Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Isaiah 10:1-13
Wehe den Schriftgelehrten, die unrechte Gesetze machen und die unrecht Urteil schreiben, auf daß sie die Sache der Armen beugen und Gewalt uben im Recht der Elenden unter meinem Volk, daß die Witwen ihr Raub und die Waisen ihre Beute sein müssen. Was wollt ihr tun am Tage der Heimsuchung und des Unglücks, das von feme kommt? Zu wem wollt ihr fliehen urn Hilfe, und wo wollt ihr eure Ehre lassen, daß sie nicht unter die Gefangenen gebeuget werde und unter die Erschlagenen falle? In dem allem laftt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. O wehe Assur, der meines Zorns Rute und ihre Hand meines Grimms Stecken ist! Ich will ihn senden wider ein Heuchelvolk und ihm Befehl tun wider das Volk meines Zorns, daß er's beraube und austeile und zertrete es wie Kot auf der Gasse, wiewohl er's nicht so meinet und sein Herz nicht so denket, sondern sein Herz stehet zu vertilgen und auszurotten nicht wenig Volker. Denn er spricht: Sind meine Fursten nicht allzumal Konige? Ist Kalno nicht wie Karchemis? Ist Hamath nicht wie Arpad? Ist nicht Samaria wie Damaskus? Wie meine Hand funden hat die Konigreiche der Gotzen, so doch ihre Gotzen starker waren, denn die zu Jerusalem und Samaria sind: sollte ich nicht Jerusalem tun und ihren Gotzen, wie ich Samaria und ihren Gotzen getan habe? Wenn aber der HERR alle seine Werke ausgerichtet hat auf dem Berge Zion und zu Jerusalem, will ich heimsuchen die Frucht des hochmutigen Konigs zu Assyrien und die Pracht seiner hoffartigen Augen, darum dafi erspricht: Ich habe es durch meiner Hande Kraft ausgerichtet und durch meine Weisheit, denn ich bin klug; ich habe die Lander anders geteilet und ihr Einkommen geraubt und wie ein Machtiger die Einwohner zu Boden geworfen,
First Reading
Exodus 35
Und Mose versammelte die ganze Gemeine der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, das der HERR geboten hat, das ihr tun sollt: Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten, einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Werdarinnen arbeitet, soil sterben. Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattage in alien euren Wohnungen. Und Mose sprach zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Das ist's, das der HERR geboten hat: Gebt unter euch Hebopfer dem HERRN, also daß das Hebopfer des HERRN ein jeglicher williglich bringe, Gold, Silber, Erz, gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weilie Seide und Ziegenhaar, rotlich Widderfell, Dachsfell und Fohrenholz, 01 zur Lampe und Spezerei zur Salbe und zu gutem Rauchwerk, Onyx und eingefaßte Steine zum Leibrock und zum Schildlein. Und wer unter euch verstandig, ist, der komme und mache, was der HERR geboten hat: namlich die Wohnung mit ihrer Hutte und Decke, Rinken, Brettern, Riegeln, Saulen und Füßen; die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang; den Tisch mit seinen Stangen und alle seinem Gerate und die Schaubrote; den Leuchter, zu leuchten, und sein Gerat und seine Lampen und das 01 zum Licht; den Rauchaltar mit seinen Stangen, die Salbe und Spezerei zum Rauchwerk; das Tuch vor der Wohnung Tur; den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, Stangen und alle seinem Gerat; das Handfali mit seinem Fufie; den Umhang des Vorhofs mit seinen Saulen und Füßen und das Tuch des Tors am Vorhof; die Nagel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Saulen die Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen, die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, mit den Kleidern seiner Sohne zum Priestertum. Da ging die ganze Gemeine der Kinder Israel aus von Mose. Und alle, die es gerne und williglich gaben, kamen und brachten das Hebopfer dem HERRN zum Werk der Hutte des Stifts und zu alle seinem Dienst und zu den heiligen Kleidern. Es brachten aber beide, Mann und Weib, wer es williglich tat, Hefte, Ohrenrinken, Ringe und Spangen und allerlei gulden Gerat. Dazu brachte jedermann Gold zur Webe dem HERRN. Und wer bei ihm fand gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weiße Seide, Ziegenhaar, rotlich Widderfell und Dachsfell, der brachte es. Und wer Silber und Erz hub, der brachte es zur Hebe dem HERRN. Und wer Fohrenholz bei ihm fand, der brachte es zu allerlei Werk des Gottesdienstes. Und welche verstandige Weiber waren, die wirkten mit ihren Handen und brachten ihr Werk von gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und weißer Seide. Und welche Weiber solche Arbeit konnten und willig dazu waren, die wirkten Ziegenhaar. Die Fursten aber brachten Onyx und eingefalite Steine zum Leibrock und zum Schildlein und Spezerei und 01 zu den Lichtern und zur Salbe und zu gutem Rauchwerk. Also brachten die Kinder Israel williglich, beide Mann und Weib, zu allerlei Werk, das der HERR geboten hatte durch Mose, daß man's machen sollte. Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohns Hurs, vom Stamm Juda, und hat ihn erfüllet mit dem Geist Gottes, dal J er weise, verstandig, geschickt sei zu allerlei Werk, kunstlich zu arbeiten am Gold, Silber und Erz, Edelstein schneiden und einsetzen, Holz zimmern, zu machen allerlei kunstliche Arbeit. Und hat ihm sein Herz unterweiset samt Ahaliab, dem Sohne Ahisamachs, vom Stamm Dan. Er hat ihr Herz mit Weisheit erfüllet, zu machen allerlei Werk, zu schneiden, wirken und zu sticken mit gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und weifter Seide und mit Weben, daß sie machen allerlei Werk und kunstliche Arbeit erfinden.
