Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Acts 13:13-25

Da aber Paulus, und die urn ihn waren, von Paphos schifften, kamen sie gen Perge im Lande Pamphylien. Johannes aberwich von ihnen und zog wieder gen Jerusalem. Sie aberzogen durch von Perge und kamen gen Antiochien im Lande Pisidien und gingen in die Schule am Sabbattage und setzten sich. Nach der Lektion aber des Gesetzes und der Propheten sandten die Obersten der Schule zu ihnen und lielien ihnen sagen: Liebe Bruder, wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so saget an. Da stund Paulus auf und winkete mit der Hand und sprach: Ihr Manner von Israel, und die ihr Gott furchtet, horet zu! Der Gott dieses Volks hat erwahlet unsere Vater und erhohet das Volk, da sie Fremdlinge waren im Lande Agypten, und mit einem hohen Arm fuhrete er sie aus demselbigen. Und vierzig Jahre lang duldete er ihre Weise in der Wüste. Und vertilgete sieben Volker in dem Lande Kanaan und teilete unter sie nach dem Los jener Lande. Danach gab er ihnen Richter vierhundertundfünfzig Jahre lang, bis auf den Propheten Samuel. Und von da an baten sie um einen Konig. Und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Geschlechte Benjamin, vierzig Jahre lang. Und da er denselbigen wegtat, richtete er auf uber sie David zum Konige, von welchem er zeugete: Ich habe funden David, den Sohn Jesses, einen Mann nach meinem Herzen, der soil tun alien meinen Willen. Aus dieses Samen hat Gott, wie er verheiften hat, gezeugt Jesum dem Volk Israel zum Heiland, als denn Johannes zuvor dem Volk Israel predigte die Taufe der Bufte, ehe denn er anfing. Als aber Johannes seinen Lauf erfüllete, sprach er: Ich bin nicht der, dafür ihr mich haltet; aber siehe, er kommt nach mir, des ich nicht wert bin, daß ich ihm die Schuhe seiner Fufie auflose.

First Reading

Isaiah 24

Siehe, der HERR macht das Land leer und wüste und wirft urn, was drinnen ist, und zerstreuet seine Einwohner. Und gehet dem Priesterwie dem Volk, dem Herrn wie dem Knechte, der Frau wie der Magd, dem Verkaufer wie dem Kaufer, dem Leiher wie dem Borger, dem Mahnenden wie dem Schuldiger. Denn das Land wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet. Das Land stehet jammerlich und verderbt, der Erdboden nimmt ab und verdirbt; die Hochsten des Volks im Lande nehmen ab. Das Land ist entheiliget von seinen Einwohnern; denn sie ubergehen das Gesetz und andern die Gebote und lassen fahren den ewigen Bund. Darum friftt der Fluch das Land; denn sie verschulden es, die drinnen wohnen. Darum verdorren die Einwohner des Landes, daß wenig Leute uberbleiben. Der Most verschwindet, der Weinstock verschmachtet, und alle, die von Herzen frohlich waren, seufzen. Die Freude der Pauken feiert, das Jauchzen der Frohlichen ist aus, und die Freude der Harfen hat ein Ende. Man singet nicht beim Weintrinken; und gut Getrank ist bitter denen, so es trinken. Die leere Stadt istzerbrochen; alle Hauser sind zugeschlossen, daß niemand hineingehet. Man klagt Wein auf den Gassen, daß alle Freude weg ist, alle Wonne des Landes dahin ist. Eitel Wüstung ist in der Stadt geblieben, und die Tore stehen ode. Denn es gehet im Lande und im Voikeben, als wenn ein Olbaum abgepflückt ist, als wenn man nachlieset, so die Weinernte aus ist. Dieselbigen heben ihre Stimme auf und ruhmen und jauchzen vom Meer her uber der Herrlichkeit des HERRN. So preiset nun den HERRN in Grunden, in den Inseln des Meers den Namen des HERRN, des Gottes Israels. Wir horen Lobgesange vom Ende der Erde zu Ehren dem Gerechten. Und ich muft sagen: Wie bin ich aber so mager! Wie bin ich aber so mager! Wehe mir; denn die Verachter verachten, ja die Verachter verachten. Darum kommt uber euch, Einwohner des Landes, Schrecken, Grube und Strick. Und ob einer entflohe vor dem Geschrei des Schreckens, so wird er doch in die Grube fallen; kommt er aus der Grube, so wird er doch im Strick gefangen werden. Denn die Fenster in der Hohe sind aufgetan, und die Grundfesten der Erde beben. Es wird dem Lande ubel gehen und nichts gelingen und wird zerfallen. Das Land wird taumeln wie ein Trunkener und weggeführt wie eine Hütte; denn seine Missetat drückt es, daß es fallen muft und kann nicht stehenbleiben. Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen die hohe Ritterschaft, so in der Hohe sind, und die Konige der Erde, so auf Erden sind, daß sie versammelt werden in ein Bündlein zur Grube und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden. Und der Mond wird sich schamen und die Sonne mit Schanden bestehen, wenn der HERR Zebaoth Konig sein wird auf dem Berge Zion und zu Jerusalem und vor seinen Altesten in der Herrlichkeit.

First Reading

1 Kings 18:20-40

Also sandte Ahab hinunter alle Kinder Israel und versammelte die Propheten auf den Berg Karmel. Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm nichts. Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein uberblieben ein Prophet des HERRN, aber der Propheten Baals sind vierhundertundfunfzig Mann. So gebet uns nun zween Farren und lasset sie erwahlen einen Farren und ihn zerstucken und aufs Holz legen und kein Feuer dran legen, so will ich den andern Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer dran legen. So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht. Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwahlet ihr einen Farren und machet am ersten, denn euer ist viel; und rufet eures Gottes Namen an und legetkein Feuer dran. Und sie nahmen den Farren, den er ihnen gab, und richteten zu und riefen an den Namen Baals von Morgen an bis an den Mittag und sprachen: Baal, erhore uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten urn den Altar, den sie gemacht hatten. Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Rufet laut; denn er ist ein Gott, er dichtet, Oder hat zu schaffen, Oder ist uber Feld, Oder schlaft vielleicht, dad er aufwache. Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis dafi ihr Blut hernach ging. Da aber der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis daß man das Speisopfer tun sollte; und war da keine Stimme, noch Antwort, noch Aufmerken. Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk, zu mir! Und da alles Volk zu ihm trat, heilete er den Altar des HERRN, der zerbrochen war. Und nahm zwolf Steine nach der Zahl der Stamme der Kinder Jakobs (zu welchem das Wort des HERRN redete und sprach: Du sollst Israel heiden). Und bauete von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte urn den Altar her eine Grube, zwei Kornmad weit. Und richtete das Holz zu und zerstuckte den Farren und legte ihn aufs Holz. Und sprach: Holet vier Kad Wasser voll und giedet es auf das Brandopfer und auf das Holz. Und sprach: Tut es noch einmal. Und sie taten es noch einmal. Und er sprach: Tut es zum drittenmal. Und sie taten es zum drittenmal. Und das Wasser lief urn den Altar her, und die Grube ward auch voll Wassers. Und da die Zeit war, Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lad heute kund werden, dad du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dad ich solches alles nach deinem Wort getan habe. Erhore mich, HERR, erhore mich, dad dies Volk wisse, dad du, HERR, Gott bist, dad du ihr Herz danach bekehrest. Da fiel das Feuer des HERRN herab und frad Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube. Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott! Elia aber sprach zu ihnen: Greifet die Propheten Baals, dad ihrer keinerentrinne! Und sie griffen sie. Und Elia fuhrete sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst.

