Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Acts 10:44-48
Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhoreten. Und die Glaubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen ward. Denn sie horeten, daß sie mit Zungen redeten und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Wasserwehren, daß diese nicht getaufet werden, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herm. Da baten sie ihn, daß er etliche Tage dabliebe.
First Reading
Isaiah 16
Lieber schicket, ihr Landesherren, Lammer von Sela aus der Wuste zum Berge der Tochter Zion. Aber wie ein Vogel dahinfleugt, der aus dem Nest getrieben wird, so werden sein die Tochter Moabs, wenn sie vor Arnon vorüberziehen. Sammelt Rat, haltet Gericht; mache dir Schatten des Mittags wie eine Nacht; verbirg die Verjagten und melde die Fluchtigen nicht. Laft meine Verjagten bei dir herbergen; liebes Moab, sei du ihr Schirm vor dem Verstorer; so wird der Treiber ein Ende haben, der Verstorer aufhoren und der Untertreter ablassen im Lande. Es wird aber ein Stuhl bereitet werden aus Gnaden, daß einer darauf sitze in der Wahrheit, in der Hütte Davids, und richte und trachte nach Recht und fordere Gerechtigkeit. Wir horen aber von dem Hochmut Moabs, daß er fast graft ist, daß auch ihr Hochmut, Stolz und Zorn grafter ist denn ihre Macht. Darum wird ein Moabiter über den andern heulen, allesamt werden sie heulen. Uber die Grundfesten der Stadt Kir-Hareseth werden die Verlahmten seufzen: Denn Hesbon ist ein wüstes Feld worden, der Weinstock zu Sibma ist verderbt, die Herren unter den Heiden haben seine edlen Reben zerschlagen und sind kommen bis gen Jaeser und ziehen um in der Wuste; ihre Feser sind zerstreuet und über das Meer geführt. Darum weine ich um Jaeser und um den Weinstock zu Sibma und vergiefie viel Tranen um Hesbon und Eleale. Denn es ist ein Gesang in deinen Sommer und in deine Ernte gefallen, daß Freude und Wonne im Felde aufhoret, und in Weinbergen jauchzet noch ruft man nicht. Man keltert keinen Wein in den Keltern; ich habe des Gesangs ein Ende gemacht. Darum brummet mein Herz uber Moab wie eine Harfe und mein Inwendiges über Kir-Hares. Alsdann wird's offenbar werden, wie Moab müde ist bei den Altaren und wie er zu seiner Kirche gegangen sei zu beten, und doch nichts ausgerichtet habe. Das ist's, das der HERR dazumal wider Moab geredet hat. Nun aber redet der HERR und spricht: In dreien Jahren, wie eines Taglohners Jahre sind, wird die Herrlichkeit Moabs geringe werden in dergroften Menge, daß gar ein wenig überbleibe und nicht viel.
First Reading
1 Kings 8:22-40
Und Salomo trat vor den Altar des HERRN gegen der ganzen Gemeine Israels und breitete seine Hande aus gen Himmel. Und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott, weder droben im Himmel noch unten auf Erden, dir gleich, derdu haltst den Bund und Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen: der du hast gehalten deinem Knechte, meinem Vater David, was du ihm geredet hast. Mit deinem Munde hast du es geredet und mit deiner Hand hast du es erfullet, wie es stehet an diesem Tage. Nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knechte, meinem Vater David, was du ihm geredet hast und gesagt: Es soil dir nicht gebrechen an einem Manne vor mir der da sitze auf dem Stuhl Israels, so doch, daß deine Kinder ihren Weg bewahren, daß sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt hast. Nun, Gott Israels, lali deine Worte wahrwerden, die du deinem Knechte, meinem Vater David, geredet hast. Denn meinest du auch, daß Gott auf Erden wohne? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel mogen dich nicht versorgen. Wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebauet habe? Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf daß du horest das Lob und Gebet, das dein Knecht heute vor dir tut, daß deine Augen often stehen uber dies Haus Nacht und Tag, uber die Statte, davon du gesagt hast: Mein Name soil da sein. Du wollest horen das Gebet, das dein Knecht an dieser Statte tut, und wollest erhoren das Flehen deines Knechts und deines Volks Israel, das sie hie tun werden an dieser Statte deiner Wohnung, im Himmel, und wenn du es horest, gnadig sein. Wenn jemand wider seinen Nachsten sundiget und nimmt des einen Eid auf sich, damit er sich verpflichtet, und der Eid kommt vor deinen Altar in diesem Hause, so wollest du horen im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten, den Gottlosen zu verdammen und seinen Weg auf seinen Kopf bringen und den Gerechten recht zu sprechen, ihm zu geben nach seiner Gerechtigkeit. Wenn dein Volk Israel vor seinen Feinden geschlagen wird, weil sie an dir gesundiget haben, und bekehren sich zu dir, und bekennen deinen Namen und beten und flehen zu dir, in diesem Hause, so wollest du horen im Himmel und der Sunde deines Volks Israel gnadig sein und sie wiederbringen ins Land, das du ihren Vatern gegeben hast. Wenn der Himmel verschlossen wird, daß nicht regnet, weil sie an dir gesundiget haben, und werden beten an diesem Ort und deinen Namen bekennen und sich von ihren Sunden bekehren, weil du sie drangest, so wollest du horen im Himmel und gnadig sein der Sunde deiner Knechte und deines Volks Israel, daß du ihnen den guten Weg weisest, darinnen sie wandeln, und lassest regnen auf das Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast. Wenn eine Teurung, Oder Pestilenz, Oder Durre, Oder Brand, Oder Heuschrecken, Oder Raupen im Lande sein werden, Oder sein Feind im Lande seine Tore belagert, Oder irgend eine Plage Oder Krankheit: wer dann bittet und flehet, es seien sonst Menschen Oder dein Volk Israel, die da gewahr werden ihrer Plage, ein jeglicher in seinem Herzen, und breitet seine Hande aus zu diesem Hause, so wollest du horen im Himmel, in dem Sitz, da du wohnest, und gnadig sein und schaffen, daß du gebest einem jeglichen, wie er gewandelt hat, wie du sein Herz erkennest; denn du allein kennest das Herz aller Kinder der Menschen; auf daß sie dich furchten allezeit, solange sie auf dem Lande leben, das du unsern Vatern gegeben hast.
