Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
2 Corinthians 12:1-10
Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo vor vierzehn Jahren (ist er in dem Leibe gewesen, so weift ich's nicht, Oder ist er aufter dem Leibe gewesen, so weift ich's auch nicht; Gott weift es); derselbige ward entzückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbigen Menschen (ob er in dem Leibe Oder aufter dem Leibe gewesen ist, weift ich nicht; Gott weift es). Er ward entzückt in das Paradies und horete unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Davon will ich mich rühmen; von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, tate ich darum nicht toricht; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber des, auf daß nicht jemand mich hoher achte, denn er an mir siehet, Oder von mir horet, Und auf daß ich mich nicht der hoher Offenbarung überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, namlich des Satanas Engel, der mich mit Fausten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal zum Herrn geflehet habe, daß ervon mirwiche; und er hat zu mir gesagt: La(i dir an meiner Gnade genugen; denn meine Kraft ist in den Schwachen machtig. Darum will ich mich am allerliebsten ruhmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Christi bei mirwohne. Darum bin ich gutes Muts in Schwachheiten, in Schmachen, in Noten, in Verfolgungen, in Angsten urn Christi willen. Denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.
First Reading
Jeremiah 34
Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia, da Nebukadnezar, der Konig zu Babel, samt all seinem Heer und alien Konigreichen auf Erden, so unter seiner Gewalt waren, und alien Volkern stritten wider Jerusalem und alle ihre Stadte, und sprach: So spricht der HERR, der Gott Israels: Gehe hin und sage Zedekia, dem Konige Judas, und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Siehe, ich will diese Stadt in die Hande des Konigs zu Babel geben, und er soil sie mit Feuer verbrennen. Und du sollst seiner Hand nicht entrinnen, sondern gegriffen und in seine Hand gegeben werden, daß du ihn mit Augen sehen und mündlich mit ihm reden wirst und gen Babel kommen. So hore doch, Zedekia, du Konig Judas, des HERRN Wort! So spricht der HERR von dir: Du sollst nicht durchs Schwert sterben sondern du sollst im Frieden sterben. Und wie man uber deine Vater, die vorigen Konige, so vor dir gewesen sind, gebrannt hat, so wird man auch uber dich brennen und dich klagen: Ach, Herr! Denn ich habe es geredet, spricht der HERR. Und der Prophet Jeremia redete alle diese Worte zu Zedekia, dem Konige Judas, zu Jerusalem, da das Heer des Konigs zu Babel schon stritt wider Jerusalem und wider alle ubrigen Stadte Judas, namlich wider Lachis und Aseka; denn diese waren, als die festen Stadte, noch uberblieben unter den Stadten Judas. Dies ist das Wort, so vom HERRN geschah zu Jeremia, nachdem der Konig Zedekia einen Bund gemacht hatte mit dem ganzen Volk zu Jerusalem, ein Freijahr auszurufen, daß ein jeglicher seinen Knecht und ein jeglicher seine Magd, so Ebraer und Ebraerinnen waren, sollte freigeben, daß kein Jude den andern unter denselben leibeigen hielte. Da gehorchten alle Fursten und alles Volk, die solchen Bund eingegangen waren, daß ein jeglicher sollte seinen Knecht und seine Magd freigeben und sie nicht mehr leibeigen halten, und gaben sie los. Aber danach kehreten sie sich urn und forderten die Knechte und Magde wieder zu sich, die sie freigegeben hatten, und zwangen sie, daß sie Knechte und Magde sein muftten. Da geschah des HERRN Wort zu Jeremia vom HERRN und sprach: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe einen Bund gemacht mit euren Vatern, da ich sie aus Agyptenland, aus dem Diensthause, führete, und sprach: Wenn sieben Jahre urn sind, so soli ein jeglicher seinen Bruder, der ein Ebraer ist und sich ihm verkauft und sechs Jahre gedienet hat, frei von sich lassen. Aber eure Vater gehorchten mir nicht und neigten ihre Ohren nicht. So habt ihreuch heute bekehret und getan, das mir wohlgefiel, daß ihr ein Freijahr lieftet ausrufen, ein jeglicher seinem Nachsten, und habt des einen Bund gemacht vor mir im Hause, das nach meinem Namen genannt ist. Aber ihrseid umgeschlagen und entheiliget meinen Namen; und ein jeglicher fordert seinen Knecht und seine Magd wieder, die ihr hattet freigegeben, daß sie ihr selbst eigen waren, und zwinget sie nun, daß sie eure Knechte und Magde sein müssen. Darum spricht der HERR also: Ihrgehorchet mir nicht, daß ihr ein Freijahr ausriefet, ein jeglicher seinem Bruder und seinem Nachsten; siehe, so rufe ich, spricht der HERR, euch ein Freijahr aus zum Schwert, zur Pestilenz, zum Hunger und will euch in keinem Konigreich auf Erden bleiben lassen. Und will die Leute, so meinen Bund ubertreten und die Worte des Bundes, den sie vor mir gemacht haben, nicht halten, so machen wie das Kalb, das sie in zwei Stucke geteilet haben und zwischen den Teilen hingegangen sind, namlich die Fursten Judas, die Fursten Jerusalems, die Kammerer, die Priester und das ganze Volk im Lande, so zwischen des Kalbes Stricken hingegangen sind. Und will sie geben in ihrer Feinde Hand und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, daß ihre Leichname sollen den Vogeln unter dem Himmel und den Tieren auf Erden zur Speise werden. Und Zedekia, den Konig Judas, und seine Fursten will ich geben in die Hande ihrer Feinde und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, und dem Heer des Konigs zu Babel, die jetzt von euch abgezogen sind. Denn siehe, ich will ihnen befehlen, spricht der HERR, und will sie wieder vor diese Stadt bringen, und sollen wider sie streiten und sie gewinnen und mit Feuerverbrennen; und will die Stadte Judas verwusten, dais niemand mehr da wohnen soil.
