Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Ephesians 4:7-13
Einem jeglichen aber unter uns ist gegeben die Gnade nach dem Maft der Gabe Christi. Darum spricht er: Er ist aufgefahren in die Hohe und hat das Gefangnis gefangen gefuhret und hat den Menschen Gaben gegeben. Daft er aber aufgefahren ist, was ist's, denn daß er zuvor ist hinuntergefahren in die untersten Orter der Erde? Der hinuntergefahren ist, das ist derselbige, der aufgefahren ist über alle Himmel, auf daß er alles erfullete. Und er hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aberzu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern, daß die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Amts, dadurch der Leib Christi erbauet werde, bis daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi,
First Reading
Ezekiel 10
Und ich sah, und siehe, am Himmel uber dem Haupt der Cherubim war es gestaltet wie ein Saphir, und uber denselbigen war es gleich anzusehen wie ein Thron. Und ersprach zu dem Manne in Leinwand: Gehe hinein zwischen die Rader unter den Cherub und fasse die Hande voll glühender Kohlen, so zwischen den Cherubim sind, und streue sie uber die Stadt. Und erging hinein, daß ich's sah, da derselbige hineinging. Die Cherubim aber stunden zur Rechten am Hause, und der Vorhof ward inwendig voll Nebels. Und die Herrlichkeit des HERRN erhub sich von dem Cherub zur Schwelle am Hause; und das Haus ward voll Nebels und der Vorhof voll Glanzes von der Herrlichkeit des HERRN. Und man horete die Flugel der Cherubim rauschen bis heraus vor den Vorhof, wie eine Stimme des allmachtigen Gottes, wenn er redet. Und da erdem Manne in Leinwand geboten hatte und gesagt: Nimm Feuer zwischen den Radern unter den Cherubim, ging derselbige hinein und trat neben das Rad. Und der Cherub streckte seine Hand heraus zwischen den Cherubim zum Feuer, das zwischen den Cherubim war, nahm davon und gab's dem Manne in Leinwand in die Hande; der empfing's und ging hinaus. Und erschien an den Cherubim gleichwie eines Menschen Hand unter ihren Flugeln. Und ich sah, und siehe, vier Rader stunden bei den Cherubim, bei einem jeglichen Cherub ein Rad; und die Rader waren anzusehen gleichwie ein Turkis. Und waren alle vier eins wie das andere, als ware ein Rad im andern. Wenn sie gehen sollten, so konnten sie in alle ihre vier Orter gehen und durften sich nicht herumlenken, wenn sie gingen, sondern wohin das erste ging, da gingen sie hinnach, und durften sich nicht herumlenken, samt ihrem ganzen Leibe, Rücken, Handen und Flugeln. Und die Rader waren voll Augen um und um an alien vier Radern. Und es rief zu den Radern: Galgal! daß ich's horete. Ein jegliches hatte vier Angesichte. Das erste Angesicht war ein Cherub, das andere ein Mensch, das dritte ein Lowe, das vierte ein Adler. Und die Cherubim schwebten empor. Es ist eben das Tier, das ich sah am Wasser Chebar. Wenn die Cherubim gingen, so gingen die Rader auch neben ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flugel schwangen, daß sie sich von der Erde erhuben, so lenkten sich die Rader auch nicht von ihnen. Wenn jene stunden, so stunden diese auch; erhuben sie sich, so erhuben sich diese auch: denn es war ein lebendiger Wind in ihnen. Und die Herrlichkeit des HERRN ging wieder aus von der Schwelle am Flause und stellete sich uber die Cherubim. Da schwangen die Cherubim ihre Flugel und erhuben sich von der Erde vor meinen Augen; und da sie ausgingen, gingen die Rader neben ihnen. Und sie traten in das Tor am Hause des HERRN gegen Morgen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben uber ihnen. Das ist das Tier, das ich unter dem Gott Israels sah am Wasser Chebar, und merkte, daß es Cherubim waren, da ein jegliches vier Angesichte hatte und vier Flugel und unter den Flugeln gleichwie Menschenhande. Es waren ihre Angesichte gestaltet, wie ich sie am Wasser Chebar sah, und gingen stracks vor sich.
