Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Isaiah 4:1-13
daß sieben Weiber werden zu der Zeit einen Mann ergreifen und sprechen: Wir wollen uns selbst nahren und kleiden; lali uns nur nach deinem Namen heifien, dafi unsere Schmach von uns genommen werde. In der Zeit wird des HERRN Zweig lieb und wert sein und die Frucht der Erde herrlich und schon bei denen, die behalten werden in Israel. Und wer da wird übrig sein zu Zion und uber bleiben zu Jerusalem, der wird heilig heilien, ein jeglicher, der geschrieben ist unter die Lebendigen zu Jerusalem. Dann wird der HERR den Unflat der Tochter Zions waschen und die Blutschulden Jerusalems vertreiben von ihr durch den Geist, der richten und ein Feuer anzunden wird. Und der HERR wird schaffen uber alle Wohnung des Berges Zion, und wo sie versammelt ist, Wolken und Rauch des Tages und Feuerglanz, der da brenne des Nachts. Denn es wird ein Schirm sein uber alles, was herrlich ist; und wird eine Hutte sein zum Schatten des Tages vor der Hitze und eine Zuflucht und Verbergung vor dem Wetter und Regen.
First Reading
Amos 3
Horet, was der HERR mit euch redet, ihr Kinder Israel, namlich mit alien Geschlechtern, die ich aus Agyptenland gefuhret habe, und sprach: Aus alien Geschlechtern auf Erden hab ich allein euch erkannt; darum will ich auch euch heimsuchen in all eurer Missetat. Mogen auch zween miteinanderwandeln, sie seien denn eins untereinander? Brullet auch ein Lowe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreiet auch ein junger Lowe aus seiner Hohle, er habe denn etwas gefangen? Fallt auch ein Vogel in den Strick auf der Erde, da kein Vogler ist? Hebt man auch den Strick auf von der Erde, der noch nichts gefangen hat? Blaset man auch die Posaune in einer Stadt, da sich das Volk davor nicht entsetze? Ist auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tue? Denn der Herr HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten. Der Lowe brullet; wer sollte sich nicht furchten? Der Herr HERR redet; wer sollte nicht weissagen? Verkundiget in den Palasten zu Asdod und in den Palasten im Lande Agypten und sprechet: Sammelt euch auf die Berge Samaria und sehet, welch ein groß Zetergeschrei und Unrecht drinnen ist! Sie achten keines Rechten, spricht der HERR, sammeln Schatze von Frevel und Raube in ihren Palasten. Darum spricht der Herr HERR also: Man wird dies Land ringsumher belagern und dich von deiner Macht herunterreißen und deine Hauser plundern. So spricht der HERR: Gleichwie ein Hirt dem Lowen zwei Kniee Oder ein Ohrlapplein aus dem Maul reißet, also sollen die Kinder Israel herausgerissen werden, die zu Samaria wohnen und haben in der Ecke ein Bett und zu Damaskus eine Sponde. Horet und zeuget im Hause Jakobs, spricht der Herr HERR, der Gott Zebaoth. Denn zur Zeit, wenn ich die Sunde Israels heimsuchen werde, will ich die Altare zu Bethel heimsuchen und die Horner des Altars abbrechen, daß sie zu Boden fallen sollen. Und will beide, Winterhaus und Sommerhaus, schlagen; und sollen die elfenbeinernen Hauser untergehen und viel Hauser verderbet werden, spricht der HERR.
First Reading
Psalms 119:1-16
Wohl denen, die ohne Wandel Ieben, die im Gesetz des HERRN wandeln! Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen! Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Ubels. Du hast geboten, fleifüg zu halten deine Befehle. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. Ich danke dir von rechtem Herzen, daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit. Deine Rechte will ich halten; verlafi mich nimmermehr! Wie wird ein Jungling seinen Weg unstraflich gehen? Wenn er sich halt nach deinen Worten. Ich suchedich von ganzem Herzen; lali mich nicht fehlen deiner Gebote! Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sundige. Gelobet seiestdu, HERR! Lehre mich deine Rechte! Ich will mit meinen Lippen erzahlen alle Rechte deines Mundes. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als uber allerlei Reichtum. Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. Ich habe Lustzu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht.
