Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheiftung Erben.
Erste Lesung
Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, weissage wider die Propheten Israels und sprich zu denen, so aus ihrem eigenen Herzen weissagen: Horet des HERRN Wort! So spricht der Herr HERR: Wehe den tollen Propheten, die ihrem eigenen Geist folgen und haben doch nicht Gesichte! O Israel, deine Propheten sind wie die Füchse in den Wfisten! Sie treten nicht vor die Lücken und machen sich nicht zur Hürde um das Haus Israel und stehen nicht im Streit am Tage des HERRN. Ihr Gesicht ist nichts, und ihr Weissagen ist eitel Lügen. Sie sprechen: Der HERR hat's gesagt, so sie doch der HERR nicht gesandt hat, und mühen sich, daß sie ihre Dinge erhalten. Ist's nicht also, daß euer Gesicht ist nichts, und euer Weissagen ist eitel Lügen? Und sprechet doch: Der HERR hat's geredet, so ich's doch nicht geredet habe. Darum spricht der Herr HERR also: Weil ihr das prediget, da nichts aus wird, und Lügen weissaget, so will ich an euch, spricht der Herr HERR. Und meine Hand soil kommen fiber die Propheten, so das predigen, da nichts aus wird, und Lügen weissagen. Sie sollen in der Versammlung meines Volks nicht sein und in die Zahl des Hauses Israel nicht geschrieben werden noch ins Land Israel kommen; und ihr sollt erfahren, daß ich der Herr HERR bin, darum daß sie mein Volk verffihren und sagen: Friede! so doch kein Friede ist. Das Volk bauet die Wand, so tünchen sie dieselbe mit losem Kalk. Sprich zu den Tünchern, die mit losem Kalk tünchen, daß es abfallen wird; denn es wird ein Platzregen kommen, und werden grofte Hagel fallen, die es fallen, und ein Windwirbel wird es zerreiften. Siehe, so wird die Wand einfallen. Was gilt's, dann wird man zu euch sagen: Wo ist nun, das Getfinchte, das ihr getüncht habt? So spricht der Herr HERR: Ich will einen Windwirbel reiften lassen in meinem Grimm und einen Platzregen in meinem Zorn und grofte Hagelsteine im Grimm, die sollen es alles umstoften. Also will ich die Wand umwerfen, die ihr mit losem Kalk getüncht habt, und will sie zu Boden stoften, daß man ihren Grund sehen soil, daß sie da liege; und ihr sollt drinnen auch umkommen und erfahren, daß ich der HERR sei. Also will ich meinen Grimm vollenden an der Wand und an denen, die sie mit losem Kalk tünchen und zu euch sagen: Hie ist weder Wand noch Tüncher. Das sind die Propheten Israels, die Jerusalem weissagen und predigen von Friede, so doch kein Friede ist, spricht der Herr HERR. Und, du Menschenkind, richte dein Angesicht wider die Tochter in deinem Volk, welche weissagen aus ihrem Herzen, und weissage wider sie und sprich: So spricht der Herr HERR: Wehe euch, die ihr Kissen machet den Leuten unter die Arme und Pfühle zu den Haupten, beide, Jungen und Alten, die Seelen zu fahen! Wenn ihr nun die Seelen gefangen habt unter meinem Volk, verheiftet ihr denselbigen das Leben und entheiliget mich in meinem Volk um einer Hand voll Gerste und Bissen Brots willen, damit daß ihr die Seelen zum Tode verurteilet, die doch nicht sollten sterben, und urteilet die zum Leben; die doch nicht leben sollten, durch eure Lügen unter meinem Volk, welches gerne Lfigen horet. Darum spricht der Herr HERR: Siehe, ich will an eure Kissen, damit ihr die Seelen fahet und vertrostet, und will sie von euren Armen wegreiften und die Seelen, so ihr fahet und vertrostet, losmachen. Und will eure Pffihle zerreiften und mein Volk aus eurer Hand erretten, daß ihr sie nicht mehr fahen sollt; und sollt erfahren, daß ich der HERR sei, darum daß ihr das Herz der Gerechten falschlich betrfibet, die ich nicht betrfibet habe, und habt gestarket die Hande der Gottlosen, daß sie sich von ihrem bosen Wesen nicht bekehren, damit sie lebendig mochten bleiben. Darum sollt ihr nicht mehr unnfitze Lehre predigen noch weissagen, sondern ich will mein Volk aus euren Handen erretten, und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin.
Erste Lesung
Jauchze, du Tochter Zion! Rufe, Israel! Freue dich und sei frohlich von ganzem Flerzen, du Tochter Jerusalem! Dennder HERR hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde abgewendet. Der HERR, der Konig Israels, ist bei dir, dati du dich vor keinem Unglück mehr furchten darfst. Zurselbigen Zeitwird man sprechen zu Jerusalem: Furchte dich nicht! und zu Zion: Laß, deine Hande nicht la(2> werden! Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland; er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein und vergeben und wird uber dir mit Schall frohlich sein. Die, so durch Satzungen geangstet waren, will ich wegschaffen, dati sie von dir kommen, welche Satzungen ihre Last waren, davon sie Schmach hatten. Siehe, ich will's mit alien denen ausmachen zur selbigen Zeit, die dich beleidigen; und will der Hinkenden helfen und die Verstoliene sammeln; und will sie zu Lob und Ehren machen in alien Landen, darin man sie verachtet. Zurselbigen Zeit will ich euch hereinbringen und euch zur selbigen Zeit versammeln. Denn ich will euch zu Lob und Ehren machen unter alien Volkern auf Erden, wenn ich euer Gefangnis wenden werde vor euren Augen, spricht der HERR.
