Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Galatians 6:11-18
Sehet, mit wie vielen Worten hab' ich euch geschrieben mit eigener Hand! Die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch, die zwingen euch zu beschneiden, aliein daß sie nicht mit dem Kreuz Christi verfolget werden. Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz nicht, sondern sie wollen, daß ihr euch beschneiden lasset, auf daß sie sich von eurem Fleisch rühmen mogen. Es sei aber feme von mir rühmen denn aliein von dem Kreuz unsers Herrn Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuziget ist und ich der Welt. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern eine neue Kreatur. Und wieviel nach dieser Regel einhergehen, uber die sei Friede und Barmherzigkeit und über den Israel Gottes! Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die Malzeichen des Herrn Jesu an meinem Leibe. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist, liebe Bruder! Amen.
First Reading
Ezekiel 1
Im dreilügsten Jahr, am funften Tage des vierten Monden, da ich war unter den Gefangenen am Wasser Chebar, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte. Derselbe fünfte Tag des Monden war eben im funften Jahr, nachdem Jojachin, der Konig Judas, war gefangen weggefuhret. Da geschah des HERRN Wort zu Hesekiel, dem Sohne Busis, des Priesters, im Lande der Chaldaer, am Wasser Chebar; daselbst kam die Hand des HERRN uber ihn. Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Mitternacht her mit einer grolien Wolke voll Feuers, das allenthalben umher glanzte; und mitten in demselben Feuer war es wie lichthell. Und drinnen war es gestaltet wie vier Tiere, und unter ihnen eins gestaltet wie ein Mensch. Und ein jegliches hatte vier Angesichte und vier Flugel. Und ihre Beine stunden gerade, aber ihre Fulie waren qleichwie runde Fulie und qlanzten wie ein hell, glatt Erz. Und hatten Menschenhande unter ihren Flugeln an ihren vier Orten; denn sie hatten alle vier ihre Angesichte und ihre Flugel. Und derselbigen Flugel war je einer an dem andern. Und wenn sie gingen, durften sie sich nicht herumlenken, sondern wo sie hingingen, gingen sie stracks vor sich. Ihre Angesichte zur rechten Seite der viere waren gleich einem Menschen und Lowen; aber zur linken Seite der viere waren Ihre Angesichte gleich einem Ochsen und Adler. Und ihre Angesichte und Flugel waren obenher zerteilet, daßje zween Flugel zusammenschlugen und mit zween Flugeln ihren Leib bedeckten. Wo sie hingingen, da gingen sie stracks vor sich; sie gingen aber, wohin der Wind stund; und durften sich nicht herumlenken, wenn sie gingen. Und die Tiere waren anzusehen wie feurige Kohlen, die da brennen, und wie Fackeln, die zwischen den Tieren gingen. Das Feuer aber gab einen Glanz von sich, und aus dem Feuer ging ein Blitz. Die Tiere aber liefen hin und her wie ein Blitz. Als ich die Tiere so sah, siehe, da stund ein Rad auf der Erde bei den vier Tieren und war anzusehen wie vier Rader. Und dieselbigen Rader waren wie ein Turkis und waren alle vier eins wie das andere; und sie waren anzusehen, als ware ein Rad im andern. Wenn sie gehen sollten, konnten sie in alle ihre vier Orte gehen und durften sich nicht herumlenken, wenn sie gingen. Ihre Felgen und Hohe waren schrecklich; und ihre Felgen waren voller Augen urn und urn an alien vier Radern. Und wenn die Tiere gingen, so gingen die Rader auch neben ihnen; und wenn die Tiere sich von der Erde emporhuben, so huben sich die Rader auch empor. Wo der Wind hinging, da gingen sie auch hin; und die Rader huben sich neben ihnen empor; denn es war ein lebendiger Wind in den Radern. Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie stunden, so stunden diese auch; und wenn sie sich emporhuben von der Erde, so huben sich auch die Rader neben ihnen empor; denn es war ein lebendiger Wind in den Radern. Oben aber uber den Tieren war es gleich gestaltet wie der Himmel, als ein Kristall, schrecklich, gerade oben uber ihnen ausgebreitet, daß unter dem Himmel ihre Flugel einer stracks gegen den andern stund, und eines jeglichen Leib bedeckten zween Flugel. Und ich horete die Flugel rauschen wie grolie Wasser und wie ein Geton des Allmachtigen, wenn sie gingen, und wie ein Getümmel in einem Heer. Wenn sie aber stille stunden, so liefien sie die Flugel nieder. Und wenn sie stille stunden und die Flugel niederlielien, so donnerte es im Himmel oben uber ihnen. Und uber dem Himmel, so oben uber ihnen war, war es gestaltet wie ein Saphir, gleichwie ein Stuhl; und auf demselbigen Stuhl sali einer, gleichwie ein Mensch gestaltet. Und ich sah, und es war wie lichthell, und inwendig war es gestaltet wie ein Feuer urn und urn. Von seinen Lenden uber sich und unter sich, sah ich's wie Feuer glanzen urn und urn. Gleichwie der Regenbogen stehet in den Wolken, wenn es geregnet hat, also glanzte es urn und urn. Dies war das Ansehen der Herrlichkeit des HERRN. Und da ich's gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und horete einen reden.
