, und seine Gebarde verstellte sich. Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmest du, und warum verstellet sich deine Gebarde? Ist's nicht also? wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruhet die Sünde vor der Tur. Aber laß du ihr nicht ihren Willen, sondern herrsche uber sie. Da redete Kain mit seinem Bruder Habel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhub sich Kain wider seinen Bruder Habel und schlug ihn tot. Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Habel? Er sprach: Ich weili nicht; soli ich meines Bruders Huter sein? Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme deines Bruders Bluts schreiet zu mir von der Erde. Und nun verflucht seiest du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Handen empfangen. Wenn du den Acker bauen wirst, soli er dir fort sein Vermogen nicht geben. Unstet und fluchtig sollst du sein auf Erden. Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Sünde ist grofier, denn daß sie mir vergeben werden mdge. Siehe, du treibest mich heute aus dem Lande und muß mich vor deinem Angesicht verbergen und muß unstet und fluchtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, daß mich totschlage, wer mich findet. Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlagt, das soil siebenfaltig gerochen werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschluge, wer ihn fande. Alsoging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnete im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen. Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Hanoch. Und er bauete eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Hanoch. Hanoch aberzeugete Irad, Irad zeugete Mahujael, Mahujael zeugete Methusael, Methusael zeugete Lamech. Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hieß Ada, die andere Zilla. Und Ada gebar Jabal; von dem sind herkommen, die in Hutten wohneten und Vieh zogen. Und sein Bruder hieß Jubal; von dem sind herkommen die Geiger und Pfeifer. Die Zilla aber gebar auch, namlich dem Thubalkain, den Meister in allerlei Erz und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema. Und Lamech sprach zu seinen Weibern, Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, horet meine Rede und merket, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen mirzur Wunde und einen Jungling mirzur Beule. Kain soil siebenmal gerochen werden, aber Lamech siebenundsiebenzigmal. Adam erkannte abermal sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hieß sie Seth; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzt fur Habel, den Kain erwurget hat. Und Seth zeugete auch einen Sohn und hieß ihn Enos. Zu derselbigen Zeit fing man an zu predigen von des HERRN Namen.

First Reading

Exodus 11

Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage über Pharao und Agypten kommen lassen, danach wird er euch lassen von hinnen, und wird nicht allein alles lassen, sondern euch auch von hinnen treiben. So sage nun vor dem Volk, dafi ein jeglicher von seinem Nachsten und eine jegliche von ihrer Nachstin silberne und guldene Gefafte fordere. Denn der HERR wird dem Volk Gnade geben vor den Agyptern. Und Mose war ein sehr grafter Mann in Agyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk. Und Mose sprach: So sagt der HERR: Ich will zur Mitternacht ausgehen in Agyptenland; und alle Erstgeburt in Agyptenland soli sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Mühle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh. Und wird ein graft Geschrei sein in ganz Agyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird; aber bei alien Kindern Israel soil nicht ein Hund mucken, beide unter Menschen und Vieh, auf daß ihr erfahret, wie der HERR Agypten und Israel scheide. Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mirzu Fufte fallen und sagen: Zeuch aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Danach will ich ausziehen, und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn. Der HERR aber sprach zu Mose: Pharao horet euch nicht, auf daß viele Wunder geschehen in Agyptenland. Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der HERR verstockte ihm sein Herz, daß er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande.

First Reading

Leviticus 19:19-37

Meine Satzungen sollt ihr halten, daß du dein Vieh nicht lassest mit anderlei Tier zu schaffen haben und dein Feld nicht besaest mit mancherlei Samen, und kein Kleid an dich komme, das mit Wol Lev und Leinen gemenget ist. Wenn ein Mann bei einem Weibe liegt und sie beschlaft, die eine leibeigene Magd und von dem Manne verschmahet ist, doch nicht erloset, noch Freiheit erlanget hat: das soil gestraft werden; aber sie sollen nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen. Ersoll aber fur seine Schuld dem HERRN vor die Tur der Hütte des Stiffs einen Widder zum Schuldopfer bringen. Und der Priester soil ihn versohnen mit dem Schuldopfer vor dem HERRN uber der Sünde, die er getan hat, so wird ihm Gott gnadig sein uber seine Sünde, die er getan hat. Wenn ihr ins Land kommt und allerlei Baume pflanzet, davon man isset, sollt ihr derselben Vorhaut beschneiden und ihre Fruchte. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, dati ihr nicht esset. Im vierten Jahr aber sollen al Lev ihre Fruchte heilig, und gepreiset sein dem HERRN. Im funften Jahr aber sollt ihr die Fruchte essen und sie einsammeln; denn ich bin der HERR, euer Gott. Ihr sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt nicht auf Vogelgeschrei achten noch Tage wahlen. Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rund umher abschneiden, noch euren Bart gar abscheren. Ihr sollt kein Mai urn eines Toten willen an eurem Leibe reifien, noch Buchstaben an euch pfetzen; denn ich bin der HERR. Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerei halten, daß nicht das Land Hurerei treibe und werde voll Lasters. Meine Feier haltet und furchteteuch vor meinem Heiligtum; denn ich bin der HERR. Ihr sollteuch nicht wenden zu den Wahrsagern und forschet nicht von den Zeichendeutern, daß ihr nicht an ihnen verunreiniget werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott. Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren; denn du sollst dich furchten vor deinem Gott; denn ich bin der HERR. Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. Ersoll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihrseid auch Fremdlinge gewesen in Agyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. Ihr sollt nicht ungleich handeln am Gericht mit der Elle, mit Gewicht, mit Mali. Rechte Waage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bei euch sein; denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Agyptenland gefuhret hat, daß ihr al Lev meine Satzungen und al Lev meine Rechte haltet und tut; denn ich bin der HERR.

