Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Ephesians 2:1-10

Und auch euch, da ihr tot waret durch Ubertretungen und Sunden, in welchen ihrweiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Fursten, der in der Luft herrschet, namlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, unter welchen wir auch alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lusten unsers Fleisches, und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern; aber Gott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine grolie Liebe, damit er uns geliebet hat: da wir tot waren in den Sunden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnaden seid ihr selig worden) und hat uns samt ihm auferwecket und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, auf dafi er erzeigete in den zukünftigen Zeiten den uberschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte uber uns in Christo Jesu. Denn aus Gnaden seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daü wir darinnen wandeln sollen.

First Reading

Ezekiel 5

Und du, Menschenkind, nimm ein Schwert, scharf wie ein Schermesser, und fahre damit uber dein Haupt und Bart und nimm eine Waage und teile sie damit. Das eine dritte Teil sollst du mit Feuer verbrennen mitten in der Stadt, wenn die Tage der Belagerung um sind; das andere dritte Teil nimm und schlage es mit dem Schwert ringsumher; das letzte dritte Teil streue in den Wind, dad ich das Schwert hinter ihnen her ausziehe. Nimm aber ein klein wenig davon und binde es in deinen Mantelzipfel. Und nimm wiederum etliches davon und wirfs in ein Feuer und verbrenne es mit Feuer; von dem soli ein Feuer auskommen uber das ganze Haus Israel. So spricht der Herr HERR: Das ist Jerusalem, die ich unter die Heiden gesetzt habe, und rings um sie her Lander. Sie aber hat mein Gesetz verwandelt in gottlose Lehre mehr denn die Heiden und meine Rechte mehr denn die Lander, so rings um sie her liegen. Denn sie verwerfen mein Gesetz und wollen nicht nach meinen Rechten leben. Darum spricht der Herr HERR also: Weil ihr's mehr machet denn die Heiden, so um euch her sind, und nach meinen Geboten nicht lebet und nach meinen Rechten nicht tut, sondern nach der Heiden Weise tut, die um euch her sind, so spricht der Herr HERR also: Siehe, ich will auch an dich und will Recht uber dich gehen lassen, dall die Heiden zusehen solien. Und will also mit dir umgehen, als ich nie getan und hinfort nicht tun werde, um aller deiner Greuel willen, dad in dir die Vater ihre Kinder und die Kinder ihre Vater fressen solien; und will solch Recht uber dich gehen lassen, dad alle deine Ubrigen solien in alle Winde zerstreuet werden. Darum, so wahr als ich lebe, spricht der Herr HERR, weil du mein Heiligtum mit deinen allerlei Greueln und Gotzen verunreiniget hast, will ich dich auch zerschlagen, und mein Auge soil dein nicht schonen und will nicht gnadig sein. Es soil das dritte Teil von dir an der Pestilenz sterben und durch Hunger alle werden, und das andere dritte Teil durchs Schwert fallen rings um dich her, und das letzte dritte Teil will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her ausziehen. Also soil mein Zorn vollendet und mein Grimm uber ihnen ausgerichtet werden, daß ich meinen Mut kuhle; und sie sollen erfahren, daß ich, der HERR, in meinem Eifer geredet habe, wenn ich meinen Grimm an ihnen ausgerichtet habe. Ich will dich zur Wüste und zur Schmach setzen vor den Heiden, so um dich her sind, vor den Augen aller, die vorübergehen. Und sollsteine Schmach, Hohn, Exempel und Wunder sein alien Heiden, die um dich her sind, wenn ich über dich das Recht gehen lasse mit Zorn, Grimm und zornigem Schelten (das sage ich, der HERR), und wenn ich bose Pfeile des Hungers untersie schießen werde, die da schadlich sein sollen, und ich sie ausschießen werde, euch zu verderben, und den Hunger über euch immer großer werden lasse und den Vorrat des Brots wegnehme. Ja, Hunger und bose wilde Tiere will ich unter euch schicken, die sollen euch ohne Kinder machen; und soil Pestilenz und Flut unter dir umgehen, und will das Schwert über dich bringen. Ich, der HERR, habe es gesagt.