Morning Prayer — First Lesson
Sirach 49
Epistle
Revelation 21:2-5
Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, zubereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und horete eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen! Und erwird bei ihnen wohnen; und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tranen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerzen wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewif L
First Reading
II Chronicles 4
Er machte auch einen ehernen Altar, zwanzig Ellen lang und breit und zehn Ellen hoch. Und er machte ein gegossen Meer, zehn Ellen weit von einem Rande an den andern rund umher und funf Ellen hoch; und ein Mali von dreitüg Ellen mochte es umher begreifen. Und Ochsenbilder waren unter ihm umher; und es waren zwo Riegen Knoten urn das Meer her (das zehn Ellen weit war), die mit angegossen waren. Es stund aber also auf den zwolf Ochsen, daß drei gewandt waren gegen Mitternacht, drei gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen und das Meer oben auf ihnen; und all ihr Hinterstes war inwendig. Seine Dicke war eine Hand breit, und sein Rand war wie eines Bechers Rand und eine aufgegangene Rose; und es fatite dreitausend Bath. Und er machte zehn Kessel; der setzte er funf zur Rechten und funf zur Linken, drinnen zu waschen, was zum Brandopfer gehoret, daß sie es hineinstietien; das Meer aber, daß sich die Priester drinnen wuschen. Er machte auch zehn güldene Leuchter, wie sie sein sollten, und setzte sie in den Tempel, funf zur Rechten und funf zur Linken. Und machte zehn Tische und tat sie in den Tempel, funf zur Rechten und funf zur Linken. Und machte hundert guldene Becken. Er machte auch einen Hof fur die Priester und grofie Schranken und Turen in die Schranken; und uberzog die Turen mit Erz. Und setzte das Meer auf der rechten Ecke gegen Morgen zu Mittag warts. Und Huram machte Topfe, Schaufeln und Becken. Also vollendete Huram die Arbeit, die er dem Konige Salomo tat am Hause Gottes, namlich die zwo Saulen mit den Bauchen und Knaufen oben auf beiden Saulen und beide gewundene Reife, zu bedecken beide Bauche der Knaufe oben auf den Saulen, und die vierhundert Granatapfel an den beiden gewundenen Reifen; zwo Riegen Granatapfel an jeglichem Reif, zu bedecken beide Bauche der Knaufe, so oben auf den Saulen waren. Auch machte er die Gestuhle und die Kessel auf den Gestuhlen und ein Meer und zwolf Ochsen drunter; dazu Topfe, Schaufeln, Kreuel und alle ihre Gefafte machte Huram-Abif dem Konige Salomo zum Hause des HERRN aus lauterm Erz. In der Gegend des Jordans lieft sie der Konig gieften in dicker Erde, zwischen Suchoth und Zaredatha. Und Salomo machte aller dieser Gefafte sehr viel, daß des Erzes Gewicht nicht zu forschen war. Und Salomo machte alles Gerat zum Hause Gottes: namlich den güldenen Altar, Tisch und Schaubrotdrauf, die Leuchter mit ihren Lampen von lauterm Golde, daß sie brenneten vor dem Chor, wie sich's gebührt; und die Blumen an den Lampen und die Schneuzen waren gulden, das war alles vdllig Gold; dazu die Messer, Becken, Loffel und Napfe waren lauter Gold. Und der Eingang und seine Tur inwendig zu dem Allerheiligsten und die Tur am Hause des Tempels waren gulden.
