Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
2 Corinthians 5:1-10
Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, dad wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Handen gemacht, das ewig ist, im Himmel. Und uber demselbigen sehnen wir uns auch nach unserer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlanget, dad wir damit uberkleidet werden, So doch, wo wir bekleidet und nicht blod erfunden werden. Denn dieweil wir in der Hütte sind, sehnen wir uns und sind beschweret, sintemal wirwollten lieber nicht entkleidet, sondern uberkleidet werden, auf dad das Sterbliche wurde verschlungen von dem Leben. Der uns aber zu demselbigen bereitet, das ist Gott, der uns das Pfand, den Geist gegeben hat. Wir sind aber getrost allezeit und wissen, dad, dieweil wir im Leibe wohnen, so wallen wir dem Herrn. Denn wirwandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, auder dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn. Darum fleidigen wir uns auch, wir sind daheim Oder wallen, dad wir ihm wohlgefallen. Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dad ein jeglicher empfange, nachdem ergehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut Oder bose.
First Reading
Jeremiah 19
So spricht der HERR: Gehe hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom Topfer samt etlichen von den Altesten des Volks und von den Altesten der Priester und gehe hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Ziegeltor liegt, und predige daselbst die Worte, die ich dir sage, und sprich: Horet des HERRN Wort, ihr Konige Judas und Burger zu Jerusalem! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ein solch Ungluck uber diese Statte gehen lassen, dais, wer es horen wird, ihm die Ohren klingen sollen, darum dafi sie mich verlassen und diese Statte einem fremden Gott gegeben haben und andern Gottern drinnen gerauchert haben, die weder sie noch ihre Vater noch die Konige Judas gekannt haben, und haben diese Statte voll unschuldigen Bluts gemacht. Denn sie haben dem Baal Hohen gebauet, ihre Kinder zu verbrennen dem Baal zu Brandopfern, welches ich ihnen weder geboten noch davon geredet habe, dazu in mein Herz nie kommen ist. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, daß man diese Statte nicht mehr Thopheth noch das Tal Ben-Hinnom, sondern Würgetal heilien wird. Denn ich will den Gottesdienst Judas und Jerusalems dieses Orts zerstoren und will sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden unter der Hand derer, so nach ihrem Leben stehen, und will ihre Leichname den Vogeln des Himmels und den Tieren auf Erden zu fressen geben; und will diese Stadt wust machen und zum Spott, dad alle, die vorubergehen, werden sich verwundern uber alle ihre Plage und ihrer spotten. Ich will sie lassen ihrer Sohne und Tochter Fleisch fressen, und einer soil des andern Fleisch fressen in der Not und Angst, damit sie ihre Feinde und die, so nach ihrem Leben stehen, bedrangen werden. Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Mannern, die mit dir gegangen sind. Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR Zebaoth: Eben wie man eines Topfers Gefali zerbricht, das nicht mag wieder ganz werden, so will ich dies Volk und diese Stadt auch zerbrechen, und sollen dazu im Thopheth begraben werden, weil sonst kein Raum sein wird zu begraben. So will ich mit dieser Statte, spricht der HERR, und ihren Einwohnern umgehen, dad diese Stadt werden soli gleichwie Thopheth. Dazu sollen die Hauser zu Jerusalem und die Hauser der Konige Judas ebenso unrein werden als die Statte Thopheth, ja, alle Hauser, da sie auf den Dachern gerauchert haben allem Heer des Himmels und andern Gottern Trankopfer geopfert haben. Und da Jeremia wieder von Thopheth kam, dahin ihn der HERR gesandt hatte zu weissagen, trat er in den Vorhof am Hause des HERRN und sprach zu allem Volk: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will uber diese Stadt und uber alle ihre Stadte all das Ungluck kommen lassen, das ich wider sie geredet habe, darum dafi sie halsstarrig sind und meine Worte nicht horen wollen.
