Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Galatians 3:23-29

Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheiftung Erben.

First Reading

Jeremiah 45

Dies ist das Wort, so der Prophet Jeremia redete zu Baruch, dem Sohne Nerias, da er diese Rede auf ein Buch schrieb aus dem Munde Jeremias im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des Konigs Judas, und sprach: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, von dir, Baruch: Du sprichst: Wehe mir! Wie hat mir der HERR Jammer uber meinen Schmerzen zugefuget; ich seufze mich rnüde und finde keine Ruhe. Sage ihm also: So spricht der HERR: Siehe, was ich gebauet habe, das breche ich ab, und was ich gepflanzet habe, das reute ich aus samt diesem ganzen meinem eigenen Lande. Und du begehrest dir grofte Dinge. Begehre es nicht! Denn siehe, ich will Ungluck kommen lassen uber alles Fleisch, spricht der HERR; aber deine Seele will ich dir zur Beute geben, an welchen Ort du ziehest.

First Reading

Hosea 14:1-9

Samaria wird wust werden, denn sie sind ihrem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre jungen Kinder zerschmettert und ihre schwangeren Weiber zerrissen werden. Bekehre dich, Israel, zu dem HERRN, deinem Gott; denn du bist gefallen urn deiner Missetat willen. Nehmet diese Worte mit euch und bekehret euch zum HERRN und sprechet zu ihm: Vergib uns alle Sunde und tue uns wohl, so wollen wir opfern die Farren unserer Lippen! Assursoll uns nicht helfen, und wollen nicht mehr auf Rossen reiten, auch nicht mehr sagen zu den Werken unserer Hande: Ihr seid unser Gott; sondern la(J die Waisen bei dir Gnade finden, so will ich ihr Abtreten wieder heilen, gerne will ich sie lieben; dann soil mein Zorn sich von ihnen wenden. Ich will Israel wie ein Tau sein, daß ersoll blühen wie eine Rose; und seine Wurzeln sollen ausschlagen wie Libanon, und seine Zweige sich ausbreiten, daß er sei so schdn als ein Olbaum; und soli so guten Ruch geben wie Libanon. Und sollen wieder unterseinem Schatten sitzen. Von Korn sollen sie sich nahren und bluhen wie ein Weinstock; sein Gedachtnis soil sein wie der Wein am Libanon. Ephraim, was sollen mirweiter die Gotzen? Ich will ihn erhoren und fuhren; ich will sein wie eine grünende Tanne; an mir soil man deine Frucht finden.