Morning Prayer — First Lesson
2 Kings 22
Josia war acht Jahre alt, da er Konig ward, und regierete einundddreitüg Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Jedida, eine Tochter Adajas von Bazkath. Und tat, das dem HERRN wohlgefiel; und wandelte in allem Wege seines Vaters David und wich nicht weder zur Rechten noch zur Linken. Und im achtzehnten Jahrdes Konigs Josia sandte der Konig hin Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohns Mesuliams, den Schreiber, in das Haus des HERRN und sprach: Gehe hinauf zu dem Hohenpriester Hilkia, daß man ihnen gebe das Geld, das zum Hause des HERRN gebracht ist, das die Huter an der Schwelle gesammelt haben vom Volk, daü sie es geben den Arbeitern, die bestellet sind im Hause des HERRN, und geben es den Arbeitern am Hause des HERRN, daß sie bessern, was baufallig ist am Hause, namlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern, und die da Holz und gehauene Steine kaufen sollen, das Haus zu bessern; doch daß man keine Rechnung von ihnen nehme vom Gelde, das unter ihre Hand getan wird, sondern daß sie es auf Glauben handeln. Und der Hohepriester Hilkia sprach zu dem Schreiber Saphan: Ich habe das Gesetzbuch gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkia gab das Buch Saphan, daß er's lase. Und Saphan, der Schreiber, brachte es dem Konige und sagte es ihm wieder und sprach: Deine Knechte haben das Geld zusammengestoppelt, das im Hause gefunden ist, und haben es den Arbeitern gegeben, die bestellet sind am Hause des HERRN. Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem Konige und sprach: Hilkia, der Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem Konige. Da aber der Konig horete die Worte im Gesetzbuch, zerriti er seine Kleider. Und der Konig gebot Hilkia, dem Priester, und Ahikam, dem Sohn Saphans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Konigs, und sprach: Gehet hin und fraget den HERRN fur mich, fur das Volk und fur ganz Juda urn die Worte dieses Buchs, das gefunden ist; denn es ist ein grafter Grimm des HERRN, der über uns entbrannt ist, darum daß unsere Vater nicht gehorchet haben den Worten dieses Buchs, daß sie taten alles, was drinnen geschrieben ist. Da ging hin Hilkia, der Priester, Ahikam, Achbor, Saphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohns Thikwas, des Sohns Harhams, des Huters der Kleider, und sie wohnete zu Jerusalem im andern Teil; und sie redeten mit ihr. Sie aber sprach zu ihnen: So sprichtder HERR, der Gott Israels: Saget dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: So spricht der HERR: Siehe, ich will Ungluck über diese Statte und ihre Einwohner bringen, alle Worte des Gesetzes, die der Konig Juda hat lassen lesen, darum daß sie mich verlassen und andern Gottern gerauchert haben, daß sie mich erzurneten mit alien Werken ihrer Hande; darum wird mein Grimm sich wider diese Statte anzünden und nicht ausgeloschet werden. Aber dem Konige Judas, der euch gesandt hat, den HERRN zu fragen, sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Darum daß dein Herz erweichet ist über den Worten, die du gehoret hast, und hast dich gedemütiget vor dem HERRN, da du horetest was ich geredet habe wider diese Statte und ihre Einwohner, daß sie sollen eine Verwüstung und Fluch sein, und hast deine Kleider zerrissen und hast geweinet vor mir, so habe ich's auch erhoret, spricht der HERR. Darum will ich dich zu deinen Vatern sammeln, daß du mit Frieden in dein Grab versammelt werdest, und deine Augen nicht sehen all das Unglück, das ich über diese Statte bringen will. Und sie sagten es dem Konige wieder.
