Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Apostelgeschichte 5:27-33

Und als sie sie brachten, stelleten sie sie vor den Rat. Und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr nicht sollt lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfullet mit eurer Lehre und wollt dieses Menschen Blut uber uns führen. Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man muü Gott mehrgehorchen denn den Menschen. Der Gott unserer Vater hat Jesum auferwecket, welchen ihr erwurget habt und an das Holz gehanget. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhohet zu einem Fursten und Heiland, zu geben Israel Bulie und Vergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen uber diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen. Da sie das horeten, ging's ihnen durchs Herz, und dachten sie zu toten.

Erste Lesung

5. Mose 33

Dies ist der Segen, damit Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israel vorseinem Tode segnete, und sprach: Der HERR ist von Sinai kommen und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist hervorgebrochen von dem Berge Paran und ist kommen mitviel tausend Heiligen; zu seiner rechten Hand ist ein feuriges Gesetz an sie. Wie hat er die Leute so lieb! Alle seine Heiligen sind in deiner Hand; sie werden sich setzen zu deinen Fußen und werden lernen von deinen Worten. Mose hat uns das Gesetz geboten, dem Erbe der Gemeine Jakobs. Und er verwaltete das Amt eines Konigs und hielt zusammen die Haupter des Volks samt den Stammen Israels. Ruben lebe und sterbe nicht, und sein Pobel sei gering! Dies ist der Segen Judas. Und er sprach: HERR, erhore die Stimme Judas, mache ihn zum Regenten in seinem Volk und laß seine Macht groß werden, und ihm müsse wider seine Feinde geholfen werden! Und zu Levi sprach er: Dein Recht und dein Licht bleibe bei deinem heiligen Mann, den du versuchet hast zu Massa, da ihr hadertet am Haderwasser. Wer zu seinem Vater und zu seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht, und zu seinem Bruder: Ich kenne ihn nicht, und zu seinem Sohn: Ich weiß nicht: die halten deine Rede und bewahren deinen Bund; die werden Jakob deine Rechte lehren und den Israel dein Gesetz; die werden Rauchwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar. HERR, segne sein Vermogen und laß dir gefallen die Werke seiner Hande; zerschlage den Rücken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, daß sie nicht aufkommen. Und zu Benjamin sprach er: Das Liebliche des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird er uber ihm halten und wird zwischen seinen Schultern wohnen. Und zu Joseph sprach er: Sein Land liegt im Segen des HERRN. Da sind edle Fruchte vom Himmel, vom Tau und von der Tiefe, die unten liegt. Da sind edle Fruchte von der Sonne und edle reife Fruchte der Monden und von den hohen Bergen gegen Morgen und von den Hügeln fur und fur und edle Fruchte von der Erde, und was drinnen ist. Die Gnade des, der in dem Busch wohnete, komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Nasir unter seinen Brudern. Seine Herrlichkeit ist wie ein erstgeborner Ochse, und seine Horner sind wie Einhorners Horner; mit denselben wird er die Volker stoßen zuhauf bis an des Landes Ende. Das sind die Tausende Ephraims und die Tausende Manasses. Und zu Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deines Auszugs! Aber, Isaschar, freue dich deiner Hutten! Sie werden die Volker auf den Berg rufen und daselbst opfern Opfer der Gerechtigkeit. Denn sie werden die Menge des Meers saugen und die versenkten Schatze im Sande. Und zu Gad sprach er: Gad sei gesegnet, der Raummacher; er liegt wie ein Lowe und raubet den Arm und die Scheitel. Und er sah, daß ihm ein Haupt gegeben war, ein Lehrer, der verborgen ist, welcher kam mit den Obersten des Volks und verschaffte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Rechte an Israel. Und zu Dan sprach er: Dan ein junger Lowe; er wird fließen von Basan. Und zu Naphthali sprach er: Naphthali wird genug haben, was er begehret, und wird voll Segens des HERRN sein; gegen Abend und Mittag wird sein Besitz sein. Und zu Asser sprach er: Asser sei gesegnet mit Sohnen; ersei angenehm seinen Brudern und tunke seinen Fuß in 01! Eisen und Erz sei an seinen Schuhen; dein Alter sei wie deine Jugend. Es ist kein Gott als der Gott des Gerechten. Der im Himmel sitzt, der sei deine Hilfe, und des Herrlichkeit in Wolken ist. Das ist die Wohnung Gottes von Anfang und unter den Armen ewiglich. Und er wird vor dir her deinen Feind austreiben und sagen: Sei vertilget! Israel wird sicher alleine wohnen; der Brunn Jakobs wird sein auf dem Lande, da Korn und Most ist; dazu sein Himmel wird mit Tau triefen. Wohl dir, Israel, wer ist dir gleich? 0 Volk, das du durch den HERRN selig wirst, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deinen Feinden wird's fehlen; aber du wirst auf ihrer Hohe einhertreten.

