Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

2. Mose 29

Das ist's auch, das du ihnen tun sollst, daß sie mir zu Priestern geweihet werden: Nimm einen jungen Farren und zween Widder ohne Wandel, ungesauert Brot und ungesauerte Kuchen, mit 01 gemenget, und ungesauerte Fladen, mit 01 gesalbet. Von Weizenmehl sollst du solches alles machen; und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Farren und den zween Widdern. Und sollst Aaron und seine Sohne vor die Tur der Hutte des Stiffs führen und mit Wasser waschen; und die Kleider nehmen und Aaron anziehen den engen Rock und den Seidenrock und den Leibrock und das Schildlein zu dem Leibrock; und sollst ihn gurten auften auf den Leibrock und den Hut auf sein Haupt setzen und die heilige Krone an den Hut. Und sollst nehmen das Salbol und auf sein Haupt schutten und ihn salben. Und seine Sohne sollst du auch herzu fuhren und den engen Rock ihnen anziehen; und beide Aaron und auch sie mit Gurteln gurten und ihnen die Hauben aufbinden, daß sie das Priestertum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron und seinen Sohnen die Hande fullen und den Farren herzufuhren vor die Hutte des Stifts; und Aaron samt seinen Sohnen sollen ihre Hande auf des Farren Haupt legen. Und sollst den Farren schlachten vor dem HERRN, vor der Tur der Hutte des Stifts. Und sollst seines Bluts nehmen und auf des Altars Horner tun mit deinem Finger und alles andere Blut an des Altars Boden schutten. Und sollst alles Fett nehmen am Eingeweide und das Netz uber der Leber und die zwo Nieren mit dem Fett, das druber liegt, und sollst es auf dem Altar anzünden. Aberdes Farren Fleisch, Fell und Mist sollst du außen vor dem Lager mit Feuer verbrennen, denn es ist ein Sundopfer. Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron samt seinen Sohnen sollen ihre Hande auf sein Haupt legen. Dann sollst du ihn schlachten und seines Bluts nehmen und auf den Altar sprengen ringsherum. Aber den Widder sollst du zerlegen in Stucke und sein Eingeweide waschen und Schenkel; und sollst es auf seine Stucke und Haupt legen und den ganzen Widder anzunden auf dem Altar; denn es ist dem HERRN ein Brandopfer, ein sußer Geruch, ein Feuer des FIERRN. Den andern Widder aber sollst du nehmen und Aaron samt seinen Sohnen sollen ihre Hande auf sein Haupt legen. Und sollst ihn schlachten und seines Bluts nehmen und Aaron und seinen Sohnen auf den rechten Ohrknorpel tun und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf den großen Zehen ihres rechten Fußes; und sollst das Blut auf den Altar sprengen ringsherum. Und sollst das Blut auf dem Altar nehmen und Salbol und Aaron und seine Kleider, seine Sohne und ihre Kleider besprengen, so wird er und seine Kleider, seine Sohne und ihre Kleider geweihet. Danach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, das Netz über der Leber und die zwo Nieren mit dem Fett drüber und die rechte Schulter (denn es ist ein Widder der Fulle) und ein Brot und einen Olkuchen und einen Fladen aus dem Korbe des ungesauerten Brots, der vor dem HERRN stehet. Und lege es alles auf die Hande Aarons und seiner Sohne und webe es dem HERRN. Danach nimm's von ihren Handen und zunde es an auf dem Altar zum Brandopfer, zum sußen Geruch vor dem HERRN; denn das ist ein Feuer des HERRN. Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Fulle Aarons und sollst es vor dem HERRN weben. Das soil dein Teil sein. Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die gewebet und gehebet sind von dem Widder der Fulle Aarons und seiner Sohne. Und soil Aarons und seiner Sohne sein ewiger Weise von den Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und die Hebopfer sollen des HERRN sein von den Kindern Israel an ihren Dankopfern und Hebopfern. Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Sohne haben nach ihm, daß sie darinnen gesalbet und ihre Hande gefullet werden. Welcher unter seinen Sohnen an seiner Statt Priester wird, der soil sie sieben Tage anziehen, daß ergehe in die Hutte des Stifts, zu dienen im Heiligen. Du sollst aber nehmen den Widder der Fullung und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen. Und Aaron mit seinen Sohnen soil desselben Widders Fleisch essen samt dem Brot im Korbe vor der Tur der Hutte des Stifts. Denn es ist Versohnung damit geschehen, zu füllen ihre Hande, daß sie geweihet werden. Kein anderer soli es essen, denn es ist heilig. Wo aber etwas überbleibet von dem Fleisch der Fullung und von dem Brot bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen und nicht essen lassen; denn es ist heilig. Und sollst also mit Aaron und seinen Sohnen tun alles, was ich dirgeboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Hande füllen und taglich einen Farren zum Sundopfer schlachten zur Versohnung. Und sollst den Altar entsundigen, wenn du ihn versohnest, und sollst ihn salben, daß er geweihet werde. Sieben Tage sollst du den Altar versohnen und ihn weihen, daß er sei ein Altar, das Allerheiligste. Wer den Altar anruhren will, der soli geweihet sein. Und das sollst du mit dem Altar tun. Zwei jahrige Lammer sollst du allewege des Tages drauf opfern, ein Lamm des Morgens, das andere zwischen Abends. Und zu einem Lamm ein Zehnten Semmelmehls, gemenget mit einem Vierteil von einem Hin gestoßenen Ols und einem Vierteil vom Hin Weins zum Trankopfer. Mit dem andern Lamm zwischen Abends sollst du tun wie mit dem Speisopfer und Trankopfer des Morgens, zu süßem Geruch, ein Feuer dem HERRN. Das ist das tagliche Brandopfer bei euren Nachkommen vor der Tur der Hutte des Stifts, vor dem HERRN, da ich euch zeugen und mit dir reden will. Daselbst will ich den Kindern Israel erkannt und geheiliget werden in meiner Herrlichkeit. Und will die Hutte des Stifts mit dem Altar heiligen und Aaron und seine Sohne mir zu Priestern weihen. Und will unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott sein, daß sie wissen sollen, ich sei der HERR, ihr Gott, der sie aus Agyptenland fuhrete, daß ich unter ihnen wohne, ich, der HERR, ihr Gott.

