Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Genesis 8:1-22

Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und alles Vieh, das mit ihm in dem Kasten war, und lieft Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen. Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopfet samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehret. Und das Gewasser verlief sich von der Erde immer hin und nahm ab nach hundertundfunfzig Tagen. Am siebzehnten Tage des siebenten Mondes lieft sich der Kasten nieder auf das Gebirge Ararat. Es verlief aber das Gewasser fortan und nahm ab bis auf den zehnten Mond. Am ersten Tage des zehnten Mondes sahen der Berge Spitzen hervor. Nach vierzig Tagen tat Noah das Fenster auf an dem Kasten, das er gemacht hatte, und lieft einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und wieder her, bis das Gewasser vertrocknete auf Erden. Danach ließ er eine Taube von sich ausfliegen, auf daß er erfuhre, ob das Gewasser gefallen ware auf Erden. Da aber die Taube nicht fand, da ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in den Kasten; denn das Gewasser war noch auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in den Kasten. Da harrete er noch andere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus dem Kasten. Die kam zu ihm urn Vesperzeit, und siehe, ein Olblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Munde. Da vernahm Noah, daß das Gewasser gefallen ware auf Erden. Aber er harrete noch andere sieben Tage und liefi eine Taube ausfliegen, die kam nicht wieder zu ihm. Im sechshundert und ersten Jahr des Alters Noahs, am ersten Tage des ersten Monden, vertrocknete das Gewasser auf Erden. Da tat Noah das Dach von dem Kasten und sah, daß der Erdboden trocken war. Also ward die Erde ganz trocken am siebenundzwanzigsten Tage des andern Monden. Da redete Gott mit Noah und sprach: Gehe aus dem Kasten, du und dein Weib, deine Sohne und deiner Sohne Weiber mit dir. Allerlei Tier, das bei dir ist, von allerlei Fleisch, an Vogeln, an Vieh und an allerlei Gewurm, das auf Erden kreucht, das gehe heraus mit dir; und reget euch auf Erden und seid fruchtbar und mehret euch auf Erden. Also ging Noah heraus mit seinen Sohnen und seinem Weibe und seiner Sohne Weibern; dazu allerlei Tier, allerlei Gewurm, allerlei Vogel und alles, was auf Erden kreucht, das ging aus dem Kasten, ein jegliches zu seinesgleichen. Noah aber bauete dem HERRN einen Altar und nahm von allerlei reinem Vieh und von allerlei reinem Gevogel und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen urn der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist bose von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebet, wie ich getan habe. Solange die Erde stehet, soil nicht aufhoren Samen und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

First Reading

Exodus 20

Und Gott redete alle diese Worte: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Agyptenland, aus dem Diensthause, gefuhret habe. Du sollst keine andern Gotter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, Oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsuchet der Vater Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen, und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht miftbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen miftbraucht. Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was drinnen ist, und ruhete am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest im Lande, das dir der HERR, dein Gott gibt. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nachsten. Laft dich nicht gelusten deines Nachsten Hauses. Laft dich nicht gelusten deines Nachsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nachster hat. Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von feme; und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen, und laft Gott nicht mit uns reden, wir mochten sonst sterben. Mose aber sprach zum Volk: Furchtet euch nicht; denn Gott ist kommen, daß er euch versuchte, und daß seine Furcht euch vor Augen ware, daß ihr nicht sundiget. Also trat das Volk von feme; aber Mose machte sich hinzu ins Dunkel, da Gott innen war. Und der HERR sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, daß ich mit euch vom Himmel geredet habe. Darum sollt ihr nichts neben mir machen, silberne und güldene Gotter sollt ihr nicht machen. Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedachtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen. Und so du mir einen steinernen Altar willst machen, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer daruber fahrest, so wirst du ihn entweihen. Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, daß nicht deine Scham aufgedeckt werde vor ihm.