First Reading
Daniel 2:1-23
Im andern Jahr des Reichs Nebukadnezars hatte Nebukadnezar einen Traum, davon er erschrak, dafi er aufwachte. Und er hieft alle Sternseher, und Weisen und Zauberer und Chaldaer zusammenfordern, daß sie dem Konige seinen Traum sagen sollten. Und sie kamen und traten vor den Konig. Und der Konig sprach zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, der hat mich erschreckt; und ich wollte gerne wissen, was es fur ein Traum gewesen sei. Da sprachen die Chaldaer zum Konige auf chaldaisch: Herr Konig, Gott verleihe dir langes Leben! Sage deinen Knechten den Traum, so wollen wirihn deuten. Der Konig antwortete und sprach zu den Chaldaern: Es ist mir entfallen. Werdet ihr mirden Traum nicht anzeigen und ihn deuten, so werdet ihr gar umkommen und eure Hauser schandlich verstoret werden. Werdet ihr mir aber den Traum anzeigen und deuten, so sollt ihr Geschenke, Gaben und grofie Ehre von mir haben. Darum so sagt mir den T raum und seine Deutung! Sie antworteten wiederum und sprachen: Der Konig sage seinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten. Der Konig antwortete und sprach: Wahrüch, ich merke es, dafi ihr Frist suchet, weil ihr sehet, daß mir's entfallen ist. Aber werdet ihr mir nicht den T raum sagen, so gehet das Recht uber euch, als die ihr Lugen und Gedichte vor mir zu reden vorgenommen habt, bis die Zeit vorubergehe. Darum so sagt mir den Traum, so kann ich merken, daß ihr auch die Deutung treffet. Da antworteten die Chaldaer vor dem Konige und sprachen zu ihm: Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen konne, das der Konig fordert. So ist auch kein Konig, wie graft Oder machtig er sei, der solches von irgendeinem Sternseher, Weisen Oder Chaldaer fordere. Denn das der Konig fordert, ist zu hoch, und ist auch sonst niemand, der es vor dem Konige sagen konne, ausgenommen die Gotter, die bei den Menschen nicht wohnen. Da ward der Konig sehr zornig und befahl, alle Weisen zu Babel umzubringen. Und das Urteil ging aus, daß man die Weisen toten sollte. Und Daniel samt seinen Gesellen ward auch gesucht, daß man sie totete. Da vernahm Daniel solch Urteil und Befehl von dem obersten Richter des Konigs, welcher auszog, zu toten die Weisen zu Babel. Und erfing an und sprach zu des Konigs Vogt Arioch: Warum ist so ein streng Urteil vom Konige ausgegangen? Und Arioch zeigte es dem Daniel an. Da ging Daniel hinauf und bat den Konig, daß er ihm Frist gabe, damit er die Deutung dem Konige sagen mochte. Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, Hananja, Misael und Asarja, daß sie Gott vom Himmel um Gnade baten solches verborgenen Dings halben, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkamen. Da ward Daniel solch verborgen Ding durch ein Gesicht des Nachts offenbaret. Daruber lobte Daniel den Gott vom Himmel, fing an und sprach: Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn sein ist beides, Weisheit und Starke! Er andert Zeit und Stunde; er setzt Konige ab und setzt Konige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verstandigen ihren Verstand; er offenbaret, was tief und verborgen ist; er weift, was in Finsternis liegt; denn bei ihm ist eitel Licht. Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Vater, daß du mir Weisheit und Starke verleihest und jetzt offenbaret hast, darum wir dich gebeten haben; namlich du hast uns des Konigs Sache offenbaret.
Morning Prayer — First Lesson
Jeremiah 52
Zedekia war einundzwanzig Jahre alt, da er Konig ward, und regierete elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Hamutal, eine Tochter Jeremias zu Libna. Und tat, das dem HERRN übel gefiel, gleichwie Jojakim getan hatte. Denn es ging des HERRN Zorn über Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab vom Konige zu Babel. Aber im neunten Jahr seines Konigreichs, am zehnten Tage des zehnten Monden, kam Nebukadnezar, der Konig zu Babel, samt all seinem Heer wider Jerusalem und belagerten sie und machten eine Schanze ringsumher. Und blieb also, die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Konigs Zedekia. Aber am neunten Tage des vierten Monden nahm der Hunger überhand in der Stadt, und hatte das Volk vom Lande nichts mehr zu essen. Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsleute gaben die Flucht und zogen zur Stadt hinaus bei der Nacht, des Weges zum Tor zwischen den zwo Mauern, zum Garten des Konigs. Aber die Chaldaer lagen urn die Stadt her. Und da diese zogen des Weges durchs Feld, jagte der Chaldaer Heer dem Konige nach und ergriffen Zedekia in dem Felde bei Jericho; da zerstreuete sich all sein Heer von ihm. Und sie fingen den Konig und brachten ihn hinauf dem Konige zu Babel gen Riblath, die im Lande Hemath liegt; der sprach ein Urteil uber ihn. Allda ließ der Konig zu Babel die Kinder Zedekias vor seinen Augen erwürgen und erwürgete alle Fürsten Judas zu Riblath. Aber Zedekia liefi er die Augen ausstechen und ließ ihn mit zwo Ketten binden; und führete ihn also der Konig zu Babel gen Babel und legte ihn ins Gefangnis, bis daß er starb. Am zehnten Tag des funften Monden, welches ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Konigs zu Babel, kam Nebusar-Adan, der Hauptmann, der stets urn den Konig zu Babel war, gen Jerusalem und verbrannte des HERRN Haus und des Konigs Haus und alle Hauser zu Jerusalem; alle großen Hauser verbrannte er mit Feuer. Und das ganze Heer, der Chaldaer, so bei dem Hauptmann war, rissen urn alle Mauern zu Jerusalem ringsumher. Aber das arme Volk und andere Volk, so noch übrig war in der Stadt, und die zum Konig zu Babel fielen, und das übrige Handwerksvolk führete Nebusar-Adan, der Hauptmann, gefangen weg. Und vom armen Volk auf dem Lande lieli Nebusar-Adan, der Hauptmann, bleiben Weingartner und Ackerleute. Aber die ehernen Saulen am Hause des HERRN und das Gestuhle und das eherne Meer am Hause des HERRN zerbrachen die Chaldaer und führeten all das Erz von denselbigen gen Babel. Und die Kessel, Schaufeln, Messer, Becken, Kellen und alle ehernen Gefaße, die man im Gottesdienst pflegte zu brauchen, nahmen sie weg. Dazu nahm der Hauptmann, was gulden und silbern war, an Bechern, Rauchtopfen, Becken, Kesseln, Leuchtern, Loffeln und Schalen, die zwo Saulen, das einzelne Meer, die zwolf ehernen Rinder, die anstatt des Gestuhles stunden, welche der Konig Salomo hatte lassen machen zum Hause des HERRN. Dieses alles Gerates Erz war unermeßlich viel. Der zwo Saulen aber war eine jegliche achtzehn Ellen hoch, und eine Schnur zwolf Ellen lang reichte urn sie her, und war vier Finger dick und inwendig hohl. Und stund aufjeglicherein eherner Knauf, fünf Ellen hoch, und Reife und Granatapfel waren an jeglichem Knauf ringsumher, alles ehern; und war eine Saule wie die andere, die Granatapfel auch. Es waren der Granatapfel sechsundneunzig dran, und alter Granatapfel waren hundert an einem Reif ringsumher. Und der Hauptmann nahm den Priester Seraja aus der ersten Ordnung und den Priester Zephanja aus derandern Ordnung und drei Turhuter und einen Kammerer aus der Stadt, welcher uber die Kriegsleute gesetzt war, und sieben Manner, welche urn den Konig sein muliten, die in der Stadt funden wurden, dazu Sopher, den Heerfursten, der das Landvolk zu mustern pflegte, dazu sechzig Mann Landvolks, so in der Stadt funden wurden. Diese nahm Nebusar-Adan, der Hauptmann, und brachte sie dem Konige zu Babel gen Riblath. Und der Konig zu Babel schlug sie tot zu Riblath, die im Lande Hemath liegt. Also ward Juda aus seinem Lande weggeführet. Dies ist das Volk, welches Nebukadnezar weggeführet hat, namlich im siebenten Jahr dreitausend und dreiundzwanzig Juden, im achtzehnten Jahr aber des Nebukadnezar achthundert und zweiunddreißig Seelen aus Jerusalem. Und im dreiundzwanzigsten Jahr des Nebukadnezar führete Nebusar-Adan, der Hauptmann, siebenhundert und fünfundvierzig Seelen weg aus Juda. Alter Seelen sind viertausend und sechshundert. Aber im siebenunddreifügsten Jahr, nachdem Jojachin, der Konig zu Juda, weggeführet war, am fünfundzwanzigsten Tage des zwolften Monden, erhub Evil-Merodach, der Konig zu Babel, im Jahr, da er Konig ward, das Haupt Jojachins, des Konigs Judas, und liei J ihn aus dem Gefangnis. Und redete freundlich mit ihm; und setzte seinen Stuhl über der Konige Stühle, die bei ihm zu Babel waren. Und wandelte ihm seines Gefangnisses Kleider, daß er vor ihm ali stets sein Leben lang. Und ihm ward stets seine Unterhaltung vom Konige zu Babel gegeben, wie es ihm verordnet war, sein ganzes Leben lang, bis an sein Ende.
Epistle
2 Corinthians 10:17-18;11:1-2
Wer sich aber rühmet, derrühme sich des Herm. Denn darum ist einer nicht tüchtig, daß er sich selbst lobet, sondern daß ihn der Herr lobet. Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit zugut! Doch ihr haltet mir's wohl zugut. Denn ich eifere um euch mit gottlichem Eifer. Denn ich habe euch vertrauet einem Manne, daß ich eine reine Jungfrau Christo zubrachte.
