Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
1 Thessalonians 4:9-12
Von der bruderlichen Liebe aber ist nicht not, euch zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehret euch untereinander zu lieben. Und das tut ihr auch an alien Brudern, die in ganz Mazedonien sind. Wirermahnen euch aber, liebe Brüder, daß ihr noch volliger werdet. Und ringet danach, daß ihr stille seid und das Eure schaffet und arbeitet mit euren eigenen Handen, wie wir euch geboten haben, auf dafi ihr ehrbarlich wandelt gegen die, die draulien sind, und ihrer keines bedurfet.
First Reading
Daniel 7
Im ersten Jahr Belsazers, des Konigs zu Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesicht auf seinem Bette; und erschrieb denselbigen Traum und verfalite ihn also: Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel stürmeten widereinander auf dem grolien Meer. Und vier groüe Tiere stiegen herauf aus dem Meer, eins je anders denn das andere. Das erste wie ein Lowe und hatte Flugel wie ein Adler. Ich sah zu, bis daß ihm die Flugel ausgerauft wurden; und es ward von der Erde genommen und es stund auf seinen Fufien wie ein Mensch, und ihm ward ein menschlich Herz gegeben. Und siehe, das andere Tier hernach war gleich einem Baren und stund auf der einen Seite und hatte in seinem Maul unter seinen Zahnen drei groüe lange Zahne. Und man sprach zu ihm: Stehe auf und frili viel Fleisch! Nach diesem sah ich, und siehe, ein ander Tier, gleich einem Parden, das hatte vier Flugel, wie ein Vogel, auf seinem Rücken; und dasselbige Tier hatte vier Kopfe, und ihm ward Gewalt gegeben. Nach diesem sah ich in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, das vierte Tier war greulich und schrecklich und sehr stark und hatte groüe eiserne Zahne, frafi urn sich und zermalmete, und das ubrige zertrat es mit seinen Fulien; es war auch viel anders denn die vorigen und hatte zehn Horner. Da ich aber die Horner schauete, siehe, da brach hervor zwischen denselbigen ein ander klein Horn, vor welchem der vordersten Horner drei ausgerissen wurden; und siehe, dasselbige Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das redete groüe Dinge. Solches sah ich, bis dafi Stuhle gesetzt wurden; und der Alte setzte sich, des Kleid war schneeweili und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und desselbigen Rader brannten mit Feuer. Und von demselbigen ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal tausend dieneten ihm, und zehntausendmal zehntausend stunden vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bucher wurden aufgetan. Ich sah zu urn der grolien Rede willen, so das Horn redete; ich sah zu, bis das Tier getotet ward und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen ward, und der andern Tiere Gewalt auch aus war; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lange ein jegliches wahren sollte. Ich sah in diesem Gesichte des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor denselbigen gebracht. Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, daß ihm alle Vdlker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergehet, und sein Konigreich hat kein Ende. Ich, Daniel, entsetzte mich davor, und solch Gesicht erschreckte mich. Und ich ging zu deren einem, die da stunden, und bat ihn, daß er mir von dem allem gewissen Bericht gabe. Und er redete mit mir und zeigte mir, was es bedeutete. Diese vier grolien Tiere sind vier Reiche, so auf Erden kommen werden. Aber die Heiligen des Hochsten werden das Reich einnehmen und werden es immer und ewiglich besitzen. Danach hatte ich gerne gewulit gewissen Bericht von dem vierten Tier, welches gar anders war denn die andern alle, sehr greulich, das eiserne Zahne und eherne Klauen hatte, das urn sich frali und zermalmete und das ubrige mit seinen Fufien zertrat, und von den zehn Hornern auf seinem Haupt und von dem andern, das hervorbrach, vorwelchem drei abfielen, und von demselbigen Horn, das