Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Kommt, wirwollen wiederzum HERRN! Denn er hat uns zerrissen, erwird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, erwird uns auch verbinden. Er macht uns lebendig nach zween Tagen, erwird uns am dritten Tage aufrichten, daß wir vor ihm leben werden. Dann werden wir acht darauf haben und fleißig sein, da($ wir den HERRN erkennen. Denn erwird hervorbrechen wie die schone Morgenrote und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spatregen, der das Land feuchtet. Wie will ich dir so wohl tun, Ephraim! Wie will ich dir so wohl tun, Juda! Denn die Gnade, so ich euch erzeigen will, wird sein wie eine Tauwolke des Morgens und wie ein Tau, der frühmorgens sich ausbreitet. Darum schlage ich sie durch die Propheten und tote sie durch meines Mundes Rede, dafi dein Recht ans Licht komme. Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer und am Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer. Aber sie ubertreten den Bund, wie Adam; darin verachten sie mich. Denn Gilead ist eine Stadt voll Abgotterei und Blutschulden, Und die Priester samt ihrem Haufen sind wie die Stroter, so da lauern auf die Leute und würgen auf dem Wege, der gen Sichem gehet; denn sie tun, was sie wollen. Ich sehe im Hause Israel, da mir vor grauet; denn da huret Ephraim, so verunreiniget sich Israel. Aber Juda wird noch eine Ernte vor sich haben, wenn ich meines Volks Gefangnis wenden werde.
Erste Lesung
Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimnis, auf daß ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel einesteils widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet: Es wird kommen aus Zion, der da erlose und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde weg nehmen. Nach dem Evangelium halte ich sie fur Feinde um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Vater willen. Gottes Gaben und Berufung mogen ihn nicht gereuen. Denn gleicherweise, wie auch ihr nicht habt geglaubet an Gott, nun aber habt ihr Barmherzigkeit überkommen uber ihrem Unglauben, also auch jene haben jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf daß sie auch Barmherzigkeit uberkommen. Denn Gott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme. 0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.
Erste Lesung
Von Elim zogen sie, und kam die ganze Gemeine der Kinder Israel in die Wuste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am funfzehnten Tage des andern Monden, nachdem sie aus Agypten gezogen waren. Und es murrete die ganze Gemeine der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wuste und sprachen: Wollte Gott, wir waren in Agypten gestorben durch des HERRN Hand, da wir bei den Fleischtopfen salien und hatten die Fulle Brot zu essen! Denn ihr habt uns darum ausgefuhret in diese Wuste, dafi ihr diese ganze Gemeine Hungers sterben lasset. Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soli hinausgehen und sammeln taglich, was es des Tages bedarf, dafi ich's versuche, ob es in meinem Gesetz wandele Oder nicht. Des sechsten Tages aber sollen sie sich schicken, daß sie zwiefaltig eintragen, weder sie sonst taglich sammeln. Mose und Aaron sprachen zu alien Kindern Israel: Am Abend sollt ihr inne werden, daß euch der HERR aus Agyptenland gefuhret bat, und des Morgens werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den HERRN gehoret. Was sind wir, dafi ihr wider uns murret? Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brats die Fulle, darum daß der HERR euer Murren gehoret hat, das ihr wider ihn gemurret habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN. Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Kommt herbei vor den HERRN; denn er hat euer Murren gehoret. Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wuste; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke. Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe der Kinder Israel Murren gehoret. Sage ihnen: Zwischen Abend sollt ihr Fieisch zu essen haben und am Morgen Brats satt werden und inne werden, daß ich der HERR, euer Gott bin. Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Tau urn das Heer her. Und als der Tau weg war, siehe, da lag es in der Wuste rund und klein, wie der Reif auf dem Lande. Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Das ist Man; denn sie wuliten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. Das ist's aber, das der HERR geboten hat: Ein jeglicher sammle des, soviel er fur sich essen mag, und nehme ein Gomor auf ein jeglich Haupt, nach der Zahl der Seelen in seiner Hütte. Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber da man's mit dem Gomor maß, fand der nicht drüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht drunter, der wenig gesammelt hatte, sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er fur sich essen mochte. Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon uber bis morgen. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon uber bis morgen; da wuchsen Wurmer drinnen, und ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie. Sie sammelten aber desselben alle Morgen, soviel ein jeglicher fur sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiß. schien, zerschmolz es. Und des sechsten Tages sammelten sie des Brats zwiefaltig, je zwei Gomor fur einen. Und alle Obersten der Gemeine kamen hinein und verkundigten es Mose. Und er sprach zu ihnen: Das ist's, das der HERR gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backet, und was ihr kochen wollt, das kochet; was aber übrig ist, das lasset bleiben, dafi es behalten werde bis morgen. Und sie ließen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da ward es nicht stinkend, und war auch kein Wurm drinnen. Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbat des HERRN; ihr werdet es heute nicht finden auf dem Felde. Sechs Tage sollt ihr sammeln, aber der siebente Tag ist der Sabbat, darinnen wird's nicht sein. Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus zu sammeln, und fanden nichts. Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihreuch, zu halten meine Gebote und Gesetze? Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages! Also feierte das Volk des siebenten Tages. Und das Haus Israel hiefi es Man. Und es war wie Koriandersamen und weili, und hatte einen Schmackwie Semmel mit Honig. Und Mose sprach: Das ist's, das der HERR geboten hat: Fulle ein Gomor davon, zu behalten auf eure Nachkommen, auf dafi man sehe das Brot, damit ich euch gespeiset habe in der Wuste, da ich euch aus Agyptenland führte. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Kruglein und tu ein Gomor voll Man drein; und lali es vor dem HERRN, zu behalten auf eure Nachkommen. Wie der HERR Mose geboten hat, also lieli es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, zu behalten. Und die Kinder Israel alien Man vierzig Jahre, bis daß sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan alien sie Man. Ein Gomor aber ist das zehnte Teil eines Epha.
Erste Lesung
Und Jakob berief seine Sohne und sprach: Versammelt euch, daß ich euch verkundige, was euch begegnen wird in kunftigen Zeiten. Kommt zuhauf und horet zu, ihr Kinder Jakobs, und horet euren Vater Israel! Ruben, mein erster Sohn, du bist meine Kraft und meine erste Macht, der Oberste im Opfer und der Oberste im Reich. Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett besudelt mit dem Aufsteigen. Die Bruder Simeon und Levi ihre Schwerter sind morderische Waffen. Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer Kirche; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwurget und in ihrem Mutwillen haben sie den Ochsen verderbet. Verflucht sei ihr Zorn, daß er so heftig ist, und ihr Grimm, daß er so storrig ist! Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel. Juda, du bist's, dich werden deine Bruder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen. Juda ist ein junger Lowe. Du bist hoch kommen, mein Sohn, durch grofte Siege. Er hat niedergekniet und sich gelagert wie ein Lowe und wie eine Lowin; wer will sich wider ihn auflehnen? Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein Meister von seinen Füften, bis daß der Held komme; und demselben werden die Volker anhangen. Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an den edlen Reben. Erwird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Weinbeerblut. Seine Augen sind rotlicher denn Wein und seine Zahne weifter denn Milch. Sebulon wird an der Anfurt des Meers wohnen und an der Anfurt der Schiffe und reichen an Sidon. Isascharwird ein beinerner Esel sein und sich lagern zwischen die Grenzen. Und ersah die Ruhe, daß sie gut ist, und das Land, daß es lustig ist; er hat aber seine Schultern geneiget zu tragen, und ist ein zinsbarer Knecht worden. Dan wird Richter sein in seinem Volk, wie ein ander Geschlecht in Israel. Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Ferse beiften, daß sein Reiter zuruckfalle. HERR, ich warte auf dein Heil! Gad, gerustet, wird das Heer fuhren und wieder herumfuhren. Von Asser kommt sein fett Brot, und erwird den Konigen zu Gefallen tun. Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schone Rede. Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie an einer Quelle. Die Tochter treten einher im Regiment. Und wiewohl ihn die Schutzen erzurnen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen, so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Hande stark durch die Hande des Machtigen in Jakob. Aus ihnen sind kommen Hirten und Steine in Israel. Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmachtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen an Brusten und Bauchen. Die Segen deines Vaters gehen starker denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen in der Welt; und sollen kommen auf das Haupt Josephs und auf die Scheitel des Nasir unter seinen Brudern. Benjamin ist ein reiftender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, aber des Abends wird er den Raub austeilen. Das sind die zwolf Stamme Israels alle, und das ist's, das ihr Vater mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem sondern Segen. Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk; begrabet mich bei meine Vater in der Hohle auf dem Acker Ephrons, des Hethiters, in der zwiefachen Hohle, die gegen Mamre liegt, im Lande Kanaan, die Abraham kaufte, samt dem Acker, von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegrabnis. Daselbst haben sie Abraham begraben und Sara, sein Weib. Daselbst haben sie auch Isaak begraben und Rebekka, sein Weib. Daselbst habe ich auch Lea begraben, in dem Acker und der Hohle, die von den Kindern Heths gekauft ist. Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder, tat er seine Fülte zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk.
