Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Genesis 16:1-20
Sarai, Abrams Weib, gebar ihm nichts. Sie hatte aber eine agyptische Magd, die hiefi Hagar. Und sie sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, daß ich nicht gebaren kann. Lieber, lege dich zu meiner Magd, ob ich doch vielleicht aus ihr mich bauen moge. Abram, der gehorchte der Stimme Sarais. Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre agyptische Magd, Hagar, und gab sie Abram, ihrem Mann, zum Weibe, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnet hatten. Und er legte sich zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, daß sie schwanger war, achtete sie ihre Frau geringe gegen sich. Da sprach Sarai zu Abram: Du tust unrecht an mir. Ich habe meine Magd dir beigelegt; nun sie aber siehet, daß sie schwanger worden ist, muß ich geringe geachtet sein gegen ihr. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir! Abram aber sprach zu Sarai: Siehe deine Magd ist unter deiner Gewalt; tue mit ihr, wie dir's gefallt. Da sie nun Sarai wollte demutigen, floh sie von ihr. Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wüste, namlich bei dem Brunnen am Wege zu Sur. Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen. Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre um wieder zu deiner Frau und demutige dich unter ihre Hand. Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also mehren, da(2> er vor grower Menge nicht soil gezahlet werden. Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger worden und wirst einen Sohn gebaren, des Namen sollstdu Ismael heilien, darum daß der HERR dein Elend erhoret hat. Er wird ein wilder Mensch sein, seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn; und wird gegen alien seinen Brudern wohnen. Und sie hieli den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du, Gott, siehest mich. Denn sie sprach: Gewißlich hie habe ich gesehen den, der mich hernach angesehen hat. Darum hieli sie den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich angesehen hat; welcher Brunnen istzwischen Kades und Bared. Und Hagar gebar Abram einen Sohn; und Abram hiefi den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael. Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, da ihm Hagar den Ismael gebar.
First Reading
Exodus 39
Aber von der gelben Seide, Scharlaken und Rosinrot machten sie Aaron Kleider, zu dienen im Heiligtum, wie der HERR Mose geboten hatte. Und er machte den Leibrock mit Golde, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide. Und schlug das Gold und schnitt's zu Faden, daß man's künstlich wirken konnte unter die gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot und weiße Seide, daß man's auf beiden Achseln zusammenfügte und an beiden Seiten zusammenbande. Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Werk von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide, wie der HERR Mose geboten hatte. Und sie machten zween Onyxsteine, umher gefasset mit Gold, gegraben durch die Steinschneider, mit den Namen der Kinder Israel, und heftete sie auf die Schultern des Leibrocks, daß es Steine seien zum Gedachtnis der Kinder Israel, wie der HERR Mose geboten hatte. Und sie machten das Schildlein nach der Kunst und Werk des Leibrocks von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide, daß es viereckig und zwiefach war, einer Hand lang und breit. Und fulleten es mit vier Riegen Steinen. Die erste Riege war ein Sarder, Topaser und Smaragd; die andere ein Rubin, Saphir und Demant; die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst; die vierte ein Türkis, Onyx und Jaspis, umher gefasset mit Gold in alien Riegen. Und die Steine stunden nach den zwolf Namen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider, ein jeglicher seines Namens, nach den zwolf Stammen. Und sie machten am Schildlein Ketten mitzwei Enden von feinem Gold und zwo guldene Spangen und zween guldene Ringe: und hefteten die zween Ringe auf die zwo Ecken des Schildleins. Und die zwo guldenen Ketten taten sie in die zween Ringe auf den Ecken des Schildleins. Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwo Spangen und hefteten sie auf die Ecken des Leibrocks gegeneinander uber. Und machten zween andere guldene Ringe und hefteten sie an die zwo andern Ecken des Schildleins an seinen Ort, daß es fein anlage auf dem Leibrock. Und machten zween andere guldene Ringe, die taten sie an die zwo Ecken unten am Leibrock gegeneinander uber, da der Leibrock unten zusammengehet, daß das Schildlein mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknupft wurde mit einer gelben Schnur, daß es auf dem Leibrock hart anlage und nicht von dem Leibrock los wurde, wie der HERR Mose geboten hatte. Und er machte den Seidenrock zum Leibrock, gewirkt ganz von gelber Seide, und sein Loch oben mitten inne und eine Borte urns Loch her gefaltet, daß er nicht zerrisse. Und sie machten an seinem Saum Granatapfel von gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide. Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die Granatapfel ringsumher am Saum des Seidenrocks, je ein Granatapfel und eine Schelle urn und urn am Saum, darin zu dienen, wie der HERR Mose geboten hatte. Und machten auch die engen Rocke, von weißer Seide gewirkt, Aaron und seinen Sohnen, und den Hut von weißer Seide und die schonen Hauben von weißer Seide und Niederkleider von gezwirnter weißer Leinwand und den gestickten Gürtel von gezwirnter weißer Seide, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot, wie der HERR Mose geboten hatte. Sie machten auch das Stirnblatt, namlich die heilige Krone, von feinem Golde und gruben Schrift drein: Die Heiligkeit des HERRN. Und banden eine gelbe Schnur dran daß sie an den Hut von oben her geheftet würde, wie der HERR Mose geboten hatte. Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Hutte des Stitts. Und die Kinder Israel taten alles, was der HERR Mose geboten hatte, und brachten die Wohnung zu Mose: die Hutte und alle ihre Gerate, Haklein, Bretter, Riegel, Saulen, Fufte; die Decke von rotlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und den Vorhang; die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen; den Gnadenstuhl; den Tisch und alle seine Gerate und die Schaubrote; den schonen Leuchter, mit den Lampen zubereitet, und alle seinem Gerate, und 01 zu Lichtern; den guldenen Altar und die Salbe und gut Rauchwerk; das Tuch in der Hutte Tur; den ehernen Altar und sein ehern Gitter mit seinen Stangen und alle seinem Gerat; das Handfaft mit seinem Fuft; die Umhange des Vorhofs mit: seinen Saulen und Füften; das Tuch im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Nageln und allem Gerate zum Dienst der Wohnung der Hutte des Stifts; die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die Kleider seiner Sohne, daß sie Priesteramt taten. Alles, wie der HERR Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an alle diesem Dienst. Und Mose sah an alle dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie.
First Reading
Deuteronomy 34:1-12
Und Mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegen Jericho uber. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land Gilead bis gen Dan und das ganze Naphthali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das außerste Meer und gegen Mittag und die Gegend der Breite Jerichos, der Palmenstadt, bis gen Zoar. Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinubergehen. Also starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande der Moabiter nach dem Wort des HERRN. Und er begrub ihn im Tal, im Lande der Moabiter, gegen dem Hause Peor. Und hat niemand sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag. Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel worden, und seine Kraft war nicht verfallen. Und die Kinder Israel beweineten Mose im Gefilde der Moabiter dreiftig Tage. Und wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens uber Mose. Josua aber, der Sohn Nuns, ward erfullet mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hande auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR Mose geboten hatte. Und es stund hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hatte von Angesicht zu Angesicht zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der HERR sandte, daß er sie tate in Agyptenland, an Pharao und an alien seinen Knechten und an all seinem Lande, und zu aller dieser machtigen Hand und groften Gesichten, die Mose tat vor den Augen des ganzen Israel.
Morning Prayer — First Lesson
Lamentations 1:1-15
Wie liegt die Stadt so wuste, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe. Die eine Furstin unter den Heiden und eine Konigin in den Landern war, muli nun dienen. Sie weinet des Nachts, daß ihr die Tranen über die Backen laufen. Es ist niemand unter alien ihren Freunden, der sie troste; alle ihre Nachsten verachten sie und sind ihre Feinde worden. Juda ist gefangen im Elend und schwerem Dienst; sie wohnet unter den Heiden und findet keine Ruhe; alle ihre Verfolger halten sie ubel. Die Straiten gen Zion liegen wuste, weil niemand auf kein Fest kommt; alle ihre Tore stehen ode; ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen jammerlich, und sie ist betrubt. Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden gehet es wohl; denn der HERR hat sie voll Jammers gemacht urn ihrer groten Sünden willen; und sind ihre Kinder gefangen vor dem Feinde hingezogen. Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie die Widder, die keine Weide finden und matt vor dem Treiber hergehen. Jerusalem denkt in dieser Zeit, wie elend und verlassen sie ist, und wieviel Gutes sie von alters her gehabt hat, weil all ihr Volk daniederliegt unter dem Feinde und ihr niemand hilft; ihre Feinde sehen ihre Lust an ihr und spotten ihrer Sabbate. Jerusalem hat sich versundiget, darum muß sie sein wie ein unrein Weib. Alle, die sie ehrten, verschmahen sie jetzt, weil sie ihre Scham sehen; sie aber seufzet und ist zuruckgekehret. Ihr Unflat klebet an ihrem Saum. Sie hatte nicht gemeinet, daß ihrzuletzt so gehen würde. Sie ist ja zu greulich heruntergestoten und hat dazu niemand, der sie trostet. Ach, HERR, siehe an mein Elend; denn der Feind pranget sehr! Der Feind hat seine Hand an alle ihre Kleinode gelegt; denn sie mulite zusehen, daß die Heiden in ihr Heiligtum gingen, davon du geboten hast, sie sollten nicht in deine Gemeine kommen. All ihr Volk seufzet und gehet nach Brot; sie geben ihre Kleinode urn Speise, dafi sie die Seele laben. Ach, HERR, siehe doch und schaue, wie schnode ich worden bin! Euch sage ich alien, die ihr vorubergehet: Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen hat. Denn der HERR hat mich voll Jammers gemacht am Tage seines grimmigen Zorns. Er hat ein Feuer aus der Hohe in meine Beine gesandt und dasselbige lassen walten; er hat meinen Füten ein Netz gestellet und mich zuruckgeprellet; er hat mich zur Wuste gemacht, dafi ich taglich trauern muli. Meine schweren Sunden sind durch seine Strafe erwachet und mit Haufen mir auf den Hals kommen, daß mir alle meine Kraft vergehet. Der HERR hat mich also zugerichtet, daü ich nicht aufkommen kann. Der HERR hat zertreten alle meine Starken, so ich hatte; er hat über mich ein Fest ausrufen lassen, meine junge Mannschaft zu verderben. Der HERR hat der Jungfrauen Tochter Juda eine Kelter treten lassen.
Epistle
Isaiah 50:5-10
Der Herr HERR hat mir das Ohr geoffnet; und ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken dardenen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Denn der Herr HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum habe ich mein Angesicht dargeboten als einen Kieselstein; denn ich weift, dafi ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich rechtspricht; wer will mit mir hadern? Laftt uns zusammentreten; wer ist, der Recht zu mir hat? Der komme her zu mir! Siehe, der Herr HERR hilft mir; wer ist, der mich will verdammen? Siehe, siewerden allzumal wie ein Kleid veralten, Motten werden sie fressen. Wer ist unter euch, der den HERRN furchtet, der seines Knechts Stimme gehorche, der im Finstern wandelt und scheinet ihm nicht? Der hoffe auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott.
First Reading
Exodus 12
Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Agyptenland: Dieser Mond soil bei euch der erste Mond sein; und von ihm sollt ihr die Monde des Jahrs anheben. Saget der ganzen Gemeine Israel und sprechet: Am zehnten Tage dieses Monden nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Hause! Wo ihrer aber in einem Hause zum Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nachster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm aufessen mogen. Ihr sollt aber ein solch Lamm nehmen, da kein Fehl an ist, ein Mannlein und eines Jahrs alt; von den Lammern und Ziegen sollt ihr's nehmen. Und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monden. Und ein jegliches Hauflein im ganzen Israel soil es schlachten zwischen Abends. Und sollt seines Bluts nehmen und beide Pfosten an der Tur und die oberste Schwelle damit bestreichen an den Hausern, da sie es innen essen. Und sollt also Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesauert Brot, und sollt es mit bittern Salsen essen. Ihr sollt es nicht roh essen, noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweide. Und sollt nichts davon uberlassen bis morgen; wo aber etwas uberbleibet bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen. Also sollt ihr's aber essen: Urn eure Lenden sollt ihr gegurtet sein und eure Schuhe an euren Fuften haben und Stabe in euren Handen, und sollt es essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah. Denn ich will in derselbigen Nacht durch Agyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Agyptenland, beide unter Menschen und Vieh. Und will meine Strafe beweisen an alien Gottern der Agypter, ich, der HERR. Und das Blut soil euer Zeichen sein an den Hausern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, vor euch übergehe, und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Agyptenland schlage. Und sollt diesen Tag haben zum Gedachtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zurewigen Weise. Sieben Tage sollt ihr ungesauert Brot essen; namlich am ersten Tage sollt ihr aufhoren mit gesauertem Brot in euren Hausern. Wergesauert Brot isset vom ersten Tage an, bis auf den siebenten, des Seele soil ausgerottet werden von Israel. Der erste Tag soil heilig sein, daß ihr zusammenkommet; und der siebente soil auch heilig sein, daß ihr zusammenkommet. Keine Arbeit sollt ihr drinnen tun, ohne was zur Speise gehoret fur allerlei Seelen, dasselbe allein moget ihr fur euch tun. Und haltetob dem ungesauerten Brot, denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Agyptenland gefuhret; darum sollt ihr diesen Tag halten und alle eure Nachkommen