Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Isaiah 22:1-13

Dies ist die Last uber das Schautal: Was ist denn euch, daß ihr alle so auf die Dacher laufet? Du warest voll Getones, eine Stadt voll Volks, eine frohliche Stadt. Deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert erschlagen und nicht im Streit gestorben, sondern alle deine Hauptleute sind vordem Bogen weggewichen und gefangen; alle, die man in dirfunden hat, sind gefangen und fern geflohen. Darum sage ich: Hebt euch von mir, laßt mich bitterlich weinen; mühet euch nicht, mich zu trosten itber der Verstorung der Tochter meines Volks! Denn es ist ein Tag des Getummels und der Zertretung und Verwirrung vom Herm HERRN Zebaoth im Schautal um des Untergrabens willen der Mauern und des Geschreies am Berge. Denn Elam fahret daher mit Kocher, Wagen, Leuten und Reitern, und Kir glanzet daher mit Schilden. Und wird geschehen, daß deine auserwahlten Tale werden voll Wagen sein, und Reiter werden sich lagern vor, die Tore. Da wird der Vorhang Judas aufgedeckt werden, dad man schauen wird zu der Zeit den Zeug im Hause des Waldes. Und werdet der Risse an der Stadt Davids viel sehen und werdet das Wasser im unteren Teich sammeln mussen. Ihr werdet auch die Hauser zu Jerusalem zahlen; ja, ihr werdet die Hauser abbrechen, die Mauern zu befestigen. Und werdet einen Graben machen zwischen beiden Mauern vom Wasser des alten Teichs. Noch sehet ihr nicht auf den, der solches tut, und schauet nicht auf den, der solches schaffet von feme her. Darum wird der Herr HERR Zebaoth zu der Zeit rufen lassen, dafi man weine und klage und sich beschere und Sacke anziehe. Wiewohl jetzt, siehe, ist's eitel Freude und Wonne, Ochsen wurgen, Schafe schlachten, Fleisch essen, Wein trinken (und sprechet): Lafit uns essen und trinken, wir sterben doch morgen!

First Reading

Micah 7

Ach, es gehet mir wie einem, der im Weinberge nachlieset, da man keine Trauben findet zu essen, und wollte doch gerne der besten Fruchte haben. Die frommen Leute sind weg in diesem Lande; und die Gerechten sind nicht mehr unter den Leuten. Sie lauern alle aufs Blut; ein jeglicherjagt den andern, daß er ihn verderbe, und meinen, sie tun wohl daran, wenn sie Boses tun. Was der Furst will, das spricht der Richter, daß er ihm wieder einen Dienst tun soil. Die Gewaltigen raten nach ihrem Mutwillen, Schaden zu tun, und drehen es, wie sie wollen. Der Beste unter ihnen ist wie ein Dorn und der Redlichste wie eine Hecke. Aber wenn der Tag deiner Prediger kommen wird, wenn du heimgesucht sollst werden, da werden sie dann nicht wissen, wo aus. Niemand glaube seinem Nachsten, niemand verlasse sich auf Fursten! Bewahre die Tür deines Mundes vor der, die in deinen Armen schlaft! Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter setzt sich wider die Mutter, die Schnur ist wider die Schwieger; und des Menschen Feinde sind sein eigen Hausgesinde. Ich aber will auf den HERRN schauen und des Gottes meines Heils erwarten; mein Gott wird mich horen. Freue dich nicht, meine Feindin, daß ich daniederliege! Ich werde wieder aufkommen. Und so ich im Finstern sitze, so ist doch der HERR mein Licht. Ich will des HERRN Zorn tragen, denn ich habe wider ihn gesundiget, bis er meine Sache ausfuhre und mir Recht schaffe. Er wird mich ans Licht bringen, daß ich meine Lust an seiner Gnade sehe. Meine Feindin wird's sehen müssen und mit aller Schande bestehen, die jetzt zu mir sagt: Wo ist der HERR, dein Gott? Meine Augen werden's sehen, daß sie dann wie ein Kot auf der Gasse zertreten wird. Zu der Zeit werden deine Mauern gebauet werden und Gottes Wort weit auskommen. Und zur selbigen Zeit werden sie von Assur und von festen Stadten zu dir kommen, von den festen Stadten bis an das Wasser, von einem Meer zum andern, von einem Gebirge zum andern. Denn das Land wird wüst sein seiner Einwohner halben, um der Frucht willen ihrer Werke. Du aberweide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbteils, die da wohnen beide, im Walde alleine und auf dem Felde; lati sie zu Basan und Gilead weiden wie vor alters! Ich will sie Wunder sehen lassen, gleichwie zu der Zeit, da sie aus Agyptenland zogen, daß die Heiden sehen, und alle ihre Gewaltigen sich schamen sollen und die Hand auf ihren Mund legen und ihre Ohren zuhalten. Sie sollen Staub lecken wie die Schlangen und wie das Gewürm auf Erden erzittern in ihren Lochern. Sie werden sich furchten vor dem HERRN, unserm Gott, und vor dir sich entsetzen. Wo ist solch ein Gott, wie du bist? der die Sunde vergibt und erlasset die Missetat den Ubrigen seines Erbteils; der seinen Zorn nicht ewiglich behalt; denn er ist barmherzig. Erwird sich unser wieder erbarmen, unsere Missetat dampfen und alle unsere Sünden in die Tiefe des Meers werfen. Du wirst dem Jakob die Treue und Abraham die Gnade halten, wie du unsern Vatern vorlangst geschworen hast.

