Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Isaiah 40:1-13

Trostet, trostet mein Volk! spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefaltiges empfangen von der Hand des HERRN um alle ihre Sunde. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HERRN den Weg; machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Taler sollen erhohet werden, und alle Berge und Huge! sollen geniedriget werden, und was ungleich ist, soil eben, und was hockericht ist, soil schlicht werden. Denn die Herrlichkeit des HERRN soil offenbaret werden; und alles Fleisch miteinander wird sehen, daß des HERRN Mund redet. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soil ich predigen? Alles Fleisch ist Heu, und alle seine Gute ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; denn des HERRN Geist blaset drein. Ja, das Volk ist das Heu. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; aber das Wort unsers Gottes bleibet ewiglich. Zion, du Predigerin, steig auf einen hohen Berg! Jerusalem, du Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, heb auf und furchte dich nicht; sage den Stadten Judas: Siehe, da ist euer Gott! Denn siehe, der Herr HERR kommt gewaltiglich; und sein Arm wird herrschen. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; er wird die Lammer in seine Arme sammeln und in seinem Busen tragen und die Schafmutter fuhren. Wer misset die Wasser mit der Faust und fasset den Himmel mit der Spanne und begreift die Erde miteinem Dreiling und wieget die Berge mit einem Gewicht und die Hugel mit einer Waage? Wer unterrichtet den Geist des HERRN, und welcher Ratgeber unterweiset ihn?

First Reading

Zechariah 7

Und es geschah im vierten Jahr des Konigs Darius, daß des HERRN Wort geschah zu Sacharja, am vierten Tage des neunten Monden, welcher heiftt Chisleu, da Sarezer und Regem-Melech samt ihren Leuten sandten in das Haus Gottes, zu bitten vor dem HERRN, und lieften sagen den Priestern, die da waren urn das Haus des HERRN Zebaoth, und zu den Propheten: Muft ich auch noch weinen im fünften Monden und mich enthalten, wie ich solches getan habe nun etliche Jahre? Und des HERRN Zebaoth Wort geschah zu mir und sprach: Sage allem Volk im Lande und den Priestern und sprich: Da ihrfastetet und Leid truget im funften und siebenten Monden diese siebenzig Jahre lang, habt ihr mir so gefastet? Oder da ihr aftet und tranket, habt ihr nicht fur euch selbst gegessen und getrunken? Ist's nicht das, welches der HERR predigen lieft durch die vorigen Propheten, da Jerusalem bewohnet war und hatte die Fuile samt ihren Stadten umher, und Leute wohneten beide gegen Mittag und in Grunden? Und des HERRN Wort geschah zu Sacharja und sprach: So spricht der HERR Zebaoth: Richtet recht, und ein jeglicher beweise an seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit; und tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen; und denke keiner wider seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen. Aber sie wollten nicht aufmerken und kehreten mir den Rücken zu und verstockten ihre Ohren, daß sie nicht horeten, und stelleten ihre Herzen wie einen Demant, daß sie nicht horeten das Gesetz und Worte, welche der HERR Zebaoth sandte in seinem Geiste durch die vorigen Propheten, daher so grofter Zorn vom HERRN Zebaoth kommen ist. Und ist also ergangen: Gleichwie geprediget ward, und sie nicht horeten, so wollt ich auch nicht horen, da sie riefen, spricht der HERR Zebaoth. Also hab ich sie zerstreuet unter alle Heiden, die sie nicht kennen, und ist das Land hinter ihnen wust geblieben, daß niemand drinnen wandelt noch wohnet, und ist das edle Land zur Wustung gemacht.

