Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Isaiah 32:1-13

Siehe, es wird ein Konig regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und Fursten werden herrschen, das Recht zu handhaben, dafi jedermann sein wird als einer, der vor dem Winde bewahret ist, und wie einer, der vor dem Platzregen verborgen ist, wie die Wasserbache am durren Ort, wie der Schatten eines grolien Felsen im trockenen Lande. Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren der Zuhorer werden aufmerken, und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden Zunge wird fertig und reinlich reden. Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heifien noch ein Geiziger Herr genannt werden. Denn ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglück um, daß er Heuchelei anrichte und predige vom HERRN Irrsal, damit erdie hungrigen Seelen aushungere und den Durstigen das Trinken wehre. Denn des Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tucke, zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soil. Aber die Fursten werden furstliche Gedanken haben und drüber halten. Stehet auf, ihr stolzen Frauen, horet meine Stimme; ihr Tochter, die ihr so sicher seid, nehmet zu Ohren meine Rede! Es ist um Jahr und Tag zu tun, so werdet ihr Sicheren zittern; denn es wird keine Weinernte, so wird auch kein Lesen werden. Erschrecket, ihr stolzen Frauen, zittert, ihr Sicheren! Es istvorhanden ausziehen, blolien und gürten um die Lenden. Man wird klagen um die Acker, ja um die lieblichen Acker, um die fruchtbaren Weinstocke. Denn es werden auf dem Acker meines Volks Dornen und Hecken wachsen, dazu über alien Freudenhausern in der frohlichen Stadt.

First Reading

Haggai 1

Im andern Jahrdes Konigs Darius, im sechsten Monden, am ersten Tage des Monden, geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai zu Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Fursten Judas, und zu Josua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und sprach: So spricht der HERR Zebaoth: Dies Volk spricht: Die Zeit ist noch nicht da, daß man des HERRN Haus baue. Und des HERRN Wort geschah durch den Propheten Haggai: Aber eure Zeit ist da, daß ihr in getafelten Hausern wohnet, und dies Haus muß wüst stehen? Nun, so spricht der HERR Zebaoth: Schauet, wie es euch gehet! Ihr saet viel und bringet wenig ein; ihr esset und werdet doch nicht satt; ihr trinket und werdet doch nicht trunken; ihr kleidet euch und konnet euch doch nicht erwarmen; und welcher Geld verdienet, der legt, es in einen lochrigen Beutel. So spricht der HERR Zebaoth: Schauet, wie es euch gehet! Gehet hin auf das Gebirge und holet Holz und bauet das Haus; das soil mir angenehm sein und will meine Ehre erzeigen, spricht der HERR. Denn ihr wartet wohl auf viel, und siehe, es wird wenig; und ob ihr's schon heimbringet, so zerstaube ich's doch. Warum das? spricht der HERR Zebaoth. Darum, daß mein Haus so wüst stehet, und ein jeglicher eilet auf sein Haus. Darum hat der Himmel über euch den Tau verhalten und das Erdreich sein Gewachs. Und ich habe die Dürre gerufen, beide, über Land und Berge, über Korn, Most, 01 und über alles, was aus der Erde kommt, auch über Leute und Vieh und über alle Arbeit der Hande. Da gehorchte Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Josua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester und alle übrigen des Volks solcher Stimme des HERRN, ihres Gottes, und den Worten des Propheten Haggai, wie ihn der HERR, ihr Gott, gesandt hatte; und das Volk furchtete sich vor dem HERRN. Da sprach Haggai, der Engel des HERRN, der die Botschaft des HERRN hatte an das Volk: Ich bin mit euch, spricht der HERR. Und der HERR erweckte den Geist Serubabels, des Sohns Sealthiels, des Fursten Judas, und den Geist Josuas, des Sohns Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen übrigen Volks, daß sie kamen und arbeiteten am Hause des HERRN Zebaoth, ihres Gottes.