First Reading
Amos 8:1-14
Der Herr HERR zeigte mir ein Gesicht, und siehe, da stund ein Korb mit Obst. Und er sprach: Was siehest du, Amos? Ich aber antwortete: Einen Korb mit Obst. Da sprach der HERR zu mir: Das Ende ist kommen uber mein Volk Israel; ich will ihm nichts mehr ubersehen. Und die Lieder in der Kirche sollen in ein Heulen verkehret werden zur selbigen Zeit, spricht der Herr HERR; es werden viel toter Leichname liegen an alien Orten, die man heimlich wegtragen wird. Horet dies, die ihr den Armen unterdrucket und die Elenden im Lande verderbet und sprechet: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, dafi wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dal L wir Korn feil haben mogen und den Epha ringern und den Sekel steigern und die Waage falschen, auf dafi wir die Armen urn Geld und die Durftigen urn ein Paar Schuh unter uns bringen und Spreu fur Korn verkaufen? Der HERR hat geschworen wider die Hoffart Jakobs: Was gilt's, ob ich solcher ihrer Werke ewig vergessen werde? Sollte nicht urn solches willen das Land erbeben müssen und alle Einwohner trauern? Ja, es soil ganz, wie mit einem Wasser, uberlaufen werden und weggefuhret und überschwemmet werden, wie mit dem Fluli in Agypten. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr HERR, will ich die Sonne im Mittage untergehen lassen und das Land am hellen Tage lassen finster werden. Ich will eure Feiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln; ich will uber alle Lenden den Sack bringen und alle Kopfe kahl machen und will ihnen ein Trauern schaffen, wie man uber einen einigen Sohn hat, und sollen ein jammerlich Ende nehmen. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr HERR, daß ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot Oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN zu horen, dafi sie hin und her, von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen Morgen umlaufen und des HERRN Wort suchen und doch nicht finden werden. Zu der Zeit werden schone Jungfrauen und Junglinge verschmachten vor Durst, die jetzt schworen bei dem Fluch Samaria und sprechen: So wahr dein Gott zu Dan lebet, so wahr die Weise zu Berseba lebet! Denn sie sollen also fallen, daß sie nicht wieder aufstehen mogen.
Morning Prayer — First Lesson
Hosea 12
In Ephraim ist allenthalben Luge wider mich und im Hause Israel falscher Gottesdienst. Aber Juda halt noch test an Gott und am rechten heiligen Gottesdienst. Ephraim aber weidet sich vom Winde und lauft dem Ostwinde nach und macht taglich der Abgotterei und des Schadens mehr; sie machen mit Assur einen Bund und bringen Balsam nach Agypten. Darum wird der HERR die Sache Judas führen und Jakob heimsuchen nach seinem Wesen und ihm vergelten nach seinem Verdienst. Ja (sagen sie), er hat im Mutterleibe seinen Bruder untertreten und von alien Kraften mit Gott gekampfet. Er kampfte mit dem Engel und siegete, denn er weinete und bat ihn; daselbst hat er ihn ja zu Bethel funden und daselbst hat er mit uns geredet. Aberder HERR istder Gott Zebaoth; HERR ist sein Name. So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott! Aber der Kaufmann hat eine falsche Waage in seiner Hand und betrugt gerne. Denn Ephraim spricht: Ich bin reich, ich habe genug; man wird mir keine Missetat finden in aller meiner Arbeit, das Sunde sei. Ich aber, der HERR, bin dein Gott aus Agyptenland her, und der ich dich noch in den Hutten wohnen lasse, wie man zur Jahrzeit pfleget, und rede zu den Propheten; und ich bin's der so viel Weissagung gibt und durch die Propheten mich anzeige. In Gilead ist's Abgotterei, und zu Gilgal opfern sie Ochsen vergeblich; und haben so viel Altare, als Mandeln auf dem Felde stehen. Jakob mußte fliehen in das Land Syrien, und Israel mußte urn ein Weib dienen, urn ein Weib mußte er hüten. Aber hernach führete der HERR Israel aus Agypten durch einen Propheten und liefi sein hüten durch einen Propheten. Nun aber erzürnet ihn Ephraim durch ihre Gotzen; darum wird, ihr Blut über sie kommen, und der HERR wird ihnen vergelten ihre Schmach.