Morning Prayer — Second Lesson
John 10
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tur hineingehet in den Schafstall, sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Morder. Der aber zur Tur hineingehet, der ist ein Hirte der Schafe. Demselbigen tut der Turhuter auf, und die Schafe horen seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führet sie aus. Und wenn er seine Schafe hat ausgelassen, gehet er vor ihnen hin, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm; denn sie kennen der Fremden Stimme nicht. Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie vernahmen aber nicht, was es war, das er zu ihnen sagte. Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tur zu, den Schafen. Alle, die vor mir kommen sind, die sind Diebe und Morder gewesen, aber die Schafe haben ihnen nicht gehorchet. Ich bin die Tur; so jemand durch mich eingehet, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nicht, denn daß erstehle, wurge und umbringe. Ich bin kommen, daß sie das Leben und voile Genüge haben sollen. Ich bin ein guter Hirte; ein guter Hirte lasset sein Leben fur die Schafe. Ein Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen und verlasset die Schafe und flieht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben fur die Schafe. Und ich habe andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselben muft ich herfuhren, und sie werden meine Stimme horen, und wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebet mich mein Vater, daß ich mein Leben lasse, auf dafi ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mirselber. Ich habe Macht es zu lassen und habe Macht es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich empfangen von meinem Vater. Da ward aber eine Zwietracht unter den Juden uber diesen Worten. Viele unter ihnen sprachen: Er hat den Teufel und ist unsinnig; was horet ihr ihm zu? Die andern sprachen: Das sind nicht Worte eines Besessenen; kann der Teufel auch der Blinden Augen auftun? Es war aber Kirchweih zu Jerusalem und war Winter. Und Jesus wandelte im Tempel, in der Halle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange haltst du unsere Seelen auf? Bist du Christus, so sage es uns frei heraus! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir. Aber ihr glaubet nicht; denn ihr seid von meinen Schafen nicht, wie ich euch gesagt habe. Denn meine Schafe horen meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reifien. Der Vater, der sie mirgegeben hat, ist grower denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reüien. Ich und der Vater sind eins. Da huben die Juden abermal Steine auf, daß sie ihn steinigten. Jesus antwortete ihnen: Viel gute Werke habe ich euch erzeiget von meinem Vater; urn welches Werk unter denselbigen steiniget ihr mich? Die Juden antworteten ihm und sprachen: Urn des guten Werks willen steinigen wir dich nicht, sondern urn der Gotteslasterung willen, und daß du ein Mensch bist und machest dich selbst zu einem Gott. Jesus antwortete ihnen: Stehet nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt, ihr seid Gotter? So er die Gotter nennet, zu welchen das Wort Gottes geschah (und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden), sprecht ihr denn zu dem, den der Vater geheiliget und in die Welt gesandt hat: Du lasterst Gott, darum daß ich sage, ich bin Gottes Sohn? Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht. Tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht glauben, auf daß ihr erkennet und glaubet, daß der Vater in mir ist und ich in ihm. Sie suchten abermal, ihn zu greifen; aber er entging ihnen aus ihren Handen und zog hin wieder jenseit des Jordans an den Ort, da Johannes vorhin getauft hatte, und blieb ailda. Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes tat kein Zeichen; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, das ist wahr. Und glaubten ailda viele an ihn.
Responsorial Psalm
Psalm 57
Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkame, da er vor Saul floh in die Hdhle. Sei mir gnadig, Gott, sei mir gnadig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Flugel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorubergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhochsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. Gott sendet seine Gute und Treue. Ich liege mit meiner Seele unter den Lowen. Die Menschenkindersind Flammen; ihre Zahne sind Spiefte und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt! Sie stellen meinem Gange Netze und drucken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Fruhe will ich aufwachen. HERR, ich will dir danken unter den Volkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gute ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt!
Gospel
Luke 19:1-10
Und erzog hinein und ging durch Jericho; Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachaus, der war ein Oberster der Zollner und war reich. Und begehrte Jesum zu sehen, wererware, und konnte nicht vor dem Volk; denn erwar klein von Person. Und er lief vorhin und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sahe; denn allda sollte erdurchkommen. Und als Jesus kam an dieselbige Statte, sah er auf und ward sein gewahr und sprach zu ihm: Zachaus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute zu deinem Hause einkehren. Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen, murreten sie alle, daß er bei einem Sunder einkehrete. Zachaus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Halfte meiner Guter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfaltig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist; denn des Menschen Sohn ist kommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Responsorial Psalm
Psalm 12
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Hilf, HERR, die Heiligen haben abgenommen, und der Glaubigen istwenig unterden Menschenkindern. Einer redet mit dem andern unnutze Dinge und heucheln und lehren aus uneinigem Herzen. Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die da stolz redet, die da sagen: Unsere Zunge soil uberhand haben, uns gebuhrt zu reden; wer ist unser HERR? Weil denn die Elenden verstoret werden und die Armen seufzen, will ich auf, spricht der HERR; ich will eine Hilfe schaffen, daß man getrost lehren soil. Die Rede des HERRN ist lauter, wie durchlautert Silber im irdenen Tiegel, bewahret siebenmal. Du, HERR, wollest sie bewahren und uns behuten vor diesem Geschlecht ewiglich. Denn es wird allenthalben voll Gottloser, wo solche lose Leute unterden Menschen herrschen.
