Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Römer 9:1-13

Ich sage die Wahrheit in Christo und luge nicht, des mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist, daß ich grolie Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlali in meinem Herzen habe. Ich habe gewunschet, verbannet zu sein von Christo fur meine Bruder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch, die da sind von Israel, welchen gehort die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheiliung; welcher auch sind die Vater, aus welchen Christus herkommt nach dem Fleische, der da ist Gott uber alles, gelobet in Ewigkeit! Amen. Aber nicht sage ich solches, daß Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israelites die von Israel sind; auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder, sondern: In Isaak soli dir der Same genannt sein. Das ist, nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheiliung werden fur Samen gerechnet. Denn dies ist ein Wort der Verheifiung, da er spricht: Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soil einen Sohn haben. Nicht allein aber ist's mit dem also, sondern auch, da Rebecka von dem einigen Isaak, unserm Vater, schwanger ward; ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Boses getan hatten, auf daß der Vorsatz Gottes bestunde nach der Wahl, ward zu ihr gesagt, nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnaden des Berufes, also: Der Groliere soil dienstbar werden dem Kleinern, wie denn geschrieben stehet: Jakob habe ich geliebet, aber Esau habe ich gehasset.

Erste Lesung

2. Mose 7

Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich einen Gott gesetzt uber Pharao; und Aaron, dein Bruder, soil dein Prophet sein. Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soil es vor Pharao reden, dafi er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. Aber ich will Pharaos Herz verharten, dafi ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Agyptenland. Und Pharao wird euch nicht horen, auf dafi ich meine Hand in Agypten beweise und fuhre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Agyptenland durch groüe Gerichte. Und die Agypter sollen's inne werden, daß ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand ausstrecke uber Agypten und die Kinder Israel von ihnen wegfuhren werde. Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten. Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweiset eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dad er zur Schlange werde. Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron wart seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten; und er ward zur Schlange. Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer. Und die agyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschworen. Ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen draus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stabe. Also ward das Herz Pharaos verstockt und horete sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich, das Volk zu lassen. Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, erwird ans Wasser gehen; so tritt gegen ihm an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward, und sprich zu ihm: Der HERR, der Ebraer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Laft mein Volk, daiß mir's diene in der Wuste! Aber du hast bisher nicht wollen horen. Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, daß ich der HERR bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soil in Blut verwandelt werden, da(S die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken, und den Agyptern wird ekeln, zu trinken des Wassers aus dem Strom. Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus uber die Wasser in Agypten, uber ihre Bache und Strome und Seen und uber alle Wassersumpfe, dafi sie Blut werden, und sei Blut in ganz Agyptenland, beide in holzernen und steinernen Gefaften. Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte, und hub den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser im Strom ward in Blut verwandelt. Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, daß die Agypter nicht trinken konnten des Wassers aus dem Strom; und ward Blut in ganz Agyptenland. Und die agyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschworen. Also ward das Herz Pharaos verstockt und horete sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen. Aber alle Agypter gruben nach Wasser urn den Strom her, zu trinken; denn des Wassers aus dem Strom konnten sie nicht trinken. Und das wahrete sieben Tage iang, daß der HERR den Strom schlug. Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Laß mein Volk, daß mir's diene! Wo du dich des weigerst, siehe, so will ich alle deine Grenze mit Froschen plagen, daß der Strom soli von Froschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Kammer, auf dein Lager, auf dein Bett; auch in die Hauser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backofen und in deine Teige; und sollen die Frosche auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.

