Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Es geschah aber, da Apollos zu Korinth war, daß Paulus durchwandelte die obern Lander und kam gen Ephesus und fand etliche Junger. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, da ihr glaubig worden seid? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehort, ob ein Heiliger Geist sei. Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft? Sie sprachen: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buüe und sagte dem Volk, daü sie sollten glauben an den, der nach ihm kommen sollte, das ist, an Jesum, daü der Christus sei. Da sie das horeten, lielien sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesu. Und da Paulus die Hande auf sie legete, kam der Heilige Geist auf sie und redeten mit Zungen und weissageten. Und aller der Manner waren bei zwolfen. Er ging aber in die Schule und predigte frei drei Monden lang, lehrete und beredete sie von dem Reich Gottes.
Erste Lesung
Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganz Haus; denn dich habe ich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein; von dem unreinen Vieh aberje ein Paar, das Mannlein und sein Fraulein. Desselbengleichen von den Vogeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein, auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. Denn noch uber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nachte und vertilgen von dem Erdboden alles, was das Wesen hat, das ich gemacht habe. Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. Und er ging in den Kasten mit seinen Sohnen, seinem Weibe und seiner Sohne Weibern vor dem Gewasser der Sintflut. Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vogeln und von allem Gewürm auf Erden gingen zu ihm in den Kasten bei Paaren, je ein Mannlein und Fraulein, wie ihm der HERR geboten hatte. Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewasser der Sintflut auf Erden. In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noah, am siebzehnten Tag des andem Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen dergroften Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, und kam ein Regen auf Erden, vierzig Tage und vierzig Nachte. Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Sohnen, und mit seinem Weibe und seiner Sohne dreien Weibern; dazu allerlei Tier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewurm, das auf Erden kreucht, nach seiner Art und allerlei Vogel nach ihrer Art alles, was fliegen konnte, und alles, was Fittiche hatte. Das ging alles zu Noah in den Kasten bei Paaren, von allem Fleisch, da ein lebendiger Geist innen war und das waren Mannlein und Fraulein von allerlei Fleisch und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloft hinter ihm zu. Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden; und die Wasser wuchsen und huben den Kasten auf und trugen ihn empor fiber der Erde. Also nahm das Gewasser uberhand und wuchs sehr auf Erden, daß der Kasten auf dem Gewasser fuhr. Und das Gewasser nahm uberhand und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewasser fiber die Berge, die bedeckt wurden. Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kreucht, an Vogeln, an Vieh, an Tieren und an allem, das sich reget auf Erden, und an alien Menschen. Alles, was einen lebendigen Odem hatte im Trocknen, das starb. Also ward vertilget alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und auf das Gewurm und auf die Vogel unter dem Himmel: das ward alles von der Erde vertilget. Allein Noah blieb fiber, und was mit ihm in dem Kasten war. Und das Gewasser stund auf Erden hundertundfunfzig Tage.
Erste Lesung
Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganz Haus; denn dich habe ich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein; von dem unreinen Vieh aberje ein Paar, das Mannlein und sein Fraulein. Desselbengleichen von den Vogeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein, auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. Denn noch uber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nachte und vertilgen von dem Erdboden alles, was das Wesen hat, das ich gemacht habe. Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. Und er ging in den Kasten mit seinen Sohnen, seinem Weibe und seiner Sohne Weibern vor dem Gewasser der Sintflut. Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vogeln und von allem Gewürm auf Erden gingen zu ihm in den Kasten bei Paaren, je ein Mannlein und Fraulein, wie ihm der HERR geboten hatte. Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewasser der Sintflut auf Erden. In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noah, am siebzehnten Tag des andem Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen dergroften Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, und kam ein Regen auf Erden, vierzig Tage und vierzig Nachte. Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Sohnen, und mit seinem Weibe und seiner Sohne dreien Weibern; dazu allerlei Tier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewurm, das auf Erden kreucht, nach seiner Art und allerlei Vogel nach ihrer Art alles, was fliegen konnte, und alles, was Fittiche hatte. Das ging alles zu Noah in den Kasten bei Paaren, von allem Fleisch, da ein lebendiger Geist innen war und das waren Mannlein und Fraulein von allerlei Fleisch und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloft hinter ihm zu. Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden; und die Wasser wuchsen und huben den Kasten auf und trugen ihn empor fiber der Erde. Also nahm das Gewasser uberhand und wuchs sehr auf Erden, daß der Kasten auf dem Gewasser fuhr. Und das Gewasser nahm uberhand und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewasser fiber die Berge, die bedeckt wurden. Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kreucht, an Vogeln, an Vieh, an Tieren und an allem, das sich reget auf Erden, und an alien Menschen. Alles, was einen lebendigen Odem hatte im Trocknen, das starb. Also ward vertilget alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und auf das Gewurm und auf die Vogel unter dem Himmel: das ward alles von der Erde vertilget. Allein Noah blieb fiber, und was mit ihm in dem Kasten war. Und das Gewasser stund auf Erden hundertundfunfzig Tage.