First Reading
Jeremiah 33:1-16
Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia zum andernmal, da er noch im Vorhof des Gefangnisses verschlossen war, und sprach: So spricht der HERR, der solches macht, tut und ausrichtet; HERR istsein Name: Rufe mich, so will ich dir antworten und will dir anzeigen grolie und gewaltige Dinge, die du nicht weilit. Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, von den Hausern dieser Stadt und von den Hausern der Konige Judas, welche abgebrochen sind, Bollwerk zu machen zur Wehre, und von denen, so hereinkommen sind, daß sie wider die Chaldaer streiten mogen, daß sie dieselbigen füllen müssen mittoten Leichnamen, welche ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen will; denn ich habe mein Angesicht von dieser Stadt verborgen um aller ihrer Bosheit willen: Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will sie des Gebets um Frieden und Treue gewahren. Denn ich will das Gefangnis Judas und das Gefangnis Israels wenden und will sie bauen wie von Anfang; und will sie reinigen von aller Missetat, damit sie wider mich gesundiget haben, und will ihnen vergeben alle Missetat, damit sie wider mich gesundigt und übertreten haben. Und das soil mir ein frohlicher Name, Ruhm und Preis sein unter alien Heiden auf Erden, wenn sie horen werden all das Gute, das ich ihnen tue. Und werden sich verwundern und entsetzen uber all dem Guten und uber all dem Frieden, den ich ihnen geben will. So spricht der HERR: An diesem Ort, davon ihr saget: Er ist wüst, weil weder Leute noch Vieh in den Stadten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem bleibet, die so verwüstet sind, dad weder Leute noch Burger noch Vieh drinnen ist, wird man dennoch wiederum horen Geschrei von Freude und Wonne, die Stimme des Brautigams und der Braut und die Stimme derer, so da sagen: Danket dem HERRN Zebaoth, dad er so gnadig ist und tut immerdar Gutes! und derer, so da Dankopfer bringen zum Hause des HERRN. Denn ich will des Landes Gefanqnis wenden wie von Anfang, spricht der HERR. So spricht der HERR Zebaoth: An diesem Ort, der so wüst ist, dad weder Leute noch Vieh drinnen sind, und in alien seinen Stadten werden dennoch wiederum Hirtenhausersein, die da Herden weiden, beide, in Stadten auf den Gebirgen und in Stadten in Grunden und in Stadten gegen Mittag, im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in Stadten Judas; es sollen dennoch wiederum die Herden gezahlet aus- und eingehen, spricht der HERR. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich das gnadige Wort erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet habe. In denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit will ich dem David ein gerecht Gewachs aufgehen lassen; und soil ein Konig sein, der wohl regieren wird, und soil Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden. Zur selbigen Zeit soil Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen; und man wird ihn nennen: Der HERR, der unsere Gerechtigkeit ist.
Morning Prayer — First Lesson
Jeremiah 21
Dies ist das Wort, so vorn HERRN geschah zu Jeremia, da der Konig Zedekia zu ihm sandte Pashur, den Sohn Malchias, und Zephanja, den Sohn Maesejas, des Priesters, und lied ihm sagen: Frage doch den HERRN fur uns! Denn Nebukadnezar, der Konig zu Babel, streitet wider uns, dad der HERR doch mit uns tun wolle nach alien seinen Wundern, damit er von uns abzoge. Jeremia sprach zu ihnen: So saget Zedekia: Das spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen zurückwenden, die ihr in euren Handen habt, damit ihr streitet wider den Konig zu Babel und wider die Chaldaer, welche euch drauden an der Mauer belagert haben, und will sie zuhauf sammeln mitten in der Stadt. Und ich will wider euch streiten mit ausgereckter Hand, mit starkem Arm, mit grodem Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit. Und will die Burger dieser Stadt schlagen, beide, Menschen und Vieh, daß sie sterben sollen durch eine große Pestilenz. Und danach, spricht der HERR, will ich Zedekia, den Konig Judas, samt seinen Knechten und dem Volk, das in dieser Stadt vor der Pestilenz, Schwert und Hunger überbleiben wird, geben in die Hande Nebukadnezars, des Konigs zu Babel, und in die Hande ihrer Feinde und in die Hande derer, so ihnen nach dem Leben stehen, daß er sie mit der Scharfe des Schwerts also schlage, daß kein Schonen noch Gnade noch Barmherzigkeit da sei. Und sage diesem Volk: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode. Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben müssen durchs Schwert, Hunger und Pestilenz; wer aber hinaus sich gibt zu den Chaldaern, die euch belagern, der soil lebendig bleiben und soil sein Leben als eine Ausbeute behalten. Denn ich habe mein Angesicht über diese Stadt gerichtet zum Unglück und zu keinem Guten, spricht der HERR. Sie soil dem Konige zu Babel ubergeben werden, daß er sie mit Feuer verbrenne. Und horetdes HERRN Wort, ihrvom Hause des Konigs Judas! Du Haus David, so spricht der HERR: Haltet des Morgens Gericht und errettet den Beraubten aus des Frevlers Hand, auf dad mein Grimm nicht ausfahre wie ein Feuer und brenne also, dad niemand loschen moge, urn eures bosen Wesens willen. Siehe, spricht der HERR, ich sage dir, die du wohnest im Grunde, in dem Felsen und auf der Ebene und sprichst: Wer will uns überfallen Oder in unsere Feste kommen? Ich will euch heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer anzünden in ihrem Walde, das soli alles umher verzehren.