Morning Prayer — First Lesson

Deuteronomy 17

Du sollst dem HERRN, deinem Gott, keinen Ochsen Oder Schaf opfern, das einen Fehl Oder irgend etwas Boses an ihm hat; denn es ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. Wenn unter dir in der Tore einem, die dir der HERR, dein Gott, geben wird, funden wird ein Mann Oder Weib, der da Ubels tut vor den Augen des HERRN, deines Gottes, daß erseinen Bund ubergehet und hingehet und dienet andern Gottern und betet sie an, es sei Sonne Oder Mond, Oder irgend ein Heer des Himmels, das ich nicht geboten habe, und wird dir angesagt und horest es, so sollst du wohl danach fragen. Und wenn du findest, dafi gewili wahr ist, daß solcher Greuel in Israel geschehen ist, so sollst du denselben Mann Oder dasselbe Weib ausfuhren, die solches Ubel getan haben, zu deinem Tor und sollst sie zu Tod steinigen. Auf zweier Oder dreier Zeugen Mund soil sterben, wer des Todes wert ist; aber auf eines Zeugen Mund soil er nicht sterben. Die Hand der Zeugen soil die erste sein, ihn zu toten, und danach die Hand alles Volks, daß du den Bosen von dir tust. Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, zwischen Blut und Blut, zwischen Handel und Handel, zwischen Schaden und Schaden, und was zankische Sachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und hinaufgehen zu der Statte; die dir der HERR, dein Gott, erwahlen wird, und zu den Priestern, den Leviten und zu dem Richter, der zu der Zeit sein wird, kommen und fragen; die sollen dir das Urteil sprechen. Und du sollst tun nach dem, das sie dir sagen an der Statte, die der HERR erwahlet hat, und sollst es halten, daß du tust nach allem, das sie dich lehren werden. Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen, sollst du dich halten, daß du von demselben nicht abweichest weder zur Rechten noch zur Linken. Und wo jemand vermessen handeln wurde, daß er dem Priester nicht gehorchte, der daselbst in des HERRN, deines Gottes, Amt stehet, Oder dem Richter, der soil sterben; und sollst den Bosen aus Israel tun daß alles Volk hore und sich furchte und nicht mehr vermessen sei. Wenn du ins Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, und nimmst es ein und wohnest drinnen, und wirst sagen: Ich will einen Konig uber mich setzen, wie alle Volker urn mich her haben, so sollst du den zum Konige uber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwahlen wird. Du sollst aber aus deinen Brudern einen zum Konige uber dich setzen. Du kannst nicht irgend einen Fremden, der nicht dein Bruder ist, uber dich setzen. Allein daß er nicht viele Rosse halte und führe das Volk nicht wieder in Agypten urn der Rosse Menge willen, weil der HERR euch gesagt hat, daß ihr fort nicht wieder durch diesen Weg kommen sollt. Ersoll auch nicht viele Weiber nehmen, daß sein Herz nicht abgewandt werde; und soil auch nicht viel Silber und Gold sammeln. Und wenn ernun sitzen wird auf dem Stuhl seines Konigreichs, soil er dies andere Gesetz von den Priestern, den Leviten, nehmen und auf ein Buch schreiben lassen. Das soil bei ihm sein und soli drinnen lesen sein Leben lang, auf daß er lerne furchten den HERRN, seinen Gott, daß er halte alle Worte dieses Gesetzes und die Rechte, daß er danach tue. Er soil sein Herz nicht erheben uber seine Bruder und soli nicht weichen von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken, auf daß er seine Tage verlangere auf seinem Konigreich, er und seine Kinder in Israel.

