Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Colossians 3:5-11

So totet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Hurerei, Unreinigkeit, schandliche Brunst, bose Lust und den Geiz, welcher ist Abgotterei, urn welcher willen kommt der Zorn Gottes uber die Kinder des Unglaubens; in welchen auch ihrweiland gewandelt habt, da ihr darin lebetet. Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lasterung, schandbare Worte aus eurem Munde. Luget nicht untereinander! Ziehet den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat, da nicht ist Grieche, Jude, Beschneidung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in alien Christus.

First Reading

Ezekiel 42

Und erfuhrete mich hinaus zum außern Vorhof gegen Mitternacht unter die Kammern, so gegen dem Gebaude, das am Tempel hing, und gegen dem Tempel zu Mitternacht lagen, welcher Platz hundert Ellen lang war von dem Tor an gegen Mitternacht und funfzig Ellen breit. Zwanzig Ellen waren gegen dem innern Vorhof und gegen dem Pflaster im außern Vorhof und dreißig Ellen von einer Ecke zur andern. Und inwendig vor den Kammern war ein Platz zehn Ellen breit vor den Turen der Kammern, das lag alles gegen Mitternacht. Und uber diesen Kammern waren andere, engere Kammern; denn der Raum auf den untern und mittlern Kammern war nicht groß. Denn es war drei Gemacher hoch, und hatten doch keine Pfeiler, wie die Vorhofe Pfeiler hatten, sondern sie waren schlecht aufeinandergesetzt. Und der außere Vorhof war umfangen mit einer Mauer, daran die Kammern stunden; die war funfzig Ellen lang. Und die Kammern stunden nacheinander, auch funfzig Ellen lang, am außern Vorhofe; aber der Raum vor dem Tempel war hundert Ellen lang. Und unten vor den Kammern war ein Platz gegen Morgen, da man aus dem außern Vorhof ging. Und an der Mauer von Morgen an waren auch Kammern. Und war auch ein Platz davor, wie vorjenen Kammern, gegen Mitternacht; und war alles gleich mit der Lange, Breite und allem, was daran war, wie droben an jenen. Und gegen Mittag waren auch eben solche Kammern mit ihren Turen; und vor dem Platz war die Tur gegen Mittag, dazu man kommt von der Mauer, die gegen Morgen liegt. Und er sprach zu mir: Die Kammern gegen Mitternacht und die Kammern gegen Mittag gegen dem Tempel, die gehoren zum Heiligtum, darin die Priester essen, wenn sie dem HERRN opfern das allerheiligste Opfer. Und sollen die allerheiligsten Opfer, namlich Speisopfer, Sundopfer und Schuldopfer, daselbst hineinlegen; denn es isteine heilige Statte. Und wenn die Priester hineingehen, sollen sie nicht wieder aus dem Heiligtum gehen in den außern Vorhof, sondern sollen zuvor ihre Kleider, darin sie gedienet haben, in denselbigen Kammern weglegen, denn sie sind heilig; und sollen ihre andern Kleider anlegen und alsdann heraus unter das Volk gehen. Und da erdas Haus inwendig gargemessen hatte, fuhrete er mich heraus zum Tor gegen Morgen und maß von demselbigen allenthalben herum. Gegen Morgen maß er funfhundert Ruten lang und gegen Mitternacht maß er auch funfhundert Ruten lang, desgleichen gegen Mittag auch funfhundert Ruten. Und da erkam gegen Abend, maß er auch funfhundert Ruten lang. Also hatte die Mauer, die er gemessen, ins Gevierte auf jeder Seite herum funfhundert Ruten, damit das Heilige von dem Unheiligen unterschieden ware.

First Reading

Nehemiah 1:1-11

Dies sind die Geschichten Nehemias, des Sohns Hachaljas. Es geschah im Monden Chisleu des zwanzigsten Jahrs, daß ich war zu Susan auf dem Schloli, da kam Hanani, einer meiner Bruder, mit etlichen Mannern aus Juda. Und ich fragte sie, wie es den Juden ginge, die errettet und ubrig waren von dem Gefangnis, und wie es zu Jerusalem ginge? Und sie sprachen zu mir: Die ubrigen von dem Gefangnis sind daselbst im Lande in groliem Ungluck und Schmach; die Mauern Jerusalems sind zerbrochen und ihre Tore mit Feuer verbrannt. Da ich aber solche Worte horete, sali ich und weinete und trug Leid zween Tage; und fastete und betete vordem Gottvom Himmel und sprach: Ach, HERR, Gottvom Himmel, grower und schrecklicher Gott, der da halt den Bund und Barmherzigkeit denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, laü doch deine Ohren aufmerken und deine Augen often sein, dafi du horest das Gebet deines Knechts, das ich nun vor dir bete Tag und Nacht fur die Kinder Israel, deine Knechte, und bekenne die Sunden der Kinder Israel, die wir an dir getan haben; und ich und meines Vaters Haus haben auch gesundiget. Wir sind verruckt worden, daß wir nicht gehaiten haben die Gebote, Befehle und Rechte, die du geboten hast deinem Knechte Mose. Gedenke aber doch des Worts, das du deinem Knechte Mose gebotest und sprachest: Wenn ihreuch vergreifet, so will ich euch unter die Volker streuen. Wo ihr euch aber bekehret zu mir und haltet meine Gebote und tut sie, und ob ihr verstolien waret bis an der Himmel Ende, so will ich euch doch von dannen versammeln und will euch bringen an den Ort, den ich erwahlet habe, daß mein Name daselbst wohne. Sie sind doch ja deine Knechte und dein Volk, die du erloset hast durch deine groüe Kraft und machtige Hand. Ach, HERR, laü deine Ohren aufmerken auf das Gebet deines Knechts und auf das Gebet deiner Knechte, die da begehren, deinen Namen zu furchten; und. lali deinem Knechte heute gelingen und gib ihm Barmherzigkeit vor diesem Manne! Denn ich war des Konigs Schenke.

