Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
1 Corinthians 15:29-41
Was machen sonst, die sich taufen lassen uber den Toten, so allerdinge die Toten nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen uber den Toten? Und was stehen wir alle Stunde in der Gefahr? Bei unserm Ruhm den ich habe in Christo Jesu, unserm Herrn, ich sterbe taglich. Hab 1 ich menschlicher Meinung zu Ephesus mit den wilden Tieren gefochten, was hilft's mir, so die Toten nicht auferstehen? Lasset uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot. Lasset euch nicht verfuhren! Bose Geschwatze verderben gute Sitten. Werdet doch einmal recht nuchtern und sundiget nicht; denn etliche wissen nichts von Gott, das sage ich euch zur Schande. Mochte aber jemand, sagen: Wie werden die Toten auferstehen; und mit welcherlei Leibe werden sie kommen? Du Narr, was du saest, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und was du saest, ist ja nicht der Leib, der werden soli, sondern ein bloßes Korn, namlich Weizen Oder der andern eines. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib. Nicht ist alles Fleisch einerlei Fleisch, sondern ein ander Fleisch ist der Menschen, ein anderes des Viehes, ein anderes der Fische, ein anderes der Vogel. Und es sind himmlische Korper und irdische Korper. Aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern ubertrifft den andern an Klarheit.
First Reading
Jeremiah 5
Gehet durch die Gassen zu Jerusalem und schauet und erfahret und suchet auf ihrer Straße, ob ihr jemand findet, der recht tue und nach dem Glauben frage, so will ich ihr gnadig sein. Und wenn sie schon sprechen: Bei dem lebendigen Gotti so schworen sie doch falsch. HERR, deine Augen sehen nach dem Glauben. Du schlagest sie, aber sie fühlen's nicht; du plagest sie, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein harter Angesicht denn ein Fels und wolien sich nicht bekehren. Ich dachte aber: Wohlan, der arme Haufe ist unverstandig, weifi nichts urn des HERRN Weg und urn ihres Gottes Recht. Ich will zu den Gewaltigen gehen und mit ihnen reden, dieselbigen werden urn des HERRN Weg und ihres Gottes Recht wissen; aber dieselbigen allesamt hatten das Joch zerbrochen und die Seile zerrissen. Darum wird sie auch der Lowe, der aus dem Waide kommt, zerreifien, und der Wolf aus der Wuste wird sie verderben, und der Pardel wird auf ihre Stadte lauern; alle, die daselbst herausgehen, wird er fressen. Denn ihrer Sunden sind zu viel, und bieiben verstockt in ihrem Ungehorsam. Wie soil ich dir denn gnadig sein, weil mich deine Kinder verlassen und schworen bei dem, der nicht Gott ist? Und nun ich sie gefullet habe, treiben sie Ehebruch und laufen ins Hurenhaus. Ein jeglicher wiehert nach seines Nachsten Weibe, wie die vollen, müßigen Hengste. Und ich sollte sie urn solches nicht heimsuchen? spricht der HERR; und meine Seele sollte sich nicht rachen an solchem Volk, wie dies ist? Sturmet ihre Mauern und werfet sie urn und macht es nicht gar aus! Fuhret ihre Reben weg; denn sie sind nicht des HERRN, sondern sie verachten mich, beide, das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der HERR. Sie verleugnen den HERRN und sprechen: Das ist er nicht, und so ubel wird es uns nicht gehen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen; ja, die Propheten sind Wascher und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe uber sie selbst also! Darum spricht der HERR, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibet, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen und dies Volk zu Holz, und soil sie verzehren. Siehe, ich will uber euch vom Hause Israel, spricht der HERR, ein Volk von feme bringen, ein machtig Volk, die das erste Volk gewesen sind, ein Volk, des Sprache du nicht verstehest und nicht vernehmen kannst, was sie reden. Seine Kocher sind offene Graber, es sind eitel Riesen. Sie werden deine Ernte und dein Brot verzehren, sie werden deine Sohne und Tochter fressen, sie werden deine Schafe und Rinderverschlingen, sie werden