Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Da machte sich Jerubbaal, das ist, Gideon, frühe auf, und alles Volk, das mit ihm war, und lagerten sich an den Brunnen Harod, daß er das Heer der Midianiter hatte gegen Mitternacht, hinterden Hügeln der Warte im Grunde. Der HERR aber sprach zu Gideon: Des Volks ist zu viel, das mit dir ist, daß ich sollte Midian in ihre Hande geben; Israel mochte sich rühmen wider mich und sagen: Meine Hand hat mich erloset. So laft nun ausschreien vor den Ohren des Volks und sagen: Wer blode und verzagt ist, der kehre urn und hebe bald sich vom Gebirge Gilead. Da kehrete des Volks urn zweiundzwanzigtausend, daß nur zehntausend uberblieben. Und der HERR sprach zu Gideon: Des Volks ist noch zu viel. Führe sie hinab ans Wasser, daselbst will ich sie dir prufen; und von welchem ich dir sagen werde, daß er mit dir ziehen soil, der soli mit dir ziehen; von welchem aber ich sagen werde, daß er nicht mit dir ziehen soil, der soil nicht ziehen. Und er fuhrete das Volk hinab ans Wasser. Und der HERR sprach zu Gideon: Welcher mit seiner Zunge des Wassers lecket, wie ein Hund lecket, den stelle besonders; desselbengleichen, welcher auf seine Kniee fallt zu trinken. Da war die Zahl derer, die geleckt hatten aus der Hand zum Munde, dreihundert Mann; das andere Volk alles hatte knieend getrunken. Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erlosen und die Midianiter in deine Hande geben; aber das andere Volk laft alles gehen an seinen Ort. Und sie nahmen Futterung fur das Volk mit sich und ihre Posaunen. Aber die andern Israeliten lieft er alle gehen, einen jeglichen in seine Hutte; er aber starkte sich mit dreihundert Mann. Und das Heer der Midianiter lag unten vor ihm im Grunde. Und der HERR sprach in derselben Nacht zu ihm: Stehe auf und gehe hinab zum Lager; denn ich habe es in deine Hande gegeben. Furchtest du dich aber hinabzugehen, so laft deinen Knaben Pura mitdirhinabgehen zum Lager, daß du horest, was sie reden. Danach sollst du mit der Macht hinabziehen zum Lager. Da ging Gideon mit seinem Knaben Pura hinab an den Ort der Schildwachter, die im Lager waren. Und die Midianiter und Amalekiter und alle aus dem Morgenlande hatten sich niedergelegt im Grunde wie eine Menge Heuschrecken; und ihre Kamele waren nicht zu zahlen vor der Menge, wie der Sand am Ufer des Meers. Da nun Gideon kam, siehe, da er zahlete einer einem andern einen Traum und sprach: Siehe, mir hat getraumet, mich deuchte, ein gerostet Gerstenbrot walzte sich zum Heer der Midianiter, und da es kam an die Gezelte, schlug es dieselbigen und warf sie nieder und kehrete sie urn, das Oberste zu unterst, daß das Gezelt lag. Da antwortete der andere: Das ist nichts anderes denn das Schwert Gideons, des Sohns Joas', des Israelites Gott hat die Midianiter in seine Hande gegeben mit dem ganzen Heer. Da Gideon den horete solchen Traum erzahlen und seine Auslegung, betete er an und kam wieder ins Heer Israel und sprach: Machet euch auf, denn der HERR hat das Heer der Midianiter in eure Hande gegeben. Und er teilete die dreihundert Mann in drei Haufen und gab einem jeglichen eine Posaune in seine Hand und ledige Krüge und Fackeln drinnen. Und sprach zu ihnen: Sehet auf mich und tut auch also; und siehe, wenn ich an den Ort des Heers komme: wie ich tue, so tut ihr auch. Wenn ich die Posaune blase und alle, die mit mir sind, so sollt ihr auch die Posaunen blasen urns ganze Heer und sprechen: Hie HERR und Gideon! Also kam Gideon und hundert Mann mit ihm an den Ort des Heers, an die ersten Wachter, die da verordnet waren, und weckten sie auf und bliesen mit Posaunen und zerschlugen die Krüge in ihren Handen. Also bliesen alle drei Haufen mit Posaunen und zerbrachen die Krüge. Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken Hand und die Posaunen in ihrer rechten Hand, daß sie bliesen und riefen: Hie Schwert des HERRN und Gideon! Und ein jeglicher stund auf seinem Ort urn das Heer her. Da ward das ganze Heer laufend, und schrieen und flohen. Und indem die dreihundert Mann bliesen die Posaunen, schaffte der HERR, daß im ganzen Heer eines jeglichen Schwert wider den andern war. Und das Heer floh bis gen Beth-Sitta Zereratha, bis an die Grenze der Breite Mehola bei Tabath. Und die Manner Israels von Naphthali, von Asser und vom ganzen Manasse schrieen und jagten den Midianitern nach. Und Gideon sandte Botschaft auf das ganze Gebirge Ephraim und lieft sagen: Kommt herab, den Midianitern entgegen, und verlaufet ihnen das Wasser bis gen Beth-Bara und den Jordan! Da schrieen alle, die von Ephraim waren, und verliefen ihnen das Wasser bis gen Beth-Bara und den Jordan. Und fingen zween Fursten der Midianiter, Oreb und Seeb; und erwurgeten Oreb auf dem Fels Oreb und Seeb in der Kelter Seeb; und jagten die Midianiter und brachten die Haupter Orebs und Seebs zu Gideon uber den Jordan.