First Reading

Isaiah 25:1-9

HERR, du bist mein Gott; dich preise ich. Ich lobe deinen Namen, denn du tust Wunder. Deine Vornehmen von alters her sind treu und wahrhaftig. Denn du machest die Stadt zum Steinhaufen, die feste Stadt, daß sie auf einem Haufen liegt, der Fremden Palast, daß nicht mehr eine Stadt sei und nimmer mehr gebauet werde. Darum ehret dich ein machtig Volk, die Stadte gewaltiger Heiden fürchten dich. Denn du bist der Geringen Starke, der Armen Starke in Trubsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten, wie ein Ungewitter wider eine Wand. Du demütigest der Fremden Ungestum wie die Hitze in einem dürren Ort, daß die Hitze die Rebe der Tyrannen verderbe, und die Wolke dennoch Schatten gebe. Und der HERR Zebaoth wird alien Volkern machen auf diesem Berge ein fett Mahl, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist. Und erwird auf diesem Berge das Hüllen wegtun, damit alle Volker verhullet sind, und die Decke, damit alle Heiden zugedeckt sind. Denn er wird den Tod verschlingen ewiglich. Und der Herr HERR wird die Tranen von alien Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in alien Landen; denn der HERR hat's gesagt. Zu der Zeit wird man sagen: Siehe, das ist unser Gott, aufden wir harren, und erwird uns helfen; das ist der HERR, auf den wir harren, daß wir uns freuen und frohlich seien in seinem Heil.

Morning Prayer — First Lesson

Isaiah 5

Wohlan, ich will meinem Lieben ein Lied meines Vetters singen von seinem Weinberge. Mein Lieber hat einen Weinberg an einem fetten Ort. Und er hat ihn verzaunet und mit Steinhaufen verwahret und edle Reben drein gesenkt. Er bauete auch einen Turm drinnen und grub eine Kelter drein und wartete, dafi er Trauben brachte. Aber er brachte Herlinge. Nun richtet, ihr Burger zu Jerusalem und ihr Manner Judas, zwischen mirund meinem Weinberge! Was sollte man doch mehr tun an meinem Weinberge, das ich nichtgetan habe an ihm? Warum hat er denn Herlinge gebracht, da ich wartete, daß er Trauben brachte? Wohlan, ich will euch zeigen, was ich meinem Weinberge tun will. Seine Wand soil weggenommen werden, daß er verwustet werde, und sein Zaun soil zerrissen werden, daß er zertreten werde. Ich will ihn wuste liegen lassen, daß er nicht geschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen draufwachsen; und will den Wolken gebieten, daß sie nicht drauf regnen. Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Manner Judas seine zarte Feser. Er wartet auf Recht, siehe, so ist's Schinderei; auf Gerechtigkeit, siehe, so ist's Klage. Wehe denen, die ein Haus an das andere ziehen und einen Acker zum andern bringen, bis daß kein Raum mehr da sei, daß sie alleine das Land besitzen! Es ist vor den Ohren des HERRN Zebaoth; was gilt's, wo nicht die vielen Hauser sollen wuste werden und die grolien und feinen ode stehen? Denn zehn Acker Weinberges sollen nur einen Eimer geben, und ein Malter Samens soil nur einen Scheffel geben. Wehe denen, die des Morgens fruhe auf sind, des Saufens sich zu fleilügen, und sitzen bis in die Nacht, daß sie der Wein erhitzt, und haben Harfen, Psalter, Pauken, Pfeifen und Wein in ihrem Wohlleben und sehen nicht auf das Werk des HERRN und schauen nicht auf das Geschaft seiner Hande. Darum wird mein Volk müssen weggeführt werden unversehens, und werden seine Herrlichen Hunger leiden und sein Pobel Durst leiden. Daher hat die Holle die Seele weit aufgesperret und den Rachen aufgetan ohne alle Malie, daß hinunterfahren beide, ihre Herrlichen und Pobel, beide, ihre Reichen und Frbhlichen, daß jedermann sich bucken müsse und jedermann gedemutiget werde, und die Augen der Hoffartigen gedemutiget werden, aber der HERR Zebaoth erhohet werde im Recht, und Gott, der Heilige, geheiliget werde in Gerechtigkeit. Da werden dann die Lammer sich weiden an jener Statt, und Fremdlinge werden sich nahren in der Wuste der Fetten. Wehe denen, die sich zusammenkoppeln mit losen Stricken, unrecht zu tun, und mit Wagenseilen, zu sundigen, und sprechen: Lali eilend und bald kommen sein Werk, daß wir's sehen; lali herfahren und kommen den Anschlag des Heiligen in Israel, daß wir's inne werden! Wehe denen, die Boses gut und Gutes bose heilien, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer sufi und aus suli sauer machen! Wehe denen, die bei sich selbst weise sind und halten sich selbst fur klug! Wehe denen, so Helden sind, Wein zu saufen, und Krieger in Vollerei, die den Gottlosen rechtsprechen um Geschenk willen und das Recht der Gerechten von ihnen wenden. Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehret und die Lohe Stoppeln hinnimmt, also wird ihre Wurzel verfaulen und ihre Sprossen auffahren wie Staub. Denn sie verachten das Gesetz des HERRN Zebaoth und lastern die Rede des Heiligen in Israel. Darum ist der Zorn des HERRN ergrimmet uber sein Voik und reckt seine Hand uber sie und schlagt sie, daß die Berge beben; und ihr Leichnam ist wie Kot auf den Gassen. Und in dem allem lalit sein Zorn nicht ab, sondern seine Hand ist noch ausgereckt. Denn erwird ein Panieraufwerfen feme unter den Heiden und dieselbigen locken vom Ende der Erde. Und siehe, eilend und schnell kommen sie daher! Und ist keiner unter ihnen müde Oder schwach, keiner schlummert noch schlaft; keinem gehet der Gurtel auf von seinen Lenden, und keinem zerreitßet ein Schuhriemen. Ihre Pfeile sind scharf und alle ihre Bogen gespannet. Seiner Rosse Hufe sind wie Felsen geachtet und ihre Wagenrader wie ein Sturmwind. Sie brullen wie Lowen und brullen wie junge Lowen; sie werden brausen und den Raub erhaschen und davonbringen, daß niemand erretten wird. Und wird uber sie brausen zu der Zeit wie das Meer. Wenn man dann das Land ansehen wird, siehe, so ist's finster vor Angst, und das Licht scheinet nicht mehr oben uber ihnen.