deine Weinstocke und Feigenbaume verzehren; deine festen Stadte, darauf du dich verlassest, werden sie mit dem Schwert verderben. Und ich will's, spricht der HERR, zur selbigen Zeit nicht gar aus machen. Und ob sie wurden sagen: Warum tut uns der HERR, unser Gott, solches alles? sollst du ihnen antworten: Wie ihr mich, verlassen und fremden Gottern dienet in eurem eigenen Lande, also sollt ihr auch Fremden dienen in einem Lande, das nicht euer ist. Solches sollt ihr verkundigen im Hause Jakob und predigen in Juda und sprechen: Horet zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat, die da Augen haben und sehen nicht, Ohren haben und horen nicht! Wollt ihr mich nicht furchten, spricht der HERR, und vor mir nicht erschrecken? Der ich dem Meer den Sand zum Ufer setze, darin es allezeit bleiben muft, daruber es nicht gehen muft; und ob es schon wallet, so vermag es doch nichts, und ob seine Wellen schon toben, so müssen sie doch nicht daruberfahren. Aber dies Volk hat ein abtrunniges, ungehorsames Herz, bleiben abtrunnig und gehen immerfort weg und sprechen nicht einmal in ihrem Herzen: Lasset uns doch den HERRN, unsern Gott, furchten, der uns Fruhregen und Spatregen zu rechter Zeit gibt und uns die Ernte treulich und jahrlich behutet. Aber eure Missetaten hindern solches und eure Sunden wenden solch Gut von euch. Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler tun mit Kloben. Und ihre Hauser sind voller Tucke, wie ein Vogelbauer voller Lockvogel ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt. Sie gehen mit bosen Stricken um; sie halten kein Recht, dem Waisen fordern sie seine Sache nicht, und gelinget ihnen, und helfen den Armen nicht zum Recht. Sollte ich denn solches nicht heimsuchen, spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht rachen an solchem Volk, wie dies ist? Es stehet greulich und scheufilich im Lande. Die Propheten lehren falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, und mein Volk, hat's gem also. Wie will es euch zuletzt darob gehen?
First Reading
Jeremiah 7:1-15
Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom HERRN, und sprach: Tritt ins Tor im Hause des HERRN und predige, daselbst dies Wort und sprich: Horet des HERRN Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingehet, den HERRN anzubeten. So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und Wesen, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort. Verlasset euch nicht auf die Lugen, wenn sie sagen: Hie ist des HERRN Tempel, hie ist des HERRN Tempel, hie ist des HERRN Tempel! Sondern bessert euer Leben und Wesen, dalj ihr recht tut einer gegen den andern und den Fremdlingen, Waisen und Witwen keine Gewalt tut und nicht unschuldig Blut vergiefiet an diesem Ort; und folget nicht nach andern Gottern zu eurem eigenen Schaden; so will ich immer und ewiglich bei euch wohnen an diesem Ort, im Lande, das ich euren Vatern gegeben habe. Aber nun verlasset ihr euch auf Lugen, die kein nütze sind. Daneben seid ihr Diebe, Morder, Ehebrecher und Meineidige und rauchert dem Baal und foiget fremden Gottern nach, die ihr nicht kennet. Danach kommt ihr denn und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprechet: Es hat keine Not mit uns, weil wir solche Greuel tun. Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, fur eine Mordergrube? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR. Gehet hin an meinen Ortzu Silo, da vorhin mein Name gewohnet hat, und schauet, was ich daselbst getan habe urn der Bosheit willen meines Volks Israel. Weil ihr denn alle solche Stücke treibet, spricht der HERR, und ich stets euch predigen lasse, und ihr wolit nicht horen, ich rufe euch, und ihr wollt nicht antworten: so will ich dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, darauf ihr euch verlasset, und dem Ort, den ich euren Vatern gegeben habe, eben tun, wie ich Silo getan habe. Und will euch von meinem Angesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe alle eure Bruder, den ganzen Samen Ephraims.
