Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

2 Corinthians 13:1-13

Komme ich zum drittenmal zu euch, so soil in zweier Oder dreier Zeugen Munde bestehen allerlei Sache. Ich hab es euch zuvor gesagt und sage es euch zuvor als gegenwartig zum andernmal und schreibe es nun im Abwesen denen, die zuvor gesündiget haben, und den andern alien: Wenn ich abermal komme, so will ich nicht schonen. Sintemal ihrsuchet, daß ihreinmal gewahr werdet des, der in mir redet, namlich Christi, welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist machtig unter euch. Und ob erwohl gekreuziget ist in der Schwachheit, so lebet er doch in der Kraft Gottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch mit ihm in der Kraft Gottes unter euch. Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prufet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr untüchtig seid. Ich hoffe aber, ihr erkennet, daß wir nicht untüchtig sind. Ich bitte aber Gott, daß ihr nichts Ubles tut, nicht auf daß wir tüchtig gesehen werden, sondern auf daß ihr das Gute tut, und wir wie die Untuchtigen seien. Denn wir konnen nichts wider die Wahrheit, sondern fur die Wahrheit. Wirfreuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr machtig seid. Und dasselbige wünschen wir auch namlich eure Vollkommenheit. Derhalben ich auch solches abwesend schreibe, auf daß ich nicht, wenn ich gegenwartig bin, Scharfe brauchen musse nach der Macht, welche mir der Herr, zu bessern und nicht zu verderben, gegeben hat. Zuletzt, liebe Bruder, freuet euch, seid vollkommen, trostet euch, habt eineriei Sinn, seid friedsam, so wird Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grülieteuch untereinander mitdem heiligen Kufi. Es grulien euch alle Heiligen. Die Gnade unsers Herm Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch alien! Amen.

First Reading

Jeremiah 36

Im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des Konigs Judas, geschah dies Wort zu Jeremia vom HERRN und sprach: Nimm ein Buch und schreibe darein alle Reden, die ich zu dir geredet habe über Israel, über Juda und alle Volker von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, namlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag, ob vielleicht das Haus Juda, wo sie horen all das Unglück, das ich ihnen gedenke zu tun, sich bekehren wollten, ein jeglicher von seinem bosen Wesen, damit ich ihnen ihre Missetat und Sünde vergeben konnte. Da rief Jeremia Baruch, den Sohn Nerias. Derselbige Baruch schrieb in ein Buch aus dem Munde Jeremias alle Reden des HERRN, die erzu ihm geredet hatte. Und Jeremia gebot Baruch und sprach: Ich bin gefangen, daß ich nicht kann in des HERRN Haus gehen. Du aber gehe hinein und lies das Buch, darein du des HERRN Reden aus meinem Munde geschrieben hast, vor dem Volk im Hause des HERRN am Fasttage; und sollst sie auch lesen vor den Ohren des ganzen Juda, die aus ihren Stadten hereinkommen, ob sie vielleicht sich mit Beten vor dem HERRN demutigen wollten und sich bekehren, ein jeglicher von seinem bosen Wesen; denn der Zorn und Grimm ist graft, davon der HERR wider dies Volk geredet hat. Und Baruch, der Sohn Nerias, tat alles, wie ihm der Prophet Jeremia befohlen hatte, dati er die Reden des HERRN aus dem Buch lase im Hause des HERRN. Es begab sich aber im funften Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des Konigs Judas, im neunten Monden, dati man ein Fasten verkundigte vor dem HERRN allem Volkzu Jerusalem und allem Volk, das aus den Stadten Judas gen Jerusalem kommt. Und Baruch las aus dem Buch die Reden Jeremias im Hause des HERRN, in der Kapelle Gemarjas, des Sohns Saphans, des Kanzlers, im obern Vorhofe vor dem neuen Tor am Hause des HERRN, vor dem ganzen Volk. Da nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohns Saphans, alle Reden des HERRN gehoret hatte aus dem Buch, ging er hinab in des Konigs Haus, in die Kanzlei. Und siehe, daselbst saften alle Fürsten: Elisama, der Kanzler, Delaja, der Sohn Semajas, Elnathan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Saphans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, samt alien Fursten. Und Michaja zeigte ihnen an alle Reden, die er gehoret hatte, da Baruch las aus dem Buch vor den Ohren des Volks. Da sandten alle Fursten Judi, den Sohn Nethanjas, des Sohns Selemjas, des Sohns Chusis, nach Baruch und lieften ihm sagen:. Nimm das Buch, daraus du vor dem Volk gelesen hast, mit dir und komm! Und Baruch, der Sohn Nerias, nahm das Buch mit sich und kam zu ihnen. Und sie sprachen zu ihm: Setze dich und lies, daß wir's horen! Und Baruch las ihnen vor ihren Ohren. Und da sie alle die Reden horeten, entsetzten sie sich einer gegen den andern und sprachen zu Baruch: Wirwollen alle diese Reden dem Konige anzeigen. Und fragten den Baruch: Sage uns, wie hast du alle diese Reden aus seinem Munde geschrieben? Baruch sprach zu ihnen: Er las mir alle diese Reden aus seinem Munde, und ich schrieb sie mit Tinte ins Buch. Da sprachen die Fursten zu Baruch: Gehe hin und verbirg dich mit Jeremia, daß niemand wisse, wo ihrseid! Sie aber gingen hinein zum Konige in den Vorhof und lieften das Buch behalten in der Kammer Elisamas, des Kanzlers, und sagten vor dem Konige an alle diese Reden. Da sandte der Konig den Judi, das Buch zu holen. Derselbige nahm es aus der Kammer Elisamas, des Kanzlers. Und Judi las vor dem Konige und alien Fursten, die bei dem Konige stunden. Der Konig aber saft im Winterhause, im neunten Monden, vor dem Kamin. Als aber Judi drei Oder vier Blatt gelesen hatte, zerschnitt er's mit einem Schreibmesser und wart es ins Feuer, das im Kaminherde war, bis das Buch ganz verbrannte im Feuer. Und niemand entsetzte sich noch zerrift seine Kleider, weder der Konig noch seine Knechte, so doch alle diese Reden gehoret hatten. Wiewohl Elnathan, Delaja und Gemarja baten den Konig, er wollte das Buch nicht verbrennen; aber er gehorchte ihnen nicht. Dazu gebot noch der Konig Jerahmeel, dem Sohn Hamelechs, und Seraja, dem Sohn Asriels, und Selemja, dem Sohn Abdeels, sie sollten Baruch, den Schreiber, und Jeremia, den Propheten, greifen. Aber der HERR hatte sie verborgen. Da geschah des HERRN Wort zu Jeremia, nachdem der Konig das Buch und die Reden, so Baruch hatte geschrieben aus dem Munde Jeremias, verbrannt hatte, und sprach: Nimm dir wiederum ein ander Buch und schreibe alle vorigen Reden darein, die im ersten Buch stunden, welches Jojakim, der Konig Judas, verbrannt hat, und sage von Jojakim, dem Konige Judas: So spricht der HERR; Du hast dies Buch verbrannt und gesagt: Warum hast du darein geschrieben, daß der Konig von Babel werde kommen und dies Land verderben und machen, daß weder Leute noch Vieh drinnen mehr sein werden? Darum spricht der HERR von Jojakim, dem Konige Judas: Er soil keiner von den Seinen auf dem Stuhl Davids sitzen, und sein Leichnam soil hingeworfen des Tages in der Hitze und des Nachts in dem Frost liegen. Und ich will ihn und seinen Samen und seine Knechte heimsuchen urn ihrer Missetat willen. Und ich will uber sie und über die Burger zu Jerusalem und über die in Juda kommen lassen all das Unglück, das ich ihnen geredet habe, und sie doch nicht gehorchen. Da nahm Jeremia ein ander Buch und gab es Baruch, dem Sohn Nerias, dem Schreiber. Der schrieb darein aus dem Munde Jeremias alle die Reden, so in dem Buch stunden, das Jojakim, der Konig Judas, hatte mit Feuer verbrennen lassen; und über dieselbigen wurden der Reden noch viel mehr, denn jenerwaren.