First Reading
Habakkuk 1:1-11
Dies ist die Last, welche der Prophet Habakuk gesehen hat. HERR, wie lange soil ich schreien, und du willst nicht horen? Wie lange soil ich zu dir rufen uber Frevel, und du willst nicht helfen? Warum lassest du mich sehen Muhe und Arbeit? Warum zeigest du mir Raub und Frevel um mich? Es gehet Gewalt uber Recht. Darum gehet es gar anders denn recht und kann keine rechte Sache gewinnen; denn der Gottlose ubervorteilt den Gerechten, darum gehen verkehrte Urteile. Schauet unter den Heiden, sehet und verwundert euch; denn ich will etwas tun zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, wenn man davon sagen wird. Denn siehe, ich will die Chaldaer erwecken, ein bitter und schnell Volk, welches ziehen wird, soweit das Land ist, Wohnungen einzunehmen, die nicht sein sind, und wird grausam und schrecklich sein, das da gebeut und zwinget, wie es will. Ihre Rosse sind schneller denn die Parden; so sind sie auch beißiger denn die Wolfe des Abends. Ihre Reiter ziehen mit großen Haufen von feme daher, als flogen sie, wie die Adler eilen zum Aas. Sie kommen aliesamt, daß sie Schaden tun; wo sie hin wollen, reilien sie hindurch wie ein Ostwind und werden Gefangene zusammenraffen wie Sand. Sie werden der Konige spotten und der Fursten werden sie lachen. Alle Festungen werden ihnen ein Scherz sein; denn sie werden Schutt machen und sie doch gewinnen. Alsdann werden sie einen neuen Mut nehmen, werden fortfahren und sich versundigen; dann muß ihr Sieg ihres Gottes sein.
Morning Prayer — First Lesson
Jonah 4
Das verdroft Jona fast sehr und ward zornig und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist's, das ich sagte, da ich noch in meinem Lande war; darum ich auch wollte zuvorkommen, zu fliehen aufs Meer; denn ich weiß, daß du gnadig, barmherzig, langmutig und von grafter Güte bist und lassest dich des Ubels reuen. So nimm doch nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich wollte lieber tot sein denn leben! Aber der HERR sprach: Meinest du, daß du billig zurnest? Und Jona ging zur Stadt hinaus und setzte sich gegen morgenwarts der Stadt und machte sich daselbst eine Hutte; da setzte er sich unter, in den Schatten, bis er sahe, was der Stadt widerfahren würde. Gott der HERR aber verschaffte einen Kürbis, der wuchs uber Jona, daß er Schatten gab über sein Haupt, und errettete ihn von seinem libel. Und Jona freuete sich sehr uber den Kürbis. Aber der HERR verschaffte einen Wurm des Morgens, da die Morgenrote anbrach; derstach den Kürbis, daß er verdorrete. Als aber die Sonne aufgegangen war, verschaffte Gott einen dürren Ostwind; und die Sonne stach Jona auf den Kopf, daß er matt ward. Da wünschte er seiner Seele den Tod und sprach: Ich wollte lieber tot sein denn leben! Da sprach Gott zu Jona: Meinest du, daß du billig zurnest um den Kürbis? Und er sprach: Billig züme ich bis an den Tod! Und der HERR sprach: Dich jammed des Kürbis, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher groften Stadt, in welcher sind mehr denn hundertundzwanzigtausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts Oder links ist, dazu auch viel Tiere?
Epistle
Galatians 5:25-26;6:1-10
So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entrusten und zu hassen! Liebe Bruder, so ein Mensch etwa von einem Fehl ubereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmutigem Geist, die ihrgeistlich seid. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest! Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfullen. So aber sich jemand lasset dunken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betruget sich selbst. Ein jeglicher aber prufe sein selbst Werk, und alsdann wird eran sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht; Gott laßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch saet, das wird er emten. Wer auf sein Fleisch saet, der wird von dem Fleisch das Verderben emten; wer aber auf den Geist saet, der wird von dem Geist das ewige Leben emten. Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch emten ohne Aufhoren. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
First Reading
Genesis 9
Und Gott segnete Noah und seine Sohne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erde! Eure Furcht und Schrecken sei uber alle Tiere auf Erden, uber alle Vogel unter dem Himmel und uber alles, was auf dem Erdboden kreucht; und alle Fische im Meer seien in eure Hande gegeben. Alles, was sich reget und lebet, das sei eure Speise; wie das grune Kraut habe ich's euch alles gegeben. Allein esset das Fleisch nicht, das noch lebet in seinem Blut. Denn ich will auch eures Leibes Blut rachen und will's an alien Tieren rachen; und will des Menschen Leben rachen an einem jeglichen Menschen, als der sein Bruder ist. Wer Menschenblut vergeußt, des Blut soil auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. Seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden, daß euerviel drauf werden. Und Gott sagte zu Noah und seinen Sohnen mit ihm: Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch und mit allem lebendigen Tier bei euch, an Vogeln, an Vieh und an alien Tieren auf Erden bei euch, von allem, das aus dem Kasten gegangen ist, was fur Tiere es sind auf Erden. Und richte meinen Bund also mit euch auf, daß hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbet soil werden mit dem Wasser der Sintflut, und soil hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier bei euch hinfort ewiglich: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken, der soil das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, daß ich Wolken uber die Erde führe, so soil man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier in allerlei Fleisch, daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe. Darum soil mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Tier in allem Fleisch, das auf Erden ist. Dasselbe sagte Gott auch zu Noah: Dies sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden. Die Sohne Noahs, die aus dem Kasten gingen, sind diese: Sem, Ham, Japheth. Ham aber ist der Vater Kanaans. Das sind die drei Sohne Noahs, von denen ist alles Land besetzt. Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge. Und da er des Weins trank, ward er trunken und lag in der Hütte aufgedeckt. Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Scham, sagte er's seinen beiden Brudern drauißen. Da nahm Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihre beiden Schultern und gingen rücklings hinzu und deckten ihres Vaters Scham zu; und ihr Angesicht war abgewandt, dafi sie ihres Vaters Scham nichtsahen. Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein kleiner Sohn getan hatte, sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Brudern! Und sprach weiter: Gelobet sei Gott, der HERR des Sem; und Kanaan sei sein Knecht. Gott breite Japheth aus und lasse ihn wohnen in den Hutten des Sem: und Kanaan sei sein Knecht. Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertundfünfzig Jahre, daß sein ganzes Alter ward neunhundertundfünfzig Jahre, und starb.