Morning Prayer — First Lesson
Ecclesiastes 7
Ein gut Gerucht ist besser denn gute Salbe und der Tag des Todes weder der Tag der Geburt. Es ist besser, in das Klaghaus gehen denn in das Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt's zu Herzen. Es ist Trauern besser denn Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert. Das Herz der Weisen ist im Klaghause und das Herz der Narren im Hause der Freuden. Es ist besser horen das Schelten des Weisen denn horen den Gesang der Narren. Denn das Lachen des Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Topfen; und das ist auch eitel. Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildes Herz. Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist. Sei nicht schnelles Gemüts zu zurnen; denn Zorn ruhet im Herzen eines Narren. Sprich nicht: Was ist's, daß die vorigen Tage besser waren denn diese? Denn du fragest solches nicht weislich. Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft, daß sich einer der Sonne freuen kann. Denn die Weisheit beschirmet, so beschirmet Geld auch; aber die Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat. Siehe an die Werke Gottes, denn wer kann das schlecht machen, das er krummet? Am guten Tage sei guter Dinge und den bosen Tag nimm auch fur gut; denn diesen schaffet Gott neben jenem, daß der Mensch nicht wissen soli, was kunftig ist. Allerlei habe ich gesehen die Zeit uber meiner Eitelkeit. Da ist ein Gerechter und gehet unter in seiner Gerechtigkeit, und ist ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit. Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, daß du dich nicht verderbest! Sei nicht allzu gottlos und name nicht, daß du nicht sterbest zur Unzeit! Es ist gut, daß du dies fassest und jenes auch nicht aus deiner Hand lassest; denn wer Gott furchtet, der entgehet dem allem. Die Weisheit starkt den Weisen mehr denn zehn Gewaltige, die in der Stadt sind. Denn es ist kein Mensch auf Erden, der Gutes tue und nicht sündige. Nimm auch nicht zu Herzen alles, was man sagt, daß du nicht horen mussest deinen Knecht dir fluchen. Denn dein Herz weili, daß du andern auch oftmals geflucht hast. Solches alles habe ich versucht weislich. Ich gedachte, ich will weise sein; sie kam aber ferner von mir. Es ist feme; was wird's sein? und ist sehr tief; wer will's finden? Ich kehrete mein Herz, zu erfahren und zu erforschen und zu suchen Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der Tollen, und fand, daß ein solches Weib, welches Herz Netz und Strick ist und ihre Hande Bande sind, bitterer sei denn der Tod. Wer Gott gefallt, der wird ihr entrinnen; aber der Sunder wird durch sie gefangen. Schaue, das habe ich funden, spricht der Prediger, eins nach dem andern, daß ich Kunst erfande. Und meine Seele sucht noch und hat es nicht funden. Unter tausend habe ich einen Menschen funden, aber kein Weib habe ich unter den alien funden. Alleine schaue das, ich habe funden, daß Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viel Künste.
Epistle
2 Timothy 4:1-8
So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herm Jesu Christo, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit Oder zur Unzeit; strafe, draue, ermahne mit aller Geduld und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken; und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nuchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. Ich habe einen guten Kampf gekampfet; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten. Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, sondern auch alien, die seine Erscheinung liebhaben.
First Reading
Proverbs 14
Durch weise Weiberwird das Hauserbauet; eine Narrin aber zerbricht es mit ihrem Tun. Wer den HERRN furchtet, der gehet auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der weicht aus seinem Wege. Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund. Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse geschaftig ist, da ist viel Einkommens. Ein treuer Zeuge luget nicht; aber ein falscher Zeuge redet türstiglich Lugen. Der Spotter suchet Weisheit und findet sie nicht; aber dem Verstandigen ist die Erkenntnis leicht. Gehe von dem Narren; denn du lernest nichts von ihm. Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merkt; aber das ist der Narren Torheit, daß es eitel Trug mit ihnen ist. Die Narren treiben das Gespott mit der Sunde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen. Wenn das Herz traurig ist, so hilft keine außerliche Freude. Das Flaus der Gottlosen wird vertilget; aber die Hutte der Frommen wird grunen. Es gefallt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihnzum Tode. Nach dem Lachen kommt Trauern, und nach der Freude kommt Leid. Einem losen Menschen wird's gehen, wie er handelt; aber ein Frommer wird uber ihn sein. Ein Alberner glaubt alles; aber ein Witziger merkt auf seinen Gang. Ein Weiserfurchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fahrt hindurch türstiglich. Ein Ungeduldiger tut narrisch; aber ein Bedachtiger hasset es. Die Albernen erben Narrheit; aber es ist der Witzigen Krone, vorsichtiglich handeln. Die Bosen müssen sich bücken vorden Guten und die Gottlosen in den Toren des Gerechten. Einen Armen hassen auch seine Nachsten; aber die Reichen haben viel Freunde. Der Sunder verachtet seinen Nachsten; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmet! Die mit bosen Ranken umgehen, werden fehlen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte widerfahren. Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist Mangel. Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren bleibt Torheit. Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrugt. Wer den FIERRN furchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmet. Die Furcht des FIERRN ist eine Quelle des Lebens, dafi man meide die Stricke des Todes. Wo ein Konig viel Volks hat, das ist seine FHerrlichkeit; wo aber, wenig Volks ist, das macht einen FHerrn blode. Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbart seine Torheit. Ein gutiges FHerz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in Beinen. Wer dem Geringen Gewalt tut, der lasted desselben Schdpfer; aber wer sich des Armen erbarmet, der ehret Gott, Der Gottlose bestehet nicht in seinem Ungluck; aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost. Im Flerzen des Verstandigen ruhet Weisheit und wird offenbar unter den Narren. Gerechtigkeit erhohet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. Ein kluger Knecht gefallt dem Konige wohl; aber einem schandlichen Knechte ist er feind.
