Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Isaiah 36:1-13

Und es begab sich, im vierzehnten Jahr des Konigs Hiskia zog der Konig zu Assyrien, Sanherib, herauf wider alle festen Stadte Judas und gewann sie. Und der Konig zu Assyrien sandte den Rabsake von Lachis gen Jerusalem zu dem Konige Hiskia mit grower Macht. Und er trat an die Wasserrohren des obern Teichs am Wege bei dem Acker des Farbers. Und es ging zu ihm heraus Eliakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebena, der Kanzler, und Joah, der Sohn Assaphs, der Schreiber. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Saget doch dem Hiskia: So spricht der grofie Konig, der Konig zu Assyrien: Was ist das fur ein Trotz, darauf du dich verlassest? Ich achte, du lassest dich bereden, daß du noch Rat und Macht wissest zu streiten. Auf wen verlassest du denn dich, daß du mir bist abfallig worden? Verlassest du dich auf den zerbrochenen Rohrstab Agypten, welcher, so jemand sich darauf lehnet, gehet er ihm in die Hand und durchbohret sie? Also tut Pharao, der Konig zu Agypten, alien, die sich auf ihn verlassen. Willst du aber mir sagen: Wir verlassen uns auf den HERRN, unsern Gott? Ist's denn nicht der, welches Hohen und Altare der Hiskia hat abgetan und zu Juda und Jerusalem gesagt: Vor diesem Altar sollt ihr anbeten? Wohlan, so nimm's an mit meinem Herm, dem Konige zu Assyrien! Ich will dir zweitausend Rosse geben; laft sehen, ob du bei dir konnest ausrichten, die darauf reiten. Wie willst du denn bleiben vor einem Hauptmann, der geringsten Diener einem meines Herm? Und du verlassest dich auf Agypten urn der Wagen und Reiter willen. Dazu meinest du, daß ich ohne den HERRN bin heraufgezogen in dies Land, dasselbige zu verderben? Ja, der HERR sprach zu mir: Zeuch hinauf in dies Land und verderbe es! Aber Eliakim und Sebena und Joah sprachen zum Erzschenken: Lieber, rede mit deinen Knechten auf syrisch, denn wir verstehen's wohl; und rede nicht auf judisch mit uns vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist. Da sprach der Erzschenke: Meinest du, daß mein Herr mich zu deinem Herm Oder zu dir gesandt habe, solche Worte zu reden, und nicht vielmehr zu den Mannern, die auf der Mauer sitzen, daß sie samt euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Ham saufen? Und der Erzschenke stund und rief laut auf judisch und sprach: Horet die Worte des grolien Konigs, des Konigs zu Assyrien!

First Reading

Zechariah 3

Und mirward gezeiget der Hohepriester Josua, stehend vor dem Engel des HERRN; und der Satan stund zu seiner Rechten, dad er ihm widerstunde. Und der HERR sprach zu dem Satan: Der HERR schelte dich, du Satan; ja, der HERR schelte dich, der Jerusalem erwahlet hat! 1st dieser nicht ein Brand, der aus dem Feuer errettet ist? Und Josua hatte unreine Kleider an und stund vor dem Engel, welcher antwortete und sprach zu denen, die vor ihm stunden: Tut die unreinen Kleider von ihm! Und er sprach zu ihm: Siehe, ich habe deine Sunde von dir genommen und habe dich mit Feierkleidern angezogen. Und er sprach: Setzet einen reinen Hut auf sein Haupt! Und sie setzten einen reinen Hut auf sein Haupt und zogen ihm Kleider an, und der Engel des HERRN stund da. Und der Engel des HERRN bezeugete Josua und sprach: So spricht der HERR Zebaoth: Wirst du in meinen Wegen wandeln und meiner Hut warten, so sollst du regieren mein Haus und meine Hofe bewahren; und ich will dir geben von diesen, die hie stehen, daß sie dich geleiten sollen. Hore zu, Josua, du Hoherpriester, du und deine Freunde, die vor dir wohnen; denn sie sind eitel Wunder. Denn siehe, ich will meinen Knecht Zemah kommen lassen. Denn siehe, auf dem einigen Stein, den ich vor Josua gelegt habe, sollen sieben Augen sein. Aber siehe, ich will ihn aushauen, spricht der HERR Zebaoth, und will die Sunde desselbigen Landes wegnehmen auf einen Tag. Zu derselbigen Zeit, spricht der HERR Zebaoth, wird einer den andern laden unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.