Erste Lesung

2. Mose 34:1-35

Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren, dafi ich die Worte darauf schreibe, die in den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast. Und sei morgen bereit, daß du frühe auf den Berg Sinai steigest und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze. Und laft niemand mit dir hinaufsteigen, daß niemand gesehen werde urn den ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind laft weiden gegen diesem Berge. Und Mose hieb zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stund des Morgens frühe auf und stieg auf den Berg Sinai wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwo steinernen Tafeln in seine Hand. Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst bei ihn und predigte von des HERRN Namen. Und da der HERR vor seinem Angesicht uberging, rief er: HERR, HERR Gott, barmherzig und gnadig und geduldig und von grafter Gnade und Treue; der du beweisest Gnade in tausend Glied und vergibst Missetat, Ubertretung und Sunde, und vor welchem niemand unschuldig ist; der du die Missetat der Vater heimsuchest auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied. Und Mose neigete sich eilend zu der Erde und betete ihn an, und sprach: Habe ich, HERR, Gnade vor deinen Augen funden, so gehe der HERR mit uns; denn es ist ein halsstarrig Volk, daß du unserer Missetat und Sunde gnadig seiest und lassest uns dein Erbe sein. Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor all deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in alien Landen und unter alien Vdlkern; und alles Volk, darunter du bist, soil sehen des HERRN Werk; denn wunderbarüch soil es sein, das ich bei dir tun werde. Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstoften die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. Hute dich, daß du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du einkommst, daß sie dir nicht ein Argernis unter dirwerden; sondern ihre Altare solist du umstürzen und ihre Gotzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten. Denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heiftet ein Eiferer, darum daß er ein eifriger Gott ist. Auf daß, wo du einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie huren ihren Gottern nach und opfern ihren Gottern, daß sie dich nicht laden, und du von ihrem Opferessest; und nehmest deinen Sohnen ihre Tochter zu Weibern, und dieselben dann huren ihren Gottern nach und machen deine Sohne auch ihren Gottern nachhuren. Du sollst dir keine gegossenen Gotter machen. Das Fest der ungesauerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesauert Brot essen, wie ich dir geboten habe, urn die Zeit des Mondes Abib; denn in dem Mond Abib bist du aus Agypten gezogen. Alles, was seine Mutter am ersten bricht, ist mein; was mannlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse Oder Schaf. Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf losen. Wo du es aber nicht losest, so brich ihm das Genick. Aile Erstgeburt deiner Sohne sollst du losen. Und daß niemand vor mir leer erscheine! Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, beide mit Pflügen und mit Ernten: Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr urn ist. Dreimal im Jahr sollen aile Mannsnamen erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels. Wenn ich die Heiden vor dir ausstoften und deine Grenze weitern werde, soil niemand deines Landes begehren, dieweil du hinaufgehest dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott. Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern auf dem gesauerten Brot; und das Opfer des Osterfestes bleiben bis an den Morgen. Das Erstling von den ersten Fruchten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN deines Gottes, bringen. Du sollst das Bocklein nicht kochen, wenn es noch an seiner Mutter Milch ist. Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe diese Worte; denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht. Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nachte und aft kein Brot und trank kein Wasser. Und erschrieb auf die Tafeln solchen Bund, die zehn Worte. Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwo Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand; und wuftte nicht, daß die Haut seines Angesichts glanzete davon, daß er mit ihm geredet hatte. Und da Aaron und aile Kinder Israel sahen, daß die Haut seines Angesichts glanzete, furchteten sie sich, zu ihm zu nahen. Da rief ihnen Mose; und sie wandten sich zu ihm, beide Aaron und alle Obersten der Gemeine; und er redete mit ihnen. Danach naheten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. Und wenn er solches alles mit ihnen redete, legte ereine Decke auf sein Angesicht. Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war, so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, wie dafi die Haut seines Angesichts glanzete; so tat er die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.

Morgengebet — Erste Lesung

5. Mose 7

Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringet, darein du kommen wirst, dasselbe einzunehmen, und ausrottet viele Volker vor dir her: die Hethiter, Girgositer, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben Volker, die großer und starker sind denn du; und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir gibt, daß du sie schlagst: so sollst du sie verbannen, daß du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst erzeigest. Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden. Eure Tochter sollt ihr nicht geben ihren Sohnen, und ihre Tochter sollt ihr nicht nehmen euren Sohnen; denn sie werden eure Sohne mir abfallig machen, daß sie andern Gottern dienen; so wird dann des HERRN Zorn ergrimmen uber euch und euch bald vertilgen. Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altare sollt ihr zerreifien, ihre Saulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre Gotzen mit Feuer verbrennen. Denn du bist ein heilig Volk Gott, deinem HERRN. Dich hat Gott, dein HERR, erwahlet zum Volk des Eigentums aus alien Volkern, die auf Erden sind. Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwahlet, daß euer mehr ware denn alle Volker; denn du bist das wenigste unter alien Volkern; sondern daß ereuch geliebet hat, und daß er seinen Eid hielte, den er euren Vatern geschworen hat, hat er euch ausgefuhret mit machtiger Hand und hat dich erloset von dem Hause des Dienstes, aus der Hand Pharaos, des Konigs in Agypten. So sollst du nun wissen, daß der HERR, dein Gott, ein Gott ist, ein treuer Gott, der den Bund und Barmherzigkeit halt denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, in tausend Glied, und vergilt denen, die ihn hassen, vorseinem Angesicht, daß er sie umbringe, und saumet sich nicht, daß er denen vergelte vor seinem Angesicht, die ihn hassen. So behalte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, daß du danach tust. Und wenn ihr diese Rechte horet und haltetsie und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und Barmherzigkeit, die er deinen Vatern geschworen hat, und wird dich lieben und segnen und mehren und wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und 01, die Fruchte deiner Kuhe und die Fruchte deiner Schafe auf dem Lande, das er deinen Vatern geschworen hat, dirzu geben. Gesegnet wirst du sein uber alle Volker. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein, noch unter deinem Vieh. Der HERR wird von dir tun alle Krankheit und wird keine bose Seuche der Agypter dir auflegen, die du erfahren hast; und wird sie alien deinen Hassern auflegen. Du wirst alle Volker fressen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren Gottern nicht dienen; denn das wurde dir ein Strick sein. Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volks ist mehr, denn ich bin; wie kann ich sie vertreiben? so furchte dich nicht vor ihnen. Gedenke, was der HERR, dein Gott, Pharao und alien Agyptern getan hat durch große Versuchung, die du mit Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch eine machtige Hand und ausgereckten Arm, damit dich der HERR, dein Gott, ausführete. Also wird der HERR, dein Gott, alien Volkern tun, vor denen du dich furchtest. Dazu wird der HERR, dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis umgebracht werde, was ubrig ist und sich verbirget vor dir. Laß dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist unter dir, der große und schreckliche Gott. Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf daß sich nicht wider dich mehren die Tiere auf dem Felde. Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir geben und wird sie mit großer Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge. Und wird dir ihre Konige in deine Hande geben, und sollst ihren Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgest. Die Bilder ihrer Gotter sollst du mit Feuer verbrennen und sollst nicht begehren des Silbers Oder Goldes, das dran ist, Oder zu dir nehmen, daß du dich nicht drinnen verfahest; denn solches ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. Darum sollst du nicht in dein Haus den Greuel bringen, daß du nicht verbannet werdest, wie dasselbe ist, sondern du sollst einen Ekel und Greuel daran haben, denn es ist verbannet.

