Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Nach diesen Geschichten begab sich's, dafi Naboth, ein Jesreeliter, einen Weinberg hatte zu Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Konigs zu Samaria. Und Ahab redete mit Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg, ich will mir einen Kohlgarten draus machen, weil erso nahe an meinem Hause liegt. Ich will dir einen bessern Weinberg dafur geben; Oder, so dir's gefallt, will ich dir Silber dafur geben, so viel er gilt. Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse der HERR feme von mir sein, daß ich dir meiner Vater Erbe sollte geben! Da kam Ahab heim Unmuts und zornig um des Worts willen, das Naboth, der Jesreeliter, zu ihm hatte gesagt und gesprochen: Ich will dir meiner Vater Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Antlitz und aft kein Brot. Da kam zu ihm hinein Isebel, sein Weib, und redete mit ihm: Was ist's, daß dein Geist so Unmuts ist und daü du nicht Brot issest? Er sprach zu ihr: Ich habe mit Naboth, dem Jesreeliten, geredet und gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld; Oder, so du Lust dazu hast, will ich dir einen andern dafur geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben. Da sprach Isebel, sein Weib, zu ihm: Was ware fur ein Konigreich in Israel, wenn du so tatest? Stehe auf und ili Brot und sei gutes Muts! Ich will dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, verschaffen. Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegeite sie mit seinem Petschier; und sandte sie zu den Altesten und Obersten in seiner Stadt, die um Naboth wohneten. Und schrieb also in den Briefen: Lasset ein Fasten ausschreien und setzet Naboth oben an im Volk. Und stelletzween loser Buben vor ihn, die da zeugen und sprechen: Du hast Gott und dem Konige gesegnet. Und fuhret ihn hinaus und steiniget ihn, daü er sterbe. Und die Altesten und Obersten seiner Stadt, die in seiner Stadt wohneten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte. Und lieften ein Fasten ausschreien und lieften Naboth obenan unter dem Volk sitzen. Da kamen die zween losen Buben und stelleten sich vor ihn und zeugten wider Naboth vor dem Volk und sprachen: Naboth hat Gott und dem Konige gesegnet. Da fuhreten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, daß erstarb. Und sie entboten Isebel und lieften ihr sagen: Naboth ist gesteiniget und tot. Da aber Isebel horete, daß Naboth gesteiniget und tot war, sprach sie zu Anab: Stehe auf und nimm ein den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, welchen er sich weigerte, dir um Geld zu geben. Denn Naboth lebt nimmer, sondern ist tot. Da Ahab horete, daß Naboth tot war, stund er auf, daß er hinabginge zum Weinberge Naboths, des Jesreeliten, und ihn einnahme. Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach: Mache dich auf und gehe hinab Ahab, dem Konige Israels, entgegen, der zu Samaria ist. (Siehe, er ist im Weinberge Naboths, dahin er ist hinabgegangen, da(5 er ihn einnehme.) Und rede mitihm und sprich: So sprichtder HERR: Du hast totgeschlagen, dazu auch eingenommen. Und sollst mit ihm reden und sagen: So spricht der HERR: An der Statte, da Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen auch Hunde dein Blut lecken. Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich je deinen Feind erfunden? Er aber sprach: Ja, ich habe dich funden, darum daß du verkauft bist, nur Ubels zu tun vordem HERRN. Siehe, ich will Unglück über dich bringen und deine Nachkommen wegnehmen; und will von Ahab ausrotten auch den, der an die Wand pisset und der verschlossen und ubergelassen ist in Israel. Und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias, um des Reizens willen, damit du erzurnet und Israel sundigen gemacht hast. Und liber Isebel redete der HERR auch und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels. Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vogel unter dem Himmel fressen. Also war niemand, der so gar verkauft ware, ubel zu tun vor dem HERRN, als Ahab; denn sein Weib Isebel überredete ihn also. Und er machte sich zum groften Greuel, daß er den Gotzen nachwandelte, allerdinge, wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte. Da aber Ahab solche Worte horete, zerrift er seine Kleider und legte einen Sack an seinen Leib und fastete und schlief im Sack und ging jammerlich einher. Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach: Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir bückete? Weil er sich nun vor mir bückete, will ich das Unglück nicht einfuhren bei seinem Leben; aber bei seines Sohnes Leben will ich Unglück über sein Haus führen.
Epistel
Sirach 24:5;14:7;14:9-11;24:30-31
Von diesem Buch gibt es keine gemeinfreie Ausgabe in deiner Sprache, daher wird dieser Abschnitt auf Englisch angezeigt.
Alone I compassed the circuit of heaven, And walked in the depth of the abyss. Even if he does good, he does it in forgetfulness; And at the last he shows forth his wickedness. A covetous man’s eye is not satisfied with his portion; And wicked injustice dries up his soul. An evil eye is grudging of bread, And he is miserly at his table My son, according as you have, do well to yourself, And bring offerings to the Lord worthily. And I came out as a stream from a river, And as a conduit into a garden. I said, I will water my garden, And will water abundantly my garden bed; And, behold, my stream became a river, And my river became a sea.
