Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Philippians 3:15-21

Wieviel nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnet sein. Und sollt ihr sonst etwas halten, das lasset euch Gott offenbaren, doch so feme, daß wir nach einer Regel, darein wir kommen sind, wandeln und gleichgesinnet seien. Folget mir, liebe Bruder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen: Die Feinde des Kreuzes Christi; welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zuschanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist im Himmel von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklaren wird, daß er ahnlich werde seinem verklarten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm untertanig machen.]

First Reading

Ezekiel 31

Und es begab sich im elften Jahr, am ersten Tage des dritten Monden, geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: Du Menschenkind, sage zu Pharao, dem Konige zu Agypten, und zu all seinem Volk: Wem meinest du denn, daß du gleich seiest in deiner Herrlichkeit? Siehe, Assur war wie ein Zedernbaum auf dem Libanon, von schonen Asten und dick von Laub und sehr hoch, daß sein Wipfel hoch stund unter grolien, dicken Zweigen. Die Wasser machten, daß er groli ward, und die Tiefe, daß er hoch wuchs. Seine Strome gingen rings urn seinen Stamm her und seine Bache zu alien Baumen im Felde: Darum ist er hoher worden denn alle Baume im Felde und kriegte viel Aste und lange Zweige; denn er hatte Wassers genug, sich auszubreiten. Alle Vogel des Himmels nisteten auf seinen Asten, und alle Tiere im Felde hatten Junge unter seinen Zweigen; und unter seinem Schatten wohneten alle grolien Volker. Er hatte schone grolie und lange Aste; denn seine Wurzeln hatten viel Wassers; und war ihm kein Zedernbaum gleich in Gottes Garten, und die Tannenbaume waren seinen Asten nicht zu gleichen, und die Kastanienbaume waren nichts gegen seine Zweige. Ja, er war so schon als kein Baum im Garten Gottes. Ich hab ihn so schon gemacht, daß er so viel Aste kriegte, dafi ihn alle lustigen Baume im Garten Gottes neideten. Darum sprichtder Herr HERR also: Weil erso hoch worden ist, daß sein Wipfel stund unter groüen, hohen, dicken Zweigen, und sein Herz sich erhub, daß er so hoch war, darum gab ich ihn dem Machtigsten unter den Heiden in die Hande, der mit ihm umginge und ihn vertriebe, wie er verdienet hat mit seinem gottlosen Wesen, daß Fremde ihn ausrotten sollten, namlich die Tyrannen der Heiden, und ihn zerstreuen, und seine Aste auf den Bergen und in alien Talern liegen mußten, und seine Zweige zerbrachen an alien Bachen im Lande, daß alle Volker auf Erden von seinem Schatten wegziehen mußten und ihn verlassen; und alle Vogel des Himmels auf seinem umgefallenen Stamm saßen, und alle Tiere im Felde legten sich auf seine Aste, auf daß sich forthin kein Baum am Wasser seiner Hohe erhebe, daß sein Wipfel unter großen, dicken Zweigen stehe, und kein Baum am Wasser sich erhebe uber die andern; denn sie müssen alle unter die Erde und dem Tode ubergeben werden, wie andere Menschen, die in die Grube fahren. So spricht der Herr HERR: Zu der Zeit, da er hinunter in die Holle fuhr, da machte ich ein Trauern, daß ihn die Tiefe bedeckte, und seine Strome stillstehen mußten; und die großen Wasser nicht laufen konnten, und machte, daß der Libanon urn ihn trauerte und alle Feldbaume verdorreten uber ihm. Ich erschreckte die Heiden, da sie ihn horeten fallen, da ich ihn hinunterstieß zur Holle mit denen, so in die Grube fahren. Und alle lustigen Baume unter der Erde, die edelsten und besten auf dem Libanon, und alle, die am Wasser gestanden waren, gonneten es ihm wohl. Denn sie mußten auch mit ihm hinunter zur Holle, zu den Erschlagenen mit dem Schwert, weil sie unter dem Schatten seines Arms gewohnet hatten unter den Heiden. Wie groß meinestdu denn, daß du (Pharao) seiest mit deiner Pracht und Herrlichkeit unter den lustigen Baumen? Denn du mußt mit den lustigen Baumen unter die Erde hinabfahren und unter den Unbeschnittenen liegen, so mit dem Schwert erschlagen sind. Also soil es Pharao gehen samt all seinem Volk, spricht der Herr HERR.