Erste Lesung

2. Samuel 6:1-19

Und David sammelte abermal alle junge Mannschaft in Israel, dreiftigtausend. Und machte sich auf und ging hin mit allem Volk, das bei ihm war aus den Burgern Judas, daß er die Lade Gottes von dannen heraufholete, welcher Name heiftt: Der Name des HERRN Zebaoth wohnet drauf uber den Cherubim. Und sie lieften die Lade Gottes fuhren auf einem neuen Wagen und holeten sie aus dem Hause Abinadabs, der zu Gibea wohnete. Usa aber und Ahio, die Sohne Abinadabs, trieben den neuen Wagen. Und da sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause Abinadabs fuhreten, der zu Gibea wohnete, und Ahio vor der Lade her ging, spielte David und das ganze Haus Israel vor dem HERRN her mit allerlei Saitenspiel von Tannenholz, mit Harfen und Psaltern und Pauken und Schellen und Zimbeln. Und da sie kamen zur Tenne Nachon, griff Usa zu und hielt die Lade Gottes, denn die Rinder traten beiseit aus. Da ergrimmete des HERRN Zorn uber Usa; und Gott schlug ihn daselbst urn seines Frevels willen, daß er daselbst starb bei der Lade Gottes. Da ward David betrubt, daß der HERR einen solchen Rift an Usa tat; und hieft dieselbige Statte Perez-Usa bis auf diesen Tag. Und David furchtete sich vor dem HERRN des Tages und sprach: Wie soil die Lade des HERRN zu mir kommen? Und wollte sie nicht lassen zu sich bringen in die Stadt Davids, sondem lieft sie bringen in das Haus Obed-Edoms, des Gathiters. Und da die Lade des HERRN drei Monden blieb im Hause Obed-Edoms, des Gathiters, segnete ihn der HERR und sein ganzes Haus. Und es ward dem Konige David angesagt, daß der HERR das Haus Obed-Edoms segnete und alles, was er hatte, urn der Lade Gottes willen. Da ging er hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause Obed- Edoms herauf in die Stadt Davids mit Freuden. Und da sie einhergingen mit der Lade des HERRN sechs Gange, opferte man einen Ochsen und ein fett Schaf. Und David tanzte mit aller Macht vor dem HERRN her und war begurtet mit einem leinenen Leibrock. Und David samt dem ganzen Israel fuhreten die Lade des HERRN herauf mit Jauchzen und Posaunen. Und da die Lade des HERRN in die Stadt Davids kam, guckte Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den Konig David springen und tanzen vordem HERRN, und verachtete ihn in ihrem Herzen. Da sie aber die Lade des HERRN hineinbrachten, stelleten sie die an ihren Ort mitten in der Hütte, die David fur sie hatte aufgeschlagen. Und David opferte Brandopfer und Dankopfer vor dem HERRN. Und da David hatte ausgeopfert die Brandopfer und Dankopfer, segnete er das Volk in dem Namen des HERRN Zebaoth. Und teilete aus allem Volk und der Menge Israels, beide Mann und Weib, einem jeglichen einen Brotkuchen und ein Stuck Fleisch und ein Noftel Wein. Da kehrete sich alles Volk hin, ein jeglicher in sein Haus.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Könige 10

Und da das Gerucht Salomos von dem Namen des HERRN kam vor die Konigin von Reicharabien, kam sie, ihn zu versuchen mit Ratseln. Und sie kam gen Jerusalem mit einem sehr großen Zeug, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Goldes und Edelgesteine. Und da sie zum Konige Salomo hineinkam, redete sie mit ihm alles, was sie vorgenommen hatte. Und Salomo sagte ihr alles, und war dem Konige nichts verborgen, das er ihr nicht sagte. Da aber die Konigin von Reicharabien sah alle Weisheit Salomos und das Haus, das er gebauet hatte, und die Speise fur seinen Tisch und seiner Knechte Wohnung und seiner Diener Amt und ihre Kleider und seine Schenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN opferte, konnte sie sich nicht mehr enthalten und sprach zum Konige: Es istwahr, was ich in meinem Lande gehoret habe von deinem Wesen und von deiner Weisheit. Und ich habe es nicht wollen glauben, bis ich kommen bin und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Halfte gesagt. Du hast mehr Weisheit und Gutes denn das Gerucht, das ich gehoret habe. Selig sind deine Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit horen. Gelobet sei der HERR, dein Gott, der zu dir Lust hat, daß er dich auf den Stuhl Israels gesetzet hat, darum dafi der HERR Israel liebhat ewiglich und dich zum Konige gesetzet hat, daß du Gericht und Recht haitest. Und sie gab dem Konige hundertundzwanzig Zentner Goldes und sehr viel Spezerei und Edelgesteine. Es kam nicht mehr so viel Spezerei, als die Konigin von Reicharabien dem Konige Salomo gab. Dazu die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir führeten, brachten sehr viel Ebenholz und Edelgesteine. Und der Konig IM machen von Ebenholz Pfeiler im Hause des HERRN und im Hause des Konigs und Harfen und Psalter fur die Sanger. Es kam nicht mehr solch Ebenholz, ward auch nicht gesehen bis auf diesen Tag. Und der Konig Salomo gab der Konigin von Reicharabien alles, was sie begehrete und bat, ohne was er ihr gab von ihm selbst. Und sie wandte sich und zog in ihr Land samt ihren Knechten. Des Goldes aber, das Salomo in einem Jahr kam, war am Gewicht sechshundertundsechsundsechzig Zentner, ohne was von Kramern und Kaufleuten und Apothekern und von alien Konigen Arabiens und von den Gewaltigen in Landern kam. Und der Konig Salomo lieft machen zweihundert Schilde vom besten Golde; sechshundert Stuck Goldes tat er zu einem Schilde; und dreihundert Tartschen vom besten Golde, je drei Pfund Goldes zu einer Tartsche. Und der Konig tat sie in das Haus vom Walde Libanon. Und der Konig machte einen groften Stuhl von Elfenbein und uberzog ihn mitdem edelsten Golde. Und der Stuhl hatte sechs Stufen, und das Haupt am Stuhl war hinten rund. Und waren Lehnen auf beiden Seiten urn das Gesaft, und zween Lowen stunden an den Lehnen. Und zwolf Lowen stunden auf den sechs Stufen auf beiden Seiten. Solches ist nie gemacht in keinen Konigreichen. Alle Trinkgefafte des Konigs Salomo waren gulden, und alle Gefafte im Hause vom Walde Libanon waren auch lauter Gold; denn des Silbers achtete man zu den Zeiten Salomos nichts. Denn das Meerschiff des Konigs, das auf dem Meer mit dem Schiff Hirams fuhr, kam in dreien Jahren einmal und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. Also ward der Konig Salomo grbfter mit Reichtum und Weisheit denn alle Konige auf Erden. Und alle Welt begehrete, Salomo zu sehen, daß sie die Weisheit horeten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte. Und jedermann brachte ihm Geschenke, silberne und guldene Gerate, Kleider und Harnische, Wurze, Rosse, Mauler jahrlich. Und Salomo brachte zuhauf Wagen und Reiter, daß er hatte tausend und vierhundert Wagen und zwolftausend Reiter, und lieft sie in den Wagenstadten und bei dem Konige zu Jerusalem. Und der Konig machte, daß des Silbers zu Jerusalem so viel warwie die Steine, und Zedernholz so viel wie die wilden Feigenbaume in den Grunden. Und man brachte dem Salomo Pferde aus Agypten und allerlei Ware, und die Kaufleute des Konigs kauften dieselbige Ware und brachten's aus Agypten heraus, je einen Wagen urn sechshundert Silberlinge, und ein Pferd urn hundertundfunfzig. Also brachte man sie auch alien Konigen der Hethiter und den Konigen zu Syrien durch ihre Hand.