First Reading

Numbers 14:1-25

Da fuhrdie ganze Gemeine auf und schrie, und das Volk weinete die Nacht. Und alle Kinder Israel murreten wider Mose und Aaron; und die ganze Gemeine sprach zu ihnen: Ach, daß wir in Agyptenland gestorben waren, Oder noch sturben in dieser Wüste! fuhret uns der HERR in dies Land, daß unsere Weiber durchs Schwert fallen und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach Agypten? Und einer sprach zu dem andern: Laßt uns einen Hauptmann aufwerfen und wieder nach Agypten ziehen! Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeine der Kinder Israel. Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider und sprachen zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Das Land, das wir durchwandelt haben, zu erkunden, istsehrgut. Wenn der HERR uns gnadig ist, so wird er uns in dasselbe Land bringen und uns geben, das ein Land ist, da Milch und Honig innen fleußt. Fallet nicht ab vom HERRN und furchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht; denn wir wollen sie wie Brot fressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen; der HERR aber ist mit uns. Furchtet euch nicht vor ihnen! Da sprach das ganze Volk, man sollte sie steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN in der Hütte des Stifts alien Kindern Israel. Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange lasted mich das Volk, und wie lange wollen sie nicht an mich glauben durch allerlei Zeichen, die ich unter ihnen getan habe? So will ich sie mit Pestilenz schlagen und vertilgen und dich zum grofiern und machtigem Volk machen, denn dies ist. Mose aber sprach zu dem HERRN: Sowerden es die Agypter horen; denn du hast dies Volk mit deiner Kraft mitten aus ihnen gefuhret. Und man wird sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehoret haben, daß du, HERR, unter diesem Volk seiest, daß du von Angesicht gesehen werdest, und deine Wolke stehe uber ihnen, und du, HERR, gehest vor ihnen her in der Wolkensaule des Tages und Feuersaule des Nachts; und wurdest dies Volk toten wie einen Mann, so würden die Heiden sagen, die solch Geschrei von dir horeten, und sprechen: Der HERR konnte mitnichten das Volk ins Land bringen, das er ihnen geschworen hatte, darum hat er sie geschlachtet in der Wuste. So laß nun die Kraft des HERRN groß werden, wie du gesagt hast, und gesprochen: Der HERR istgeduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Ubertretung und laßt niemand ungestraft, sondern heimsucht die Missetat der Vater uber die Kinder ins dritte und vierte Glied. So sei nun gnadig der Missetat dieses Volks nach deiner großen Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus Agypten bis hieher. Und der HERR sprach: Ich hab's vergeben, wie du gesagt hast. Aber so wahr als ich lebe, so soil aile Welt der Herrlichkeit des HERRN voll werden. Denn aile die Manner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in Agypten und in der Wuste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorchet haben, deren soil keiner das Land sehen, das ich ihren Vatern geschworen habe; auch keiner soil es sehen; der mich verlastert hat. Aber meinen Knecht Kaleb, darum daß ein anderer Geist mit ihm ist und hat mir treulich nachgefolget, den will ich in das Land bringen, darein er kommen ist, und sein Same soil es einnehmen, dazu die Amalekiter und Kanaaniter, die im Grunde wohnen. Morgen wendet euch und ziehet in die Wuste auf dem Wege zum Schilfmeer.

Morning Prayer — First Lesson

Joshua 2

Josua aber, der Sohn Nuns, hatte zween Kundschafter heimlich ausgesandt von Sittim und ihnen gesagt: Gehet hin, besehet das Land und Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieli Rahab, und kehreten zu ihrein. Da ward dem Konige zu Jericho gesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Manner hereinkommen von den Kindern Israel, das Land zu erkunden. Da sandte der Konig zu Jericho zu Rahab und lied ihr sagen: Gib die Manner heraus, die zu dir in dein Haus kommen sind; denn sie sind kommen, das ganze Land zu erkunden. Aber das Weib verbarg die zween Manner und sprach also: Es sind ja Manner zu mir hereinkommen, aber ich wullte nicht, von wannen sie waren. Und da man die Tore wollte zuschlieden, da es finster war, gingen sie hinaus, dad ich nicht weid, wo sie hingegangen sind. Jaget ihnen eilend nach; denn ihrwerdet sie ergreifen. Sie aber lied sie auf das Dach steigen und verdeckte sie unter die Flachsstengel, die sie ihr auf dem Dache ausgebreitet hatte. Aber die Manner jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furt. Und man schlod das Tor zu, da die hinaus waren, die ihnen nachjagten. Und ehe denn die Manner sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach und sprach zu ihnen: Ich weid, dad der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken ist über uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des Landes sind vor eurer Zukunft feige worden. Denn wir haben gehoret, wie der HERR hat das Wasser im Schüfmeer ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus Agypten zoget, und was ihr den zween Konigen der Amoriter, Sihon und Og, jenseit des Jordans getan habt, wie ihr sie verbannet habt. Und seit wir solches gehoret haben, ist unser Herz verzagt und ist kein Mut mehr in jemand vor eurer Zukunft; denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott, beide oben im Himmel und unten auf Erden. So schworet mir nun bei dem HERRN, daß, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, daß ihr auch meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut; und gebet mir ein gewili Zeichen, daß ihr leben lasset meinen Vater, meine Mutter, meine Bruder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und errettet unsere Seelen von dem Tode. Die Manner sprachen zu ihr: tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der HERR das Land gibt, so soil unsere Seele fur euch des Todes sein, sofern du unser Geschaft nicht verratest. Da lieli sie dieselben am Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnete auch auf der Mauer. Und sie sprach zu ihnen: Gehet auf das Gebirge, daß euch nicht begegnen, die euch nachjagen, und verberget euch daselbst drei Tage, bis daß die wiederkommen, die euch nachjagen; danach gehet eure Straüe. Die Manner aber sprachen zu ihr: Wir wollen aber des Eides los sein, den du von uns genommen hast, wenn wir kommen ins Land, und du nicht dies rote Seil in das Fenster knupfest, damit du uns herniedergelassen hast und zur dir ins Haus versammelst deinen Vater, deine Mutter, deine Bruder und deines Vaters ganzes Haus. Und wer zur Tür deines Hauses herausgehet, des Blut sei auf seinem Haupte, und wir unschuldig; aber aller, die in deinem Hause sind, so eine Hand an sie gelegt wird, so soli ihr Blut auf unserm Haupte sein. Und so du etwas von diesem unserm Geschafte wirst nachsagen, so wollen wir des Eides los sein, den du von uns genommen hast. Sie sprach: Es sei, wie ihr saget; und lieli sie gehen. Und sie gingen hin. Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster. Sie aber gingen hin und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage daselbst, bis daß die wiederkamen, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf alien Strafien und doch nicht funden. Also kehreten die zween Manner wieder und gingen vom Gebirge und fuhren über; und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und erzahleten ihm alles, wie sie es funden hatten, und sprachen zu Josua: Der HERR hat uns alles Land in unsere Hande gegeben; auch so sind alle Einwohner des Landes feige vor uns.