Morgengebet — Erste Lesung
Horet mirzu, die ihr der Gerechtigkeit nachjaget, die ihr den HERRN suchet: Schauet den Fels an, davon ihr gehauen seid, und des Brunnens Gruft, daraus ihrgegraben seid. Schauet Abraham an, euren Vater, und Sara, von welcher ihr geboren seid. Denn ich rief ihm, da er noch einzeln war, und segnete ihn und mehrete ihn. Denn der HERR trostet Zion; er trostet alle ihre Wusten und macht ihre Wusten wie Lustgarten und ihre Gefüde wie einen Garten des HERRN, daß man Wonne und Freude drinnen findet, Dank und Lobgesang. Merke auf mich, mein Volk; horet mich, meine Leute! Denn von mirwird ein Gesetz ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Volker gar bald stelien. Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil zeucht aus, und meine Arme werden die Volker richten. Die Inseln harren auf mich und warten auf meinen Arm. Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde! Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden dahinsterben im Nu! Aber mein Heü bleibet ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht verzagen. Horet mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennet, du Volk, in welches Herzen mein Gesetz ist! Furchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmahen, und entsetzet euch nicht, wenn sie euch verzagt machen. Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Wurmer werden sie fressen wie ein wollen Tuch; aber meine Gerechtigkeit bleibet ewiglich und mein Heil fur und fur. Wohlauf, wohlauf, zeuch Macht an, du Arm des HERRN! Wohlauf, wie vorzeiten, von alters her! Bist du nicht der, so die Stolzen ausgehauen und den Drachen verwundet hat? Bistdu nicht, der das Meer der groften, tiefen Wasser austrocknete, der den Grund des Meers zum Wege machte, daß die Erloseten dadurchgingen? Also werden die Erloseten des HERRN wiederkehren und gen Zion kommen mit Ruhm; und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. Ich, ich bin euer Troster. Wer bistdu denn, daß du dich vor Menschen furchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die als Heu verzehret werden, und vergissest des HERRN, der dich gemacht hat, der den Himmel ausbreitete und die Erde grundete? Du aber furchtest dich taglich den ganzen Tag vor dem Grimm des Wuterichs, wenn er vornimmt zu verderben. Wo blieb der Grimm des Wuterichs, da er muftte eilen und umherlaufen, daß er losgabe, und sie nicht starben unter dem Verderben, auch keinen Mangel an Brot hatten? Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer bewegt, daß seine Wellen wüten; sein Name heiftt HERRZebaoth. Ich lege mein Wort in deinen Mund und bedecke dich unter dem Schatten meiner Hande, auf daß ich den Himmel pflanze und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk. Wache auf, wache auf, stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des HERRN den Kelch seines Grimms getrunken hast! Die Hefen des Taumelkelchs hast du ausgetrunken und die Tropfen geleckt. Es war niemand aus alien Kindern, die sie geboren hat, der sie leitete, niemand aus alien Kindern, die sie erzogen hat, der sie bei der Hand nahme. Diese zwei sind dir begegnet; wer trug Leid mit dir? Da war Verstorung, Schaden, Hunger und Schwert; wer sollte dich trosten? Deine Kinder waren verschmachtet; sie lagen auf alien Gassen wie ein verstrickter Hirsch, voll des Zorns vom HERRN und des Scheltens von deinem Gott. Darum hore dies, du Elende und Trunkene ohne Wein! So spricht dein Herrscher, der HERR, und dein Gott, der sein Volk rachet: Siehe, ich nehme den Taumelkelch von deiner Hand samt den Hefen des Kelchs meines Grimms; du sollst ihn nicht mehr trinken, sondern ich will ihn deinen Schindern in die Hand geben, die zu deiner Seele sprachen: Bücke dich, daß wir uberhingehen, und lege deinen Rücken zur Erde und wie eine Gasse, daß man überhinlaufe!