Epistel
Denn dazu seid ihr berufen, sintemal auch Christus gelitten hat fur uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drauete, da er lift; er stellete es aber dem heim, der da recht richtet; welcher unsere Sunden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daßwir, der Sunde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil worden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen
Erste Lesung
Also zog Abram herauf aus Agypten mit seinem Weibe und mit allem, das er hatte, und Lot auch mit ihm, gegen den Mittag. Abram aber war sehr reich von Vieh, Silber und Gold. Und erzog immer fort von Mittag bis gen Bethel, an die Statte da am ersten seine Hütte war, zwischen Bethel und Ai, eben an den Ort, da er vorhin den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Namen des HERRN. Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und Hutten. Und das Land mochte es nicht ertragen, daß sie beieinander wohneten; denn ihre Habe war groß, und konnten nicht beieinander wohnen. Und war immer Zank zwischen den Hirten uber Abrams Vieh und zwischen den Hirten uber Lots Vieh. So wohneten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande. Da sprach Abram zu Lot: Lieber, laß nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wirsind Gebruder. Stehet dir nicht alles Land often? Lieber, scheide dich von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; Oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. Da hub Lot seine Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodoma und Gomorrha verderbete, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des HERRN, gleichwie Agyptenland. Da erwahlete ihm Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Brudervon dem andern, daß Abram wohnete im Lande Kanaan und Lot in den Stadten der selben Gegend; und setzte seine Hutten gen Sodom. Aber die Leute zu Sodom waren bose und sundigten sehr wider den HERRN. Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HERR zu Abram: Hebe deine Augen auf und siehe von der Statte an, da du wohnest, gegen Mitternacht, gegen den Mittag, gegen den Morgen und gegen den Abend. Denn alle das Land, das du siehest, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich. Und will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zahlen, derwird auch deinen Samen zahlen. Darum so mach dich auf und zeuch durch das Land in die Lange und Breite; denn dir will ich's geben. Also erhub Abram seine Hutten, kam und wohnete im Hain Mamre; der zu Hebron ist, und bauete daselbst dem HERRN einen Altar.
Morgengebet — Erste Lesung
David aber gedachte in seinem Herzen: Ich werde der Tage einen Saul in die Hande fallen; es ist mir nichts besser, denn daß ich entrinne in der Philister Land , daß Saul von mir ablasse, mich furder zu suchen in alien Grenzen Israels; so werde ich seinen Handen entrinnen. Und machte sich auf und ging hinuber, samt den sechshundert Mann, die bei ihm waren, zu Achis, dem Sohn Maochs, Konige zu Gath. Also blieb David bei Achis zu Gath, mit seinen Mannern, ein jeglicher mit seinem Hause; David auch mit seinen zweien Weibern, Ahinoam, der Jesreelitin, und Abigail, des Nabals Weibe, der Karmelitin. Und da Saul angesagt ward, daß David gen Gath geflohen ware, suchte er ihn nicht mehr. Und David sprach zu Achis: Hab ich Gnade vor deinen Augen funden, so laft mir geben einen Raum in der Stadte einer auf dem Lande, daß ich drinnen wohne; was soil dein Knecht in der koniglichen Stadt bei dirwohnen? Da gab ihm Achis des Tages Ziklag. Daher ist Ziklag der Konige Judas bis auf diesen Tag. Die Zeit aber, die David in der Philister Lande wohnete, ist ein Jahr und vier Monden. David aber zog hinauf samt seinen Mannern und fiel ins Land der Gessuriter und Girsiter und Amalekiter; denn diese waren die Einwohner von alters her dieses Landes, als man kommt gen Sur, bis an Agyptenland. Da aber David das Land schlug, lieft er weder Mann noch Weib leben, und nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider; und kehrete wieder und kam zu Achis. Wenn denn Achis sprach: Seid ihr heute nicht eingefallen? so sprach David: Gegen den Mittag Judas und gegen den Mittag der Jerahmeeliter und gegen den Mittag der Keniter. David aber lieft weder Mann noch Weib lebendig gen Gath kommen, und gedachte, sie mochten wider uns reden und schwatzen. Also tat David, und das war seine Weise, solange er wohnete in der Philister Lande. Darum glaubte Achis David und gedachte: Er hat sich stinkend gemacht vor seinem Volk Israel, darum soil er immer mein Knecht sein.
Erste Lesung
Das sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, da($ ihr danach tut im Lande, das der HERR, deiner Vater Gott, dir gegeben hat einzunehmen, solange ihr auf Erden lebet. Verstoret alle Orte, da die Heiden, die ihr einnehmen werdet, ihren Gottern gedienet haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hugeln Oder unter grunen Baumen; und reiliet urn ihre Altare und zerbrechet ihre Saulen und verbrennet mit Feuer ihre Haine; und die Gotzen ihrer Gotter tut ab und vertilget ihren Namen aus demselben Ort. Ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, nicht also tun, sondern an dem Ort, den der HERR, euer Gott, erwahlen wird aus alien euren Stammen, daü er seinen Namen daselbst lasset wohnen, sollt ihr forschen und dahin kommen und eure Brandopfer, und eure anderen Opfer und eure Zehnten und eurer Hande Hebe und eure Gelubde und eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe dahin bringen. Und soilt daselbst vor dem HERRN, eurem Gott, essen und frohlich sein uber allem, das ihr und euer Haus bringet, darinnen dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat. Ihr sollt der keins tun, das wir heute allhie tun, ein jeglicher, was ihn recht dunket. Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe kommen noch zu dem Erbteil, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. Ihr werdet aber uber den Jordan gehen und im Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, wird zum Erbe austeilen, und wird euch Ruhe geben von alien euren Feinden urn euch her, und werdet sicher wohnen. Wenn nun der HERR, dein Gott, einen Ort erwahlet, daß sein Name daselbst wohne, sollt ihr daselbst hinbringen ailes, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure anderen Opfer, eure Zehnten, eurer Hande Hebe und alle eure freien Gelubde, die ihr dem HERRN geloben werdet. Und sollt frohlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, ihr und eure Sohne und eure Tochter und eure Knechte und eure Magde und die Leviten, die in euren Toren sind; denn sie haben kein Teil noch Erbe mit euch. Hute dich, dafi du nicht deine Brandopfer opferst an alien Orten, die du siehest, sondern an dem Ort, den der HERR erwahlet in irgendeinem deiner Stamme, da sollst du dein Brandopfer opfern und tun ailes, was ich dir gebiete. Doch magst du schlachten und Fleisch essen in alien deinen Toren nach alter Lust deiner Seele, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den erdir gegeben hat; beide der Reine und der Unreine mogen's essen, wie ein Reh Oder Hirsch. Ohne das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde gielien, wie Wasser. Du magst aber nicht essen in deinen Toren vom Zehnten deines Getreides, deines Mosts, deines Ols, noch von der Erstgeburt deiner Rinder, deiner Schafe Oder von irgend