Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Galatians 1:11-17
Ich tue euch aber kund, liebe Bruder, daß das Evangelium, das von mir geprediget ist, nicht menschlich ist. Denn ich hab' es von keinem Menschen empfangen noch gelernet, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi. Denn ihr habt je wohl gehoret meinen Wandel weiland im Judentum, wie ich liber die Malien die Gemeinde Gottes verfolgte und verstorete sie und nahm zu im Judentum liber viele meinesgleichen in meinem Geschlecht und eiferte liber die Malien urn das vaterliche Gesetz. Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leibe hat ausgesondert und berufen durch seine Gnade, daß erseinen Sohn offenbarete in mir, daß ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden, alsobald fuhr ich zu und besprach mich nicht darüber mit Fleisch und Blut, kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus.
First Reading
Jeremiah 38
Es horeten aber Saphatja, der Sohn Mathans, und Gedalja, der Sohn Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malchias, die Rede, so Jeremia zu allem Volk redete und sprach: So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibet, der wird durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben müssen; wer aber hinausgehet zu den Chaldaern, der soil lebend bleiben und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen. Denn also spricht der HERR: Diese Stadt soil ubergeben werden dem Heer des Konigs zu Babel, und sollen sie gewinnen. Da sprachen die Fursten zum Konige: Lali doch diesen Mann toten; denn mit der Weise wendet er die Kriegsleute ab, so noch übrig sind in dieser Stadt, desgleichen das ganze Volk auch, weil er solche Worte zu ihnen sagt. Denn der Mann sucht nicht, was zum Frieden diesem Volk, sondern was zum Ungluck dienet. Der Konig Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren Handen; denn der Konig kann nichts wider euch. Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Grube Malchias, des Sohns Hamelechs, die am Vorhofe des Gefangnisses war, und liefien ihn an Seilen hinab in die Grube, da nicht Wasser, sondern Schlamm war. Und Jeremia sank in den Schlamm. Als aber Ebed-Melech, der Mohr, ein Kammerer in des Konigs Hause, horete, daß man Jeremia hatte in die Grube geworfen, und der Konig eben saß im Tor Benjamin, da ging Ebed-Melech aus des Konigs Hause und redete mit dem Konige und sprach: Mein HERR Konig, die Manner handeln ubel mit dem Propheten Jeremia, daß sie ihn haben in die Grube geworfen, da er muli Hungers sterben; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt. Da befahl der Konig Ebed-Melech, dem Mohren, und sprach: Nimm dreilüg Manner mit dir von diesen und zeuch den Propheten Jeremia aus der Grube, ehe denn er sterbe. Und Ebed-Melech nahm die Manner mit sich und ging in des Konigs Haus unter die Schatzkammer und nahm daselbst zerrissene und vertragene alte Lumpen und lieft sie an einem Seil hinab zu Jeremia in die Grube. Und Ebed-Melech, der Mohr, sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen und vertragenen alten Lumpen unterdeine Achseln urn das Seil. Und Jeremia tat also. Und siezogen Jeremia herauf aus der Grube an den Stricken. Und blieb also Jeremia im Vorhofe des Gefangnisses. Und der Konig Zedekia sandte hin und lieli den Propheten Jeremia zu sich holen unter den dritten Eingang am Hause des HERRN. Und der Konig sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; Lieber, verhalte mir nichts! Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich dir etwas, so totest du mich doch; gebe ich dir aber einen Rat, so gehorchest du mir nicht. Da schwur der Konig Zedekia dem Jeremia heimlich und sprach: So wahr der HERR lebt, der uns diese Seele gemacht hat, so will ich dich nicht toten noch den Mannern in die Hande geben, die dir nach deinem Leben stehen. Und Jeremia sprach zu Zedekia: So spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Wirst du hinausgehen zu den Fursten des Konigs zu Babel, so sollst du leben bleiben, und diese Stadt soil nicht verbrannt werden, sondern du und dein Haus sollen bei Leben bleiben. Wirst du aber nicht hinausgehen zu den Fursten des Konigs zu Babel, so wird diese Stadt den Chaldaern in die Hande gegeben, und werden sie mit Feuer verbrennen, und du wirst auch nicht ihren Handen entrinnen. Der Konig Zedekia sprach zu Jeremia: Ich besorge mich aber, daß ich den Juden, so zu den Chaldaern gefallen sind, mochte ubergeben werden, daß sie mein spotten. Jeremia sprach: Man wird dich nicht ubergeben. Lieber, gehorche doch der Stimme des HERRN, die ich dir sage, so wird dir's wohlgehen und du wirst lebend bleiben. Wirst du aber nicht hinausgehen, so ist dies das Wort, das mir der HERR gezeiget hat: Siehe, alle Weiber, die noch vorhanden sind in dem Hause des Konigs Judas, werden hinaus müssen zu den Fursten des Konigs zu Babel. Dieselbigen werden dann sagen: Ach, deine Troster haben dich uberredet und verfuhret und in Schlamm gefuhret und lassen dich nun stecken! Also werden dann alle deine Weiber und Kinder hinaus müssen zu den Chaldaern, und du selbst wirst ihren Handen nicht entgehen, sondern du wirst vom Konige zu Babel gegriffen, und diese Stadt wird mit Feuer verbrannt werden. Und Zedekia sprach zu Jeremia: Siehe zu, daß niemand diese Rede erfahre, so wirst du nicht sterben. Und ob es die Fursten erfuhren, daß ich mit dir geredet habe, und kamen zu dir und sprachen: Sage an, was hast du mit dem Konige geredet, leugne es uns nicht, so wollen wir dich nicht toten; und was hat der Konig mit dir geredet? so sprich: Ich habe den Konig gebeten, daß er mich nicht wiederum liefte in Jonathans Haus fuhren; ich mochte daselbst sterben. Da kamen alle Fursten zu Jeremia und fragten ihn; und er sagte ihnen, wie ihm der Konig befohlen hatte. Da lieften sie von ihm, weil sie nichts erfahren konnten. Und Jeremia blieb im Vorhofe des Gefangnisses bis auf den Tag, da Jerusalem gewonnen ward.
