Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Hesekiel 37:1-14

Und des HERRN Hand kam uber mich und fuhrete mich hinaus im Geist des HERRN und stellete mich auf ein weit Feld, das voller Beine lag. Und er fuhrete mich allenthalben dadurch. Und siehe, (des Gebeins) lag sehrviel auf dem Felde; und siehe, sie waren sehr verdorret. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinest du auch, daß diese Beine wieder lebendig werden? Und ich sprach: Herr HERR, dasweilit du wohl. Und er sprach zu mir: Weissage von diesen Beinen und sprich zu ihnen: Ihr verdorreten Beine, hdret des HERRN Wort! So spricht der Herr HERR von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen Odem in euch bringen, daß ihr sollt lebendig werden. Ich will euch Adern geben und Fleisch lassen liber euch wachsen und mit Haut uberziehen; und will euch Odem geben, daß ihr wieder lebendig werdet; und sollt erfahren, daß ich der HERR bin. Und ich weissagte, wie mir befohlen war; und siehe, da rauschte es, als ich weissagte; und siehe, es regte sich! Und die Gebeine kamen wieder zusammen, ein jegliches zu seinem Gebein. Und ich sah, und siehe, es wuchsen Adern und Fleisch darauf, und er uberzog sie mit Haut; es war aber noch kein Odem in ihnen. Und er sprach zu mir: Weissage zum Winde; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Winde: So spricht der Herr HERR: Wind, komm herzu aus den vier Winden und blase diese Getoteten an, daß sie wieder lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und richteten sich auf ihre Fuße. Und ihrer war ein sehrgroß Heer. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Beine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Beine sind verdorret, und unsere Hoffnung ist verloren, und ist aus mit uns. Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Siehe, ich will eure Graber auftun und will euch, mein Volk, aus denselben herausholen und euch ins Land Israel bringen; und sollt erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich eure Graber geoffnet und euch, mein Volk, aus denselben, gebracht habe. Und ich will meinen Geist in euch geben, daß ihr wieder leben sollt; und will euch in euer Land setzen, und sollt erfahren, daß ich der HERR bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der HERR.

Erste Lesung

5. Mose 15

Uber sieben Jahre sollst du ein Erlafijahr halten. Also soil's aber zugehen mit dem Erlaüjahr: Wenn einer seinem Nachsten etwas borget, der soil's ihm erlassen und soil's nicht einmahnen von seinem Nachsten Oder von seinem Bruder; denn es heiftt ein Erlafijahr dem HERRN. Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen. Es soil allerdinge kein Bettler untereuch sein; denn der HERR wird dich segnen im Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen; allein daß du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest und haltest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, daß du danach tust! Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir geredet hat. So wirst du vielen Volkern leihen, und du wirst von niemand borgen. Du wirst uber viele Volker herrschen, und uber dich wird niemand herrschen. Wenn deiner Bruder irgend einer arm ist in irgend einer Stadt in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verharten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder, sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, nach dem er mangelt. Hute dich, daß nicht in deinem Herzen ein Belialstuck sei, das da spreche: Es nahet herzu das siebente Jahr, das Erlaftjahr, und sehest deinen armen Bruder unfreundlich an und gebest ihm nicht; so wird er uber dich zum HERRN rufen, so wirst du es Sünde haben; sondern du sollst ihm geben, und dein Herz nicht verdrieften lassen, daß du ihm gibst; denn urn solches willen wird dich der HERR, dein Gott, segnen in alien deinen Werken und was du vornimmst. Eswerden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, daß du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrangt und arm ist in deinem Lande. Wenn sich dein Bruder, ein Ebraeroder Ebraerin, dir verkauft, so soil er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahrsollstdu ihn frei losgeben. Und wenn du ihn frei losgibst, sollstdu ihn nicht leer von dir gehen lassen, sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von deiner Kelter, daß du gebest von dem, das dir der HERR, dein Gott, gesegnet hat. Und gedenke, dafi du auch Knechtwarest in Agyptenland, und der HERR, dein Gott, dich erloset hat; darum gebiete ich dir solches heute. Wird eraberzurdirsprechen: Ich will nicht ausziehen von dir, denn ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl bei dir ist), so nimm einen Pfriemen und bohre ihn durch sein Ohr an der Tur und laft ihn ewiglich deinen Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun. Und lati dich's nicht schwer dunken, daß du ihn frei losgibst: denn er hat dir als ein zwiefaltiger Taglohner sechs Jahre gedienet; so wird der HERR, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust. Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, das ein Mannlein ist, sollst du dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Ochsen und nicht bescheren die Erstlinge deiner Schafe. Vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du sie essen jahrlich an der Statte, die der HERR erwahlet, du und dein Haus. Wenn es aber einen Fehl hat, daß es hinket, Oder blind ist, Oder sonst irgend einen bosen Fehl, so sollst du es nicht opfern dem HERRN, deinem Gott, sondern in deinem Tor sollst du es essen, du seiest unrein Oder rein, wie ein Reh und Hirsch; allein daß du seines Bluts nicht essest, sondern auf die Erde gieftest, wie Wasser.