Augen hatte und ein Maul, das große Dinge redete und großer war, denn die neben ihm waren. Und ich sah dasselbige Horn streiten wider die Heiligen und behielt den Sieg wider sie, bis der Alte kam und Gericht hielt fur die Heiligen des Hdchsten; und die Zeit kam, daß die Heiligen das Reich einnahmen. Er sprach also: Das vierte Tier wird das vierte Reich auf Erden sein, welches wird machtiger sein denn alle Reiche; es wird alle Lande fressen, zertreten und zermalmen. Die zehn Horner bedeuten zehn Konige, so aus demselbigen Reich entstehen werden. Nach demselben aber wird ein anderer aufkommen, der wird machtiger sein denn der vorigen keiner und wird drei Konige demutigen. Erwird den Hdchsten lastern und die Heiligen des Hdchsten verstoren und wird sich unterstehen, Zeit und Gesetz zu andern. Sie werden aber in seine Hand gegeben werden eine Zeit und etliche Zeiten und eine halbe Zeit. Danach wird das Gericht gehalten werden; da wird dann seine Gewalt weggenommen werden, daß er zugrunde vertilget und umgebracht werde. Aber das Reich, Gewalt und Macht unter dem ganzen Himmel wird dem heiligen Volk des Hdchsten gegeben werden, des Reich ewig ist, und alle Gewalt wird ihm dienen und gehorchen. Das war der Rede Ende. Aber ich, Daniel, ward sehr betrubt in meinen Gedanken, und meine Gestalt verfiel; doch behielt ich die Rede in meinem Herzen.
First Reading
Psalms 16:1-11
Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.
Morning Prayer — First Lesson
Sirach 2
Epistle
Tobit 12:7-15
First Reading
Judges 10
Nach Abimelech machte sich auf zu helfen Israel Thola, ein Mann von Isaschar, ein Sohn Puas, des Sohns Dodos. Und erwohnete zu Samir auf dem Gebirge Ephraim. Und richtete Israel dreiundzwanzig Jahre; und starb und ward begraben zu Samir. Nach ihm machte sich auf Jair, ein Gileaditer, und richtete Israel zweiundzwanzig Jahre. Und hatte dreißig Sohne auf dreißig Eselsfullen reiten; und hatte dreißig Stadte, die heißen Dorfer Jairs bis auf diesen Tag und liegen in Gilead. Und Jair starb und ward begraben zu Kamon. Aber die Kinder Israel taten fürder ubel vor dem HERRN und dieneten Baalim und Astharoth und den Gottern zu Syrien und den Gottern zu Zidon und den Gottern Moabs und den Gottern der Kinder Ammon und den Gottern der Philister; und verließen den HERRN und dieneten ihm nicht. Da ergrimmete der Zorn des HERRN über Israel und verkaufte sie unter die Hand der Philister und der Kinder Ammon. Und sie zertraten und zerschlugen die Kinder Israel von dem Jahr an wohl achtzehn Jahre, namlich alle Kinder Israel jenseit des Jordans, im Lande der Amoriter, das in Gilead liegt. Dazu zogen die Kinder Ammon über den Jordan und stritten wider Juda, Benjamin und wider das Haus Ephraim, also daß Israel sehr geangstet ward. Da schrieen die Kinder Israel zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an dir gesundiget; denn wir haben unsern Gott verlassen und Baalim gedienet. Aber der HERR sprach zu den Kindern Israel: Haben euch nicht auch gezwungen die Agypter, die Amoriter, die Kinder Ammon, die Philister, die Zidonier, die Amalekiter und Maaniter; und ich half euch aus ihren Handen, da ihr zu mir schrieet? Noch habt ihr mich verlassen und andern Gottern gedienet; darum will ich euch nicht mehr helfen. Gehet hin und schreietdie Gotteran, die ihr erwahlet habt; lasset euch dieselben helfen zur Zeit eurer Trubsal! Aber die Kinder Israel sprachen zu dem HERRN: Wir haben gesundiget; mache es nur du mit uns, wie dir's gefallt; allein errette uns zu dieser Zeit! Und sie taten von sich die fremden Gotter und dieneten dem HERRN. Und esjammerte ihn, daß Israel so geplaget ward. Und die Kinder Ammon schrieen und lagerten sich in Gilead; aber die Kinder Israel versammelten sich und lagerten sich zu Mizpa. Und das Volk der Obersten zu Gilead sprachen untereinander: Welcher anfahet zu streiten wider die Kinder Ammon, der soil das Haupt sein über alle, die in Gilead wohnen.
