Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

1 Corinthians 9:19-27

Denn wiewohl ich frei bin von jedermann, hab 1 ich mich doch selbst jedermann zum Knechte gemacht, auf daß ich ihrer viel gewinne. Den Juden bin ich worden als ein Jude, auf daß ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich worden als unter dem Gesetz, auf daß ich, die, so unter dem Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich als ohne Gesetz worden (so ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi), auf daß ich die, so ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwachen bin ich worden als ein Schwacher, auf daß ich die Schwachen gewinne. Ich bin jedermann allerlei worden, auf daß ich allenthalben ja etliche selig mache. Solches aber tue ich um des Evangeliums wülen, auf daß ich sein teilhaftig werde. Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet! Ein jeglicher aber, der da kampfet, enthalt sich alles Dinges: jene also, daß sie eine vergangliche Krone empfangen, wir aber eine unvergangliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als, der in die Luft streichet, sondern ich betaube meinen Leib und zahme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde.

First Reading

Isaiah 54

Ruhme, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest; freue dich mit Ruhm und jauchze, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat mehr Kinder, weder die den Mann hat, spricht der HERR. Mache den Raum deiner Hutte weit und breite aus die Teppiche deiner Wohnung, spare sein nicht; dehne deine Seile lang und stecke deine Nagel fest! Denn du wirst ausbrechen zur Rechten und zur Linken; und dein Same wird die Heiden erben und in den verwüsteten Stadten wohnen. Furchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; werde nicht blode, denn du sollst nicht zu Spott werden, sondern du wirst der Schande deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann; HERR Zebaoth heilit sein Name; und dein Erloser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird. Denn der HERR hat dich lassen im Geschrei sein, daß du seiest wie ein verlassen und von Herzen betrubt Weib und wie ein junges Weib, das verstolien ist, spricht dein Gott. Ich habe dich einen deinen Augenblick verlassen; aber mit grofier Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig von dir verborgen ; aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der HERR, dein Erloser. Denn solches soil mir sein wie das Wasser Noahs, da ich schwur, daß die Wasser Noahs sollten nicht mehr über den Erdboden gehen. Also habe ich geschworen, daß ich nicht uber dich zurnen noch dich schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen und Hugel hinfallen; aber meine Gnade soil nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soil nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer. Du Elende, uber die alle Wetter gehen, und du Trostlose! Siehe, ich will deine Steine wie einen Schmuck legen und will deinen Grund mit Saphiren legen und deine Fensteraus Kristallen machen und deine Tore von Rubinen und alle deine Grenzen von erwahlten Steinen; und alle deine Kinder gelehrt vom HERRN und grolien Frieden deinen Kindern. Du sollst durch Gerechtigkeit bereitet werden. Du wirst feme sein von Gewalt und Unrecht, daß du dich davor nicht durfest furchten, und von Schrecken, denn es soil nicht zu dir nahen. Siehe, wer will sich wieder dich rotten und dich überfallen, so sie sich ohne mich rotten? Siehe, ich schaffe es, daß der Schmied, so die Kohlen im Feuer aufblaset, einen Zeug daraus mache zu seinem Werk; denn ich schaffe es, daß der Verderber umkommt. Denn aller Zeug, der wider dich zubereitet wird, dem soil nicht, gelingen, und alle Zunge, so sich wider dich setzt, sollst du im Gericht verdammen. Das ist das Erbe der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von mir, spricht der HERR.