First Reading

Isaiah 62:6-12

O Jerusalem, ich will Wachter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen und die des HERRN gedenken sollen, auf daü bei euch kein Schweigen sei, und ihr von ihm nicht schweiget, bis daß Jerusalem gefertiget und gesetzt werde zum Lobe auf Erden. Der HERR hat geschworen bei seiner Rechten und bei dem Arm seiner Macht: Ich will dein Getreide nicht mehrdeinen Feinden zu essen geben, noch deinen Most, daran du gearbeitet hast, die Fremden trinken lassen, sondern die, so es einsammeln, sollen's auch essen und den HERRN ruhmen, und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhofen meines Heiligtums. Gehet hin, gehet hin durch die Tore, bereitet dem Volk den Weg; machet Bahn, machet Bahn, raumet die Steine auf; werfet ein Panier auf uber die Volker! Siehe, der HERR lasset sich horen bis an der Welt Ende. Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt; siehe, sein Lohn ist bei ihm und seine Vergeltung ist vor ihm! Man wird sie nennen das heilige Volk, die Erlosten des HERRN; und dich wird man heilien die besuchte und unverlassene Stadt.

Morning Prayer — First Lesson

Isaiah 59

Siehe, des HERRN Hand ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen konne; und seine Ohren sind nicht dick worden, daß er nicht hore, sondern eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander, und eure Sunden verbergen das Angesicht von euch, daß ihr nicht gehoret werdet. Denn eure Hande sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Untugend; eure Lippen reden Falsches, eure Zunge dichtet Unrechtes. Es ist niemand, der von Gerechtigkeit predige Oder treulich richte. Man vertrauet aufs Eitle und redet nichts Tuchtiges; mit Ungluck sind sie schwanger und gebaren Muhe. Sie brüten Basiliskeneier und wirken Spinnwebe. Isset man von ihren Eiern, so soil man sterben; zertritt man's aber, so fahrt eine Otter heraus. Ihre Spinnwebe taugt nicht zu Kleidern, und ihr Gewirke taugt nicht zur Decke; denn ihr Werk ist Muhe und in ihren Handen ist Frevel. Ihre Füße laufen zum Bosen und sind schnell, unschuldig Blut zu vergießen; ihre Gedanken sind Muhe, ihr Weg isteitel Verderben und Schaden; sie kennen den Weg des Friedens nicht, und ist kein Recht in ihren Gangen; sie sind verkehrt auf ihren Straßen; wer darauf gehet, der hat nimmer keinen Frieden. Darum ist das Recht feme von uns, und wir erlangen die Gerechtigkeit nicht. Wir harren aufs Licht, siehe, so wird's finster, auf den Schein, siehe, so wandeln wir im Dunkeln. Wir tappen nach der Wand wie die Blinden und tappen, als die keine Augen haben. Wir stoften uns im Mittage als in der Dammerung; wir sind im Dustern wie die Toten. Wir brummen alle wie die Baren und achzen wie die Tauben; denn wir harren aufs Recht, so ist's nicht da, aufs Heil, so ist's feme von uns. Denn unserer Obertretung vordir istzu viel, und unsere Sunden antworten wider uns. Denn unsere Ubertretungen sind bei uns, und wir fühlen unsere Sunden mit Ubertreten und Lugen wider den HERRN und Zuruckkehren von unserm Gott und mit Reden zum Frevel und Ungehorsam, trachten und dichten falsche Worte aus dem Herzen. Darum ist auch das Recht zuruckgewichen und Gerechtigkeit feme getreten; denn die Wahrheit fallt auf der Gasse, und Recht kann nicht einhergehen, und die Wahrheit ist dahin; und wer vom Bosen weicht, der muft jedermanns Raub sein. Solches siehet der HERR und gefallt ihm übel, daß kein Recht ist. Und er siehet, daß niemand da ist, und verwundert sich, daß niemand sie vertritt. Darum hilft er ihm selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit erhalt ihn. Denn er zeucht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt einen Helm des Heils auf sein Haupt; und zeucht sich an zur Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Rock, als der seinen Widersachern vergelten und seinen Feinden mit Grimm bezahlen will; ja, die Inseln will er bezahlen, daß der Name des HERRN gefurchtet werde vom Niedergang und seine Herrlichkeit vom Aufgang der Sonne, wenn er kommen wird wie ein aufgehaltener Strom, den der Wind des HERRN treibet. Denn denen zu Zion wird ein Erloser kommen und denen, die sich bekehren von den Sunden in Jakob, spricht der HERR. Und ich mache solchen Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der bei dir ist, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Munde nicht weichen noch von dem Munde deines Samens und Kindeskindes, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.