First Reading

Genesis 1:1-5

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebete auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dati das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Morning Prayer — First Lesson

Isaiah 45

So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, dem Kores, den ich bei seiner rechten Hand ergreife, dafi ich die Heiden vor ihm unterwerfe und den Konigen das Schwert abgürte, auf dafi vor ihm die Turen geoffnet werden und die Tore nicht verschlossen bleiben: Ich will vor dir hergehen und die Hbcker eben machen; ich will die ehernen Turen zerschlagen und die eisernen Riegel zerbrechen und will dir geben die heimlichen Schatze und die verborgenen Kleinode, auf daß du erkennest, dafi ich, der HERR, der Gott Israels, dich bei deinem Namen genannt habe urn Jakobs, meines Knechts, willen und urn Israels, meines Auserwahlten, willen. Ja, ich rief dich bei deinem Namen und nannte dich, da du mich noch nicht kanntest. Ich bin der HERR und sonst keiner mehr; kein Gott ist ohne ich. Ich habe dich gerustet, da du mich noch nicht kanntest, auf daß man erfahre beide von der Sonnen Aufgang und der Sonnen Niedergang, daß aulier mir nichts sei. Ich bin der HERR und keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Ubel. Ich bin der HERR; der solches alles tut. Traufelt, ihr Himmel, von oben, und die Wolken regnen die Gerechtigkeit; die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mitzu! Ich, der HERR, schaffe es. Wehe dem, der mit seinem Schopfer hadert, namlich der Scherbe mit dem Topfer des Tons. Spricht auch der Ton zu seinem Topfer: Was machst du? Du beweisest deine Hande nicht an deinem Werke? Wehe dem, derzum Vatersagt: Warum hast du mich gezeuget? und zum Weibe: Warum gebierest du? So spricht der HERR, der Heilige in Israel und ihr Meister: Fordert von mir die Zeichen; weiset meine Kinder und das Werk meiner Hande zu mir! Ich habe die Erde gemacht und den Menschen darauf geschaffen. Ich bin's, des Hande den Himmel ausgebreitet haben, und habe all seinem Heer geboten. Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit, und alle seine Wege will ich eben machen. Er soil meine Stadt bauen und meine Gefangenen loslassen, nicht urn Geld noch urn Geschenke, spricht der HERR Zebaoth. So spricht der HERR: Der Agypter Handel und der Mohren Gewerbe und der langen Leute zu Seba werden sich dirergeben und dein eigen sein; sie werden dir folgen; in Fesseln werden sie gehen und werden vor dir niederfallen und zu dir flehen; denn bei dir ist Gott, und ist sonst kein Gott nicht mehr. Furwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland! Aber die Gotzenmacher müssen allesamt mit Schanden und Hohn bestehen und miteinander schamrot hingehen. Israel aberwird erlosetdurch den HERRN, durch eine ewige Erlosung, und wird nicht zuschanden noch zu Spott immer und ewiglich. Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat, der Gott, der die Erde zubereitet hat und hat sie gemacht und zugerichtet und sie nicht gemacht hat, daß sie leer soli sein, sondern sie zubereitet hat, daß man darauf wohnen solle: Ich bin der HERR, und ist keiner mehr. Ich habe nicht ins Verborgene geredet, im finstern Odder Erde. Ich habe nicht zum Samen Jakobs vergeblich gesagt: Suchet mich! Denn ich bin der HERR, der von Gerechtigkeit redet und verkundige, das da recht ist. Lafi sich versammeln und kommen miteinander herzu die Helden der Heiden, die nichts wissen und tragen sich mit den Klotzen ihrer Gotzen und flehen dem Gott, der nicht helfen kann. Verkundiget und macht euch herzu; ratschlaget miteinander! Wer hat dies lassen sagen von alters her und dazumal verkundiget? Habe ich's nicht getan, der HERR? Und ist sonst kein Gott ohne ich, ein gerechter Gott und Heiland; und keiner ist ohne ich. Wendet euch zu mir,: so werdet ihr selig, aller Welt Ende! Denn ich bin Gott und keiner mehr. Ich schwore bei mir selbst, und ein Wort der Gerechtigkeit gehet aus meinem Munde, da soil es bei bleiben, namlich: Mir sollen sich alle Kniee beugen, und alle Zungen schworen und sagen: Im HERRN habe ich Gerechtigkeit und Starke. Solche werden auch zu ihm kommen; aber alle, die ihm widerstehen, müssen zuschanden werden. Denn im HERRN werden gerecht aller Same Israels und sich sein rühmen.