Epistel

1. Petrus 2:21-25

Denn dazu seid ihr berufen, sintemal auch Christus gelitten hat fur uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drauete, da er lift; er stellete es aber dem heim, der da recht richtet; welcher unsere Sunden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daßwir, der Sunde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil worden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen

Erste Lesung

2. Mose 20

Und Gott redete alle diese Worte: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Agyptenland, aus dem Diensthause, gefuhret habe. Du sollst keine andern Gotter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, Oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsuchet der Vater Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen, und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht miftbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen miftbraucht. Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was drinnen ist, und ruhete am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest im Lande, das dir der HERR, dein Gott gibt. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nachsten. Laft dich nicht gelusten deines Nachsten Hauses. Laft dich nicht gelusten deines Nachsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nachster hat. Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von feme; und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen, und laft Gott nicht mit uns reden, wir mochten sonst sterben. Mose aber sprach zum Volk: Furchtet euch nicht; denn Gott ist kommen, daß er euch versuchte, und daß seine Furcht euch vor Augen ware, daß ihr nicht sundiget. Also trat das Volk von feme; aber Mose machte sich hinzu ins Dunkel, da Gott innen war. Und der HERR sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, daß ich mit euch vom Himmel geredet habe. Darum sollt ihr nichts neben mir machen, silberne und güldene Gotter sollt ihr nicht machen. Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedachtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen. Und so du mir einen steinernen Altar willst machen, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer daruber fahrest, so wirst du ihn entweihen. Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, daß nicht deine Scham aufgedeckt werde vor ihm.

Morgengebet — Zweite Lesung

Matthäus 1

Dies ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugete Isaak. Isaak zeugete Jakob. Jakob zeugete Juda und seine Brüder. Juda zeugete Pharez und Saram von der Thamar. Pharez zeugete Hezron. Hezron zeugete Ram. Ram zeugete Aminadab. Aminadab zeugete Nahasson. Nahasson zeugete Salma. Salma zeugete Boas von der Rahab. Boas zeugete Obed von der Ruth. Obed zeugete Jesse. Jesse zeugete den Konig David. Der Konig David zeugete Salomo von dem Weibe des Uria. Salomo zeugete Roboam. Roboam zeugete Abia. Abia zeugete Assa. Assa zeugete Josaphat. Josaphat zeugete Joram. Joram zeugte Osia. Osia zeugete Jotham. Jotham zeugete Achas. Achas zeugete Ezechia. Ezechia zeugete Manasse. Manasse zeugete Amon. Amon zeugete Josia. Josia zeugete Jechonia und seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft. Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugete Jechonia Sealthiel. Sealthiel zeugete Zorobabel. Zorobabel zeugete Abiud. Abiud zeugete Eliachim. Eliachim zeugete Asor. Asor zeugete Zadoch. Zadoch zeugete Achin. Achin zeugete Eliud. Eliud zeugete Eleasar. Eleasar zeugete Matthan. Matthan zeugete Jakob. Jakob zeugete Joseph, den Mann Marias, von welcher ist geboren Jesus, der da heiliet Christus. Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf die babylonische Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christum sind vierzehn Glieder. Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, ehe er sie heimholete, erfand sich's, daß sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, warfromm und wollte sie nicht rügen, gedachte aber sie heimlich zu verlassen. Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herm im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids furchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heilien; denn erwird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfullet würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebaren, und sie werden seinen Namen Emanuel heilien, das ist verdolmetschet, Gott mit uns. Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herm Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. Und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar, und hieli seinen Namen Jesus.