First Reading

Genesis 49:8-12

Juda, du bist's, dich werden deine Bruder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen. Juda ist ein junger Lowe. Du bist hoch kommen, mein Sohn, durch grofte Siege. Er hat niedergekniet und sich gelagert wie ein Lowe und wie eine Lowin; wer will sich wider ihn auflehnen? Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein Meister von seinen Füften, bis daß der Held komme; und demselben werden die Volker anhangen. Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an den edlen Reben. Erwird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Weinbeerblut. Seine Augen sind rotlicher denn Wein und seine Zahne weifter denn Milch.

Morning Prayer — First Lesson

Isaiah 30:1-27

Wehe den abtrünnigen Kindern, spricht der HERR, die ohne mich ratschlagen und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu haufen eine Sunde uber die andere, die hinabziehen nach Agypten und fragen meinen Mund nicht, dafi sie sich starken mit der Macht Pharaos und sich beschirmen unter dem Schatten Agyptens. Denn es soil euch die Starke Pharaos zur Schande geraten und der Schutz unter dem Schatten Agyptens zum Hohn. Ihre Fursten sind wohl zu Zoan gewesen und ihre Botschaft gen Hanes kommen, aber sie mussen doch alle zuschanden werden uber dem Volk, das ihnen nicht nütze sein kann, weder zur Hilfe noch sonst zu nutz, sondern nur zur Schande und Spott. Dies ist die Last uber die Tiere, so gegen Mittag ziehen, da Lowen und Lowinnen sind, ja Ottern und feurige fliegende Drachen, im Lande der Trubsal und Angst: Sie führen ihr Gut auf der Füllen Rücken und ihre Schatze auf der Kamele Hooker zum Volk, das ihnen nicht nütze sein kann. Denn Agypten ist nichts, und ihr Helfen ist vergeblich. Darum predige ich davon also: Die Rahab wird stille dazu sitzen. So gehe nun hin und schreib es ihnen vor auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, daß es bleibe fur und fur ewiglich. Denn es ist ein ungehorsam Volk und verlogene Kinder, die nicht horen wollen des HERRN Gesetz, sondern sagen zu den Sehern: Ihr sollt nicht sehen! und zu den Schauern: Ihr sollt uns nicht schauen die rechte Lehre; prediget uns aber sanft, schauet uns Tauscherei! Weichet vom Wege, macht euch von der Bahn; laftt den Heiligen in Israel aufhoren bei uns! Darum spricht der Heilige in Israel also: Weil ihr dies Wort verwerfet und verlasset euch auf Frevel und Mutwillen und trotzet darauf, so soli euch solche Untugend sein wie ein Rift an einer hohen Mauer, wenn es beginnet zu rieseln, die plotzlich unversehens einfallt und zerschmettert, als wenn ein Topf zerschmettert würde, den man zerstoftt und sein nicht schonet, also daß man von seinen Stricken nicht eine Scherbe findet, darin man Feuer hole vom Herde, Oder Wasser schopfe aus einem Brunnen. Denn so spricht der Herr HERR, der Heilige in Israel: Wenn ihr stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht und sprechet: Nein, sondern auf Rossen wollen wir fliehen (darum werdet ihr flüchtig sein) und auf Laufern wollen wir reiten (darum werden euch eure Verfolger übereilen). Denn euer tausend werden fliehen vor eines einigen Schelten, ja vorfünfen werdet ihr alle fliehen; bis daß ihr uberbleibet wie ein Mastbaum oben auf einem Berge, und wie ein Panieroben auf einem Hügel. Darum harret der HERR, daß er euch gnadig sei, und hat sich aufgemacht, daß er sich euer erbarme; denn der HERR ist ein Gott des Gerichts; wohl alien, die sein harren! Denn das Volk Zions wird zu Jerusalem wohnen; du wirst nicht weinen: Erwird dir gnadig sein, wenn du rufest; erwird dir antworten, sobald er's horet. Und der HERR wird euch in Trubsal Brot und in Angsten Wasser geben. Denn erwird deinen Lehrer nicht mehr lassen wegfliehen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen, und deine Ohren werden horen das Wort hinter dir sagen also her: Dies ist der Weg, denselbigen gehet; sonst weder zur Rechten noch zur Linken! Und ihr werdet entweihen eure ubersilberten Gotzen und die guldenen Kleider eurer Bilder und werdet sie wegwerfen wie einen Unflat und zu ihnen sagen: Hinaus! So wird erdeinem Samen, den du auf den Acker gesaet hast, Regen geben und Brot von des Ackers Einkommen, und desselbigen voile Genüge. Und dein Vieh wird sich zu der Zeit weiden in einer weiten Aue. Die Ochsen und Fullen, so den Acker bauen, werden gemenget Futter essen, welches geworfelt ist mit der Wurfschaufel und Wanne. Und es werden auf alien groften Bergen und auf alien groften Hügeln zerteilte Wasserstrome gehen zur Zeit der groften Schlacht, wenn die Türme fallen werden. Und des Mondes Schein wird sein wie der Sonnen Schein, und der Sonnen Schein wird siebenmal heller sein denn jetzt, zu der Zeit, wenn der HERR den Schaden seines Volkes verbinden und seine Wunden heilen wird. Siehe, des HERRN Name kommt von feme, sein Zorn brennet und ist sehr schwer, seine Lippen sind voll Grimmes, und seine Zunge wie ein verzehrend Feuer