Epistle
Sirach 31:8-11
First Reading
Job 19
Hiob antwortete und sprach: Was plaget ihrdoch meine Seele und peiniget mich mit Worten? Ihr habt mich nun zehnmal gehohnet und schamet euch nicht, daß ihr mich also umtreibet. Irre ich, so irre ich mir. Aber ihr erhebet euch wahrlich wider mich und scheltet mich zu meiner Schmach. Merket doch einst, daß mir Gott unrecht tut und hat mich mit seinem Jagestrick umgeben. Siehe, ob ich schon schreie uber Frevel, so werde ich doch nicht erhoret; ich rufe, und ist kein Recht da. Er hat meinen Weg verzaunet, daß ich nicht kann hinubergehen, und hat Finsternis auf meinen Steig gestellet. Er hat meine Ehre mir ausgezogen und die Krone von meinem Haupt genommen. Er hat mich zerbrochen urn und urn und laßt mich gehen, und hat ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum. Sein Zorn ist über mich ergrimmet, und er achtet mich fur seinen Feind. Seine Kriegsleute sind miteinander kommen und haben ihren Weg über mich gepflastert und haben sich urn meine Hütte her gelagert. Er hat meine Brüder feme von mir getan, und meine Verwandten sind mirfremd worden. Meine Nachsten haben sich entzogen, und meine Freunde haben mein vergessen. Meine Hausgenossen und meine Magde achten mich fürfremd, ich bin unbekannt worden vor ihren Augen. Ich rief meinem Knecht, und er antwortete mir nicht; ich mußte ihm flehen mit eigenem Munde. Mein Weib stellet sich fremd, wenn ich ihr rufe; ich muß flehen den Kindern meines Leibes. Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich; wenn ich mich wider sie setze, so geben sie mir bose Worte. Alle meine Getreuen haben Greuel an mir; und die ich liebhatte, haben sich wider mich gekehret. Mein Gebein hanget an meiner Haut und Fleisch, und kann meine Zahne mit der Haut nicht bedecken. Erbarmet euch mein, erbarmet euch mein, ihr, meine Freunde; denn die Hand Gottes hat mich geruhret. Warum verfolget ihr mich gleich so wohl als Gott und konnet meines Fleisches nicht satt werden? Ach, daß meine Reden geschrieben wurden! Ach, daß sie in ein Buch gestellet wurden, mit einem eisernen Griffel auf Blei und zu ewigem Gedachtnis in einen Fels gehauen wurden! Aber ich weiß, daß mein Erloser lebet; und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken; und werde danach mit dieser meiner Haut umgeben werden und werde in meinem Fleisch Gott sehen. Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen werden ihn schauen, und kein Fremder. Meine Nieren sind verzehret in meinem Schoß. Denn ihr sprechet: Wie wollen wir ihn verfolgen und eine Sache zu ihm finden? Furchtet euch vor dem Schwert; denn das Schwert ist der Zorn uber die Missetat, auf daß ihr wisset, daß ein Gericht sei.
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 1
Dies ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugete Isaak. Isaak zeugete Jakob. Jakob zeugete Juda und seine Brüder. Juda zeugete Pharez und Saram von der Thamar. Pharez zeugete Hezron. Hezron zeugete Ram. Ram zeugete Aminadab. Aminadab zeugete Nahasson. Nahasson zeugete Salma. Salma zeugete Boas von der Rahab. Boas zeugete Obed von der Ruth. Obed zeugete Jesse. Jesse zeugete den Konig David. Der Konig David zeugete Salomo von dem Weibe des Uria. Salomo zeugete Roboam. Roboam zeugete Abia. Abia zeugete Assa. Assa zeugete Josaphat. Josaphat zeugete Joram. Joram zeugte Osia. Osia zeugete Jotham. Jotham zeugete Achas. Achas zeugete Ezechia. Ezechia zeugete Manasse. Manasse zeugete Amon. Amon zeugete Josia. Josia zeugete Jechonia und seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft. Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugete Jechonia Sealthiel. Sealthiel zeugete Zorobabel. Zorobabel zeugete Abiud. Abiud zeugete Eliachim. Eliachim zeugete Asor. Asor zeugete Zadoch. Zadoch zeugete Achin. Achin zeugete Eliud. Eliud zeugete Eleasar. Eleasar zeugete Matthan. Matthan zeugete Jakob. Jakob zeugete Joseph, den Mann Marias, von welcher ist geboren Jesus, der da heiliet Christus. Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf die babylonische Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christum sind vierzehn Glieder. Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, ehe er sie heimholete, erfand sich's, daß sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, warfromm und wollte sie nicht rügen, gedachte aber sie heimlich zu verlassen. Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herm im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids furchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heilien; denn erwird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfullet würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebaren, und sie werden seinen Namen Emanuel heilien, das ist verdolmetschet, Gott mit uns. Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herm Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. Und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar, und hieli seinen Namen Jesus.