einem deiner Gelubde, die du gelobet hast, Oder von deinem freiwilligen Opfer, Oder von deiner Hand Hebe; sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du solches essen an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwahlet, du und deine Sohne, deine Tochter, deine Knechte, deine Magde und der Levit, der in deinem Tor ist; und sollst frohlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, uber ailem, das du bringest. Und hute dich, daß du den Leviten nicht verlassest, solange du auf Erden lebest. Wenn aber der HERR, dein Gott, deine Grenze weitern wird, wie er dir geredet hat, und sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen gelustet, so ili Fleisch nach aller Lust deiner Seele. Ist aber die Statte feme von dir, die der HERR, dein Gott, erwahlet hat, dati er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern Oder Schafen, die dir der HERR gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und ili es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele. Wie man ein Reh Oder Hirsch isset, magst du es essen; beide der Reine und der Unreine mogen's zugleich essen. Allein merke, daß du das Blut nicht essest; denn das Blut ist die Seele, darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen, sondern sollst es auf die Erde gielien, wie Wasser. Und sollst es darum nicht essen, daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir, daß du getan hast, was recht ist vor dem HERRN. Aberwenn du etwas heiligen willst von dem Deinen, Oder geloben, so sollst du es aufladen und bringen an den Ort, den der HERR erwahlet hat, und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut tun auf den Altar des HERRN, deines Gottes. Das Blut deines Opfers sollst du gieften auf den Altar des HERRN, deines Gottes, und das Fleisch essen. Siehe zu und hore alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, daß du getan hast, was recht und gefallig ist vor dem HERRN, deinem Gott. Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, daß du hinkommest, sie einzunehmen, und sie eingenommen hast und in ihrem Lande wohnest, so hute dich, daß du nicht in den Strick tallest ihnen nach, nachdem sie vertilget sind vor dir, und nicht fragest nach ihren Gottern und sprechest: Wie diese Volker haben ihren Gottern gedienet, also will ich auch tun. Du sollst nicht also an dem HERRN, deinem Gott, tun; denn sie haben ihren Gottern getan alles, was dem HERRN ein Greuel ist, und das er hasset; denn sie haben auch ihre Sohne und Tochter mit Feuer verbrannt ihren Gottern.
Erste Lesung
Dies sind die Namen der Stamme. Von Mitternacht, von Hethlon gegen Hemath und Hazar- Enon und von Damaskus gegen Hemath; das soil Dan fur seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Dan soil Asser seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Asser soil Naphthali seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Naphthali soil Manasse seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Manasse soil Ephraim seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Ephraim soil Ruben seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Ruben soil Juda seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Juda aber sollt ihr einen Teil absondern vom Morgen bis gegen Abend, der fünfundzwanzigtausend Ruten breit und lang sei, ein Stuck von den Teilen, so von Morgen bis gen Abend reichen; darin soil das Heiligtum stehen. Und davon sollt ihr dem HERRN einen Teil absondern, funfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend Ruten breit. Und dasselbige heilige Teil soil der Priester sein, namlich funfundzwanzigtausend Ruten lang gegen Mitternacht und gegen Mittag und zehntausend breit gegen Morgen und gegen Abend. Und das Heiligtum des HERRN soli mitten drinnen stehen. Das soil geheiliget sein den Priestern, den Kindern Zadoks, welche meine Sitten gehalten haben und sind nicht abgefallen mit den Kindern Israel, wie die Leviten abgefallen sind. Und soil also dies abgesonderte Teil des Landes ihr eigen sein, darin das Allerheiligste ist neben der Leviten Grenze. Die Leviten aber sollen neben der Priester Grenze auch funfundzwanzigtausend Ruten in die Lange und zehntausend in die Breite haben; denn alle Lange soil funfundzwanzigtausend und die Breite zehntausend Ruten haben. Und sollen nichts davon verkaufen noch verandern, damit des Landes Erstling nicht wegkomme; denn es ist dem HERRN geheiliget. Aber die ubrigen funftausend Ruten in die Breite gegen die funfundzwanzigtausend Ruten in die Lange, das soil unheilig sein zur Stadt, drinnen zu wohnen, und zu Vorstadten; und die Stadt soli mitten drinnen stehen. Und das soli ihr Maß sein: viertausend und fünfhundert Ruten gegen Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen gegen Morgen und gegen Abend auch viertausend und fünfhundert. Die Vorstadt aber soil haben zweihundertundfünfzig Ruten gegen Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen auch gegen Morgen und gegen Abend zweihundertundfünfzig Ruten. Aber das übrige an der Lange desselben neben dem Abgesonderten und Geheiligten, namlich zehntausend Ruten gegen Morgen und gegen Abend, das gehort zur Unterhaltung derer, die in der Stadt arbeiten. Und die Arbeiter sollen aus alien Stammen Israels der Stadt arbeiten, daß die ganze Absonderung der fünfundzwanzigtausend Ruten ins Gevierte eine geheiligte Absonderung sei zu eigen der Stadt. Was aber noch übrig ist auf beiden Seiten neben dem abgesonderten heiligen Teil und neben der Stadt Teil, namlich fünfundzwanzigtausend Ruten gegen Morgen und gegen Abend, das soil alles des Fursten sein. Aber das abgesonderte heilige Teil und das Haus des Heiligtums soli mitten innen sein. Was aber dazwischen liegt, zwischen der Leviten Teil und zwischen der Stadt Teil und zwischen der Grenze Judas und der Grenze Benjamins, das soil des Fürsten sein. Danach sollen die andern Stamme sein: Benjamin soil seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Aber neben der Grenze Benjamins soil Simeon seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben der Grenze Simeons soil Isaschar seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben der Grenze Isaschars soil Sebulon seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben der Grenze Sebulons soil Gad seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Aber neben Gad ist die Grenze gegen Mittag, von Thamar bis an das Haderwasser zu Kades und gegen dem Wasser am grolien Meer. Also soli das Land ausgeteilet werden zum Erbteil unterdie Stamme Israels; und das soil ihr Erbteil sein, spricht der Herr HERR. Und so weit soil die Stadt sein: viertausend und fünfhundert Ruten gegen Mitternacht. Und die Tore der Stadt sollen nach den Namen der Stamme Israels genannt werden, drei Tore gegen Mitternacht: das erste Tor Ruben, das andere Juda, das dritte Levi. Also auch gegen Morgen viertausend und fünfhundert Ruten und auch drei Tore: namlich das erste Tor Joseph, das andere Benjamin, das dritte Dan. Gegen Mittag auch also: viertausend und fünfhundert Ruten und auch drei Tore: das erste Tor Simeon, das andere Isaschar, das dritte Sebulon. Also auch gegen Abend viertausend und fünfhundert Ruten und drei Tore: ein Tor Gad, das andere Assur, das dritte Naphthali. Also soli es urn und urn achtzehntausend Ruten haben. Und alsdann soil die Stadt genannt werden: Hie ist der HERR!