Epistle

Romans 1:1-6

Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes, welches er zuvor verheiften hat durch seine Prapheten in der Heiligen Schrift, von seinem Sohn, der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch und kraftiglich erweiset ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da heiliget, seit der Zeit er auferstanden ist von den Toten, namlich Jesus Christus, unser Herr (durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter alien Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen, welcher ihr zum Teil auch seid, die da berufen sind von Jesu Christo):

First Reading

Isaiah 24

Siehe, der HERR macht das Land leer und wüste und wirft urn, was drinnen ist, und zerstreuet seine Einwohner. Und gehet dem Priesterwie dem Volk, dem Herrn wie dem Knechte, der Frau wie der Magd, dem Verkaufer wie dem Kaufer, dem Leiher wie dem Borger, dem Mahnenden wie dem Schuldiger. Denn das Land wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet. Das Land stehet jammerlich und verderbt, der Erdboden nimmt ab und verdirbt; die Hochsten des Volks im Lande nehmen ab. Das Land ist entheiliget von seinen Einwohnern; denn sie ubergehen das Gesetz und andern die Gebote und lassen fahren den ewigen Bund. Darum friftt der Fluch das Land; denn sie verschulden es, die drinnen wohnen. Darum verdorren die Einwohner des Landes, daß wenig Leute uberbleiben. Der Most verschwindet, der Weinstock verschmachtet, und alle, die von Herzen frohlich waren, seufzen. Die Freude der Pauken feiert, das Jauchzen der Frohlichen ist aus, und die Freude der Harfen hat ein Ende. Man singet nicht beim Weintrinken; und gut Getrank ist bitter denen, so es trinken. Die leere Stadt istzerbrochen; alle Hauser sind zugeschlossen, daß niemand hineingehet. Man klagt Wein auf den Gassen, daß alle Freude weg ist, alle Wonne des Landes dahin ist. Eitel Wüstung ist in der Stadt geblieben, und die Tore stehen ode. Denn es gehet im Lande und im Voikeben, als wenn ein Olbaum abgepflückt ist, als wenn man nachlieset, so die Weinernte aus ist. Dieselbigen heben ihre Stimme auf und ruhmen und jauchzen vom Meer her uber der Herrlichkeit des HERRN. So preiset nun den HERRN in Grunden, in den Inseln des Meers den Namen des HERRN, des Gottes Israels. Wir horen Lobgesange vom Ende der Erde zu Ehren dem Gerechten. Und ich muft sagen: Wie bin ich aber so mager! Wie bin ich aber so mager! Wehe mir; denn die Verachter verachten, ja die Verachter verachten. Darum kommt uber euch, Einwohner des Landes, Schrecken, Grube und Strick. Und ob einer entflohe vor dem Geschrei des Schreckens, so wird er doch in die Grube fallen; kommt er aus der Grube, so wird er doch im Strick gefangen werden. Denn die Fenster in der Hohe sind aufgetan, und die Grundfesten der Erde beben. Es wird dem Lande ubel gehen und nichts gelingen und wird zerfallen. Das Land wird taumeln wie ein Trunkener und weggeführt wie eine Hütte; denn seine Missetat drückt es, daß es fallen muft und kann nicht stehenbleiben. Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen die hohe Ritterschaft, so in der Hohe sind, und die Konige der Erde, so auf Erden sind, daß sie versammelt werden in ein Bündlein zur Grube und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden. Und der Mond wird sich schamen und die Sonne mit Schanden bestehen, wenn der HERR Zebaoth Konig sein wird auf dem Berge Zion und zu Jerusalem und vor seinen Altesten in der Herrlichkeit.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 24

