Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

1 Corinthians 1:26-31

Sehet an, liebe Bruder, euren Beruf: nicht viel Weise nach dem Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen. sondern was toricht ist vor der Welt, das hat Gott erwahlet, daß er die Weisen zuschanden machte; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwahlet, daß er zuschanden machte, was stark ist; und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwahlet, und das da nichts ist, daß er zunichte machte, was etwas ist, auf daß sich vor ihm kein Fleisch ruhme. Von welchem auch ihr herkommt in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlosung, auf daß (wie geschrieben stehet), wer sich rühmet, der ruhme sich des Herrn.

First Reading

Isaiah 33

Wehe aber dir, du Verstorer! Meinest du, du werdest nicht verstoret werden? Und du Verachter! meinest du, man werde dich nicht verachten? Wenn du das Verstoren vollendet hast, so wirst du auch verstoret werden; wenn du des Verachtens ein Ende gemacht hast, so wird man dich wieder verachten. HERR, sei uns gnadig, denn auf dich harren wir; sei ihr Arm fruhe, dazu unser Heil zu der Zeit der Trübsal! Lali fliehen die Volker vor dem grolien Getümmel, und die Heiden zerstreuetwerden, wenn du dich erhohest! Da wird man euch aufraffen als einen Raub, wie man die Heuschrecken aufrafft, und wie die Kafer zerscheucht werden, wenn man sie uberfallt. Der HERR ist erhaben, denn er wohnet in der Hohe. Er hat Zion voll Gerichts und Gerechtigkeit gemacht. Und wird zu deiner Zeit Glaube sein, und Herrschaft, Heil, Weisheit, Klugheit, Furcht des HERRN werden sein Schatz sein. Siehe, ihre Boten schreien draulien, die Engel des Friedens weinen bitterlich (und sprechen): Die Steige sind wuste, es gehet niemand mehr auf der Stralie. Er halt weder Treue noch Glauben; er verwirft die Stadte und achtet der Leute nicht. Das Land liegt klaglich und jammerlich, der Libanon stehet schandlich zerhauen, und Saron ist wie ein Gefilde, und Basan und Karmel ist ode. Nun will ich mich aufmachen, spricht der HERR, nun will ich mich erheben, nun will ich hoch kommen. Mit Stroh gehet ihr schwanger, Stoppeln gebaret ihr; Feuer wird euch mit euren Mut verzehren. Denn die Volker werden zu Kalk verbrannt werden, wie man abgehauene Dornen mit Feuer ansteckt. So horet nun ihr, die ihr feme seid, was ich getan habe; und die ihr nahe seid, merket meine Starke! Die Sunder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler ankommen (und sprechen): Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen moge? Wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne? Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht hasset samt dem Geiz und seine Hande abzeucht, daß er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, daü er nicht Blutschulden hore, und seine Augen zuhalt, daß er nicht Arges sehe, der wird in der Hohe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewüi. Deine Augen werden den Konig sehen in seiner Schone, du wirst das Land erweitert sehen, daß sich dein Herz sehr verwundern wird und sagen: Wo sind nun die Schriftgelehrten? Wo sind die Rate? Wo sind die Kanzler? Dazu wirst du das starke Volk nicht sehen, das Volk von tiefer Sprache, die man nicht vernehmen kann, und von undeutlicher Zunge, die man nicht verstehen kann. Schaue, Zion, die Stadt unsers Stifts! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, eine Hütte, die nicht weggeführt wird, welcher Nagel sollen nimmermehr ausgezogen, und ihrer Seile keins zerrissen werden. Denn der HERR wird machtig daselbst bei uns sein, und werden weite Wassergraben sein, daü daruber kein Schiff mit Rudern fahren noch Galeeren dahin schiffen werden. Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser Konig, der hilft uns. Lalit sie ihre Stricke spannen, sie werden doch nicht halten; also werden sie auch das Fahnlein nicht auf den Mastbaum ausstecken. Dann wird viel kdstliches Raubs ausgeteilet werden, dafi auch die Lahmen rauben werden. Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, so drinnen wohnet, wird Vergebung der Sünden haben.