Antwortpsalm

Psalmen 42

Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Meine Tranen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man taglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Wenn ich denn des inne werde, so schutte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mitdem Haufen und mit ihnen wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die dafeiern. Was betrubest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. Mein Gott, betrubt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg. Deine Fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der HERR hat des Tages verheifien seine Gute, und des Nachts singe ich ihm und bete zu Gott meines Lebens. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muü ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dranget? Es ist als ein Mord in meinen Beinen, daß mich meine Feinde schmahen, wenn sie taglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Was betrubest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Evangelium

Johannes 10:11-16

Ich bin kommen, daß sie das Leben und voile Genüge haben sollen. Ich bin ein guter Hirte; ein guter Hirte lasset sein Leben fur die Schafe. Ein Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen und verlasset die Schafe und flieht; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben fur die Schafe. Und ich habe andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselben muft ich herfuhren, und sie werden meine Stimme horen, und wird eine Herde und ein Hirte werden.

Antwortpsalm

Psalmen 110

Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füde lege. Der HERR wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unterdeinen Feinden! Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem, Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenrote. Der HERR hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen; Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedechs. Der HERR zu deiner Rechten wird zerschmeiften die Konige zur Zeit seines Zorns. Er wird richten unter den Heiden; er wird grofte Schlacht tun; erwird zerschmeiften das Haupt fiber grotie Lande. Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.

Antwortpsalm

Psalmen 123

Ein Lied im hohern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu dir, derdu im Himmel sitzest. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hande ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hande ihrer Frauen, also sehen unsere Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnadig werde. Sei uns gnadig, HERR, sei uns gnadig; denn wir sind sehr voll Verachtung. Sehr voll ist unsere Seele der Stolzen Spott und der Hoffartigen Verachtung.

Antwortpsalm

Psalmen 121

Ein Lied im hohern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Erwird deinen Fuß nichtgleiten lassen; und der dich behutet, schlaft nicht. Siehe, der Hüter Israels schlaft noch schlummert nicht. Der HERR behutet dich; der HERR ist dein Schatten uber deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der HERR behute dich vorallem Ubel; er behute deine Seele! Der HERR behute deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Abendgebet — Erste Lesung

1. Könige 11

Aber der Konig Salomo liebte viel auslandischer Weiber: die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, zidonitische und hethitische, von solchen Vblkern, davon der HERR gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen und lasset sie nicht zu euch kommen; sie werden gewift eure Herzen neigen ihren Gottern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigeten sein Herz. Und da er nun alt war, neigeten seine Weiber sein Herz fremden Gottern nach, daß sein Herz nicht ganzwar mitdem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. Also wandelte Salomo Asthoreth, dem Gott derer von Zidon nach, und Milkom, dem Greuel der Ammoniter. Und Salomo tat, das dem HERRN ubel gefiel, und folgte nicht ganzlich dem HERRN wie sein Vater David. Da bauete Salomo eine Hohe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Molech, dem Greuel der Ammoniter. Also tat Salomo alien seinen auslandischen Weibern, die ihren Gottern raucherten und opferten. Der HERR aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, geneiget war, der ihm zweimal erschienen war und ihm solches geboten hatte, daß er nicht andern Gottern nachwandelte, und doch er nicht gehalten hatte, was ihm der HERR geboten hatte. Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das Konigreich von dir reiften und deinem Knechte geben. Doch bei deiner Zeit will ich's nicht tun urn deines Vaters David willen, sondern von der Hand deines Sohnes will ich's reiften. Doch will ich nicht das ganze Reich abreiften. Einen Stamm will ich deinem Sohne gehen urn Davids willen, meines Knechts, und urn Jerusalems willen, die ich erwahlet habe. Und der HERR erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, von koniglichem Samen, welcherwar in Edom. Denn da David in Edom war und Joab, der Feldhauptmann, hinaufzog, die Erschlagenen zu begraben, schlug er, was Mannsbilde war, in Edom. Denn Joab blieb sechs Monden daselbstund das ganze Israel, bis er ausrottete alles, was Mannsbilde war in Edom. Da floh Hadad und mit ihm etliche Manner der Edomiter von seines Vaters Knechten, daß sie nach Agypten kamen. Hadad aber war ein junger Knabe. Und sie machten sich auf von Midian und kamen gen Paran; und nahmen Leute mit sich aus Paran und kamen nach Agypten zu Pharao, dem Konige in Agypten; der gab ihm ein Haus und Nahrung und gab ihm ein Land ein. Und Hadad fand grofte Gnade vor dem Pharao, daß er ihm auch seines Weibes Thachpenes, der Konigin, Schwesterzum Weibe gab. Und die Schwester Thachpenes gebar ihm Genubath, seinen Sohn; und Thachpenes zog ihn auf im Hause Pharaos, daß Genubath war im Hause Pharaos unter den Kindern Pharaos. Da nun Hadad horete in Agypten, daß David entschlafen war mit seinen Vatern, und daß Joab, der Feldhauptmann, tot war, sprach erzu Pharao: Lali mich in mein Land ziehen. Pharao sprach zu ihm: Was fehlet dir bei mir, daß du willst in dein Land ziehen? Er sprach: Nichts; aber lali mich ziehen! Auch erweckte ihm Gott einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herm Hadadeser, dem Kdnige zu Zoba, geflohen war. Und sammelte wider ihn Manner und ward ein Hauptmann der Kriegsknechte, da sie David erwurgete; und zogen gen Damaskus und wohneten daselbst und regierten zu Damaskus. Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte. Das ist der Schade, den Hadad litt; darum hatte er einen Ekel wider Israel und ward Konig uber Syrien. Dazu Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephrater von Zareda, Salomos Knecht (und seine Mutter hieli Zeruga, eine Witwe), der hub auch die Hand auf wider den Konig. Und das ist die Sache, darum er die Hand wider den Konig aufhub: Da Salomo Millo bauete, verschloli er eine Lucke an der Stadt Davids, seines Vaters. Und Jerobeam war ein streitbarer Mann. Und da Salomo sah, daß der Knabe aufrichtig war, setzte er ihn uber alle Last des Hauses Josephs. Es begab sich aber zu der Zeit, daß Jerobeam ausging von Jerusalem, und es traf ihn an der Prophet Ahia von Silo auf dem Wege, und hatte einen neuen Mantel an; und waren die beiden allein im Felde. Und Ahia fassete den neuen Mantel, den er anhatte, und rili ihn in zwolf Stucke. Und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stucke zu dir. Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will das Konigreich von der Hand Salomos reilien und dir zehn Stamme geben. Einen Stamm soil er haben urn meines Knechts David willen und urn der Stadt Jerusalem willen, die ich erwahlet habe aus alien Stammen Israels, darum daß sie mich verlassen und angebetet haben Asthoreth, den Gott der Zidonier, Kamos, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Kinder Ammon, und nicht gewandelt haben in meinen Wegen, daß sie taten, was mir wohlgefallt, meine Gebote und Rechte, wie David, sein Vater. Ich will auch nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen, sondern ich will ihn zum Fursten machen sein Leben lang urn David, meines Knechts, willen, den ich erwahlet habe, der meine Gebote und Rechte gehalten hat. Aus der Hand seines Sohns will ich das Konigreich nehmen; und will dir zehn Stamme und seinem Sohn einen Stamm geben, auf daß David, mein Knecht, vor mir eine Leuchte habe ailewege in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwahlet habe, daß ich meinen Namen dahin stelle. So will ich nun dich nehmen, daß du regierest liber alles, was dein Herz begehret, und sollst Konig sein uber Israel. Wirstdu nun gehorchen allem, das ich dir gebieten werde, und in meinen Wegen wandeln und tun, was mir gefallt, daß du haltest meine Rechte und Gebote, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein bestandig Haus bauen, wie ich David gebauet habe, und will dir Israel geben. Und will den Samen Davids urn deswillen demutigen, doch nicht ewiglich. Salomo aber trachtete, Jerobeam zu toten. Da machte sich Jerobeam auf und floh nach Agypten zu Sisak, dem Konige in Agypten; und blieb in Agypten, bis daß Salomo starb. Was mehr von Salomo zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, das ist geschrieben in der Chronik von Salomo. Die Zeit aber, die Salomo Konig war zu Jerusalem uber ganz Israel, ist vierzig Jahre. Und Salomo entschlief mit seinen Vatern und ward begraben in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam ward Konig an seiner Statt.