Epistle

1 Corinthians 4:1-5

Dafur halte uns jedermann, namlich fur Christi Diener und Haushalter uber Gottes Geheimnisse. Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist's ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde Oder von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mirwohl nichts bewulit, aberdarinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren.

First Reading

Isaiah 20

Im Jahr, da Tharthan gen Asdod kam, als ihn gesandt hatte Sargon, der Konig zu Assyrien, und stritt wider Asdod und gewann sie, zur selbigen Zeit redete der HERR durch Jesaja, den Sohn Amoz, und sprach: Gehe hin und zieh ab den Sack von deinen Lenden und zieh deine Schuhe aus von deinen Füßen. Und ertat also, ging nackend und barfuß. Da sprach der HERR: Gleichwie mein Knecht Jesaja nackend und barfuß gehet zum Zeichen und Wunderdreier Jahre uber Agypten und Mohrenland, also wird der Konig zu Assyrien hintreiben das gefangene Agypten und vertriebene Mohrenland, beide jung und alt, nackend und barfufi, mit bloßer Scham, zu Schanden Agyptens. Und sie werden erschrecken und mit Schanden bestehen uber dem Mohrenlande, darauf sie sich verlielien, und wiederum das Mohrenland uber den Agyptern, welcher sie sich ruhmeten. Und die Einwohner dieser Inseln werden sagen zur selbigen Zeit: 1st das unsere Zuversicht, da wir hinflohen urn Hilfe, daü wir errettet würden von dem Konige zu Assyrien? Wie fein sind wir entronnen!