Epistel

1. Mose 37:6-22

Denn ersprach zu ihnen: Horet, lieber, was mir doch getraumet hat! Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stund, und eure Garben umher neigeten sich gegen meine Garbe. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Solltestdu unser Konig werden und über uns herrschen? Und wurden ihm noch feinder urn seines Traums und seiner Rede willen. Und er hatte noch einen andern Traum, den erzahite er seinen Brudern und sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt. Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigeten sich vor mir. Und da das seinem Vater und seinen Brudern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fur ein Traum, der dir getraumet hat? Soil ich und deine Mutter und deine Bruder kommen und dich anbeten? Und seine Bruder neideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. Da nun seine Bruder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem, sprach Israel zu Joseph: Huten nicht deine Bruder des Viehes in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hie bin ich! Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob es wohl stehe urn deine Bruder und urn das Vieh; und sage mir wieder, wie sich's halt. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, daß ergen Sichem ginge. Dafand ihn ein Mann, daß er irre ging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchest du? Er antwortete: ich suche meine Bruder; lieber, sage mir an, wo sie huten. Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich horte, dad sie sagten: Lasset uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brudern nach und fand sie zu Dothan. Als sie ihn nun sahen von feme, ehe denn er nahe bei sie kam, schlugen sie an, dad sie ihn toteten, und sprachen untereinander: Sehet, der Traumer kommt daher! So kommt nun und lasset uns ihn erwurgen und in eine Grube werfen und sagen, ein boses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Traume sind. Da das Ruben horete, wollte er ihn aus ihren Handen erretten und sprach: Lasset uns ihn nicht toten! Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiefiet nicht Blut, sondern werfet ihn in die Grube, die in der Wüste ist, und leget die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dafi er ihn seinem Vater wiederbrachte.

Erste Lesung

Hosea 14

Samaria wird wust werden, denn sie sind ihrem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre jungen Kinder zerschmettert und ihre schwangeren Weiber zerrissen werden. Bekehre dich, Israel, zu dem HERRN, deinem Gott; denn du bist gefallen urn deiner Missetat willen. Nehmet diese Worte mit euch und bekehret euch zum HERRN und sprechet zu ihm: Vergib uns alle Sunde und tue uns wohl, so wollen wir opfern die Farren unserer Lippen! Assursoll uns nicht helfen, und wollen nicht mehr auf Rossen reiten, auch nicht mehr sagen zu den Werken unserer Hande: Ihr seid unser Gott; sondern la(J die Waisen bei dir Gnade finden, so will ich ihr Abtreten wieder heilen, gerne will ich sie lieben; dann soil mein Zorn sich von ihnen wenden. Ich will Israel wie ein Tau sein, daß ersoll blühen wie eine Rose; und seine Wurzeln sollen ausschlagen wie Libanon, und seine Zweige sich ausbreiten, daß er sei so schdn als ein Olbaum; und soli so guten Ruch geben wie Libanon. Und sollen wieder unterseinem Schatten sitzen. Von Korn sollen sie sich nahren und bluhen wie ein Weinstock; sein Gedachtnis soil sein wie der Wein am Libanon. Ephraim, was sollen mirweiter die Gotzen? Ich will ihn erhoren und fuhren; ich will sein wie eine grünende Tanne; an mir soil man deine Frucht finden. Wer istweise, derdies verstehe, und klug, der dies merke? Denn die Wege des HERRN sind richtig, und die Gerechten wandeln drinnen; aber die Ubertreter fallen drinnen.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 9