First Reading

Daniel 5:1-31

Konig Belsazer machte ein herrlich Mahl tausend seinen Gewaltigen und Hauptleuten und soft sich voll mit ihnen. Und da er trunken war, hiefi er die guldenen und silbernen Gefafte herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, daß der Konig mit seinen Gewaltigen, mit seinen Weibern und mit seinen Kebsweibern daraus tranken. Also wurden hergebracht die guldenen Gefafte, die aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, genommen waren; und der Konig, seine Gewaltigen, seine Weiber und Kebsweiber tranken daraus. Und da sie so soffen, lobten sie die guldenen, silbernen, ehernen, eisernen, holzernen und steinernen Gotter. Eben zur selbigen Stunde gingen hervor Finger, als einer Menschenhand, die schrieben, gegenuber dem Leuchter, auf die getunchte Wand in dem koniglichen Saal. Und der Konig ward gewahr der Hand, die da schrieb. Da entfarbte sich der Konig, und seine Gedanken erschreckten ihn, daß ihm die Lenden schutterten und die Beine zitterten. Und der Konig rief uberlaut, daß man die Weisen, Chaldaer und Wahrsager heraufbringen sollte Und lieft den Weisen zu Babel sagen: Welcher Mensch diese Schrift lieset und sagen kann, was sie bedeute, der soil mit Purpur gekleidet werden und güldene Ketten am Halse tragen und der dritte Herr sein in meinem Konigreiche. Da wurden alle Weisen des Konigs heraufgebracht; aber sie konnten weder die Schrift lesen noch die Deutung dem Konige anzeigen. Des erschrak der Konig Belsazer noch harter und verlor ganz seine Gestalt, und seinen Gewaltigen ward bange. Da ging die Konigin urn solcher Sache willen des Konigs und seiner Gewaltigen hinauf in den Saal und sprach: Herr Konig, Gott verleihe dir langes Leben! Laft dich deine Gedanken nichtso erschrecken und entfarbe dich nicht also! Es ist ein Mann in deinem Konigreich, der den Geist der heiligen Gotter hat. Denn zu deines Vaters Zeit ward bei ihm Erleuchtung erfunden, Klugheit und Weisheit, wie der Gotter Weisheit ist; und dein Vater, Konig Nebukadnezar, setzte ihn fiber die Sternseher, Weisen, Chaldaer und Wahrsager, darum daß ein hoher Geist bei ihm funden ward, dazu Verstand und Klugheit, Spruche zu deuten, dunkle Spruche zu erraten und verborgene Sachen zu offenbaren, namlich Daniel, den der Konig lieft Beltsazar nennen. So rufe man nun Daniel; der wird sagen, was es bedeute. Da ward Daniel hinauf vor den Konig gebracht. Und der Konig sprach zu Daniel: Bist du der Daniel, der Gefangenen einer aus Juda, die der Konig, mein Vater, aus Juda hergebracht hat? Ich habe von dir horen sagen, daß du den Geist der heiligen Gotter habest, und Erleuchtung, Verstand und hohe Weisheit bei dir funden sei. Nun hab ich vor mich fordern lassen die Klugen und Weisen, daß sie mir diese Schrift lesen und anzeigen sollen, was sie bedeute; und sie konnen mir nicht sagen, was solches bedeute. Von dir aber hore ich, daß du konnest die Deutung geben und das Verborgene offenbaren. Kannst du nun die Schrift lesen und mir anzeigen, was sie bedeutet, so sollst du mit Purpur gekleidet werden und güldene Ketten an deinem Halse tragen und der dritte Herr sein in meinem Konigreiche. Da fing Daniel an und redete vor dem Konige: Behalte deine Gaben selbst und gib dein Geschenk einem andern; ich will dennoch die Schrift dem Konige lesen und anzeigen, was sie bedeute. Herr Konig, Gott der Hochste hat deinem Vater, Nebukadnezar, Konigreich, Macht, Ehre und Herrlichkeit gegeben. Und vor solcher Macht, die ihm gegeben war, furchteten und scheueten sich vor ihm alle Volker, Leute und Zungen. Er totete, wen er wollte; er schlug, wen er wollte; ererhohete, wen er wollte; er demutigte, wen er wollte. Da sich aber sein Herz erhub und er stolz und hochmutig ward, ward er vom koniglichen Stuhl gestoßen und verlor seine Ehre; und ward verstoßen von den Leuten, und sein Herz ward gleich den Tieren, und mußte bei dem Wild laufen und fraß Gras wie Ochsen, und sein Leib lag unter dem Tau des Himmels und ward naß, bis daß er lernete, daß Gott der Hdchste Gewalt hat uber der Menschen Konigreiche und gibt sie, wem er will. Und du, Belsazer, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemutiget, ob du wohl solches alles weißt, sondern hast dich wider den HERRN des Himmels erhoben, und die Gefaße seines Hauses hat man vordich bringen müssen; und du, deine Gewaltigen, deine Weiber und deine Kebsweiber habt daraus gesoffen, dazu die silbernen, guldenen, ehernen, eisernen, holzernen, steinernen Gotter gelobet, die weder sehen, noch horen, noch fuhlen; den Gott aber, der deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht geehret. Darum ist von ihm gesandt diese Hand und diese Schrift, die da verzeichnet stehen. Das ist aber die Schrift allda verzeichnet: Mene, mene, tekel, upharsin. Und sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein Konigreich gezahlet und vollendet. Tekel, das ist, man hat dich in einer Waage gewogen und zu leicht funden. Peres, das ist, dein Konigreich ist zerteilet und den Medern und Persern gegeben. Da befahl Belsazer, daß man Daniel mit Purpur kleiden sollte und guldene Ketten an den Hals geben; und ließ von ihm verkundigen, daß er der dritte Herr sei im Konigreich. Aber des Nachts ward der Chaldaer Konig Belsazer getotet.