Morning Prayer — Second Lesson
John 2
Und am dritten Tage ward eine Hochzeitzu Kana in Galilaa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Junger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkruge gesetzt nach der Weise der judischen Reinigung, und gingen in je einen zwei Oder drei Mali. Jesus spricht zu ihnen: Fullet die Wasserkruge mit Wasser. Und sie fulleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schopfet nun und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam (die Diener aber wußten's, die das Wasser geschopft hatten), rufet der Speisemeister den Brautigam und spricht zu ihm: Jedermann gibtzum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galilaa und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Junger glaubten an ihn. Danach zog er hinab gen Kapernaum, er, seine Mutter, seine Bruder und seine Junger, und blieben nicht lange daselbst. Undder Juden Osternwarnahe. Und Jesus zog hinauf gen Jerusalem und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschuttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische urn. Und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause! Seine Junger aber gedachten daran, daß geschrieben stehet: Der Eifer urn dein Haus hat mich gefressen. Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns fur ein Zeichen, daß du solches tun mogest? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet, und du willst ihn in dreien Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Junger daran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte. Als er aber zu Jerusalem war in den Ostern auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die ertat. Aber Jesus vertrauete sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, daß jemand Zeugnis gabe von einem Menschen; denn erwußte wohl, was im Menschen war.
Responsorial Psalm
Psalm 8
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githith. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in alien Landen, da man dir danket im Himmel! dem Munde der jungen Kinder und Sauglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dafi du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. Denn ich werde sehen die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitest. Was ist der Mensch, dafi du sein gedenkest; und des Menschen Kind, dafi du dich sein annimmst? Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen sein. Aber mit Ehren und Schmuck wirst du ihn kronen. Du wirst ihn zum Herrn machen uber deiner Hande Werk; alles hast du unter seine Fülie getan: Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere, die Vogel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer gehet. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in alien Landen!
Gospel
Matthew 5:13-19
Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich.
Responsorial Psalm
Psalm 35
Ein Psalm Davids. HERR, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bestreiter! Ergreife den Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen! Zucke den Spieß und schütze mich wider meine Verfolger! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe. Es mussen sich schamen und gehohnet werden, die nach meiner Seele stehen; es mussen zurückkehren und zuschanden werden, die mir ubelwollen. Sie mussen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des HERRN stolie sie weg. Ihr Weg müsse finster und schlupfrig werden, und der Engel des HERRN verfolge sie. Denn sie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Netze, zu verderben, und haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet. Er müsse unversehens uberfallen werden, und sein Netz, das er gestellet hat, müsse ihn fahen und müsse drinnen uberfallen werden. Aber meine Seele müsse sich freuen des HERRN und frohlich sein auf seine Hilfe. Alle meine Gebeine müssen sagen: HERR, wer ist deinesgleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Raubern. Es treten frevele Zeugen auf, die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin. Sie tun mir Arges urn Gutes, mich in Herzeleid zu bringen. Ich aber, wenn sie krankwaren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete von Herzen stets. Ich hielt mich, als ware es mein Freund und Bruder; ich ging traurig wie einer, der Leid tragt über seine Mutter. Sie aber freuen sich über meinen Schaden und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie reißen und horen nicht auf. Mit denen, die da heucheln und spotten urn des Bauchs willen, beilien sie ihre Zahne zusammen über mich. HERR, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel und meine Einsame von den jungen Lowen. Ich will dir danken in der großen Gemeine und unter viel Volks will ich dich rühmen. Laß sich nicht fiber mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen. Denn sie trachten, Schaden zu tun und suchen falsche Sachen wider die Stillen im Lande; und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: Da, da! das sehen wir gerne. HERR, du siehest es, schweige nicht; HERR, sei nicht feme von mir! Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein Gott und HERR! HERR, mein Gott, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen. Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. Laß sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen. Sie mussen sich schamen und zu Schanden werden, alle, die sich meines libels freuen; sie mussen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich wider mich rühmen. Rühmen und freuen müssen sich, die mir gonnen, daß ich recht behalte, und immer sagen: Der HERR müsse hoch gelobet sein, der seinem Knechte wohl will! Und meine Zunge soli reden von deiner Gerechtigkeit und dich taglich preisen.
