Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
2 Corinthians 10:1-7
Ich aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmütigkeit und Lindigkeit Christi, der ich gegenwartig unter euch gering bin, im Abwesen aber bin ich turstig gegen euch. Ich bitte aber, daß mir nicht not sei, gegenwartig turstig zu handeln und der Kuhnheit zu brauchen, die man mirzumisset, gegen etliche, die uns schatzen, als wandelten wir fleischlicherweise. Denn ob wirwohl im Fleisch wandeln, so streiten wir doch nicht fleischlicherweise. Denn die Waffen unserer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern machtig vor Gott, zu zerstoren die Befestungen, damit wir zerstoren die Anschlage und alle Hohe, die sich erhebet wider die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi und sind bereit, zu rachen alien Ungehorsam, wenn euer Gehorsam erfullet ist. Richtet ihr nach dem Ansehen? Verlatit sich jemand darauf, daß er Christo angehore, der denke solches, auch wieder um bei ihm, daß, gleichwie er Christo angehoret, also gehoren wir auch Christo an.
First Reading
Jeremiah 29
Dies sind die Worte im Briefe, den der Prophet Jeremia sandte von Jerusalem zu den übrigen Altesten die weggefuhrtwaren, und zu den Priestern und Propheten und zum ganzen Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem hatte weggefuhrt gen Babel (nachdem der Konig Jechanja und die Konigin mit den Kammerern und Fursten in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden zu Jerusalem weg waren), durch Eleasa, den Sohn Saphans, und Gemarja, den Sohn Hilkias, welche Zedekia, der Konig Judas, sandte gen Babel zu Nebukadnezar, dem Konige zu Babel, und sprach: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu alien Gefangenen, die ich habe von Jerusalem lassen wegfuhren gen Babel: Bauet Hauser, darin ihrwohnen moget; pflanzet Garten, daraus ihr die Fruchte essen moget; nehmet Weiber und zeuget Sohne und Tochter; nehmet euren Sohnen Weiber und gebet euren Tochtem Manner, dafi sie Sohne und Tochter zeugen; mehret euch daselbst, daß euer nicht wenig sei. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegfuhren, und betet fur sie zum HERRN; denn wenn's ihrwohlgehet, so gehet es euch auch wohl. Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Laftt euch die Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betrugen und gehorchet euren Traumen nicht, die euch traumen; denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR. Denn so spricht der HERR: Wenn zu Babel siebenzig Jahre aus sind, so will ich euch besuchen und will mein gnadiges Wort uber euch erwecken, daß ich euch wieder an diesen Ort bringe. Denn ich weift wohl, was ich fur Gedanken über euch habe, spricht der HERR, namlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet. Und ihrwerdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhoren. Ihrwerdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will euer Gefangnis wenden und euch sammeln aus alien Volkern und von alien Orten, dahin ich euch verstoften habe, spricht der HERR; und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dannen ich euch habe lassen wegfuhren. Denn ihr meinet, der HERR habe euch zu Babel Propheten auferweckt. Denn also spricht der HERR vom Konige, der auf Davids Stuhl sitzt, und von allem Volk, das in dieser Stadt wohnet, namlich von euren Brudern, die nicht mit euch hinaus gefangen gezogen sind; ja, also spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken und will mit ihnen umgehen wie mit den bosen Feigen, da einem vor ekelt zu essen; und will hinter ihnen her sein mit Schwert, Hunger und Pestilenz; und will sie in keinem Konigreich auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen zum Fluch, zum Wunder, zum Hohn und zum Spott unter alien Volkern werden, dahin ich sie verstoften werde, darum daß sie meinen Worten nicht gehorchen, spricht der HERR, der ich meine Knechte, die Propheten, zu euch stets gesandt habe; aber ihr wolltet nicht horen, spricht der HERR. Ihr aber alle, die ihr gefangen seid weggefuhret, die ich von Jerusalem habe gen Babel ziehen lassen, horet des HERRN Wort! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, wider Ahab, den Sohn Kolajas, und wider Zedekia, den Sohn Masejas, die euch falsch weissagen in meinem Namen: Siehe, ich will sie geben in die Hande Nebukadnezars, des Kbnigs zu Babel, der soil sie schlagen lassen vor euren Augen, daß man wird aus denselbigen einen Fluch machen unter alien Gefangenen aus Juda, die zu Babel sind, und sagen: Der HERR tue dir wie Zedekia und Ahab, welche der Konig zu Babel auf Feuer braten lieft, darum daß sie eine Torheit in Israel begingen und trieben Ehebruch mitderandern Weibern und predigten falsch in meinem Namen, das ich ihnen nicht befohlen hatte. Solches weift ich und zeuge es, spricht der HERR. Und wider Semaja von Nehalam sollst du sagen: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Darum daß du unter deinem Namen hast Briefe gesandt zu allem Volk, das zu Jerusalem ist, und zum Priester Zephanja, dem Sohn Masejas, und zu alien Priestern und gesagt: Der HERR hat dich zum Priester gesetzt anstatt des Priesters Jehojada, daß ihr sollt Aufseher sein im Hause des HERRN über alle Wahnsinnigen und Weissager, daß du sie in Kerker und Stock legest. Nun, warum strafst du denn nicht Jeremia von Anathoth, der euch weissaget, darum daß er zu uns gen Babel geschickt hat und lassen sagen: Es wird noch lange wahren; bauet Hauser, darin ihr wohnet, und pflanzet Garten, daß ihr die Fruchte davon esset. Denn Zephanja, der Priester, hatte denselben Brief gelesen und den Propheten Jeremia lassen zuhoren. Darum geschah des HERRN Wort zu Jeremia und sprach: Sende hin zu alien Gefangenen und laft ihnen sagen: So spricht der HERR wider Semaja von Nehalam: Darum daß euch Semaja weissaget, und ich habe ihn doch nicht gesandt, und macht, daß ihr auf Lügen vertrauet, darum spricht der HERR also: Siehe, ich will Semaja von Nehalam heimsuchen samt seinem Samen, daß der Seinen keiner soil unter diesem Volk bleiben, und soli das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun will, spricht der HERR; denn er hat sie mit seiner Rede vom HERRN abgewendet.