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 20

Da nun die Emporung aufgehoret, rief Paulus die Junger zu sich und segnete sie und ging aus, zu reisen nach Mazedonien. Und da er dieselbigen Lander durchzog und sie ermahnet hatte mit vielen Worten, kam er nach Griechenland und verzog allda drei Monden. Da aber ihm die Juden nachstelleten, als er nach Syrien wollte fahren, ward er zu Rat, wieder umzuwenden durch Mazedonien. Es zogen aber mit ihm bis nach Asien Sopater von Beroa, von Thessalonich aber Aristarchus und Sekundus und Gajus von Derbe und Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus. Diese gingen voran und harreten unser zu Troas. Wir aber schiffeten nach den Ostertagen von Philippi bis an den funften Tag und kamen zu ihnen gen Troas und hatten da unser Wesen sieben Tage. Auf einen Sabbat aber, da die Junger zusammenkamen, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus und wollte des andern Tages ausreisen und verzog das Wort bis zu Mitternacht. Und es waren viel Fackeln auf dem Soller, da sie versammelt waren. Es safi aber ein Jüngling mit Namen Eutychus in einem Fenster und sank in einen tiefen Schlaf, dieweil Paulus so lange redete, und ward vom Schlaf uberwogen und fiel hinunter vom dritten Soller und ward tot aufgehoben. Paulus aber ging hinab und fiel auf ihn, umfing ihn und sprach: Machet kein Getümmel; denn seine Seele ist in ihm. Da ging er hinauf und brach das Brot und aß und redete viel mit ihnen, bis der Tag anbrach; und also zog er aus. Sie brachten aber den Knaben lebendig und wurden nicht wenig getrostet. Wir aber zogen voran auf dem Schiff und fuhren gen Assos und wollten daselbst Paulus zu uns nehmen; denn er hatte es also befohlen, und er wollte zu Fuße gehen. Als er nun zu uns schlug zu Assos, nahmen wir ihn zu uns und kamen gen Mitylene. Und von dannen schifften wir und kamen des andern Tages hin gen Chios; und des folgenden Tages stießen wir an Samos und blieben in Trogyllion; und des nachsten Tages kamen wir gen Milet. Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus voruberzuschiffen, daß er nicht mußte in Asien Zeit zubringen; denn ereilete, auf den Pfingsttag zu Jerusalem zu sein, so es ihm moglich ware. Aber von Milet sandte er gen Ephesus und ließ fordern die Altesten von der Gemeinde. Als aber die zu ihm kamen, sprach erzu ihnen. Ihr wisset von dem ersten Tage an, da ich bin nach Asien kommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen und dem Herm gedienet mit aller Demut und mit viel Tranen und Anfechtungen, die mirsind widerfahren von den Juden, so mir nachstelleten; wie ich nichts verhalten habe, das da nutzlich ist, daß ich euch nicht verkundiget hatte und euch gelehret offentlich und sonderlich. Und habe bezeuget beiden, den Juden und Griechen, die Buße zu Gott und den Glauben an unsern Herm Jesum Christum. Und nun siehe, ich, im Geist gebunden, fahre hin gen Jerusalem, weiß nicht, was mir daselbst begegnen wird, ohne daß der Heilige Geist in alien Stadten bezeuget und spricht: Bande und Trubsal warten mein daselbst. Aber ich achte der keines; ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf daß ich vollende meinen Lauf mit Freuden und das Amt, das ich empfangen habe von dem Herm Jesu, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, durch welche ich gezogen bin und geprediget habe das Reich Gottes. Darum zeuge ich euch an diesem heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut; denn ich habe euch nichts verhalten, daß ich nicht verkundiget hatte alle den Rat Gottes. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der Heilige Geist gesetzet hat zu Bischofen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wolfe, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus euch selbst werden aufstehen Manner, die da verkehrte Lehren reden, die Junger an sich zu ziehen. Darum seid wacker und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht einen jeglichen mit Tranen zu vermahnen. Und nun, liebe Bruder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da machtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter alien, die geheiliget werden. Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. Denn ihr wisset selber, daß mir diese Hande zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedienet haben. Ich habe es euch alles gezeiget, daß man also arbeiten rnüsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des Herm Jesu, das er gesagt hat: Geben ist seliger denn Nehmen. Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen alien. Es ward aber viel Weinens unter ihnen alien, und fielen Paulus urn den Hals und kusseten ihn, am allermeisten betrubt uber dem Wort, das er sagte, sie wurden sein Angesicht nicht mehr sehen. Und geleiteten ihn in das Schiff.

Responsorial Psalm

Psalm 117

Lobetden HERRN, alle Heiden; preisetihn, alle Volker! Denn seine Gnade und Wahrheit waltet uber uns in Ewigkeit. Halleluja!