First Reading

2 Kings 17:1-18

Im zwolften Jahr Ahas, des Konigs Judas, ward Konig uber Israel zu Samaria Hosea, der Sohn Elas, neun Jahre. Und tat, das dem HERRN ubel gefiel, doch nicht wie die Konige Israels, die vor ihm waren. Wider denselben zog herauf Salmanasser, der Konig zu Assyrien. Und Hosea ward ihm untertan, daß er ihm Geschenke gab. Da aber der Konig zu Assyrien inne ward, daß Hosea einen Bund anrichtete und Boten hatte zu So, dem Konige in Agypten, gesandt, und nicht darreichte Geschenke dem Konige zu Assyrien alle Jahre, belagerte er ihn und legte ihn ins Gefangnis. Und der Konig zu Assyrien zog aufs ganze Land und gen Samaria und belagerte sie drei Jahre. Und im neunten Jahr Hoseas gewann der Konig zu Assyrien Samaria und fuhrete Israel weg nach Assyrien und setzte sie zu Halah und zu Habor, am Wasser Gosan, und in den Stadten der Meder. Denn da die Kinder Israel wider den HERRN, ihren Gott, sundigten (der sie aus Agyptenland gefuhret hatte, aus der Hand Pharaos, des Konigs in Agypten) und andere Gotter furchteten und wandelten nach der Heiden Weise, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte, und wie die Konige Israels taten; und die Kinder Israel schmückten ihre Sachen wider den HERRN, ihren Gott, die doch nicht gut waren, namlich daü sie ihnen Hohen baueten in alien Stadten, beide in Schlossern und festen Stadten, und richteten Saulen auf und Haine auf alien hohen Hügeln und unter alien grünen Baumen; und raucherten daselbst auf alien Hohen, wie die Heiden, die der HERR vor ihnen weggetrieben hatte, und trieben bose Stucke, damit sie den HERRN erzümeten; und dieneten den Gotzen, davon der HERRzu ihnen gesagt hatte: Ihr sollt solches nicht tun; und wenn der HERR bezeugte in Israel und Juda durch alle Propheten und Schauer und lieli ihnen sagen: Kehret um von euren bosen Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach allem Gesetz, das ich euren Vatern geboten habe und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten, so gehorchten sie nicht, sondern harteten ihren Nacken, wie der Nacken ihrer Vater, die nicht glaubeten an den HERRN ihren Gott; dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er mit ihren Vatern gemacht hatte, und seine Zeugnisse, die er unter ihnen tat, sondern wandelten ihrer Eitelkeit nach und wurden eitel den Heiden nach, die um sie herwohneten, von welchen ihnen der HERR geboten hatte, sie sollten nicht wie sie tun; aber sie verlielien alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten ihnen zwei gegossene Kalber und Haine; und beteten an alle Heere des Himmels und dieneten Baal; und lielien ihre Sohne und Tochter durchs Feuergehen und gingen mit Weissagen und Zaubern um; und ubergaben sich zu tun, das dem HERRN ubel gefiel, ihn zu erzürnen; da ward der HERR sehrzornig uber Israel und tat sie von seinem Angesicht, daß nichts uberblieb denn der Stamm Juda alleine.

Morning Prayer — First Lesson

Job 6

Hiob antwortete und sprach: Wenn man meinen Jammer woge und mein Leiden zusammen in eine Waage legte, so würde es schwerer sein denn Sand am Meer; darum ist's umsonst, was ich rede. Denn die Pfeile des Allmachtigen stecken in mir, derselben Grimm sauft aus meinen Geist, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet. Das Wild schreiet nicht, wenn es Gras hat; der Ochse bloket nicht, wenn er sein Futter hat. Kann man auch essen, das ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weite um den Dotter? Was meiner Seele widerte anzuruhren, das ist meine Speise vor Schmerzen. O daß meine Bitte geschahe, und Gott gabe mir, wes ich hoffe! Dali Gott anfinge und zerschluge mich und liete seine Hand gehen und zerscheiterte mich! So hatte ich noch Trost und wollte bitten in meiner Krankheit, daß er nur nicht schonete. Habe ich doch nicht verleugnet die Rede des Heiligen. Was ist meine Kraft, daß ich moge beharren? und welch ist mein Ende, daß meine Seele geduldig sollte sein? Ist doch meine Kraft nicht steinern, so ist mein Fleisch nicht ehern. Habe ich doch nirgend keine Hilfe, und mein Vermogen istweg. Wer Barmherzigkeit seinem Nachsten weigert, der verlasset des Allmachtigen Furcht. Meine Bruder gehen verachtlich vor mir uber, wie ein Bach, wie die Wasserstrome vorüberflielien. Doch, welche sich vor dem Reif scheuen, uber die wird der Schnee fallen. Zur Zeit, wenn sie die Hitze drucken wird, werden sie verschmachten, und wenn es heili wird, werden sie vergehen von ihrer Statte. Ihr Weg gehet beiseit aus; sie treten auf das Ungebahnte und werden umkommen. Sie sehen auf die Wege Themas; auf die Pfade Reicharabias warten sie. Aber sie werden zuschanden werden, wenn's am sichersten ist, und sich schamen müssen, wenn sie dahin kommen. Denn ihr seid nun zu mir kommen; und weil ihr Jammer sehet, furchtet ihr euch. Habe ich auch gesagt: Bringet her und von eurem Vermogen schenket mir und errettet mich aus der Hand des Feindes und erloset mich von der Hand der Tyrannen? Lehret mich, ich will schweigen; und was ich nicht weiß, das unterweiset mich. Warum tadelt ihr die rechte Rede? Wer ist unter euch, der sie strafen konnte? Ihr erdenket Worte, daß ihr nur strafet, und daß ihr nur paustet Worte, die mich verzagt machen sollen. Ihr fallet uber einen armen Waisen und grabet eurem Nachsten Gruben. Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit Lügen bestehen werde. Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben. Was gilt's, ob meine Zunge unrecht habe und mein Mund Boses vorgebe?

