Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Und erfuhrete mich hinaus zum außern Vorhof gegen Mitternacht unter die Kammern, so gegen dem Gebaude, das am Tempel hing, und gegen dem Tempel zu Mitternacht lagen, welcher Platz hundert Ellen lang war von dem Tor an gegen Mitternacht und funfzig Ellen breit. Zwanzig Ellen waren gegen dem innern Vorhof und gegen dem Pflaster im außern Vorhof und dreißig Ellen von einer Ecke zur andern. Und inwendig vor den Kammern war ein Platz zehn Ellen breit vor den Turen der Kammern, das lag alles gegen Mitternacht. Und uber diesen Kammern waren andere, engere Kammern; denn der Raum auf den untern und mittlern Kammern war nicht groß. Denn es war drei Gemacher hoch, und hatten doch keine Pfeiler, wie die Vorhofe Pfeiler hatten, sondern sie waren schlecht aufeinandergesetzt. Und der außere Vorhof war umfangen mit einer Mauer, daran die Kammern stunden; die war funfzig Ellen lang. Und die Kammern stunden nacheinander, auch funfzig Ellen lang, am außern Vorhofe; aber der Raum vor dem Tempel war hundert Ellen lang. Und unten vor den Kammern war ein Platz gegen Morgen, da man aus dem außern Vorhof ging. Und an der Mauer von Morgen an waren auch Kammern. Und war auch ein Platz davor, wie vorjenen Kammern, gegen Mitternacht; und war alles gleich mit der Lange, Breite und allem, was daran war, wie droben an jenen. Und gegen Mittag waren auch eben solche Kammern mit ihren Turen; und vor dem Platz war die Tur gegen Mittag, dazu man kommt von der Mauer, die gegen Morgen liegt. Und er sprach zu mir: Die Kammern gegen Mitternacht und die Kammern gegen Mittag gegen dem Tempel, die gehoren zum Heiligtum, darin die Priester essen, wenn sie dem HERRN opfern das allerheiligste Opfer. Und sollen die allerheiligsten Opfer, namlich Speisopfer, Sundopfer und Schuldopfer, daselbst hineinlegen; denn es isteine heilige Statte. Und wenn die Priester hineingehen, sollen sie nicht wieder aus dem Heiligtum gehen in den außern Vorhof, sondern sollen zuvor ihre Kleider, darin sie gedienet haben, in denselbigen Kammern weglegen, denn sie sind heilig; und sollen ihre andern Kleider anlegen und alsdann heraus unter das Volk gehen. Und da erdas Haus inwendig gargemessen hatte, fuhrete er mich heraus zum Tor gegen Morgen und maß von demselbigen allenthalben herum. Gegen Morgen maß er funfhundert Ruten lang und gegen Mitternacht maß er auch funfhundert Ruten lang, desgleichen gegen Mittag auch funfhundert Ruten. Und da erkam gegen Abend, maß er auch funfhundert Ruten lang. Also hatte die Mauer, die er gemessen, ins Gevierte auf jeder Seite herum funfhundert Ruten, damit das Heilige von dem Unheiligen unterschieden ware.
Erste Lesung
Es begab sich zur Zeit Ahas, des Sohns Jothams, des Sohns Usias, des Konigs Judas, zog herauf: Rezin, der Konig zu Syrien, und Pekah, der Sohn Remaljas, der Konig Israels, gen Jerusalem, wider sie zu streiten, konnten sie aber nicht gewinnen. Da ward dem Hause David angesagt: Die Syrer verlassen sich auf Ephraim. Da bebete ihm das Herz und das Herz seines Volks, wie die Baume im Walde beben vom Winde. Aber der HERR sprach zu Jesaja: Gehe hinaus, Ahas entgegen; du und dein Sohn Sear-Jasub, an das Ende der Wasserrohren am obern Teiche, am Wege beim Acker des Farbers, und sprich zu ihm: Hüte dich und sei stille! Furchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen zween rauchenden Loschbranden, namlich vor dem Zorn Rezins samt den Syrern und des Sohns Remaljas, daß die Syrer wider dich einen bosen Ratschlag gemacht haben samt Ephraim und dem Sohn Remaljas und sagen: Wirwollen hinauf zu Juda und sie aufwecken und unter uns teilen und zum Konige drinnen machen den Sohn Tabeals. Denn also spricht der Herr HERR: Es soli nicht bestehen noch also gehen, sondern wie Damaskus das Haupt ist in Syrien, so soli Rezin das Haupt zu Damaskus sein. Und uber funfundsechzig Jahre soli es mit Ephraim aus sein, daß sie nicht mehr ein Volk seien. Und wie Samaria das Haupt ist in Ephraim, so soli der Sohn Remaljas das Haupt zu Samaria sein. Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht. Und der HERR redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei unten in der Holle Oder droben in der Hohe. Aber Ahas sprach: Ich will's nichtfordern, daß ich den HERRN nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so horet, ihrvom Hause David: Ist's euch zu wenig, daß ihrdie Leute beleidiget; ihr musset auch meinen Gott beleidigen?