Morning Prayer — First Lesson

1 Kings 22

Und es kamen drei Jahre um, daß kein Krieg war zwischen den Syrern und Israel. Im dritten Jahr aber zog Josaphat, der Konig Judas, hinab zum Konige Israels. Und der Konig Israels sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, daß Ramoth in Gilead unser ist; und wir sitzen stille und nehmen sie nicht von der Hand des Konigs zu Syrien? Und sprach zu Josaphat: Willst du mit mir ziehen in den Streit gen Ramoth in Gilead? Josaphat sprach zum Konige Israels: Ich will sein wie du und mein Volk wie dein Volk und meine Rosse wie deine Rosse. Und Josaphat sprach zum Konige Israels: Frage doch heute um das Wort des HERRN. Da sammelte der Konig Israels Propheten bei vierhundert Mann und sprach zu ihnen: Soil ich gen Ramoth in Gilead ziehen zu streiten, Oder soil ich's lassen anstehen? Sie sprachen: Zeuch hinauf, der HERR wird's in die Hand des Konigs geben. Josaphat aber sprach: Ist hie kein Prophet mehr des HERRN, daß wir von ihm fragen? Der Konig Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, Micha, der Sohn Jemlas, von dem man den HERRN fragen mag. Aber ich bin ihm gram; denn erweissaget mir kein Gutes, sondern eitel Boses. Josaphat sprach: Der Konig rede nicht also! Da rief der Konig Israels einem Kammerer und sprach: Bringe eilend her Micha, den Sohn Jemlas! Der Konig aber Israels und Josaphat, der Konig Judas, saften ein jeglicher auf seinem Stuhl, angezogen mit Kleidern, auf dem Platz vor der Tur am Tor Samarias; und alle Propheten weissagten vor ihnen. Und Zedekia, der Sohn Knaenas, hatte ihm eiserne Horner gemacht und sprach: So spricht der HERR: Hiemit wirst du die Syrer stoften, bis du sie aufraumest. Und alle Propheten weissagten also und sprachen: Zeuch hinauf gen Ramoth in Gilead und fahre gluckselig; der HERR wird's in die Hand des Konigs geben. Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, sprach zu ihm: Siehe, der Propheten Reden sind eintrachtiglich gut fur den Konig; so laft nun dein Wort auch sein wie das Wort derselben und rede Gutes! Micha sprach: So wahr der HERR lebet, ich will reden, was der HERR mir sagen wird. Und da erzum Konige kam, sprach der Konig zu ihm: Micha, sollen wir gen Ramoth in Gilead ziehen zu streiten, Oder sollen wir's lassen anstehen? Er sprach zu ihm: Ja, zeuch hinauf und fahre gluckselig; der HERR wird's in die Hand des Konigs geben. Der Konig sprach abermal zu ihm: Ich beschwore dich, daß du mir nicht anders sagest denn die Wahrheit im Namen des HERRN. Er sprach: Ich sah ganz Israel zerstreuet auf den Bergen wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Haben diese keinen Herrn? Ein jeglicher kehre wieder heim mit Frieden! Da sprach der Konig Israels zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt, daß er mir nichts Gutes weissaget, sondern eitel Boses? Er sprach: Darum hore nun das Wort des HERRN. Ich sah den HERRN sitzen auf seinem Stuhl und alles himmlische Heer neben ihm stehen zu seiner Rechten und Linken. Und der HERR sprach: Wer will Ahab überreden, daß er hinaufziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und einer sagte dies, der andere das. Da ging ein Geist heraus und trat vor den HERRN und sprach: Ich will ihn uberreden. Der HERR sprach zu ihm: Womit? Er sprach: Ich will ausgehen und will ein falscher Geist sein in aller seiner Propheten Munde. Er sprach: Du sollst ihn uberreden und sollst es ausrichten; gehe aus und tue also! Nun siehe, der HERR hat einen falschen Geist gegeben in aller dieser deiner Propheten Mund; und der HERR hat Boses uber dich geredet. Da trat herzu Zedekia, der Sohn Knaenas, und schlug Micha auf den Backen und sprach: Wie? 1st der Geist des HERRN von mir gewichen, daß er mit dir redet? Micha sprach: Siehe, du wirst's sehen an dem Tage, wenn du von einer Kammer in die andere gehen wirst, daß du dich verkriechest. Der Konig Israels sprach: Nimm Micha und laß ihn bleiben bei Amon, dem Burgermeister, und bei Joas, dem Sohn des Konigs, und sprich: So spricht der Konig: Diesen setzet ein in den Kerker und speiset ihn mit Brot und Wasser der Trubsal, bis ich mit Frieden wiederkomme. Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der HERR nicht durch mich geredet. Und sprach: Horet zu, alles Volk! Also zog der Konig Israels und Josaphat, der Konig Judas, hinauf gen Ramoth in Gilead. Und der Konig Israels sprach zu Josaphat: Verstelle dich und komm in den Streit mit deinen Kleidern angetan. Der Konig Israels aber verstellete sich auch und zog in den Streit. Aber der Konig zu Syrien gebot den Obersten uber seine Wagen, der waren zweiunddreifüg, und sprach: Ihr sollt nicht streiten wider Kleine noch Grolie, sondern wider den Konig Israels allein. Und da die Obersten der Wagen Josaphat sahen, meineten sie, er ware der Konig Israels, und fielen auf ihn mit Streiten; aber Josaphat schrie. Da aber die Obersten der Wagen sahen, daß er nicht der Konig Israels war, wandten sie sich hinten von ihm. Ein Mann aber spannete den Bogen ohngefahr und scholi den Konig Israels zwischen den Panzer und Hengel. Und er sprach zu seinem Fuhrmann: Wende deine Hand und fuhre mich aus dem Heer, denn ich bin wund. Und der Streit nahm uberhand desselben Tages; und der Konig stund auf dem Wagen gegen die Syrer und starb des Abends. Und das Blut floli von den Wunden mitten in den Wagen. Und man lieli ausrufen im Heer, da die Sonne unterging, und sagen: Ein jeglicher gehe in seine Stadt und in sein Land! Also starb der Konig und ward gen Samaria gebracht. Und sie begruben ihn zu Samaria. Und da sie den Wagen wuschen bei dem Teiche Samarias, leckten die Hunde sein Blut (es wuschen ihn aber die Huren) nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte. Was mehr von Ahab zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und das elfenbeinerne Haus, das er bauete, und alle Stadte, die er gebauet hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Israels. Also entschlief Ahab mit seinen Vatern; und sein Sohn Ahasja ward Konig an seiner Statt. Und Josaphat, der Sohn Assas, ward Konig uber Juda im vierten Jahr Ahabs, des Konigs Israels. Und war funfunddreifüg Jahre alt, da er Konig ward, und regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Asuba, eine Tochter Silhis. Und wandelte in allem Wege seines Vaters Assa und wich nicht davon; und er tat, das dem HERRN wohlgefiel. Doch tat er die Hohen nicht weg, und das Volk opferte und raucherte noch auf den Hohen. Und hatte Frieden mit dem Konige Israels. Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, und die Macht, was er getan, und wie er gestritten hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Judas. Auch tat er aus dem Lande, was noch übriger Hurer waren, die zu der Zeit seines Vaters Assa waren uberblieben. Und es war kein Konig in Edom. Und Josaphat hatte Schiffe lassen machen aufs Meer, die in Ophir gehen sollten, Gold zu holen. Aber sie gingen nicht; denn sie wurden zerbrochen zu Ezeon-Geber. Dazumal sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: Lafi meine Knechte mit deinen Knechten in Schiffen fahren. Josaphat aber wollte nicht. Und Josaphat entschlief mit seinen Vatern und ward begraben mit seinen Vatern in der Stadt Davids, seines Vaters; und Joram, sein Sohn, ward Konig an seiner Statt. Ahasja, der Sohn Ahabs, ward Konig uber Israel zu Samaria im siebenzehnten Jahr Josaphats, des Konigs Judas, und regierte uber Israel zwei Jahre. Und tat, das dem HERRN übel gefiel, und wandelte in dem Wege seines Vaters und seiner Mutter und in dem Wege Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sündigen machte. Und dienete Baal und betete ihn an; und erzürnete den HERRN, den Gott Israels, wie sein Vater tat. Das zweite Buch von den Konigen