First Reading
Ezekiel 34:1-16
Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, weissage wider die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen nicht die Hirten die Herde weiden? Aber ihr fresset das Fette und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemastete; aber die Schafe wollet ihr nicht weiden. Der Schwachen wartet ihr nicht und die Kranken heilet ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrete holet ihr nicht und das Verlorene suchet ihr nicht, sondern streng und hart herrschet ihr uber sie. Und meine Schafe sind zerstreuet, als die keinen Hirten haben, und alien wilden Tieren zur Speise worden und gar zerstreuet und gehen irre hin und wieder auf den Bergen und auf den hohen Hügeln und sind auf dem ganzen Lande zerstreuet, und ist niemand, der nach ihnen frage, Oder ihrer achte. Darum horet, ihr Hirten, des HERRN Wort! So wahr ich lebe, spricht der Herr HERR, weil ihr meine Schafe lasset zum Raube und meine Herde alien wilden Tieren zur Speise werden, weil sie keinen Hirten haben, und meine Hirten nach meiner Herde nicht fragen, sondern sind solche Hirten, die sich selbst weiden, aber meine Schafe wollen sie nicht weiden, darum, ihr Hirten, horet des HERRN Wort! So spricht der Herr HERR: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Handen fordern; und will's mit ihnen ein Ende machen, daß sie nicht mehr sollen Hirten sein und sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Maul, daß sie sie forthin nicht mehr fressen sollen. Denn so spricht der Herr HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. Wie ein Hirte seine Schafe suchet, wenn sie von seiner Herde verirret sind, also will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von alien Ortern, dahin sie zerstreuet waren, zur Zeit, da es trübe und finster war. Ich will sie von alien Volkern ausführen und aus alien Landern versammeln und will sie in ihr Land führen; und will sie weiden auf den Bergen Israels und in alien Auen und auf alien Angern des Landes. Ich will sie auf die beste Weide führen, und ihre Hürden werden auf den hohen Bergen in Israel stehen; daselbst werden sie in sanften Hürden liegen und fette Weide haben auf den Bergen Israels. Ich will selbst meine Schafe weiden und ich will sie lagern, spricht der Herr HERR. Ich will das Verlorne wieder suchen und das Verirrete wiederbringen und das Verwundete verbinden und des Schwachen warten; und was fett und stark ist, will ich behüten, und will ihrer pflegen, wie es recht ist.
Morning Prayer — First Lesson
Jeremiah 41
Aber im siebenten Monden kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohns Elisamas, aus koniglichem Stamm, samt den Obersten des Konigs und zehn Manner mit ihm zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und alien daselbstzu Mizpa miteinander. Und Ismael, der Sohn Nethanjas, machte sich auf samt den zehn Mannern, die bei ihm waren, und schlugen Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, mit dem Schwert zu Tode, darum daß ihn der Konig zu Babel uber das Land gesetzt hatte. Dazu alle Juden die bei Gedalja waren zu Mizpa, und die Chaldaer, die sie daselbst fanden, und alle Kriegsleute schlug Ismael. Des andern Tages, nachdem Gedalja erschlagen war und noch niemand wußte, kamen achtzig Manner von Sichem, von Silo und von Samaria und hatten die Barte abgeschoren und ihre Kleider zerrissen und sich zerritzt und trugen Speisopfer und Weihrauch mit sich, daß sie es brachten ins Haus des HERRN. Und Ismael, der Sohn Nethanjas, ging heraus von Mizpa, denselbigen entgegen, ging daher und weinete. Als er nun an sie kam, sprach er zu ihnen: Ihr solltzu Gedalja, dem Sohn Ahikams, kommen. Da sie aber mitten in die Stadt kamen, ermordete sie Ismael, der Sohn Nethanjas, und die Manner, so bei ihm waren, bei dem Brunnen. Aber es waren zehn. Manner darunter, die sprachen zu Ismael: Lieber, tote uns nicht; wir haben Schatze im Acker liegen von Weizen, Gerste, 01 und Honig. Also ließ er ab und totete sie nicht mit den andern. Der Brunnen aber, darein Ismael die toten Leichname warf, welche er hatte erschlagen, samt dem Gedalja, ist der, den der Konig Assa machen ließ wider Baesa, den Konig Israels; den fullete Ismael, der Sohn Nethanjas, mit den Erschlagenen. Und was übriges Volks warzu Mizpa, auch des Konigs Tochter, fuhrete Ismael, der Sohn Nethanjas, gefangen weg samt allem ubrigen Volkzu Mizpa, uber welche Nebusar-Adan, der Hauptmann, hatte gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams; und zog hin und wollte hinuber zu den Kindern Ammon. Da aber Johanan, der Sohn Kareahs, erfuhr und alle Hauptleute des Heers, die bei ihm waren, all das Ubel, das Ismael, der Sohn Nethanjas, begangen hatte, nahmen sie zu sich alle Manner und zogen hin wider Ismael, den Sohn Nethanjas, zu streiten, und trafen ihn an bei dem großen Wasser an Gibeon. Da nun alles Volk, so bei Ismael war, sah den Johanan, den Sohn Kareahs, und alle die Hauptleute des Heers, die bei ihm waren, wurden sie froh. Und das ganze Volk, das Ismael hatte von Mizpa weggeführet, wandte sich urn und kehrete wiederum zu Johanan, dem Sohn Kareahs. Aber Ismael, der Sohn Nethanjas, entrann dem Johanan mitacht Mannern und zog zu den Kindern Ammon. Und Johanan, der Sohn Kareahs, samt alien Hauptleuten des Heers, so bei ihm waren, nahmen all das librige Volk, so sie wiedergebracht hatten von Ismael, dem Sohn Nethanjas, aus Mizpa zu sich (weil Gedalja, der Sohn Ahikams, erschlagen war), namlich die Kriegsmanner, Weiber und Kinder und Kammerer, so sie von Gibeon hatten wiedergebracht, und zogen hin und kehreten ein zum Kimham zur Herberge, der bei Bethlehem wohnete, und wollten nach Agypten ziehen vor den Chaldaern. Denn sie furchteten sich vor ihnen, weil Ismael, der Sohn Nethanjas, Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, den der Konig zu Babel uber das Land gesetzt hatte.