Epistle

Isaiah 7:10-15

Und der HERR redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei unten in der Holle Oder droben in der Hohe. Aber Ahas sprach: Ich will's nichtfordern, daß ich den HERRN nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so horet, ihrvom Hause David: Ist's euch zu wenig, daß ihrdie Leute beleidiget; ihr musset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau istschwanger und wird einen Sohn gebaren, den wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird eressen, daßerwisse Boses zu verwerfen und Gutes zu erwahlen.

First Reading

Isaiah 16

Lieber schicket, ihr Landesherren, Lammer von Sela aus der Wuste zum Berge der Tochter Zion. Aber wie ein Vogel dahinfleugt, der aus dem Nest getrieben wird, so werden sein die Tochter Moabs, wenn sie vor Arnon vorüberziehen. Sammelt Rat, haltet Gericht; mache dir Schatten des Mittags wie eine Nacht; verbirg die Verjagten und melde die Fluchtigen nicht. Laft meine Verjagten bei dir herbergen; liebes Moab, sei du ihr Schirm vor dem Verstorer; so wird der Treiber ein Ende haben, der Verstorer aufhoren und der Untertreter ablassen im Lande. Es wird aber ein Stuhl bereitet werden aus Gnaden, daß einer darauf sitze in der Wahrheit, in der Hütte Davids, und richte und trachte nach Recht und fordere Gerechtigkeit. Wir horen aber von dem Hochmut Moabs, daß er fast graft ist, daß auch ihr Hochmut, Stolz und Zorn grafter ist denn ihre Macht. Darum wird ein Moabiter über den andern heulen, allesamt werden sie heulen. Uber die Grundfesten der Stadt Kir-Hareseth werden die Verlahmten seufzen: Denn Hesbon ist ein wüstes Feld worden, der Weinstock zu Sibma ist verderbt, die Herren unter den Heiden haben seine edlen Reben zerschlagen und sind kommen bis gen Jaeser und ziehen um in der Wuste; ihre Feser sind zerstreuet und über das Meer geführt. Darum weine ich um Jaeser und um den Weinstock zu Sibma und vergiefie viel Tranen um Hesbon und Eleale. Denn es ist ein Gesang in deinen Sommer und in deine Ernte gefallen, daß Freude und Wonne im Felde aufhoret, und in Weinbergen jauchzet noch ruft man nicht. Man keltert keinen Wein in den Keltern; ich habe des Gesangs ein Ende gemacht. Darum brummet mein Herz uber Moab wie eine Harfe und mein Inwendiges über Kir-Hares. Alsdann wird's offenbar werden, wie Moab müde ist bei den Altaren und wie er zu seiner Kirche gegangen sei zu beten, und doch nichts ausgerichtet habe. Das ist's, das der HERR dazumal wider Moab geredet hat. Nun aber redet der HERR und spricht: In dreien Jahren, wie eines Taglohners Jahre sind, wird die Herrlichkeit Moabs geringe werden in dergroften Menge, daß gar ein wenig überbleibe und nicht viel.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 16