Erste Lesung
Es waren aber zu Antiochien in der Gemeinde Propheten und Lehrer, namlich Barnabas und Simon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, mit Herodes dem Vierfursten erzogen, und Saulus. Da sie aber dem Herrn dieneten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert miraus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe. Da fasteten sie und beteten und legten die Hande auf sie und lielien sie gehen. Und wie sie ausgesandt waren vom Heiligen Geist, kamen sie gen Seleucia, und von dannen schifften sie gen Zypern. Und da sie in die Stadt Salamis kamen, verkundigten sie das Wort Gottes in der Juden Schulen; sie hatten aber auch Johannes zum Diener. Und da sie die Insel durchzogen bis zu der Stadt Paphos, fanden sie einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hieli Bar - Jehu. Der war bei Sergius Paulus dem Landvogt, einem verstandigen Mann. Derselbige rief zu sich Barnabas und Saulus und begehrete, das Wort Gottes zu horen. Da stund ihnen wider der Zauberer Elymas (denn also wird sein Name gedeutet) und trachtete, daß er den Landvogt vom Glauben wendete. Saulus aber, der auch Paulus heilit, voll Heiligen Geistes, sah ihn an und sprach: O du Kind des Teufels, voll aller List und aller Schalkheit und Feind aller Gerechtigkeit! Du horest nicht auf, abzuwenden die rechten Wege des Herrn. Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt uber dich, und sollst blind sein und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen. Und von Stund' an fiel auf ihn Dunkelheit und Finsternis; und ging umher und suchte Handleiter. Als der Landvogt die Geschichte sah, glaubte er und verwunderte sich der Lehre des Herrn.
Morgengebet — Erste Lesung
Nach diesen Geschichten machte der Konig Ahasveros Haman groli, den Sohn Medathas, den Agagiter, und erhohete ihn und setzte seinen Stuhl uber alle Fursten, die bei ihm waren. Und alle Knechte des Konigs, die im Tor des Konigs waren, beugten die Kniee und beteten Haman an; denn der Konig hatte es also geboten. Aber Mardachai beugete die Kniee nicht und betete nicht an. Da sprachen des Konigs Knechte, die im Tor des Konigs waren, zu Mardachai: Warum ubertrittst du des Konigs Gebot? Und da sie solches taglich zu ihm sagten, und er ihnen nicht gehorchte, sagten sie es Haman an, daß sie sahen, ob solch Tun Mardachais bestehen wurde; denn er hatte ihnen gesagt, dafi er ein Jude ware. Und da Haman sah, daß Mardachai ihm nicht die Kniee beugete noch ihn anbetete, ward er voll Grimms. Und verachtete es, daß er an Mardachai allein sollte die Hand legen, denn sie hatten ihm das Volk Mardachais angesagt; sondern er trachtete, das Volk Mardachais, alle Juden, so im ganzen Konigreich Ahasveros waren, zu vertilgen. Im ersten Monden, das ist der Mond Nisan, im zwolften Jahr des Konigs Ahasveros, ward das Los geworfen vor Haman, von einem Tage auf den andern und vom Monden bis auf den zwolften Monden, das ist der Mond Adar. Und Haman sprach zum Konige Ahasveros: Es ist ein Volk zerstreuet und teilet sich unter alle Volker in alien Landen deines Konigreichs, und ihr Gesetz ist anders denn alter Volker, und tun nicht nach des Konigs Gesetzen; und ist dem Konige nicht zu leiden, sie also zu lassen. Gefallt es dem Konige, so schreibe er, daß man es umbringe; so will ich zehntausend Zentner Silbers darwagen unter die Hand der Amtleute, daß man es bringe in die Kammer des Konigs. Da tat der Konig seinen Ring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohne Medathas, dem Agagiter, der Juden Feind. Und der Konig sprach zu Haman: Das Silber sei dir qegeben, dazu das Volk, daß du damit tust, was dir gefallt. Da rief man den Schreibern des Konigs am dreizehnten Tage des ersten Monden; und ward geschrieben, wie Haman befahl, an die Fursten des Konigs und zu den Landpflegern hin und her in den Landern und zu den Hauptleuten eines jeglichen Volks in den Landern hin und her nach der Schrift eines jeglichen Volks und nach ihrer Sprache, im Namen des Konigs Ahasveros und mit des Konigs Ringe versiegelt. Und die Briefe wurden gesandt durch die Laufer in alle Lander des Konigs, zu vertilgen, zu erwürgen und umzubringen alle Juden, beide jung und alt, Kinder und Weiber, auf einen Tag, namlich auf den dreizehnten Tag des zwolften Monden, das ist der Mond Adar, und ihr Gut zu rauben. Also war der Inhalt der Schrift, daß ein Gebot gegeben ware in alien Landern, alien Volkern zu eroffnen, daß sie auf denselben Tag geschickt waren. Und die Laufer gingen aus eilend nach des Konigs Gebot. Und zu Schloli Susan ward angeschlagen ein Gebot. Und der Konig und Haman alien und tranken; aber die Stadt Susan ward irre.