Erste Lesung

Rut 1:1-22

Zu der Zeit, da die Richter regierten, ward eine Teurung im Lande. Und ein Mann von Bethlehem- Juda zog wallen in der Moabiter Land mit seinem Weibe und zween Sohnen. Der hied Elimelech und sein Weib Naemi, und seine zween Sohne Mahlon und Chiljon, die waren Ephrather, von Bethlehem-Juda. Und da sie kamen ins Land der Moabiter, blieben sie daselbst. Und Elimelech, der Naemi Mann, starb, und sie blieb übrig mit ihren zween Sohnen. Die nahmen moabitische Weiber. Eine hied Arpa, die andere Ruth. Und da sie daselbst gewohnet hatten bei zehn Jahren, starben sie alle beide, Mahlon und Chiljon, dad das Weib uberblieb beiden Sohnen und ihrem Manne. Da machte sie sich auf mit ihren zwo Schnuren und zog wieder aus der Moabiter Lande; denn sie hatte erfahren im Moabiter Lande, dad der HERR sein Volk hatte heimgesucht und ihnen Brot gegeben. Und ging aus von dem Ort, da sie gewesen war, und ihre beiden Schnure mit ihr. Und da sie ging auf dem Wege, dad sie wiederkame ins Land Juda, sprach sie zu ihren beiden Schnuren: Gehet hin und kehret urn, eine jegliche zu ihrer Mutter Haus; der HERR tue an euch Barmherzigkeit, wie ihr an den Toten und an mir getan habt! Der HERR gebe euch, dad ihr Ruhe findet, eine jegliche in ihres Mannes Hause! Und kussete sie. Da huben sie ihre Stimme auf und weineten. Und sprachen zu ihr: Wirwollen mit dir zu deinem Volkgehen. Aber Naemi sprach: Kehret urn, meine Tochter; warum wollt ihr mit mir gehen? Wie kann ich furder Kinder in meinem Leibe haben, die eure Manner sein mochten? Kehret urn, meine Tochter, und gehet hin; denn ich bin nun zu alt, dad ich einen Mann nehme. Und wenn ich sprache: Es ist zu hoffen, dad ich diese Nacht einen Mann nehme und Kinder gebare, wie konnet ihr doch harren, bis sie grod wurden? Wie wollt ihr verziehen, dad ihr nicht Manner solltet nehmen? Nicht, meine Tochter; denn mich jammed euer sehr, denn des HERRN Hand ist über mich ausgegangen. Da huben sie ihre Stimme auf und weineten noch mehr. Und Arpa kussete ihre Schwieger; Ruth aber blieb bei ihr. Sie aber sprach: Siehe, deine Schwagerin ist umgewandt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; kehre du auch urn, deiner Schwagerin nach. Ruth antwortete: Rede mir nicht darein, dad ich dich verlassen sollte und von dir umkehren. Wo du hingehest, da will ich auch hingehen; wo du bleibest, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch; da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das: der Tod mud mich und dich scheiden. Als sie nun sah, dad sie fest im Sinne war, mit ihr zu gehen, lied sie ab, mit ihr davon zu reden. Also gingen die beiden miteinander bis sie gen Bethlehem kamen. Und da sie zu Bethlehem einkamen, regte sich die ganze Stadt über ihnen und sprach: Ist das die Naemi? Sie aber sprach zu ihnen: Heidet mich nicht Naemi, sondern Mara; denn der Allmachtige hat mich sehr betrubet. Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder heimgebracht. Warum heidet ihr mich denn Naemi, so mich doch der HERR gedemütiget und der Allmachtige betrubet hat? Es war aber urn die Zeit, dad die Gerstenernte anging, da Naemi und ihre Schnur Ruth, die Moabitin, wiederkamen vom Moabiter Lande gen Bethlehem.