First Reading

Isaiah 45:1-13

So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, dem Kores, den ich bei seiner rechten Hand ergreife, dafi ich die Heiden vor ihm unterwerfe und den Konigen das Schwert abgürte, auf dafi vor ihm die Turen geoffnet werden und die Tore nicht verschlossen bleiben: Ich will vor dir hergehen und die Hbcker eben machen; ich will die ehernen Turen zerschlagen und die eisernen Riegel zerbrechen und will dir geben die heimlichen Schatze und die verborgenen Kleinode, auf daß du erkennest, dafi ich, der HERR, der Gott Israels, dich bei deinem Namen genannt habe urn Jakobs, meines Knechts, willen und urn Israels, meines Auserwahlten, willen. Ja, ich rief dich bei deinem Namen und nannte dich, da du mich noch nicht kanntest. Ich bin der HERR und sonst keiner mehr; kein Gott ist ohne ich. Ich habe dich gerustet, da du mich noch nicht kanntest, auf daß man erfahre beide von der Sonnen Aufgang und der Sonnen Niedergang, daß aulier mir nichts sei. Ich bin der HERR und keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Ubel. Ich bin der HERR; der solches alles tut. Traufelt, ihr Himmel, von oben, und die Wolken regnen die Gerechtigkeit; die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mitzu! Ich, der HERR, schaffe es. Wehe dem, der mit seinem Schopfer hadert, namlich der Scherbe mit dem Topfer des Tons. Spricht auch der Ton zu seinem Topfer: Was machst du? Du beweisest deine Hande nicht an deinem Werke? Wehe dem, derzum Vatersagt: Warum hast du mich gezeuget? und zum Weibe: Warum gebierest du? So spricht der HERR, der Heilige in Israel und ihr Meister: Fordert von mir die Zeichen; weiset meine Kinder und das Werk meiner Hande zu mir! Ich habe die Erde gemacht und den Menschen darauf geschaffen. Ich bin's, des Hande den Himmel ausgebreitet haben, und habe all seinem Heer geboten. Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit, und alle seine Wege will ich eben machen. Er soil meine Stadt bauen und meine Gefangenen loslassen, nicht urn Geld noch urn Geschenke, spricht der HERR Zebaoth.

Morning Prayer — First Lesson

Proverbs 5

Mein Kind, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre, daß du behaltest guten Rat und dein Mund wisse Unterschied zu haben. Denn die Lippen der Hure sind süß wie Honigseim, und ihre Kehle ist glatter denn 01, aber hernach bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidig Schwert. Ihre Füße laufen zum Tod hinunter, ihre Gange erlangen die Holle. Sie gehet nicht stracks auf dem Wege des Lebens; unstet sind ihre Tritte, daß sie nicht weiß, wo sie gehet. So gehorchet mir nun, meine Kinder, und weichet nicht von der Rede meines Mundes! Laß deine Wege feme von ihr sein und nahe nicht zur Tur ihres Hauses, daß du nicht den Fremden gebest deine Ehre und deine Jahre dem Grausamen, daß sich nicht Fremde von deinem Vermogen sattigen, und deine Arbeit nicht sei in eines andern Haus, und mussest hernach seufzen, wenn du dein Leib und Gut verzehret hast, und sprechen: Ach, wie habe ich die Zucht gehasset, und mein Herz die Strafe verschmahet, und habe nicht gehorchet der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht geneigt zu denen, die mich lehreten! Ich bin schier in all Ungluck kommen vor alien Leuten und allem Volk. Trinke Wasser aus deiner Grube und Flusse aus deinem Brunnen. La(3> deine Brunnen herausfließen und die Wasserbache auf die Gassen. Habe du aber sie alleine und kein Fremder mit dir. Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend! Sie ist lieblich wie eine Hindin und holdselig wie ein Reh. Laß dich ihre Liebe allezeit sattigen, und ergotze dich allewege in ihrer Liebe. Mein Kind, warum willst du dich an der Fremden ergotzen und herzest dich mit einer andern? Denn jedermanns Wege sind stracks vor dem HERRN, und er misset gleich alle ihre Gange. Die Missetat des Gottlosen wird ihn fahen, und er wird mit dem Strick seiner Sunde gehalten werden. Er wird sterben, dati er sich nicht will ziehen lassen, und urn seiner großen Torheit willen wird's ihm nicht wohlgehen.