Epistle

Galatians 3:16-22

Nun istje die Verheiftung Abraham und seinem Samen zugesagt. Erspricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestatiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheiftung sollte durchs Gesetz aufhoren, welches gegeben ist über vierhundertunddreiftig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so wurde es nicht durch Verheiftung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheiftung frei geschenkt. Was soil denn das Gesetz? Es ist dazukommen urn der Sünde willen, bis der Same kame, dem die Verheiftung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiftungen? Das sei feme! Wenn aber ein Gesetz gegeben ware, das da konnte lebendig machen, so kame die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheiftung kame durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.

First Reading

Job 11

Da antwortete Zophar von Naema und sprach: Wenn einer lange geredet, muft er nicht auch horen? Muft denn ein Wascher immer recht haben? Mussen die Leute deinem groften Schwatzen Schweigen, daß du spottest, und niemand dich beschame? Du sprichst: Meine Rede ist rein, und lauter bin ich vordeinen Augen. Ach, daß Gott mit dir redete und tate seine Lippen auf und zeigete die heimliche Weisheit! Denn er hatte wohl noch mehr an dir zu tun, auf daß du wissest, daß er deiner Sünden nicht aller gedenkt. Meinest du, daß du so viel wissest, als Gott weift, und wollest alles so vollkommen treffen als der Allmachtige? Er ist hoher denn der Himmel; was willst du tun? tiefer denn die Holle; was kannst du wissen? Langer denn die Erde und breiter denn das Meer. So er sie umkehrete Oder verburge Oder in einen Haufen wurfe, wer will's ihm wehren? Denn er kennet die losen Leute, er siehet die Untugend, und sollte es nicht merken? Ein unnutzer Mann blahet sich; und ein geborener Mensch will sein wie ein junges Wild. Wenn du dein Herz hattest gerichtet und deine Hande zu ihm ausgebreitet; wenn du die Untugend, die in deiner Hand ist, hattest feme von dir getan, daß in deiner Hütte kein Unrecht bliebe, so mochtestdu dein Antlitz aufheben ohne Tadel und wurdest test sein und dich nicht furchten. Dann wurdest du der Muhe vergessen und so wenig gedenken als des Wassers, das vorubergehet. Und die Zeit deines Lebens würde aufgehen wie der Mittag, und das Finstere würde ein lichter Morgen werden. Und dürftest dich des trosten, daß Hoffnung da sei; du würdest mit Ruhe ins Grab kommen. Und würdest dich legen, und niemand würde dich aufschrecken; und viele würden vor dir flehen. Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten, und werden nicht entrinnen mogen; denn ihre Hoffnung wird ihrer Seele fehlen.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 21