Erste Lesung
Josua versammelte alle Stamme Israels gen Sichem und berief die Altesten von Israel, die Haupter, Richter und Amtleute. Und da sie vor Gott getreten waren, sprach er zum ganzen Volk: So sagt der HERR, der Gott Israels: Eure Vater wohneten vorzeiten jenseit des Wassers, Tharah, Abrahams und Nahors Vater, und dieneten andern Gottern. Da nahm ich euren Vater Abraham jenseit des Wassers und lieft ihn wandern im ganzen Lande Kanaan; und mehrete ihm seinen Samen und gab ihm Isaak. Und Isaak gab ich Jakob und Esau; und gab Esau das Gebirge Seir zu besitzen. Jakob aber und seine Kinder zogen hinab nach Agypten. Da sandte ich Mose und Aaron und plagte Agypten, wie ich unter ihnen getan habe. Danach fuhrete ich euch und eure Vater aus Agypten. Und da ihr ans Meer kamet, und die Agypter euren Vatern nachjagten mit Wagen und Reitern ans Schilfmeer, da schrieen sie zum HERRN; der setzte eine Finsternis zwischen euch und den Agyptern; und fuhrete das Meer uber sie und bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, was ich in Agypten getan habe. Und ihr habt gewohnet in der Wuste eine lange Zeit. Und ich habe euch gebracht in das Land der Amoriter, die jenseit des Jordans wohneten; und da sie wider euch stritten, gab ich sie in eure Hande, daß ihr ihr Land besaftet, und vertilgete sie vor euch her. Da machte sich auf Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter Konig, und stritt wider Israel und sandte hin und lieft rufen Bileam, dem Sohn Beors, daß er euch verfluchete. Aber ich wollte ihn nicht horen. Und er segnete euch; und ich errettete euch aus seinen Handen. Und da ihr uber den Jordan ginget und gen Jericho kamet, stritten wider euch die Burger von Jericho, die Amoriter, Pheresiter, Kanaaniter, Hethiter, Girgositer, Heviter und Jebusiter; aber ich gab sie in eure Hande. Und sandte Hornissen vor euch her; die trieben sie aus vor euch her, die zween Konige der Amoriter, nicht durch dein Schwert noch durch deinen Bogen. Und habe euch ein Land gegeben, daran ihr nicht gearbeitet habt, und Stadte, die ihr nicht gebauet habt, daß ihr drinnen wohnet und esset von Weinbergen und Olbergen, die ihr nicht gepflanzet habt. So furchtet nun den HERRN und dienet ihm treulich und rechtschaffen; und lasset fahren die Gotter, denen eure Vater gedienet haben jenseit des Wassers und in Agypten, und dienet dem HERRN. Gefallt es euch aber nicht, daß ihr dem HERRN dienet, so erwahlet euch heute, welchem ihr dienen wollet: dem Gott, dem eure Vater gedienet haben jenseit des Wassers, Oder den Gottern der Amoriter, in welcher Land ihr wohnet. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen. Da antwortete das Volk und sprach: Das sei feme von uns, daß wir den HERRN verlassen und andern Gottern dienen! Denn der HERR, unser Gott, hat uns und unsere Vater aus Agyptenland gefuhret, aus dem Diensthause, und hat vor unsern Augen solche grofte Zeichen getan und uns behutet auf dem ganzen Wege, den wir gezogen sind, und unter alien Volkern, durch welche wirgegangen sind; und hat ausgestoften vor uns her alle Volker der Amoriter, die im Lande wohneten. Darum wollen wir auch dem HERRN dienen; denn er ist unser Gott.
