Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Acts 11:27-30
In denselbigen Tagen kamen Propheten von Jerusalem gen Antiochien. Und einer unter ihnen, mit Namen Agabus, stund auf und deutete durch den Geist eine große Teurung, die da kommen sollte uber den ganzen Kreis der Erde, welche geschah unter dem Kaiser Claudius. Aber unter den Jungern beschloß ein jeglicher, nachdem ervermochte, zu senden eine Handreichung den Brudern, die in Judaa wohneten; wie sie denn auch taten und schickten's zu den Altesten durch die Hand Barnabas und Saulus.
First Reading
Isaiah 19
Dies ist die Last uber Agypten: Siehe, der HERR wird auf einer schnellen Wolke fahren und nach Agypten kommen. Da werden die Gotzen in Agypten vor ihm beben, und den Agyptern wird das Herz feige werden in ihrem Leibe. Und ich will die Agypter aneinander hetzen, daß ein Bruder wider den andern, ein Freund wider den andern, eine Stadt wider die andere, ein Reich wider das andere streiten wird. Und der Mut soil den Agyptern unter ihnen vergehen, und will ihre Anschlage zunichte machen. Da werden sie dann fragen ihre Gotzen und Pfaffen und Wahrsager und Zeichendeuter. Aber ich will die Agypter übergeben in die Hand grausamer Herren; und ein harter Konig soil fiber sie herrschen, spricht der Herrscher, der HERR Zebaoth. Und das Wasser in den Seen wird vertrocknen, dazu der Strom wird versiegen und verschwinden. Und die Wasser werden verlaufen, daß die Seen an Dammen werden geringe und trocken werden, beide Rohr und Schilf verwelken, und das Gras an den Wassern verstieben, und alle Saat am Wasser wird verwelken und zunichte werden. Und die Fischer werden trauern; und alle die, so Angel ins Wasser werfen, werden klagen, und die, so Netze auswerfen aufs Wasser, werden betrubt sein. Es werden mit Schanden bestehen, die da gute Game wirken und Netze stricken. Und die da Halter haben, samt alien, die Teiche um Lohn machen, werden bekümmertsein. Die Fursten zu Zoan sind Toren, die weisen Rate Pharaos sind im Rat zu Narren worden. Was sagt ihr doch von Pharao: Ich bin der Weisen Kind und komme von aiten Konigen her? Wo sind denn nun deine Weisen? Laft sie dir's verkundigen und anzeigen, was der HERR Zebaoth uber Agypten beschlossen hat. Aber die Fursten zu Zoan sind zu Narren worden, die Fursten zu Noph sind betrogen; sie verfuhren samt Agypten den Eckstein der Geschlechter. Denn der HERR hat einen Schwindelgeist unter sie ausgegossen, daß sie Agypten verfuhren in all ihrem Tun, wie ein Trunkenbold taumelt, wenn er speiet. Und Agypten wird nichts haben das Haupt Oder Schwanz, Ast Oder Stumpf zeuge. Zu der Zeit wird Agypten sein wie Weiber und sich furchten und erschrecken, wenn der HERR Zebaoth die Hand uber sie weben wird. Und Agypten wird sich furchten vor dem Lande Juda, daß, wer desselbigen gedenkt, wird davor erschrecken, uber dem Rat des HERRN Zebaoth, den er uber sie beschlossen hat. Zu der Zeit werden fünf Stadte in Agyptenland reden nach der Sprache Kanaans und schworen bei dem HERRN Zebaoth. Eine wird heiften Irheres. Zur selbigen Zeit wird des HERRN Altar mitten in Agyptenland sein und ein Malstein des HERRN an den Grenzen, welcherwird ein Zeichen und Zeugnis sein dem HERRN Zebaoth in Agyptenland. Denn sie werden zum HERRN schreien vor den Beleidigern; so wird er ihnen senden einen Heiland und Meister, der sie errette. Denn der HERR wird den Agyptern bekannt werden; und die Agypter werden den HERRN kennen zu der Zeit und werden ihm dienen mit Opfer und Speisopfer und werden dem HERRN geloben und halten. Und der HERR wird die Agypter plagen und heilen; denn sie werden sich bekehren zum HERRN; und erwird sich erbitten lassen und sie heilen. Zu der Zeit wird eine Bahn sein von Agypten in Assyrien, daß die Assyrer in Agypten und die Agypter in Assyrien kommen, und die Agypter samt den Assyrern Gott dienen. Zu der Zeit wird Israel selbdritte sein mit den Agyptern und Assyrern durch den Segen, so auf Erden sein wird. Denn der HERR Zebaoth wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, Agypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hande Werk, und du, Israel, mein Erbe!
First Reading
1 Kings 11:1-13
Aber der Konig Salomo liebte viel auslandischer Weiber: die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, zidonitische und hethitische, von solchen Vblkern, davon der HERR gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen und lasset sie nicht zu euch kommen; sie werden gewift eure Herzen neigen ihren Gottern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigeten sein Herz. Und da er nun alt war, neigeten seine Weiber sein Herz fremden Gottern nach, daß sein Herz nicht ganzwar mitdem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. Also wandelte Salomo Asthoreth, dem Gott derer von Zidon nach, und Milkom, dem Greuel der Ammoniter. Und Salomo tat, das dem HERRN ubel gefiel, und folgte nicht ganzlich dem HERRN wie sein Vater David. Da bauete Salomo eine Hohe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Molech, dem Greuel der Ammoniter. Also tat Salomo alien seinen auslandischen Weibern, die ihren Gottern raucherten und opferten. Der HERR aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, geneiget war, der ihm zweimal erschienen war und ihm solches geboten hatte, daß er nicht andern Gottern nachwandelte, und doch er nicht gehalten hatte, was ihm der HERR geboten hatte. Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das Konigreich von dir reiften und deinem Knechte geben. Doch bei deiner Zeit will ich's nicht tun urn deines Vaters David willen, sondern von der Hand deines Sohnes will ich's reiften. Doch will ich nicht das ganze Reich abreiften. Einen Stamm will ich deinem Sohne gehen urn Davids willen, meines Knechts, und urn Jerusalems willen, die ich erwahlet habe.