Er forderte aber die Zwolfe zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht uber alle Teufel und daß sie Seuchen heilen konnten. Und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken. Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brat noch Geld; es soli auch einer nicht zwei Rocke haben. Und wo ihr in ein Haus gehet, da bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schuttelt auch den Staub ab von euren Fußen zu einem Zeugnis uber sie. Und sie gingen hinaus und durchzogen die Markte, predigten das Evangelium und machten gesund an alien Enden. Es kam aber vor Herodes, den Vierfursten, alles, was durch ihn geschah; und er besorgte sich, dieweil von etlichen gesagt ward: Johannes ist von den Toten auferstanden; von etlichen aber: Elia ist erschienen; von etlichen aber: Es ist der alten Propheten einer auferstanden. Und Herodes sprach: Johannes, den habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, von dem ich solches hore? Und begehrete, ihn zu sehen. Und die Apostel kamen wieder und erzahlten ihm, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und entwich besonders in eine Wüste bei der Stadt, die da heilit Bethsaida. Da des das Volk inne ward, zog es ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sagte ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die es bedurften. Aber der Tag ting an sich zu neigen. Da traten zu ihm die Zwolfe und sprachen zu ihm: Lafi das Volk von dir, dafi sie hingehen in die Markte umher und in die Dorfer, daß sie Herberge und Speise finden; denn wir sind hier in der Wüste. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr denn fünf Brote und zwei Fische; es sei denn, daß wir hingehen sollen und Speise kaufen fur so groß Volk. (Denn es waren bei funftausend Mann.) Er sprach aber zu seinen Jungern: Lasset sie sich setzen bei Schichten, je funfzig und funfzig. Und sie taten also und setzten sich alle. Da nahm er die funf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankete daruber, brach sie und gab sie den Jungern, daß sie dem Volk vorlegten. Und sie aßen und wurden alle satt; und wurden aufgehoben, was ihnen uber blieb von Brocken, zwolf Korbe. Und es begab sich, da er allein war und betete und seine Junger bei ihm, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten und sprachen: Sie sagen, du seiest Johannes der Tauter; etliche aber, du seiest Elia; etliche aber, es sei der alten Propheten einer auferstanden. Er aber sprach zu ihnen: Wer saget ihr aber, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christ Gottes. Und er bedrauete sie und gebot, daß sie das niemand sagten, und sprach: Denn des Menschen Sohn muß noch viel leiden und verworfen werde von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und am dritten Tage auferstehen. Da sprach er zu ihnen alien: Wer mir folgen will der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich taglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verlieret urn meinetwillen, derwird's erhalten. Und was Nutz hatte der Mensch, ob er die ganze Welt gewonne und verlore sich selbst Oder beschadigte sich selbst? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet, des wird sich des Menschen Sohn auch schamen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und seines Vaters und der heiligen Engel. Ich sage euch aber wahrlich, daß etliche sind von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis daß sie das Reich Gottes sehen. Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, daß erzu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, zu beten. Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein Kleid ward weiß und glanzete. Und siehe, zwei Manner redeten mit ihm, welche waren Mose und Elia. Die erschienen in Klarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er sollte erfullen zu Jerusalem. Petrus aber, und die mit ihm waren, waren voll Schlafs. Da sie aber aufwachten, sahen sie seine Klarheit und die zwei Manner bei ihm stehen. Und es begab sich, da die von ihm wichen; sprach Petrus zu Jesu: Meister, hier ist gut sein; lasset uns drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Und wußte nicht, was er redete. Da er aber solches redete, kam eine Wolke und uberschattete sie. Und sie erschraken, da sie die Wolke uberzog. Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein lieber Sohn, den sollt ihr horen. Und indem solche Stimme geschah, fanden sie Jesum alleine. Und sie verschwiegen und verkundigten niemand nichts in denselbigen Tagen, was sie gesehen hatten. Es begab sich aber den Tag hernach, da sie von dem Berge kamen, kam ihnen entgegen viel Volks. Und siehe, ein Mann unter dem Volk rief und sprach: Meister, ich bitte dich, besiehe doch meinen Sohn; denn er ist mein einiger Sohn. Siehe, der Geist ergreift ihn, so schreiet er alsbald; und reiftet ihn, daß er schaumet; und mit Not weichet er von ihm, wenn er ihn gerissen hat. Und ich habe deine Jünger gebeten, daß sie ihn austrieben, und sie konnten nicht. Da antwortete Jesus und sprach: O du unglaubige und verkehrte Art! Wie lange soli ich bei euch sein und euch dulden? Bringe deinen Sohn her. Und da erzu ihm kam, rift ihn der Teufel und zerrete ihn. Jesus aber bedrauete den unsaubern Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn seinem Vater wieder. Und sie entsetzten sich alle uber die Herrüchkeit Gottes. Da sie sich aber alle verwunderten uber alles, was er tat, sprach er zu seinen Jungern: Fasset ihrzu euren Ohren diese Reden! Denn des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in der Menschen Hande. Aber das Wort vernahmen sie nicht, und es war vor ihnen verborgen, daß sie es nicht begriffen; und sie furchteten sich, ihn zu fragen um dasselbige Wort. Es kam auch ein Gedanke unter sie, welcher unter ihnen der Groftte ware. Da aber Jesus den Gedanken ihres Herzens sah, ergriff erein Kind und stellete es neben sich und sprach zu ihnen: Wer das Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Welcher aber der Kleinste ist unter euch alien, der wird graft sein. Da antwortete Johannes und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb die Teufel aus in deinem Namen, und wir wehreten ihm; denn er folget dir nicht mit uns. Und Jesus sprach zu ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider uns ist, der ist fur uns. Es begab sich aber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wandte er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen Markt der Samariter, daß sie ihm Herberge bestelleten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Angesicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem. Da aber das seine Junger, Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willstdu, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle und verzehre sie, wie Elia tat. Jesus aber wandte sich und bedrauete sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Des Menschen Sohn ist nicht kommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten. Und sie gingen in einen andern Markt. Es begab sich aber, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dirfolgen, wo du hingehest. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vogel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Laft die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkundige das Reich Gottes. Und ein anderer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug leget und siehet zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.