Epistel
Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet! Ein jeglicher aber, der da kampfet, enthalt sich alles Dinges: jene also, daß sie eine vergangliche Krone empfangen, wir aber eine unvergangliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als, der in die Luft streichet, sondern ich betaube meinen Leib und zahme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, daß unsere Vater sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen und sind alle unter Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meer; und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie sind niedergeschlagen in der Wuste.
Antwortpsalm
Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. HERR, der du bist vormals gnadig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erloset; der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre Sünde bedecket, Sela; der du vormals hast all deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns; troste uns, Gott, unser Heiland, und lad ab von deiner Ungnade uber uns! Willst du denn ewiglich uber uns zurnen und deinen Zorn gehen lassen immer fur und fur? Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dad sich dein Volk uber dir freuen moge? HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Ach, dad ich horen sollte, das Gott der HERR redet, dad er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf dad sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch istja seine Hilfe nahe denen, die ihn furchten, dad in unserm Lande Ehre wohne; dad Gute und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich kussen; dad Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; dad uns auch der HERR Gutes tue, damit unser Land sein Gewachs gebe; dad Gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe und im Schwange gehe.
Antwortpsalm
Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Horet zu, alle Volker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben, beide gemein Mann und Herren, beide reich und arm miteinander. Mein Mund soli von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen. Wirwollen einen guten Spruch horen und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen. Warum sollt ich mich furchten in bosen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Ubertreter umgibt? Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren grolien Reichtum. Kann doch ein Bruder niemand erlosen noch Gott jemand versohnen; denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlosen, daß er's muß lassen anstehen ewiglich, ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet. Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und mussen ihr Gut andern lassen. Das ist ihr Herz, daß ihre Hauser wahren immerdar, ihre Wohnungen bleiben fur und fur und haben große Ehre auf Erden. Dennoch konnen sie nicht bleiben in solcher Wurde, sondern müssen davon wie ein Vieh. Dies ihr Tun isteitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela. Sie liegen in der Holle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald uber sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Holle mussen sie bleiben. Aber Gott wird meine Seele erlosen aus der Holle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela. Laü dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird. Denn erwird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren. sondern er trostet sich dieses guten Lebens und preisetes, wenn einer nach guten Tagen trachtet. So fahren sie ihren Vatern nach und sehen das Licht nimmermehr. Kurz, wenn ein Mensch in der Wurde ist und hat keinen Verstand, so fahret er davon wie ein Vieh.
Evangelium
Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiterzu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt müßig stehen und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soil euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Erantwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleichwie dir. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gutig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwahlet.
Antwortpsalm
Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bosen Leuten. Denn du bist der Gott meiner Starke; warum verstofiest du mich? Warum lassest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dranget? Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott! Was betrubest du dich, meine Seele, und bistso unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Antwortpsalm
Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Horet zu, alle Volker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben, beide gemein Mann und Herren, beide reich und arm miteinander. Mein Mund soli von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen. Wirwollen einen guten Spruch horen und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen. Warum sollt ich mich furchten in bosen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Ubertreter umgibt? Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren grolien Reichtum. Kann doch ein Bruder niemand erlosen noch Gott jemand versohnen; denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlosen, daß er's muß lassen anstehen ewiglich, ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet. Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und mussen ihr Gut andern lassen. Das ist ihr Herz, daß ihre Hauser wahren immerdar, ihre Wohnungen bleiben fur und fur und haben große Ehre auf Erden. Dennoch konnen sie nicht bleiben in solcher Wurde, sondern müssen davon wie ein Vieh. Dies ihr Tun isteitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela. Sie liegen in der Holle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald uber sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Holle mussen sie bleiben. Aber Gott wird meine Seele erlosen aus der Holle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela. Laü dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird. Denn erwird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren. sondern er trostet sich dieses guten Lebens und preisetes, wenn einer nach guten Tagen trachtet. So fahren sie ihren Vatern nach und sehen das Licht nimmermehr. Kurz, wenn ein Mensch in der Wurde ist und hat keinen Verstand, so fahret er davon wie ein Vieh.