First Reading
Daniel 7:1-14
Im ersten Jahr Belsazers, des Konigs zu Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesicht auf seinem Bette; und erschrieb denselbigen Traum und verfalite ihn also: Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel stürmeten widereinander auf dem grolien Meer. Und vier groüe Tiere stiegen herauf aus dem Meer, eins je anders denn das andere. Das erste wie ein Lowe und hatte Flugel wie ein Adler. Ich sah zu, bis daß ihm die Flugel ausgerauft wurden; und es ward von der Erde genommen und es stund auf seinen Fufien wie ein Mensch, und ihm ward ein menschlich Herz gegeben. Und siehe, das andere Tier hernach war gleich einem Baren und stund auf der einen Seite und hatte in seinem Maul unter seinen Zahnen drei groüe lange Zahne. Und man sprach zu ihm: Stehe auf und frili viel Fleisch! Nach diesem sah ich, und siehe, ein ander Tier, gleich einem Parden, das hatte vier Flugel, wie ein Vogel, auf seinem Rücken; und dasselbige Tier hatte vier Kopfe, und ihm ward Gewalt gegeben. Nach diesem sah ich in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, das vierte Tier war greulich und schrecklich und sehr stark und hatte groüe eiserne Zahne, frafi urn sich und zermalmete, und das ubrige zertrat es mit seinen Fulien; es war auch viel anders denn die vorigen und hatte zehn Horner. Da ich aber die Horner schauete, siehe, da brach hervor zwischen denselbigen ein ander klein Horn, vor welchem der vordersten Horner drei ausgerissen wurden; und siehe, dasselbige Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das redete groüe Dinge. Solches sah ich, bis dafi Stuhle gesetzt wurden; und der Alte setzte sich, des Kleid war schneeweili und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und desselbigen Rader brannten mit Feuer. Und von demselbigen ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal tausend dieneten ihm, und zehntausendmal zehntausend stunden vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bucher wurden aufgetan. Ich sah zu urn der grolien Rede willen, so das Horn redete; ich sah zu, bis das Tier getotet ward und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen ward, und der andern Tiere Gewalt auch aus war; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lange ein jegliches wahren sollte. Ich sah in diesem Gesichte des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor denselbigen gebracht. Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, daß ihm alle Vdlker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergehet, und sein Konigreich hat kein Ende.
Morning Prayer — First Lesson
1 Kings 18
Und uber eine lange Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr, und sprach: Gehe hin und zeige dich Ahab, daß ich regnen lasse auf Erden. Und Elia ging hin, daß er sich Ahab zeigete. Es war aber eine grolie Teurung zu Samaria. Und Ahab rief Obadja, seinem Hof meister. (Obadja aber furchtete den HERRN sehr. Denn da Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie in der Hohle, hie funfzig und da funfzig, und versorgete sie mit Brot und Wasser.) So sprach nun Ahab zu Obadja: Zeuch durchs Land zu alien Wasserbrunnen und Bachen, ob wir mochten Heu finden und die Rosse und Mauler erhalten, daß nicht das Vieh alies umkomme. Und sie teilten sich ins Land, daß sie es durchzogen. Ahab zog allein auf einem Weg und Obadja auch allein den andern Weg. Da nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia; und da er ihn kannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du nicht mein Herr Elia? Er sprach: Ja; gehe hin, sage deinem Herm: Siehe, Elia isthie. Er aber sprach: Was habe ich gesundiget, dad du deinen Knecht willst in die Hande Ahabs geben, dad er mich tote? So wahr der HERR, dein Gott, lebet, es ist kein Volk noch Konigreich, dahin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und wenn sie sprachen: Er ist nicht hie, nahm ereinen Eid von dem Konigreich und Volk, dad man dich nicht funden hatte. Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herm: Siehe, Elia isthie! Wenn ich nun hinginge von dir, so wurde dich der Geistdes HERRN wegnehmen, weid nicht wohin; und ich dann kame und sagte es Ahab an und fande dich nicht, so erwurgete er mich. Aber dein Knecht furchtet den HERRN von seiner Jugend auf. Ist's meinem Herm nicht angesagt, was ich getan habe, da Isebel die Propheten des HERRN erwurgete, dad ich der Propheten des HERRN hundert versteckte, hie funfzig und da fünfzig in der Hbhle, und versorgete sie mit Brot und Wasser? Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herm: Elia ist hie; dad er mich erwurge! Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebet, vor dem ich stehe, ich will mich ihm heute zeigen. Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging hin Elia entgegen. Und da Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du, der Israel verwirret? Er aber sprach: Ich verwirre Israel nicht, sondern du und deines Vaters Haus, damit dad ihr des HERRN Gebote verlassen habt und wandelt Baalim nach. Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Karmel und die vierhundertundfunfzig Propheten Baals, auch die vierhundert Propheten des Hains, die vom Tisch Isebels essen. Also sandte Ahab hinunter alle Kinder Israel und versammelte die Propheten auf den Berg Karmel. Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm nichts. Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein uberblieben ein Prophet des HERRN, aber der Propheten Baals sind vierhundertundfunfzig Mann. So gebet uns nun zween Farren und lasset sie erwahlen einen Farren und ihn zerstucken und aufs Holz legen und kein Feuer dran legen, so will ich den andern Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer dran legen. So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht. Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwahlet ihr einen Farren und machet am ersten, denn euer ist viel; und rufet eures Gottes Namen an und legetkein Feuer dran. Und sie nahmen den Farren, den er ihnen gab, und richteten zu und riefen an den Namen Baals von Morgen an bis an den Mittag und sprachen: Baal, erhore uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten urn den Altar, den sie gemacht hatten. Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Rufet laut; denn er ist ein Gott, er dichtet, Oder hat zu schaffen, Oder ist uber Feld, Oder schlaft vielleicht, dad er aufwache. Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis dafi ihr Blut hernach ging. Da aber der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis daß man das Speisopfer tun sollte; und war da keine Stimme, noch Antwort, noch Aufmerken. Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk, zu mir! Und da alles Volk zu ihm trat, heilete er den Altar des HERRN, der zerbrochen war. Und nahm zwolf Steine nach der Zahl der Stamme der Kinder Jakobs (zu welchem das Wort des HERRN redete und sprach: Du sollst Israel heiden). Und bauete von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte urn den Altar her eine Grube, zwei Kornmad weit. Und richtete das Holz zu und zerstuckte den Farren und legte ihn aufs Holz. Und sprach: Holet vier Kad Wasser voll und giedet es auf das Brandopfer und auf das Holz. Und sprach: Tut es noch einmal. Und sie taten es noch einmal. Und er sprach: Tut es zum drittenmal. Und sie taten es zum drittenmal. Und das Wasser lief urn den Altar her, und die Grube ward auch voll Wassers. Und da die Zeit war, Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lad heute kund werden, dad du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dad ich solches alles nach deinem Wort getan habe. Erhore mich, HERR, erhore mich, dad dies Volk wisse, dad du, HERR, Gott bist, dad du ihr Herz danach bekehrest. Da fiel das Feuer des HERRN herab und frad Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube. Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott! Elia aber sprach zu ihnen: Greifet die Propheten Baals, dad ihrer keinerentrinne! Und sie griffen sie. Und Elia fuhrete sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst. Und Elia sprach zu Ahab: Zeuch hinauf, ift und trink; denn es rauschet, als wollte es sehr regnen. Und da Ahab hinaufzog zu essen und zu trinken, ging Elia auf des Karmels Spitze und bückte sich zur Erde und tat sein Haupt zwischen seine Kniee. Und sprach zu seinem Knaben: Gehe hinauf und schaue zum Meer zu! Er ging hinauf und schauete und sprach: Es ist nichts da. Er sprach: Gehe wieder hin siebenmal! Und im siebentenmal sprach er: Siehe, es gehet eine kieine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Er sprach: Gehe hinauf und sage Ahab: Spanne an und fahre hinab, daß dich der Regen nicht ergreife. Und ehe man zusah, ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und kam ein grower Regen. Ahab aber fuhr und zog gen Jesreel. Und die Hand des HERRN kam uber Elia; und ergurtete seine Lenden und lief vor Ahab hin, bis er kam gen Jesreel.
Epistle
2 Corinthians 3:4-9
Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht daß wir tuchtig sind von uns selber, etwas zu denken als von uns selber, sondern daß wir tuchtig sind, ist von Gott, welcher auch uns tuchtig gemacht hat, das Amt zu führen des Neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe totet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben totet und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mose's urn der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch aufhoret, wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammnis prediget, Klarheit hat, viel mehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, uberschwengliche Klarheit.
First Reading
Job 4
Da antwortete Eliphas von Theman und sprach: Du hast's vielleicht nicht gerne, so man versucht, mit dir zu reden; aber wer kann sich's enthalten? Siehe, du hast viele unterweiset und lasse Hande gestarkt; deine Rede hat die Gefallenen aufgerichtet, und die bebenden Kniee hast du bekraftiget. Nun es aber an dich kommt, wirst du weich; und nun es dich trifft, erschrickst du. Ist das deine (Gottes-)Furcht, dein Trost, deine Hoffnung und deine Frommigkeit? Lieber, gedenke, wo ist ein Unschuldiger umkommen, Oder wo sind die Gerechten je vertilget? Wie ich wohl gesehen habe, die da Muhe pflugten und Unglück saeten und ernten sie auch ein, daß sie durch den Odem Gottes sind umkommen und vom Geist seines Zorns vertilget. Das Brullen der Lowen und die Stimme der großen Lowen und die Zahne der jungen Lowen sind zerbrochen. Der Lowe ist umkommen, daß er nicht mehr raubet, und die Jungen der Lowin sind zerstreuet. Und zu mir ist kommen ein heimlich Wort, und mein Ohr hat ein Wortlein aus demselben empfangen. Da ich Gesichte betrachtete in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fallt, da kam mich Furcht und Zittern an, und alle meine Gebeine erschraken. Und da der Geist vor mir uberging, stunden mir die Haare zu Berge an meinem Leibe. Da stund ein Bild vor meinen Augen, und ich kannte seine Gestalt nicht; es war stille, und ich horete eine Stimme: Wie mag ein Mensch gerechter sein denn Gott, Oder ein Mann reiner sein, denn der ihn gemacht hat? Siehe, unter seinen Knechten ist keiner ohne Tadel, und in seinen Boten findet er Torheit. Wie viel mehr, die in den leimenen Hausern wohnen und welche auf Erden gegrundet sind, werden von den Wurmern gefressen werden. Es wahret von Morgen bis an den Abend, so werden sie ausgehauen; und ehe sie es gewahr werden, sind sie gar dahin; und ihre Ubrigen vergehen und sterben auch unversehens.