Epistle

Daniel 9:15-19

Und nun, HERR, unser Gott, der du dein Volk aus Agyptenland gefuhret hast mit starker Hand und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist: wir haben ja gesundiget und sind leider gottlos gewesen. Ach HERR, urn aller deiner Gerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berge! Denn urn unserer Sünde willen und urn unserer Vater Missetat willen tragt Jerusalem und dein Volk Schmach bei alien, die urn uns her sind. Und nun, unser Gott, hore das Gebet deines Knechts und sein Flehen und siehe gnadiglich an dein Heiligtum, das verstoret ist, urn des HERRN willen! Neige deine Ohren, mein Gott, und hore, tue deine Augen auf und siehe, wie wir verstort sind, und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine grofte Barmherzigkeit. Ach HERR, hore, ach HERR, sei gnadig, ach HERR, merke auf und tue es und verzeuch nicht um dein selbst willen, mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Namen genannt.

First Reading

Isaiah 41

Laß die Inseln vor mir schweigen und die Volker sich starken! Laß sie herzutreten und nun reden; laßt uns miteinander rechten! Wer hat den Gerechten vom Aufgang erweckt? Wer rief ihm, daß er ging? Wer gab die Heiden und Konige vor ihm, daß er ihrer machtig ward, und gab sie seinem Schwert wie Staub und seinem Bogen wie zerstreuete Stoppeln, daß er ihnen nachjagete und zog durch mit Frieden und ward des Weges noch nie mude? Wer tut es und macht es und ruft alle Menschen nacheinander von Anfang her? Ich bin's, der HERR, beide der Erste und der Letzte. Da das die Inseln sahen, furchteten sie sich, und die Enden der Erde erschraken; sie naheten und kamen herzu. Einer half dem andern und sprach zu seinem Nachsten: Sei getrost! Der Zimmermann nahm den Goldschmied zu sich und machten mit dem Hammer das Blech glatt auf dem Amboß und sprachen: Das wird fein stehen! Und hefteten's mit Nageln, daß es nicht sollte wackeln. Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwahlet habe, du Same Abrahams, meines Geliebten, der ich dich gestarkt habe von der Welt Ende her und habe dich berufen von ihren Gewaltigen und sprach zu dir: Du sollst mein Knecht sein, denn ich erwahle dich und verwerfe dich nicht, furchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott! Ich starke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. Siehe, sie sollen zu Spott und zuschanden werden, alle, die dir gram sind; sie sollen werden als nichts; und die Leute, so mit dir hadern, sollen umkommen, daß du nach ihnen fragen mochtest und wirst sie nicht finden. Die Leute, so mit dir zanken, sollen werden als nichts, und die Leute, so wider dich streiten, sollen ein Ende haben. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand starket und zu dir spricht: Furchte dich nicht, ich helfe dir! So furchte dich nicht, du Wurmlein Jakob, ihr armer Haufe Israel! Ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erloser, der Heilige in Israel. Siehe, ich habe dich zum scharfen neuen Dreschwagen gemacht, der Zacken hat, daß du sollst Berge zerdreschen und zermalmen und die Hugel wie Spreu machen. Du sollst sie zerstreuen, daß sie der Wind wegfuhre und der Wirbel verwebe. Du aber wirst frohlich sein am HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen in Israel. Die Elenden und Armen suchen Wasser, und ist nichts da; ihre Zunge verdorret vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhoren; ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen, sondern ich will Wasserflusse auf den Hohen offnen und Brunnen mitten auf den Feldern ich will die Wuste zu Wasserseen machen und das durre Land zu Wasserquellen; ich will in der Wuste geben Zedern, Fohren, Myrten und Kiefern; ich will auf dem Gefilde geben Tannen, Buchen und Buchsbaum miteinander, auf daß man sehe und erkenne und merke und verstehe zugleich, daß des HERRN Hand habe solches getan, und der Heilige in Israel habe solches geschaffen. So lasset eure Sache herkommen, spricht der HERR; bringet her, worauf ihr stehet, spricht der Konig in Jakob. Lasset sie herzutreten und uns verkundigen, was ktinftig ist! Verkundiget uns und weissaget etwas zuvor; lasset uns mit unserm Herzen darauf achten und merken, wie es hernach gehen soil; Oder lasset uns doch horen, was zukünftig ist! Verkundiget uns, was hernach kommen wird, so wollen wir merken, daß ihr Gotter seid. Trotz, tut Gutes Oder Schaden, so wollen wir davon reden und miteinanderschauen. Siehe, ihr seid aus nichts, und euer T un ist auch aus nichts, und euch wahlen ist ein Greuel. Ich aber erwecke einen von Mitternacht, und kommt vom Aufgang der Sonne. Er wird ihnen meinen Namen predigen und wird über die Gewaltigen gehen wie uber Leimen und wird den Kot treten wie ein Topfer. Wer kann etwas verkündigen von Anfang? so wollen wir's vernehmen; Oder weissagen zuvor? so wollen wir sagen: Du redest recht. Aber da ist kein Verkundiger, keiner, der etwas horen ließe, keiner, der von euch ein Wort horen moge. Ich bin der Erste, der zu Zion sagt: Siehe, da ist's! und ich gebe Jerusalem Prediger. Dort aber schaue ich, aber da ist niemand; und sehe unter sie, aber da ist kein Ratgeber; ich frage sie, aber da antworten sie nichts. Siehe, es ist alles eitel Mühe und nichts mit ihrem Tun; ihre Gotzen sind Wind und eitel.