Morgengebet — Erste Lesung

Sacharja 9

Dies ist die Last, davon der HERR redet uber das Land Hadrach und uber Damaskus, auf welches es sich verlasset (denn der HERR schauet auf die Menschen und auf alle Stamme Israels), dazu auch uber Hamath, die mit ihrgrenzet, uber Tyrus und Zidon auch, die fast weise sind. Denn Tyrus bauet feste und sammelt Silber wie Sand und Gold wie Kot auf der Gasse. Aber siehe, der Herr wird sie verderben und wird ihre Macht, die sie auf dem Meer hat, schlagen, daß sie wird sein, als die mit Feuer verbrannt ist. Wenn das Asklon sehen wird, wird sie erschrecken, und Gasa wird sehr angst werden; dazu Ekron wird betrubt werden, wenn sie solches siehet. Denn es wird aus sein mit dem Kdnige zu Gasa, und zu Asklon wird man nicht wohnen. Zu Asdod werden Fremde wohnen, und ich will der Philister Pracht ausrotten: Und ich will ihr Blut von ihrem Munde tun und ihre Greuel von ihren Zahnen, daß sie auch sollen unserm Gott uberbleiben, daß sie werden wie Fursten in Juda und Ekron wie die Jebusiter. Und ich will selbst urn mein Haus das Lager sein, daß nicht dürfe Stehens und Hinundwiedergehens, dad nicht mehr über sie fahre der Treiber; denn ich hab es nun angesehen mit meinen Augen. Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein Konig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Heifer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Fullen der Eselin! Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem, und der Streitbogen soli zerbrochen werden. Denn erwird Frieden lehren unter den Heiden, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans andere und vom Wasser bis an der Welt Ende. Du lassest auch durchs Blut deines Bundes aus deine Gefangenen aus der Grube, da kein Wasser innen ist. So kehreteuch nun zur Festung, ihr, die ihrauf Hoffnung gefangen liegt; denn auch heute will ich verkundigen und dir zwiefaltiges vergelten. Denn ich habe mir Juda gespannet zum Bogen und Ephraim gerustet und will deine Kinder, Zion, erwecken über deine Kinder, Griechenland; und will dich stelien als ein Schwert der Riesen. Und der HERR wird über ihnen erscheinen, und seine Pfeile werden ausfahren wie der Blitz. Und der Herr HERR wird die Posaune blasen und wird einhertreten als die Wetter vom Mittage. Der HERR Zebaoth wird sie schützen, dafi sie fressen und unter sich bringen mit Schleudersteinen, daß sie trinken und rumoren als vom Wein und voll werden als das Becken und wie die Ecken des Altars. Und der HERR, ihr Gott, wird ihnen zu der Zeit helfen wie einer Herde seines Volks; denn es werden in seinem Lande heilige Steine aufgerichtet werden. Denn was haben sie Gutes vor andern und was haben sie Schones vor andern? Korn, das Jünglinge, und Most, der Jungfrauen zeuget.

Epistel

Kolosser 3:1-4

Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit.