Er kam aber gen Derbe und Lystra; und siehe, ein Junger war daselbst mit Namen Timotheus, eines judischen Weibes Sohn, die war glaubig, aber eines griechischen Vaters. Der hatte ein gut Gerucht bei den Brudern unter den Lystranern und zu Ikonien. Diesen wollte Paulus lassen mit sich ziehen und nahm und beschnitt ihn urn der Juden willen, die an demselbigen Ort waren; denn sie wuliten alle, daß sein Vater war ein Grieche gewesen. Als sie aber durch die Stadte zogen, überantworteten sie ihnen, zu halten den Spruch, welcher von den Aposteln und den Altesten zu Jerusalem beschlossen war. Da wurden die Gemeinden im Glauben befestiget und nahmen zu an der Zahl taglich. Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, ward ihnen gewehret von dem Heiligen Geist, zu reden das Wort in Asien. Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie, durch Bithynien zu reisen; und der Geist lieli es ihnen nicht zu. Da sie aber an Mysien voruberzogen, kamen sie hinab gen Troas. Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht; das war ein Mann aus Mazedonien, der stund und bat ihn und sprach: Komm hernieder nach Mazedonien und hilf uns! Alseraberdas Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald zu reisen nach Mazedonien, gewili, daß uns der Herr dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Da fuhren wir aus von Troas, und stracks Laufs kamen wir gen Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis und von dannen gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage. Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen. Und ein gottesfurchtig Weib mit Namen Lydia, eine Purpurkramerin aus der Stadt der Thyatirer, horete zu; welcher tat der Herr das Herz auf, daß sie darauf achthatte, was von Paulus geredet ward. Als sie aber und ihr Hausgetauftward, ermahnete sie uns und sprach: So ihr mich achtet, daß ich glaubig bin an den Herrn, so kommet in mein Haus und bleibet allda. Und sie zwang uns. Esgeschah aber, da wirzu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Genieli zu mit Wahrsagen. Dieselbige folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Allerhochsten, die euch den Weg der Seligkeit verkundigen! Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das weh, und wandte sich urn und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfahrest! Und er fuhr aus zu derselbigen Stunde. Da aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Genielies war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten und fuhreten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen machen unsere Stadt irre und sind Juden und verkundigen eine Weise, welche uns nicht ziemet anzunehmen noch zu tun, weil wir Rdmer sind. Und das Volk ward erregt wider sie. Und die Hauptleute lielien ihnen die Kleider abreilien und hielien sie staupen. Und da sie sie wohl gestaupet hatten, warfen sie sie ins Gefangnis und geboten dem Kerkermeister, daß er sie wohl bewahrete. Der nahm solch Gebot an und warf sie in das innerste Gefangnis und legte ihre Füfie in den Stock. Urn die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobeten Gott. Und es horeten sie die Gefangenen. Schnell aber ward ein groties Erdbeben, also daß sich bewegeten die Grundfesten des Gefangnisses. Und von Stund' an wurden alle Turen aufgetan und aller Bande los. Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Turen des Gefangnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst erwurgen; denn er meinete, die Gefangenen waren entflohen. Paulus aber rief laut und sprach: Tue dir nichts Ubles; denn wir sind alle hier. Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Fülien und führete sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soil ich tun, dati ich selig werde? Sie sprachen:. Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig. Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und alien, die in seinem Hause waren. Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen ab; und er lieli sich taufen und alle die Seinen alsobald. Und führete sie in sein Haus und setzte ihnen einen Tisch und freuete sich mit seinem ganzen Hause, daß er an Gott glaubig worden war. Und da es Tag ward, sandten die Hauptleute Stadtdiener und sprachen: Lali die Menschen gehen! Und der Kerkermeister verkundigte diese Rede Paulus: Die Hauptleute haben hergesandt, daß ihr los sein sollt. Nun ziehet aus und gehet hin mit Frieden. Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns ohne Recht und Urteil offentlich gestaupet, die wir doch Rdmer sind, und in das Gefangnis geworfen und sollten uns nun heimlich ausstolien? Nicht also, sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausfuhren. Die Stadtdiener verkündigten diese Worte den Hauptleuten; und sie furchteten sich, da sie horeten, daß sie Rdmer waren, und kamen und ermahneten sie und fuhreten sie heraus und baten sie, daß sie auszogen aus der Stadt. Da gingen sie aus dem Gefangnis und gingen zu der Lydia. Und da sie die Brüder gesehen hatten und getrostet, zogen sie aus.