Morning Prayer — First Lesson

Ezekiel 14

Und es kamen etliche von den Altesten Israels zu mir und setzten sich vor mir. Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: Menschenkind, diese Leute hangen mit ihrem Herzen an ihren Gotzen und halten ob dem Argernis ihrer Missetat. Sollt ich denn ihnen antworten, wenn sie mich fragen? Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Welcher Mensch vom Hause Israel mit dem Herzen an seinen Gotzen hanget und halt ob dem Argernis seiner Missetat und kommt zum Propheten, so will ich, der HERR, demselbigen antworten, wie er verdienet hat mit seiner groften Abgotterei, auf daß das Haus Israel betrogen werde in ihrem Herzen, darum daß sie alle von mir gewichen sind durch Abgotterei. Darum sollstdu zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr HERR: Kehret und wendet euch von eurer Abgotterei und wendet euer Angesicht von alien euren Greueln! Denn welcher Mensch vom Hause Israel Oder Fremdling, so in Israel wohnet, von mirweichet und mit seinem Herzen an seinen Gotzen hanget und ob dem Argernis seiner Abgotterei halt und zum Propheten kommt, da(3> er durch ihn mich frage, dem will ich, der HERR, selbst antworten. Und will mein Angesicht wider denselbigen setzen, daß sie sollen wust und zum Zeichen und Sprichwort werden; und will sie aus meinem Volk rotten, daü ihr erfahren sollt, ich sei der HERR. Wo aber ein betrogener Prophet etwas redet, den will ich, der HERR, wiederum lassen betrogen werden und will meine Hand uber ihn ausstrecken und ihn aus meinem Volk Israel rotten. Also sollen sie beide ihre Missetat tragen; wie die Missetat des Fragers, also soil auch sein die Missetat des Propheten, auf daß sie nicht mehr das Haus Israel verfuhren von mir und sich nicht mehr verunreinigen in allerlei ihrer Ubertretung, sondern sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, spricht der Herr HERR. Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sundiget und dazu mich verschmahet, so will ich meine Hand uber dasselbe ausstrecken und den Vorrat des Brots wegnehmen und will Teurung hineinschicken, daü ich beide, Menschen und Vieh, drinnen ausrotte. Und wenn dann gleich die drei Manner, Noah, Daniel und Hiob, drinnen waren, so würden sie allein ihre eigene Seeie erretten durch ihre Gerechtigkeit, spricht der Herr HERR. Und wenn ich bose Tiere in das Land bringen wurde, die die Leute aufraumeten und dasselbige verwusteten, daß niemand drinnen wandeln konnte vorden Tieren, und diese drei Manner waren auch drinnen: so wahr ich lebe, spricht der Herr HERR, sie wurden weder Sohne noch Tochter erretten, sondern allein sich selbst, und das Land müftte ode werden. Oder wo ich das Schwert kommen liefie uber das Land und sprache: Schwert, fahre durchs Land und wurde also beide, Menschen und Vieh, ausrotten, und die drei Manner waren drinnen: so wahr ich lebe, spricht der Herr HERR, sie wurden weder Sohne noch Tochter erretten, sondern sie allein wurden errettet sein. Oder so ich Pestilenz in das Land schicken und meinen Grimm uber dasselbige ausschütten wurde und Blut sturzen, also daß ich beide, Menschen und Vieh, ausrottete, und Noah, Daniel und Hiob waren drinnen: so wahr ich lebe, spricht der Herr HERR, wurden sie weder Sohne noch Tochter, sondern allein ihre eigene Seeie durch ihre Gerechtigkeit erretten. Denn so spricht der Herr HERR: So ich meine vier bosen Strafen, als Schwert, Hunger, bose Tiere und Pestilenz, uber Jerusalem schicken wurde, daß ich drinnen ausrottete beide, Menschen und Vieh, siehe, so sollen etliche Ubrige drinnen davonkommen, die Sohne und Tochter herausbringen werden, und zu euch anherkommen, daß ihr sehen werdet, wie es ihnen gehet, und euch trosten uber dem Ungluck, das ich uber Jerusalem habe kommen lassen, samt allem andern, das ich uber sie habe kommen lassen. Sie werden euer Trost sein, wenn ihr sehen werdet, wie es ihnen gehet, und werdet erfahren, daß ich nicht ohne Ursache getan habe, was ich drinnen getan habe, spricht der Herr HERR.