Erste Lesung
Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen mit seinem harten, groften und starken Schwert beide den Leviathan, der eine schlechte Schlange, und den Leviathan, der eine krumme Schlange ist, und wird die Drachen im Meer erwurgen. Zu der Zeit wird man singen von dem Weinberge des besten Weins: Ich der HERR, behute ihn und feuchte ihn bald, daß man seiner Blatter nicht vermisse; ich will ihn Tag und Nacht behuten. Gott zurnet nicht mit mir. Ach, daß ich mochte mit den Hecken und Dornen kriegen! So wollte ich unter sie reiften und sie auf einen Haufen anstecken. Er wird mich erhalten bei meiner Kraft und wird mir Frieden schaffen; Frieden wird er mirdennoch schaffen. Es wird dennoch dazu kommen, daß Jakob wurzeln wird, und Israel bluhen und grunen wird, daß sie den Erdboden mit Fruchten erfullen. Wird erdoch nicht geschlagen, wie ihn seine Feinde schlagen, und wird nicht erwurget, wie ihn seine Feinde erwurgen, sondern mit Maften richtestdu sie und lassest sie los, wenn du sie betrubet hast mit deinem rauhen Wind, namlich mit dem Ostwind. Darum wird dadurch die Sünde Jakobs aufhoren; und das ist der Nutz davon, daß seine Sünden weggenommen werden, in dem, daß er alle Steine des Altars macht wie zerstoßene Steine, zu Asche, daß keine Haine noch Bilder mehr bleiben. Denn die feste Stadt muß einsam werden, die schonen Hauser verstoßen und verlassen werden wie eine Wüste, daß Kalber daselbst weiden und ruhen und daselbst Reiser abfressen. Ihre Zweige werden vor Durre brechen, daß die Weiber kommen und Feuer damit machen werden. Denn es ist ein unverstandig Volk; darum wird sich auch ihrer nicht erbarmen, der sie gemacht hat; und der sie geschaffen hat, wird ihnen nicht gnadig sein. Zu der Zeit wird der HERR worfeln von dem Ufer des Wassers bis an den Bach Agyptens; und ihr Kinder Israel werdet versammelt werden, einer nach dem andern. Zu der Zeit wird man mit einer grolien Posaune blasen, so werden kommen die Verlornen im Lande Assur und die Verstolienen im Lande Agypten und werden den HERRN anbeten auf dem heiligen Berge zu Jerusalem.
Erste Lesung
Da nun herzukam der siebente Mond, und die Kinder Israel in ihren Stadten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf die breite Gasse vor dem Wassertor und sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, daß er das Gesetzbuch Mose holete, das der HERR Israel geboten hatte. Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeine, beide Manner und Weiber, und alle, die es vernehmen konnten, am ersten Tage des siebenten Monden, und las drinnen auf der breiten Gasse, die vor dem Wassertor ist, von licht Morgen an bis auf den Mittag, vor Mann und Weib und wer es vernehmen konnte. Und des ganzen Volks Ohren waren zu dem Gesetzbuch gekehrt. Und Esra, der Schriftgelehrte, stund auf einem holzernen hohen Stuhl, den sie gemacht hatten zu predigen; und stund neben ihm Mathithja, Sema, Anaja, Uria, Hilkia und Maeseja zu seiner Rechten; aberzu seiner Linken Pedaja, Misael, Malchia, Hasum, Hasbadana, Sacharja und Mesullam. Und Esra tat das Buch auf vor dem ganzen Volk, denn er ragte uber alles Volk; und da er's auftat, stund alles Volk. Und Esra lobete den HERRN, den grolien Gott. Und alles Volk antwortete: Amen, Amen! mit ihren Handen empor; und neigeten sich und beteten den HERRN an mit dem Antlitz zur Erde. Und Jesua, Bani, Serebja, Jamin, Akub, Sabthai, Hodia, Maeseja, Klita, Asarja, Josabad, Hanan, Plaja und die Leviten machten das Volk, daß es aufs Gesetz merkete; und das Volk stund auf seiner Statte. Und sie lasen im Gesetzbuch Gottes klar und verstandlich, daß man's verstund, da man's las. Und Nehemia, der da ist Hathirsatha, und Esra, der Priester, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk aufmerken machten, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem HERRN, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weinet nicht. Denn alles Volk weinete, da sie die Worte des Gesetzes horeten. Darum sprach erzu ihnen: Gehet hin und esset das Fette und trinket das Süüe; und sendet denen auch Teil, die nichts fur sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm HERRN; darum bekümmert euch nicht, denn die Freude am HERRN ist eure Starke. Und die Leviten stilleten alles Volk und sprachen: Seid stille, denn der Tag ist heilig; bekümmert euch nicht! Und alles Volk ging hin, daß es aüe, tranke und Teil sendete und eine groüe Freude machte; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen hatte kundgetan. Und des andern Tages versammelten sich die obersten Vater unter dem ganzen Volk und die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, daß er sie die Worte des Gesetzes unterrichtete. Und sie fanden geschrieben im Gesetz, daü der HERR durch Mose geboten hatte, daü die Kinder Israel in Laubhutten wohnen sollten auf das Fest im siebenten Monden. Und sie lielien es lautwerden und ausrufen in alien ihren Stadten und zu Jerusalem und sagen: Gehet hinaus auf die Berge und holet Olzweige, Balsamzweige, Myrtenzweige, Palmenzweige und Zweige von dichten Baumen, daü man Laubhutten mache, wie es geschrieben stehet. Und das Volk ging hinaus und holeten und machten ihnen Laubhutten, ein jeglicher auf seinem Dach und in ihren Hofen und in den Hofen am Hause Gottes und auf der breiten Gasse am Wassertor und auf der breiten Gasse am Tor Ephraim. Und die ganze Gemeine derer, die aus dem Gefangnis waren wiederkommen, machten Laubhutten und wohneten drinnen. Denn die Kinder Israel hatten seit der Zeit Josuas, des Sohns Nuns, bis auf diesen Tag nicht also getan; und war eine sehr groüe Freude. Und ward im Gesetzbuch Gottes gelesen alle Tage, vom ersten Tage an bis auf den letzten, und hielten das Fest sieben Tage, und am achten Tage die Versammlung, wie sich’s gebuhrt.
