Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

1 Thessalonians 3:9-13

Denn was fur einen Dank konnen wir Gott vergelten urn euch fur alle diese Freude, die wir haben von euch vor unserm Gott? Wir bitten Tag und Nacht fast sehr, daß wir sehen mogen euer Angesicht und erstatten, so etwas mangelt an eurem Glauben. Er aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus schicke unsern Weg zu euch. Euch aber vermehre der Herr und lasse die Liebe vollig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wirsind gegen euch), daß eure Herzen, gestarket, unstraflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi samt alien seinen Heiligen.

First Reading

Daniel 5

Konig Belsazer machte ein herrlich Mahl tausend seinen Gewaltigen und Hauptleuten und soft sich voll mit ihnen. Und da er trunken war, hiefi er die guldenen und silbernen Gefafte herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, daß der Konig mit seinen Gewaltigen, mit seinen Weibern und mit seinen Kebsweibern daraus tranken. Also wurden hergebracht die guldenen Gefafte, die aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, genommen waren; und der Konig, seine Gewaltigen, seine Weiber und Kebsweiber tranken daraus. Und da sie so soffen, lobten sie die guldenen, silbernen, ehernen, eisernen, holzernen und steinernen Gotter. Eben zur selbigen Stunde gingen hervor Finger, als einer Menschenhand, die schrieben, gegenuber dem Leuchter, auf die getunchte Wand in dem koniglichen Saal. Und der Konig ward gewahr der Hand, die da schrieb. Da entfarbte sich der Konig, und seine Gedanken erschreckten ihn, daß ihm die Lenden schutterten und die Beine zitterten. Und der Konig rief uberlaut, daß man die Weisen, Chaldaer und Wahrsager heraufbringen sollte Und lieft den Weisen zu Babel sagen: Welcher Mensch diese Schrift lieset und sagen kann, was sie bedeute, der soil mit Purpur gekleidet werden und güldene Ketten am Halse tragen und der dritte Herr sein in meinem Konigreiche. Da wurden alle Weisen des Konigs heraufgebracht; aber sie konnten weder die Schrift lesen noch die Deutung dem Konige anzeigen. Des erschrak der Konig Belsazer noch harter und verlor ganz seine Gestalt, und seinen Gewaltigen ward bange. Da ging die Konigin urn solcher Sache willen des Konigs und seiner Gewaltigen hinauf in den Saal und sprach: Herr Konig, Gott verleihe dir langes Leben! Laft dich deine Gedanken nichtso erschrecken und entfarbe dich nicht also! Es ist ein Mann in deinem Konigreich, der den Geist der heiligen Gotter hat. Denn zu deines Vaters Zeit ward bei ihm Erleuchtung erfunden, Klugheit und Weisheit, wie der Gotter Weisheit ist; und dein Vater, Konig Nebukadnezar, setzte ihn fiber die Sternseher, Weisen, Chaldaer und Wahrsager, darum daß ein hoher Geist bei ihm funden ward, dazu Verstand und Klugheit, Spruche zu deuten, dunkle Spruche zu erraten und verborgene Sachen zu offenbaren, namlich Daniel, den der Konig lieft Beltsazar nennen. So rufe man nun Daniel; der wird sagen, was es bedeute. Da ward Daniel hinauf vor den Konig gebracht. Und der Konig sprach zu Daniel: Bist du der Daniel, der Gefangenen einer aus Juda, die der Konig, mein Vater, aus Juda hergebracht hat? Ich habe von dir horen sagen, daß du den Geist der heiligen Gotter habest, und Erleuchtung, Verstand und hohe Weisheit bei dir funden sei. Nun hab ich vor mich fordern lassen die Klugen und Weisen, daß sie mir diese Schrift lesen und anzeigen sollen, was sie bedeute; und sie konnen mir nicht sagen, was solches bedeute. Von dir aber hore ich, daß du konnest die Deutung geben und das Verborgene offenbaren. Kannst du nun die Schrift lesen und mir anzeigen, was sie bedeutet, so sollst du mit Purpur gekleidet werden und güldene Ketten an deinem Halse tragen und der dritte Herr sein in meinem Konigreiche. Da fing Daniel an und redete vor dem Konige: Behalte deine Gaben selbst und gib dein Geschenk einem andern; ich will dennoch die Schrift dem Konige lesen und anzeigen, was sie bedeute. Herr Konig, Gott der Hochste hat deinem Vater, Nebukadnezar, Konigreich, Macht, Ehre und Herrlichkeit gegeben. Und vor solcher Macht, die ihm gegeben war, furchteten und scheueten sich vor ihm alle Volker, Leute und Zungen. Er totete, wen er wollte; er schlug, wen er wollte; ererhohete, wen er wollte; er demutigte, wen er wollte. Da sich aber sein Herz erhub und er stolz und hochmutig ward, ward er vom koniglichen Stuhl gestoßen und verlor seine Ehre; und ward verstoßen von den Leuten, und sein Herz ward gleich den Tieren, und mußte bei dem Wild laufen und fraß Gras wie Ochsen, und sein Leib lag unter dem Tau des Himmels und ward naß, bis daß er lernete, daß Gott der Hdchste Gewalt hat uber der Menschen Konigreiche und gibt sie, wem er will. Und du, Belsazer, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemutiget, ob du wohl solches alles weißt, sondern hast dich wider den HERRN des Himmels erhoben, und die Gefaße seines Hauses hat man vordich bringen müssen; und du, deine Gewaltigen, deine Weiber und deine Kebsweiber habt daraus gesoffen, dazu die silbernen, guldenen, ehernen, eisernen, holzernen, steinernen Gotter gelobet, die weder sehen, noch horen, noch fuhlen; den Gott aber, der deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht geehret. Darum ist von ihm gesandt diese Hand und diese Schrift, die da verzeichnet stehen. Das ist aber die Schrift allda verzeichnet: Mene, mene, tekel, upharsin. Und sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein Konigreich gezahlet und vollendet. Tekel, das ist, man hat dich in einer Waage gewogen und zu leicht funden. Peres, das ist, dein Konigreich ist zerteilet und den Medern und Persern gegeben. Da befahl Belsazer, daß man Daniel mit Purpur kleiden sollte und guldene Ketten an den Hals geben; und ließ von ihm verkundigen, daß er der dritte Herr sei im Konigreich. Aber des Nachts ward der Chaldaer Konig Belsazer getotet.