Epistle

Sirach 24:14-16

First Reading

Proverbs 27

Rühme dich nicht des morgenden Tages; denn du weiftest nicht, was heute sich begeben mag. Laft dich einen andern loben und nicht deinen Mund, einen Fremden und nicht deine eigenen Lippen. Stein ist schwer und Sand ist Last; aber des Narren Zorn ist schwerer denn die beiden. Zorn ist ein wutig Ding, und Grimm ist ungestum; und wer kann vor dem Neid bestehen? Offentliche Strafe ist besser denn heimliche Liebe. Die Schlage des Liebhabers meinen's recht gut; aber das Kussen des Hassers ist ein Gewasch. Eine voile Seele zertritt wohl Honigseim; aber einer hungrigen Seele ist alles Bittre suft. Wie ein Vogel ist, der aus seinem Nest weicht, also ist, der von seiner Statte weicht. Das Herz freuet sich der Salbe und Rauchwerk; aber ein Freund ist lieblich urn Rats willen der Seele. Deinen Freund und deines Vaters Freund verlaft nicht. Und gehe nicht ins Haus deines Bruders, wenn dir's ubel gehet; denn ein Nachbar ist besser in der Nahe weder ein Bruder in der Feme. Sei weise, mein Sohn, so freuet sich mein Herz, so will ich antworten dem, der mich schmahet. Ein Witziger siehet das Ungluck und verbirgt sich; aber die Albernen gehen durch und leiden Schaden. Nimm dem sein Kleid der fur einen andern Burge wird, und pfande ihn urn der Fremden willen. Werseinen Nachsten mit lauter Stimme segnet und fruh aufstehet, das wird ihm fur einen Fluch geredet. Ein zankisch Weib und stetiges Triefen, wenn's sehr regnet, werden wohl miteinander verglichen. Wer sie aufhalt, der halt den Wind und will das 01 mit der Hand fassen. Ein Messer wetzt das andere und ein Mann den andern. Werseinen Feigenbaum bewahret, derisset Fruchte davon; und wer seinen Herrn bewahret, wird geehret. Wie der Schemen im Wasser ist gegen das Angesicht, also ist eines Menschen Herz gegen den andern. Holle und Verderbnis werden nimmer voll, und der Menschen Augen sind auch unsattig. Ein Mann wird durch den Mund des Lobers bewahret wie das Silber im Tiegel und das Gold im Ofen. Wenn du den Narren im Morser zerstieftest mit dem Stampfel wie Grutze, so ließe doch seine Narrheit nicht von ihm. Auf deine Schafe hab acht und nimm dich deiner Herde an; denn Gut wahret nicht ewiglich, und die Krone wahret nicht fur und fur. Das Heu ist aufgegangen und ist da das Gras, und wird Kraut auf den Bergen gesammelt. Die Lammer kleiden dich, und die Bocke geben dir das Ackergeld. Du hast Ziegenmilch genug zur Speise deines Hauses und zur Nahrung deiner Dirnen.

Morning Prayer — Second Lesson

Luke 10

Danach sonderte der Herr andere siebzig aus und sandte sie zwei und zwei vor sich her in alle Stadte und Orte, da erwollte hinkommen. Und sprach zu ihnen: Die Ernte ist graft, der Arbeiter aber ist wenig; bittet den Herm der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte! Gehet hin! Siehe, ich sende euch als die Lammer mitten unter die Wolfe. Traget keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüftet niemand auf der Strafte. Wo ihr in ein Haus kommt, da sprechet zuerst: Friede sei in diesem Hause! Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. In demselbigen Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von, einem Hause zum andern gehen. Und wo ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen, und heüet die Kranken, die daselbst sind, und saget ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch kommen. Wo ihr aber in eine Stadt kommet, da sie euch nicht aufnehmen, da gehet heraus auf ihre Gassen und sprecht: Auch den Staub, der sich an uns gehanget hat von eurer Stadt, schlagen wir ab auf euch; doch sollt ihr wissen, daß euch das Reich Gottes nahe gewesen ist. Ich sage euch: Es wird Sodom ertraglicher ergehen an jenem Tage denn solcher Stadt. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn waren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, die bei euch geschehen sind, sie hatten vorzeiten im Sack und in der Asche gesessen und Bufte getan. Doch es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am Gerichte denn euch. Und du, Kapernaum, die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in die Holle hinuntergestoüen werden. Wer euch horet, der horet mich, und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat. Die Siebzig aber kamen wieder mit Freuden und sprachen: Herr, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem Namen. Er sprach aber zu ihnen: Ich sah wohl den Satanas vom Himmel fallen als einen Blitz. Sehet, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch beschadigen. Doch darin freuet euch nicht, daß euch die Geister untertan sind, freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind. Zu der Stunde freuete sich Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches verborgen hast den Weisen und Klugen und hast es offenbart den Unmundigen: Ja, Vater, also war es wohlgefallig vor dir. Es ist mir alles übergeben von meinem Vater. Und niemand weifi, wer der Sohn sei, denn nur der Vater, noch wer der Vater sei, denn nur der Sohn, und welchem es der Sohn will offenbaren. Und erwandte sich zu seinen Jungern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Konige wollten sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen; und horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muft ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von alien Kraften und von ganzem Gemüt und deinen Nachsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nachster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, derging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Morder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und lieften ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ohngefahr, daß ein Priester dieselbige Strafte hinabzog; und da er ihn sah, ging er voruber. Desselbigengleichen auch ein Levit: da er kam zu der Statte und sah ihn, ging er voruber. Ein Samariter aber reisete und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goft drein Ol und Wein und hub ihn auf sein Tier und fuhrete ihn in die Herberge und pflegete sein. Des andern Tages reisete er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirt und sprach zu ihm; Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dunket dich, der unter diesen dreien der Nachste, sei gewesen dem, der unter die Morder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen! Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieft Maria; die setzte sich zu Jesu Füften und horete seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, daß mich meine Schwester lasset alleine dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe! Eines aber ist not: Maria hat das gute Teil erwahlet; das soil nicht von ihr genommen werden.