Epistle
Sirach 31:8-11
First Reading
Exodus 37
Und Bezaleel machte die Lade von Fohrenholz, dritthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und hoch, und überzog sie mitfeinem Golde, inwendig und auswendig; und machte ihr einen güldenen Kranz umher. Und goß vier guldene Rinken an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite zween. Und machte Stangen von Fohrenholz und überzog sie mit Golde und tat sie in die Rinken an der Lade Seiten, daß man sie tragen konnte. Und machte den Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit. Und machte zween Cherubim von dichtem Golde an die zwei Enden des Gnadenstuhls, einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende. Und die Cherubim breiteten ihre Flügel aus von oben her und deckten damit den Gnadenstuhl; und ihre Antlitze stunden gegeneinander und sahen auf den Gnadenstuhl. Und er machte den Tisch von Fohrenholz, zwo Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch. Und uberzog ihn mitfeinem Golde und machte ihm einen guldenen Kranz umher. Und machte ihm eine Leiste umher, einer Hand breit hoch; und machte einen guldenen Kranz urn die Leiste her. Und goß dazu vierguldene Rinken und tatsie an die vier Orte an seinen vier Füßen hart an der Leiste, daß die Stangen drinnen waren, damit man den Tisch trüge. Und machte die Stangen von Fohrenholz und uberzog sie mit Gold, daß man den Tisch damit trüge. Und machte auch von feinem Golde das Gerate auf den Tisch: Schusseln, Becher, Kannen und Schalen, damit man aus- und einschenkte. Und machte den Leuchtervon feinem, dichtem Golde. Daran waren der Schaft mit Rohren, Schalen, Knaufen und Blumen. Sechs Rohren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei Rohren. Drei Schalen waren an jeglichem Rohr mit Knaufen und Blumen. An dem Leuchter aber waren vier Schalen mit Knaufen und Blumen, je unter zwo Rohren ein Knauf, daß also sechs Rohren aus ihm gingen, und ihre Knaufe und Rohren daran, und war alles aus dichtem, feinem Golde. Und machte die sieben Lampen mit ihren Lichtschneuzen und Loschnapfen von feinem Golde. Aus einem Zentner feines Goldes machte er ihn und alle seine Gerate. Er machte auch den Rauchaltar von Fohrenholz, eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwo Ellen hoch, mit seinen Hdrnern. Und uberzog ihn mitfeinem Golde, sein Dach und seine Wande rings umher und seine Horner. Und machte ihm einen Kranz umher von Golde und zween güldene Rinken unter dem Kranz zu beiden Seiten, daß man Stangen drein tate und ihn damit trüge. Aber die Stangen machte er von Fohrenholz und uberzog sie mit Golde. Und machte die heilige Salbe und Rauchwerk von reiner Spezerei nach Apothekerkunst.
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 18
Zu derselbigen Stunde traten die Junger zu Jesus und sprachen: Wer ist doch der Großte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellete das mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdetwie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Großte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber argert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem ware besser, dafi ein Muhlstein an seinen Hals gehanget, und er ersauft wurde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt der Argernisse halben! Es muß ja Argemis kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen Argemis kommt! So aber deine Hand Oder dein Fuß dich argert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm Oder als ein Kruppel eingehest, denn daß du zwo Hande Oder zwei Füße habest und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge argert, reiß es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß du einaugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das hollische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, was verloren ist. Was dunket euch? Wenn irgendein Mensch hundert Schafe hatte, und eins unter denselbigen sich verirrete, laßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, gehet hin und suchet das verirrte? Und so sich's begibt, daß er's findet, wahrlich, ich sage euch, er freuet sich daruber mehr denn uber die neunundneunzig, die nicht verirret sind. Also auch ist's voreurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde Sundiget aber dein Bruderan dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Horet er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Horet er dich nicht, so nimm noch einen Oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier Oder dreier Zeugen Mund. Horet er die nicht, so sage es der Gemeinde. Horet er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zollner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soli auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden losen werdet, soil auch im Himmel los sein. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum es ist, das sie bitten wollen, das soli ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei Oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sundiget, vergeben? Ist's genug siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzigmal siebenmal. Darum ist das Himmelreich gleich einem Konige, der mit seinen Knechten rechnen woilte. Und als er anting zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herm desselbigen Knechts und liefi ihn los, und die Schuld erlieli er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an und wurgete ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefangnis, bis daü er bezahlete, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrubt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht! Alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uber deinen Mitknecht, wie ich mich uber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und uberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle.
Responsorial Psalm
Psalm 72
Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem Konige und deine Gerechtigkeit des Konigs Sohne, daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette. Laft die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hügel die Gerechtigkeit. Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die Lasterer zerschmeiften. Man wird dich furchten, solange die Sonne und der Mond wahret, von Kind zu Kindeskindern. Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die das Land feuchten. Zu seinen Zeiten wird bluhen der Gerechte und großer Friede, bis dafi der Mond nimmer sei. Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an bis zur Welt Ende. Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste; und seine Feinde werden Staub lecken. Die Konige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die Konige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zufuhren. Alle Konige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen. Denn erwird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen FHelfer hat. Erwird gnadig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen. Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlosen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm. Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar vor ihm beten, taglich wird man ihn loben. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon und wird grünen in den Stadten wie Gras auf Erden. Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne wahret, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen. Gelobet sei Gottder HERR, der Gott Israels, der alleine Wunder tut; und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande mussen seiner Ehre voll werden! Amen, Amen. Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.
Gospel
Matthew 19:27-29
Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget; was wird uns dafur? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwolf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Und wer verlafit Hauser Oder Bruder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meines Namens willen, der wird's hundertfaltig nehmen und das ewige Leben ererben.
Responsorial Psalm
Psalm 131
Ein Lied Davids im hohern Chor. HERR, mein Herz ist nicht hoffartig, und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in graven Dingen, die mir zu hoch sind. Wenn ich meine Seele nicht setzte und stillete, so ward meine Seele entwohnet, wie einer von seiner Mutter entwohnet wird. Israel hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!