Epistel
So ziehet nun an, als die Auserwahlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesangen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten Oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn.
Erste Lesung
Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganz Haus; denn dich habe ich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein; von dem unreinen Vieh aberje ein Paar, das Mannlein und sein Fraulein. Desselbengleichen von den Vogeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein, auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. Denn noch uber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nachte und vertilgen von dem Erdboden alles, was das Wesen hat, das ich gemacht habe. Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. Und er ging in den Kasten mit seinen Sohnen, seinem Weibe und seiner Sohne Weibern vor dem Gewasser der Sintflut. Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vogeln und von allem Gewürm auf Erden gingen zu ihm in den Kasten bei Paaren, je ein Mannlein und Fraulein, wie ihm der HERR geboten hatte. Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewasser der Sintflut auf Erden. In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noah, am siebzehnten Tag des andem Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen dergroften Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, und kam ein Regen auf Erden, vierzig Tage und vierzig Nachte. Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Sohnen, und mit seinem Weibe und seiner Sohne dreien Weibern; dazu allerlei Tier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewurm, das auf Erden kreucht, nach seiner Art und allerlei Vogel nach ihrer Art alles, was fliegen konnte, und alles, was Fittiche hatte. Das ging alles zu Noah in den Kasten bei Paaren, von allem Fleisch, da ein lebendiger Geist innen war und das waren Mannlein und Fraulein von allerlei Fleisch und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloft hinter ihm zu. Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden; und die Wasser wuchsen und huben den Kasten auf und trugen ihn empor fiber der Erde. Also nahm das Gewasser uberhand und wuchs sehr auf Erden, daß der Kasten auf dem Gewasser fuhr. Und das Gewasser nahm uberhand und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewasser fiber die Berge, die bedeckt wurden. Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kreucht, an Vogeln, an Vieh, an Tieren und an allem, das sich reget auf Erden, und an alien Menschen. Alles, was einen lebendigen Odem hatte im Trocknen, das starb. Also ward vertilget alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und auf das Gewurm und auf die Vogel unter dem Himmel: das ward alles von der Erde vertilget. Allein Noah blieb fiber, und was mit ihm in dem Kasten war. Und das Gewasser stund auf Erden hundertundfunfzig Tage.
Morgengebet — Zweite Lesung
Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich, und seine Junger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrete sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getrostet werden. Selig sind die Sanftmutigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und durstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gottschauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heilien. Selig sind, die urn Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen urn meinetwillen schmahen und verfolgen und reden allerlei Ubles wider euch, so sie daran lugen. Seid frohlich und getrost, es wird euch im Himmel wohl belohnt werden! Denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind. Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der Schriftgelehrten und Pharisaer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht toten; wer aber totet, der soil des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zurnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des hollischen Feuers schuldig. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laft allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versohne dich mitdeinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf dafi dich der Widersacher nicht dermaleinst uberantworte dem Richter, und der Richter uberantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Argert dich aber dein rechtes Auge; so reift es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Argert dich deine rechte Hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soil ihrgeben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freiet, der bricht die Ehe. Ihr habt weiter gehort, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten. Ich aber sage euch, daß ihr allerdinge nicht schworen sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl; noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fuße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie isteines groften Konigs Stadt. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schworen; denn du vermagst nicht ein einiges Haarweift Oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was daruber ist, das ist vom Ubel. Ihr habt gehort, dafi da gesagt ist: Auge urn Auge, Zahn urn Zahn. Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Ubel, sondern so dirjemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laft auch den Mantel. Und so dich jemand notiget eine Meile, so gehe mit ihm zwo. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. Ihr habt gehort, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nachsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tutwohl denen, die euch hassen, bittet fur die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel Denn er laftt seine Sonne aufgehen uber die Bosen und uber die Guten und lasset regnen uber Gerechte und Ungerechte. Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fur Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zollner? Und so ihr euch nur zu euren Brudern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zollner auch also? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Antwortpsalm