Epistle

Ephesians 5:15-21

So sehet nun zu, wie ihrvorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit; denn es ist bose Zeit. Darum werdet nicht unverstandig, sondern verstandig, was da sei des Herrn Wille. Und saufeteuch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes und redet untereinander von Psalmen und Lobgesangen und geistlichen Liedern; singet und spielet dem Herrn in euren Herzen. Und saget Dank allezeit fur alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi. Und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes.

First Reading

Genesis 22

Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Da stund Abraham des Morgens fruhe auf und gurtete seinen Esel und nahm mit sich zween Knaben und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt, hatte. Am dritten Tage hub Abraham seine Augen auf und sah die Statte von feme. Und sprach zu seinen Knaben: Bleibet ihr hie mit dem Esel; ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird ihm ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander. Und als sie kamen an die Statte, die ihm Gott sagte, bauete Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz drauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fassete das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hie bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts! Denn nun weift ich, daß du Gott furchtest und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet urn meinetwillen. Da hub Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter ihm in der Hecke mit seinen Hornern hangen; und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. Und Abraham hieft die Statte: Der HERR siehet. Daher man noch heutigestages saget: Auf dem Berge, da der HERR siehet. Und der Engel des HERRN rief Abraham abermal vom Himmel und sprach: Ich habe bei mirselbst geschworen, spricht der HERR, dieweil du solches getan hast und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet, daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soil besitzen die Tore seiner Feinde. Und durch deinen Samen sollen alle Volker auf Erden gesegnetwerden, darum daß du meiner Stimme gehorchet hast. Also kehrete Abraham wieder zu seinen Knaben; und machten sich auf und zogen miteinander gen Bersaba und wohnete daselbst. Nach diesen Geschichten begab sich's, daß Abraham angesagt ward: Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor, namlich Uz, den Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen, und Chesed und Haso und Pildas und Jedlaph und Bethuel. Bethuel aber zeugete Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder. Und sein Kebsweib, mit Namen Rehuma, gebar auch, namlich den Theba, Gaham, Thahas und Maacha.

Morning Prayer — Second Lesson

Mark 14

Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der sulien Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und toteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volk werde! Und da er zu Bethanien war in Simons, des Aussatzigen, Hause und sali zu Tisch, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefalschtem und kostlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und goli es auf sein Haupt. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soil doch dieser Unrat? Man konnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und dasselbe den Armen geben. Und murreten uber sie. Jesus aber sprach: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch; und wann ihr wollet, konnet ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begrabnis. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedachtnis, was sie jetzt getan hat. Und Judas Ischariot, einervon den Zwolfen, ging hin zu den Hohenpriestern, daß er ihn verriete. Da sie das horeten, wurden sie froh und verhiefien, ihm das Geld zu geben. Und ersuchte, wie er ihn füglich verriete. Und am ersten Tagedersußen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, daß du das Osterlamm essest? Und er sandte seiner Jungerzwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach. Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauswirte: Der Meister laßt dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen Jungern? Und erwird euch einen großen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet fur uns zu. Und die Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte; und bereiteten das Osterlamm. Am Abend aber kam er mit den Zwolfen. Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch, einer untereuch, der mit mir isset, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's? und der andere: Bin ich's? Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwolfen, der mit mir in die Schüssel tauchet. Zwar des Menschen Sohn gehet hin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es ware demselben Menschen besser, daß er nie geboren ware. Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und nahm den Kelch und dankete und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Testaments, das fur viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht trinken werde vom Gewachse des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Olberg. Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir argern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen. Aber nachdem ich auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galilaa. Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle argerten, so wollte doch ich mich nicht argern. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben mußte, wollt' ich dich nicht verleugnen. Desselbigengleichen sagten sie alle. Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu einem Morder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schrift erfullet werde. Und die Junger verlielien ihn alle und flohen. Und es war ein Jungling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der blofien Haut; und die Junglinge griffen ihn. Er aber lieli die Leinwand fahren und floh bloü von ihnen. Und sie fuhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgete ihm nach von feme bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sali bei den Knechten und warmete sich bei dem Licht. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brachten, und fanden nichts. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht uberein. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben gehoret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Handen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Handen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht uberein. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Da zerrili der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedurfen wir weiter Zeugen? Ihr habt gehoret die Gotteslasterung; was dünket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, dati er des Todes schuldig ware. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit Fausten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Magde eine. Und da sie sah Petrus sich warmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weü J, auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krahete. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galilaer, und deine Sprache lautet gleich also. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und der Hahn krahete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen.