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 10
Und er rief seine zwolf Jünger zu sich und gab ihnen Macht uber die unsaubern Geister, daß sie dieselbigen austrieben und heileten allerlei Seuche und allerlei Krankheit. Die Namen aber der zwolf Apostel sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedaus Sohn, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomaus; Thomas und Matthaus, der Zollner; Jakobus, des Alphaus Sohn; Lebbaus mitdem Zunamen Thaddaus; Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet. Diese zwolf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Strafte und ziehet nicht in der Samariter Stadte, sondern gehet hin zu den verloren Schafen aus dem Hause Israel. Gehet aber und prediget und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Machet die Kranken gesund, reiniget die Aussatzigen, wecket die Toten auf, treibet die Teufel aus! Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebet es auch. Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Gurteln haben, auch keine Taschezur Wegfahrt, auch nicht zwei Rocke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert. Wo ihr aber in eine Stadt Oder Markt gehet, da erkundiget euch, ob jemand darinnen sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Wo ihr aber in ein Haus gehet, so grüftet dasselbige. Und so es dasselbige Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede horen, so gehet heraus von demselbigen Hause Oder Stadt und schüttelt den Staub von euren Füften. Wahrlich, ich sage euch, dem Lande der Sodomer und Gomorrer wird es ertraglicher ergehen am Jungsten Gericht denn solcher Stadt. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wolfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben! Hutet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathauser und werden euch geifteln in ihren Schulen. Und man wird euch vor Fursten und Konige fuhren urn meinetwillen zum Zeugnis uber sie und liber die Heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie Oder was ihr reden sollt; denn es soil euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emporen wider ihre Eltern und ihnen zum Tode helfen. Und müsset gehasset werden von jedermann urn meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharret, der wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere. Wahrlich, ich sage euch, ihr werdet die Stadte Israels nicht ausrichten, bis des Menschen Sohn kommt. Der Jünger ist nicht über seinen Meister noch der Knecht über den Herrn. Es ist dem Junger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheiften, wieviel mehr werden sie seine Hausgenossen also heiften! Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in Finsternis, das redet im Licht, und was ihr horet in das Ohr, das prediget auf den Dachern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib toten und die Seele nicht mogen toten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Holle. Kauft man nicht zwei Sperlinge urn einen Pfennig? Noch fallt derselbigen keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezahlet. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser denn viele Sperlinge. Darum, wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen sei, Frieden zu senden auf Erden. Ich bin nicht kommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin kommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater Oder Mutter mehr liebet denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn Oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, derwird's verlieren; und wer sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wereinen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, derwird eines Propheten Lohn empfahen. Wereinen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, derwird eines Gerechten Lohn empfahen. Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tranket in eines Jungers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unbelohnet bleiben!
Responsorial Psalm
Psalm 104
Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schon und prachtig geschmuckt. Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie einen Teppich; du wdlbest es oben mit Wasser; du fahrest auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen; derdu das Erdreich grundest auf seinen Boden, dafi es bleibt immer und ewiglich. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen uber den Bergen. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donnerfahren sie dahin. Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegrundet hast. Du hast eine Grenze gesetzt, daruber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken. Du lassest Brunnen quellen in den Grunden, daß die Wasser zwischen den Bergen hinflieften, daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst losche. An denselben sitzen die Vogel des Himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Fruchte, die du schaffest. Du lassest Gras wachsen fur das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest, und daß der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt schon werde von Ol, und das Brot des Menschen Herz starke; daß die Baume des HERRN voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzet hat. Daselbst nisten die Vogel, und die Reiher wohnen auf den Tannen. Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinklufte der Kaninchen. Du machest den Mond, das Jahrdanach zu teilen; die Sonne weift ihren Niedergang. Du machest Finsternis, daß Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere, die jungen Lowen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott. Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in ihre Locher. So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend. HERR, wie sind deine Werke so graft und viel! Du hast sie alle weislich geordnet und die Erde ist voll deiner Guter. Das Meer, das so graft und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide grofte und kleine Tiere. Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie drinnen scherzen. Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesattiget. Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub. Du lassest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde. Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken. Er schauet die Erde an, so bebet sie; er rühret die Berge an, so rauchen sie. Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. Meine Rede musse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HERRN. Der Sunder musse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!