Morning Prayer — Second Lesson

Luke 13

Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkundigten ihm von den Galilaern, welcher Blut Püatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galilaer vor alien Galilaern Sunder gewesen sind, die weil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor alien Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingartner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laft ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedunge ihn, ob erwollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen. Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soil ich's vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warfs in seinen Garten; und es wuchs und ward ein grafter Baum, und die Vogel des Himmels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soil ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Stadte und Markte und lehrete und nahm seinen Weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinestdu, daß wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet danach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun konnen. Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tur verschlossen hat, da werdet ihr denn anfangen drauften zu stehen, und an die Tur klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euer nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr denn anfangen zu sagen: Wir haben vordir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehret. Und erwird sagen: Ich sage euch, ich kenne euer nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Da wird sein Heulen und Zahneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoften. Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht. und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und sind Erste, die werden die Letzten sein. An demselben Tage kamen etliche Pharisaer und sprachen zu ihm: Heb' dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich toten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget demselbigen Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen. Doch muft ich heute und morgen und am Tage danach wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme aufter Jerusalem. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobet ist, der da kommt in dem Namen des Herm!

Responsorial Psalm

Psalm 103

Ein Psalm Davids. Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat, der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erloset, der dich kronet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund frohlich machet, und du wieder jung wirst wie ein Adler. Der HERR schaffet Gerechtigkeit und Gericht alien, die Unrecht leiden. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun. Barmherzig und gnadig ist der HERR, geduldig und von großer Gute. Erwird nicht immerhadern, noch ewiglich Zorn halten. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sunden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat. Denn so hoch der Himmel uber der Erde ist, laßt er seine Gnade walten uber die, so ihn furchten. So feme der Morgen ist vom Abend, lasset er unsere Ubertretung von uns sein. Wie sich ein Vater uber Kinder erbarmet, so erbarmet sich der HERR uber die, so ihn furchten. Denn er kennet, was fur ein Gemachte wir sind; er gedenket daran, daß wir Staub sind. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras; er bluhet wie eine Blume auf dem Felde. Wenn der Wind daruber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Statte kennet sie nicht mehr. Die Gnade aber des HERRN wahretvon Ewigkeit zu Ewigkeit uber die, so ihn furchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, daß sie danach tun. Der HERR hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet uber alles. Lobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, daß man hore die Stimme seines Worts. Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut! Lobet den HERRN, alle seine Werke, an alien Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!

Gospel

John 8:21-29

Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihrwerdet mich suchen und in eurer Sünde sterben; wo ich hingehe, da konnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst toten, daß er spricht: Wo ich hingehe, da konnet ihr nicht hinkommen? Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben herab; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So hab' ich euch gesagt, daß ihr sterben werdet in euren Sunden; denn so ihr nicht glaubet, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sunden. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstlich der, der ich mit euch rede. Ich habe viel von euch zu reden und zu richten; aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehoret habe, das rede ich vor der Welt. Sie vernahmen aber nicht, daß er ihnen von dem Vater sagete. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr des Menschen Sohn erhohen werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es sei und nichts von nur selber tue, sondern wie mich mein Vater gelehret hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lal?t mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefallt.

Responsorial Psalm

Psalm 60

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem güldenen Rosenspan zu lehren, da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zwolftausend. Gott, der du uns verstoften und zerstreuet hast und zornig warest, troste uns wieder! Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Bruche, die so zerschellet ist. Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten. Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich furchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela. Auf daß deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erhore uns! Gott redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth. Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst, Moab ist mein Waschtopfen, meinen Schuh strecke ich uber Edom, Philistaa jauchzet zu mir. Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom? Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstoftest und zeuchst nicht aus, Gott, auf unser Heer? Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist kein nutze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.

Responsorial Psalm

Psalm 61

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel. Hore, Gott, mein Geschrei und merke auf mein Gebet! Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich fuhren auf einen hohen Felsen. Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Ich will wohnen in deiner Hütte ewiglich und trauen unter deinen Fittichen. Sela. Denn du, Gott, horest meine Gelubde; du belohnest die wohl, die deinen Namen furchten. Du gibsteinem Konige langes Leben, dafi seine Jahre wahren immer fur und fur, daß er immer sitzen bleibet vor Gott. Erzeige ihm Gute und Treue, die ihn behuten. So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, daß ich meine Gelubde bezahle taglich.