Antwortpsalm
Davids. Ich danke dir von ganzem Flerzen; vor den Gottern will ich dir lobsingen. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken um deine Gute und Treue; denn du hast deinen Namen uber alles herrlich gemacht durch dein Wort. Wenn ich dich anrufe, so erhore mich und gib meiner Seele grofte Kraft. Es danken dir, HERR, alle Konige auf Erden, daß sie horen das Wort deines Mundes, und singen auf den Wegen des HERRN, da(5 die Ehre des HERRN grofi sei. Denn der HERR ist hoch und siehet auf das Niedrige und kennet den Stolzen von feme. Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und streckest deine Hand uber den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten. Der HERR wird's ein Ende machen um meinetwillen. HERR, deine Güte istewig. Das Werk deiner Hande wollest du nicht lassen!
Antwortpsalm
Kommt herzu, lafit uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils! Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der HERR ist ein grower Gott und ein großer Konig uber alle Gotter. Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet; und die Hohen der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hande haben das Trockne bereitet. Kommt, laßt uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat! Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme horet, so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wuste, da mich eure Vater versuchten, fühleten und sahen mein Werk, daß ich vierzig Jahre Mühe hatte mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen wollen; daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen!
Antwortpsalm
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sunder, noch sitzt, da die Spotter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbachen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blatter verwelken nicht, und was er macht, das gerat wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die Sunder in der Gemeine der Gerechten. Denn der HERR kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet.
Evangelium
Und im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galilaa, die heüit Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph vom Hause David; und die Jungfrau hiefi Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegruliet seiest du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie uber seine Rede und gedachte: Welch ein Gruft ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Furchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott funden. Siehe; du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heiften. Der wird graft und ein Sohn des Hochsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben. Und er wird ein Konig sein uber das Haus Jakob ewiglich, und seines Konigreichs wird kein Ende sein.
Antwortpsalm
Halleluja! Singet dem HERRN ein neues Lied! Die Gemeine der Heiligen soil ihn loben. Israel freue sich des, der ihn gemacht hat; die Kinder Zion seien frohlich, uber ihrem Konige! Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen. Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk; er hilft den Elenden herrlich. Die Heiligen sollen frohlich sein und preisen und rühmen auf ihren Lagern. Ihr Mund soli Gott erhohen, und sollen scharfe Schwerter in ihren Handen haben, daß sie Rache üben unterden Heiden, Strafe unter den Volkern, ihre Konige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, daß sie ihnen tun das Recht, davon geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!
Zweite Lesung
Du aber rede, wie sich's ziemet nach der heüsamen Lehre: den Alten, daß sie nuchtern seien, ehrbar, zuchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; den alten Weibern desselbigengleichen, daß sie sich stellen, wie den Heiligen ziemet, nicht Lasterinnen seien, nicht Weinsauferinnen, gute Lehrerinnen, daß sie die jungen Weiber lehren zuchtig sein, ihre Manner lieben, Kinder lieben, sittig sein, keusch, hauslich, gutig, ihren Mannern untertan, auf daß nicht das Wort Gottes verlastert werde. Desselbigengleichen die jungen Manner ermahne, daß sie zuchtig seien. Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke mit unverfalschter Lehre, mit Ehrbarkeit, mit heilsamem und untadeligem Wort, auf daß der Widerwartige sich schame und nichts habe, daß er von uns moge Boses sagen. Den Knechten daß sie ihren Herren untertanig seien, in alien Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf daß sie die Lehre Gottes, unsers Heilandes, zieren in alien Stricken. Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes alien Menschen und zuchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungottliche Wesen und die weltlichen Luste und zuchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des groften Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst fur uns gegeben bat, auf daß er uns erlosete von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleiftig ware zu guten Werken. Solches rede und ermahne und strafe mit ganzem Ernst. Laft dich niemand verachten!