HERR, warum trittst du so feme, verbirgest dich zur Zeit der Not? Weil der Gottlose Ubermut treibet, mufi der Elende leiden. Sie hangen sich aneinander und erdenken bose Tücke. Denn der Gottlose ruhmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und lasted den HERRN. Der Gottlose ist so stolz und zornig, daü er nach niemand fraget; in alien seinen Tücken halt er Gott fur nichts. Er fahret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind feme von ihm; er handelt trotzig mit alien seinen Feinden. Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird fur und fur keine Not haben. Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an. Er sitzt und lauert in den Hofen; er erwurget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen. Er lauert im Verborgenen, wie ein Lowe in der Hohle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht. Er zerschlagt und drucket nieder und stofit zu Boden den Armen mit Gewalt. Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, erwird's nimmermehr sehen. Stehe auf, HERR Gott, erhebe deine Hand; vergili der Elenden nicht! Warum soil der Gottlose Gott lastern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach? Du siehest ja, denn du schauestdas Elend und Jammer; es stehet in deinen Handen. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Heifer. Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Bose, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden. Der HERR ist Konig immer und ewiglich; die Heiden mussen aus seinem Land umkommen. Das Verlangen der Elenden horestdu, HERR; ihr Herz ist gewifi, daß dein Ohr drauf merket, daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
Evangelium
Und da er zwolf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem; und seine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, erware unter den Gefahrten, und kamen eine Tagereise und suchten ihn unter den Gefreundeten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden gingen siewiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhorete und sie fragete. Und alle, die ihm zuhoreten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
Antwortpsalm
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. Ach, HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und zuchtige mich nicht in deinem Grimm! HERR, sei mir gnadig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken, und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, du HERR, wie lange! Wende dich, HERR, und errette meine Seele; hilf mir urn deiner Gute willen! Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir in der Holle danken? Ich bin so mude vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht und netze mit meinen Tranen mein Lager. Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt worden; denn ich allenthalben geangstet werde. Weichet von mir, alle Ubeltater; denn der HERR horet mein Weinen, der HERR horet mein Flehen, mein Gebet nimmt der HERR an. Es mussen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken, sich zuruckkehren und zuschanden werden plotzlich.
Antwortpsalm
Die Unschuld Davids, davon ersang dem HERRN von wegen der Worte des Mohren, des Jeminiten. Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott! Hilf mir von alien meinen Verfolgern und errette mich, daß sie nicht wie Lowen meine Seele erhaschen und zerreiften, weil kein Erretter da ist. HERR, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen Handen; hab ich Boses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, Oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschadiget, so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela. auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich uber den Grimm meiner Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast, daß sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm wieder empor. Der HERR ist Richter fiber die Leute. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Frommigkeit. Lali der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fordere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, prufest Herzen und Nieren. Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der taglich drauet. Will man sich nicht bekehren, so hatersein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannet und zielet, und hat drauf gelegt todlich Geschoü; seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben. Siehe, der hat Boses im Sinn, mit Ungluck ist er schwanger; erwird aber einen Fehl gebaren. Er hat eine Grube gegraben und ausgefuhrt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Ungluck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine Scheitel fallen. Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhochsten.
Antwortpsalm
Die Unschuld Davids, davon ersang dem HERRN von wegen der Worte des Mohren, des Jeminiten. Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott! Hilf mir von alien meinen Verfolgern und errette mich, daß sie nicht wie Lowen meine Seele erhaschen und zerreiften, weil kein Erretter da ist. HERR, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen Handen; hab ich Boses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, Oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschadiget, so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela. auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich uber den Grimm meiner Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast, daß sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm wieder empor. Der HERR ist Richter fiber die Leute. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Frommigkeit. Lali der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fordere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, prufest Herzen und Nieren. Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der taglich drauet. Will man sich nicht bekehren, so hatersein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannet und zielet, und hat drauf gelegt todlich Geschoü; seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben. Siehe, der hat Boses im Sinn, mit Ungluck ist er schwanger; erwird aber einen Fehl gebaren. Er hat eine Grube gegraben und ausgefuhrt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Ungluck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine Scheitel fallen. Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhochsten.