Morning Prayer — Second Lesson
Luke 10
Danach sonderte der Herr andere siebzig aus und sandte sie zwei und zwei vor sich her in alle Stadte und Orte, da erwollte hinkommen. Und sprach zu ihnen: Die Ernte ist graft, der Arbeiter aber ist wenig; bittet den Herm der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte! Gehet hin! Siehe, ich sende euch als die Lammer mitten unter die Wolfe. Traget keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe und grüftet niemand auf der Strafte. Wo ihr in ein Haus kommt, da sprechet zuerst: Friede sei in diesem Hause! Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. In demselbigen Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von, einem Hause zum andern gehen. Und wo ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, da esset, was euch wird vorgetragen, und heüet die Kranken, die daselbst sind, und saget ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch kommen. Wo ihr aber in eine Stadt kommet, da sie euch nicht aufnehmen, da gehet heraus auf ihre Gassen und sprecht: Auch den Staub, der sich an uns gehanget hat von eurer Stadt, schlagen wir ab auf euch; doch sollt ihr wissen, daß euch das Reich Gottes nahe gewesen ist. Ich sage euch: Es wird Sodom ertraglicher ergehen an jenem Tage denn solcher Stadt. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn waren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, die bei euch geschehen sind, sie hatten vorzeiten im Sack und in der Asche gesessen und Bufte getan. Doch es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am Gerichte denn euch. Und du, Kapernaum, die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in die Holle hinuntergestoüen werden. Wer euch horet, der horet mich, und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat. Die Siebzig aber kamen wieder mit Freuden und sprachen: Herr, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem Namen. Er sprach aber zu ihnen: Ich sah wohl den Satanas vom Himmel fallen als einen Blitz. Sehet, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch beschadigen. Doch darin freuet euch nicht, daß euch die Geister untertan sind, freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind. Zu der Stunde freuete sich Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches verborgen hast den Weisen und Klugen und hast es offenbart den Unmundigen: Ja, Vater, also war es wohlgefallig vor dir. Es ist mir alles übergeben von meinem Vater. Und niemand weifi, wer der Sohn sei, denn nur der Vater, noch wer der Vater sei, denn nur der Sohn, und welchem es der Sohn will offenbaren. Und erwandte sich zu seinen Jungern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Konige wollten sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen; und horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muft ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von alien Kraften und von ganzem Gemüt und deinen Nachsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nachster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, derging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Morder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und lieften ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ohngefahr, daß ein Priester dieselbige Strafte hinabzog; und da er ihn sah, ging er voruber. Desselbigengleichen auch ein Levit: da er kam zu der Statte und sah ihn, ging er voruber. Ein Samariter aber reisete und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goft drein Ol und Wein und hub ihn auf sein Tier und fuhrete ihn in die Herberge und pflegete sein. Des andern Tages reisete er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirt und sprach zu ihm; Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dunket dich, der unter diesen dreien der Nachste, sei gewesen dem, der unter die Morder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen! Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieft Maria; die setzte sich zu Jesu Füften und horete seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, daß mich meine Schwester lasset alleine dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe! Eines aber ist not: Maria hat das gute Teil erwahlet; das soil nicht von ihr genommen werden.