Responsorial Psalm
Psalm 140
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Errette mich, HERR, von den bosen Menschen; behüte mich vor den freveln Leuten, die Boses gedenken in ihrem Herzen und taglich Krieg erregen. Sie scharfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. Sela. Bewahre mich, HERR, vorder Hand der Gottlosen; behüte mich vor den freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzustoften. Die Hoffartigen legen mir Stricke und breiten mir Seile aus zum Netz und stellen mir Fallen an den Weg. Sela. Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott; HERR, vernimm die Stimme meines Flehens! HERR Herr, meine starke Hilfe, du beschirmest mein Haupt zur Zeit des Streits. HERR, laft dem Gottlosen seine Begierde nicht; starke seinen Mutwillen nicht; sie mochten sich's erheben. Sela. Das Ungluck, davon meine Feinde ratschlagen, müsse auf ihren Kopf fallen. Erwird Strahlen über sie schütten; erwird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, daß sie nimmer nicht aufstehen. Ein boses Maul wird kein Gluck haben auf Erden; ein frevelboser Mensch wird verjagt und gestürzt werden. Denn ich weift, dafi der HERR wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausfuhren. Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesichte bleiben.
Responsorial Psalm
Psalm 138
Davids. Ich danke dir von ganzem Flerzen; vor den Gottern will ich dir lobsingen. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken um deine Gute und Treue; denn du hast deinen Namen uber alles herrlich gemacht durch dein Wort. Wenn ich dich anrufe, so erhore mich und gib meiner Seele grofte Kraft. Es danken dir, HERR, alle Konige auf Erden, daß sie horen das Wort deines Mundes, und singen auf den Wegen des HERRN, da(5 die Ehre des HERRN grofi sei. Denn der HERR ist hoch und siehet auf das Niedrige und kennet den Stolzen von feme. Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und streckest deine Hand uber den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten. Der HERR wird's ein Ende machen um meinetwillen. HERR, deine Güte istewig. Das Werk deiner Hande wollest du nicht lassen!
Evening Prayer — First Lesson
2 Kings 23
Und der Konig sandte hin, und es versammelten sich zu ihm alle Altesten in Juda und Jerusalem. Und der Konig ging hinauf ins Haus des HERRN, und alle Manner von Juda und alle Einwohner zu Jerusalem mit ihm, Priester und Propheten und alles Volk, beide klein und groli; und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buchs vom Bunde, das im Hause des HERRN gefunden war. Und der Konig trat an eine Saule und machte einen Bund vor dem HERRN, daß sie sollten wandeln dem HERRN nach und halten seine Gebote, Zeugnisse und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dafi sie aufrichteten die Worte dieses Bundes, die geschrieben stunden in diesem Buch. Und alles Volk trat in den Bund. Und der Konig gebot dem Hohenpriester Hilkia und den Priestern der andern Ordnung und den Hütern an der Schwelle, daß sie sollten aus dem Tempel des HERRN tun alles Gezeug, das dem Baal und dem Hain und allem Heerdes Himmels gemacht war. Und verbrannten sie auften vor Jerusalem im Tal Kidron; und ihr Staub ward getragen gen Bethel. Und er tat ab die Kamarim, welche die Konige Judas hatten gestiftet, zu rauchern aufden Hohen in den Stadten Judas und urn Jerusalem her, auch die Raucherer des Baal und der Sonne und des Mondes und der Planeten und alles Heers am Himmel. Und lieft den Hain aus dem Hause des HERRN führen hinaus vor Jerusalem in den Bach Kidron, und verbrannten ihn im Bach Kidron und machte ihn zu Staub; und warf den Staub auf die Graber der gemeinen Leute. Und er brach ab die Hauser der Hurer, die an dem Hause des HERRN waren, darinnen die Weiber wirkten Hauser zum Hain. Und er lieft kommen alle Priester aus den Stadten Judas und verunreinigte die Hohen, da die Priester raucherten, von Geba an bis gen Berseba; und brach ab die Hohen in den Toren, die in der Tur des Tors waren Josuas, des Stadtvogts, welches war zur Linken, wenn man zum Tor der Stadt gehet. Doch hatten die Priester der Hohen nie geopfert auf dem Altar des HERRN zu Jerusalem, sondern alien des ungesauerten Brots unter ihren Brudern. Er verunreinigte auch das Thopheth im Tal der Kinder Hinnom, daß niemand seinen Sohn Oder seine Tochterdem Molech durchs Feuer liefte gehen. Und tat ab die Rosse, welche die Konige Judas hatten der Sonne gesetzt im Eingange des HERRN Hauses an der Kammer Nethan-Melechs, des Kammerers, der zu Parwarim war; und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer. Und die Altare auf dem Dache im Saal Ahas, die die Konige Judas gemacht