Responsorial Psalm

Psalm 149

Halleluja! Singet dem HERRN ein neues Lied! Die Gemeine der Heiligen soil ihn loben. Israel freue sich des, der ihn gemacht hat; die Kinder Zion seien frohlich, uber ihrem Konige! Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen. Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk; er hilft den Elenden herrlich. Die Heiligen sollen frohlich sein und preisen und rühmen auf ihren Lagern. Ihr Mund soli Gott erhohen, und sollen scharfe Schwerter in ihren Handen haben, daß sie Rache üben unterden Heiden, Strafe unter den Volkern, ihre Konige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, daß sie ihnen tun das Recht, davon geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!

Gospel

John 4:46-53

Und Jesus kam abermal gen Kana in Galilaa, da er das Wasser hatte zu Wein gemacht. Und es war ein Konigischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser horete, daß Jesus kam aus Judaa in Galilaa, und ging hin zu ihm und bat ihn, daß er hinab kame und hülfe seinem Sohn; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Konigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkundigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschete er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ, ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde ware, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und erglaubete mitseinem ganzen Hause.

Responsorial Psalm

Psalm 124

Ein Lied Davids im hohern Chor. Wo der HERR nicht bei uns ware, so sage Israel, wo der HERR nicht bei uns ware, wenn die Menschen sich wider uns setzen, so verschlangen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn fiber uns ergrimmete, so ersaufte uns Wasser, Strome gingen fiber unsere Seele; es gingen Wasser allzu hoch fiber unsere Seele. Gelobet sei der HERR, daß er uns nicht gibt zum Raube in ihre Zahne! Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Stricke des Voglers. Der Strick ist zerrissen, und wir sind los. Unsere Hilfe stehet im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

Responsorial Psalm

Psalm 134

Ein Lied im hohern Chor. Siehe, lobet den HERRN, alle Knechte des HERRN, die ihr stehet des Nachts im Hause des HERRN. Hebet eure Hande auf im Heiligtum und lobet den HERRN! Der HERR segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!

Responsorial Psalm

Psalm 133

Ein Lied Davids im hohern Chor. Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder eintrachtig beieinanderwohnen! Wie der kostliche Balsam ist, dervom Haupt Aarons herabfleuüt in seinen ganzen Bart, der herabfleufit in sein Kleid, wie der Tau, der von Hermon herabfallt auf die Berge Zion. Denn daselbst verheilit der HERR Segen und Leben immerund ewiglich.

Evening Prayer — First Lesson

Ezekiel 18

Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Was treibet ihr unter euch im Lande Israel dies Sprichwort und sprechet: Die Vater haben Herlinge gegessen, aber den Kindern sind die Zahne davon stumpf worden? So wahr als ich lebe, spricht der Herr HERR, solch Sprichwort soli nicht mehr unter euch gehen in Israel. Denn siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als des Sohnes Seele. Welche Seele sundiget, die soil sterben. Wenn nun einerfromm ist, der recht und wohl tut; der auf den Bergen nicht isset; der seine Augen nicht aufhebet zu den Gotzen des Hauses Israel und seines Nachsten Weib nicht befleckt und liegt nicht bei der Frau in ihrer Krankheit; der niemand beschadiget; der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt; der niemand etwas mit Gewalt nimmt; der dem Hungrigen sein Brot mitteilet und den Nackenden kleidet; der nicht wuchert; der niemand ubersetzet; der seine Hand vom Unrechten kehret; der zwischen den Leuten recht urteilet; der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote halt, daß er ernstlich danach tue: das ist ein frommer Mann; der soil das Leben haben, spricht der Herr HERR. Wenn er aber einen Sohn zeuget, und derselbige wird ein Morder, der Blut vergeulit Oder dieser Stucke eins tut und der andern Stucke keins nicht tut, sondern isset auf den Bergen und beflecket seines Nachsten Weib, beschadiget die Armen und Elenden, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wiedergibt, seine Augen zu den Gotzen aufhebet, damit er einen Greuel begehet, gibtauf Wucher, ubersetzt: sollte der leben? Er soil nicht leben, sondern weil er solche Greuel alle getan hat, soil er des Todes sterben; sein Blut soil auf ihm sein. Wo er aber einen Sohn zeuget, der alle solche Sünde siehet, so sein Vater tut, und sich furchtet und nicht also tut: isset nicht auf den Bergen, hebet seine Augen nicht auf zu den Gotzen des Hauses Israel, beflecket nicht seines Nachsten Weib, beschadiget niemand, behalt das Pfand nicht, nicht mit Gewalt etwas nimmt, teilet sein Brot mit dem Hungrigen und kleidet den Nackenden; der seine Hand vom Unrechten kehret, keinen Wucher noch Ubersatz nimmt, sondern meine Gebote halt und nach meinen Rechten lebet: der soil nicht sterben urn seines Vaters Missetat willen, sondern leben. Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geubet und unter seinem Volk getan hat, das nicht taugt, siehe, derselbige soil sterben urn seiner Missetat willen. So sprechet ihr: Warum soil denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters Missetat? Darum, daß er recht und wohl getan und alle meine Rechte gehalten und getan hat, soil er leben. Denn welche Seele sundiget, die soil sterben. Der Sohn soil nicht tragen die Missetat des Vaters, und der Vater soil nicht tragen die Missetat des Sohnes, sondern des Gerechten Gerechtigkeit soil uber ihm sein, und des Ungerechten Ungerechtigkeit soil fiber ihm sein. Wo sich aber der Gottlose bekehret von alien seinen Sünden, die er getan hat, und halt alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soil er leben und nicht sterben. Es soli alter seiner Ubertretung, so er begangen hat, nicht gedachtwerden, sondern soil leben urn der Gerechtigkeit willen, die er tut. Meinest du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, sprichtder Herr HERR, und nicht vielmehr, daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe? Und wo sich der Gerechte kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses und lebet nach alien Greueln, die ein Gottloser tut, sollte der leben? Ja, aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soil nicht gedacht werden, sondern in seiner Ubertretung und Sünden, die er getan hat, soil er sterben. Noch sprechet ihr: Der HERR handelt nicht recht. So horet nun, ihr vom Hause Israel: Ist's nicht also, daß ich recht habe und ihr unrecht habt? Denn wenn der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses, so muft er sterben; er muft aber urn seiner Bosheit willen, die er getan hat, sterben. Wiederum, wenn sich der Gottlose kehret von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und tut nun recht und wohl, der wird seine Seele lebendig behalten. Denn weil er siehet und bekehret sich von aller seiner Bosheit, die er getan hat, so soil er leben und nicht sterben. Noch sprechen die vom Hause Israel: Der HERR handelt nicht recht. Sollt ich unrecht haben? Ihr vom Hause Israel habt unrecht. Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen jeglichen nach seinem Wesen, spricht der Herr HERR. Darum so bekehret euch von aller eurer Ubertretung, auf daß ihr nicht fallen müsset urn der Missetat willen. Werfet von euch alle eure Ubertretung, damit ihr ubertreten habt, und machet euch ein neu Herz und neuen Geist. Denn warum willst du also sterben, du Haus Israel? Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr HERR. Darum bekehret euch, so werdet ihr leben!