Morning Prayer — First Lesson
Ezra 4
Da aber die Widersacher Judas und Benjamins horeten, daß die Kinder des Gefangnisses dem HERRN, dem Gott Israels, den Tempel baueten, kamen sie zu Serubabel und zu den obersten Vatern und sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen, denn wir suchen euren Gott, gleichwie ihr; und wir haben nicht geopfert, seit der Zeit Assar-Haddon, der Konig zu Assur, uns hat heraufgebracht. Aber Serubabel und Jesua und die andern obersten Vater unter Israel antworteten ihnen: Es ziemet sich nicht uns und euch, das Haus unsers Gottes zu bauen, sondern wir wollen allein bauen dem HERRN, dem Gott Israels, wie uns Kores, der Konig in Persien, geboten hat. Da hinderte das Volk im Lande die Hand des Volks Juda und schreckten sie ab im Bauen. Und dingeten Ratgeber wider sie und verhinderten ihren Rat, solange Kores, der Konig in Persien, lebte, bis an das Konigreich Darü, des Konigs in Persien. Denn da Ahasveros Konig ward, im Anfange seines Konigreichs, schrieben sie eine Anklage wider die von Juda und Jerusalem. Und zu den Zeiten Arthahsasthas schrieb Bislam, Mithredath, Tabeel und die andern ihres Rats zu Arthahsastha, dem Konige in Persien. Die Schrift aber des Briefes war auf syrisch geschrieben und ward auf syrisch ausgelegt. Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, schrieben diesen Brief wider Jerusalem zu Arthahsastha, dem Konige: Wir, Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, und andere des Rats von Dina, von Apharsach, von Tarplat, von Persien, von Arach, von Babel, von Susan, von Deha und von Elam und die andern Volker, welche der große und beruhmte Asnaphar herubergebracht und sie gesetzt hat in die Stadte Samarias und andere diesseit des Wassers und in Kanaan. Und dies ist der Inhalt des Briefes, den sie zu dem Konige Arthahsastha sandten: Deine Knechte, die Manner diesseit des Wassers und in Kanaan. Es sei kund dem Konige, daß die Juden, die von dirzu uns heraufkommen sind gen Jerusalem, in die aufruhrerische und bose Stadt, bauen dieselbige und machen ihre Mauern und fuhren sie aus dem Grunde. So sei nun dem Konige kund, wo diese Stadt gebauet wird und die Mauern wieder gemacht, so werden sie Schoß, Zoll und jahrliche Zinsen nicht geben, und ihr Vornehmen wird den Konigen Schaden bringen. Nun wir aber alle dabei sind, die wir den Tempel zerstoret haben, haben wir die Schmach des Konigs nicht langer wollen sehen; darum schicken wir hin und lassen's dem Konige zu wissen tun, daß man lasse suchen in den Chroniken deiner Vater, so wirst du finden in denselbigen Chroniken und erfahren, daß diese Stadt aufruhrerisch und schadlich ist den Konigen und Landen, und machen, daß andere auch abfallen, von alters her, darum die Stadt auch zerstoret ist. Darum tun wir dem Konige zu wissen, daß, wo diese Stadt gebauet wird und ihre Mauern gemacht, so wirst du von ihr nichts behalten diesseit des Wassers. Da sandte der Konig eine Antwort zu Rehum, dem Kanzler, und Simsai, dem Schreiber, und den andern ihres Rats, die in Samaria wohneten, und den andern jenseit des Wassers; Friede und Gruß! Der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist offentlich vor mir gelesen. Und ist von mir befohlen, daß man suchen sollte. Und man hat funden, daß diese Stadt von alters her wider die Konige sich emporet hat, und Aufruhr und Abfall drinnen geschieht. Auch sind machtige Konige zu Jerusalem gewesen, die geherrschet haben uber alles, das jenseit des Wassers ist, daß ihnen Zoll, Schoß und jahrliche Zinsen gegeben worden. So tut nun nach diesem Befehl: Wehret denselben Mannern, daß die Stadt nicht gebauet werde, bis daß von mir der Befehl gegeben werde. So sehet nun zu, daß ihr nicht hinlassig hierinnen seid; damit nicht Schaden entstehe dem Konige. Da nun der Brief des Konigs Arthahsastha gelesen ward vor Rehum und Simsai, dem Schreiber, und ihrem Rat, zogen sie eilend hinauf gen Jerusalem zu den Juden und wehreten ihnen mit dem Arm und Gewalt. Da horete auf das Werk am Hause Gottes zu Jerusalem und blieb nach bis ins andere Jahr Darü, des Konigs in Persien.
Epistle
Acts 19:1-8
Es geschah aber, da Apollos zu Korinth war, daß Paulus durchwandelte die obern Lander und kam gen Ephesus und fand etliche Junger. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, da ihr glaubig worden seid? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehort, ob ein Heiliger Geist sei. Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft? Sie sprachen: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buüe und sagte dem Volk, daü sie sollten glauben an den, der nach ihm kommen sollte, das ist, an Jesum, daü der Christus sei. Da sie das horeten, lielien sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesu. Und da Paulus die Hande auf sie legete, kam der Heilige Geist auf sie und redeten mit Zungen und weissageten. Und aller der Manner waren bei zwolfen. Er ging aber in die Schule und predigte frei drei Monden lang, lehrete und beredete sie von dem Reich Gottes.