Epistle
Wisdom 10:17-20
First Reading
Proverbs 28
Der Gottlose fleucht, und niemand jagt ihn; der Gerechte aber ist getrost wie ein junger Lowe. Um des Landes Sunde willen werden viel Anderungen der Furstentumer; aber um der Leute willen, die verstandig und vernunftig sind, bleiben sie lange. Ein armer Mann, der die Geringen beleidigt, ist wie ein Meltau, der die Frucht verderbt. Die das Gesetz veriassen, loben den Gottlosen; die es aber bewahren, sind unwillig auf sie. Bose Leute merken nicht aufs Recht; die aber nach dem HERRN fragen, merken auf alles. Es ist besser ein Armer, der in seiner Frommigkeit gehet, denn ein Reicher, der in verkehrten Wegen gehet. Wer das Gesetz bewahret, ist ein verstandig Kind; wer aber Schlemmer nahret, schandet seinen Vater. Wer sein Gut mehret mit Wucher und Ubersatz, der sammelt es zu Nutz der Armen. Wer sein Ohr abwendet, zu horen das Gesetz, des Gebet ist ein Greuel. Wer die Frommen verfuhret auf bosem Wege, der wird in seine Grube fallen; aber die Frommen werden Gutes ererben. Ein Reicher dünkt sich weise sein; aber ein armer Verstandiger merkt ihn. Wenn die Gerechten uberhand haben, so gehet es sehr fein zu; wenn aber Gottlose aufkommen, wendet sich's unterden Leuten. Wer seine Missetat leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber bekennet und lasset, der wird Barmherzigkeit erlangen. Wohl dem, der sich allewege furchtet! Wer aber halsstarrig ist, wird in Ungluck fallen. Ein Gottloser, der uber ein arm Volk regieret, das ist ein brullender Lowe und gieriger Bar. Wenn ein Furst ohne Verstand ist, so geschiehet viel Unrechts; wer aber den Geiz hasset, der wird lange leben. Ein Mensch, der am Blut einer Seele unrecht tut, der wird nicht erhalten, ob er auch in die Holle führe. Werfromm einhergehet, wird genesen; wer aber verkehrtes Weges ist, wird auf einmal zerfallen. Wer seinen Acker bauet, wird Brots genug haben; wer aber Mulüggang nachgehet, wird Armuts genug haben. Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer aber eilet, reich zu werden, wird nicht unschuldig bleiben. Person ansehen ist nicht gut; denn er tate ubel auch wohl um ein Stuck Brots. Wer eilet zum Reichtum und ist neidisch, der weili nicht, daß ihm Unfall begegnen wird. Wer einen Menschen straft, wird hernach Gunst finden, denn der da heuchelt. Wer seinem Vater Oder Mutter nimmt und spricht, es sei nicht Sunde, der ist des Verderbers Geselle. Ein Stolzer erweckt Zank; wer aber auf den HERRN sich verlalit, wird fett. Wer sich auf sein Herz verlalit, ist ein Narr; wer aber mit Weisheit gehet, wird entrinnen. Wer dem Armen gibt, dem wird nicht mangeln; wer aber seine Augen abwendet, der wird sehr verderben. Wenn die Gottlosen aufkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen, wird der Gerechten viel.
Morning Prayer — Second Lesson
John 16
Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht argert. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch totet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich's euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fraget mich: Wo qehest du hin? sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns worden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der T roster nicht zu euch; so ich abergehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen urn die Sunde und um die Gerechtigkeit und urn das Gericht: um die Sunde, dafi sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr konnet's jetzt nicht tragen. Wenn aberjener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn erwird nicht von ihm selber reden, sondern was er horen wird, das wird er reden, und was zukunftig ist, wird er euch verkundigen. Derselbige wird mich verklaren; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkundigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum hab' ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkundigen. Uber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uber ein kleines, so werdet ihr mich sehen; denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche unterseinen Jungern untereinander: Was ist das, was er saget zu uns: Uber ein so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und daü ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, was er sagt: Uber ein kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkete Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr untereinander, daß ich gesagt habe: Uber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uber ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich, sage euch: Ihr werdet weinen und heulen; aber die Welt wird sich freuen. Ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soil in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist kommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denket sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soil sich freuen, und eure Freude soil niemand von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinen Namen, so wird er's euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches hab' ich zu euch durch Sprichworter geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichworter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkundigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daü ich den Vater fur euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Junger: Siehe, nun redest du frei heraus und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weilit und bedarfst nicht, daß dich jemand frage. Darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr. Siehe, es kommt die Stunde und ist schon kommen, daß ihr zerstreuet werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich alleine lasset. Aber ich bin nicht alleine; denn der Vater ist bei mir. Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt uberwunden.
Responsorial Psalm
Psalm 29
Ein Psalm Davids. Bringet her dem HERRN, ihr Gewaltigen bringet her dem HERRN Ehre und Starke! Bringet dem HERRN Ehre seines Namens; betet an den HERRN in heiligem Schmuck! Die Stimme des HERRN gehet auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert, der HERR auf großen Wassern. Die Stimme des HERRN gehet mit Macht; die Stimme des HERRN gehet herrlich. Die Stimme des HERRN zerbricht die Zedern; der HERR zerbricht die Zedern im Libanon und machet sie locken wie ein Kalb, Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn. Die Stimme des HERRN hauet wie Feuerflammen. Die Stimme des HERRN erreget die Wüste; die Stimme des HERRN erreget die Wuste Kades. Die Stimme des HERRN erreget die Hindinnen und entblofiet die Walder. Und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen. Der HERR sitzt, eine Sintflut anzurichten. Und der HERR bleibt ein Konig in Ewigkeit. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben; der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.