Erste Lesung

Jesaja 8

Und der HERR sprach zu mir: Nimm vor dich einen großen Brief und schreib darauf mit Menschengriffel: Raubebald, Eilebeute. Und ich nahm zu mir zween treue Zeugen, den Priester Uria und Sacharja, den Sohn Jeberechjas, und ging zu einer Prophetin, die ward schwanger und gebar einen Sohn. Und der HERR sprach zu mir: Nenne ihn Raubebald, Eilebeute. Denn ehe der Knabe rufen kann: Lieber Vater, liebe Mutter! soil die Macht Damaskus und die Ausbeute Samarias weggenommen werden durch den Konig zu Assyrien. Und der HERR redete weiter mit mir und sprach: Weil dies Volk verachtet das Wasser zu Siloah, das stille gehet, und trostet sich des Rezin und des Sohns Remaljas, siehe, so wird der HERR fiber sie kommen lassen starke und viel Wasser des Stroms, namlich den Konig zu Assyrien und alle seine Herrlichkeit, daß sie fiber alle ihre Bache fahren und fiber alle ihre Ufer gehen; und werden einreißen in Juda und schwemmen und überher gehen, bis daß sie an den Hals reichen, und werden ihre Flfigel ausbreiten, daß sie dein Land, o Immanuel, füllen, soweit es ist. Seid bose, ihr Volker, und gebet doch die Flucht! Horet ihr's, alle, die ihr in fernen Landen seid: Rustet euch und gebet doch die Flucht; lieber, rustet euch und gebet doch die Flucht! Beschließet einen Rat, und werde nichts draus! Beredet euch, und es bestehe nichts; denn hie ist Immanuel. Denn so spricht der HERR zu mir, als fassete er mich bei der Hand und unterweisete mich, daß ich nicht soil wandeln auf dem Wege dieses Volks, und spricht: Ihr sollt nicht sagen: Bund. Dies Volk redet von nichts, denn von Bund. Ftirchtet ihr euch nicht also, wie sie tun, und laßt euch nicht grauen, sondern heiligetden HERRN Zebaoth. Den laßt eure Furcht und Schrecken sein, so wird ereine Heiligung sein, aber ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Argernisses den zweien Hausern Israels, zum Strick und Fall den Burgern zu Jerusalem, daß ihrerviel sich dran stoßen, fallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden. Binde zu das Zeugnis, versiegele das Gesetz meinen Jungern! Denn ich hoffe auf den HERRN, der sein Antlitz verborgen hat vor dem Hause Jakob; ich aber harre sein. Siehe, hie bin ich und die Kinder, die mir der HERR gegeben hat, zum Zeichen und Wunder in Israel, vom HERRN Zebaoth, der auf dem Berge Zion wohnet. Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr musset die Wahrsager und Zeichendeuter fragen, die da schwatzen und disputieren, (so sprecht): Soil nicht ein Volk seinen Gott fragen? Oder soil man die Toten fur die Lebendigen fragen? Ja, nach dem Gesetz und Zeugnis. Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenrote nicht haben, sondern werden im Lande umhergehen, hart geschlagen und hungrig. Wenn sie aber Hunger leiden, werden sie zurnen und fluchen ihrem Konige und ihrem Gott und werden über sich gaffen und unter sich die Erde ansehen und nichts finden denn Trubsal und Finsternis; denn sie sind müde in Angst und gehen irre im Finstern. Denn eswird wohl eine andere Mühe sein, die ihnen Angst tut, denn zur vorigen Zeit war, da es leicht zuging im Lande Sebulon und im Lande Naphthali, und hernach schwerer ward am Wege des Meers, diesseit des Jordans, in der Heiden Galilaa.

Epistel

Wisdom 5:1-5

Von diesem Buch gibt es keine gemeinfreie Ausgabe in deiner Sprache, daher wird dieser Abschnitt auf Englisch angezeigt.

Then shall the righteous man stand in great boldness Before the face of those who afflicted him, And those who make his labors of no account. When they see it, they will be troubled with terrible fear, And will be amazed at the marvel of God’s salvation. They will say within themselves repenting, And for distress of spirit will they groan, This was he whom aforetime we had in derision, And made a parable of reproach: We fools accounted his life madness, And his end without honor: How was he counted among sons of God? And how is his lot among saints?

Erste Lesung

Apostelgeschichte 7:54-60

Da sie solches horeten, ging's ihnen durchs Herz, und bissen die Zahne zusammen über ihn. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel often und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und sturmeten einmutiglich zu ihm ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fußen eines Junglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er knieete aber nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Sunde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.

Erste Lesung

2. Samuel 23:1-7

Dies sind die letzten Worte Davids: Es sprach David, der Sohn Isais; es sprach der Mann, der versichert ist von dem Messias des Gottes Jakobs, lieblich mit Psalmen Israels. Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und seine Rede ist durch meine Zunge geschehen. Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen; der Hort Israels hat geredet, der gerechte Herrscher unter den Menschen, der Herrscher in der Furcht Gottes. Und wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgehet des Morgens ohne Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde wachst. Denn mein Haus ist nicht also bei Gott; denn er hat mir einen Bund gesetzt, der ewig, und alles wohl geordnet und gehalten wird. Denn all mein Heil und Tun ist, daß nichts wachst. Aber Belial sind allesamt wie die ausgeworfenen Disteln, die man nicht mit Handen fassen kann; sondern wer sie angreifen soil, muli Eisen und Spietistangen in der Hand haben; und werden mit Feuer verbrannt werden in der Wohnung.