Epistle
Sirach 31:8-11
First Reading
Ecclesiastes 7
Ein gut Gerucht ist besser denn gute Salbe und der Tag des Todes weder der Tag der Geburt. Es ist besser, in das Klaghaus gehen denn in das Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt's zu Herzen. Es ist Trauern besser denn Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert. Das Herz der Weisen ist im Klaghause und das Herz der Narren im Hause der Freuden. Es ist besser horen das Schelten des Weisen denn horen den Gesang der Narren. Denn das Lachen des Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Topfen; und das ist auch eitel. Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildes Herz. Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher Geist. Sei nicht schnelles Gemüts zu zurnen; denn Zorn ruhet im Herzen eines Narren. Sprich nicht: Was ist's, daß die vorigen Tage besser waren denn diese? Denn du fragest solches nicht weislich. Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft, daß sich einer der Sonne freuen kann. Denn die Weisheit beschirmet, so beschirmet Geld auch; aber die Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat. Siehe an die Werke Gottes, denn wer kann das schlecht machen, das er krummet? Am guten Tage sei guter Dinge und den bosen Tag nimm auch fur gut; denn diesen schaffet Gott neben jenem, daß der Mensch nicht wissen soli, was kunftig ist. Allerlei habe ich gesehen die Zeit uber meiner Eitelkeit. Da ist ein Gerechter und gehet unter in seiner Gerechtigkeit, und ist ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit. Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, daß du dich nicht verderbest! Sei nicht allzu gottlos und name nicht, daß du nicht sterbest zur Unzeit! Es ist gut, daß du dies fassest und jenes auch nicht aus deiner Hand lassest; denn wer Gott furchtet, der entgehet dem allem. Die Weisheit starkt den Weisen mehr denn zehn Gewaltige, die in der Stadt sind. Denn es ist kein Mensch auf Erden, der Gutes tue und nicht sündige. Nimm auch nicht zu Herzen alles, was man sagt, daß du nicht horen mussest deinen Knecht dir fluchen. Denn dein Herz weili, daß du andern auch oftmals geflucht hast. Solches alles habe ich versucht weislich. Ich gedachte, ich will weise sein; sie kam aber ferner von mir. Es ist feme; was wird's sein? und ist sehr tief; wer will's finden? Ich kehrete mein Herz, zu erfahren und zu erforschen und zu suchen Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der Tollen, und fand, daß ein solches Weib, welches Herz Netz und Strick ist und ihre Hande Bande sind, bitterer sei denn der Tod. Wer Gott gefallt, der wird ihr entrinnen; aber der Sunder wird durch sie gefangen. Schaue, das habe ich funden, spricht der Prediger, eins nach dem andern, daß ich Kunst erfande. Und meine Seele sucht noch und hat es nicht funden. Unter tausend habe ich einen Menschen funden, aber kein Weib habe ich unter den alien funden. Alleine schaue das, ich habe funden, daß Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viel Künste.
Morning Prayer — Second Lesson
Acts 5
Ein Mann aber mit Namen Ananias samt seinem Weibe Saphira verkaufte seine Güter und entwandte etwas vom Gelde mit Wissen seines Weibes und brachte einen Teil und legte es zu der Apostel Fußen. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfullet, daß du dem Heiligen Geist logest und entwendetest etwas vom Gelde des Ackers? Hattest du ihn doch wohl mogen behalten, da du ihn hattest, und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott gelogen. Da Ananias aber diese Worte horete, fiel er nieder und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies horeten. Es stunden aber die Junglinge auf und taten ihn beiseit und trugen ihn hinaus und begruben ihn. Und es begab sich uber eine Weile, bei drei Stunden, kam sein Weib hinein und wußte nicht, was geschehen war. Aber Petrus antwortete ihr: Sage mir, habt ihr den Acker so teuer verkauft? Sie sprach: Ja, so teuer. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins worden, zu versuchen den Geist des Herrn? Siehe, die Fitße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden dich hinaustragen. Und alsbald fiel sie zu seinen Fußen und gab den Geist auf. Da kamen die Junglinge und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann. Und es kam eine große Furcht fiber die ganze Gemeinde und fiber alle, die solches horeten. Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Voik durch der Apostel Hande, und waren alle in der Halle Salomos einmutiglich. Derandern aberdurfte sich keiner zu ihnen tun, sondern das Volk hielt groß von ihnen. Es wurden aber je mehr zugetan, die da glaubeten an den Herrn, eine Menge der Manner und der Weiber, also daß sie die Kranken auf die Gassen heraustrugen und legeten sie auf Betten und Bahren, auf daß, wenn Petrus kame, sein Schatten ihrer etliche überschattete. Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Stadten gen Jerusalem und brachten die Kranken, und die von unsaubern Geistern gepeiniget waren; und wurden alle gesund. Es stund aber auf der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, welches ist die Sekte der Sadduzaer, und wurden voll Eifers und legten die Hande an die Apostel und warfen sie in das gemeine Gefangnis. Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Tur des Gefangnisses auf und fuhrete sie heraus und sprach: Gehet hin und tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens. Da sie das gehort hatten, gingen sie frith in den Tempel und lehreten. Der Hohepriester aber kam, und die mit ihm waren, und riefen zusammen den Rat und aile Altesten der Kinder von Israel und sandten hin zum Gefangnis, sie zu holen. Die Diener aber kamen dar und fanden sie nicht im Gefangnis, kamen wieder und verkündigten und sprachen: Das Gefangnis fanden wir verschlossen mit allem Fleiß und die Hitter außen stehen vor den Türen; aber da wir auftaten, fanden wir niemand drinnen. Da diese Rede horeten der Hohepriester und der Hauptmann des Tempels und andere Hohepriester, wurden sie daruber betreten, was doch das werden wollte. Da kam einer dar, der verkitndigte ihnen: Siehe, die Manner, die ihr ins Gefangnis geworfen habt, sind im Tempel, stehen und lehren das Volk. Da ging hin der Hauptmann mit den Dienern und holeten sie, nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, daß sie nicht gesteiniget wurden. Und als sie sie brachten, stelleten sie sie vor den Rat. Und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr nicht sollt lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfullet mit eurer Lehre und wollt dieses Menschen Blut uber uns führen. Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man muü Gott mehrgehorchen denn den Menschen. Der Gott unserer Vater hat Jesum auferwecket, welchen ihr erwurget habt und an das Holz gehanget. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhohet zu einem Fursten und Heiland, zu geben Israel Bulie und Vergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen uber diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen. Da sie das horeten, ging's ihnen durchs Herz, und dachten sie zu toten. Da stund aber auf im Rat ein Pharisaer mit Namen Gamaliel, ein Schriftgelehrter, wohl gehalten vor allem Volk, und hiefi die Apostel ein wenig hinaustun und sprach zu ihnen: Ihr Manner von Israel, nehmet euer selbst wahr an diesen Menschen, was ihr tun sollt. Vor diesen Tagen stund auf Theudas und gab vor, erware etwas, und hingen an ihm eine Zahl Manner, bei vierhundert; der ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet und zunichte worden. Danach stund auf Judas aus Galilaa in den Tagen der Schatzung und machte viel Volks abfallig ihm nach; und der ist auch umkommen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet. Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie fahren! Ist der Rat Oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen; ist's aber aus Gott, so konnet ihr's nicht dampfen, auf daß ihr nicht erfunden werdet, als die wider Gott streiten wollen. Da fielen sie ihm zu und riefen den Aposteln, staupeten sie und geboten ihnen, sie sollten nicht reden in dem Namen Jesu, und lielien sie gehen. Sie gingen aber frohlich von des Rats Angesicht, daß sie würdig gewesen waren, urn seines Namens willen Schmach zu leiden; und hdreten nicht auf alle Tage im Tempel und hin und her in Hausern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesu Christo.
Responsorial Psalm
Psalm 43
Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bosen Leuten. Denn du bist der Gott meiner Starke; warum verstofiest du mich? Warum lassest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dranget? Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott! Was betrubest du dich, meine Seele, und bistso unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Gospel
Matthew 6:24-33
Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den andern lieben, Oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fur euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vogel unter dem Himmel an: sie saen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nahret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle zusetzen moge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglaubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dafi ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.
Responsorial Psalm
Psalm 59
Ein gulden Kleinod Davids, daß er nicht umkame, da Saul hinsandte und lieft sein Haus bewahren, daß er ihn totete. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schutze mich vor denen, so sich wider mich setzen! Errette mich von den Ubeltatern und hilf mir von den Blutgierigen! Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat. Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein! Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnadig, die so verwegene Ubeltater sind! Sela. Des Abends laft sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen. Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollt es horen? Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten. Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz. Gott erzeigt mir reichlich seine Gute; Gott laftt mich meine Lust sehen an meinen Feinden. Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mitdeiner Macht, HERR, unser Schild, und stofte sie hinunter! Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart und predigen eitel Fluchen und Widersprechen. Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, daß sie nichts seien und inne werden, daß Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. Sela. Des Abends laft sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen. Laft sie hin und herlaufen urn Speise und murren, wenn sie nicht satt werden. Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens ruhmen deine Gute; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not. Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz und mein gnadiger Gott.
Responsorial Psalm
Psalm 69
Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen. Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele. Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersaufen. Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muft harren auf meinen Gott. Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind machtig. Ich muft bezahlen, das ich nicht geraubt habe. Gott, du weiftest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen. La(S nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, Herr, HERR Zebaoth! Laft nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels! Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. Ich bin fremd worden meinen Brudern und unbekannt meiner Mutter Kindern. Denn ich eifere mich schierzu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmahen, fallen auf mich. Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu. Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespott draus. Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir. Ich aber bete, HERR, zu dirzur angenehmen Zeit. Gott, durch deine grofte Gute, erhore mich mit deiner treuen Hilfe! Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser, daß mich die Wasserflut nicht ersaufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht uber mir zusammengehe. Erhore mich, HERR, denn deine Gute ist trostlich; wende dich zu mir nach deiner groften Barmherzigkeit und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhore mich eilend! Mache dich zu meiner Seele und erlose sie; erlose mich um meiner Feinde willen! Du weiftest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir. Die Schmach bricht mir mein Herz und kranket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Troster, aber ich finde keine. Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem groften Durst. Ihr Tisch rnüsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle! Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laft immer wanken! Geuft deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie! Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne! Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen libel schlagest. La(J sie in eine Sunde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit. Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden. Ich aber bin elend, und mir istwehe. Gott, deine Hilfe schütze mich! Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank. Daswird dem HERRN bad gefallen denn ein Farr, der Horner und Klauen hat. Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben. Denn der HERR horet die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht. Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget. Denn Gott wird Zion helfen und die Stadte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze. Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden drinnen bleiben.