Epistle

Exodus 20:12-24

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest im Lande, das dir der HERR, dein Gott gibt. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nachsten. Laft dich nicht gelusten deines Nachsten Hauses. Laft dich nicht gelusten deines Nachsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nachster hat. Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von feme; und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen, und laft Gott nicht mit uns reden, wir mochten sonst sterben. Mose aber sprach zum Volk: Furchtet euch nicht; denn Gott ist kommen, daß er euch versuchte, und daß seine Furcht euch vor Augen ware, daß ihr nicht sundiget. Also trat das Volk von feme; aber Mose machte sich hinzu ins Dunkel, da Gott innen war. Und der HERR sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, daß ich mit euch vom Himmel geredet habe. Darum sollt ihr nichts neben mir machen, silberne und güldene Gotter sollt ihr nicht machen. Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedachtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.

First Reading

Isaiah 50

So spricht der HERR: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, damit ich sie gelassen habe? Oder wer ist mein Wucherer, dem ich euch verkauft habe? Siehe, ihrseid um eurer Sünden willen verkauft, und eure Mutter ist um eures Ubertretens willen gelassen. Warum kam ich, und war niemand da; ich rief, und niemand antwortete? Ist meine Hand nun so kurz worden, daü sie nicht erlosen kann, Oder ist bei mir keine Kraft zu erretten? Siehe, mit meinem Schelten mache ich das Meer trocken und mache die Wasserstrome als eine Wüste, daß ihre Fische vor Wassermangel stinken und Durst sterben. Ich kleide den Himmel mit Dunkel und mache seine Decke als einen Sack. Der Herr HERR hat mir eine gelehrte Zunge gegeben, daß ich wisse, mit dem Müden zu rechter Zeitzu reden. Erwecket mich alle Morgen; erwecket mir das Ohr, daß ich hore wie ein Jünger. Der Herr HERR hat mir das Ohr geoffnet; und ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken dardenen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Denn der Herr HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum habe ich mein Angesicht dargeboten als einen Kieselstein; denn ich weift, dafi ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich rechtspricht; wer will mit mir hadern? Laftt uns zusammentreten; wer ist, der Recht zu mir hat? Der komme her zu mir! Siehe, der Herr HERR hilft mir; wer ist, der mich will verdammen? Siehe, siewerden allzumal wie ein Kleid veralten, Motten werden sie fressen. Wer ist unter euch, der den HERRN furchtet, der seines Knechts Stimme gehorche, der im Finstern wandelt und scheinet ihm nicht? Der hoffe auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott. Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer anzundet, mit Flammen gerustet: wandelt hin im Lichte eures Feuers und in Flammen, die ihr angezündet habt. Solches widerfahret euch von meiner Hand; in Schmerzen müsset ihr liegen.