First Reading

Psalms 1:1-6

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sunder, noch sitzt, da die Spotter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbachen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blatter verwelken nicht, und was er macht, das gerat wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die Sunder in der Gemeine der Gerechten. Denn der HERR kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet.

Morning Prayer — First Lesson

Wisdom 17

Epistle

Ephesians 6:10-17

Zuletzt meine Bruder, seid stark in dem Herm und in der Macht seiner Starke! Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen konnet gegen die listigen Anlaufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kampfen, sondern mit Fursten und Gewaltigen, namlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bosen Geistern unter dem Himmel. Urn deswillen so ergreifet den Harnisch Gottes, auf da(S ihr an dem bosen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten moget. So stehet nun, umgurtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seid. Vor alien Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr ausloschen konnt alle feurigen Pfeile des Bosewichts. Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.

First Reading

Judges 8

Und die Manner von Ephraim sprachen zu ihm: Warum hast du uns das getan, daß du uns nicht riefest, da du in Streit zogest wider die Midianiter? Und zankten sich mit ihm heftiglich. Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt getan, das eurer Tat gleich sei? Ist nicht eine Rebe Ephraims besser denn die ganze Weinernte Abiesers? Gott hat die Fursten der Midianiter, Oreb und Seeb, in eure Hande gegeben. Wie hatte ich konnen das tun, das ihr getan habt? Da er solches redete, lieft ihr Zorn von ihm ab. Da nun Gideon an den Jordan kam, ging er hinuber mit den dreihundert Mann, die bei ihm waren; und waren müde und jagten nach. Und er sprach zu den Leuten zu Suchoth: Lieber, gebet dem Volk, das unter mir ist, etliche Brote; denn sie sind müde, daß ich nachjage den Konigen der Midianiter, Sebah und Zalmuna. Aber die Obersten zu Suchoth sprachen: Sind die Fauste Sebahs und Zalmunas schon in deinen Handen, daß wir deinem Heer sollen Brot geben? Gideon sprach: Wohlan, wenn der HERR Sebah und Zalmuna in meine Hand gibt, will ich euer Fleisch mit Dornen aus der Wüste und mit Hecken zerdreschen. Und erzog von dannen hinauf gen Pnuel und redete auch also zu ihnen. Und die Leute zu Pnuel antworteten ihm gleichwie die zu Suchoth. Und er sprach auch zu den Leuten zu Pnuel: Komme ich mit Frieden wieder, so will ich diesen Turm zerbrechen. Sebah aber und Zalmuna waren zu Karkor, und ihr Heer mit ihnen, bei funfzehntausend, die alle uberblieben waren vom ganzen Heer derer aus Morgenland. Denn hundertundzwanzigtausend waren gefallen, die das Schwert ausziehen konnten. Und Gideon zog hinauf auf der Strafte, da man in Hutten wohnet, gegen Morgen, gen Nobah und Jagbeha, und schlug das Heer, denn das Heer war sicher. Und Sebah und Zalmuna flohen; abererjagte ihnen nach und fing die zween Konige der Midianiter, Sebah und Zalmuna, und zerschreckte das ganze Heer. Da nun Gideon, der Sohn Joas 1 , wiederkam vom Streit, ehe die Sonne heraufkommen war, fing