Gospel

Luke 3:1-6

In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judaa war und Herodes ein Vierfurst in Galilaa und sein Bruder Philippus ein Vierfurst in Ituraa und in der Gegend Trachonitis. und Lysanias ein Vierfurst in Abilene, da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wuste. Und er kam in alle Gegend urn den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. wie geschrieben stehet in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig! Alle Taler sollen voll werden, und alle Berge und Hugel sollen erniedriget werden; und was krumm ist, soil richtig werden und was uneben ist, soil schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen.

Responsorial Psalm

Psalm 44

Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen, Gott, wir haben mit unsern Ohren gehoret, unsere Vater haben uns erzahlet, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters. Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Volker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet. Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. Gott, du bist derselbe mein Konig, der du Jakob Hilfe verheiftest. Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoften; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen. Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen, sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machest zuschanden, die uns hassen. Wir wollen taglich rühmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. Sela. Warum verstoftest du uns denn nun und lassest uns zuschanden werden und zeuchst nicht aus unter unserm Heer? Du lassest uns fliehen vor unserm Feinde, daß uns berauben, die uns hassen. Du lassest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden. Du verkaufest dein Volk umsonst und nimmst nichts drum. Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die urn uns her sind. Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, und daß die Volker das Haupt uber uns schutteln. Taglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande, daß ich die Schander und Lasterer horen und die Feinde und Rachgierigen sehen muft. Dies alles ist uber uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, noch untreulich in deinem Bunde gehandelt; unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege, daß du uns so zerschlagest unter den Drachen und bedeckest uns mit Finsternis. Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen hatten und unsere Hande aufgehoben zum fremden Gott, das mochte Gottwohl finden; nun kenneterja unsers Herzens Grund. Denn wir werden ja urn deinetwillen taglich erwürget und sind geachtet wie Schlachtschafe. Erwecke dich, HERR, warum schlafst du? Wache auf und verstofte uns nicht so gar! Warum verbirgest du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und Dranges? Denn unsere Seele ist gebeuget zur Erde; unser Bauch klebet am Erdboden. Mache dich auf, hilf uns und erlose uns urn deiner Gutewillen!

Responsorial Psalm

Psalm 54

Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen, da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns verborgen. Hilf mir, Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Gewalt. Gott, erhore mein Gebet; vernimm die Rede meines Mundes! Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele und haben Gott nicht vor Augen. Sela. Siehe, Gott stehet mir bei; der HERR erhalt meine Seele. Erwird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerstore sie durch deine Treue! So will ich dir ein Freudenopfer tun und deinem Namen, HERR, danken, dad er so trostlich ist. Denn du errettest mich aus aller meiner Not, daß mein Auge an meinen Feinden Lust siehet.

Responsorial Psalm

Psalm 20

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Der HERR erhore dich in der Not; der Name des Gottes Jakobs schutze dich! Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und starke dich aus Zion! Er gedenke all deines Speisopfers, und dein Brandopfer musse fett sein. Sela. Er gebe dir, was dein Herz begehret, und erfülle alle deine Anschlage! Wir rühmen, daß du uns hilfst; und im Namen unsers Gottes werfen wir Panier auf. Der HERR gewahre dir alle deine Bitte! Nun merke ich, daß der HERR seinem Gesalbten hilft und erhoret ihn in seinem heiligen Himmel; seine rechte Hand hilft gewaltiglich. Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unsers Gottes. Sie sind niedergesturzt und gefallen; wir aber stehen aufgerichtet. Hilf, HERR! Der Konig erhore uns, wenn wir rufen!