Morning Prayer — Second Lesson

Luke 22

Es war aber nahe das Fest der süften Brote, das da Ostern heiftt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn toteten, und furchteten sich vor dem Volk. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der da war aus der Zahl der Zwolfe. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie erihn wollte ihnen uberantworten. Und sie wurden froh und gelobten, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte Gelegenheit, daß er ihn überantwortete ohne Rumor. Es kam nun der Tag der süften Brote, auf welchen man muftte opfern das Osterlamm. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Osterlamm, auf daß wir's essen. Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir's bereiten? Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget zu dem Hausherm: Der Meister laftt dir sagen: Wo ist die Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen moge mit meinen Jüngem? Und erwird euch einen groften gepflasterten Saal zeigen; daselbst bereitet es. Sie gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwolf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide. Denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfullet werde im Reich Gottes. Und ernahm den Kelch, dankete und sprach: Nehmet denselbigen und teilet ihn unter euch. Denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewachse des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme. Und er nahm das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der fur euch gegeben wird; das tutzu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das fur euch vergossen wird. Doch siehe, die Hand meines Verraters ist mit mir uber Tische! Und zwar, des Menschen Sohn gehet hin, wie es beschlossen ist; doch wehe demselbigen Menschen, durch welchen er verraten wird! Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch ware unter ihnen, der das tun würde. Es erhub sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte fur den Großten gehalten werden. Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Konige herrschen, und die Gewaltigen heifit man gnadige Herren. Ihr aber nicht also, sondern der Großte unter euch soli sein wie der Jungste und der Vornehmste wie ein Diener. Denn welcher ist der Grofite, der zu Tische sitzt, Oder der da dienet? Ist's nicht also, daß der zu Tische sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seid's, die ihr beharret habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt über meinem Tische in meinem Reich und sitzen auf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch mochte sichten wie den Weizen! Ich aber habe fur dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhore. Und wenn du dermaleinst dich bekehrest, so starke deine Bruder. Er sprach aber zu ihm: Herr, ich bin bereit mit dir ins Gefangnis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir, der Hahn wird heute nicht krahen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, daß du mich kennest. Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch gesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigengleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es rnuß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet: Er ist unter die Ubeltater gerechnet. Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. Und er ging hinaus nach seiner Gewohnheit an den Olberg. Es folgeten ihm aber seine Junger nach an denselbigen Ort. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf und kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und starkete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er stund auf vom Gebet und kam zu seinen Jungern und fand sie schlafend vor Traurigkeit. Und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, auf dafi ihr nicht in Anfechtung fallet! Da er aber noch redete, siehe, die Schar und einer von den Zwolfen, genannt Judas, ging vor ihnen her und nahete sich zu Jesu, ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verratst du des Menschen Sohn mit einem Kul J? Da aber sahen, die urn ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? Und einer aus ihnen schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohrab. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so feme machen! Und er ruhrete sein Ohr an und heilete ihn. Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn kommen waren: Ihrseid, wie zu einem Morder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Sie griffen ihn aber und führeten ihn und brachten ihn in des Hohenpriesters Haus. Petrus aber folgete von feme. Da zundeten sie ein Feuer an mitten im Palast und setzten sich zusammen, und Petrus setzte sich unter sie. Da sah ihn eine Magd sitzen bei dem Licht und sah eben auf ihn und sprach zu ihm: Dieser war auch mit ihm. Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht. Und über eine kleine Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch der einer. Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht! Und liber eine Weile, bei einer Stunde, bekraftigte es ein anderer und sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galilaer. Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagest! Und alsbald, da er noch redete, krahete der Hahn. Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, das erzu ihm gesagt hatte: Ehe denn der Hahn krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinete bitterlich. Die Manner aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn, verdecketen ihn und schlugen ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage, wer ist's, der dich schlug? Und viel andere Lasterungen sagten sie wider ihn. Und als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und fuhreten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du Christus? Sage es uns! Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht und lasset mich doch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saget es, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedurfen wir weiter Zeugnis? Wir haben's selbst gehoret aus seinem Munde.

Responsorial Psalm

Psalm 118

Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun Israel: Seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun das Haus Aaron: Seine Gute wahret ewiglich. Es sagen nun, die den HERRN furchten: Seine Gute wahret ewiglich. In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erhorete mich und trostete mich. Der HERR ist mit mir, darum furchte ich mich nicht; was konnen mir Menschen tun? Der HERR ist mit mir, mirzu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Fursten. Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich allenthalben ; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich wie Bienen, siedampfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Man stofiet mich, daß ich fallen soil; aber der HERR hilft mir. Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten. Die Rechte des HERRN behalt den Sieg; die Rechte des HERRN isterhohet; die Rechte des HERRN behalt den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern ieben und des HERRN Werk verkundigen. Der HERR zuchtiget mich wohl, aberergibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dafi ich dahin eingehe und dem HERRN danke. Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dahin eingehen. Ich danke dir, daß du mich demutigest und hilfst mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HERR macht; lalit uns freuen und frohlich drinnen sein! 0 HERR, hilf, o HERR, lafi wohlgelingen! Gelobet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid. Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmucket das Fest mit Maien bis an die Horner des Altars; Du hist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich.

Gospel

Matthew 15:1-20

Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jungerzu ihm und sprachen: Weifit du auch, daß sich die Pharisaer argerten, da sie das Wort horeten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aberein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstandig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingehet, das gehet in den Bauch und wird durch den naturlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das verunreiniget den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lasterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Handen essen verunreiniget den Menschen nicht.

Responsorial Psalm

Psalm 69

Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen. Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele. Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersaufen. Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muft harren auf meinen Gott. Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind machtig. Ich muft bezahlen, das ich nicht geraubt habe. Gott, du weiftest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen. La(S nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, Herr, HERR Zebaoth! Laft nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels! Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. Ich bin fremd worden meinen Brudern und unbekannt meiner Mutter Kindern. Denn ich eifere mich schierzu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmahen, fallen auf mich. Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu. Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespott draus. Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir. Ich aber bete, HERR, zu dirzur angenehmen Zeit. Gott, durch deine grofte Gute, erhore mich mit deiner treuen Hilfe! Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser, daß mich die Wasserflut nicht ersaufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht uber mir zusammengehe. Erhore mich, HERR, denn deine Gute ist trostlich; wende dich zu mir nach deiner groften Barmherzigkeit und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhore mich eilend! Mache dich zu meiner Seele und erlose sie; erlose mich um meiner Feinde willen! Du weiftest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir. Die Schmach bricht mir mein Herz und kranket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Troster, aber ich finde keine. Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem groften Durst. Ihr Tisch rnüsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle! Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laft immer wanken! Geuft deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie! Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne! Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen libel schlagest. La(J sie in eine Sunde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit. Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden. Ich aber bin elend, und mir istwehe. Gott, deine Hilfe schütze mich! Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank. Daswird dem HERRN bad gefallen denn ein Farr, der Horner und Klauen hat. Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben. Denn der HERR horet die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht. Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget. Denn Gott wird Zion helfen und die Stadte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze. Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden drinnen bleiben.