hatten, und die Altare, die Manasse gemacht hatte in den zweien Hofen des HERRN Hauses, brach der Konig ab; und lief von dannen und warf ihren Staub in den Bach Kidron. Auch die Hohen, die vor Jerusalem waren, zur Rechten am Berge Mashith, die Salomo, der Konig Israels, gebauet hatte Asthoreth, dem Greuel von Zidon, und Kamos, dem Greuel von Moab, und Milkom, dem Greuel der Kinder Ammon, verunreinigte der Konig. Und zerbrach die Saulen und rottete aus die Haine und fullete ihre Statte mit Menschenknochen. Auch den Altar zu Bethel, die Hohe, die Jerobeam gemacht hatte, der Sohn Nebats, der Israel sundigen machte, denselben Altar brach er ab und die Hohe; und verbrannte die Hohe und machte sie zu Staub und verbrannte den Hain. Und Josia wandte sich und sah die Graber, die da waren auf dem Berge; und sandte hin und liefi die Knochen aus den Grabern holen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn nach dem Wort des HERRN, das der Mann Gottes ausgerufen hatte, der solches ausrief. Und ersprach: Was istdas fur ein Grabmal, das ich sehe? Und die Leute in der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des Mannes Gottes, der von Juda kam und rief solches aus, das du getan hast, wider den Altar zu Bethel. Und ersprach: Lalit ihn liegen; niemand bewege seine Gebeine! Also wurden seine Gebeine errettet mit den Gebeinen des Propheten, der von Samaria kommen war. Er tat auch weg alle Hauser der Hohen in den Stadten Samarias, welche die Konige Israels gemacht hatten zu erzürnen; und tat mit ihnen allerdinge, wie er zu Bethel getan hatte. Und er opferte alle Priester der Hohen, die daselbst waren, auf den Altaren; und verbrannte also Menschenbeine drauf. Und kam wiedergen Jerusalem. Und der Konig gebot dem Volk und sprach: Haltet dem HERRN, eurem Gott, Passah, wie geschrieben stehet im Buch dieses Bundes. Denn es war kein Passah so gehalten, als dieses, von der Richter Zeit an, die Israel gerichtet haben, und in alien Zeiten der Konige Israels und der Konige Judas, sondern im achtzehnten Jahr des Konigs Josia ward dies Passah gehalten dem HERRN zu Jerusalem. Auch fegte Josia aus alle Wahrsager, Zeichendeuter, Bilder und Gotzen und alle Greuel, die im Lande Juda und zu Jerusalem ersehen wurden, auf daß er aufrichtete die Worte des Gesetzes, die geschrieben stunden im Buch, das Hilkia, der Priester, fand im Hause des HERRN. Sein gleichen war vor ihm kein Konig gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von alien Kraften sich zum HERRN bekehrete nach allem Gesetz Moses; und nach ihm kam sein gleichen nicht auf. Doch kehrete sich der HERR nicht von dem Grimm seines groften Zorns, damit er uber Juda erzumet war um aller der Reizungen willen, damit ihn Manasse gereizet hatte. Und der HERR sprach: Ich will Juda auch von meinem Angesicht tun, wie ich Israel weggetan habe; und will diese Stadt verwerfen, die ich erwahlet hatte, namlich Jerusalem und das Haus, davon ich gesagt habe: Mein Name soil daselbst sein. Was aber mehr von Josia zu sagen ist, und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Judas. Zu seiner Zeit zog Pharao-Necho, der Konig in Agypten, herauf wider den Konig von Assyrien an das Wasser Phrath. Aber der Konig Josia zog ihm entgegen und starb zu Megiddo, da er ihn gesehen hatte. Und seine Knechte fuhreten ihn tot von Megiddo und brachten ihn gen Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Und das Volk im Lande nahm Joahas, den Sohn Josias, und salbeten ihn und machten ihn zum Konige an seines Vaters Statt. Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, da er Konig ward, und regierete drei Monden zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Hamutal, eine Tochter Jeremias von Libna. Und tat, das dem HERRN libel gefiel, wie seine Vater getan hatten. Aber Pharao-Necho ting ihn zu Riblath im Lande Hemath, dall er nicht regieren sollte zu Jerusalem; und legte eine Schatzung aufs Land, hundert Zentner Silbers und einen Zentner Goldes. Und Pharao-Necho machte zum Konige Eliakim, den Sohn Josias, anstatt seines Vaters Josia und wandte seinen Namen Jojakim. Aber Joahas nahm er und brachte ihn nach Agypten; daselbst starb er. Und Jojakim gab das Silber und Gold Pharao; doch schatzte er das Land, daß er solch Silber gabe nach Befehl Pharaos; einen jeglichen nach seinem Vermogen schatzte er am Silber und Gold unter dem Volk im Lande, daß er dem Pharao-Necho gabe. Fünfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, da er Konig ward, und regierete elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Sebuda, eine Tochter Pedajas von Ruma. Und tat, das dem HERRN ubel gefiei, wie seine Vater getan hatten.