Epistle

Sirach 44:16-27;45:3-20

First Reading

Proverbs 6

Mein Kind, wirst du Burge fur deinen Nachsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet, so bist du verknupft mit der Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes. So tu doch, mein Kind, also und errette dich; denn du bist deinem Nachsten in die Hande kommen; eile, drange und treibe deinen Nachsten! Laß deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern! Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie ein Vogel aus der Hand des Voglers. Gehe hin zur Ameise, du Fauler, siehe ihre Weise an und lerne! Ob sie wohl keinen Fursten noch Hauptmann noch Herrn hat, bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammeit ihre Speise in der Ernte. Wie lange, liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? Ja, schlaf noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hande ineinanderein wenig, daß du schlafest, so wird dich die Armut ubereilen wie ein Fußganger und der Mangel wie ein gewappneter Mann. Ein loser Mensch, ein schadlicher Mann, gehet mit verkehrtem Munde, winket mit Augen, deutet mit Fußen, zeiget mit Fingern, trachtet allezeit Boses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet Hader an. Darum wird ihm plotzlich sein Unfall kommen und wird schnell zerbrochen werden, daß keine Hilfe da sein wird. Diese sechs Stücke hasset der HERR, und am siebenten hat ereinen Greuel: hohe Augen, falsche Zungen, Hande, die unschuldig Blutvergießen; Herz, das mit bosen Tucken umgehet; Fuße, die behende sind, Schaden zu tun; falscher Zeuge, derfrech Lugen redet, und der Hader zwischen Brudern anrichtet. Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und laß nicht fahren das Gesetz deiner Mutter! Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hange sie an deinen Hals: wenn du gehest, daß sie dich geleiten; wenn du dich legest, daß sie dich bewahren; wenn du aufwachest, dafi sie dein Gesprach seien. Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht; und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens, auf daß du bewahret werdest vor dem bosen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden. Lafi dich ihre Schone nicht gelusten in deinem Herzen und verfahe dich nicht an ihren Augenlidern. Denn eine Hure bringet einen urns Brot; aber ein Eheweib fahet das edle Leben. Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, daß seine Kleider nicht brennen? Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, daß seine Fuße nicht verbrannt wurden? Also gehet es, wer zu seines Nachsten Weib gehet; es bleibt keiner ungestraft, der sie beruhret. Es ist einem Diebe nicht so große Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sattigen, weil ihn hungert. Und ob er begriffen wird, gibt er's siebenfaltig wieder und legt dar alles Gut in seinem Hause. Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr, der bringet sein Leben ins Verderben. Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilget. Denn der Grimm des Mannes eifert und schonet nicht zur Zeit der Rache und siehet keine Person an, die da versohne, und nimmt's nicht an, ob du viel schenken wolltest.