Morgengebet — Erste Lesung
Und das Volk im Lande nahm Joahas, den Sohn Josias, und machten ihn zum Konige an seines Vaters Statt zu Jerusalem. Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, da er Konig ward, und regierete drei Monden zu Jerusalem. Denn der Konig in Agypten setzte ihn ab zu Jerusalem und büftte das Land urn hundert Zentner Silbers und einen Zentner Goldes. Und der Konig in Agypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum Konige uber Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen Jojakim. Aber seinen Bruder Joahas nahm Necho und brachte ihn nach Agypten. Funfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, da er Konig ward, und regierete elf Jahre zu Jerusalem; und tat, das dem HERRN, seinem Gott, ubel gefiel. Und Nebukadnezar, der Konig zu Babel, zog wider ihn herauf und band ihn mit Ketten, dafi er ihn gen Babel führete. Audi brachte Nebukadnezar etliche Gefalie des Hauses des HERRN gen Babel und tat sie in seinen Tempel zu Babel. Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist, und seine Greuel, die ertat, und die an ihm funden wurden, siehe, die sind geschrieben im Buch der Konige Israels und Judas. Und sein Sohn Jojachin ward Konig an seiner Statt. Acht Jahre alt war Jojachin da er Konig ward, und regierete drei Monden und zehn Tage zu Jerusalem; und tat, das dem HERRN ubel gefiel. Da aber das Jahr umkam, sandte hin Nebukadnezar und lieli ihn gen Babel holen mit den kostlichen Gefalien im Hause des HERRN und machte Zidekia, seinen Bruder, zum Konige uber Juda und Jerusalem. Einundzwanzig Jahre alt war Zidekia, da er Konig ward, und regierete elf Jahre zu Jerusalem. Und tat, das dem HERRN, seinem Gott, ubel gefiel, und demutigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der da redete aus dem Munde des HERRN. Dazu ward er abtrunnig von Nebukadnezar, dem Konige zu Babel, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte und ward halsstarrig und verstockte sein Herz, daß er sich nicht bekehrete zu dem HERRN, dem Gott Israels. Auch alle Obersten unter den Priestern samt dem Volk machten des Sundigens viel nach allerlei Greueln der Heiden und verunreinigten das Haus des HERRN, das er geheiliget hatte zu Jerusalem. Und der HERR, ihrer Vater Gott, sandte zu ihnen durch seine Boten fruhe. Denn er schonete seines Volks und seiner Wohnung. Aber sie spotteten der Boten Gottes und verachteten seine Worte und affeten seine Propheten, bis der Grimm des HERRN uber sein Volk wuchs, dafi kein Heilen mehr da war. Denn er fuhrete uber sie den Konig der Chaldaer und lieli erwurgen ihre junge Mannschaft mit dem Schwert im Hause ihres Heiligtums und verschonete weder der Junglinge noch Jungfrauen, weder der Alten noch der Grolivater: alle gab er sie in seine Hand. Und alle Gefalie im Hause Gottes, groli und klein, die Schatze im Hause des HERRN und die Schatze des Konigs und seiner Fursten, alles lieli er gen Babel führen. Und sie verbrannten das Haus Gottes und brachen ab die Mauern zu Jerusalem, und alle ihre Palaste brannten sie mit Feuer aus, daß alle ihre kostlichen Gerate verderbet wurden. Und fuhrete weg gen Babel, wer vom Schwert uberblieben war; und wurden seine und seiner Sohne Knechte, bis das Konigreich der Perser regierete, daß erfüllet wurde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias, bis das Land an seinen Sabbaten genug hatte. Denn die ganze Zeit uber der Verstorung war Sabbat, bis daß siebenzig Jahre voll wurden. Aber im ersten Jahr Kores, des Konigs in Persien, daß erfüllet wurde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias geredet, erweckte der HERR den Geist Kores, des Konigs in Persien, daß er lieli ausschreien durch sein ganzes Konigreich, auch durch Schrift, und sagen: So spricht Kores, der Konig in Persien: Der HERR, der Gott vom Himmel, hat mir alle Konigreiche in Landen gegeben und hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. Wer nun unter euch seines Volks ist, mit dem sei der HERR, sein Gott, und ziehe hinauf.
Epistel
So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich's gebuhrt eurer Berufung, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld und vertraget einer den andern in der Liebe und seid fleiftig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater (unser) aller, der da ist fiber euch alle und durch euch alle und in euch alien.