First Reading

Ecclesiastes 1:1-18

Dies sind die Reden des Predigers, des Sohns Davids, des Konigs zu Jerusalem. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel. Was hat der Mensch mehr von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne? Ein Geschlecht vergehet, das andere kommt; die Erde aber bleibet ewiglich. Die Sonne gehet auf und gehet unter und lauft an ihren Ort, daß sie wieder daselbst aufgehe. Der Wind gehet gen Mittag und kommt herum zur Mitternacht und wieder herum an den Ort, da er anting. Alle Wasser laufen ins Meer, noch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie herfließen, flielien sie wider hin. Es ist alles Tun so voll Mühe, daß niemand ausreden kann. Das Auge siehet sich nimmer satt und das Ohr horet sich nimmer satt. Was ist's, das geschehen ist? Eben das hernach geschehen wird. Was ist's, das man getan hat? Eben das man hernach wieder tun wird; und geschieht nichts Neues unter der Sonne. Geschieht auch etwas, davon man sagen mochte: Siehe, das ist neu? Denn es ist zuvor auch geschehen in vorigen Zeiten, die vor uns gewesen sind. Man gedenkt nicht, wie es zuvor geraten ist; also auch des, das hernach kommt, wird man nicht gedenken bei denen, die hernach sein werden. Ich, Prediger, war Konig über Israel zu Jerusalem und begab mein Herz, zu suchen und zu forschen weislich alles, was man unter dem Himmel tut. Solche unselige Mühe hat Gott den Menschenkindern gegeben, daß sie sich drinnen müssen qualen. Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht; und siehe, es war alles eitel und Jammer. Krumm kann nicht schlecht werden, noch der Fehl gezahlet werden. Ich sprach in meinem Herzen: Siehe, ich bin herrlich worden und habe mehr Weisheit denn alle, die vor mir gewesen sind zu Jerusalem; und mein Herz hat viel gelernt und erfahren. Und gab auch mein Herzdrauf, daß ich lernete Weisheit und Torheit und Klugheit. Ich ward aber gewahr, daß solches auch Mühe ist. Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Gramens; und werviel lehren, mu(i, der muli viel leiden.

Morning Prayer — First Lesson

Tobit 4

Epistle

2 Timothy 4:1-8

So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herm Jesu Christo, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit Oder zur Unzeit; strafe, draue, ermahne mit aller Geduld und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken; und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nuchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. Ich habe einen guten Kampf gekampfet; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten. Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, sondern auch alien, die seine Erscheinung liebhaben.