Second Reading

Hebrews 11

Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hoffet, und nicht zweifeln an dem, das man nicht siehet. Durch den haben die Alten Zeugnis überkommen. Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist, dafi alles, was man siehet, aus nichts worden ist. Durch den Glauben hat Abel Gott ein großer Opfer getan denn Kain, durch weichen er Zeugnis überkommen hat, daß er gerecht sei, da Gott zeugete von seiner Gabe; und durch denselbigen redet er noch, wiewohl er gestorben ist. Durch den Glauben ward Enoch weggenommen, dafi er den Tod nicht sahe, und ward nicht gefunden, darum daß ihn Gott wegnahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, daß er Gott gefallen habe. Aberohne Glauben ist's unmoglich, Gott gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde. Durch den Glauben hat Noah Gott geehret und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses, da er einen gottlichen Befehl empfing von dem das man noch nicht sah; durch weichen er verdammte die Welt und hat ererbet die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen in das Land, das er ererben sollte; und ging aus und wußte nicht, wo er hinkame. Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande als in einem fremden und wohnete in Hütten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselbigen Verheißung. Denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, welcher Baumeister und Schopfer Gott ist. Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, daß sie schwanger ward, und gebar fiber die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es verheißen hatte. Darum sind auch von einem, wie wohl erstorbenen Leibes, viele geboren wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Rande des Meeres, der unzahlig ist. Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheißung nicht empfangen, sondern sie von feme gesehen und sich der vertrostet und wohl genügen lassen und bekannt, daß sie Gaste und Fremdlinge auf Erden sind. Denn diesolches sagen, die geben zu verstehen, daß sie ein Vaterland suchen. Und zwar, wo sie dasgemeinet hatten, von welchem sie waren ausgezogen, hatten sie ja Zeit, wieder umzukehren. Nun aber begehren sie eines besseren, namlich eines himmlischen. Darum schamet sich Gott ihrer nicht, zu heißen ihr Gott; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet. Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingebornen, da er schon die Verheißung empfangen hatte, von welchem gesagt war: In Isaak wird dir dein Same geheißen werden, und dachte: Gott kann auch wohl von den Toten erwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wieder nahm. Durch den Glauben segnete Isaak von den zukunftigen Dingen den Jakob und Esau. Durch den Glauben segnete Jakob, da er starb, beide Sohne Josephs und neigete sich gegen seines Zepters Spitze. Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der Kinder Israel, da er starb, und tat Befehl von seinen Gebeinen. Durch den Glauben ward Mose, da er geboren war, drei Monden verborgen von seinen Eltern, darum daß sie sahen, wie er ein schon Kind war, und furchteten sich nicht vor des Konigs Gebot. Durch den Glauben wollte Mose, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos und erwahlete viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergotzung der Sunde zu haben, und achtete die Schmach Christi fur grotieren Reichtum denn die Schatze Agyptens; denn er sah an die Belohnung. Durch den Glauben verlieli er Agypten und furchtete nicht des Konigs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sahe er ihn. Durch den Glauben hielt er Ostern und das Blutvergiefien, auf daß, der die Erstgeburten wurgete, sie nicht trafe. Durch den Glauben gingen sie durch das Rote Meer als durch trocken Land; welches die Agypter auch versuchten und ersoffen. Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, da sie sieben Tage umhergegangen waren. Durch den Glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mitden Unglaubigen, da sie die Kundschafter freundlich aufnahm. Und was soli ich mehr sagen? Die Zeit wurde mir zu kurz, wenn ich sollte erzahlen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den Propheten, welche haben durch den Glauben Konigreiche bezwungen, Gerechtigkeit gewirket, die Verheifiung erlanget, der Lowen Rachen verstopfet, des Feuers Kraft ausgeloscht, sind des Schwerts Scharfe entronnen, sind kraftig worden aus der Schwachheit, sind stark worden im Streit, haben der Fremden Fleer daniedergelegt. Die Weiber haben ihre Toten von der Auferstehung wieder genommen; die andern aber sind zerschlagen und haben keine Erlosung angenommen, auf daß sie die Auferstehung, die besser ist, erlangeten. Etliche haben Spott und Geilieln erlitten, dazu Bande und Gefangnis. Sie sind gesteiniget, zerhackt, zerstochen, durchs Schwert getotet; sie sind umhergegangen in Pelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit Trubsal, mit Ungemach (deren die Welt nicht wert war) und sind im Elend gegangen in den Wusten, auf den Bergen und in den Kluften und Lochern der Erde. Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis uberkommen und nicht empfangen die Verheifiung, darum daß Gott etwas Besseres fur uns zuvor versehen hat, daß sie nicht ohne uns vollendet wurden.