Morning Prayer — First Lesson

Lamentations 4

Wie ist das Gold so gar verdunkelt und das feine Gold so haftlich worden, und liegen die Steine des Heiligtums vorne auf alien Gassen zerstreuet! Die edlen Kinder Zions, dem Golde gleich geachtet, wie sind sie nun den irdenen Topfen verglichen, die ein Topfer macht! Die Drachen reichen die Bruste ihren Jungen und saugen sie; aber die Tochter meines Volks muft unbarmherzig sein, wie ein Strauft in der Wuste. Dem Saugling klebt seine Zunge an seinem Gaumen vor Durst; die jungen Kinder heischen Brat, und ist niemand, der es ihnen breche. Die vorhin das Niedlichste aften, verschmachten jetzt auf den Gassen; die vorhin in Seiden erzogen sind, die müssen jetzt im Kot liegen. Die Missetat der Tochter meines Volks ist großer denn die Sunde Sodoms, die plotzlich umgekehret ward, und kam keine Hand dazu. Ihre Nazaraer waren reiner denn der Schnee und klarer denn Milch; ihre Gestalt war rotlicher denn Korallen; ihr Ansehen warwie Saphir. Nun aber ist ihre Gestalt so dunkel vor Schwarze, daß man sie auf den Gassen nicht kennet; ihre Haut hanget an den Beinen, und sind so dürre als ein Scheit. Den Erwürgten durchs Schwert geschah baß wederdenen, so da Hungers starben, die verschmachteten und erstochen wurden vom Mangel der Früchte des Ackers. Es haben die barmherzigsten Weiber ihre Kinder selbst müssen kochen, daß sie zu essen hatten in dem Jammer der Tochter meines Volks. Der HERR hat seinen Grimm vollbracht, er hat seinen grimmigen Zorn ausgeschuttet; er hat zu Zion ein Feuer angesteckt, das auch ihre Grundfesten verzehret hat. Es hatten's die Konige auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der Welt, daß der Widerwartige und Feind sollte zum Tore Jerusalems einziehen. Es ist aber geschehen urn der Sunde wilien ihrer Propheten und urn der Missetat wilien ihrer Priester, die drinnen der Gerechten Blut vergossen. Sie gingen hin und her auf den Gassen wie die Blinden und waren mit Blut besudelt und konnten auch jener Kleider nicht anruhren, sondern riefen sie an: Weichet, ihr Unreinen; weichet, weichet; ruhret nichts an! Denn sie scheueten sich vorjenen und flohen sie, daß man auch unterden Heiden sagte: Sie werden nicht lange da bleiben. Darum hat sie des HERRN Zorn zerstreuet und will sie nicht mehr ansehen, weil sie die Priester nicht ehreten und mit den Altesten keine Barmherzigkeit übten. Noch gafften unsere Augen auf die nichtige Hilfe, bis sie gleich müde wurden, da wirwarteten auf ein Volk, das uns doch nicht helfen konnte. Man jagte uns, daß wir auf unsern Gassen nicht gehen durften. Da kam auch unser Ende; unsere Tage sind aus, unser Ende ist kommen. Unsere Verfolger waren schnellerdenn die Adler unterdem Himmel; auf den Bergen haben sie uns verfolget und in der Wüste auf uns gelauert. Der Gesalbte des HERRN, der unser Trost war, ist gefangen worden, da sie uns verstorten, des wir uns trosteten, wirwollten unterseinem Schatten leben unterden Heiden. Ja, freue dich und sei frohlich, du Tochter Edom, die du wohnest im Lande Uz; denn der Kelch wird auch uber dich kommen, du mußt auch trunken und gebloßet werden. Aber deine Missetat hat ein Ende, du Tochter Zion; er wird dich nicht mehr lassen wegführen; aber deine Missetat, du Tochter Edom, wird er heimsuchen und deine Sünden aufdecken.