Gospel
Luke 7:11-16
Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Junger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe. Und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und ruhrete den Sarg an. Und die Trager stunden. Und er sprach: Jungling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk heimgesucht.
Responsorial Psalm
Psalm 92
Ein Psalmlied auf den Sabbattag. Das ist ein kostlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Hdchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkundigen, auf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe. Denn, HERR, du lassest mich frohlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Geschafte deiner Hande. HERR, wie sind deine Werke so graft! Deine Gedanken sind so sehr tief. Ein Torichter glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht. Die Gottlosen grunen wie das Gras, und die Ubeltater blühen alle, bis sie vertilget werden immer und ewiglich. Aberdu, HERR, bistder Hochste und bleibest ewiglich. Denn siehe, deine Feinde, HERR, siehe, deine Feinde werden umkommen; und alle Ubeltater müssen zerstreuet werden. Aber mein Horn wird erhohet werden wie eines Einhorns, und werde gesalbet mit frischem Ole. Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden; und mein Ohrwird seine Lust horen an den Boshaftigen, die sich wider mich setzen. Der Gerechte wird grunen wie ein Palmbaum; er wird wachsen wie eine Zeder auf Libanon. Die gepflanzt sind in dem Hause des HERRN, werden in den Vorhofen unsers Gottes grunen. Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein, daß sie verkundigen, daß der HERR so fromm ist, mein Hort, und ist kein Unrecht an ihm.
Responsorial Psalm
Psalm 102
Ein Gebet des Elenden, so er betrubt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschuttet. HERR, hore mein Gebet und laß mein Schreien zudirkommen! Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhore mich bald! Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand. Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen. Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen. Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Kauzlein in den verstorten Statten. Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache. Taglich schmahen mich meine Feinde; und die mich spotten, schworen bei mir. Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen vordeinem Drauen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast. Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras. Du aber, HERR, bleibest ewiglich und dein Gedachtnis fur und fur. Du wollest dich aufmachen und fiber Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihrgnadig seiest, und die Stunde ist kommen. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet wurde, und sahen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden; daß die Heiden den Namen des HERRN furchten und alle Konige auf Erden deine Ehre; daß der HERR Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmahet ihr Gebet nicht. Daswerde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soil werden, wird den HERRN loben. Denn er schauet von seiner heiligen Hohe, und der HERR siehet vom Himmel auf Erden, daß er das Seufzen des Gefangenen hore und losmache die Kinder des Todes, auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HERRN und sein Lob zu Jerusalem, wenn die Volkerzusammenkommen und die Konigreiche, dem HERRN zu dienen. Er demutiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage. Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Halfte meiner Tage! Deine Jahre wahren fur und fur. Du hast vorhin die Erde gegrundet, und die Himmel sind deiner Hande Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen.
Responsorial Psalm
Psalm 101
Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HERR, lobsagen. Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mirzugehoren, und wandle treulich in meinem Hause. Ich nehme mir keine bose Sache vor. Ich hasse den Ubertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben. Ein verkehret Herz muß von mirweichen; den Bosen leide ich nicht. Der seinen Nachsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des nicht, der stolze Gebarden und hohen Mut hat. Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, dafi sie bei mirwohnen, und habe gerne fromme Diener. Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lugner gedeihen nicht bei mir. Fruhe vertilge ich alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Ubeltater ausrotte aus der Stadt des HERRN.