First Reading
Exodus 40
Und der HERR redete mit Mose und sprach: Du sollst die Wohnung der Hutte des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Monden. Und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den Vorhang hangen. Und sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten und den Leuchter darstellen und die Lampen drauf setzen. Und sollst den guldenen Rauchaltar setzen vor die Lade des Zeugnisses und das Tuch in der Tur der Wohnung aufhangen. Den Brandopferaltar aber sollst du setzen heraus vor die Tur der Wohnung der Hutte des Stifts und das Handfaft zwischen der Hutte des Stifts und dem Altar, und Wasser drein tun; und den Vorhof stellen umher und das Tuch in der Tur des Vorhofs aufhangen. Und sollst die Salbe nehmen und die Wohnung und alles, was drinnen ist, salben; und sollst sie weihen mit alle ihrem Gerate, daß sie heilig sei. Und sollst den Brandopferaltar salben mit alle seinem Gerate und weihen, daß erallerheiligst sei. Sollst auch das Handfaft und seinen Fuft salben und weihen. Und sollst Aaron und seine Sohne vor die Tur der Hutte des Stifts führen und mit Wasser waschen; und Aaron die heiligen Kleider anziehen und salben und weihen, daß er mein Priester sei; und seine Sohne auch herzufuhren und ihnen die engen Rocke anziehen; und sie salben, wie du ihren Vater gesalbet hast, daß sie meine Priester seien. Und die Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen. Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte. Also ward die Wohnung aufgerichtet im andern Jahr, am ersten Tage des ersten Monds. Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Fufte und die Bretter und Riegel und richtete die Saulen auf. Und breitete die Hutte aus zur Wohnung und legte die Decke der Hutte oben drauf, wie der HERR ihm geboten hatte. Und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade; und tat die Stangen an die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade. Und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie ihm der HERR geboten hatte. Und setzte den Tisch in die Hutte des Stifts, in den Winkel der Wohnung gegen Mitternacht, auften vor dem Vorhang. Und bereitete Brot darauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte. Und setzte den Leuchter auch hinein gegen dem Tisch uber, in den Winkel der Wohnung gegen Mittag. Und tat Lampen drauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte. Und setzte den guldenen Altar hinein, vor den Vorhang. Und raucherte drauf mit gutem Rauchwerk, wie ihm der HERR geboten hatte. Und hing das Tuch in die Tur der Wohnung. Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tur der Wohnung der Hutte des Stifts; und opferte drauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der HERR geboten hatte. Und das Handfaft setzte er zwischen die Hutte des Stifts und den Altar; und tat Wasser drein zu waschen. Und Mose, Aaron und seine Sohne wuschen ihre Hande und Fufte draus. Denn sie müssen sich waschen, wenn sie in die Hutte des Stifts gehen Oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der HERR geboten hatte. Und er richtete den Vorhof auf, urn die Wohnung und urn den Altar her, und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk. Da bedeckte eine Wolke die Hütte des Stiffs, und die Herrlichkeit des HERRN füllete die Wohnung. Und Mose konnte nicht in die Hütte des Stifts gehen, weil die Wolke drauf blieb, und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung füllete. Und wenn die Wolke sich aufhub von der Wohnung, so zogen die Kinder Israel, so oft sie reiseten. Wenn sich aber die Wolke nicht aufhub, so zogen sie nicht, bis an den Tag, da sie sich aufhub. Denn die Wolke des HERRN war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig, vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reiseten.
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 21
Da sie nun nahe an Jerusalem kamen gen Bethphage an den Olberg, sandte Jesus seiner Junger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr. Loset sie auf und führet sie zu mir! Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfullet würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Konig kommt zu dir sanftmutig und reitet auf einem Esel und auf einem Fullen der lastbaren Eselin. Die Junger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Fullen und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Baumen und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgete, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hohe! Und als erzu Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Das Volk aber sprach: Das ist der Jesus, der Prophet von Nazareth aus Galilaa. Und Jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle Verkaufer und Kaufer im Tempel und stieft urn der Wechsler Tische und die Stühle der Taubenkramer. Und sprach zu ihnen: Es stehetgeschrieben: Mein Haus soil ein Bethaus heiften. Ihr aber habt eine Mordergrube daraus gemacht. Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilete sie. Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder im Tempel schreien und sagen: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: Horst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: Aus dem Munde der Unmündigen und Sauglinge hast du Lob zugerichtet? Und er lieft sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst. Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und ersah einen Feigenbaum an dem Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Blatter. Und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr keine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrete alsbald. Und da das die Junger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum sobald verdorret? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, so ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Heb' dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen. Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr's empfahen. Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrete, die Hohenpriester und die Altesten im Volk und sprachen: Aus was fur Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das saget, will ich euch auch sagen, aus was fur Macht ich das tue. Woher war die Taufe Johannes? War sie vom Himmel Oder von den Menschen? Da gedachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so mussen wir uns vor dem Voik furchten; denn sie hielten alle Johannes fur einen Propheten. Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich das tue. Was dunket euch aber? Es hatte ein Mann zwei Sohne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberge. Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Danach reuete es ihn und ging hin. Und erging zum andern und sprach gleich also. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja! und ging nicht hin. Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zollner und Huren mogen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr. Johannes kam zu euch und lehrete euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zollner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Bufte, daß ihr ihm danach auch geglaubt hattet. Horet ein ander Gleichnis! Es war ein Hausvater, der pflanzete einen Weinberg und fuhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter darinnen und bauete einen Turm und tat ihn den Weingartnern aus und zog uber Land. Da nun herbeikam die Zeit der Fruchte, sandte er seine Knechte zu den Weingartnern, daß sie seine Fruchte empfingen. Da nahmen die Weingartner seine Knechte; einen staupten sie, den andern toteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Danach sandte erseinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingartner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn toten und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stieüen ihn zum Weinberge hinaus und toteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er diesen Weingartnern tun? Sie sprachen zu ihm: Erwird die Bosewichte ubel umbringen und seinen Weinberg andern Weingartnern austun, die ihm die Fruchte zu rechter Zeitgeben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herm ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden gegeben werden, die seine Fruchte bringen. Und werauf diesen Stein fallt, der wird zerschellen; auf welchen er aber fallt, den wird er zermalmen. Und da die Hohenpriester und Pharisaer seine Gleichnisse horeten, vernahmen sie, daß er von ihnen redete. Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen; aber sie furchteten sich vor dem Volk; denn es hielt ihn fur einen Propheten.