First Reading

Jonah 3:1-10

Und es geschah das Wort des HERRN zum andernmal zu Jona und sprach: Mache dich auf, gehe in die grofte Stadt Ninive und predige ihr die Predigt, die ich dir sage! Da machte sich Jona auf und ging hin gen Ninive, wie der HERR gesagt hatte. Ninive aber war eine grofte Stadt Gottes, drei Tagereisen graft. Und da Jona anfing, hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und lieften predigen, man sollte fasten, und zogen Sacke an, beide, graft und klein. Und da das vor den Konig zu Ninive kam, stund er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllete einen Sack urn sich und setzte sich in die Asche. Und lieft ausschreien und sagen zu Ninive aus Befehl des Koniges und seiner Gewaltigen also: Es soil weder Mensch noch Tier, weder Ochsen noch Schafe etwas kosten, und man soil sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; und sollen Sacke um sich hüllen beide, Menschen und Tier, und zu Gott rufen heftig; und ein jeglicher bekehre sich von seinem bosen Wege und vom Frevel seiner Hande! Wer weiß, Gott mochte sich kehren und ihn reuen und sich wenden von seinem grimmigen Zorn, da(3> wir nicht verderben. Da aber Gott sah ihre Werke, dafi sie sich bekehreten von ihrem bosen Wege, reuete ihn des libels, das er geredet hatte, ihnen zu tun, und tat's nicht.

Morning Prayer — First Lesson

Amos 3

Horet, was der HERR mit euch redet, ihr Kinder Israel, namlich mit alien Geschlechtern, die ich aus Agyptenland gefuhret habe, und sprach: Aus alien Geschlechtern auf Erden hab ich allein euch erkannt; darum will ich auch euch heimsuchen in all eurer Missetat. Mogen auch zween miteinanderwandeln, sie seien denn eins untereinander? Brullet auch ein Lowe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreiet auch ein junger Lowe aus seiner Hohle, er habe denn etwas gefangen? Fallt auch ein Vogel in den Strick auf der Erde, da kein Vogler ist? Hebt man auch den Strick auf von der Erde, der noch nichts gefangen hat? Blaset man auch die Posaune in einer Stadt, da sich das Volk davor nicht entsetze? Ist auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tue? Denn der Herr HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten. Der Lowe brullet; wer sollte sich nicht furchten? Der Herr HERR redet; wer sollte nicht weissagen? Verkundiget in den Palasten zu Asdod und in den Palasten im Lande Agypten und sprechet: Sammelt euch auf die Berge Samaria und sehet, welch ein groß Zetergeschrei und Unrecht drinnen ist! Sie achten keines Rechten, spricht der HERR, sammeln Schatze von Frevel und Raube in ihren Palasten. Darum spricht der Herr HERR also: Man wird dies Land ringsumher belagern und dich von deiner Macht herunterreißen und deine Hauser plundern. So spricht der HERR: Gleichwie ein Hirt dem Lowen zwei Kniee Oder ein Ohrlapplein aus dem Maul reißet, also sollen die Kinder Israel herausgerissen werden, die zu Samaria wohnen und haben in der Ecke ein Bett und zu Damaskus eine Sponde. Horet und zeuget im Hause Jakobs, spricht der Herr HERR, der Gott Zebaoth. Denn zur Zeit, wenn ich die Sunde Israels heimsuchen werde, will ich die Altare zu Bethel heimsuchen und die Horner des Altars abbrechen, daß sie zu Boden fallen sollen. Und will beide, Winterhaus und Sommerhaus, schlagen; und sollen die elfenbeinernen Hauser untergehen und viel Hauser verderbet werden, spricht der HERR.

Epistle

Galatians 5:16-24

Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Luste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelustet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch. Dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, FHurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgotterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehoren, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lusten und Begierden.