Erste Lesung
Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterland und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum groden Volk machen und will dich segnen und dir einen groden Namen machen, und sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte; und Lot zog mit ihm. Abram aber war funfundsiebenzig Jahre alt, da er aus Haran zog. Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und Seelen, die sie gezeuget hatten in Haran, und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie kommen waren in dasselbige Land, zog Abram durch bis an die Statte Sichem und an den Hain More. Denn es wohneten zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. Da erschien der HERR Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er bauete daselbst dem HERRN einen Altar, der ihm erschienen war. Danach brach er auf von dannen an einen Berg, der lag gegen dem Morgen der Stadt Bethel, und richtete seine Hütte auf, daß er Bethel gegen Abend und Ai gegen dem Morgen hatte, und bauete daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN. Danach wich Abram ferner und zog aus gegen den Mittag. Es kam aber eine Teurung in das Land. Da zog Abram hinab in Agypten, daß er sich daselbst als ein Fremdling enthielte; denn die Teurung war groß im Lande. Und da er nahe bei Agypten kam, sprach er zu seinem Weibe Sarai: Siehe, ich weiß, daß du ein schon Weib von Angesicht bist. Wenn dich nun die Agypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib; und sie werden mich erwurgen und dich behalten. Lieber, sage doch, du seiest meine Schwester, auf daß mir's desto baß gehe urn deinetwillen, und meine Seele bei dem Leben bleibe urn deinetwillen. Als nun Abram nach Agypten kam, sahen die Agypter das Weib, daß sie fast schon war. Und die Fursten des Pharao sahen sie und preiseten sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht. Und er tat Abram Gutes urn ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Magde, Eselinnen und Kamele. Aber der HERR plagte den Pharao mit großen Plagen und sein Haus urn Sarais, Abrams Weibes, willen. Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, daß sie dein Weib ware? Warum sprachest du denn, sie ware deine Schwester? derhalben ich sie mir zum Weibe nehme wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und zeuch hin. Und Pharao befahl seinen Leuten uber ihm, daß sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte.
Morgengebet — Zweite Lesung
An demselbigen Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saft. Und alles Volk stund am Ufer. Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Samann aus zu saen. Und indem ersaete, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vogel und fraften's auf. Etliches fiel in das Steinige; da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürr. Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's. Etliches fiel auf ein gut Land und trug Frucht, etliches hundertfaltig, etliches sechzigfaltig, etliches dreiftigfaltig. Wer Ohren hat zu horen, der hbre! Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, daß ihr, das Geheimnis des Himmelreichs vernehmet; diesen aber ist's nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit horenden Ohren horen sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und uber ihnen wird die Weissagung Jesajas erfullet, die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr horen und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht vernehmen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren horen libel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren horen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hulfe. Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie horen. Wahrlich, ich sage euch: Viel Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. So horet nun ihr dieses Gleichnis von dem Samann! Wenn jemand das Wort von dem Reich horet und nicht verstehet, so kommt der Arge und reiftet es hin, was da gesaet ist in sein Herz; und der ist's, der am Wege gesaet ist. Der aber auf das Steinige gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und dasselbige bald aufnimmt mit Freuden. Aber er hat nicht Wurzel in ihm, sondern erist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Worts willen, so argert ersich bald. Der aber unter die Dornen gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und die Sorge dieser Welt und Betrug des Reichtums erstickt das Wort und bringet nicht Frucht. Der aber in das gute Land gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und verstehet es und dann auch Frucht bringet; und etlichen tragt hundertfaltig, etlicher aber sechzigfaltig, etlicher dreil Jigfaltig. Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker saete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und saete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesaet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daü wir hingehen und es ausjaten? Er aber sprach: Nein, auf daü ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjatet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bundlein, dad man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Ein ander Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und saete auf seinen Acker, welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwachst, so ist es das grblite unter dem Kohl und wird ein Baum, dad die Vogel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen. Ein ander Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengete ihn unter drei Scheffel Mehl, bis dad es gar durchsauert ward. Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, auf dad erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt. Da lied Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Junger traten zu ihm und sprachen: Deute uns dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Erantwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da guten Samen saet. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie saet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjatet und mit Feuer verbrennet, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu horen, der hore! Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden uber denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Und da er eine kostliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fanget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefali zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zahneklappen sein. Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr. Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortragt. Und es begab sich da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen und kam in sein Vaterland und lehrete sie in ihren Schulen, also auch, dafi sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? Ist er nicht eines Zimmermanns Sohn? Heifit nicht seine Mutter Maria und seine Bruder Jakob und Joses und Simon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles? Und argerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterlande und in seinem Hause. Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.
Antwortpsalm
Halleluja! Segen. Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeine. Groß sind die Werke des HERRN; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran. Was er ordnet, das ist loblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedachtnis gestiftet seiner Wunder, der gnadige und barmherzige HERR. Er gibt Speise denen, so ihn furchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund. Er laftt verkundigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hande sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen. Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine Erlosung seinem Volk; er verheiftet, daß sein Bund ewiglich bleiben soli. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furchtdes HERRN ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klugheit; wer danach tut, des Lob bleibet ewiglich.
Evangelium
Da aber die Pharisaer hdreten, dais er den Sadduzaern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gernüt. Dies ist das vornehmste und grolite Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaer beieinander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dunket euch urn Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufie. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.
Antwortpsalm
Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht umkame, vorzusingen. Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist. Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten. Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine Saulen test. Sela. Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt! Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig, es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wuste. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget und jenen erhohet. Denn der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen aussaufen. Ich aber will verkundigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs. Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, daß die Gewalt des Gerechten erhohet werde.