First Reading

Genesis 30

Da Rahel sah, daü sie dem Jakob nichts gebar, neidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder! Wo nicht, so sterbe ich. Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; lege dich zu ihr, dafi sie auf meinem Schod gebare, und ich doch durch sie erbauet werde. Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe; und Jakob legte sich zu ihr. Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhoret und mir einen Sohn gegeben. Darum hied sie ihn Dan. Abermal ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn. Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hied ihn Naphthali. Da nun Lea sah, dad sie aufgehoret hatte zu gebaren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe. Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn. Da sprach Lea: Rüstig! Und hied ihn Gad. Danach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn. Da sprach Lea: Wohl mir, denn mich werden selig preisen die Tochter. Und hied ihn Asser. Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir der Dudaim deines Sohnes ein Teil. Sie antwortete: Hastdu nicht genug, dad du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Dudaim meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lad ihn diese Nacht bei dirschlafen um die Dudaim deines Sohnes. Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Bei mir sollst du liegen; denn ich habe dich erkauft um die Dudaim meines Sohnes. Und erschlief die Nacht bei ihr. Und Gott erhorete Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den funften Sohn und sprach: Gott hat mir gelohnet, dad ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hied ihn Isaschar. Abermal ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn; und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann wieder bei mirwohnen, denn ich habe ihm sechs Sohne geboren. Und hied ihn Sebulon. Danach gebar sie eine Tochter, die hied sie Dina. Der HERR gedachte aber an Rahel und erhorte sie und machte sie fruchtbar. Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen. Und hieß ihn Joseph und sprach: Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazu geben! Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Laß mich ziehen und reisen an meinen Ort und in mein Land. Gib mir meine Weiber und meine Kinder, darum ich dir gedienet habe, daß ich ziehe; denn du weißest meinen Dienst, wie ich dir gedienet habe. Laban sprach zu ihm: Laß mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spüre, daß mich der HERR segnet urn deinetwillen. Stimme den Lohn, den ich dir geben soil. Er aber sprach zu ihm: Du weißest, wie ich dir gedienet habe, und was du fur Vieh hattest unter mir. Du hattest wenig, ehe ich herkam; nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuß. Und nun, wann soil ich auch mein Haus versorgen? Er aber sprach: Was soli ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts uberall geben, sondern so du mir tun willst, das ich sage, so will ich wiederum weiden und hüten deiner Schafe. Ich will heute durch alle deine Herde gehen und aussondern alle fleckichten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe unter den Lammern und die bunten und fleckichten Ziegen. Was nun bunt und fleckicht fallen wird, das soil mein Lohn sein. So wird mir meine Gerechtigkeit zeugen heute Oder morgen, wenn es kommt, daß ich meinen Lohn von dir nehmen soil, also daß, was nicht fleckicht Oder bunt Oder nicht schwarz sein wird unter den Lammern und Ziegen, das sei ein Diebstahl bei mir. Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast. Und sonderte des Tages die sprenglichten und bunten Bocke und alle fleckichten und bunten Ziegen, wo nur was Weißes daran war, und alles, was schwarz war unter den Lammern, und tat's unter die Hand seiner Kinder. Und machte Raum dreier Tagereisen weit zwischen ihm und Jakob. Also weidete Jakob die ubrige Herde Labans. Jakob aber nahm Stabe von grunen Pappelbaumen, Haseln und Kastanien und schalete weiße Streifen daran, daß an den Staben das Weiße bloßward, und legte die Stabe, die er geschalet hatte, in die Trankrinnen vor die Herden, die da kommen mußten zu trinken, daß sie empfangen sollten, wenn sie zu trinken kamen. Also empfingen die Herden uber den Staben und brachten sprenglichte, fleckichte und bunte. Da schied Jakob die Lammer und tat die abgesonderte Herde zu den fleckichten und schwarzen in der Herde Labans; und machte ihm eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans. Wenn aber der Lauf der Fruhlinger Herde war, legte er diese Stabe an die Rinnen vor die Augen der Herde, daß sie uber den Staben empfingen. Aber in der Spatlinger Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spatlinge des Laban, aber die Frühlinge des Jakob. Daher ward der Mann uber die Maße reich, daß er viel Schafe, Magde und Knechte, Kamele und Esel hatte.

Morning Prayer — Second Lesson

Mark 3

Und er ging abermal in die Schule. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand. Und sie hielten auf ihn, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, auf daß sie eine Sache wider ihn hatten. Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorreten Hand: Tritt hervor! Und er sprach zu ihnen: Soil man am Sabbat Gutes tun Oder Boses tun, das Leben erhalten Oder toten? Sie aber schwiegen stille. Und er sah sie umher an mit Zorn und war betrubet uber ihre verstockten Herzen und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und die Hand ward ihm gesund wie die andere. Und die Pharisaer gingen hinaus und hielten alsbald einen Rat mit des Herodes Dienern über ihn, wie sie ihn umbrachten. Aber Jesus entwich mit seinen Jungern an das Meer. Und viel Volks folgte ihm nach aus Galilaa und aus Judaa und von Jerusalem und aus Idumaa und von jenseit des Jordans und die urn Tyrus und Sidon wohnen, eine grolie Menge, die seine Taten horeten, und kamen zu ihm. Und er sprach zu seinen Jungern, daß sie ihm ein Schifflein hieiten urn des Volks willen, daß sie ihn nicht drangeten. Denn er heilete ihrer viele, also da(3> sie ihn uberfielen, alle, die geplagt waren, auf daß sie ihn anruhreten. Und wenn ihn die unsaubern Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder, schrieen und sprachen: Du bist Gottes Sohn! Und er bedrauete sie hart, daß sie ihn nicht offenbar machten. Und erging auf einen Berg und rief zu sich, welche erwollte, und die gingen hin zu ihm. Und erordnete die Zwolfe, daß sie bei ihm sein sollten, und daß er sie aussendete zu predigen, und daß sie Macht hatten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben, und gab Simon den Namen Petrus; und Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das istgesagt, Donnerskinder; und Andreas und Philippus und Bartholomaus und Matthaus und Thomas und Jakobus, des Alphaus Sohn, und Thaddaus und Simon von Kana und Judas Ischariot, der ihn verriet. Und sie kamen nach Hause; und da kam abermal das Volk zusammen, also daü sie nicht Raum hatten zu essen. Und da es horeten, die urn ihn waren, gingen sie hinaus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er wird von Sinnen kommen. Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabkommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub und durch den Obersten der Teufel treibt er die Teufel aus. Und er rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann ein Satan den andern austreiben? Wenn ein Reich mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen. Und wenn ein Haus mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen. Setzet sich nun der Satan wider sich selbst und ist mit ihm selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm. Es kann niemand einem Starken in sein Haus fallen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann sein Haus beraube. Wahrlich, ich sage euch, alle Sunden werden vergeben den Menschenkindern, auch die Gotteslasterung, damit sie Gott lastern; wer aber den Heiligen Geist lasted, der hat keine Vergebung ewiglich, sondern ist schuldig des ewigen Gerichts. Denn sie sagten: Er hat einen unsaubern Geist. Und es kam seine Mutter und seine Bruder und stunden draulien, schickten zu ihm und lielien ihn rufen. Und das Volk sali urn ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Bruder draulien fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Bruder? Und er sah rings urn sich auf die Jünger, die urn ihn im Kreise salien, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Bruder. Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Responsorial Psalm