Evening Prayer — First Lesson
Micah 1
Dies ist das Wort des HERRN, welches geschah zu Micha von Maresa zur Zeit Jothams, Ahas, Jehiskias, der Kdnige Judas, das er gesehen hat uber Samaria, und Jerusalem. Horet, alle Volker, merke auf, Land, und alles, was drinnen ist! Denn Gott der HERR hat mit euch zu reden, ja, der HERR aus seinem heiligen Tempel! Denn siehe, der HERR wird ausgehen aus seinem Ort und herabfahren und treten auf die Hohen im Lande, daß die Berge unter ihm schmelzen und die Taler reiften werden, gleichwie Wachs vor dem Feuer verschmilzet, wie die Wasser, so unterwarts flieften. Das alles um der Ubertretung willen Jakobs und um derßünde willen des Hauses Israel. Welches ist aber die Ubertretung Jakobs? Ist's nicht Samaria? Welches sind aber die Hohen Judas? Ist's nicht Jerusalem? Und ich will Samaria zum Steinhaufen im Felde machen, die man um die Weinberge legt; und will ihre Steine ins Tal schleifen und zugrunde einbrechen. Alle ihre Gotzen sollen zerbrochen und all ihr Hurenlohn soil mit Feuer verbrannt werden, und will alle ihre Bilder verwusten; denn sie sind von Hurenlohn versammelt und sollen auch wieder Hurenlohn werden. Darüber muft ich klagen und heulen; ich muft beraubt und bloft dahergehen; ich muft klagen wie die Drachen und trauern wie die Strauften. Denn ihrer Plage ist kein Rat, die bis nach Juda kommen und bis an meines Volks Tore gen Jerusalem hinanreichen wird. Verkundiget esja nicht zu Gath, laftteuch nicht horen weinen, sondern gehet in die Trauerkammer und sitzet in die Asche! Du schone Stadt muftt dahin mit alien Schanden. Die Einwohnerin Zaenans wird nicht ausziehen um des Leides willen des nachsten Hauses. Er wird's von euch nehmen, wenn er da sich lagern wird. Die betrübte Stadt vermag sich nicht zutrosten; denn es wird das Ungluck vom HERRN kommen, auch bis an das Tor Jerusalems. Du Stadt Lachis, spanne Lauferan und fahre davon; denn du bist der Tochter Zion der Anfang zur Sünde, und in dir sind funden die Ubertretungen Israels. Du wirst müssen Gefangene geben so wohl als Gath. Der Stadt Achsib wird's mit den Konigen Israels fehlen. Ich will dir Maresa, den rechten Erben bringen; und die Herrlichkeit Israels soil kommen bis gen Adullam. Laft die Haare abscheren und gehe kahl über deine zarten Kinder! Mache dich gar kahl wie ein Adler; denn sie sind von dir gefangen weggefuhret.
Second Reading
Romans 9
Ich sage die Wahrheit in Christo und luge nicht, des mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist, daß ich grolie Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlali in meinem Herzen habe. Ich habe gewunschet, verbannet zu sein von Christo fur meine Bruder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch, die da sind von Israel, welchen gehort die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheiliung; welcher auch sind die Vater, aus welchen Christus herkommt nach dem Fleische, der da ist Gott uber alles, gelobet in Ewigkeit! Amen. Aber nicht sage ich solches, daß Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israelites die von Israel sind; auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder, sondern: In Isaak soli dir der Same genannt sein. Das ist, nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheiliung werden fur Samen gerechnet. Denn dies ist ein Wort der Verheifiung, da er spricht: Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soil einen Sohn haben. Nicht allein aber ist's mit dem also, sondern auch, da Rebecka von dem einigen Isaak, unserm Vater, schwanger ward; ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Boses getan hatten, auf daß der Vorsatz Gottes bestunde nach der Wahl, ward zu ihr gesagt, nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnaden des Berufes, also: Der Groliere soil dienstbar werden dem Kleinern, wie denn geschrieben stehet: Jakob habe ich geliebet, aber Esau habe ich gehasset. Was wollen wir denn hiersagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei feme! Denn er spricht zu Mose: Welchem ich gnadig bin, dem bin ich gnadig, und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen Oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zu Pharao: Eben darum hab' ich dich erweckt, daß ich an dir meine Macht erzeige, auf daß mein Name verkundiget werde in alien Landen. So erbarmet er sich nun; welches er will, und verstocket, welchen er will. So sagest du zu mir: Was schuldiget er denn uns? Wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also? Hat nicht ein Topfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Fali zu Ehren und das andere zu Unehren? Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit grolier Geduld getragen die Gefalie des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis, auf daß er kundtate den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefalien der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit, welche er berufen hat, namlich uns, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Wie er denn auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk heilien, das nicht mein Volk war, und meine Liebe, die nicht die Liebe war. Und soli geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: Ihr seid nicht mein Volk, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden. Jesaja aber schreiet fur Israel: Wenn die Zahl der Kinder von Israel würde sein wie der Sand am Meer, so wird doch das Ubrige selig werden; Denn es wird ein Verderben und Steuern geschehen zur Gerechtigkeit, und der Herr wird dasselbige Steuern tun auf Erden. Und wie Jesaja davor sagt: Wenn uns nicht der Herr Zebaoth hatte lassen Samen überbleiben, so waren wir wie Sodom worden und gleichwie Gomorra. Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.
Second Reading
I Peter 4
Weil nun Christus im Fleisch fur uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselbigen Sinn: denn wer am Fleisch leidet, der horet auf von Sünden, daiß er hinfort, was noch hinterstelliger Zeit im Fleisch ist, nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wirwandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgottereien. Das befremdet sie, dafi ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbige wüste, unordentliche Wesen, und lastern; welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkundiget, auf dafi sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben. Es ist aber nahe kommen das Ende aller Dinge. So seid nun mafüg und nuchtern zum Gebet. Vor alien Dingen aber habt untereinander eine brunstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln! Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand redet, dafi er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, dafi er's tue als aus dem Vermogen, das Gott darreichet, auf daß in alien Dingen Gott gepreiset werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfahret, daü ihr versucht werdet), als widerfuhre euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, dafi ihr mit Christo leidet, auf daü ihr auch zu der Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben moget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmahet werdet uber dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlastert, aber bei euch ist er gepreiset. Niemand aber untereuch leide als ein Morder Oder Dieb Oder Ubeltater Oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schame er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daü anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's fur ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottiose und Sunder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schopfer in guten Werken.