Morgengebet — Erste Lesung

2. Könige 6

Die Kinder der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe, der Raum, da wir vor dir wohnen, ist uns zu enge. Lafi uns an den Jordan gehen und einen jeglichen daselbst Holz holen, daü wir uns daselbst eine Statte bauen, da wir wohnen. Er sprach: Gehet hin! Und einer sprach: Lieber, gehe mit deinen Knechten! Er sprach: Ich will mitgehen. Und er ging mit ihnen. Und da sie an den Jordan kamen, hieben sie Holz ab. Und da einer ein Holz fallete, fiel das Eisen ins Wasser. Und erschrie und sprach: Awe, mein Herr! Dazu ist's entlehnet. Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist's entfallen? Und da er ihm den Ort zeigte, schnitt er ein Holz ab und stiefi daselbst hin. Da schwamm das Eisen. Und er sprach: Hebe es auf! Da reckte er seine Hand aus und nahm's. Und der Konig aus Syrien führete einen Krieg wider Israel und beratschlagte sich mit seinen Knechten und sprach: Wir wollen uns lagern da und da. Aber der Mann Gottes sandte zum Konige Israels und lieft ihm sagen: Hute dich, daß du nicht an den Ort ziehest; denn die Syrer ruhen daselbst. So sandte denn der Konig Israels hin an den Ort, den ihm der Mann Gottes sagte, verwahrete ihn und hütete daselbst; und tat das nicht einmal Oder zweimal allein. Da ward das Herz des Konigs zu Syrien Unmuts darüber und rief seinen Knechten und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir denn nicht ansagen, wer ist aus den Unsern zu dem Konige Israels geflohen? Da sprach seiner Knechte einer: Nicht also, mein Herr Konig; sondern Elisa, der Prophet in Israel, sagt es alles dem Konige Israels, was du in der Kammer redest, da dein Lager ist. Ersprach: So gehet hin und sehet, wo er ist, daß ich hinsende und lasse ihn holen. Und sie zeigten ihm an und sprachen: Siehe, er ist zu Dothan. Da sandte er hin Rosse und Wagen und eine grolie Macht. Und da sie bei der Nacht hinkamen, umgaben sie die Stadt. Und der Diener des Mannes Gottes stund frühe auf, da($ er sich aufmachte und auszoge; und siehe, da lag eine Macht um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Knabe zu ihm: Awe, mein Herr! Wie wollen wir nun tun? Ersprach: Furchte dich nicht; denn derer ist mehr, die bei uns sind, denn derer, die bei ihnen sind. Und Elisa betete und sprach: HERR, offne ihm die Augen, daß er sehe! Da offnete der HERR dem Knaben seine Augen, daß er sah; und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her. Und da sie zu ihm hinabkamen, bat Elisa und sprach: HERR, schlage dies Volk mit Blindheit! Und er schlug sie mit Blindheit nach dem Wort Elisas. Und Elisa sprach zu ihnen: Dies ist nicht der Weg noch die Stadt. Folget mir nach; ich will euch führen zu dem Mann, den ihr suchet. Und fuhrete sie gen Samaria. Und da sie gen Samaria kamen, sprach Elisa: HERR, offne diesen die Augen, daß sie sehen! Und der HERR offnete ihnen die Augen, dafi sie sahen; und siehe, da waren sie mitten in Samaria. Und der Konig Israels, da er sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, soil ich sie schiagen? Er sprach: Du sollst sie nicht schiagen. Welche du mit deinem Schwert und Bogen fahest, die schlage. Setze ihnen Brot und Wasser vor, daß sie essen und trinken; und lali sie zu ihrem Herrn ziehen. Da ward ein groli Mahl zugerichtet. Und da sie gegessen und getrunken hatten, lieli er sie gehen, daß sie zu ihrem Herrn zogen. Seitdem kamen die Kriegsleute der Syrer nicht mehr ins Land Israel. Nach diesem begab sich's, daß Benhadad, der Konig zu Syrien, all sein Heer versammelte und zog herauf und belagerte Samaria. Und es war eine grolie Teurung zu Samaria. Sie aber belagerten die Stadt, bis daß ein Eselskopf achtzig Silberlinge und ein Vierteil Kad Taubenmist funf Silberlinge gait. Und da der Konig Israels zur Mauer ging, schrie ihn ein Weib an und sprach: Hilf mir, mein Herr Konig! Er sprach: Hilft dir der HERR nicht, woher soil ich dir helfen? Von der Tenne Oder von der Kelter? Und der Konig sprach zu ihr: Was ist dir? Sie sprach: Dies Weib sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, daß wir heute essen; morgen wollen wir meinen Sohn essen. So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und ich sprach zu ihr am andern Tage: Gib deinen Sohn her und lali uns essen! Aber sie hat ihren Sohn versteckt. Da der Konig die Worte des Weibes horete, zerrüi er seine Kleider, indem er zur Mauer ging. Da sah alles Volk, daü er einen Sack unten am Leibe anhatte. Und er sprach: Gott tue mir dies und das, wo das Haupt Elisas, des Sohns Saphats, heute auf ihm stehen wird! (Elisa aber sali in seinem Hause, und die Altesten saüen bei ihm.) Und er sandte einen Mann vor ihm her. Aber ehe der Bote zu ihm kam, sprach er zu den Altesten: Habt ihr gesehen, wie dies Mordkind hat hergesandt, daü er mein Haupt abreüie? Sehet zu, wenn der Bote kommt, daü ihr die Tür zuschlieüet und stoliet ihn mit der Tür weg; siehe, das Rauschen seines Herrn Fulie folget ihm nach. Da er noch also mit ihnen redete, siehe, da kam der Bote zu ihm herab und sprach: Siehe, solch Ubel kommt von dem HERRN; was soli ich mehr von dem HERRN gewarten?

Morgengebet — Zweite Lesung

Matthäus 10

Und er rief seine zwolf Jünger zu sich und gab ihnen Macht uber die unsaubern Geister, daß sie dieselbigen austrieben und heileten allerlei Seuche und allerlei Krankheit. Die Namen aber der zwolf Apostel sind diese: Der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedaus Sohn, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomaus; Thomas und Matthaus, der Zollner; Jakobus, des Alphaus Sohn; Lebbaus mitdem Zunamen Thaddaus; Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet. Diese zwolf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Strafte und ziehet nicht in der Samariter Stadte, sondern gehet hin zu den verloren Schafen aus dem Hause Israel. Gehet aber und prediget und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeikommen. Machet die Kranken gesund, reiniget die Aussatzigen, wecket die Toten auf, treibet die Teufel aus! Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebet es auch. Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Gurteln haben, auch keine Taschezur Wegfahrt, auch nicht zwei Rocke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert. Wo ihr aber in eine Stadt Oder Markt gehet, da erkundiget euch, ob jemand darinnen sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Wo ihr aber in ein Haus gehet, so grüftet dasselbige. Und so es dasselbige Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede horen, so gehet heraus von demselbigen Hause Oder Stadt und schüttelt den Staub von euren Füften. Wahrlich, ich sage euch, dem Lande der Sodomer und Gomorrer wird es ertraglicher ergehen am Jungsten Gericht denn solcher Stadt. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wolfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben! Hutet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathauser und werden euch geifteln in ihren Schulen. Und man wird euch vor Fursten und Konige fuhren urn meinetwillen zum Zeugnis uber sie und liber die Heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie Oder was ihr reden sollt; denn es soil euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emporen wider ihre Eltern und ihnen zum Tode helfen. Und müsset gehasset werden von jedermann urn meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharret, der wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere. Wahrlich, ich sage euch, ihr werdet die Stadte Israels nicht ausrichten, bis des Menschen Sohn kommt. Der Jünger ist nicht über seinen Meister noch der Knecht über den Herrn. Es ist dem Junger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheiften, wieviel mehr werden sie seine Hausgenossen also heiften! Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in Finsternis, das redet im Licht, und was ihr horet in das Ohr, das prediget auf den Dachern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib toten und die Seele nicht mogen toten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Holle. Kauft man nicht zwei Sperlinge urn einen Pfennig? Noch fallt derselbigen keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezahlet. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser denn viele Sperlinge. Darum, wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen sei, Frieden zu senden auf Erden. Ich bin nicht kommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin kommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater Oder Mutter mehr liebet denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn Oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, derwird's verlieren; und wer sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wereinen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, derwird eines Propheten Lohn empfahen. Wereinen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, derwird eines Gerechten Lohn empfahen. Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tranket in eines Jungers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unbelohnet bleiben!

Antwortpsalm

Psalmen 57

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkame, da er vor Saul floh in die Hdhle. Sei mir gnadig, Gott, sei mir gnadig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Flugel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorubergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhochsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. Gott sendet seine Gute und Treue. Ich liege mit meiner Seele unter den Lowen. Die Menschenkindersind Flammen; ihre Zahne sind Spiefte und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt! Sie stellen meinem Gange Netze und drucken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Fruhe will ich aufwachen. HERR, ich will dir danken unter den Volkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gute ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt!