Responsorial Psalm

Psalm 111

Halleluja! Segen. Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeine. Groß sind die Werke des HERRN; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran. Was er ordnet, das ist loblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedachtnis gestiftet seiner Wunder, der gnadige und barmherzige HERR. Er gibt Speise denen, so ihn furchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund. Er laftt verkundigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hande sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen. Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine Erlosung seinem Volk; er verheiftet, daß sein Bund ewiglich bleiben soli. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furchtdes HERRN ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klugheit; wer danach tut, des Lob bleibet ewiglich.

Gospel

Luke 1:26-38

Und im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galilaa, die heüit Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph vom Hause David; und die Jungfrau hiefi Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegruliet seiest du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie uber seine Rede und gedachte: Welch ein Gruft ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Furchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott funden. Siehe; du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heiften. Der wird graft und ein Sohn des Hochsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben. Und er wird ein Konig sein uber das Haus Jakob ewiglich, und seines Konigreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soil das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weift? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird uber dich kommen, und die Kraft des Hochsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundete, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daü sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmoglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herm Magd; mirgeschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Responsorial Psalm

Psalm 40

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich harrete des HERRN; und er neigete sich zu mir und horete mein Schreien und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellete meine Füde auf einen Fels, dad ich gewid treten kann; und hat mir ein neu Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und den HERRN furchten und auf ihn hoffen. Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffartigen, und die mit Lugen umgehen. HERR, mein Gott, grod sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkundigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zahlen sind. Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sundopfer. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben. Deinen Willen, mein Gott, tu ich gerne und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. Ich will predigen die Gerechtigkeit in der grolien Gemeine; siehe, ich will mirmeinen Mund nicht stopfen lassen, HERR, das weiliest du. Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine Gute und Treue nicht vor der grol Len Gemeine. Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; laft deine Gute und Treue allewege mich behuten! Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen. Laß dir's gefallen, HERR, da(S du mich errettest; eile, HERR, mirzu helfen! Schamen müssen sich und zuschanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fallen und zuschanden werden, die mir Ubels gonnen. Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreien: Da, da! Es müssen sich freuen und frohlich sein alle, die nach dirfragen; und die dein Heil lieben, müssen sagen allewege: Der HERR sei hochgelobt! Denn ich bin arm und elend; der HERR aber sorget fur mich. Du bist mein Heifer und Erretter; mein Gott, verzeuch nicht!

Responsorial Psalm

Psalm 50

Ein Psalm Assaphs. Gott der HERR, der Machtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang. Aus Zion bricht an der schone Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und urn ihn her ein groß Wetter. Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkundigen; denn Gott ist Richter. Sela. Hore, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unterdirzeugen: Ich, Gott, bin dein Gott. Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Bocke aus deinen Stallen; denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen. Ich kenne alles Gevogel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist. Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, Oder Bocksblut trinken? Opfere Gott Dank und bezahle dem Hochsten deine Gelubde! Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkundigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich? Wenn du einen Dieb siehest, so laufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Dein Maul lassestdu Boses reden, und deine Zunge treibet Falschheit. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.

Responsorial Psalm

Psalm 16

Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.

Evening Prayer — First Lesson

Isaiah 46

Der Bel ist gebeuget, der Nebo ist gefallen, ihre Gotzen sind den Tieren und Vieh zuteil worden, dafi sie sich müde tragen an eurer Last. Ja, sie fallen und beugen sich allesamt und konnen die Last nicht wegbringen, sondern ihre Seelen müssen ins Gefangnis gehen. Horet mir zu, ihr vom Hause Jakob und alle übrigen vom Hause Israel, die ihr von mirim Leibe getragen werdet und mir in der Mutter lieget! Ja, ich will euch tragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet. Ich will es tun; ich will heben und tragen und erretten. Nach wem bildet und wem vergleicht ihr mich denn? Gegen wen messet ihr mich, dem ich gleich sein solle? Sie schütten das Gold aus dem Beutel und wagen dar das Silber mit der Waage und lohnen dem Goldschmied, daß er einen Gott daraus mache, vor dem sie knieen und anbeten. Sie heben ihn auf die Achsel und tragen ihn und setzen ihn an seine Statte. Da stehet er und kommt von seinem Ort nicht. Schreiet einer zu ihm, so antwortet er nicht und hilft ihm nicht aus seiner Not. An solches gedenket doch und seid fest; ihr Ubertreter, gehet in euer Herz! Gedenket des Vorigen von alters her, denn ich bin Gott, und keiner mehr, ein Gott, desgleichen nirgend ist, der ich verkundige zuvor, was hernach kommen soil, und vorhin, ehe denn es geschieht, und sage: Mein Anschlag bestehet, und ich tue alles, was mir gefallt. Ich rufe einem Vogel vom Aufgang und einem Mann, der meinen Anschlag tue, aus fernem Lande. Was ich sage, das lasse ich kommen; was ich denke, das tue ich auch. Horet mirzu, ihr von stolzem Herzen, die ihr feme seid von der Gerechtigkeit! Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht feme, und mein Heil saumt sich nicht; denn ich will zu Zion das Heil geben und in Israel meine Herrlichkeit.