Epistle

Sirach 24:23-31

First Reading

Job 2

Es begab sich aber des Tages, da die Kinder Gottes kamen und traten vor den HERRN, daß Satan auch unter ihnen kam und vor den HERRN trat. Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen. Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfurchtig und meidet das Bose und halt noch fest an seiner Frommigkeit; du aber hast mich bewegt, daß ich ihn ohne Ursache verderbet habe. Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut fur Haut; und alles, was ein Mann hat, lalit er fur sein Leben. Aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an; was gilt's, er wird dich ins Angesicht segnen? Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand; doch schone seines Lebens! Da fuhr der Satan aus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bosen Schwaren von der Fulisohle an bis auf seine Scheitel. Und er nahm einen Scherben und schabte sich und sali in der Asche. Und sein Weib sprach zu ihm: Haltst du noch fest an deiner Frommigkeit? Ja, segne Gott und stirb! Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die narrischen Weiber reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Bose nicht auch annehmen? In diesem allem versundigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen. Da aber die drei Freunde Hiobs horeten all das Ungluck, das fiber ihn kommen war, kamen sie, ein jeglicher aus seinem Ort: Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema. Denn sie wurden eins, daß sie kamen, ihn zu klagen und zu trosten. Und da sie ihre Augen aufhuben von feme, kannten sie ihn nicht und huben auf ihre Stimme und weineten; und ein jeglicher zerriß sein Kleid und sprengeten Erde auf ihr Haupt gen Himmel. Und saßen mitihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nachte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 12

Urn dieselbige Zeit legte der Konig Herodes die Hande an etliche von der Gemeinde, sie zu peinigen. Er totete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Und da er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Petrus auch. Es waren aber eben die Tage der süßen Brote. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefangnis und uberantwortete ihn vier Vierteilen Kriegsknechten, ihn zu bewahren, und gedachte, ihn nach Ostern dem Volkvorzustellen. Und Petrus ward zwar im Gefangnis gehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhoren fur ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vorstellen, in derselbigen Nacht schlief Petrus zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden mit zwo Ketten, und die Hüter vor der Tur huteten das Gefangnis. Und siehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht schien in dem Gemach; und schlug Petrus an die Seite und weckte ihn auf und sprach: Stehe behende auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Handen. Und der Engel sprach zu ihm: Gurte dich und tu deine Schuhe an! Und er tat also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel urn dich und folge mir nach! Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, daß ihm wahrhaftig solches geschahe durch den Engel, sondern es deuchte ihn, ersahe ein Gesicht. Sie gingen aberdurch die erste und andere Hut und kamen zu der eisernen Tur, welche zur Stadt tub ret; die tat sich ihnen von selber auf. Und traten hinaus und gingen hin eine Gasse lang; und also bald schied der Engel von ihm. Und da Petrus zu sich selber kam, sprach er: Nun weili ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gesandt hat und mich errettet aus der Hand des Herodes und von allem Warten des judischen Volks. Und alser sich besann, kam er vor das Haus Marias, der Mutter des Johannes, der mit dem Zunamen Markus hieli, da viele beieinanderwaren und beteten. Als aber Petrus an die Tur klopfete des Tores, trat hervor eine Magd, zu horchen, mit Namen Rhode. Und als sie des Petrus Stimme erkannte, tat sie das Tor nicht auf vor Freuden, lief aber hinein und verkundigte es ihnen, Petrus stunde vor dem Tor. Sie abersprachen zu ihr: Du bist unsinnig. Sie aber bestand darauf, es ware also. Sie sprachen: Es istsein Engel. Petrus aber klopfete weiter an. Da sie aber auftaten, sahen sie ihn und entsetzten sich. Er aber winkete ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzahlte ihnen, wie ihn der Herr hatte aus dem Gefangnis gefuhret, und sprach: Verkundiget dies Jakobus und den Brudern. Und ging hinaus und zog an einen andern Ort. Da es aber Tag ward, ward nicht eine kleine Bekummernis unter den Kriegsknechten, wie es doch mit Petrus gegangen ware. Herodes aber, da er ihn forderte und nicht fand, liefi er die Hüter rechtfertigen und hieli sie wegfuhren und zog von Judaa hinab gen Casarea und hielt allda sein Wesen. Denn ergedachte, wider die von Tyrus und Sidon zu kriegen. Sie aber kamen einmutiglich zu ihm und uberredeten des Konigs Kammerer, Blastus, und baten urn Frieden, darum daß ihre Lande sich nahren muliten von des Konigs Land. Aber auf einen bestimmten Tag tat Herodes das konigliche Kleid an, setzte sich auf den Richterstuhl und tat eine Rede zu ihnen. Das Volk aber rief zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen! Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, darum daß er die Ehre nicht Gott gab, und ward gefressen von den Wurmern und gab den Geist auf. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrete sich. Barnabas aber und Saulus kamen wieder gen Jerusalem und uberantworteten die Handreichung und nahmen mit sich Johannes mit dem Zunamen Markus.