Responsorial Psalm
Psalm 22
Ein Psalm Davids, vorzusingen, von der Hindin, die fruhe gejagt wird. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist feme. Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht. Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels. Unsere Vater hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus. Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und nicht zuschanden. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schutteln den Kopf. Er klage es dem HERRN, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm! Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine Zuversicht, da ich, noch an meiner Mutter Brusten war. Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe; du bist mein Gott von meiner Mutter Leib an. Sei nicht feme von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein Heifer. Große Farren haben mich umgeben, fette Ochsen haben mich umringet; ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein brullender und reißender Lowe. Ich bin ausgeschuttet wie Wasser; alle meine Gebeine haben sich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs. Meine Krafte sind vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet an meinem Gaumen; und du legest mich in des Todes Staub. Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bosen Rotte hat sich urn mich gemacht; sie haben meine Hande und Fulie durchgraben. Ich mochte alle meine Beine zahlen. Sie aber schauen und sehen ihre Lust an mir. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand. Aber du, HERR, sei nicht feme; meine Starke, eile, mirzu helfen! Errette meine Seele vom Schwert, meine Einsame von den Hunden! Hilf mir aus dem Rachen des Lowen und errette mich von den Einhomem. Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern, ich will dich in der Gemeine rühmen. Rühmet den HERRN, die ihr ihn furchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels! Denn er hat nicht verachtet noch verschmahet das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie horete er's. Dich will ich preisen in der groften Gemeine; ich will meine Gelubde bezahlen vor denen, die ihn fürchten. Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden, und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soil ewiglich leben. Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich zum HERRN bekehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden. Denn der HERR hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden. Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden Kniee beugen alle, die im Staube liegen, und die, so kümmerlich leben. Er wird einen Samen haben, der ihm dienet; vom HERRN wird man verkündigen zu Kindeskind. Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, daß er's tut.
Responsorial Psalm
Psalm 112
Halleluja! Wohl dem, der den HERRN furchtet, der grofte Lust hat zu seinen Geboten! Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Frommen wird gesegnet sein. Reichtum und die Fulle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Den Frommen gehet das Licht auf in der Finsternis von dem Gnadigen, Barmherzigen und Gerechten. Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen aus, daß er niemand unrecht tue! Denn erwird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen. Wenn eine Plage kommen will, so furchtet er sich nicht; sein Herz hoffet unverzagt auf den HERRN. Sein Herz ist getrost und furchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden siehet. Er streuet aus und gibt den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich; sein Horn wird erhohet mit Ehren. Der Gottlose wird's sehen, und wird ihn verdriefien; seine Zahne wird erzusammenbeißen und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren.
Evening Prayer — First Lesson
Sirach 50
Second Reading
Ephesians 2
Und auch euch, da ihr tot waret durch Ubertretungen und Sunden, in welchen ihrweiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Fursten, der in der Luft herrschet, namlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, unter welchen wir auch alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lusten unsers Fleisches, und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern; aber Gott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine grolie Liebe, damit er uns geliebet hat: da wir tot waren in den Sunden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnaden seid ihr selig worden) und hat uns samt ihm auferwecket und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, auf dafi er erzeigete in den zukünftigen Zeiten den uberschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte uber uns in Christo Jesu. Denn aus Gnaden seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daü wir darinnen wandeln sollen. Darum gedenket daran, daß ihr, die ihr weiland nach dem Fleisch Heiden gewesen seid und die Vorhaut genannt wurdet von denen, die genannt sind die Beschneidung nach dem Fleisch, die mit der Hand geschieht, daß ihr zu derselbigen Zeit waret ohne Christum, fremd und aulier der Burgerschaft Israels und fremd von den Testamenten der Verheiliung; daher ihr keine Hoffnung hattet und waret ohne Gott in der Welt. Nun aber, die ihr in Christo Jesu seid und weiland feme gewesen, seid nun nahe worden durch das Blut Christo. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, in dem, daß erdurch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft, namlich das Gesetz, so in Geboten gestellet war, auf daß er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schaffete und Frieden machete, und daß er beide versohnete mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz; und hat die Feindschaft getotet durch sich selbst und ist kommen, hat verkundiget im Evangelium den Frieden euch, die ihr feme waret, und denen, die nahewaren. Denn durch ihn haben wirden Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gaste und Fremdlinge, sondern Burger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbauetaufden Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist auf welchem derganze Bau, ineinandergefuget, wachset zu, einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet zu einer Behausung Gottes. im Geist.