Morning Prayer — First Lesson

Nehemiah 8

Da nun herzukam der siebente Mond, und die Kinder Israel in ihren Stadten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf die breite Gasse vor dem Wassertor und sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, daß er das Gesetzbuch Mose holete, das der HERR Israel geboten hatte. Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeine, beide Manner und Weiber, und alle, die es vernehmen konnten, am ersten Tage des siebenten Monden, und las drinnen auf der breiten Gasse, die vor dem Wassertor ist, von licht Morgen an bis auf den Mittag, vor Mann und Weib und wer es vernehmen konnte. Und des ganzen Volks Ohren waren zu dem Gesetzbuch gekehrt. Und Esra, der Schriftgelehrte, stund auf einem holzernen hohen Stuhl, den sie gemacht hatten zu predigen; und stund neben ihm Mathithja, Sema, Anaja, Uria, Hilkia und Maeseja zu seiner Rechten; aberzu seiner Linken Pedaja, Misael, Malchia, Hasum, Hasbadana, Sacharja und Mesullam. Und Esra tat das Buch auf vor dem ganzen Volk, denn er ragte uber alles Volk; und da er's auftat, stund alles Volk. Und Esra lobete den HERRN, den grolien Gott. Und alles Volk antwortete: Amen, Amen! mit ihren Handen empor; und neigeten sich und beteten den HERRN an mit dem Antlitz zur Erde. Und Jesua, Bani, Serebja, Jamin, Akub, Sabthai, Hodia, Maeseja, Klita, Asarja, Josabad, Hanan, Plaja und die Leviten machten das Volk, daß es aufs Gesetz merkete; und das Volk stund auf seiner Statte. Und sie lasen im Gesetzbuch Gottes klar und verstandlich, daß man's verstund, da man's las. Und Nehemia, der da ist Hathirsatha, und Esra, der Priester, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk aufmerken machten, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem HERRN, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weinet nicht. Denn alles Volk weinete, da sie die Worte des Gesetzes horeten. Darum sprach erzu ihnen: Gehet hin und esset das Fette und trinket das Süüe; und sendet denen auch Teil, die nichts fur sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm HERRN; darum bekümmert euch nicht, denn die Freude am HERRN ist eure Starke. Und die Leviten stilleten alles Volk und sprachen: Seid stille, denn der Tag ist heilig; bekümmert euch nicht! Und alles Volk ging hin, daß es aüe, tranke und Teil sendete und eine groüe Freude machte; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen hatte kundgetan. Und des andern Tages versammelten sich die obersten Vater unter dem ganzen Volk und die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, daß er sie die Worte des Gesetzes unterrichtete. Und sie fanden geschrieben im Gesetz, daü der HERR durch Mose geboten hatte, daü die Kinder Israel in Laubhutten wohnen sollten auf das Fest im siebenten Monden. Und sie lielien es lautwerden und ausrufen in alien ihren Stadten und zu Jerusalem und sagen: Gehet hinaus auf die Berge und holet Olzweige, Balsamzweige, Myrtenzweige, Palmenzweige und Zweige von dichten Baumen, daü man Laubhutten mache, wie es geschrieben stehet. Und das Volk ging hinaus und holeten und machten ihnen Laubhutten, ein jeglicher auf seinem Dach und in ihren Hofen und in den Hofen am Hause Gottes und auf der breiten Gasse am Wassertor und auf der breiten Gasse am Tor Ephraim. Und die ganze Gemeine derer, die aus dem Gefangnis waren wiederkommen, machten Laubhutten und wohneten drinnen. Denn die Kinder Israel hatten seit der Zeit Josuas, des Sohns Nuns, bis auf diesen Tag nicht also getan; und war eine sehr groüe Freude. Und ward im Gesetzbuch Gottes gelesen alle Tage, vom ersten Tage an bis auf den letzten, und hielten das Fest sieben Tage, und am achten Tage die Versammlung, wie sich’s gebuhrt.

Epistle

Acts 8:5-8

Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christo. Das Volk aber horete einmütiglich und fleißig zu, was Philippus sagte, und sahen die Zeichen, die er tat. Denn die unsaubern Geister fuhren aus vielen Besessenen mitgroßem Geschrei; auch viel Gichtbrüchige und Lahme wurden gesund gemacht. Und ward eine große Freude in derselbigen Stadt.