Antwortpsalm
Auf der Githith vorzusingen: Assaph. Singet frdhlich Gott, der unsere Starke ist; jauchzet dem Gott Jakobs! Nehmet die Psalmen und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit Psalter. Blaset im Neumonden die Posaunen, in unserm Fest der Laubruste. Denn solches isteine Weise in Israel und ein Recht des Gottes Jakobs. Solches hat er zum Zeugnis gesetzt unter Joseph, da sie aus Agyptenland zogen, und fremde Sprache gehoret hatten, da ich ihre Schulter von der Last entlediget hatte, und ihre Hande der Topfe los wurden. Da du mich in der Not anriefest, half ich dir aus; und erhorete dich, da dich das Wetter überfiel, und versuchte dich am Haderwasser. Sela. Hore, mein Volk, ich will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich horen, daß unter dir kein anderer Gott sei, und du keinen fremden Gott anbetest. Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Agyptenland gefuhret hat. Tue deinen Mund weit auf, lali mich ihn fullen! Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mein nicht. So hab ich sie gelassen in ihres Herzens Dünkel, daß sie wandeln nach ihrem Rat. Wollte mein Volk mirgehorsam sein und Israel auf meinem Wege gehen, so wollte ich ihre Feinde bald dampfen und meine Hand liber ihre Widerwartigen wenden; und die den HERRN hassen, müliten an ihm fehlen; ihre Zeit aber würde ewiglich wahren. Und ich würde sie mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sattigen.
Antwortpsalm
HERR, warum trittst du so feme, verbirgest dich zur Zeit der Not? Weil der Gottlose Ubermut treibet, mufi der Elende leiden. Sie hangen sich aneinander und erdenken bose Tücke. Denn der Gottlose ruhmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und lasted den HERRN. Der Gottlose ist so stolz und zornig, daü er nach niemand fraget; in alien seinen Tücken halt er Gott fur nichts. Er fahret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind feme von ihm; er handelt trotzig mit alien seinen Feinden. Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird fur und fur keine Not haben. Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an. Er sitzt und lauert in den Hofen; er erwurget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen. Er lauert im Verborgenen, wie ein Lowe in der Hohle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht. Er zerschlagt und drucket nieder und stofit zu Boden den Armen mit Gewalt. Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, erwird's nimmermehr sehen. Stehe auf, HERR Gott, erhebe deine Hand; vergili der Elenden nicht! Warum soil der Gottlose Gott lastern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach? Du siehest ja, denn du schauestdas Elend und Jammer; es stehet in deinen Handen. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Heifer. Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Bose, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden. Der HERR ist Konig immer und ewiglich; die Heiden mussen aus seinem Land umkommen. Das Verlangen der Elenden horestdu, HERR; ihr Herz ist gewifi, daß dein Ohr drauf merket, daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
Antwortpsalm
Ein Gebet des Elenden, so er betrubt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschuttet. HERR, hore mein Gebet und laß mein Schreien zudirkommen! Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhore mich bald! Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand. Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen. Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen. Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Kauzlein in den verstorten Statten. Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache. Taglich schmahen mich meine Feinde; und die mich spotten, schworen bei mir. Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen vordeinem Drauen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast. Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras. Du aber, HERR, bleibest ewiglich und dein Gedachtnis fur und fur. Du wollest dich aufmachen und fiber Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihrgnadig seiest, und die Stunde ist kommen. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet wurde, und sahen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden; daß die Heiden den Namen des HERRN furchten und alle Konige auf Erden deine Ehre; daß der HERR Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmahet ihr Gebet nicht. Daswerde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soil werden, wird den HERRN loben. Denn er schauet von seiner heiligen Hohe, und der HERR siehet vom Himmel auf Erden, daß er das Seufzen des Gefangenen hore und losmache die Kinder des Todes, auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HERRN und sein Lob zu Jerusalem, wenn die Volkerzusammenkommen und die Konigreiche, dem HERRN zu dienen. Er demutiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage. Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Halfte meiner Tage! Deine Jahre wahren fur und fur. Du hast vorhin die Erde gegrundet, und die Himmel sind deiner Hande Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen.
Evangelium
Ich bin kommen, daß sie das Leben und voile Genüge haben sollen. Ich bin ein guter Hirte; ein guter Hirte lasset sein Leben fur die Schafe. Ein Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen und verlasset die Schafe und flieht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben fur die Schafe. Und ich habe andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselben muft ich herfuhren, und sie werden meine Stimme horen, und wird eine Herde und ein Hirte werden.
Antwortpsalm
Der HERR ist Konig; des freue sich das Erdreich, und seien frohlich die Inseln, soviel ihrer ist. Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung: Feuer gehet vor ihm her und zündet an umher seine Feinde. Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens. Die Himmel verkundigen seine Gerechtigkeit, und alle Volker sehen seine Ehre. Schamen mussen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Gotzen ruhmen. Betet ihn an, alle Gotter! Zion horetes und istfroh; und die Tochter Judas sind frohlich, HERR über deinem Regiment. Denn du, HERR, bist der Hochste in alien Landen; du bist sehr erhohet über alle Gotter. Die ihrden HERRN liebet, hasset das Arge! Der HERR bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freuet euch des HERRN; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!