Erste Lesung
Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die der HERR, euer Gott, geboten hat, dati ihr sie lernen und tun sollt im Lande, dahin ihr ziehet, dasselbe einzunehmen daü du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, und haltest alle seine Rechte und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf dati ihr lange lebet. Israel, du sollst horen und behalten, daß du es tust, dati dir's wohlgehe, und sehr vermehret werdest; wie der HERR, deiner Vater Gott, dir geredet hat, ein Land, da Milch und Honig innen fleulit. Hore, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermogen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen. Und sollst sie deinen Kindern scharfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest Oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest Oder aufstehest. Und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen direin Denkmal vor deinen Augen sein. Und sollst sie uber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore. Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vatern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dirzu geben, grolie und feine Stadte, die du nicht gebauet hast, und Hauser alles Guts voll, die du nicht gefullet hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Olberge, die du nicht gepflanzt hast, dafi du essest und satt wirst: so hute dich, daß du nicht des HERRN vergessest, der dich aus Agyptenland, aus dem Diensthause, gefuhret hat, sondern sollst den HERRN, deinen Gott, furchten und ihm dienen und bei seinem Namen schworen. Und sollst nicht andern Gottern nachfolgen, der Volker, die urn euch her sind; denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir; daß nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, uber dich ergrimme und vertilge dich von der Erde. Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versuchtet zu Massa, sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Rechte, die er geboten hat, dati du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, auf daß dir's wohlgehe, und eingehest und einnehmest das gute Land, das der HERR geschworen hat deinen Vatern, dati er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der HERR geredet hat. Wenn dich nun dein Sohn heute Oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das fur Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat? so sollst du deinem Sohn sagen: Wirwaren Knechte des Pharao in Agypten, und der HERR führete uns aus Agypten mit machtiger Hand; und der HERR tat grotie und bose Zeichen und Wunder uber Agypten und Pharao und all seinem Hause vor unsern Augen; und führete uns von dannen, auf dati er uns einfuhrete und gabe uns das Land, das er unsern Vatern geschworen hatte; und hat uns geboten, der HERR, zu tun nach alien diesen Rechten, daß wir den HERRN, unsern Gott, furchten, auf daß uns wohlgehe alle unsere Lebtage, wie es gehet heutigestages. Und es wird unsere Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, unserm Gott, so wir halten und tun alle diese Gebote, wie er uns geboten hat.
Epistel
Denn alles, was von Gott geboren ist, uberwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt uberwunden hat. Wer ist aber, der die Welt uberwindet ohne der da glaubet, dad Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist's, der da zeuget, dad Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grafter; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solch Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubet, der macht ihn zum Lugner; denn er glaubet nicht dem Zeugnis, das Gott zeuget von seinem Sohn.
Antwortpsalm
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sunder, noch sitzt, da die Spotter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbachen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blatter verwelken nicht, und was er macht, das gerat wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die Sunder in der Gemeine der Gerechten. Denn der HERR kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet.
Antwortpsalm
Wer unter dem Schirm des Hochsten sitzt und unter dem Schatten des Allmachtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Denn er errettet mich vom Strick des Jagers und von der schadlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Hochste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Ubels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hutte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen uber dir, daß sie dich behuten auf alien deinen Wegen, daß sie dich auf den Handen tragen und du deinen Fuft nicht an einen Stein stoftest. Auf den Lowen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen Lowen und Drachen. Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen; er rufet mich an, so will ich ihn erhoren. Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreiften und zu Ehren machen. Ich will ihn sattigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.
Evangelium
Am Abend aber desselbigen Sabbats, da die Junger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hande und seine Seite. Da wurden die Junger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sunden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwdlfen einer, der da heiftet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Handen sehe die Nagelmale und lege meinen Finger in die Nagelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und liber acht Tage waren abermal seine Junger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hande; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei nicht unglaubig, sondern glaubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jungern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.
Antwortpsalm
Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht umkame, vorzusingen. Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist. Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten. Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine Saulen test. Sela. Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt! Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig, es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wuste. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget und jenen erhohet. Denn der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen aussaufen. Ich aber will verkundigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs. Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhohet werde.
Antwortpsalm
Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil! Erzahlet unter den Heiden seine Ehre, unter alien Volkern seine Wunder! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich uber alle Gotter. Denn alle Gotter der Vdlker sind Gotzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prachtig vor ihm und gehet gewaltiglich und loblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Volker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht! Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhofe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es furchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HERR Konig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dafi es bleiben soil, und richtet die Volker recht Himmel freue sich, und Erde sei frohlich; das Meer brause, und was drinnen ist; das Feld sei frohlich und alles, was drauf ist; und lasset ruhmen alle Baume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Erwird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit seiner Wahrheit.