Responsorial Psalm
Psalm 45
Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Korah von den Rosen, vorzusingen. Mein Herz dichtet ein feines Lied ich will singen von einem Konige; meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers. Du bist der Schonste unter den Menschenkindern; holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich. Gurte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schmucke dich schon! Es musse dir gelingen, in deinem Schmuck. Zeuch einher der Wahrheit zu gut, und die Elenden bei Recht zu behalten, so wird deine rechte Hand Wunder beweisen. Scharf sind deine Pfeile, daß die Volker vor dir niederfallen mitten unter den Feinden des Konigs. dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein gerades Zepter. Du liebest Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich, Gott, dein Gott gesalbet mit Freudenole, mehr denn deine Gesellen. Deine Kleider sind eitel Myrrhen, Aloe und Kezia, wenn du aus den elfenbeinernen Palasten dahertrittst in deiner schonen Pracht. In deinem Schmuck gehen der Konige Tochter; die Braut stehet zu deiner Rechten in eitel kostlichem Goide. Hore, Tochter, schaue drauf und neige deine Ohren; vergift deines Volks und deines Vaters Haus, so wird der Konig Lust an deiner Schone haben; denn er ist dein HERR, und solist ihn anbeten. Die Tochter Zor wird mit Geschenk da sein, die Reichen im Volk werden vor dir flehen. Des Konigs Tochter ist ganz herrlich inwendig; sie ist mit guldenen Stricken gekleidet. Man fuhret sie in gestickten Kleidern zum Konig; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, führet man zu dir. Man führet sie mit Freuden und Wonne, und gehen in des Konigs Palast. Anstatt deiner Vater wirst du Kinder kriegen; die wirst du zu Fursten setzen in aller Welt. Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Volker immer und ewiglich.
Responsorial Psalm
Psalm 44
Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen, Gott, wir haben mit unsern Ohren gehoret, unsere Vater haben uns erzahlet, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters. Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Volker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet. Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. Gott, du bist derselbe mein Konig, der du Jakob Hilfe verheiftest. Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoften; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen. Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen, sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machest zuschanden, die uns hassen. Wir wollen taglich rühmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. Sela. Warum verstoftest du uns denn nun und lassest uns zuschanden werden und zeuchst nicht aus unter unserm Heer? Du lassest uns fliehen vor unserm Feinde, daß uns berauben, die uns hassen. Du lassest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden. Du verkaufest dein Volk umsonst und nimmst nichts drum. Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die urn uns her sind. Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, und daß die Volker das Haupt uber uns schutteln. Taglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande, daß ich die Schander und Lasterer horen und die Feinde und Rachgierigen sehen muft. Dies alles ist uber uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, noch untreulich in deinem Bunde gehandelt; unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege, daß du uns so zerschlagest unter den Drachen und bedeckest uns mit Finsternis. Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen hatten und unsere Hande aufgehoben zum fremden Gott, das mochte Gottwohl finden; nun kenneterja unsers Herzens Grund. Denn wir werden ja urn deinetwillen taglich erwürget und sind geachtet wie Schlachtschafe. Erwecke dich, HERR, warum schlafst du? Wache auf und verstofte uns nicht so gar! Warum verbirgest du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und Dranges? Denn unsere Seele ist gebeuget zur Erde; unser Bauch klebet am Erdboden. Mache dich auf, hilf uns und erlose uns urn deiner Gutewillen!
Evening Prayer — First Lesson
Ecclesiastes 8
Wer ist so weise? und wer kann das auslegen? Die Weisheit des Menschen erleuchtet sein Angesicht; wer aber frech ist, der ist feindselig, Ich halte das Wort des Konigs und den Eid Gottes. Eile nicht, zu gehen von seinem Angesicht, und bleibe nicht in boser Sache; denn er tut, was ihn gelustet. In des Konigs Wort ist Gewalt, und wer mag zu ihm sagen: Was machst du? Wer das Gebot halt, der wird nichts Boses erfahren; aber eines Weisen Herz weili Zeit und Weise. Denn ein jeglich Vornehmen hat seine Zeit und Weise; denn des Unglucks des Menschen ist viel bei ihm. Denn er weili nicht, was gewesen ist; und wer will ihm sagen, was werden soil? Ein Mensch hat nicht Macht uber den Geist, dem Geist zu wehren; und hat nicht Macht zur Zeit des Sterbens und wird nicht losgelassen im Streit; und das gottlose Wesen errettet den Gottlosen nicht. Das habe ich alles gesehen und gab mein Herz auf alle Werke, die unter der Sonne geschehen. Ein Mensch herrschet zuzeiten über den andern zu seinem Ungluck. Und da sah ich Gottlose, die begraben waren, die gegangen waren und gewandelt in heiliger Statte, und waren vergessen in der Stadt, daß sie so getan hatten. Das ist auch eitel. Weil nicht bald geschieht ein Urteil fiber die bosen Werke, dadurch wird das Herz der Menschen voll, Boses zutun. Ob ein Sunder hundertmal Boses tut und doch lange lebt, so weiß ich doch, daß es wohlgehen wird denen, die Gott furchten, die sein Angesicht scheuen. Denn es wird dem Gottlosen nicht wohlgehen und wie ein Schatten nicht lange leben, die sich vor Gott nicht furchten. Es ist eine Eitelkeit, die auf Erden geschieht. Es sind Gerechte, denen gehet es, als hatten sie Werke der Gottlosen, und sind Gottlose, denen gehet es, als hatten sie Werke der Gerechten. Ich sprach: Das ist auch eitel. Darum lobte ich die Freude, daß der Mensch nichts Besseres hat unter der Sonne denn essen und trinken und frohlich sein; und solches werde ihm von der Arbeit sein Leben lang, das ihm Gott gibt unter der Sonne. Ich gab mein Herz, zu wissen die Weisheit und zu schauen die Mühe, die auf Erden geschieht, dafi auch einer weder Tag noch Nacht den Schlaf siehet mit seinen Augen. Und ich sah alle Werke Gottes. Denn ein Mensch kann das Werk nicht finden, das unter der Sonne geschieht; und je mehr der Mensch arbeitet zu suchen, je weniger er findet. Wenn er gleich spricht: Ich bin weise und weifi es, so kann er's doch nicht finden.