Psalm 131

Ein Lied Davids im hohern Chor. HERR, mein Herz ist nicht hoffartig, und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in graven Dingen, die mir zu hoch sind. Wenn ich meine Seele nicht setzte und stillete, so ward meine Seele entwohnet, wie einer von seiner Mutter entwohnet wird. Israel hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!

Gospel

Matthew 5:13-19

Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich.

Responsorial Psalm

Psalm 113

Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des HERRN! Gelobet sei des HERRN Name von nun an bis in Ewigkeit! Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN! Der HERR ist hoch über alle Heiden; seine Ehre gehet, soweit der Himmel ist. Wer ist, wie der HERR, unser Gott? Der sich so hoch gesetzt hat und auf das Niedrige siehet im Himmel und auf Erden; der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhohet den Armen aus dem Kot, dati er ihn setze neben die Fursten, neben die Fursten seines Volks; der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, dalj sie eine frohliche Kindermutter wird. Halleluja!

Responsorial Psalm

Psalm 123

Ein Lied im hohern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu dir, derdu im Himmel sitzest. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hande ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hande ihrer Frauen, also sehen unsere Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnadig werde. Sei uns gnadig, HERR, sei uns gnadig; denn wir sind sehr voll Verachtung. Sehr voll ist unsere Seele der Stolzen Spott und der Hoffartigen Verachtung.

Responsorial Psalm

Psalm 122

Ein Lied Davids im hohern Chor. Ich freue mich des, das mir geredet ist, daß wir werden ins Haus des HERRN gehen, und daß unsere Füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem. ist gebauet, daß es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soli, da die Stamme hinaufgehen sollen, namlich die Stamme des HERRN, zu predigen dem Volk Israel, zu danken dem Namen des HERRN. Denn daselbst sitzen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses David. Wünschet Jerusalem Gluck! Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben! Es müsse Friede sein inwendig in deinen Mauern und Glück in deinen Palasten! Urn meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. Urn des Hauses willen des HERRN, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen.

Evening Prayer — First Lesson

Tobit 6

Second Reading

Philippians 2

Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so erfullet meine Freude, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmutig und einhellig seid, nichts tut durch Zank Oder eitle Ehre, sondern durch Demut achtet euch untereinander einer den andern hoher denn sich selbst. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was des andern ist. Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in gottlicher Gestalt war, hielt er's nicht fur einen Raub, Gott gleich sein, sondern entauüerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebarden als ein Mensch erfunden, erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhohet und hat ihm einen Namen gegeben, der uber alle Namen ist, daü in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dafi Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes des Vaters.] Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit: Schaffet, daß ihrselig werdet, mit Furcht und Zittern! Denn Gott ist's, der in euch wirket beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murmeln und ohne Zweifel, auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unstraflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt damit, daß ihr haltet ob dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe. Und ob ich geopfert werde uber dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch alien. Desselbigen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen. Ich hoffe aber in dem Herm Jesu, daß ich Timotheus bald werde zu euch senden, daß ich auch erquicket werde, wenn ich erfahre, wie es urn euch stehet. Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzüch fur euch sorget. Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das Christi Jesu ist. Ihr aber wisset, daß er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir gedienet am Evangelium. Denselbigen, hoffe ich, werde ich senden von Stund' an, wenn ich erfahren habe, wie es urn mich stehet. Ich vertraue aber in dem Herrn, daß auch ich selbst bald kommen werde. Ich hab's aber fur notig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Apostel und meiner Notdurft Diener ist, sintemal er nach euch alien Verlangen hatte und war hoch bekümmert darum, daß ihr gehoret hattet, daß er krank war gewesen. Und er war zwar todkrank, aber Gott hat sich uber ihn erbarmet, nicht allein aber uber ihn, sondern auch uber mich, auf daß ich, nicht eine Traurigkeit uber die andere hatte. Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf daß ihr ihn sehet und wieder frohlich werdet, und ich auch der Traurigkeit weniger habe. So nehmet ihn nun auf in dem Herrn mit alien Freuden und habt solche in Ehren. Denn urn des Werks Christi willen ist er dem Tode so nahe kommen, da ersein Leben gering bedachte, auf daß er mir dienete an eurer Statt.