ereinen Knaben ausden Leuten zu Suchoth und fragte ihn; der schrieb ihm auf die Obersten zu Suchoth und ihrer Altesten, siebenundsiebenzig Mann. Und er kam zu den Leuten zu Suchoth und sprach: Siehe, hie ist Sebah und Zalmuna, über welchen ihr mich spottetet und sprachet: Ist denn Sebahs und Zalmunas Faust schon in deinen Handen, daß wir deinen Leuten, die müde sind, Brot geben sollen? Und er nahm die Altesten der Stadt und Dornen aus der Wüste und Hecken und liefi es die Leute zu Suchoth fuhlen. Und den Turm Pnuel zerbrach er und erwurgete die Leute der Stadt. Und er sprach zu Sebah und Zalmuna: Wie waren die Manner, die ihr erwürgetet zu Thabor? Sie sprachen: Sie waren wie du, und ein jeglicher schon wie eines Konigs Kinder. Er aber sprach: Es sind meine Bruder, meiner Mutter Sohne, gewesen. So wahr der HERR lebet, wo ihr sie hattet leben lassen, wollte ich euch nicht erwurgen. Und sprach zu seinem erstgebornen Sohn Jether: Stehe auf und erwürge sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht aus; denn er furchtete sich, weil er noch ein Knabe war. Sebah aber und Zalmuna sprachen: Stehe du auf und mache dich an uns; denn danach der Mann ist, ist auch seine Kraft. Also stund Gideon auf und erwurgete Sebah und Zalmuna; und nahm die Spangen, die an ihrer Kamele Halsen waren. Da sprachen zu Gideon etliche in Israel: Sei Herr uber uns, du und dein Sohn und deines Sohns Sohn, weil du uns von der Midianiter Hand erloset hast. Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herr sein über euch, und mein Sohn soil auch nicht Herr über euch sein, sondern der HERR soil Herr über euch sein. Gideon aber sprach zu ihnen: Eins begehre ich von euch: ein jeglicher gebe mir die Stirnbander, die er geraubet hat; denn weil es Ismaeliter waren, hatten sie güldene Stirnbander. Sie sprachen: Die wollen wir geben. Und breiteten ein Kleid aus, und ein jeglicher warf die Stirnbander drauf, die er geraubet hatte. Und die güldenen Stirnbander, die er forderte, machten am Gewicht tausend siebenhundert Sekel Goldes, ohne die Spangen und Ketten und scharlakenen Kleider, die der Midianiter Konige tragen, und ohne die Halsbander ihrer Kamele. Und Gideon machte einen Leibrock draus und setzte es in seine Stadt zu Ophra. Und ganz Israel verhurete sich daran daselbst, und geriet Gideon und seinem Hause zum Argernis. Also wurden die Midianiter gedemutiget vor den Kindern Israel und huben ihren Kopf nicht mehr empor. Und das Land war stille vierzig Jahre, solange Gideon lebte. Und Jerubbaal, der Sohn Joas', ging hin und wohnete in seinem Hause. Und Gideon hatte siebenzig Sohne, die aus seiner Hüfte kommen waren; denn er hatte viele Weiber. Und sein Kebsweib, das er zu Sichem hatte, gebar ihm auch einen Sohn; den nannte er Abimelech. Und Gideon, der Sohn Joas', starb in gutem Alter und ward begraben in seines Vaters Joas' Grab zu Ophra, des Vaters der Esriter. Da aber Gideon gestorben war, kehrten sich die Kinder Israel urn und hureten den Baalim nach und machten ihnen Baal-Berith zum Gott. Und die Kinder Israel gedachten nicht an den HERRN, ihren Gott, der sie errettet hatte von der Hand aller ihrer Feinde umher. Und taten nicht Barmherzigkeit an dem Hause Jerubbaal-Gideon, wie er alles Gute an Israel getan hatte.