Responsorial Psalm
Psalm 84
Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen. Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhofen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, namlich deine Altare, HERR Zebaoth, mein Konig und mein Gott! Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela. Wohl den Menschen, die dich fur ihre Starke halten und von Herzen dir nach wandeln, die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmuckt. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muli, der rechte Gott sei zu Zion. HERR, Gott Zebaoth, hore mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela. Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhofen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tur hüten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild, der HERRgibt Gnade und Ehre; erwird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verladt!
Gospel
John 14:15-21
Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote. Und ich will den Vater bitten, und er soil euch einen andern Troster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie siehet ihn nicht und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibet bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch urn ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen: denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und halt sie, der ist's, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem Vater geliebet werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Responsorial Psalm
Psalm 134
Ein Lied im hohern Chor. Siehe, lobet den HERRN, alle Knechte des HERRN, die ihr stehet des Nachts im Hause des HERRN. Hebet eure Hande auf im Heiligtum und lobet den HERRN! Der HERR segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!
Responsorial Psalm
Psalm 143
Ein Psalm Davids. HERR, erhore mein Gebet; vernimm mein Flehen urn deiner Wahrheit willen, erhore mich urn deiner Gerechtigkeit willen! Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Denn der Feind verfolget meine Seele und zerschlagt mein Leben zu Boden; er legt mich ins Finstere, wie die Toten in der Welt. Und mein Geist ist in mir geangstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehret. Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von alien deinen Taten und sage von den Werken deiner Hande. Ich breite meine Hande aus zu dir; meine Seele durstet nach dir wie ein dürres Land. Sela. HERR, erhore mich bald, mein Geist vergehet; verbirg dein Antlitz nicht von mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. Laß mich frühe horen deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, darauf ich gehen soil; denn mich verlanget nach dir. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir hab ich Zuflucht. Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. HERR, erquicke mich urn deines Namens willen führe meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen; und verstore meine Feinde um deiner Güte willen und bringe um alle, die meine Seele angsten; denn ich bin dein Knecht.
Responsorial Psalm
Psalm 141
Ein Psalm Davids. HERR, ich rufe zu dir; eile zu mir, vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe! Mein Gebet müsse vor dir taugen wie ein Rauchopfer, mein Handeaufheben wie ein Abendopfer. HERR, behute meinen Mund und bewahre meine Lippen! Neige mein Herz nicht auf etwas Boses, ein gottlos Wesen zu führen mit den Ubeltatern, dafi ich nicht esse von dem, das ihnen geliebt. Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so wohl tun als ein Balsam auf meinem Haupt. Denn ich bete stets, daß sie mir nicht Schaden tun. Ihre Lehrer müssen gesturzt werden über einen Fels; so wird man denn meine Lehre horen, daß sie lieblich sei. Unsere Gebeine sind zerstreuet bis zur Holle, wie einer das Land zerreiftt und zerwuhlet. Denn auf dich, HERR Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich; verstofte meine Seele nicht! Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Ubeltater. Die Gottlosen mussen in ihr eigen Netz fallen miteinander, ich aber immervorübergehen.
Evening Prayer — First Lesson
Ezra 5
Es weissagten aber die Propheten Haggai und Sacharja, der Sohn Iddos, zu den Juden, die in Juda und Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels. Da machten sich auf Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Jesua, der Sohn Jozadaks, und fingen an zu bauen das Haus Gottes zu Jerusalem, und mit ihnen die Propheten Gottes, die sie starkten. Zu der Zeit kam zu ihnen Thathnai, der Landpfleger diesseit des Wassers, und Sthar-Bosnai und ihr Rat und sprachen also zu ihnen: Wer hat euch befohlen, dies Haus zu bauen und seine Mauern zu machen? Da sagten wir ihnen wie die Manner hielien, die diesen Bau taten. Aber das Auge ihres Gottes kam auf die Altesten der Juden, daß ihnen nicht gewehret ward, bis daß man die Sache an Darium gelangen lielie und daruber eine Schrift wiederkame. Dies ist aber der Inhalt des Briefes Thathnais, des Landpflegers diesseit des Wassers, und Sthar- Bosnais und ihres Rats von Apharsach, die diesseit des Wassers waren, an den Konig Darium. Und die Worte, die sie zu ihm sandten, lauten also: Dem Konige Dario alien Frieden! Es sei kund dem Konige, daß wir ins judische Land kommen sind zu dem Hause des grolien Gottes, welches man bauet mit allerlei Steinen, und Balken leget man in die Wande, und das Werk gehet frisch vonstatten unter ihrer Hand. Wir aber haben die Altesten gefragt und zu ihnen gesagt also: Wer hat euch befohlen, dies Haus zu bauen und seine Mauern zu machen? Auch fragten wir, wie sie hielien, auf daß wir sie dir kundtaten, und haben die Namen beschrieben der Manner, die ihre Obersten waren. Sie aber gaben uns solche Worte zur Antwort und sprachen: Wir sind Knechte des Gottes Himmels und der Erde und bauen das Haus, das vorhin vor vielen Jahren gebauet war, das ein grolier Konig Israels gebauet hat und aufgerichtet. Aber da unsere Vater den Gottvom Himmel erzümeten, gab ersie in die Hand Nebukadnezars, des Konigs zu Babel, des Chaldaers; der zerbrach dies Haus und fuhrete das Volk weg gen Babel. Aber im ersten Jahr Kores, des Konigs zu Babel, befahl derselbe Konig Kores, dies Haus Gottes zu bauen. Denn auch die güldenen und silbernen Gefalie im Hause Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem nahm und brachte sie in den Tempel zu Babel, nahm der Konig Kores aus dem Tempel zu Babel und gab sie Sesbazar mit Namen, den er zum Landpfleger setzte; und sprach zu ihm: Diese Gefalie nimm, zeuch hin und bringe sie in den Tempel zu Jerusalem und lali das Haus Gottes bauen an seiner Statte. Da kam derselbe Sesbazar und legte den Grund am Hause Gottes zu Jerusalem. Seit der Zeit bauet man, und ist noch nicht vollendet. Gefallt es nun dem Konige, so lasse er suchen in dem Schatzhause des Konigs, das zu Babel ist, ob's von dem Konige Kores befohlen sei, das Haus Gottes zu Jerusalem zu bauen, und sende zu uns des Konigs Meinung uber diesem.