Second Reading

Revelation 9

Und der funfte Engel posaunete. Und ich sah einen Stern, gefallen vom Himmel auf die Erde, und ihm ward der Schlussel zum Brunnen des Abgrunds gegeben. Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf. Und es ging auf ein Rauch aus dem Brunnen wie ein Rauch eines großen Ofens; und es ward verfinstert die Sonne und die Luftvon dem Rauch des Brunnens. Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde. Und ihnen ward Macht gegeben, wie die Skorpione auf Erden Macht haben. Und es ward zu ihnen gesagt, daß sie nicht beleidigten das Gras auf Erden noch kein Grünes noch keinen Baum, sondern allein die Menschen, die nicht haben das Siegel Gottes an ihren Stirnen. Und es ward ihnen gegeben, daß sie nicht toteten, sondern sie qualeten fünf Monden lang; und ihre Qual war wie eine Qual vom Skorpion, wenn er einen Menschen hauet. Und in denselbigen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und nicht finden; werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen. Und die Heuschrecken sind gleich den Rossen, die zum Kriege bereit sind; und auf ihrem Haupt wie Kronen dem Golde gleich und ihr Antlitz gleich der Menschen Antlitz. Und hatten Haar wie Weiberhaar, und ihre Zahne waren wie der Lowen. Und hatten Panzer wie eiserne Panzer; und das Rasseln ihrer Flugel wie das Rasseln an den Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen. Und hatten Schwanze gleich den Skorpionen, und es waren Stacheln an ihren Schwanzen; und ihre Macht war, zu beleidigen die Menschen fünf Monden lang. Und hatten uber sich einen Konig, einen Engel aus dem Abgrund; des Name heißt auf hebraisch Abaddon, und auf griechisch hat erden Namen Apollyon. Ein Wehe ist dahin; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach dem. Und dersechste Engel posaunete. Und ich horete eine Stimme aus den vier Ecken des guldenen Altars vor Gott, die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Lose auf die vier Engel, gebunden an dem großen Wasserstrom Euphrat. Und eswurden die vier Engel los, die bereit waren auf eine Stunde und auf einen Tag und auf einen Monden und auf ein Jahr, daß sie toteten das dritte Teil der Menschen. Und die Zahl des reisigen Zeuges war viel tausendmal tausend; und ich horete ihre Zahl. Und also sah ich die Rosse im Gesichte, und die daraufsaßen, daß sie hatten feurige und gelbe und schwefelige Panzer; und die Haupter der Rosse wie die Haupter der Lowen; und aus ihrem Munde ging Feuer und Rauch und Schwefel. Von diesen dreien ward getotet der dritte Teil der Menschen von dem Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihrem Munde ging. Denn ihre Macht war in ihrem Munde, und ihre Schwanze waren den Schlangen gleich, und hatten Haupter, und mit denselbigen taten sie Schaden. Und blieben noch Leute, die nicht getotet wurden von diesen Plagen noch, Buße taten fur die Werke ihrer Hande, daß sie nicht anbeteten die Teufel und die guldenen, silbernen, ehernen, steinernen und holzernen Gotzen, welche weder sehen noch horen noch wandeln konnen, die auch nicht Buße taten fur ihre Morde, Zauberei, Hurerei und Dieberei.