Epistle

Romans 15:4-13

Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihreinerlei gesinnet seid untereinander nach Jesu Christo, auf daß ihr einmutiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herm Jesu Christi. Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestatigen die Verheißung, den Vatern geschehen, daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk! Und abermal: Lobet den Herm, alle Heiden, und preiset ihn, alle Volker! Und abermal spricht Jesaja: Es wird sein die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird, zu herrschen uber die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfulle euch mitaller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr vollige Hoffnung habet durch die Kraft des Heiligen Geistes.

First Reading

Isaiah 6

Des Jahrs, da der Konig Usia starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl; und sein Saum fullete den Tempel. Seraphim stunden uber ihm, ein jeglicher hatte sechs Flugel; mitzween deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie ihre Fülie und mit zween flogen sie. Und einer riefzum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll! dal$ die Uberschwellen bebeten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauchs. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den Konig, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und ruhrete meinen Mund und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen geruhret, dati deine Missetat von dir genommen werde und deine Sunde versohnet sei. Und ich horete die Stimme des HERRN, daß er sprach: Wen soil ich senden? Werwill unser Bote sein? Ich aber sprach: Hie bin ich, sende mich! Und er sprach: Gehe hin und sprich zu diesem Volk: Horet es und verstehet es nicht; sehet es und merket es nicht! Verstocke das Herz dieses Volks und lali ihre Ohren dicke sein und blende ihre Augen, dati sie nicht sehen mit ihren Augen, noch horen mit ihren Ohren, noch verstehen mit ihrem Herzen und sich bekehren und genesen. Ich aber sprach: HERR, wie lange? Er sprach: Bis daß die Stadte wüste werden ohne Einwohner und Hauser ohne Leute und das Feld ganz wüst liege. Denn der HERR wird die Leute feme wegtun, daß das Land sehr verlassen wird. Doch soil noch das zehnte Teil drinnen bleiben; denn es wird weggeführet und verheeret werden wie eine Eiche und Linde, welche den Stamm haben, obwohl ihre Blatter abgestoßen werden. Ein heiliger Same wird solcher Stamm sein.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 7:1-30