Morgengebet — Zweite Lesung
Saulus aber schnaubete noch mit Drauen und Morden wider die Junger des Herrn und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses Wegs fande, Manner und Weiber, er sie gebunden fuhrete gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plotzlich ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und horete eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgest. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel lecken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, daß ich tun soil? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Manner aber, die seine Gefahrten waren, stunden und waren erstarret; denn sie horeten eine Stimme und sahen niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und fuhreten ihn gen Damaskus. Und war drei Tage nicht sehend und aft nicht und trank nicht. Es war aber ein Junger zu Damaskus mit Namen Ananias; zu dem sprach der Herr im Gesichte: Ananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin in die Gasse, die da heiftet die Richtige, und frage in dem Hause Judas nach Saulus mit Namen von Tarsus; denn siehe, er betet und hat gesehen im Gesichte einen Mann mit Namen Ananias zu ihm hineinkommen und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehoret von diesem Manne, wieviel Ubles er deinen Heiligen getan hat zu Jerusalem. Und er hat allhie Macht von den Hohenpriestern; zu binden alle, die deinen Namen anrufen. Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwahlt Rustzeug, daß er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Konigen und vor den Kindern von Israel. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muft um meines Namens willen. Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hande auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt (der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest), daß du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfullet werdest. Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen; und ward wieder sehend und stund auf, lieft sich taufen und nahm Speise zu sich und starkete sich. Saulus aber war etliche Tage bei den Jungern zu Damaskus. Und alsbald predigte er Christum in den Schulen, daß derselbige Gottes Sohn sei. Sie entsetzten sich aber alle, die es horeten, und sprachen: 1st das nicht, der zu Jerusalem verstorete alle, die diesen Namen anrufen, und darum herkommen, daü er sie gebunden führe zu den Hohenpriestern? Saulus aber ward immer kraftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohneten, und bewahrete es, daß dieser ist der Christus. Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, daß sie ihn toteten. Aber es ward Saulus kundgetan, dafi sie ihm nachstelleten. Sie huteten aber Tag und Nacht an den Toren, daß sie ihn toteten. Da nahmen ihn die Junger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer und liefien ihn in einem Korbe hinab. Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jungern zu tun; und sie furchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dafi er ein Junger ware. Barnabas aber nahm ihn zu sich und fuhrete ihn zu den Aposteln und erzahlete ihnen, wie er auf der Strafte den Herm gesehen, und er mit ihm geredet, und wie er zu Damaskus den Namen Jesu frei geprediget hatte. Und erwar bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte den Namen des Herrn Jesu frei. Er redete auch und befragte sich mit den Griechen; aber sie stelleten ihm nach, daß sie ihn toteten. Da das die Bruder erfuhren, geleiteten sie ihn gen Casarea und schickten ihn gen Tarsus. So hatte nun die Gemeinde Frieden durch ganz Judaa und Galilaa und Samarien und bauete sich und wandelte in der Furcht des Flerrn und ward erfullet mit Trost des FHeiligen Geistes. Es geschah aber, da Petrus durchzog allenthalben, daß er auch zu den Heiligen kam, die zu Lydda wohneten. Daselbst fand er einen Mann mit Namen Aneas, acht Jahre lang auf dem Bette gelegen, der war gichtbruchig. Und Petrus sprach zu ihm: Anea, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf und bette dir selber. Und alsobald stund erauf. Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und zu Saron wohneten; die bekehreten sich zu dem Flerrn. Zu Joppe aber war eine Jungerin mit Namen Tabea (welches verdolmetschet heiftt eine Rehe), die war voll guter Werke und Almosen, die sie tat. Es begab sich aber zu derselbigen Zeit, daß sie krank ward und starb. Da wuschen sie dieselbige und legten sie auf den Soller. Nun aber Lydda nahe bei Joppe ist, da die Junger horeten, daß Petrus daselbst war, sandten sie zwei Manner zu ihm und ermahneten ihn, daß er sich's nicht liefte verdrieften, zu ihnen zu kommen. Petrus aber stund auf und kam mit ihnen. Und als er hinkommen war, fuhreten sie ihn hinauf auf den Soller, und traten urn ihn alle Witwen, weineten und zeigten ihm die Rocke und Kleider, welche die Rehe machte, als sie bei ihnen war. Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder. Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf und rief die Heiligen und die Witwen und stellete sie lebendig dar. Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden glaubig an den Herrn. Und es geschah, daß er lange Zeit zu Joppe blieb bei einem Simon, der ein Gerber war.
Zweite Lesung
Dieweil wir nun solche Verheüiung haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. Fasset uns! Wir haben niemand Leid getan; wir haben niemand verletzt; wir haben niemand ubervorteilet. Nicht sage ich solches, euch zu verdammen; denn ich habe droben zuvor gesagt, daü ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. Ich rede mit grower Freudigkeit zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllet mit Trost; ich bin überschwenglich in Freuden in aller unserer Trübsal. Denn da wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern allenthalben waren wir in Trübsal: auswendig Streit, inwendig Furcht. Aber Gott, der die Geringen trostet, der trostete uns durch die Ankunft des Titus. Nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, damit er getrostet war an euch, und verkündigte uns euer Verlangen, euer Weinen, euren Eifer urn mich, also dafi ich mich noch mehr freuete. Denn dafi ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reuet mich nicht. Und ob's mich reuete, so ich aber sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübt hat, so freue ich mich doch nun, nicht daruber, daß ihr seid betrübt worden, sondern daß ihr seid betrübt worden zur Reue. Denn ihr seid gottlich betrübt worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen nehmet. Denn die gottliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket den Tod. Siehe, dasselbige, dafi ihr gottlich seid betrubt worden, welchen Fleil J hat es in euch gewirket, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht, Verlangen, Eifer, Rachel Ihr habt euch beweiset in alien Stricken, dafi ihr rein seid an der Tat. Darum, ob ich euch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um deswillen, der beleidiget hat, auch nicht um deswillen, der beleidiget ist, sondern um deswillen, daß euer Fleift gegen uns offenbar würde bei euch vor Gott. Derhalben sind wir getrostet worden, daü ihr getrostet seid. Uberschwenglicher aber haben wir uns noch mehr gefreuet uber die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquicket an euch alien. Denn was ich vor ihm von euch gerühmet habe, bin ich nicht zuschanden worden; sondern gleichwie alles wahr ist, was ich mit euch geredet habe, also ist auch unser Ruhmen vor Titus wahr worden. Und er ist uberaus herzlich wohl an euch, wenn er gedenket an euer aller Gehorsam, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern habt aufgenommen. Ich freue mich, daß ich mich zu euch alles versehen dart.