Antwortpsalm
Danket dem HERRN und prediget seinen Namen; verkundiget sein Tun unter den Volkern; singet von ihm und lobet ihn; redet von alien seinen Wundern; ruhmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht; suchet sein Antlitz allewege! Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und seines Worts, ihr, der Same Abrahams, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwahlten! Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt. Er gedenket ewiglich an seinen Bund, des Worts, das erverheiften hat auf viel tausend fur und fur den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak, und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht und Israel zum ewigen Bunde und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes, da siewenig und geringewaren und Fremdlinge drinnen. Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Konigreiche zum andern Volk. Er liefi keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Konige um ihretwillen. Tastet meine Gesalbten nichtan und tut meinen Propheten kein Leid! Und er ließ eine Teurung ins Land kommen und entzog alien Vorrat des Brots. Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knechte verkauft. Sie zwangen seine Fufie im Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen, bis daß sein Wort kam und die Rede des HERRN ihn durchlauterte. Da sandte der Konig hin und lieli ihn losgeben, der Herr über Vblker hieß ihn auslassen. Ersetzte ihn zum Herrn uber sein Haus, zum Herrscher uber alle seine Güter, daß er seine Fursten unterweisete nach seiner Weise und seine Altesten Weisheit lehrete. Und Israel zog nach Agypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams. Und er lieli sein Volk sehr wachsen und machte sie machtiger denn ihre Feinde. Er verkehrete jener Herz, daß sie seinem Volk gram wurden und dachten seine Knechte mit List zu dampfen. Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erwahlet. Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams. Er lieli Finsternis kommen und machte es finster; und waren nicht ungehorsam seinen Worten. Er verwandelte ihre Wasser in Blut und totete ihre Fische. Ihr Land wimmelte Kroten heraus in den Kammern ihrer Konige. Er sprach, da kam Ungeziefer, Lause, in alien ihren Grenzen. Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande; und schlug ihre Weinstocke und Feigenbaume und zerbrach die Baume in ihren Grenzen. Er sprach, da kamen Heuschrecken und Kafer ohne Zahl. Und sie fralien alles Gras in ihrem Lande und fraßen die Fruchte auf ihrem Felde. Und schlug alle Erstgeburt in Agypten, alle ihre ersten Erben. Und fuhrete sie aus mit Silber und Golde; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stammen. Agypten ward froh, dafi sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen. Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer des Nachts zu leuchten. Sie baten, da liefi er Wachteln kommen; und er sattigte sie mit Himmelbrot. Er offnete den Felsen, dafiossen Wasser aus, daß Bache liefen in der dürren Wuste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort, Abraham, seinem Knechte, geredet. Also fuhrete er sein Volk aus mit Freuden und seine Auserwahlten mit Wonne und gab ihnen die Lander der Heiden, dafi sie die Güter der Volker einnahmen auf daü sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!
Antwortpsalm
Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schon und prachtig geschmuckt. Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie einen Teppich; du wdlbest es oben mit Wasser; du fahrest auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen; derdu das Erdreich grundest auf seinen Boden, dafi es bleibt immer und ewiglich. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen uber den Bergen. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donnerfahren sie dahin. Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegrundet hast. Du hast eine Grenze gesetzt, daruber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken. Du lassest Brunnen quellen in den Grunden, daß die Wasser zwischen den Bergen hinflieften, daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst losche. An denselben sitzen die Vogel des Himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Fruchte, die du schaffest. Du lassest Gras wachsen fur das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest, und daß der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt schon werde von Ol, und das Brot des Menschen Herz starke; daß die Baume des HERRN voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzet hat. Daselbst nisten die Vogel, und die Reiher wohnen auf den Tannen. Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinklufte der Kaninchen. Du machest den Mond, das Jahrdanach zu teilen; die Sonne weift ihren Niedergang. Du machest Finsternis, daß Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere, die jungen Lowen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott. Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in ihre Locher. So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend. HERR, wie sind deine Werke so graft und viel! Du hast sie alle weislich geordnet und die Erde ist voll deiner Guter. Das Meer, das so graft und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide grofte und kleine Tiere. Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie drinnen scherzen. Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesattiget. Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub. Du lassest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde. Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken. Er schauet die Erde an, so bebet sie; er rühret die Berge an, so rauchen sie. Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. Meine Rede musse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HERRN. Der Sunder musse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!