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Acts 23
Paulus aber sah den Rat an und sprach: Ihr Manner, liebe Bruder, ich habe mitallem guten Gewissen gewandelt vor Gott bis auf diesen Tag. Der Hohepriester aber, Ananias, befahl denen, die um ihn stunden, daß sie ihn aufs Maul schlugen. Da sprach Paulus zu ihm: Gottwird dich schlagen, du getunchte Wand! Sitzest du und richtest mich nach dem Gesetze und heiftest mich schlagen wider das Gesetz? Die aber umherstunden, sprachen: Schiltst du den Hohenpriester Gottes? Und Paulus sprach: Liebe Bruder, ich wuftte es nicht, daß er der Hohepriester ist. Denn es stehet geschrieben: Dem Obersten deines Volks sollst du nicht fluchen. Als aber Paulus wuftte, daß ein Teil Sadduzaer war und der andere Teil Pharisaer, rief er im Rat: Ihr Manner, liebe Bruder ich bin ein Pharisaer und eines Pharisaers Sohn; ich werde angeklagt um der Hoffnung und Auferstehung willen der Toten. Da er aber das sagte, ward ein Aufruhr unter den Pharisaern und Sadduzaern, und die Menge zerspaltete sich. Denn die Sadduzaer sagen, es sei keine Auferstehung noch Engel noch Geist; die Pharisaer aber bekennen's beides. Es ward aber ein graft Geschrei. Und die Schriftgelehrten, der Pharisaer Teil, stunden auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Arges an diesem Menschen; hat aber ein Geist Oder ein Engel mit ihm geredet, so konnen wir mit Gott nicht straiten. Da aber der Aufruhr graft ward, besorgtesich der oberste Hauptmann, sie mochten Paulus zerreiften, und hieft das Kriegsvolk hinabgehen und ihn von ihnen reiften und in das Lager fuhren. Des andern Tages aber in der Nacht stund der Herr bei ihm und sprach: Sei getrost, Paulus; denn wie du von mir zu Jerusalem gezeuget hast, also muftt du auch zu Rom zeugen. Da es aber Tag ward, schlugen sich etliche Juden zusammen und verbanneten sich, weder zu essen noch zu trinken, bis daß sie Paulus getotet hatten. Ihrer aber waren mehrdenn vierzig, die solchen Bund machten. Die traten zu den Hohenpriestern und Altesten und sprachen: Wir haben uns hart verbannet, nichts zu essen, bis wir Paulus getotet haben. So tut nun kund dem Oberhauptmann und dem Rat, daß er ihn morgen zu euch führe, als wolltet ihr ihn besser verhoren; wir aber sind bereit, ihn zu toten, ehe denn er vor euch kommt. Da aber des Paulus Schwestersohn den Anschlag horete, ging er hin und kam in das Lager und verkündigte es Paulus. Paulus aber rief zu sich einen von den Unterhauptleuten und sprach: Diesen Jungling fuhre hin zu dem Oberhauptmann; denn er hat ihm etwas zu sagen. Der nahm ihn an und fuhrete ihn zum Oberhauptmann und sprach: Dergebundene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jungling zu dir zu fuhren, der dir etwas zu sagen habe. Da nahm ihn der Oberhauptmann bei der Hand und wich an einen besondern Ort und fragte ihn: Was ist's, das du mir zu sagen hast? Er aber sprach: Die Juden sind eins worden, dich zu bitten, daß du morgen Paulus vor den Rat bringen lassest, als wollten sie ihn besser verhoren. Du aber traue ihnen nicht; denn es halten auf ihn mehr denn vierzig Manner unter ihnen, die haben sich verbannet, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus toten; und sind jetzt bereit und warten auf deine Verheiftung. Da lieft der Oberhauptmann den Jungling von sich und gebot ihm, daß er niemand sagte, daß er ihm solches eroffnet hatte. Und rief zu sich zwei Unterhauptleute und sprach: Rüstet zweihundert Kriegsknechte, daß sie gen Casarea ziehen, und siebzig Reiter und zweihundert Schutzen auf die dritte Stunde der Nacht. Und die Tiere richtet zu, daß sie Paulus draufsetzen und bringen ihn bewahret zu Felix, dem Landpfleger. Und schrieb einen Brief, der lautete also: Claudius Lysias dem teuren Landpfleger Felix Freude zuvor! Diesen Mann hatten die Juden gegriffen und wollten ihn getotet haben. Da kam ich mit dem Kriegsvolk dazu und rift ihn von ihnen und erfuhr, daß er ein Romer ist. Da ich mich aber wollte erkundigen der Ursache, darum sie ihn beschuldigten, fuhrete ich ihn in ihren Rat. Da befand ich, daß er beschuldiget ward von den Fragen ihres Gesetzes, aber keine Anklage hatte, des Todes Oder der Bande wert. Und da vor mich kam, daß etliche Juden auf ihn hielten, sandte ich ihn von Stund' an zu dir und entbot den Klagern auch, daß sie vor dir sagten, was sie wider ihn hatten. Gehab dich wohl! Die Kriegsknechte, wie ihnen befohlen war, nahmen Paulus und fuhreten ihn bei der Nacht gen Antipatris. Des andern Tages aber lieften sie die Reiter mit ihm ziehen und wandten wieder um zum Lager. Da die gen Casarea kamen, überantworteten sie den Brief dem Landpfleger und stelleten ihm Paulus auch dar. Da der Landpfleger den Brief las, fragte er, aus welchem Lande erware. Und da er erkundet, daß er aus Zilizien ware, sprach er: Ich will dich verhoren, wenn deine Verklager auch da sind. Und hieli ihn verwahren in dem Richthause des Herodes.