Morning Prayer — Second Lesson

Mark 7

Und es kamen zu ihm die Pharisaer und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem kommen waren. Und da sie sahen etliche seiner Junger mit gemeinen, das ist, mit ungewaschenen Handen das Brat essen, versprachen sie es. Denn die Pharisaer und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die Hande manchmal; halten also die Aufsatze der Altesten. Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, sie waschen sich denn. Und des Dings ist viel, das sie zu halten haben angenommen, von Trinkgefaften und Krugen und ehernen Gefaften und Tischen zu waschen. Da fragten ihn nun die Pharisaer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Junger nicht nach den Aufsatzen der Altesten, sondern essen das Brat mit ungewaschenen Handen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dies Volk ehret mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Vergeblich aber ist's, daß sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre, die nichts ist denn Menschengebot. Ihr verlasset Gottes Gebot und haltet der Menschen Aufsatze, von Krugen und Trinkgefaften zu waschen; und desgleichen tut ihr viel. Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr Gottes Gebot aufgehoben, auf daß ihr eure Aufsatze haltet. Denn Mose hat gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren; und: Wer Vater Oder Mutter flucht, der soil des Todes sterben: Ihr aber lehret: Wenn einer spricht zum Vater Oder Mutter: Korban, das ist, wenn ich's opfere, so ist dir's viel nutzer, der tut wohl. Und so laftt ihr hinfort ihn nichts tun seinem Vater Oder seiner Mutter und hebet auf Gottes Wort durch eure Aufsatze, die ihr aufgesetzt habt; und desgleichen tut ihr viel. Und er rief zu sich das ganze Volk und sprach zu ihnen: Horet mir alle zu und vernehmet's! Es ist nichts aufter dem Menschen, was ihn konnte gemein machen, so es in ihn gehet; sondern was von ihm ausgehet, das ist's, was den Menschen gemein macht. Hat jemand Ohren zu horen, der hore! Und da ervon dem Volk ins Haus kam, fragten ihn seine Junger um dieses Gleichnis. Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverstandig? Vernehmet ihr noch nicht, daß alles, was auften ist und in den Menschen gehet, das kann ihn nicht gemein machen? Denn es gehet nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und gehet aus durch den naturlichen Gang, der alle Speise ausfeget. Und er sprach: Was aus dem Menschen gehet, das macht den Menschen gemein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus bose Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit; List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslasterung, Hoffart, Unvernunft. Alle diese bosen Stücke gehen von innen heraus und machen den Menschen gemein. Und er stund auf und ging von dannen in die Grenze von Tyrus und Sidon und ging in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen und konnte doch nicht verborgen sein. Denn ein Weib hatte von ihm gehort, deren Tochterlein einen unsauberen Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füften (und es war ein griechisch Weib aus Syrophonizien); und sie bat ihn, daß er den Teufel von ihrer Tochter austriebe. Jesus aber sprach zu ihr: Laft zuvor die Kinder satt werden! Es ist nicht fein, daß man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder. Und er sprach zu ihr: Um des Worts willen so gehe hin; der Teufel ist von deiner Tochter ausgefahren. Und sie ging hin in ihr Haus und fand, daß der Teufel war ausgefahren und die Tochter auf dem Bette liegend. Und da erwieder ausging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an das Galilaische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Stadte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und sputzete und ruhrete seine Zunge. Und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich fiber die Malien und sprachen: Er hat alles wohl gemacht: die Tauben macht er horend und die Sprachlosen redend.

Responsorial Psalm

Psalm 104

Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schon und prachtig geschmuckt. Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie einen Teppich; du wdlbest es oben mit Wasser; du fahrest auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen; derdu das Erdreich grundest auf seinen Boden, dafi es bleibt immer und ewiglich. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen uber den Bergen. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donnerfahren sie dahin. Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegrundet hast. Du hast eine Grenze gesetzt, daruber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken. Du lassest Brunnen quellen in den Grunden, daß die Wasser zwischen den Bergen hinflieften, daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst losche. An denselben sitzen die Vogel des Himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Fruchte, die du schaffest. Du lassest Gras wachsen fur das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest, und daß der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt schon werde von Ol, und das Brot des Menschen Herz starke; daß die Baume des HERRN voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzet hat. Daselbst nisten die Vogel, und die Reiher wohnen auf den Tannen. Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinklufte der Kaninchen. Du machest den Mond, das Jahrdanach zu teilen; die Sonne weift ihren Niedergang. Du machest Finsternis, daß Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere, die jungen Lowen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott. Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in ihre Locher. So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend. HERR, wie sind deine Werke so graft und viel! Du hast sie alle weislich geordnet und die Erde ist voll deiner Guter. Das Meer, das so graft und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide grofte und kleine Tiere. Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie drinnen scherzen. Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesattiget. Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub. Du lassest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde. Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken. Er schauet die Erde an, so bebet sie; er rühret die Berge an, so rauchen sie. Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. Meine Rede musse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HERRN. Der Sunder musse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!