Responsorial Psalm
Psalm 19
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzahlen die Ehre Gottes, und die Feste verkundiget seiner Hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hore. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brautigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und lauft urn bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furchtdes HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind kostlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind sußerdenn Honig und Honigseim. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie halt, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie ofterfehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht uber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuidig bleiben großer Missetat. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprach meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erloser!
Gospel
John 5:1-4
Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schafhause ein Teich, der heißt auf ebraisch Bethesda und hat fünf Hallen, in welchen lagen viel Kranke, Blinde, Lahme, Durre; die warteten, wenn sich das Wasser bewegte. Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich und bewegte das Wasser. Welcher nun der erste, nachdem das Wasser beweget war, hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war.
Responsorial Psalm
Psalm 137
An den Wassern zu Babel saften wir und weineten, wenn wir an Zion gedachten. Unsere FHarfen hingen wir an die Weiden, die drinnen sind. Denn daselbst hieften uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen frohlich sein: Lieber, singet uns ein Lied von Zion! Wie sollten wir des HERRN Lied singen in fremden Landen? Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen! Meine Zunge musse an meinem Gaumen kleben, wo ich dein nicht gedenke, wo ich nicht lasse Jerusalem meine hochste Freude sein. HERR, gedenke der Kinder Edom am Tage Jerusalems, die da sagen: Rein ab, rein ab, bis auf ihren Boden! Du verstorte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergelte, wie du uns getan hast! Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an den Stein!
Responsorial Psalm
Psalm 147
Lobet den HERRN; denn unsern Gott loben, das ist ein kostlich Ding; solch Lob ist lieblich und schon. Der HERR bauet Jerusalem und bringet zusammen die Verjagten in Israel. Er heilet, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen. Er zahlet die Sterne und nennet sie alle mit Namen. Unser HERR ist graft und von grafter Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regieret. Der HERR richtet auf die Elenden und stoftet die Gottlosen zu Boden. Singet umeinander dem HERRN mit Dank und lobet unsern Gott mit Harfen, der den Himmel mit Wolken bedeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Bergen wachsen laftt; der dem Vieh sein Futtergibt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Starke des Rosses noch Gefallen an jemandes Beinen. Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn furchten, die auf seine Güte hoffen. Praise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott! Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder drinnen. Er schaffet deinen Grenzen Frieden und sattiget dich mit dem besten Weizen. Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort lauft schnell. Ergibt Schnee wie Wolle, er streuet Reifwie Asche. Er wirft seine Schloften wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost? Erspricht, so zerschmilzt es; er laftt seinen Wind wehen, so tauet's auf. Er zeiget Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte. So tut er keinen Heiden, noch laftt sie wissen seine Rechte. Halleluja!
Responsorial Psalm
Psalm 146
Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! Ich will den HERRN loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hie bin. Verlasset euch nicht auf Fursten; sie sind Menschen, die konnen ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschlage. Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf dem HERRN, seinem Gott, stehet, der Himmel, Erde, Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der Glauben halt ewiglich; der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. Der HERR loset die Gefangenen. Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebet die Gerechten. Der HERR behutet Fremdlinge und Waisen und erhalt die Witwen; und kehret zuruck den Weg der Gottlosen. Der HERR ist Konig ewiglich, dein Gott, Zion, fur und fur. Halleluja!