Morning Prayer — Second Lesson
Acts 14
Es geschah aber zu Ikonien, daß sie zusammenkamen und predigten in der Juden Schule, also daß eine grofte Menge der Juden und der Griechen glaubig ward. Die unglaubigen Juden aber erweckten und entrüsteten die Seelen der Heiden wider die Brüder. So hatten sie nun ihr Wesen daselbst eine lange Zeit und lehreten frei im Herm, welcher bezeugete das Wort seiner Gnade und lieft Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hande. Die Menge aber der Stadt spaltete sich; etliche hielten's mit den Juden und etliche mit den Aposteln. Da sich aber ein Sturm erhub der Heiden und der Juden und ihrer Obersten, sie zu schmahen und zu steinigen, wurden sie des inne und entflohen in die Stadte des Landes Lykaonien, gen Lystra und Derbe und in die Gegend umher und predigten daselbst das Evangelium. Und eswarein Mann zu Lystra, der muftte sitzen; denn er hatte bose Füfte und war lahm von Mutterleibe, der noch nie gewandelt hatte. Der horete Paulus reden. Und als er ihn ansah und merkte, daß er glaubte, ihm mochte geholfen werden, sprach er mit lauter Stimme: Stehe aufrichtig aufdeine Fufte! Und er sprang auf und wandelte. Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, huben sie ihre Stimme auf und sprachen auf lykaonisch: Die Gottersind den Menschen gleich worden und zu uns herniederkommen. Und nenneten Barnabas Jupiter und Paulus Mercurius, dieweil er das Wort fuhrete. Der Priester aber Jupiters, der vor ihrer Stadt war, brachte Ochsen und Kranze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk. Da das die Apostel, Barnabas und Paulus, horeten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk, schrieen und sprachen: Ihr Manner, was machetihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen gleichwie ihr und predigen euch das Evangelium, daß ihreuch bekehren sollt von diesen falschen zu dem lebendigen Gott, welcher gemacht hat Himmel und Erde und das Meer und alles, was drinnen ist; der in vergangenen Zeiten hat lassen alle FHeiden wandeln ihre eigenen Wege. Und zwar hat er sich selbst nicht unbezeuget gelassen, hat uns viel Gutes getan und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsere Herzen erfullet mit Speise und Freude. Und da sie das sagten, stilleten sie kaum das Volk, daß sie ihnen nicht opferten. Es kamen aber dahin Juden von Antiochien und Ikonien und uberredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, meineten, erware gestorben. Da ihn aber die Junger umringeten, stund er auf und ging in die Stadt. Und auf den andern Tag ging er aus mit Barnabas gen Derbe. Und predigten derselbigen Stadt das Evangelium und unterweiseten ihrer viel und zogen wieder gen Lystra und Ikonien und Antiochien, starketen die Seelen der Junger und ermahneten sie, daß sie im Glauben blieben, und daß wir durch viel Trubsal mussen in das Reich Gottes gehen. Und sie ordneten ihnen hin und her Alteste in den Gemeinden, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie glaubig worden waren. Und zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien. Und redeten das Wort zu Perge und zogen hinab gen Attalien. Und von dannen schifften sie gen Antiochien, von dannen sie verordnet waren durch die Gnade Gottes zu dem Werk, das sie hatten ausgerichtet. Da sie aber hinkamen, versammelten sie die Gemeinde und verkundigten, wie viel Gott mit ihnen getan hatte, und wie er den Heiden hatte die Tur des Glaubens aufgetan. Sie hatten aber ihr Wesen allda nicht eine kleine Zeit bei den Jungern.
Responsorial Psalm
Psalm 62
Ein Psalm Davids fur Jeduthun, vorzusingen. Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, daß mich kein Fall sturzen wird, wie graft er ist. Wie lange stellet ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwurget, als eine hangende Wand und zerrissene Mauer? Sie denken nur, wie sie ihn dampfen, fleiftigen sich der Luge, geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. Sela. Aber meine Seele harret nur auf Gott; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Starke; meine Zuversicht ist auf Gott. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schuttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuversicht. Sela. Aber Menschen sind doch ja nichts, grofte Leute fehlen auch; sie wagen weniger denn nichts, soviel ihrer ist. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu solchem, das nichts ist. Fallt euch Reichtum zu, so hanget das Herz nicht dran. Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehoret, daß Gott allein machtig ist. Und du, HERR, bistgnadig und bezahlest einem jeglichen, wie er's verdienet.
Gospel
Luke 10:23-37
Und erwandte sich zu seinen Jungern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Konige wollten sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen; und horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muft ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von alien Kraften und von ganzem Gemüt und deinen Nachsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nachster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, derging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Morder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und lieften ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ohngefahr, daß ein Priester dieselbige Strafte hinabzog; und da er ihn sah, ging er voruber. Desselbigengleichen auch ein Levit: da er kam zu der Statte und sah ihn, ging er voruber. Ein Samariter aber reisete und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goft drein Ol und Wein und hub ihn auf sein Tier und fuhrete ihn in die Herberge und pflegete sein. Des andern Tages reisete er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirt und sprach zu ihm; Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dunket dich, der unter diesen dreien der Nachste, sei gewesen dem, der unter die Morder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!
Responsorial Psalm
Psalm 68
Ein Psalmlied Davids, vorzusingen. Es stehe Gott auf, daü seine Feinde zerstreuet werden, und die ihn hassen, vor ihm fliehen. Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt vom Feuer, so müssen umkommen die Gottlosen vor Gott. Die Gerechten aber müssen sich freuen und frohlich sein vor Gott und von Herzen sich freuen. Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der da sanft herfahrt! Er heifit HERR; und freuet euch vor ihm, der ein Vater ist der Waisen und ein Richter der Witwen. Er ist Gott in seiner heiligen Wohnung, ein Gott, der den Einsamen das Haus voll Kinder gibt, der die Gefangenen ausfuhret zu rechter Zeit und lalit die Abtrunnigen bleiben in der Durre. Gott, da du vor deinem Volk herzogest, da du einhergingest in der Wuste, Sela, da bebete die Erde, und die Himmel troffen vor diesem Gott in Sinai, vor dem Gott, der Israels Gott ist. Nun aber gibst du, Gott, einen gnadigen Regen, und dein Erbe, das durre ist, erquickestdu, daß deine Tiere drinnen wohnen konnen. Gott, du labest die Elenden mit deinen Gutern. Der HERR gibt das Wort mit grolien Scharen Evangelisten. Die Konige der Heerscharen sind untereinander Freunde, und die Hausehre teilet den Raub aus. Wenn ihr zu Felde lieget, so glanzet es als der Tauben Flügel, die wie Silber und Gold schimmern. Wenn der Allmachtige hin und wieder unter ihnen Konige setzet, so wird es helle, wo es dunkel ist. Der Berg Gottes ist ein fruchtbarer Berg, ein groß und fruchtbar Gebirge. Was hüpfet ihr grotien Gebirge? Gott hat Lust, auf diesem Berge zu wohnen, und der HERR bleibt auch immer daselbst. Der Wagen Gottes ist viel tausendmal tausend; der HERR ist unter ihnen im heiligen Sinai. Du bist in die Hohe gefahren und hast das Gefangnis gefangen; du hast Gaben empfangen fur die Menschen, auch die Abtrunnigen, daß Gott der HERR dennoch daselbst bleiben wird. Gelobet sei der HERR taglich! Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN Herrn, dervom Tode errettet. Aber Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmeiften samt ihrem Haarschadel, die da fortfahren in ihrer Sünde. Doch spricht der HERR: Ich will unter den Fetten etliche holen; aus der Tiefe des Meers will ich etliche holen. Darum wird dein Fuft in der Feinde Blut gefarbet werden, und deine Hunde werden es lecken. Man siehet, Gott, wie du einherzeuchst, wie du, mein Gott und Konig, einherzeuchst im Heiligtum. Die Sanger gehen vorher, danach die Spielleute unter den Magden, die da pauken. Lobet Gott den HERRN in den Versammlungen fur den Brunn Israels. Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin, die Fursten Judas mit ihren Haufen, die Fursten Sebulons, die Fursten Naphthalis. Dein Gott hat dein Reich aufgerichtet. Dasselbe wollest du, Gott, uns starken; denn es ist dein Werk. Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die Konige Geschenke zuführen. Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren Kalbern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die Volker, die da gerne kriegen. Die Fursten aus Agypten werden kommen, Mohrenland wird seine Hande ausstrecken zu Gott. Ihr Konigreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem HERRN, Sela, dem, der da fahrt im Himmel allenthalben von Anbeginn. Siehe, erwird seinem Donner Kraft geben. Gebt Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist in Israel und seine Macht in den Wolken. Gott istwundersam in seinem Heiligtum. Er ist Gott Israels; er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott!