Abendgebet — Erste Lesung
Dies sind die Geschichten Nehemias, des Sohns Hachaljas. Es geschah im Monden Chisleu des zwanzigsten Jahrs, daß ich war zu Susan auf dem Schloli, da kam Hanani, einer meiner Bruder, mit etlichen Mannern aus Juda. Und ich fragte sie, wie es den Juden ginge, die errettet und ubrig waren von dem Gefangnis, und wie es zu Jerusalem ginge? Und sie sprachen zu mir: Die ubrigen von dem Gefangnis sind daselbst im Lande in groliem Ungluck und Schmach; die Mauern Jerusalems sind zerbrochen und ihre Tore mit Feuer verbrannt. Da ich aber solche Worte horete, sali ich und weinete und trug Leid zween Tage; und fastete und betete vordem Gottvom Himmel und sprach: Ach, HERR, Gottvom Himmel, grower und schrecklicher Gott, der da halt den Bund und Barmherzigkeit denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, laü doch deine Ohren aufmerken und deine Augen often sein, dafi du horest das Gebet deines Knechts, das ich nun vor dir bete Tag und Nacht fur die Kinder Israel, deine Knechte, und bekenne die Sunden der Kinder Israel, die wir an dir getan haben; und ich und meines Vaters Haus haben auch gesundiget. Wir sind verruckt worden, daß wir nicht gehaiten haben die Gebote, Befehle und Rechte, die du geboten hast deinem Knechte Mose. Gedenke aber doch des Worts, das du deinem Knechte Mose gebotest und sprachest: Wenn ihreuch vergreifet, so will ich euch unter die Volker streuen. Wo ihr euch aber bekehret zu mir und haltet meine Gebote und tut sie, und ob ihr verstolien waret bis an der Himmel Ende, so will ich euch doch von dannen versammeln und will euch bringen an den Ort, den ich erwahlet habe, daß mein Name daselbst wohne. Sie sind doch ja deine Knechte und dein Volk, die du erloset hast durch deine groüe Kraft und machtige Hand. Ach, HERR, laü deine Ohren aufmerken auf das Gebet deines Knechts und auf das Gebet deiner Knechte, die da begehren, deinen Namen zu furchten; und. lali deinem Knechte heute gelingen und gib ihm Barmherzigkeit vor diesem Manne! Denn ich war des Konigs Schenke. Im Monden Nisan, des zwanzigsten Jahrs des Konigs Arthahsastha, da Wein vor ihm stund, hub ich den Wein auf und gab dem Konige; und ich sah trauriglich vor ihm. Da sprach der Konig zu mir: Warum siehest du so ubel? Du bist ja nicht krank? Das ist's nicht, sondern du bist schwermütig. Ich aber furchtete mich fast sehr und sprach zum Konige: Der Konig lebe ewiglich! Sollte ich nicht ubel sehen? Die Stadt, da das Haus des Begrabnisses meiner Vater ist, liegt wüste und ihre Tore sind mit Feuer verzehret. Da sprach der Konig zu mir: Was forderst du denn? Da bat ich den Gott vom Himmel und sprach zum Konige: Gefallt es dem Konige und deinen Knechten vor dir, daß du mich sendest nach Juda zu der Stadt des Begrabnisses meiner Vater, dafj ich sie baue? Und der Konig sprach zu mir und die Konigin, die neben ihm safi: Wie lange wird deine Reise wahren? und wann wirst du wiederkommen? Und es gefiel dem Konige, dafi er mich hinsendete. Und ich setzte ihm eine bestimmte Zeit und sprach zum Konige: Gefallt es dem Konige, so gebe er mir Briefe an die Landpfleger jenseit des Wassers, daß sie mich hinubergeleiten, bis ich komme nach Juda, und Briefe an Assaph, den Holzfursten des Konigs, dafi er mir Holz gebe zu Balken der Pforten am Palast, die im Hause und an der Stadtmauer sind, und zum Hause, da ich einziehen soil. Und der Konig gab mir nach der guten Hand meines Gottes uber mir. Und da ich kam zu den Landpflegern jenseit des Wassers, gab ich ihnen des Konigs Briefe. Und der Konig sandte mit mir die Hauptleute und Reiter.
Zweite Lesung
Ich ermahne euch, liebe Bruder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefallig sei, welches sei euer vernunftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verandert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prufen moget, welches da sei der gute, der wohlgefallige und der vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sich's gebuhrt zu halten, sondern daß von sich maßiglich halte, ein jeglicher nachdem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise, als wir in einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschaft haben, also sind wir viele ein Leib in Christo; aber untereinander ist einer des andern Glied. Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben ahnlich. Hat jemand ein Amt so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfaltiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfaltig. Ubet jemand Barmherzigkeit, so tu er's mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die bruderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht trage, was ihr tun sollt. Seid brunstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid frohlich in Hoffnung; geduldig in Trubsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Frohlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Haltet euch nicht selbst fur klug. Vergeltet niemand Boses mit Bosem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. 1st es mbglich, soviel an euch ist, so habt mit alien Menschen Frieden. Racheteuch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn; denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; durstet ihn, so tranke ihn. Wenn du das tust, so wirst dufeurige Kohlen aufsein Hauptsammeln. Laß dich nicht das Bose uberwinden, sondern uberwinde das Bose mit Gutem.