zurewigen Weise. Am vierzehnten Tage des ersten Monden, des Abends, sollt ihr ungesauert Brot essen, bis an den einundzwanzigsten Tag des Monden an dem Abend, daß man sieben Tage kein gesauert Brotfinde in euren Hausern. Denn wer gesauert Brot isset, des Seele soil ausgerottet werden von der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling Oder Einheimischer im Lande. Darum so esset kein gesauert Brot, sondern eitel ungesauert Brot in alien euren Wohnungen. Und Mose forderte alle Altesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe jedermann fur sein Gesinde und schlachtet das Passah. Und nehmet ein Buschel Ysop und tunket in das Blut in dem Becken und beruhret damit die Uberschwelle und die zween Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustur heraus bis an den Morgen. Denn der, HERR wird umhergehen und die Agypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Uberschwelle und an den zween Pfosten, wird er vor der Tur übergehen und den Verderber nicht in eure Hauser kommen lassen zu plagen. Darum so halte diese Weise fur dich und deine Kinder ewiglich. Und wenn ihr ins Land kommet, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fur einen Dienst? soilt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der vor den Kindern Israel uberging in Agypten, da er die Agypter plagte und unsere Hauser errettete. Da neigte sich das Volk und bückte sich. Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte. Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Agyptenland, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefangnis, und alle Erstgeburt des Viehes. Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Agypter, und ward ein grofi Geschrei in Agypten; denn es war kein Haus, da nicht ein Toter innen ware. Und er forderte Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt. Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und segnet mich auch. Und die Agypter drungen das Volk, daß sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes. Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versauert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln. Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den Agyptern gefordert silberne und guldene Gerate und Kleider. Dazu hatte der HERR dem Volk Gnade gegeben vor den Agyptern, daß sie ihnen leiheten; und entwandten es den Agyptern. Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Suchoth, sechshunderttausend Mann zu Fuli ohne die Kinder. Und zog auch mit ihnen viel Pdbelvolk und Schafe und Rinder und fast viel Viehes. Und sie buken aus dem rohen Teige, den sie aus Agypten brachten, ungesauerte Kuchen; denn es war nicht gesauert, weil sie aus Agypten gestolien wurden, und konnten nicht verziehen und hatten ihnen sonst keine Zehrung zubereitet. Die Zeit aber, die die Kinder Israel in Agypten gewohnet haben, istvierhundertunddreüüg Jahre. Da dieselben urn waren, ging das ganze Heer des HERRN auf einen Tag aus Agyptenland. Darum wird diese Nacht dem HERRN gehalten, daß er sie aus Agyptenland geführet hat; und die Kinder Israel sollen sie dem HERRN halten, sie und ihre Nachkommen. Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise, Passah zu halten: Kein Fremder soil davon essen. Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon. Ein Hausgenoü und Mietling sollen nicht davon essen. In einem Hause soil man's essen; ihr soilt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen; und soilt kein Bein an ihm zerbrechen. Die ganze Gemeine Israel soil solches tun. So aber ein Fremdling bei dir wohnet und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was mannlich ist; als dann mache ersich herzu, dad er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soil davon essen. Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnet. Und alle Kinder Israel taten, wie der HERR Mose und Aaron hatte geboten. Also fuhrete der HERR auf einen Tag die Kinder Israel aus Agyptenland mit ihrem Heer.
Morning Prayer — Second Lesson
John 14:1-15
Und er sprach zu seinen Jungern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so ware, so wollt' ich zu euch sagen; ich gehe hin euch die Statte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Statte zu bereiten, will ich doch wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wirwissen nicht, wo du hingehest; und wie konnen wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genuget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennest mich nicht? Philippus, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist? Die Worte, die zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige tut die Werke. Glaubet mir, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch urn der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird groftere denn diese tun; denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohne. Was ihr bitten werdet in meinem Namen das will ich tun. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.