Zweite Lesung

Apostelgeschichte 3

Petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel urn die neunte Stunde, da man pflegte zu beten. Und es war ein Mann, lahm von Mutterleibe, der lieli sich tragen. Und sie setzten ihn taglich vor des Tempels Tur, die da heiliet die schone, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen. Da er nun sah Petrus und Johannes, daß sie wollten zum Tempel hineingehen, bat er urn ein Almosen. Petrus aber sah ihn an mit Johannes und sprach: Siehe uns an! Und er sah sie an, wartete, daß er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und wandele! Und griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Alsobald stunden seine Schenkel und Knochel fest; sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobete Gott. Und es sah ihn alles Volk wandeln und Gott loben. Sie kannten ihn auch, daß er's war, der urn das Almosen gesessen hatte vor der schonen Tur des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und Entsetzens uber dem, was ihm widerfahren war. Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heiliet Salomos, und wunderten sich. Als Petrus das sah, antwortete erdem Volk: Ihr Manner von Israel, was wundert ihr euch daruber, Oder was sehet ihr auf uns, als hatten wir diesen wandeln gemacht durch unsere eigene Kraft Oder Verdienst? Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Vater, hat sein Kind Jesum verklaret, welchen ihr uberantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, da derselbe urteilete, ihn loszulassen. Ihr aber verleugnetet den Heiligen und Gerechten und batet, daß man euch den Morder schenkte; aber den Fursten des Lebens habt ihr getotet. Den hat Gott auferwecket von den Toten; des sind wir Zeugen. Und durch den Glauben an seinen Namen hat er an diesem, den ihr sehet und kennet, bestatiget seinen Namen; und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit vor euren Augen. Nun, liebe Bruder, ich weiß, daß ihr's durch Unwissenheit getan habt wie auch eure Obersten. Gott aber, was er durch den Mund alter seiner Propheten zuvor verkundiget hat, wie Christus leiden sollte, hat's also erfullet. So tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden vertilget werden, auf daß da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesichte des Herrn, wenn, er senden wird den, der euch jetzt zuvor geprediget wird, Jesus Christus, welcher muß den Himmel einnehmen bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde alles, was Gott geredet hat durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von der Welt an. Denn Mose hat gesagt zu den Vatern: Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brudern gleichwie mich, den sollt ihr horen in allem, was er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, welche Seele denselbigen Propheten nicht horen wird, die soil vertilget werden aus dem Volk. Und alle Propheten von Samuel an und hernach, wieviel ihrer geredet haben, die haben von diesen Tagen verkundiget. Ihrseid der Propheten und des Bundes Kinder, welchen Gott gemacht hat mit euren Vatern, da er sprach zu Abraham: Durch deinen Samen sollen gesegnet werden alle Volker auf Erden. Euch zuvorderst hat Gott auferwecket sein Kind Jesum und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, daß ein jeglicher sich bekehre von seiner Bosheit.