Zweite Lesung
Dies ist die Last uber Babel, die Jesaja, der Sohn Amoz, sah: Werfet Panier auf auf hohen Bergen, rufet getrost wider sie, werfet die Hand auf, lafit einziehen durch die Tore der Fursten! Ich habe meinen Geheiligten geboten und meinen Starken gerufen zu meinem Zorn, die da frohlich sind in meiner Herrlichkeit. Es ist ein Geschrei einer Menge auf den Bergen wie eines grofien Volks, ein Geschrei als eines Getummels der versammelten Konigreiche der Heiden. Der HERR Zebaoth rustet ein Heer zum Streit, die aus fernen Landen kommen, vom Ende des Himmels, ja, der HERR selbst samt dem Zeuge seines Zorns, zu verderben das ganze Land. Heulet, denn des HERRN Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwustung vom Allmachtigen. Darum werden alle Hande lali, und aller Menschen Herz wird feige sein. Schrecken, Angst und Schmerzen wird sie ankommen; es wird ihnen bange sein wie einer Gebarerin; einer wird sich vor dem andern entsetzen; feuerrot werden ihre Angesichte sein. Denn siehe, des HERRN Tag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu verstoren und die Sunder daraus zu vertilgen. Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht helle; die Sonne gehet finster auf, und der Mond scheinet dunkel. Ich will den Erdboden heimsuchen urn seiner Bosheit willen und die Gottlosen urn ihrer Untugend willen; und will des Hochmuts der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demutigen, daß ein Mann teurer sein soli denn fein Gold und ein Mensch werter denn Goldstucke aus Ophir. Darum will ich den Himmel bewegen, daß die Erde beben soil von ihrer Statte durch den Grimm des HERRN Zebaoth und durch den Tag seines Zorns.
Zweite Lesung
Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus: Der Gemeinde Gottes zu Korinth samt alien Heiligen in ganz Achaja. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns trostet in aller unserer Trubsal, daß wir auch trosten konnen, die da sind in allerlei Trubsal, mit dem Trost, damit wir getrostet werden von Gott. Denn gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, also werden wir auch reichlich getrostet durch Christum. Wir haben aber Trubsal Oder Trost, so geschieht es euch zugut. Ist's Trubsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil; welches Heil beweiset sich, so ihr leidet mit Geduld dermaßen, wie wir leiden. Ist's Trost, so geschieht es euch auch zu Trost und Heil. Und stehet unsere Hoffnung test fur euch, dieweil wirwissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein. Denn wir wollen euch nicht verhalten, liebe Bruder, unsere Trubsal, die uns in Asien widerfahren ist da wir uber die Maßen beschweret waren und uber Macht, also daß wir auch am Leben verzagten und bei uns beschlossen hatten, wir müßten sterben. Das geschah aber darum, daß wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst stelleten, sondern auf Gott, der die Toten auferwecket, welcher uns von solchem Tode erloset hat und noch taglich erloset; und hoffen auf ihn, er werde uns auch hinfort erlosen durch Hilfe eurer Furbitte fur uns, auf daß uber uns fur die Gabe, die uns gegeben ist, durch viel Personen viel Danks geschehe. Denn unser Ruhm ist der, namlich das Zeugnis unsers Gewissens, daß wir in Einfaltigkeit und gottlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes auf der Welt gewandelt haben, allermeist aber bei euch. Denn wirschreiben euch nichts anderes, denn was ihr leset und auch befindet. Ich hoffe aber, ihr werdet uns auch bis ans Ende also befinden, gleichwie ihr uns zum Teil befunden habt. Denn wir sind euer Ruhm, gleichwie auch ihr unser Ruhm seid auf des Herrn Jesu Tag. Und auf solch Vertrauen gedachte ich jenes Mai zu euch zu kommen, auf daß ihr abermal eine Wohltat empfinget, und ich durch euch nach Mazedonien reisete und wiederum aus Mazedonien zu euch kame und von euch geleitet wurde nach Judaa. Hab' ich aber eine Leichtfertigkeit gebrauchet, da ich solches gedachte, Oder sind meine Anschlage fleischlich? Nicht also, sondern bei mir ist Ja Ja, und Nein ist Nein. Aber, o ein treuer Gott, dall unser Wort an euch nicht Ja und Nein gewesen ist! Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns geprediget ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm. Denn alle Gottesverheiliungen sind Ja in ihm und sind Amen in ihm Gott zu Lobe durch uns. Gott ist's aber, deruns befestiget samt euch in Christum und uns gesalbet und versiegelt und in unsere Herzen das Pfand, den Geist, gegeben hat. Ich rufe aber Gott an zum Zeugen auf meine Seele, daß ich euer verschonet habe in dem, dafi ich nicht wieder gen Korinth kommen bin. Nicht daß wir Herren seien über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr stehet im Glauben.