Second Reading
Romans 14
Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirret die Gewissen nicht. Einer glaubt, er moge allerlei essen; welcher aber schwach ist, der isset Kraut. Welcher isset, der verachte den nicht, der da nicht isset; und welcher nicht isset, der richte den nicht, der da isset; denn Gott hat ihn aufgenommen. Wer bist du, daß du einen fremden Knecht richtest? Er stehet Oder fallet seinem Herrn. Er mag aber wohl aufgerichtet werden; denn Gott kann ihn Wohl aufrichten. Einer halt einen Tag vor dem andern; der andere aber halt alle Tage gleich. Ein jeglicher sei seiner Meinung gewifi. Welcher auf die Tage halt, der tut's dem Herrn; und welcher nichts darauf halt, der tut's auch dem Herrn. Welcher isset, der isset dem Herrn; denn er danket Gott. Welcher nicht isset, der isset dem Herrn nicht und danket Gott. Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben Oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig worden, daß er fiber Tote und Lebendige Herr sei. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhi Christi dargestellt werden, nachdem geschrieben stehet: So wahr ais ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Kniee gebeuget werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen. So wird nun ein jeglicher fur sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten, sondern das richtet vielmehr, daß niemand seinem Bruder einen Anstoü Oder Argernis darstelle. Ich weili und bin's gewifi in dem Herrn Jesu, daß nichts gemein ist an sich selbst; ohne der es rechnet fur gemein, demselbigen ist's gemein. So aber dein Bruder uber deine Speise betrubet wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Lieber, verderbe den nicht mit deiner Speise, um welchen willen Christus gestorben ist! Darum schaffet, daß euer Schatz nicht verlastert werde! Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geiste. Wer darinnen Christo dienet, der ist Gott gefallig und den Menschen wert. Darum lasset uns dem nachstreben, was zum Frieden dienet, und was zur Besserung untereinander dienet. Lieber, verstore nicht um der Speise willen Gottes Werk! Es ist zwar alles rein, aber es ist nicht gut dem, der es isset mit einem Anstoß seines Gewissens. Es ist besser, du essest kein Fleisch und trinkest keinen Wein Oder das, daran sich dein Bruder stoßet Oder argert Oder schwach wird. Hast du den Glauben, so habe ihn bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst kein Gewissen macht in dem, was er annimmt. Wer aber daruber zweifelt und isset doch, der ist verdammt; denn es gehet nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben gehet, das ist Sünde.
Second Reading
Ephesians 1
Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes: Den Heiligen zu Ephesus und Glaubigen an Christo Jesu. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gutern durch Christum; wie er uns denn erwahlet hat durch denselbigen, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unstraflich vor ihm in der Liebe; und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen ihn selbst durch Jesum Christum, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten, an welchem wir haben die Erlosung durch sein Blut, namlich die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, welche uns reichlich widerfahren ist durch allerlei Weisheit und Klugheit. Und hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Wohlgefallen und hat dasselbige hervorgebracht durch ihn, daß es geprediget würde, da die Zeit erfullet war, auf daß alle Dinge zusammengefassetwürden in Christo, beide, das im Himmel und auch auf Erden ist, durch ihn selbst, durch welchen wir auch zum Erbteil kommen sind, die wir zuvor verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirket nach dem Rat seines Willens, auf daß wir etwas seien zu Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christum hoffen; durch welchen auch ihr gehoret habtdas Wort der Wahrheit, namlich das Evangelium von eurer Seligkeit; durch welchen ihr auch, da ihrglaubetet, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheiliung, welcher ist das Pfand unsers Erbes zu unserer Erlosung, daß wir sein Eigentum würden zu Lob seiner Herrlichkeit. Darum auch ich, nachdem ich gehoret habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesum und von eurer Liebe zu alien Heiligen, hore ich nichtauf, zu danken fur euch, und gedenke euer in meinem Gebet, daß der Gott unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner selbst Erkenntnis und erleuchtete Augen eures Verstandnisses, daß ihr erkennen moget, welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes an seinen Heiligen, und welche da sei die uberschwengliche Grolie seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner machtigen Starke, welche er gewirket hat in Christo, da er ihn von den Toten auferwecket hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel uber alle Furstentümer, Gewalt, Macht, Herrschaft und ailes, was genannt mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in derzukunftigen. Und hat alle Dinge unter seine Fülie getan und hat ihn gesetzt zum Haupt der Gemeinde uber ailes, welche da ist sein Leib, namlich die Fülle des, der ailes in alien erfullet.