Antwortpsalm

Psalmen 119

Wohl denen, die ohne Wandel Ieben, die im Gesetz des HERRN wandeln! Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen! Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Ubels. Du hast geboten, fleifüg zu halten deine Befehle. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. Ich danke dir von rechtem Herzen, daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit. Deine Rechte will ich halten; verlafi mich nimmermehr! Wie wird ein Jungling seinen Weg unstraflich gehen? Wenn er sich halt nach deinen Worten. Ich suchedich von ganzem Herzen; lali mich nicht fehlen deiner Gebote! Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sundige. Gelobet seiestdu, HERR! Lehre mich deine Rechte! Ich will mit meinen Lippen erzahlen alle Rechte deines Mundes. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als uber allerlei Reichtum. Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. Ich habe Lustzu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht. Tu wohl deinem Knechte, dafi ich lebe und dein Wort halte. Offne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetze. Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir! Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit. Du schiltstdie Stolzen; verflucht sind, die deiner Gebote fehlen. Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse. Es sitzen auch die Fursten und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten. Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute. Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort! Ich erzahle meine Wege, und du erhorest mich; lehre mich deine Rechte! Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern. Ich grame mich, daß mir das Herz verschmachtet; starke mich nach deinem Wort! Wende von mir den falschen Weg und gonne mir dein Gesetz. Ich habe den Weg der Wahrheit erwahlet; deine Rechte hab ich vor mich gestellet. ich hange an deinen Zeugnissen; HERR, laft mich nicht zuschanden werden! Wenn du mein Herz trostest, so laufe ich den Weg deiner Gebote. Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lustdazu. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnutzer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. Laft deinen Knecht dein Gebot festiglich fur dein Wort halten, daß ich dich furchte! Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit! HERR, laft mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, daß ich antworten moge meinem Lasterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle frohlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Konigen und schame mich nicht; und habe Lust an deinen Geboten, und sind mirlieb; und hebe meine Hande auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten. Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich lassest hoffen: Das ist mein T rost in meinem Elende; denn dein Wort erquicket mich. Die Stolzen haben ihren Spottan mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz. HERR, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so werde ich getrostet. Ich bin entbrannt uber die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt. HERR, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz. Das ist mein Schatz, daß ich deine Befehle halte. Ich habe gesagt, HERR, das soil mein Erbe sein, daß ich deine Wege halte. Ich flehe vor deinem Angesichte von ganzem Herzen; sei mir gnadig nach deinem Wort! Ich betrachte meine Wege und kehre meine Füfte zu deinen Zeugnissen. Ich eile und saume mich nicht, zu halten deine Gebote. Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht. Zur Mitternacht stehe ich auf, dirzu danken fur die Rechte deiner Gerechtigkeit. Ich halte mich zu denen, die dich fürchten und deine Befehle halten. HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Rechte! Du tust Gutes deinem Knechte, HERR, nach deinem Wort. Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten. Ehe ich gedemutiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort. Du bistgütig und freundlich; lehre mich deine Rechte! Die Stolzen erdichten Lugen uber mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle. Ihr Herz ist dick wie Schmeer; ich aber habe Lust an deinem Gesetz. Es ist mir lieb, daß du mich gedemutiget hast, daß ich deine Rechte lerne. Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber denn viel tausend Stuck Gold und Silber. Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, daß ich deine Gebote lerne. Die dich furchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort. HERR, ich weift, daß deine Gerichte recht sind und hast mich treulich gedemütiget. Deine Gnade müsse mein T rest sein, wie du deinem Knechte zugesagt hast. Laft mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe; denn ich habe Lustzu deinem Gesetz. Ach, daß die Stolzen mußten zuschanden werden, die mich mit Lugen niederdrucken! Ich aber rede von deinem Befehl. Ach, daß sich müliten zu mir halten, die dich furchten und deine Zeugnisse kennen! Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, daß ich nicht zuschanden werde. Meine Seele verlanget nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort. Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann trostest du mich? Denn ich bin wie eine Haut im Rauch; deiner Rechte vergesse ich nicht. Wie lange soil dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten uber meine Verfolger? Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz. Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Lugen; hilf mir! Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aberverlasse deine Befehle nicht. Erquicke mich durch deine Gnade, daß ich halte die Zeugnisse deines Mundes. HERR, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist; deine Wahrheit wahret fur und fur. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibt stehen. Es bleibet taglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen. Wo dein Gesetz nicht mein T rost gewesen ware, so ware ich vergangen in meinem Elende. Ich will deine Befehle nimmermehrvergessen; denn du erquickest mich damit. Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle. Die Gottlosen warten auf mich, daß sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse. Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot wahret. Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Taglich rede ich davon. Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz. Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind meine Rede. Ich bin klugerdenn die Alten; denn ich halte deine Befehle. Ich wehre meinem Fuft alle bosen Wege, daß ich dein Wort halte. Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich. Dein Wort ist meinem Munde sulierdenn Honig. Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege, Dein Wort istmeines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Ich schwore und will's halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will. Ich bin sehr gedemütiget; HERR, erquicke mich nach deinem Wort! Laft dir gefallen, HERR, das willige Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte. Ich trage meine Seele immer in meinen Handen und ich vergesse deines Gesetzes nicht. Die Gottlosen legen mirßtricke; ich aberirre nicht von deinem Befehl. Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich. Ich hasse die Flattergeister und liebedein Gesetz. Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort. Weichet von mir, ihr Boshaftigen; ich will halten die Gebote meines Gottes. Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laft mich nicht zuschanden werden uber meiner Hoffnung. Starke mich, daß ich genese, so will ich stets meine Lust haben an deinen Rechten. Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen; denn ihre Trugerei ist eitel Luge. Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse. Ich furchte mich vor dir, daß mir die Haut schauert, und entsetze mich vor deinen Rechten. Ich halte überdem Recht und Gerechtigkeit; ubergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt tun! Vertritt du deinen Knecht und troste ihn, daß mir die Stolzen nicht Gewalt tun. Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit. Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Rechte! Ich bin dein Knecht; unterweise mich, daß ich erkenne deine Zeugnisse! Es ist Zeit, daß der HERR dazu tue; sie haben dein Gesetz zerrissen. Darum liebe ich dein Gebot uber Gold und uber fein Gold. Darum halte ich stracks alle deine Befehle; ich hasse alien falschen Weg. Deine Zeugnisse sind wunderbarlich; darum halt sie meine Seele. Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreuet es und macht klug die Einfaltigen. Ich tue meinen Mund auf und begehre deine Gebote; denn mich verlanget danach. Wende dich zu mir und sei mir gnadig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben. Laß, meinen Gang gewiß sein in deinem Wort und laß kein Unrecht uber mich herrschen! Erlose mich von der Menschen Frevel, so will ich halten deine Befehle. Laß dein Antlitz leuchten uber deinen Knecht und lehre mich deine Rechte! Meine Augen fließen mit Wasser, daß man dein Gesetz nicht halt. HERR, du bistgerecht und dein Wort ist recht. Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart geboten. Ich habe mich schierzu Tode geeifert, daß meine Widersacher deiner Worte vergessen. Dein Wort ist wohl gelautert, und dein Knecht hat es lieb. Ich bin gering und verachtet, ich vergesse aber nicht deines Befehls. Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen Geboten. Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe ich. Ich rufe von ganzem Herzen; erhore mich, HERR, daß ich deine Rechte halte! Ich rufe zu dir; hilf mir, daß ich deine Zeugnisse halte! Ich komme frühe und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ich wache frühe auf, daß ich rede von deinem Wort. Hore meine Stimme nach deiner Gnade; HERR, erquicke mich nach deinen Rechten! Meine boshaftigen Verfolger wollen mirzu und sind feme von deinem Gesetz. HERR, du bist nahe, und deine Gebote sind eitel Wahrheit. Zuvor weiß ich aber, daß du deine Zeugnisse ewiglich gegrundet hast. Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse deines Gesetzes nicht. Führe meine Sache und erlose mich; erquicke mich durch dein Wort! Das Heil ist feme von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte nicht. HERR, deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Rechten! Meiner Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen. Ich sehe die Verachter, und tut mirwehe, daß sie dein Wort nicht halten. Siehe, ich liebe deine Befehle; HERR, erquicke mich nach deiner Gnade! Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit wahren ewiglich. Die Fursten verfolgen mich ohne Ursache und mein Herz furchtet sich vor deinen Worten. ich freue mich uber dein Wort wie einer, der eine große Beute kriegt. Lugen bin ich gram und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe ich lieb. Ich lobe dich des Tages siebenmal urn der Rechte willen deiner Gerechtigkeit. Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht straucheln. HERR, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten. Meine Seele halt deine Zeugnisse und liebet sie fast. Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege sind vor dir. HERR, laß meine Klage vor, dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort! Laß mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort! Meine Lippen sollen toben, wenn du mich deine Rechte lehrest. Meine Zunge soil ihrßesprach haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht. Laß mir deine Hand beistehen; denn ich habe erwahlet deine Befehle. HERR, mich verlanget nach deinem Heil und habe Lust an deinem Gesetz. Laß meine Seele leben, daßsie dich lobe, und deine Rechte mir helfen. Ich bin wie ein verirret und verloren Schaf; suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebote nicht.