Morning Prayer — Second Lesson

Luke 8

Und es begab sich danach, daß er reisete durch Stadte und Markte und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes, und die Zwolfe mit ihm, dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bosen Geistern und Krankheiten, namlich Maria, die da Magdalena heißt, von welcher waren sieben Teufel ausgefahren, und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viel andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe. Da nun viel Volks beieinander war und aus den Stadten zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Samann aus, zu saen seinen Samen; und indem er sate, fiel etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vogel unter dem Himmel fraßen's auf. Und etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf und trug hundertfaltige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu horen, der hore! Es fragten ihn aber seine Junger und sprachen, was dieses Gleichnis ware. Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reichs Gottes; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon horen. Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es horen; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es horen, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Und die haben nicht Wurzel: eine Zeitlang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es horen und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens und ersticken und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande sind, die das Wort horen und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Niemand aber zundet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefaß Oder setzt es unter eine Bank, sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf daß wer hineingehet, das Licht sehe. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, was nicht kund werde und an den Tag komme. So sehet nun darauf, wie ihr zuhoret! Denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, von dem wird genommen, auch was er meinet zu haben. Es gingen aber hinzu seine Mutter und Bruder und konnten vor dem Volk nicht zu ihm kommen. Und es ward ihm angesagt: Deine Mutter und deine Bruder stehen draußen und wollen dich sehen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Bruder sind diese, die Gottes Wort horen und tun. Und es begab sich auf der Tage einen, daß er in ein Schiff trat samt seinen Jungern. Und er sprach zu ihnen: Lasset uns uber den See fahren! Sie stießen vom Lande. Und da sie schiffeten, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel auf den See; und die Wellen uberfielen sie, und stunden in grower Gefahr. Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir verderben! Da stund er auf und bedrauete den Wind und die Woge des Wassers; und es liefi ab und ward eine Stille. Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie furchteten sich aber und verwunderten sich und sprachen untereinander: Wer ist dieser? Denn er gebeut dem Wind und dem Wasser, und sie sind ihm gehorsam. Und sie schifften fort in die Gegend der Gadarener, welche ist Galilaa gegenuber. Und als er austrat auf das Land, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte Teufel von langer Zeit her und tat keine Kleider an und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabern. Da er aber Jesum sah, schrie er und fiel vor ihm nieder und rief laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesu, du Sohn Gottes, des Allerhochsten? Ich bitte dich, du wollest mich nicht qualen. Denn er gebot dem unsaubern Geist, daß er von dem Menschen ausfuhre; denn er hatte ihn lange Zeit geplaget. Und er war mit Ketten gebunden und mit Fesseln gefangen; und zerrifi die Bande und ward getrieben von dem Teufel in die Wusten. Und Jesus fragte ihn und sprach: Wie heiliest du? Er sprach: Legion. Denn es waren viel Teufel in ihn gefahren. Und sie baten ihn, daß er sie nicht hiefie in die Tiefe fahren. Es war aber daselbst eine grolie Herde Saue auf der Weide auf dem Berge. Und sie baten ihn, daß er ihnen erlaubete, in dieselbigen zu fahren. Und er erlaubte ihnen. Da fuhren die Teufel aus von dem Menschen und fuhren in die Saue. Und die Herde sturzte sich mit einem Sturm in den See und ersoffen. Da aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkundigten's in der Stadt und in den Dorfern. Da gingen sie hinaus, zu sehen, was da geschehen war; und kamen zu Jesu und fanden den Menschen, von welchem die Teufel ausgefahren waren, sitzend zu den Fülien Jesu, bekleidet und vernunftig; und erschraken. Und die es gesehen hatten, verkundigten's ihnen, wie der Besessene war gesund worden. Und es bat ihn die ganze Menge der umliegenden Lander der Gadarener, daß ervon ihnen ginge. Denn es war sie eine grolie Furcht ankommen. Und er trat in das Schiff und wandte wieder urn. Es bat ihn aber der Mann, von dem die Teufel ausgefahren waren, da(3> er bei ihm mochte sein. Aber Jesus liefi ihn von sich und sprach: Gehe wieder heim und sage, wie grolie Dinge dir Gott getan hat. Und er ging hin und predigte durch die ganze Stadt, wie grolie Dinge ihm Jesus getan hatte. Und es begab sich, da Jesus wiederkam, nahm ihn das Volk auf; denn sie warteten alle auf ihn. Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jairus, der ein Oberster der Schule war, und fiel Jesu zu den Füüen und bat ihn, daß erwollte in sein Haus kommen: Denn er hatte eine einige Tochter bei zwolf Jahren, die lag in den letzten Zugen. Und da er hinging, drang ihn das Volk. Und ein Weib hatte den Blutgang zwolf Jahre gehabt; die hatte alle ihre Nahrung an die Arzte gewandt und konnte von niemand geheilet werden. Die trat hinzu von hinten und rührete seines Kleides Saum an; und alsbald stund ihrder Blutgang. Und Jesus sprach: Wer hat mich angeruhret? Da sie aber alle leugneten, sprach Petrus, und die mit ihm waren: Meister, das Volk dranget und drucket dich, und du sprichst: Wer hat mich angeruhret? Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angeruhret; denn ich fühle, daß eine Kraft von mir gegangen ist. Da aber das Weib sah, daß es nicht verborgen war, kam sie mit Zittern und fiel vor ihm nieder und verkundigte vor allem Volk, aus was Ursach' sie ihn hatte angeruhret, und wie sie ware alsbald gesund worden. Er aber sprach zu ihr: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden! Da er noch redete, kam einer vom Gesinde des Obersten der Schule und sprach zu ihm: Deine Tochter ist gestorben; bemühe den Meister nicht. Da aber Jesus das horete, antwortete er ihm und sprach: Furchte dich nicht! Glaube nur, so wird sie gesund. Da er aber in das Haus kam, lieli er niemand hineingehen denn Petrus und Jakobus und Johannes und des Kindes Vater und Mutter. Sie weineten aber alle und klagten urn sie. Er aber sprach: Weinet nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schlaft. Und sie verlachten ihn, wuliten wohl, daß sie gestorben war. Er aber trieb sie alle hinaus, nahm sie bei der Hand und rief und sprach: Kind, stehe auf! Und ihr Geist kam wieder, und sie stund alsbald auf. Und er befahl, man sollte ihrzu essen geben. Und ihre Eltern entsetzten sich. Er aber gebot ihnen, dad sie niemand sagten, was geschehen war.