Second Reading

1 Corinthians 12:12-27

Denn gleichwie ein Leib ist und hat doch viel Glieder, alle Glieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch ein Leib: also auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden Oder Griechen, Knechte Oder Freie, und sind alle zu einem Geist getranket. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß sprache: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr sprache: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge ware, wo bliebe das Gehor? So er ganz Gehor ware, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied waren, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand: Ich bedarf dein nicht; Oder wiederum das Haupt zu den Fufien: Ich bedarf euer nicht; sondern vielmehr, die Glieder des Leibes, die uns dünken, die schwachsten zu sein, sind die notigsten, und die uns dünken, die unehrlichsten sein, denselbigen legen wir am meisten Ehre an, und die uns Libel anstehen, die schmücket man am meisten. Denn die uns wohl anstehen, die bedurfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermenget und dem durftigen Glied am meisten Ehre gegeben, auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder fureinander gleich sorgen. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder, mit. Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil.

Second Reading

Hebrews 9:16-23

Denn wo ein Testament ist, da mult, der Tod geschehen des, der das Testament machte. Denn ein Testament wird test durch den Tod, anders hat es noch nicht Macht, wenn der noch lebet, der es gemacht hat. Daher auch das erste nicht ohne Blut gestiftet ward. Denn als Mose ausgeredet hatte von alien Geboten nach dem Gesetz zu allem Volk, nahm er Kalber - und Bocksblut mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengete das Buch und alles Volk. Und sprach: Das ist das Blut des Testaments, das Gott euch geboten hat. Und die Hutte und alles Gerate des Gottesdienstes besprengete er desselbigengleichen mit Blut. Und wird fast alles mit Blut gereiniget nach dem Gesetz. Und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. So mußten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereiniget werden; aber sie selbst, die himmlischen, mussen bessere Opfer haben, denn jene waren.

Gospel

John 6

Danach fuhr Jesus weg uber das Meer an der Stadt Tiberias in Galilaa. Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jungern. Es war aber nahe Ostern, der Juden Fest. Da hub Jesus seine Augen auf und siehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, daß diese essen? (Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wuftte wohl, was er tun wollte.) Philippus antwortete ihm: Fur zweihundert Pfennig Brot ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Junger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere! Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei funftausend Mann. Jesus aber nahm die Brote, dankete und gab sie den Jungern, die Junger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigengleichen auch von den Fischen, wieviel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jungern: Sammelt die ubrigen Brocken, daß nichts umkomme! Da sammelten sie und fülleten zwolf Korbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die uberblieben denen, die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soil! Da Jesus nun merkete, daß sie kommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum Konige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst alleine. Am Abend aber gingen die Junger hinab an das Meer und traten in das Schiff und kamen uber das Meer gen Kapernaum. Und es war schon finster worden, und Jesus war nicht zu ihnen kommen. Und das Meererhub sich von einem groften Winde. Da sie nun gerudert hatten bei fünfundzwanzig Oder dreiftig Feld Wegs, sahen sie Jesum auf dem Meer dahergehen und nahe zum Schiff kommen; und sie furchteten sich. Er aber sprach zu ihnen: Ich bin's; furchtet euch nicht! Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen; und alsbald war das Schiff am Lande, da sie hinfuhren. Des andern Tages sah das Volk, das diesseits des Meeres stund, daß kein ander Schiff daselbst war denn das einige, darein seine Junger getreten waren, und daß Jesus nicht mit seinen Jungern in das Schiff getreten war, sondern ailein seine Junger waren weggefahren. Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe zu der Statte, da sie das Brot gegessen hatten durch des Herm Danksagung. Da nun das Volk sah, daß Jesus nicht da war noch seine Junger, traten sie auch in die Schiffe und kamen gen Kapernaum und suchten Jesum. Und da sie ihn fanden jenseit des Meeres, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du herkommen? Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr suchet mich nicht darum, daß ihr Zeichen gesehen habt, sondern daß ihr von dem Brot gegessen habt und seid satt worden. Wirket Speise, nicht die verganglich ist, sondern die da bleibet in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird; denn denselbigen hat Gott der Vater versiegelt. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, daß wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubet, den er gesandt hat. Da sprachen sie zu ihm: Was tust du fur ein Zeichen, auf dafi wir sehen und glauben dir? Was wirkest du? Unsere Vater haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben stehet: Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen. Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Mose hat euch nicht Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allewege solch Brot! Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubet, den wird nimmermehr dursten. Aber ich hab's euch gesagt, dafi ihr mich gesehen habt und glaubet doch nicht. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstolten. Denn ich bin vom Himmel kommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern des, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dafi ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich's auferwecke am Jungsten Tage. Das ist aber der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn siehet und glaubet an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jungsten Tage. Da murreten die Juden daruber, daß er sagte: Ich bin das Brot, das vom Himmel kommen ist, und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, des Vater und Mutter wir kennen? Wie spricht erdenn: Ich bin vom Himmel kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht untereinander! Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jungsten Tage. Es stehet geschrieben in den Propheten: Sie werden alle von Gott gelehret sein. Wer es nun horet vom Vater und lernet es, der kommt zu mir. Nicht daß jemand den Vater habe gesehen, außer dem, der vom Vater ist, der hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Vater haben Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel kommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde fur das Leben der Welt. Da zanketen die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jungsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte Trank. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich gesandt hat der lebendige Vater, und ich lebe urn des Vaters willen, also, wer mich isset, derselbige wird auch leben urn meinetwillen. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommen ist, nicht wie eure Vater haben Manna gegessen und sind gestorben. Wer dies Brot isset, der wird leben in Ewigkeit. Solches sagte er in der Schule, da er lehrete zu Kapernaum. Viele nun seiner Jünger, die das horeten, sprachen: Das ist eine harte Rede, wer kann sie hdren? Da Jesus aber bei sich selbst merkete, daß seine Jünger daruber murreten, sprach er zu ihnen: Argert euch das? Wie, wenn ihr denn sehen werdet des Menschen Sohn auffahren dahin; da er zuvor war? Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist kein nütze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben. Aber es sind etliche unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wulite von Anfang wohl, welche nicht glaubend waren, und welcher ihn verraten würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben. Von dem an gingen seiner Jünger viel hinter sich und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zwdlfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubet und erkannt, dafi du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Jesus antwortete ihm: Hab' ich nicht euch Zwolfe erwahlet? und euer einer ist ein Teufel. Er redete aber von dem Judas, Simons Sohn, Ischariot; derselbige verriet ihn hernach und war der Zwdlfen einer.