Evening Prayer — First Lesson
Sirach 3
Second Reading
II Peter 1
Simon Petrus, ein Knecht und Apostel Jesu Christi: Denen, die mit uns eben denselbigen teuren Glauben überkommen haben in der Gerechtigkeit, die unser Gott gibt und der Heiland Jesus Christus. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu Christi, unsers Herrn! Nachdem allerlei seiner gottlichen Kraft (was zum Leben und gottlichen Wandel dienet) uns geschenket ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die teuren und allergroßten Verheiliungen geschenket sind, namlich dafi ihr durch dasselbige teilhaftig werdet der gottlichen Natur, so ihr fliehet die vergangliche Lust der Welt: so wendet alien euren Fleiß daran und reichet dar in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Bescheidenheit und in der Bescheidenheit Maßigkeit und in der Mafügkeit Geduld und in der Geduld Gottseligkeit und in der Gottseligkeit bruderliche Liebe und in der bruderlichen Liebe gemeine Liebe. Denn wo solches reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen in der Erkenntis unsers Herrn Jesu Christi. Welcher aber solches nicht hat, der ist blind und tappet mit der Hand und vergifit der Reinigung seiner vorigen Sunden. Darum, liebe Bruder, tutdesto mehr Fleifi, eure Berufung und Erwahlung festzumachen. Denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln. Und alsowird euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Darum will ich's nicht lassen, euch allezeit solches zu erinnern, wiewohl ihr's wisset und gestarkt seid in der gegenwartigen Wahrheit. Denn ich achte es billig sein, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern. Denn ich weifi, daß ich meine Hütte bald ablegen muli, wie mir denn auch unser Herr Jesus Christus eroffnet hat. Ich will aber Fleili tun, daß ihr allenthalben habet nach meinem Abschied, solches im Gedachtnis zu halten. Denn wir haben nicht den klugen Fabein gefolget, da wir euch kundgetan haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen, da er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der grolien Herrlichkeit dermaüen: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehoret vom Himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wir haben ein festes prophetisches Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche, und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr fur das erste wissen, dafi keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung; denn es ist noch nie keine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem Heiligen Geist.
Second Reading
Romans 11
So sage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoften? Das sei feme! Denn ich bin auch ein Israelit von dem Samen Abrahams, aus dem Geschlecht Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoften, welches er zuvor versehen hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er tritt vor Gott wider Israel und spricht: Herr, sie haben deine Propheten getotet und haben deine Altare ausgegraben; und ich bin allein uberblieben, und sie stehen mir nach meinem Leben? Aber was sagt ihm die gdttliche Antwort? Ich habe mir lassen uberbleiben siebentausend Mann, die nicht haben ihre Kniee gebeuget vor dem Baal. Also gehet's auch jetzt zu dieser Zeit mit diesen Uberbliebenen nach der Wahl der Gnaden. Ist's aber aus Gnaden, so ist's nicht aus Verdienst der Werke, sonstwurde Gnade nicht Gnade sein. Ist's aber aus Verdienst der Werke, so ist die Gnade nichts, sonst ware Verdienst nicht Verdienst. Wie denn nun? Was Israel sucht, das erlangt es nicht; die Wahl aber erlanget es. Die andern sind verstockt, wie geschrieben stehet: Gott hat ihnen gegeben einen erbitterten Geist, Augen, daß sie nicht sehen, und Ohren, daß sie nicht horen, bis auf den heutigen Tag. Und David spricht: Laft ihren Tisch zu einem Strick werden und zu einer Beruckung und zum Argernis und ihnen zur Vergeltung. Verblende ihre Augen, daß sie nicht sehen, und beuge ihren Rücken allezeit. So sage ich nun: Sind siedarum angelaufen, daß sie fallen sollten? Das sei feme! Sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, auf daß sie denen nacheifern sollten. Denn so ihr Fall der Welt Reichtum ist, und ihr Schade ist der Heiden Reichtum, wieviel mehr, wenn ihre Zahl voll würde? Mit euch Heiden rede ich; denn dieweil ich der Heiden Apostel bin, will ich mein Amt preisen, ob ich mochte die, so mein Fleisch sind, zu eifern reizen und ihrer etliche selig machen. Denn so ihr Verlust der Welt Versohnung ist, was ware das anders, denn das Leben von den Toten nehmen? Ist der Anbruch heilig, so istauch der Teig heilig, und so die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig. Ob aber nun etliche von den Zweigen zerbrochen sind, und du, da du ein wilder Olbaum warest, bist unter sie gepfropfet und teilhaftig worden der Wurzel und des Safts im Olbaum, so rühme dich nicht wider die Zweige. Ruhmest du dich aber wider sie, so sollst du wissen, daß du die Wurzel nicht tragest, sondern die Wurzel traget dich. Sosprichstdu: Die Zweige sind zerbrochen, daß ich hineingepfropfet wurde. Ist wohl geredet. Sie sind zerbrochen um ihres Unglaubens willen; du stehest aber durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern furchte dich. Hat Gott der naturlichen Zweige nicht verschonet, daß er vielleicht dein auch nicht verschone. Darum schaue die Gute und den Ernst Gottes: den Ernst an denen, die gefallen sind, die Gute aber an dir, soferne du an der Gute bleibest; sonst wirst du auch abgehauen werden. Und jene, so sie nicht bleiben in dem Unglauben, werden sie eingepfropfet werden; Gott kann sie wohl wieder ein pfropfen. Denn so du aus dem Olbaum, der von Natur wild war, bist ausgehauen und wider die Natur in den guten Olbaum gepfropfet, wieviel mehr werden die naturlichen eingepfropfet in ihren eigenen Olbaum! Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimnis, auf daß ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel einesteils widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet: Es wird kommen aus Zion, der da erlose und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde weg nehmen. Nach dem Evangelium halte ich sie fur Feinde um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Vater willen. Gottes Gaben und Berufung mogen ihn nicht gereuen. Denn gleicherweise, wie auch ihr nicht habt geglaubet an Gott, nun aber habt ihr Barmherzigkeit überkommen uber ihrem Unglauben, also auch jene haben jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf daß sie auch Barmherzigkeit uberkommen. Denn Gott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme. 0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.
Second Reading
Hebrews 1:1-6
Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vatern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben uber alles, durch welchen er auch die Welt qemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tragt alle Dinge mit seinem kraftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestat in der Hohe, so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen hohern Namen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel haterjemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? Und abermal, da er einfuhret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten.
Second Reading
Romans 1:28-32
Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Hasses, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenblaser, Verleumder, Gottesverachter, Frevler, hoffartig, ruhmredig, Schadliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, storrig, unversohnlich, unbarmherzig die Gottes Gerechtigkeit Wissen (daß, die solches tun, des Todes würdig sind), tun sie es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.
Gospel
Matthew 9
Da trat er in das Schiff und fuhr wieder heruber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sunden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lasted Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder zu sagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sunden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Stehe auf, heb' dein Bett auf und gehe heim! Und er stund auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieli Matthaus, und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stund auf und folgete ihm. Und es begab sich, da erzu Tische saß, im Hause, siehe, da kamen viel Zollner und Sunder und saüen zu Tische mit Jesu und seinen Jungern. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu seinen Jungern: Warum isset euer Meister mit den Zdllnern und Sundern? Da das Jesus horete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedurfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Gehet aber hin und lemet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin kommen, die Sunder zur Bulie zu rufen und nicht die Frommen. Indes kamen die Junger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisaer so viel, und deine Junger fasten nicht? Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brautigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dafi der Brautigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. Niemand flicktein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reifiet doch wieder vom Kleid, und der Riß wird arger. Man fasset auch nicht Most in aite Schlauche; anders die Schlauche zerreilien, und der Most wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man fasset Most in neue Schlauche, so werden sie beide miteinander behalten. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf und folgete ihm nach und seine Junger. Und siehe, ein Weib, das zwolf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und ruhrete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Mocht' ich nur sein Kleid anruhren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus urn und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach erzu ihnen: Weichet! denn das Magdlein ist nicht tot, sondern es schlaft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stund das Magdlein auf. Und dies Gerucht erscholl in dasselbige ganze Land. Und da Jesus von dannen furbafi ging, folgeten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubet ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja. Da ruhrete er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. Und ihre Augen wurden geoffnet. Und Jesus bedrauete sie und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selbigen ganzen Lande. Da nun diese waren hinauskommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden. Aber die Pharisaer sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Obersten. Und Jesus ging umher in alle Stadte und Markte, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach erzu seinen Jungern: Die Ernte ist grofi; aber wenig sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende!