Responsorial Psalm

Psalm 51

Ein Psalm Davids, vorzusingen, da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen. Gott, sei mir gnadig nach deiner Gute und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sunde ist immer vor mir. An dir allein hab ich gesundiget und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Siehe, ich bin aus sundlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lassest mich wissen die heimliche Weisheit. Entsündige mich mit Ysopen, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Laß mich horen Freude und Wonne, daß die Gebeine frohlich werden, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Antlitzvon meinen Sünden und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Troste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich. Denn ich will die Ubertreter deine Wege lehren, daß sich die Sunder zu dir bekehren. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. HERR, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkundige! Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geangsteter Geist; ein geangstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem! Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.

Evening Prayer — First Lesson

Deuteronomy 18

Die Priester, die Leviten des ganzen Stamms Levi, sollen nicht Teil noch Erbe haben mit Israel. Die Opfer des HERRN und sein Erbteil sollen sie essen. Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Brudern haben, daß der HERR ihr Erbe ist, wie er ihnen geredet hat. Das soil aber das Recht der Priester sein an dem Volk und an denen, die da opfern, es sei Ochse Oder Schaf, daß man dem Priester gebe den Arm und beide Backen und den Wanst und das Erstling deines Korns, deines Mosts und deines Ols und das Erstling von der Schur deiner Schafe. Denn der HERR, dein Gott, hat ihn erwahlet aus alien deinen Stammen, daß er stehe am Dienst im Namen des HERRN, er und seine Sohne ewiglich. Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore Oder sonst irgend aus ganz Israel, da er ein Gast ist, und kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den der HERR erwahlet hat, daß er diene im Namen des HERRN, seines Gottes, wie alle seine Bruder, die Leviten, die daselbst vor dem HERRN stehen, die sollen gleichen Teil zu essen haben, uber das er hat von dem verkauften Gut seiner Vater. Wenn du in das Land kommst, das dirder HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen tun die Greuel dieser Volker. Dali nicht unter dir funden werde, derseinen Sohn Oder Tochter durchs Feuer gehen lasse, Oder ein Weissager Oder ein Tagewahler, Oder der auf Vogelgeschrei achte, Oder ein Zauberer, Oder Beschworer Oder Wahrsager Oder Zeichendeuter, Oder der die Toten frage. Denn wer solches tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt sie der HERR, dein Gott, vor dir her. Du aber sollst ohne Wandel sein mitdem HERRN, deinem Gott. Denn diese Volker, die du einnehmen wirst, gehorchen den Tagewahlern und Weissagern; aber du sollst dich nicht also halten gegen den HERRN, deinen Gott. Einen Propheten wie mich wird der HERR, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Brudern, dem sollt ihr gehorchen. Wie du denn von dem HERRN, deinem Gott, gebeten hast zu Horeb am Tage der Versammlung und sprachest: Ich will fort nicht mehr horen die Stimme des HERRN, meines Gottes, und das grofie Feuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe. Und der HERR sprach zu mir: Sie haben wohl geredet. Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brudern und meine Worte in seinen Mund geben; der soil zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. Und wer meine Worte nicht horen wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich's fordern. Doch wenn ein Prophet vermessen ist, zu reden in meinem Namen, das ich ihm nicht geboten habe zu reden, und welcher redet in dem Namen anderer Gotter, derselbe Prophet soil sterben. Ob du aber in deinem Herzen sagen wurdest: Wie kann ich merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat? Wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN, und wird nichts draus und kommt nicht, das ist das Wort, das der HERR nicht geredet hat: der Prophet hat es aus Vermessenheit geredet, darum scheuedich nicht vor ihm.

Second Reading

Hebrews 2

Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir horen, daß wir nicht dahinfahren. Denn so das Wort test worden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Ubertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn: wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehoret haben. Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kraften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen. Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukunftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekronet und hast ihn gesetzt uber die Werke deiner Hande; alles hast du untertan zu seinen Fulien. In dem, daß er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekronet mit Preis und Ehren, auf daß er von Gottes Gnaden fur alle den Tod schmeckete. Denn es ziemete dem, urn deswillen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführet, daß er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte. Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiliget, und die da geheiliget werden. Darum schamet er sich auch nicht, sie Brüder zu heilien, und spricht: Ich will verkundigen deinen Namen meinen Brudern und mitten in der Gemeinde dir Lob singen. Und abermal: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermal: Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat. Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er's gleichermalien teilhaftig worden, auf daß er durch den Tod die Macht nahme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist, dem Teufel, und erlosete die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein muliten. Denn er nimmt nirgend die Engel an sich, sondern den Samen Abrahams nimmt er an sich. Daher mulite er allerdinge seinen Brudern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versohnen die Sünde des Volks. Denn darinnen ergelitten hat und versuchtist, kann er helfen denen, die versucht werden.