First Reading

Nehemiah 5

Und es erhub sich ein groli Geschrei des Volks und ihrer Weiber wider ihre Bruder, die Juden. Und waren etliche, die da sprachen: Unserer Sohne und Tochter sind viel; I a lit uns Getreide nehmen und essen, daß wir leben. Aber etliche sprachen: Laüt uns unsere Acker, Weinberge und Hauser versetzen und Getreide nehmen in der Teurung. Etliche aber sprachen: Laüt uns Geld entlehnen auf Zinsen dem Konige auf unsere Acker und Weinberge. Denn unserer Bruder Leib ist wie unser Leib und ihre Kinder wie unsere Kinder; sonstwurden wir unsere Sohne und Tochter unterwerfen dem Dienst, und sind schon unserer Tochter etliche unterworfen, und ist kein Vermogen in unsern Handen; auch würden unsere Acker und Weinberge der andern. Da ich aber ihr Schreien und solche Worte horete, ward ich sehr zornig. Und mein Herz ward Rats mit mir, daß ich schalt die Ratsherren und die Obersten, und sprach zu ihnen: Wollt ihr einer auf den andern Wucher treiben? Und ich brachte eine groüe Gemeine wider sie und sprach zu ihnen: Wir haben unsere Bruder, die Juden, erkauft, die den Heiden verkauft waren, nach unserm Vermogen; und ihr wollt auch eure Bruder verkaufen, die wir zu uns gekauft haben? Da schwiegen sie und fanden nichts zu antworten. Und ich sprach: Es ist nicht gut, das ihr tut. Solltet ihr nicht in der Furcht Gottes wandeln urn der Schmach willen der Heiden, unserer Feinde? Ich und meine Bruder und meine Knaben haben ihnen auch Geld getan und Getreide; den Wucher aber haben wir nachgelassen. So gebt ihnen nun heutigestages wieder ihre Acker, Weinberge, Olgarten und Hauser und den Hundertsten am Gelde, am Getreide, am Most und am Ole, das ihr an ihnen gewuchert habt. Da sprachen sie: Wir wollen's wiedergeben und wollen nichts von ihnen fordern und wollen tun, wie du gesagt hast. Und ich rief den Priestern und nahm einen Eid von ihnen, daß sie also tun sollten. Auch schuttelte ich meinen Busen aus und sprach: Also schuttele Gott aus jedermann von seinem Hause und von seiner Arbeit, der dies Wort nicht handhabet, daß er sei ausgeschuttelt und leer. Und die ganze Gemeine sprach: Amen! und lobeten den HERRN. Und das Volk tat also. Auch von der Zeit an, da mirbefohlen ward, ein Landpfleger zu sein im Lande Juda, namlich vom zwanzigsten Jahr an bis in das zweiunddreilügste Jahr des Konigs Arthahsastha, das sind zwolf Jahre, nahrete ich mich und meine Bruder nicht von der Landpfleger Kost. Denn die vorigen Landpfleger, die vor mir gewesen waren, hatten das Volk beschweret und hatten von ihnen genommen Brot und Wein, dazu auch vierzig Sekel Silbers; auch hatten ihre Knaben mit Gewalt gefahren uber das Volk. Ich tat aber nicht also urn der Furcht Gottes willen. Auch arbeitete ich an der Mauer Arbeit und kaufte keinen Acker; und alle meine Knaben muliten daselbst an die Arbeit zuhauf kommen. Dazu waren der Juden und Obersten hundertundfunfzig an meinem Tische, die zu mir kommen waren aus den Heiden, die urn uns her sind. Und man machte mir des Tages einen Ochsen und sechs erwahlte Schafe und Vogel und je inwendig zehn Tagen allerlei Wein die Menge. Noch forderte ich nicht der Landpfleger Kost, denn der Dienst war schwer auf dem Volk. Gedenke mir, mein Gott, zum besten alles, das ich diesem Volk getan habe!

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 26

Und es begab sich, da Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jungern: Ihrwisset, daü nach zwei Tagen Ostern wird, und des Menschen Sohn wird uberantwortet werden, daß er gekreuziget werde. Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Altesten im Volk in dem Palast des Hohenpriesters, der da hieft Kaiphas, und hielten Rat, wie sie Jesum mit List griffen und toteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk! Da nun Jesus war zu Bethanien im Hause Simons des Aussatzigen, trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit kostlichem Wasser und goft es auf sein Haupt, da er zu Tisch saft. Da das seine Junger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu dient dieser Unrat? Dieses Wasser hatte mogen teuer verkauft und den Armen gegeben werden. Da das Jesus merkete, sprach erzu ihnen: Was bekummert ihr das Weib? Sie hat ein gut Werk an mirgetan. Ihr habt allezeit Arme bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Dafi sie dies Wasser hat auf meinen Leib gegossen, hat sie getan, daß man mich begraben wird. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in der ganzen Weit, da wird man auch sagen zu ihrem Gedachtnis, was sie getan hat. Da ging hin der Zwolfen einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den Hohenpriestern und sprach: Was wolltihr mirgeben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. Und von dem an suchte er Gelegenheit, daß er ihn verriete. Aber am ersten Tage dersüßen Brote traten die Jünger zu Jesu und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Osterlamm zu essen? Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprechet zu ihm: Der Meister laßt dir sagen: Meine Zeit ist hier; ich will bei dir die Ostern halten mit meinen Jungern. Und die Junger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und am Abend setzte er sich zu Tische mit den Zwolfen. Und da sie alien, sprach er: Wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten. Und sie wurden sehr betrubt und huben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm: Herr, bin ich's? Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchet, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn gehet zwardahin, wie von ihm geschrieben stehet; doch wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es ware ihm besser, daß derselbige Mensch noch nie geboren ware. Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. Da sie aber alien, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's den Jungern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankete, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus! Das ist mein Blut des Neuen Testaments, welches vergossen wird fur viele zur Vergebung der Sunden. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewachs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Und, da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Olberg. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle argern an mir; denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen. Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen in Galilaa. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an dir argerten, so will ich doch mich nimmermehr argern. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, ehe der Hahn krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben mußte, so will ich dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jünger. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hof, der hieli Gethsemane, und sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis daß ich dorthin gehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und die zwei Sohne des Zebedaus und fing an zu trauern und zu zagen. Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir! Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's moglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst. Und er kam zu seinen Jungern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konnet ihr denn nicht eine Stunde mit mirwachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Zum andernmal ging erwieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht moglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn; so geschehe dein Wille. Und er kam und fand sie abermal schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs. Und er ließ sie und ging abermal hin und betete zum drittenmal und redete dieselbigen Worte. Da kam erzu seinen Jungern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist hier, daß des Menschen Sohn in der Sunder Hande uberantwortet wird. Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrat! Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwolfen einer, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Altesten des Volks. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet. Und alsbald trat er zu Jesu und sprach: Gegrußet seiest du, Rabbi! und kussete ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du kommen? Da traten sie hinzu und legten die Hande an Jesum und griffen ihn. Und siehe, einer aus denen, die mit Jesu waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohrab. Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort; denn wer das Schwert nimmt, der soil durchs Schwert umkommen. Oder meinest du, daß ich nicht konnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwolf Legionen Engel? Wie würde aber die Schrift erfullet? Es mull also gehen. Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen: Ihr seid ausgegangen als zu einem Morder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fahen; bin ich doch taglich gesessen bei euch und habe gelehret im Tempel, und ihr habt mich nicht gegriffen. Aber das ist alles geschehen, daß erfullet würden die Schriften der Propheten. Da verlielien ihn alle Junger und flohen. Die aber Jesum gegriffen hatten, fuhreten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, dahin die Schriftgelehrten und Altesten sich versammelt hatten. Petrus aber folgte ihm nach von feme bis in den Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, auf daß er sahe, wo es hinaus wollte. Die Hohenpriester aber und Altesten und der ganze Rat suchten falsch Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn toteten, und fanden keins. Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch keins. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in dreien Tagen denselben bauen. Und der Hohepriester stund auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Aber Jesus schwieg stille. Und der Hohepriester antwortete und sprach zu ihm: Ich beschwore dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seiest Christus, der Sohn Gottes. Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an wird's geschehen, daß ihr sehen werdet des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerrili der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelastert; was bedurfen wirweiter Zeugnis? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslasterung gehort. Was dünkt euch? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Da speieten sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fausten. Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug? Petrus aber sali draulien im Palast. Und es trat zu ihm eine Magd und sprach: Und du warest auch mit dem Jesu aus Galilaa. Er leugnete aber vor ihnen alien und sprach: Ich weili nicht, was du sagest. Als er aber zur Tür hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesu von Nazareth. Und er leugnete abermal und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht. Und fiber eine kleine Weile traten hinzu, die da stunden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verrat dich. Da hub er an sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne den Menschen nicht. Und alsbald krahete der Hahn. Da dachte Petrus an die Worte Jesu, da er zu ihm sagte: Ehe der Hahn krahen wird, wirst du mich dreimal verleugnen. Und ging hinaus und weinte bitterlich.