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Revelation 22
Und er zeigte mir einen lauteren Strom des lebendigen Wassers, klarwie ein Kristall; der ging von dem Stuhl Gottes und des Lammes. Mitten auf ihrer Gasse und auf beiden Seiten des Stromes stund Holz des Lebens, das trug zwblferlei Fruchte und brachte seine Fruchte alle Monden; und die Blatter des Holzes dieneten zu der Gesundheit der Heiden. Und wird kein Verbannetes mehr sein; und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darinnen sein; und seine Knechte werden ihm dienen und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und wird keine Nacht da sein, und nicht bedurfen einer Leuchte Oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Und Gott, der Herr der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen muß. Siehe, ich komme bald! Selig ist, der da halt die Worte der Weissagung in diesem Buch. Und ich bin Johannes, der solches gesehen und gehoret hat. Und da ich es gehoret und gesehen, fiel ich nieder, anzubeten zu den Fußen des Engels, der mir solches zeigete. Und er spricht zu mir: Siehe zu, tu es nicht; denn ich bin dein Mitknecht und deiner Bruder, der Propheten, und derer, die da halten die Worte dieses Buchs; bete Gott an! Und er spricht zu mir: versiegle nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist nahe. Wer bose ist, der sei immerhin bose; und wer unrein ist, der sei immerhin unrein. Aber wer fromm ist, der sei immerhin fromm; und wer heilig ist, der sei immerhin heilig. Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß ihre Macht sei an dem Holz des Lebens, und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschlager und die Abgottischen und alle, die liebhaben und tun die Luge. Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches euch zu zeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts Davids, ein helier Morgenstern. Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es horet, der spreche: Komm! Und wen durstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Ich bezeuge aber alien, die da horen die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt und von dem, was in diesem Buch geschrieben stehet. Es spricht, der solches zeuget: Ja, ich komme bald. Amen. Ja komm, Herr Jesu! Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch alien! Amen.
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Hebrews 9:1-14
Es hatte zwar auch das erste seine Rechte des Gottesdienstes und aul Jerliche Heiligkeit. Denn es war da aufgerichtet das Vorderteil der Hutte, darinnen war der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote; und diese heißt das Heilige. Hinter dem andern Vorhang aber war die Hutte, die da heilit das Allerheiligste. Die hatte das guldene Rauchfal J und die Lade des Testaments, allenthalben mit Gold überzogen, in welcher war die guldene Gelte, die das Himmelbrot hatte, und die Rute Aarons, die gegrunet hatte, und die Tafeln des Testaments. Oben drüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die uberschatteten den Gnadenstuhl; von welchem jetzt nicht zu sagen ist insonderheit. Da nun soiches also zugerichtet war gingen die Priester allezeit in die vorderste Hutte und richteten aus den Gottesdienst. In die andere aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, dafi er opferte fur sein selbst und des Volks Unwissenheit. Damit der Heilige Geist deutete, daß noch nicht offenbart ware der Weg zur Heiligkeit, solange die erste Hutte stunde, welche mußte zu derselbigen Zeit ein Vorbild sein, in welcher Gaben und Opfer geopfert wurden, und konnten nicht vollkommen machen nach dem Gewissen den, der da Gottesdienst tut allein mit Speise und Trank und mancherlei Taufen und außerlicher Heiligkeit, die bis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt. Christus aber ist kommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukunftigen Guter, durch eine groi Jere und vollkommenere Hutte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist; Auch nicht durch der Bocke Oder Kalber Blut, sondern er ist durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlosung erfunden. Denn so der Ochsen und der Bocke Blut und die Asche, von der Kuh gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne alien Wandel durch den Heiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
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Jude 6:1-10
Gospel
Mark 5
Und sie kamen jenseit des Meers, in die Gegend der Gadarener. Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Grabern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist, der seine Wohnung in den Grabern hatte. Und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten. Denn erwar oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben, und niemand konnte ihn zahmen. Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Grabern, schrie und schlug sich mit Steinen. Da er aber Jesus sah von feme, lief er zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut und sprach: Was hab' ich mit dir zu tun, o Jesu, du Sohn Gottes, des Allerhochsten,? Ich beschwore dich bei Gott, daß du mich nicht qualest! Er aber sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen! Und er fragte ihn: Wie heiliest du? Und er antwortete und sprach: Legion heilie ich; denn unser ist viel. Und er bat ihn sehr, daß er sie nicht aus derselben Gegend triebe. Und es war daselbst an den Bergen eine grolie Herde Saue auf der Weide. Und die Teufel baten ihn alle und sprachen: Lali uns in die Saue fahren! Und alsbald erlaubete ihnen Jesus. Da fuhren die unsaubern Geister aus und fuhren in die Saue und die Herde sturzte sich mit einem Sturm ins Meer (ihrer war aber bei zweitausend) und ersoffen im Meer. Und die Sauhirten flohen und verkündigten das in der Stadt und auf dem Lande. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war. Und kamen zu Jesu und sahen den, so von den Teufeln besessen war, daß er sali und war bekleidet und vernunftig, und furchteten sich. Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den Sauen. Und sie fingen an und baten ihn, daß er aus ihrer Gegend zoge. Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, daß er mochte bei ihm sein. Aber Jesus lieli es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen und verkundige ihnen, wie groüe Wohltat dir der Herr getan und sich deiner erbarmet hat. Und er ging hin und fing an auszurufen in den zehn Stadten, wie groüe Wohltat ihm Jesus getan hatte. Und jedermann verwunderte sich. Und da Jesus wieder heruberfuhr im Schiff, versammelte sich viel Volks zu ihm und war an dem Meer. Und siehe, da kam der Obersten einer von der Schule mit Namen Jairus. Und da er ihn sah, fiel er ihm zu Fütien und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter ist in den letzten Zugen; du wollest kommen und deine Hand auf sie legen, daß sie gesund werde und lebe. Und er ging hin mit ihm. Und es folgte ihm viel Volks nach, und sie drangeten ihn. Und da war ein Weib, das hatte den Blutgang zwolf Jahre gehabt und viel erlitten von vielen Arzten und hatte all ihr Gut darob verzehrt; und half ihr nichts, sondern vielmehr ward es arger mit ihr. Da die von Jesu horete, kam sie im Volk von hinten zu und ruhrete sein Kleid an. Denn sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid mochte anruhren, so würde ich gesund. Und alsbald vertrocknete der Brunn ihres Bluts; und sie fühlte es am Leibe, daß sie von ihrer Plage war gesund worden. Und Jesus fühlete alsbald an ihm selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, und wandte sich urn zum Volk und sprach: Wer hat meine Kleider angeruhret? Und die Jünger sprachen zu ihm: Du siehest, dad dich das Volk dranget, und sprichst: Wer hat mich angeruhret? Und er sah sich urn nach der, die das getan hatte. Das Weib aber furchtete sich und zitterte (denn sie wudte, was an ihr geschehen war), kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er sprach aber zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Gehe hin mit Frieden und sei gesund von deiner Plage! Da er noch also redete, kamen etliche vom Gesinde des Obersten der Schule und sprachen: Deine Tochter ist gestorben, was muhest du weiter den Meister? Jesus aber horete bald die Rede, die da gesagt ward, und sprach zu dem Obersten der Schule: Furchte dich nicht; glaube nur! Und lieli niemand ihm nachfolgen denn Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Und er kam in das Haus des Obersten der Schule und sah das Getummel, und die da sehr weineten und heuleten. Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was tummelt und weinet ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schlaft. Und sie verlachten ihn. Und er trieb sie alle aus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, da das Kind lag. Und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihr: Talitha, kumi! das ist verdolmetschet: Magdlein, ich sage dir, stehe auf! Und alsbald stund das Magdlein auf und wandelte; es war aber zwolf Jahre alt. Und sie entsetzten sich uber die Mai Jen. Und er verbot ihnen hart, daß es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.
Evening Prayer — Second Lesson
1 Corinthians 6
Wie darf jemand unter euch, so er einen Handel hat mit einem andern, hadern vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen? Wisset ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? So denn nun die Welt soil von euch gerichtet werden, seid ihr denn nicht gut genug, geringere Sachen zu richten? Wisset ihr nicht, daß wir uber die Engel richten werden? wieviel mehr uber die zeitlichen Güter! Ihr aber, wenn ihr uber zeitlichen Gutern Sachen habt, so nehmet ihr die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und setzet sie zu Richtern. Euch zur Schande muli ich das sagen. Ist so gar kein Weiser unter euch Oder doch nicht einer, der da konnte richten zwischen Bruder und Bruder? Sondern ein Bruder mit dem andern hadert, dazu vor den Unglaubigen. Es ist schon ein Fehl unter euch, daß ihr miteinander rechtet. Warum lasset ihr euch nicht viel lieber unrecht tun? Warum lasset ihr euch nicht viel lieber ubervorteilen? Sondern ihr tut unrecht und ubervorteilet, und solches an den Brudern. Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht ererben? Lasset euch nicht verfuhren: weder die Hurer noch die Abgottischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschander noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die Lasterer noch die Rauber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiliget, ihr seid gerecht worden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unsers Gottes. Ich hab' es alles Macht; es frommet aber nicht alles. Ich hab' es alles Macht; es soil mich aber nichts gefangennehmen. Die Speise dem Bauche und der Bauch der Speise; aber Gott wird diesen und jene hinrichten. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn und der Herr dem Leibe. Gott aber hat den Herrn auferwecket und wird uns auch auferwecken durch seine Kraft. Wisset ihr nicht, daß eure Leiber Christi Glieder sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurengliederdaraus machen? Das sei feme! Oder wisset ihr nicht, daß, wer an der Hure hanget, der ist ein Leib mit ihr? Denn sie werden (spricht er) zwei in einem Fleische sein. Wer aber dem Herrn anhanget, der ist ein Geist mit ihm. Fliehet die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind aufter seinem Leibe; wer aber huret, der sundiget an seinem eigenen Leibe. Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum so preiset Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.