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Philippians 4

Also, meine lieben und gewünschten Bruder, meine Freude und meine Krone, bestehet also in dem Herrn, ihr Lieben! Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, daß sie eines Sinnes seien in dem Herrn. Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Geselle, stehe ihnen bei, die samt mir uber dem Evangelium gekampft haben mit Clemens und den andern meinen Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buch des Lebens. Freuet euch in dem Herrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kund sein alien Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in alien Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!] Weiter, liebe Bruder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehoret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der Herr des Friedens mit euch sein. Ich bin aber hoch erfreuet in dem Herrn, daß ihr wieder wacker worden seid, fur mich zu sorgen, wiewohl ihr allewege gesorget habt; aber die Zeit hat's nichtwollen leiden. Nicht sage ich das des Mangels halben; denn ich habe gelernet, bei welchen ich bin, mir genugen lassen. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in alien Dingen und bei alien geschickt, beide, satt sein und hungern, beide, übrig haben und Mangel leiden. Ich vermag alles durch den, der mich machtig macht, Christus. Doch ihr habt wohl getan, daß ihr euch meiner Trubsal angenommen habt. Ihr aber von Philippi wisset, daß von Anfang des Evangeliums, da ich auszog aus Mazedonien, keine Gemeinde mit mir geteilet hat nach der Rechnung der Ausgabe und Einnahme denn ihr alleine. Denn gen Thessalonich sandtet ihr zu meiner Notdurft einmal und danach abereinmal. Nicht, daß ich das Geschenk suche, sondern ich suche die Frucht daß sie uberflussig in eurer Rechnung sei. Denn ich habe alles und habe uberflussig. Ich bin erfullet, da ich empfing durch Epaphroditus, was von euch kam, ein sillier Geruch, ein angenehm Opfer, Gott gefallig. Mein Gott aber erfulle alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu! Dem Gott aber und unserm Vater sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Grutiet alle Heiligen in Christo Jesu. Es grutien euch die Bruder, die bei mir sind. Es grülien euch alle Heiligen, sonderlich aber die von des Kaisers Hause. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch alien! Amen.

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2 Corinthians 11:16-33

Ich sage abermal, daß nicht jemand wahne, ich sei toricht; wo aber nicht, so nehmet mich an als einen Torichten, daß ich mich auch ein wenig rühme. Was ich jetzt rede, das rede ich nicht ais im Herrn, sondern als in der Torheit, dieweil wir in das Rühmen kommen sind. Sintemal viele sich rühmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rühmen. Denn ihr vertraget gerne die Narren, dieweil ihr klug seid. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten macht, so euch jemand schindet, so euch jemand nimmt, so jemand euch trotzet, so euch jemand in das Angesicht streicht. Das sage ich nach der Unehre, als waren wir schwach worden. Worauf nun jemand kühn ist (ich rede in Torheit), darauf bin ich auch kühn. Sie sind Hebraer, ich auch. Sie sind Israelites ich auch. Sie sind Abrahams Same, ich auch. Sie sind Diener Christi; (ich rede toricht) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schlage erlitten, ich bin ofter gefangen, oft in Todesnoten gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger eines. Ich bin dreimal gestaupet, einmal gesteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe (des Meers). Ich bin oft gereiset; ich bin in Gefahr gewesen zu Wasser, in Gefahr unter den Mordern, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in den Stadten, in Gefahr in der Wuste, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter den falschen Brüdern, in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blofte, ohne was sich sonst zutragt, namlich daß ich taglich werde angelaufen und trage Sorge fur alle Gemeinden. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geargert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen soil, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gottund der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher sei gelobet in Ewigkeit, weift, daß ich nicht luge. Zu Damaskus, der Landpfleger des Konigs Aretas verwahrete die Stadt der Damasker und wollte mich greifen; und ich ward einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen und entrann aus seinen Handen.

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Isaiah 7:10-16

Und der HERR redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei unten in der Holle Oder droben in der Hohe. Aber Ahas sprach: Ich will's nichtfordern, daß ich den HERRN nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so horet, ihrvom Hause David: Ist's euch zu wenig, daß ihrdie Leute beleidiget; ihr musset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau istschwanger und wird einen Sohn gebaren, den wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird eressen, daßerwisse Boses zu verwerfen und Gutes zu erwahlen. Denn ehe der Knabe lernet Boses verwerfen und Gutes erwahlen, wird das Land, davordirgrauet, verlassen sein von seinen zween Konigen.