Evening Prayer — First Lesson

Isaiah 32

Siehe, es wird ein Konig regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und Fursten werden herrschen, das Recht zu handhaben, dafi jedermann sein wird als einer, der vor dem Winde bewahret ist, und wie einer, der vor dem Platzregen verborgen ist, wie die Wasserbache am durren Ort, wie der Schatten eines grolien Felsen im trockenen Lande. Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren der Zuhorer werden aufmerken, und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden Zunge wird fertig und reinlich reden. Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heifien noch ein Geiziger Herr genannt werden. Denn ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglück um, daß er Heuchelei anrichte und predige vom HERRN Irrsal, damit erdie hungrigen Seelen aushungere und den Durstigen das Trinken wehre. Denn des Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tucke, zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soil. Aber die Fursten werden furstliche Gedanken haben und drüber halten. Stehet auf, ihr stolzen Frauen, horet meine Stimme; ihr Tochter, die ihr so sicher seid, nehmet zu Ohren meine Rede! Es ist um Jahr und Tag zu tun, so werdet ihr Sicheren zittern; denn es wird keine Weinernte, so wird auch kein Lesen werden. Erschrecket, ihr stolzen Frauen, zittert, ihr Sicheren! Es istvorhanden ausziehen, blolien und gürten um die Lenden. Man wird klagen um die Acker, ja um die lieblichen Acker, um die fruchtbaren Weinstocke. Denn es werden auf dem Acker meines Volks Dornen und Hecken wachsen, dazu über alien Freudenhausern in der frohlichen Stadt. Denn die Palaste werden verlassen sein und die Menge in der Stadt einsam sein, daß die Türme und Festungen ewige Hohlen werden und dem Wild zur Freude, den Herden zur Weide, bis so lange, daß über uns ausgegossen werde der Geist aus der Hohe. So wird denn die Wüste zum Acker werden und der Acker fur einen Wald gerechnet werden. Und das Recht wird in der Wüste wohnen und Gerechtigkeit auf dem Acker hausen. Und der Gerechtigkeit Fruchtwird Friede sein, und der Gerechtigkeit Nutz wird ewige Stille und Sicherheit sein, daß mein Volk in Hausern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe. Aber Hagel wird sein den Wald hinab, und die Stadt danieden wird niedrig sein. Wohl euch, die ihr saet allenthalben an den Wassern; denn da moget ihr die Fülie der Ochsen und Esel darauf gehen lassen.

Second Reading

Revelation 20

Und ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine grolie Kette in seiner Hand und ergriff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und der Satan, und band ihn tausend Jahre. Und warf ihn in den Abgrund und verschloli ihn und versiegelte oben darauf, daß er nicht verführen sollte die Heiden, bis daß vollendet wurden tausend Jahre; und danach muli er los werden eine kleine Zeit. Und ich sah Stuhle, und sie setzten sich darauf, und ihnen ward gegeben das Gericht; und die Seelen der Enthaupteten urn des Zeugnisses Jesu und urn des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier noch sein Bild und nicht genommen hatten sein Malzeichen an ihre Stirn und auf ihre Hand: diese lebten und regierten mit Christo tausend Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis daß tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung; uber solche hat der andere Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. Und wenn tausend Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus seinem Gefangnis und wird ausgehen, zu verführen die Heiden in den vier Vrtern der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln in einen Streit, welcher Zahl ist wie der Sand am Meer. Und sie traten auf die Breite der Erde und umringeten das Heerlagerder Heüigen und die geliebte Stadt. Und es fiel das Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrete sie. Und der Teufel, der sie verfuhrete, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da das Tier und der falsche Prophet war; und werden gequalet werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah einen großen weilien Stuhl und den, der darauf sali, vor welches Angesicht floh die Erde und der Himmel; und ihnen ward keine Statte gefunden. Und ich sah die Toten, beide, groli und klein, stehen vor Gott. Und die Bucher wurden aufgetan; und ein ander Buch ward aufgetan, welches ist des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die darinnen waren; und der Tod und die Holle gaben die Toten, die darinnen waren. Und sie wurden gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken. Und der Tod und die Holle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der andere Tod. Und so jemand nicht ward erfunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl.