Responsorial Psalm
Psalm 68
Ein Psalmlied Davids, vorzusingen. Es stehe Gott auf, daü seine Feinde zerstreuet werden, und die ihn hassen, vor ihm fliehen. Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt vom Feuer, so müssen umkommen die Gottlosen vor Gott. Die Gerechten aber müssen sich freuen und frohlich sein vor Gott und von Herzen sich freuen. Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der da sanft herfahrt! Er heifit HERR; und freuet euch vor ihm, der ein Vater ist der Waisen und ein Richter der Witwen. Er ist Gott in seiner heiligen Wohnung, ein Gott, der den Einsamen das Haus voll Kinder gibt, der die Gefangenen ausfuhret zu rechter Zeit und lalit die Abtrunnigen bleiben in der Durre. Gott, da du vor deinem Volk herzogest, da du einhergingest in der Wuste, Sela, da bebete die Erde, und die Himmel troffen vor diesem Gott in Sinai, vor dem Gott, der Israels Gott ist. Nun aber gibst du, Gott, einen gnadigen Regen, und dein Erbe, das durre ist, erquickestdu, daß deine Tiere drinnen wohnen konnen. Gott, du labest die Elenden mit deinen Gutern. Der HERR gibt das Wort mit grolien Scharen Evangelisten. Die Konige der Heerscharen sind untereinander Freunde, und die Hausehre teilet den Raub aus. Wenn ihr zu Felde lieget, so glanzet es als der Tauben Flügel, die wie Silber und Gold schimmern. Wenn der Allmachtige hin und wieder unter ihnen Konige setzet, so wird es helle, wo es dunkel ist. Der Berg Gottes ist ein fruchtbarer Berg, ein groß und fruchtbar Gebirge. Was hüpfet ihr grotien Gebirge? Gott hat Lust, auf diesem Berge zu wohnen, und der HERR bleibt auch immer daselbst. Der Wagen Gottes ist viel tausendmal tausend; der HERR ist unter ihnen im heiligen Sinai. Du bist in die Hohe gefahren und hast das Gefangnis gefangen; du hast Gaben empfangen fur die Menschen, auch die Abtrunnigen, daß Gott der HERR dennoch daselbst bleiben wird. Gelobet sei der HERR taglich! Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN Herrn, dervom Tode errettet. Aber Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmeiften samt ihrem Haarschadel, die da fortfahren in ihrer Sünde. Doch spricht der HERR: Ich will unter den Fetten etliche holen; aus der Tiefe des Meers will ich etliche holen. Darum wird dein Fuft in der Feinde Blut gefarbet werden, und deine Hunde werden es lecken. Man siehet, Gott, wie du einherzeuchst, wie du, mein Gott und Konig, einherzeuchst im Heiligtum. Die Sanger gehen vorher, danach die Spielleute unter den Magden, die da pauken. Lobet Gott den HERRN in den Versammlungen fur den Brunn Israels. Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin, die Fursten Judas mit ihren Haufen, die Fursten Sebulons, die Fursten Naphthalis. Dein Gott hat dein Reich aufgerichtet. Dasselbe wollest du, Gott, uns starken; denn es ist dein Werk. Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die Konige Geschenke zuführen. Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren Kalbern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die Volker, die da gerne kriegen. Die Fursten aus Agypten werden kommen, Mohrenland wird seine Hande ausstrecken zu Gott. Ihr Konigreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem HERRN, Sela, dem, der da fahrt im Himmel allenthalben von Anbeginn. Siehe, erwird seinem Donner Kraft geben. Gebt Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist in Israel und seine Macht in den Wolken. Gott istwundersam in seinem Heiligtum. Er ist Gott Israels; er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott!
Evening Prayer — First Lesson
Jeremiah 42
Da traten herzu alle Hauptleute des Heers, Johanan, der Sohn Kareahs, Jesanja, der Sohn Hosajas, samt dem ganzen Volk, beide, klein und groß, und sprachen zum Propheten Jeremia: Lieber, laß unser Gebet vor dir gelten und bitte fur uns den HERRN, deinen Gott, urn all diese Ubrigen (denn unser ist leider wenig geblieben von vielen, wie du uns selbst siehest mit deinen Augen), daß uns der HERR, dein Gott, wollte anzeigen, wohin wir ziehen und was wir tun sollen. Und der Prophet Jeremia sprach zu ihnen: Wohlan, ich will gehorchen; und siehe, ich will den HERRN, euren Gott, bitten, wie ihrgesagt habt; und alles, was euch der HERR antworten wird, das will ich euch anzeigen und will euch nichts verhalten. Und sie sprachen zu Jeremia: Der HERR sei ein gewisser und wahrhaftiger Zeuge zwischen uns, wo wir nicht tun werden alles, das dir der HERR, dein Gott, an uns befehlen wird. Es sei Gutes Oder Boses, so wollen wir gehorchen der Stimme des HERRN, unsers Gottes, zu dem wir dich senden, auf daß uns wohlgehe, so wir der Stimme des HERRN, unsers Gottes, gehorchen. Und nach zehn Tagen geschah des HERRN Wort zu Jeremia. Da riefer Johanan, den Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heers, die bei ihm waren, und alles Volk, beide, klein und groß, und sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, daß ich euer Gebet vor ihn sollte bringen: Werdet ihr in diesem Lande bleiben, so will, ich euch bauen und nicht zerbrechen; ich will euch pflanzen und nicht ausreuten; denn es hat mich schon gereuet das Ubel, das ich euch getan habe. Ihr sollt euch nicht furchten vor dem Konige zu Babel, vor dem ihr euch furchtet, spricht der HERR; ihr sollt euch vor ihm nicht furchten; denn ich will bei euch sein, daß ich euch helfe und von seiner Hand errette. Ich will euch Barmherzigkeit erzeigen und mich uber euch erbarmen und euch wieder in euer Land bringen. Werdet ihr aber sagen: Wir wollen nicht im Lande bleiben, damit ihr ja nicht gehorchet der Stimme des HERRN, eures Gottes, sondern sagen: Nein, wirwollen nach Agyptenland ziehen, daß wir keinen Krieg sehen noch der Posaunen Schall horen und nicht Hunger Brots halben leiden mussen; daselbst wollen wir bleiben: nun, so horet des HERRN Wort, ihr Ubrigen aus Juda! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Werdet ihr euer Angesicht richten, nach Agyptenland zu ziehen, da P> ihr daselbst bleiben wollet, so soil euch das Schwert, vor dem ihreuch fürchtet, in Agyptenland treffen; und der Hunger, des ihr euch besorget, soil stets hinter euch her sein in Agypten, und sollet daselbst sterben. Denn sieseien, wersie wollen, die ihr Angesicht richten, daß sie nach Agypten ziehen, daselbst zu bleiben, die sollen sterben durchs Schwert, Hunger und Pestilenz; und soil keiner überbleiben noch entrinnen dem Ubel, das ich uber sie will kommen lassen. Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Gleichwie mein Zorn und Grimm uber die Einwohner zu Jerusalem gegangen ist, so soil er auch uber euch gehen, wo ihr nach Agypten ziehet, daß ihr zum Fluch, zum Wunder, Schwur und Schande werdet und diese Statte nicht mehr sehen sollet. Das Wort des HERRN gilt euch, ihr Ubrigen aus Juda, daß ihr nicht nach Agypten ziehet. Darum so wisset, daß ich euch heute bezeuge. Ihr werdet sonst euer Leben verwahrlosen. Denn ihr habt mich gesandt zum HERRN, eurem Gott, und gesagt: Bitte den HERRN, unsern Gott, fur uns; und alles, was der HERR, unser Gott, sagen wird, das zeige uns an, so wollen wir danach tun. Das habe ich euch heute zu wissen getan; aber ihr wollt der Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht gehorchen noch allem dem, das er mir an euch befohlen hat. So sollt ihr nun wissen, daß ihr durchs Schwert, Hunger und Pestilenz sterben musset an dem Ort, dahin ihr gedenkt zu ziehen, daß ihr daselbst wohnen wollet.