Gospel

Mark 12

Und erfing an, zu ihnen durch Gleichnisse zu reden: Ein Mensch pflanzete einen Weinberg und führete einen Zaun darum und grub eine Kelter und bauete einen Turm und tat ihn aus den Weingartnern und zog uber Land. Und sandte einen Knecht, da die Zeit kam, zu den Weingartnern, daß er von den Weingartnern nahme von der Frucht des Weinberges. Sie nahmen ihn aber und staupten ihn und lieften ihn leer von sich. Abermal sandte erzu ihnen einen andern Knecht; demselben zerwarfen sie den Kopf mit Steinen und lieften ihn geschmahet von sich. Abermal sandte er einen andern, denselben toteten sie; und viele andere: etliche staupten sie, etliche toteten sie. Da hatte er noch einen einigen Sohn, der war ihm lieb; den sandte erzum letzten auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Aberdieselben Weingartner sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, laftt uns ihn toten, so wird das Erbe unser sein. Und sie nahmen ihn und toteten ihn und warfen ihn heraus vor den Weinberg. Was wird nun der Herr des Weinberges tun? Er wird kommen und die Weingartner umbringen und den Weinberg andern geben. Habt ihr auch nicht gelesen diese Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen? Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen, und furchteten sich doch vor dem Volk; denn sie vernahmen, daß er auf sie dieses Gleichnis geredet hatte. Und sie liefien ihn und gingen davon. Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharisaern und des Herodes Dienern, dafi sie ihn fingen in Worten. Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrest den Weg Gottes recht. Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Sollen wir ihn geben Oder nicht geben? Er aber merkete ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich? Bringet mir einen Groschen, daß ich ihn sehe. Und sie brachten ihm. Da sprach er: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Und sie verwunderten sich sein. Da traten die Sadduzaerzu ihm, die da halten, es sei keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemands Bruder stirbt und laftt ein Weib und laftt keine Kinder, so soli sein Bruder desselbigen Weib nehmen und seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind sieben Bruder gewesen. Der erste nahm ein Weib; der starb und lieft keinen Samen. Und der andere nahm sie und starb und lieft auch nicht Samen. Derdritte desselbigengleichen. Und nahmen sie alle sieben und lieften nicht Samen. Zuletzt nach alien starb das Weib auch. Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wessen Weib wird sie sein unter ihnen? Denn sieben haben sie zum Weibe gehabt. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Ist's nicht also? Ihr irret darum, daß ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes. Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie nicht freien noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. Aber von den Toten, daß sie auferstehen werden, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose bei dem Busch, Wie Gott zu ihm sagte und sprach: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott. Darum irret ihr sehr. Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zugehoret hatte, wie sie sich miteinander befragten, und sah, daß er ihnen fein geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vornehmste Gebotvor alien? Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor alien Geboten ist das: Hore, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott! Und: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemute und von alien deinen Kraften. Das ist das vornehmste Gebot. Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst; es ist kein ander grofter Gebot denn diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet; denn es ist ein Gott, und ist kein anderer aufter ihm. Und denselbigen lieben von ganzem Herzen; von ganzem Gemute, von ganzer Seele und von alien Kraften und lieben seinen Nachsten wie sich selbst, das ist mehr denn Brandopfer und alle Opfer. Da Jesus aber sah, daß er vernünftiglich antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht feme von dem Reich Gottes. Und es durfte ihn niemand weiter fragen. Und Jesus antwortete und sprach, da er lehrete im Tempel: Wie sagen die Schriftgelehrten, Christus sei Davids Sohn. Er aber, David, spricht durch den Heiligen Geist: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufte. Da heiftt ihn ja David seinen Herrn; woher ist er denn sein Sohn? Und viel Volks horete ihn gerne. Und er lehrete sie und sprach zu ihnen: Sehet euch vor vor den Schriftgelehrten, die in langen Kleidern gehen und lassen sich gerne auf dem Markte gruften und sitzen gerne obenan in den Schulen und über Tisch im Abendmahl; sie fressen der Witwen Hauser und wenden langes Gebet vor: dieselben werden desto mehr Verdammnis empfangen. Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten und schauete, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viel Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem übrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt.

Evening Prayer — Second Lesson

Philippians 1

Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi: Allen Heiligen in Christo Jesu zu Philippi samtden Bischofen und Dienern. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke (welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet fur euch alle, und tue das Gebet mit Freuden), uber eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis her. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollfuhren bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir bilüg ist, daß ich dermaüen von euch alien halte, darum daß ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefangnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekraftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch alien verlanget von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, daü eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, daß ihr prufen moget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstofüg bis auf den Tag Christi, erfullet mit Fruchten der Gerechtigkeit, diedurch Jesum Christum geschehen (in euch) zu Ehre und Lobe Gottes.] Ich lasse euch aberwissen, liebe Brüder, daü, wie es urn mich stehet, das ist nur mehr zur Forderung des Evangeliums geraten, also daß meine Bande offenbar worden sind in Christo in dem ganzen Richthause und bei den andern alien, und viel Brüder in dem Herrn aus meinen Banden Zuversicht gewonnen, desto turstiger worden sind, das Wort zu reden ohne Scheu. Etliche zwar predigen Christum auch urn Hasses und Haders willen, etliche aber aus guter Meinung. Jene verkundigen Christum aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal zuwenden meinen Banden. Diese aber aus Liebe; denn sie wissen, daü ich zur Verantwortung des Evangeliums hier liege. Was ist ihm aber denn? Daü nur Christus verkundiget werde allerlei Weise, es geschehe Zufalles Oder rechter Weise; so freue ich mich doch darinnen und will mich auch freuen. Denn ich weili, daß mir dasselbige gelingetzur Seligkeit durch euer Gebet und durch Handreichung des Geistes Jesu Christi wie ich endlich warte und hoffe, daß ich in keinerlei Stuck zuschanden werde, sondern daü mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit, also auch jetzt, Christus hoch gepreiset werde an meinem Leibe, es sei durch Leben Oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Sintemal aber im Fleisch leben dienet, mehr Frucht zu schaffen, so weüi ich nicht, welches ich erwahlen soil. Denn es liegt mir beides hart an: Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christo zu sein, welches auch viel besser ware: Aberes ist notiger, im Fleisch bleiben urn euretwilien. Und in guter Zuversicht weüi ich, daß ich bleiben und bei euch alien sein werde euch zur Forderung und zur Freude des Glaubens, auf daü ihr euch sehr ruhmen moget in Christo Jesu an mir durch meine Ankunft wieder zu euch. Wandelt nur wurdiglich dem Evangelium Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch Oder abwesend von, euch hore, daü ihr stehet in einem Geist und einer Seele und samt uns kampfet fur den Glauben des Evangeliums und euch in keinem Wege erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis euch aber der Seligkeit, und dasselbige von Gott. Denn euch ist gegeben, urn Christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch urn seinetwillen leidet, und habet denselbigen Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt und nun von mir horet.