Responsorial Psalm

Psalm 70

Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Gedachtnis. Eile, Gott, mich zu erretten, HERR, mirzu helfen! Es müssen sich schamen und zuschanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie müssen zurückkehren und gehohnet werden, die mir übels wünschen, daß sie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreien: Da, da! Freuen und frohlich müssen sein an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immersagen: Hochgelobt sei Gott! Ich aber bin elend und arm. Gott, eile zu mir, denn du bist mein Heifer und Erretter; mein Gott, verzeuch nicht!

Responsorial Psalm

Psalm 67

Ein Psalmlied, vorzusingen auf Saitenspielen. Gott sei uns gnadig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, Sela, daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter alien Heiden sein Heil. Es danken dir; Gott, die Volker; es danken dir alle Volker. Die Volker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. Sela. Es danken dir, Gott, die Volker; es danken dir alle Volker. Das Land gibt sein Gewachs. Es segne uns Gott, unser Gott! Es segne uns Gott, und alle Welt furchte ihn!

Evening Prayer — First Lesson

Joshua 3

Und Josua machte sich frühe auf; und sie zogen aus Sittim und kamen an den Jordan, er und alle Kinder Israel, und blieben daselbst über Nacht, ehe sie hinüberzogen. Nach dreien Tagen aber gingen die Hauptleute durchs Lager und geboten dem Volk und sprachen: Wenn ihr sehen werdet die Lade des, Bundes des HERRN, eures Gottes, und die Priester aus den Leviten sie tragen, so ziehet aus von eurem Ort und folget ihr nach. Doch dafi zwischen euch und ihr Raum sei bei zweitausend Ellen. Ihr sollt nicht zu ihr nahen, auf dafi ihrwisset, auf welchem Wege ihrgehen sollet; denn ihr seid den Weg vorhin nicht gegangen. Und Josua sprach zum Volk: Heiliget euch; denn morgen wird der HERR ein Wunder unter euch tun. Und zu den Priestern sprach er: Traget die Lade des Bundes und gehet vor dem Volk her. Da trugen sie die Lade des Bundes und gingen vor dem Volk her. Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich anfahen, dich graft zu machen vor dem ganzen Israel, daß sie wissen, wie ich mit Mose gewesen bin, also auch mit dir sei. Und du gebeut den Priestern, die die Lade des Bundes tragen, und sprich: Wenn ihr kommt vorn ins Wasser des Jordans, so stehet stille. Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Herzu, und horet die Worte des HERRN, eures Gottes! Und sprach: Dabei sollt ihr merken, daß ein lebendiger Gott unter euch ist, und daß er vor euch austreiben wird die Kanaaniter, Hethiter, Heviter, Pheresiter, Gergositer, Amoriter und Jebusiter. Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers uber alle Welt wird vor euch hergehen in den Jordan. So nehmet nun zwolf Manner aus den Stammen Israels, aus jeglichem Stamm einen. Wenn dann die Fuftsohlen der Priester, die des HERRN Lade, des Herrschers über alle Welt, tragen, in des Jordans Wasser sich lassen, so wird sich das Wasser, das von oben herabfleuftt im Jordan, abreiften, daß es über einem Haufen stehen bleibe. Da nun das Volk auszog aus seinen Hütten, daß sie über den Jordan gingen, und die Priester die Lade des Bundes vor dem Volk her trugen und an den Jordan kamen und ihre Füfte vorn ins Wasser tunkten ( der Jordan aber war voll an alien seinen Ufern, die ganze Zeit der Ernte), da stund das Wasser; das von oben herniederkam, aufgerichtet über einem Haufen, sehr feme von den Leuten der Stadt, die zur Seite Zarthans liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und verfloft. Also ging das Volk hinüber gegen Jericho. Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, stunden also im Trocknen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging trocken durch, bis das ganze Volk alles über den Jordan kam.