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Revelation 20

Und ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine grolie Kette in seiner Hand und ergriff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und der Satan, und band ihn tausend Jahre. Und warf ihn in den Abgrund und verschloli ihn und versiegelte oben darauf, daß er nicht verführen sollte die Heiden, bis daß vollendet wurden tausend Jahre; und danach muli er los werden eine kleine Zeit. Und ich sah Stuhle, und sie setzten sich darauf, und ihnen ward gegeben das Gericht; und die Seelen der Enthaupteten urn des Zeugnisses Jesu und urn des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier noch sein Bild und nicht genommen hatten sein Malzeichen an ihre Stirn und auf ihre Hand: diese lebten und regierten mit Christo tausend Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis daß tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung; uber solche hat der andere Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. Und wenn tausend Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus seinem Gefangnis und wird ausgehen, zu verführen die Heiden in den vier Vrtern der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln in einen Streit, welcher Zahl ist wie der Sand am Meer. Und sie traten auf die Breite der Erde und umringeten das Heerlagerder Heüigen und die geliebte Stadt. Und es fiel das Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrete sie. Und der Teufel, der sie verfuhrete, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da das Tier und der falsche Prophet war; und werden gequalet werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah einen großen weilien Stuhl und den, der darauf sali, vor welches Angesicht floh die Erde und der Himmel; und ihnen ward keine Statte gefunden. Und ich sah die Toten, beide, groli und klein, stehen vor Gott. Und die Bucher wurden aufgetan; und ein ander Buch ward aufgetan, welches ist des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die darinnen waren; und der Tod und die Holle gaben die Toten, die darinnen waren. Und sie wurden gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken. Und der Tod und die Holle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der andere Tod. Und so jemand nicht ward erfunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl.

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Philippians 4:4-9

Freuet euch in dem Herrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kund sein alien Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in alien Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!] Weiter, liebe Bruder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehoret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der Herr des Friedens mit euch sein.

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Hebrews 11:32-40

Und was soli ich mehr sagen? Die Zeit wurde mir zu kurz, wenn ich sollte erzahlen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den Propheten, welche haben durch den Glauben Konigreiche bezwungen, Gerechtigkeit gewirket, die Verheifiung erlanget, der Lowen Rachen verstopfet, des Feuers Kraft ausgeloscht, sind des Schwerts Scharfe entronnen, sind kraftig worden aus der Schwachheit, sind stark worden im Streit, haben der Fremden Fleer daniedergelegt. Die Weiber haben ihre Toten von der Auferstehung wieder genommen; die andern aber sind zerschlagen und haben keine Erlosung angenommen, auf daß sie die Auferstehung, die besser ist, erlangeten. Etliche haben Spott und Geilieln erlitten, dazu Bande und Gefangnis. Sie sind gesteiniget, zerhackt, zerstochen, durchs Schwert getotet; sie sind umhergegangen in Pelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit Trubsal, mit Ungemach (deren die Welt nicht wert war) und sind im Elend gegangen in den Wusten, auf den Bergen und in den Kluften und Lochern der Erde. Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis uberkommen und nicht empfangen die Verheifiung, darum daß Gott etwas Besseres fur uns zuvor versehen hat, daß sie nicht ohne uns vollendet wurden.