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Revelation 2:1-11
Und dem Engel der Gemeinde zu Ephesus schreibe: Das saget, der da halt die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben guldenen Leuchtern: Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld, und daß du die Bdsen nicht tragen kannst und hast versucht die, so da sagen, sie seien Apostel, und sind's nicht, und hast sie Lugner erfunden, und vertragest und hast Geduld, und um meines Namens willen arbeitest du und bist nicht mude worden. Aber ich habe wider dich, daß du die erste Liebe verlassest. Gedenke, wovon du gefallen bist, und tu Buße und tu die ersten Werke! Wo aber nicht, werde ich dir kommen bald und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Statte, wo du nicht Buße tust. Aber das hast du, daß du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich auch hasse. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer uberwindet, dem will ich zu essen geben von dem Holz des Lebens, das im Paradies Gottes ist. Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe: Das saget der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig worden: Ich weiß deine Werke und deine Trubsal und deine Armut (du bist aber reich) und die Lasterung von denen die da sagen, sie sind Juden, und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule. Furchte dich vor der keinem, das du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefangnis werfen, auf daß ihr versucht werdet; und werdet Trubsal haben zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer uberwindet, dem soil kein Leid geschehen von dem andern Tode.
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1 Thessalonians 4:1-8
Weiter, liebe Bruder, bitten wir euch und ermahnen in dem Herrn Jesu (nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln und Gott gefallen), daß ihr immer volliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihrmeidetdie Hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Lustseuche wie die Heiden, die von Gott nichts wissen; und daß niemand zu weit greife noch ubervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist der Racher uber das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist gegeben hat in euch.
Gospel
John 17
Solches redete Jesus und hub seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist hier, daß du deinen Sohn verklarest, auf daß dich dein Sohn auch verklare, gleichwie du ihm Macht hast gegeben uber alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe alien, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, daß du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verklaret auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich's tun sollte. Und nun verklare mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen offenbaret den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, hab' ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte fur sie und bitte nicht fur die Welt, sondern fur die, so du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklaret. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mirgegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir! Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mirgegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren ohne das verlorne Kind, daß die Schrift erfullet wurde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich hab' ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Libel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst fur sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht alleine fur sie, sondern auch fur die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich hab' ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, da(J sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dafi sie vollkommen seien in eins, und die Welt erkenne, da(5 du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebest. Vater, ich will, dafi, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mirgegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegrundet ward. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihnen kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen.
Evening Prayer — Second Lesson
2 Thessalonians 1
Paulus und Silvanus und Timotheus: Der Gemeinde zu Thessalonich in Gott, unserm Vater, und dem Herm Jesu Christo. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herm Jesu Christo! Wir sollen Gott danken allezeit um euch, liebe Bruder, wie es billig ist. Denn euer Glaube wachset sehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch alien nimmt zu gegeneinander, also daß wir uns euer ruhmen unter den Gemeinden Gottes von eurer Geduld und Glauben in alien euren Verfolqunqen und Trubsalen, die ihr duldet, welches anzeiget, daß Gott recht richten wird, und ihr wurdig werdet zum Reich Gottes, uber welchem ihr auch leidet, nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trubsal denen, die euch Trubsal anlegen, euch aber, die ihr Trubsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jesus wird offenbart werden vom Himmel samt den Engeln seiner Kraft und mit Feuerflammen, Rache zu geben uber die, so Gott nicht erkennen, und uber die, so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsers Herm Jesu Christi; welche werden Pein leiden, das ewige Verderben, von dem Angesichte des Herm und von seiner herrlichen Macht, wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen Heiligen und wunderbar mit alien Glaubigen. Denn unser Zeugnis an euch von demselbigen Tage habt ihrgeglaubet. Und derhalben beten wir auch allezeit fur euch, daß unser Gott euch wurdig mache der Berufung und erfulle alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in der Kraft, auf daß an euch gepreiset werde der Name unsers Herm Jesu Christi und ihr an ihm nach der Gnade unsers Gottes und des Herm Jesu Christi.