First Reading

Genesis 4

Und Adam erkannte sein Weib Heva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe den Mann, des HERRN. Und sie fuhr fort und gebar Habel, seinen Bruder. Und Habel ward ein Schafer, Kain aber ward ein Ackermann. Es begab sich aber nach etlichen Tagen, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Fruchten des Feldes, und Habel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fetten. Und der HERR sah gnadiglich an Habel und seine Opfer; aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnadiglich an. Da ergrimmete Kain sehr, und seine Gebarde verstellte sich. Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmest du, und warum verstellet sich deine Gebarde? Ist's nicht also? wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruhet die Sünde vor der Tur. Aber laß du ihr nicht ihren Willen, sondern herrsche uber sie. Da redete Kain mit seinem Bruder Habel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhub sich Kain wider seinen Bruder Habel und schlug ihn tot. Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Habel? Er sprach: Ich weili nicht; soli ich meines Bruders Huter sein? Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme deines Bruders Bluts schreiet zu mir von der Erde. Und nun verflucht seiest du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Handen empfangen. Wenn du den Acker bauen wirst, soli er dir fort sein Vermogen nicht geben. Unstet und fluchtig sollst du sein auf Erden. Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Sünde ist grofier, denn daß sie mir vergeben werden mdge. Siehe, du treibest mich heute aus dem Lande und muß mich vor deinem Angesicht verbergen und muß unstet und fluchtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, daß mich totschlage, wer mich findet. Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlagt, das soil siebenfaltig gerochen werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschluge, wer ihn fande. Alsoging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnete im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen. Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Hanoch. Und er bauete eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Hanoch. Hanoch aberzeugete Irad, Irad zeugete Mahujael, Mahujael zeugete Methusael, Methusael zeugete Lamech. Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hieß Ada, die andere Zilla. Und Ada gebar Jabal; von dem sind herkommen, die in Hutten wohneten und Vieh zogen. Und sein Bruder hieß Jubal; von dem sind herkommen die Geiger und Pfeifer. Die Zilla aber gebar auch, namlich dem Thubalkain, den Meister in allerlei Erz und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema. Und Lamech sprach zu seinen Weibern, Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, horet meine Rede und merket, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen mirzur Wunde und einen Jungling mirzur Beule. Kain soil siebenmal gerochen werden, aber Lamech siebenundsiebenzigmal. Adam erkannte abermal sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hieß sie Seth; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzt fur Habel, den Kain erwurget hat. Und Seth zeugete auch einen Sohn und hieß ihn Enos. Zu derselbigen Zeit fing man an zu predigen von des HERRN Namen.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 5

Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich, und seine Junger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrete sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getrostet werden. Selig sind die Sanftmutigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und durstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gottschauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heilien. Selig sind, die urn Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen urn meinetwillen schmahen und verfolgen und reden allerlei Ubles wider euch, so sie daran lugen. Seid frohlich und getrost, es wird euch im Himmel wohl belohnt werden! Denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind. Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der Schriftgelehrten und Pharisaer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht toten; wer aber totet, der soil des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zurnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des hollischen Feuers schuldig. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laft allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versohne dich mitdeinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf dafi dich der Widersacher nicht dermaleinst uberantworte dem Richter, und der Richter uberantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Argert dich aber dein rechtes Auge; so reift es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Argert dich deine rechte Hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soil ihrgeben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freiet, der bricht die Ehe. Ihr habt weiter gehort, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten. Ich aber sage euch, daß ihr allerdinge nicht schworen sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl; noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fuße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie isteines groften Konigs Stadt. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schworen; denn du vermagst nicht ein einiges Haarweift Oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was daruber ist, das ist vom Ubel. Ihr habt gehort, dafi da gesagt ist: Auge urn Auge, Zahn urn Zahn. Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Ubel, sondern so dirjemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laft auch den Mantel. Und so dich jemand notiget eine Meile, so gehe mit ihm zwo. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. Ihr habt gehort, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nachsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tutwohl denen, die euch hassen, bittet fur die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel Denn er laftt seine Sonne aufgehen uber die Bosen und uber die Guten und lasset regnen uber Gerechte und Ungerechte. Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fur Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zollner? Und so ihr euch nur zu euren Brudern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zollner auch also? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Responsorial Psalm

Psalm 96

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil! Erzahlet unter den Heiden seine Ehre, unter alien Volkern seine Wunder! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich uber alle Gotter. Denn alle Gotter der Vdlker sind Gotzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prachtig vor ihm und gehet gewaltiglich und loblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Volker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht! Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhofe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es furchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HERR Konig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dafi es bleiben soil, und richtet die Volker recht Himmel freue sich, und Erde sei frohlich; das Meer brause, und was drinnen ist; das Feld sei frohlich und alles, was drauf ist; und lasset ruhmen alle Baume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Erwird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit seiner Wahrheit.

Gospel

Matthew 6:24-33

Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den andern lieben, Oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fur euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vogel unter dem Himmel an: sie saen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nahret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle zusetzen moge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglaubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dafi ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.

Responsorial Psalm

Psalm 87

Ein Psalmlied der Kinder Korah. Sie ist test gegrundet auf den heiligen Bergen. Der HERR liebet die Tore Zions uber alle Wohnungen Jakobs. Herrliche Dinge werden in dir geprediget, du Stadt Gottes. Sela. Ich will predigen lassen Rahab und Babel, daß sie mich kennen soilen. Siehe, die Philister und Tyrer samt den Mohren werden daselbst geboren. Man wird zu Zion sagen, daß allerlei Leute drinnen geboren werden, und daß er, der Hochste, sie baue. Der HERR wird predigen lassen in allerlei Sprachen, daß deren etliche auch daselbst geboren werden. Sela. Und die Sanger, wie am Reigen, werden alle in dir singen, eins urns andere.