Gospel
Luke 21:9-19
Wenn ihr aber horen werdet von Kriegen und Emporungen, so entsetzet euch nicht. Denn solches muß zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. Da sprach erzu ihnen: Ein Volk wird sich erheben uber das andere und ein Reich uber das andere. Und werden geschehen grolie Erdbebungen hin und her, teure Zeit und Pestilenz. Auch werden Schrecknisse und grolie Zeichen vom Himmel geschehen. Aber vor diesem allem werden sie die Hande an euch legen und verfolgen und werden euch uberantworten in ihre Schulen und Gefangnisse und vor Konige und Fursten ziehen um meines Namens willen. Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis. So nehmet nun zu Herzen, daß ihr nicht sorget, wie ihr euch verantworten sollt. Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen widersprechen mogen noch widerstehen alle eure Widerwartigen. Ihr werdet aber uberantwortet werden von den Eltern, Brudern, Gefreundeten und Freunden; und sie werden euer etliche toten. Und ihr werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Und ein Haar von eurem Hauptsoll nicht umkommen. Fasseteure Seelen mit Geduld!
Responsorial Psalm
Psalm 49
Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Horet zu, alle Volker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben, beide gemein Mann und Herren, beide reich und arm miteinander. Mein Mund soli von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen. Wirwollen einen guten Spruch horen und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen. Warum sollt ich mich furchten in bosen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Ubertreter umgibt? Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren grolien Reichtum. Kann doch ein Bruder niemand erlosen noch Gott jemand versohnen; denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlosen, daß er's muß lassen anstehen ewiglich, ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet. Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und mussen ihr Gut andern lassen. Das ist ihr Herz, daß ihre Hauser wahren immerdar, ihre Wohnungen bleiben fur und fur und haben große Ehre auf Erden. Dennoch konnen sie nicht bleiben in solcher Wurde, sondern müssen davon wie ein Vieh. Dies ihr Tun isteitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela. Sie liegen in der Holle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald uber sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Holle mussen sie bleiben. Aber Gott wird meine Seele erlosen aus der Holle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela. Laü dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird. Denn erwird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren. sondern er trostet sich dieses guten Lebens und preisetes, wenn einer nach guten Tagen trachtet. So fahren sie ihren Vatern nach und sehen das Licht nimmermehr. Kurz, wenn ein Mensch in der Wurde ist und hat keinen Verstand, so fahret er davon wie ein Vieh.
Responsorial Psalm
Psalm 59
Ein gulden Kleinod Davids, daß er nicht umkame, da Saul hinsandte und lieft sein Haus bewahren, daß er ihn totete. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schutze mich vor denen, so sich wider mich setzen! Errette mich von den Ubeltatern und hilf mir von den Blutgierigen! Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat. Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein! Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnadig, die so verwegene Ubeltater sind! Sela. Des Abends laft sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen. Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollt es horen? Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten. Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz. Gott erzeigt mir reichlich seine Gute; Gott laftt mich meine Lust sehen an meinen Feinden. Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mitdeiner Macht, HERR, unser Schild, und stofte sie hinunter! Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart und predigen eitel Fluchen und Widersprechen. Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, daß sie nichts seien und inne werden, daß Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. Sela. Des Abends laft sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen. Laft sie hin und herlaufen urn Speise und murren, wenn sie nicht satt werden. Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens ruhmen deine Gute; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not. Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz und mein gnadiger Gott.
Responsorial Psalm
Psalm 58
Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkame. Seid ihr denn stumm, daß ihr nicht reden wollt, was recht ist; und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder? Ja, mutwillig tut ihr unrecht im Lande und gehet stracks durch mit euren Handen zu freveln. Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterleibe an; die Lugner irren von Mutterleib an. Ihr Wüten ist gleich wie das Wüten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft, daß sie nicht hore die Stimme des Zauberers, des Beschworers, der wohl beschworen kann. Gott, zerbrich ihre Zahne in ihrem Maul; zerstofte, HERR, die Backenzahne der jungen Lowen! Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfleuftt. Sie zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen. Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht. Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so frisch wegreiften. Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache siehet, und wird seine Füfte baden in des Gottlosen Blut, daß die Leute werden sagen: Der Gerechte wird sein ja genieften; es ist ja noch Gott Richter auf Erden.