Uber funf Tage zog hinab der Hohepriester Ananias mit den Altesten und mit dem Redner Tertullus; die erschienen vordem Landpfleger wider Paulus. Da er aber herbeigerufen ward, fing an Tertullus zu verklagen und sprach: Dali wir in groliem Frieden leben unter dir, und viel redliche Taten diesem Volk widerfahren durch deine Vorsichtigkeit, allerteuerster Felix, das nehmen wir an allewege und allenthalben mit aller Dankbarkeit. Auf daß ich aber dich nicht zu lange aufhalte, bitte ich dich, du wolltest uns kurzlich horen nach deiner Gelindigkeit. Wir haben diesen Mann funden schadlich, und der Aufruhr erreget alien Juden auf dem ganzen Erdboden, und einen Vornehmsten der Sekte der Nazarener, der auch versuchet hat, den Tempel zu entweihen; welchen wir auch griffen und wollten ihn gerichtet haben nach unserm Gesetz. Aber Lysias, der Flauptmann, unterkam das und fuhrete ihn mit grolier Gewalt aus unsern Handen und hieli seine Verklager zu dir kommen, von welchem du kannst, so du es erforschen willst, dich des alles erkundigen, urn was wir ihn verklagen. Die Juden aber redeten auch dazu und sprachen, es verhielte sich also. Paulus aber, da ihm der Landpfleger winkete zu reden, antwortete: Dieweil ich weili, daß du in diesem Volk nun viele Jahre ein Richter bist, will ich unerschrocken mich verantworten. Denn du kannst erkennen, dafi nicht mehr denn zwolf Tage sind, daß ich bin hinauf gen Jerusalem kommen, anzubeten. Auch haben sie mich nicht funden im Tempel mit jemand reden Oder einen Aufruhr machen im Volk noch in den Schulen noch in den Stadten: Sie konnen mir auch nicht beibringen, des sie mich verklagen. Das bekenne ich aber dir; daß ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heilien, diene also dem Gott meiner Vater, daß ich glaube allem, was geschrieben stehet im Gesetz und in den Propheten. Und habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, namlich dafi zukunftig sei die Auferstehung der Toten, beide, der Gerechten und Ungerechten. In demselbigen aber ube ich mich, zu haben ein unverletzt Gewissen allenthalben beide, gegen Gott und die Menschen. Aber nach vielen Jahren bin ich kommen und habe ein Almosen gebracht meinem Volk und Opfer. Darüberfanden sie mich, daß ich mich reinigen lieli im Tempel ohne alien Rumor und Getümmel. Das waren aber etliche Juden aus Asien, welche sollten hier sein vor dir und mich verklagen, so sie etwas wider mich hatten. Oder lafi diese selbst sagen, ob sie etwas Unrechtes an mir funden haben, dieweil ich stehe vor dem Rat, ohne urn des einigen Worts willen, da ich unter ihnen stund und rief: Uber der Auferstehung der Toten werde ich von euch heute angeklaget. Da aber Felix solches horete; zog er sie auf; denn erwufite fastwohl urn diesen Weg und sprach: Wenn Lysias, der Hauptmann, herabkommt, so will ich mich eures Dinges erkundigen. Er befahl aber dem Unterhauptmann, Paulus zu behalten und lassen Ruhe haben, und niemand von den Seinen wehren, ihm zu dienen Oder zu ihm zu kommen. Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seinem Weibe Drusilla, die eine Judin war, und forderte Paulus und horete ihn von dem Glauben an Christum. Da aber Paulus redete von der Gerechtigkeit und von der Keuschheit und von dem zukunftigen Gerichte, erschrak Felix und antwortete: Gehe hin auf diesmal; wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich her lassen rufen. Er hoffte aber daneben, daß ihm von Paulus sollte Geld gegeben werden, daß er ihn losgabe; darum er ihn auch oft fordern lieli und besprach sich mit ihm. Da aber zwei Jahre urn waren, kam Portius Festus an Felix Statt. Felix aber wollte den Juden eine Wohltat erzeigen und lieli Paulus hinter sich gefangen.