Zweite Lesung
Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die neben einfuhren werden verderbliche Sekten und verleugnen den Herrn, dersie erkauft hat, und werden uber sich selbst führen eine schnelle Verdammnis. Und viele werden nachfolgen ihrem Verderben; durch welche wird der Weg der Wahrheit verlastert werden. Und durch Geiz mit erdichteten Worten werden sie an euch hantieren; von welchen das Urteil von lange her nicht saumig ist, und ihre Verdammnis schlaft nicht. Denn so Gott der Engel, die gesundiget haben, nicht verschonet hat, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis zur Holle verstoi Len und ubergeben, dafi sie zum Gerichte behalten werden; und hat nicht verschonet der vorigen Welt, sondern bewahrete Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, selbachte und fuhrete die Sintflut uber die Welt der Gottlosen; und hat die Stadte Sodom und Gomorra zu Asche gemacht, umgekehret und verdammt, damit ein Exempel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen wurden; und hat erloset den gerechten Lot, welchem die schandlichen Leute alles Leid taten mit ihrem unzüchtigen Wandel; denn dieweil er gerecht war und unter ihnen wohnete, daß er's sehen und horen mulite, qualten sie die gerechte Seele von Tag zu Tage mit ihren ungerechten Werken. Der Herr weü J die Gottseligen aus der Versuchung zu erlosen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichtes, zu peinigen; allermeist aber die, so da wandeln nach dem Fleisch in der unreinen Lust und die Herrschaft verachten, turstig, eigensinnig, nicht erzittern, die Majestaten zu lastern, so doch die Engel, die groliere Starke und Macht haben, nicht ertragen das lasterliche Gericht wider sich vom Herrn. Aber sie sind wie die unvemünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dafi sie gefangen und geschlachtet werden, lastern, da sie nichts von wissen, und werden in ihrem verderblichen Wesen umkommen und den Lohn der Ungerechtigkeit davonbringen. Sie achten fur Wollust das zeitliche Wohlleben; sie sind Schande und Laster, prangen von euren Almosen, prassen mit dem Euren, haben Augen voll Ehebruchs, lassen sich die Sünde nichtwehren, locken an sich die leichtfertigen Seelen, haben ein Herz, durchtrieben mit Geiz, verfluchte Leute, verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege Bileams, des Sohns Bosors, welchem geliebete der Lohn der Ungerechtigkeit, hatte aber eine Strafe seiner Ubertretung, namlich das stumme lastbare Tier redete mit Menschenstimme und wehrete des Propheten Torheit. Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Windwirbel umgetrieben; welchen behalten ist eine dunkle Finsternis in Ewigkeit. Denn sie reden stolze Worte, da nichts hinter ist, und reizen durch Unzucht zur fleischlichen Lust diejenigen, die recht entronnen waren und nun im Irrtum wandeln, und verheißen ihnen Freiheit, so sie selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von welchem jemand überwunden ist, des Knecht ist er worden. Denn so sie entflohen sind dem Unflat der Welt durch die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wiederum in denselbigen geflochten und überwunden, ist mit ihnen das Letzte arger worden denn das Erste. Denn es ware ihnen besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt batten, denn daß sie ihn erkennen und sich kehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist. Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: Der Hund frisset wieder, was er gespeiet hat, und: Die Sau walzet sich nach der Schwemme wieder im Kot.
Zweite Lesung
Und da wir auskamen, erfuhren wir, daß die Insel Melite hieft. Die Leutlein aber erzeigten uns nicht geringe Freundschaft, zündeten ein Feuer an und nahmen uns alle auf urn des Regens, der uber uns kommen war, und urn der Kalte willen. Da aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte und legte es aufs Feuer, kam eine Otter von der Hitze und fuhr Paulus an seine Hand. Da aber die Leutlein sahen das Tier an seiner Hand hangen, sprachen sie untereinander: Dieser Mensch muft ein Morder sein, welchen die Rache nicht leben laftt, ob er gleich dem Meer entgangen ist. Er aber schlenkerte das Tier ins Feuer, und ihm widerfuhr nichts Ubles. Sie aber warteten, wenn er schwellen wurde Oder tot niederfallen. Da sie aber lange warteten und sahen, daß ihm nichts Ungeheures widerfuhr, verwandten sie sich und sprachen, erware ein Gott. An denselbigen Ortern aber hatte der Oberste in der Insel mit Namen Publius ein Vorwerk; der nahm uns auf und herbergte uns drei Tage freundlich. Es geschah aber, daß der Vater des Publius am Fieber und an der Ruhr lag. Zu dem ging Paulus hinein und betete und legte die Hand auf ihn und machte ihn gesund. Da das geschah, kamen auch die andern auf der Insel herzu, die Krankheiten hatten, und lielien sich gesund machen. Und sie taten uns grolie Ehre, und da wir auszogen, luden sie auf, was uns not war. Nach dreien Monden aber schifften wir aus in einem Schiffe von Alexandrien, welches bei der Insel gewintert hatte und hatte ein Panier der Zwillinge. Und da wir gen Syrakus kamen, blieben wir drei Tage da. Und da wir umschifften, kamen wir gen Rhegion; und nach einem Tage, da der Sudwind sich erhub, kamen wirdes andern Tages gen Puteoli. Da fanden wir Bruder und wurden von ihnen gebeten, daß wir sieben Tage dablieben. Und also kamen wir gen Rom. Und von dannen, da die Bruder von uns horeten, gingen sie aus uns entgegen bis gen Appifor und Tretabern. Da die Paulus sah, dankete er Gott und gewann eine Zuversicht. Da wir aber gen Rom kamen, uber antwortete der Unterhauptmann die Gefangenen dem obersten Hauptmann. Aber Paulus ward erlaubt zu bleiben, wo er wollte, mit einem Kriegsknechte, der sein hütete.