Zweite Lesung
Abendgebet — Erste Lesung
Da Mardachai erfuhr alles, was geschehen war, zerrili er seine Kleider und legte einen Sack an und Asche; und ging hinaus mitten in die Stadt und schrie laut und klaglich. Und kam vor das Tor des Konigs. Denn es mulite niemand zu des Konigs Tor eingehen, der einen Sack anhatte. Und in alien Landern, an welchen Ort des Konigs Wort und Gebot gelangete, war ein groli Klagen unter den Juden, und viele fasteten, weineten, trugen Leid und lagen in Sacken und in der Asche. Da kamen die Dirnen Esthers und ihre Kammerer und sagten's ihr an. Da erschrak die Konigin sehr. Und sie sandte Kleider, daß Mardachai anzoge und den Sack von ihm ablegte; er aber nahm sie nicht. Da rief Esther Hathach unter des Konigs Kammerern, der vor ihr stund, und befahl ihm an Mardachai, daß sie erfuhre, was das ware, und warum er so tate. Da ging Hathach hinaus zu Mardachai an die Gasse in der Stadt, die vor dem Tor des Konigs war. Und Mardachai sagte ihm alles, was ihm begegnet ware, und die Summa des Silbers, das Haman geredet hatte in des Konigs Kammer darzuwagen urn der Juden willen, sie zu vertilgen. Und gab ihm die Abschrift des Gebots, das zu Susan angeschlagen war, sie zu vertilgen, daß er es Esther zeigete und ihr ansagete und gebote ihr, daß sie zum Konige hineinginge und tate eine Bitte an ihn um ihr Volk. Und da Hathach hineinkam und sagte Esther die Worte Mardachais, sprach Esther zu Hathach und gebot ihm an Mardachai: Es wissen alle Knechte des Konigs und das Volk in den Landen des Konigs, daß, werzum Konige hineingehet inwendig in den Hof, ersei Mann Oder Weib, der nicht gerufen ist, der soil stracks Gebots sterben, es sei denn, daß der Konig den guldenen Zepter gegen ihn reiche, damit er lebendig bleibe. Ich aber bin nun in dreilüg Tagen nicht gerufen, zum Konige hineinzukommen. Und da die Worte der Esther wurden Mardachai angesagt, hieli Mardachai Esther wieder sagen: Gedenke nicht, daß du dein Leben errettest, weil du im Hause des Konigs bist, vor alien Juden; denn wo du wirst zu dieser Zeit schweigen, so wird eine Hilfe und Errettung aus einem andern Ort den Juden entstehen, und du und deines Vaters Haus werdet umkommen. Und wer weili, ob du um dieser Zeit willen zum Konigreich kommen bist? Esther hieti Mardachai antworten: So gehe hin und versammle alle Juden, die zu Susan vorhanden sind, und fastet fur mich, daß ihr nicht esset und trinket in dreien Tagen weder Tag noch Nacht; ich und meine Dirnen wollen auch also fasten. Und also will ich zum Konige hineingehen wider das Gebot; komme ich um, so komme ich um. Mardachai ging hin und tat alles, was ihm Esther geboten hatte.
Zweite Lesung
So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sunde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmoglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwachet ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sundlichen Fleisches und verdammte die Sunde im Fleisch durch Sunde, auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfullet wurde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln sondern nach dem Geist. Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnet; die abergeistlich sind, die sind geistlich gesinnet. Aber fleischlich gesinnet sein ist der Tod, und geistlich gesinnet sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnet sein ist eine Feindschaft wider Gott, sintemal es dem Gesetze Gottes nicht untertan ist; denn es vermag es auch nicht. Die aber fleischlich sind, mogen Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, so anders Gottes Geist in euch wohnet. Wer aber Christi Geist nicht hat der ist nicht sein. So aber Christus in euch ist so ist der Leib zwar tot urn der Sunde willen; der Geist aber ist das Leben urn der Gerechtigkeit willen . So nun der Geist des, der Jesum von den Toten auferwecket hat, in euch wohnet, so wird auch derselbige, der Christum von den Toten auferwecket hat, eure sterblichen Leiber lebendig machen urn deswillen, daß sein Geist in euch wohnet. So sind wir nun, liebe Bruder, Schuldner nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschafte totet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal furchten mul Jtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derselbige Geist gibt Zeugnis unserm Geist, dafi wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, namlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Denn ich halte es dafur, dafi dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soil offenbaret werden. Denn das angstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes, sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern urn deswillen, dersie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des verganglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wirwissen, daß aile Kreatur sehnet sich mit uns und angstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlosung. Denn wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man siehet, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man des, hoffen, das man siehet? So wir aber des hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch Geduld. Desselbigengleichen auch der Geist hüft unserer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebuhret, sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen forschet, der weifi, was des Geistes Sinn sei; denn er vertritt die Heiligen nach dem, was Gott gefallt. Wirwissen aber, dafi denen, die Gott lieben, aile Dinge zum besten dienen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn welche er zuvor versehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohns, auf dafi derselbige der Erstgeborne sei untervielen Brudern. Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrüch gemacht. Was wollen wir denn hiezu sagen? Ist Gott fur uns, wer mag wider uns sein? Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn fur uns aile dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwahlten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? T rübsal Oder Angst Oder Verfolgung Oder Hunger Oder Blofie Oder Fahrlichkeit Oder Schwert? Wie geschrieben stehet: Um deinetwillen werden wir getotet den ganzen Tag; wir sind geachtet fur Schlachtschafe. Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebet hat. Denn ich bin gewili, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Furstentum noch Gewalt, weder Gegenwartiges noch Zukunftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn.