Responsorial Psalm

Psalm 91

Wer unter dem Schirm des Hochsten sitzt und unter dem Schatten des Allmachtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Denn er errettet mich vom Strick des Jagers und von der schadlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Hochste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Ubels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hutte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen uber dir, daß sie dich behuten auf alien deinen Wegen, daß sie dich auf den Handen tragen und du deinen Fuft nicht an einen Stein stoftest. Auf den Lowen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen Lowen und Drachen. Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen; er rufet mich an, so will ich ihn erhoren. Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreiften und zu Ehren machen. Ich will ihn sattigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.

Gospel

Luke 9:1-6

Er forderte aber die Zwolfe zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht uber alle Teufel und daß sie Seuchen heilen konnten. Und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken. Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brat noch Geld; es soli auch einer nicht zwei Rocke haben. Und wo ihr in ein Haus gehet, da bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schuttelt auch den Staub ab von euren Fußen zu einem Zeugnis uber sie. Und sie gingen hinaus und durchzogen die Markte, predigten das Evangelium und machten gesund an alien Enden.

Responsorial Psalm

Psalm 139

Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze Oder stehe auf, so weiftest du es: du verstehest meine Gedanken von feme. Ich gehe Oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht ailes wissest. Du schaffest es, was ich vor Oder hernach tue, und haltst deine Hand uber mir. Solche Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch; ich kann's nicht begreifen. Wo soil ich hingehen vor deinem Geist und wo soli ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Fuhre ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Holle, siehe, so bist du auch da. Nahme ich Flügel der Morgenrote und bliebe am auftersten Meer, so würde mich doch deine Hand daselbst fuhren und deine Rechte mich halten. Sprache ich: Finsternis moge mich decken, so muft die Nacht auch Licht um mich sein; denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht. Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, du warest uber mir in Mutterleibe. Ich danke dir daruber, daß ich wunderbarlich gemacht bin; wunderbarlich sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl. Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde. Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war. Aberwie kostlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine grofte Summa! Sollt ich sie zahlen, so würde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir. Ach, Gott, daß du totetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mirweichen muftten! Denn sie reden von dir lasterlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache. Ich hasse ja, HERR, die dich hassen, und verdreuftt mich auf sie, daß sie sich wider dich setzen. Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mirfeind. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prufe mich und erfahre, wie ich's meine; und siehe, ob ich auf bosem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Responsorial Psalm

Psalm 148

Halleluja! Lobet, ihr Himmel, den HERRN; lobet ihn in der Hohe! Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, all sein Heer! Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Lobet ihn, ihr Himmel allenthalben, und die Wasser, die oben am Himmel sind! Die sollen loben den Namen des HERRN; denn er gebeut, so wird's geschaffen. Er halt sie immer und ewiglich; er ordnet sie, daß sie nicht anders gehen müssen. Lobet den HERRN auf Erden, ihr Walfische und alle Tiefen; Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten; Berge und alle Hügel, fruchtbare Baume und alle Zedern; Tier und alles Vieh, Gewürm und Vogel; ihr Konige auf Erden und alle Leute, Fursten und alle Richter auf Erden; Junglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen sollen loben den Namen des HERRN; denn sein Name allein ist hoch; sein Lob gehet, soweit Himmel und Erde ist. Und ererhohet das Horn seines Volks. Alle seine Heiligen sollen loben, die Kinder Israel, das Volk, das ihm dienet, Halleluja!

Responsorial Psalm

Psalm 146

Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! Ich will den HERRN loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hie bin. Verlasset euch nicht auf Fursten; sie sind Menschen, die konnen ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschlage. Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf dem HERRN, seinem Gott, stehet, der Himmel, Erde, Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der Glauben halt ewiglich; der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. Der HERR loset die Gefangenen. Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebet die Gerechten. Der HERR behutet Fremdlinge und Waisen und erhalt die Witwen; und kehret zuruck den Weg der Gottlosen. Der HERR ist Konig ewiglich, dein Gott, Zion, fur und fur. Halleluja!