Da sprach der Hohepriester: Ist dem also? Er aber sprach: Liebe Bruder und Vater, horet zu! Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe erwohnete in Haran, und er sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von deiner Freundschaft und zieh in ein Land, das ich dirzeigen will. Da ging er aus der Chaldaer Lande und wohnete in Haran. Und von dannen, da sein Vater gestorben war, brachte er ihn heruber in dies Land, darinnen ihr nun wohnet. Und gab ihm kein Erbteil drinnen, auch nicht eines Fulies breit; und verhieli ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem Samen nach ihm, da er noch kein Kind hatte. Aber Gott sprach also: Dein Same wird ein Fremdling sein in einem fremden Lande, und sie werden ihn dienstbar machen und ubel handeln vierhundert Jahre. Und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und danach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Statte . Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Und er zeugete Isaak und beschnitt ihn am achten Tag und Isaak den Jakob und Jakob die zwolf Erzvater. Und die Erzvater neideten Joseph und verkauften ihn nach Agypten. Aber Gott war mit ihm und errettete ihn aus aller seiner Trubsal und gab ihm Gnade und Weisheit vor dem Konige Pharao in Agypten; der setzte ihn zum Fursten uber Agypten und uber sein ganzes Haus. Es kam aber eine teure Zeit uber das ganze Land Agypten und Kanaan und eine grolie Trubsal, und unsere Vater fanden nicht Futterung. Jakob aber horete, dal L in Agypten Getreide ware, und sandte unsere Vater aus aufs erste Mai. Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brudern und ward Pharao Josephs Geschlecht offenbar. Joseph aber sandte aus und lieli holen seinen Vater Jakob und seine ganze Freundschaft, funfundsiebzig Seelen. Und Jakob zog hinab nach Agypten und starb, er und unsere Vater. Und sind herubergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das Abraham gekauft hatte urns Geld von den Kindern Hemors zu Sichem. Da nun sich die Zeit der Verheiliung nahete, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrete sich in Agypten, bis daß ein anderer Konig aufkam, der nichts wulite von Joseph. Dieser trieb Hinterlist mit unserm Geschlechte und behandelte unsere Vater ubel und schaffte, dad man die jungen Kindlein hinwerfen mudte, dad sie nicht lebendig blieben. Zu der Zeit ward Mose geboren und war ein fein Kind vor Gott und ward drei Monden ernahret in seines Vaters Hause. Als er aber hingeworfen ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf zu einem Sohn. Und Mose ward gelehret in aller Weisheit der Agypter und war machtig in Werken und Worten. Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er, zu besehen seine Bruder, die Kinder von Israel, und sah einen Unrecht leiden. Da überhalf er und rachete den, dem Leid geschah, und erschlug den Agypter. Er meinete aber, seine Bruder sollten's vernehmen, daß Gott durch seine Hand ihnen Heil gabe; aber sie vernahmen's nicht. Und am andern Tage kam erzu ihnen, da sie sich miteinander haderten, und handelte mit ihnen, daß sie Frieden hatten, und sprach: Liebe Manner, ihr seid Bruder, warum tut einer dem andern Unrecht? Der aber seinem Nachsten Unrecht tat, stieli ihn von sich und sprach: Wer hat dich uber uns gesetzt zum Obersten und Richter? Willst du mich auch toten, wie du gestern den Agypter totetest? Mose aber floh uber dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande Midian. Daselbst zeugete erzwei Sohne. Und uber vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste auf dem Berge Sinai der Engel des Herm in einer Feuerflamme im Busch.

Responsorial Psalm

Psalm 93

Der HERR ist Konig und herrlich geschmuckt; der HERR ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soli. Von dem an stehet dein Stuhl test; du bist ewig. HERR, die Wasserstrome erheben sich, die Wasserstrbme erheben ihr Brausen, die Wasserstrome heben empor die Wellen. Die Wasserwogen im Meer sind grofi und brausen greulich; der HERR aber ist noch grower in der Hohe. Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich.

Gospel

Matthew 11:2-10

Da aber Johannes im Gefangnis die Werke Christi horete, sandte er seiner Junger zwei. und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soil, Oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und horet: Die Blinden sehen, und die Lahmen gehen; die Aussatzigen werden rein, und die Tauben horen; die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir argert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wuste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Konige Hausern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soil.

Responsorial Psalm

Psalm 30

Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses Davids. Ich preise dich, HERR, denn du hast mich erhohet und lassest meine Feinde sich nicht fiber mich freuen. HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. HERR, du hast meine Seele aus der Holle gefuhret; du hast mich lebendig behalten, da die in die Holle fuhren. Ihr Heiligen, lobsinget dem HERRN; danket und preiset seine Heiligkeit! Denn sein Zorn wahret einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den Abend lang wahret das Weinen, aber des Morgens die Freude. Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr daniederliegen. Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht. Aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich. Ich will, HERR, rufen zu dir; dem HERRN will ich flehen. Was ist nütze an meinem Blut, wenn ich tot bin? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkundigen? HERR, hore und sei mir gnadig; HERR, sei mein Heifer! Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast meinen Sack ausgezogen und mich mit Freuden gegurtet, auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