Responsorial Psalm

Psalm 131

Ein Lied Davids im hohern Chor. HERR, mein Herz ist nicht hoffartig, und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in graven Dingen, die mir zu hoch sind. Wenn ich meine Seele nicht setzte und stillete, so ward meine Seele entwohnet, wie einer von seiner Mutter entwohnet wird. Israel hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!

Gospel

Luke 11:27-28

Und es begab sich, da ersolches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brilste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes horen und bewahren.

Responsorial Psalm

Psalm 18

Ein Psalm vorzusingen, Davids, des HERRN Knechts, welcher hat dem HERRN die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HERR errettet hatte von der Hand seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Starke, HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz! Ich will den HERRN loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden erloset. Denn es umfingen mich des Todes Bande, und die Bache Belials erschreckten mich; der Hollen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke uberwaltigten mich. Wenn mir angst ist, so rufe ich den HERRN an und schreie zu meinem Gott, so erhoret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren. Die Erde bebete und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regeten sich und bebeten, da er zornig war. Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzete. Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unterseinen Füften. Und erfuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebete auf den Fittichen des Windes. Sein Gezeltum ihn herwarfinsterund schwarze dicke Wolken, darin er verborgen war. Vom Glanz vor ihm trenneten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen. Und der HERR donnerte im Himmel, und der Hochste lieft seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen. Er schofi seine Strahlen und zerstreuete sie; er lieli sehr blitzen und schreckte sie. Da sah man Wassergusse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HERR, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase. Er schickte aus von der Hohe und holete mich und zog mich aus grolien Wassern. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mirzu machtig waren, Die mich überwaltigten zur Zeit meines Unfalls; und der HERR ward meine Zuversicht. Und er fuhrete mich aus in den Raum, errüi mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. Der HERR tutwohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hande. Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott. Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen und seine Gebote werfe ich nicht von mir, sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hute mich vorßunden. Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hande vor seinen Augen. Beiden Heiligen bistdu heilig und bei den Frommen bist du fromm und bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt. Denn du hilfst dem elenden Volk und die hohen Augen niedrigest du. Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeilien und mit meinem Gott fiber die Mauern springen. Gottes Wege sind ohne Wandel; die Reden des HERRN sind durchlautert. Er istein Schild alien, die ihm vertrauen. Denn wo istein Gott ohne dem HERRN? Oder ein Hort ohne unsern Gott? Gott rustet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Wandel. Er macht meine Fülie gleich den Hirschen und stellet mich auf meine Hohe. Er lehret meine Hand streiten und lehret meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. Und gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte starket mich; und wenn du mich demutigest, machst du mich graft. Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knochel nicht gleiten. Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. Ich will sie zerschmeilien, und sollen mir nicht widerstehen; sie mussen unter meine Fülie fallen. Du kannst mich rüsten mit Starke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen: Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstore. Sie rufen, aber da ist kein Heifer; zum HERRN, aber er antwortet ihnen nicht. Ich will sie zerstoften wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegraumen wie den Kot auf der Gasse. Du hilfst mir von dem zankischen Volk und machst mich ein Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir. Es gehorchet mir mit gehorsamen Ohren; ja, den fremden Kindern hat's wider mich gefehlet. Die fremden Kinder verschmachten und zappeln in ihren Banden: Der HERR lebet, und gelobet sei mein Hort; und der Gott meines Heils müsse erhaben werden, der Gott, der mir Rache gibt und zwinget die Volker unter mich, der mich errettet von meinen Feinden und erhohet mich aus denen, die sich wider mich setzen. Du hilfst mir von den Frevlern. Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen, der seinem Konige graft Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten, David, und seinem Samen ewiglich.