Responsorial Psalm

Psalm 56

Ein gulden Kleinod Davids von der stummen Taube unter den Fremden, da ihn die Philister griffen zu Gath. Gott, sei mir gnadig, denn Menschen wollen mich versenken; taglich streiten sie und angsten mich. Meine Feinde versenken mich taglich; denn viele streiten wider mich stolziglich. Wenn ich mich furchte, hoffe ich auf dich. Ich will Gottes Wort ruhmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht furchten; was sollte mir Fleisch tun? Taglich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, daß sie mir ubel tun. Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie meine Seeie erhaschen. Was sie Boses tun, das ist schon vergeben. Gott, stofte solche Leute ohne alle Gnade hinunter! Zahle meine Flucht, fasse meine Tranen in deinen Sack! Ohne Zweifel, du zahlest sie. Dann werden sich meine Feinde müssen zuruckkehren, wenn ich rufe; so werde ich inne, daß du mein Gott bist. Ich will ruhmen Gottes Wort, ich will ruhmen des HERRN Wort. Auf Gott hoffe ich und furchte mich nicht; was konnen mir die Menschen tun? Ich habe dir, Gott, gelobet, daß ich dir danken will. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füfte vom Gleiten, daß ich wandeln mag vor Gott im Licht der Lebendigen.

Gospel

Luke 11:27-28

Und es begab sich, da ersolches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brilste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes horen und bewahren.

Responsorial Psalm

Psalm 66

Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande! Lobsinget zu Ehren seinem Namen; ruhmet ihn herrlich! Sprechet zu Gott: Wie wunderlich sind deine Werke! Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner grolien Macht. Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. Sela. Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderlich ist mit seinem Tun unter den Menschenkindern. Er verwandelt das Meer ins Trockne, daß man zu Fuli uber das Wasser gehet; des freuen wir uns in ihm. Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die Volker. Die Abtrunnigen werden sich nicht erhohen konnen. Sela. Lobet, ihr Volker, unsern Gott; lasset seinen Ruhm weit erschallen, der unsere Seelen im Leben behalt und lalit unsere Fulie nicht gleiten. Denn, Gott, du hast uns versucht und gelautert, wie das Silber gelautert wird. Du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine Last gelegt; du hast Menschen lassen uber unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser kommen; aber du hast uns ausgefuhrt und erquicket. Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine Gelubde bezahlen, wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner Not. Ich will dir feiste Brandopfer tun von gebrannten Widdern; ich will opfern Rinder mit Bocken. Sela. Kommt her, horet zu, alle, die ihr Gott furchtet; ich will erzahlen, was er an meiner Seele getan hat. Zu ihm rief ich mitmeinem Munde und preisete ihn mit meiner Zunge. Wo ich Unrechts vorhatte in meinem Herzen, so wurde der HERR nicht horen. Darum erhoret mich Gott und merket auf mein Flehen. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Gute von mir wendet.

Responsorial Psalm

Psalm 76

Ein Psalmlied Assaphs, auf Saitenspiel vorzusingen. Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name herrlich. Zu Salem ist sein Gezelt und seine Wohnung zu Zion. Daselbst zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und Streit. Sela. Du bist herrlicher und machtiger denn die Raubeberge. Die Stolzen müssen beraubet werden und entschlafen, und alle Krieger müssen die Hande lassen sinken. Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinkt in Schlaf beide Roß und Wagen. Du bist erschrecklich. Wer kann vor dir stehen, wenn du zümest? Wenn du das Urteil lassest horen vom Himmel, so erschrickt das Erdreich und wird still, wenn Gott sich aufmacht, zu richten, dafi er helfe alien Elenden auf Erden. Sela. Wenn Menschen wider dich wüten, so legest du Ehre ein; und wenn sie noch mehr wüten, bist du auch noch gerüstet. Gelobet und haltet dem HERRN eurem Gott, alle, die ihr urn ihn her seid; bringet Geschenke dem Schrecklichen, der den Fürsten den Mut nimmt und schrecklich ist unter den Konigen auf Erden.

Responsorial Psalm

Psalm 75

Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht umkame, vorzusingen. Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist. Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten. Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine Saulen test. Sela. Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt! Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig, es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wuste. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget und jenen erhohet. Denn der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen aussaufen. Ich aber will verkundigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs. Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhohet werde.

Evening Prayer — First Lesson

Lamentations 5

Gedenke, HERR, wie es uns gehet; schau und siehe an unsere Schmach! Unser Erbe ist den Fremden zuteil worden und unsere Hauser den Auslandern. Wir sind Waisen und haben keinen Vater; unsere Mutter sind wie Witwen. Unser eigen Wasser müssen wir urn Geld trinken; unser Holz muß man bezahlt bringen lassen. Man treibt uns uber Hals, und wenn wir schon mude sind, laßt man uns doch keine Ruhe. Wir haben uns müssen Agypten und Assur ergeben, auf daß wir doch Brotsattzu essen haben. Unsere Vater haben gesündiget und sind nicht mehr vorhanden; und wir müssen ihre Missetat entgelten. Knechte herrschen über uns, und ist niemand, der uns von ihrer Hand errette. Wir müssen unser Brot mit Fahr unsers Lebens holen vor dem Schwert in der Wüste. Unsere Haut ist verbrannt wie in einem Ofen vor dem greulichen Hunger. Sie haben die Weiber zu Zion geschwacht und die Jungfrauen in den Stadten Judas. Die Fürsten sind von ihnen gehenket, und die Person der Alten hat man nicht geehret. Die Jünglinge haben Mühlsteine müssen tragen und die Knaben über dem Holztragen straucheln. Es sitzen die Alten nicht mehr unter dem Tor, und die Jünglinge treiben kein Saitenspiel mehr. Unsers Herzens Freude hat ein Ende, unser Reigen ist in Wehklagen verkehret. Die Krone unsers Haupts ist abgefallen. O wehe, daß wir so gesündiget haben! Darum ist auch unser Herz betrübt, und unsere Augen sind finster worden urn des Berges Zions wilien, daß er so wüst liegt, daß die Füchse darüberlaufen. Aber du, HERR, der du ewiglich bleibest und dein Thron fur und für, warum willst du unser so gar vergessen und uns die Lange so gar verlassen? Bringe uns, HERR, wieder zu dir, daß wir wieder heimkommen; verneue unsere Tage wie vor alters! Denn du hast uns verworfen und bist allzusehr über uns erzürnet.