Zweite Lesung

Offenbarung 2

Und dem Engel der Gemeinde zu Ephesus schreibe: Das saget, der da halt die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben guldenen Leuchtern: Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld, und daß du die Bdsen nicht tragen kannst und hast versucht die, so da sagen, sie seien Apostel, und sind's nicht, und hast sie Lugner erfunden, und vertragest und hast Geduld, und um meines Namens willen arbeitest du und bist nicht mude worden. Aber ich habe wider dich, daß du die erste Liebe verlassest. Gedenke, wovon du gefallen bist, und tu Buße und tu die ersten Werke! Wo aber nicht, werde ich dir kommen bald und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Statte, wo du nicht Buße tust. Aber das hast du, daß du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich auch hasse. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer uberwindet, dem will ich zu essen geben von dem Holz des Lebens, das im Paradies Gottes ist. Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe: Das saget der Erste und der Letzte, der tot war und ist lebendig worden: Ich weiß deine Werke und deine Trubsal und deine Armut (du bist aber reich) und die Lasterung von denen die da sagen, sie sind Juden, und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule. Furchte dich vor der keinem, das du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefangnis werfen, auf daß ihr versucht werdet; und werdet Trubsal haben zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer uberwindet, dem soil kein Leid geschehen von dem andern Tode. Und dem Engel der Gemeinde zu Pergamus schreibe: Das saget, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: Ich weifi, was du tust, und wo du wohnest, da des Satans Stuhl ist, und haltst an meinem Namen und hast meinen Glauben nicht verleugnet, auch in den Tagen, in welchen Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getotet ist, da der Satan wohnet. Aber ich habe ein Kleines wider dich, dad du daselbst hast, die an der Lehre Bileams halten, welcher lehrete durch den Balak ein Argernis aufrichten vor den Kindern Israel, zu essen der Gdtzenopfer und Hurerei treiben. Also hast du auch, die an der Lehre der Nikolaiten halten. Das hasse ich. Tu Buße; wo aber nicht, so werde ich dir bald kommen und mit ihnen kriegen durch das Schwert meines Mundes. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer uberwindet, dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben ein gut Zeugnis und mit dem Zeugnis einen neuen Namen geschrieben, weichen niemand kennet, denn der ihn empfanget. Und dem Engel der Gemeinde zu Thyatira schreibe: Das saget der Sohn Gottes, der Augen hat wie die Feuerflamme und seine Fufie gleich wie Messing: Ich weüi deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und deine Geduid, und da(5 du je langer je mehr tust. Aber ich habe ein Kleines wider dich, dad du lassest das Weib Isebel, die da spricht, sie sei eine Prophetin, lehren und verfuhren meine Knechte, Hurerei treiben und Gotzenopfer essen. Und ich habe ihr Zeit gegeben, dad sie sollte Bude tun fur ihre Hurerei; und sie tut nicht Bude. Siehe, ich werfe sie in ein Bett, und die mit ihr die Ehe gebrochen haben, in grade Trubsal, wo sie nicht Bude tun fur ihre Werke. Und ihre Kinder will ich zu Tode schlagen. Und sollen erkennen alle Gemeinden, dad ich bin, der die Nieren und Herzen erforschet; und werde geben einem jeglichen unter euch nach euren Werken. Euch aber sage ich und den andern, die zu Thyatira sind, die nicht haben solche Lehre, und die nicht erkannt haben die Tiefen des Satans (als sie sagen): Ich will nicht auf euch werfen eine andere Last. Doch was ihr habt, das haltet, bis dad ich komme. Und wer da uberwindet und halt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben uber die Heiden. Und er soil sie weiden mit einer eisernen Rute, und wie eines Topfers Gefad soil er sie zerschmeiden, wie ich von meinem Vater empfangen habe; und will ihm geben den Morgenstern. Wer Ohren hat, der hore, was der Geist den Gemeinden sagt!

Zweite Lesung

2. Timotheus 1:1-14

Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes nach der Verheüiung des Lebens in Christo Jesu: Meinem lieben Sohn Timotheus Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und Christo Jesu, unserm Herm. Ich danke Gott dem ich diene von meinen Voreltern her in reinem Gewissen, daß ich ohne Unterlali dein gedenke in meinem Gebet Tag und Nacht. Und mich verlanget, dich zu sehen, wenn ich denke an deine Tranen, auf daß ich mit Freuden erfullet werde. Und erinnere mich des ungefarbten Glaubens in dir, welcher zuvor gewohnet hat in deiner Grolimutter Lois und in deiner Mutter Eunike, bin abergewili, daß auch in dir. Urn welcher Sache willen ich dich erinnere, daß du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hande. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. Darum so schame dich nicht des Zeugnisses unsers Herm noch meiner, der ich sein Gebundener bin, sondern leide dich mit dem Evangelium wie ich nach der Kraft Gottes, der uns hat selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Vorsatz und Gnade, die uns gegeben ist in Christo Jesu vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart durch die Erscheinung unsers Heilandes Jesu Christi, der dem Tode die Macht hat genommen und das Leben und ein unverganglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium, zuwelchem ich gesetzt bin ein Predigerund Apostel und Lehrerder Heiden. Urn welcher Sache willen ich solches leide, aber ich schame mich's nicht; denn ich weili, an wen ich glaube, und bin gewili, daß er kann mir meine Beilage bewahren bis an jenen Tag. Halt an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehort hast, vom Glauben und von der Liebe in Christo Jesu. Diese gute Beilage bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnet.