First Reading
Ecclesiastes 12
Gedenk an deinen Schopfer in deiner Jugend, ehe denn die bosen Tage kommen und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: Sie gefallen mir nicht, ehe denn die Sonne und das Licht, Mond und Sterne finster werden und Wolken wiederkommen nach dem Regen, zur Zeit, wenn die Hitter im Hause zittern, und sich krummen die Starken, und mulüg stehen die Muller, daß ihrer so wenig worden ist, und finster werden die Gesichter durch die Fenster, und die Turen auf der Gasse geschlossen werden, daß die Stimme der Mullerin leise wird und erwacht, wenn der Vogel singet, und sich bucken alle Tochterdes Gesangs, daß sich auch die Hohen furchten und scheuen auf dem Wege; wenn der Mandelbaum blühet, und die Heuschrecke beladen wird, und alle Lust vergehet (denn der Mensch fahrt hin, da er ewig bleibt, und die Klager gehen umher auf der Gasse, ehe denn dersilberne Strick wegkomme, und die guldene Quelle verlaufe, und der Eimer zerbreche am Born und das Rad zerbreche am Born. Denn der Staub muli wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, ganz eitel! Derselbe Prediger war nicht allein weise, sondern lehrete auch das Volk gute Lehre und merkte und forschete und stellete viel Spruche. Ersuchte, daßerfande angenehme Worte, und schrieb recht die Worte der Wahrheit. Diese Worte der Weisen sind Spielie und Nagel, geschrieben durch die Meister der Versammlungen und von einem Hirten gegeben. Hute dich, mein Sohn, vorandern mehr; denn viel Buchermachens ist kein Ende und viel Predigen macht den Leib müde. Lalit uns die Hauptsumma aller Lehre horen: Furchte Gott und halte seine Gebote; denn das Das Hohelied Salomos gehoret alien Menschen zu. Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, das verborgen ist, es sei gut Oder bose. Hoheslied 1
Morning Prayer — Second Lesson
Acts 10
Es war aber ein Mann zu Casarea mit Namen Cornelius, ein Hauptmann von der Schar, die da heiftt die welsche, gottselig und gottesfurchtig samt seinem ganzen Hause und gab dem Volk viel Almosen und betete immer zu Gott. Der sah in einem Gesichte offenbarlich urn die neunte Stunde am Tage einen Engel Gottes zu ihm eingehen, der sprach zu ihm: Cornelius! Er aber sah ihn an, erschrak und sprach: Herr, was ist's? Er aber sprach zu ihm: Dein Gebet und deine Almosen sind hinaufkommen ins Gedachtnis vor Gott. Und nun sende Manner gen Joppe und laft fordern Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, des Haus am Meer liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst. Und da der Engel, der mit Cornelius redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfurchtigen Kriegsknecht von denen, die auf ihn warteten, und erzahlete es ihnen alles und sandte sie gen Joppe. Des andern Tages, da diese auf dem Wege waren und nahe zur Stadt kamen, stieg Petrus hinauf auf den Soller, zu beten, urn die sechste Stunde. Und als er hungrig ward, wollte er essen. Da sie ihm aber zubereiteten, ward er entzuckt und sah den Himmel aufgetan und herniederfahren zu ihm ein Gefaft wie ein graft leinen Tuch, an vier Zipfeln gebunden, und ward niedergelassen auf die Erde. Darinnen waren allerlei vierfuftige Tiere der Erde und wilde Tiere und Gewürm und Vogel des Himmels. Und geschah eine Stimme zu ihm: Stehe auf, Petrus, schlachte und ift! Petrus aber sprach: 0 nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines Oder Unreines gegessen. Und die Stimme sprach zum andernmal zu ihm: Was Gott gereiniget hat, das mache du nicht gemein. Und das geschah zu drei Malen; und das Gefaft ward wieder aufgenommen gen Himmel. Als aber Petrus sich in sich selbst bekummerte, was das Gesicht ware, das er gesehen hatte, siehe, da fragten die Manner, von Cornelius gesandt, nach dem Hause Simons und stunden an der Tur, riefen und forscheten, ob Simon mit dem Zunamen Petrus allda zur Herberge ware. Indem aber Petrus sich besinnet uber dem Gesichte, sprach der Geistzu ihm: Siehe, drei Manner suchen dich. Aber stehe auf, steige hinab und zieh mit ihnen und zweifle nichts; denn ich habe sie gesandt. Da stieg Petrus hinab zu den Mannern, die von Cornelius zu ihm gesandt waren, und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr suchet; was ist die Sache, darum ihr hier seid? Sie aber sprachen: Cornelius, der Hauptmann, ein frommer und gottesfurchtiger Mann und gutes Geruchts bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen vom heiligen Engel, daß er dich sollte fordern lassen in sein Haus und Worte von dir horen. Da riefersie hinein und herbergete sie. Des andern Tages zog Petrus aus mit ihnen, und etliche Bruder von Joppe gingen mit ihm. Und des andern Tages kamen sie gen Casarea. Cornelius aber wartete auf sie und rief zusammen seine Verwandten und Freunde. Und als Petrus hineinkam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel zu seinen Füften und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf; ich bin auch ein Mensch. Und als er sich mit ihm besprochen hatte, ging er hinein und fand ihrer viel, die zusammenkommen waren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein ungewohnet Ding ist einem judischen Mann, sich zu tun Oder zu kommen zu einem Fremdling; aber Gott hat mir gezeiget, keinen Menschen gemein Oder unrein zu heiften. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich bin hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern. Cornelius sprach: Ich habe vier Tage gefastet bis an diese Stunde, und urn die neunte Stunde betete ich in meinem Hause. Und siehe, da trat ein Mann vor mich in einem hellen Kleide und sprach: Cornelius, dein Gebet ist erhoret, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun gen Joppe und laft herrufen einen Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge in dem Hause des Gerbers Simon an dem Meer; der wird dir, wenn er kommt, sagen. Da sandte ich von Stund' an zu dir. Und du hast wohl getan, daß du kommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwartig vor Gott, zu horen alles, was dir von Gott befohlen ist. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet, sondern in allerlei Volk, wer ihn furchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkundigen lassen den Frieden durch Jesum Christum ( welcher ist ein Herr fiber alles), die durchs ganze judische Land geschehen ist und angefangen in Galilaa nach der Taufe, die Johannes predigte: wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem Heiligen Geiste und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwaltiget waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, was er getan hat im judischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getotet und an ein Holz gehanget. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwahlten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Toten. Und er hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhoreten. Und die Glaubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen ward. Denn sie horeten, daß sie mit Zungen redeten und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Wasserwehren, daß diese nicht getaufet werden, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herm. Da baten sie ihn, daß er etliche Tage dabliebe.