Gospel
Luke 11:37-54
Da er aber in der Rede war, bat ihn ein Pharisaer, daß er mit ihm das Mittagsmahl alie. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische. Da das der Pharisaer sah, verwunderte er sich, daß er sich nicht vor dem Essen gewaschen hatte. Der Herr aber sprach zu ihm: Ihr Pharisaer haltet die Becher und Schusseln auswendig reinlich; aber euer Inwendiges ist voll Raubes und Bosheit. Ihr Narren, meinet ihr, daß inwendig rein sei, wenn's auswendig rein ist? Doch gebt Almosen von dem, was da ist, siehe, so ist's euch alles rein. Aberwehe euch Pharisaern, daß ihr verzehntet die Minze und Raute und allerlei Kohl und gehet vorbei an dem Gericht und an der Liebe Gottes! Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Wehe euch Pharisaern, daß ihr gerne obenan sitzet in den Schulen und wollet gegril fit sein auf dem Markte! Wehe euch Schriftgelehrten und Pharisaern, ihr Heuchler, daß ihr seid wie die verdeckten Totengraber, darilber die Leute laufen und kennen sie nicht! Da antwortete einer von den Schriftgelehrten und sprach zu ihm: Meister, mit den Worten schmahest du uns auch. Er aber sprach: Und wehe auch euch Schriftgelehrten! Denn ihr beladet die Menschen mit unertraglichen Lasten, und ihr rühret sie nicht mit einem Finger an. Wehe euch! Denn ihr bauet der Propheten Graber; eure Vater aber haben sie getotet. So bezeuget ihr zwar und bewilliget in eurer Vater Werk; denn sie toteten sie, so bauet ihr ihre Graber. Darum spricht die Weisheit Gottes: Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und derselbigen werden sie etliche toten und verfolgen, auf daß gefordert werde von diesem Geschlecht aller Propheten Blut, das vergossen ist, seit der Welt Grund gelegt ist, von Abels Blut an bis auf das Blut des Zacharias, der umkam zwischen dem Altar und Tempel. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von diesem Geschlechte. Wehe euch Schriftgelehrten! denn ihr den Schlüssel der Erkenntnis habt. Ihr kommt nicht hinein und wehret denen, die hinein wollen. Da er aber solches zu ihnen sagte, fingen an die Schriftgelehrten und Pharisaer, hart auf ihn zu dringen und ihm mit mancherlei Fragen den Mund zu stopfen, und lauerten auf ihn und suchten, ob sie etwas erjagen konnten aus seinem Munde, daß sie eine Sache wider ihn hatten.
Gospel
John 8:51-59
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: So jemand mein Wort halt, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, von welchem ihr sprecht, er sei euer Gott, und kennet ihn nicht. Ich aber kenne ihn. Und so ich wurde sagen, ich kenne ihn nicht, so wurde ich ein Lugner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und ersah ihn und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da huben sie Steine auf, daß sie auf ihn wurfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempei hinaus, mitten durch sie hinstreichend.
Gospel
Acts 4
Als sie aber zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzaer (die verdroß, daß sie das Volk lehreten und verkundigten an Jesu die Auferstehung von den Toten) und legten die Hande an sie und setzten sie ein bis auf den Morgen; denn es war jetzt Abend. Aber viele unter denen, die dem Wort zuhoreten, wurden glaubig; und ward die Zahl der Manner bei fünftausend. Als es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und Altesten und Schriftgelehrten gen Jerusalem: Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander, und wieviel ihrer waren vom Hohenpriestergeschlecht, und stelleten sie vor sich und fragten sie: Aus welcher Gewalt Oder in welchem Namen habt ihr das getan? Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des Volks und ihr Altesten von Israel, so wir heute werden gerichtet uber dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch welche er ist gesund worden, so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuziget habt, den Gott von den Toten auferwecket hat, stehet dieser allhie vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein worden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden. Sie sahen aber an die Freudigkeit des Petrus und Johannes und verwunderten sich; denn sie waren gewiß, daß es ungelehrte Leute und Laien waren, und kannten sie auch wohl, daß sie mit Jesu gewesen waren. Sie sahen aber den Menschen, der gesund worden war, bei ihnen stehen und hatten nichts dawider zu reden. Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Rat und handelten miteinander und sprachen: Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn das Zeichen, durch sie geschehen, ist kund, offenbar alien, die zu Jerusalem wohnen, und wir konnen's nicht leugnen. Aber auf daß es nicht weiter einreiße unter das Volk, lasset uns ernstlich sie bedrauen, daß sie hinfort keinem Menschen von diesem Namen sagen. Und riefen sie und geboten ihnen, daß sie sich allerdinge nicht horen ließen noch lehreten in dem Namen Jesu. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Richtet ihr selbst, ob's vor Gott recht sei, daß wir euch mehr gehorchen denn Gott. Wir konnen's ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten, was wir gesehen und gehoret haben. Aber sie draueten ihnen und ließen sie gehen und fanden nicht, wie sie sie peinigten, urn des Volks willen; denn sie lobeten alle Gott uber dem, was geschehen war. Denn der Mensch war fiber vierzig Jahre alt, an welchem dies Zeichen der Gesundheit geschehen war. Und als man sie hatte lassen gehen, kamen sie zu den Ihren und verkundigten ihnen, was die Hohenpriester und Altesten zu ihnen gesagt hatten. Da sie das horeten, huben sie ihre Stimme auf einmutiglich zu Gott und sprachen: Herr, der du bist der Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; derdu durch den Mund Davids, deines Knechts, gesagt hast: Warum emporen sich die Heiden, und die Volker nehmen vor, was umsonst ist? Die Konige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich zuhaufe wider den Herrn und wider seinen Christ: wahrlich ja, sie haben sich versammelt fiber dein heiliges Kind Jesum, welchen du gesalbet hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volk Israel, zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor bedacht hat, das geschehen sollte. Und nun, Herr, siehe an ihr Drauen und gib deinen Knechten, mit aller Freudigkeitzu reden dein Wort, und strecke deine Hand aus, daß Gesundheit und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Kindes Jesu. Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Statte; da sie versammelt waren; und wurden alle des Heiligen Geistes voll und redeten das Wort Gottes mit Freudigkeit. Die Menge aber der Glaubigen war ein Herz und eine Seele; auch keiner sagte von seinen Gittern, daß sie sein waren, sondern es war ihnen alles gemein. Und mit großer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesu, und war große Gnade bei ihnen alien. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wieviel ihrer waren, die da Acker Oder Hauser hatten, verkauften sie dieselben und brachten das Geld des verkauften Guts und legten's zu der Apostel Fußen; und man gab einem jeglichen; was ihm not war. Joses aber, mit dem Zunamen von den Aposteln genannt Barnabas (das heißt, ein Sohn des Trostes), vom Geschlecht ein Levit aus Zypern, der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es zu der Apostel Fußen.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
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