Gospel
John 6:30-51
Da sprachen sie zu ihm: Was tust du fur ein Zeichen, auf dafi wir sehen und glauben dir? Was wirkest du? Unsere Vater haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben stehet: Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen. Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Mose hat euch nicht Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allewege solch Brot! Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubet, den wird nimmermehr dursten. Aber ich hab's euch gesagt, dafi ihr mich gesehen habt und glaubet doch nicht. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstolten. Denn ich bin vom Himmel kommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern des, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dafi ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich's auferwecke am Jungsten Tage. Das ist aber der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn siehet und glaubet an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jungsten Tage. Da murreten die Juden daruber, daß er sagte: Ich bin das Brot, das vom Himmel kommen ist, und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, des Vater und Mutter wir kennen? Wie spricht erdenn: Ich bin vom Himmel kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht untereinander! Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jungsten Tage. Es stehet geschrieben in den Propheten: Sie werden alle von Gott gelehret sein. Wer es nun horet vom Vater und lernet es, der kommt zu mir. Nicht daß jemand den Vater habe gesehen, außer dem, der vom Vater ist, der hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Vater haben Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel kommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde fur das Leben der Welt.
Gospel
Matthew 10:37-42
Wer Vater Oder Mutter mehr liebet denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn Oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, derwird's verlieren; und wer sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wereinen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, derwird eines Propheten Lohn empfahen. Wereinen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, derwird eines Gerechten Lohn empfahen. Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tranket in eines Jungers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unbelohnet bleiben!
Gospel
Mark 1
Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wie geschrieben stehet in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir! Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Steige richtig! Johannes, der war in der Wüste, taufte und predigte von der Taufe der Bufte zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze judische Land und die von Jerusalem und lieften sich alle von ihm tauten im Jordan und bekannten ihre Sünden. Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und miteinem ledernen Gürtel um seine Lenden und aft Heuschrecken und wilden Honig. Und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist starker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, daß ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe auflose. Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist tauten. Und es begab sich zu derselbigen Zeit, daß Jesus aus Galilaa von Nazareth kam und lieft sich tauten von Johannes im Jordan. Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, daß sich der Himmel auftat, und den Geist gleichwie eine Taube herab kommen auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und bald trieb ihn der Geist in die Wüste. Und war allda in der Wüste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dieneten ihm. Nachdem aber Johannes überantwortet ward, kam Jesus nach Galilaa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeikommen. Tut Bufte und glaubt an das Evangelium! Da er aber an dem Galilaischen Meerging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. Alsbald verlieften sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da ervon dannen ein wenig furbaft ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die Netze im Schiff flickten; und bald rief er sie. Und sie lieften ihren Vater Zebedaus im Schiff mit den Tagelohnern und folgeten ihm nach. Und siegingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die Schule und lehrete. Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrete gewaltiglich und nicht wie die Schriftgelehrten. Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weift, wer du bist, der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unsaubere Geist rift ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm. Und sie entsetzten sich alle, also daß sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das fur eine neue Lehre? Er gebeut mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm. Und sein Gerucht erscholl bald umher in die Grenze Galilaas. Und sie gingen bald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. Und die Schwieger Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr. Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verlieft sie bald, und sie dienete ihnen. Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tur. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und lieft die Teufel nicht reden; denn sie kannten ihn. Und des Morgens vor Tag stund er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine wüste Statte und betete daselbst. Und Petrus mitdenen, die bei ihm waren, eileten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann suchet dich. Und er sprach zu ihnen: Laftt uns in die nachsten Stadte gehen, daß ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich kommen. Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galilaa und trieb die Teufel aus. Und es kam zu ihm ein Aussatziger, der bat ihn, knieete vor ihm und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen. Und es jammerte Jesum und reckte die Hand aus, ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward rein. Und Jesus bedrauete ihn und trieb ihn alsbald von sich und sprach zu ihm: Siehe zu, daß du niemand nichts sagest, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fur deine Reinigung, was Mose geboten hat, zum Zeugnis uber sie. Er aber, da er hinauskam, hub er an und sagte viel davon und machte die Geschichte ruchbar, also daß er hinfort nicht mehr konnte offentlich in die Stadt gehen, sondern er war draußen in den wusten Ortern. Und sie kamen zu ihm von alien Enden.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
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