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I Corinthians 14

Strebet nach der Liebe! Fleißiget euch der geistlichen Gaben, am meisten aber, daß ihr weissagen moget. Denn der mit der Zunge redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott. Denn ihm horet niemand zu; im Geist aber redet er die Geheimnisse. Wer aber weissaget, der redet den Menschen zur Besserung und zur Ermahnung und zur T rostung. Wer mit Zungen redet, der bessert sich selbst; wer aber weissaget, der bessert die Gemeinde. Ich wollte, daß ihr alle mit Zungen reden konntet, aber viel mehr, daü ihr weissagetet. Denn der da weissaget, ist großer, denn der mit Zungen redet, es sei denn, daß er es auch auslege, daß die Gemeinde davon gebessert werde. Nun aber, liebe Bruder, wenn ich zu euch kame und redete mit Zungen, was ware ich euch nütze, so ich nicht mit euch redete entweder durch Offenbarung Oder durch Erkenntnis Oder durch Weissagung Oder durch Lehre? Halt sich's doch auch also in den Dingen, die da lauten und doch nicht leben, es sei eine Pfeife Oder eine Harfe; wenn sie nicht unterschiedliche Stimmen von sich geben, wie kann man wissen, was gepfiffen Oder geharfet ist? Und so die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer will sich zum Streit rusten? Also auch ihr, wenn ihr mit Zungen redet, so ihr nicht eine deutliche Rede gebet, wie kann man wissen, was geredet ist? Denn ihr werdet in den Wind reden. Zwar es ist mancherlei Art der Stimmen in der Welt, und derselbigen ist doch keine undeutlich. So ich nun nicht weiß der Stimme Deutung, werde ich undeutsch sein dem, der da redet, und der da redet, wird mir undeutsch sein. Also auch ihr, sintemal ihr euch fleißigetder geistlichen Gaben, trachtet danach, daß ihr die Gemeinde bessert, auf daß ihr alles reichlich habet. Darum, welcher mit Zungen redet, der bete also, daß er's auch auslege. So ich aber mit Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Sinn bringet niemand Frucht. Wie soil es aber denn sein? Namlich also: Ich will beten mit dem Geist und will beten auch im Sinn; ich will Psalmen singen im Geist und will auch Psalmen singen mit dem Sinn. Wenn du aber segnest im Geist, wie soil der, so anstatt des Laien stehet, Amen sagen auf deine Danksagung, sintemal er nicht weiß, was du sagest? Du danksagest wohl fein; aber der andere wird nicht davon gebessert. Ich danke meinem Gott, daß ich mehr mit Zungen rede denn ihr alle. Aber ich will in der Gemeinde lieber funf Worte reden mit meinem Sinn, auf daß ich auch andere unterweise, denn sonst zehntausend Worte mit Zungen. Liebe Bruder, werdet nicht Kinder an dem Verstandnis, sondern an der Bosheit seid Kinder; an dem Verstandnis aber seid voilkommen. Im Gesetz stehet geschrieben: Ich will mit andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch also nicht horen, spricht der Herr. Darum so sind die Zungen zum Zeichen, nicht den Glaubigen, sondern den Unglaubigen; die Weissagung aber nicht den Unglaubigen, sondern den Glaubigen. Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkame an einem Ort und redeten alle mit Zungen, es kamen aber hinein Laien Oder Unglaubige, würden sie nicht sagen, ihrwaret unsinnig? So sie aber alle weissageten und kame dann ein Unglaubiger Oder Laie hinein, der würde von denselbigen alien gestraft und von alien gerichtet. Und also würde das Verborgene seines Herzens offenbar, und er würde also fallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, daß Gott wahrhaftig in euch sei. Wie ist ihm denn nun, Hebe Bruder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeglicher Psalmen, er hat eine Lehre, er hat Zungen, er hat Offenbarung, er hat Auslegung. Lasset es alles geschehen zur Besserung! So jemand mit der Zunge redet Oder zween Oder aufs meiste' drei, eins urns andere; so lege es einer aus. Ist er aber nicht ein Ausleger, so schweige er unter der Gemeinde, rede aber sich selber, und Gott, Die Weissager aber lasset reden, zween Oder drei, und die andern lasset richten. So aber eine Offenbarung geschieht einem andern, der da sitzet, so schweige der erste. Ihr konnet wohl alle weissagen, einer nach dem andern, auf daß sie alle lernen und alle ermahnet werden. Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist, nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens wie in alien Gemeinden der Heiligen. Eure Weiber lasset schweigen unter der Gemeinde; denn es soli ihnen nicht zugelassen werden, dafi sie reden, sondern untertan sein, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Manner fragen . Es stehet den Weibern ubel an, unter der Gemeinde reden. Oder ist das Wort Gottes von euch auskommen, Oder ist's allein zu euch kommen? So sich jemand lasset dünken, er sei ein Prophet Oder geistlich, der erkenne, was ich euch schreibe; denn es sind des Herrn Gebote. Ist aber jemand unwissend, der sei, unwissend. Darum, liebe Bruder, fleilüget euch des Weissagens und wehret nicht, mit Zungen zu reden. Lasset alles ehrlich und ordentlich zugehen!