Responsorial Psalm
Psalm 78
Eine Unterweisung Assaphs. Hore, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes! Ich will meinen Mund auftun zu Spruchen und alte Geschichte aussprechen, die wir gehoret haben und wissen und unsere Vater uns erzahlet haben, daß wir's nicht verhalten sollen ihren Kindern, die hernach kommen, und verkundigen den Ruhm des HERRN und seine Macht und Wunder, die er qetan hat. Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das er unsern Vatern gebot, zu lehren ihre Kinder, auf daß die Nachkommen lerneten und die Kinder, die noch sollten geboren werden, wenn sie aufkamen, daß sie es auch ihren Kindern verkundigten, daß sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergalien der Taten Gottes und seine Gebote hielten, und nicht wurden wie ihre Vater, eine abtrunnige und ungehorsame Art, welchen ihr Herz nicht test war, und ihr Geist nicht treulich hielt an Gott; wie die Kinder Ephraim, so geharnischt den Bogen führeten, abfielen zur Zeit des Streits. Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln, und vergalien seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeiget hatte. Vor ihren Vatern tat er Wunder in Agyptenland, im Felde Zoan. Er zerteilete das Meer und lieli sie durchhin gehen; und stellete das Wasser wie eine Mauer. Er leitete sie des Tages miteiner Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer. Er rili die Felsen in der Wuste und trankete sie mit Wasser die Fulle; und lieli Bache aus dem Felsen flielien, daß sie hinabflossen wie Wasserstrome. Noch sündigten sie weiter wider ihn und erzurneten den hochsten in der Wuste; und versuchten Gott in ihrem Herzen, daß sie Speise forderten fur ihre Seelen; und redeten wider Gott und sprachen: Ja, Gott sollte wohl konnen einen Tisch bereiten in der Wuste! Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, daß Wasser flossen und Bache sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen? Da nun das der HERR horete, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob und Zorn kam uber Israel, daß sie nicht glaubeten an Gott und hoffeten nicht auf seine Hilfe. Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels; und lieli das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelbrot. Sie alien Enqelbrot; ersandte ihnen Speise die Fulle. Er lieli weben den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Starke den Sudwind. Und lieli Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vogel wie Sand am Meer; und lieli sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da siewohneten. Da alien sie und wurden allzu satt; er lieli sie ihre Lust bulien. Da sie nun ihre Lust gebuliet hatten und sie noch davon alien, da kam der Zorn Gottes uber sie und erwürgete die Vornehmsten unter ihnen und schlug danieder die Besten in Israel. Aber fiber das alles sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder. Darum lieli er sie dahinsterben, daß sie nichts erlangeten, und muliten ihr Leben lang geplaget sein. Wenn er sie erwürgete, suchten sie ihn und kehreten sich fruhe zu Gott und gedachten, daß Gott ihr Hort ist und Gott der Hochste ihr Erloser ist, und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge. Aber ihr Herz war nicht test an ihm und hielten nicht treulich an seinem Bunde. Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht; und wendete oft seinen Zorn ab und liefi nicht seinen ganzen Zorn gehen. Denn ergedachte, dafi sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfahret und nicht wiederkommt. Sie erzurneten ihn gar oft in der Wuste und entrusteten ihn in der Einode. Sie versuchten Gott immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel. Sie dachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlosete von den Feinden, wie er denn seine Zeichen in Agypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan, da er ihr Wasser in Blut wandelte, daß sie ihre Bache nicht trinken konnten; da er Ungeziefer unter sie schickte, die sie fraßen, und Kroten, die sie verderbeten, und gab ihr Gewachs den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken; da er ihre Weinstocke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbaume mit Schlotien; da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Strahlen; da er bose Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und lieti sie toben und wuten und Leid tun; da er seinen Zorn lieti fortgehen und ihre Seelen vor dem Tode nicht verschonete und lieli ihr Vieh an der Pestilenz sterben; da er alle Erstgeburt in Agypten schlug, die ersten Erben in den Hütten Hams. Und lieli sein Volk ausziehen wie Schafe und fuhrete sie wie eine Herde in der Wuste. Und er leitete sie sicher, dafi sie sich nicht furchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer. Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben hat. Und vor ihnen her die Volker und liefi ihnen das Erbe austeilen und lieli in jener Hutten die Stamme Israels wohnen. Aber sie versuchten und erzurneten Gott, den Hochsten, und hielten seine Zeugnisse nicht; und fielen zurück und verachteten alles, wie ihre Vater, und hielten nicht, gleichwie ein loser Bogen; und erzurneten ihn mit ihren Hohen und reizeten ihn mit ihren Gotzen. Und da das Gott horete, entbrannte er und verwarf Israel sehr, daß er Seine Wohnung zu Silo ließ fahren, die Hutte, da er unter Menschen wohnete; und gab ihre Macht ins Gefangnis und ihre Herrlichkeit in die Hand des Feindes; und ubergab sein Volk ins Schwert und entbrannte uber sein Erbe. Ihre junge Mannschaft fra IS das Feuer, und ihre Jungfrauen muliten ungefreiet bleiben. Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten. Und der HERR erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vom Wein kommt, und schlug seine Feinde von hinten und hangete ihnen eine ewige Schande an. Und verwarf die Hutte Josephs und erwahlte nicht den Stamm Ephraim, sondern erwahlete den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte. Und bauete sein Heiligtum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen soil. Und erwahlete seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafstallen; von den saugenden Schafen holte er ihn, daß er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel. Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem Fleiß.