Evening Prayer — First Lesson

Nehemiah 9

Am vierundzwanzigsten Tage dieses Monden kamen die Kinder Israel zusammen mit Fasten und Sacken und Erde auf ihnen. Und sonderten den Samen Israels von alien fremden Kindern und traten hin und bekannten ihre Sünden und ihrer Vater Missetat. Und stunden auf an ihrer Statte; und man las im Gesetzbuch des HERRN, ihres Gottes, viermal des Tages; und sie bekannten und beteten an den HERRN, ihren Gott, viermal des Tages. Und die Leviten stunden auf in die Hohe, namlich Jesua, Bani, Kadmiel, Sebanja, Buni, Serebja, Bani und Chenani, und schrieen laut zu dem HERRN, ihrem Gott. Und die Leviten, Jesua, Kadmiel, Bani, Hasabenja, Serebja, Hodia, Sebanja, Pethahja, sprachen: Stehet auf, lobet den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit; und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der erhohet ist, mit allem Segen und Lobe. HERR, du bist's allein; du hast gemacht den Himmel und alter Himmel Himmel mit all ihrem Heer, die Erde und alles, was drauf ist, die Meere und alles, was drinnen ist; du machest alles lebendig, und das himmlische Heer betet dich an. Du bist der HERR Gott, der du Abram erwahlet hast und ihn von Ur in Chaldaa ausgeführt und Abraham genannt und sein Herz treu vor dir funden und einen Bund mit ihm gemacht, seinem Samen zu geben das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Jebusiter und Girgositer; und hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht. Und du hast angesehen das Elend unserer Vater in Agypten und ihr Schreien erhoret am Schilfmeer und Zeichen und Wunder getan an Pharao und an alien seinen Knechten und an allem Volk seines Landes; denn du erkanntest, daß sie stolz wider sie waren; und hast dir einen Namen gemacht, wie es heute gehet. Und hast das Meer vor ihnen zerrissen, daß sie mitten im Meer trocken hindurchgingen, und ihre Verfolger in die Tiefe verworfen, wie Steine in machtigen Wassern, und sie gefuhret des Tages in einer Wolkensaule und des Nachts in einer Feuersaule, ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen. Und bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit ihnen vom Himmel geredet und gegeben ein wahrhaftig Recht und ein recht Gesetz und gute Gebote und Sitten; und deinen heiligen Sabbat ihnen kundgetan; und Gebote, Sitten und Gesetze ihnen geboten durch deinen Knecht Mose; und ihnen Brot vom Himmel gegeben, da sie hungerte, und Wasser aus dem Felsen lassen gehen, da sie durstete; und ihnen geredet, sie sollten hineingehen und das Land einnehmen, daruber du deine Hand hubest, ihnen zu geben. Aber unsere Vater wurden stolz und halsstarrig, daß sie deinen Geboten nicht gehorchten, und weigerten sich zu horen, und gedachten auch nicht an deine Wunder, die du an ihnen tatest, sondern sie wurden halsstarrig und warfen ein Haupt auf, da($ sie sich wendeten zu ihrer Dienstbarkeit in ihrer Ungeduld. Aber du, mein Gott, vergabest und warest gnadig, barmherzig, geduldig und von grolter Barmherzigkeit und verlieftest sie nicht. Und ob sie wohl ein gegossen Kalb machten und sprachen: Das ist dein Gott, der dich aus Agyptenland gefuhret hat, und taten grofte Lasterungen, noch verlieftest du sie nicht in der Wuste nach deiner groften Barmherzigkeit, und die Wolkensaule wich nicht von ihnen des Tages, sie zu fuhren auf dem Wege, noch die Feuersaule des Nachts, ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen. Und du gabest ihnen deinen guten Geist, sie zu unterweisen; und dein Man wandtest du nicht von ihrem Munde; und gabest ihnen Wasser, da sie durstete. Vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wuste, daß ihnen nichts mangelte. Ihre Kleider veralteten nicht, und ihre Fufte zerschwollen nicht. Und gabest ihnen Konigreiche und Volker und teiltest sie hie und daher, daß sie einnahmen das Land Sihons, des Konigs zu Hesbon und das Land Ogs, des Konigs in Basan. Und vermehrtest ihre Kinder wie die Sterne am Himmel und brachtest sie ins Land, das du ihren Vatern geredet hattest, daß sie einziehen und es einnehmen sollten. Und die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein. Und du demutigtest vor ihnen die Einwohner des Landes, die Kanaaniter, und gabest sie in ihre Hande, und ihre Konige und Volker im Lande, daß sie mit ihnen taten nach ihrem Willen. Und sie gewannen feste Stadte und ein fett Land und nahmen Hauser ein, voll allerlei Guter, ausgehauene Brunnen, Weinberge, Olgarten und Baume, davon man isset, die Menge; und alien und wurden satt und fett und lebten in Wollust durch deine grofte Gute. Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten dir und warfen dein Gesetz hinter sich zuruck; und erwurgeten deine Propheten, die sie bezeugten, daß sie sollten sich zu dir bekehren; und taten grofte Lasterungen. Darum gabest du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie angsteten. Und zur Zeit ihrer Angst schrieen sie zu dir; und du erhoretest sie vom Himmel, und durch deine grofte Barmherzigkeit gabest du ihnen Heilande, die ihnen halfen aus ihrer Feinde Hand. Wenn sie aber zur Ruhe kamen, verkehreten sie sich, ubel zu tun vor dir. So verlieftest du sie in ihrer Feinde Hand, daß sie uber sie herrscheten. So bekehreten sie sich dann und schrieen zu dir; und du erhoretest sie vom Himmel und errettetest sie nach deiner groften Barmherzigkeit vielmal und lieftest sie bezeugen, daß sie sich bekehren sollten zu deinem Gesetz. Aber sie waren stolz und gehorchten deinen Geboten nicht; und sundigten an deinen Rechten (welche so ein Mensch tut, lebet er darinnen) und wandten ihre Schulterweg und wurden halsstarrig und gehorchten nicht. Und du hieltest viele Jahre über ihnen und lieftest sie bezeugen durch deinen Geist in deinen Propheten; aber sie nahmen's nicht zu Ohren. Darum hast du sie gegeben in die Hand der Volker in Landern. Aber nach deiner groften Barmherzigkeit hast du es nicht gar aus mit ihnen gemacht noch sie verlassen; denn du bist ein gnadiger und barmherziger Gott. Nun, unser Gott, du grafter Gott, machtig und schrecklich, derdu haltst Bund und Barmherzigkeit, achte nicht gering alle die Muhe, die uns getroffen hat und unsere Konige, Fursten, Priester, Propheten, Vater und dein ganzes Volk von der Zeit an der Konige zu Assur bis auf diesen Tag. Du bist gerecht an allem, das du uber uns gebracht hast; denn du hast recht getan; wir aber sind gottlos gewesen. Und unsere Konige, Fursten, Priester und Vater haben nicht nach deinem Gesetz getan und nicht acht gehabt auf deine Gebote und Zeugnisse, die du ihnen hast lassen zeugen. Und sie haben dir nicht gedienet in ihrem Konigreich und in deinen groüen Gutern, die du ihnen gabest, und in dem weiten und fetten Lande, das du ihnen dargelegt hast, und haben sich nicht bekehret von ihrem bosen Wesen. Siehe, wir sind heutigestages Knechte; und im Lande, das du unsern Vatern gegeben hast, zu essen seine Fruchte und Guter, siehe, da sind wir Knechte innen. Und sein Einkommen mehret sich den Konigen, die du uber uns gesetzt hast, um unserer Sünden willen; und sie herrschen uber unsere Leiber und Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in grofier Not.