Responsorial Psalm
Psalm 143
Ein Psalm Davids. HERR, erhore mein Gebet; vernimm mein Flehen urn deiner Wahrheit willen, erhore mich urn deiner Gerechtigkeit willen! Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Denn der Feind verfolget meine Seele und zerschlagt mein Leben zu Boden; er legt mich ins Finstere, wie die Toten in der Welt. Und mein Geist ist in mir geangstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehret. Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von alien deinen Taten und sage von den Werken deiner Hande. Ich breite meine Hande aus zu dir; meine Seele durstet nach dir wie ein dürres Land. Sela. HERR, erhore mich bald, mein Geist vergehet; verbirg dein Antlitz nicht von mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. Laß mich frühe horen deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, darauf ich gehen soil; denn mich verlanget nach dir. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir hab ich Zuflucht. Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. HERR, erquicke mich urn deines Namens willen führe meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen; und verstore meine Feinde um deiner Güte willen und bringe um alle, die meine Seele angsten; denn ich bin dein Knecht.
Gospel
John 12:1-9
Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte.
Responsorial Psalm
Psalm 88
Ein Psalmlied der Kinder Korah, vorzusingen, von der Schwachheit der Elenden. Eine Unterweisung Hemans, des Esrahiten. HERR Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nachtvordir. Laft mein Gebet vor dich kommen; neige deine Ohren zu meinem Geschrei! Denn meine Seele istvoll Jammers, und mein Leben ist nahe bei der Holle. Ich bin geachtet gleich denen, die zur Holle fahren; ich bin wie ein Mann, der keine Hilfe hat. Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkest, und sie von deiner Hand abgesondert sind. Du hast mich in die Grube hinuntergelegt, in die Finsternis und in die Tiefe. Dein Grimm drucket mich, und drangest mich mit alien deinen Fluten. Sela. Meine Freunde hast du feme von mir getan; du hast mich ihnen zum Greuel gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht auskommen. Meine Gestalt ist jammerlich vor Elend. HERR, ich rufe dich an taglich; ich breite meine Hande aus zu dir. Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, Oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? Sela. Wird man in Grabern erzahlen deine Gute und deine Treue im Verderben? Mogen denn deine Wunder in Finsternis erkannt werden, Oder deine Gerechtigkeit im Lande, da man nichts gedenket? Aber ich schreie zu dir, HERR, und mein Gebet kommt fruhe vor dich, Warum verstoftest du, HERR, meine Seele und verbirgest dein Antlitz vor mir? Ich bin elend und ohnmachtig, daß ich so verstoften bin, und leide dein Schrecken, daß ich schier verzage. Dein Grimm gehet uber mich, dein Schrecken drucket mich. Sie umgeben mich taglich wie Wasser und umringen mich miteinander. Du machest, daß meine Freunde und Nachsten und meine Verwandten sich feme von mir tun urn solches Elendes willen.
Responsorial Psalm
Psalm 89
Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten. Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Wahrheit verkundigen mit meinem Munde fur und fur, und sage also: Daft eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel. Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwahlten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen: Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen fur und fur. Sela. Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen. Denn wer mag in den Wolken dem HERRN gleich gelten und gleich sein unter den Kindern der Gotter dem HERRN? Gott istfast machtig in der Sammlung der Heiligen und wunderbarlich uber alle, die um ihn sind. HERR, Gott, Zebaoth, wer istwie du, ein machtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her. Du herrschest uber das ungestume Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. Du schlagst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine Feinde mit deinem starken Arm. Himmel und Erde ist dein; du hastgegrundet den Erdboden, und was drinnen ist. Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen. Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand und hoch ist deine Rechte. Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesichte. Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln. Sie werden uber deinem Namen taglich frohlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Denn du bistder Ruhm ihrer Starke und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhohen. Denn der HERR ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser Konig. Dazumal redetest du im Gesichte zu deinem Heiligen und sprachest: Ich habe einen Held erwecket, der helfen soli; ich habe erhohet einen Auserwahlten aus dem Volk; ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen Ole. Meine Hand soil ihn erhalten, und mein Arm soil ihn starken. Die Feinde sollen ihn nicht uberwaltigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dampfen, sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen. Aber meine Wahrheit und Gnade soil bei ihm sein, und sein Horn soli in meinem Namen erhaben werden. Ich will seine Hand ins Meer stellen und seine Rechte in die Wasser. Erwird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft. Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhochst unter den Konigen auf Erden. Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soil ihm fest bleiben. Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel wahret, erhalten. Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln, so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten, will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen. Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen fehlen. Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht andern, was aus meinem Munde gegangen ist. Ich habe einst geschworen bei meiner Heiligkeit: Ich will David nicht lugen. Sein Same soil ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne; wie der Mond soil er ewiglich erhalten sein und gleichwie der Zeuge in den Wolken gewüi sein. Sela. Aber nun verstoßest du und verwirfest und zürnest mit deinem Gesalbten. Du verstorest den Bund deines Knechtes und trittst seine Krone zu Boden. Du zerreißest alle seine Mauern und lassest seine Festen zerbrechen. Es rauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott worden. Du erhohest die Rechte seiner Widerwartigen und erfreuest alle seine Feinde. Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen und lassest ihn nicht siegen im Streit. Du zerstorest seine Reinigkeit und widest seinen Stuhl zu Boden. Du verkurzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. Sela. HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? Gedenke, wie kurz mein Leben ist! Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben? Wo istjemand, der da lebet und den Tod nicht sehe, der seine Seele errette aus der Holle Hand? Sela. HERR, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit? Gedenke, HERR, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Schoß von so vielen Volkern alien, damit dich, HERR, deine Feinde schmahen, damit sie schmahen die Fußtapfen deines Gesalbten. Gelobet sei der HERR ewiglich! Amen, Amen.
Responsorial Psalm
Psalm 86
Ein Gebet Davids. HERR, neige deine Ohren und erhore mich; denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verladt auf dich! HERR, sei mir gnadig; denn ich rufe taglich zu dir. Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, HERR, verlanget mich. Denn du, HERR, bist gut und gnadig, von großer Gute alien, die dich anrufen. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens. In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhoren. HERR, es ist dir keiner gleich unter den Gottern und ist niemand, der tun kann wie du. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HERR, und deinen Namen ehren, daß du so graft bist und Wunder tust und alleine Gott bist. Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen furchte! Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Denn deine Gute ist graft uber mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen Holle. Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haute der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nichtvor Augen. Du aber, HERR Gott, bist barmherzig und gnadig, geduldig und von großer Gute und Treue. Wende dich zu mir, sei mir gnadig; starke deinen Knecht mit deiner Macht und hilt dem Sohn deiner Magd! Tu ein Zeichen an mir, daß mifs wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schamen müssen, daß du mir beistehest, HERR, und trostest mich.
Evening Prayer — First Lesson
Lamentations 2:13
Ach, du Tochter Jerusalem, wem soil ich dich gleichen und wofur soil ich dich rechnen, du Jungfrau Tochter Zion? Wem soil ich dich vergleichen, damit ich dich trosten mochte? Denn dein Schaden ist graft, wie ein Meer; wer kann dich heilen?
Second Reading
Galatians 4
Ich sage aber, solange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Guter, sondern er ist unter den Vormundern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den aufierlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfullet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlosete, daü wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind's aber Kinder, so sind’s auch Erben Gottes durch Christum. Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Gotter sind. Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn urn wieder zu den schwachen und durftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen wollt? Ihr haltet Tage und Monden und Feste und Jahrzeiten. Ich furchte fur euch, daß ich nicht vielleicht umsonst habe an euch gearbeitet. Seid doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Liebe Bruder, ich bitte euch, ihr habt mir kein Leid getan. Denn ihrwisset, daß ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch das Evangelium geprediget habe zum erstenmal. Und meine Anfechtungen, die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht verachtet noch verschmahet, sondern als einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, ja als Christum Jesum. Wie waret ihr dazumal so selig! Ich bin euer Zeuge, daß, wenn es moglich gewesen ware, ihr hattet eure Augen ausgerissen und mirgegeben. Bin ich denn also euer Feind worden, daß ich euch die Wahrheit vorhalte? Sie eifern urn euch nicht fein, sondern sie wollen euch von mir abfallig machen, daß ihr urn sie sollt eifern. Eifern ist gut, wenn's immerdar geschiehet urn das Gute und nicht allein, wenn ich gegenwartig bei euch bin. Meine lieben Kinder, welche ich abermal mit Angsten gebare, bis daß Christus in euch eine Gestalt gewinne. Ich wollte aber, daß ich jetzt bei euch ware, und meine Stimme wandeln konnte, denn ich bin irre an euch. Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wolit: Habt ihr das Gesetz nicht gehoret? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Sohne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien, ist durch die Verheiftung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente, eines von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Hagar. Denn Hagar heiftet in Arabien der Berg Sinai und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben: Sei frohlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, liebe Bruder, sind Isaak nach der Verheiftung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift? Stoft die Magd hinaus mit ihrem Sohn! Denn der Magd Sohn soli nicht erben mit dem Sohn der Freien. So sind wir nun, liebe Bruder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien.