Responsorial Psalm
Psalm 51
Ein Psalm Davids, vorzusingen, da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen. Gott, sei mir gnadig nach deiner Gute und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sunde ist immer vor mir. An dir allein hab ich gesundiget und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Siehe, ich bin aus sundlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lassest mich wissen die heimliche Weisheit. Entsündige mich mit Ysopen, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Laß mich horen Freude und Wonne, daß die Gebeine frohlich werden, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Antlitzvon meinen Sünden und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Troste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich. Denn ich will die Ubertreter deine Wege lehren, daß sich die Sunder zu dir bekehren. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. HERR, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkundige! Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geangsteter Geist; ein geangstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem! Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.
Gospel
Matthew 25:1-13
Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus dem Brautigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren toricht, und fünf waren klug. Die torichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht 01 mit sich. Die klugen aber nahmen 01 in ihren Gefaften samt ihren Lampen. Da nun der Brautigam verzog, wurden sie alle schlafrig und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brautigam kommt; gehet aus ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmuckten ihre Lampen. Die torichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole; denn unsere Lampen verloschen! Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Kramern und kaufet fur euch selbst! Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brautigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit. Und die Tur ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet! Denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.
Responsorial Psalm
Psalm 64
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Hore, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behute mein Leben vor dem grausamen Feinde! Verbirg mich vor der Sammlung der Bosen, vor dem Haufen der Ubeltater, welche ihre Zunge scharfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen, daß sie heimlich schieften den Frommen; plotzlich schieften sie auf ihn ohne alle Scheu. Sie sind kuhn mit ihren bosen Anschlagen und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen? Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und haben geschwinde Ranke. Aber Gott wird sie plotzlich schieften, daß ihnen wehe tun wird. Ihre eigene Zunge wird sie fallen, daß ihrer spotten wird, wer sie siehet. Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat Gott getan, und merken, daß es sein Werk sei. Die Gerechten werden sich des HERRN freuen und auf ihn trauen und alle frommen Herzen werden sich des rühmen.
Responsorial Psalm
Psalm 74
Eine Unterweisung Assaphs. Gott, warum verstoßest du uns so gar und bist so grimmig zornig über die Schafe deiner Weide? Gedenk an deine Gemeine, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erloset hast, an den Berg Zion, da du auf wohnest. Tritt auf sie mit Fußen und stoße sie gar zu Boden. Der Feind hat alles verderbet im Heiligtum. Deine Widerwartigen brullen in deinen Hausern und setzen ihre Gotzen drein. Man siehet die Axte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet, und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten. Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden. Sie sprechen in ihrem Herzen: Lal Jt uns sie plundern! Sie verbrennen alle Hauser Gottes im Lande. Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr. Ach, Gott, wie lange soil der Widerwartige schmahen und der Feind deinen Namen so gar verlastern? Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Schol L so gar? Aber Gott ist mein Konig von alters her, der alle Hilfe tut, so auf Erden geschieht. Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die Kopfe der Drachen im Wasser. Du zerschlagst die Kopfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einode. Du lassest quellen Brunnen und Bache; du lassest versiegen starke Strome. Tag und Nacht ist dein; du machest, dafi beide Sonn und Gestirn ihren gewissen Lauf haben. Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machest du. So gedenke doch des, daß der Feind den HERRN schmahet, und ein toricht Volk lasted deinen Namen. Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Tudeltaube und deiner elenden Tiere nicht so garvergessen. Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben jammerlich verheeret, und die Hauser sind zerrissen. Laß den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und Elenden rühmen deinen Namen. Mache dich auf, Gott, und führe aus deine Sache; gedenk an die Schmach, die dir taglich von den Toren widerfahret. Vergili nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner Widerwartigen wird je langer je grolier.
Responsorial Psalm
Psalm 73
Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist. Ich aber hatte schier gestrauchelt mit meinen Fußen, mein Tritt hatte beinahe geglitten. Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging. Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast. Sie sind nicht in Ungluck wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt. Darum muß ihr Trotzen kostlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen. Ihre Person brustet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken. Sie vemichten alles und reden übel davon, und reden und lastern hoch her. Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden. Darum fallt ihnen ihr Pobel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Hochste ihrer achten? Siehe, das sind die Gottlosen; die sind gluckselig in der Welt und werden reich. Soil's denn umsonst sein, daß mein Herz unstraflich lebt und ich meine Hande in Unschuld wasche und bin geplagt taglich, und meine Strafe ist alle Morgen da? Ich hatte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hatte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind. Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen mochte; aber es war mir zu schwer bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende. Aberdu setzest sie aufs Schlupfrige und sturzestsie zu Boden. Wie werden sie so plotzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken. Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschmahet. Aber es tut mirwehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren, daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du haltst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mirgleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Denn, siehe, die von dirweichen, werden umkommen; du bringest urn alle, die wider dich huren. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herm HERRN, daß ich verkundige all dein Tun.