Second Reading

Acts 28

Und da wir auskamen, erfuhren wir, daß die Insel Melite hieft. Die Leutlein aber erzeigten uns nicht geringe Freundschaft, zündeten ein Feuer an und nahmen uns alle auf urn des Regens, der uber uns kommen war, und urn der Kalte willen. Da aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte und legte es aufs Feuer, kam eine Otter von der Hitze und fuhr Paulus an seine Hand. Da aber die Leutlein sahen das Tier an seiner Hand hangen, sprachen sie untereinander: Dieser Mensch muft ein Morder sein, welchen die Rache nicht leben laftt, ob er gleich dem Meer entgangen ist. Er aber schlenkerte das Tier ins Feuer, und ihm widerfuhr nichts Ubles. Sie aber warteten, wenn er schwellen wurde Oder tot niederfallen. Da sie aber lange warteten und sahen, daß ihm nichts Ungeheures widerfuhr, verwandten sie sich und sprachen, erware ein Gott. An denselbigen Ortern aber hatte der Oberste in der Insel mit Namen Publius ein Vorwerk; der nahm uns auf und herbergte uns drei Tage freundlich. Es geschah aber, daß der Vater des Publius am Fieber und an der Ruhr lag. Zu dem ging Paulus hinein und betete und legte die Hand auf ihn und machte ihn gesund. Da das geschah, kamen auch die andern auf der Insel herzu, die Krankheiten hatten, und lielien sich gesund machen. Und sie taten uns grolie Ehre, und da wir auszogen, luden sie auf, was uns not war. Nach dreien Monden aber schifften wir aus in einem Schiffe von Alexandrien, welches bei der Insel gewintert hatte und hatte ein Panier der Zwillinge. Und da wir gen Syrakus kamen, blieben wir drei Tage da. Und da wir umschifften, kamen wir gen Rhegion; und nach einem Tage, da der Sudwind sich erhub, kamen wirdes andern Tages gen Puteoli. Da fanden wir Bruder und wurden von ihnen gebeten, daß wir sieben Tage dablieben. Und also kamen wir gen Rom. Und von dannen, da die Bruder von uns horeten, gingen sie aus uns entgegen bis gen Appifor und Tretabern. Da die Paulus sah, dankete er Gott und gewann eine Zuversicht. Da wir aber gen Rom kamen, uber antwortete der Unterhauptmann die Gefangenen dem obersten Hauptmann. Aber Paulus ward erlaubt zu bleiben, wo er wollte, mit einem Kriegsknechte, der sein hütete. Es geschah aber nach dreien Tagen, daß Paulus zusammenrief die Vornehmsten der Juden. Da dieselbigen zusammen kamen, sprach erzu ihnen: Ihr Manner liebe Bruder, ich habe nichts getan wider unser Volk noch wider vaterliche Sitten und bin doch gefangen aus Jerusalem ubergeben in der Romer Hande, welche, da sie mich verhoret hatten, wollten sie mich losgeben, dieweil keine Ursache des Todes an mirwar. Da aber die Juden dawider redeten, ward ich genotiget, mich auf den Kaiser zu berufen; nicht, als hatte ich mein Volk urn etwas zu verklagen. Urn der Ursache willen habe ich euch gebeten, daß ich euch sehen und ansprechen mochte; denn urn der Hoffnung willen Israels bin ich mit dieser Kette umgeben. Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben weder Schrift empfangen aus Judaa deinethalben, noch kein Bruder ist kommen, der von dir etwas Arges verkundiget Oder gesagt habe. Doch wollen wir von dir horen, was du haltst. Denn von dieser Sekte ist uns kund, daß ihr wird an alien Enden widersprochen. Und da sie ihm einen Tag bestimmten, kamen viele zu ihm in die Herberge, welchen er auslegte und bezeugete das Reich Gottes und predigte ihnen von Jesu aus dem Gesetze Mose's und aus den Propheten vom fruhen Morgen an bis an den Abend. Und etliche fielen zu dem, was er sagte; etliche aber glaubten nicht. Da sie aber untereinander milihellig waren, gingen sie weg, als Paulus ein Wort redete, das wohl der Heilige Geist gesagt hat durch den Propheten Jesaja zu unsern Vatern und gesprochen: Gehe hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr's horen und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr's sehen und nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volks ist verstockt, und sie horen schwerlich mit Ohren und schlummern mit ihren Augen, auf daß sie nicht dermaleinst sehen mit den Augen und horen mit den Ohren und verstandig werden im Herzen und sich bekehren, daß ich ihnen hulfe. So sei es euch kundgetan, daß den Heiden gesandt ist dies Heil Gottes; und sie werden's horen. Und da er solches redete, gingen die Juden hin und hatten viel Fragens unter sich selbst. Paulus aber blieb zwei Jahre in seinem eignen Gedinge und nahm auf alle, die zu ihm kamen, predigte das Reich Gottes und lehrete von dem Herm Jesu mit aller Freudigkeit unverboten.

Second Reading

Romans 5

Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir auch einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade darinnen wir stehen, und ruhmen uns der Hoffnung der zukunftigen Herrlichkeit die Gott geben soil. Nicht allein aber das, sondern wir ruhmen uns auch der Trubsale dieweil wirwissen, dad Trubsal Geduld bringet. Geduld aber bringet Erfahrung, Erfahrung aber bringet Hoffnung, Hoffnung aber laftt nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist fur uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um des Rechtes willen; um etwas Gutes willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, dad Christus fur uns gestorben ist, da wir noch Sunder waren. So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Denn so wir Gott versohnet sind durch den Tod seines Sohns, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versohnet sind. Nicht aliein aber das, sondern wir ruhmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir nun die Versohnung empfangen haben. Derhaiben, wie durch einen Menschen die Sunde ist kommen in die Welt und der Tod durch die Sunde, und ist also der Tod zu alien Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesundiget haben; (denn die Sunde warwohl in der Welt bisauf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sunde nicht, sondern der Tod herrschte von Adam an bis auf Mose, auch uber die, die nicht gesundiget haben mit gieicher Ubertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der zukunftig war. Aber nicht halt sich's mit der Gabe wie mit der Sunde. Denn so an eines Sunde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einigen Menschen, Jesu Christi. Und nicht ist die Gabe allein uber eine Sunde wie durch des einigen Sunders einige Sunde alles Verderben. Denn das Urteil ist kommen aus einer Sunde zur Verdammnis; die Gabe aber hilftauch aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. Denn so um des einigen Sunde willen der Tod geherrschet hat durch den einen, viel mehr werden die, so da empfangen die Fülle der Gnade und der Gabe zur Gerechtigkeit, herrschen im Leben durch einen, Jesum Christum): wie nun durch eines Sunde die Verdammnis uber alle Menschen kommen ist, also ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen kommen. Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viel Sunder worden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechte. Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf dati die Sunde machtiger würde. Wo aber die Sunde machtig worden ist, da ist doch die Gnade viel machtiger worden, auf daß, gleichwie die Sunde geherrschet hat zu dem Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern Herrn.