Antwortpsalm

Psalmen 96

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil! Erzahlet unter den Heiden seine Ehre, unter alien Volkern seine Wunder! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich uber alle Gotter. Denn alle Gotter der Vdlker sind Gotzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prachtig vor ihm und gehet gewaltiglich und loblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Volker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht! Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhofe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es furchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HERR Konig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dafi es bleiben soil, und richtet die Volker recht Himmel freue sich, und Erde sei frohlich; das Meer brause, und was drinnen ist; das Feld sei frohlich und alles, was drauf ist; und lasset ruhmen alle Baume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Erwird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit seiner Wahrheit.

Evangelium

Matthäus 21:33-46

Horet ein ander Gleichnis! Es war ein Hausvater, der pflanzete einen Weinberg und fuhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter darinnen und bauete einen Turm und tat ihn den Weingartnern aus und zog uber Land. Da nun herbeikam die Zeit der Fruchte, sandte er seine Knechte zu den Weingartnern, daß sie seine Fruchte empfingen. Da nahmen die Weingartner seine Knechte; einen staupten sie, den andern toteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Danach sandte erseinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingartner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn toten und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stieüen ihn zum Weinberge hinaus und toteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er diesen Weingartnern tun? Sie sprachen zu ihm: Erwird die Bosewichte ubel umbringen und seinen Weinberg andern Weingartnern austun, die ihm die Fruchte zu rechter Zeitgeben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herm ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden gegeben werden, die seine Fruchte bringen. Und werauf diesen Stein fallt, der wird zerschellen; auf welchen er aber fallt, den wird er zermalmen. Und da die Hohenpriester und Pharisaer seine Gleichnisse horeten, vernahmen sie, daß er von ihnen redete. Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen; aber sie furchteten sich vor dem Volk; denn es hielt ihn fur einen Propheten.

Antwortpsalm

Psalmen 36

Ein Psalm Davids, des HERRN Knechts, vorzusingen. Es ist von Grund meines Herzens von der Gottlosen Wesen gesprochen, daß keine Gottesfurcht bei ihnen ist. Sie schmücken sich untereinander selbst, daß sie ihre bose Sache fordern und andere verunglimpfen. Alle ihre Lehre ist schadlich und erlogen; sie lassen sich auch nicht weisen, daß sie Gutes taten, sondern sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden und stehen test auf dem bosen Wege und scheuen kein Arges. HERR, deine Gute reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit stehet wie die Berge Gottes und dein Rechtwie grolie Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Vieh. Wie teuer ist deine Gute, Gott, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flugel trauen! Sie werden trunken von den reichen Gütern deines Hauses, und du trankest sie mit Wollust als mit einem Strom. Denn bei dir ist die lebendige Quelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Breite deine Gute uber die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit uber die Frommen. Laß mich nicht von den Stolzen untertreten werden, und die Hand der Gottlosen sturze mich nicht, sondern laßsie, die Ubeltater, daselbst fallen, daß sie verstoßen werden und nicht bleiben mogen.

Antwortpsalm

Psalmen 57

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkame, da er vor Saul floh in die Hdhle. Sei mir gnadig, Gott, sei mir gnadig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Flugel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorubergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhochsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. Gott sendet seine Gute und Treue. Ich liege mit meiner Seele unter den Lowen. Die Menschenkindersind Flammen; ihre Zahne sind Spiefte und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt! Sie stellen meinem Gange Netze und drucken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Fruhe will ich aufwachen. HERR, ich will dir danken unter den Volkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gute ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt!

Antwortpsalm

Psalmen 57

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkame, da er vor Saul floh in die Hdhle. Sei mir gnadig, Gott, sei mir gnadig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Flugel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorubergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhochsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. Gott sendet seine Gute und Treue. Ich liege mit meiner Seele unter den Lowen. Die Menschenkindersind Flammen; ihre Zahne sind Spiefte und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt! Sie stellen meinem Gange Netze und drucken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Fruhe will ich aufwachen. HERR, ich will dir danken unter den Volkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gute ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt!