Als es nun geschah, daß wir, von ihnen gewandt, dahinfuhren, kamen wir stracks Laufs gen Kos und am folgenden Tage gen Rhodus und von dannen gen Patara. Und als wir ein Schiff fanden, das nach Phonizien fuhr, traten wir darein und fuhren hin. Als wir aber Zypern ansichtig wurden, liefien wir sie zur linken Hand und schifften nach Syrien und kamen an zu Tyrus; denn daselbst sollte das Schiff die Ware niederlegen. Und als wir Jünger fanden, blieben wir daselbst sieben Tage. Die sagten Paulus durch den Geist, er sollte nicht hinauf gen Jerusalem ziehen. Und es geschah, da wir die Tage zugebracht hatten, zogen wiraus und wandelten. Und sie geleiteten uns alle mit Weibern und Kindern bis hinaus vor die Stadt und knieten nieder am Ufer und beteten. Und als wir einander gesegnet, traten wir ins Schiff; jene aberwandten sich wiederzu dem Ihren. Wir aber vollzogen die Schiffahrt von Tyrus und kamen gen Ptolemais und grufiten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen. Des andern Tages zogen wir aus, die wir urn Paulus waren, und kamen gen Casarea und gingen in das Haus Philippus, des Evangelisten, der einer von den Sieben war, und blieben bei ihm. Derselbige hatte vier Tochter, die waren Jungfrauen und weissageten. Und als wir mehr Tage dablieben, reisete herab ein Prophet aus Judaa mit Namen Agabus und kam zu uns. Der nahm den Gürtel des Paulus und band seine Hande und Fufie und sprach: Das saget der Heilige Geist: Den Mann, des der Gürtel ist, werden die Juden also binden zu Jerusalem und überantworten in der Heiden Hande. Als wir aber solches horeten, baten wirihn, und die desselbigen Orts waren, daß er nicht hinauf gen Jerusalem zoge. Paulus aber antwortete: Was machet ihr, daß ihr weinet und brechet mir mein Herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben zu Jerusalem urn des Namens willen des Herrn Jesu. Da er aber sich nicht uberreden lieft, schwiegen wir und sprachen: Des Herrn Wille geschehe! Und nach denselbigen Tagen entledigten wir uns und zogen hinauf gen Jerusalem. Es kamen aber mit uns auch etliche Jünger von Casarea und führeten uns zu einem mit Namen Mnason aus Zypern, der ein alter Jünger war, bei dem wir herbergen sollten. Da wir nun gen Jerusalem kamen, nahmen uns die Brüder gerne auf. Des andern Tages aber ging Paulus mit uns ein zu Jakobus, und kamen die Altesten alle dahin. Und als er sie gegrüftet hatte, erzahlte ereins nach dem andern, was Gott getan hatte unter den Heiden durch sein Amt. Da sie aber das horeten, lobeten sie den Herrn und sprachen zu ihm: Bruder, du siehest, wieviel tausend Juden sind, die glaubig worden sind, und sind alle Eiferer über dem Gesetz. Sie sind aber berichtet worden wider dich, daß du lehrest von Mose abfallen alle Juden, die unter den Heiden sind, und sagest, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden, auch nicht nach desselbigen Weise wandeln. Was ist's denn nun? Allerdinge muft die Menge zusammenkommen; denn es wird vor sie kommen, daß du kommen bist. So tu nun das, waswirdirsagen: Wir haben vier Manner, die haben ein Gelubde auf sich; dieselbigen nimm zu dir und laft dich reinigen mit ihnen und wage die Kosten an sie, daß sie ihr Haupt bescheren, und alle vernehmen, daß nicht sei, wes sie wider dich berichtet sind, sondern daß du auch einhergehest und hattest das Gesetz. Denn den Glaubigen aus den Heiden haben wir geschrieben und beschlossen, daß sie der keines halten sollen, denn nur sich bewahren vor dem Gotzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Hurerei. Da nahm Paulus die Manner zu sich und lieft sich des andern Tages samt ihnen reinigen und ging in den Tempel und lieft sich sehen, wie eraushielte die Tage der Reinigung, bis daß fur einen jeglichen unter ihnen das Opfer geopfert ward. Als aber die sieben Tage sollten vollendet werden, sahen ihn die Juden aus Asien im Tempel und erregten das ganze Volk, legten die Hande an ihn und schrieen: Ihr Manner von Israel, helft! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an alien Enden lehret wider dies Volk, wider das Gesetz und wider diese Statte; auch dazu hat er die Griechen in den Tempel gefuhret und diese heilige Statte gemein gemacht. Denn sie hatten mit ihm in der Stadt Trophimus, den Epheser, gesehen; denselbigen meineten sie, Paulus hatte ihn in den Tempel gefuhret. Und die ganze Stadt ward beweget, und ward ein Zulauf des Volks. Sie griffen aber Paulus und zogen ihn zum Tempel hinaus; und alsbald wurden die Turen zugeschlossen. Da sie ihn aber toten wollten, kam das Geschrei hinauf vor den obersten Hauptmann der Schar, wie das ganze Jerusalem sich emporete. Der nahm von Stund' an die Kriegsknechte und Hauptleute zu sich und lief unter sie. Da sie aber den Hauptmann und die Kriegsknechte sahen, horeten sie auf, Paulus zu schlagen. Als aber der Hauptmann nahe herzukam, nahm er ihn an sich und hieft ihn binden mit zwo Ketten und fragte, wer er ware, und was er getan hatte. Einer aber rief dies, der andere das im Volk. Da er aber nichts Gewisses erfahren konnte urn des Getümmels willen, hieft er ihn in das Lager fuhren. Und als eran die Stufen kam, muftten ihn die Kriegsknechte tragen vor Gewalt des Volks. Denn es folgte viel Volks nach und schrie: Weg mit ihm! Als aber Paulus jetzt zum Lager eingefuhret ward, sprach er zu dem Hauptmann: Dart ich mit dir reden? Er aber sprach: Kannst du Griechisch? Bist du nicht der Agypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr gemacht hat und fuhretest in die Wuste hinaus viertausend Meuchelmorder? Paulus aber sprach: Ich bin ein judischer Mann von Tarsus, ein Burger einer namhaftigen Stadt in Zilizien; ich bitte dich, erlaube mir, zu reden zu dem Volk. Als er aber ihm erlaubte, trat Paulus auf die Stufen und winkte dem Volk mit der Hand. Da nun eine grofte Stille ward, redete erzu ihnen auf ebraisch und sprach:

Responsorial Psalm

Psalm 72

Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem Konige und deine Gerechtigkeit des Konigs Sohne, daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette. Laft die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hügel die Gerechtigkeit. Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die Lasterer zerschmeiften. Man wird dich furchten, solange die Sonne und der Mond wahret, von Kind zu Kindeskindern. Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die das Land feuchten. Zu seinen Zeiten wird bluhen der Gerechte und großer Friede, bis dafi der Mond nimmer sei. Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an bis zur Welt Ende. Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste; und seine Feinde werden Staub lecken. Die Konige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die Konige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zufuhren. Alle Konige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen. Denn erwird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen FHelfer hat. Erwird gnadig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen. Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlosen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm. Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar vor ihm beten, taglich wird man ihn loben. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon und wird grünen in den Stadten wie Gras auf Erden. Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne wahret, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen. Gelobet sei Gottder HERR, der Gott Israels, der alleine Wunder tut; und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande mussen seiner Ehre voll werden! Amen, Amen. Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.