Evening Prayer — First Lesson
Lamentations 1
Wie liegt die Stadt so wuste, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe. Die eine Furstin unter den Heiden und eine Konigin in den Landern war, muli nun dienen. Sie weinet des Nachts, daß ihr die Tranen über die Backen laufen. Es ist niemand unter alien ihren Freunden, der sie troste; alle ihre Nachsten verachten sie und sind ihre Feinde worden. Juda ist gefangen im Elend und schwerem Dienst; sie wohnet unter den Heiden und findet keine Ruhe; alle ihre Verfolger halten sie ubel. Die Straiten gen Zion liegen wuste, weil niemand auf kein Fest kommt; alle ihre Tore stehen ode; ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen jammerlich, und sie ist betrubt. Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden gehet es wohl; denn der HERR hat sie voll Jammers gemacht urn ihrer groten Sünden willen; und sind ihre Kinder gefangen vor dem Feinde hingezogen. Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie die Widder, die keine Weide finden und matt vor dem Treiber hergehen. Jerusalem denkt in dieser Zeit, wie elend und verlassen sie ist, und wieviel Gutes sie von alters her gehabt hat, weil all ihr Volk daniederliegt unter dem Feinde und ihr niemand hilft; ihre Feinde sehen ihre Lust an ihr und spotten ihrer Sabbate. Jerusalem hat sich versundiget, darum muß sie sein wie ein unrein Weib. Alle, die sie ehrten, verschmahen sie jetzt, weil sie ihre Scham sehen; sie aber seufzet und ist zuruckgekehret. Ihr Unflat klebet an ihrem Saum. Sie hatte nicht gemeinet, daß ihrzuletzt so gehen würde. Sie ist ja zu greulich heruntergestoten und hat dazu niemand, der sie trostet. Ach, HERR, siehe an mein Elend; denn der Feind pranget sehr! Der Feind hat seine Hand an alle ihre Kleinode gelegt; denn sie mulite zusehen, daß die Heiden in ihr Heiligtum gingen, davon du geboten hast, sie sollten nicht in deine Gemeine kommen. All ihr Volk seufzet und gehet nach Brot; sie geben ihre Kleinode urn Speise, dafi sie die Seele laben. Ach, HERR, siehe doch und schaue, wie schnode ich worden bin! Euch sage ich alien, die ihr vorubergehet: Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen hat. Denn der HERR hat mich voll Jammers gemacht am Tage seines grimmigen Zorns. Er hat ein Feuer aus der Hohe in meine Beine gesandt und dasselbige lassen walten; er hat meinen Füten ein Netz gestellet und mich zuruckgeprellet; er hat mich zur Wuste gemacht, dafi ich taglich trauern muli. Meine schweren Sunden sind durch seine Strafe erwachet und mit Haufen mir auf den Hals kommen, daß mir alle meine Kraft vergehet. Der HERR hat mich also zugerichtet, daü ich nicht aufkommen kann. Der HERR hat zertreten alle meine Starken, so ich hatte; er hat über mich ein Fest ausrufen lassen, meine junge Mannschaft zu verderben. Der HERR hat der Jungfrauen Tochter Juda eine Kelter treten lassen. Darum weine ich so, und meine beiden Augen fliefien mit Wasser, daü der Troster, der meine Seele sollte erquicken, feme von mir ist. Meine Kinder sind dahin, denn der Feind hat die Oberhand gekriegt. Zion streckt ihre Hande aus, und ist doch niemand, der sie troste; denn der HERR hat rings urn Jakob her seinen Feinden geboten, daü Jerusalem muü zwischen ihnen sein wie ein unrein Weib. Der HERR ist gerecht; denn ich bin seinem Munde ungehorsam gewesen. Horet, alle Volker, und schauet meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und Junglinge sind ins Gefangnis gegangen. Ich rief meine Freunde an, aber sie haben mich betrogen. Meine Priester und Altesten in der Stadt sind verschmachtet, denn sie gehen nach Brot, damit sie ihre Seele laben. Ach, HERR, siehe doch, wie bange ist mir, daü mir's im Leibe davon wehe tut! Mein Herz wallet mir in meinem Leibe; denn ich bin hochbetrubt. Drauten hat mich das Schwert und im Hause hat mich der Tod zur Witwe gemacht. Man horet es wohl, daß ich seufze, und habe doch keinen Troster; alle meine Feinde horen mein Ungluck und freuen sich; das machst du. So lali doch den Tag kommen, den du ausrufest, daß ihnen gehen soil wie mir. Lafi alle ihre Bosheit vor dich kommen und richte sie zu, wie du mich urn aller meiner Missetat willen zugerichtet hast; denn meines Seufzens istviel, und mein Herz ist betrubt.
Second Reading
I Corinthians 12
Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Bruder, nicht verhalten. Ihr wisset, dafi ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Gotzen, wie ihr gefuhrt wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heüien ohne durch den Heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Amter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Krafte, aber es ist ein Gott, der da wirket alles in alien. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern, Wunderzu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geisterzu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist und teilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will. Denn gleichwie ein Leib ist und hat doch viel Glieder, alle Glieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch ein Leib: also auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden Oder Griechen, Knechte Oder Freie, und sind alle zu einem Geist getranket. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß sprache: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr sprache: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge ware, wo bliebe das Gehor? So er ganz Gehor ware, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied waren, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand: Ich bedarf dein nicht; Oder wiederum das Haupt zu den Fufien: Ich bedarf euer nicht; sondern vielmehr, die Glieder des Leibes, die uns dünken, die schwachsten zu sein, sind die notigsten, und die uns dünken, die unehrlichsten sein, denselbigen legen wir am meisten Ehre an, und die uns Libel anstehen, die schmücket man am meisten. Denn die uns wohl anstehen, die bedurfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermenget und dem durftigen Glied am meisten Ehre gegeben, auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder fureinander gleich sorgen. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder, mit. Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil. Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs andere die Propheten, aufs dritte die Lehrer, danach die Wundertater, danach die Gaben, gesund zu machen, Heifer, Regierer, mancherlei Sprachen. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wundertater? Haben sie alle Gaben gesund zu machen? Reden sie alle mit mancherlei Sprachen? Konnen sie alle auslegen? Strebet aber nach den besten Gaben! Und ich will euch noch einen kostlichern Weg zeigen.