Responsorial Psalm

Psalm 16

Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.

Gospel

Matthew 18:23-35

Darum ist das Himmelreich gleich einem Konige, der mit seinen Knechten rechnen woilte. Und als er anting zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herm desselbigen Knechts und liefi ihn los, und die Schuld erlieli er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an und wurgete ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefangnis, bis daü er bezahlete, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrubt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht! Alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uber deinen Mitknecht, wie ich mich uber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und uberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle.

Responsorial Psalm

Psalm 135

Halleluja! Lobet den Namen des HERRN, lobet, ihr Knechte des HERRN, die ihr stehet im Hause des HERRN, in den Hdfen des Hauses unsers Gottes! Lobet den HERRN, denn der HERR ist freundlich; lobsinget seinem Namen, denn er ist lieblich. Denn der HERR hat ihm Jakob erwahlet, Israel zu seinem Eigentum. Denn ich weili, daß der HERR groli ist und unser HERR vor alien Gottern. Alles, was er will, das tuter, im Himmel, auf Erden, im Meer und in alien Tiefen; der die Wolken lalit aufgehen vom Ende der Erde, der die Blitze samt dem Regen macht, der den Wind aus heimlichen Ortern kommen lalit; der die Erstgeburten schlug in Agypten, beide der Menschen und des Viehes, und lieli seine Zeichen und Wunder kommen uber dich, Agyptenland, uber Pharao und alle seine Knechte; der viel Vdlker schlug und totete machtige Konige, der Amoriter Konig, und Og, den Konig zu Basan, und alle Konigreiche in Kanaan; und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Israel. HERR, dein Name wahret ewiglich; dein Gedachtnis, HERR, wahret fur und fur. Denn der HERR wird sein Volk richten und seinen Knechten gnadig sein. Der Heiden Gotzen sind Silber und Gold, von Menschenhanden gemacht. Sie haben Mauler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht; sie haben Ohren und horen nicht; auch ist kein Odem in ihrem Munde. Die solche machen, sind gleich also, alle, die auf solche hoffen. Das Haus Israel lobe den HERRN. Lobet den HERRN, ihr vom Hause Aaron; ihr vom Hause Levi, lobet den HERRN; die ihr den HERRN furchtet, lobet den HERRN! Gelobet sei der HERR aus Zion, der zu Jerusalem wohnet! Halleluja!

Responsorial Psalm

Psalm 145

Ein Lob Davids. Ich will dich erhohen, mein Gott, du Konig, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich taglich loben und deinen Namen ruhmen immer und ewiglich. Der HERR ist groß und sehr loblich, und seine Große ist unaussprechlich. Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen. Ich will reden von deiner herrlichen, schonen Pracht und von deinen Wundern, daß man solle reden von deinen herrlichen Taten und daß man erzahle deine Herrlichkeit, daß man preise deine große Güte und deine Gerechtigkeit ruhme. Gnadig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Der HERR ist alien gütig und erbarmet sich aller seiner Werke. Es sollen dir danken, HERR, alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben und die Ehre deines Konigreichs ruhmen und von deiner Gewalt reden, daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die ehrliche Pracht deines Konigreichs. Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft wahret fur und fur. Der HERR erhalt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Der HERR ist gerecht in alien seinen Wegen und heilig in alien seinen Werken. Der HERR ist nahe alien, die ihn anrufen, alien, die ihn mit Ernst anrufen. Ertut, was die Gottesfu rchtige n begehren, und horet ihrßchreien und hilft ihnen. Der HERR behutet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen. Mein Mund soil des HERRN Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!

Responsorial Psalm

Psalm 144

Ein Psalm Davids. Gelobet sei der HERR, mein Hort, der meine Hande lehret streiten und meine Fauste kriegen, meine Güte und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwinget. HERR, was istder Mensch, dafi du dich sein so annimmst, und des Menschen Kind, daß du ihn so achtest? 1st doch der Mensch gleichwie nichts; seine Zeit fahret dahin wie ein Schatten. HERR, neige deine Himmel und fahre herab; taste die Berge an, daß sie rauchen! Laß blitzen und zerstreue sie; schiefie deine Strahlen und schrecke sie! Sende deine Hand von der Hohe und erlose mich und errette mich von großen Wassern, von der Hand derfremden Kinder, welcher Lehre ist kein nutze, und ihre Werke sind falsch. Gott, ich will direin neues Lied singen; ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten der du den Konigen Sieg gibst und erlosest deinen Knecht David vom morderischen Schwert des Bosen. Erlose mich auch und errette mich von der Hand der fremden Kinder, welcher Lehre ist kein nutze, und ihre Werke sind falsch, daß unsere Sohne aufwachsen in ihrer Jugend wie die Pflanzen und unsere Tochterwie die ausgehauenen Erker, gleichwie die Palaste, und unsere Kammern voll seien, die herausgeben konnen einen Vorrat nach dem andern; daß unsere Schafe tragen tausend und hunderttausend auf unsern Dorfern; daß unsere Ochsen viel erarbeiten; daß kein Schade, kein Verlust noch Klage auf unsern Gassen sei. Wohl dem Volk, dem es also gehet! Aber wohl dem Volk, des der HERR ein Gott ist!