Gospel

Matthew 25:14-23

Gleichwie ein Mensch, der uber Land zog, rief seinen Knechten und tat ihnen seine Guter ein. Und einem gab er funf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermogen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der funf Zentner empfangen hatte, und handelte mitdenselbigen und gewann andere funf Zentner. Desgleichen auch, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld. Uber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere funf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir funf Zentner getan; siehe da, ich habe damit andere funf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben zwei andere gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude!

Responsorial Psalm

Psalm 147

Lobet den HERRN; denn unsern Gott loben, das ist ein kostlich Ding; solch Lob ist lieblich und schon. Der HERR bauet Jerusalem und bringet zusammen die Verjagten in Israel. Er heilet, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen. Er zahlet die Sterne und nennet sie alle mit Namen. Unser HERR ist graft und von grafter Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regieret. Der HERR richtet auf die Elenden und stoftet die Gottlosen zu Boden. Singet umeinander dem HERRN mit Dank und lobet unsern Gott mit Harfen, der den Himmel mit Wolken bedeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Bergen wachsen laftt; der dem Vieh sein Futtergibt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Starke des Rosses noch Gefallen an jemandes Beinen. Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn furchten, die auf seine Güte hoffen. Praise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott! Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder drinnen. Er schaffet deinen Grenzen Frieden und sattiget dich mit dem besten Weizen. Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort lauft schnell. Ergibt Schnee wie Wolle, er streuet Reifwie Asche. Er wirft seine Schloften wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost? Erspricht, so zerschmilzt es; er laftt seinen Wind wehen, so tauet's auf. Er zeiget Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte. So tut er keinen Heiden, noch laftt sie wissen seine Rechte. Halleluja!

Responsorial Psalm

Psalm 7

Die Unschuld Davids, davon ersang dem HERRN von wegen der Worte des Mohren, des Jeminiten. Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott! Hilf mir von alien meinen Verfolgern und errette mich, daß sie nicht wie Lowen meine Seele erhaschen und zerreiften, weil kein Erretter da ist. HERR, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen Handen; hab ich Boses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, Oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschadiget, so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela. auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich uber den Grimm meiner Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast, daß sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm wieder empor. Der HERR ist Richter fiber die Leute. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Frommigkeit. Lali der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fordere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, prufest Herzen und Nieren. Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der taglich drauet. Will man sich nicht bekehren, so hatersein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannet und zielet, und hat drauf gelegt todlich Geschoü; seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben. Siehe, der hat Boses im Sinn, mit Ungluck ist er schwanger; erwird aber einen Fehl gebaren. Er hat eine Grube gegraben und ausgefuhrt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Ungluck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine Scheitel fallen. Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhochsten.

Responsorial Psalm

Psalm 6

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Ach, HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und zuchtige mich nicht in deinem Grimm! HERR, sei mir gnadig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken, und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, du HERR, wie lange! Wende dich, HERR, und errette meine Seele; hilf mir urn deiner Gute willen! Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir in der Holle danken? Ich bin so mude vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht und netze mit meinen Tranen mein Lager. Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt worden; denn ich allenthalben geangstet werde. Weichet von mir, alle Ubeltater; denn der HERR horet mein Weinen, der HERR horet mein Flehen, mein Gebet nimmt der HERR an. Es mussen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken, sich zuruckkehren und zuschanden werden plotzlich.