Second Reading

Hebrews 11

Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hoffet, und nicht zweifeln an dem, das man nicht siehet. Durch den haben die Alten Zeugnis überkommen. Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist, dafi alles, was man siehet, aus nichts worden ist. Durch den Glauben hat Abel Gott ein großer Opfer getan denn Kain, durch weichen er Zeugnis überkommen hat, daß er gerecht sei, da Gott zeugete von seiner Gabe; und durch denselbigen redet er noch, wiewohl er gestorben ist. Durch den Glauben ward Enoch weggenommen, dafi er den Tod nicht sahe, und ward nicht gefunden, darum daß ihn Gott wegnahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, daß er Gott gefallen habe. Aberohne Glauben ist's unmoglich, Gott gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde. Durch den Glauben hat Noah Gott geehret und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses, da er einen gottlichen Befehl empfing von dem das man noch nicht sah; durch weichen er verdammte die Welt und hat ererbet die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen in das Land, das er ererben sollte; und ging aus und wußte nicht, wo er hinkame. Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande als in einem fremden und wohnete in Hütten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselbigen Verheißung. Denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, welcher Baumeister und Schopfer Gott ist. Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, daß sie schwanger ward, und gebar fiber die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es verheißen hatte. Darum sind auch von einem, wie wohl erstorbenen Leibes, viele geboren wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Rande des Meeres, der unzahlig ist. Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheißung nicht empfangen, sondern sie von feme gesehen und sich der vertrostet und wohl genügen lassen und bekannt, daß sie Gaste und Fremdlinge auf Erden sind. Denn diesolches sagen, die geben zu verstehen, daß sie ein Vaterland suchen. Und zwar, wo sie dasgemeinet hatten, von welchem sie waren ausgezogen, hatten sie ja Zeit, wieder umzukehren. Nun aber begehren sie eines besseren, namlich eines himmlischen. Darum schamet sich Gott ihrer nicht, zu heißen ihr Gott; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet. Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingebornen, da er schon die Verheißung empfangen hatte, von welchem gesagt war: In Isaak wird dir dein Same geheißen werden, und dachte: Gott kann auch wohl von den Toten erwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wieder nahm. Durch den Glauben segnete Isaak von den zukunftigen Dingen den Jakob und Esau. Durch den Glauben segnete Jakob, da er starb, beide Sohne Josephs und neigete sich gegen seines Zepters Spitze. Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der Kinder Israel, da er starb, und tat Befehl von seinen Gebeinen. Durch den Glauben ward Mose, da er geboren war, drei Monden verborgen von seinen Eltern, darum daß sie sahen, wie er ein schon Kind war, und furchteten sich nicht vor des Konigs Gebot. Durch den Glauben wollte Mose, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos und erwahlete viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergotzung der Sunde zu haben, und achtete die Schmach Christi fur grotieren Reichtum denn die Schatze Agyptens; denn er sah an die Belohnung. Durch den Glauben verlieli er Agypten und furchtete nicht des Konigs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sahe er ihn. Durch den Glauben hielt er Ostern und das Blutvergiefien, auf daß, der die Erstgeburten wurgete, sie nicht trafe. Durch den Glauben gingen sie durch das Rote Meer als durch trocken Land; welches die Agypter auch versuchten und ersoffen. Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, da sie sieben Tage umhergegangen waren. Durch den Glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mitden Unglaubigen, da sie die Kundschafter freundlich aufnahm. Und was soli ich mehr sagen? Die Zeit wurde mir zu kurz, wenn ich sollte erzahlen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den Propheten, welche haben durch den Glauben Konigreiche bezwungen, Gerechtigkeit gewirket, die Verheifiung erlanget, der Lowen Rachen verstopfet, des Feuers Kraft ausgeloscht, sind des Schwerts Scharfe entronnen, sind kraftig worden aus der Schwachheit, sind stark worden im Streit, haben der Fremden Fleer daniedergelegt. Die Weiber haben ihre Toten von der Auferstehung wieder genommen; die andern aber sind zerschlagen und haben keine Erlosung angenommen, auf daß sie die Auferstehung, die besser ist, erlangeten. Etliche haben Spott und Geilieln erlitten, dazu Bande und Gefangnis. Sie sind gesteiniget, zerhackt, zerstochen, durchs Schwert getotet; sie sind umhergegangen in Pelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit Trubsal, mit Ungemach (deren die Welt nicht wert war) und sind im Elend gegangen in den Wusten, auf den Bergen und in den Kluften und Lochern der Erde. Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis uberkommen und nicht empfangen die Verheifiung, darum daß Gott etwas Besseres fur uns zuvor versehen hat, daß sie nicht ohne uns vollendet wurden.

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I Thessalonians 5

Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Bruder, ist nicht not, euch zu schreiben. Denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr! so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleich wie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, liebe Bruder, seid nicht in der Finsternis, dafi euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nuchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nuchtern sein, angetan mit dem Krebs des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesum Christum, der fur uns gestorben ist, auf daß, wir wachen Oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr denn tut. Wir bitten euch aber, liebe Bruder, dafi ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch vermahnen. Habt sie desto lieber urn ihres Werks willen und seidfriedsam mit ihnen. Wirermahnen euch aber, liebe Bruder, vermahnet die Ungezogenen, trostet die Kleinmutigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß niemand Boses mit Bosem jemand vergelte, sondern allezeit jaget dem Guten nach, beide, untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit frohlich! Betet ohne Unterlafi! Seid dankbar in alien Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dampfet nicht! Die Weissagung verachtet nicht! prufet aber alles und das Gute behaltet! Meidet alien bosen Schein! Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt der Seele und Leib müsse behalten werden unstraflich auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi. Getreu ist er, der euch rufet, welcher wird's auch tun. Liebe Bruder, betet fur uns! Grußet alle Bruder mit dem heiligen Kuß. Ich beschwore euch bei dem Herrn, daß ihr diesen Brief lesen lasset alien heiligen Brudern. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch! Amen. Der zweite Brief des Paulus an die Thessalonicher

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Galatians 4:1-7

Ich sage aber, solange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Guter, sondern er ist unter den Vormundern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den aufierlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfullet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlosete, daü wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind's aber Kinder, so sind’s auch Erben Gottes durch Christum.