Zweite Lesung
Sehet, mit wie vielen Worten hab' ich euch geschrieben mit eigener Hand! Die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch, die zwingen euch zu beschneiden, aliein daß sie nicht mit dem Kreuz Christi verfolget werden. Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz nicht, sondern sie wollen, daß ihr euch beschneiden lasset, auf daß sie sich von eurem Fleisch rühmen mogen. Es sei aber feme von mir rühmen denn aliein von dem Kreuz unsers Herrn Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuziget ist und ich der Welt. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern eine neue Kreatur. Und wieviel nach dieser Regel einhergehen, uber die sei Friede und Barmherzigkeit und über den Israel Gottes! Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die Malzeichen des Herrn Jesu an meinem Leibe. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist, liebe Bruder! Amen.
Zweite Lesung
Ich lasse euch aber wissen, welch einen Kampf ich habe um euch und um die zu Laodicea und alle, die meine Person im Fleisch nicht gesehen haben, auf daß ihre Herzen ermahnet und zusammengefasset werden in der Liebe zu allem Reichtum des gewissen Verstandes, zu erkennen das Geheimnis Gottes und des Vaters und Christi, in welchem verborgen liegen alle Schatze der Weisheit und der Erkenntnis. Ich sage aber davon, daß euch niemand betruge mit vernunftigen Reden. Denn ob ich wohl nach dem Fleisch nicht da bin, so bin ich aber im Geist bei euch, freue mich und sehe eure Ordnung und euren festen Glauben an Christum. Wie ihr nun angenommen habt den Herm Christum Jesum, so wandelt in ihm und seid gewurzelt und erbauet in ihm und seid fest im Glauben, wie ihr gelehret seid, und seid in demselbigen reichlich dankbar. Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verfuhrung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen und nicht nach Christo. Denn in ihm wohnet die ganze Fulle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Furstentumer und Obrigkeit, in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hande, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, namlich mit der Beschneidung Christi, in dem, daß ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gottwirket, welcher ihn auferweckt hat von den Toten und hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Sunden und in der Vorhaut eures Fleisches, und hat uns geschenket alle Sunden und ausgetilget die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstund und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet. Und hat ausgezogen die Furstentumer und die Gewaltigen und sie Schau getragen offentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst. So lasset nun niemand euch Gewissen machen uber Speise Oder uber Trank Oder uber bestimmte Feiertage Oder Neumonde Oder Sabbate, welches ist der Schatten von dem, was zukunftig war; aber der Korper selbst ist in Christo. Lasset euch niemand das Ziel verrucken, der nach eigener Wahl einhergehet in Demut und Geistlichkeit der Engel, des er nie keines gesehen hat, und ist ohne Sache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und halt sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenk und Fugen Handreichung empfanget, und aneinander sich enthalt und also wachset zur gottlichen Grolie. So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fanqen mit Satzungen, als lebetet ihr noch in der Welt? Die da sagen: Du sollst das nicht angreifen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anruhren, welches sich doch alles, unter Handen verzehret, und ist Menschengebot und - lehre; welche haben einen Schein der Weisheit durch selbsterwahlte Geistlichkeit und Demut und dadurch, daß sie des Leibes nicht verschonen und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft.
Zweite Lesung
Ich sage aber, solange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Guter, sondern er ist unter den Vormundern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den aufierlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfullet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlosete, daü wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind's aber Kinder, so sind’s auch Erben Gottes durch Christum. Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Gotter sind. Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn urn wieder zu den schwachen und durftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen wollt? Ihr haltet Tage und Monden und Feste und Jahrzeiten. Ich furchte fur euch, daß ich nicht vielleicht umsonst habe an euch gearbeitet. Seid doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Liebe Bruder, ich bitte euch, ihr habt mir kein Leid getan. Denn ihrwisset, daß ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch das Evangelium geprediget habe zum erstenmal. Und meine Anfechtungen, die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht verachtet noch verschmahet, sondern als einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, ja als Christum Jesum. Wie waret ihr dazumal so selig! Ich bin euer Zeuge, daß, wenn es moglich gewesen ware, ihr hattet eure Augen ausgerissen und mirgegeben. Bin ich denn also euer Feind worden, daß ich euch die Wahrheit vorhalte? Sie eifern urn euch nicht fein, sondern sie wollen euch von mir abfallig machen, daß ihr urn sie sollt eifern. Eifern ist gut, wenn's immerdar geschiehet urn das Gute und nicht allein, wenn ich gegenwartig bei euch bin. Meine lieben Kinder, welche ich abermal mit Angsten gebare, bis daß Christus in euch eine Gestalt gewinne. Ich wollte aber, daß ich jetzt bei euch ware, und meine Stimme wandeln konnte, denn ich bin irre an euch. Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wolit: Habt ihr das Gesetz nicht gehoret? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Sohne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien, ist durch die Verheiftung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente, eines von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Hagar. Denn Hagar heiftet in Arabien der Berg Sinai und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben: Sei frohlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, liebe Bruder, sind Isaak nach der Verheiftung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift? Stoft die Magd hinaus mit ihrem Sohn! Denn der Magd Sohn soli nicht erben mit dem Sohn der Freien. So sind wir nun, liebe Bruder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien.