First Reading
Deuteronomy 30:1-20
Wenn nun über dich kommt dies alles, es sei der Segen Oder der Fluch, die ich dirvorgelegt habe, und in dein Herz gehest, wo du unter den Heiden bist, da dich der HERR, dein Gott, hin verstoßen hat, und bekehrest dich zu dem HERRN, deinem Gott, daß du seiner Stimme gehorchest, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, das ich dir heute gebiete, so wird der HERR, dein Gott, dein Gefangnis wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder versammeln aus alien Volkern, dahin dich der HERR, dein Gott, verstreuet hat. Wenn du bis an der Himmel Ende verstoßen warest, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dannen sammeln und dich von dannen holen; und wird dich in das Land bringen, das deine Vater besessen haben, und wirstes einnehmen, und wird dir Gutes tun und dich mehren über deine Vater. Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deines Samens, daß du den HERRN, deinen Gott, liebest von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf daß du leben mogest. Aber diese Fluche wird der HERR, dein Gott, alle auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen. Du aber wirst dich bekehren und der Stimme des HERRN gehorchen, daß du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete. Und der HERR, dein Gott, wird dir Gluck geben in alien Werken deiner Hande, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der Frucht deines Landes, daß dir's zu gut komme. Denn der HERR wird sich wenden, daß er sich uber dir freue, dir zu gut, wie er sich über deinen Vatern gefreuet hat, darum daß du der Stimme des HERRN, deines Gottes; gehorchest, zu halten seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, so du dich wirst bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen, noch zu feme, noch im Himmel, daß du mochtest sagen: Wer will uns in den Himmel fahren und uns holen, daß wir's horen und tun? Es ist auch nicht jenseit des Meers, daß du mochtest sagen: Wer will uns über das Meer fahren und uns holen, daß wir's horen und tun? Denn es ist das Wort fast nahe bei dir in deinem Munde und in deinem Herzen, daß du es tust. Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Bose; der ich dir heute gebiete, daß du den HERRN, deinen Gott, liebest und wandelst in seinen Wegen, und seine Gebote, Gesetze und Rechte haltest und leben mdgest und gemehret werdest, daß dich der HERR, dein Gott, segne im Lande, da du einzeuchst, dasselbe einzunehmen. Wendest du aber dein Herz und gehorchest nicht, sondern lassest dich verführen, daß du andere Gotter anbetest und ihnen dienest, so verkündige ich euch heute, daß ihr umkommen werdet und nicht lange in dem Lande bleiben, da du hineinzeuchst uber den Jordan, dasselbe einzunehmen. Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen. Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, daß du das Leben erwahlest und du und dein Same leben mogest, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, daß du im Lande wohnest, das der HERR deinen Vatern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.
Morning Prayer — First Lesson
Judges 18
Zu der Zeit war kein Konig in Israel. Und der Stamm der Daniter suchte ihm ein Erbteil, da sie wohnen mdchten; denn es war bis auf den Tag noch kein Erbe fur sie gefallen unter den Stammen Israels. Und die Kinder Dan sandten aus ihren Geschlechtern von ihren Enden funf streitbare Manner von Zarea und Esthaol, das Land zu erkunden und zu erforschen, und sprachen zu ihnen: Ziehet hin und erforschet das Land. Und sie kamen auf das Gebirge Ephraim, ans Haus Michas, und blieben uber Nacht daselbst. Und weil sie da bei dem Gesinde Michas waren, kannten sie die Stimme des Knaben, des Leviten; und sie wichen dahin und sprachen zu ihm: Wer hat dich hieher qebracht? Was machst du da und was hast du hie? Er antwortete ihnen: So und so hat Micha an mir getan und hat mich gedinget, daü ich sein Priester sei. Sie sprachen zu ihm: Lieber, frage Gott, dafi wir erfahren, ob unser Weg, den wirwandein, auch wohlgeraten werde. Der Priester antwortete ihnen: Ziehet hin mit Frieden; euer Weg ist recht vor dem HERRN, den ihr ziehet. Da gingen die funf Manner hin und kamen gen Lais und sahen das Volk, das drinnen war, sicher wohnen, auf die Weise wie die Zidonier, stille und sicher; und war niemand, der ihnen Leid tate im Lande, Oder Herr uber sie ware; und waren feme von den Zidoniern und hatten nichts mit Leuten zu tun. Und sie kamen zu ihren Brudern gen Zarea und Esthaol; und ihre Bruder sprachen zu ihnen: Wie stehet's mit euch? Sie sprachen: Auf, lafit uns zu ihnen hinaufziehen; denn wir haben das Land besehen, das ist fast gut. Darum eilet und seid nicht faul zu ziehen, daß ihr kommet, das Land einzunehmen. Wenn ihr kommet, werdet ihrzu einem sichern Volk kommen; und das Land ist weit und breit, denn Gott hat es in eure Hande gegeben, einen solchen Ort, da nichts gebricht, alles, das auf Erden ist. Da zogen von dannen aus den Geschlechtern Dan, von Zarea und Esthaol, sechshundert Mann gerustet mit ihren Waffen zum Streit. Und zogen hinauf und lagerten sich zu Kiriath- Jearim in Juda. Daher nannten sie die Statte das Lager Dan bis auf diesen Tag, das hinter Kiriath- Jearim ist. Und von dannen gingen sie auf das Gebirge Ephraim und kamen zum Hause Michas. Da antworteten die funf Manner, die ausgegangen waren, das Land Lais zu erkunden, und sprachen zu ihren Brudern: Wisset ihr auch, dafi in diesen Hausern ein Leibrock, Heiligtum, Bildnis und Abgott sind? Nun moget ihr denken, was euch zu tun ist. Sie kehreten da ein und kamen an das Haus des Knaben, des Leviten, in Michas Hause und grufiten ihn freundlich. Aber die sechshundert Gerusteten mit ihrem Harnisch, die von den Kindern Dan waren, stunden vor dem Tor. Und die funf Manner, die das Land zu erkunden ausgezogen waren, gingen hinauf und kamen dahin; und nahmen das Bild, den Leibrock, das Heiligtum und Abgott. Dieweil stund der Priester vor dem Tor bei den sechshundert Gerusteten mit ihrem Harnisch. Als nun jene ins Haus Michas kommen waren und nahmen das Bild, den Leibrock, das Heiligtum und Abgott, sprach der Priester zu ihnen: Was machet ihr? Sie antworteten ihm: Schweig und halte das Maul zu und zeuch mit uns, daß du unser Vater und Priester seiest. 