Responsorial Psalm

Psalm 97

Der HERR ist Konig; des freue sich das Erdreich, und seien frohlich die Inseln, soviel ihrer ist. Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung: Feuer gehet vor ihm her und zündet an umher seine Feinde. Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens. Die Himmel verkundigen seine Gerechtigkeit, und alle Volker sehen seine Ehre. Schamen mussen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Gotzen ruhmen. Betet ihn an, alle Gotter! Zion horetes und istfroh; und die Tochter Judas sind frohlich, HERR über deinem Regiment. Denn du, HERR, bist der Hochste in alien Landen; du bist sehr erhohet über alle Gotter. Die ihrden HERRN liebet, hasset das Arge! Der HERR bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freuet euch des HERRN; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!

Responsorial Psalm

Psalm 96

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil! Erzahlet unter den Heiden seine Ehre, unter alien Volkern seine Wunder! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich uber alle Gotter. Denn alle Gotter der Vdlker sind Gotzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prachtig vor ihm und gehet gewaltiglich und loblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Volker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht! Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhofe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es furchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HERR Konig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dafi es bleiben soil, und richtet die Volker recht Himmel freue sich, und Erde sei frohlich; das Meer brause, und was drinnen ist; das Feld sei frohlich und alles, was drauf ist; und lasset ruhmen alle Baume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Erwird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit seiner Wahrheit.

Evening Prayer — First Lesson

Amos 4

Horet dies Wort, ihr fetten Kuhe, die ihr auf dem Berge Samaria seid und den Durftigen unrecht tut und untertretet die Armen und sprechet zu euren Herren: Bringe her, laß uns saufen! Der Herr HERR hat geschworen bei seiner Heiligkeit: Siehe, es kommt die Zeit uber euch, daß man euch wird herausrücken mit Angeln und eure Nachkommen mit Fischhaklein. Und werdetzu den Lücken hinausgehen, eine jegliche vor sich hin, und gen Harmon weggeworfen werden, spricht der HERR. Ja, kommt her gen Bethel und treibet Sunde und gen Gilgal, daß ihr der Sunden viel machet; und bringet eure Opfer des Morgens und eure Zehnten des dritten Tages. Und rauchert vom Sauerteig zum Dankopfer und prediget von freiwilligem Opfer und verkundiget es; denn so habt ihr's gerne, ihr Kinder Israel, spricht der Herr HERR. Darum hab ich euch auch in alien euren Stadten müßige Zahne gegeben und Mangel an Brot an alien euren Orten. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der HERR. Auch hab ich den Regen uber euch verhalten, bis daß noch drei Monden waren zur Ernte; und ich ließ regnen uber eine Stadt und auf die andere ließ ich nicht regnen; ein Acker ward beregnet, und der andere Acker, der nicht beregnet ward, verdorrete. Und zogen zwo, drei Stadte zu einer Stadt, daß sie Wasser trinken mochten, und konnten es nicht genug finden. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der HERR. Ich plagte euch mit durrer Zeit und mit Brandkorn; so fraßen auch die Raupen alles, was in euren Garten, Weinbergen, Feigenbaumen und Olbaumen wuchs. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der HERR. Ich schickte Pestilenz unter euch, gleicherweise wie in Agypten; ich totete eure junge Mannschaft durchs Schwert und ließ eure Pferde gefangen wegfuhren; ich ließ den Gestankvon eurem Heerlager in eure Nasen gehen. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der HERR. Ich kehrete etliche unter euch urn, wie Gott Sodom und Gomorrha umkehrete, daß ihrwaretwie ein Brand, der aus dem Feuer gerissen wird. Noch kehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der HERR. Darum will ich dirweiter also tun, Israel. Weil ich denn dir also tun will, so schicke dich, Israel, und begegne deinem Gott! Denn siehe, er ist's, der die Berge macht, den Wind schaffet und zeiget dem Menschen, was er reden soil. Er macht die Morgenrote und die Finsternis; er tritt auf den Hohen der Erden: er heißt HERR, Gott Zebaoth.