Zweite Lesung
Es hatte zwar auch das erste seine Rechte des Gottesdienstes und aul Jerliche Heiligkeit. Denn es war da aufgerichtet das Vorderteil der Hutte, darinnen war der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote; und diese heißt das Heilige. Hinter dem andern Vorhang aber war die Hutte, die da heilit das Allerheiligste. Die hatte das guldene Rauchfal J und die Lade des Testaments, allenthalben mit Gold überzogen, in welcher war die guldene Gelte, die das Himmelbrot hatte, und die Rute Aarons, die gegrunet hatte, und die Tafeln des Testaments. Oben drüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die uberschatteten den Gnadenstuhl; von welchem jetzt nicht zu sagen ist insonderheit. Da nun soiches also zugerichtet war gingen die Priester allezeit in die vorderste Hutte und richteten aus den Gottesdienst. In die andere aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, dafi er opferte fur sein selbst und des Volks Unwissenheit. Damit der Heilige Geist deutete, daß noch nicht offenbart ware der Weg zur Heiligkeit, solange die erste Hutte stunde, welche mußte zu derselbigen Zeit ein Vorbild sein, in welcher Gaben und Opfer geopfert wurden, und konnten nicht vollkommen machen nach dem Gewissen den, der da Gottesdienst tut allein mit Speise und Trank und mancherlei Taufen und außerlicher Heiligkeit, die bis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt. Christus aber ist kommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukunftigen Guter, durch eine groi Jere und vollkommenere Hutte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist; Auch nicht durch der Bocke Oder Kalber Blut, sondern er ist durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlosung erfunden. Denn so der Ochsen und der Bocke Blut und die Asche, von der Kuh gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne alien Wandel durch den Heiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Und darum ist er auch ein Mittler des Neuen Testaments, auf dafi durch den Tod, so geschehen ist zur Erlosung von den Ubertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheifiene ewige Erbe empfangen. Denn wo ein Testament ist, da mult, der Tod geschehen des, der das Testament machte. Denn ein Testament wird test durch den Tod, anders hat es noch nicht Macht, wenn der noch lebet, der es gemacht hat. Daher auch das erste nicht ohne Blut gestiftet ward. Denn als Mose ausgeredet hatte von alien Geboten nach dem Gesetz zu allem Volk, nahm er Kalber - und Bocksblut mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengete das Buch und alles Volk. Und sprach: Das ist das Blut des Testaments, das Gott euch geboten hat. Und die Hutte und alles Gerate des Gottesdienstes besprengete er desselbigengleichen mit Blut. Und wird fast alles mit Blut gereiniget nach dem Gesetz. Und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. So mußten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereiniget werden; aber sie selbst, die himmlischen, mussen bessere Opfer haben, denn jene waren. Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Handen gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des rechtschaffenen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes fur uns. Auch nicht, daß er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester gehet alle Jahr in das Heilige mit fremdem Blut. Sonst hatte er oft mussen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber am Ende der Welt ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen ist gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, also ist Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden. Zum andernmal aber wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.