1st dir's besser, daß du in des einigen Mannes Hause Priester seiest, Oder unter einem ganzen Stamm und Geschlecht in Israel? Dasgefiel dem Priester wohl, und nahm beide den Leibrock, das Heiligtum und Bild und kam mit unter das Volk. Und da sie sich wandten und hinzogen, schickten sie die Kindlein und das Vieh und was sie Kostliches hatten, vor ihnen her. Da sie nun feme von Michas Haus kamen, schrieen die Manner, so in den Hausern waren bei Michas Hause, und folgten den Kindern Dan nach und riefen den Kindern Dan. Sie aber wandten ihr Antlitz urn und sprachen zu Micha: Was ist dir, daß du also ein Geschrei machest? Er antwortete: Ihr habt meine Gotter genommen, die ich gemacht hatte, und den Priester und ziehet hin, und was habe ich nun mehr? Und ihr fraget noch, was mirfehle? Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: Lall deine Stimme nicht horen bei uns, dafi nicht auf dich stolen zornige Leute, und deine Seele und deines Hauses Seele nicht aufgeraumet werde. Also gingen die Kinder Dan ihres Weges. Und Micha, da er sah, daß sie ihm zu stark waren, wandte er sich und kam wieder zu seinem Hause. Sie aber nahmen, das Micha gemacht hatte, und den Priester, den er hatte, und kamen an Lais, an ein still, sicher Volk, und schlugen sie mit der Scharfe des Schwerts und verbrannten die Stadt mit Feuer. Und war niemand, der sie errettete, denn sie lag feme von Zidon, und hatten mit den Leuten nichts zu schaffen; und sie lag im Grunde, welcher an Beth- Rehob liegt. Da baueten sie die Stadt und wohneten drinnen; und nannten sie Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der von Israel geboren war. Und die Stadt hieli vorzeiten Lais. Und die Kinder Dan richteten fur sich auf das Bild. Und Jonathan, der Sohn Gersons, des Sohns Manasses, und seine Sohne waren Priester unter dem Stamm der Daniter bis an die Zeit, da sie aus dem Lande gefangen gefuhret worden. Und setzten also unter sich das Bild Michas, das er gemacht hatte, so lange, als das Haus Gottes war zu Silo.
Epistle
Daniel 3:25,34-45
Er antwortete und sprach: Sehe ich doch vier Manner los im Feuer gehen, und sind unversehrt; und der vierte ist gleich, als ware er ein Sohn der Gotter.
First Reading
Isaiah 65
Ich werde gesucht von denen, die nicht nach mir fragten; ich werde funden von denen, die mich nicht suchten, und zu den Heiden, die meinen Namen nicht anriefen, sage ich: Hie bin ich, hie bin ich! Denn ich recke meine Hande aus den ganzen Tag zu einem ungehorsamen Volk, das seinen Gedanken nachwandelt auf einem Wege, der nicht gut ist. Ein Volk, das mich entrustet, ist immer vor meinem Angesicht, opfert in den Garten und rauchert auf den Ziegelsteinen, wohnet unter den Grabern und halt sich in den Hohlen, fressen Schweinefleisch und haben Greuelsuppen in ihren Topfen und sprechen: Bleibe daheim und ruhre mich nicht; denn ich soli dich heiligen. Solche sollen ein Rauch werden in meinem Zorn, ein Feuer, das den ganzen Tag brenne. Siehe, es stehet vor mir geschrieben: Ich will nicht schweigen, sondern bezahlen; ja, ich will sie in ihren Busen bezahlen, beide, ihre Missetat und ihrer Vater Missetat, miteinander, spricht der HERR, die auf den Bergen gerauchert und mich auf den Hugeln geschandet haben; ich will ihnen zumessen ihr voriges Tun in ihren Busen. So spricht der HERR: Gleich als wenn man Most in einer Traube findet und spricht: Verderbe es nicht, denn es ist ein Segen drinnen! also will ich urn meiner Knechte willen tun, daß ich es nicht alles verderbe, sondern will aus Jakob Samen wachsen lassen und aus Juda, der meinen Berg besitze; denn meine Auserwahlten sollen ihn besitzen, und meine Knechte sollen daselbstwohnen. Und Saron soli ein Haus fur die Herde und das Tal Achor soil zum Viehlager werden meinem Volk, das mich suchet. Aber ihr, die ihr den HERRN verlasset und meines heiligen Berges vergesset und richtet dem Gad einen Tisch und schenket voll ein vom Trankopfer dem Meni, wohlan, ich will euch zahlen zum Schwert, daß ihr euch alle bucken müsset zur Schlacht, darum daß ich rief und ihr antwortetet nicht, daß ich redete und ihr horetet nicht, sondern tatet, was mir übel gefiel, und erwahletet, das mir nicht gefiel. Darum spricht der Herr HERR also: Siehe, meine Knechte sollen essen, ihr aber sollt hungern; siehe, meine Knechte sollen trinken, ihr aber sollt dursten; siehe, meine Knechte sollen frohlich sein, ihr aber sollt zuschanden werden; siehe, meine Knechte solien vor gutem Mut jauchzen, ihr aber sollt vor Herzeleid schreien und vor Jammer heulen und sollt euren Namen lassen meinen Auserwahlten zum Schwur; und der Herr HERR wird dich toten und seine Knechte mit einem andern Namen nennen, daß, welchersich segnen wird auf Erden, der wird sich in dem rechten Gott segnen, und welcher schworen wird auf Erden, der wird bei dem rechten Gott schworen; denn der vorigen Angst ist vergessen, und sind von meinen Augen verborgen. Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken wird noch zu Herzen nehmen, sondern sie werden sich ewiglich freuen und frohlich sein uber dem, das ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem schaffen zur Wonne und ihr Volk zur Freude. Und ich will frohlich sein uber Jerusalem und mich freuen fiber mein Volk; und soil nicht mehr drinnen gehoret werden die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. Es sollen nicht mehr da sein Kinder, die ihre Tage nicht erreichen, Oder Alte, die ihre Jahre nicht erfullen, sondern die Knaben von hundert Jahren sollen sterben, und die Sunder von hundert Jahren sollen verflucht sein. Sie werden Hauser bauen und bewohnen; sie werden Weinberge pflanzen und derselbigen Fruchte essen. Sie sollen nicht bauen, das ein anderer bewohne, und nicht pflanzen; das ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und das Werk ihrer Hande wird alt werden bei meinen Auserwahlten. Sie sollen nicht umsonst arbeiten noch unzeitige Geburt gebaren, denn sie sind der Same der Gesegneten des HERRN und ihre Nachkommen mit ihnen. Und soil geschehen, ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich horen. Wolf und Lamm sollen weiden zugleich; der Lowe wird Stroh essen wie ein Rind, und die Schlange soil Erde essen. Sie werden nicht schaden noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.