Responsorial Psalm

Psalm 40

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich harrete des HERRN; und er neigete sich zu mir und horete mein Schreien und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellete meine Füde auf einen Fels, dad ich gewid treten kann; und hat mir ein neu Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und den HERRN furchten und auf ihn hoffen. Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffartigen, und die mit Lugen umgehen. HERR, mein Gott, grod sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkundigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zahlen sind. Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sundopfer. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben. Deinen Willen, mein Gott, tu ich gerne und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. Ich will predigen die Gerechtigkeit in der grolien Gemeine; siehe, ich will mirmeinen Mund nicht stopfen lassen, HERR, das weiliest du. Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Gute und Treue nicht vor der grol Len Gemeine. Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laft deine Gute und Treue allewege mich behuten! Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen. Laß dir's gefallen, HERR, da(S du mich errettest; eile, HERR, mirzu helfen! Schamen müssen sich und zuschanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fallen und zuschanden werden, die mir Ubels gonnen. Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: Da, da! Es müssen sich freuen und frohlich sein alle, die nach dirfragen; und die dein Heil lieben, müssen sagen allewege: Der HERR sei hochgelobt! Denn ich bin arm und elend; der HERR aber sorget fur mich. Du bist mein Heifer und Erretter; mein Gott, verzeuch nicht!

Responsorial Psalm

Psalm 6

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Ach, HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und zuchtige mich nicht in deinem Grimm! HERR, sei mir gnadig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken, und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, du HERR, wie lange! Wende dich, HERR, und errette meine Seele; hilf mir urn deiner Gute willen! Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir in der Holle danken? Ich bin so mude vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht und netze mit meinen Tranen mein Lager. Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt worden; denn ich allenthalben geangstet werde. Weichet von mir, alle Ubeltater; denn der HERR horet mein Weinen, der HERR horet mein Flehen, mein Gebet nimmt der HERR an. Es mussen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken, sich zuruckkehren und zuschanden werden plotzlich.

Evening Prayer — First Lesson

Isaiah 11:1-11

Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais, und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Aufwelchem wird ruhen der Geistdes HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Starke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Und sein Riechen wird sein in der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, noch strafen, nach dem seine Ohren horen, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und mit Gericht strafen die Elenden im Lande und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen toten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und der Glaube der Gurt seiner Nieren. Die Wolfe werden bei den Lammern wohnen und der Pardel bei den Bdcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kalber und junge Lowen und Mastvieh miteinander treiben. Kühe und Baren werden an der Weide gehen, daß ihre Jungen beieinander liegen; und Lowen werden Stroh essen wie die Ochsen. Und ein Saugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein Entwohnter wird seine Hand stecken in die Hohle des Basilisken. Man wird nirgend verletzen noch verderben auf meinem heiligen Berge; denn das Land istvoll Erkenntnis des HERRN, wie mit Wasserdes Meers bedeckt. Und wird geschehen zu der Zeit, dad die Wurzel Isais, die da stehet zum Panier den Volkern, nach der werden die Heiden fragen; und seine Ruhe wird Ehre sein. Und der HERR wird zu der Zeit zum andernmal seine Hand ausstrecken, daß er das Ubrige seines Volks erkriege, so überblieben ist von den Assyrern, Agyptern, Pathros, Mohrenland, Elamiten, Sinear, Hamath und von den Inseln des Meers,

Second Reading

Revelation 6

Und ich sah, daß das Lamm der Siegel eins auftat. Und ich horete der vier Tiere eines sagen als mit einer Donnerstimme: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein weili Pferd, und der daraufsali, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone; und er zog aus zu uberwinden, und daß er siegete. Und da es das andere Siegel auftat, horete ich das andere Tier sagen: Komm und siehe zu! Und es ging heraus ein ander Pferd, das war rot; und dem, der daraufsali, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde, und dafi sie sich untereinander erwurgten; und ihm ward ein grofi Schwert gegeben. Und da es das dritte Siegel auftat, horete ich das dritte Tier sagen: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein schwarz Pferd, und der daraufsali, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich horete eine Stimme unterden vier Tieren sagen: Ein Mali Weizen urn einen Groschen und drei Mali Gerste urn einen Groschen; und dem Ole und Wein tu kein Leid. Und da es das vierte Siegel auftat, horete ich die Stimme des vierten Tieres sagen: Komm und siehe zu! Und siehe, und ich sah ein fahl Pferd, und der daraufsali, des Name hieli Tod, und die Holle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben, zu toten das vierte Teil auf der Erde mit dem Schwert und Hunger und mit dem Tod und durch die Tiere auf Erden. Und da es das fünfte Siegel auftat, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die erwurget waren urn des Wortes Gottes willen und urn des Zeugnisses willen, das sie hatten. Und sie schrieen mit grolier Stimme und sprachen: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du und rachst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? Und ihnen wurde gegeben einem jeglichen ein weili Kleid; und ward zu ihnen gesagt, daß sie ruhten noch eine kleine Zeit, bis daß vollends dazukamen ihre Mitknechte und Bruder, die auch sollten noch getotet werden gleich wie sie. Und ich sah, daß es das sechste Siegel auftat; und siehe, da ward ein grolies Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein harener Sack, und der Mond ward wie Blut. Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, gieichwie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von groliem Winde bewegt wird. Und der Himmel entwich wie ein eingewickelt Buch; und alle Berge und Inseln wurden bewegt aus ihren Ortern. Und die Konige auf Erden und die Obersten und die Reichen und die Hauptleute und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Kluften und Felsen an den Bergen und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallet auf uns und verbergt uns vor dem Angesichte des, der auf dem Stuhl sitzt, und vor dem Zorn des Lammes; denn es ist kommen der grolie Tag seines Zorns, und wer kann bestehen?