Abendgebet — Erste Lesung

5. Mose 8

Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, daß ihr danach tut, auf daß ihr lebet und gemehret werdet und einkommet und einnehmet das Land, das der HERR euren Vatern geschworen hat. Und gedenkest all des Weges, durch den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wuste, auf daß er dich demutigte und versuchte, daß kund wurde, was in deinem Herzen ware, ob du seine Gebote halten würdest Oder nicht. Er demutigte dich und ließ dich hungern, und speisete dich mit Man, das du und deine Vater nie erkannt hattest, auf daß er dir kundtate, daß der Mensch nicht lebe vom Brot ailein, sondern von allem, das aus dem Munde des HERRN gehet. Deine Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine Fuße sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre. So erkennest du ja in deinem Herzen, daß der HERR, dein Gott, dich gezogen hat, wie ein Mann seinen Sohn zeucht. So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, da(S du in seinen Wegen wandelst und furchtest ihn. Denn der HERR, dein Gott, fuhret dich in ein gut Land, ein Land, da Bache und Brunnen und Seen innen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen; ein Land, da Weizen, Gerste, Weinstocke, Feigenbaume und Granatapfel innen sind; ein Land, da Olbaume und Honig innen wachset; ein Land, da du Brot genug zu essen hast, da auch nichts mangelt; ein Land, dessen Steine Eisen sind, da du Erz aus den Bergen hauest. Und wenn du gegessen hast und satt bist, daß du den HERRN, deinen Gott, lobest fur das gute Land, das er dir gegeben hat! So hute dich nun, daß du des HERRN, deines Gottes, nicht vergessest damit, daß du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht haltest; da(S, wenn du nun gegessen hast und satt bist und schone Hauser erbauest und drinnen wohnest, und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehret, da(S dann dein Herz sich nicht erhebe, und vergessest des HERRN, deines Gottes, der dich aus Agyptenland gefuhret hat, aus dem Diensthause, und hat dich geieitet durch die groiße und grausame Wuste, da feurige Schlangen und Skorpione und eitel Dürre und kein Wasser war, und ließ dir Wasser aus dem harten Felsen gehen, und speisete dich mit Man in der Wuste, von welchem deine Vater nichts gewuißt haben, auf daß er dich demutigte und versuchte, daß er dir hernach wohltate. Du mochtest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Krafte und meiner Hande Starke haben mir dies Vermogen ausgerichtet; sondern daß du gedachtest an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's, der dir Krafte gibt, solch machtige Taten zu tun, auf daß er hielte seinen Bund, den er deinen Vatern geschworen hat, wie es gehet heutigestages. Wirstdu aberdes HERRN, deines Gottes, vergessen und andern Gottern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich heute uber euch, daß ihr umkommen werdet; eben wie die Heiden, die der HERR umbringet vor eurem Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, darum daß ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HERRN, eures Gottes.

Zweite Lesung

1. Thessalonicher 2

Denn auch ihr wisset, liebe Bruder, von unserm Eingange zu euch, daß er nicht vergeblich gewesen ist, sondern als wir zuvor gelitten hatten und geschmahet gewesen waren zu Philippi, wie ihr wisset, waren wir dennoch freudig in unserm Gott, bei euch zu sagen das Evangelium Gottes mit groftem Kampfen. Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen zu Irrtum noch zu Unreinigkeit noch mit List, sondern wie wir von Gott bewahret sind, daß uns das Evangelium vertrauet istzu predigen, also reden wir, nicht als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prufet. Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihrwisset, noch dem Geiz gestellet, Gott ist des Zeuge. Haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, weder von euch noch von andern. Hatten euch auch mogen schwer sein als Christi Apostel; sondern wirsind mutterlich gewesen bei euch, gleichwie eine Amme ihrer Kinder pfleget. Also hatten wir Herzenslust an euch und waren willig, euch mitzuteilen nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser Leben, darum dafi wir euch liebgewonnen haben. Ihrseid wohl eingedenk, liebe Bruder, unserer Arbeit und unserer Muhe; denn Tag und Nacht arbeiteten wir, daß wir niemand unter euch beschwerlich waren, und predigten unter euch das Evangelium Gottes. Des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unstraflich wir bei euch, die ihr glaubig waret, gewesen sind. Wie ihr denn wisset, daß wir, als ein Vater seine Kinder, einen jeglichen unter euch ermahnet und getrostet und bezeuget haben, daß ihrwandeln solltet wurdiglich vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit. Darum auch wirohne Unterlaß Gottdanken, daß ihr, da ihr empfinget von uns das Wort gottlicher Predigt, nahmet ihr's auf nicht als Menschenwort, sondern (wie es denn wahrhaftig ist) als Gottes Wort; welcher auch wirket in euch, die ihr glaubet. Denn ihrseid Nachfolger worden, liebe Bruder, der Gemeinden Gottes in Judaa in Christo Jesu, daß ihr ebendasselbige erlitten habt von euren Blutsfreunden, das jene von den Juden, welche auch den Herrn Jesum getotet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolget und gefallen Gott nicht und sind alien Menschen wider, wehren uns, zu sagen den Heiden, damit sie selig wurden, auf daß sie ihre Sünden erfullen allewege; denn der Zorn ist schon endlich uber sie kommen. Wir aber, liebe Bruder, nachdem wir euer eine Weile beraubet gewesen sind nach dem Angesichte, nicht nach dem Herzen, haben wir desto mehr geeilet.euer Angesicht zu sehen, mit großem Verlangen. Darum haben wirwollen zu euch kommen (ich, Paulus) zweimal; und Satanas hat uns verhindert. Denn wer ist unsere Hoffnung Oder Freude Oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr's vor unserm Herrn Jesu Christo zu seiner Zukunft? Ihr seid ja unsere Ehre und Freude.