Second Reading

Revelation 16

Und ich horete eine grofte Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Gehet hin und qieftet aus die Schaien des Zornes Gottes auf die Erde. Und dererste ging hin und goft seine Schale aus auf die Erde. Und es ward eine bose und arge Druse an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten, und die sein Bild anbeteten. Und der andere Engel goft aus seine Schale ins Meer. Und es ward Blut, als eines Toten; und alle lebendigen Seelen starben in dem Meer. Und der dritte Engel goft aus seine Schale in die Wasserstrome und in die Wasserbrunnen. Und es ward Blut. Und ich horete den Engel sagen: Herr, du bist gerecht, der da ist, und der da war, und heilig, daß du solches geurteilt hast. Denn sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; denn sie sind's wert. Und ich horete einen andern Engel aus dem Altar sagen: Ja, Herr, allmachtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Und der vierte Engel goft aus seine Schale in die Sonne, und ward ihm gegeben, den Menschen heift zu machen mit Feuer. Und den Menschen ward heift vor grafter Hitze, und lasterten den Namen Gottes, der Macht hat fiber diese Plagen; und taten nicht Bufte, ihm die Ehre zu geben. Und der funfte Engel goft aus seine Schale auf den Stuhl des Tieres. Und sein Reich ward verfinstert; und sie zerbissen ihre Zungen vor Schmerzen und lasterten Gott im Himmel vor ihren Schmerzen und vor ihren Drüsen; und taten nicht Bufte fur ihre Werke. Und der sechste Engel goft aus seine Schale auf den groften Wasserstrom Euphrat; und das Wasser vertrocknete, auf daß bereitet würde der Weg den Konigen vom Aufgang der Sonne. Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tieres und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister gehen gleich den Froschen. Und sind Geister der Teufel; die tun Zeichen und gehen aus zu den Konigen auf Erden und auf den ganzen Kreis der Welt, sie zu versammeln in den Streit auf jenen groften Tag Gottes, des Allmachtigen. Siehe, ich komme wie ein Dieb! Selig ist, der da wachet und halt seine Kleider, daß er nicht bloft wandele, und man nicht seine Schande sehe. Und er hat sie versammelt an einen Ort, der da heiftt auf hebraisch Harmageddon. Und der siebente Engel goft aus seine Schale in die Luft. Und es ging aus eine Stimme vom Himmel aus dem Stuhl, die sprach: Es ist geschehen. Und es wurden Stimmen und Donner und Blitze; und ward ein groftes Erdbeben, daß solches nicht gewesen ist, seit der Zeit Menschen auf Erden gewesen sind, solches Erdbeben also graft. Und aus der groften Stadt wurden drei Teile, und die Stadte der Heiden fielen. Und Babylon, der grolien, ward gedacht vor Gott, ihr zu geben den Kelch des Weins von seinem grimmigen Zorn. Und alle Inseln entflohen, und keine Berge wurden funden. Und ein grower Hagel als ein Zentner fiel vom Himmel auf die Menschen. Und die Menschen lasterten Gott uber der Plage des Hagels; denn seine Plage ist sehrgroli.