Zweite Lesung
So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herm Jesu Christo, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit Oder zur Unzeit; strafe, draue, ermahne mit aller Geduld und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken; und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nuchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus.
Evangelium
Es lief das Volk zu, und kamen etliche viel tausend zusammen, also daß sie sich untereinander traten. Da fing er an und sagte zu seinen Jungern: Zum ersten hutet euch vor den Sauerteig der Pharisaer, welches ist die Heuchelei. Es ist aber nichts verborgen, das nicht offenbar werde, noch heimlich, das man nicht wissen werde. Darum, was ihr in Finsternis saget, das wird man im Licht horen; was ihr redet ins Ohr in den Kammern, das wird man auf den Dachern predigen. Ich sage euch aber, meinen Freunden: Furchtet euch nicht vor denen, die den Leib toten und danach nichts mehr tun konnen. Ich will euch aberzeigen, vorwelchem ihr euch furchten sollt: Furchtet euch vor dem, der, nachdem er getotet hat, auch Macht hat, zu werfen in die Holle. Ja, ich sage euch, vor dem furchtet euch. Verkauftman nicht funf Sperlinge urn zwei Pfennige? Noch ist vor Gott derselbigen nicht einer vergessen. Auch sind die Haare auf eurem Haupte alle gezahlet. Darum furchtet euch nicht; denn ihr seid besserdenn viel Sperlinge. Ich sage euch aber: Wer mich bekennet vor den Menschen, den wird auch des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln Gottes. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes. Und wer da redet ein Wort wider des Menschen Sohn, dem soli es vergeben werden; wer aber lasted den Heiligen Geist, dem soil es nicht vergeben werden. Wenn sie euch aber führen werden in ihre Schulen und vor die Obrigkeit und vor die Gewaltigen, so sorget nicht, wie Oder was ihr antworten Oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch zu derselbigen Stunde lehren, was ihr sagen sollt. Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, daß er mit mir das Erbe teile. Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter Oder Erbschichter über euch gesetzt? Und sprach zu ihnen: Sehet zu und hutet euch vor dem Geiz! Denn niemand lebet davon, daß er viel Guter hat. und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, des Feld hatte wohl getragen. Und ergedachte bei sich selbst und sprach: Was soil ich tun? Ich habe nicht, da ich meine Fruchte hinsammle. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und grotiere bauen und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Guter. Und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen grolien Vorrat auf viel Jahre; habe nun Ruhe, i(i trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern, und wes wird's sein, das du bereitet hast? Also gehet es, wer sich Schatze sammelt und ist nicht reich in Gott. Er sprach aber zu seinen Jungern: Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen sollet; auch nicht fur euren Leib, was ihr antun sollet. Das Leben ist mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung. Nehmet wahr der Raben: sie saen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller noch Scheune; und Gott nahret sie doch. Wieviel aber seid ihr besser denn die Vogel! Welcher ist unter euch, ob er schon darum sorget, der da konnte eine Elle lang seiner Grolie zusetzen? So ihr denn das Geringste nicht vermoget, warum sorget ihr fur das andere? Nehmet wahr der Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, so spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht ist bekleidet gewesen als der eine. So denn das Gras, das heute auf dem Felde stehet. und morgen in den Ofen geworfen wird, Gott also kleidet, wieviel mehr wird er euch kleiden, ihr Kleinglaubigen. Darum auch ihr, fraget nicht danach, was ihr essen Oder was ihr trinken sollt, und fahret nicht hoch her! Nach solchem allem trachten die Heiden in der Welt; aber euer Vater weift wohl, daß ihr des bedurfet. Doch trachtet nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen. Furchte dich nicht, du kleine Herde; denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zugeben. Verkaufet, was ihr habt, und gebt Almosen. Machet euch Sackel, die nicht veralten, einen Schatz, der nimmer abnimmt im Himmel, da kein Dieb zukommt, und den keine Motten fressen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Lasset eure Lenden umgurtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wenn er aufbrechen wird von der Hochzeit, auf dafi, wenn er kommt und anklopft, sie ihm bald auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, so er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch, er wird sich aufschurzen und wird sie zu Tisch setzen und vor ihnen gehen und ihnen dienen. Und so er kommt in der andern Wache und in der dritten Wache und wird's also finden: selig sind diese Knechte. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wuftte, zu welcher Stunde der Dieb kame, so wachete er und liefie nicht in sein Haus brechen. Darum seid ihr auch bereit! Denn des Menschen Sohn wird kommen zu der Stunde, da ihr nicht meinet. Petrus aber sprach zu ihm: Herr, sagest du dies Gleichnis zu uns Oder auch zu alien? Der Herr aber sprach: Wie ein graft Ding ist's urn einen treuen und klugen Haushalter, welchen der Herr setzt über sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit ihre Gebührgebe! Selig ist der Knecht, welchen sein Herr findet also tun, wenn er kommt. Wahrlich, ich sage euch, erwird ihn uberalle seine Güter setzen. So aber derselbige Knecht in seinem Herzen sagen wird: Mein Herr verzieht zu kommen, und fanget an zu schlagen Knechte und Magde, auch zu essen und zu trinken und sich vollzusaufen, so wird desselben Knechtes Herr kommen an dem Tage, da er sich's nicht versiehet, und zu der Stunde, die er nicht weift, und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den Unglaubigen. Der Knecht aber, der seines Herrn Willen weift und hat sich nicht bereitet, auch nicht nach seinem Willen getan, der wird viel Streiche leiden müssen. Der es aber nicht weift, hat doch getan was der Streiche wert ist, wird wenig Streiche leiden. Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen, und welchem viel befohlen ist, von dem wird man viel fordern. Ich bin kommen, daß ich ein Feuer anzunde auf Erden; was wollt' ich lieber, denn es brennete schon! Aber ich muft mich zuvortaufen lassen mit einer Taufe; und wie ist mir so bange, bis sie vollendet werde! Meinet ihr, daß ich herkommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein: drei wider zwei und zwei wider drei. Es wird sein der Vater wider den Sohn und der Sohn wider den Vater, die Mutter wider die Tochter und die Tochter wider die Mutter, die Schwieger wider die Schnur und die Schnur wider die Schwieger. Er sprach aber zu dem Volk: Wenn ihr eine Wolke sehet aufgehen vom Abend, so sprecht ihr bald: Es kommt ein Regen; und es geschiehet also. Und wenn ihr sehet den Sudwind wehen, so sprecht ihr: Es wird, heift werden; und es geschiehet also. Ihr Heuchler, die Gestalt der Erde und des Himmels konnt ihr prüfen, wie prufet ihr aber diese Zeit nicht? Warum richtet ihr aber nicht an euch selber, was recht ist? So du aber mit deinem Widersacher vor den Fursten gehest, so tue Fleift auf dem Wege, daß du sein los werdest, auf daß er nicht etwa dich vor den Richter ziehe, und der Richter uberantworte dich dem Stockmeister, und der Stockmeister werfe dich ins Gefangnis. Ich sage dir, du wirst von dannen nicht herauskommen, bis du den allerletzten Scherf bezahlest.