Second Reading

Romans 4

Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, daß ergefunden habe nach dem Fleisch? Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat erwohl Ruhm, aber nicht vor Gott. Was sagt denn die Schrift? Abraham hat Gott geglaubet, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Dem aber, der mit Werken umgehet, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. Dem aber, der nicht mit Werken umgehet, glaubet aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. Nach welcher Weise auch David sagt, daß die Seligkeit sei allein des Menschen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke, da er spricht: Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind, und welchen ihre Sunden bedecket sind. Selig ist der Mann, welchem Gott keine Sünde zurechnet. Nun, diese Seligkeit, gehet sie uber die Beschneidung Oder uber die Vorhaut? Wir mussen je sagen, daß Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet. Wie ist er ihm denn zugerechnet, in der Beschneidung Oder in der Vorhaut? Ohne Zweifel nicht in der Beschneidung, sondern in der Vorhaut. Das Zeichen aber der Beschneidung empfing er zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er noch in der Vorhaut hatte, auf daß er würde ein Vater aller, die da glauben in der Vorhaut, daß denselbigen solches auch gerechnet werde zur Gerechtigkeit und würde auch ein Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die von der Beschneidung sind, sondern auch derer, die wandeln in den Fufttapfen des Glaubens, welcher war in der Vorhaut unsers Vaters Abraham. Denn die Verheiftung, daß er sollte sein der Welt Erbe, ist nicht geschehen Abraham Oder seinem Samen durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. Denn wo die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube nichts, und die Verheißung ist ab. Sintemal das Gesetz richtet nur Zorn an; denn wo das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Ubertretung. Derhalben muiß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf daß sie sei aus Gnaden, und die Verheiftung test bleibe allem Samen, nicht dem alleine, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater, wie geschrieben stehet: Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Heiden vor Gott, dem du geglaubet hast, der da lebendig machet die Toten und rufet dem, das nicht ist, daß es sei. Und er hat geglaubet auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf daß er würde ein Vater vieler Heiden, wie denn zu ihm gesagt ist: Also soli dein Same sein. Und erward nichtschwach imßlauben, sah auch nicht an seinen eigenen Leib, welcher schon erstorben war, weil er fast hundertjahrig war, auch nicht den erstorbenen Leib der Sara. Denn er zweifelte nicht an der Verheiliung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wuftte aufs allergewisseste, dad, was Gott verheiftet, das kann er auch tun. Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. Das ist aber nicht geschrieben allein urn seinetwillen, dad es ihm zugerechnet ist, sondern auch um unsertwillen, welchen es soli zugerechnet werden, so wir glauben an den, der unsern Herrn Jesum auferwecket hat von den Toten. welcher ist um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket.

Second Reading

James 4

Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt's nicht daher, aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet und gewinnet damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet. Ihr bittet und krieget nicht, darum daß ihr ubel bittet, namlich dahin, daß ihr's mit euren Wollüsten verzehret. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder lasset ihr euch dunken, die Schrift sage umsonst: Den Geist, der in euch wohnet, gelüstet wider den Hafi? Und gibt reichlich Gnade, sintemal die Schrift sagt: Gott widerstehet den Hoffartigen, aber den Demutigen gibt er Gnade. So seid nun Gott untertanig. Wider stehet dem Teufel, so flieht er von euch. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Reiniget die Hande, ihr Sunder, und machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen! Seid elend und traget Leid und weinet! Euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demutiget euch vor Gott, so wird er euch erhohen. Afterredet nicht untereinander, liebe Bruder! Wer seinem Bruder afterredet und urteilet seinen Bruder, der afterredet dem Gesetz und urteilet das Gesetz. Urteilest du aber das Gesetz, so bist du nicht ein Tater des Gesetzes, sondern ein Richter. Es istein einiger Gesetzgeber, der kann selig machen und verdammen. Wer bist du, der du einen andern urteilest? Wohlan, die ihr nun saget: Heute Oder morgen wollen wir gehen in die Oder die Stadt und wollen ein Jahrda liegen und hantieren und gewinnen, die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist's, der eine kleine Zeit wahret, danach aber verschwindet er. Dafür ihr sagen solltet: So der Herr will, und wir leben, wollen wir dies Oder das tun. Nun aber rühmet ihr euch in eurem Hochmut. Aller solcher Ruhm ist bose. Denn wer da weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist's Sunde.