Gospel

John 17

Solches redete Jesus und hub seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist hier, daß du deinen Sohn verklarest, auf daß dich dein Sohn auch verklare, gleichwie du ihm Macht hast gegeben uber alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe alien, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, daß du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verklaret auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich's tun sollte. Und nun verklare mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen offenbaret den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, hab' ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte fur sie und bitte nicht fur die Welt, sondern fur die, so du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklaret. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mirgegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir! Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mirgegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren ohne das verlorne Kind, daß die Schrift erfullet wurde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich hab' ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Libel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst fur sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht alleine fur sie, sondern auch fur die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich hab' ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, da(J sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dafi sie vollkommen seien in eins, und die Welt erkenne, da(5 du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebest. Vater, ich will, dafi, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mirgegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegrundet ward. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihnen kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen.

Evening Prayer — Second Lesson

2 Corinthians 10

Ich aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmütigkeit und Lindigkeit Christi, der ich gegenwartig unter euch gering bin, im Abwesen aber bin ich turstig gegen euch. Ich bitte aber, daß mir nicht not sei, gegenwartig turstig zu handeln und der Kuhnheit zu brauchen, die man mirzumisset, gegen etliche, die uns schatzen, als wandelten wir fleischlicherweise. Denn ob wirwohl im Fleisch wandeln, so streiten wir doch nicht fleischlicherweise. Denn die Waffen unserer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern machtig vor Gott, zu zerstoren die Befestungen, damit wir zerstoren die Anschlage und alle Hohe, die sich erhebet wider die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi und sind bereit, zu rachen alien Ungehorsam, wenn euer Gehorsam erfullet ist. Richtet ihr nach dem Ansehen? Verlatit sich jemand darauf, daß er Christo angehore, der denke solches, auch wieder um bei ihm, daß, gleichwie er Christo angehoret, also gehoren wir auch Christo an. Und so ich auch etwas weiter, mich ruhmete von unserer Gewalt, welche uns der Herr gegeben hat, euch zu bessern und nicht zu verderben, wollte ich nicht zuschanden werden. (Das sage ich aber,) daß ihr nicht euch dünken lasset, als hatte ich euch wollen schrecken mit Briefen. Denn die Briefe (sprechen, sie) sind schwer und stark; aber die Gegenwartigkeit des Leibes ist schwach und die Rede verachtlich. Wer ein solcher ist, der denke, daß wie wir sind mit Worten in den Briefen im Abwesen, so dürfen wir auch wohl sein mit der Tat gegenwartig. Denn wir dürfen uns nicht unter die rechnen Oder zahlen, so sich selbst loben; aber dieweil sie sich bei sich selbst messen und halten allein von sich selbst, verstehen sie nichts. Wir aber rühmen uns nicht fiber das Ziel, sondern nur nach dem Ziel der Regel, damit uns Gott abgemessen hat das Ziel, zu gelangen auch bis an euch. Denn wirfahren nicht zu weit, als waren wir nicht gelanget bis zu euch; denn wir sind ja auch bis zu euch kommen mit dem Evangelium Christi. Und rühmen uns nicht fiber das Ziel in fremder Arbeit und haben Hoffnung, wenn nun euer Glaube in euch gewachsen, daß wir unserer Regel nach wollen weiter kommen und das Evangelium auch predigen denen, die jenseit euch wohnen, und uns nicht rühmen in dem, was mit fremder Regel bereitet ist. Wer sich aber rühmet, derrühme sich des Herm. Denn darum ist einer nicht tüchtig, daß er sich selbst lobet, sondern daß ihn der Herr lobet.

Gospel

Luke 10:38-42

Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieft Maria; die setzte sich zu Jesu Füften und horete seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, daß mich meine Schwester lasset alleine dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe! Eines aber ist not: Maria hat das gute Teil erwahlet; das soil nicht von ihr genommen werden.

Gospel

Luke 11:24-28

Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfahret, so durchwandelt er dilrre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's mit Besemen gekehret und geschmücket. Dann gehet er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da; und wird hernach mit demselbigen Menschen arger denn vorhin. Und es begab sich, da ersolches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brilste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes horen und bewahren.