Second Reading

Hebrews 11:17-31

Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingebornen, da er schon die Verheißung empfangen hatte, von welchem gesagt war: In Isaak wird dir dein Same geheißen werden, und dachte: Gott kann auch wohl von den Toten erwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wieder nahm. Durch den Glauben segnete Isaak von den zukunftigen Dingen den Jakob und Esau. Durch den Glauben segnete Jakob, da er starb, beide Sohne Josephs und neigete sich gegen seines Zepters Spitze. Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der Kinder Israel, da er starb, und tat Befehl von seinen Gebeinen. Durch den Glauben ward Mose, da er geboren war, drei Monden verborgen von seinen Eltern, darum daß sie sahen, wie er ein schon Kind war, und furchteten sich nicht vor des Konigs Gebot. Durch den Glauben wollte Mose, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos und erwahlete viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergotzung der Sunde zu haben, und achtete die Schmach Christi fur grotieren Reichtum denn die Schatze Agyptens; denn er sah an die Belohnung. Durch den Glauben verlieli er Agypten und furchtete nicht des Konigs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sahe er ihn. Durch den Glauben hielt er Ostern und das Blutvergiefien, auf daß, der die Erstgeburten wurgete, sie nicht trafe. Durch den Glauben gingen sie durch das Rote Meer als durch trocken Land; welches die Agypter auch versuchten und ersoffen. Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, da sie sieben Tage umhergegangen waren. Durch den Glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mitden Unglaubigen, da sie die Kundschafter freundlich aufnahm.

Second Reading

3 John 7:1-10

Gospel

Mark 10

Und er machte sich auf und kam von dannen in die Orter des judischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermal mit Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrete er sie abermal. Und die Pharisaer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden moge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit. Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Urn eures Herzens Hartigkeit willen hat er euch solch Gebot geschrieben. Aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein Mannlein und Fraulein. Darum wird der Mensch seinen Vater und Mutter lassen und wird seinem Weibe anhangen, und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was denn Gott zusammengefuget hat, soil der Mensch nicht scheiden. Und daheim fragten ihn abermal seine Junger urn dasselbige. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr. Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daü ersie anruhrete. Die Junger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lafit die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht empfanget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzete sie und legtedie Hande auf sie und segnete sie. Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer vorne vor, kniete vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soil ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weifiest ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst niemand tauschen. Ehre deinen Vater und Mutter. Er antwortete aber und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlet dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich. Er aber ward Unmuts uber der Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Guter. Und Jesus sah urn sich und sprach zu seinen Jungern: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Junger aber entsetzten sich uber seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwerlich ist's, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind moglich bei Gott. Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget. Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, so er verlalit Haus Oder Brüder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meinetwillen und um des Evangeliumswillen, der nicht hundertfaltig empfange jetzt in dieser Zeit Hauser und Bruder und Schwestern und Mutter und Kinder und Acker mit Verfolgungen und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind. Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen; und sie entsetzten sich, folgeten ihm nach und furchteten sich. Und Jesus nahm abermal zu sich die Zwolfe und sagte ihnen, was ihm widerfahren würde: Siehe, wirgehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird uberantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie werden ihn verdammen zum Tode und überantworten den Heiden. Die werden ihn verspotten und geilieln und verspeien und toten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Sohne des Zebedaus, und sprachen: Meister, wir wollen, daß du uns tuest, was wir dich bitten werden. Er sprach zu ihnen: Was wolit, ihr, daß ich euch tue? Sie sprachen zu ihm: Gib uns, daß wir sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, in deiner Herrlichkeit. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihrwisset nicht, was ihr bittet. Konnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Ja, wir konnen es wohl. Jesus aber sprach zu ihnen: Zwar ihrwerdet den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, da ich mit getauft werde; zu sitzen aberzu meiner Rechten und zu meiner Linken, stehet mir nicht zu, euch zu geben, sondern welchen es bereitet ist. Und da das die Zehn horeten, wurden sie unwillig uber Jakobus und Johannes. Aber Jesus rief sie und sprach zu ihnen: Ihr wisset, daß die weltlichen Fursten herrschen, und die Machtigen unter ihnen haben Gewalt. Aber also soil es unter euch nicht sein, sondern welcher will groü werden unter euch, der soil euer Diener sein. Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soil aller Knecht sein. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß ersich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung fur viele. Und sie kamen gen Jericho. Und da er aus Jericho ging, er und seine Jünger und ein groü Volk, da sali ein Blinder, Bartimaus, des Timaus Sohn, am Wege und bettelte. Und da er horete, daß es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Und viele bedraueten ihn, ersollte stillschweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Und Jesus stund stille und lieli ihn rufen. Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, stehe auf! Er rufet dich. Und erwarf sein Kleid von sich, stund auf und kam zu Jesu. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, daß ich dir tun soil? Der Blinde sprach zu ihm: Rabuni, daß ich sehend werde. Jesus aber sprach zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.

Evening Prayer — Second Lesson

1 Corinthians 11

Seid meine Nachfolger, gleichwie ich Christi! Ich lobe euch, liebe Bruder, daß ihr an mich gedenket in alien Stricken und haltet die Weise, gleichwie ich euch gegeben habe. Ich lasse euch aber wissen, daß Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt, der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt. Ein jeglicher Mann, der da betet Oder weissaget und hat etwas auf dem Haupt, der schandet sein Haupt. Ein Weib aber, das da betet Oder weissaget mit unbedecktem Haupt, die schandet ihr Haupt; denn es ist ebensoviel, als ware sie beschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr auch das Haar ab. Nun es aber libel stehet, daß ein Weib verschnitten Haar habe Oder beschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken. Der Mann aber soil das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre. Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib ist vom Manne. Und der Mann ist nicht geschaffen urn des Weibes willen; sondern das Weib urn des Mannes willen. Darum soil das Weib eine Macht auf dem Haupt haben urn der Engel willen. Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem Herrn. Denn wie das Weib von dem Manne, also kommt auch der Mann durch das Weib, aber alles kommt von Gott. Richtet bei euch selbst, ob es wohl stehet, daß ein Weib unbedeckt vor Gott bete. Oder lehret euch auch nicht die Natur, daß einem Manne eine Unehre ist, so er lange Haare zeuget, und dem Weibe eine Ehre, so sie lange Haare zeuget? Das Haar ist ihr zur Decke gegeben. Ist aber jemand unter euch, der Lust zu zanken hat, der wisse, daß wir solche Weise nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht. Ich muli aber dies befehlen: Ich kann's nicht loben, daß ihr nicht auf bessere Weise, sondern auf argere Weise zusammenkommet. Zum ersten, wenn ihrzusammen kommt in der Gemeinde, hore ich, es seien Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich's. Denn es müssen Rotten unter euch sein, auf daß die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden. Wenn ihr nun zusammenkommet, so halt man da nicht des Herrn Abendmahl. Denn so man das Abendmahl halten soil, nimmt ein jeglicher sein eigenes vorhin, und einer ist hungrig, der andere ist trunken. Habt ihr aber nicht Hauser, da ihr essen und trinken moget? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschamet die, so da nichts haben? Was soil ich euch sagen? Soil ich euch loben? Hierinnen lobe ich euch nicht. Ich habe von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankete und brach's und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib der fur euch gebrochen wird. Solches tut zu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut. Solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedachtnis! Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkundigen, bis da(3> er kommt. Welcher nun unwurdig von diesem Brot isset Oder von dem Kelch des Herrn trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prufe aber sich selbst und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwurdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das Gericht damit, da(J er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch so viel Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen. Denn so wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, sowerden wir von dem Herrn gezuchtiget, auf dati wir nicht samt der Welt verdammet werden. Darum, meine lieben Bruder, wenn ihr zusammenkommet, zu essen, so harre einer des andern. Hungert aber jemand, der esse daheim, auf daß ihr nicht zum Gerichte zusammenkommet. Das andere will ich ordnen, wenn ich komme.