Evening Prayer — First Lesson
Jeremiah 22
So spricht der HERR: Gehe hinab in das Haus des Konigs Judas und rede daselbst dies Wort und sprich: Hore des HERRN Wort, du Konig Judas, der du auf dem Stuhl Davids sitzest, beide, du und deine Knechte und dein Volk, die zu diesen Toren eingehen. So spricht der HERR: Haltet Recht und Gerechtigkeit und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand und schindet nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen und tut niemand Gewalt und vergiedet nicht unschuldig Blut an dieser Statte. Werdet ihr solches tun, so sollen durch die Tore dieses Hauses einziehen Konige, die auf Davids Stuhl sitzen, beide, zu Wagen und zu Rod, samt ihren Knechten und Volk. Werdet ihr aber solchem nicht gehorchen, so habe ich bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, dies Haus soli verstoret werden. Denn so spricht der HERR von dem Hause des Konigs Judas: Gilead, du bist mir das Haupt im Libanon; was gilt's, ich will dich zur Wuste und die Stadte ohne Einwohner machen? Denn ich habe Verderber uber dich bestellet, einen jeglichen mit seinen Waffen; die sollen deine auserwahlten Zedern umhauen und ins Feuer werfen. So werden viel Heiden vor dieser Stadt vorübergehen und untereinander sagen: Warum hat der HERR mit dieser groden Stadt also gehandelt? Und man wird antworten: Darum dad sie den Bund des HERRN, ihres Gottes, verlassen und andere Gotter angebetet und denselbigen gedienet haben. Weinet nicht über die Toten und gramet euch nicht darum; weinet aber über den, der dahinzieht; denn erwird nimmer wiederkommen, dad er sein Vaterland sehen mochte. Denn so spricht der HERR von Sallum, dem Sohne Josias, des Konigs Judas, welcher Konig ist anstatt seines Vaters Josia, der von dieser Statte hinausgezogen ist: Er wird nicht wieder herkommen, sondern muß sterben an dem Ort, dahin er gefangen gefuhret ist, und wird dies Land nicht mehr sehen. Wehe dem, dersein Haus mit Sunden bauet und seine Gemacher mit Unrecht, der seinen Nachsten umsonst arbeiten laßt und gibt ihm seinen Lohn nicht und denkt: Wohlan, ich will mirein groß Haus bauen und weite Palaste; und laßt ihm Fenster drein bauen und mit Zedern tafeln und rot malen. Meinest du, du wollest Konig sein, weil du mit Zedern prangest? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch uber dem Recht und Gerechtigkeit, und ging ihm wohl? Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und ging ihm wohl. Ist's nicht also, daß solches heißt mich recht erkennen? spricht der HERR. Aber deine Augen und dein Herz stehen nicht also, sondern auf deinem Geiz, auf unschuldig Blut zu vergießen, zu freveln und unterzustoßen. Darum spricht der HERR von Jojakim, dem Sohn Josias, dem Konige Judas: Man wird ihn nicht klagen: Ach Bruder, ach Schwester! Man wird ihn nicht klagen: Ach Herr, ach Edler! Er soil wie ein Esel begraben werden, zerschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems. Ja, dann gehe hinauf auf den Libanon und schreie und laß dich horen zu Basan und schreie von Abarim; denn alle deine Liebhaber sind jammerlich umgebracht. Ich habe dir's vorhergesagt, da es noch wohl urn dich stund; aber du sprachest: Ich will nicht horen. Also hast du dein Lebetage getan, daß du meiner Stimme nicht gehorchtest. Der Wind weidet alle deine Hirten, und deine Liebhaber ziehen gefangen dahin; da mußt du doch zu Spott und zuschanden werden urn aller deiner Bosheit willen. Die du jetzt im Libanon wohnest und in Zedern nistest, wie schon wirst du sehen, wenn dir Schmerzen und Wehe kommen werden wie einer in Kindesnoten! So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn Chanja, der Sohn Jojakims, der Konig Judas, ein Siegelring ware an meiner rechten Hand, so wollte ich dich doch abreißen und in die Hande geben derer, die nach deinem Leben stehen, und vorwelchen du dich furchtest, namlich in die Hande Nebukadnezars, des Konigs zu Babel, und der Chaldaer. Und will dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein ander Land treiben, das nicht euer Vaterland ist; und sollst daselbst sterben. Und in das Land, da sie von Herzen gerne wieder hin waren, sollen sie nicht wiederkommen. Wie ein elender, verachteter, verstoßener Mann ist doch Chanja! ein unwert Gefaß! Ach, wie ist er doch samt seinem Samen so vertrieben und in ein unbekanntes Land geworfen! 0 Land, Land, Land; hore des HERRN Wort! So spricht der HERR: Schreibet an diesen Mann fur einen Verdorbenen, einen Mann, dem es sein Lebetage nicht gelinget. Denn er wird das Gluck nicht haben, daß jemand seines Samens auf dem Stuhl Davids sitze und fürder in Juda herrsche.