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I Corinthians 7
Von dem ihr aber mir geschrieben habt, antworte ich: Es ist dem Menschen gut, daß er kein Weib beruhre. Aber urn der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann. Der Mann leiste dem Weibe die schuldige Freundschaft, desselbigengleichen das Weib dem Manne. Das Weib ist ihres Leibes nicht machtig, sondern der Mann. Desselbigengleichen der Mann ist seines Leibes nicht machtig, sondern das Weib. Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn aus beider Bewilligung eine Zeitlang, daß ihrzum Fasten und Beten Mufte habet; und kommet wiederum zusammen; auf daß euch der Satan nicht versuche urn eurer Unkeuschheit willen. Solches sage ich aber aus Vergunst und nicht aus Gebot. Ich wollte aber lieber, alle Menschen waren, wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, einer so, der andere so. Ich sage zwarden Ledigen und Witwen: Es ist ihnen gut, wenn sie auch bleiben wie ich. So sie aber sich nicht enthalten, so laft sie freien; es ist besser freien, denn Brunst leiden. Den Ehelichen aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß das Weib sich nicht scheide von dem Manne. So sie sich aber scheidet, daß sie ohne Ehe bleibe Oder sich mit dem Manne versohne, und daß der Mann das Weib nicht von sich lasse. Den andern aber sage ich, nicht der Herr: So ein Bruder ein unglaubig Weib hat, und dieselbige laftt es sich gefallen, bei ihm zu wohnen, der scheide sich nicht von ihr. Und so ein Weib einen unglaubigen Mann hat, und er laftt es sich gefallen, bei ihr zu wohnen, die scheide sich nicht von ihm. Denn der unglaubige Mann ist geheiliget durch das Weib, und das unglaubige Weib wird geheiliget durch den Mann. Sonst waren eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. So aber der Unglaubige sich scheidet, so laft ihn sich scheiden. Es ist der Bruder Oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fallen. Im Frieden aber hat uns Gott berufen. Was weiftt du aber, du Weib, ob du den Mann werdest selig machen? Oder du Mann was weiftt du, ob du das Weib werdest selig machen? Doch wie einem jeglichen Gott hat ausgeteilet. Ein jeglicher, wie ihn der Herr berufen hat, also wandele er. Und also schaffe ich's in alien Gemeinden. Istjemand beschnitten berufen, derzeuge keine Vorhaut. Istjemand berufen in der Vorhaut, der lasse sich nicht beschneiden. Die Beschneidung ist nichts, und die Vorhaut ist nichts, sondern Gottes Gebote halten; Ein jeglicher bleibe in dem Beruf, darinnen er berufen ist. Bist du als Knecht berufen, sorge dich nicht; doch kannst du frei werden, so brauche des viel lieber. Denn wer als Knecht berufen ist in dem Herrn, der ist ein Gefreiter des Herrn; desselbigengleichen, wer als Freier berufen ist, der ist ein Knecht Christi. Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte! Ein jeglicher, liebe Bruder, worinnen er berufen ist, darinnen bleibe er bei Gott. Von den Jungfrauen aber habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber meine Meinung, als ich Barmherzigkeit erlanget habe von dem Herrn, treu zu sein. So meine ich nun, solches sei gut um der gegenwartigen Not willen, daß es dem Menschen gut sei, also zu sein. Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden; bist du aber los vom Weibe, so suche kein Weib. So du aber freiest, sündigest du nicht; und so eine Jungfrau freiet, sundiget sie nicht; doch werden solche leibliche Trubsal haben. Ich verschone aber euergerne. Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Weiter ist das die Meinung: Die da Weiber haben, daß sie seien, als flatten sie keine, und die da weinen, als weineten sie nicht, und die sich freuen, als freueten sie sich nicht, und die da kaufen, als besaften sie es nicht, und die diese Welt gebrauchen, dafi sie dieselbige nicht miftbrauchen; denn das Wesen dieser Welt vergehet. Ich wollte aber, daß ihr ohne Sorge waret. Wer ledig ist, der sorget, was dem Herrn angehoret, wie er dem Herrn gefalle. Wer aber freiet, der sorget, was der Welt angehoret, wie er dem Weibe gefalle. Es ist ein Unterschied zwischen einem Weibe und einer Jungfrau. Welche nicht freiet, die sorget, was dem Herrn angehoret, daß sie heilig sei, beide, am Leibe und auch am Geist; die aber freiet, die sorget, was der Welt angehoret, wie sie dem Manne gefalle. Solches aber sage ich zu eurem Nutz; nicht daß ich euch einen Strick an den Hals werfe, sondern dazu, daß es fein ist, und ihr stets und unverhindert dem Herrn dienen konnet. So aber jemand sich lasset dunken, es wolle sich nicht schicken mit seiner Jungfrau, weil sie eben wohl mannbar ist, und es will nicht anders sein, so tue er, was er will; er sundiget nicht, er lasse sie freien. Wenn einer aber sich fest vornimmt, weil er ungezwungen ist und seinen freien Willen hat, und beschlieftt solches in seinem Herzen, seine Jungfrau also bleiben zu lassen, der tut wohl. Endlich, welcher verheiratet, der tut wohl; welcher aber nicht verheiratet, der tut besser. Ein Weib ist gebunden an das Gesetz, solange ihr Mann lebet; so aber ihr Mann entschlaft, ist sie frei, sich zu verheiraten, welchem sie will; allein, daß es in dem Herrn geschehe. Seliger ist sie aber, wo sie also bleibet, nach meiner Meinung. Ich halte aber, ich habe auch den Geist Gottes.