Responsorial Psalm

Psalm 119:89-104

HERR, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist; deine Wahrheit wahret fur und fur. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibt stehen. Es bleibet taglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen. Wo dein Gesetz nicht mein T rost gewesen ware, so ware ich vergangen in meinem Elende. Ich will deine Befehle nimmermehrvergessen; denn du erquickest mich damit. Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle. Die Gottlosen warten auf mich, daß sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse. Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot wahret. Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Taglich rede ich davon. Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz. Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind meine Rede. Ich bin klugerdenn die Alten; denn ich halte deine Befehle. Ich wehre meinem Fuft alle bosen Wege, daß ich dein Wort halte. Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich. Dein Wort ist meinem Munde sulierdenn Honig. Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege,

Gospel

Matthew 1:18-21

Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, ehe er sie heimholete, erfand sich's, daß sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, warfromm und wollte sie nicht rügen, gedachte aber sie heimlich zu verlassen. Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herm im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids furchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heilien; denn erwird sein Volk selig machen von ihren Sünden.

Responsorial Psalm

Psalm 48

Ein Psalmlied der Kinder Korah. Groli ist der HERR und hoch beruhmt in der Stadt unsers Gottes, auf seinem heiligen Berge. Der Berg Zion ist wie ein schon Zweiglein, des sich das ganze Land trostet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des grolien Konigs. Gott ist in ihren Palasten bekannt, daß er der Schutz sei. Denn siehe, Konige sind versammelt und miteinander vorübergezogen . Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind gesturzt. Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebarerin. Du zerbrichst Schiffe im Meer durch den Ostwind. Wie wir gehoret haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes; Gott erhalt dieselbige ewiglich. Sela. Gott, wir warten deiner Güte in deinem Tempel. Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Es freue sich der Berg Zion, und die Tochter Judas seien frohlich urn deiner Rechte willen. Macht euch urn Zion und umfahet sie; zahlet ihre Turme! Leget Fleili an ihre Mauern und erhohet ihre Palaste, auf daß man davon verkundige bei den Nachkommen, daß dieser Gott sei unser Gott immer und ewiglich. Er führet uns wie die Jugend.

Responsorial Psalm

Psalm 58

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkame. Seid ihr denn stumm, daß ihr nicht reden wollt, was recht ist; und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder? Ja, mutwillig tut ihr unrecht im Lande und gehet stracks durch mit euren Handen zu freveln. Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterleibe an; die Lugner irren von Mutterleib an. Ihr Wüten ist gleich wie das Wüten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft, daß sie nicht hore die Stimme des Zauberers, des Beschworers, der wohl beschworen kann. Gott, zerbrich ihre Zahne in ihrem Maul; zerstofte, HERR, die Backenzahne der jungen Lowen! Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfleuftt. Sie zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen. Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht. Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so frisch wegreiften. Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache siehet, und wird seine Füfte baden in des Gottlosen Blut, daß die Leute werden sagen: Der Gerechte wird sein ja genieften; es ist ja noch Gott Richter auf Erden.

Responsorial Psalm

Psalm 24

Ein Psalm Davids. Die Erde ist des HERRN, und was drinnen ist, der Erdboden, und was drauf wohnet. Denn er hat ihn an die Meere gegrundet und an den Wassern bereitet. Wer wird auf des HERRN Berg gehen? und wer wird stehen an seiner heiligen Statte? Der unschuldige Hande hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schworet nicht falschlich. Der wird den Segen vom HERRN empfahen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein Antlitz, Jakob. Sela. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der Konig der Ehren einziehe! Wer ist derselbe Konig der Ehren? Es ist der HERR, stark und machtig, der HERR, machtig im Streit. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der Konig der Ehren einziehe! Wer ist derselbe Konig der Ehren? Es ist der HERR Zebaoth, er ist der Konig der Ehren. Sela.