Second Reading
Hebrews 12
Darum auch wir, dieweil wir solchen Flaufen Zeugen urn uns haben, lasset uns ablegen die Sunde, so uns immer anklebt und trage macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfanger und Vollender des Glaubens, welcher, da er wohl hatte mogen Freude haben, erduldete er das Kreuz und achtete der Schande nicht und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl Gottes. Gedenketanden,dereinsolches Widersprechen von den Sundern wider sich erduldet hat, daß ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset. Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden uber dem Kampfen wider die Sunde und habt bereits vergessen des Trostes, der zu euch redet als zu den Kindern: Mein Sohn, achte nicht gering die Zuchtigung des Herm und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst; denn welchen der Herr liebhat, den zuchtiget er; er staupt aber einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. So ihr die Zuchtigung erduldet, so erbeut sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht zuchtiget? Seid ihr aber ohne Zuchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig worden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder. Auch so wir haben unsere leiblichen Vater zu Zuchtigern gehabt und sie gescheuet, sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem geistlichen Vater, daß wir leben? Und jene zwar haben uns gezuchtiget wenige Tage nach ihrem Dunken, dieser aber zu Nutz, auf daß wir seine Heiligung erlangen. Alle Zuchtigung aber, wenn sie da ist, dunktsie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit sein; aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geubet sind. Darum richtet wieder auf die lassigen Hande und die muden Kniee und tutgewissen Tritt miteuren Fütien, daß nicht jemand strauchele wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den Herm sehen. Und sehet darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versaume, daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte, und viele durch dieselbige verunreiniget werden; daß nicht jemand seiein Hurer Oder ein Gottloser wie Esau, der urn einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Wisset aber, daß er hernach, da er den Segen ererben wollte, verworfen ist; denn er fand keinen Raum zur Bulie, wiewohl ersie mit Tranen suchte. Denn ihr seid nicht kommen zu dem Berge, den man anruhren konnte, und mit Feuer brannte, noch zu dem Dunkel und Finsternis und Ungewitter noch zu dem Flail der Posaune und zur Stimme der Worte, welcher sich weigerten, die sie horeten, daß ihnen das Wort ja nicht gesagt wurde (denn sie mochten's nicht ertragen, was da gesagt ward. Und wenn ein Tier den Berg anrührete, sollte es gesteiniget Oder mit einem Geschoft erschossen werden. Und also erschrecklich war das Gesicht, daß Mose sprach: Ich bin erschrocken und zittere), sondern ihr seid kommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, zu dem himmlischen Jerusalem, und zu der Menge vieler tausend Engel und zu der Gemeinde der Erstgebornen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter uber alle, und zu den Geistern der vollkommenen Gerechten und zu dem Mittlerdes Neuen Testaments, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das da besser redet denn Abels. Sehet zu, daß ihr euch des nicht weigert, der da redet! Denn jene nicht entflohen sind, die sich weigerten, da er auf Erden redete, viel weniger wir, so wir uns des weigern, der vom Himmel redet, welches Stimme zu der Zeit die Erde bewegete. Nun aber verheiftet er und spricht: Noch einmal will ich bewegen nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel. Aber solches "Noch einmal" zeigt an, daß das Bewegliche soil verandert werden, als das gemacht ist, auf daß da bleibe das Unbewegliche. Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen, mit Zucht und Furcht. Denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.
Second Reading
I Thessalonians 1
Paulus und Silvanus und Timotheus: der Gemeinde zu Thessalonich, in Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Wir danken Gott allezeit fur euch alle und gedenken euer in unserm Gebet ohne Unterlaft. Und denken an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung, welche ist unser Herr Jesus Christus vor Gott und unserm Vater. Denn, liebe Bruder, von Gott geliebet, wir wissen, wie ihr auserwahlet seid, daß unser Evangelium ist bei euch gewesen nicht allein im Wort, sondern beide, in der Kraft und in dem Heiligen Geist und in grafter Gewiftheit; wie ihr wisset, welcherlei wir gewesen sind unter euch um euretwillen. Und ihr seid unsere Nachfolger worden und des Herrn und habt das Wort aufgenommen unter vielen Trubsalen mit Freuden im Heiligen Geist, also daß ihr worden seid ein Vorbild alien Glaubigen in Mazedonien und Achaja. Denn von euch ist auserschollen das Wort des Herrn nicht allein in Mazedonien und Achaja, sondern an alien Orten ist auch euer Glaube an Gott ausgebrochen, also daß nicht not ist, euch etwas zu sagen. Denn sie selbst verkundigen von euch, was fur einen Eingang wir zu euch gehabt haben, und wie ihr bekehret seid zu Gott von den Abgottern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott und zu warten seines Sohns vom Himmel, welchen er auferwecket hat von den Toten, Jesum, der uns von dem zukünftigen Zorn erloset hat.
Second Reading
Revelation 21:9-27
Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll hatten der letzten sieben Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes. Und fuhrete mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem Himmel von Gott. Und hatte die Herrlichkeit Gottes; und ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis. Und hatte große und hohe Mauern und hatte zwolf Tore und auf den Toren zwolf Engel und Namen geschrieben, welche sind die zwolf Geschlechter der Kinder Israel: vom Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, vom Mittag drei Tore, vom Abend drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwolf Grunde und in denselbigen die Namen der zwolf Apostel des Lammes. Und der mit mir redete, hatte ein gulden Rohr, daß er die Stadt messen sollte und ihre Tore und Mauern. Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Lange ist so groß als die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf zwolftausend Feldwegs. Die Lange und die Breite und die Hohe der Stadt sind gleich. Und er maß ihre Mauern, hundertvierundvierzig Ellen, nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat. Und der Bau ihrer Mauern war von Jaspis und die Stadt von lauterem Golde gleich dem reinen Glase. Und die Grunde der Mauern und der Stadt waren geschmuckt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grund war ein Jaspis; der andere ein Saphir, der dritte ein Chalzedonier, der vierte ein Smaragd, der funfte ein Sardonich, der sechste ein Sardis, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryli, der neunte ein Topasier, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwolfte ein Amethyst. Und die zwolf Tore waren zwolf Perlen, und ein jeglich Tor war von einer Perle. Und die Gassen der Stadt waren lauter Gold, als ein durchscheinend Glas. Und ich sah keinen Tempel darinnen; denn der Herr, der allmachtige Gott, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihrscheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und die Heiden, die da selig werden, wandeln in demselbigen Licht. Und die Konige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in dieselbige bringen. Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages; denn da wird keine Nacht sein. Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Heiden in sie bringen. Und wird nicht hineingehen irgendein Gemeines, und das da Greuel tut und Lugen, sondern die geschrieben sind in dem lebendigen Buch des Lammes.