Zweite Lesung

Epheser 6

Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herm; denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter; das ist das erste Gebot, das Verheifiung hat: Auf daß dir's wohl gehe, und du lange lebest auf Erden. Und ihr Vater, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zu dem Herm. Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfaltigkeit eures Herzens, als Christo; nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mitgutem Willen. Lasset euch dunken, daß ihr dem Herm dienet und nicht den Menschen; und wisset, was ein jeglicher Gutes tun wird, das wird er von dem Herm empfangen, er sei ein Knecht Oder ein Freier. Und ihr Herren, tut auch dasselbige gegen sie und lasset das Drauen; und wisset, daß auch euer Herr im Himmel ist, und ist bei ihm kein Ansehen der Person. Zuletzt meine Bruder, seid stark in dem Herm und in der Macht seiner Starke! Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen konnet gegen die listigen Anlaufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kampfen, sondern mit Fursten und Gewaltigen, namlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bosen Geistern unter dem Himmel. Urn deswillen so ergreifet den Harnisch Gottes, auf da(S ihr an dem bosen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten moget. So stehet nun, umgurtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seid. Vor alien Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr ausloschen konnt alle feurigen Pfeile des Bosewichts. Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen fur alle Heiligen und fur mich, auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes, daß ich moge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums, welches Bote ich bin in der Kette, auf daß ich darinnen freudig handeln moge und reden, wie sich's gebuhrt. Auf daß aber ihr auch wisset, wie es urn mich stehet, und was ich schaffe, wird's euch alles kundtun Tychikus, mein lieber Bruder und getreuer Diener in dem Herrn welchen ich gesandt habe zu euch urn desselbigenwillen, daß ihr erfahret, wie es urn mich stehet, und daß er eure Herzen troste. Friede sei den Brudern und Liebe mit Glauben von Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo! Gnade sei mit alien, die da liebhaben unsern Herrn Jesum Christum unverruckt! Amen.

Zweite Lesung

2. Korinther 5:14-21

Denn die Liebe Christi dringet uns also, sintemal wir halten, dafi, so einer fur alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum fur sie alle gestorben, auf dafi die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der fur sie gestorben und auferstanden ist. Darum von nun an kennen wir niemand nach dem Fleisch; und ob wirauch Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu worden. Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versohnet hat durch Jesum Christum und das Amt gegeben, das die Versohnung prediget. Denn Gott war in Christo und versohnete die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sunden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versohnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt; denn Gott vermahnet durch uns. So bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versohnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sunde wulite, fur uns zur Sunde gemacht, auf dafi wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.

Zweite Lesung

Galater 4:1-7

Ich sage aber, solange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Guter, sondern er ist unter den Vormundern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den aufierlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfullet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlosete, daü wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind's aber Kinder, so sind’s auch Erben Gottes durch Christum.

Evangelium

Markus 8

Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammed des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim lielie gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von feme kommen. Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wuste, daß wir sie sattigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jungern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und erdankte und hiefi dieselbigen auch vortragen. Sie alien aber und wurden satt und huben die ubrigen Brocken auf, sieben Korbe. Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lieli sie von sich. Und alsbald trater in ein Schiff mit seinen Jungern und kam in die Gegend Dalmanuthas. Und die Pharisaer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. Und er lieli sie und tratwiederum in das Schiff und fuhr heruber. Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot. Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharisaer und vor dem Sauerteig Herodes! Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist's, daß wir nicht Brot haben. Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verstandig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch? Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und horet nicht und denket nicht daran, da ich fünf Brote brach unter funftausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zwdlf. Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben. Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts? Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anruhrete. Und er nahm den Blinden bei der Hand und fuhrete ihn hinaus vor den Flecken und sputzete in seine Augen und legte seine Hande auf ihn, und fragte ihn, ob er etwas sahe. Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sahe ich Baume. Danach legte er abermal die Hande auf seine Augen und hieli ihn abermal sehen; und erward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte. Und erschickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen. Und Jesus ging aus und seine Junger in die Markte der Stadt Casarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Junger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Taufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus. Und er bedrauete sie, daß sie niemand von ihm sagen sollten. Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn muli viel leiden und verworfen werden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und fiber drei Tage auferstehen. Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich urn und sah seine Junger an und bedrauete Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jungern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben will behalten der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten. Was hulfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewonne und nahme an seiner Seele Schaden? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lose? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet unterdiesem ehebrecherischen und sundigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schamen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mitden heiligen Engeln.