Zweite Lesung
Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus: Den Heiligen zu Kolossa und den glaubigen Brndern in Christo. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herm Jesu Christo! Wir danken Gott und dem Vater unsers Herm Jesu Christi und beten allezeit fur euch, nachdem wir gehoret haben von eurem Glauben an Christum Jesum und von der Liebe zu alien Heiligen, um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel, von welcher ihr zuvor gehoret habt durch das Wort der Wahrheit im Evangelium, das zu euch kommen ist wie auch in alle Welt und ist fruchtbar wie auch in euch von dem Tage an, da ihr's gehoret habt und erkannt die Gnade Gottes in der Wahrheit. Wie ihr denn gelernet habt von Epaphras, unserm lieben Mitdiener, welcher ist ein treuer Diener Christi fur euch, der uns auch eroffnet hat eure Liebe im Geist. Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehoret haben, horen wir nicht auf, fur euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfullet werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand, daß ihr wandelt wurdiglich dem Herm zu allem Gefallen und fruchtbar seid in alien guten Werken und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestarket werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmutigkeit mit Freuden; und danksaget dem Vater, der uns tuchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht, welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlosung durch sein Blut, namlich die Vergebung der Sunden,
Evangelium
Die erste Rede habe ich zwar getan, lieber Theophilus, von alledem, das Jesus anting, beides, zu tun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln (welche er hatte erwahlet) durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte, welchen ersich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte durch mancherlei Erweisung; und lief!, sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheüiung des Vaters, welche ihr habt gehoret (sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebuhret euch nicht, zu wissen Zeit Oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat, sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird; und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judaa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da stunden bei ihnen zwei Manner in weilien Kleidern, welche auch sagten: Ihr Manner von Galilaa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Da wandten sie urn gen Jerusalem von dem Berge, der da heiliet der Olberg, welcher nahe ist bei Jerusalem und liegt einen Sabbatweg davon. Und als sie hineinkamen, stiegen sie auf den Soller, da denn sich aufhielten Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomaus und Matthaus, Jakobus, des Alphaus Sohn, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn. Diese alle waren stets beieinander einmutig mit Beten und Flehen samt den Weibern und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brudern. Und in den Tagen trat auf Petrus unter die Junger und sprach (es war aber die Schar der Namen zuhauf bei hundertundzwanzig) Ihr Manner und Bruder, es mußte die Schrift erfullet werden, welche zuvor gesagt hat der Heilige Geist durch den Mund Davids, von Juda, der ein Vorganger war derer, die Jesum fingen. Denn er war mit uns gezahlet und hatte dies Amt mitunsüberkommen. Dieser hat erworben den Acker urn den ungerechten Lohn und sich erhenkt und ist mitten entzweigeborsten, und alle sein Eingeweide ausgeschuttet. Und es ist kund worden alien, die zu Jerusalem wohnen, also daß derselbige Acker genannt wird auf ihre Sprache Hakeldama, das ist, ein Blutacker. Denn es stehet geschrieben im Psalmbuch: Ihre Behausung müsse wüste werden, und sei niemand, der drinnen wohne, und sein Bistum empfange ein anderer. So muli nun einer unter diesen Mannern, die bei uns gewesen sind die ganze Zeit uber, welche der Herr Jesus unter uns ist aus und ein gegangen, von der Taufe des Johannes an bis auf den Tag, da er von uns genommen ist, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden. Und sie stelleten zwei, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen Just, und Matthias, beteten und sprachen: Herr, aller Herzen Kundiger, zeige an, welchen du erwahlet hast unter diesen zwei, daß einer empfange diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, da(J, er hinginge an seinen Ort. Und sie warfen das Los uber sie; und das Los fiel auf Matthias. Und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln.
Evangelium
Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jünger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehest du wohl alien diesen groften Bau? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und da er auf dem Olberge saft gegenüber dem Tempel, fragten ihn besonders Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas: Sage uns, wann wird das alles geschehen, und was wird das Zeichen sein wann das alles soli vollendet werden? Jesus antwortete ihnen und fing an zu sagen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verfuhre! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus, und werden viele verfuhren. Wenn ihr aber horen werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so furchtet euch nicht; denn es muli also geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da. Es wird sich ein Volk über das andere emporen und ein Konigreich über das andere. Und es werden geschehen Erdbeben hin und wieder, und wird sein teure Zeit und Schrecken. Das ist der Not Anfang. Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch uberantworten vor die Rathauser und Schulen; und ihr musset gestaupet werden und vor Fursten und Konige musset ihr gefuhret werden um meinetwillen zu einem Zeugnis über sie. Und das Evangelium muli zuvor geprediget werden unter alle Volker. Wenn sie euch nun führen und überantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket euch nicht zuvor, sondern was euch zu derselbigen Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist. Es wird aber uberantworten ein Bruder den andern zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emporen wider die Eltern und werden sie helfen toten. Und werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis an das Ende, der wird selig.