Evening Prayer — First Lesson

Isaiah 60

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN gehet auf uber dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Volker; aber uber dir gehet auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheinet uber dir. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln und die Konige im Glanz, der uber dir aufgehet. Hebe deine Augen auf und siehe umher! Diese alle versammelt kommen zu dir! Deine Sohne werden von feme kommen und deine Tochter zur Seite erzogen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die Laufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkundigen. Alle Herden in Kedar sollen zu dir versammelt werden, und die Bocke Nebajoths sollen dirdienen. Sie sollen auf meinem angenehmen Altar geopfert werden; denn ich will das Haus meiner Herrlichkeit zieren. Wer sind die, welche fliegen wie die Wolken und wie die Tauben zu ihren Fenstern? Die Inseln harren auf mich und die Schiffe im Meer vorlangst her, daß sie deine Kinder von feme herzubringen, samt ihrem Silber und Golde, dem Namen des HERRN, deines Gottes, und dem Heiligen in Israel, der dich herrlich gemacht hat. Fremde werden deine Mauern bauen, und ihre Konige werden dirdienen. Denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen und in meiner Gnade erbarme ich mich uber dich. Und deine Tore sollen stets often stehen, weder Tag noch Nacht zugeschlossen werden, daß der Heiden Macht zu dir gebracht, und ihre Konige herzugefuhret werden. Denn welche Heiden Oder Konigreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen, und die Heiden verwüstet werden. Die Herrlichkeit Libanons soil an dich kommen, Tannen, Buchen und Buchsbaum miteinander, zu schmucken den Ort meines Heiligtums; denn ich will die Statte meiner Füfte herrlich machen. Es werden auch gebucktzu dir kommen, die dich unterdruckt haben; und alle, die dich gelastert haben, werden niederfallen zu deinen Füften und werden dich nennen eine Stadt des HERRN, ein Zion des Heiligen in Israel. Denn darum, daß du bist die Verlassene und Gehaftte gewesen, da niemand ging, will ich dich zur Pracht ewiglich machen und zur Freude fur und fur, daß du sollst Milch von den Heiden saugen, und der Konige Bruste sollen dich saugen, auf daß du erfahrest, daß ich, der HERR, bin dein Heiland und ich, der Machtige in Jakob, bin dein Erloser. Ich will Gold anstatt des Erzes und Silber anstatt des Eisens bringen und Erz anstatt des Holzes und Eisen anstatt der Steine; und will machen, daß deine Vorsteher Frieden lehren sollen und deine Pfleger Gerechtigkeit predigen. Man soil keinen Frevel mehr horen in deinem Lande, noch Schaden Oder Verderben in deinen Grenzen, sondern deine Mauern sollen Heil und deine Tore Lob heilien. Die Sonne soli nicht mehr des Tages dir scheinen, und der Glanz des Mondes soil dir nicht leuchten, sondern der HERR wird dein ewiges Licht und dein Gott wird dein Preis sein. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen, noch dein Mond den Schein verlieren, denn der HERR wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines Leides sollen ein Ende haben. Und dein Volk soil eitel Gerechte sein und werden das Erdreich ewiglich besitzen, als die der Zweig meiner Pflanzung und ein Werk meiner Hande sind zum Preise. Aus dem Kleinsten sollen tausend werden und aus dem Geringsten ein machtig Volk. Ich, der HERR, will solches zu seiner Zeit eilend ausrichten.

Second Reading

Hebrews 2

Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir horen, daß wir nicht dahinfahren. Denn so das Wort test worden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Ubertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn: wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehoret haben. Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kraften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen. Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukunftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekronet und hast ihn gesetzt uber die Werke deiner Hande; alles hast du untertan zu seinen Fulien. In dem, daß er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekronet mit Preis und Ehren, auf daß er von Gottes Gnaden fur alle den Tod schmeckete. Denn es ziemete dem, urn deswillen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführet, daß er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte. Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiliget, und die da geheiliget werden. Darum schamet er sich auch nicht, sie Brüder zu heilien, und spricht: Ich will verkundigen deinen Namen meinen Brudern und mitten in der Gemeinde dir Lob singen. Und abermal: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermal: Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat. Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er's gleichermalien teilhaftig worden, auf daß er durch den Tod die Macht nahme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist, dem Teufel, und erlosete die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein muliten. Denn er nimmt nirgend die Engel an sich, sondern den Samen Abrahams nimmt er an sich. Daher mulite er allerdinge seinen Brudern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versohnen die Sünde des Volks. Denn darinnen ergelitten hat und versuchtist, kann er helfen denen, die versucht werden.