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Acts 24:10-21
Paulus aber, da ihm der Landpfleger winkete zu reden, antwortete: Dieweil ich weili, daß du in diesem Volk nun viele Jahre ein Richter bist, will ich unerschrocken mich verantworten. Denn du kannst erkennen, dafi nicht mehr denn zwolf Tage sind, daß ich bin hinauf gen Jerusalem kommen, anzubeten. Auch haben sie mich nicht funden im Tempel mit jemand reden Oder einen Aufruhr machen im Volk noch in den Schulen noch in den Stadten: Sie konnen mir auch nicht beibringen, des sie mich verklagen. Das bekenne ich aber dir; daß ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heilien, diene also dem Gott meiner Vater, daß ich glaube allem, was geschrieben stehet im Gesetz und in den Propheten. Und habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, namlich dafi zukunftig sei die Auferstehung der Toten, beide, der Gerechten und Ungerechten. In demselbigen aber ube ich mich, zu haben ein unverletzt Gewissen allenthalben beide, gegen Gott und die Menschen. Aber nach vielen Jahren bin ich kommen und habe ein Almosen gebracht meinem Volk und Opfer. Darüberfanden sie mich, daß ich mich reinigen lieli im Tempel ohne alien Rumor und Getümmel. Das waren aber etliche Juden aus Asien, welche sollten hier sein vor dir und mich verklagen, so sie etwas wider mich hatten. Oder lafi diese selbst sagen, ob sie etwas Unrechtes an mir funden haben, dieweil ich stehe vor dem Rat, ohne urn des einigen Worts willen, da ich unter ihnen stund und rief: Uber der Auferstehung der Toten werde ich von euch heute angeklaget.
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Hebrews 2:5-10
Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukunftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekronet und hast ihn gesetzt uber die Werke deiner Hande; alles hast du untertan zu seinen Fulien. In dem, daß er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekronet mit Preis und Ehren, auf daß er von Gottes Gnaden fur alle den Tod schmeckete. Denn es ziemete dem, urn deswillen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführet, daß er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.
Gospel
Luke 9
Er forderte aber die Zwolfe zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht uber alle Teufel und daß sie Seuchen heilen konnten. Und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken. Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brat noch Geld; es soli auch einer nicht zwei Rocke haben. Und wo ihr in ein Haus gehet, da bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schuttelt auch den Staub ab von euren Fußen zu einem Zeugnis uber sie. Und sie gingen hinaus und durchzogen die Markte, predigten das Evangelium und machten gesund an alien Enden. Es kam aber vor Herodes, den Vierfursten, alles, was durch ihn geschah; und er besorgte sich, dieweil von etlichen gesagt ward: Johannes ist von den Toten auferstanden; von etlichen aber: Elia ist erschienen; von etlichen aber: Es ist der alten Propheten einer auferstanden. Und Herodes sprach: Johannes, den habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, von dem ich solches hore? Und begehrete, ihn zu sehen. Und die Apostel kamen wieder und erzahlten ihm, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und entwich besonders in eine Wüste bei der Stadt, die da heilit Bethsaida. Da des das Volk inne ward, zog es ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sagte ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die es bedurften. Aber der Tag ting an sich zu neigen. Da traten zu ihm die Zwolfe und sprachen zu ihm: Lafi das Volk von dir, dafi sie hingehen in die Markte umher und in die Dorfer, daß sie Herberge und Speise finden; denn wir sind hier in der Wüste. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr denn fünf Brote und zwei Fische; es sei denn, daß wir hingehen sollen und Speise kaufen fur so groß Volk. (Denn es waren bei funftausend Mann.) Er sprach aber zu seinen Jungern: Lasset sie sich setzen bei Schichten, je funfzig und funfzig. Und sie taten also und setzten sich alle. Da nahm er die funf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankete daruber, brach sie und gab sie den Jungern, daß sie dem Volk vorlegten. Und sie aßen und wurden alle satt; und wurden aufgehoben, was ihnen uber blieb von Brocken, zwolf Korbe. Und es begab sich, da er allein war und betete und seine Junger bei ihm, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten und sprachen: Sie sagen, du seiest Johannes der Tauter; etliche aber, du seiest Elia; etliche aber, es sei der alten Propheten einer auferstanden. Er aber sprach zu ihnen: Wer saget ihr aber, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christ Gottes. Und er bedrauete sie und gebot, daß sie das niemand sagten, und sprach: Denn des Menschen Sohn muß noch viel leiden und verworfen werde von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und am dritten Tage auferstehen. Da sprach er zu ihnen alien: Wer mir folgen will der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich taglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verlieret urn meinetwillen, derwird's erhalten. Und was Nutz hatte der Mensch, ob er die ganze Welt gewonne und verlore sich selbst Oder beschadigte sich selbst? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet, des wird sich des Menschen Sohn auch schamen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und seines Vaters und der heiligen Engel. Ich sage euch aber wahrlich, daß etliche sind von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis daß sie das Reich Gottes sehen. Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, daß erzu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, zu beten. Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein Kleid ward weiß und glanzete. Und siehe, zwei Manner redeten mit ihm, welche waren Mose und Elia. Die erschienen in Klarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er sollte erfullen zu Jerusalem. Petrus aber, und die mit ihm waren, waren voll Schlafs. Da sie aber aufwachten, sahen sie seine Klarheit und die zwei Manner bei ihm stehen. Und es begab sich, da die von ihm wichen; sprach Petrus zu Jesu: Meister, hier ist gut sein; lasset uns drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Und wußte nicht, was er redete. Da er aber solches redete, kam eine Wolke und uberschattete sie. Und sie erschraken, da sie die Wolke uberzog. Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein lieber Sohn, den sollt ihr horen. Und indem solche Stimme geschah, fanden sie Jesum alleine. Und sie verschwiegen und verkundigten niemand nichts in denselbigen Tagen, was sie gesehen hatten. Es begab sich aber den Tag hernach, da sie von dem Berge kamen, kam ihnen entgegen viel Volks. Und siehe, ein Mann unter dem Volk rief und sprach: Meister, ich bitte dich, besiehe doch meinen Sohn; denn er ist mein einiger Sohn. Siehe, der Geist ergreift ihn, so schreiet er alsbald; und reiftet ihn, daß er schaumet; und mit Not weichet er von ihm, wenn er ihn gerissen hat. Und ich habe deine Jünger gebeten, daß sie ihn austrieben, und sie konnten nicht. Da antwortete Jesus und sprach: O du unglaubige und verkehrte Art! Wie lange soli ich bei euch sein und euch dulden? Bringe deinen Sohn her. Und da erzu ihm kam, rift ihn der Teufel und zerrete ihn. Jesus aber bedrauete den unsaubern Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder. Und sie entsetzten sich alle uber die Herrüchkeit Gottes. Da sie sich aber alle verwunderten uber alles, was er tat, sprach er zu seinen Jungern: Fasset ihrzu euren Ohren diese Reden! Denn des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in der Menschen Hande. Aber das Wort vernahmen sie nicht, und es war vor ihnen verborgen, daß sie es nicht begriffen; und sie furchteten sich, ihn zu fragen um dasselbige Wort. Es kam auch ein Gedanke unter sie, welcher unter ihnen der Groftte ware. Da aber Jesus den Gedanken ihres Herzens sah, ergriff erein Kind und stellete es neben sich und sprach zu ihnen: Wer das Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Welcher aber der Kleinste ist unter euch alien, der wird graft sein. Da antwortete Johannes und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb die Teufel aus in deinem Namen, und wir wehreten ihm; denn er folget dir nicht mit uns. Und Jesus sprach zu ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider uns ist, der ist fur uns. Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wandte er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen Markt der Samariter, daß sie ihm Herberge bestelleten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Angesicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem. Da aber das seine Junger, Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willstdu, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elia tat. Jesus aber wandte sich und bedrauete sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Des Menschen Sohn ist nicht kommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten. Und sie gingen in einen andern Markt. Es begab sich aber, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dirfolgen, wo du hingehest. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vogel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Laft die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkundige das Reich Gottes. Und ein anderer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug leget und siehet zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.
Evening Prayer — Second Lesson
Romans 10
Liebe Bruder, meines Herzens Wunsch ist, und flehe auch zu Gott fur Israel, dafi sie selig werden. Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie eifern um Gott, aber mit Unverstand. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und trachten, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan. Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubet, der ist gerecht. Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: Welcher Mensch dies tut, der wird darinnen leben. Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht also: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren? (Das ist nichts anderes, denn Christum herabholen.) Oder: Wer will hinab in die Tiefe fahren? (Das ist nichts anderes, denn Christum von den Toten holen.) Aber was sagt sie? Das Wort ist dir nahe, namlich in deinem Munde und in deinem Herzen. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen. Denn so du mit deinem Munde bekennest Jesum, daß er der Herr sei, und glaubest in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubet, so wird man gerecht, und so man mit dem Munde bekennet, so wird man selig. Denn die Schrift spricht: Wer an ihn glaubet, wird nicht zuschanden werden. Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein Herr, reich über alle, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, soil selig werden. Wie sollen sie aber anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber glauben, von dem sie nichts gehoret haben? Wie sollen sie aber horen ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? wie denn geschrieben stehet: Wie lieblich sind die Fufie derer, die den Frieden verkundigen, die das Gute verkundigen! Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht: Herr, wer glaubet unserm Predigen? So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Ich sage aber: Haben sie es nicht gehorte? Zwar es ist je in alle Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte. Ich sage aber: Hat es Israel nicht erkannt? Der erste Mose spricht: Ich will euch eifern machen über dem, das nicht mein Volk ist, und über einem unverstandigen Volk will ich euch erzurnen. Jesaja aber darf wohl so sagen: Ich bin erfunden von denen, die mich nicht gesucht haben, und bin erschienen denen die nicht nach mir gefragt haben. Zu Israel aber spricht er: Den ganzen Tag habe ich meine Hande ausgestrecket zu dem Volk, das sich nicht sagen lasset und widerspricht.