Antwortpsalm

Psalmen 132

Ein Lied im hohern Chor. Gedenke, HERR, an David und an all sein Leiden, der dem HERRN schwur und gelobte dem Machtigen Jakobs: Ich will nicht in die Hütte meines Hauses gehen, noch mich aufs Lager meines Bettes legen, ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlider schlummern, bis ich eine Statte finde fur den HERRN; zur Wohnung dem Machtigen Jakobs. Siehe, wir horen von ihr in Ephratha, wir haben sie funden auf dem Felde des Waldes. Wirwollen in seine Wohnung gehen und anbeten vor seinem Fußschemel. HERR, mache dich auf zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht! Deine Priester laß, sich kleiden mit Gerechtigkeit und deine Heiligen sich freuen. Nimm nicht weg das Regiment deines Gesaibten um deines Knechts Davids willen. Der HERR hat David einen wahren Eid geschworen, davon wird er sich nicht wenden: Ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines Leibes. Werden deine Kinder meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich. Denn der HERR hat Zion erwahlet und hat Lust, daselbst zu wohnen. Dies ist meine Ruhe ewiglich, hie will ich wohnen, denn es gefallt mir wohl. Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brots genug geben. Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen frdhlich sein. Daselbst soil aufgehen das Horn Davids; ich habe meinem Gesaibten eine Leuchte zugerichtet. Seine Feinde will ich mit Schanden kleiden; aber uber ihm soil bluhen seine Krone.

Antwortpsalm

Psalmen 130

Ein Lied im hohern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. HERR, hore meine Stimme; lali deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! So du willst, HERR, Sünde zurechnen, HERR, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich furchte. Ich harre des HERRN; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den HERRN von einer Morgenwache bis zur andern. Israel hoffe auf den HERRN; denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlosung bei ihm; und erwird Israel erlosen aus alien seinen Sunden.

Evangelium

Johannes 4:46-53

Und Jesus kam abermal gen Kana in Galilaa, da er das Wasser hatte zu Wein gemacht. Und es war ein Konigischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser horete, daß Jesus kam aus Judaa in Galilaa, und ging hin zu ihm und bat ihn, daß er hinab kame und hülfe seinem Sohn; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Konigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkundigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschete er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ, ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde ware, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und erglaubete mitseinem ganzen Hause.

Zweite Lesung

Offenbarung 11

Und es ward mir ein Rohr gegeben, einem Stecken gleich, und sprach: Stehe auf und miß den Tempel Gottes und den Altar, und die darinnen anbeten. Aber den innern Chor des Tempels wirf hinaus und miß ihn nicht; denn er ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monden. Und ich will meine zween Zeugen geben, und sie sollen weissagen tausend zweihundertundsechzig Tage, angetan mit Sacken. Diese sind zween Olbaume und zwo Fackeln, stehend vor dem Gott der Erde. Und so jemand sie will beleidigen, so gehet das Feuer aus ihrem Munde und verzehret ihre Feinde; und so jemand sie will beleidigen, der muß also getotet werden. Diese haben Macht, den Himmel zu verschließen, daß es nicht regne in den Tagen ihrer Weissagung; und haben Macht uber das Wasser, zu wandeln in Blut und zu schlagen die Erde mit allerlei Plage, sooftsiewollen. Und wenn sie ihr Zeugnis geendet haben, so wird das Tier, das aus dem Abgrund aufsteiget, mit ihnen einen Streit halten und wird sie überwinden und wird sie toten . Und ihre Leichname werden liegen auf der Gasse der großen Stadt, die da heißt geistlich die Sodom und Agypten, da unser Herr gekreuziget ist. Und es werden ihre Leichname etliche von den Volkern und Geschlechtern und Sprachen drei Tage und einen halben sehen; und werden ihre Leichname nicht lassen in Graber legen. Und die auf Erden wohnen, werden sich freuen uber sie und wohlleben und Geschenke untereinander senden; denn diese zween Propheten qualeten; die auf Erden wohneten. Und nach dreien Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie traten auf ihre Fufie; und eine grade Furcht fiel über die, so sie sahen. Und sie horeten eine grade Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steiget herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke; und es sahen sie ihre Feinde. Und zu derselbigen Stunde ward ein grad Erdbeben, und das zehnte Teil der Stadt fiel; und wurden getotet in dem Erdbeben siebentausend Namen der Menschen; und die andern erschraken und gaben Ehre dem Gottdes Himmels. Das andere Wehe istdahin; siehe, das dritte Wehe kommt schnell! Und dersiebente Engel posaunete. Und es wurden grade Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unsers Herrn und seines Christus worden; und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die vierundzwanzig Altesten, die vor Gott auf ihren Stühlen saden fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an. Und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmachtiger Gott, der du bist und warst und kunftig bist, dad du hast angenommen deine grade Kraft und herrschest. Und die Heiden sind zornig worden, und es ist kommen dein Zorn und die Zeit der Toten, zu richten und zu geben den Lohn deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen furchten, den Kleinen und den Groden, und zu verderben, die die Erde verderbet haben. Und der Tempel Gottes ward aufgetan im Himmel, und die Arche seines Testaments ward in seinem Tempel gesehen; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein grader Hagel.