Erste Lesung

Daniel 3

Der Konig Nebukadnezar lieli ein gulden Bild machen, sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit, und lieli es setzen im Lande zu Babel im Tal Dura. Und der Konig Nebukadnezar sandte nach den Ffirsten, Herren, Landpflegern, Richtern, Vogten, Raten, Amtleuten und alien Gewaltigen im Lande, daß sie zusammenkommen sollten, das Bild zu weihen, das der Konig Nebukadnezar hatte setzen lassen. Da kamen zusammen die Ffirsten, Herren, Landpfleger, Richter, Vogte, Rate, Amtleute und alle Gewaltigen im Lande, das Bild zu weihen, das der Konig Nebukadnezar hatte setzen lassen. Und sie mutiten vor das Bild treten, das Nebukadnezar hatte setzen lassen. Und der Ehrenhold rief fiberlaut: Das latit euch gesagtsein, ihr Volker, Leute und Zungen: Wenn ihr horen werdet den Schall der Posaunen, Trommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, so sollt ihr niederfallen und das güldene Bild anbeten, das der Konig Nebukadnezar hat setzen lassen. Wer aber alsdann nicht niederfallt und anbetet, der soli von Stund an in den glfihenden Ofen geworfen werden. Da sie nun horeten den Schall der Posaunen, Trommeten, Harfen, Geigen, Psalter und allerlei Saitenspiel, fielen nieder alle Volker, Leute und Zungen und beteten an das guldene Bild, das der Konig Nebukadnezar hatte setzen lassen. Von Stund an traten hinzu etliche chaldaische Manner und verklagten die Juden, fingen an und sprachen zum Konige Nebukadnezar: Herr Konig, Gott verleihe dir langes Leben! Du hast ein Gebot lassen ausgehen, daß alle Menschen, wenn sie horen wurden den Schall der Posaunen, Trommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, sollten sie niederfallen und das guldene Bild anbeten; wer aber nicht niederfiele und anbetete, sollte in einen gluhenden Ofen geworfen werden. Nun sind da judische Manner, welche du fiber die Amter im Lande zu Babel gesetzet hast: Sadrach, Mesach und Abed-Nego; dieselbigen verachten dein Gebot und ehren deine Gotter nicht und beten nicht an das guldene Bild, das du hast setzen lassen. Da befahl Nebukadnezar mit Grimm und Zorn, daß man vor ihn stellete Sadrach, Mesach und Abed- Nego. Und die Manner wurden vor den Konig gestellet. Da ting Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Wie? wollt ihr, Sadrach, Mesach, Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das guldene Bild nicht anbeten, das ich habe setzen lassen? Wohlan, schicket euch! Sobald ihr horen werdet den Schall der Posaunen, Trommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, so fallet nieder und betet das Bild an, das ich habe machen lassen! Werdet ihr's nicht anbeten, so sollt ihr von Stund an in den gluhenden Ofen geworfen werden. Laftt sehen, wer der Gott sei, der euch aus meiner Hand erretten werde! Da fingen an Sadrach, Mesach; Abed-Nego und sprachen zum Konige Nebukadnezar: Es ist nicht not, daß wir dir darauf antworten. Siehe, unserßott, den wir ehren, kann unswohl erretten aus dem gluhenden Ofen, dazu auch von deiner Hand erretten. Und wo er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, daß wir deine Gotter nicht ehren, noch das guldene Bild, das du hast setzen lassen, anbeten wollen. Da ward Nebukadnezar voll Grimms und stellete sich scheuftlich wider Sadrach, Mesach und Abed- Nego und befahl, man sollte den Ofen siebenmal heifter machen, denn man sonst zu tun pflegte. Und befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, daß sie Sadrach, Mesach und Abed-Nego banden und in den gluhenden Ofen würfen. Also wurden diese Manner in ihren Manteln, Schuhen, Huten und andern Kleidern gebunden und in den gluhenden Ofen geworfen. Denn des Konigs Gebot muftte man eilend tun. Und man schurete das Feuer im Ofen so sehr, daß die Manner, so den Sadrach, Mesach und Abed-Nego verbrennen sollten, verdarben von des Feuers Flammen. Aber die drei Manner Sadrach, Mesach und Abed-Nego, fielen hinab in den gluhenden Ofen, wie sie gebunden waren. Da entsetzte sich der Konig Nebukadnezar und fuhr eilends auf und sprach zu seinen Raten: Haben wir nicht drei Manner gebunden in das Feuer lassen werfen? Sie antworteten und sprachen zum Konige: Ja, Herr Konig! Er antwortete und sprach: Sehe ich doch vier Manner los im Feuer gehen, und sind unversehrt; und der vierte ist gleich, als ware er ein Sohn der Gotter. Und Nebukadnezar trat hinzu vor das Loch des gluhenden Ofens und sprach: Sadrach, Mesach, Abed-Nego, ihr Knechte Gottes des Hochsten, gehet heraus und kommt her! Da gingen Sadrach, Mesach und Abed-Nego heraus aus dem Feuer. Und die Fursten, Herren, Vogte und Rate des Konigs kamen zusammen und sahen, daß das Feuer keine Macht am Leibe dieser Manner beweiset hatte, und ihr Haupthaar nicht versenget und ihre Mantel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen. Da fing an Nebukadnezar und sprach: Gelobet sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertrauet und des Konigs Gebot nicht gehalten, sondern ihren Leib dargegeben haben, daß sie keinen Gott ehren noch anbeten wollten ohne allein ihren Gott. So sei nun dies mein Gebot: Welcher unter alien Volkern, Leuten und Zungen den Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos lasted, der soil umkommen, und sein Haus schandlich verstoret werden. Denn es ist kein anderer Gott, der also erretten kann als dieser. Und der Konig gab Sadrach, Mesach und Abed- Nego grofte Gewalt im Lande zu Babel. Konig Nebukadnezar alien Volkern, Leuten und Zungen: Gott gebe euch viel Friede! Ich sehe es fur gut an, daß ich verkündige die Zeichen und Wunder, so Gott der Hochste an mir getan hat. Denn seine Zeichen sind graft, und seine Wunder sind machtig; und sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft wahret fur und fur.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 23:50

Und siehe, ein Mann mit Namen Joseph, ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann;

Antwortpsalm

Psalmen 16

Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.

Evangelium

Matthäus 28:1-7

Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein graft Erdbeben. Denn der Engel des Herm kam vom Himmel herab, trat hinzu und walzte den Stein von der Tur und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weift wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als waren sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Furchtet euch nicht; ich weift, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Statte, da der Herrgelegen hat! Und gehet eilend hin und saget es seinen Jungern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, erwird vor euch hingehen nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab's euch gesagt.

Antwortpsalm

Psalmen 16

Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.