Responsorial Psalm

Psalm 28

Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zur dir, HERR, mein Hort, so schweige mir nicht, auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die Holle fahren. Hore die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dirschreie, wenn ich meine Hande aufhebe zu deinem heiligen Chor. Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen und unter den Ubeltatern, die freundlich reden mit ihrem Nachsten und haben Boses im Herzen. Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem bosen Wesen; gib ihnen, nach den Werken ihrer Hande; vergilt ihnen, was sie verdienet haben! Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hande; darum wird er sie zerbrechen und nicht bauen. Gelobet sei der HERR; denn er hat erhoret die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Starke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz istfrohlich, und ich will ihm danken mit meinem Liede. Der HERR ist ihre Starke; er ist die Starke, die seinem Gesalbten hilft. Hilf deinem Volk und segne dein Erbe; und weide sie und erhohe sie ewiglich!

Responsorial Psalm

Psalm 27

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vorwem sollt ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vorwem sollte mirgrauen? Darum, so die Bosen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen. Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so furchtet sich dennoch mein Herz nicht; Wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn. Eins bitte ich vom HERRN, das hatte ich gerne, daß ich im Hause des HERRN bleiben moge mein Leben lang, zu schauen die schonen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu besuchen. Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bosen Zeit, erverbirget mich heimlich in seinem Gezelt und erhohet mich auf einem Felsen; und wird nun erhohen mein Haupt über meine Feinde, die urn mich sind; so will ich in seiner Hütte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem HERRN. HERR, hore meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnadig und erhore mich! Mein Herz halt dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verstofte nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hilfe. Laft mich nicht und tu nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Heil! Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der HERR nimmt mich auf. HERR weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn urn meiner Feinde willen. Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen wider mich und tun mir unrecht ohne Scheu. Ich glaube aber doch, daß ich sehen werde das Gute des HERRN im Lande der Lebendigen. Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Evening Prayer — First Lesson

Proverbs 6

Mein Kind, wirst du Burge fur deinen Nachsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet, so bist du verknupft mit der Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes. So tu doch, mein Kind, also und errette dich; denn du bist deinem Nachsten in die Hande kommen; eile, drange und treibe deinen Nachsten! Laß deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern! Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie ein Vogel aus der Hand des Voglers. Gehe hin zur Ameise, du Fauler, siehe ihre Weise an und lerne! Ob sie wohl keinen Fursten noch Hauptmann noch Herrn hat, bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammeit ihre Speise in der Ernte. Wie lange, liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? Ja, schlaf noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hande ineinanderein wenig, daß du schlafest, so wird dich die Armut ubereilen wie ein Fußganger und der Mangel wie ein gewappneter Mann. Ein loser Mensch, ein schadlicher Mann, gehet mit verkehrtem Munde, winket mit Augen, deutet mit Fußen, zeiget mit Fingern, trachtet allezeit Boses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet Hader an. Darum wird ihm plotzlich sein Unfall kommen und wird schnell zerbrochen werden, daß keine Hilfe da sein wird. Diese sechs Stücke hasset der HERR, und am siebenten hat ereinen Greuel: hohe Augen, falsche Zungen, Hande, die unschuldig Blutvergießen; Herz, das mit bosen Tucken umgehet; Fuße, die behende sind, Schaden zu tun; falscher Zeuge, derfrech Lugen redet, und der Hader zwischen Brudern anrichtet. Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und laß nicht fahren das Gesetz deiner Mutter! Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hange sie an deinen Hals: wenn du gehest, daß sie dich geleiten; wenn du dich legest, daß sie dich bewahren; wenn du aufwachest, dafi sie dein Gesprach seien. Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht; und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens, auf daß du bewahret werdest vor dem bosen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden. Lafi dich ihre Schone nicht gelusten in deinem Herzen und verfahe dich nicht an ihren Augenlidern. Denn eine Hure bringet einen urns Brot; aber ein Eheweib fahet das edle Leben. Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, daß seine Kleider nicht brennen? Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, daß seine Fuße nicht verbrannt wurden? Also gehet es, wer zu seines Nachsten Weib gehet; es bleibt keiner ungestraft, der sie beruhret. Es ist einem Diebe nicht so große Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sattigen, weil ihn hungert. Und ob er begriffen wird, gibt er's siebenfaltig wieder und legt dar alles Gut in seinem Hause. Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr, der bringet sein Leben ins Verderben. Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilget. Denn der Grimm des Mannes eifert und schonet nicht zur Zeit der Rache und siehet keine Person an, die da versohne, und nimmt's nicht an, ob du viel schenken wolltest.