Morning Prayer — Second Lesson
John 13
Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkennete, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, wuftte Jesus, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hande gegeben, und daß er von Gott kommen war und zu Gottging: stund ervom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgurtete sich. Danach goft er Wasser in ein Becken, hub an, den Jungern die Fuße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgurtet war. Da kam erzu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Fufte waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weiftt du jetzt nicht; du wirst's aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Fufte waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Sprichtzu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füfte alleine, sondern auch die Hande und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nicht denn die Fufte waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wuftte seinen Verraterwohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Fufte gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heiftet mich Meister und Herr und saget recht daran; denn ich bin's auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füfte gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füfte waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht grofter denn sein Herr noch der Apostel grofter, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Nicht sage ich von euch alien, (ich weift, welche ich erwahlet habe), sondern daß die Schrift erfüllet werde: Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füften. Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es geschehen ist, daß ihr glaubet, daß ich's bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrubt im Geist und zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten. Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Es war aber einer unter seinen Jungern, derzu Tische saft an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Dem winkete Simon Petrus, daß erforschen sollte, wer es ware, von dem er sagte. Denn derselbige lag an der Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wuftte niemand über dem Tische, wozu er's ihm sagte. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus sprache zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest; Oder daß er den Armen etwas gabe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht. Da er aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verklaret, und Gott ist verklaret in ihm. Ist Gott verklaret in ihm, wird ihn auch Gott verklaren in ihm selbst und wird ihn bald verklaren. Liebe Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hingehe; da konnt ihr nicht hinkommen. Und ich sage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf dafi auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, dafi ihr meine Junger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir hernachmalsfolgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben fur dich lassen. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben fur mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krahen, bis du mich dreimal habest verleugnet!
Responsorial Psalm
Psalm 136
Danketdem HERRN, denn er ist freundlich; denn seine Güte wahret ewig. Danket dem Gott aller Gotter; denn seine Güte wahret ewiglich. Danket dem HERRN aller Herren; denn seine Güte wahret ewiglich. Der grolie Wunder tut alleine; denn seine Güte wahret ewiglich. Der die Himmel ordentlich gemacht hat; denn seine Güte wahret ewiglich. Der die Erde auf Wasser ausgebreitet hat; denn seine Güte wahret ewiglich. Der grolie Lichter gemacht hat; denn seine Güte wahret ewiglich; die Sonne, dem Tage vorzustehen; denn seine Güte wahret ewiglich; den Mond und Sterne, der Nacht vorzustehen; denn seine Güte wahret ewiglich. Der Agypten schlug an ihren Erstgeburten; denn seine Güte wahret ewiglich; und fuhrete Israel heraus; denn seine Güte wahret ewiglich; durch machtige Hand und ausgereckten Arm; denn seine Güte wahret ewiglich. Der das Schilfmeer teilete in zwei Teile; denn seine Güte wahret ewiglich; und lieli Israel hindurchgehen; denn seine Güte wahret ewiglich. Der Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stieli; denn seine Güte wahret ewiglich. Der sein Volk fuhrete durch die Wüste; denn seine Güte wahret ewiglich. Der grolie Konige schlug; denn seine Güte wahret ewiglich; und erwürgete machtige Konige; denn seine Güte wahret ewiglich; Sihon, der Amoriter Konig; denn seine Güte wahret ewiglich; und Og, den Konig zu Basan; denn seine Güte wahret ewiglich; und gab ihr Land zum Erbe; denn seine Güte wahret ewiglich; zum Erbe seinem Knechte Israel; denn seine Gute wahret ewiglich. Denn er dachte an uns, da wir untergedrückt waren; denn seine Gute wahret ewiglich; und erlosete uns von unsern Feinden; denn seine Gute wahret ewiglich. Der allem Fleisch Speise gibt; denn seine Gute wahret ewiglich. Danket dem Gott vom Himmel; denn seine Gute wahret ewiglich.