Gospel

Luke 11

Und es begab sich, daß er war an einem Ort und betete. Und da er aufgehoret hatte, sprach seiner Junger einer zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Junger lehrete. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Gib uns unser taglich Brot immerdar. Und vergib uns unsere Sunden; denn auch wir vergeben alien, die uns schuldig sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Gbel. Und er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat und ginge zu ihm urn Mitternacht und sprache zu ihm: Lieber Freund, leihe mir drei Brote; denn es ist mein Freund zu mir kommen von der Strafte, und ich habe nicht, was ich ihm vorlege; und er drinnen würde antworten und sprechen: Mach' mir keine Unruhe; die Tur ist schon zugeschlossen, und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben. Ich sage euch, und ob er nicht aufsteht und gibt ihm darum, daß er sein Freund ist, so wird er doch urn seines unverschamten Geilens willen aufstehen und ihm geben, wieviel er bedarf. Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der nimmt; und werda suchet, der findet; und wer da anklopfet, dem wird aufgetan. Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater urns Brot, der ihm einen Stein dafür biete? und so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange fur den Fisch biete? odersoerum ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafür biete? So denn ihr, die ihr arg seid, konnet euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird der Vater im FHimmel den FHeiligen Geist geben denen, die ihn bitten! Und er trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn und begehreten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wilste, und ein FHaus fallt über das andere. 1st denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahret, so bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Starkerer über ihn kommt und uberwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ, und teilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfahret, so durchwandelt er dilrre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's mit Besemen gekehret und geschmücket. Dann gehet er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da; und wird hernach mit demselbigen Menschen arger denn vorhin. Und es begab sich, da ersolches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brilste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes horen und bewahren. Das Volk aber drang hinzu. Da fing er an und sagte: Dies ist eine arge Art; sie begehret ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben denn nur das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona ein Zeichen war den Niniviten, also wird des Menschen Sohn sein diesem Geschlechte. Die Konigin von Mittag wird auftreten vordem Gerichte mit den Leuten dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam von der Welt Ende, zu horen die Weisheit Salomos. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Die Leute von Ninive werden auftreten vor dem Gerichte mit diesem Geschlecht und werden's verdammen; denn sie taten Bulie nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Niemand zundet ein Licht an und setzt es an einen heimlichen Ort, auch nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, auf daß, wer hineingehet, das Licht sehe. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn nun dein Auge einfaltig sein wird, so ist dein ganzer Leib licht. So aber dein Auge ein Schalk sein wird, so ist auch dein Leib finster. So schaue darauf, daß nicht das Licht in dir Finsternis sei! Wenn nun dein Leib ganz licht ist, daß er kein Stuck von Finsternis hat, so wird er ganz licht sein und wird dich erleuchten wie ein heller Blitz. Da er aber in der Rede war, bat ihn ein Pharisaer, daß er mit ihm das Mittagsmahl alie. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische. Da das der Pharisaer sah, verwunderte er sich, daß er sich nicht vor dem Essen gewaschen hatte. Der Herr aber sprach zu ihm: Ihr Pharisaer haltet die Becher und Schusseln auswendig reinlich; aber euer Inwendiges ist voll Raubes und Bosheit. Ihr Narren, meinet ihr, daß inwendig rein sei, wenn's auswendig rein ist? Doch gebt Almosen von dem, was da ist, siehe, so ist's euch alles rein. Aberwehe euch Pharisaern, daß ihr verzehntet die Minze und Raute und allerlei Kohl und gehet vorbei an dem Gericht und an der Liebe Gottes! Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Wehe euch Pharisaern, daß ihr gerne obenan sitzet in den Schulen und wollet gegril fit sein auf dem Markte! Wehe euch Schriftgelehrten und Pharisaern, ihr Heuchler, daß ihr seid wie die verdeckten Totengraber, darilber die Leute laufen und kennen sie nicht! Da antwortete einer von den Schriftgelehrten und sprach zu ihm: Meister, mit den Worten schmahest du uns auch. Er aber sprach: Und wehe auch euch Schriftgelehrten! Denn ihr beladet die Menschen mit unertraglichen Lasten, und ihr rühret sie nicht mit einem Finger an. Wehe euch! Denn ihr bauet der Propheten Graber; eure Vater aber haben sie getotet. So bezeuget ihr zwar und bewilliget in eurer Vater Werk; denn sie toteten sie, so bauet ihr ihre Graber. Darum spricht die Weisheit Gottes: Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und derselbigen werden sie etliche toten und verfolgen, auf daß gefordert werde von diesem Geschlecht aller Propheten Blut, das vergossen ist, seit der Welt Grund gelegt ist, von Abels Blut an bis auf das Blut des Zacharias, der umkam zwischen dem Altar und Tempel. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von diesem Geschlechte. Wehe euch Schriftgelehrten! denn ihr den Schlüssel der Erkenntnis habt. Ihr kommt nicht hinein und wehret denen, die hinein wollen. Da er aber solches zu ihnen sagte, fingen an die Schriftgelehrten und Pharisaer, hart auf ihn zu dringen und ihm mit mancherlei Fragen den Mund zu stopfen, und lauerten auf ihn und suchten, ob sie etwas erjagen konnten aus seinem Munde, daß sie eine Sache wider ihn hatten.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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