Second Reading

Ephesians 3

Derhalben ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu fur euch Heiden, nachdem ihr gehoret habt von dem Amt der Gnade Gottes, die mir an euch gegeben ist, daß mir ist kund worden dieses Geheimnis durch Offenbarung, wie ich droben aufs kurzeste geschrieben habe, daran ihr, so ihr's leset, merken konnet meinen Verstand an dem Geheimnis Christi, welches nicht kundgetan ist in den vorigen Zeiten den Menschenkindern, als es nun offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist, namlich daß die Heiden Miterben seien und mit eingeleibet und Mitgenossen seiner Verheiftung in Christo durch das Evangelium, des ich ein Diener worden bin nach der Gabe aus der Gnade Gottes, die mir nach seiner machtigen Kraft gegeben ist: mir, dem allergeringsten unter alien Heiligen, ist gegeben diese Gnade, unter den Heiden zu verkundigen den unausforschlichen Reichtum Christi und zu erleuchten jedermann, welche da sei die Gemeinschaft des Geheimnisses, das von der Welt her in Gott verborgen gewesen ist, der alle Dinge geschaffen hat durch Jesum Christum, auf daß jetzt kund wurde den Furstentumern und Herrschaften in dem Himmel an der Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes nach dem Vorsatz von der Welt her, welche er beweiset hat in Christo Jesu, unserm Herrn, durch welchen wir haben Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. Darum bitte ich, daß ihr nicht mude werdet urn meiner Trubsal willen, die ich fur euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heiftt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, und Christum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegrundet zu werden, auf daß ihr begreifen moget mit alien Heiligen, welches da sei die Breite und die Lange und die Tiefe und die Hohe, auch erkennen, daß Christum liebhaben viel besser ist denn alles Wissen, auf daß ihr erfullet werdet mit allerlei Gottesfulle. Dem aber, der überschwenglich tun kann uber alles, was wir bitten Oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Second Reading

Philippians 4:4-7

Freuet euch in dem Herrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kund sein alien Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in alien Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!]