Antwortpsalm

Psalmen 105

Danket dem HERRN und prediget seinen Namen; verkundiget sein Tun unter den Volkern; singet von ihm und lobet ihn; redet von alien seinen Wundern; ruhmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht; suchet sein Antlitz allewege! Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und seines Worts, ihr, der Same Abrahams, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwahlten! Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt. Er gedenket ewiglich an seinen Bund, des Worts, das erverheiften hat auf viel tausend fur und fur den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak, und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht und Israel zum ewigen Bunde und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes, da siewenig und geringewaren und Fremdlinge drinnen. Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Konigreiche zum andern Volk. Er liefi keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Konige um ihretwillen. Tastet meine Gesalbten nichtan und tut meinen Propheten kein Leid! Und er ließ eine Teurung ins Land kommen und entzog alien Vorrat des Brots. Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knechte verkauft. Sie zwangen seine Fufie im Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen, bis daß sein Wort kam und die Rede des HERRN ihn durchlauterte. Da sandte der Konig hin und lieli ihn losgeben, der Herr über Vblker hieß ihn auslassen. Ersetzte ihn zum Herrn uber sein Haus, zum Herrscher uber alle seine Güter, daß er seine Fursten unterweisete nach seiner Weise und seine Altesten Weisheit lehrete. Und Israel zog nach Agypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams. Und er lieli sein Volk sehr wachsen und machte sie machtiger denn ihre Feinde. Er verkehrete jener Herz, daß sie seinem Volk gram wurden und dachten seine Knechte mit List zu dampfen. Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erwahlet. Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams. Er lieli Finsternis kommen und machte es finster; und waren nicht ungehorsam seinen Worten. Er verwandelte ihre Wasser in Blut und totete ihre Fische. Ihr Land wimmelte Kroten heraus in den Kammern ihrer Konige. Er sprach, da kam Ungeziefer, Lause, in alien ihren Grenzen. Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande; und schlug ihre Weinstocke und Feigenbaume und zerbrach die Baume in ihren Grenzen. Er sprach, da kamen Heuschrecken und Kafer ohne Zahl. Und sie fralien alles Gras in ihrem Lande und fraßen die Fruchte auf ihrem Felde. Und schlug alle Erstgeburt in Agypten, alle ihre ersten Erben. Und fuhrete sie aus mit Silber und Golde; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stammen. Agypten ward froh, dafi sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen. Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer des Nachts zu leuchten. Sie baten, da liefi er Wachteln kommen; und er sattigte sie mit Himmelbrot. Er offnete den Felsen, dafiossen Wasser aus, daß Bache liefen in der dürren Wuste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort, Abraham, seinem Knechte, geredet. Also fuhrete er sein Volk aus mit Freuden und seine Auserwahlten mit Wonne und gab ihnen die Lander der Heiden, dafi sie die Güter der Volker einnahmen auf daü sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!

Antwortpsalm

Psalmen 100

Ein Dankpsalm. Jauchzet dem HERRN, alle Welt! Dienet dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Erkennet, daß der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhofen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen! Denn der HERR istfreundlich, und seine Gnade wahret ewig und seine Wahrheit fur und fur.

Abendgebet — Erste Lesung

Hosea 5:8-6:4

Ja, blaset Posaunen zu Gibea, ja, trommetet zu Rama, ja rufet zu Beth-Aven: Hinter dir, Benjamin! Denn Ephraim soil zur Wuste werden zur Zeit, wenn ich sie strafen werde. Davor hab ich die Stamme Israels treulich gewarnet. Die Fursten Judas sind gleich denen, so die Grenze verrucken; darum will ich meinen Zorn uber sie ausschutten wie Wasser. Ephraim leidet Gewalt und wird geplagt; daran geschiehet ihm recht; denn er hat sich gegeben auf (Menschen-)Gebot. Ich bin dem Ephraim eine Motte und dem Hause Juda eine Made. Und da Ephraim seine Krankheit und Juda seine Wunden fuhlete, zog Ephraim hin zu Assur und schickte zum Konige zu Jareb; aber er konnte euch nicht helfen noch eure Wunden heilen. Denn ich bin dem Ephraim wie ein Lowe, und dem Hause Juda wie ein junger Lowe. Ich, ich zerreifie sie und gehe davon und führe sie weg, und niemand kann sie retten. Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen ubel gehet, so werden sie mich fruhe suchen müssen (und sagen): Kommt, wirwollen wiederzum HERRN! Denn er hat uns zerrissen, erwird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, erwird uns auch verbinden. Er macht uns lebendig nach zween Tagen, erwird uns am dritten Tage aufrichten, daß wir vor ihm leben werden. Dann werden wir acht darauf haben und fleißig sein, da($ wir den HERRN erkennen. Denn erwird hervorbrechen wie die schone Morgenrote und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spatregen, der das Land feuchtet. Wie will ich dir so wohl tun, Ephraim! Wie will ich dir so wohl tun, Juda! Denn die Gnade, so ich euch erzeigen will, wird sein wie eine Tauwolke des Morgens und wie ein Tau, der frühmorgens sich ausbreitet.