Second Reading
II Timothy 2
So sei nun stark, mein Sohn, durch die Gnade in Christo Jesu! Und was du von mir gehoret hast durch viel Zeugen, das befiehl treuen Menschen, die da tuchtig sind, auch andere zu lehren. Leide dich als ein guter Streiter Jesu Christi! Kein Kriegsmann flicht sich in Handel der Nahrung, auf daß er gefalle dem, der ihn angenommen hat. Und sojemand auch kampfet, wird erdoch nicht gekronet, er kampfe denn recht. Es soli aber der Ackermann, der den Acker bauet, der Fruchte am ersten genießen. Merke, was ich sage! Der Herr aber wird dir in alien Dingen Verstand geben. Halt im Gedachtnis Jesum Christum, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium, uber welchem ich leide bis an die Bande als ein Gbeltater. Aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwahlten willen, auf daß auch sie die Seligkeit erlangen in Christo Jesu mit ewiger Herrlichkeit. Das ist je gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben; dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen. Glauben wir nicht, so bleibet er treu; er kann sich selbst nicht leugnen. Solches erinnere sie und bezeuge vordem Herrn, daß sie nicht um Worte zanken, welches nichts nütze ist, denn zu verkehren, die da zuhoren. Befleilüge dich, Gott zu erzeigen einen rechtschaffenen, unstraflichen Arbeiter, der da recht teile das Wort der Wahrheit. Des ungeistlichen; losen Geschwatzes entschlage dich; denn es hilft viel zum ungottlichen Wesen. Und ihr Wort frifit um sich wie der Krebs, unter welchen ist Hymenaus und Philetus, welche der Wahrheit gefehlet haben und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und haben etlicher Glauben verkehret. Aber der feste Grund Gottes bestehet und hat dieses Siegel: Der Herr kennet die Seinen, und: Es trete ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen Christi nennet. In einem grolien Hause aber sind nicht allein guldene und silberne Gefalie, sondern auch holzerne und irdene und etliche zu Ehren, etliche aberzu Unehren. So nun jemand sich reiniget von solchen Leuten, der wird ein geheiliget Fali sein zu Ehren, dem Hausherrn brauchlich und zu allem guten Werk bereitet. Flieh die Luste der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit alien, die den Herrn anrufen von reinem Herzen. Aber der torichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebaren. Ein Knecht aber des Herrn soil nicht zankisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaftig, der die Bosen tragen kann mit Sanftmut und strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gabe die Wahrheit zu erkennen, und wieder nuchtern wurden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.
Second Reading
Acts 7:44-60
Es hatten unsere Vater die Hütte des Zeugnisses in der Wüste, wie er ihnen das verordnet hatte, da er zu Mose redete, daß er sie machen sollte nach dem Vorbilde, das ergesehen hatte, welche unsere Vater auch annahmen und brachten sie mit Josua in das Land, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstieß vor dem Angesichte unserer Vater bis zur Zeit Davids. Der fand Gnade bei Gott und bat, daß er eine Hütte finden mochte dem Gott Jakobs. Salomo aber bauete ihm ein Haus. Aber der Allerhochste wohnet nicht in Tempeln, die mit Handen gemacht sind, wie der Prophet spricht: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meiner Fuße Schemel; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen, spricht der Herr, Oder welches ist die Statte meiner Ruhe? Hat nicht meine Hand das alles gemacht? Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihrwiderstrebet allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Vater, also auch ihr! Welchen Propheten haben eure Vater nicht verfolget und, sie getotet, die da zuvor verkündigten die Zukunft dieses Gerechten, dessen Verrater und Morder ihr nun worden seid? Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschafte und habt's nicht gehalten. Da sie solches horeten, ging's ihnen durchs Herz, und bissen die Zahne zusammen über ihn. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel often und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und sturmeten einmutiglich zu ihm ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fußen eines Junglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er knieete aber nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Sunde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.
Second Reading
1 Timothy 6:11-16
Aber du, Gottesmensch, flieh solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut. Kampfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers Herm Jesu Christi, welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der Konig alter Konige, und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat; der da wohnet in einem Licht, da niemand zukommen kann; welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann: dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen.
Gospel
Matthew 25
Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus dem Brautigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren toricht, und fünf waren klug. Die torichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht 01 mit sich. Die klugen aber nahmen 01 in ihren Gefaften samt ihren Lampen. Da nun der Brautigam verzog, wurden sie alle schlafrig und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brautigam kommt; gehet aus ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmuckten ihre Lampen. Die torichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole; denn unsere Lampen verloschen! Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Kramern und kaufet fur euch selbst! Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brautigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit. Und die Tur ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet! Denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. Gleichwie ein Mensch, der uber Land zog, rief seinen Knechten und tat ihnen seine Guter ein. Und einem gab er funf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermogen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der funf Zentner empfangen hatte, und handelte mitdenselbigen und gewann andere funf Zentner. Desgleichen auch, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld. Uber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere funf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir funf Zentner getan; siehe da, ich habe damit andere funf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben zwei andere gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wuftte, daß du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesaet hast, und sammelst, da du nicht gestreuet hast. Und furchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! Wufttest du, daß ich schneide, da ich nicht gesaet habe, und sammle, da ich nicht gestreuet habe, so solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich kommen ware, hatte ich das Meine zu mir genommen mit Wucher. Darum nehmet von ihm den Zentner und gebet's dem, der zehn Zentner hat! Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und wird die Fulle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die aufterste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit. Und werden vor ihm alle Volker versammelt werden. Und erwird sie voneinanderscheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Bocken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Bocke zur Linken. Da wird denn der Konig sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getranket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besuchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeiset, Oder durstig und haben dich getranket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen und beherberget, Oder nackend und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank Oder gefangen gesehen und sind zu dir kommen? Und der Konig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem unterdiesen meinen geringsten Brudern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getranket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig Oder durstig Oder einen Gast Oder nackend Oder krank Oder gefangen und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.