Responsorial Psalm
Psalm 91
Wer unter dem Schirm des Hochsten sitzt und unter dem Schatten des Allmachtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Denn er errettet mich vom Strick des Jagers und von der schadlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Hochste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Ubels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hutte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen uber dir, daß sie dich behuten auf alien deinen Wegen, daß sie dich auf den Handen tragen und du deinen Fuft nicht an einen Stein stoftest. Auf den Lowen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen Lowen und Drachen. Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen; er rufet mich an, so will ich ihn erhoren. Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreiften und zu Ehren machen. Ich will ihn sattigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.
Gospel
Luke 12:35-40
Lasset eure Lenden umgurtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wenn er aufbrechen wird von der Hochzeit, auf dafi, wenn er kommt und anklopft, sie ihm bald auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, so er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch, er wird sich aufschurzen und wird sie zu Tisch setzen und vor ihnen gehen und ihnen dienen. Und so er kommt in der andern Wache und in der dritten Wache und wird's also finden: selig sind diese Knechte. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wuftte, zu welcher Stunde der Dieb kame, so wachete er und liefie nicht in sein Haus brechen. Darum seid ihr auch bereit! Denn des Menschen Sohn wird kommen zu der Stunde, da ihr nicht meinet.
Responsorial Psalm
Psalm 83
Ein Psalmlied Assaphs. Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so stille; Gott, halte doch nicht so inne! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf. Sie machen listige Anschlage wider dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen. Wohl her! sprechen sie, ladt uns sie ausrotten, dad sie kein Volk seien, daß des Namens Israel nicht mehr gedacht werde! Denn sie haben sich miteinander vereiniget und einen Bund wider dich gemacht: die Hütten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter, der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Phüister, samt denen zu Tyrus; Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen und helfen den Kindern Lot. Sela. Tu ihnen wie den Midianitern, wie Sissera, wie Jabin am Bach Kison, die vertilget wurden bei Endor und wurden zu Kot auf Erden. Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna, die da sagen: Wirwollen die Hauser Gottes einnehmen. Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde! Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme, die Berge anzundet, also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem Ungewitter. Mache ihr Angesicht voll Schande, daß sie nach deinem Namen fragen müssen. Schamen müssen sie sich und erschrecken immer mehr und mehr und zuschanden werden und umkommen. So werden sie erkennen, dad du mit deinem Namen heidest HERR alleine und der Hochste in aller Welt.
Responsorial Psalm
Psalm 93
Der HERR ist Konig und herrlich geschmuckt; der HERR ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soli. Von dem an stehet dein Stuhl test; du bist ewig. HERR, die Wasserstrome erheben sich, die Wasserstrbme erheben ihr Brausen, die Wasserstrome heben empor die Wellen. Die Wasserwogen im Meer sind grofi und brausen greulich; der HERR aber ist noch grower in der Hohe. Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich.
Responsorial Psalm
Psalm 92
Ein Psalmlied auf den Sabbattag. Das ist ein kostlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Hdchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkundigen, auf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe. Denn, HERR, du lassest mich frohlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Geschafte deiner Hande. HERR, wie sind deine Werke so graft! Deine Gedanken sind so sehr tief. Ein Torichter glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht. Die Gottlosen grunen wie das Gras, und die Ubeltater blühen alle, bis sie vertilget werden immer und ewiglich. Aberdu, HERR, bistder Hochste und bleibest ewiglich. Denn siehe, deine Feinde, HERR, siehe, deine Feinde werden umkommen; und alle Ubeltater müssen zerstreuet werden. Aber mein Horn wird erhohet werden wie eines Einhorns, und werde gesalbet mit frischem Ole. Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden; und mein Ohrwird seine Lust horen an den Boshaftigen, die sich wider mich setzen. Der Gerechte wird grunen wie ein Palmbaum; er wird wachsen wie eine Zeder auf Libanon. Die gepflanzt sind in dem Hause des HERRN, werden in den Vorhofen unsers Gottes grunen. Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein, daß sie verkundigen, daß der HERR so fromm ist, mein Hort, und ist kein Unrecht an ihm.