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Malachi 1:1-9

Gospel

Luke 5

Es begab, sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu horen das Wort Gottes, und er stund am See Genezareth und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze; trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, dafi er's ein wenig vom Lande führete. Und er setzte sich und Iehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehort zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Hohe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische; und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kamen und hulfen ihnen ziehen. Und sie kamen und fülleten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hinaus; ich bin ein sundiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, uber diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten; desselbigengleichen auch Jakobus und Johannes, die Sohne des Zebedaus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Furchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie fuhreten die Schiffe zu Lande und verließen alles und folgeten ihm nach. Und es begab sich, da er in einer Stadt war, siehe, da war ein Mann voll Aussatzes. Da der Jesum sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, willst du, so kannst du mich reinigen. Und er streckte die Hand aus und ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und alsbald ging der Aussatz von ihm. Und er gebot ihm dall, er's niemand sagen sollte; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fur deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis. Es kam aberdie Sage von ihm jeweiter aus; und kam viel Volks zusammen, daß sie horeten und durch ihn gesund wurden von ihren Krankheiten. Er aber entwich in die Wuste und betete. Und es begab, sich auf einen Tag, daß er lehrete, und salien da die Pharisaer und Schriftgelehrten, die da kommen waren aus alien Markten in Galilaa und Judaa und von Jerusalem. Und die Kraft des Herrn ging von ihm und half jedermann. Und siehe, etliche Manner brachten einen Menschen auf einem Bette, der war gichtbruchig; und sie suchten, wie sie ihn hineinbrachten und vor ihn legten. Und da sie vor dem Volk nicht fanden, an welchem Ort sie ihn hineinbrachten, stiegen sie auf das Dach und lielien ihn durch die Ziegel hernieder mit dem Bettlein, mitten unter sie, vor Jesus. Und da er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dirvergeben. Und die Schriftgelehrten und Pharisaer fingen an zu denken und sprachen: Wer ist der, daß er Gotteslasterung redet? Wer kann Sünden vergeben denn allein Gott? Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denket ihr in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben? oderzu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat auf Erden Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Ich sage dir, stehe auf und hebe dein Bettlein auf; und gehe heim. Und alsbald stund er auf vor ihren Augen und hub das Bettlein auf, darauf er gelegen war, und ging heim und preisete Gott. Und sie entsetzten sich alle und preiseten Gott und wurden voil Furcht und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen. Und danach ging eraus und sah einen Zollner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mirnach! Und er verlieli alles, stund auf und folgete ihm nach. Und Levi richtete ihm ein grofi Mahl zu in seinem Hause; und viel Zollner und andere salien mit ihm zu Tisch. Und die Schriftgelehrten und Pharisaer murreten wider seine Junger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zollnern und Sundern? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedurfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin kommen, zu rufen die Sunder zur Bulie und nicht die Gerechten. Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten Johannes Junger so oft und beten so viel, desselbigengleichen der Pharisaer Junger, aber deine Junger essen und trinken? Er sprach aber zu ihnen: Ihr moget die Hochzeitleute nicht zum Fasten treiben, solange der Brautigam bei ihnen ist. Es wird aber die Zeit kommen, daß der Brautigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten. Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand flicket einen Lappen vom neuen Kleid auf ein alt Kleid; wo anders, so reilit das neue, und der Lappen vom neuen reimet sich nicht auf das alte. Und niemand fasset Most in alte Schlauche; wo anders, so zerreiliet der Most die Schlauche und wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern den Most soil man in neue Schlauche fassen, so werden sie beide behalten. Und niemand ist, der vom alten trinkt und wolle bald des neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.

Evening Prayer — Second Lesson

1 Thessalonians 2

Denn auch ihr wisset, liebe Bruder, von unserm Eingange zu euch, daß er nicht vergeblich gewesen ist, sondern als wir zuvor gelitten hatten und geschmahet gewesen waren zu Philippi, wie ihr wisset, waren wir dennoch freudig in unserm Gott, bei euch zu sagen das Evangelium Gottes mit groftem Kampfen. Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen zu Irrtum noch zu Unreinigkeit noch mit List, sondern wie wir von Gott bewahret sind, daß uns das Evangelium vertrauet istzu predigen, also reden wir, nicht als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prufet. Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihrwisset, noch dem Geiz gestellet, Gott ist des Zeuge. Haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, weder von euch noch von andern. Hatten euch auch mogen schwer sein als Christi Apostel; sondern wirsind mutterlich gewesen bei euch, gleichwie eine Amme ihrer Kinder pfleget. Also hatten wir Herzenslust an euch und waren willig, euch mitzuteilen nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser Leben, darum dafi wir euch liebgewonnen haben. Ihrseid wohl eingedenk, liebe Bruder, unserer Arbeit und unserer Muhe; denn Tag und Nacht arbeiteten wir, daß wir niemand unter euch beschwerlich waren, und predigten unter euch das Evangelium Gottes. Des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unstraflich wir bei euch, die ihr glaubig waret, gewesen sind. Wie ihr denn wisset, daß wir, als ein Vater seine Kinder, einen jeglichen unter euch ermahnet und getrostet und bezeuget haben, daß ihrwandeln solltet wurdiglich vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit. Darum auch wirohne Unterlaß Gottdanken, daß ihr, da ihr empfinget von uns das Wort gottlicher Predigt, nahmet ihr's auf nicht als Menschenwort, sondern (wie es denn wahrhaftig ist) als Gottes Wort; welcher auch wirket in euch, die ihr glaubet. Denn ihrseid Nachfolger worden, liebe Bruder, der Gemeinden Gottes in Judaa in Christo Jesu, daß ihr ebendasselbige erlitten habt von euren Blutsfreunden, das jene von den Juden, welche auch den Herrn Jesum getotet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolget und gefallen Gott nicht und sind alien Menschen wider, wehren uns, zu sagen den Heiden, damit sie selig wurden, auf daß sie ihre Sünden erfullen allewege; denn der Zorn ist schon endlich uber sie kommen. Wir aber, liebe Bruder, nachdem wir euer eine Weile beraubet gewesen sind nach dem Angesichte, nicht nach dem Herzen, haben wir desto mehr geeilet.euer Angesicht zu sehen, mit großem Verlangen. Darum haben wirwollen zu euch kommen (ich, Paulus) zweimal; und Satanas hat uns verhindert. Denn wer ist unsere Hoffnung Oder Freude Oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr's vor unserm Herrn Jesu Christo zu seiner Zukunft? Ihr seid ja unsere Ehre und Freude.