Zweite Lesung

2. Korinther 10

Ich aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmütigkeit und Lindigkeit Christi, der ich gegenwartig unter euch gering bin, im Abwesen aber bin ich turstig gegen euch. Ich bitte aber, daß mir nicht not sei, gegenwartig turstig zu handeln und der Kuhnheit zu brauchen, die man mirzumisset, gegen etliche, die uns schatzen, als wandelten wir fleischlicherweise. Denn ob wirwohl im Fleisch wandeln, so streiten wir doch nicht fleischlicherweise. Denn die Waffen unserer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern machtig vor Gott, zu zerstoren die Befestungen, damit wir zerstoren die Anschlage und alle Hohe, die sich erhebet wider die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi und sind bereit, zu rachen alien Ungehorsam, wenn euer Gehorsam erfullet ist. Richtet ihr nach dem Ansehen? Verlatit sich jemand darauf, daß er Christo angehore, der denke solches, auch wieder um bei ihm, daß, gleichwie er Christo angehoret, also gehoren wir auch Christo an. Und so ich auch etwas weiter, mich ruhmete von unserer Gewalt, welche uns der Herr gegeben hat, euch zu bessern und nicht zu verderben, wollte ich nicht zuschanden werden. (Das sage ich aber,) daß ihr nicht euch dünken lasset, als hatte ich euch wollen schrecken mit Briefen. Denn die Briefe (sprechen, sie) sind schwer und stark; aber die Gegenwartigkeit des Leibes ist schwach und die Rede verachtlich. Wer ein solcher ist, der denke, daß wie wir sind mit Worten in den Briefen im Abwesen, so dürfen wir auch wohl sein mit der Tat gegenwartig. Denn wir dürfen uns nicht unter die rechnen Oder zahlen, so sich selbst loben; aber dieweil sie sich bei sich selbst messen und halten allein von sich selbst, verstehen sie nichts. Wir aber rühmen uns nicht fiber das Ziel, sondern nur nach dem Ziel der Regel, damit uns Gott abgemessen hat das Ziel, zu gelangen auch bis an euch. Denn wirfahren nicht zu weit, als waren wir nicht gelanget bis zu euch; denn wir sind ja auch bis zu euch kommen mit dem Evangelium Christi. Und rühmen uns nicht fiber das Ziel in fremder Arbeit und haben Hoffnung, wenn nun euer Glaube in euch gewachsen, daß wir unserer Regel nach wollen weiter kommen und das Evangelium auch predigen denen, die jenseit euch wohnen, und uns nicht rühmen in dem, was mit fremder Regel bereitet ist. Wer sich aber rühmet, derrühme sich des Herm. Denn darum ist einer nicht tüchtig, daß er sich selbst lobet, sondern daß ihn der Herr lobet.

Zweite Lesung

Jakobus 5

Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet uber euer Elend, das fiber euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfaulet; eure Kleider sind mottenfraßig worden. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer. Ihr habt euch Schatze gesammelt an den letzten Tagen. Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, und von euch abgebrochen ist, der schreiet; und das Rufen der Ernter ist kommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. Ihr habt wohlgelebet auf Erden und eure Wollust gehabt und eure Herzen geweidet als auf einen Schlachttag. Ihr habt verurteilet den Gerechten und getotet, und er hat euch nicht widerstanden. So seid nun geduldig, liebe Bruder, bis auf die Zukunft des Herrn! Siehe, ein Ackermann wartet auf die kostliche Frucht der Erde und ist geduldig darüber, bis daß er empfange den Morgenregen und Abendregen. Seid ihr auch geduldig und starket eure Herzen; denn die Zukunft des Herrn ist nahe. Seufzet nicht widereinander, liebe Bruder, auf daß ihr nicht verdammet werdet! Siehe, der Richter ist vor der Tür! Nehmet, meine lieben Bruder, zum Exempel des Leidens und der Geduld die Propheten, die zu euch geredet haben in dem Namen des Herrn. Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld Hiobs habt ihrgehoret, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer. Vor alien Dingen aber, meine Bruder, schworet nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit keinem andern Eide. Es sei aber euer Wort: Ja, das ja ist; und: Nein, das nein ist, auf daß ihr nicht in Heuchelei fallet. Leidetjemand untereuch, derbete; istjemand gutes Muts, der singe Psalmen. Istjemand krank, der rufe zu sich die Altesten von der Gemeinde und lasse sie fiber sich beten und salben mit 01 in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und so er hat Sünden getan, werden sie ihm vergeben sein. Bekenne einerdem andern seine Sünden und betet ffireinander, daß ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein Mensch gleich wie wir, und er betete ein Gebet, daß es nicht regnen sollte; und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monden. Und er betete abermal, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. Liebe Bruder, sojemand untereuch irren wfirde von der Wahrheit, und jemand bekehrete ihn, der soil wissen, daß, wer den Sunder bekehret hat von dem Irrtum seines Weges, der hat einer Seele vom Tode geholfen und wird bedecken die Menge der Sünden. Der erste Brief des Petrus

Zweite Lesung

1. Thessalonicher 2:13-20

Darum auch wirohne Unterlaß Gottdanken, daß ihr, da ihr empfinget von uns das Wort gottlicher Predigt, nahmet ihr's auf nicht als Menschenwort, sondern (wie es denn wahrhaftig ist) als Gottes Wort; welcher auch wirket in euch, die ihr glaubet. Denn ihrseid Nachfolger worden, liebe Bruder, der Gemeinden Gottes in Judaa in Christo Jesu, daß ihr ebendasselbige erlitten habt von euren Blutsfreunden, das jene von den Juden, welche auch den Herrn Jesum getotet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolget und gefallen Gott nicht und sind alien Menschen wider, wehren uns, zu sagen den Heiden, damit sie selig wurden, auf daß sie ihre Sünden erfullen allewege; denn der Zorn ist schon endlich uber sie kommen. Wir aber, liebe Bruder, nachdem wir euer eine Weile beraubet gewesen sind nach dem Angesichte, nicht nach dem Herzen, haben wir desto mehr geeilet.euer Angesicht zu sehen, mit großem Verlangen. Darum haben wirwollen zu euch kommen (ich, Paulus) zweimal; und Satanas hat uns verhindert. Denn wer ist unsere Hoffnung Oder Freude Oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr's vor unserm Herrn Jesu Christo zu seiner Zukunft? Ihr seid ja unsere Ehre und Freude.