Evening Prayer — First Lesson
Hosea 13
Da Ephraim schrecklich lehrete, ward er in Israel erhoben. Danach versundigten sie sich durch Baal und wurden daruber getotet. Aber nun machen sie der Sunden viel mehr und aus ihrem Silber Bilder, wie sie es erdenken konnen, namlich Gotzen, welche doch eitel Schmiedewerk sind. Noch predigen sie von denselben: Wer die Kalber kussen will, der soil Menschen opfern. Dieselbigen werden haben die Morgenwolke und den Tau, der frühe fallt, ja, wie die Spreu, die von der Tenne verweht wird, und wie der Rauch von der Feuermauer. Ich bin aber der HERR, dein Gott, aus Agyptenland her; und du solltestja keinen andern Gott kennen denn mich und keinen Heiland ohne allein mich. Ich nahm mich ja dein an in der Wüste, im durren Lande; Aber weil sie geweidet sind, daß sie satt worden sind und genug haben, erhebt sich ihr Herz; darum vergessen sie mein. So will ich auch werden gegen sie wie ein Lowe, und wie ein Parder auf dem Wege will ich auf sie lauern. Ich will ihnen begegnen wie ein Bar, dem seine Jungen genommen sind, und will ihrverstocktes Herz zerreifien und will sie daselbst wie ein Lowe fressen; die wilden Tiere sollen sie zerreilien. Israel, du bringest dich in Ungluck; denn dein Heil stehet allein bei mir. Wo ist dein Konig hin, derdirhelfen moge in alien deinen Stadten? und deine Richter, davon du sagtest: Gib mir Konige und Fursten? Wohlan, ich gab dir einen Konig in meinem Zorn und will dir ihn in meinem Grimm wegnehmen. Die Missetat Ephraims ist zusammengebunden, und ihre Sunde ist behalten. Denn es soil ihnen wehe werden wie einer Gebarerin; denn es sind unvorsichtige Kinder. Es wird die Zeit kommen, daß sie nicht bleiben werden vor dem Jammer der Kinder. Aber ich will sie erlosen aus der Holle und vom Tod erretten. Tod, ich will dir ein Gift sein; Holle, ich will dir eine Pestilenz sein! Doch ist der Trost vor meinen Augen verborgen. Denn erwird zwischen Brudern Frucht bringen. Es wird ein Ostwind kommen; der HERR wird aus der Wüste herauffahren und ihren Brunn austrocknen und ihre Quelle versiegen und wird rauben den Schatz alles kostlichen Gerates.
Second Reading
Jude 1
Judas, ein Knecht Jesu Christi, aber ein Bruder des Jakobus: den Berufenen, die da geheiliget sind in Gott dem Vater und behalten in Jesu Christo. Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Liebe! Ihr Lieben, nachdem ich vorhatte, euch zu schreiben von unser aller Heil, hielt ich's fur notig, euch mit Schriften zu ermahnen, daß ihr ob dem Glauben kampfet, der einmal den Heiligen vorgegeben ist. Denn es sind etliche Menschen nebeneingeschlichen, von denen vorzeiten geschrieben ist, zu solcher Strafe; die sind Gottlose und ziehen die Gnade unsers Gottes auf Mutwillen und verleugnen Gott und unsern Herrn Jesum Christum, den einigen Herrscher. Ich will euch aber erinnern, daß ihr wisset auf einmal dies, daß der Herr, da er dem Volk aus Agypten half, zum andernmal brachte er urn, die da nichtglaubten. Auch Engel, die ihr Fürstentum nicht behielten, sondern verlielien ihre Behausung, hat er behalten zum Gericht des grolien Tages mit ewigen Banden in Finsternis. Wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Stadte, die gleicherweise wie diese ausgehuret haben und nach einem andern Fleisch gegangen sind, zum Exempel gesetzt sind und leiden des ewigen Feuers Pein. Desselbigengleichen sind auch diese Traumer, die das Fleisch beflecken, die Herrschaften aber verachten und die Majestaten lastern. aber, der Erzengel, da er mit dem Teufel zankete und mit ihm redete uber den Leichnam Mose's, durfte er das Urteil der Lasterung nicht fallen, sondern sprach: Der Herr strafe dich! Diese aber lastern, da sie nichts von wissen; was sie aber naturlich erkennen, darinnen verderben sie wie die unvernunftigen Here. Wehe ihnen! denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam urn Genielies willen und kommen urn in dem Aufruhr Korahs. Diese Unflater prassen von euren Almosen ohne Scheu, weiden sich selbst; sie sind Wolken ohne Wasser, von dem Winde umgetrieben, kahle, unfruchtbare Baume, zweimal erstorben und ausgewurzelt, wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschaumen, irrige Sterne, welchen behalten ist das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit. Es hat aber auch von solchen geweissaget Henoch, der Siebente von Adam, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit viel tausend Heiligen, Gericht zu halten uber alle und zu strafen alle ihre Gottlosen urn alle Werke ihres gottlosen Wandels, damit sie gottlos gewesen sind, und urn alie das Harte, das die gottlosen Sunder wider ihn geredet haben. Diese murmeln und klagen immerdar, die nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte und achten das Ansehen der Person urn Nutzes willen. Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln unsers Herrn Jesu Christi, da sie euch sagten, daß zu der letzten Zeit werden Spotter sein, die nach ihren eigenen Lüsten des gottlosen Wesens wandeln. Diese sind, die da Rotten machen, Fleischliche, die da keinen Geist haben. Ihr aber, meine Lieben, erbauet euch auf euren allerheiligsten Glauben durch den Heiligen Geist und betet und behaltet euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unsers Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben. Und haltet diesen Unterschied, daß ihr euch etlicher erbarmet, etliche aber mit Furcht selig machet und rücket sie aus dem Feuer; und hasset den befleckten Rock des Fleisches. Dem aber, der euch kann behuten ohne Fehl und stellen vor das Angesicht seiner Herrlichkeit unstraflich mit Freuden; dem Gott, der allein weise ist, unserm Heilande, sei Ehre und Majestat und Gewalt und Macht nun und zu aller Ewigkeit! Amen.