Zweite Lesung
Wehe Ariel, Ariel, du Stadt des Lagers Davids! Ihr haltet Jahrzeiten und feiert Feste. Aber ich will den Ariel angsten, dad er traurig und jammerig sei, und soil mir ein rechter Ariel sein. Denn ich will dich belagern rings umher und will dich angsten mit Bollwerk und will Walle urn dich auffuhren lassen. Alsdann sollst du geniedriget werden und aus der Erde reden und aus dem Staube mit deiner Rede murmeln, dad deine Stimme sei wie eines Zauberers aus der Erde und deine Rede aus dem Staube wispele. Und die Menge, die dich zerstreuen, werden so viel sein als ein dunner Staub und die Menge der Tyrannen wie eine webende Spreu; und das soil plotzlich bald geschehen. Denn du wirst vom HERRN Zebaoth heimgesucht werden mit Wetter und Erdbeben und grodem Donner, mit Windwirbel und Ungewitter und mit Flammen des verzehrenden Feuers. Aber wie ein Nachtgesicht im Traum, so soil sein die Menge aller Heiden, so wider Ariel streiten, samt all ihrem Heer und Bollwerk, und die ihn angsten. Denn gleichwie einem Hungrigen traumet, dad er esse, wenn er aber aufwacht, so ist seine Seele noch leer, und wie einem Durstigen traumet, dad er trinke, wenn er aber aufwacht, ist er matt und durstig: also sollen sein die Menge aller Heiden, die wider den Berg Zion streiten.
Abendgebet — Erste Lesung
Und es begab sich zu derselben Zeit, daß die Philister ihr Heer versammelten, in Streit zu ziehen wider Israel. Und Achis sprach zu David: Du sollst wissen, daß du und deine Manner sollt mit mir ausziehen ins Heer. David sprach zu Achis: Wohlan, du sollst erfahren, was dein Knecht tun wird. Achis sprach zu David: Darum will ich dich zum Hitter meines Haupts setzen mein Leben lang. Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte Leid urn ihn getragen und ihn begraben in seiner Stadt Rama. So hatte Saul aus dem Lande vertrieben die Wahrsager und Zeichendeuter. Da nun die Philister sich versammelten und kamen und lagerten sich zu Sunem, versammelte Saul auch das ganze Israel, und lagerten sich zu Gilboa. Da aber Saul der Philister Heer sah, furchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr. Und er ratfragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, weder durch Traume, noch durchs Licht, noch durch Propheten. Da sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib die einen Wahrsagergeist hat, daß ich zu ihr gehe und sie frage. Seine Knechte sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib, die hat einen Wahrsagergeist. Und Saul wechselte seine Kleider und zog andere an; und ging hin, und zween andere mit ihm, und kamen bei der Nacht zum Weibe; und sprach: Lieber, weissage mir durch den Wahrsagergeist und bringe mir herauf, den ich dir sage. Das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weiftest wohl, was Saul getan hat, wie er die Wahrsager und Zeichendeuter ausgerottet hat vom Lande; warum willst du denn meine Seele in das Netz fuhren, daß ich ertotet werde? Saul aber schwur ihr bei dem HERRN und sprach: So wahr der HERR lebet, es soil dir dies nicht zur Missetat geraten. Da sprach das Weib: Wen soil ich dir denn heraufbringen? Er sprach: Bringe mir Samuel herauf. Da nun das Weib Samuel sah, schrie sie laut und sprach zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist Saul. Und der Kdnig sprach zu ihr: Furchte dich nicht, was siehest du? Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe Gotter heraufsteigen aus der Erde. Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf und ist bekleidet mit einem Seidenrock. Da vernahm Saul, daß es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und betete an. Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du mich unruhig gemacht, daß du mich heraufbringen lassest? Saul sprach: Ich bin sehr geangstet, die Philister streiten wider mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht, weder durch Propheten noch durch Traume; darum habe ich dich lassen rufen, dafi du mir weisest, was ich tun solle. Samuel sprach: Was willst du mich fragen, weil der HERR von dir qewichen und dein Feind worden ist? Der HERR wird dir tun, wie er durch mich geredet hat, und wird das Reich von deiner Hand reiften und David, deinem Nachsten, geben, darum dafi du der Stimme des HERRN nicht gehorchet und den Grimm seines Zorns nicht ausgerichtet hast wider Amalek hat dir der HERR solches jetzt getan. Dazu wird der HERR Israel mit dir auch geben in der Philister Hande. Morgen wirst du und deine Sohne mit mir sein. Auch wird der HERR das Heer Israels in der Philister Hande geben. Da fiel Saul zur Erde, so lang er war, und erschrak sehr vor den Worten Samuels, daß keine Kraft mehr in ihm war; denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht. Und das Weib ging hinein zu Saul und sah, daß er sehr erschrocken war, und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorchet und habe meine Seele in meine Hand gesetzt, daß ich deinen Worten gehorchte, die du zu mir sagtest. So gehorche auch nun du deiner Magd Stimme. Ich will dir einen Bissen Brots vorsetzen, daß du essest, daß du zu Kraften kommest und deine Strafte gehest. Er aber weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen. Da notigten ihn seine Knechte und das Weib, daß er ihrer Stimme gehorchte. Und er stund auf von der Erde und setzte sich aufs Bett. Das Weib aber hatte daheim ein gemastet Kalb; da eilete sie und schlachtete es; und nahm Mehl und knetete es und buk es ungesauert. Und brachte es herzu vor Saul und vor seine Knechte. Und da sie gegessen hatten, stunden sie auf und gingen die Nacht.