Gospel

Mark 1:14-28

Nachdem aber Johannes überantwortet ward, kam Jesus nach Galilaa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeikommen. Tut Bufte und glaubt an das Evangelium! Da er aber an dem Galilaischen Meerging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. Alsbald verlieften sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da ervon dannen ein wenig furbaft ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die Netze im Schiff flickten; und bald rief er sie. Und sie lieften ihren Vater Zebedaus im Schiff mit den Tagelohnern und folgeten ihm nach. Und siegingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die Schule und lehrete. Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrete gewaltiglich und nicht wie die Schriftgelehrten. Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weift, wer du bist, der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unsaubere Geist rift ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm. Und sie entsetzten sich alle, also daß sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das fur eine neue Lehre? Er gebeut mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm. Und sein Gerucht erscholl bald umher in die Grenze Galilaas.

Gospel

Mark 2:1-12

Und uber etliche Tage ging erwiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, daß er im Hause war. Und alsbald versammelten sich viele, also daß sie nicht Raum hatten, auch draußen vor der Tür. Und er sagte ihnen das Wort. Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbruchigen, von vieren getragen. Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das Dach auf, da erwar, und gruben's auf und ließen das Bett hernieder, da der Gichtbruchige innen lag. Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Mein Sohn, deine Sunden sind dirvergeben. Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saßen allda und gedachten in ihrem Herzen: Wie redet dieser solche Gotteslasterung? Wer kann Sunde vergeben denn allein Gott? Und Jesus erkannte bald in seinem Geist, daß sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu ihnen: Was gedenket ihr solches in euren Herzen? Welches ist leichter, zu dem Gichtbruchigen zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sunden auf Erden, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim! Und alsbald stund er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor alien, also daß sie sich alle entsetzten und preiseten Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.

Gospel

Matthew 22

Und Jesus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Konige, der seinem Sohne Hochzeit machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gaste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gasten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles bereit; kommet zur Hochzeit! Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seine Knechte, hohneten und toteten sie. Da das der Konig horete, ward erzornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Morder urn und zundete ihre Stadt an. Da sprach erzu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gaste waren es nicht wert. Darum gehet hin auf die Straiten und ladet zur Hochzeit, wen ihrfindet. Und die Knechte gingen aus auf die Straiten und brachten zusammen, wen sie fanden, Bose und Gute. Und die Tische wurden alle voll. Da ging der Konig hinein, die Gaste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bistdu hereinkommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der Konig zu seinen Dienern: Bindet ihm Hande und Fülte und werfet ihn in die auiterste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zahneklappen; denn viele sind berufen, aberwenige sind auserwahlet. Da gingen die Pharisaer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wirwissen, daß du wahrhaftig bist und lehrest den Weg Gottes recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dunket dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weisetmirdie Zinsmunze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das horeten, verwunderten sie sich und lielien ihn und gingen davon. An demselbigen Tage traten zu ihm die Sadduzaer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soli sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind bei uns gewesen sieben Bruder. Der erste freiete und starb, und dieweil er nicht Samen hatte, lieli er sein Weib seinem Bruder. Desselbengleichen der andere und derdritte bis an den siebenten. Zuletzt nach alien starb auch das Weib. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die Kraft Gottes. In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleich wie die Engel Gottes im Himmel. Habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Auferstehung, das euch gesagt ist von Gott, da er spricht: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und da solches das Volk horete, entsetzten sie sich fiber seine Lehre. Da aber die Pharisaer hdreten, dais er den Sadduzaern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gernüt. Dies ist das vornehmste und grolite Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaer beieinander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dunket euch urn Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufie. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.

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