Second Reading
Hebrews 13
Bleibet fest in der bruderlichen Liebe! Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget. Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen und derer, die Trubsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet. Die Ehe soil ehrlich gehalten werden bei alien und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten. Der Wandel sei ohne Geiz; und lasset euch begnügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versaumen, also daß wir dürfen sagen: Der Herr ist mein Heifer, und will mich nicht furchten; was sollte mir ein Mensch tun? Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein kostlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, so damit umgehen. Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der Hutte pflegen. Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige fur die Sünde, derselbigen Leichname werden verbrannt aufter dem Lager. Darum auch Jesus, auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, hat er gelitten auften vor dem Tor. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen aufter dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist, die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gottwohl. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafur geben sollen, auf daß sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. Betet fur uns! Unser Trost ist der, daß wir ein gut Gewissen haben und fleiftigen uns, guten Wandel zu führen bei alien. Ich ermahne euch aberzum Uberfluft, solches zu tun, auf daß ich aufs schierste wieder zu euch komme. Gott aber des Friedens, der von den Toten ausgeführet hat den groften Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern Herrn Jesum, der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefallig ist, durch Jesum Christum, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, haltet das Wort der Ermahnung zugute; denn ich habe euch kurz geschrieben. Wisset, daß der Bruder Timotheus wieder ledig ist, mit welchem, so er bald kommt, will ich euch sehen. Gruftet alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es grüften euch die Bruder aus Italien. Die Gnade sei mit euch alien! Amen.
Second Reading
Acts 17:1-15
Da sie aber durch Amphipolis und Apollonia reiseten, kamen sie gen Thessalonich. Da war eine Judenschule. Nachdem nun Paulus gewohnet war ging erzu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten aus der Schrift, tat sie ihnen auf und legte es ihnen vor, daß Christus mulite leiden und auferstehen von den Toten, und daß, dieser Jesus, den ich (sprach er) euch verkundige, ist der Christus. Und etliche unter ihnen fielen ihm zu und geselleten sich zu Paulus und Silas, auch der gottesfurchtigen Griechen eine große Menge, dazu der vornehmsten Weiber nicht wenig. Aber die halsstarrigen Juden neideten und nahmen zu sich etliche boshaftige Manner Pobelvolks, machten eine Rotte und richteten einen Aufruhr in der Stadt an und traten vor das Haus Jasons und suchten sie zu fuhren unter das gemeine Volk. Da sie aber sie nicht fanden, schleiften sie den Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrieen: Diese, die den ganzen Weltkreis erregen, sind auch herkommen; die herberget Jason; und diese alle handeln wider des Kaisers Gebot, sagen, ein anderer sei der Konig, namlich Jesus. Sie bewegeten aber das Volk und die Obersten der Stadt, die solches horeten. Und da sie Verantwortung von Jason und den andern empfangen hatten, lieüen sie sie los. Die Brüder aber fertigten alsobald ab bei der Nacht Paulus und Silas gen Beroa. Da sie dahinkamen, gingen sie in die Judenschule. Denn sie waren die edelsten unter denen zu Thessalonich; die nahmen das Wort auf ganz williglich und forscheten taglich in der Schrift, ob sich's also verhielte. So glaubten nun viel aus ihnen, auch der griechischen ehrbaren Weiber und Manner nicht wenig. Als aber die Juden zu Thessalonich erfuhren, daß auch zu Beroa das Wort Gottes von Paulus verkundiget würde, kamen sie und bewegten auch aildadas Volk. Aber da fertigten die Brüder Paulus alsobald ab, da(S er ging bis an das Meer; Silas aber und Timotheus blieben da. Die aber Paulus geleiteten, fuhreten ihn bis gen Athen. Und als sie Befehl empfingen an den Silas und Timotheus, daß sie aufs schierste zu ihm kamen, zogen sie hin.