Second Reading
II Corinthians 4
Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde sondern meiden auch heimliche Schande und gehen nicht mit Schalkheit urn, falschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit und beweisen unswohl gegen alter Menschen Gewissen vor Gott. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt, bei welchen der Gott dieser Welt der Unglaubigen Sinn verblendet hat, dad sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte urn Jesu willen. Denn Gott, der da hied das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, dafi (durch uns) entstunde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefaden, auf dad die uberschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trubsal, aber wir angsten uns nicht; uns ist bange, aber wir verzagen nicht; wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden unterdruckt, aber wir kommen nicht urn. Und tragen urn allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf dad auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbarwerde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben urn Jesu willen, auf dad auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum so ist nun der Tod machtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben (nachdem geschrieben stehet: Ich glaube, darum rede ich), so glauben wir auch, darum so reden wir auch und wissen, dad der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschiehet alles urn euretwillen, auf dad die uberschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise. Darum werden wir nicht müde, sondern ob unser auderlicher Mensch verweset, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. Denn unsere Trubsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und uber alle Maden wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.
Second Reading
Revelation 19:1-9
Danach horete ich eine Stimme grafter Scharen im Himmel, die sprachen: Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unserm Herm! Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, dafi er die grofte Hure verurteilet hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbet, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand geracht. Und sprachen zum andernmal: Halleluja! Und der Rauch gehet auf ewiglich. Und die vierundzwanzig Altesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten an Gott, der auf dem Stuhl saft, und sprachen: Amen Halleluja! Und eine Stimme ging von dem Stuhl: Lobet unsern Gott, alle seine Knechte, und die ihn furchten, beide, klein und graft! Und ich horete eine Stimme einer groften Schar und wie eine Stimme grafter Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der allmachtige Gott hat das Reich eingenommen. Lasset uns freuen und frohlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist kommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schoner Seide. (Die Seide aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.) Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes.
Second Reading
Romans 9:30-33
Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.
Gospel
Mark 6
Und er ging aus von dannen und kam in sein Vaterland; und seine Junger folgten ihm nach. Und da der Sabbat kam, hub er an zu lehren in ihrer Schule: Und viele, die es horeten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt dem solches? und: Was fur Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine Hande geschehen? Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhie bei uns? Und sie argerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn im Vaterland und daheim bei den Seinen. Und er konnte alida nicht eine einzige Tat tun; ohne wenig Siechen legte er die Hande auf und heilete sie. Und er verwunderte sich ihres Unglaubens. Und er ging umher in die Flecken im Kreis und lehrete. Und er berief die Zwolfe und hub an und sandte sie je zwei und zwei und gab ihnen Macht uber die unsauberen Geister. Und gebot ihnen, daß sie nichts bei sich trugen auf dem Wege denn allein einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel, sondern waren geschuhet, und daß sie nicht zwei Rockeanzogen. Und sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibet innen, bis ihr von dannen ziehet. Und welche euch nicht aufnehmen noch horen, da gehet von dannen heraus und schuttelt den Staub ab von euren Fülien zu einem Zeugnis über sie. Ich sage euch: Wahrlich, eswird Sodom und Gomorra am Jungsten Gerichte ertraglicher ergehen denn solcher Stadt. Und sie gingen aus und predigten, man sollte Bulie tun. Und trieben viele Teufel aus und salbeten viele Sieche mit 01 und machten sie gesund. Und es kam vorden Konig Herodes (denn sein Name war nun bekannt); und er sprach: Johannes der Taufer ist von den Toten auferstanden; darum tut er solche Taten. Etliche aber sprachen: Er ist Elia; etliche aber: Er ist ein Prophet Oder einer von den Propheten. Da es aber Herodes horete, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe; der ist von den Toten auferstanden. Er aber, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes gegriffen und ins Gefangnis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Weib; denn er hatte sie gefreiet. Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, dafi du deines Bruders Weib habest. Herodias aber stellete ihm nach und wollte ihn toten und konnte nicht. Herodes aber furchtete Johannes; denn er wulite, daß er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrete ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und horete ihn gerne. Und es kam ein gelegener Tag, daß Herodes auf seinen Jahrstag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galilaa. Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzete, und gefiel wohl dem Herodes und denen, die am Tisch salien. Da sprach der Konig zum Magdlein: Bitte von mir, was du willst; ich will dir's geben. Und schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die Halfte meines Konigreichs. Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soil ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Taufers. Und sie ging bald hinein mit Eüe zum Konige, bat und sprach: ich will, daß du mir gebest jetzt sobald auf einer Schussel das Haupt Johannes des Taufers. Der Konig ward betrubt; doch um des Eides willen und derer, die am Tische saüen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun. Und bald schickte hin der Konig den Henker und hieli sein Haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefangnis. Und trug her sein Haupt auf einer Schussel und gab's dem Magdlein, und das Magdlein gab's ihrer Mutter. Und da das seine Junger horeten, kamen sie und nahmen seinen Leib und legten ihn in ein Grab. Und die Apostel kamen zu Jesu zusammen und verkundigten ihm das alles, und was sie getan und gelehret hatten. Und er sprach zu ihnen: Lasset uns besonders in eine Wuste gehen und ruhet ein wenig. Denn ihrer war viel, die ab und zu gingen, und hatten nicht Zeit genug zu essen. Und er fuhr da in einem Schiff zu einer Wuste besonders. Und das Volk sah sie wegfahren, und viele kannten ihn und liefen daselbst hin miteinander zu Fufi aus alien Stadten und kamen ihnen zuvor und kamen zu ihm. Und Jesus ging heraus und sah das grolie Volk; und es jammerte ihn derselben, denn sie waren wie die Schafe, die keinen Hirten haben; und fing an eine lange Predigt. Da nun der Tag fast dahin war, traten seine Junger zu ihm und sprachen: Es ist wuste hier, und der Tag ist nun dahin. Lati sie von dir, dafi sie hingehen umher in die Dorfer und Markte und kaufen sich Brot; denn sie haben nicht zu essen. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und zweihundert Pfennig wert Brot kaufen und ihnen zu essen geben? Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Gehet hin und sehet! Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: Funf und zwei Fische. Und er gebot ihnen, daß sie sich aile lagerten bei Tischen voli auf das grune Gras. Und sie setzten sich nach Schichten, je hundert und hundert, funfzig und fünfzig. Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankete und brach die Brote und gab sie den Jungern, dafi sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische teilete er unter sie aile. Und sie alien aile und wurden satt. Und sie huben auf die Brocken, zwolf Korbe voli, und von den Fischen. Und die da gegessen hatten, der waren funftausend Mann. Und alsbald trieb er seine Junger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm hinüberführen gen Bethsaida, bis daß er das Volk von sich lielie. Und da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu beten. Und am Abend war das Schiff mitten auf dem Meer und er auf dem Lande alleine. Und er sah, dati sie Not litten im Rudern; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte auf dem Meer. Und er wollte vor ihnen ubergehen. Und da sie ihn sahen auf dem Meerwandeln, meineten sie, es ware ein Gespenst, und schrieen. Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber alsbald redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost; ich bin's furchtet euch nicht! Und trat zu ihnen ins Schiff, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich und verwunderten sich uber die Maften. Denn sie waren nichts verstandiger worden über den Broten, und ihr Herz war erstarret. Und da sie hinubergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und fuhren an. Und da sie aus dem Schiff traten, alsbald kannten sie ihn und liefen alle in die umliegenden Lander und huben an, die Kranken umherzuführen auf Betten, wo sie horeten, daß erwar. Und wo er in die Markte Oder Stadte Oder Dorfer einging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, daß sie nur den Saum seines Kleides an rühren mochten. Und alle, die ihn anruhreten, wurden gesund.