Responsorial Psalm
Psalm 77
Ein Psalm Assaphs fur Jeduthun, vorzusingen. Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er erhoret mich. In der Zeit meiner Not suche ich den HERRN; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lafit nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trosten lassen. Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in Angsten ist; so rede ich. Sela. Meine Augen haltstdu, daß sie wachen; ich bin so ohnmachtig, daß ich nicht reden kann. Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre. Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; mein Geist muli forschen. Wird denn der HERR ewiglich verstolien und keine Gnade mehr erzeigen? Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Gute? und hat die Verheitiung ein Ende? Hat denn Gott vergessen, gnadig zu sein, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Sela. Aber doch sprach ich: Ich muli das leiden; die rechte Hand des Hochsten kann alles andern. Darum gedenk ich an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine vorigen Wunder und rede von alien deinen Werken und sage von deinem Tun. Gott dein Weg istheilig. Wo ist so ein machtiger Gott, als du, Gott, hist? Du hist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht beweiset unter den Volkern. Du hast dein Volk erloset gewaltiglich, die Kinder Jakobs und Josephs. Sela. Die Wasser sahen dich, Gott; die Wasser sahen dich und angsteten sich, und die Tiefen tobeten. Die dicken Wolken gossen Wasser; die Wolken donnerten, und die Strahlen führen daher. Es donnerte im Himmel; deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das Erdreich regte sich und bebete davon. Dein Weg war im Meer und dein Pfad in grofien Wassern, und man spurete doch deinen Fufi nicht. Du fuhretest dein Volk wie eine Herde Schafe durch Mose und Aaron.
Evening Prayer — First Lesson
1 Kings 19
Und Ahab sagte Isebel an alles was Elia getan hatte, und wie er hatte alle Propheten Baals mit dem Schwert erwurget. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und lieft ihm sagen: Die Gotter tun mirdies und das, wo ich nicht morgen urn diese Zeit deiner Seele tue wie dieser Seelen einer! Da er das sah, machte er sich auf und ging, wo er hin wollte, und kam gen Berseba in Juda und lieft seinen Knaben daselbst. Er aber ging hin in die Wuste eine Tagreise; und kam hinein und setzte sich unter einen Wacholder und bat, da(S seine Seele stürbe, und sprach: Es ist genug; nimm nun, HERR, meine Seele! Ich bin nicht besser denn meine Vater. Und legte sich und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, der Engel ruhrete ihn und sprach zu ihm: Stehe auf und ift! Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Haupten lag ein gerostet Brot und eine Kanne mit Wasser. Und da ergegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des HERRN kam zum andernmal wieder und ruhrete ihn und sprach: Stehe auf und ift; denn du hast einen groften Weg vor dir. Und er stund auf und aft und trank; und ging durch Kraft derselben Speise vierzig Tage und vierzig Nachte bis an den Berg Gottes Horeb. Und kam daselbst in eine Hohle und blieb daselbst über Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm und sprach zu ihm: Was machst du hie, Elia? Er sprach: Ich habe geeifert um den HERRN, den Gott Zebaoth; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen und deine Altare zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert erwurget; und ich bin allein uberblieben, und sie stehen danach, dafi sie mir mein Leben nehmen. Er sprach: Gehe heraus und trittaufden Berg vor den HERRN. Und siehe, der HERR ging voruber, und ein grofter, starker Wind, der die Berge zerrifi und die Felsen zerbrach, vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein still sanftes Sausen. Da das Elia horete, verhullete ersein Antlitz mit seinem Mantel und ging heraus und trat in die Tur der Hohle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hie zu tun, Elia? Er sprach: Ich habe um den HERRN, den Gott Zebaoth, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altare zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert erwurget; und ich bin allein uberblieben, und sie stehen danach, dafi sie mir das Leben nehmen. Aber der HERR sprach zu ihm: Gehe wiederum deines Weges durch die Wuste gen Damaskus; und geh hinein und salbe Hasael zum Konige uber Syrien und Jehu, den Sohn Nimsis, zum Konige fiber Israel und Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mehola, zum Propheten an deiner Statt. Und soil geschehen, dafi, wer dem Schwert Hasaels entrinnet, den soli Jehu toten, und wer dem Schwert Jehus entrinnet den soli Elisa toten. Und ich will lassen überbleiben siebentausend in Israel, namlich alle Kniee, die sich nicht gebeuget haben vor Baal, und alien Mund, der ihn nicht geküsset hat. Und er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats, daß er pflugete mit zwolf Jochen vor sich hin; und er war selbst unter den Zwolfen. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel auf ihn. Er aber lieft die Rinder und lief Elia nach und sprach: Laft mich meinen Vater und meine Mutter küssen, so will ich dir nachfolgen. Er sprach zu ihm: Gehe hin und komm wieder; denn ich habe etwas mit dirzu tun. Und er lief wieder von ihm und nahm ein Joch Rinder und opferte es; und kochte das Fleisch mit dem Holzwerk an den Rindern und gab's dem Volk, daß sie alien. Und machte sich auf und folgte Elia nach und dienete ihm.