Second Reading
Acts 20
Da nun die Emporung aufgehoret, rief Paulus die Junger zu sich und segnete sie und ging aus, zu reisen nach Mazedonien. Und da er dieselbigen Lander durchzog und sie ermahnet hatte mit vielen Worten, kam er nach Griechenland und verzog allda drei Monden. Da aber ihm die Juden nachstelleten, als er nach Syrien wollte fahren, ward er zu Rat, wieder umzuwenden durch Mazedonien. Es zogen aber mit ihm bis nach Asien Sopater von Beroa, von Thessalonich aber Aristarchus und Sekundus und Gajus von Derbe und Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus. Diese gingen voran und harreten unser zu Troas. Wir aber schiffeten nach den Ostertagen von Philippi bis an den funften Tag und kamen zu ihnen gen Troas und hatten da unser Wesen sieben Tage. Auf einen Sabbat aber, da die Junger zusammenkamen, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus und wollte des andern Tages ausreisen und verzog das Wort bis zu Mitternacht. Und es waren viel Fackeln auf dem Soller, da sie versammelt waren. Es safi aber ein Jüngling mit Namen Eutychus in einem Fenster und sank in einen tiefen Schlaf, dieweil Paulus so lange redete, und ward vom Schlaf uberwogen und fiel hinunter vom dritten Soller und ward tot aufgehoben. Paulus aber ging hinab und fiel auf ihn, umfing ihn und sprach: Machet kein Getümmel; denn seine Seele ist in ihm. Da ging er hinauf und brach das Brot und aß und redete viel mit ihnen, bis der Tag anbrach; und also zog er aus. Sie brachten aber den Knaben lebendig und wurden nicht wenig getrostet. Wir aber zogen voran auf dem Schiff und fuhren gen Assos und wollten daselbst Paulus zu uns nehmen; denn er hatte es also befohlen, und er wollte zu Fuße gehen. Als er nun zu uns schlug zu Assos, nahmen wir ihn zu uns und kamen gen Mitylene. Und von dannen schifften wir und kamen des andern Tages hin gen Chios; und des folgenden Tages stießen wir an Samos und blieben in Trogyllion; und des nachsten Tages kamen wir gen Milet. Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus voruberzuschiffen, daß er nicht mußte in Asien Zeit zubringen; denn ereilete, auf den Pfingsttag zu Jerusalem zu sein, so es ihm moglich ware. Aber von Milet sandte er gen Ephesus und ließ fordern die Altesten von der Gemeinde. Als aber die zu ihm kamen, sprach erzu ihnen. Ihr wisset von dem ersten Tage an, da ich bin nach Asien kommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen und dem Herm gedienet mit aller Demut und mit viel Tranen und Anfechtungen, die mirsind widerfahren von den Juden, so mir nachstelleten; wie ich nichts verhalten habe, das da nutzlich ist, daß ich euch nicht verkundiget hatte und euch gelehret offentlich und sonderlich. Und habe bezeuget beiden, den Juden und Griechen, die Buße zu Gott und den Glauben an unsern Herm Jesum Christum. Und nun siehe, ich, im Geist gebunden, fahre hin gen Jerusalem, weiß nicht, was mir daselbst begegnen wird, ohne daß der Heilige Geist in alien Stadten bezeuget und spricht: Bande und Trubsal warten mein daselbst. Aber ich achte der keines; ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf daß ich vollende meinen Lauf mit Freuden und das Amt, das ich empfangen habe von dem Herm Jesu, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, durch welche ich gezogen bin und geprediget habe das Reich Gottes. Darum zeuge ich euch an diesem heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut; denn ich habe euch nichts verhalten, daß ich nicht verkundiget hatte alle den Rat Gottes. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der Heilige Geist gesetzet hat zu Bischofen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wolfe, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus euch selbst werden aufstehen Manner, die da verkehrte Lehren reden, die Junger an sich zu ziehen. Darum seid wacker und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht einen jeglichen mit Tranen zu vermahnen. Und nun, liebe Bruder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da machtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter alien, die geheiliget werden. Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. Denn ihr wisset selber, daß mir diese Hande zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedienet haben. Ich habe es euch alles gezeiget, daß man also arbeiten rnüsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des Herm Jesu, das er gesagt hat: Geben ist seliger denn Nehmen. Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen alien. Es ward aber viel Weinens unter ihnen alien, und fielen Paulus urn den Hals und kusseten ihn, am allermeisten betrubt uber dem Wort, das er sagte, sie wurden sein Angesicht nicht mehr sehen. Und geleiteten ihn in das Schiff.
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Revelation 19
Danach horete ich eine Stimme grafter Scharen im Himmel, die sprachen: Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unserm Herm! Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, dafi er die grofte Hure verurteilet hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbet, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand geracht. Und sprachen zum andernmal: Halleluja! Und der Rauch gehet auf ewiglich. Und die vierundzwanzig Altesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten an Gott, der auf dem Stuhl saft, und sprachen: Amen Halleluja! Und eine Stimme ging von dem Stuhl: Lobet unsern Gott, alle seine Knechte, und die ihn furchten, beide, klein und graft! Und ich horete eine Stimme einer groften Schar und wie eine Stimme grafter Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der allmachtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und frohlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist kommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schoner Seide. (Die Seide aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.) Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes. Und ich fiel vor ihn zu seinen Füften, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Siehe zu, tu es nicht; ich bin dein Mitknecht und deiner Bruder und derer, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! (Das Zeugnis aber Jesu ist der Geist der Weissagung.) Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weift Pferd, und der darauf saft, hieft Treu und Wahrhaftig und richtet und streitet mit Gerechtigkeit. Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Hauptviel Kronen; und hatte einen Namen geschrieben den niemand wuftte denn er selbst. Und warangetan mit einem Kleide, das mit Blut besprenget war; und sein Name heiftt Gottes Wort. Und ihm folgete nach das Heer im Himmel auf weiften Pferden, angetan mitweifter und reiner Seide. Und aus seinem Munde ging ein scharf Schwert, daß er damit die Heiden schluge; und er wird sie regieren mit dereisernen Rute. Und ertrittdie Kelter des Weins des grimmigen Zornes des allmachtigen Gottes. Und hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein Konig aller Konige und ein Herr aller Herren. Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; und er schrie mit grafter Stimme und sprach zu alien Vogeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommet und versammelt euch zu dem Abendmahl des grolien Gottes, dad ihr esset das Fleisch der Konige und der Hauptieute und das Fleisch derßtarken und der Pferde und derer, die daraufsitzen, und das Fleisch alter Freien und Knechte, beide, der Kleinen und der Grolien. Und ich sah das Tier und die Konige auf Erden und ihre Heere versammelt, Streit zu halten mit dem, der auf dem Pferde sali, und mit seinem Fleer. Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verfuhrete, die das Malzeichen des Tieres nahmen, und die das Bild des Tieres anbeteten; lebendig wurden diese beide in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Und die andern wurden erwurget mit dem Schwert des, der auf dem Pferde sali, das aus seinem Munde ging. Und alle Vogel wurden satt von ihrem Fleisch.