Evening Prayer — First Lesson

Wisdom 18

Second Reading

I Peter 4

Weil nun Christus im Fleisch fur uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselbigen Sinn: denn wer am Fleisch leidet, der horet auf von Sünden, daiß er hinfort, was noch hinterstelliger Zeit im Fleisch ist, nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wirwandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgottereien. Das befremdet sie, dafi ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbige wüste, unordentliche Wesen, und lastern; welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkundiget, auf dafi sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben. Es ist aber nahe kommen das Ende aller Dinge. So seid nun mafüg und nuchtern zum Gebet. Vor alien Dingen aber habt untereinander eine brunstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln! Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand redet, dafi er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, dafi er's tue als aus dem Vermogen, das Gott darreichet, auf daß in alien Dingen Gott gepreiset werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfahret, daü ihr versucht werdet), als widerfuhre euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, dafi ihr mit Christo leidet, auf daü ihr auch zu der Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben moget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmahet werdet uber dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlastert, aber bei euch ist er gepreiset. Niemand aber untereuch leide als ein Morder Oder Dieb Oder Ubeltater Oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schame er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daü anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's fur ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottiose und Sunder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schopfer in guten Werken.

Second Reading

Romans 9

Ich sage die Wahrheit in Christo und luge nicht, des mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist, daß ich grolie Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlali in meinem Herzen habe. Ich habe gewunschet, verbannet zu sein von Christo fur meine Bruder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch, die da sind von Israel, welchen gehort die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheiliung; welcher auch sind die Vater, aus welchen Christus herkommt nach dem Fleische, der da ist Gott uber alles, gelobet in Ewigkeit! Amen. Aber nicht sage ich solches, daß Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israelites die von Israel sind; auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder, sondern: In Isaak soli dir der Same genannt sein. Das ist, nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheiliung werden fur Samen gerechnet. Denn dies ist ein Wort der Verheifiung, da er spricht: Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soil einen Sohn haben. Nicht allein aber ist's mit dem also, sondern auch, da Rebecka von dem einigen Isaak, unserm Vater, schwanger ward; ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Boses getan hatten, auf daß der Vorsatz Gottes bestunde nach der Wahl, ward zu ihr gesagt, nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnaden des Berufes, also: Der Groliere soil dienstbar werden dem Kleinern, wie denn geschrieben stehet: Jakob habe ich geliebet, aber Esau habe ich gehasset. Was wollen wir denn hiersagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei feme! Denn er spricht zu Mose: Welchem ich gnadig bin, dem bin ich gnadig, und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen Oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zu Pharao: Eben darum hab' ich dich erweckt, daß ich an dir meine Macht erzeige, auf daß mein Name verkundiget werde in alien Landen. So erbarmet er sich nun; welches er will, und verstocket, welchen er will. So sagest du zu mir: Was schuldiget er denn uns? Wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also? Hat nicht ein Topfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Fali zu Ehren und das andere zu Unehren? Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit grolier Geduld getragen die Gefalie des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis, auf daß er kundtate den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefalien der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit, welche er berufen hat, namlich uns, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Wie er denn auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk heilien, das nicht mein Volk war, und meine Liebe, die nicht die Liebe war. Und soli geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: Ihr seid nicht mein Volk, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden. Jesaja aber schreiet fur Israel: Wenn die Zahl der Kinder von Israel würde sein wie der Sand am Meer, so wird doch das Ubrige selig werden; Denn es wird ein Verderben und Steuern geschehen zur Gerechtigkeit, und der Herr wird dasselbige Steuern tun auf Erden. Und wie Jesaja davor sagt: Wenn uns nicht der Herr Zebaoth hatte lassen Samen überbleiben, so waren wir wie Sodom worden und gleichwie Gomorra. Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

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2 Timothy 3:14-17

Du aber bleibe in dem, was du gelernet hast und dir vertrauet ist, sintemal du weilit, von wem du gelernet hast. Und weil du von Kind auf die Heilige Schrift weilit, kann dich dieselbige unterweisen zurßeligkeit durch den Glauben an Christum Jesum. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nutze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Zuchtigung in der Gerechtigkeit, daß ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.