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Hebrews 2
Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir horen, daß wir nicht dahinfahren. Denn so das Wort test worden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Ubertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn: wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehoret haben. Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kraften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen. Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukunftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekronet und hast ihn gesetzt uber die Werke deiner Hande; alles hast du untertan zu seinen Fulien. In dem, daß er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekronet mit Preis und Ehren, auf daß er von Gottes Gnaden fur alle den Tod schmeckete. Denn es ziemete dem, urn deswillen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführet, daß er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte. Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiliget, und die da geheiliget werden. Darum schamet er sich auch nicht, sie Brüder zu heilien, und spricht: Ich will verkundigen deinen Namen meinen Brudern und mitten in der Gemeinde dir Lob singen. Und abermal: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermal: Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat. Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er's gleichermalien teilhaftig worden, auf daß er durch den Tod die Macht nahme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist, dem Teufel, und erlosete die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein muliten. Denn er nimmt nirgend die Engel an sich, sondern den Samen Abrahams nimmt er an sich. Daher mulite er allerdinge seinen Brudern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versohnen die Sünde des Volks. Denn darinnen ergelitten hat und versuchtist, kann er helfen denen, die versucht werden.
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Philippians 1:27-30
Wandelt nur wurdiglich dem Evangelium Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch Oder abwesend von, euch hore, daü ihr stehet in einem Geist und einer Seele und samt uns kampfet fur den Glauben des Evangeliums und euch in keinem Wege erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis euch aber der Seligkeit, und dasselbige von Gott. Denn euch ist gegeben, urn Christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch urn seinetwillen leidet, und habet denselbigen Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt und nun von mir horet.
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Isaiah 40:1-11
Trostet, trostet mein Volk! spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefaltiges empfangen von der Hand des HERRN um alle ihre Sunde. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HERRN den Weg; machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Taler sollen erhohet werden, und alle Berge und Huge! sollen geniedriget werden, und was ungleich ist, soil eben, und was hockericht ist, soil schlicht werden. Denn die Herrlichkeit des HERRN soil offenbaret werden; und alles Fleisch miteinander wird sehen, daß des HERRN Mund redet. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soil ich predigen? Alles Fleisch ist Heu, und alle seine Gute ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; denn des HERRN Geist blaset drein. Ja, das Volk ist das Heu. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; aber das Wort unsers Gottes bleibet ewiglich. Zion, du Predigerin, steig auf einen hohen Berg! Jerusalem, du Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, heb auf und furchte dich nicht; sage den Stadten Judas: Siehe, da ist euer Gott! Denn siehe, der Herr HERR kommt gewaltiglich; und sein Arm wird herrschen. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; er wird die Lammer in seine Arme sammeln und in seinem Busen tragen und die Schafmutter fuhren.
Gospel
Luke 24
Aber an der Sabbate einem sehr fruhe kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewalzet von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des Herm Jesu nicht. Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Manner mit glanzenden Kleidern. Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichte nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galilaa war, und sprach: Des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in die Hande der Sunder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder vom Grabe und verkundigten das alles den Elfen und den andern alien. Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als waren's Marlein, und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und buckete sich hinein und sah die leinenen Tucher ailein liegen und ging davon; und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten miteinandervon alien diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dafi sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihrzwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, machtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uberantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlosen. Und uber das alles ist heute der dritte Tag, dafi solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesichtder Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trages Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben! Mul Jte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und ting an von Mose und alien Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er furder gehen. Und sie notigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geoffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift offnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzahleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt ware an dem, da erdas Brot brach. Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims. Und ernahm's und ali vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen. Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden. Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sunden unter alien Volkern und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, ich will auf euch senden die Verheifiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hohe. Er fuhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hande auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhrauf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mitgroßer Freude. Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.
Evening Prayer — Second Lesson
John 14:15
Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.