Zweite Lesung
Liebe Bruder, haltet nicht dafur, daß der Glaube an Jesum Christum, unsern Herrn der Herrlichkeit, Ansehen der Person leide. Denn so in eure Versammlung kame ein Mann mit einem güldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es kame aber auch ein Armer mit einem unsauberen Kleide, und ihr sahet auf den, der das herrliche Kleid traget, und sprachet zu ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprachet zu dem Armen: Stehe du dort Oder setze dich her zu meinen Fulien, und bedenket es nicht recht, sondern ihrwerdet Richter und machet bosen Unterschied. Horet zu, meine lieben Bruder! Hat nicht Gott die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheifien hat denen, die ihn liebhaben? Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch üben und ziehen euch vor Gericht? Verlastern sie nicht den guten Namen, davon ihr genannt seid? So ihr das konigliche Gesetz vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst, so tut ihrwohl. So ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet gestraft vom Gesetz als die Ubertreter. Denn jemand das ganze Gesetz halt und sundiget an einem, der ist's ganz schuldig. Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nicht toten. So du nun nicht ehebrichst, totest aber, bist du ein Ubertreter des Gesetzes. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht uber den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. Was hilft's, liebe Bruder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? So aber ein Bruder Oder Schwester bloft ware und Mangel hatte der taglichen Nahrung, und jemand unter euch sprache zu ihnen: Gott berate euch, warmet euch und sattiget euch! gabet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist, was hülfe ihnen das? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es mochte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mirdeinen Glauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen Glauben dirzeigen mit meinen Werken. Du glaubest, daß ein einiger Gott ist; du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. Willst du aber wissen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehest du, daß der Glaube mitgewirket hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen worden. Und ist die Schrift erfüllet, die da spricht: Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund Gottes geheiften. So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Desselbigengleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht worden, da sie die Boten aufnahm und lieft sie einen andern Weg hinaus? Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also auch der Glaube ohne Werke ist tot.
Zweite Lesung
Ihr Weiber, seid untertan euren Mannern in dem Herrn, wie sich's gebuhrt. Ihr Manner, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie! Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in alien Dingen; denn das ist dem Herrn gefallig. Ihr Vater, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr Knechte, seid gehorsam in alien Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfaltigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen; und wisset, daß ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herm Christo. Wer aber unrecht tut, derwird empfangen; was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person. Ihr Herren, was recht und gleich ist, das beweiset den Knechten und wisset, daß ihr auch einen Herm im Himmel habt.
Evangelium
Und er berief die Zwolfe und hub an und sandte sie je zwei und zwei und gab ihnen Macht uber die unsauberen Geister. Und gebot ihnen, daß sie nichts bei sich trugen auf dem Wege denn allein einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel, sondern waren geschuhet, und daß sie nicht zwei Rockeanzogen. Und sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibet innen, bis ihr von dannen ziehet. Und welche euch nicht aufnehmen noch horen, da gehet von dannen heraus und schuttelt den Staub ab von euren Fülien zu einem Zeugnis über sie. Ich sage euch: Wahrlich, eswird Sodom und Gomorra am Jungsten Gerichte ertraglicher ergehen denn solcher Stadt. Und sie gingen aus und predigten, man sollte Bulie tun. Und trieben viele Teufel aus und salbeten viele Sieche mit 01 und machten sie gesund.
Evangelium
Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den Altesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und fuhreten ihn hin und uberantworteten ihn Pilatus. Und Pilatus fragte ihn: Bist du ein Konig der Juden? Er antwortete aber und sprach zu ihm: Du sagst es. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! Jesus aber antwortete nichts mehr, also dati sich auch Pilatus verwunderte. Er pflegte aber ihnen auf das Osterfest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten. Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührerischen die im Aufruhr einen Mord begangen hatten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er tate, wie er pflegete. Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, daß ich euch den Konig der Juden losgebe? Denn er wulite, daß ihn die Hohenpriester aus Neid uberantwortet hatten. Aber die Hohenpriester reizten das Volk, daß er ihnen viel lieber den Barabbas losgabe. Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr denn, daß ich tue dem, den ihr schuldiget, er sei ein Konig der Juden? Sie schrieen abermal: Kreuzige ihn! Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er Ubels getan? Aber sie schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn! Pilatus aber gedachte, dem Volk genugzutun, und gab ihnen Barabbas los und überantwortete ihnen Jesum, daß er gegeilielt und gekreuziget wurde. Die Kriegsknechte aber fuhreten ihn hinein in das Richthaus und riefen zusammen die ganze Schar; und zogen ihm einen Purpuran und flochten eine dornene Krone und setzten sie ihm auf; und fingen an, ihn zu grüften: Gegrüftet seiest du, der Juden Konig! Und schlugen ihm das Haupt mit dem Rohr und verspeieten ihn und fielen auf die Kniee und beteten ihn an. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an und fuhreten ihn aus, daß sie ihn kreuzigten.
Evangelium
Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkennete, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, wuftte Jesus, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hande gegeben, und daß er von Gott kommen war und zu Gottging: stund ervom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgurtete sich. Danach goft er Wasser in ein Becken, hub an, den Jungern die Fuße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgurtet war. Da kam erzu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Fufte waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weiftt du jetzt nicht; du wirst's aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Fufte waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Sprichtzu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füfte alleine, sondern auch die Hande und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nicht denn die Fufte waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wuftte seinen Verraterwohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Fufte gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heiftet mich Meister und Herr und saget recht daran; denn ich bin's auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füfte gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füfte waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht grofter denn sein Herr noch der Apostel grofter, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Nicht sage ich von euch alien, (ich weift, welche ich erwahlet habe), sondern daß die Schrift erfüllet werde: Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füften. Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es geschehen ist, daß ihr glaubet, daß ich's bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrubt im Geist und zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten. Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Es war aber einer unter seinen Jungern, derzu Tische saft an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Dem winkete Simon Petrus, daß erforschen sollte, wer es ware, von dem er sagte. Denn derselbige lag an der Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wuftte niemand über dem Tische, wozu er's ihm sagte. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus sprache zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest; Oder daß er den Armen etwas gabe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht. Da er aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verklaret, und Gott ist verklaret in ihm. Ist Gott verklaret in ihm, wird ihn auch Gott verklaren in ihm selbst und wird ihn bald verklaren. Liebe Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hingehe; da konnt ihr nicht hinkommen. Und ich sage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf dafi auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, dafi ihr meine Junger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir hernachmalsfolgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben fur dich lassen. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben fur mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krahen, bis du mich dreimal habest verleugnet!