Evening Prayer — Second Lesson
2 Timothy 1
Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes nach der Verheüiung des Lebens in Christo Jesu: Meinem lieben Sohn Timotheus Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und Christo Jesu, unserm Herm. Ich danke Gott dem ich diene von meinen Voreltern her in reinem Gewissen, daß ich ohne Unterlali dein gedenke in meinem Gebet Tag und Nacht. Und mich verlanget, dich zu sehen, wenn ich denke an deine Tranen, auf daß ich mit Freuden erfullet werde. Und erinnere mich des ungefarbten Glaubens in dir, welcher zuvor gewohnet hat in deiner Grolimutter Lois und in deiner Mutter Eunike, bin abergewili, daß auch in dir. Urn welcher Sache willen ich dich erinnere, daß du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hande. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. Darum so schame dich nicht des Zeugnisses unsers Herm noch meiner, der ich sein Gebundener bin, sondern leide dich mit dem Evangelium wie ich nach der Kraft Gottes, der uns hat selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Vorsatz und Gnade, die uns gegeben ist in Christo Jesu vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart durch die Erscheinung unsers Heilandes Jesu Christi, der dem Tode die Macht hat genommen und das Leben und ein unverganglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium, zuwelchem ich gesetzt bin ein Predigerund Apostel und Lehrerder Heiden. Urn welcher Sache willen ich solches leide, aber ich schame mich's nicht; denn ich weili, an wen ich glaube, und bin gewili, daß er kann mir meine Beilage bewahren bis an jenen Tag. Halt an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehort hast, vom Glauben und von der Liebe in Christo Jesu. Diese gute Beilage bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnet. Das weilit du, daß sich gewendet haben von mir aüe, die in Asien sind, unter welchen ist Phygellus und Hermogenes. Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause Onesiphorus; denn er hat mich oft erquicket und hat sich meiner Ketten nicht geschamet, sondern da er zu Rom war, suchte er mich aufs fleißigste und fand mich. Der Herr gebe ihm, daß erfinde Barmherzigkeit bei dem Herrn an jenem T age! Und wieviel er mir zu Ephesus gedienet hat, weifit du am besten.
Gospel
John 14:1-12
Und er sprach zu seinen Jungern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so ware, so wollt' ich zu euch sagen; ich gehe hin euch die Statte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Statte zu bereiten, will ich doch wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wirwissen nicht, wo du hingehest; und wie konnen wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genuget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennest mich nicht? Philippus, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist? Die Worte, die zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige tut die Werke. Glaubet mir, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch urn der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird groftere denn diese tun; denn ich gehe zum Vater.
Gospel
Luke 18:35-43
Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber horete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das ware. Da verkundigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge voruber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorne an gingen, bedraueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille und hiefi ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soil? Er sprach: Herr, daß ich sehen moge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobete Gott.
Gospel
Luke 18
Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden sollte, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der furchtete sich nicht vor Gott und scheuete sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! Und erwollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht furchte, noch vor keinem Menschen scheue, dieweil aber mir diese Witwe so viel Muhe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und ubertaube mich. Da sprach der Herr: Horet her, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwahlten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte Geduld daruber haben? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinest du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden? Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm waren, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisaer, der andere ein Zollner. Der Pharisaer stund und betete bei ich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute: Rauber, Ungerechte, Ehebrecher Oder auch wie dieser Zollner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zollner stund von feme, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sunder gnadig. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhohet werden. Sie brachten auch junge Kindlein zu ihm daß er sie sollte anruhren. Da es aber die Junger sahen, bedraueten sie die. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer nicht das Reich Gottes nimmt als ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weißt die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Da Jesus das horete, sprach erzu ihm: Es fehlt dir noch eins. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Da erdas horete ward er traurig; denn erwar sehr reich. Da aber Jesus sah, daß er traurig war worden, sprach er: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel gehe durch ein Nadelohr, denn daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Da sprachen, die das horeten: Wer kann denn selig werden? Er aber sprach: Was bei den Menschen unmoglich ist, das ist bei Gott moglich. Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget. Er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch es ist niemand, der ein Haus verlasset Oder Eltern Oder Bruder Oder Weib Oder Kinder um des Reichs Gottes willen, der es nicht vielfaltig wieder empfange in dieser Zeit und in der zukunftigen Welt das ewige Leben. Er nahm aber zu sich die Zwolfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird uberantwortet werden den Heiden; und erwird verspottet und geschmahet und verspeiet werden; und sie werden ihn geilieln und toten. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie abervernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wuliten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber horete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das ware. Da verkundigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge voruber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorne an gingen, bedraueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille und hiefi ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soil? Er sprach: Herr, daß ich sehen moge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobete Gott.
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