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I Timothy 3
Das ist je gewililich wahr, so jemand ein Bischofsamt begehret, der begehret ein kostlich Werk. Es soil aber ein Bischof unstraflich sein, eines Weibes Mann, nüchtem, malüg, sittig, gastfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinsaufer, nicht pochen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig, der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit (so aber jemand seinem eigenen Hause nicht weili vorzustehen, wie wird er die Gemeinde Gottes versorgen?), nicht ein Neuling, auf daß er sich nicht aufblase und dem Lasterer ins Urteil falle. Er muli aber auch ein gut Zeugnis haben von denen, die draulien sind, auf daß er nicht faile dem Lasterer in die Schmach und Strick. Desselbigengleichen die Diener sollen ehrbar sein, nicht zweizungig, nicht Weinsaufer, nicht unehrliche Hantierung treiben die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen haben. Und dieselbigen lasse man zuvor versuchen; danach lasse man sie dienen, wenn sie unstraflich sind. Desselbigengleichen ihre Weiber sollen ehrbar sein, nicht Lasterinnen, nuchtern, treu in alien Dingen. Die Diener laft einen jeglichen sein eines Weibes Mann, die ihren Kindern wohl vorstehen und ihren eigenen Hausern. Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute Stufe und eine grofte Freudigkeit im Glauben in Christo Jesu. Solches schreibe ich dir und hoffe, aufs schierste zu dirzu kommen. So ich aberverzoge, daß du wissest, wie du wandeln sollst in dem Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit. Und kundlich graft ist das gottselige Geheimnis: Gott ist offenbaret im Fleisch, gerechtfertiget im Geist, erschienen den Engeln, geprediget den Heiden, geglaubet von der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
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Acts 4:1-12
Als sie aber zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzaer (die verdroß, daß sie das Volk lehreten und verkundigten an Jesu die Auferstehung von den Toten) und legten die Hande an sie und setzten sie ein bis auf den Morgen; denn es war jetzt Abend. Aber viele unter denen, die dem Wort zuhoreten, wurden glaubig; und ward die Zahl der Manner bei fünftausend. Als es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und Altesten und Schriftgelehrten gen Jerusalem: Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander, und wieviel ihrer waren vom Hohenpriestergeschlecht, und stelleten sie vor sich und fragten sie: Aus welcher Gewalt Oder in welchem Namen habt ihr das getan? Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des Volks und ihr Altesten von Israel, so wir heute werden gerichtet uber dieser Wohltat an dem kranken Menschen, durch welche er ist gesund worden, so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuziget habt, den Gott von den Toten auferwecket hat, stehet dieser allhie vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein worden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden.
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1 Timothy 5:1-10
Einen Alten schilt nicht, sondern ermahne ihn als einen Vater, die Jungen als die Bruder, die alten Weiber als die Mutter, die jungen als die Schwestern mit aller Keuschheit. Ehre die Witwen, welche rechte Witwen sind. So aber eine Witwe Kinder Oder Neffen hat, solche laft zuvor lernen ihre eigenen Hauser gbttlich regieren und den Eltern Gleiches vergelten; denn das ist wohl getan und angenehm vor Gott. Das ist aber eine rechte Witwe, die einsam ist, die ihre Hoffnung auf Gott stellet und bleibet am Gebet und Flehen Tag und Nacht. Welche aber in Wollusten lebet, die ist lebendig tot. Solches gebiete, auf daß sie untadelig seien. So aber jemand die Seinen, sonderlich seine Hausgenossen, nicht versorget, der hat den Glauben verleugnet und ist arger denn ein Heide. Lafi keine Witwe erwahlet werden unter sechzig Jahren, und die da gewesen sei eines Mannes Weib, und die ein Zeugnis habe guter Werke, so sie Kinder aufgezogen hat, so sie gastfrei gewesen ist, so sie der Heiligen Füfte gewaschen hat, so sie den Trubseligen Handreichung getan hat, so sie allem guten Werk nachkommen ist.
Gospel
Matthew 20
Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiterzu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt müßig stehen und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soil euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Erantwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleichwie dir. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gutig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwahlet. Und erzog hinauf gen Jerusalem und nahm zu sich die zwolf Jünger besonders auf dem Wege und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden, und sie werden ihn verdammen zum Tode. Und werden ihn überantworten den Heiden, zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedaus mit ihren Sohnen, fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zwei Sohne sitzen in deinem Reiche, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Konnet ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Jawohl. Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken und mit der Taufe, da ich mit getauft werde, sollt ihr getauft werden, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater. Da das die Zehn horeten, wurden sie unwillig uber die zwei Bruder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fursten herrschen, und die Oberherren haben Gewalt. So soil es nicht sein unter euch, sondern so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener; und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht, gleichwie des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er ihm dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlosung fur viele. Und da sie von Jericho auszogen, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und da sie horeten, daß Jesus voruberging, schrieen sie und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Aber das Volk bedrauete sie, daß sie schweigen sollten. Aber sie schrieen viel mehr und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Jesus aber stund stille und rief sie und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch tun soil? Sie sprachen zu ihm: Herr, daß unsere Augen aufgetan werden. Und es jammerte Jesum und ruhrete ihre Augen an. Und alsbald wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.