Evangelium
Da sprach der Hohepriester: Ist dem also? Er aber sprach: Liebe Bruder und Vater, horet zu! Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe erwohnete in Haran, und er sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von deiner Freundschaft und zieh in ein Land, das ich dirzeigen will. Da ging er aus der Chaldaer Lande und wohnete in Haran. Und von dannen, da sein Vater gestorben war, brachte er ihn heruber in dies Land, darinnen ihr nun wohnet. Und gab ihm kein Erbteil drinnen, auch nicht eines Fulies breit; und verhieli ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem Samen nach ihm, da er noch kein Kind hatte. Aber Gott sprach also: Dein Same wird ein Fremdling sein in einem fremden Lande, und sie werden ihn dienstbar machen und ubel handeln vierhundert Jahre. Und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und danach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Statte . Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Und er zeugete Isaak und beschnitt ihn am achten Tag und Isaak den Jakob und Jakob die zwolf Erzvater. Und die Erzvater neideten Joseph und verkauften ihn nach Agypten. Aber Gott war mit ihm und errettete ihn aus aller seiner Trubsal und gab ihm Gnade und Weisheit vor dem Konige Pharao in Agypten; der setzte ihn zum Fursten uber Agypten und uber sein ganzes Haus. Es kam aber eine teure Zeit uber das ganze Land Agypten und Kanaan und eine grolie Trubsal, und unsere Vater fanden nicht Futterung. Jakob aber horete, dal L in Agypten Getreide ware, und sandte unsere Vater aus aufs erste Mai. Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brudern und ward Pharao Josephs Geschlecht offenbar. Joseph aber sandte aus und lieli holen seinen Vater Jakob und seine ganze Freundschaft, funfundsiebzig Seelen. Und Jakob zog hinab nach Agypten und starb, er und unsere Vater. Und sind herubergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das Abraham gekauft hatte urns Geld von den Kindern Hemors zu Sichem. Da nun sich die Zeit der Verheiliung nahete, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrete sich in Agypten, bis daß ein anderer Konig aufkam, der nichts wulite von Joseph. Dieser trieb Hinterlist mit unserm Geschlechte und behandelte unsere Vater ubel und schaffte, dad man die jungen Kindlein hinwerfen mudte, dad sie nicht lebendig blieben. Zu der Zeit ward Mose geboren und war ein fein Kind vor Gott und ward drei Monden ernahret in seines Vaters Hause. Als er aber hingeworfen ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf zu einem Sohn. Und Mose ward gelehret in aller Weisheit der Agypter und war machtig in Werken und Worten. Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er, zu besehen seine Bruder, die Kinder von Israel, und sah einen Unrecht leiden. Da überhalf er und rachete den, dem Leid geschah, und erschlug den Agypter. Er meinete aber, seine Bruder sollten's vernehmen, daß Gott durch seine Hand ihnen Heil gabe; aber sie vernahmen's nicht. Und am andern Tage kam erzu ihnen, da sie sich miteinander haderten, und handelte mit ihnen, daß sie Frieden hatten, und sprach: Liebe Manner, ihr seid Bruder, warum tut einer dem andern Unrecht? Der aber seinem Nachsten Unrecht tat, stieli ihn von sich und sprach: Wer hat dich uber uns gesetzt zum Obersten und Richter? Willst du mich auch toten, wie du gestern den Agypter totetest? Mose aber floh uber dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande Midian. Daselbst zeugete erzwei Sohne. Und uber vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste auf dem Berge Sinai der Engel des Herm in einer Feuerflamme im Busch. Da es aber Mose sah, wunderte er sich des Gesichtes. Als er aber hinzuging, zu schauen, geschah die Stimme des Herrn zu ihm: Ich bin der Gott deiner Vater, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Mose aber ward zitternd und durfte nicht anschauen. Aber der Herr sprach zu ihm: Zieh die Schuhe aus von deinen FQISen; denn die Statte, da du stehest, ist heilig Land. Ich habe wohl gesehen das Leiden meines Volks, das in Agypten ist, und habe ihr Seufzen gehoret und bin herabkommen, sie zu erretten. Und nun komm her; ich will dich nach Agypten senden. Diesen Mose, welchen sie verleugneten und sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt? den sandte Gott zu einem Obersten und Erloser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch. Dieser fuhrete sie aus und tat Wunder und Zeichen in Agypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre. Dies ist Mose, der zu den Kindern von Israel gesagt hat: Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brudern gleichwie mich, den sollt ihr horen. Dieser ist's, der in der Gemeinde in der Wüste mit dem Engel war, der mit ihm redete auf dem Berge Sinai und mit unsern Vatern; dieser empfing das lebendige Wort, uns zu geben; welchem nicht wollten gehorsam werden eure Vater, sondern stiefien ihn von sich und wandten sich urn mit ihren Herzen gen Agypten und sprachen zu Aaron: Mache uns Gotter, die vor uns hingehen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus dem Lande Agypten geführet hat, widerfahren ist. Und machten ein Kalb zu der Zeit und opferten dem Gotzen Opfer und freueten sich der Werke ihrer Hande. Aber Gott wandte sich und gab sie dahin, dafi sie dieneten des Himmels Heer; wie denn geschrieben stehet in dem Buch des Propheten: Habt ihrvom Hause Israel die vierzig Jahre in der Wüste mir auch je Opfer und Vieh geopfert? Und ihr nahmet die Hütte Molochs an und das Gestirn eures Gottes Remphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten; und ich will euch wegwerfen jenseit Babyloniens. Es hatten unsere Vater die Hütte des Zeugnisses in der Wüste, wie er ihnen das verordnet hatte, da er zu Mose redete, daß er sie machen sollte nach dem Vorbilde, das ergesehen hatte, welche unsere Vater auch annahmen und brachten sie mit Josua in das Land, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstieß vor dem Angesichte unserer Vater bis zur Zeit Davids. Der fand Gnade bei Gott und bat, daß er eine Hütte finden mochte dem Gott Jakobs. Salomo aber bauete ihm ein Haus. Aber der Allerhochste wohnet nicht in Tempeln, die mit Handen gemacht sind, wie der Prophet spricht: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meiner Fuße Schemel; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen, spricht der Herr, Oder welches ist die Statte meiner Ruhe? Hat nicht meine Hand das alles gemacht? Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihrwiderstrebet allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Vater, also auch ihr! Welchen Propheten haben eure Vater nicht verfolget und, sie getotet, die da zuvor verkündigten die Zukunft dieses Gerechten, dessen Verrater und Morder ihr nun worden seid? Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschafte und habt's nicht gehalten. Da sie solches horeten, ging's ihnen durchs Herz, und bissen die Zahne zusammen über ihn. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel often und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und sturmeten einmutiglich zu ihm ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fußen eines Junglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er knieete aber nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Sunde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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