Second Reading

II Timothy 2

So sei nun stark, mein Sohn, durch die Gnade in Christo Jesu! Und was du von mir gehoret hast durch viel Zeugen, das befiehl treuen Menschen, die da tuchtig sind, auch andere zu lehren. Leide dich als ein guter Streiter Jesu Christi! Kein Kriegsmann flicht sich in Handel der Nahrung, auf daß er gefalle dem, der ihn angenommen hat. Und sojemand auch kampfet, wird erdoch nicht gekronet, er kampfe denn recht. Es soli aber der Ackermann, der den Acker bauet, der Fruchte am ersten genießen. Merke, was ich sage! Der Herr aber wird dir in alien Dingen Verstand geben. Halt im Gedachtnis Jesum Christum, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium, uber welchem ich leide bis an die Bande als ein Gbeltater. Aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwahlten willen, auf daß auch sie die Seligkeit erlangen in Christo Jesu mit ewiger Herrlichkeit. Das ist je gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben; dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen. Glauben wir nicht, so bleibet er treu; er kann sich selbst nicht leugnen. Solches erinnere sie und bezeuge vordem Herrn, daß sie nicht um Worte zanken, welches nichts nütze ist, denn zu verkehren, die da zuhoren. Befleilüge dich, Gott zu erzeigen einen rechtschaffenen, unstraflichen Arbeiter, der da recht teile das Wort der Wahrheit. Des ungeistlichen; losen Geschwatzes entschlage dich; denn es hilft viel zum ungottlichen Wesen. Und ihr Wort frifit um sich wie der Krebs, unter welchen ist Hymenaus und Philetus, welche der Wahrheit gefehlet haben und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und haben etlicher Glauben verkehret. Aber der feste Grund Gottes bestehet und hat dieses Siegel: Der Herr kennet die Seinen, und: Es trete ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen Christi nennet. In einem grolien Hause aber sind nicht allein guldene und silberne Gefalie, sondern auch holzerne und irdene und etliche zu Ehren, etliche aberzu Unehren. So nun jemand sich reiniget von solchen Leuten, der wird ein geheiliget Fali sein zu Ehren, dem Hausherrn brauchlich und zu allem guten Werk bereitet. Flieh die Luste der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit alien, die den Herrn anrufen von reinem Herzen. Aber der torichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebaren. Ein Knecht aber des Herrn soil nicht zankisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaftig, der die Bosen tragen kann mit Sanftmut und strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gabe die Wahrheit zu erkennen, und wieder nuchtern wurden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.