Gospel

Luke 13:1-17

Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkundigten ihm von den Galilaern, welcher Blut Püatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galilaer vor alien Galilaern Sunder gewesen sind, die weil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor alien Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingartner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laft ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedunge ihn, ob erwollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen.

Gospel

John 10:11-18

Ich bin kommen, daß sie das Leben und voile Genüge haben sollen. Ich bin ein guter Hirte; ein guter Hirte lasset sein Leben fur die Schafe. Ein Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen und verlasset die Schafe und flieht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben fur die Schafe. Und ich habe andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselben muft ich herfuhren, und sie werden meine Stimme horen, und wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebet mich mein Vater, daß ich mein Leben lasse, auf dafi ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mirselber. Ich habe Macht es zu lassen und habe Macht es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.

Gospel

Acts 9

Saulus aber schnaubete noch mit Drauen und Morden wider die Junger des Herrn und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses Wegs fande, Manner und Weiber, er sie gebunden fuhrete gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plotzlich ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und horete eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgest. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel lecken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, daß ich tun soil? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Manner aber, die seine Gefahrten waren, stunden und waren erstarret; denn sie horeten eine Stimme und sahen niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und fuhreten ihn gen Damaskus. Und war drei Tage nicht sehend und aft nicht und trank nicht. Es war aber ein Junger zu Damaskus mit Namen Ananias; zu dem sprach der Herr im Gesichte: Ananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin in die Gasse, die da heiftet die Richtige, und frage in dem Hause Judas nach Saulus mit Namen von Tarsus; denn siehe, er betet und hat gesehen im Gesichte einen Mann mit Namen Ananias zu ihm hineinkommen und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehoret von diesem Manne, wieviel Ubles er deinen Heiligen getan hat zu Jerusalem. Und er hat allhie Macht von den Hohenpriestern; zu binden alle, die deinen Namen anrufen. Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwahlt Rustzeug, daß er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Konigen und vor den Kindern von Israel. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muft um meines Namens willen. Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hande auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt (der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest), daß du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfullet werdest. Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen; und ward wieder sehend und stund auf, lieft sich taufen und nahm Speise zu sich und starkete sich. Saulus aber war etliche Tage bei den Jungern zu Damaskus. Und alsbald predigte er Christum in den Schulen, daß derselbige Gottes Sohn sei. Sie entsetzten sich aber alle, die es horeten, und sprachen: 1st das nicht, der zu Jerusalem verstorete alle, die diesen Namen anrufen, und darum herkommen, daü er sie gebunden führe zu den Hohenpriestern? Saulus aber ward immer kraftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohneten, und bewahrete es, daß dieser ist der Christus. Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, daß sie ihn toteten. Aber es ward Saulus kundgetan, dafi sie ihm nachstelleten. Sie huteten aber Tag und Nacht an den Toren, daß sie ihn toteten. Da nahmen ihn die Junger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer und liefien ihn in einem Korbe hinab. Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jungern zu tun; und sie furchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dafi er ein Junger ware. Barnabas aber nahm ihn zu sich und fuhrete ihn zu den Aposteln und erzahlete ihnen, wie er auf der Strafte den Herm gesehen, und er mit ihm geredet, und wie er zu Damaskus den Namen Jesu frei geprediget hatte. Und erwar bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte den Namen des Herrn Jesu frei. Er redete auch und befragte sich mit den Griechen; aber sie stelleten ihm nach, daß sie ihn toteten. Da das die Bruder erfuhren, geleiteten sie ihn gen Casarea und schickten ihn gen Tarsus. So hatte nun die Gemeinde Frieden durch ganz Judaa und Galilaa und Samarien und bauete sich und wandelte in der Furcht des Flerrn und ward erfullet mit Trost des FHeiligen Geistes. Es geschah aber, da Petrus durchzog allenthalben, daß er auch zu den Heiligen kam, die zu Lydda wohneten. Daselbst fand er einen Mann mit Namen Aneas, acht Jahre lang auf dem Bette gelegen, der war gichtbruchig. Und Petrus sprach zu ihm: Anea, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf und bette dir selber. Und alsobald stund erauf. Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und zu Saron wohneten; die bekehreten sich zu dem Flerrn. Zu Joppe aber war eine Jungerin mit Namen Tabea (welches verdolmetschet heiftt eine Rehe), die war voll guter Werke und Almosen, die sie tat. Es begab sich aber zu derselbigen Zeit, daß sie krank ward und starb. Da wuschen sie dieselbige und legten sie auf den Soller. Nun aber Lydda nahe bei Joppe ist, da die Junger horeten, daß Petrus daselbst war, sandten sie zwei Manner zu ihm und ermahneten ihn, daß er sich's nicht liefte verdrieften, zu ihnen zu kommen. Petrus aber stund auf und kam mit ihnen. Und als er hinkommen war, fuhreten sie ihn hinauf auf den Soller, und traten urn ihn alle Witwen, weineten und zeigten ihm die Rocke und Kleider, welche die Rehe machte, als sie bei ihnen war. Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder. Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf und rief die Heiligen und die Witwen und stellete sie lebendig dar. Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden glaubig an den Herrn. Und es geschah, daß er lange Zeit zu Joppe blieb bei einem Simon, der ein Gerber war.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

Today's readings, every morning

Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.