Second Reading

Acts 19:1-20

Es geschah aber, da Apollos zu Korinth war, daß Paulus durchwandelte die obern Lander und kam gen Ephesus und fand etliche Junger. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, da ihr glaubig worden seid? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehort, ob ein Heiliger Geist sei. Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft? Sie sprachen: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buüe und sagte dem Volk, daü sie sollten glauben an den, der nach ihm kommen sollte, das ist, an Jesum, daü der Christus sei. Da sie das horeten, lielien sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesu. Und da Paulus die Hande auf sie legete, kam der Heilige Geist auf sie und redeten mit Zungen und weissageten. Und aller der Manner waren bei zwolfen. Er ging aber in die Schule und predigte frei drei Monden lang, lehrete und beredete sie von dem Reich Gottes. Da aber etliche verstockt waren und nicht glaubten und ubel redeten von dem Wege vor der Menge, wich er von ihnen und sonderte ab die Junger und redete taglich in der Schule eines, der hiefi Tyrannus. Und dasselbige geschah zwei Jahre lang, also daß alle, die in Asien wohneten, das Wort des Herrn Jesu horeten, beide, Juden und Griechen. Und Gottwirkete nicht geringe Taten durch die Hande des Paulus, also daß sie auch von seiner Haut die Schweilituchlein und Koller über die Kranken hielten, und die Seuchen von ihnen wichen, und die bosen Geister von ihnen ausfuhren. Es unterwanden sich aber etliche der umlaufenden Juden, die da Beschworer waren, den Namen des Herrn Jesu zu nennen uber die da bose Geister hatten, und sprachen: Wir beschworen euch bei Jesu, den Paulus prediget. Es waren ihrer aber sieben Sohne eines Juden, Skeva, des Hohenpriesters, die solches taten. Aber der bose Geist antwortete und sprach: Jesum kenne ich wohl, und Paulus weili ich wohl; wer seid ihr aber? Und der Mensch, in dem der bose Geist war, sprang auf sie und ward ihrer machtig und warf sie unter sich, also daß sie nackend und verwundet aus demselbigen Hause entflohen. Dasselbige aber ward kund alien, die zu Ephesus wohneten, beide, Juden und Griechen; und fiel eine Furcht uber sie alle, und der Name des Herrn Jesu ward hochgelobet. Es kamen auch viel derer, die glaubig waren worden, und bekannten und verkundigten, was sie ausgerichtet hatten. Viele aber, die da vorwitzige Kunst getrieben hatten, brachten die Bucher zusammen und verbrannten sie offentlich und uberrechneten, was sie wert waren, und fanden des Geldes fünfzigtausend Groschen. Also machtig wuchs das Wort des Herrn und nahm uberhand.

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Philemon 1:8-14

Darum, wiewohl ich habe grofte Freudigkeit in Christo, dirzu gebieten, was dirziemet, so will ich doch urn der Liebe willen nur vermahnen, der ich ein solcher bin, namlich ein alter Paulus, nun aber auch ein Gebundener Jesu Christi. So ermahne ich dich urn meines Sohnes willen, Onesimus, den ich gezeuget habe in meinen Banden, welcher weiland dir unnutze, nun aber dir und mirwohl nütze ist: den habe ich wiedergesandt. Du aberwollest ihn, das ist, mein eigen Herz, annehmen. Denn ich wollte ihn bei mir behalten, daß er mir an deiner Statt dienete in den Banden des Evangeliums; aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, auf daß dein Gutes nicht ware genotiget, sondern freiwillig.

Gospel

Luke 4

Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam wieder von dem Jordan und ward vom Geist in die Wuste gefuhret und ward vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. Und er ali nichts in denselbigen Tagen. Und da dieselbigen ein Ende hatten, hungerte ihn danach. Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes. Und der Teufel fuhrete ihn auf einen hohen Berg und weisete ihm alle Reiche der ganzen Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, welchem ich will. So du nun mich willst anbeten, so soil es alles dein sein. Jesus antwortete ihm und sprach: Heb' dich weg von mir, Satan! Es stehet geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, anbeten und ihm allein dienen. Und er fuhrete ihn gen Jerusalem und stellete ihn auf des Tempels Zinne und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so lali dich von hinnen hinunter; denn es stehet geschrieben: Er wird befehlen seinen Engeln von dir, daß sie dich bewahren und auf den Handen tragen, auf dafi du nicht etwa deinen Fuli an einen Stein stoßest. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Und da der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang. Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galilaa; und das Gerucht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte. Und er lehrete in ihren Schulen und ward von jedermann gepreiset. Und erkam gen Nazareth, da ererzogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den Ort, da geschrieben stehet: Der Geist des Herrn ist bei mir, derhalben er mich gesalbet hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstolienen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu predigen das angenehme Jahr des Herm. Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllet vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist das nicht Josephs Sohn? Und ersprach zu ihnen: Ihrwerdetfreilichzumir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie groüe Dinge haben wir gehort zu Kapernaum geschehen? Tue auch also hier in deinem Vaterlande! Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist angenehm in seinem Vaterlande. Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viel Witwen in Israel zu Elias Zeiten, da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monden, da eine große Teurung war im ganzen Lande; und zu der keiner ward Elia gesandt denn allein gen Sarepta der Sidonier, zu einer Witwe. Und viel Aussatzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und der keiner ward gereiniget denn allein Naeman aus Syrien. Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Schule waren, da sie das horeten, und stunden auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und fuhreten ihn auf einen Hugel des Berges, darauf ihre Stadt gebauet war, daß sie ihn hinabsturzeten. Aber er ging mitten durch sie hinweg. Und kam gen Kapernaum, in die Stadt Galilaas, und iehrete sie an den Sabbaten. Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig. Und es war ein Mensch in der Schule, besessen mit einem unsaubern Teufel. Und der schrie laut und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weili, wer du bist, namlich der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der Teufel warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden. Und es kam eine Furcht uber sie alle, und redeten miteinander und sprachen: Was ist das fur ein Ding? Er gebeut mit Macht und Gewalt den unsaubern Geistern, und sie fahren aus. Und es erscholl sein Geschrei in alle Orter des umliegenden Landes. Und er stund auf aus der Schule und kam in Simons Haus. Und Simons Schwieger war mit einem harten Fieber behaftet; und sie baten ihn fur sie. Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verließ sie. Und bald stund sie auf und dienete ihnen. Und da die Sonne untergegangen war, alle die, so Kranke hatten mit mancherlei Seuchen, brachten sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen die Hande und machte sie gesund. Es fuhren auch die Teufel aus von vielen, schrieen und sprachen: Du bist Christus, der Sohn Gottes. Und er bedrauete sie und ließ sie nicht reden; denn sie wußten, daß er Christus war. Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine wüste Statte; und das Volk suchte ihn, und kamen zu ihm und hielten ihn auf, daß er nicht von ihnen ginge. Er aber sprach. zu ihnen: Ich muß auch andern Stadten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. Und er predigte in den Schulen Galilaas.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 5

Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir auch einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade darinnen wir stehen, und ruhmen uns der Hoffnung der zukunftigen Herrlichkeit die Gott geben soil. Nicht allein aber das, sondern wir ruhmen uns auch der Trubsale dieweil wirwissen, dad Trubsal Geduld bringet. Geduld aber bringet Erfahrung, Erfahrung aber bringet Hoffnung, Hoffnung aber laftt nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist fur uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um des Rechtes willen; um etwas Gutes willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, dad Christus fur uns gestorben ist, da wir noch Sunder waren. So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Denn so wir Gott versohnet sind durch den Tod seines Sohns, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versohnet sind. Nicht aliein aber das, sondern wir ruhmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir nun die Versohnung empfangen haben. Derhaiben, wie durch einen Menschen die Sunde ist kommen in die Welt und der Tod durch die Sunde, und ist also der Tod zu alien Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesundiget haben; (denn die Sunde warwohl in der Welt bisauf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sunde nicht, sondern der Tod herrschte von Adam an bis auf Mose, auch uber die, die nicht gesundiget haben mit gieicher Ubertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der zukunftig war. Aber nicht halt sich's mit der Gabe wie mit der Sunde. Denn so an eines Sunde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einigen Menschen, Jesu Christi. Und nicht ist die Gabe allein uber eine Sunde wie durch des einigen Sunders einige Sunde alles Verderben. Denn das Urteil ist kommen aus einer Sunde zur Verdammnis; die Gabe aber hilftauch aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. Denn so um des einigen Sunde willen der Tod geherrschet hat durch den einen, viel mehr werden die, so da empfangen die Fülle der Gnade und der Gabe zur Gerechtigkeit, herrschen im Leben durch einen, Jesum Christum): wie nun durch eines Sunde die Verdammnis uber alle Menschen kommen ist, also ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen kommen. Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viel Sunder worden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechte. Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf dati die Sunde machtiger würde. Wo aber die Sunde machtig worden ist, da ist doch die Gnade viel machtiger worden, auf daß, gleichwie die Sunde geherrschet hat zu dem Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern Herrn.

Gospel

Matthew 9:35-10:8

Und Jesus ging umher in alle Stadte und Markte, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach erzu seinen Jungern: Die Ernte ist grofi; aber wenig sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende! Und er rief seine zwolf Jünger zu sich und gab ihnen Macht uber die unsaubern Geister, daß sie dieselbigen austrieben und heileten allerlei Seuche und allerlei Krankheit. Die Namen aber der zwolf Apostel sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedaus Sohn, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomaus; Thomas und Matthaus, der Zollner; Jakobus, des Alphaus Sohn; Lebbaus mitdem Zunamen Thaddaus; Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet. Diese zwolf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Strafte und ziehet nicht in der Samariter Stadte, sondern gehet hin zu den verloren Schafen aus dem Hause Israel. Gehet aber und prediget und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Machet die Kranken gesund, reiniget die Aussatzigen, wecket die Toten auf, treibet die Teufel aus! Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebet es auch.