Second Reading

Romans 9:30-33

Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Gospel

Luke 8

Und es begab sich danach, daß er reisete durch Stadte und Markte und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes, und die Zwolfe mit ihm, dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bosen Geistern und Krankheiten, namlich Maria, die da Magdalena heißt, von welcher waren sieben Teufel ausgefahren, und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viel andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe. Da nun viel Volks beieinander war und aus den Stadten zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Samann aus, zu saen seinen Samen; und indem er sate, fiel etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vogel unter dem Himmel fraßen's auf. Und etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf und trug hundertfaltige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu horen, der hore! Es fragten ihn aber seine Junger und sprachen, was dieses Gleichnis ware. Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reichs Gottes; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon horen. Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es horen; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es horen, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Und die haben nicht Wurzel: eine Zeitlang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es horen und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens und ersticken und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande sind, die das Wort horen und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Niemand aber zundet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefaß Oder setzt es unter eine Bank, sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf daß wer hineingehet, das Licht sehe. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, was nicht kund werde und an den Tag komme. So sehet nun darauf, wie ihr zuhoret! Denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, von dem wird genommen, auch was er meinet zu haben. Es gingen aber hinzu seine Mutter und Bruder und konnten vor dem Volk nicht zu ihm kommen. Und es ward ihm angesagt: Deine Mutter und deine Bruder stehen draußen und wollen dich sehen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Bruder sind diese, die Gottes Wort horen und tun. Und es begab sich auf der Tage einen, daß er in ein Schiff trat samt seinen Jungern. Und er sprach zu ihnen: Lasset uns uber den See fahren! Sie stießen vom Lande. Und da sie schiffeten, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel auf den See; und die Wellen uberfielen sie, und stunden in grower Gefahr. Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir verderben! Da stund er auf und bedrauete den Wind und die Woge des Wassers; und es liefi ab und ward eine Stille. Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie furchteten sich aber und verwunderten sich und sprachen untereinander: Wer ist dieser? Denn er gebeut dem Wind und dem Wasser, und sie sind ihm gehorsam. Und sie schifften fort in die Gegend der Gadarener, welche ist Galilaa gegenuber. Und als er austrat auf das Land, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte Teufel von langer Zeit her und tat keine Kleider an und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabern. Da er aber Jesum sah, schrie er und fiel vor ihm nieder und rief laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesu, du Sohn Gottes, des Allerhochsten? Ich bitte dich, du wollest mich nicht qualen. Denn er gebot dem unsaubern Geist, daß er von dem Menschen ausfuhre; denn er hatte ihn lange Zeit geplaget. Und er war mit Ketten gebunden und mit Fesseln gefangen; und zerrifi die Bande und ward getrieben von dem Teufel in die Wusten. Und Jesus fragte ihn und sprach: Wie heiliest du? Er sprach: Legion. Denn es waren viel Teufel in ihn gefahren. Und sie baten ihn, daß er sie nicht hiefie in die Tiefe fahren. Es war aber daselbst eine grolie Herde Saue auf der Weide auf dem Berge. Und sie baten ihn, daß er ihnen erlaubete, in dieselbigen zu fahren. Und er erlaubte ihnen. Da fuhren die Teufel aus von dem Menschen und fuhren in die Saue. Und die Herde sturzte sich mit einem Sturm in den See und ersoffen. Da aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkundigten's in der Stadt und in den Dorfern. Da gingen sie hinaus, zu sehen, was da geschehen war; und kamen zu Jesu und fanden den Menschen, von welchem die Teufel ausgefahren waren, sitzend zu den Fülien Jesu, bekleidet und vernunftig; und erschraken. Und die es gesehen hatten, verkundigten's ihnen, wie der Besessene war gesund worden. Und es bat ihn die ganze Menge der umliegenden Lander der Gadarener, daß ervon ihnen ginge. Denn es war sie eine grolie Furcht ankommen. Und er trat in das Schiff und wandte wieder urn. Es bat ihn aber der Mann, von dem die Teufel ausgefahren waren, da(3> er bei ihm mochte sein. Aber Jesus liefi ihn von sich und sprach: Gehe wieder heim und sage, wie grolie Dinge dir Gott getan hat. Und er ging hin und predigte durch die ganze Stadt, wie grolie Dinge ihm Jesus getan hatte. Und es begab sich, da Jesus wiederkam, nahm ihn das Volk auf; denn sie warteten alle auf ihn. Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jairus, der ein Oberster der Schule war, und fiel Jesu zu den Füüen und bat ihn, daß erwollte in sein Haus kommen: Denn er hatte eine einige Tochter bei zwolf Jahren, die lag in den letzten Zugen. Und da er hinging, drang ihn das Volk. Und ein Weib hatte den Blutgang zwolf Jahre gehabt; die hatte alle ihre Nahrung an die Arzte gewandt und konnte von niemand geheilet werden. Die trat hinzu von hinten und rührete seines Kleides Saum an; und alsbald stund ihrder Blutgang. Und Jesus sprach: Wer hat mich angeruhret? Da sie aber alle leugneten, sprach Petrus, und die mit ihm waren: Meister, das Volk dranget und drucket dich, und du sprichst: Wer hat mich angeruhret? Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angeruhret; denn ich fühle, daß eine Kraft von mir gegangen ist. Da aber das Weib sah, daß es nicht verborgen war, kam sie mit Zittern und fiel vor ihm nieder und verkundigte vor allem Volk, aus was Ursach' sie ihn hatte angeruhret, und wie sie ware alsbald gesund worden. Er aber sprach zu ihr: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden! Da er noch redete, kam einer vom Gesinde des Obersten der Schule und sprach zu ihm: Deine Tochter ist gestorben; bemühe den Meister nicht. Da aber Jesus das horete, antwortete er ihm und sprach: Furchte dich nicht! Glaube nur, so wird sie gesund. Da er aber in das Haus kam, lieli er niemand hineingehen denn Petrus und Jakobus und Johannes und des Kindes Vater und Mutter. Sie weineten aber alle und klagten urn sie. Er aber sprach: Weinet nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schlaft. Und sie verlachten ihn, wuliten wohl, daß sie gestorben war. Er aber trieb sie alle hinaus, nahm sie bei der Hand und rief und sprach: Kind, stehe auf! Und ihr Geist kam wieder, und sie stund alsbald auf. Und er befahl, man sollte ihrzu essen geben. Und ihre Eltern entsetzten sich. Er aber gebot ihnen, dad sie niemand sagten, was geschehen war.