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Romans 1:8-17

Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller halben, daß man von eurem Glauben in aller Welt saget. Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich diene in meinem Geist am Evangelium von seinem Sohn, daß ich ohne Unterlali euer gedenke und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich's einmal zutragen wollte, daß ich zu euch kame durch Gottes Willen. Denn mich verlanget, euch zu sehen, auf daß ich euch mitteile etwas geistlicher Gabe, euch zu starken, das ist, daß ich samteuch getrostet wurde durch euren und meinen Glauben, den wir untereinander haben. Ich will euch aber nichtverhalten, liebe Bruder, daß ich mir oft habe vorgesetzt, zu euch zu kommen (bin aber verhindert bisher), daß ich auch unter euch Frucht schaffete gleichwie unter andern Heiden. Ich bin ein Schuldnerbeide, derßriechen und der Ungriechen, beide, der Weisen und der Unweisen. Darum, soviel an mir ist bin ich geneigt, auch euch zu Rom das Evangelium zu predigen. Denn ich schame mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig machet alle, die daran glauben, die Juden vomehmlich und auch die Griechen, sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, weiche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben stehet: Der Gerechte wird seines Glaubens leben.

Gospel

Matthew 7

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welcherlei Gerichte ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welcherlei Mall ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; danach besiehe, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest! Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Saue werfen, auf daß sie dieselbigen nicht zertreten mit ihren Fülien und sich wenden und euch zerreifien. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfangt, und wer da suchet, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet urns Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet urn einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? So denn ihr, die ihr doch arg seid, konnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! Alles nun, was ihr wollet, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen; das ist das Gesetz und die Propheten. Gehet ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abfuhret; und ihrersind viel, die daraufwandeln. Und die Pforte ist enge, und der Weg istschmal, der zum Leben führet; und wenig ist ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wolfe. An ihren Fruchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen Oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Fruchte; aber ein fauler Baum bringet arge Fruchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fruchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruchten sollt ihrsie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Darum wer diese meine Rede horet und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewasser kam, und weheten die Winde und stielien an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrundet. Und wer diese meine Rede horet und tut sie nicht, der ist einem torichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewasser, und weheten die Winde und stiefien an das Haus, da fiel es und tat einen grolien Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk uber seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

Evening Prayer — Second Lesson

Ephesians 2

Und auch euch, da ihr tot waret durch Ubertretungen und Sunden, in welchen ihrweiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Fursten, der in der Luft herrschet, namlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, unter welchen wir auch alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lusten unsers Fleisches, und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern; aber Gott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine grolie Liebe, damit er uns geliebet hat: da wir tot waren in den Sunden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnaden seid ihr selig worden) und hat uns samt ihm auferwecket und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, auf dafi er erzeigete in den zukünftigen Zeiten den uberschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte uber uns in Christo Jesu. Denn aus Gnaden seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daü wir darinnen wandeln sollen. Darum gedenket daran, daß ihr, die ihr weiland nach dem Fleisch Heiden gewesen seid und die Vorhaut genannt wurdet von denen, die genannt sind die Beschneidung nach dem Fleisch, die mit der Hand geschieht, daß ihr zu derselbigen Zeit waret ohne Christum, fremd und aulier der Burgerschaft Israels und fremd von den Testamenten der Verheiliung; daher ihr keine Hoffnung hattet und waret ohne Gott in der Welt. Nun aber, die ihr in Christo Jesu seid und weiland feme gewesen, seid nun nahe worden durch das Blut Christo. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, in dem, daß erdurch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft, namlich das Gesetz, so in Geboten gestellet war, auf daß er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schaffete und Frieden machete, und daß er beide versohnete mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz; und hat die Feindschaft getotet durch sich selbst und ist kommen, hat verkundiget im Evangelium den Frieden euch, die ihr feme waret, und denen, die nahewaren. Denn durch ihn haben wirden Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gaste und Fremdlinge, sondern Burger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbauetaufden Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist auf welchem derganze Bau, ineinandergefuget, wachset zu, einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet zu einer Behausung Gottes. im Geist.

Gospel

Luke 17:5-10

Und die Apostel sprachen zu dem Herm: Starke uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt als ein Senfkorn und saget zu diesem Maulbeerbaum: Reift dich aus und versetze dich ins Meer, so wird er euch gehorsam sein. Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflüget Oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, daß er ihm sage: Gehe bald hin und setze dich zu Tische? Ist's nicht also, daß erzu ihm saget: Richte zu, daß ich zu Abend esse; schurze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; danach sollst du auch essen und trinken? Danket erauch demselbigen Knechte, daß er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine es nicht. Also auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprechet: Wir sind unnutze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