Second Reading
1 Timothy 1:8-14
Wirwissen aber, daß das Gesetz gut ist, so sein jemand recht brauchet, und weili solches, daß dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sundern, den Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermordern und Muttermordern, den Totschlagern, den Hurern, den Knabenschandern, den Menschendieben, den Lugnern, den Meineidigen, und so etwas mehr der heilsamen Lehre wider ist, nach dem herrlichen Evangelium des seligen Gottes, welches mir vertrauet ist. Und ich danke unserm Herrn Christo Jesu, der mich stark gemacht und treu geachtet hat und gesetzt in das Amt, der ich zuvorwar ein Lasterer und ein Verfolger und ein Schmaher. Aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren; denn ich hab's unwissend getan, im Unglauben. Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade unsers Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist.
Gospel
Matthew 10
Und er rief seine zwolf Jünger zu sich und gab ihnen Macht uber die unsaubern Geister, daß sie dieselbigen austrieben und heileten allerlei Seuche und allerlei Krankheit. Die Namen aber der zwolf Apostel sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedaus Sohn, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomaus; Thomas und Matthaus, der Zollner; Jakobus, des Alphaus Sohn; Lebbaus mitdem Zunamen Thaddaus; Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet. Diese zwolf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Strafte und ziehet nicht in der Samariter Stadte, sondern gehet hin zu den verloren Schafen aus dem Hause Israel. Gehet aber und prediget und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Machet die Kranken gesund, reiniget die Aussatzigen, wecket die Toten auf, treibet die Teufel aus! Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebet es auch. Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Gurteln haben, auch keine Taschezur Wegfahrt, auch nicht zwei Rocke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert. Wo ihr aber in eine Stadt Oder Markt gehet, da erkundiget euch, ob jemand darinnen sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Wo ihr aber in ein Haus gehet, so grüftet dasselbige. Und so es dasselbige Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede horen, so gehet heraus von demselbigen Hause Oder Stadt und schüttelt den Staub von euren Füften. Wahrlich, ich sage euch, dem Lande der Sodomer und Gomorrer wird es ertraglicher ergehen am Jungsten Gericht denn solcher Stadt. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wolfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben! Hutet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathauser und werden euch geifteln in ihren Schulen. Und man wird euch vor Fursten und Konige fuhren urn meinetwillen zum Zeugnis uber sie und liber die Heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie Oder was ihr reden sollt; denn es soil euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emporen wider ihre Eltern und ihnen zum Tode helfen. Und müsset gehasset werden von jedermann urn meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharret, der wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere. Wahrlich, ich sage euch, ihr werdet die Stadte Israels nicht ausrichten, bis des Menschen Sohn kommt. Der Jünger ist nicht über seinen Meister noch der Knecht über den Herrn. Es ist dem Junger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheiften, wieviel mehr werden sie seine Hausgenossen also heiften! Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in Finsternis, das redet im Licht, und was ihr horet in das Ohr, das prediget auf den Dachern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib toten und die Seele nicht mogen toten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Holle. Kauft man nicht zwei Sperlinge urn einen Pfennig? Noch fallt derselbigen keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezahlet. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser denn viele Sperlinge. Darum, wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen sei, Frieden zu senden auf Erden. Ich bin nicht kommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin kommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater Oder Mutter mehr liebet denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn Oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, derwird's verlieren; und wer sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wereinen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, derwird eines Propheten Lohn empfahen. Wereinen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, derwird eines Gerechten Lohn empfahen. Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tranket in eines Jungers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unbelohnet bleiben!