Evening Prayer — Second Lesson
Hebrews 10
Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukunftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Alle Jahr muß man opfern immer einerlei Opfer und kann nicht, die da opfern, vollkommen machen; sonst hatte das Opfern aufgehoret, wo die, so am Gottesdienst sind, kein Gewissen mehr hatten von den Sünden, wenn sie 1 einmal gereiniget waren; sondern es geschieht nur durch dieselbigen ein Gedachtnis der Sünden alle Jahr. Denn es ist unmoglich, durch Ochsen - und Bocksblut Sunden wegzunehmen. Darum, da er in die Welt kommt, spricht er: Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; den Leib aber hastdu mir zubereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch stehet vornehmlich von mir geschrieben, daß ich tun soil, Gott, deinen Willen. Droben, als er gesagt hatte: Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt; sie gefallen dir auch nicht (welche nach dem Gesetz geopfert werden), da sprach er: Siehe, ich komme zu tun, Gott, deinen Willen. Da hebt er das erste auf, daß er das andere einsetze. In welchem Willen wir sind geheiliget, einmal geschehen durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. Und ein jeglicher Priester ist eingesetzt, daß er aüe Tage Gottesdienst pflege und oftmals einerlei Opfer tue, welche nimmermehr konnen die Sünden abnehmen. Dieser aber, da er hat ein Opfer für die Sunden geopfert, das ewiglich gilt, sitzt er nun zur Rechten Gottes und wartet hinfort, bis daß seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden. Denn miteinem Opfer hater in Ewigkeit vollendet, die geheiliget werden. Es bezeuget uns aber das auch der Heilige Geist. Denn nachdem er zuvor gesagt hatte: Das ist das Testament, das ich ihnen machen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihre Sinne will ich es schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehrgedenken. Wo aber derselbigen Vergebung ist, da ist nicht mehr Opfer fur die Sünde. So wir denn nun haben, liebe Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu, welchen er uns zubereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist, durch sein Fleisch, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes: so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen, in volligem Glauben, besprenget in unsern Herzen und los von dem bosen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken denn er ist treu, der sie verheißen hat. Und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche pflegen, sondern untereinander ermahnen, und das viel mehr, soviel ihr sehet, daß sich der Tag nahet. Denn so wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir furder kein ander Opfer mehr fur die Sunden, sondern ein schrecklich Warten des Gerichts und des Feuereifers, der die Widerwartigen verzehren wird. Wenn jemand das Gesetz Mose's bricht, der muß sterben ohne Barmherzigkeit durch zween Oder drei Zeugen. Wieviel meinet ihr, argere Strafe wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Fußen tritt und das Blut des Testaments unrein achtet, durch welches er geheiliget ist, und den Geist der Gnaden schmahet? Denn wir wissen den, der da sagte: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr. Und abermal: Der Herr wird sein Volk richten. Schrecklich ist's, in die Hande des lebendigen Gottes zu fallen. Gedenket aber an die vorigen Tage, in welchen ihr, erleuchtet, erduldet habt einen großen Kampf des Leidens, zum Teil selbst durch Schmach und Trubsal ein Schauspiel worden, zum Teil Gemeinschaft gehabt mit denen, denen es also gehet. Denn ihr habt mit meinen Banden Mitleid gehabt und den Raub eurer Güter mit Freuden erduldet, als die ihr wisset, daß ihr bei euch selbst eine bessere und bleibende Habe im Himmel habt. Werfet euer Vertrauen nichtweg, welches eine grotie Belohnung hat. Geduld aber ist euch not, auf dafi ihr den Willen Gottes tut und die Verheißung empfanget. Denn noch uber eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soil, und nicht verziehen. Der Gerechte aber wird des Glaubens leben. Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele kein Gefallen haben. Wir aber sind nicht von denen, die da weichen und verdammtwerden, sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten.
Gospel
John 15:18-27
So euch die Welt hasset, so wisset, daß sie mich vor euch gehasset hat. Waret ihr von der Welt, so hatte die Weit das Ihre lieb; dieweil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwahlet, darum hasset euch die Welt. Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht großer denn, sein Herr. Haben sie mich verfolget, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch tun urn meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht kommen ware und hatte es ihnen gesagt, hatten sie keine Sünde; nun aber konnen sie nichts vorwenden, ihre Sünde zu entschuldigen. Wer mich hasset, der hasset auch meinen Vater. Hatte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hatten sie keine Sünde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch beide, mich und meinen Vater. Doch daß erfüllet werde der Spruch, in ihrem Gesetz geschrieben: Sie hassen mich ohn' Ursache. Wenn aber der Troster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mirgewesen.
Gospel
Matthew 15:1-11
Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen.
Gospel
Matthew 11
Und es begab sich, da Jesus solch Gebot zu seinen zwolf Jungern vollendet hatte, ging ervon dannen fürbaft, zu lehren und zu predigen in ihren Stadten. Da aber Johannes im Gefangnis die Werke Christi horete, sandte er seiner Junger zwei. und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soil, Oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und horet: Die Blinden sehen, und die Lahmen gehen; die Aussatzigen werden rein, und die Tauben horen; die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir argert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wuste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Konige Hausern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soil. Wahrlich, ich sage euch, unter alien, die von Weibern geboren sind, ist nicht aufkommen, der grower sei denn Johannes der Taufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist grower denn er. Aber von den Tagen Johannes des Taufers bis hieher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reiften es zu sich. Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissaget bis auf Johannes. Und (so ihr'swolltannehmen) er ist Elias, der da soil zukunftig sein. Wer Ohren hatzu horen, derhore! Wem soil ich aber dies Geschlecht vergleichen? Es ist den Kindlein gleich, die an dem Markt sitzen und rufen gegen ihre Gesellen und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haben euch geklaget, und ihr wolltet nicht weinen. Johannes ist kommen, aft nicht und trank nicht; so sagen sie: Er hat den Teufel. Des: Menschen Sohn ist kommen, issetund trinket; so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsaufer, der Zollner und der Sunder Geselle! Und die Weisheit muft sich rechtfertigen lassen von ihren Kindern. Da fing er an die Stadte zu schelten, in weichen am meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert: Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Waren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hatten vorzeiten im Sack und in der Asche Bufte getan. Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn euch. Und du, Kapernaum, die du bist erhoben bis an den Himmel, du wirst bis in die Holle hinuntergestoften werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen waren, die bei dir geschehen sind, sie stunde noch heutigestages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Land ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn dir. Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmundigen offenbaret. Ja, Vater, denn es ist also wohlgefallig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir, alle, die ihr muhselig und beladen seid, ich will euch erquicken! Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmutig und von Herzen demutig; so werdet ihr Ruhe finden fur eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
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