Second Reading

I Thessalonians 3

Darum haben wir's nicht weiter wollen vertragen und haben uns lassen wohlgefallen , daß wir zu Athen allein gelassen wurden, und haben Timotheus gesandt, unsern Bruder und Diener Gottes und unsern Gehilfen am Evangelium Christi, euch zu starken und zu ermahnen in eurem Glauben, daß nicht jemand weich würde in diesen Trubsalen; denn ihrwisset, daß wirdazu gesetztsind. Und da wir bei euch waren, sagten wir's euch zuvor, wir wurden Trubsal haben müssen; wie denn auch geschehen ist, und ihrwisset. Darum ich's auch nicht langer vertragen, hab' ich ausgesandt, daß ich erführe euren Glauben, auf daß nicht euch vielleicht versucht hatte der Versucher, und unsere Arbeit vergeblich würde. Nun aber, so Timotheus zu uns von euch kommen ist und uns verkundiget hat euren Glauben und Liebe, und daß ihr unser gedenket allezeit zum besten und verlanget nach uns zu sehen, wie denn auch uns nach euch, da sind wir, liebe Bruder, getrostet worden an euch in aller unserer Trubsal und Not durch euren Glauben. Denn nun sind wir lebendig, dieweil ihr stehet in dem Herrn. Denn was fur einen Dank konnen wir Gott vergelten urn euch fur alle diese Freude, die wir haben von euch vor unserm Gott? Wir bitten Tag und Nacht fast sehr, daß wir sehen mogen euer Angesicht und erstatten, so etwas mangelt an eurem Glauben. Er aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus schicke unsern Weg zu euch. Euch aber vermehre der Herr und lasse die Liebe vollig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wirsind gegen euch), daß eure Herzen, gestarket, unstraflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi samt alien seinen Heiligen.

Second Reading

Colossians 1:15-20

welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor alien Kreaturen. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und Unsichtbare, beide, die Thronen und Herrschaften und Furstentumer und Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor alien; und es bestehet alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, namlich der Gemeinde; welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß, er in alien Dingen den Vorrang habe. Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte, und alles durch ihn versohnet würde zu ihm selbst, es sei auf Erden Oder im Himmel, damit, dafi er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz durch sich selbst.

Second Reading

Romans 9:30-33

Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Gospel

Luke 22

Es war aber nahe das Fest der süften Brote, das da Ostern heiftt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn toteten, und furchteten sich vor dem Volk. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der da war aus der Zahl der Zwolfe. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie erihn wollte ihnen uberantworten. Und sie wurden froh und gelobten, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte Gelegenheit, daß er ihn überantwortete ohne Rumor. Es kam nun der Tag der süften Brote, auf welchen man muftte opfern das Osterlamm. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Osterlamm, auf daß wir's essen. Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir's bereiten? Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget zu dem Hausherm: Der Meister laftt dir sagen: Wo ist die Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen moge mit meinen Jüngem? Und erwird euch einen groften gepflasterten Saal zeigen; daselbst bereitet es. Sie gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwolf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide. Denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfullet werde im Reich Gottes. Und ernahm den Kelch, dankete und sprach: Nehmet denselbigen und teilet ihn unter euch. Denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewachse des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme. Und er nahm das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der fur euch gegeben wird; das tutzu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das fur euch vergossen wird. Doch siehe, die Hand meines Verraters ist mit mir uber Tische! Und zwar, des Menschen Sohn gehet hin, wie es beschlossen ist; doch wehe demselbigen Menschen, durch welchen er verraten wird! Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch ware unter ihnen, der das tun würde. Es erhub sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte fur den Großten gehalten werden. Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Konige herrschen, und die Gewaltigen heifit man gnadige Herren. Ihr aber nicht also, sondern der Großte unter euch soli sein wie der Jungste und der Vornehmste wie ein Diener. Denn welcher ist der Grofite, der zu Tische sitzt, Oder der da dienet? Ist's nicht also, daß der zu Tische sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seid's, die ihr beharret habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt über meinem Tische in meinem Reich und sitzen auf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch mochte sichten wie den Weizen! Ich aber habe fur dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhore. Und wenn du dermaleinst dich bekehrest, so starke deine Bruder. Er sprach aber zu ihm: Herr, ich bin bereit mit dir ins Gefangnis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir, der Hahn wird heute nicht krahen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, daß du mich kennest. Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch gesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigengleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es rnuß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet: Er ist unter die Ubeltater gerechnet. Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. Und er ging hinaus nach seiner Gewohnheit an den Olberg. Es folgeten ihm aber seine Junger nach an denselbigen Ort. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf und kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und starkete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er stund auf vom Gebet und kam zu seinen Jungern und fand sie schlafend vor Traurigkeit. Und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, auf dafi ihr nicht in Anfechtung fallet! Da er aber noch redete, siehe, die Schar und einer von den Zwolfen, genannt Judas, ging vor ihnen her und nahete sich zu Jesu, ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verratst du des Menschen Sohn mit einem Kul J? Da aber sahen, die urn ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? Und einer aus ihnen schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohrab. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so feme machen! Und er ruhrete sein Ohr an und heilete ihn. Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn kommen waren: Ihrseid, wie zu einem Morder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Sie griffen ihn aber und führeten ihn und brachten ihn in des Hohenpriesters Haus. Petrus aber folgete von feme. Da zundeten sie ein Feuer an mitten im Palast und setzten sich zusammen, und Petrus setzte sich unter sie. Da sah ihn eine Magd sitzen bei dem Licht und sah eben auf ihn und sprach zu ihm: Dieser war auch mit ihm. Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht. Und über eine kleine Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch der einer. Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht! Und liber eine Weile, bei einer Stunde, bekraftigte es ein anderer und sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galilaer. Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagest! Und alsbald, da er noch redete, krahete der Hahn. Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, das erzu ihm gesagt hatte: Ehe denn der Hahn krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinete bitterlich. Die Manner aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn, verdecketen ihn und schlugen ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage, wer ist's, der dich schlug? Und viel andere Lasterungen sagten sie wider ihn. Und als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und fuhreten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du Christus? Sage es uns! Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht und lasset mich doch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saget es, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedurfen wir weiter Zeugnis? Wir haben's selbst gehoret aus seinem Munde.