Evening Prayer — Second Lesson

1 Corinthians 15

Ich erinnere euch, aber, liebe Bruder, des Evangeliums, das ich euch verkundiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkundiget habe, so ihr's behalten habt, es ware, denn, dad ihr's umsonst geglaubet hattet. Denn ich habe euch zuvorderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, dad Christus gestorben sei fur unsere Sünden nach der Schrift, und dad er begraben sei, und dad er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift, und dad er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwolfen. Danach ist er gesehen worden von mehr denn funfhundert Brudern auf einmal, deren noch viel leben, etliche aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von alien Aposteln. Am letzten nach alien ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden; denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, dad ich ein Apostei heide, darum dad ich die Gemeinde Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle, nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oderjene, also predigen wir, und also habt ihr geglaubet. So aber Christus gepredigetwird, dad er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der Toten sei nichts ? Ist aber die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wirwurden aber auch erfunden falsche Zeugen Gottes, dad wir wider Gott gezeuget hatten, er hatte Christum auferwecket, den er nicht auferwecket hatte, sintemal die Toten nicht auferstehen. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden, so sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter alien Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling worden unter denen, die da schlafen, sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden. Ein jeglicher aber in seiner Ordnung. Der Erstling Christus, danach die Christo angehoren, wenn er kommen wird. Danach das Ende, wenn erdas Reich Gott und dem Vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt. Er muli aber herrschen, bis daß er alle seine Feinde unter seine Fulie lege. Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn er hat ihm alles unter seine Fulie getan. Wenn er aber sagt; daß es alles untertan sei, ist's offenbar, daß ausgenommen ist, der ihm alles untertan hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untertan hat, auf dafi Gott sei alles in alien. Was machen sonst, die sich taufen lassen uber den Toten, so allerdinge die Toten nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen uber den Toten? Und was stehen wir alle Stunde in der Gefahr? Bei unserm Ruhm den ich habe in Christo Jesu, unserm Herrn, ich sterbe taglich. Hab 1 ich menschlicher Meinung zu Ephesus mit den wilden Tieren gefochten, was hilft's mir, so die Toten nicht auferstehen? Lasset uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot. Lasset euch nicht verfuhren! Bose Geschwatze verderben gute Sitten. Werdet doch einmal recht nuchtern und sundiget nicht; denn etliche wissen nichts von Gott, das sage ich euch zur Schande. Mochte aber jemand, sagen: Wie werden die Toten auferstehen; und mit welcherlei Leibe werden sie kommen? Du Narr, was du saest, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und was du saest, ist ja nicht der Leib, der werden soli, sondern ein bloßes Korn, namlich Weizen Oder der andern eines. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib. Nicht ist alles Fleisch einerlei Fleisch, sondern ein ander Fleisch ist der Menschen, ein anderes des Viehes, ein anderes der Fische, ein anderes der Vogel. Und es sind himmlische Korper und irdische Korper. Aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern ubertrifft den andern an Klarheit. Also auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesaet verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesaet in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesaet in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesaet ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Hat man einen natürlichen Leib, so hat man auch einen geistlichen Leib, wie es geschrieben stehet: Der erste Mensch, Adam, ist gemacht ins natürliche Leben und der letzte Adam ins geistliche Leben. Aber der geistliche Leib ist nicht erste, sondern der natürliche, danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der andere Mensch ist der Herr vom Himmel. Welcherlei der irdische ist, solcherlei sind auch die irdischen; und welcherlei der himmlische ist, solcherlei sind auch die himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, also werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. Davon sage ich aber, liebe Bruder, daß Fleisch und Blut nicht konnen das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche, Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen wir werden aber alle verwandelt werden, und dasselbige plotzlich, in einem Augenblick, zu der Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muß anziehen das Unverwesliche, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen das Unverwesliche, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfullet werden das Wort, das geschrieben stehet: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Holle, wo ist dein Sieg? Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum! Darum, meine lieben Bruder, seid fest, unbeweglich und nehmet immer zu in dem Werk des Herrn, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