Abendgebet — Zweite Lesung

Epheser 3

Derhalben ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu fur euch Heiden, nachdem ihr gehoret habt von dem Amt der Gnade Gottes, die mir an euch gegeben ist, daß mir ist kund worden dieses Geheimnis durch Offenbarung, wie ich droben aufs kurzeste geschrieben habe, daran ihr, so ihr's leset, merken konnet meinen Verstand an dem Geheimnis Christi, welches nicht kundgetan ist in den vorigen Zeiten den Menschenkindern, als es nun offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist, namlich daß die Heiden Miterben seien und mit eingeleibet und Mitgenossen seiner Verheiftung in Christo durch das Evangelium, des ich ein Diener worden bin nach der Gabe aus der Gnade Gottes, die mir nach seiner machtigen Kraft gegeben ist: mir, dem allergeringsten unter alien Heiligen, ist gegeben diese Gnade, unter den Heiden zu verkundigen den unausforschlichen Reichtum Christi und zu erleuchten jedermann, welche da sei die Gemeinschaft des Geheimnisses, das von der Welt her in Gott verborgen gewesen ist, der alle Dinge geschaffen hat durch Jesum Christum, auf daß jetzt kund wurde den Furstentumern und Herrschaften in dem Himmel an der Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes nach dem Vorsatz von der Welt her, welche er beweiset hat in Christo Jesu, unserm Herrn, durch welchen wir haben Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. Darum bitte ich, daß ihr nicht mude werdet urn meiner Trubsal willen, die ich fur euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heiftt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, und Christum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegrundet zu werden, auf daß ihr begreifen moget mit alien Heiligen, welches da sei die Breite und die Lange und die Tiefe und die Hohe, auch erkennen, daß Christum liebhaben viel besser ist denn alles Wissen, auf daß ihr erfullet werdet mit allerlei Gottesfulle. Dem aber, der überschwenglich tun kann uber alles, was wir bitten Oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Evangelium

Matthäus 25:1-13

Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus dem Brautigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren toricht, und fünf waren klug. Die torichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht 01 mit sich. Die klugen aber nahmen 01 in ihren Gefaften samt ihren Lampen. Da nun der Brautigam verzog, wurden sie alle schlafrig und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brautigam kommt; gehet aus ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmuckten ihre Lampen. Die torichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole; denn unsere Lampen verloschen! Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Kramern und kaufet fur euch selbst! Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brautigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit. Und die Tur ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet! Denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.

Evangelium

Lukas 5:17-26

Und es begab, sich auf einen Tag, daß er lehrete, und salien da die Pharisaer und Schriftgelehrten, die da kommen waren aus alien Markten in Galilaa und Judaa und von Jerusalem. Und die Kraft des Herrn ging von ihm und half jedermann. Und siehe, etliche Manner brachten einen Menschen auf einem Bette, der war gichtbruchig; und sie suchten, wie sie ihn hineinbrachten und vor ihn legten. Und da sie vor dem Volk nicht fanden, an welchem Ort sie ihn hineinbrachten, stiegen sie auf das Dach und lielien ihn durch die Ziegel hernieder mit dem Bettlein, mitten unter sie, vor Jesus. Und da er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dirvergeben. Und die Schriftgelehrten und Pharisaer fingen an zu denken und sprachen: Wer ist der, daß er Gotteslasterung redet? Wer kann Sünden vergeben denn allein Gott? Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denket ihr in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben? oderzu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat auf Erden Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Ich sage dir, stehe auf und hebe dein Bettlein auf; und gehe heim. Und alsbald stund er auf vor ihren Augen und hub das Bettlein auf, darauf er gelegen war, und ging heim und preisete Gott. Und sie entsetzten sich alle und preiseten Gott und wurden voil Furcht und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.

Evangelium

Matthäus 5

Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich, und seine Junger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrete sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getrostet werden. Selig sind die Sanftmutigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und durstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gottschauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heilien. Selig sind, die urn Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen urn meinetwillen schmahen und verfolgen und reden allerlei Ubles wider euch, so sie daran lugen. Seid frohlich und getrost, es wird euch im Himmel wohl belohnt werden! Denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind. Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der Schriftgelehrten und Pharisaer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht toten; wer aber totet, der soil des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zurnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des hollischen Feuers schuldig. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laft allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versohne dich mitdeinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf dafi dich der Widersacher nicht dermaleinst uberantworte dem Richter, und der Richter uberantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Argert dich aber dein rechtes Auge; so reift es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Argert dich deine rechte Hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soil ihrgeben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freiet, der bricht die Ehe. Ihr habt weiter gehort, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten. Ich aber sage euch, daß ihr allerdinge nicht schworen sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl; noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fuße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie isteines groften Konigs Stadt. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schworen; denn du vermagst nicht ein einiges Haarweift Oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was daruber ist, das ist vom Ubel. Ihr habt gehort, dafi da gesagt ist: Auge urn Auge, Zahn urn Zahn. Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Ubel, sondern so dirjemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laft auch den Mantel. Und so dich jemand notiget eine Meile, so gehe mit ihm zwo. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. Ihr habt gehort, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nachsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tutwohl denen, die euch hassen, bittet fur die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel Denn er laftt seine Sonne aufgehen uber die Bosen und uber die Guten und lasset regnen uber Gerechte und Ungerechte. Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fur Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zollner? Und so ihr euch nur zu euren Brudern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zollner auch also? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.