Zweite Lesung

Apostelgeschichte 12

Urn dieselbige Zeit legte der Konig Herodes die Hande an etliche von der Gemeinde, sie zu peinigen. Er totete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Und da er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Petrus auch. Es waren aber eben die Tage der süßen Brote. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefangnis und uberantwortete ihn vier Vierteilen Kriegsknechten, ihn zu bewahren, und gedachte, ihn nach Ostern dem Volkvorzustellen. Und Petrus ward zwar im Gefangnis gehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhoren fur ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vorstellen, in derselbigen Nacht schlief Petrus zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden mit zwo Ketten, und die Hüter vor der Tur huteten das Gefangnis. Und siehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht schien in dem Gemach; und schlug Petrus an die Seite und weckte ihn auf und sprach: Stehe behende auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Handen. Und der Engel sprach zu ihm: Gurte dich und tu deine Schuhe an! Und er tat also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel urn dich und folge mir nach! Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, daß ihm wahrhaftig solches geschahe durch den Engel, sondern es deuchte ihn, ersahe ein Gesicht. Sie gingen aberdurch die erste und andere Hut und kamen zu der eisernen Tur, welche zur Stadt tub ret; die tat sich ihnen von selber auf. Und traten hinaus und gingen hin eine Gasse lang; und also bald schied der Engel von ihm. Und da Petrus zu sich selber kam, sprach er: Nun weili ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gesandt hat und mich errettet aus der Hand des Herodes und von allem Warten des judischen Volks. Und alser sich besann, kam er vor das Haus Marias, der Mutter des Johannes, der mit dem Zunamen Markus hieli, da viele beieinanderwaren und beteten. Als aber Petrus an die Tur klopfete des Tores, trat hervor eine Magd, zu horchen, mit Namen Rhode. Und als sie des Petrus Stimme erkannte, tat sie das Tor nicht auf vor Freuden, lief aber hinein und verkundigte es ihnen, Petrus stunde vor dem Tor. Sie abersprachen zu ihr: Du bist unsinnig. Sie aber bestand darauf, es ware also. Sie sprachen: Es istsein Engel. Petrus aber klopfete weiter an. Da sie aber auftaten, sahen sie ihn und entsetzten sich. Er aber winkete ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzahlte ihnen, wie ihn der Herr hatte aus dem Gefangnis gefuhret, und sprach: Verkundiget dies Jakobus und den Brudern. Und ging hinaus und zog an einen andern Ort. Da es aber Tag ward, ward nicht eine kleine Bekummernis unter den Kriegsknechten, wie es doch mit Petrus gegangen ware. Herodes aber, da er ihn forderte und nicht fand, liefi er die Hüter rechtfertigen und hieli sie wegfuhren und zog von Judaa hinab gen Casarea und hielt allda sein Wesen. Denn ergedachte, wider die von Tyrus und Sidon zu kriegen. Sie aber kamen einmutiglich zu ihm und uberredeten des Konigs Kammerer, Blastus, und baten urn Frieden, darum daß ihre Lande sich nahren muliten von des Konigs Land. Aber auf einen bestimmten Tag tat Herodes das konigliche Kleid an, setzte sich auf den Richterstuhl und tat eine Rede zu ihnen. Das Volk aber rief zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen! Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, darum daß er die Ehre nicht Gott gab, und ward gefressen von den Wurmern und gab den Geist auf. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrete sich. Barnabas aber und Saulus kamen wieder gen Jerusalem und uberantworteten die Handreichung und nahmen mit sich Johannes mit dem Zunamen Markus.

Zweite Lesung

Jakobus 4:1-10

Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt's nicht daher, aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet und gewinnet damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet. Ihr bittet und krieget nicht, darum daß ihr ubel bittet, namlich dahin, daß ihr's mit euren Wollüsten verzehret. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder lasset ihr euch dunken, die Schrift sage umsonst: Den Geist, der in euch wohnet, gelüstet wider den Hafi? Und gibt reichlich Gnade, sintemal die Schrift sagt: Gott widerstehet den Hoffartigen, aber den Demutigen gibt er Gnade. So seid nun Gott untertanig. Wider stehet dem Teufel, so flieht er von euch. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Reiniget die Hande, ihr Sunder, und machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen! Seid elend und traget Leid und weinet! Euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demutiget euch vor Gott, so wird er euch erhohen.

Abendgebet — Erste Lesung

2. Könige 7

Elisa aber sprach: Horet des HERRN Wort! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit wird ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel gelten und zween Scheffel Gerste einen Sekel unter dem Tor zu Samaria. Da antwortete der Ritter, auf welches Hand sich der Konig lehnte, dem Mann Gottes und sprach: Und wenn der HERR Fenster am Himmel machte, wie konnte solches geschehen? Er sprach: Siehe da, mit deinen Augen wirst du es sehen und nicht davon essen. Und es waren vier aussatzige Manner an der Tür vor dem Tor; und einer sprach zum andern: Was wollen wir hie bleiben, bis wir sterben? Wenn wir gleich gedachten, in die Stadt zu kommen, so ist Teurung in der Stadt, und mufiten doch daselbst sterben; bleiben wir aber hie, so müssen wir auch sterben. So lafit uns nun hingehen und zu dem Heer der Syrer fallen. Lassen sie uns leben, so leben wir; toten sie uns, so sind wir tot. Und machten sich in der Fruhe auf, daß sie zum Heer der Syrer kamen. Und da sie vorne an den Ort des Heers kamen, siehe, da war niemand. Denn der HERR hatte die Syrer lassen horen ein Geschrei von Rossen, Wagen und groüer Heerkraft, daß sie untereinander sprachen: Siehe, der Konig Israels hat wider uns gedinget die Konige der Hethiter und die Konige der Agypter, daü sie uber uns kommen sollen. Und machten sich auf und flohen in der Fruhe; und lielien ihre Hütten, Rosse und Esel im Lager, wie es stund, und flohen mit ihrem Leben davon. Als nun die Aussatzigen an den Ort des Lagers kamen, gingen sie in der Hütten eine, alien und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider und gingen hin und verbargen es; und kamen wieder und gingen in eine andere Hutte und nahmen draus und gingen hin und verbargen es. Aber einer sprach zum andern: Laißt uns nicht also tun! Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wo wirdas verschweigen und harren, bis dafi licht Morgen wird, wird unsere Missetat funden werden; so lalit uns nun hingehen, daß wir kommen und ansagen dem Hause des Konigs. Und da sie kamen, riefen sie am Tor der Stadt und sagten es ihnen an und sprachen: Wir sind zum Lager der Syrer kommen, und siehe, es ist niemand da, noch keine Menschenstimme, sondern Rosse und Esei angebunden und die Hutten, wie sie stehen. Da rief man den Torhutern, daß sie es drinnen ansagten im Hause des Konigs. Und der Konig stand auf in der Nacht und sprach zu seinen Knechten: Lalit euch sagen, wie die Syrer mit uns umgehen. Sie wissen, dati wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen, dafi sie sich im Felde verkrochen, und denken: Wenn sie aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt kommen. Da antwortete seiner Knechte einer und sprach: Man nehme die fünf ubrigen Rosse, die noch drinnen sind uberblieben (siehe, die sind drinnen uberblieben von aller Menge in Israel, welche alle dahin ist), die lalit uns senden und besehen. Da nahmen sie zween Wagen mit Rossen; und der Konig sandte sie dem Lager der Syrer nach und sprach: Ziehet hin und besehet! Und da sie ihnen nachzogen bis an den Jordan, siehe, da lag der Weg voll Kleider und Gerate, welche die Syrer von sich geworfen hatten, da sie eileten. Und da die Boten wiederkamen und sagten es dem Konige an, ging das Volk hinaus und beraubte das Lager der Syrer. Und es gait ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel und zween Scheffel Gerste auch einen Sekel nach dem Wort des HERRN. Aber der Konig bestellete den Ritter, auf des Hand er sich lehnte, unter das Tor. Und das Volk zertrat ihn im Tor, dafi er starb, wie der Mann Gottes geredet hatte, da der Konig zu ihm hinabkam. Und geschah, wie der Mann Gottes dem Konige sagte, da er sprach: Morgen urn diese Zeit werden zween Scheffel Gerste einen Sekel gelten und ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel unter dem Tor zu Samaria; und der Ritter antwortete dem Mann Gottes und sprach: Siehe, wenn der HERR Fenster am Himmel machte, wie mdchte solches geschehen? Er aber sprach: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen und nicht davon essen. Und es ging ihm eben also; denn das Volk zertrat ihn im Tor, dafi er starb.