Evening Prayer — First Lesson

Job 7

Muß nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und seine Tage sind wie eines Taglohners? Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten und ein Taglohner, daß seine Arbeit aus sei, also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elende Nachte sind mirviel worden. Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und danach rechnete ich, wenn es Abend wollte werden; denn ich war ganz ein Scheusal jedermann, bis es finster ward. Mein Fleisch ist urn und urn wurmig und kotig: meine Haut ist verschrumpft und zunichte worden. Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn eine Weberspule und sind vergangen, daß kein Aufhalten dagewesen ist. Gedenke, daß mein Leben ein Wind ist, und meine Augen nicht wiederkommen, zu sehen das Gute. Und kein lebendig Auge wird mich mehr sehen. Deine Augen sehen mich an; daruber vergehe ich. Eine Wolke vergehet und fahret dahin; also, wer in die Holle hinunterfahrt, kommt nicht wieder herauf und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein Ort kennet ihn nicht mehr. Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren; ich will reden von der Angst meines Herzens und will heraussagen von der Betrubnis meiner Seele. Bin ich denn ein Meer Oder ein Walfisch, daß du mich so verwahrest? Wenn ich gedachte, mein Bett soil mich trosten, mein Lager soil mir's leichtern; wenn ich mit mir selbst rede, so erschreckst du mich mit Traumen und machst mir Grauen, daß meine Seele wünschet erhangen zu sein, und meine Gebeine den Tod. Ich begehre nicht mehrzu leben. Hore auf von mir, denn meine Tage sind vergeblich gewesen. Was ist ein Mensch, daß du ihn groß achtest und bekümmerst dich mit ihm? Du suchest ihn taglich heim und versuchest ihn alle Stunde. Warum tustdu dich nicht von mir und lassest nicht ab, bis ich meinen Speichel schlinge? Habe ich gesundiget, was soil ich dir tun, o du Menschenhuter? Warum machst du mich, daß ich auf dich stoße und bin mir selbst eine Last? Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht und nimmst nicht weg meine Sunde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen; und wenn man mich morgen suchet, werde ich nicht da sein.

Second Reading

I Peter 1

Petrus, ein Apostel Jesu Christi: Den erwahlten Fremdlingen hin und her in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, nach der Versehung Gottes des Vaters, durch die Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung des Blutes Jesu Christi. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner groften Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einem unverganglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit, welche zubereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit (wo es sein soil) traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel kostlicher erfunden werde denn das vergangliche Gold, das durchs Feuer bewahret wird, zu Lobe, Preis und Ehren, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet; so werdet ihr euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, und das Ende eures Glaubens davonbringen, namlich der Seelen Seligkeit. Nach welcher Seligkeit haben gesucht und geforschet die Propheten, die von der zukunftigen Gnade auf euch geweissaget haben, und haben geforschet, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war, und zuvor bezeuget hat die Leiden, die in Christo sind, und die Herrlichkeit danach, welchen es offenbaret ist. Denn sie haben's nicht sich selbst, sondern uns dargetan, welches euch nun verkundiget ist durch die, so euch das Evangelium verkundiget haben, durch den Heiligen Geist vom Himmel gesandt, welches auch die Engel gelustet zu schauen. Darum so begurtet die Lenden eures Gemutes, seid nuchtern und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, als gehorsame Kinder; und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr in Unwissenheit nach den Lusten lebetet, sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel. Denn es stehet geschrieben: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig. Und sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so fuhret euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht; und wisset, dafi ihr nicht mit verganglichem Silber Oder Gold erloset seid von eurem eitlen Wandel nach vaterlicher Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor versehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben mochtet. Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefarbter Bruderliebe und habt euch untereinander brunstig lieb aus reinem Herzen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus verganglichem, sondern aus unverganglichem Samen, namlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibet. Denn alles Fleisch ist wie Gras und aile Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret, und die Blume abgefailen; aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. Das ist das Wort, welches unter euch verkundiget ist.