Second Reading
Titus 2:9-15
Den Knechten daß sie ihren Herren untertanig seien, in alien Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf daß sie die Lehre Gottes, unsers Heilandes, zieren in alien Stricken. Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes alien Menschen und zuchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungottliche Wesen und die weltlichen Luste und zuchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des groften Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst fur uns gegeben bat, auf daß er uns erlosete von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleiftig ware zu guten Werken. Solches rede und ermahne und strafe mit ganzem Ernst. Laft dich niemand verachten!
Gospel
Mark 16
Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria des Jakobus und Salome Spezerei, auf daß sie kamen und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehrfrühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer walzet uns den Stein von des Grabes Tur? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewalzet war; denn er war sehr graft. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jungling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang weift Kleid an. Und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht! Ihrsuchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe da die Statte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt's seinen Jungern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen ankommen. Und sagten niemand nichts; denn sie furchteten sich. Jesus aber, da er auferstanden war frühe am ersten Tage der Sabbater, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkundigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weineten. Und dieselbigen, da sie horeten, daß er lebete und ware ihrerschienen, glaubten sie nicht. Danach da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer andern Gestalt, da sie aufs Feld gingen. Und dieselbigen gingen auch hin und verkundigten das den andern; denen glaubten sie auch nicht. Zuletzt, da die Elfe zu Tische saften, offenbarete er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Hartigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur! Wer da glaubet und getauft wird, derwird selig werden; wer aber nicht glaubet, derwird verdammt werden. Die Zeichen aber, die dafolgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Todliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hande legen, so wird's besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus und predigten an alien Orten. Und der Herrwirkte mit ihnen und bekraftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.
Evening Prayer — Second Lesson
Romans 1
Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes, welches er zuvor verheiften hat durch seine Prapheten in der Heiligen Schrift, von seinem Sohn, der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch und kraftiglich erweiset ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da heiliget, seit der Zeit er auferstanden ist von den Toten, namlich Jesus Christus, unser Herr (durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter alien Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen, welcher ihr zum Teil auch seid, die da berufen sind von Jesu Christo): Allen, die zu Rom sind, den Liebsten Gottes und berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller halben, daß man von eurem Glauben in aller Welt saget. Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich diene in meinem Geist am Evangelium von seinem Sohn, daß ich ohne Unterlali euer gedenke und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich's einmal zutragen wollte, daß ich zu euch kame durch Gottes Willen. Denn mich verlanget, euch zu sehen, auf daß ich euch mitteile etwas geistlicher Gabe, euch zu starken, das ist, daß ich samteuch getrostet wurde durch euren und meinen Glauben, den wir untereinander haben. Ich will euch aber nichtverhalten, liebe Bruder, daß ich mir oft habe vorgesetzt, zu euch zu kommen (bin aber verhindert bisher), daß ich auch unter euch Frucht schaffete gleichwie unter andern Heiden. Ich bin ein Schuldnerbeide, derßriechen und der Ungriechen, beide, der Weisen und der Unweisen. Darum, soviel an mir ist bin ich geneigt, auch euch zu Rom das Evangelium zu predigen. Denn ich schame mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig machet alle, die daran glauben, die Juden vomehmlich und auch die Griechen, sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, weiche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben stehet: Der Gerechte wird seines Glaubens leben. Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart uber alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten. Denn daß man weili, daß Gott sei, istihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart damit, daß Gottes unsichtbares Wesen, das ist, seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahmimmt an den Werken, namlich an der Schopfung der Welt, also daß sie keine Entschuldigung haben, dieweil siewuliten, daß ein Gott ist, und haben ihn nicht gepreiset als einen Gott noch gedanket, sondern sind in ihrem Dichten eitel worden, und ihr unverstandiges Herz ist verfinstert. Da sie sich fur weise hieiten, sind sie zu Narren worden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unverganglichen Gottes in ein Bild gleich dem verganglichen Menschen und der Vogel und der vierfülügen und der kriechenden Tiere. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Geluste, in Unreinigkeit, zu schanden ihre eigenen Leiber an sich selbst. Die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Luge und haben geehret und gedienet dem Geschopfe mehr denn dem Schopfer, der da gelobet ist in Ewigkeit. Amen. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in schandliche Luste. Denn ihre Weiber haben verwandelt den naturlichen Brauch in den unnatürlichen. Desselbigengleichen auch die Manner haben verlassen den naturlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzet in ihren Lusten, und haben Mann mit Mann Schande gewirket und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen. Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Hasses, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenblaser, Verleumder, Gottesverachter, Frevler, hoffartig, ruhmredig, Schadliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, storrig, unversohnlich, unbarmherzig die Gottes Gerechtigkeit Wissen (daß, die solches tun, des Todes würdig sind), tun sie es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.