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II Timothy 4

So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herm Jesu Christo, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit Oder zur Unzeit; strafe, draue, ermahne mit aller Geduld und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken; und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nuchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. Ich habe einen guten Kampf gekampfet; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten. Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, sondern auch alien, die seine Erscheinung liebhaben. Fleilüge dich, daß du bald zu mir kommest. Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt liebgewonnen und ist gen Thessalonich gezogen, Krescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nutzlich zum Dienst. Tychikus habe ich gen Ephesus gesandt. Den Mantel, den ich zu Troas lieli bei Karpo, bringe mit, wenn du kommst und die Bucher, sonderlich aber das Pergament. Alexander, der Schmied hat mirviel Boses beweiset; der Herr bezahle ihm nach seinen Werken! Vorwelchem hüte du dich auch; denn erhat unsern Worten sehrwiderstanden. In meiner ersten Verantwortung stund niemand bei mir, sondern sie verlielien mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet! Der Herr aber stund mir bei und starkte mich, auf daß durch mich die Predigt bestatiget wurde, und alle Heiden horeten. Und ich bin erloset von des Lowen Rachen. Der Herr aber wird mich erlosen von allem Ubel und aushelfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Grülie Priska und Aquila und das Haus Onesiphorus. Erastus blieb zu Korinth; Trophimus aber lieli ich zu Milet krank. Tu Fleili, daß du vor dem Winter kommest. Es gruliet dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Bruder. Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geiste! Die Gnade sei mit euch! Amen.

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Acts 8:26-40

Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Stehe auf und gehe gegen Mittag auf die Stralie, die von Jerusalem hinabgehet gen Gaza, die da wuste ist. Und er stund auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein Kammerer und Gewaltiger der Konigin Kandaze in Mohrenland, welcherwar uber ihre ganze Schatzkammer, der war kommen gen Jerusalem, anzubeten, und zog wieder heim und sali auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen. Da lief Philippus hinzu und horete, daß er den Propheten Jesaja las, und sprach: Verstehest du auch, was du liesest? Er aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und ermahnete Philippus, daß er auftrate und setzte sich zu ihm. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser: Er ist wie ein Schaf, zur Schlachtung gefuhret, und still wie ein Lamm vor seinem Scherer; also hat er nicht aufgetan seinen Mund. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht aufgehoben; wer wird aber seines Lebens Lange ausreden? Denn sein Leben ist von der Erde weggenommen. Da antwortete der Kammerer Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet solches, von ihm selber Oder von jemand anders? Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesu. Und als sie zogen der Stralie nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Kammerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, daß ich mich taufen lasse? Philippus aber sprach: Glaubest du von ganzem Herzen, so mag's wohl sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist. Und er hieft den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser, beide, Philippus und der Kammerer; und er taufete ihn. Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rückte der Geist des Herrn Philippus hinweg, und der Kammerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Stralie frohlich. Philippus aber ward funden zu Asdod und wandelte umher und predigte alien Stadten das Evangelium, bis daß er kam gen Caseraa.

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2 Timothy 1:1-7

Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes nach der Verheüiung des Lebens in Christo Jesu: Meinem lieben Sohn Timotheus Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und Christo Jesu, unserm Herm. Ich danke Gott dem ich diene von meinen Voreltern her in reinem Gewissen, daß ich ohne Unterlali dein gedenke in meinem Gebet Tag und Nacht. Und mich verlanget, dich zu sehen, wenn ich denke an deine Tranen, auf daß ich mit Freuden erfullet werde. Und erinnere mich des ungefarbten Glaubens in dir, welcher zuvor gewohnet hat in deiner Grolimutter Lois und in deiner Mutter Eunike, bin abergewili, daß auch in dir. Urn welcher Sache willen ich dich erinnere, daß du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hande. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.

Gospel

Matthew 27

Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die Altesten des Volks einen Rat fiber Jesum, daß sie ihn toteten. Und banden ihn, fuhreten ihn hin und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn und brachte herwieder die dreilüg Silberlinge den Hohenpriestern und den Altesten und sprach: Ich habe fibel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhangte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Topfersacker darum zum Begrabnis der Pilger. Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfullet, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: Sie haben genommen dreilüg Silberlinge, damit bezahletward der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben urn einen Topfersacker, als mir der Herr befohlen hat. Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Konig? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Altesten, antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm: Horest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hiefi Barabbas. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dafi ich euch losgebe, Barabbas Oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus? Denn erwulltewohl, daßsie ihn aus Neid uberantwortet hatten. Und da er auf dem Richterstuhl sali, schickte sein Weib zu ihm und lieli ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und die Altesten uberredeten das Volk, dafi sie urn Barabbas bitten sollten und Jesum umbrachten. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soil losgeben? Sie sprachen: Barabbas. Pilatus sprach zu ihnen: Was soil ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß, ihn kreuzigen! Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Ubels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen! Da aber Pilatus sah, daß, er nichts schaffete, sondern daß ein viel großer Getummel ward, nahm er Wasser und wusch die Hande vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihrzu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme uber uns und uber unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los; aber Jesum ließ er geißeln und uberantwortete ihn, daß er gekreuziget wurde. Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum zu sich in das Richthaus und sammelten uber ihn die ganze Schar. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrußet seiest du, der Juden Konig! Und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug. Und da sie an die Statte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutschet Schadelstatte, gaben sie ihm Essig zu trinken, mit Galle vermischt; und da el's schmeckte, wollte er nicht trinken. Da sie ihn aber gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, auf daß erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und uber mein Gewand haben sie das Los geworfen. Und sie saßen allda und huteten sein. Und oben zu seinen Haupten hefteten sie die Ursache seines Todes beschrieben, namlich: Dies ist Jesus, der Juden Konig. Und da wurden zwei Morder mit ihm gekreuziget, einer zur Rechten und einer zur Linken. Die aber vorubergingen, lasterten ihn und schuttelten ihre Kopfe und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und bauest ihn in dreien Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz. Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und Altesten und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der Konig Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben. Er hat Gott vertraut, der erlose ihn nun, lustet’s ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmaheten ihn auch die Morder, die mit ihm gekreuziget waren. Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis uber das ganze Land bis zu der neunten Stunde. Und urn die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Etliche aber, die da stunden, da sie das horeten, sprachen sie: Der ruft den Elia. Und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllete ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trankte ihn. Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe! Aber Jesus schrie abermal laut und verschied. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stucke, von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Graber taten sich auf, und stunden auf viel Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Grabern nach seiner Auferstehung und kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! Und es waren viel Weiber da, die von feme zusahen, die da Jesu waren nachgefolget aus Galilaa und hatten ihm gedienet, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und die Mutter der Kinder des Zebedaus. Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieli Joseph, welcher auch ein Junger Jesu war. Der ging zu Pilatus und bat ihn urn den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben. Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand. Und legte ihn in sein eigen neu Grab, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen, und walzte einen graven Stein vor die Tur des Grabes und ging davon. Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rusttag, kamen die Hohenpriester und Pharisaer samtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verfuhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Junger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug arger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hitter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahreten das Grab mit Hutern und versiegelten den Stein.