Second Reading

Colossians 3

Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit. So totet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Hurerei, Unreinigkeit, schandliche Brunst, bose Lust und den Geiz, welcher ist Abgotterei, urn welcher willen kommt der Zorn Gottes uber die Kinder des Unglaubens; in welchen auch ihrweiland gewandelt habt, da ihr darin lebetet. Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lasterung, schandbare Worte aus eurem Munde. Luget nicht untereinander! Ziehet den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat, da nicht ist Grieche, Jude, Beschneidung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in alien Christus. So ziehet nun an, als die Auserwahlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesangen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten Oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn. Ihr Weiber, seid untertan euren Mannern in dem Herrn, wie sich's gebuhrt. Ihr Manner, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie! Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in alien Dingen; denn das ist dem Herrn gefallig. Ihr Vater, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr Knechte, seid gehorsam in alien Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfaltigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen; und wisset, daß ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herm Christo. Wer aber unrecht tut, derwird empfangen; was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person.

Second Reading

Romans 1:1-7

Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes, welches er zuvor verheiften hat durch seine Prapheten in der Heiligen Schrift, von seinem Sohn, der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch und kraftiglich erweiset ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da heiliget, seit der Zeit er auferstanden ist von den Toten, namlich Jesus Christus, unser Herr (durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter alien Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen, welcher ihr zum Teil auch seid, die da berufen sind von Jesu Christo): Allen, die zu Rom sind, den Liebsten Gottes und berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Second Reading

Romans 9:30-33

Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Gospel

Luke 18

Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden sollte, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der furchtete sich nicht vor Gott und scheuete sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! Und erwollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht furchte, noch vor keinem Menschen scheue, dieweil aber mir diese Witwe so viel Muhe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und ubertaube mich. Da sprach der Herr: Horet her, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwahlten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte Geduld daruber haben? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinest du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden? Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm waren, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisaer, der andere ein Zollner. Der Pharisaer stund und betete bei ich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute: Rauber, Ungerechte, Ehebrecher Oder auch wie dieser Zollner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zollner stund von feme, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sunder gnadig. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhohet werden. Sie brachten auch junge Kindlein zu ihm daß er sie sollte anruhren. Da es aber die Junger sahen, bedraueten sie die. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer nicht das Reich Gottes nimmt als ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weißt die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Da Jesus das horete, sprach erzu ihm: Es fehlt dir noch eins. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Da erdas horete ward er traurig; denn erwar sehr reich. Da aber Jesus sah, daß er traurig war worden, sprach er: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel gehe durch ein Nadelohr, denn daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Da sprachen, die das horeten: Wer kann denn selig werden? Er aber sprach: Was bei den Menschen unmoglich ist, das ist bei Gott moglich. Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget. Er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch es ist niemand, der ein Haus verlasset Oder Eltern Oder Bruder Oder Weib Oder Kinder um des Reichs Gottes willen, der es nicht vielfaltig wieder empfange in dieser Zeit und in der zukunftigen Welt das ewige Leben. Er nahm aber zu sich die Zwolfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird uberantwortet werden den Heiden; und erwird verspottet und geschmahet und verspeiet werden; und sie werden ihn geilieln und toten. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie abervernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wuliten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber horete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das ware. Da verkundigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge voruber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorne an gingen, bedraueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille und hiefi ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soil? Er sprach: Herr, daß ich sehen moge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobete Gott.

Evening Prayer — Second Lesson

1 Peter 4

Weil nun Christus im Fleisch fur uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselbigen Sinn: denn wer am Fleisch leidet, der horet auf von Sünden, daiß er hinfort, was noch hinterstelliger Zeit im Fleisch ist, nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wirwandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgottereien. Das befremdet sie, dafi ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbige wüste, unordentliche Wesen, und lastern; welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkundiget, auf dafi sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben. Es ist aber nahe kommen das Ende aller Dinge. So seid nun mafüg und nuchtern zum Gebet. Vor alien Dingen aber habt untereinander eine brunstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln! Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand redet, dafi er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, dafi er's tue als aus dem Vermogen, das Gott darreichet, auf daß in alien Dingen Gott gepreiset werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfahret, daü ihr versucht werdet), als widerfuhre euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, dafi ihr mit Christo leidet, auf daü ihr auch zu der Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben moget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmahet werdet uber dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlastert, aber bei euch ist er gepreiset. Niemand aber untereuch leide als ein Morder Oder Dieb Oder Ubeltater Oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schame er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daü anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's fur ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottiose und Sunder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schopfer in guten Werken.