Gospel

Luke 17:11-19

Und es begab sich, da er reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch Samarien und Galilaa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussatzige Manner, die stunden von feme und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sah, sprach erzu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da ersah, daß er gesund worden war, kehrete er urn und preisete Gott mit lauter Stimme und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füften und dankete ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wo sind aber die Neune? Hat sich sonst keiner funden, der wieder umkehrete und, gabe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin! Dein Glaube hat dir geholfen.

Responsorial Psalm

Psalm 75

Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht umkame, vorzusingen. Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist. Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten. Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine Saulen test. Sela. Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt! Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig, es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wuste. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget und jenen erhohet. Denn der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen aussaufen. Ich aber will verkundigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs. Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhohet werde.

Responsorial Psalm

Psalm 85

Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. HERR, der du bist vormals gnadig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erloset; der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre Sünde bedecket, Sela; der du vormals hast all deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns; troste uns, Gott, unser Heiland, und lad ab von deiner Ungnade uber uns! Willst du denn ewiglich uber uns zurnen und deinen Zorn gehen lassen immer fur und fur? Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dad sich dein Volk uber dir freuen moge? HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Ach, dad ich horen sollte, das Gott der HERR redet, dad er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf dad sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch istja seine Hilfe nahe denen, die ihn furchten, dad in unserm Lande Ehre wohne; dad Gute und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich kussen; dad Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; dad uns auch der HERR Gutes tue, damit unser Land sein Gewachs gebe; dad Gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe und im Schwange gehe.

Responsorial Psalm

Psalm 84

Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen. Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhofen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, namlich deine Altare, HERR Zebaoth, mein Konig und mein Gott! Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela. Wohl den Menschen, die dich fur ihre Starke halten und von Herzen dir nach wandeln, die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmuckt. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muli, der rechte Gott sei zu Zion. HERR, Gott Zebaoth, hore mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela. Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten! Denn ein Tag in deinen Vorhofen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tur hüten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild, der HERRgibt Gnade und Ehre; erwird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verladt!

Evening Prayer — First Lesson

2 Kings 2:1-16

Da aber der HERR wollte Elia im Wetter gen Himmel holen, ging Elia und Elisa von Gilgal. Und Elia sprach zu Elisa: Lieber, bleib hie; denn der HERR hat mich gen Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebet und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und da sie hinab gen Bethel kamen, gingen der Propheten Kinder, die zu Bethel waren, heraus zu Elisa und sprachen zu ihm: Weillest du auch, dail der HERR wird deinen HERRN heute von deinen Haupten nehmen? Eraber sprach: Ich weifi es auch wohl; schweiget nur stille! Und Elia sprach zu ihm: Elisa, Lieber, bleib hie; denn der HERR hat mich gen Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebet und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und da sie gen Jericho kamen, traten der Propheten Kinder, die zu Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: Weillest du auch, dail der HERR wird deinen Herrn heute von deinen Haupten nehmen? Er aber sprach: Ich weill es auch wohl; schweiget nur stille! Und Elia sprach zu ihm: Lieber, bleib hie; denn der HERR hat mich gesandt an den Jordan. Er aber sprach: So wahr der HERR lebet und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und gingen die beiden miteinander. Aber funfzig Manner unter der Propheten Kindern gingen hin und traten gegenuber von feme; aber die beiden stunden am Jordan. Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilete sich auf beiden Seiten, dail die beiden trocken durchhin gingen. Und da sie hinüberkamen, sprach Elia zu Elisa: Bitte, was ich dir tun soil, ehe ich von dir genommen werde. Elisa sprach: Dali dein Geist bei mir sei zwiefaltig. Er sprach: Du hastein Hartes gebeten; doch so du mich sehen wirst, wenn ich von dir genommen werde, so wird's ja sein; wo nicht, so wird's nicht sein. Und da sie miteinander gingen, und er redete, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, und schieden die beiden voneinander; und Elia fuhr also im Wetter gen Himmel. Elisa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, Wagen Israels und seine Reiter! Und sah ihn nicht mehr. Und er fassete seine Kleider und zerrifi sie in zwei Stucke. Und hub auf den Mantel Elias, der ihm entfallen war; und kehrete um und trat an das Ufer des Jordans. Und nahm denselben Mantel Elias, der ihm entfallen war, und schlug ins Wasser und sprach: Wo ist nun der HERR, der Gott Elias? Und schlug ins Wasser; da teilete sich's auf beiden Seiten; und Elisa ging hindurch. Und da ihn sahen der Propheten Kinder, die zu Jericho gegen ihm waren, sprachen sie: Der Geist Elias ruhet auf Elisa; und gingen ihm entgegen und beteten an zur Erde. Und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten funfzig Manner, starke Leute, die lad gehen und deinen Herrn suchen; vielleicht hat ihn der Geist des HERRN genommen und irgend aufeinen Berg, Oder irgend in ein Tal geworfen. Er aber sprach: Lasset nicht gehen!