Gospel

Mark 10:2-16

Und die Pharisaer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden moge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit. Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Urn eures Herzens Hartigkeit willen hat er euch solch Gebot geschrieben. Aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein Mannlein und Fraulein. Darum wird der Mensch seinen Vater und Mutter lassen und wird seinem Weibe anhangen, und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was denn Gott zusammengefuget hat, soil der Mensch nicht scheiden. Und daheim fragten ihn abermal seine Junger urn dasselbige. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr. Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daü ersie anruhrete. Die Junger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lafit die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht empfanget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzete sie und legtedie Hande auf sie und segnete sie.

Gospel

Luke 9:51-56

Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wandte er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen Markt der Samariter, daß sie ihm Herberge bestelleten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Angesicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem. Da aber das seine Junger, Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willstdu, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elia tat. Jesus aber wandte sich und bedrauete sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Des Menschen Sohn ist nicht kommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten.

Gospel

Matthew 9

Da trat er in das Schiff und fuhr wieder heruber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sunden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lasted Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder zu sagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sunden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Stehe auf, heb' dein Bett auf und gehe heim! Und er stund auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieli Matthaus, und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stund auf und folgete ihm. Und es begab sich, da erzu Tische saß, im Hause, siehe, da kamen viel Zollner und Sunder und saüen zu Tische mit Jesu und seinen Jungern. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu seinen Jungern: Warum isset euer Meister mit den Zdllnern und Sundern? Da das Jesus horete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedurfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Gehet aber hin und lemet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin kommen, die Sunder zur Bulie zu rufen und nicht die Frommen. Indes kamen die Junger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisaer so viel, und deine Junger fasten nicht? Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brautigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dafi der Brautigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. Niemand flicktein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reifiet doch wieder vom Kleid, und der Riß wird arger. Man fasset auch nicht Most in aite Schlauche; anders die Schlauche zerreilien, und der Most wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man fasset Most in neue Schlauche, so werden sie beide miteinander behalten. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf und folgete ihm nach und seine Junger. Und siehe, ein Weib, das zwolf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und ruhrete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Mocht' ich nur sein Kleid anruhren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus urn und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach erzu ihnen: Weichet! denn das Magdlein ist nicht tot, sondern es schlaft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stund das Magdlein auf. Und dies Gerucht erscholl in dasselbige ganze Land. Und da Jesus von dannen furbafi ging, folgeten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubet ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja. Da ruhrete er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. Und ihre Augen wurden geoffnet. Und Jesus bedrauete sie und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selbigen ganzen Lande. Da nun diese waren hinauskommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden. Aber die Pharisaer sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Obersten. Und Jesus ging umher in alle Stadte und Markte, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach erzu seinen Jungern: Die Ernte ist grofi; aber wenig sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende!

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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