Gospel
Luke 7:36-50
Es bat ihn aber der Pharisaer einer, daß er mit ihm aße: Und er ging hinein in des Pharisaers Haus und setzte sich zu Tische. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, dafi er zu Tische saß in des Pharisaers Hause, brachte sie ein Glas mit Salben und trat hinten zu seinen Fuüen und weinete und fing an, seine Fuße zu netzen mit Tranen und mit den Haaren ihres Haupts zu trocknen; und kussete seine Fuße und salbete sie mit Salben. Da aber das der Pharisaer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet ware, so wußte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anruhret; denn sie ist eine Sünderin. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sage an! Es hatte ein Wucherer zwei Schuldner. Einer war schuldig funfhundert Groschen, der andere fünfzig. Da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben? Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerichtet. Und erwandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin kommen in dein Haus, du hast mit nicht Wasser gegeben zu meinen Fußen; diese aber hat meine Fuße mit Tranen genetzet und mit den Flaaren ihres Haupts getrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem sie hereinkommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine Fuße zu kussen. Du hast mein Haupt nicht mit Ole gesalbet; sie aber hat meine Fuße mit Salben gesalbet. Derhalben sage ich dir: Ihr sind viel Sunden vergeben, denn sie hat viel geliebet. Welchem aber wenig vergeben wird, der liebet wenig. Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sunden vergeben. Da fingen an, die mit ihm zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sunden vergibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden!
Responsorial Psalm
Psalm 84
Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen. Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhofen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, namlich deine Altare, HERR Zebaoth, mein Konig und mein Gott! Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela. Wohl den Menschen, die dich fur ihre Starke halten und von Herzen dir nach wandeln, die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmuckt. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muli, der rechte Gott sei zu Zion. HERR, Gott Zebaoth, hore mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela. Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhofen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tur hüten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild, der HERRgibt Gnade und Ehre; erwird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verladt!
Responsorial Psalm
Psalm 85
Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. HERR, der du bist vormals gnadig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erloset; der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre Sünde bedecket, Sela; der du vormals hast all deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns; troste uns, Gott, unser Heiland, und lad ab von deiner Ungnade uber uns! Willst du denn ewiglich uber uns zurnen und deinen Zorn gehen lassen immer fur und fur? Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dad sich dein Volk uber dir freuen moge? HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Ach, dad ich horen sollte, das Gott der HERR redet, dad er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf dad sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch istja seine Hilfe nahe denen, die ihn furchten, dad in unserm Lande Ehre wohne; dad Gute und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich kussen; dad Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; dad uns auch der HERR Gutes tue, damit unser Land sein Gewachs gebe; dad Gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe und im Schwange gehe.
Responsorial Psalm
Psalm 82
Ein Psalm Assaphs. Gott stehet in der Gemeine Gottes und ist Richter unter den Gottern. Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? Sela. Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und Durftigen zum Recht! den Geringen und Armen und erloset ihn aus der Gottlosen Gewalt! Aber sie lassen ihnen nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes fallen. Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Gotter und allzumal Kinder des Hochsten; aber ihrwerdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen. Gott, mache dich auf und richte das Land; denn du bist Erbherr fiber alle Heiden.
Evening Prayer — First Lesson
Judges 19
Zu der Zeit war kein Konig in Israel. Und ein levitischer Mann war Fremdling an der Seite des Gebirges Ephraim und hatte ihm ein Kebsweib zum Weibe genommen von Bethlehem-Juda. Und da sie hatte neben ihm gehuret, lief sie von ihm zu ihres Vaters Hause gen Bethlehem-Juda und war daselbst vier Monden lang. Und ihr Mann machte sich auf und zog ihr nach, daß er freundlich mit ihr redete und sie wieder zu sich holete; und hatte einen Knaben und ein Paar Esel mit sich. Und sie fuhrete ihn in ihres Vaters Haus. Da ihn aber der Dime Vater sah, ward er froh und empfing ihn. Und sein Schwaher, der Dime Vater, hielt ihn, daß er drei Tage bei ihm blieb; alien und tranken und blieben des Nachts da. Des vierten Tages machten sie sich des Morgens fruhe auf; und er stund auf und wollte ziehen. Da sprach der Dime Vater zu seinem Eidam: Labe dein Herz zuvor mit einem Bissen Brots, danach sollt ihr ziehen. Und sie setzen sich und alien beide miteinander und tranken. Da sprach der Dime Vater zu dem Mann: Lieber, bleib uber Nacht und lali dein Herz guter Dinge sein. Da aber der Mann aufstund und wollte ziehen, notigte ihn sein Schwaher, daß er uber Nacht da blieb. Des Morgens am funften Tage machte er sich fruh auf und wollte ziehen. Da sprach der Dime Vater: Lieber, labe dein Herz und lali uns