Gospel

Luke 12:49-59

Ich bin kommen, daß ich ein Feuer anzunde auf Erden; was wollt' ich lieber, denn es brennete schon! Aber ich muft mich zuvortaufen lassen mit einer Taufe; und wie ist mir so bange, bis sie vollendet werde! Meinet ihr, daß ich herkommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein: drei wider zwei und zwei wider drei. Es wird sein der Vater wider den Sohn und der Sohn wider den Vater, die Mutter wider die Tochter und die Tochter wider die Mutter, die Schwieger wider die Schnur und die Schnur wider die Schwieger. Er sprach aber zu dem Volk: Wenn ihr eine Wolke sehet aufgehen vom Abend, so sprecht ihr bald: Es kommt ein Regen; und es geschiehet also. Und wenn ihr sehet den Sudwind wehen, so sprecht ihr: Es wird, heift werden; und es geschiehet also. Ihr Heuchler, die Gestalt der Erde und des Himmels konnt ihr prüfen, wie prufet ihr aber diese Zeit nicht? Warum richtet ihr aber nicht an euch selber, was recht ist? So du aber mit deinem Widersacher vor den Fursten gehest, so tue Fleift auf dem Wege, daß du sein los werdest, auf daß er nicht etwa dich vor den Richter ziehe, und der Richter uberantworte dich dem Stockmeister, und der Stockmeister werfe dich ins Gefangnis. Ich sage dir, du wirst von dannen nicht herauskommen, bis du den allerletzten Scherf bezahlest.

Gospel

Luke 22

Es war aber nahe das Fest der süften Brote, das da Ostern heiftt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn toteten, und furchteten sich vor dem Volk. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der da war aus der Zahl der Zwolfe. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie erihn wollte ihnen uberantworten. Und sie wurden froh und gelobten, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte Gelegenheit, daß er ihn überantwortete ohne Rumor. Es kam nun der Tag der süften Brote, auf welchen man muftte opfern das Osterlamm. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Osterlamm, auf daß wir's essen. Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir's bereiten? Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget zu dem Hausherm: Der Meister laftt dir sagen: Wo ist die Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen moge mit meinen Jüngem? Und erwird euch einen groften gepflasterten Saal zeigen; daselbst bereitet es. Sie gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwolf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide. Denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfullet werde im Reich Gottes. Und ernahm den Kelch, dankete und sprach: Nehmet denselbigen und teilet ihn unter euch. Denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewachse des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme. Und er nahm das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der fur euch gegeben wird; das tutzu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das fur euch vergossen wird. Doch siehe, die Hand meines Verraters ist mit mir uber Tische! Und zwar, des Menschen Sohn gehet hin, wie es beschlossen ist; doch wehe demselbigen Menschen, durch welchen er verraten wird! Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch ware unter ihnen, der das tun würde. Es erhub sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte fur den Großten gehalten werden. Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Konige herrschen, und die Gewaltigen heifit man gnadige Herren. Ihr aber nicht also, sondern der Großte unter euch soli sein wie der Jungste und der Vornehmste wie ein Diener. Denn welcher ist der Grofite, der zu Tische sitzt, Oder der da dienet? Ist's nicht also, daß der zu Tische sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seid's, die ihr beharret habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt über meinem Tische in meinem Reich und sitzen auf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch mochte sichten wie den Weizen! Ich aber habe fur dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhore. Und wenn du dermaleinst dich bekehrest, so starke deine Bruder. Er sprach aber zu ihm: Herr, ich bin bereit mit dir ins Gefangnis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir, der Hahn wird heute nicht krahen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, daß du mich kennest. Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch gesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigengleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es rnuß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet: Er ist unter die Ubeltater gerechnet. Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. Und er ging hinaus nach seiner Gewohnheit an den Olberg. Es folgeten ihm aber seine Junger nach an denselbigen Ort. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf und kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und starkete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er stund auf vom Gebet und kam zu seinen Jungern und fand sie schlafend vor Traurigkeit. Und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, auf dafi ihr nicht in Anfechtung fallet! Da er aber noch redete, siehe, die Schar und einer von den Zwolfen, genannt Judas, ging vor ihnen her und nahete sich zu Jesu, ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verratst du des Menschen Sohn mit einem Kul J? Da aber sahen, die urn ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? Und einer aus ihnen schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohrab. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so feme machen! Und er ruhrete sein Ohr an und heilete ihn. Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn kommen waren: Ihrseid, wie zu einem Morder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Sie griffen ihn aber und führeten ihn und brachten ihn in des Hohenpriesters Haus. Petrus aber folgete von feme. Da zundeten sie ein Feuer an mitten im Palast und setzten sich zusammen, und Petrus setzte sich unter sie. Da sah ihn eine Magd sitzen bei dem Licht und sah eben auf ihn und sprach zu ihm: Dieser war auch mit ihm. Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht. Und über eine kleine Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch der einer. Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht! Und liber eine Weile, bei einer Stunde, bekraftigte es ein anderer und sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galilaer. Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagest! Und alsbald, da er noch redete, krahete der Hahn. Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, das erzu ihm gesagt hatte: Ehe denn der Hahn krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinete bitterlich. Die Manner aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn, verdecketen ihn und schlugen ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage, wer ist's, der dich schlug? Und viel andere Lasterungen sagten sie wider ihn. Und als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und fuhreten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du Christus? Sage es uns! Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht und lasset mich doch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saget es, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedurfen wir weiter Zeugnis? Wir haben's selbst gehoret aus seinem Munde.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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