Second Reading
I Corinthians 16
Von der Steuer aber, die den Heiligen geschieht, wie ich den Gemeinden in Galatien geordnet habe, also tut auch ihr. Auf je der Sabbate einen lege bei sich selbst ein jeglicher unter euch und sammle, was ihn gut dunkt, auf daß nicht, wenn ich komme, dann allererst die Steuer zu sammeln sei. Wenn ich aber darkommen bin, welche ihr durch Briefe dafür ansehet, die will ich senden, daß sie hinbringen eure Wohltat gen Jerusalem. So es aber wert ist, daß ich auch hinreise, sollen sie mit mir reisen. Ich will aber zu euch kommen, wenn ich durch Mazedonien ziehe; denn durch Mazedonien werde ich ziehen. Bei euch aber werde ich vielleicht bleiben Oder auch wintern, auf daß ihr mich geleitet, wo ich hinziehen werde. Ich will euch jetzt nicht sehen im Voruberziehen; denn ich hoffe, ich wolle etliche Zeit bei euch bleiben, so es der Herr zulaßt. Ich werde aberzu Ephesus bleiben bis Pfingsten. Denn mir ist eine große Tur aufgetan, die viele Frucht wirket, und sind viel Widerwartige da. So Timotheus kommt, so sehet zu, daß erohne Furcht bei euch sei; denn er treibet auch das Werk des Herm wie ich. Daß ihn nun nichtjemand verachte! Geleitet ihn aber im Frieden, daß er zu mir komme; denn ich warte sein mit den Brudern. Von Apollos, dem Bruder, aberwisset, da(S ich ihn sehrviel ermahnet habe, daß erzu euch kame mit den Brudern, und eswarallerdinge sein Wille nicht, daß er jetzt kame; er wird aber kommen, wenn es ihm gelegen sein wird. Wachet, stehet im Glauben, seid mannlich und seid stark! Alle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, ihr kennet das Haus Stephanas, daß sie sind die Erstlinge in Achaja und haben sich selbst verordnet zum Dienstden Heiligen, auf daß auch ihr solchen untertan seietund alien, die mitwirken und arbeiten. Ich freue mich uber die Zukunft Stephanas und Fortunatus und Achaicus; denn wo ich euer Mangel hatte, das haben sie erstattet. Sie haben erquicket meinen und euren Geist. Erkennet, die solche sind! Esgrußen euch die Gemeinden in Asien. Es grüßen euch sehr in dem Herm Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Hause. Es grußen euch alle Bruder. Grußet euch untereinander mit dem heiligen Kuß. Ich, Paulus, gruße euch mit meiner Hand. So jemand den Herm Jesum Christum nicht liebhat, der sei Anathema, Maharam Motha. Die Gnade des Herrn Jesu Christi sei mit euch! Meine Liebe sei mit euch alien in Christo Jesu! Amen. Der zweite Brief des Paulus an die Korinther
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Titus 2
Du aber rede, wie sich's ziemet nach der heüsamen Lehre: den Alten, daß sie nuchtern seien, ehrbar, zuchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; den alten Weibern desselbigengleichen, daß sie sich stellen, wie den Heiligen ziemet, nicht Lasterinnen seien, nicht Weinsauferinnen, gute Lehrerinnen, daß sie die jungen Weiber lehren zuchtig sein, ihre Manner lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, hauslich, gutig, ihren Mannern untertan, auf daß nicht das Wort Gottes verlastert werde. Desselbigengleichen die jungen Manner ermahne, daß sie zuchtig seien. Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke mit unverfalschter Lehre, mit Ehrbarkeit, mit heilsamem und untadeligem Wort, auf daß der Widerwartige sich schame und nichts habe, daß er von uns moge Boses sagen. Den Knechten daß sie ihren Herren untertanig seien, in alien Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf daß sie die Lehre Gottes, unsers Heilandes, zieren in alien Stricken. Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes alien Menschen und zuchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungottliche Wesen und die weltlichen Luste und zuchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des groften Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst fur uns gegeben bat, auf daß er uns erlosete von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleiftig ware zu guten Werken. Solches rede und ermahne und strafe mit ganzem Ernst. Laft dich niemand verachten!
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Acts 9:20-31
Und alsbald predigte er Christum in den Schulen, daß derselbige Gottes Sohn sei. Sie entsetzten sich aber alle, die es horeten, und sprachen: 1st das nicht, der zu Jerusalem verstorete alle, die diesen Namen anrufen, und darum herkommen, daü er sie gebunden führe zu den Hohenpriestern? Saulus aber ward immer kraftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohneten, und bewahrete es, daß dieser ist der Christus. Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, daß sie ihn toteten. Aber es ward Saulus kundgetan, dafi sie ihm nachstelleten. Sie huteten aber Tag und Nacht an den Toren, daß sie ihn toteten. Da nahmen ihn die Junger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer und liefien ihn in einem Korbe hinab. Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jungern zu tun; und sie furchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dafi er ein Junger ware. Barnabas aber nahm ihn zu sich und fuhrete ihn zu den Aposteln und erzahlete ihnen, wie er auf der Strafte den Herm gesehen, und er mit ihm geredet, und wie er zu Damaskus den Namen Jesu frei geprediget hatte. Und erwar bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte den Namen des Herrn Jesu frei. Er redete auch und befragte sich mit den Griechen; aber sie stelleten ihm nach, daß sie ihn toteten. Da das die Bruder erfuhren, geleiteten sie ihn gen Casarea und schickten ihn gen Tarsus. So hatte nun die Gemeinde Frieden durch ganz Judaa und Galilaa und Samarien und bauete sich und wandelte in der Furcht des Flerrn und ward erfullet mit Trost des FHeiligen Geistes.
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2 Timothy 1:15-18
Das weilit du, daß sich gewendet haben von mir aüe, die in Asien sind, unter welchen ist Phygellus und Hermogenes. Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause Onesiphorus; denn er hat mich oft erquicket und hat sich meiner Ketten nicht geschamet, sondern da er zu Rom war, suchte er mich aufs fleißigste und fand mich. Der Herr gebe ihm, daß erfinde Barmherzigkeit bei dem Herrn an jenem T age! Und wieviel er mir zu Ephesus gedienet hat, weifit du am besten.