verziehen, bis sich der Tag neiget. Und alien also die beiden miteinander. Und der Mann machte sich auf und wollte ziehen mit seinem Kebsweibe und mit seinem Knaben. Aber sein Schwaher, der Dime Vater, sprach zu ihm: Siehe, der Tag lalit ab, und will Abend werden; bleib uber Nacht. Siehe, hie ist Herberge noch diesen Tag; bleib hie uber Nacht und lali dein Herz guter Dinge sein; morgen so stehet ihr fruh auf und ziehet eures Weges zu deiner Hütte. Aber der Mann wollte nicht uber Nacht bleiben, sondern machte sich auf und zog hin und kam bis vor Jebus, das ist, Jerusalem, und sein Paar Esel beladen, und sein Kebsweib mit ihm. Da sie nun bei Jebus kamen, fiel der Tag fast dahin. Und der Knabe sprach zu seinem Herm: Lieber, zeuch und lali uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und uber Nacht drinnen bleiben. Aber sein Herr sprach zu ihm: Wirwollen nicht in der Fremden Stadt einkehren, die nicht sind von den Kindern Israel, sondern wollen hinuber gen Gibea. Und sprach zu seinem Knaben: Gehe fort, daß wir hinzukommen an einen Ort und uber Nacht zu Gibea Oder zu Rama bleiben. Und sie zogen fort und wandelten, und die Sonne ging ihnen unter hart bei Gibea, die da liegt unter Benjamin. Und sie kehreten daselbst ein, daß sie hineinkamen und uber Nacht zu Gibea blieben. Da er aber hineinkam, setzte er sich in der Stadt Gasse; denn es war niemand, der sie die Nacht im Hause herbergen wollte. Und siehe, da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Felde am Abend; und er war auch vom Gebirge Ephraim und ein Fremdling zu Gibea; aber die Leute des Orts waren Kinder Jemini. Und da er seine Augen aufhub und sah den Gast auf der Gasse, sprach er zu ihm: Wo willst du hin? und wo kommst du her? Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda, bis wir kommen an die Seite des Gebirges Ephraim, daher ich bin; und bin gen Bethlehem-Juda gezogen und ziehe jetzt zum Hause des HERRN, und niemand will mich herbergen. Wirhaben Stroh und Futter fur unsere Esel und Brat und Wein fur mich und deine Magd und fur den Knaben, der mit deinem Knechte ist, daß uns nichts gebricht. Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles, was dir mangelt, findest du bei mir; bleibe nur nicht uber Nacht auf der Gasse! Und fuhrete ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter; und sie wuschen ihre Fülie und alien und tranken. Und da ihr Herz nun guter Dinge war, siehe, da kamen die Leute der Stadt, bose Buben, und umgaben das Haus und pochten an die Tur und sprachen zu dem alten Manne, dem Hauswirt: Bringe den Mann heraus, der in dein Haus kommen ist, daß wir ihn erkennen! Aber der Mann, der Hauswirt, ging zu ihnen heraus und sprach zu ihnen: Nicht, meine Bruder, tut nicht so übel, nachdem dieser Mann in mein Haus kommen ist; tut nicht eine solche Torheit! Siehe, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser ein Kebsweib; die will ich euch herausbringen, die moget ihrzuschanden machen und tut mit ihnen, was euch gefallt; aber an diesem Manne tut nicht eine solche Torheit! Aber die Leute wollten ihm nicht gehorchen. Da fassete der Mann sein Kebsweib und brachte sie zu ihnen hinaus. Die erkannten sie und zerarbeiteten sich die ganze Nacht bis an den Morgen; und da die Morgenrote anbrach, lielien sie sie gehen. Da kam das Weib hart vor Morgens und fiel nieder vor der Tur am Hause des Mannes, da ihr Herr innen war, und lag da, bis es licht ward. Da nun ihr Herr des Morgens aufstund und die Tur auftat am Hause und herausging, dais er seines Weges zoge, siehe, da lag sein Kebsweib vor der Tor des Hauses und ihre Hande auf der Schwelle. Er aber sprach zu ihr: Stehe auf, lal J uns ziehen! Aber sie antwortete nicht. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort. Als er nun heimkam, nahm er ein Messer und fassete sein Kebsweib und stockte sie mit Bein und mit allem in zwolf Stücke und sandte sie in alle Grenzen Israels. Wer das sah, der sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen, seit der Zeit die Kinder Israel aus Agyptenland gezogen sind, bis auf diesen Tag. Nun bedenket euch uber dem und gebet Rat und saget an!
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Romans 13
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt fiber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden uber sich ein Urteil empfangen. Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bosen zu furchten. Willst du dich aber nicht furchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, so wirst du Lob von derselbigen haben; denn sie ist Gottes Dienerin dirzu gut. Tust du aber Boses, so furchte dich; denn sie tragt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Racherin zur Strafe uber den, der Boses tut. So seid nun aus Not untertan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müsset ihr auch Schofi geben; denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schofie dem der Scholi gebuhrt; Zoll, dem der Zoll gebuhrt; Furcht dem die Furcht gebuhrt; Ehre, dem die Ehre gebuhrt. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfullet. Denn das da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht toten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soil nichts gelusten, und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst: Die Liebe tut dem Nachsten nichts Boses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfullung. Und weil wir solches wissen, namlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schiaf, sintemal unser Heil jetzt naher ist, denn da wir's glaubten, die Nachtistvergangen, der Tag aber herbeikommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes. Lasset uns ehrbarlich wandeln, ais am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid. sondern ziehet an den Herrn Jesum Christum und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde.