Second Reading

Romans 14

Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirret die Gewissen nicht. Einer glaubt, er moge allerlei essen; welcher aber schwach ist, der isset Kraut. Welcher isset, der verachte den nicht, der da nicht isset; und welcher nicht isset, der richte den nicht, der da isset; denn Gott hat ihn aufgenommen. Wer bist du, daß du einen fremden Knecht richtest? Er stehet Oder fallet seinem Herrn. Er mag aber wohl aufgerichtet werden; denn Gott kann ihn Wohl aufrichten. Einer halt einen Tag vor dem andern; der andere aber halt alle Tage gleich. Ein jeglicher sei seiner Meinung gewifi. Welcher auf die Tage halt, der tut's dem Herrn; und welcher nichts darauf halt, der tut's auch dem Herrn. Welcher isset, der isset dem Herrn; denn er danket Gott. Welcher nicht isset, der isset dem Herrn nicht und danket Gott. Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben Oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig worden, daß er fiber Tote und Lebendige Herr sei. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhi Christi dargestellt werden, nachdem geschrieben stehet: So wahr ais ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Kniee gebeuget werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen. So wird nun ein jeglicher fur sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten, sondern das richtet vielmehr, daß niemand seinem Bruder einen Anstoü Oder Argernis darstelle. Ich weili und bin's gewifi in dem Herrn Jesu, daß nichts gemein ist an sich selbst; ohne der es rechnet fur gemein, demselbigen ist's gemein. So aber dein Bruder uber deine Speise betrubet wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Lieber, verderbe den nicht mit deiner Speise, um welchen willen Christus gestorben ist! Darum schaffet, daß euer Schatz nicht verlastert werde! Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geiste. Wer darinnen Christo dienet, der ist Gott gefallig und den Menschen wert. Darum lasset uns dem nachstreben, was zum Frieden dienet, und was zur Besserung untereinander dienet. Lieber, verstore nicht um der Speise willen Gottes Werk! Es ist zwar alles rein, aber es ist nicht gut dem, der es isset mit einem Anstoß seines Gewissens. Es ist besser, du essest kein Fleisch und trinkest keinen Wein Oder das, daran sich dein Bruder stoßet Oder argert Oder schwach wird. Hast du den Glauben, so habe ihn bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst kein Gewissen macht in dem, was er annimmt. Wer aber daruber zweifelt und isset doch, der ist verdammt; denn es gehet nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben gehet, das ist Sünde.

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James 2:1-13

Liebe Bruder, haltet nicht dafur, daß der Glaube an Jesum Christum, unsern Herrn der Herrlichkeit, Ansehen der Person leide. Denn so in eure Versammlung kame ein Mann mit einem güldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es kame aber auch ein Armer mit einem unsauberen Kleide, und ihr sahet auf den, der das herrliche Kleid traget, und sprachet zu ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprachet zu dem Armen: Stehe du dort Oder setze dich her zu meinen Fulien, und bedenket es nicht recht, sondern ihrwerdet Richter und machet bosen Unterschied. Horet zu, meine lieben Bruder! Hat nicht Gott die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheifien hat denen, die ihn liebhaben? Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch üben und ziehen euch vor Gericht? Verlastern sie nicht den guten Namen, davon ihr genannt seid? So ihr das konigliche Gesetz vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst, so tut ihrwohl. So ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet gestraft vom Gesetz als die Ubertreter. Denn jemand das ganze Gesetz halt und sundiget an einem, der ist's ganz schuldig. Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nicht toten. So du nun nicht ehebrichst, totest aber, bist du ein Ubertreter des Gesetzes. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht uber den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht.

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Ephesians 5:15-21

So sehet nun zu, wie ihrvorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit; denn es ist bose Zeit. Darum werdet nicht unverstandig, sondern verstandig, was da sei des Herrn Wille. Und saufeteuch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes und redet untereinander von Psalmen und Lobgesangen und geistlichen Liedern; singet und spielet dem Herrn in euren Herzen. Und saget Dank allezeit fur alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi. Und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes.

Gospel

Luke 3

In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judaa war und Herodes ein Vierfurst in Galilaa und sein Bruder Philippus ein Vierfurst in Ituraa und in der Gegend Trachonitis. und Lysanias ein Vierfurst in Abilene, da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wuste. Und er kam in alle Gegend urn den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. wie geschrieben stehet in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig! Alle Taler sollen voll werden, und alle Berge und Hugel sollen erniedriget werden; und was krumm ist, soil richtig werden und was uneben ist, soil schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen. Da sprach er zu dem Volk, das hinausging, daß es sich von ihm taufen ließe: Ihr Otterngezuchte, wer hat denn euch geweiset, daß ihr dem zukunftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Fruchte der Buße und nehmet euch nicht vorzu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Es ist schon die Axt den Baumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und in das Feuer geworfen. Und das Volk fragete ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Rocke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, tue auch also. Es kamen auch die Zollner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. Da fragten ihn auch die, Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und lasset euch begnugen an eurem Solde. Als aber das Volk im Wahn war und dachten aile in ihren Herzen von Johannes, ob er vielleicht Christus ware antwortete Johannes und sprach zu alien: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Starkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflose; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. In desselbigen Hand ist die Worfschaufel; und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln und die Spreu wird er mit ewigem Feuer verbrennen. Und viel, anderes mehr vermahnete und verkundigte er dem Volk. Herodes aber der Vierfurst, da er von ihm gestraft ward um der Herodias willen, seines Bruders Weib, und um alles Ubels willen, das Herodes tat - uber das alles legte er Johannes gefangen. Und es begab sich, da sich alles Volk tauten liefi, und Jesus auch getaufet war und betete, dal J sich der Himmel auftat. Und der Heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt auf ihn wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und Jesus ging in das dreifügste Jahr und ward gehalten fur einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Elis, der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nanges, der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn Semeis, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Johannas, der war ein Sohn Resias, der war ein Sohn Zorobabels, der war ein Sohn Salathiels, der war ein Sohn Neris, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmodams, der war ein Sohn Hers, der war ein Sohn Joses, der war ein Sohn Eliezers, der war ein Sohn Jorems, der war ein Sohn Matthas, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims, der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams der war ein Sohn Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids, der war ein Sohn Jesses der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmons, der war ein Sohn Nahassons, der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Arams, der war ein Sohn Esroms, der war ein Sohn des Phares, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein. Sohn Abrahams, der war ein Sohn Tharas, der war ein Sohn Nahors, der war ein Sohn Saruchs, der war ein Sohn Ragahus, der war ein Sohn Phalegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salas, der war ein Sohn Kainans, der war ein Sohn Arphachsads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs, der war ein Sohn Mathusalahs, der war ein Sohn Enochs, der war ein Sohn Jareds, der war ein Sohn Maleleels, der war ein Sohn Kainans, der war ein Sohn des Enos, der ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, der war Gottes.