Gospel
Mark 1
Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wie geschrieben stehet in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir! Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Steige richtig! Johannes, der war in der Wüste, taufte und predigte von der Taufe der Bufte zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze judische Land und die von Jerusalem und lieften sich alle von ihm tauten im Jordan und bekannten ihre Sünden. Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und miteinem ledernen Gürtel um seine Lenden und aft Heuschrecken und wilden Honig. Und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist starker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, daß ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe auflose. Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist tauten. Und es begab sich zu derselbigen Zeit, daß Jesus aus Galilaa von Nazareth kam und lieft sich tauten von Johannes im Jordan. Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, daß sich der Himmel auftat, und den Geist gleichwie eine Taube herab kommen auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und bald trieb ihn der Geist in die Wüste. Und war allda in der Wüste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dieneten ihm. Nachdem aber Johannes überantwortet ward, kam Jesus nach Galilaa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeikommen. Tut Bufte und glaubt an das Evangelium! Da er aber an dem Galilaischen Meerging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. Alsbald verlieften sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da ervon dannen ein wenig furbaft ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die Netze im Schiff flickten; und bald rief er sie. Und sie lieften ihren Vater Zebedaus im Schiff mit den Tagelohnern und folgeten ihm nach. Und siegingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die Schule und lehrete. Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrete gewaltiglich und nicht wie die Schriftgelehrten. Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weift, wer du bist, der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unsaubere Geist rift ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm. Und sie entsetzten sich alle, also daß sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das fur eine neue Lehre? Er gebeut mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm. Und sein Gerucht erscholl bald umher in die Grenze Galilaas. Und sie gingen bald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. Und die Schwieger Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr. Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verlieft sie bald, und sie dienete ihnen. Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tur. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und lieft die Teufel nicht reden; denn sie kannten ihn. Und des Morgens vor Tag stund er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine wüste Statte und betete daselbst. Und Petrus mitdenen, die bei ihm waren, eileten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann suchet dich. Und er sprach zu ihnen: Laftt uns in die nachsten Stadte gehen, daß ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich kommen. Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galilaa und trieb die Teufel aus. Und es kam zu ihm ein Aussatziger, der bat ihn, knieete vor ihm und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen. Und es jammerte Jesum und reckte die Hand aus, ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward rein. Und Jesus bedrauete ihn und trieb ihn alsbald von sich und sprach zu ihm: Siehe zu, daß du niemand nichts sagest, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fur deine Reinigung, was Mose geboten hat, zum Zeugnis uber sie. Er aber, da er hinauskam, hub er an und sagte viel davon und machte die Geschichte ruchbar, also daß er hinfort nicht mehr konnte offentlich in die Stadt gehen, sondern er war draußen in den wusten Ortern. Und sie kamen zu ihm von alien Enden.
Evening Prayer — Second Lesson
1 Peter 1
Petrus, ein Apostel Jesu Christi: Den erwahlten Fremdlingen hin und her in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, nach der Versehung Gottes des Vaters, durch die Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung des Blutes Jesu Christi. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner groften Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einem unverganglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit, welche zubereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit (wo es sein soil) traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel kostlicher erfunden werde denn das vergangliche Gold, das durchs Feuer bewahret wird, zu Lobe, Preis und Ehren, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet; so werdet ihr euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, und das Ende eures Glaubens davonbringen, namlich der Seelen Seligkeit. Nach welcher Seligkeit haben gesucht und geforschet die Propheten, die von der zukunftigen Gnade auf euch geweissaget haben, und haben geforschet, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war, und zuvor bezeuget hat die Leiden, die in Christo sind, und die Herrlichkeit danach, welchen es offenbaret ist. Denn sie haben's nicht sich selbst, sondern uns dargetan, welches euch nun verkundiget ist durch die, so euch das Evangelium verkundiget haben, durch den Heiligen Geist vom Himmel gesandt, welches auch die Engel gelustet zu schauen. Darum so begurtet die Lenden eures Gemutes, seid nuchtern und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, als gehorsame Kinder; und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr in Unwissenheit nach den Lusten lebetet, sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel. Denn es stehet geschrieben: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig. Und sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so fuhret euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht; und wisset, dafi ihr nicht mit verganglichem Silber Oder Gold erloset seid von eurem eitlen Wandel nach vaterlicher Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor versehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben mochtet. Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefarbter Bruderliebe und habt euch untereinander brunstig lieb aus reinem Herzen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus verganglichem, sondern aus unverganglichem Samen, namlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibet. Denn alles Fleisch ist wie Gras und aile Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret, und die Blume abgefailen; aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. Das ist das Wort, welches unter euch verkundiget ist.
Gospel
John 19:17-30
Und ertrug sein Kreuz und ging hinaus zur Statte die da heilit Schadelstatte, welche heilit auf ebraisch Golgatha. Allda kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesum aber mitten inne. Pilatus aber schrieb eine Uberschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden Konig. Diese Uberschrift lasen viel Juden; denn die Statte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebraische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden Konig; sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden Konig. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das hab' ich geschrieben. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenahet, von oben an gewirket durch und durch. Da sprachen sie untereinander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soil (auf daß erfullet würde die Schrift, die da, sagt: Sie haben meine Kleider untersich geteilet und haben fiber meinen Rock das Los geworfen). Solches taten die Kriegsknechte. Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebhatte spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wuftte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfullet würde, spricht er: Mich dürstet! Da stund ein Gefaft voll Essigs. Sie aber fülleten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm darzum Munde. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und neigete das Haupt und verschied.
Gospel
Matthew 16:24-28
Da sprach Jesus zu seinen Jungern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewonne und nahme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder lose? Denn es wird je geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird ereinem jeglichen vergelten nach seinen Werken. Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.
Gospel
Matthew 20
Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiterzu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt müßig stehen und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soil euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Erantwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleichwie dir. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gutig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwahlet. Und erzog hinauf gen Jerusalem und nahm zu sich die zwolf Jünger besonders auf dem Wege und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden, und sie werden ihn verdammen zum Tode. Und werden ihn überantworten den Heiden, zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedaus mit ihren Sohnen, fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zwei Sohne sitzen in deinem Reiche, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Konnet ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Jawohl. Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken und mit der Taufe, da ich mit getauft werde, sollt ihr getauft werden, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater. Da das die Zehn horeten, wurden sie unwillig uber die zwei Bruder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fursten herrschen, und die Oberherren haben Gewalt. So soil es nicht sein unter euch, sondern so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener; und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht, gleichwie des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er ihm dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlosung fur viele. Und da sie von Jericho auszogen, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und da sie horeten, daß Jesus voruberging, schrieen sie und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Aber das Volk bedrauete sie, daß sie schweigen sollten. Aber sie schrieen viel mehr und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Jesus aber stund stille und rief sie und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch tun soil? Sie sprachen zu ihm: Herr, daß unsere Augen aufgetan werden. Und es jammerte Jesum und ruhrete ihre Augen an. Und alsbald wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.
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