Abendgebet — Erste Lesung
Siehe, mein Knecht wird weislich tun und wird erhohet und sehr hoch erhaben sein, daß sich viele uber dir argern werden, weil seine Gestalt haftlicher ist denn anderer Leute und sein Ansehen denn der Menschenkinder. Aber also wird erviel Heiden besprengen, daß auch Konige werden ihren Mund gegen ihm zuhalten. Denn welchen nichts davon verkundiget ist, dieselben werden's mit Lust sehen, und die nichts davon gehoret haben, die werden's merken. Aber wer glaubt unserer Predigt, und wem wird der Arm des HERRN offenbaret? Denn er schiefit auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus durrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt noch Schone; wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hatte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn fur den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert ware. Aber er ist urn unserer Missetat willen verwundet und urn unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hatten, und durch seine Wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummet vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. Er ist aber aus der Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Lange ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er urn die Missetat meines Volks geplagt war. Und er ist begraben wie die Gottlosen und gestorben wie ein Reicher, wiewohl er niemand unrecht getan hat, noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Lange leben; und des HERRN Vomehmen wird durch seine Hand fortgehen. Darum daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er tragt ihre Sunde. Darum will ich ihm grolie Menge zur Beute geben, und er soil die Starken zum Raube haben, darum daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Ubeltatern gleich gerechnet ist und er vieler Sunde getragen hat und fur die Ubeltater gebeten.
Zweite Lesung
Danach zog Jesus umher in Galilaa denn er wollte nicht in Judaa umherziehen, darum daß ihm die Juden nach dem Leben stelleten. Es war aber nahe der Juden Fest, der Laubrust. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judaa, auf daß auch deine Junger sehen die Werke, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust du solches, so offenbare dich vor der Welt. Denn auch seine Bruder glaubten nicht an ihn. Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht hier; eure Zeit aber ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasset sie; denn ich zeuge von ihr, daß ihre Werke bose sind. Gehet ihr hinauf auf dieses Fest. Ich will noch nicht hinaufgehen auf dieses Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfullet. Da er aber das zu ihnen gesagt, blieb er in Galilaa. Als aber seine Bruder waren hinaufgegangen, da ging erauch hinauf zu dem Fest, nicht offenbarlich, sondern gleich heimlich. Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der? Und eswarein graft Gemurmel von ihm unter dem Volk. Etliche sprachen: Er ist, fromm. Die andern aber sprachen: Nein, sondern er verfuhret das Volk. Niemand aber redete frei von ihm urn der Furcht willen vor den Juden. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrete. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat? Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. So jemand will des Willen tun, derwird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, Oder ob ich von mir selbst rede. Wer von ihm selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber suchet die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm. Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Und niemand unter euch tut das Gesetz. Warum suchet ihr mich zu toten? Das Volk antwortete und sprach: Du hast den Teufel; wer suchet dich zu toten? Jesus antwortete und sprach: Ein einiges Werk habe ich getan, und es wundert euch alle. Mose hat euch darum gegeben die Beschneidung, nicht daß sie von Mose kommt, sondern von den Vatern; noch beschneidet ihr den Menschen am Sabbat. So ein Mensch die Beschneidung annimmt am Sabbat, auf daß nicht das Gesetz Mose's gebrochen werde, zürnet ihr denn über mich, daß ich den ganzen Menschen habe am Sabbat gesund gemacht? Richtet nicht nach dem Ansehen sondern richtet ein recht Gericht! Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie suchten zu toten? Und siehe zu, er redet frei, und sie sagen ihm nichts. Erkennen unsere Obersten nun gewift, daß er gewift Christus sei? Doch wir wissen, von wannen dieser ist; wenn aber Christus kommen wird, so wird niemand wissen, von wannen er ist. Da rief Jesus im Tempel, lehrete und sprach: Ja, ihr kennet mich und wisset, von wannen ich bin; und von mir selbst bin ich nicht kommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht kennet. Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt. Da suchten sie ihn zu greifen. Aber niemand legte die Hand an ihn; denn seine Stunde war noch nicht kommen. Aber viele vom Volk glaubten an ihn und sprachen: Wenn Christus kommen wird; wird erauch mehr Zeichen tun, denn dieser tut? Und es kam vor die Pharisaer, daß das Volk solches von ihm murmelte. Da sandten die Pharisaer und Hohenpriester Knechte aus, daß sie ihn griffen. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und da ich bin, konnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden untereinander: Wo will dieser hingehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er unter die Griechen gehen, die hin und her zerstreuet liegen, und die Griechen lehren? Was ist das fur eine Rede, daß er saget: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, da konnet ihr nicht hinkommen? Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da durstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Strome des lebendigen Wassers flieften. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklaret. Viele nun vom Volk, die diese Rede horeten, sprachen: Dieser ist ein rechter Prophet. Die andern sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soli Christus aus Galilaa kommen? Spricht nicht die Schrift, von dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, solle Christus kommen? Also ward eine Zwietracht unter dem Volk uber ihm. Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn. Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisaern. Und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Es hat nie kein Mensch also geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisaer: Seid ihr auch verfuhret? Glaubet auch irgendein Oberster Oder Pharisaer an ihn? Sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht. Sprichtzu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher einer unter ihnen war: Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhoret und erkennet, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galilaer? Forsche und siehe, aus Galilaa stehet kein Prophet auf. Und ein jeglicher ging also heim.