Zweite Lesung
Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den Herm sehen. Und sehet darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versaume, daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte, und viele durch dieselbige verunreiniget werden; daß nicht jemand seiein Hurer Oder ein Gottloser wie Esau, der urn einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Wisset aber, daß er hernach, da er den Segen ererben wollte, verworfen ist; denn er fand keinen Raum zur Bulie, wiewohl ersie mit Tranen suchte. Denn ihr seid nicht kommen zu dem Berge, den man anruhren konnte, und mit Feuer brannte, noch zu dem Dunkel und Finsternis und Ungewitter noch zu dem Flail der Posaune und zur Stimme der Worte, welcher sich weigerten, die sie horeten, daß ihnen das Wort ja nicht gesagt wurde (denn sie mochten's nicht ertragen, was da gesagt ward. Und wenn ein Tier den Berg anrührete, sollte es gesteiniget Oder mit einem Geschoft erschossen werden. Und also erschrecklich war das Gesicht, daß Mose sprach: Ich bin erschrocken und zittere), sondern ihr seid kommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, zu dem himmlischen Jerusalem, und zu der Menge vieler tausend Engel und zu der Gemeinde der Erstgebornen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter uber alle, und zu den Geistern der vollkommenen Gerechten und zu dem Mittlerdes Neuen Testaments, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das da besser redet denn Abels. Sehet zu, daß ihr euch des nicht weigert, der da redet! Denn jene nicht entflohen sind, die sich weigerten, da er auf Erden redete, viel weniger wir, so wir uns des weigern, der vom Himmel redet, welches Stimme zu der Zeit die Erde bewegete. Nun aber verheiftet er und spricht: Noch einmal will ich bewegen nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel. Aber solches "Noch einmal" zeigt an, daß das Bewegliche soil verandert werden, als das gemacht ist, auf daß da bleibe das Unbewegliche. Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen, mit Zucht und Furcht. Denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.
Abendgebet — Zweite Lesung
Strebet nach der Liebe! Fleißiget euch der geistlichen Gaben, am meisten aber, daß ihr weissagen moget. Denn der mit der Zunge redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott. Denn ihm horet niemand zu; im Geist aber redet er die Geheimnisse. Wer aber weissaget, der redet den Menschen zur Besserung und zur Ermahnung und zur T rostung. Wer mit Zungen redet, der bessert sich selbst; wer aber weissaget, der bessert die Gemeinde. Ich wollte, daß ihr alle mit Zungen reden konntet, aber viel mehr, daü ihr weissagetet. Denn der da weissaget, ist großer, denn der mit Zungen redet, es sei denn, daß er es auch auslege, daß die Gemeinde davon gebessert werde. Nun aber, liebe Bruder, wenn ich zu euch kame und redete mit Zungen, was ware ich euch nütze, so ich nicht mit euch redete entweder durch Offenbarung Oder durch Erkenntnis Oder durch Weissagung Oder durch Lehre? Halt sich's doch auch also in den Dingen, die da lauten und doch nicht leben, es sei eine Pfeife Oder eine Harfe; wenn sie nicht unterschiedliche Stimmen von sich geben, wie kann man wissen, was gepfiffen Oder geharfet ist? Und so die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer will sich zum Streit rusten? Also auch ihr, wenn ihr mit Zungen redet, so ihr nicht eine deutliche Rede gebet, wie kann man wissen, was geredet ist? Denn ihr werdet in den Wind reden. Zwar es ist mancherlei Art der Stimmen in der Welt, und derselbigen ist doch keine undeutlich. So ich nun nicht weiß der Stimme Deutung, werde ich undeutsch sein dem, der da redet, und der da redet, wird mir undeutsch sein. Also auch ihr, sintemal ihr euch fleißigetder geistlichen Gaben, trachtet danach, daß ihr die Gemeinde bessert, auf daß ihr alles reichlich habet. Darum, welcher mit Zungen redet, der bete also, daß er's auch auslege. So ich aber mit Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Sinn bringet niemand Frucht. Wie soil es aber denn sein? Namlich also: Ich will beten mit dem Geist und will beten auch im Sinn; ich will Psalmen singen im Geist und will auch Psalmen singen mit dem Sinn. Wenn du aber segnest im Geist, wie soil der, so anstatt des Laien stehet, Amen sagen auf deine Danksagung, sintemal er nicht weiß, was du sagest? Du danksagest wohl fein; aber der andere wird nicht davon gebessert. Ich danke meinem Gott, daß ich mehr mit Zungen rede denn ihr alle. Aber ich will in der Gemeinde lieber funf Worte reden mit meinem Sinn, auf daß ich auch andere unterweise, denn sonst zehntausend Worte mit Zungen. Liebe Bruder, werdet nicht Kinder an dem Verstandnis, sondern an der Bosheit seid Kinder; an dem Verstandnis aber seid voilkommen. Im Gesetz stehet geschrieben: Ich will mit andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch also nicht horen, spricht der Herr. Darum so sind die Zungen zum Zeichen, nicht den Glaubigen, sondern den Unglaubigen; die Weissagung aber nicht den Unglaubigen, sondern den Glaubigen. Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkame an einem Ort und redeten alle mit Zungen, es kamen aber hinein Laien Oder Unglaubige, würden sie nicht sagen, ihrwaret unsinnig? So sie aber alle weissageten und kame dann ein Unglaubiger Oder Laie hinein, der würde von denselbigen alien gestraft und von alien gerichtet. Und also würde das Verborgene seines Herzens offenbar, und er würde also fallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, daß Gott wahrhaftig in euch sei. Wie ist ihm denn nun, Hebe Bruder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeglicher Psalmen, er hat eine Lehre, er hat Zungen, er hat Offenbarung, er hat Auslegung. Lasset es alles geschehen zur Besserung! So jemand mit der Zunge redet Oder zween Oder aufs meiste' drei, eins urns andere; so lege es einer aus. Ist er aber nicht ein Ausleger, so schweige er unter der Gemeinde, rede aber sich selber, und Gott, Die Weissager aber lasset reden, zween Oder drei, und die andern lasset richten. So aber eine Offenbarung geschieht einem andern, der da sitzet, so schweige der erste. Ihr konnet wohl alle weissagen, einer nach dem andern, auf daß sie alle lernen und alle ermahnet werden. Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist, nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens wie in alien Gemeinden der Heiligen. Eure Weiber lasset schweigen unter der Gemeinde; denn es soli ihnen nicht zugelassen werden, dafi sie reden, sondern untertan sein, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Manner fragen . Es stehet den Weibern ubel an, unter der Gemeinde reden. Oder ist das Wort Gottes von euch auskommen, Oder ist's allein zu euch kommen? So sich jemand lasset dünken, er sei ein Prophet Oder geistlich, der erkenne, was ich euch schreibe; denn es sind des Herrn Gebote. Ist aber jemand unwissend, der sei, unwissend. Darum, liebe Bruder, fleilüget euch des Weissagens und wehret nicht, mit Zungen zu reden. Lasset alles ehrlich und ordentlich zugehen!
Evangelium
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tur hineingehet in den Schafstall, sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Morder. Der aber zur Tur hineingehet, der ist ein Hirte der Schafe. Demselbigen tut der Turhuter auf, und die Schafe horen seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führet sie aus. Und wenn er seine Schafe hat ausgelassen, gehet er vor ihnen hin, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm; denn sie kennen der Fremden Stimme nicht. Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie vernahmen aber nicht, was es war, das er zu ihnen sagte. Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tur zu, den Schafen. Alle, die vor mir kommen sind, die sind Diebe und Morder gewesen, aber die Schafe haben ihnen nicht gehorchet. Ich bin die Tur; so jemand durch mich eingehet, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nicht, denn daß erstehle, wurge und umbringe.
Evangelium
Da aber solches horete einer, der mit zu Tisch sad, sprach er zu ihm: Selig ist, der das Brot isset im Reich Gottes. Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein grod Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und siefingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und mud hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe funf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Flerrn wieder. Da ward der Flausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straden und Gassen der Stadt und führe die Armen und Kruppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Flerr, es ist geschehen, was du befohien hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraden und an die Zaune und notige sie hereinzukommen, auf dad mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, dad der Manner keiner; die geladen sind; mein Abendmahl schmecken wird. Es ging aber viel Volks mit ihm. Und er wandte sich und sprach zu ihnen: So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Bruder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz tragt und mir nachfolget, der kann nicht mein Jünger sein. Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will und sitzt nicht zuvor und uberschlagt die Kosten, ob er's habe hinauszufuhren? auf dad nicht, wo er den Grund gelegt hat und kann's nicht hinausführen, alle, die es sehen, fangen an sein zu spotten und sagen: Dieser Mensch hub an zu bauen und kann's nicht hinausführen! Oder welcher Konig will sich begeben in einen Streit wider einen andern Konig und sitzt nicht zuvor und ratschlagt, ob er konnte mit zehntausend begegnen dem, der über ihn kommt mit zwanzigtausend? Wo nicht, so schickt er Botschaft, wenn jener noch feme ist, und bittet urn Frieden. Also auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein. Das Salz ist ein gut Ding; wo aber das Salz dumm wird, womit wird man würzen? Es ist weder auf das Land noch in den Mist nütze, sondern man wird's wegwerfen. Wer Ohren hat zu horen, der hore!