Gospel

Matthew 21:23-27

Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrete, die Hohenpriester und die Altesten im Volk und sprachen: Aus was fur Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das saget, will ich euch auch sagen, aus was fur Macht ich das tue. Woher war die Taufe Johannes? War sie vom Himmel Oder von den Menschen? Da gedachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so mussen wir uns vor dem Voik furchten; denn sie hielten alle Johannes fur einen Propheten. Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich das tue.

Gospel

John 4

Da nun der Herr inneward, daß vor die Pharisaer kommen war, wie Jesus mehr Jünger machte und taufte denn Johannes (wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jünger), verließ er das Land Judaa und zog wieder nach Galilaa. Er mußte aber durch Samaria reisen. Da kam er in eine Stadt Samarias, die heißt Sichar, nahe bei dem Dorflein, das Jakob seinem Sohne Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war urn die sechste Stunde. Da kommt ein Weib von Samaria, Wasser zu schopfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, daß sie Speise kaufeten. Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest du von mir zu trinken, so du ein Jude bist und ich ein samaritisch Weib? (Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.) Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkennetest die Gabe Gottes, und wer der ist, derzu dir sagt: Gib mir zu trinken, du batest ihn, und er gabe dir lebendiges Wasser. Spricht zu ihm das Weib: Herr, hast du doch nichts, damit du schopfest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendig Wasser? Bistdu mehrdenn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat, und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh? Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinket, den wird wieder dursten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dursten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunn des Wassers werden, das in das ewige Leben quillet. Spricht das Weib zu ihm: Herr, gib mir dasselbige Wasser, auf daß mich nicht durste, daß ich nicht herkommen müsse zu schopfen. Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm her! Das Weib antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann. Fünf Manner hast du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein Mann. Da hast du recht gesagt. Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist. Unsere Vater haben auf diesem Berge angebetet, und ihr saget, zu Jerusalem sei die Statte, da man anbeten solle. Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, da ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten. Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will auch haben, die ihn also anbeten. Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Spricht das Weib zu ihm: Ich weili, daü der Messias kommt, der da Christus heilit. Wenn derselbige kommen wird, so wird er's uns alles verkundigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Und fiber dem kamen seine Junger, und es nahm sie wunder, dafi er mit dem Weibe redete? Doch sprach niemand: Was fragest du? Oder: Was redest du mit ihr? Da lieli, das Weib ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommet, sehet einen Menschen, der mir gesagt hat ailes, was ich getan habe, ob er nicht Christus sei. Da gingen sie aus der Stadt und kamen zu ihm. Indes aber ermahneten ihn die Junger und sprachen: Rabbi, ili! Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, davon wisset ihr nicht. Da sprachen die Junger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht? Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, daß ich tue den Willen des, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Saget ihr nicht selber: Es sind noch vier Monden, so kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebet eure Augen auf und sehet in das Feld; denn es ist schon weili zur Ernte; und wer da schneidet, der empfanget Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß sich miteinander freuen, der da saet und der da schneidet. Denn hier ist der Spruch wahr: Dieser saet, der andere schneidet. Ich habe euch gesandt zu schneiden, das ihr nicht habt gearbeitet; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit kommen. Es glaubten aber an ihn viel der Samariter aus derselbigen Stadt urn des Weibes Rede willen, welches da zeugete: Er hat mir gesagt alles, was ich getan habe. Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, daß er bei ihnen bliebe. Und er blieb zwei Tage da. Und viel mehr glaubeten urn seines Worts willen und sprachen zum Weibe: Wirglauben nun hinfort nicht urn deiner Rede willen; wir haben selber gehoret und erkannt, daß dieser ist wahrlich Christus, der Welt Heiland. Aber nach zwei Tagen zog er aus von dannen und zog nach Galilaa. Denn er selber, Jesus, zeugete, daß ein Prophet daheim nichts gilt. Da ernun nach Galilaa kam, nahmen ihn die Galilaer auf, die gesehen hatten alles, was erzu Jerusalem auf dem Fest getan hatte. Denn sie waren auch zum Fest kommen. Und Jesus kam abermal gen Kana in Galilaa, da er das Wasser hatte zu Wein gemacht. Und es war ein Konigischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser horete, daß Jesus kam aus Judaa in Galilaa, und ging hin zu ihm und bat ihn, daß er hinab kame und hülfe seinem Sohn; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Konigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkundigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschete er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ, ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde ware, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und erglaubete mitseinem ganzen Hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus tat, da eraus Judaa nach Galilaa kam.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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