Second Reading

II Corinthians 3

Heben wir denn abermal an, uns selbst zu preisen? Oder bedurfen wir, wie etliche, der Lobebriefe an euch Oder Lobebriefe von euch? Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, der erkannt und gelesen wird von alien Menschen, die ihr offenbar worden seid, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unser Predigtamt zubereitet und durch uns geschrieben, nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht in steinerne Tafeln, sondern in fleischerne Tafeln des Herzens. Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht daß wir tuchtig sind von uns selber, etwas zu denken als von uns selber, sondern daß wir tuchtig sind, ist von Gott, welcher auch uns tuchtig gemacht hat, das Amt zu führen des Neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe totet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben totet und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mose's urn der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch aufhoret, wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammnis prediget, Klarheit hat, viel mehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, uberschwengliche Klarheit. Denn auch jenes Teil, das verklaret war, ist nicht fur Klarheit zu achten gegen diese uberschwengliche Klarheit. Denn so das Klarheit hatte, das da aufhoret, viel mehr wird das Klarheit haben, das da bleibet. Dieweil wir nun solche Hoffnung haben, brauchen wir grolie Freudigkeit und tun nicht wie Mose, der die Decke vor sein Angesicht hing, daß die Kinder Israel nicht ansehen konnten das Ende des, der aufhoret. Sondern ihre Sinne sind verstockt; denn bis auf den heutigen Tag bleibt dieselbige Decke unaufgedeckt uber dem Alten Testament, wenn sie es lesen, welche in Christo aufhoret. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hangt die Decke vor ihrem Herzen. Wenn es aber sich bekehrete zu dem Herm, so wurde die Decke abgetan. Denn der Herr ist der Geist. Wo aber der Geist des Herm ist, da ist Freiheit. Nun aber spiegelt sich in uns alien des Herm Klarheit mit aufgedecktem Angesichte; und wir werden verklaret in dasselbige Bild von einer Klarheit zu der andern als vom Geist des Herm.

Second Reading

2 Peter 3:1-10

Dies ist die andere Epistel, die ich euch schreibe, ihr Lieben, in welcher ich erwecke und erinnere euren lautem Sinn, daß ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spotter, die nach ihren eigenen Lusten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Vater entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche fur einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen sind, werden verbrennen.

Second Reading

Colossians 1:21-29

Und euch, die ihrweiland Fremde und Feinde waret durch die Vernunft in bosen Werken, nun aber hat er euch versohnet mit dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, auf daß ereuch darstellete heilig und unstraflich und ohne Tadel vor ihm selbst, so ihr anders bleibet im Glauben gegrundet und fest und unbeweglich von der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehoret habt, welches geprediget ist unter aller Kreatur, die unter dem Himmel ist, welches ich, Paulus, Diener worden bin. Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich fur euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an T rubsalen in Christo fur seinen Leib, welcher ist die Gemeinde, welcher ich ein Diener worden bin nach dem gottlichen Predigtamt, das mir gegeben ist unter euch, daß ich das Wort Gottes reichlich predigen soli, namlich das Geheimnis, das verborgen gewesen ist von der Welt her und von den Zeiten her, nun aber offenbaret ist seinen Heiligen, welchen Gott gewollt hat kundtun, welcher da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit, den wir verkundigen, und vermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen mit aller Weisheit, auf daß wir darstellen einen jeglichen Menschen vollkommen in Christo Jesu, daran ich auch arbeite und ringe nach der Wirkung des, der in mir kraftiglich wirket.

Gospel

Luke 24

Aber an der Sabbate einem sehr fruhe kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewalzet von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des Herm Jesu nicht. Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Manner mit glanzenden Kleidern. Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichte nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galilaa war, und sprach: Des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in die Hande der Sunder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder vom Grabe und verkundigten das alles den Elfen und den andern alien. Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als waren's Marlein, und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und buckete sich hinein und sah die leinenen Tucher ailein liegen und ging davon; und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten miteinandervon alien diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dafi sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihrzwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, machtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uberantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlosen. Und uber das alles ist heute der dritte Tag, dafi solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesichtder Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trages Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben! Mul Jte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und ting an von Mose und alien Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er furder gehen. Und sie notigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geoffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift offnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzahleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt ware an dem, da erdas Brot brach. Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims. Und ernahm's und ali vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen. Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden. Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sunden unter alien Volkern und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, ich will auf euch senden die Verheifiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hohe. Er fuhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hande auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhrauf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mitgroßer Freude. Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.