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Titus 2
Du aber rede, wie sich's ziemet nach der heüsamen Lehre: den Alten, daß sie nuchtern seien, ehrbar, zuchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; den alten Weibern desselbigengleichen, daß sie sich stellen, wie den Heiligen ziemet, nicht Lasterinnen seien, nicht Weinsauferinnen, gute Lehrerinnen, daß sie die jungen Weiber lehren zuchtig sein, ihre Manner lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, hauslich, gutig, ihren Mannern untertan, auf daß nicht das Wort Gottes verlastert werde. Desselbigengleichen die jungen Manner ermahne, daß sie zuchtig seien. Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke mit unverfalschter Lehre, mit Ehrbarkeit, mit heilsamem und untadeligem Wort, auf daß der Widerwartige sich schame und nichts habe, daß er von uns moge Boses sagen. Den Knechten daß sie ihren Herren untertanig seien, in alien Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf daß sie die Lehre Gottes, unsers Heilandes, zieren in alien Stricken. Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes alien Menschen und zuchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungottliche Wesen und die weltlichen Luste und zuchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des groften Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst fur uns gegeben bat, auf daß er uns erlosete von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleiftig ware zu guten Werken. Solches rede und ermahne und strafe mit ganzem Ernst. Laft dich niemand verachten!
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Ephesians 6:1-9
Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herm; denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter; das ist das erste Gebot, das Verheifiung hat: Auf daß dir's wohl gehe, und du lange lebest auf Erden. Und ihr Vater, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zu dem Herm. Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfaltigkeit eures Herzens, als Christo; nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mitgutem Willen. Lasset euch dunken, daß ihr dem Herm dienet und nicht den Menschen; und wisset, was ein jeglicher Gutes tun wird, das wird er von dem Herm empfangen, er sei ein Knecht Oder ein Freier. Und ihr Herren, tut auch dasselbige gegen sie und lasset das Drauen; und wisset, daß auch euer Herr im Himmel ist, und ist bei ihm kein Ansehen der Person.
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Isaiah 32:1-8
Siehe, es wird ein Konig regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und Fursten werden herrschen, das Recht zu handhaben, dafi jedermann sein wird als einer, der vor dem Winde bewahret ist, und wie einer, der vor dem Platzregen verborgen ist, wie die Wasserbache am durren Ort, wie der Schatten eines grolien Felsen im trockenen Lande. Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren der Zuhorer werden aufmerken, und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden Zunge wird fertig und reinlich reden. Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heifien noch ein Geiziger Herr genannt werden. Denn ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglück um, daß er Heuchelei anrichte und predige vom HERRN Irrsal, damit erdie hungrigen Seelen aushungere und den Durstigen das Trinken wehre. Denn des Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tucke, zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soil. Aber die Fursten werden furstliche Gedanken haben und drüber halten.
Gospel
Luke 20
Und es begab sich der Tage einen, da er das Volk lehrete im Tempel und predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten mit den Altesten und sagten zu ihm und sprachen: Sage uns, aus was fur Macht tust du das? Oder wer hat dir die Macht gegeben? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen, saget mir's: Die Taufe des Johannes, war sie vom Himmel Oder von Menschen? Sie aber gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt? Sagen wir aber, von Menschen, so wird uns alles Volk steinigen, denn sie stehen darauf, daß Johannes ein Prophet sei. Und sie antworteten, sie wuftten's nicht, wo sie her ware. Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich das tue. Er fing aber an zu sagen dem Volk dieses Gleichnis: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und tat ihn den Weingartnern aus und zog uber Land eine gute Zeit. Und zu seiner Zeit sandte er einen Knecht zu den Weingartnern, daß sie ihm gaben von der Frucht des Weinberges. Aber die Weingartner staupten ihn und lieften ihn leer von sich. Und uber das sandte er noch einen andern Knecht; sie aber staupten denselbigen auch und hohneten ihn und lieften ihn leer von sich. Und uber das sandte erden dritten; sie aber verwundeten den auch und stieften ihn hinaus. Da sprach der Herr des Weinberges: Was soil ich tun? Ich will meinen lieben Sohn senden; vielleicht, wenn sie den sehen, werden sie sich scheuen. Da aber die Weingartner den Sohn sahen, dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das ist der Erbe; kommt, lasset uns ihn toten, daß das Erbe unser sei! Und sie stieften ihn hinaus vor den Weinberg und toteten ihn. Was wird nun der Herr des Weinberges denselbigen tun? Erwird kommen und diese Weingartner umbringen und seinen Weinberg andern austun. Da sie das horeten, sprachen sie: Das sei feme! Er aber sah sie an und sprach: Was ist denn das, das geschrieben stehet: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein worden? Welcher auf diesen Stein fallt, der wird zerschellen; aufwelchen aber er fallt den wird er zermalmen. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, wie sie die Hande an ihn legten zu derselbigen Stunde, und furchteten sich vor dem Volk; denn sie vernahmen, dafi er auf sie dieses Gleichnis gesagt hatte. Und sie hielten auf ihn und sandten Laurer aus, die sich stellen sollten, als waren sie fromm, auf daß sie ihn in der Rede fingen, damit sie ihn uberantworten konnten der Obrigkeit und Gewalt des Landpflegers. Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, daß du aufrichtig redest und lehrest und achtest keines Menschen Ansehen, sondern du lehrest den Weg Gottes recht. Ist's recht, daß wir dem Kaiser den Scholi geben Oder nicht? Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich? Zeiget mir den Groschen; wes Bild und Uberschrift hat er? Sie antworteten und sprachen: Des Kaisers. Er aber sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Und sie konnten sein Wort nicht tadeln vor dem Volk und verwunderten sich seiner Antwort und schwiegen stille. Da traten zu ihm etliche der Sadduzaer, welche da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: So jemands Bruder stirbt, der ein Weib hat, und stirbt erblos, so soli sein Bruder das Weib nehmen und seinem Bruder einen Samen erwecken. Nun waren sieben Bruder. Der erste nahm ein Weib und starb erblos. Und der andere nahm das Weib und starb auch erblos. Und der dritte nahm sie. Desselbigengleichen alle sieben und lielien keine Kinder und starben. Zuletzt nach alien starb auch das Weib. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter denen? Denn alle sieben haben sie zum Weibe gehabt. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt freien und lassen sich freien; welche aberwurdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien lassen. Denn sie konnen hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, dieweil sie Kinder sind der Auferstehung. Dali aber die Toten auferstehen, hat auch Mose gedeutet bei dem Busch, da er den Herrn heiliet Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs. Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott; denn sie leben ihm alle. Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: Meister, du hast recht gesagt. Und sie durften ihn fürder nichts mehr fragen. Er sprach aber zu ihnen: Wie sagen sie, Christus sei Davids Sohn? Und er selbst, David, spricht im Psalmbuch: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fülie. David nennet ihn einen Herrn, wie ist er denn sein Sohn? Da aber alles Volk zuhorete, sprach er zu seinen Jungern: Hutet euch vor den Schriftgelehrten, die da wollen einhertreten in langen Kleidern und lassen sich gerne grufien auf dem Markte und sitzen gerne obenan in den Schulen und uber Tisch. Sie fressen der Witwen Hauser und wenden lange Gebete vor; die werden desto schwerere Verdammnis empfangen.