Gospel

Luke 1:26-38

Und im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galilaa, die heüit Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph vom Hause David; und die Jungfrau hiefi Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegruliet seiest du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie uber seine Rede und gedachte: Welch ein Gruft ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Furchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott funden. Siehe; du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heiften. Der wird graft und ein Sohn des Hochsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben. Und er wird ein Konig sein uber das Haus Jakob ewiglich, und seines Konigreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soil das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weift? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird uber dich kommen, und die Kraft des Hochsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundete, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daü sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmoglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herm Magd; mirgeschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Gospel

Luke 23:32-43

Es wurden aber auch hingefuhrt zwei andere Ubeltater, dad sie mit ihm abgetan wurden. Und als sie kamen an die Statte die da heifit Schadelstatte, kreuzigten sie ihn daselbst und die Ubeltater mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun. Und sie teileten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stund und sah zu. Und die Obersten samt ihnen spotteten sein und sprachen: Er hat andern geholfen, er helfe sich selber, ist er Christ, der Auserwahlte Gottes! Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und brachten ihm Essig und sprachen: Bistdu der Juden Konig, so hilf dir selber. Es war auch oben uber ihm geschrieben die Uberschrift mit griechischen und lateinischen und ebraischen Buchstaben: Dies ist der Juden Konig. Aber der Ubeltater einer, die da gehenkt waren, lasterte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns! Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du furchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Und zwar wir sind bilüg darinnen; denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Gospel

Matthew 11

Und es begab sich, da Jesus solch Gebot zu seinen zwolf Jungern vollendet hatte, ging ervon dannen fürbaft, zu lehren und zu predigen in ihren Stadten. Da aber Johannes im Gefangnis die Werke Christi horete, sandte er seiner Junger zwei. und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soil, Oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und horet: Die Blinden sehen, und die Lahmen gehen; die Aussatzigen werden rein, und die Tauben horen; die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir argert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wuste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Konige Hausern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soil. Wahrlich, ich sage euch, unter alien, die von Weibern geboren sind, ist nicht aufkommen, der grower sei denn Johannes der Taufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist grower denn er. Aber von den Tagen Johannes des Taufers bis hieher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reiften es zu sich. Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissaget bis auf Johannes. Und (so ihr'swolltannehmen) er ist Elias, der da soil zukunftig sein. Wer Ohren hatzu horen, derhore! Wem soil ich aber dies Geschlecht vergleichen? Es ist den Kindlein gleich, die an dem Markt sitzen und rufen gegen ihre Gesellen und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haben euch geklaget, und ihr wolltet nicht weinen. Johannes ist kommen, aft nicht und trank nicht; so sagen sie: Er hat den Teufel. Des: Menschen Sohn ist kommen, issetund trinket; so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsaufer, der Zollner und der Sunder Geselle! Und die Weisheit muft sich rechtfertigen lassen von ihren Kindern. Da fing er an die Stadte zu schelten, in weichen am meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert: Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Waren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hatten vorzeiten im Sack und in der Asche Bufte getan. Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn euch. Und du, Kapernaum, die du bist erhoben bis an den Himmel, du wirst bis in die Holle hinuntergestoften werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen waren, die bei dir geschehen sind, sie stunde noch heutigestages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Land ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn dir. Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmundigen offenbaret. Ja, Vater, denn es ist also wohlgefallig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir, alle, die ihr muhselig und beladen seid, ich will euch erquicken! Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmutig und von Herzen demutig; so werdet ihr Ruhe finden fur eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

Today's readings, every morning

Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.