Second Reading

II Thessalonians 2

Aber der Zukunft halben unseres Herm Jesu Christi und unserer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Bruder, daß ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Briefe, als von uns gesandt, daß der Tag Christi vorhanden sei. Lasset euch niemand verfuhren in keinerlei Weise! Denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme, und offenbaret werde der Mensch der Sunde und das Kind des Verderbens, der da ist ein Widerwartiger und sich uberhebet uber alles, was Gott Oder Gottesdienst heiftet, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich vor, er sei Gott. Gedenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war? Und was es noch aufhalt, wisset ihr, daß er offenbaret werde zu seiner Zeit. Denn es reget sich schon bereits die Bosheit heimlich, ohne daß, der es jetzt aufhalt, muft hinweggetan werden. Und alsdann wird der Boshaftige offenbaret werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes, und wird sein ein Ende machen durch die Erscheinung seiner Zukunft, des, welches Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lugenhaftigen Kraften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verfuhrung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafur, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, daß sie selig würden. Darum wird ihnen Gott kraftige Irrtumer senden, daß sie glauben der Luge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit. Wir aber sollen Gott danken allezeit um euch, geliebte Bruder von dem Herm, daß euch Gott erwahlet hat von Anfang zur Seligkeit in der Heiligung des Geistes und im Glauben der Wahrheit, darein ereuch berufen hat durch unser Evangelium zum herrlichen Eigentum unsers Herrn Jesu Christi. So stehet nun, liebe Bruder, und haltet an den Satzungen, die ihr gelehret seid, es sei durch unser Wort Oder Brief. Eraber, unser Herr Jesus Christus, und Gott und unser Vater, der uns hat geliebet und gegeben einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade, der ermahne eure Herzen und starke euch in allerlei Lehre und gutem Werk!

Second Reading

Romans 8:31-39

Was wollen wir denn hiezu sagen? Ist Gott fur uns, wer mag wider uns sein? Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn fur uns aile dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwahlten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? T rübsal Oder Angst Oder Verfolgung Oder Hunger Oder Blofie Oder Fahrlichkeit Oder Schwert? Wie geschrieben stehet: Um deinetwillen werden wir getotet den ganzen Tag; wir sind geachtet fur Schlachtschafe. Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebet hat. Denn ich bin gewili, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Furstentum noch Gewalt, weder Gegenwartiges noch Zukunftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn.

Second Reading

Romans 9:30-33

Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Gospel

John 2

Und am dritten Tage ward eine Hochzeitzu Kana in Galilaa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Junger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkruge gesetzt nach der Weise der judischen Reinigung, und gingen in je einen zwei Oder drei Mali. Jesus spricht zu ihnen: Fullet die Wasserkruge mit Wasser. Und sie fulleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schopfet nun und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam (die Diener aber wußten's, die das Wasser geschopft hatten), rufet der Speisemeister den Brautigam und spricht zu ihm: Jedermann gibtzum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galilaa und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Junger glaubten an ihn. Danach zog er hinab gen Kapernaum, er, seine Mutter, seine Bruder und seine Junger, und blieben nicht lange daselbst. Undder Juden Osternwarnahe. Und Jesus zog hinauf gen Jerusalem und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschuttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische urn. Und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause! Seine Junger aber gedachten daran, daß geschrieben stehet: Der Eifer urn dein Haus hat mich gefressen. Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns fur ein Zeichen, daß du solches tun mogest? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet, und du willst ihn in dreien Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Junger daran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte. Als er aber zu Jerusalem war in den Ostern auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die ertat. Aber Jesus vertrauete sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, daß jemand Zeugnis gabe von einem Menschen; denn erwußte wohl, was im Menschen war.