Evening Prayer — Second Lesson

Ephesians 4

So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich's gebuhrt eurer Berufung, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld und vertraget einer den andern in der Liebe und seid fleiftig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater (unser) aller, der da ist fiber euch alle und durch euch alle und in euch alien. Einem jeglichen aber unter uns ist gegeben die Gnade nach dem Maft der Gabe Christi. Darum spricht er: Er ist aufgefahren in die Hohe und hat das Gefangnis gefangen gefuhret und hat den Menschen Gaben gegeben. Daft er aber aufgefahren ist, was ist's, denn daß er zuvor ist hinuntergefahren in die untersten Orter der Erde? Der hinuntergefahren ist, das ist derselbige, der aufgefahren ist über alle Himmel, auf daß er alles erfullete. Und er hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aberzu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern, daß die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Amts, dadurch der Leib Christi erbauet werde, bis daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi, auf daß wir nicht mehr Kinder seien und uns wagen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Tauscherei, damit sie uns erschleichen zu verfuhren. Lasset uns aber rechtschaffen sein in der Liebe und wachsen in alien Stricken an dem, der das Haupt ist, Christus, aus welchem der ganze Leib zusammengefuget, und ein Glied am andern hanget durch alle Gelenke, dadurch eines dem andern Handreichung tut nach dem Werk eines jeglichen Gliedes in seinem Maße und machet, dafi der Leib wachset zu seiner selbst Besserung; und das alles in der Liebe: So sage ich nun und zeuge in dem Herrn, dati ihr nicht mehr wandelt, wie die andern Heiden wandeln der Eitelkeit ihres Sinnes, welcher Verstand verfinstert ist, und sind entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens. welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem Geiz. Ihr aber habt Christum nicht also gelernet, so ihr anders von ihm gehoret habt und in ihm gelehret seid, wie in Jesu ein rechtschaffen Wesen ist. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Luge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nachsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zürnet, und sundiget nicht; lasset die Sonne nicht uber eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lasterer! Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Handen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen. Lasset kein faul Geschwatz aus eurem Munde gehen, sondern was nutzlich zur Besserung ist, da es not tut, daß es holdselig sei zu horen. Und betrubet nicht den Heiligen Geist Gottes, damit ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlosung. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lasterung sei feme von euch samt aller Bosheit. Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christo.

Gospel

Luke 24:13-35

Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten miteinandervon alien diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dafi sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihrzwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, machtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uberantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlosen. Und uber das alles ist heute der dritte Tag, dafi solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesichtder Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trages Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben! Mul Jte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und ting an von Mose und alien Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er furder gehen. Und sie notigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geoffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift offnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzahleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt ware an dem, da erdas Brot brach.

Gospel

Matthew 7:22-29

Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Darum wer diese meine Rede horet und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewasser kam, und weheten die Winde und stielien an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrundet. Und wer diese meine Rede horet und tut sie nicht, der ist einem torichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewasser, und weheten die Winde und stiefien an das Haus, da fiel es und tat einen grolien Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk uber seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

Gospel

Matthew 15

Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jungerzu ihm und sprachen: Weifit du auch, daß sich die Pharisaer argerten, da sie das Wort horeten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aberein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstandig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingehet, das gehet in den Bauch und wird durch den naturlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das verunreiniget den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lasterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Handen essen verunreiniget den Menschen nicht. Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kanaanaisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochterwird vom Teufel ubel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Lali sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: 0 Weib, dein Glaube ist groli; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus ging von dannen furbai J, und kam an das galilaischen Meer und ging auf einen Berg und setzte sich allda. Und es kam zu ihm viel Volks die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viel andere und warfen sie Jesu vor die Fülie; und er heilete sie, daß sich das Volk verwunderte, da sie sahen, daß die Stummen redeten, die Kruppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen, und preiseten den Gott Israels. Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammed mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm seine Jünger: Woher mogen wir so viel Brots nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sattigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wieviel Brots habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein. Und er hieti das Volk sich lagern auf die Erde. Und nahm die sieben Brote und die Fische, dankete, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was überblieb von Brocken, sieben Korbe voll. Und die da gegessen hatten, der waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder. Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in die Grenze Magdala.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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