Zweite Lesung

Hebräer 1:1-14

Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vatern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben uber alles, durch welchen er auch die Welt qemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tragt alle Dinge mit seinem kraftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestat in der Hohe, so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen hohern Namen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel haterjemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? Und abermal, da er einfuhret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten. Von den Engeln spricht er zwar: Er macht seine Engel Geister und seine Diener Feuerflammen; aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl wahret von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter. Du hast geliebet die Gerechtigkeit und gehasset die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbet dein Gott mit dem Ole der Freuden uber deine Genossen; und: Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegrundet, und die Himmel sind deiner Hande Werk. Dieselbigen werden vergehen, du aberwirst bleiben; und sie werden alle veralten wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirstdu sie wandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhoren. Zu welchem Engel aber haterjemals gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst urn derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?

Evangelium

Matthäus 21

Da sie nun nahe an Jerusalem kamen gen Bethphage an den Olberg, sandte Jesus seiner Junger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr. Loset sie auf und führet sie zu mir! Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfullet würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Konig kommt zu dir sanftmutig und reitet auf einem Esel und auf einem Fullen der lastbaren Eselin. Die Junger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Fullen und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Baumen und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgete, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hohe! Und als erzu Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Das Volk aber sprach: Das ist der Jesus, der Prophet von Nazareth aus Galilaa. Und Jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle Verkaufer und Kaufer im Tempel und stieft urn der Wechsler Tische und die Stühle der Taubenkramer. Und sprach zu ihnen: Es stehetgeschrieben: Mein Haus soil ein Bethaus heiften. Ihr aber habt eine Mordergrube daraus gemacht. Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilete sie. Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die er tat, und die Kinder im Tempel schreien und sagen: Hosianna dem Sohn Davids! wurden sie entrüstet und sprachen zu ihm: Horst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: Aus dem Munde der Unmündigen und Sauglinge hast du Lob zugerichtet? Und er lieft sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb daselbst. Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und ersah einen Feigenbaum an dem Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Blatter. Und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr keine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrete alsbald. Und da das die Junger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum sobald verdorret? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, so ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Heb' dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen. Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr's empfahen. Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrete, die Hohenpriester und die Altesten im Volk und sprachen: Aus was fur Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das saget, will ich euch auch sagen, aus was fur Macht ich das tue. Woher war die Taufe Johannes? War sie vom Himmel Oder von den Menschen? Da gedachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so mussen wir uns vor dem Voik furchten; denn sie hielten alle Johannes fur einen Propheten. Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich das tue. Was dunket euch aber? Es hatte ein Mann zwei Sohne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberge. Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Danach reuete es ihn und ging hin. Und erging zum andern und sprach gleich also. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja! und ging nicht hin. Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zollner und Huren mogen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr. Johannes kam zu euch und lehrete euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zollner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Bufte, daß ihr ihm danach auch geglaubt hattet. Horet ein ander Gleichnis! Es war ein Hausvater, der pflanzete einen Weinberg und fuhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter darinnen und bauete einen Turm und tat ihn den Weingartnern aus und zog uber Land. Da nun herbeikam die Zeit der Fruchte, sandte er seine Knechte zu den Weingartnern, daß sie seine Fruchte empfingen. Da nahmen die Weingartner seine Knechte; einen staupten sie, den andern toteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Danach sandte erseinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingartner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn toten und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stieüen ihn zum Weinberge hinaus und toteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er diesen Weingartnern tun? Sie sprachen zu ihm: Erwird die Bosewichte ubel umbringen und seinen Weinberg andern Weingartnern austun, die ihm die Fruchte zu rechter Zeitgeben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herm ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden gegeben werden, die seine Fruchte bringen. Und werauf diesen Stein fallt, der wird zerschellen; auf welchen er aber fallt, den wird er zermalmen. Und da die Hohenpriester und Pharisaer seine Gleichnisse horeten, vernahmen sie, daß er von ihnen redete. Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen; aber sie furchteten sich vor dem Volk; denn es hielt ihn fur einen Propheten.

Evangelium

Johannes 6:27-33

Wirket Speise, nicht die verganglich ist, sondern die da bleibet in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird; denn denselbigen hat Gott der Vater versiegelt. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, daß wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubet, den er gesandt hat. Da sprachen sie zu ihm: Was tust du fur ein Zeichen, auf dafi wir sehen und glauben dir? Was wirkest du? Unsere Vater haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben stehet: Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen. Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Mose hat euch nicht Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.