Evangelium
Urn dieselbige Zeit legte der Konig Herodes die Hande an etliche von der Gemeinde, sie zu peinigen. Er totete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Und da er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Petrus auch. Es waren aber eben die Tage der süßen Brote. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefangnis und uberantwortete ihn vier Vierteilen Kriegsknechten, ihn zu bewahren, und gedachte, ihn nach Ostern dem Volkvorzustellen. Und Petrus ward zwar im Gefangnis gehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhoren fur ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vorstellen, in derselbigen Nacht schlief Petrus zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden mit zwo Ketten, und die Hüter vor der Tur huteten das Gefangnis. Und siehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht schien in dem Gemach; und schlug Petrus an die Seite und weckte ihn auf und sprach: Stehe behende auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Handen. Und der Engel sprach zu ihm: Gurte dich und tu deine Schuhe an! Und er tat also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel urn dich und folge mir nach! Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, daß ihm wahrhaftig solches geschahe durch den Engel, sondern es deuchte ihn, ersahe ein Gesicht. Sie gingen aberdurch die erste und andere Hut und kamen zu der eisernen Tur, welche zur Stadt tub ret; die tat sich ihnen von selber auf. Und traten hinaus und gingen hin eine Gasse lang; und also bald schied der Engel von ihm. Und da Petrus zu sich selber kam, sprach er: Nun weili ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gesandt hat und mich errettet aus der Hand des Herodes und von allem Warten des judischen Volks. Und alser sich besann, kam er vor das Haus Marias, der Mutter des Johannes, der mit dem Zunamen Markus hieli, da viele beieinanderwaren und beteten. Als aber Petrus an die Tur klopfete des Tores, trat hervor eine Magd, zu horchen, mit Namen Rhode. Und als sie des Petrus Stimme erkannte, tat sie das Tor nicht auf vor Freuden, lief aber hinein und verkundigte es ihnen, Petrus stunde vor dem Tor. Sie abersprachen zu ihr: Du bist unsinnig. Sie aber bestand darauf, es ware also. Sie sprachen: Es istsein Engel. Petrus aber klopfete weiter an. Da sie aber auftaten, sahen sie ihn und entsetzten sich. Er aber winkete ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzahlte ihnen, wie ihn der Herr hatte aus dem Gefangnis gefuhret, und sprach: Verkundiget dies Jakobus und den Brudern. Und ging hinaus und zog an einen andern Ort. Da es aber Tag ward, ward nicht eine kleine Bekummernis unter den Kriegsknechten, wie es doch mit Petrus gegangen ware. Herodes aber, da er ihn forderte und nicht fand, liefi er die Hüter rechtfertigen und hieli sie wegfuhren und zog von Judaa hinab gen Casarea und hielt allda sein Wesen. Denn ergedachte, wider die von Tyrus und Sidon zu kriegen. Sie aber kamen einmutiglich zu ihm und uberredeten des Konigs Kammerer, Blastus, und baten urn Frieden, darum daß ihre Lande sich nahren muliten von des Konigs Land. Aber auf einen bestimmten Tag tat Herodes das konigliche Kleid an, setzte sich auf den Richterstuhl und tat eine Rede zu ihnen. Das Volk aber rief zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen! Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, darum daß er die Ehre nicht Gott gab, und ward gefressen von den Wurmern und gab den Geist auf. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrete sich. Barnabas aber und Saulus kamen wieder gen Jerusalem und uberantworteten die Handreichung und nahmen mit sich Johannes mit dem Zunamen Markus.
Evangelium
Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jünger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehest du wohl alien diesen groften Bau? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und da er auf dem Olberge saft gegenüber dem Tempel, fragten ihn besonders Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas: Sage uns, wann wird das alles geschehen, und was wird das Zeichen sein wann das alles soli vollendet werden? Jesus antwortete ihnen und fing an zu sagen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verfuhre! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus, und werden viele verfuhren. Wenn ihr aber horen werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so furchtet euch nicht; denn es muli also geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da. Es wird sich ein Volk über das andere emporen und ein Konigreich über das andere. Und es werden geschehen Erdbeben hin und wieder, und wird sein teure Zeit und Schrecken. Das ist der Not Anfang. Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch uberantworten vor die Rathauser und Schulen; und ihr musset gestaupet werden und vor Fursten und Konige musset ihr gefuhret werden um meinetwillen zu einem Zeugnis über sie. Und das Evangelium muli zuvor geprediget werden unter alle Volker. Wenn sie euch nun führen und überantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket euch nicht zuvor, sondern was euch zu derselbigen Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist. Es wird aber uberantworten ein Bruder den andern zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emporen wider die Eltern und werden sie helfen toten. Und werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis an das Ende, der wird selig. Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel gesagt hat, daß er stehet, da er nicht soil (wer es lieset, der vernehme es!), alsdann, wer in Judaa ist, der fliehe auf die Berge; und wer auf dem Dache ist, dersteige nicht hernieder ins Haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause; und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Saugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter. Denn in diesen Tagen werden solche Trubsale sein, als sie nie gewesen sind bisher vom Anfang der Kreaturen, die Gott geschaffen hat, und als auch nicht werden wird. Und so der Herr diese Tage nicht verkurzt hatte, wurde kein Mensch selig; aber um der Auserwahlten willen, die er auserwahlet hat, hat er diese Tage verkurzt. Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht. Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, daß sie auch die Auserwahlten verfuhren, so es moglich ware. Ihr aber, sehet euch vor! Siehe, ich hab's euch alles zuvor gesagt. Aber zu der Zeit, nach dieser Trubsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren. Und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krafte der Himmel werden sich bewegen. Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit grolier Kraft und Herrlichkeit. Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine Auserwahlten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende der Himmel. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Blatter gewinnen, so wisset ihr, daß der Sommer nahe ist. Also auch, wenn ihr sehet, daß solches geschiehet, so wisset, daß es nahe vor der Tur ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. Von dem Tage aber und der Stunde weili niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist. Gleich wie ein Mensch, der uber Land zog und lieli sein Haus und gab seinen Knechten Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Turhuter, er sollte wachen. So wachet nun; denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend Oder zu Mitternacht Oder um den Hahnenschrei Oder des Morgens, auf daß er nicht schnell komme und finde euch schlafend. Was ich aber euch sage, das sage ich alien: Wachet!
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