Evening Prayer — Second Lesson

2 Peter 3

Dies ist die andere Epistel, die ich euch schreibe, ihr Lieben, in welcher ich erwecke und erinnere euren lautem Sinn, daß ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spotter, die nach ihren eigenen Lusten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Vater entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche fur einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen sind, werden verbrennen. So nun das alles soil zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eiletzu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollet, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unstraflich im Frieden erfunden werdet.] Und die Geduld unsers Herrn achtet fur eure Seligkeit, als auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Wie er auch in alien Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche verwirren die Ungelehrigen und Leichtfertigen wie auch die andern Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, daß ihr nicht durch Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verfuhret werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Demselbigen sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen. Der erste Brief des Johannes

Gospel

Matthew 1:18-25

Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, ehe er sie heimholete, erfand sich's, daß sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, warfromm und wollte sie nicht rügen, gedachte aber sie heimlich zu verlassen. Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herm im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids furchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heilien; denn erwird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfullet würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebaren, und sie werden seinen Namen Emanuel heilien, das ist verdolmetschet, Gott mit uns. Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herm Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. Und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar, und hieli seinen Namen Jesus.

Gospel

Luke 24:36-45

Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims. Und ernahm's und ali vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen. Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden.

Gospel

Matthew 15

Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jungerzu ihm und sprachen: Weifit du auch, daß sich die Pharisaer argerten, da sie das Wort horeten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aberein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstandig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingehet, das gehet in den Bauch und wird durch den naturlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das verunreiniget den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lasterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Handen essen verunreiniget den Menschen nicht. Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kanaanaisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochterwird vom Teufel ubel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Lali sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: 0 Weib, dein Glaube ist groli; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus ging von dannen furbai J, und kam an das galilaischen Meer und ging auf einen Berg und setzte sich allda. Und es kam zu ihm viel Volks die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viel andere und warfen sie Jesu vor die Fülie; und er heilete sie, daß sich das Volk verwunderte, da sie sahen, daß die Stummen redeten, die Kruppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen, und preiseten den Gott Israels. Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammed mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm seine Jünger: Woher mogen wir so viel Brots nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sattigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wieviel Brots habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein. Und er hieti das Volk sich lagern auf die Erde. Und nahm die sieben Brote und die Fische, dankete, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was überblieb von Brocken, sieben Korbe voll. Und die da gegessen hatten, der waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder. Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in die Grenze Magdala.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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