Evening Prayer — Second Lesson

Hebrews 12

Darum auch wir, dieweil wir solchen Flaufen Zeugen urn uns haben, lasset uns ablegen die Sunde, so uns immer anklebt und trage macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfanger und Vollender des Glaubens, welcher, da er wohl hatte mogen Freude haben, erduldete er das Kreuz und achtete der Schande nicht und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl Gottes. Gedenketanden,dereinsolches Widersprechen von den Sundern wider sich erduldet hat, daß ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset. Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden uber dem Kampfen wider die Sunde und habt bereits vergessen des Trostes, der zu euch redet als zu den Kindern: Mein Sohn, achte nicht gering die Zuchtigung des Herm und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst; denn welchen der Herr liebhat, den zuchtiget er; er staupt aber einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. So ihr die Zuchtigung erduldet, so erbeut sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht zuchtiget? Seid ihr aber ohne Zuchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig worden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder. Auch so wir haben unsere leiblichen Vater zu Zuchtigern gehabt und sie gescheuet, sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem geistlichen Vater, daß wir leben? Und jene zwar haben uns gezuchtiget wenige Tage nach ihrem Dunken, dieser aber zu Nutz, auf daß wir seine Heiligung erlangen. Alle Zuchtigung aber, wenn sie da ist, dunktsie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit sein; aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geubet sind. Darum richtet wieder auf die lassigen Hande und die muden Kniee und tutgewissen Tritt miteuren Fütien, daß nicht jemand strauchele wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den Herm sehen. Und sehet darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versaume, daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte, und viele durch dieselbige verunreiniget werden; daß nicht jemand seiein Hurer Oder ein Gottloser wie Esau, der urn einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Wisset aber, daß er hernach, da er den Segen ererben wollte, verworfen ist; denn er fand keinen Raum zur Bulie, wiewohl ersie mit Tranen suchte. Denn ihr seid nicht kommen zu dem Berge, den man anruhren konnte, und mit Feuer brannte, noch zu dem Dunkel und Finsternis und Ungewitter noch zu dem Flail der Posaune und zur Stimme der Worte, welcher sich weigerten, die sie horeten, daß ihnen das Wort ja nicht gesagt wurde (denn sie mochten's nicht ertragen, was da gesagt ward. Und wenn ein Tier den Berg anrührete, sollte es gesteiniget Oder mit einem Geschoft erschossen werden. Und also erschrecklich war das Gesicht, daß Mose sprach: Ich bin erschrocken und zittere), sondern ihr seid kommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, zu dem himmlischen Jerusalem, und zu der Menge vieler tausend Engel und zu der Gemeinde der Erstgebornen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter uber alle, und zu den Geistern der vollkommenen Gerechten und zu dem Mittlerdes Neuen Testaments, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das da besser redet denn Abels. Sehet zu, daß ihr euch des nicht weigert, der da redet! Denn jene nicht entflohen sind, die sich weigerten, da er auf Erden redete, viel weniger wir, so wir uns des weigern, der vom Himmel redet, welches Stimme zu der Zeit die Erde bewegete. Nun aber verheiftet er und spricht: Noch einmal will ich bewegen nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel. Aber solches "Noch einmal" zeigt an, daß das Bewegliche soil verandert werden, als das gemacht ist, auf daß da bleibe das Unbewegliche. Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen, mit Zucht und Furcht. Denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.

Gospel

Luke 1:39-56

Maria aber stund auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Juda und kam in das Haus des Zacharias und gruftete Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruft Marias horete, hupfete das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des Heiligen Geistes voll und rief laut und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, dafi die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Gruftes horete, hupfete mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bistdu, die du geglaubet hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat grofte Dinge an mir getan, der da machtig ist, und des Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit wahret immer fur und fur bei denen, die ihn furchten. Er ubet Gewalt mit seinem Arm und zerstreuet, die hoffartig sind in ihres Herzens Sinn. Er stofiet die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen fillet er mit Gutern und laftt die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wieergeredet hat unsern Vatern, Abraham und seinem Samen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei drei Monden; danach kehrete sie wiederum heim.

Gospel

Luke 22:14-23

Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwolf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide. Denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfullet werde im Reich Gottes. Und ernahm den Kelch, dankete und sprach: Nehmet denselbigen und teilet ihn unter euch. Denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewachse des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme. Und er nahm das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der fur euch gegeben wird; das tutzu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das fur euch vergossen wird. Doch siehe, die Hand meines Verraters ist mit mir uber Tische! Und zwar, des Menschen Sohn gehet hin, wie es beschlossen ist; doch wehe demselbigen Menschen, durch welchen er verraten wird! Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch ware unter ihnen, der das tun würde.

Gospel

John 2

Und am dritten Tage ward eine Hochzeitzu Kana in Galilaa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Junger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkruge gesetzt nach der Weise der judischen Reinigung, und gingen in je einen zwei Oder drei Mali. Jesus spricht zu ihnen: Fullet die Wasserkruge mit Wasser. Und sie fulleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schopfet nun und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam (die Diener aber wußten's, die das Wasser geschopft hatten), rufet der Speisemeister den Brautigam und spricht zu ihm: Jedermann gibtzum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galilaa und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Junger glaubten an ihn. Danach zog er hinab gen Kapernaum, er, seine Mutter, seine Bruder und seine Junger, und blieben nicht lange daselbst. Undder Juden Osternwarnahe. Und Jesus zog hinauf gen Jerusalem und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschuttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische urn. Und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause! Seine Junger aber gedachten daran, daß geschrieben stehet: Der Eifer urn dein Haus hat mich gefressen. Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns fur ein Zeichen, daß du solches tun mogest? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet, und du willst ihn in dreien Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Junger daran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte. Als er aber zu Jerusalem war in den Ostern auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die ertat. Aber Jesus vertrauete sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, daß jemand Zeugnis gabe von einem Menschen; denn erwußte wohl, was im Menschen war.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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