Evangelium
Und an demselbigen Tage, des Abends, sprach erzu ihnen: Lalit uns hinuberfahren! Und sie lielien das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; und es waren mehr Schiffe bei ihm. Und es erhub sich ein grolier Windwirbel und warf die Wellen in das Schiff, also daß das Schiff voll ward. Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sieweckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, daß wir verderben? Und er stund auf und bedrauete den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und ward eine grolie Stille. Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr furchtsam? Wie, daß ihr keinen Glauben habt? Und sie furchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Denn Wind und Meer sind ihm gehorsam.
Evangelium
Danach zog Jesus umher in Galilaa denn er wollte nicht in Judaa umherziehen, darum daß ihm die Juden nach dem Leben stelleten. Es war aber nahe der Juden Fest, der Laubrust. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judaa, auf daß auch deine Junger sehen die Werke, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust du solches, so offenbare dich vor der Welt. Denn auch seine Bruder glaubten nicht an ihn. Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht hier; eure Zeit aber ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasset sie; denn ich zeuge von ihr, daß ihre Werke bose sind. Gehet ihr hinauf auf dieses Fest. Ich will noch nicht hinaufgehen auf dieses Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfullet. Da er aber das zu ihnen gesagt, blieb er in Galilaa. Als aber seine Bruder waren hinaufgegangen, da ging erauch hinauf zu dem Fest, nicht offenbarlich, sondern gleich heimlich. Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der? Und eswarein graft Gemurmel von ihm unter dem Volk. Etliche sprachen: Er ist, fromm. Die andern aber sprachen: Nein, sondern er verfuhret das Volk. Niemand aber redete frei von ihm urn der Furcht willen vor den Juden. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrete. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat? Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. So jemand will des Willen tun, derwird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, Oder ob ich von mir selbst rede. Wer von ihm selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber suchet die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm. Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Und niemand unter euch tut das Gesetz. Warum suchet ihr mich zu toten? Das Volk antwortete und sprach: Du hast den Teufel; wer suchet dich zu toten? Jesus antwortete und sprach: Ein einiges Werk habe ich getan, und es wundert euch alle. Mose hat euch darum gegeben die Beschneidung, nicht daß sie von Mose kommt, sondern von den Vatern; noch beschneidet ihr den Menschen am Sabbat. So ein Mensch die Beschneidung annimmt am Sabbat, auf daß nicht das Gesetz Mose's gebrochen werde, zürnet ihr denn über mich, daß ich den ganzen Menschen habe am Sabbat gesund gemacht? Richtet nicht nach dem Ansehen sondern richtet ein recht Gericht! Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie suchten zu toten? Und siehe zu, er redet frei, und sie sagen ihm nichts. Erkennen unsere Obersten nun gewift, daß er gewift Christus sei? Doch wir wissen, von wannen dieser ist; wenn aber Christus kommen wird, so wird niemand wissen, von wannen er ist. Da rief Jesus im Tempel, lehrete und sprach: Ja, ihr kennet mich und wisset, von wannen ich bin; und von mir selbst bin ich nicht kommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht kennet. Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt. Da suchten sie ihn zu greifen. Aber niemand legte die Hand an ihn; denn seine Stunde war noch nicht kommen. Aber viele vom Volk glaubten an ihn und sprachen: Wenn Christus kommen wird; wird erauch mehr Zeichen tun, denn dieser tut? Und es kam vor die Pharisaer, daß das Volk solches von ihm murmelte. Da sandten die Pharisaer und Hohenpriester Knechte aus, daß sie ihn griffen. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und da ich bin, konnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden untereinander: Wo will dieser hingehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er unter die Griechen gehen, die hin und her zerstreuet liegen, und die Griechen lehren? Was ist das fur eine Rede, daß er saget: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, da konnet ihr nicht hinkommen? Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da durstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Strome des lebendigen Wassers flieften. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklaret. Viele nun vom Volk, die diese Rede horeten, sprachen: Dieser ist ein rechter Prophet. Die andern sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soli Christus aus Galilaa kommen? Spricht nicht die Schrift, von dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, solle Christus kommen? Also ward eine Zwietracht unter dem Volk uber ihm. Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn. Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisaern. Und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Es hat nie kein Mensch also geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisaer: Seid ihr auch verfuhret? Glaubet auch irgendein Oberster Oder Pharisaer an ihn? Sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht. Sprichtzu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher einer unter ihnen war: Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhoret und erkennet, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galilaer? Forsche und siehe, aus Galilaa stehet kein Prophet auf. Und ein jeglicher ging also heim.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
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