Evening Prayer — Second Lesson

James 4

Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt's nicht daher, aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet und gewinnet damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet. Ihr bittet und krieget nicht, darum daß ihr ubel bittet, namlich dahin, daß ihr's mit euren Wollüsten verzehret. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder lasset ihr euch dunken, die Schrift sage umsonst: Den Geist, der in euch wohnet, gelüstet wider den Hafi? Und gibt reichlich Gnade, sintemal die Schrift sagt: Gott widerstehet den Hoffartigen, aber den Demutigen gibt er Gnade. So seid nun Gott untertanig. Wider stehet dem Teufel, so flieht er von euch. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Reiniget die Hande, ihr Sunder, und machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen! Seid elend und traget Leid und weinet! Euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demutiget euch vor Gott, so wird er euch erhohen. Afterredet nicht untereinander, liebe Bruder! Wer seinem Bruder afterredet und urteilet seinen Bruder, der afterredet dem Gesetz und urteilet das Gesetz. Urteilest du aber das Gesetz, so bist du nicht ein Tater des Gesetzes, sondern ein Richter. Es istein einiger Gesetzgeber, der kann selig machen und verdammen. Wer bist du, der du einen andern urteilest? Wohlan, die ihr nun saget: Heute Oder morgen wollen wir gehen in die Oder die Stadt und wollen ein Jahrda liegen und hantieren und gewinnen, die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist's, der eine kleine Zeit wahret, danach aber verschwindet er. Dafür ihr sagen solltet: So der Herr will, und wir leben, wollen wir dies Oder das tun. Nun aber rühmet ihr euch in eurem Hochmut. Aller solcher Ruhm ist bose. Denn wer da weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist's Sunde.

Gospel

John 18:28-40

Da fuhreten sie Jesum von Kaiphas vor das Richthaus. Und es war früh. Und sie gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen mochten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr fur Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Ware dieser nicht ein Ubeltater wir hatten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand toten (auf daß erfullet wurde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben wurde). Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jesu und sprach zu ihm: Bist du der Juden Konig? Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, Oder haben's dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet; was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Ware mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden drob kampfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein Konig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein Konig. Ich bin dazu geboren und in die Welt kommen, daß ich die Wahrheit zeugen soil. Wer aus der Wahrheit ist, der horet meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Ihr habt aber eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe; wollt ihr nun, daü ich euch der Juden Konig losgebe? Da schrieen sie wieder allesamt und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas. Barabbas aber war ein Morder.

Gospel

Matthew 16:13-19

Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Casarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wersagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Taufer; die andern, du seiest Elia; etliche, du seiest Jeremia Oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Holle sollen sie nicht uberwaltigen. Und will dir des Himmelreichs Schlussel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soil auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden losen wirst, soil auch im Himmel los sein.

Gospel

Matthew 18

Zu derselbigen Stunde traten die Junger zu Jesus und sprachen: Wer ist doch der Großte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellete das mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdetwie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Großte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber argert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem ware besser, dafi ein Muhlstein an seinen Hals gehanget, und er ersauft wurde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt der Argernisse halben! Es muß ja Argemis kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen Argemis kommt! So aber deine Hand Oder dein Fuß dich argert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm Oder als ein Kruppel eingehest, denn daß du zwo Hande Oder zwei Füße habest und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge argert, reiß es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß du einaugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das hollische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, was verloren ist. Was dunket euch? Wenn irgendein Mensch hundert Schafe hatte, und eins unter denselbigen sich verirrete, laßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, gehet hin und suchet das verirrte? Und so sich's begibt, daß er's findet, wahrlich, ich sage euch, er freuet sich daruber mehr denn uber die neunundneunzig, die nicht verirret sind. Also auch ist's voreurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde Sundiget aber dein Bruderan dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Horet er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Horet er dich nicht, so nimm noch einen Oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier Oder dreier Zeugen Mund. Horet er die nicht, so sage es der Gemeinde. Horet er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zollner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soli auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden losen werdet, soil auch im Himmel los sein. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum es ist, das sie bitten wollen, das soli ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei Oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sundiget, vergeben? Ist's genug siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzigmal siebenmal. Darum ist das Himmelreich gleich einem Konige, der mit seinen Knechten rechnen woilte. Und als er anting zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herm desselbigen Knechts und liefi ihn los, und die Schuld erlieli er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an und wurgete ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefangnis, bis daü er bezahlete, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrubt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht! Alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uber deinen Mitknecht, wie ich mich uber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und uberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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