Gospel

Mark 4:35-41

Und an demselbigen Tage, des Abends, sprach erzu ihnen: Lalit uns hinuberfahren! Und sie lielien das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; und es waren mehr Schiffe bei ihm. Und es erhub sich ein grolier Windwirbel und warf die Wellen in das Schiff, also daß das Schiff voll ward. Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sieweckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, daß wir verderben? Und er stund auf und bedrauete den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und ward eine grolie Stille. Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr furchtsam? Wie, daß ihr keinen Glauben habt? Und sie furchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Denn Wind und Meer sind ihm gehorsam.

Gospel

Mark 3:31-35

Und es kam seine Mutter und seine Bruder und stunden draulien, schickten zu ihm und lielien ihn rufen. Und das Volk sali urn ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Bruder draulien fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Bruder? Und er sah rings urn sich auf die Jünger, die urn ihn im Kreise salien, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Bruder. Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Gospel

Mark 13

Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jünger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehest du wohl alien diesen groften Bau? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und da er auf dem Olberge saft gegenüber dem Tempel, fragten ihn besonders Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas: Sage uns, wann wird das alles geschehen, und was wird das Zeichen sein wann das alles soli vollendet werden? Jesus antwortete ihnen und fing an zu sagen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verfuhre! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus, und werden viele verfuhren. Wenn ihr aber horen werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so furchtet euch nicht; denn es muli also geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da. Es wird sich ein Volk über das andere emporen und ein Konigreich über das andere. Und es werden geschehen Erdbeben hin und wieder, und wird sein teure Zeit und Schrecken. Das ist der Not Anfang. Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch uberantworten vor die Rathauser und Schulen; und ihr musset gestaupet werden und vor Fursten und Konige musset ihr gefuhret werden um meinetwillen zu einem Zeugnis über sie. Und das Evangelium muli zuvor geprediget werden unter alle Volker. Wenn sie euch nun führen und überantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket euch nicht zuvor, sondern was euch zu derselbigen Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist. Es wird aber uberantworten ein Bruder den andern zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emporen wider die Eltern und werden sie helfen toten. Und werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis an das Ende, der wird selig. Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel gesagt hat, daß er stehet, da er nicht soil (wer es lieset, der vernehme es!), alsdann, wer in Judaa ist, der fliehe auf die Berge; und wer auf dem Dache ist, dersteige nicht hernieder ins Haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause; und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Saugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter. Denn in diesen Tagen werden solche Trubsale sein, als sie nie gewesen sind bisher vom Anfang der Kreaturen, die Gott geschaffen hat, und als auch nicht werden wird. Und so der Herr diese Tage nicht verkurzt hatte, wurde kein Mensch selig; aber um der Auserwahlten willen, die er auserwahlet hat, hat er diese Tage verkurzt. Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht. Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, daß sie auch die Auserwahlten verfuhren, so es moglich ware. Ihr aber, sehet euch vor! Siehe, ich hab's euch alles zuvor gesagt. Aber zu der Zeit, nach dieser Trubsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren. Und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krafte der Himmel werden sich bewegen. Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit grolier Kraft und Herrlichkeit. Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine Auserwahlten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende der Himmel. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Blatter gewinnen, so wisset ihr, daß der Sommer nahe ist. Also auch, wenn ihr sehet, daß solches geschiehet, so wisset, daß es nahe vor der Tur ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. Von dem Tage aber und der Stunde weili niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist. Gleich wie ein Mensch, der uber Land zog und lieli sein Haus und gab seinen Knechten Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Turhuter, er sollte wachen. So wachet nun; denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend Oder zu Mitternacht Oder um den Hahnenschrei Oder des Morgens, auf daß er nicht schnell komme und finde euch schlafend. Was ich aber euch sage, das sage ich alien: Wachet!

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

Today's readings, every morning

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