Gospel
Mark 11:1-11
Und da sie nahe zu Jerusalem kamen, gen Bethphage und Bethanien an den Olberg, sandte er seiner Jünger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald; wenn ihr hineinkommt, werdet ihr finden ein Füllen angebunden, auf welchem nie kein Mensch gesessen ist. Loset es ab und führet es her! Und so jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das? so sprechet: Der Herr bedarf sein; so wird er's bald hersenden. Und gingen hin und fanden das Füllen gebunden an der Tür, draulien auf dem Wegscheid, und loseten es ab. Und etliche, die da stunden, sprachen zu ihnen: Was machet ihr, daß ihr das Füllen abloset? Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte; und die lielien's zu. Und sie führeten das Füllen zu Jesu und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Viele aber breiteten ihre Kleider auf den Weg. Etliche hieben Maien von den Baumen und streueten sie auf den Weg. Und die vorne vorgingen, und die hernach folgeten, schrieen und sprachen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Gelobet sei das Reich unsers Vaters David, das da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hohe! Und der Herr ging ein zu Jerusalem und in den Tempel. Und er besah alles; und am Abend ging er hinaus gen Bethanien mit den Zwolfen.
Gospel
Mark 7:24-30
Und er stund auf und ging von dannen in die Grenze von Tyrus und Sidon und ging in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen und konnte doch nicht verborgen sein. Denn ein Weib hatte von ihm gehort, deren Tochterlein einen unsauberen Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füften (und es war ein griechisch Weib aus Syrophonizien); und sie bat ihn, daß er den Teufel von ihrer Tochter austriebe. Jesus aber sprach zu ihr: Laft zuvor die Kinder satt werden! Es ist nicht fein, daß man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder. Und er sprach zu ihr: Um des Worts willen so gehe hin; der Teufel ist von deiner Tochter ausgefahren. Und sie ging hin in ihr Haus und fand, daß der Teufel war ausgefahren und die Tochter auf dem Bette liegend.
Gospel
John 21
Danach offenbarte sich Jesus abermal den Jungern an dem Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also. Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heiftet Zwilling, und Nathanael von Kana, Galilaa, und die Sohne des Zebedaus und andere zwei seiner Junger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsbald; und in derselbigen Nachtfingen sie nichts. Da es aber jetzt Morgen ward, stund Jesus am Ufer; aber die Junger wuftten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werfetdas Netzzur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie und konnten's nicht mehr ziehen vor der Menge der Fische. Da spricht der Junger, welchen Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Da Simon Petrus horete, daß es der Herr war, gurtete er das Hemd um sich (denn erwar nackend) und warf sich ins Meer. Die andern Junger aber kamen auf dem Schiffe (denn sie waren nicht fem vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun austraten auf das Land sahen sie Kohlen geleget und Fische dar auf und Brot. Sprich Jesus zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land voll grafter Fische, hundert und dreiundfünfzig. Und wiewohl ihrer so viel waren, zerrift doch das Netz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltetdas Mahl! Niemand aber unter den Jungern durfte ihn fragen: Wer bist du? Denn sie wuftten, daß es der Herr war. Da kommt Jesus und nimmtdas Brot und gibt's ihnen, desselbigengieichen auch die Fische. Das ist nun das dritte Mai, daß Jesus offenbaret ward seinen Jungern, nachdem er von den Toten auferstanden ist. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Lammer! Spricht erzum andernmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Schafe! Spricht erzum drittenmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weüßt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du junger warest, gurtetest du dich selbst und wandeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber altwirst, wirst du deine Hande ausstrecken, und ein anderer wird dich gurten und fuhren, wo du nicht hin willst. Das sagte eraber, zu deuten, mitwelchem Tode er Gott preisen wurde. Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach! Petrus aberwandte sich urn und sah den Junger folgen welchen Jesus liebhatte, der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war und gesagt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrat? Da Petrus diesen sah, spricht erzu Jesu: Herr, was soil aber dieser? Jesus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Folge du mir nach! Da ging eine Rede aus unterden Brudern: Dieser Junger stirbt nicht. Und Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbet nicht, sondern: So ich will, dafi er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dies ist der Junger, der von diesen Dingen zeuget und hat dies geschrieben; und wirwissen, dafi sein Zeugnis wahrhaftig ist. Es sind auch viel andere Dinge, die Jesus getan hat, welche, so sie sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt wurde die Bucher nicht begreifen, die zu beschreiben waren. Die Geschichte der Apostel
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
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