Second Reading

II Corinthians 7

Dieweil wir nun solche Verheüiung haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. Fasset uns! Wir haben niemand Leid getan; wir haben niemand verletzt; wir haben niemand ubervorteilet. Nicht sage ich solches, euch zu verdammen; denn ich habe droben zuvor gesagt, daü ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. Ich rede mit grower Freudigkeit zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllet mit Trost; ich bin überschwenglich in Freuden in aller unserer Trübsal. Denn da wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern allenthalben waren wir in Trübsal: auswendig Streit, inwendig Furcht. Aber Gott, der die Geringen trostet, der trostete uns durch die Ankunft des Titus. Nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, damit er getrostet war an euch, und verkündigte uns euer Verlangen, euer Weinen, euren Eifer urn mich, also dafi ich mich noch mehr freuete. Denn dafi ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reuet mich nicht. Und ob's mich reuete, so ich aber sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübt hat, so freue ich mich doch nun, nicht daruber, daß ihr seid betrübt worden, sondern daß ihr seid betrübt worden zur Reue. Denn ihr seid gottlich betrübt worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen nehmet. Denn die gottliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket den Tod. Siehe, dasselbige, dafi ihr gottlich seid betrubt worden, welchen Fleil J hat es in euch gewirket, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht, Verlangen, Eifer, Rachel Ihr habt euch beweiset in alien Stricken, dafi ihr rein seid an der Tat. Darum, ob ich euch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um deswillen, der beleidiget hat, auch nicht um deswillen, der beleidiget ist, sondern um deswillen, daß euer Fleift gegen uns offenbar würde bei euch vor Gott. Derhalben sind wir getrostet worden, daü ihr getrostet seid. Uberschwenglicher aber haben wir uns noch mehr gefreuet uber die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquicket an euch alien. Denn was ich vor ihm von euch gerühmet habe, bin ich nicht zuschanden worden; sondern gleichwie alles wahr ist, was ich mit euch geredet habe, also ist auch unser Ruhmen vor Titus wahr worden. Und er ist uberaus herzlich wohl an euch, wenn er gedenket an euer aller Gehorsam, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern habt aufgenommen. Ich freue mich, daß ich mich zu euch alles versehen dart.

Second Reading

Hebrews 5

Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt fur die Menschen gegen Gott, auf daß eropfere Gaben und Opfer fur die Sünden, der da konnte mitleiden uber die, so unwissend sind und irren, nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit. Darum muft er auch, gleichwie fur das Volk, also auch fur sich selbst opfern fur die Sünden. Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern der auch berufen sei von Gott gleichwie Aaron. Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget. Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tranen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhoret, darum daß er Gott in Ehren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernet. Und da er ist vollendet, ist er worden alien, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit, genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Davon hatten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverstandig seid. Und die ihr solltet langst Meister sein, bedurfet ihrwiederum, daß man euch die ersten Buchstaben der gottlichen Worte lehre, und daß man euch Milch gebe und nicht starke Speise. Denn wem man noch Milch geben muft, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind. Den Vollkommenen aber gehort starke Speise, die durch Gewohnheit haben geubte Sinne zum Unterschied des Guten und des Bosen.