Evening Prayer — Second Lesson
2 Timothy 4
So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herm Jesu Christo, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit Oder zur Unzeit; strafe, draue, ermahne mit aller Geduld und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken; und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nuchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. Ich habe einen guten Kampf gekampfet; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten. Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, sondern auch alien, die seine Erscheinung liebhaben. Fleilüge dich, daß du bald zu mir kommest. Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt liebgewonnen und ist gen Thessalonich gezogen, Krescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nutzlich zum Dienst. Tychikus habe ich gen Ephesus gesandt. Den Mantel, den ich zu Troas lieli bei Karpo, bringe mit, wenn du kommst und die Bucher, sonderlich aber das Pergament. Alexander, der Schmied hat mirviel Boses beweiset; der Herr bezahle ihm nach seinen Werken! Vorwelchem hüte du dich auch; denn erhat unsern Worten sehrwiderstanden. In meiner ersten Verantwortung stund niemand bei mir, sondern sie verlielien mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet! Der Herr aber stund mir bei und starkte mich, auf daß durch mich die Predigt bestatiget wurde, und alle Heiden horeten. Und ich bin erloset von des Lowen Rachen. Der Herr aber wird mich erlosen von allem Ubel und aushelfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Grülie Priska und Aquila und das Haus Onesiphorus. Erastus blieb zu Korinth; Trophimus aber lieli ich zu Milet krank. Tu Fleili, daß du vor dem Winter kommest. Es gruliet dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Bruder. Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geiste! Die Gnade sei mit euch! Amen.
Gospel
Mark 10:1-16
Und er machte sich auf und kam von dannen in die Orter des judischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermal mit Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrete er sie abermal. Und die Pharisaer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden moge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit. Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Urn eures Herzens Hartigkeit willen hat er euch solch Gebot geschrieben. Aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein Mannlein und Fraulein. Darum wird der Mensch seinen Vater und Mutter lassen und wird seinem Weibe anhangen, und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was denn Gott zusammengefuget hat, soil der Mensch nicht scheiden. Und daheim fragten ihn abermal seine Junger urn dasselbige. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr. Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daü ersie anruhrete. Die Junger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lafit die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht empfanget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzete sie und legtedie Hande auf sie und segnete sie.
Gospel
Mark 6:45-56
Und alsbald trieb er seine Junger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm hinüberführen gen Bethsaida, bis daß er das Volk von sich lielie. Und da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu beten. Und am Abend war das Schiff mitten auf dem Meer und er auf dem Lande alleine. Und er sah, dati sie Not litten im Rudern; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte auf dem Meer. Und er wollte vor ihnen ubergehen. Und da sie ihn sahen auf dem Meerwandeln, meineten sie, es ware ein Gespenst, und schrieen. Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber alsbald redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost; ich bin's furchtet euch nicht! Und trat zu ihnen ins Schiff, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich und verwunderten sich uber die Maften. Denn sie waren nichts verstandiger worden über den Broten, und ihr Herz war erstarret. Und da sie hinubergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und fuhren an. Und da sie aus dem Schiff traten, alsbald kannten sie ihn und liefen alle in die umliegenden Lander und huben an, die Kranken umherzuführen auf Betten, wo sie horeten, daß erwar. Und wo er in die Markte Oder Stadte Oder Dorfer einging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, daß sie nur den Saum seines Kleides an rühren mochten. Und alle, die ihn anruhreten, wurden gesund.
Gospel
John 17
Solches redete Jesus und hub seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist hier, daß du deinen Sohn verklarest, auf daß dich dein Sohn auch verklare, gleichwie du ihm Macht hast gegeben uber alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe alien, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, daß du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verklaret auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich's tun sollte. Und nun verklare mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen offenbaret den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, hab' ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte fur sie und bitte nicht fur die Welt, sondern fur die, so du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklaret. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mirgegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir! Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mirgegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren ohne das verlorne Kind, daß die Schrift erfullet wurde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich hab' ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Libel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst fur sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht alleine fur sie, sondern auch fur die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich hab' ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, da(J sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dafi sie vollkommen seien in eins, und die Welt erkenne, da(5 du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebest. Vater, ich will, dafi, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mirgegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegrundet ward. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihnen kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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