Zweite Lesung

2. Johannes 3:1-10

Evangelium

Matthäus 13

An demselbigen Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saft. Und alles Volk stund am Ufer. Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Samann aus zu saen. Und indem ersaete, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vogel und fraften's auf. Etliches fiel in das Steinige; da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürr. Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's. Etliches fiel auf ein gut Land und trug Frucht, etliches hundertfaltig, etliches sechzigfaltig, etliches dreiftigfaltig. Wer Ohren hat zu horen, der hbre! Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, daß ihr, das Geheimnis des Himmelreichs vernehmet; diesen aber ist's nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit horenden Ohren horen sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und uber ihnen wird die Weissagung Jesajas erfullet, die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr horen und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht vernehmen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren horen libel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren horen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hulfe. Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie horen. Wahrlich, ich sage euch: Viel Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. So horet nun ihr dieses Gleichnis von dem Samann! Wenn jemand das Wort von dem Reich horet und nicht verstehet, so kommt der Arge und reiftet es hin, was da gesaet ist in sein Herz; und der ist's, der am Wege gesaet ist. Der aber auf das Steinige gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und dasselbige bald aufnimmt mit Freuden. Aber er hat nicht Wurzel in ihm, sondern erist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Worts willen, so argert ersich bald. Der aber unter die Dornen gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und die Sorge dieser Welt und Betrug des Reichtums erstickt das Wort und bringet nicht Frucht. Der aber in das gute Land gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und verstehet es und dann auch Frucht bringet; und etlichen tragt hundertfaltig, etlicher aber sechzigfaltig, etlicher dreil Jigfaltig. Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker saete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und saete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesaet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daü wir hingehen und es ausjaten? Er aber sprach: Nein, auf daü ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjatet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bundlein, dad man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Ein ander Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und saete auf seinen Acker, welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwachst, so ist es das grblite unter dem Kohl und wird ein Baum, dad die Vogel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen. Ein ander Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengete ihn unter drei Scheffel Mehl, bis dad es gar durchsauert ward. Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, auf dad erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt. Da lied Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Junger traten zu ihm und sprachen: Deute uns dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Erantwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da guten Samen saet. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie saet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjatet und mit Feuer verbrennet, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu horen, der hore! Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden uber denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Und da er eine kostliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fanget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefali zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zahneklappen sein. Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr. Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortragt. Und es begab sich da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen und kam in sein Vaterland und lehrete sie in ihren Schulen, also auch, dafi sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? Ist er nicht eines Zimmermanns Sohn? Heifit nicht seine Mutter Maria und seine Bruder Jakob und Joses und Simon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles? Und argerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterlande und in seinem Hause. Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.

Abendgebet — Zweite Lesung

Römer 2

Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du bist, der da richtet; denn worinnen du einen andern richtest, verdammst du dich selbst, sintemal du eben dasselbige tust, was du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht uber die, so solches tun. Denkest du aber, o Mensch, der du richtest die, so solches tun, und tust auch dasselbige, daß du dem Urteil Gottes entrinnen werdest? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmutigkeit? Weiftt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Bufte leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbuftfertigen Herzen haufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken, namlich Preis und Ehre und, unvergangliches Wesen denen, die mit Geduid in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben, aber denen, die da zankisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber dem Ungerechten, Ungnade und Zorn; Trubsal und Angst uber alle Seelen der Menschen, die da Boses tun, vomehmlich der Juden und auch der Griechen; Preis aber und Ehre und Friede alien denen, die da Gutes tun, vomehmlich den Juden und auch den Griechen. Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. Welche ohne Gesetz gesündigt haben, die werden auch ohne Gesetz verloren werden; und welche am Gesetz gesündiget haben, die werden durchs Gesetz verurteilt werden, sintemal vor Gott nicht, die das Gesetz horen, gerecht sind, sondern die das Gesetz tun, werden gerechtsein. Denn so die Heiden, die das Gesetz nicht haben und doch von Natur tun des Gesetzes Werk, dieselbigen, dieweil sie das Gesetz nicht haben, sind sie sich selbst ein Gesetz damit, daß sie beweisen, des Gesetzes Werk sei beschrieben in ihrem Herzen, sintemal ihr Gewissen sie bezeuget, dazu auch die Gedanken, die sich untereinander verklagen Oder entschuldigen, auf den Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesum Christum richten wird laut meines Evangeliums. Siehe aberzu, du heiftest ein Jude und verlassest dich aufs Gesetz und ruhmest dich Gottes und weiftt seinen Willen, und weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, prufest du, was das Beste zu tun sei, und vermissest dich, zu sein ein Leiterder Blinden ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Zuchtiger der Torichten, ein Lehrer der Einfaltigen, hast die Form, was zu wissen und recht ist im Gesetz. Nun lehrest du andere und lehrest dich selber nicht. Du predigest, man solle nicht stehlen, und du stiehlst. Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe. Dir greuelt vor den Gotzen und raubest Gott, was sein ist. Du ruhmest dich des Gesetzes und schandest Gott durch Ubertretung des Gesetzes. Denn eurethalben wird Gottes Name gelastert unter den Heiden, als geschrieben stehet. Die Beschneidung istwohl nutzwenn du das Gesetz haltst; haltst du aber das Gesetz nicht, so ist deine Beschneidung schon eine Vorhaut worden. So nun die Vorhaut das Recht im Gesetz halt, meinest du nicht, daß seine Vorhaut werde fur eine Beschneidung gerechnet? Und wird also, was von Natur eine Vorhaut ist und das Gesetz vollbringet, dich richten, der du unter dem Buchstaben und Beschneidung bist und das Gesetz ubertrittst. Denn das ist nicht ein Jude, der auswendig ein Jude ist, auch ist das nicht eine Beschneidung, die auswendig im Fleisch geschieht, sondern das ist ein Jude, der inwendig verborgen ist, und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht, welches Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott

Evangelium

Lukas 6:27-38

Aber ich sage euch, die ihr zuhoret: Liebet eure Feinde; tutdenen wohl, die euch hassen; segnet die, so euch verfluchen; bittet fur die, so euch beleidigen. Und wer dich schlagt auf einen Backen, dem biete den andern auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock. Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, da fordere es nicht wieder. Und wie ihr wollet, daü euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr. Und so ihr liebet, die euch lieben, was Danks habt ihr davon? Denn die Sunder lieben auch ihre Liebhaber. Und wenn ihr euren Wohltatern wohl tut, was Danks habt ihr davon? Denn die Sunder tun dasselbige auch. Und wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, was Danks habt ihr davon? Denn die Sunder leihen den Sundern auch, auf daü sie Gleiches wieder nehmen. Doch aber liebet eure Feinde; tut wohl und leihet, daü ihr nichts dafür hoffet, so wird euer Lohn groü sein, und werdet Kinder des Allerhochsten sein. Denn er ist gütig über die Undankbaren und Boshaftigen. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben. Ein voil, gedrückt, gerüttelt und uberflussig Mali wird man in euren Schofi geben; denn eben mit dem Mali, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen.

Evangelium

Johannes 4:43-54

Aber nach zwei Tagen zog er aus von dannen und zog nach Galilaa. Denn er selber, Jesus, zeugete, daß ein Prophet daheim nichts gilt. Da ernun nach Galilaa kam, nahmen ihn die Galilaer auf, die gesehen hatten alles, was erzu Jerusalem auf dem Fest getan hatte. Denn sie waren auch zum Fest kommen. Und Jesus kam abermal gen Kana in Galilaa, da er das Wasser hatte zu Wein gemacht. Und es war ein Konigischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser horete, daß Jesus kam aus Judaa in Galilaa, und ging hin zu ihm und bat ihn, daß er hinab kame und hülfe seinem Sohn; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Konigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkundigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschete er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ, ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde ware, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und erglaubete mitseinem ganzen Hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus tat, da eraus Judaa nach Galilaa kam.

Evangelium

Matthäus 12

Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ahren auszuraufen, und alien. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt, am Sabbat zu tun. Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte, wie er in das Gotteshaus ging und aft die Schaubrote, die ihm doch nicht ziemten zu essen, noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den Priestern? Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld? Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch grafter ist denn der Tempel. Wenn ihr aber wüfttet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer, hattet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. Des Menschen Sohn ist ein Herr auch uber den Sabbat. Und er ging von dannen fürbaft und kam in ihre Schule. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht am Sabbat heilen? auf dati sie eine Sache wider ihn flatten. Aber er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbat in eine Grube fallt, der es nicht ergreife und aufhebe? Wieviel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl am Sabbat Gutes tun. Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere. Da gingen die Pharisaer hinaus und hielten einen Rat uber ihn, wie sie ihn umbrachten. Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgte viel Volks nach, und er heilete sie alle. und bedrauete sie, dafi sie ihn nicht meldeten, auf dati erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwahlet habe, und mein Liebster, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soil den Heiden das Gericht verkündigen. Erwird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht horen auf den Gassen. Das zerstoftene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht ausloschen, bis daß er ausfuhre das Gericht zum Sieg. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen. Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm; und er heilete ihn also, daß der Blinde und Stumme beides, redete und sah. Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn? Aber die Pharisaer, da sie es horeten, sprachen sie: Er treibet die Teufel nicht anders aus als durch Beelzebub, der Teufel Obersten. Jesus vernahm aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wuste, und eine jegliche Stadt Oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, mag's nicht bestehen. So denn ein Satan den andern austreibt, so muft er mit sich selbst uneins sein; wie mag denn sein Reich bestehen? So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist je das Reich Gottes zu euch kommen. Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube? Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Darum sage ich euch: Alle Sunde und Lasterung wird den Menschen vergeben, aber die Lasterung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; Oder setzet einen faulen Baum, so wird die Frucht faul; denn an der Frucht erkennet man den Baum. Ihr Otterngezuchte, wie konnet ihr Gutes reden, dieweil ihr bose seid? Wes das Herz voll ist, des gehet der Mund uber. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schatz des Herzens, und ein boser Mensch bringet Boses hervor aus seinem bosen Schatz. Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jungsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertiget werden und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisaern und sprachen: Meister, wirwollten gerne ein Zeichen von dirsehen. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn gleichwie Jona wardrei Tage und drei Nachte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nachte mitten in der Erde sein. Die Leute von Ninive werden auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlechte und werden es verdammen; denn sie taten Bufte nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Die Konigin von Mittag wird auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu horen. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht. Dasprichterdenn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's müftig, gekehret und geschmuckt. So gehet er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda, und wird mit demselben Menschen hernach arger, denn es vorhin war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen. Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder drauften, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen drauften und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus uber seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Wilien tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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