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Acts 13:13-43

Da aber Paulus, und die urn ihn waren, von Paphos schifften, kamen sie gen Perge im Lande Pamphylien. Johannes aberwich von ihnen und zog wieder gen Jerusalem. Sie aberzogen durch von Perge und kamen gen Antiochien im Lande Pisidien und gingen in die Schule am Sabbattage und setzten sich. Nach der Lektion aber des Gesetzes und der Propheten sandten die Obersten der Schule zu ihnen und lielien ihnen sagen: Liebe Bruder, wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so saget an. Da stund Paulus auf und winkete mit der Hand und sprach: Ihr Manner von Israel, und die ihr Gott furchtet, horet zu! Der Gott dieses Volks hat erwahlet unsere Vater und erhohet das Volk, da sie Fremdlinge waren im Lande Agypten, und mit einem hohen Arm fuhrete er sie aus demselbigen. Und vierzig Jahre lang duldete er ihre Weise in der Wüste. Und vertilgete sieben Volker in dem Lande Kanaan und teilete unter sie nach dem Los jener Lande. Danach gab er ihnen Richter vierhundertundfünfzig Jahre lang, bis auf den Propheten Samuel. Und von da an baten sie um einen Konig. Und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Geschlechte Benjamin, vierzig Jahre lang. Und da er denselbigen wegtat, richtete er auf uber sie David zum Konige, von welchem er zeugete: Ich habe funden David, den Sohn Jesses, einen Mann nach meinem Herzen, der soil tun alien meinen Willen. Aus dieses Samen hat Gott, wie er verheiften hat, gezeugt Jesum dem Volk Israel zum Heiland, als denn Johannes zuvor dem Volk Israel predigte die Taufe der Bufte, ehe denn er anfing. Als aber Johannes seinen Lauf erfüllete, sprach er: Ich bin nicht der, dafür ihr mich haltet; aber siehe, er kommt nach mir, des ich nicht wert bin, daß ich ihm die Schuhe seiner Fufie auflose. Ihr Manner, Hebe Brüder, ihr Kinder des Geschlechtes Abraham, und die unter euch Gott fürchten, euch ist das Wort dieses Heils gesandt. Denn die zu Jerusalem wohnen, und ihre Obersten, dieweil sie diesen nicht kenneten noch die Stimme der Propheten (welche auf alle Sabbate gelesen werden), haben sie dieselben mit ihrem Urteilen erfullet. Und wiewohl sie keine Ursache des Todes an ihm fanden, baten sie doch Pilatus ihn zu toten. Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten. Und er ist erschienen viele Tage denen, die mit ihm hinauf von Galilaa gen Jerusalem gegangen waren, welche sind seine Zeugen an das Volk. Und wirauch verkundigen euch die Verheifiung, die zu unsern Vatern geschehen ist, daß dieselbige Gott uns, ihren Kindern, erfullet hat in dem, daß er Jesum auferwecket hat, wie denn im andern Psalm geschrieben stehet: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget. Daft er ihn aber hat von den Toten auferweckt, daß er fort nicht mehr soil verwesen, spricht er also: Ich will euch die Gnade, David verheiften, treulich halten. Darum spricht er auch am andern Ort: Du wirst es nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Denn David, da erzu seiner Zeit gedienet hatte dem Willen Gottes, ist er entschlafen und zu seinen Vatern getan und hat die Verwesung gesehen. Den aber Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen. So sei es nun euch kund, liebe Brüder, daß euch verkundiget wird Vergebung der Sünden durch diesen und von dem allem, durch welches ihr nicht konntet im Gesetz Mose's gerecht werden. Wer aber an diesen glaubet, der ist gerecht. Sehet nun zu, daß nicht über euch komme, was in den Propheten gesagt ist: Sehet, ihr Verachter, und verwundert euch und werdet zunichte; denn ich tue ein Werk zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, so es euch jemand erzahlen wird. Da aber die Juden aus der Schule gingen, baten die Heiden, daß sie zwischen Sabbats ihnen die Worte sagten. Und als die Gemeinde der Schule voneinander ging, folgeten Paulus und Barnabas nach viel Juden und gottesfurchtige Judengenossen. Sie aber sagten ihnen und vermahneten sie, daß sie bleiben sollten in der Gnade Gottes.

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2 Timothy 4:1-5

So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herm Jesu Christo, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit Oder zur Unzeit; strafe, draue, ermahne mit aller Geduld und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken; und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nuchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus.

Gospel

Mark 8

Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammed des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim lielie gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von feme kommen. Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wuste, daß wir sie sattigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jungern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und erdankte und hiefi dieselbigen auch vortragen. Sie alien aber und wurden satt und huben die ubrigen Brocken auf, sieben Korbe. Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lieli sie von sich. Und alsbald trater in ein Schiff mit seinen Jungern und kam in die Gegend Dalmanuthas. Und die Pharisaer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. Und er lieli sie und tratwiederum in das Schiff und fuhr heruber. Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot. Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharisaer und vor dem Sauerteig Herodes! Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist's, daß wir nicht Brot haben. Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verstandig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch? Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und horet nicht und denket nicht daran, da ich fünf Brote brach unter funftausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zwdlf. Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben. Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts? Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anruhrete. Und er nahm den Blinden bei der Hand und fuhrete ihn hinaus vor den Flecken und sputzete in seine Augen und legte seine Hande auf ihn, und fragte ihn, ob er etwas sahe. Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sahe ich Baume. Danach legte er abermal die Hande auf seine Augen und hieli ihn abermal sehen; und erward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte. Und erschickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen. Und Jesus ging aus und seine Junger in die Markte der Stadt Casarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Junger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Taufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus. Und er bedrauete sie, daß sie niemand von ihm sagen sollten. Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn muli viel leiden und verworfen werden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und fiber drei Tage auferstehen. Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich urn und sah seine Junger an und bedrauete Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jungern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben will behalten der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten. Was hulfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewonne und nahme an seiner Seele Schaden? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lose? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet unterdiesem ehebrecherischen und sundigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schamen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mitden heiligen Engeln.

Evening Prayer — Second Lesson

2 Peter 3

Dies ist die andere Epistel, die ich euch schreibe, ihr Lieben, in welcher ich erwecke und erinnere euren lautem Sinn, daß ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spotter, die nach ihren eigenen Lusten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Vater entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche fur einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen sind, werden verbrennen. So nun das alles soil zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eiletzu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollet, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unstraflich im Frieden erfunden werdet.] Und die Geduld unsers Herrn achtet fur eure Seligkeit, als auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Wie er auch in alien Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche verwirren die Ungelehrigen und Leichtfertigen wie auch die andern Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, daß ihr nicht durch Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verfuhret werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Demselbigen sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen. Der erste Brief des Johannes