Evening Prayer — Second Lesson

2 Corinthians 4

Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde sondern meiden auch heimliche Schande und gehen nicht mit Schalkheit urn, falschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit und beweisen unswohl gegen alter Menschen Gewissen vor Gott. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt, bei welchen der Gott dieser Welt der Unglaubigen Sinn verblendet hat, dad sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte urn Jesu willen. Denn Gott, der da hied das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, dafi (durch uns) entstunde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefaden, auf dad die uberschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trubsal, aber wir angsten uns nicht; uns ist bange, aber wir verzagen nicht; wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden unterdruckt, aber wir kommen nicht urn. Und tragen urn allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf dad auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbarwerde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben urn Jesu willen, auf dad auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum so ist nun der Tod machtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben (nachdem geschrieben stehet: Ich glaube, darum rede ich), so glauben wir auch, darum so reden wir auch und wissen, dad der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschiehet alles urn euretwillen, auf dad die uberschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise. Darum werden wir nicht müde, sondern ob unser auderlicher Mensch verweset, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. Denn unsere Trubsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und uber alle Maden wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Gospel

Luke 17:11-19

Und es begab sich, da er reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch Samarien und Galilaa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussatzige Manner, die stunden von feme und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sah, sprach erzu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da ersah, daß er gesund worden war, kehrete er urn und preisete Gott mit lauter Stimme und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füften und dankete ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wo sind aber die Neune? Hat sich sonst keiner funden, der wieder umkehrete und, gabe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin! Dein Glaube hat dir geholfen.

Gospel

Matthew 3:7-12

Da er nun viel Pharisaer und Sadduzaer sah zu seiner Taufe kommen, sprach erzu ihnen: Ihr Otterngezuchte, wer hat denn euch geweiset, dafi ihr dem kunftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Fruchte der Bulie! Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Baumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Bulie; der aber nach mir kommt, ist starker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer

Gospel

Matthew 15

Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jungerzu ihm und sprachen: Weifit du auch, daß sich die Pharisaer argerten, da sie das Wort horeten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aberein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstandig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingehet, das gehet in den Bauch und wird durch den naturlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das verunreiniget den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lasterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Handen essen verunreiniget den Menschen nicht. Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kanaanaisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochterwird vom Teufel ubel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Lali sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: 0 Weib, dein Glaube ist groli; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus ging von dannen furbai J, und kam an das galilaischen Meer und ging auf einen Berg und setzte sich allda. Und es kam zu ihm viel Volks die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viel andere und warfen sie Jesu vor die Fülie; und er heilete sie, daß sich das Volk verwunderte, da sie sahen, daß die Stummen redeten, die Kruppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen, und preiseten den Gott Israels. Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammed mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm seine Jünger: Woher mogen wir so viel Brots nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sattigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wieviel Brots habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein. Und er hieti das Volk sich lagern auf die Erde. Und nahm die sieben Brote und die Fische, dankete, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was überblieb von Brocken, sieben Korbe voll. Und die da gegessen hatten, der waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder. Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in die Grenze Magdala.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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