Zweite Lesung

Römer 6:3-11

Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wirje mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhore, da(3> wir hinfort der Sunde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sunde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wissen, daß Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort uber ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist; das ist er der Sunde gestorben zu einem Mai; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sunde gestorben seid und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herm.

Evangelium

Johannes 16

Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht argert. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch totet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich's euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fraget mich: Wo qehest du hin? sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns worden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der T roster nicht zu euch; so ich abergehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen urn die Sunde und um die Gerechtigkeit und urn das Gericht: um die Sunde, dafi sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr konnet's jetzt nicht tragen. Wenn aberjener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn erwird nicht von ihm selber reden, sondern was er horen wird, das wird er reden, und was zukunftig ist, wird er euch verkundigen. Derselbige wird mich verklaren; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkundigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum hab' ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkundigen. Uber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uber ein kleines, so werdet ihr mich sehen; denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche unterseinen Jungern untereinander: Was ist das, was er saget zu uns: Uber ein so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und daü ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, was er sagt: Uber ein kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkete Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr untereinander, daß ich gesagt habe: Uber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber uber ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich, sage euch: Ihr werdet weinen und heulen; aber die Welt wird sich freuen. Ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soil in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist kommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denket sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soil sich freuen, und eure Freude soil niemand von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinen Namen, so wird er's euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches hab' ich zu euch durch Sprichworter geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichworter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkundigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daü ich den Vater fur euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Junger: Siehe, nun redest du frei heraus und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weilit und bedarfst nicht, daß dich jemand frage. Darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr. Siehe, es kommt die Stunde und ist schon kommen, daß ihr zerstreuet werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich alleine lasset. Aber ich bin nicht alleine; denn der Vater ist bei mir. Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt uberwunden.

Abendgebet — Zweite Lesung

Römer 6:1-14

Was wollen wir hiezu sagen? Sollen wir denn in der Sunde beharren, auf daß die Gnade desto machtiger werde? Das sei feme! Wie sollten wir in der Sunde wollen leben, der wir abgestorben sind? Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wirje mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhore, da(3> wir hinfort der Sunde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sunde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wissen, daß Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort uber ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist; das ist er der Sunde gestorben zu einem Mai; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sunde gestorben seid und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herm. So lasset nun die Sunde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihm Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten. Auch begebet nicht der Sunde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit, Denn die Sunde wird nicht herrschen konnen fiber euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetze seid, sondern unter der Gnade.

Evangelium

Markus 16:9-20

Jesus aber, da er auferstanden war frühe am ersten Tage der Sabbater, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkundigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weineten. Und dieselbigen, da sie horeten, daß er lebete und ware ihrerschienen, glaubten sie nicht. Danach da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer andern Gestalt, da sie aufs Feld gingen. Und dieselbigen gingen auch hin und verkundigten das den andern; denen glaubten sie auch nicht. Zuletzt, da die Elfe zu Tische saften, offenbarete er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Hartigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur! Wer da glaubet und getauft wird, derwird selig werden; wer aber nicht glaubet, derwird verdammt werden. Die Zeichen aber, die dafolgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Todliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hande legen, so wird's besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus und predigten an alien Orten. Und der Herrwirkte mit ihnen und bekraftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.

Evangelium

Matthäus 28:1-20

Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein graft Erdbeben. Denn der Engel des Herm kam vom Himmel herab, trat hinzu und walzte den Stein von der Tur und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weift wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als waren sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Furchtet euch nicht; ich weift, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Statte, da der Herrgelegen hat! Und gehet eilend hin und saget es seinen Jungern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, erwird vor euch hingehen nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab's euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und grafter Freude und liefen, daß sie es seinen Jungern verkündigten. Und da sie gingen, seinen Jungern zu verkundigen, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüftet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füfte und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Furchtet euch nicht! Gehet hin und verkundiget es meinen Brudern, daß sie gehen nach Galilaa; daselbst werden sie mich sehen. Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Hutern in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen zusammen mit den Altesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Gelds genug und sprachen: Saget, seine Junger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wirschliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, daß ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehret waren. Solches ist eine gemeine Rede worden bei den Juden bis auf den heutigen Tag. Aber die elf Junger gingen nach Galilaa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Volker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Evangelium