Gospel
Matthew 16:13-20
Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Casarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wersagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Taufer; die andern, du seiest Elia; etliche, du seiest Jeremia Oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Holle sollen sie nicht uberwaltigen. Und will dir des Himmelreichs Schlussel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soil auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden losen wirst, soil auch im Himmel los sein. Da verbot er seinen Jungern, daß sie niemand sagen sollten, daß er Jesus, der Christ, ware.
Gospel
Matthew 22:15-22
Da gingen die Pharisaer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wirwissen, daß du wahrhaftig bist und lehrest den Weg Gottes recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dunket dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weisetmirdie Zinsmunze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das horeten, verwunderten sie sich und lielien ihn und gingen davon.
Gospel
John 9
Und Jesus ging voruber und sah einen, der blind geboren war. Und seine Junger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesundiget, dieser Oder seine Eltern, daß er ist blind geboren? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesundiget noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar wurden an ihm. Ich muü Wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt. Da er solches gesagt, sputzete er auf die Erde und machte einen Kot aus dem Speichel und schmierete den Kot auf des Blinden Augen und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist verdolmetschet: gesandt) und wasche dich. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Die Nachbarn, und die ihn zuvor gesehen hatten, daß er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht, der da sali und bettelte? Etliche sprachen: Er ist's; etliche aber: Er ist ihm ahnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin's. Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan? Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heiliet, machte einen Kot und schmierete meine Augen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich. Ich ging hin und wusch mich und ward sehend. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist derselbige? Er sprach: Ich weiß nicht. Da führeten sie ihn zu den Pharisaern, der weiland blind war. (Es war aber Sabbat, da Jesus den Kot machte und seine Augen offnete.) Da fragten sie ihn abermal, auch die Pharisaer, wie erware sehend worden. Er aber sprach zu ihnen: Kot legte er mir auf die Augen, und ich wusch mich und bin nun sehend. Da sprachen etliche der Pharisaer: Der Mensch ist nicht von Gott, dieweil er den Sabbat nicht halt. Die andern aber sprachen: Wie kann ein sundiger Mensch solche Zeichen tun? Und es ward eine Zwietracht unter ihnen. Sie sprachen wieder zu dem Blinden: Was sagest du von ihm, daß er hat deine Augen aufgetan? Er aber sprach: Er ist ein Prophet. Die Juden glaubten nicht von ihm, daß er blind gewesen und sehend worden ware, bis daß sie riefen die Eltern des, der sehend war worden, fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr saget, er sei blind geboren? Wie ist er denn nun sehend? Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daü er blind geboren ist. Wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; Oder wer ihm hat seine Augen aufgetan, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug, fraget ihn; lasset ihn selbst fürsich reden. Solches sagten seine Eltern; denn sie furchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon vereiniget, so jemand ihn fur Christum bekennete, daß derselbe in Bann getan würde. Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug, fraget ihn. Da riefen sie zum andernmal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daü dieser Mensch ein Sunder ist. Er antwortete und sprach: Ist er ein Sunder, das weift ich nicht; eines weift ich wohl, daß ich blind war und bin nun sehend. Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf? Er antwortete ihnen: Ich hab's euch jetzt gesagt; habt ihr's nicht gehoret? Was wollt ihr's abermal horen? Wollt ihr auch seine Junger werden? Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein Junger; wir aber sind Mose's Junger. Wir wissen, daß Gott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von wannen er ist. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wisset, von wannen er sei; und er hat meine Augen aufgetan! Wir wissen aber, daß Gott die Sunder nicht horet, sondern so jemand gottesfurchtig ist und tut seinen Willen, den horet er. Von der Welt an ist’s nicht erhoret, daü jemand einem gebornen Blinden die Augen aufgetan habe. Ware dieser nicht von Gott, er konnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sunden geboren und lehrest uns? Und stieften ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoften hatten. Und da er ihn fand, sprach erzu ihm: Glaubest du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist’s, auf daß ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist's. Er aber sprach: Herr, ich glaube; und betete ihn an. Und Jesus sprach: Ich bin zum Gerichte auf diese Welt kommen, auf daß, die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden. Und solches horeten etliche der Pharisaer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind? Jesus sprach zu ihnen: Waret ihr blind, so hattet ihr keine Sünde; nun ihr aber sprechet: Wir sind sehend, bleibet eure Sünde.
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