Abendgebet — Zweite Lesung
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt fiber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden uber sich ein Urteil empfangen. Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bosen zu furchten. Willst du dich aber nicht furchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, so wirst du Lob von derselbigen haben; denn sie ist Gottes Dienerin dirzu gut. Tust du aber Boses, so furchte dich; denn sie tragt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Racherin zur Strafe uber den, der Boses tut. So seid nun aus Not untertan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müsset ihr auch Schofi geben; denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schofie dem der Scholi gebuhrt; Zoll, dem der Zoll gebuhrt; Furcht dem die Furcht gebuhrt; Ehre, dem die Ehre gebuhrt. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfullet. Denn das da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht toten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soil nichts gelusten, und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst: Die Liebe tut dem Nachsten nichts Boses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfullung. Und weil wir solches wissen, namlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schiaf, sintemal unser Heil jetzt naher ist, denn da wir's glaubten, die Nachtistvergangen, der Tag aber herbeikommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes. Lasset uns ehrbarlich wandeln, ais am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid. sondern ziehet an den Herrn Jesum Christum und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde.
Evangelium
Sundiget aber dein Bruderan dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Horet er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Horet er dich nicht, so nimm noch einen Oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier Oder dreier Zeugen Mund. Horet er die nicht, so sage es der Gemeinde. Horet er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zollner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soli auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden losen werdet, soil auch im Himmel los sein. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum es ist, das sie bitten wollen, das soli ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei Oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
Evangelium
Sundiget aber dein Bruderan dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Horet er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Horet er dich nicht, so nimm noch einen Oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier Oder dreier Zeugen Mund. Horet er die nicht, so sage es der Gemeinde. Horet er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zollner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soli auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden losen werdet, soil auch im Himmel los sein. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum es ist, das sie bitten wollen, das soli ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei Oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
Evangelium
Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan. Die Pharisaer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt lauft ihm nach. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das Fest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galilaa war, baten ihn und sprachen: Herr, wirwollten Jesum gerne sehen. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, daß des Menschen Sohn verklaret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so bringt's viel Fruchte. Wersein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soil mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vaterehren. Jetzt ist meine Seele betrubet. Und was soil ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde kommen. Vater, verklare deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich hab' ihn verklaret und will ihn abermal verklaren. Da sprach das Volk, das dabeistund und zuhorete: Es donnerte! Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt gehet das Gericht uber die Welt; nun wird der Furst dieser Welt ausgestolien werden. Und ich, wenn ich erhohet werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wurde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehoret im Gesetz, daß Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn, des Menschen Sohn muli erhohet werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsternisse nicht überfallen. Wer in Finsternis wandelt, derweili nicht, wo er hingehet. Glaubet an das Licht, dieweil ihr's habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid. Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, auf daß erfullet wurde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: Herr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des Herrn offenbaret? Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal: Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, dafi sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe. Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm. Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Pharisaer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan wurden; denn sie hatten lieberdie Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat. Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf daü, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe. Und wer meine Worte horet und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; da(J ich die Welt richte, sondern dafi ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jungsten Tage. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soil. Und ich weili, daß sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, das rede ich also, wie mir der Vater gegeben hat.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