Zweite Lesung
So aber Christus gepredigetwird, dad er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der Toten sei nichts ? Ist aber die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wirwurden aber auch erfunden falsche Zeugen Gottes, dad wir wider Gott gezeuget hatten, er hatte Christum auferwecket, den er nicht auferwecket hatte, sintemal die Toten nicht auferstehen. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden, so sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter alien Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling worden unter denen, die da schlafen,
Evangelium
Und er sprach zu seinen Jungern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so ware, so wollt' ich zu euch sagen; ich gehe hin euch die Statte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Statte zu bereiten, will ich doch wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wirwissen nicht, wo du hingehest; und wie konnen wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genuget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennest mich nicht? Philippus, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist? Die Worte, die zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige tut die Werke. Glaubet mir, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch urn der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird groftere denn diese tun; denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohne. Was ihr bitten werdet in meinem Namen das will ich tun. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote. Und ich will den Vater bitten, und er soil euch einen andern Troster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie siehet ihn nicht und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibet bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch urn ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen: denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und halt sie, der ist's, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem Vater geliebet werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, was ist's, daß du uns willst dich offenbaren und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der halt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr horet ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches hab' ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Troster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbige wird's euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und furchte sich nicht! Ihr habt gehoret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hattet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist großer denn ich. Und nun hab' ich's euch gesagt, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihrglaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel miteuch reden; denn es kommt der Furst dieser Welt und hat nichts an mir. Aber daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also tue, wie mir der Vater geboten hat, stehet auf und lasset uns von hinnen gehen!
Evangelium
Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und ersah einen Feigenbaum an dem Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Blatter. Und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr keine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrete alsbald. Und da das die Junger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum sobald verdorret? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, so ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Heb' dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen. Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr's empfahen. Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrete, die Hohenpriester und die Altesten im Volk und sprachen: Aus was fur Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das saget, will ich euch auch sagen, aus was fur Macht ich das tue. Woher war die Taufe Johannes? War sie vom Himmel Oder von den Menschen? Da gedachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so mussen wir uns vor dem Voik furchten; denn sie hielten alle Johannes fur einen Propheten. Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich das tue. Was dunket euch aber? Es hatte ein Mann zwei Sohne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberge. Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Danach reuete es ihn und ging hin. Und erging zum andern und sprach gleich also. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja! und ging nicht hin. Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zollner und Huren mogen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr. Johannes kam zu euch und lehrete euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zollner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Bufte, daß ihr ihm danach auch geglaubt hattet.
Evangelium
Aber dagegen wehe euch Reichen! denn ihr habt euren Trost dahin. Wehe euch, die ihr voil seid! denn euch wird hungern. Wehe euch, die ihr hier lachet! denn ihr werdet weinen und heulen. Wehe euch, wenn euch jedermann wohl redet! Desgleichen taten ihre Vater den falschen Propheten auch: Aber ich sage euch, die ihr zuhoret: Liebet eure Feinde; tutdenen wohl, die euch hassen; segnet die, so euch verfluchen; bittet fur die, so euch beleidigen. Und wer dich schlagt auf einen Backen, dem biete den andern auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock. Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, da fordere es nicht wieder.
Evangelium
Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein graft Erdbeben. Denn der Engel des Herm kam vom Himmel herab, trat hinzu und walzte den Stein von der Tur und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weift wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als waren sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Furchtet euch nicht; ich weift, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Statte, da der Herrgelegen hat! Und gehet eilend hin und saget es seinen Jungern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, erwird vor euch hingehen nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab's euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und grafter Freude und liefen, daß sie es seinen Jungern verkündigten. Und da sie gingen, seinen Jungern zu verkundigen, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüftet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füfte und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Furchtet euch nicht! Gehet hin und verkundiget es meinen Brudern, daß sie gehen nach Galilaa; daselbst werden sie mich sehen. Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Hutern in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen zusammen mit den Altesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Gelds genug und sprachen: Saget, seine Junger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wirschliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, daß ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehret waren. Solches ist eine gemeine Rede worden bei den Juden bis auf den heutigen Tag. Aber die elf Junger gingen nach Galilaa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Volker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