Abendgebet — Zweite Lesung

Römer 11

So sage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoften? Das sei feme! Denn ich bin auch ein Israelit von dem Samen Abrahams, aus dem Geschlecht Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoften, welches er zuvor versehen hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er tritt vor Gott wider Israel und spricht: Herr, sie haben deine Propheten getotet und haben deine Altare ausgegraben; und ich bin allein uberblieben, und sie stehen mir nach meinem Leben? Aber was sagt ihm die gdttliche Antwort? Ich habe mir lassen uberbleiben siebentausend Mann, die nicht haben ihre Kniee gebeuget vor dem Baal. Also gehet's auch jetzt zu dieser Zeit mit diesen Uberbliebenen nach der Wahl der Gnaden. Ist's aber aus Gnaden, so ist's nicht aus Verdienst der Werke, sonstwurde Gnade nicht Gnade sein. Ist's aber aus Verdienst der Werke, so ist die Gnade nichts, sonst ware Verdienst nicht Verdienst. Wie denn nun? Was Israel sucht, das erlangt es nicht; die Wahl aber erlanget es. Die andern sind verstockt, wie geschrieben stehet: Gott hat ihnen gegeben einen erbitterten Geist, Augen, daß sie nicht sehen, und Ohren, daß sie nicht horen, bis auf den heutigen Tag. Und David spricht: Laft ihren Tisch zu einem Strick werden und zu einer Beruckung und zum Argernis und ihnen zur Vergeltung. Verblende ihre Augen, daß sie nicht sehen, und beuge ihren Rücken allezeit. So sage ich nun: Sind siedarum angelaufen, daß sie fallen sollten? Das sei feme! Sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, auf daß sie denen nacheifern sollten. Denn so ihr Fall der Welt Reichtum ist, und ihr Schade ist der Heiden Reichtum, wieviel mehr, wenn ihre Zahl voll würde? Mit euch Heiden rede ich; denn dieweil ich der Heiden Apostel bin, will ich mein Amt preisen, ob ich mochte die, so mein Fleisch sind, zu eifern reizen und ihrer etliche selig machen. Denn so ihr Verlust der Welt Versohnung ist, was ware das anders, denn das Leben von den Toten nehmen? Ist der Anbruch heilig, so istauch der Teig heilig, und so die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig. Ob aber nun etliche von den Zweigen zerbrochen sind, und du, da du ein wilder Olbaum warest, bist unter sie gepfropfet und teilhaftig worden der Wurzel und des Safts im Olbaum, so rühme dich nicht wider die Zweige. Ruhmest du dich aber wider sie, so sollst du wissen, daß du die Wurzel nicht tragest, sondern die Wurzel traget dich. Sosprichstdu: Die Zweige sind zerbrochen, daß ich hineingepfropfet wurde. Ist wohl geredet. Sie sind zerbrochen um ihres Unglaubens willen; du stehest aber durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern furchte dich. Hat Gott der naturlichen Zweige nicht verschonet, daß er vielleicht dein auch nicht verschone. Darum schaue die Gute und den Ernst Gottes: den Ernst an denen, die gefallen sind, die Gute aber an dir, soferne du an der Gute bleibest; sonst wirst du auch abgehauen werden. Und jene, so sie nicht bleiben in dem Unglauben, werden sie eingepfropfet werden; Gott kann sie wohl wieder ein pfropfen. Denn so du aus dem Olbaum, der von Natur wild war, bist ausgehauen und wider die Natur in den guten Olbaum gepfropfet, wieviel mehr werden die naturlichen eingepfropfet in ihren eigenen Olbaum! Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimnis, auf daß ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel einesteils widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet: Es wird kommen aus Zion, der da erlose und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde weg nehmen. Nach dem Evangelium halte ich sie fur Feinde um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Vater willen. Gottes Gaben und Berufung mogen ihn nicht gereuen. Denn gleicherweise, wie auch ihr nicht habt geglaubet an Gott, nun aber habt ihr Barmherzigkeit überkommen uber ihrem Unglauben, also auch jene haben jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf daß sie auch Barmherzigkeit uberkommen. Denn Gott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme. 0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Evangelium

Matthäus 22

Und Jesus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Konige, der seinem Sohne Hochzeit machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gaste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gasten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles bereit; kommet zur Hochzeit! Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seine Knechte, hohneten und toteten sie. Da das der Konig horete, ward erzornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Morder urn und zundete ihre Stadt an. Da sprach erzu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gaste waren es nicht wert. Darum gehet hin auf die Straiten und ladet zur Hochzeit, wen ihrfindet. Und die Knechte gingen aus auf die Straiten und brachten zusammen, wen sie fanden, Bose und Gute. Und die Tische wurden alle voll. Da ging der Konig hinein, die Gaste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bistdu hereinkommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der Konig zu seinen Dienern: Bindet ihm Hande und Fülte und werfet ihn in die auiterste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zahneklappen; denn viele sind berufen, aberwenige sind auserwahlet. Da gingen die Pharisaer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wirwissen, daß du wahrhaftig bist und lehrest den Weg Gottes recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dunket dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weisetmirdie Zinsmunze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das horeten, verwunderten sie sich und lielien ihn und gingen davon. An demselbigen Tage traten zu ihm die Sadduzaer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soli sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind bei uns gewesen sieben Bruder. Der erste freiete und starb, und dieweil er nicht Samen hatte, lieli er sein Weib seinem Bruder. Desselbengleichen der andere und derdritte bis an den siebenten. Zuletzt nach alien starb auch das Weib. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die Kraft Gottes. In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleich wie die Engel Gottes im Himmel. Habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Auferstehung, das euch gesagt ist von Gott, da er spricht: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und da solches das Volk horete, entsetzten sie sich fiber seine Lehre. Da aber die Pharisaer hdreten, dais er den Sadduzaern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gernüt. Dies ist das vornehmste und grolite Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaer beieinander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dunket euch urn Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufie. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.

Evangelium

Lukas 9:1-17

Er forderte aber die Zwolfe zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht uber alle Teufel und daß sie Seuchen heilen konnten. Und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken. Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brat noch Geld; es soli auch einer nicht zwei Rocke haben. Und wo ihr in ein Haus gehet, da bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schuttelt auch den Staub ab von euren Fußen zu einem Zeugnis uber sie. Und sie gingen hinaus und durchzogen die Markte, predigten das Evangelium und machten gesund an alien Enden. Es kam aber vor Herodes, den Vierfursten, alles, was durch ihn geschah; und er besorgte sich, dieweil von etlichen gesagt ward: Johannes ist von den Toten auferstanden; von etlichen aber: Elia ist erschienen; von etlichen aber: Es ist der alten Propheten einer auferstanden. Und Herodes sprach: Johannes, den habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, von dem ich solches hore? Und begehrete, ihn zu sehen. Und die Apostel kamen wieder und erzahlten ihm, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und entwich besonders in eine Wüste bei der Stadt, die da heilit Bethsaida. Da des das Volk inne ward, zog es ihm nach. Und er ließ sie zu sich und sagte ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die es bedurften. Aber der Tag ting an sich zu neigen. Da traten zu ihm die Zwolfe und sprachen zu ihm: Lafi das Volk von dir, dafi sie hingehen in die Markte umher und in die Dorfer, daß sie Herberge und Speise finden; denn wir sind hier in der Wüste. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr denn fünf Brote und zwei Fische; es sei denn, daß wir hingehen sollen und Speise kaufen fur so groß Volk. (Denn es waren bei funftausend Mann.) Er sprach aber zu seinen Jungern: Lasset sie sich setzen bei Schichten, je funfzig und funfzig. Und sie taten also und setzten sich alle. Da nahm er die funf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankete daruber, brach sie und gab sie den Jungern, daß sie dem Volk vorlegten. Und sie aßen und wurden alle satt; und wurden aufgehoben, was ihnen uber blieb von Brocken, zwolf Korbe.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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