Gospel
Matthew 6:1-6
Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laft deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kammerlein und schliefte die Turzu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich.
Gospel
Matthew 20:29-34
Und da sie von Jericho auszogen, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und da sie horeten, daß Jesus voruberging, schrieen sie und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Aber das Volk bedrauete sie, daß sie schweigen sollten. Aber sie schrieen viel mehr und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Jesus aber stund stille und rief sie und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch tun soil? Sie sprachen zu ihm: Herr, daß unsere Augen aufgetan werden. Und es jammerte Jesum und ruhrete ihre Augen an. Und alsbald wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.
Gospel
Mark 7
Und es kamen zu ihm die Pharisaer und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem kommen waren. Und da sie sahen etliche seiner Junger mit gemeinen, das ist, mit ungewaschenen Handen das Brat essen, versprachen sie es. Denn die Pharisaer und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die Hande manchmal; halten also die Aufsatze der Altesten. Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, sie waschen sich denn. Und des Dings ist viel, das sie zu halten haben angenommen, von Trinkgefaften und Krugen und ehernen Gefaften und Tischen zu waschen. Da fragten ihn nun die Pharisaer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Junger nicht nach den Aufsatzen der Altesten, sondern essen das Brat mit ungewaschenen Handen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dies Volk ehret mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Vergeblich aber ist's, daß sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre, die nichts ist denn Menschengebot. Ihr verlasset Gottes Gebot und haltet der Menschen Aufsatze, von Krugen und Trinkgefaften zu waschen; und desgleichen tut ihr viel. Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr Gottes Gebot aufgehoben, auf daß ihr eure Aufsatze haltet. Denn Mose hat gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren; und: Wer Vater Oder Mutter flucht, der soil des Todes sterben: Ihr aber lehret: Wenn einer spricht zum Vater Oder Mutter: Korban, das ist, wenn ich's opfere, so ist dir's viel nutzer, der tut wohl. Und so laftt ihr hinfort ihn nichts tun seinem Vater Oder seiner Mutter und hebet auf Gottes Wort durch eure Aufsatze, die ihr aufgesetzt habt; und desgleichen tut ihr viel. Und er rief zu sich das ganze Volk und sprach zu ihnen: Horet mir alle zu und vernehmet's! Es ist nichts aufter dem Menschen, was ihn konnte gemein machen, so es in ihn gehet; sondern was von ihm ausgehet, das ist's, was den Menschen gemein macht. Hat jemand Ohren zu horen, der hore! Und da ervon dem Volk ins Haus kam, fragten ihn seine Junger um dieses Gleichnis. Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverstandig? Vernehmet ihr noch nicht, daß alles, was auften ist und in den Menschen gehet, das kann ihn nicht gemein machen? Denn es gehet nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und gehet aus durch den naturlichen Gang, der alle Speise ausfeget. Und er sprach: Was aus dem Menschen gehet, das macht den Menschen gemein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus bose Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit; List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslasterung, Hoffart, Unvernunft. Alle diese bosen Stücke gehen von innen heraus und machen den Menschen gemein. Und er stund auf und ging von dannen in die Grenze von Tyrus und Sidon und ging in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen und konnte doch nicht verborgen sein. Denn ein Weib hatte von ihm gehort, deren Tochterlein einen unsauberen Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füften (und es war ein griechisch Weib aus Syrophonizien); und sie bat ihn, daß er den Teufel von ihrer Tochter austriebe. Jesus aber sprach zu ihr: Laft zuvor die Kinder satt werden! Es ist nicht fein, daß man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder. Und er sprach zu ihr: Um des Worts willen so gehe hin; der Teufel ist von deiner Tochter ausgefahren. Und sie ging hin in ihr Haus und fand, daß der Teufel war ausgefahren und die Tochter auf dem Bette liegend. Und da erwieder ausging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an das Galilaische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Stadte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und sputzete und ruhrete seine Zunge. Und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich fiber die Malien und sprachen: Er hat alles wohl gemacht: die Tauben macht er horend und die Sprachlosen redend.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
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