Evening Prayer — Second Lesson

1 John 4

Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prufet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeglicher Geist, der da bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist von Gott; und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehoret, daß er kommen werde, und ist jetzt schon in der Welt. Kindlein, ihrseid von Gott und habtjene überwunden; denn der in euch ist, ist grolier, denn der in der Welt ist. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt horet sie. Wir sind von Gott, und wer Gott erkennet, der horet uns; welcher nicht von Gott ist, der horet uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott; und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht liebhat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe: Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern dad er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versohnung fur unsere Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gottalso geliebet, sosollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hatßottjemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist vollig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, dad er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und zeugen, dad der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt. Welcher nun bekennet, dad Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubet die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm. Daran ist die Liebe vollig bei uns, auf dad wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber furchtet, der ist nicht vollig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lugner; denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, dad, wer Gott liebet, dad der auch seinen Bruder liebe.

Gospel

Matthew 2:1-12

Da Jesus geboren war zu Bethlehem im judischen Lande, zur Zeit des Konigs Herodes; siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborne Konig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der Konig Herodes horete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem. Und liefi versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschete von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im judischen Lande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten:. Und du Bethlehem im judischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fursten Judas; denn aus dir soil mir kommen der Herzog, der liber mein Volk Israel ein Herr sei. Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernete mit Fleifi von ihnen, wann der Stern erschienen ware, und weisete sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleilüg nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den Konig gehort hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben liber, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schatze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land.

Gospel

Luke 1:39-56

Maria aber stund auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Juda und kam in das Haus des Zacharias und gruftete Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruft Marias horete, hupfete das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des Heiligen Geistes voll und rief laut und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, dafi die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Gruftes horete, hupfete mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bistdu, die du geglaubet hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat grofte Dinge an mir getan, der da machtig ist, und des Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit wahret immer fur und fur bei denen, die ihn furchten. Er ubet Gewalt mit seinem Arm und zerstreuet, die hoffartig sind in ihres Herzens Sinn. Er stofiet die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen fillet er mit Gutern und laftt die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wieergeredet hat unsern Vatern, Abraham und seinem Samen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei drei Monden; danach kehrete sie wiederum heim.

Gospel

Matthew 19

Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, erhub er sich aus Galilaa und kam in die Grenzen des judischen Landes jenseit des Jordans. Und es folgete ihm viel Volks nach; und er heilete sie daselbst. Da traten zu ihm die Pharisaer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daü sich ein Mann scheide von seinem Weibe urn irgendeine Ursache? Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daü, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, dafi ein Mann und Weib sein sollte, und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefuget hat, das soli der Mensch nicht scheiden. Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten; einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, zu scheiden von euren Weibern, von eures Herzens Hartigkeit wegen; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen. Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn der Hurerei willen) und freiet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehe. Da sprachen die Junger zu ihm: Stehet die Sache eines Mannes mit seinem Weibe also, so ist's nicht gut ehelich werden. Er sprach aber zu ihnen: Das Wort fasset nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren, und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben urn des Himmelreichs willen. Wer es fassen mag.derfasse es. Da wurden Kindlein zu ihm gebracht, daß erdie Hande auf sie legte und betete. Die Junger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mirzu kommen; denn solcher ist das Himmelreich. Und legte die Hande auf sie und zog von dannen. Und siehe, einertratzu ihm und sprach: Guter Meister, was soil ich Gutes tun, daü ich das ewige Leben moge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aberzum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach erzu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht toten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter, und: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. Da sprach der Jungling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlet mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Da der Jungling das Wort horete, ging er betrubt von ihm; denn er hatte viel Guter. Jesus aber sprach zu seinen Jungern: Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher wird schwerlich ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Junger horeten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Je, wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber bei Gott sind alle Dinge moglich. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget; was wird uns dafur? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwolf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Und wer verlafit Hauser Oder Bruder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meines Namens willen, der wird's hundertfaltig nehmen und das ewige Leben ererben. Aberviele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein.

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