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Hebrews 7:1-10
Dieser Melchisedek aber war ein Konig zu Salem, ein Priester Gottes, des Allerhochsten, der Abraham entgegenging, da ervon der Konige Schlacht wiederkam, und segnete ihn, welchem auch Abraham gab den Zehnten aller Güter. Aufs erste wird er verdolmetscht ein Konig der Gerechtigkeit; danach aber ist er auch ein Konig Salem, das ist, ein Konig des Friedens; ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht; und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. Er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibet Priester in Ewigkeit. Schauet aber, wie graft ist der, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten gibt von der eroberten Beute! Zwar die Kinder Levi, da sie das Priestertum empfangen, haben sie ein Gebot, den Zehnten vom Volk, das ist, von ihren Brudern, zu nehmen nach dem Gesetz, wiewohl auch dieselben aus den Lenden Abrahams kommen sind. Aber der, des Geschlecht nicht genannt wird unter ihnen, der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verheiftung hatte. Nun ist's ohne alles Widersprechen also, daß das Geringere von dem Besseren gesegnet wird. Und hier nehmen den Zehnten die sterbenden Menschen; aber dort bezeuget er, daß er lebe. Und daß ich also sage, es ist auch Levi, der den Zehnten nimmt, verzehntet durch Abraham. Denn er war je noch in den Lenden des Vaters, da ihm Melchisedek entgegenging.
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2 John 6:1-10
Gospel
Mark 2
Und uber etliche Tage ging erwiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, daß er im Hause war. Und alsbald versammelten sich viele, also daß sie nicht Raum hatten, auch draußen vor der Tür. Und er sagte ihnen das Wort. Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbruchigen, von vieren getragen. Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das Dach auf, da erwar, und gruben's auf und ließen das Bett hernieder, da der Gichtbruchige innen lag. Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Mein Sohn, deine Sunden sind dirvergeben. Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saßen allda und gedachten in ihrem Herzen: Wie redet dieser solche Gotteslasterung? Wer kann Sunde vergeben denn allein Gott? Und Jesus erkannte bald in seinem Geist, daß sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu ihnen: Was gedenket ihr solches in euren Herzen? Welches ist leichter, zu dem Gichtbruchigen zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sunden auf Erden, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim! Und alsbald stund er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor alien, also daß sie sich alle entsetzten und preiseten Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen. Und er ging wiederum hinaus an das Meer; und alles Volk kam zu ihm, und er lehrete sie. Und da Jesus voruberging, sah er Levi, den Sohn des Alphaus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stund auf und folgte ihm nach. Und es begab sich, da erzu Tische saß in seinem Hause, setzten sich viel Zollner und Sunder zu Tische mit Jesu und seinen Jungern. Denn ihrerwar viel, die ihm nachfolgeten. Und die Schriftgelehrten und Pharisaer, da sie sahen, daß er mit den Zollnern und Sundern aß, sprachen sie zu seinen Jungern: Warum isset und trinket er mit den Zollnern und Sundern? Da das Jesus horete, sprach erzu ihnen: Die Starken bedurfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin kommen, zu rufen die Sunder zur Buße und nicht die Gerechten. Und die Junger des Johannes und der Pharisaer fasteten viel; und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Junger des Johannes und der Pharisaer, und deine Junger fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitsleute fasten, dieweil der Brautigam bei ihnen ist? Alsolange der Brautigam bei ihnen ist, konnen sie nicht fasten. Es wird aber die Zeit kommen, daß der Brautigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten. Niemand flicket einen Lappen von neuem Tuch an ein alt Kleid; denn der neue Lappen reißet doch vom alten, und der Riß wird arger. Und niemand fasset Most in alte Schlauche; anders zerreißet der Most die Schlauche, und der Wein wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man soil Most in neue Schlauche fassen. Und es begab sich, da erwandelte am Sabbat durch die Saat, und seine Junger fingen an, indem sie gingen, Ahren auszuraufen. Und die Pharisaer sprachen zu ihm: Siehe zu, was tun deine Junger am Sabbat, das nicht recht ist? Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, da es ihm not war und ihn hungerte samt denen, die bei ihm waren, wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand durfte essen denn die Priester, und er gab sie auch denen, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist urn des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch urn des Sabbats willen. So ist des Menschen Sohn ein Herr auch des Sabbats.
Evening Prayer — Second Lesson
1 Corinthians 3
Und ich, liebe Bruder, konnte nicht mit euch reden als mit Geistlichen, sondern als mit Fleischlichen, wie mitjungen Kindern in Christo. Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht Speise; denn ihr konntet noch nicht; auch konnt ihr noch jetzt nicht, dieweil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr denn nicht fleischlich und wandelt nach menschlicher Weise? Denn so einer sagt: Ich bin paulisch, der andere aber: Ich bin apollisch, seid ihr denn nicht fleischlich? Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollo? Diener sind sie, durch welche ihr seid glaubig worden, und dasselbige, wie der Herr einem jeglichen gegeben hat. Ich habe gepflanzet, Apollo hat begossen, aber Gott hat das Gedeihen gegeben. So ist nun weder der da pflanzet, noch der da begielit, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber pflanzet und der da begielit, ist einer wie der andere. Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Gebau. Ich von Gottes Gnaden, die mir gegeben ist, habe den Grund geiegt als ein weiser Baumeister; ein anderer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern Grund kann zwar niemand legen aulier dem, der geiegt ist, welcher ist Jesus Christus. So aberjemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden; der Tag wird's klar machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden, und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewahren. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er des Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch wie durchs Feuer. Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes verderbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. Niemand betruge sich selbst! Welcher sich unter euch dünkt, weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, dafi er moge weise sein. Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es stehet geschrieben: Die Weisen erhaschet er in ihrer Klugheit. Und abermal: Der Herr weili der Weisen Gedanken, daß sie eitel sind. Darum ruhme sich niemand eines Menschen! Es ist alles euer, es sei Paulus Oder Apollo, es sei Kephas Oder die Welt, es sei das Leben Oder der Tod, es sei das Gegenwartige Oder das Zukunftige: alles ist euer. Ihr aber seid Christi; Christus aber ist Gottes.