Evening Prayer — Second Lesson
Ephesians 4
So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich's gebuhrt eurer Berufung, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld und vertraget einer den andern in der Liebe und seid fleiftig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater (unser) aller, der da ist fiber euch alle und durch euch alle und in euch alien. Einem jeglichen aber unter uns ist gegeben die Gnade nach dem Maft der Gabe Christi. Darum spricht er: Er ist aufgefahren in die Hohe und hat das Gefangnis gefangen gefuhret und hat den Menschen Gaben gegeben. Daft er aber aufgefahren ist, was ist's, denn daß er zuvor ist hinuntergefahren in die untersten Orter der Erde? Der hinuntergefahren ist, das ist derselbige, der aufgefahren ist über alle Himmel, auf daß er alles erfullete. Und er hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aberzu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern, daß die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Amts, dadurch der Leib Christi erbauet werde, bis daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi, auf daß wir nicht mehr Kinder seien und uns wagen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Tauscherei, damit sie uns erschleichen zu verfuhren. Lasset uns aber rechtschaffen sein in der Liebe und wachsen in alien Stricken an dem, der das Haupt ist, Christus, aus welchem der ganze Leib zusammengefuget, und ein Glied am andern hanget durch alle Gelenke, dadurch eines dem andern Handreichung tut nach dem Werk eines jeglichen Gliedes in seinem Maße und machet, dafi der Leib wachset zu seiner selbst Besserung; und das alles in der Liebe: So sage ich nun und zeuge in dem Herrn, dati ihr nicht mehr wandelt, wie die andern Heiden wandeln der Eitelkeit ihres Sinnes, welcher Verstand verfinstert ist, und sind entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens. welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem Geiz. Ihr aber habt Christum nicht also gelernet, so ihr anders von ihm gehoret habt und in ihm gelehret seid, wie in Jesu ein rechtschaffen Wesen ist. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Luge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nachsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zürnet, und sundiget nicht; lasset die Sonne nicht uber eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lasterer! Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Handen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen. Lasset kein faul Geschwatz aus eurem Munde gehen, sondern was nutzlich zur Besserung ist, da es not tut, daß es holdselig sei zu horen. Und betrubet nicht den Heiligen Geist Gottes, damit ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlosung. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lasterung sei feme von euch samt aller Bosheit. Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christo.
Gospel
Luke 18:1-8
Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden sollte, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der furchtete sich nicht vor Gott und scheuete sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! Und erwollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht furchte, noch vor keinem Menschen scheue, dieweil aber mir diese Witwe so viel Muhe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und ubertaube mich. Da sprach der Herr: Horet her, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwahlten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte Geduld daruber haben? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinest du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?
Gospel
Luke 13:10-17
Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen.
Gospel
Luke 24
Aber an der Sabbate einem sehr fruhe kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewalzet von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des Herm Jesu nicht. Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Manner mit glanzenden Kleidern. Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichte nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galilaa war, und sprach: Des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in die Hande der Sunder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder vom Grabe und verkundigten das alles den Elfen und den andern alien. Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als waren's Marlein, und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und buckete sich hinein und sah die leinenen Tucher ailein liegen und ging davon; und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten miteinandervon alien diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dafi sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihrzwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, machtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uberantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlosen. Und uber das alles ist heute der dritte Tag, dafi solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesichtder Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trages Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben! Mul Jte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und ting an von Mose und alien Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er furder gehen. Und sie notigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geoffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift offnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzahleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt ware an dem, da erdas Brot brach. Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims. Und ernahm's und ali vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen. Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden. Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sunden unter alien Volkern und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, ich will auf euch senden die Verheifiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hohe. Er fuhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hande auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhrauf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mitgroßer Freude. Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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