Apostelgeschichte 10

Es war aber ein Mann zu Casarea mit Namen Cornelius, ein Hauptmann von der Schar, die da heiftt die welsche, gottselig und gottesfurchtig samt seinem ganzen Hause und gab dem Volk viel Almosen und betete immer zu Gott. Der sah in einem Gesichte offenbarlich urn die neunte Stunde am Tage einen Engel Gottes zu ihm eingehen, der sprach zu ihm: Cornelius! Er aber sah ihn an, erschrak und sprach: Herr, was ist's? Er aber sprach zu ihm: Dein Gebet und deine Almosen sind hinaufkommen ins Gedachtnis vor Gott. Und nun sende Manner gen Joppe und laft fordern Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, des Haus am Meer liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst. Und da der Engel, der mit Cornelius redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfurchtigen Kriegsknecht von denen, die auf ihn warteten, und erzahlete es ihnen alles und sandte sie gen Joppe. Des andern Tages, da diese auf dem Wege waren und nahe zur Stadt kamen, stieg Petrus hinauf auf den Soller, zu beten, urn die sechste Stunde. Und als er hungrig ward, wollte er essen. Da sie ihm aber zubereiteten, ward er entzuckt und sah den Himmel aufgetan und herniederfahren zu ihm ein Gefaft wie ein graft leinen Tuch, an vier Zipfeln gebunden, und ward niedergelassen auf die Erde. Darinnen waren allerlei vierfuftige Tiere der Erde und wilde Tiere und Gewürm und Vogel des Himmels. Und geschah eine Stimme zu ihm: Stehe auf, Petrus, schlachte und ift! Petrus aber sprach: 0 nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines Oder Unreines gegessen. Und die Stimme sprach zum andernmal zu ihm: Was Gott gereiniget hat, das mache du nicht gemein. Und das geschah zu drei Malen; und das Gefaft ward wieder aufgenommen gen Himmel. Als aber Petrus sich in sich selbst bekummerte, was das Gesicht ware, das er gesehen hatte, siehe, da fragten die Manner, von Cornelius gesandt, nach dem Hause Simons und stunden an der Tur, riefen und forscheten, ob Simon mit dem Zunamen Petrus allda zur Herberge ware. Indem aber Petrus sich besinnet uber dem Gesichte, sprach der Geistzu ihm: Siehe, drei Manner suchen dich. Aber stehe auf, steige hinab und zieh mit ihnen und zweifle nichts; denn ich habe sie gesandt. Da stieg Petrus hinab zu den Mannern, die von Cornelius zu ihm gesandt waren, und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr suchet; was ist die Sache, darum ihr hier seid? Sie aber sprachen: Cornelius, der Hauptmann, ein frommer und gottesfurchtiger Mann und gutes Geruchts bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen vom heiligen Engel, daß er dich sollte fordern lassen in sein Haus und Worte von dir horen. Da riefersie hinein und herbergete sie. Des andern Tages zog Petrus aus mit ihnen, und etliche Bruder von Joppe gingen mit ihm. Und des andern Tages kamen sie gen Casarea. Cornelius aber wartete auf sie und rief zusammen seine Verwandten und Freunde. Und als Petrus hineinkam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel zu seinen Füften und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf; ich bin auch ein Mensch. Und als er sich mit ihm besprochen hatte, ging er hinein und fand ihrer viel, die zusammenkommen waren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein ungewohnet Ding ist einem judischen Mann, sich zu tun Oder zu kommen zu einem Fremdling; aber Gott hat mir gezeiget, keinen Menschen gemein Oder unrein zu heiften. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich bin hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern. Cornelius sprach: Ich habe vier Tage gefastet bis an diese Stunde, und urn die neunte Stunde betete ich in meinem Hause. Und siehe, da trat ein Mann vor mich in einem hellen Kleide und sprach: Cornelius, dein Gebet ist erhoret, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun gen Joppe und laft herrufen einen Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge in dem Hause des Gerbers Simon an dem Meer; der wird dir, wenn er kommt, sagen. Da sandte ich von Stund' an zu dir. Und du hast wohl getan, daß du kommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwartig vor Gott, zu horen alles, was dir von Gott befohlen ist. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet, sondern in allerlei Volk, wer ihn furchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkundigen lassen den Frieden durch Jesum Christum ( welcher ist ein Herr fiber alles), die durchs ganze judische Land geschehen ist und angefangen in Galilaa nach der Taufe, die Johannes predigte: wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem Heiligen Geiste und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwaltiget waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, was er getan hat im judischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getotet und an ein Holz gehanget. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwahlten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Toten. Und er hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhoreten. Und die Glaubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen ward. Denn sie horeten, daß sie mit Zungen redeten und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Wasserwehren, daß diese nicht getaufet werden, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herm. Da baten sie ihn, daß er etliche Tage dabliebe.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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