Gospel
Luke 11:1-13
Und es begab sich, daß er war an einem Ort und betete. Und da er aufgehoret hatte, sprach seiner Junger einer zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Junger lehrete. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Gib uns unser taglich Brot immerdar. Und vergib uns unsere Sunden; denn auch wir vergeben alien, die uns schuldig sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Gbel. Und er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat und ginge zu ihm urn Mitternacht und sprache zu ihm: Lieber Freund, leihe mir drei Brote; denn es ist mein Freund zu mir kommen von der Strafte, und ich habe nicht, was ich ihm vorlege; und er drinnen würde antworten und sprechen: Mach' mir keine Unruhe; die Tur ist schon zugeschlossen, und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben. Ich sage euch, und ob er nicht aufsteht und gibt ihm darum, daß er sein Freund ist, so wird er doch urn seines unverschamten Geilens willen aufstehen und ihm geben, wieviel er bedarf. Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der nimmt; und werda suchet, der findet; und wer da anklopfet, dem wird aufgetan. Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater urns Brot, der ihm einen Stein dafür biete? und so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange fur den Fisch biete? odersoerum ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafür biete? So denn ihr, die ihr arg seid, konnet euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird der Vater im FHimmel den FHeiligen Geist geben denen, die ihn bitten!
Gospel
John 8:21-30
Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihrwerdet mich suchen und in eurer Sünde sterben; wo ich hingehe, da konnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst toten, daß er spricht: Wo ich hingehe, da konnet ihr nicht hinkommen? Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben herab; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So hab' ich euch gesagt, daß ihr sterben werdet in euren Sunden; denn so ihr nicht glaubet, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sunden. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstlich der, der ich mit euch rede. Ich habe viel von euch zu reden und zu richten; aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehoret habe, das rede ich vor der Welt. Sie vernahmen aber nicht, daß er ihnen von dem Vater sagete. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr des Menschen Sohn erhohen werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es sei und nichts von nur selber tue, sondern wie mich mein Vater gelehret hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lal?t mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefallt. Da er solches redete, glaubten viele an ihn.
Gospel
Acts 1
Die erste Rede habe ich zwar getan, lieber Theophilus, von alledem, das Jesus anting, beides, zu tun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln (welche er hatte erwahlet) durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte, welchen ersich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte durch mancherlei Erweisung; und lief!, sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheüiung des Vaters, welche ihr habt gehoret (sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebuhret euch nicht, zu wissen Zeit Oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat, sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird; und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judaa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da stunden bei ihnen zwei Manner in weilien Kleidern, welche auch sagten: Ihr Manner von Galilaa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Da wandten sie urn gen Jerusalem von dem Berge, der da heiliet der Olberg, welcher nahe ist bei Jerusalem und liegt einen Sabbatweg davon. Und als sie hineinkamen, stiegen sie auf den Soller, da denn sich aufhielten Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomaus und Matthaus, Jakobus, des Alphaus Sohn, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn. Diese alle waren stets beieinander einmutig mit Beten und Flehen samt den Weibern und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brudern. Und in den Tagen trat auf Petrus unter die Junger und sprach (es war aber die Schar der Namen zuhauf bei hundertundzwanzig) Ihr Manner und Bruder, es mußte die Schrift erfullet werden, welche zuvor gesagt hat der Heilige Geist durch den Mund Davids, von Juda, der ein Vorganger war derer, die Jesum fingen. Denn er war mit uns gezahlet und hatte dies Amt mitunsüberkommen. Dieser hat erworben den Acker urn den ungerechten Lohn und sich erhenkt und ist mitten entzweigeborsten, und alle sein Eingeweide ausgeschuttet. Und es ist kund worden alien, die zu Jerusalem wohnen, also daß derselbige Acker genannt wird auf ihre Sprache Hakeldama, das ist, ein Blutacker. Denn es stehet geschrieben im Psalmbuch: Ihre Behausung müsse wüste werden, und sei niemand, der drinnen wohne, und sein Bistum empfange ein anderer. So muli nun einer unter diesen Mannern, die bei uns gewesen sind die ganze Zeit uber, welche der Herr Jesus unter uns ist aus und ein gegangen, von der Taufe des Johannes an bis auf den Tag, da er von uns genommen ist, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden. Und sie stelleten zwei, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen Just, und Matthias, beteten und sprachen: Herr, aller Herzen Kundiger, zeige an, welchen du erwahlet hast unter diesen zwei, daß einer empfange diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, da(J, er hinginge an seinen Ort. Und sie warfen das Los uber sie; und das Los fiel auf Matthias. Und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln.
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