Evening Prayer — Second Lesson
James 2
Liebe Bruder, haltet nicht dafur, daß der Glaube an Jesum Christum, unsern Herrn der Herrlichkeit, Ansehen der Person leide. Denn so in eure Versammlung kame ein Mann mit einem güldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es kame aber auch ein Armer mit einem unsauberen Kleide, und ihr sahet auf den, der das herrliche Kleid traget, und sprachet zu ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprachet zu dem Armen: Stehe du dort Oder setze dich her zu meinen Fulien, und bedenket es nicht recht, sondern ihrwerdet Richter und machet bosen Unterschied. Horet zu, meine lieben Bruder! Hat nicht Gott die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheifien hat denen, die ihn liebhaben? Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch üben und ziehen euch vor Gericht? Verlastern sie nicht den guten Namen, davon ihr genannt seid? So ihr das konigliche Gesetz vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst, so tut ihrwohl. So ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet gestraft vom Gesetz als die Ubertreter. Denn jemand das ganze Gesetz halt und sundiget an einem, der ist's ganz schuldig. Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nicht toten. So du nun nicht ehebrichst, totest aber, bist du ein Ubertreter des Gesetzes. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht uber den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. Was hilft's, liebe Bruder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? So aber ein Bruder Oder Schwester bloft ware und Mangel hatte der taglichen Nahrung, und jemand unter euch sprache zu ihnen: Gott berate euch, warmet euch und sattiget euch! gabet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist, was hülfe ihnen das? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es mochte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mirdeinen Glauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen Glauben dirzeigen mit meinen Werken. Du glaubest, daß ein einiger Gott ist; du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. Willst du aber wissen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehest du, daß der Glaube mitgewirket hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen worden. Und ist die Schrift erfüllet, die da spricht: Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund Gottes geheiften. So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Desselbigengleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht worden, da sie die Boten aufnahm und lieft sie einen andern Weg hinaus? Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also auch der Glaube ohne Werke ist tot.
Gospel
John 18:1-14
Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jungern uber den Bach Kidron. Da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Junger. Judas aber, der ihn verriet, wuißte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jungern. Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisaer Diener, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen. Als nun Jesus wui Jte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's. Judas aber, der ihn verriet, stund auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie zuruck und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Nazareth. Jesus antwortete: Ich hab's euch gesagt, daß ich es sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen (auf daß das Wort erfullet wurde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast). Da hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab; und der Knecht hieli Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soil ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn und führeten ihn aufs erstezu Hannas; der war des Kaiphas Schwaher, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es ware gut, daß ein Mensch wurde umgebracht fur das Volk.
Gospel
Matthew 16:1-6
Da traten die Pharisaer und Sadduzaerzu ihm, die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen lielie. Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprechet ihr: Es wird ein schoner Tag werden, denn der Himmel ist rot; und des Morgens sprechet ihr: Eswird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! Des Himmels Gestalt konnet ihr urteilen; konnet ihr denn nicht auch die Zeichen dieser Zeit urteilen? Diese bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und soil ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er lieli sie und ging davon. Und da seine Jünger waren hinubergefahren, hatten sie vergessen, Brot mit sich zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisaer und Sadduzaer!
Gospel
Matthew 16
Da traten die Pharisaer und Sadduzaerzu ihm, die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen lielie. Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprechet ihr: Es wird ein schoner Tag werden, denn der Himmel ist rot; und des Morgens sprechet ihr: Eswird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! Des Himmels Gestalt konnet ihr urteilen; konnet ihr denn nicht auch die Zeichen dieser Zeit urteilen? Diese bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und soil ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er lieli sie und ging davon. Und da seine Jünger waren hinubergefahren, hatten sie vergessen, Brot mit sich zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisaer und Sadduzaer! Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das wird's sein, dafi wir nicht haben Brot mit uns genommen. Da das Jesus vernahm, sprach er zu ihnen: Ihr Kleinglaubigen, was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht habt Brot mit euch genommen? Vernehmet ihr noch nichts? Gedenket ihr nicht an die fünf Brote unter die Funftausend und wieviel Korbe ihr da aufhubet? Auch nicht an die sieben Brote unter die Viertausend, und wieviel Korbe ihr da aufhubet? Wie verstehet ihrdenn nicht, daß ich euch nicht sage vom Brot, wenn ich sage: Hutet euch vor dem Sauerteige der Pharisaer und Sadduzaer? Da verstunden sie, daß er nicht gesagt hatte, daß sie sich hüten sollten vor dem Sauerteige des Brats, sondern vor der Lehre der Pharisaer und Sadduzaer. Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Casarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wersagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Taufer; die andern, du seiest Elia; etliche, du seiest Jeremia Oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Holle sollen sie nicht uberwaltigen. Und will dir des Himmelreichs Schlussel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soil auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden losen wirst, soil auch im Himmel los sein. Da verbot er seinen Jungern, daß sie niemand sagen sollten, daß er Jesus, der Christ, ware. Von der Zeitan fing Jesus an und zeigte seinen Jungern, wie er mulite hin gen Jerusalem gehen und viel leiden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Herr, schone dein selbst; das widerfahre dir nur nicht! Aber erwandte sich urn und sprach zu Petrus: Heb dich, Satan, von mir! Du bist mir argerlich; denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Da sprach Jesus zu seinen Jungern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewonne und nahme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder lose? Denn es wird je geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird ereinem jeglichen vergelten nach seinen Werken. Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.