Evening Prayer — Second Lesson
Philemon 1
Paulus, der Gebundene Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder: Philemon, dem Lieben und unserm Gehilfen, und Appia, der Lieben, und Archippus, unserm Streitgenossen, und der Gemeinde in deinem Flause. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Flerrn Jesu Christo! Ich danke meinem Gott und gedenke dein allezeit in meinem Gebet, nachdem ich hore von der Liebe und dem Glauben, welchen du hast an den Flerrn Jesum und gegen alle Heiligen, daß dein Glaube, den wir miteinander haben, in dir kraftig werde durch Erkenntnis alles des Guten, das ihr habt in Christo Jesu. Wir haben abergrofte Freude und Trostan deiner Liebe; denn die Herzen der Heiligen sind erquicket durch dich, lieber Bruder.. Darum, wiewohl ich habe grofte Freudigkeit in Christo, dirzu gebieten, was dirziemet, so will ich doch urn der Liebe willen nur vermahnen, der ich ein solcher bin, namlich ein alter Paulus, nun aber auch ein Gebundener Jesu Christi. So ermahne ich dich urn meines Sohnes willen, Onesimus, den ich gezeuget habe in meinen Banden, welcher weiland dir unnutze, nun aber dir und mirwohl nütze ist: den habe ich wiedergesandt. Du aberwollest ihn, das ist, mein eigen Herz, annehmen. Denn ich wollte ihn bei mir behalten, daß er mir an deiner Statt dienete in den Banden des Evangeliums; aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, auf daß dein Gutes nicht ware genotiget, sondern freiwillig. Vielleicht aber ist er darum eine Zeitlang von dir kommen, daß du ihn ewig wieder hattest, nun nicht mehr als einen Knecht, sondern mehr denn einen Knecht, einen lieben Bruder, sonderlich mir; wie viel mehr aber dir, beide, nach dem Fleisch und in dem Herrn. So du nun mich haltst fur deinen Gesellen, so wollest du ihn als mich selbst annehmen. So er aber dir etwas Schaden getan hat Oder schuldig ist, das rechne mirzu. Ich, Paulus, hab' es geschrieben mitmeiner Hand; ich will's bezahlen. Ich schweige, daß du dich selbst mir schuldig bist. Ja, lieber Bruder, gonne mir, daß ich mich an dir erqotze in dem Herrn; erquicke mein Herz in dem Herrn! Ich hab' aus Zuversicht deines Gehorsams dir geschrieben; denn ich weift, du wirst mehr tun, denn ich sage. Daneben bereite mir die Herberge; denn ich hoffe, daß ich durch euer Gebet euch geschenket werde. Es gruliet dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christo Jesu, Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Gehilfen. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist! Amen.
Gospel
John 11:45-57
Viel nun der Juden, die zu Maria kommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisaern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisaer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viel Zeichen. Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben. So kommen dann die Romer und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihrwisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser, ein Mensch sterbe fur das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern, dieweil er desselbigen Jahres Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte sterben fur das Volk, und nicht fur das Volk allein, sondern daß er die Kinder Gottes, die zerstreuet waren, zusammenbrachte. Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn toteten. Jesus aber wandelte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von dannen in eine Gegend nahe bei der Wuste in eine Stadt, genannt Ephrem, und hatte sein Wesen daselbst mit seinen Jungern. Es war aber nahe das Ostern der Juden; und es gingen viele hinauf gen Jerusalem aus der Gegend vor Ostern daß sie sich reinigten. Da stunden sie und fragten nach Jesu und redeten miteinander im Tempel: Was dünket euch, dafi er nicht kommt auf das Fest? Es hatten aber die Hohenpriester und Pharisaer lassen ein Gebot ausgehen, so jemand wulite, wo erware, daß er's anzeigete, daß sie ihn griffen.
Gospel
Matthew 13:10-17
Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, daß ihr, das Geheimnis des Himmelreichs vernehmet; diesen aber ist's nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit horenden Ohren horen sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und uber ihnen wird die Weissagung Jesajas erfullet, die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr horen und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht vernehmen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren horen libel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren horen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hulfe. Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie horen. Wahrlich, ich sage euch: Viel Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret.
Gospel
John 3
Es war aber ein Mensch unter den Pharisaern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden. Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wirwissen, daß du bist ein Lehrer, von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihrmüssetvon neuem geboren werden. Der Wind blaset, wo er will, und du horest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt und wohin er fahret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wir reden, was wirwissen, und zeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie wurdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und niemand fahret gen Himmel, denn der vom Himmel herniederkommen ist, namlich des Menschen Sohn, derim Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhohet hat, also muß des Menschen Sohn erhohet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren bose. Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan. Danach kam Jesus und seine Jünger in das judische Land und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen und taufete. Johannes aber taufete auch noch zu Enon, nahe bei Salim; denn es war viel Wassers daselbst. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen. Denn Johannes war noch nicht ins Gefangnis gelegt. Da erhub sich eine Frage unter den Jüngern des Johannes samt den Juden uber die Reinigung. Und kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der taufet, und jedermann kommt zu ihm. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel. Ihr selbst seid meine Zeugen, daß ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Brautigam; der Freund aber des Brautigams stehet und horet ihm zu und freuet sich hoch uber des Brautigams Stimme. Dieselbige meine Freude ist nun erfüllet. Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. Der von oben her kommt, ist uber alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, der ist uber alle und zeuget, was er gesehen und gehoret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer es aber annimmt, der versiegelt es, daß Gott wahrhaftig sei. Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Wort; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben; wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt uber ihm.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.