Gospel

Matthew 1:1-17

Dies ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugete Isaak. Isaak zeugete Jakob. Jakob zeugete Juda und seine Brüder. Juda zeugete Pharez und Saram von der Thamar. Pharez zeugete Hezron. Hezron zeugete Ram. Ram zeugete Aminadab. Aminadab zeugete Nahasson. Nahasson zeugete Salma. Salma zeugete Boas von der Rahab. Boas zeugete Obed von der Ruth. Obed zeugete Jesse. Jesse zeugete den Konig David. Der Konig David zeugete Salomo von dem Weibe des Uria. Salomo zeugete Roboam. Roboam zeugete Abia. Abia zeugete Assa. Assa zeugete Josaphat. Josaphat zeugete Joram. Joram zeugte Osia. Osia zeugete Jotham. Jotham zeugete Achas. Achas zeugete Ezechia. Ezechia zeugete Manasse. Manasse zeugete Amon. Amon zeugete Josia. Josia zeugete Jechonia und seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft. Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugete Jechonia Sealthiel. Sealthiel zeugete Zorobabel. Zorobabel zeugete Abiud. Abiud zeugete Eliachim. Eliachim zeugete Asor. Asor zeugete Zadoch. Zadoch zeugete Achin. Achin zeugete Eliud. Eliud zeugete Eleasar. Eleasar zeugete Matthan. Matthan zeugete Jakob. Jakob zeugete Joseph, den Mann Marias, von welcher ist geboren Jesus, der da heiliet Christus. Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf die babylonische Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christum sind vierzehn Glieder.

Gospel

Matthew 18:15-20

Sundiget aber dein Bruderan dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Horet er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Horet er dich nicht, so nimm noch einen Oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier Oder dreier Zeugen Mund. Horet er die nicht, so sage es der Gemeinde. Horet er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zollner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soli auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden losen werdet, soil auch im Himmel los sein. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum es ist, das sie bitten wollen, das soli ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei Oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Gospel

Matthew 27

Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die Altesten des Volks einen Rat fiber Jesum, daß sie ihn toteten. Und banden ihn, fuhreten ihn hin und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn und brachte herwieder die dreilüg Silberlinge den Hohenpriestern und den Altesten und sprach: Ich habe fibel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhangte sich selbst. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Topfersacker darum zum Begrabnis der Pilger. Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfullet, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: Sie haben genommen dreilüg Silberlinge, damit bezahletward der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben urn einen Topfersacker, als mir der Herr befohlen hat. Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Konig? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Altesten, antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm: Horest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hiefi Barabbas. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dafi ich euch losgebe, Barabbas Oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus? Denn erwulltewohl, daßsie ihn aus Neid uberantwortet hatten. Und da er auf dem Richterstuhl sali, schickte sein Weib zu ihm und lieli ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und die Altesten uberredeten das Volk, dafi sie urn Barabbas bitten sollten und Jesum umbrachten. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soil losgeben? Sie sprachen: Barabbas. Pilatus sprach zu ihnen: Was soil ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß, ihn kreuzigen! Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Ubels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen! Da aber Pilatus sah, daß, er nichts schaffete, sondern daß ein viel großer Getummel ward, nahm er Wasser und wusch die Hande vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihrzu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme uber uns und uber unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los; aber Jesum ließ er geißeln und uberantwortete ihn, daß er gekreuziget wurde. Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum zu sich in das Richthaus und sammelten uber ihn die ganze Schar. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrußet seiest du, der Juden Konig! Und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug. Und da sie an die Statte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutschet Schadelstatte, gaben sie ihm Essig zu trinken, mit Galle vermischt; und da el's schmeckte, wollte er nicht trinken. Da sie ihn aber gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, auf daß erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und uber mein Gewand haben sie das Los geworfen. Und sie saßen allda und huteten sein. Und oben zu seinen Haupten hefteten sie die Ursache seines Todes beschrieben, namlich: Dies ist Jesus, der Juden Konig. Und da wurden zwei Morder mit ihm gekreuziget, einer zur Rechten und einer zur Linken. Die aber vorubergingen, lasterten ihn und schuttelten ihre Kopfe und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und bauest ihn in dreien Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz. Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und Altesten und sprachen: Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der Konig Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben. Er hat Gott vertraut, der erlose ihn nun, lustet’s ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Desgleichen schmaheten ihn auch die Morder, die mit ihm gekreuziget waren. Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis uber das ganze Land bis zu der neunten Stunde. Und urn die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Etliche aber, die da stunden, da sie das horeten, sprachen sie: Der ruft den Elia. Und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllete ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trankte ihn. Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe! Aber Jesus schrie abermal laut und verschied. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stucke, von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Graber taten sich auf, und stunden auf viel Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Grabern nach seiner Auferstehung und kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! Und es waren viel Weiber da, die von feme zusahen, die da Jesu waren nachgefolget aus Galilaa und hatten ihm gedienet, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und die Mutter der Kinder des Zebedaus. Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieli Joseph, welcher auch ein Junger Jesu war. Der ging zu Pilatus und bat ihn urn den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben. Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand. Und legte ihn in sein eigen neu Grab, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen, und walzte einen graven Stein vor die Tur des Grabes und ging davon. Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rusttag, kamen die Hohenpriester und Pharisaer samtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verfuhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Junger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug arger denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hitter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahreten das Grab mit Hutern und versiegelten den Stein.

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