Zweite Lesung
Wisset ihr nicht, liebe Brüder (denn ich rede mit denen, die das Gesetz wissen), daß das Gesetz herrschet fiber den Menschen, solange er lebet? Denn ein Weib, das unter dem Manne ist, dieweil der Mann lebet, ist sie gebunden an das Gesetz; so aber der Mann stirbt, so ist sie los vom Gesetz, das den Mann betrifft. Wo sie nun bei einem andern Manne ist, weil der Mann lebet, wird sie eine Ehebrecherin geheiften; so aber der Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wo sie bei einem andern Manne ist. Also auch, meine Brüder, ihr seid getotet dem Gesetz durch den Leib Christi, daß ihr bei einem andern seid, namlich bei dem, der von den Toten auferwecket ist, auf daß wir Gott Frucht bringen. Denn da wir im Fleisch waren, da waren die sündlichen Lüste, welche durchs Gesetz sich erregten, kraftig in unsern Gliedern, dem Tode Frucht zu bringe. Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Was wollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sunde? Das sei feme! Aber die Sunde erkannte ich nicht ohne durchs Gesetz. Denn ich wuftte nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht hatte gesagt: Laft dich nicht gelüsten! Da nahm aber die Sunde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust. Denn ohne das Gesetz war die Sunde tot. Ich aber lebte etwa ohne Gesetz. Da aber das Gebot kam, ward die Sunde wieder lebendig. Ich aber starb; und es befand sich, daß das Gebot mir zum Tode gereichte, das mir doch zum Leben gegeben war. Denn die Sunde nahm Ursache am Gebot und betrog mich und totete mich durch dasselbige Gebot. Das Gesetz istje heilig, und das Gebot ist heilig, recht und gut. Ist denn, was da gut ist, mir ein Tod worden? Das sei feme! Aber die Sunde, auf daß sie erscheine, wie sie Sunde ist, hat sie mir durch das Gute den Tod gewirket, auf daß die Sunde würde uberaus sündig durchs Gebot. Denn wirwissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sunde verkauft. Denn ich weift nicht, was, ich tue; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das tue ich. So ich aber das tue, was ich nicht will, so willige ich, daß das Gesetz gut sei. So tue nun ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mirwohnet. Denn ich weift, daß in mir, das ist, in meinem Fleische, wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht, Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Bose, das ich nicht will, das tue ich. So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mir wohnet. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daü mir das Bose anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sunde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. Ich elender Mensch, wer wird mich erlosen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn. So diene ich nun mit dem Gemute dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetze der Sunde.
Zweite Lesung
Derhaiben, wie durch einen Menschen die Sunde ist kommen in die Welt und der Tod durch die Sunde, und ist also der Tod zu alien Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesundiget haben; (denn die Sunde warwohl in der Welt bisauf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sunde nicht, sondern der Tod herrschte von Adam an bis auf Mose, auch uber die, die nicht gesundiget haben mit gieicher Ubertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der zukunftig war. Aber nicht halt sich's mit der Gabe wie mit der Sunde. Denn so an eines Sunde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einigen Menschen, Jesu Christi. Und nicht ist die Gabe allein uber eine Sunde wie durch des einigen Sunders einige Sunde alles Verderben. Denn das Urteil ist kommen aus einer Sunde zur Verdammnis; die Gabe aber hilftauch aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. Denn so um des einigen Sunde willen der Tod geherrschet hat durch den einen, viel mehr werden die, so da empfangen die Fülle der Gnade und der Gabe zur Gerechtigkeit, herrschen im Leben durch einen, Jesum Christum): wie nun durch eines Sunde die Verdammnis uber alle Menschen kommen ist, also ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen kommen. Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viel Sunder worden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechte. Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf dati die Sunde machtiger würde. Wo aber die Sunde machtig worden ist, da ist doch die Gnade viel machtiger worden, auf daß, gleichwie die Sunde geherrschet hat zu dem Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern Herrn.
Zweite Lesung
Dieweil wir nun solche Verheüiung haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. Fasset uns! Wir haben niemand Leid getan; wir haben niemand verletzt; wir haben niemand ubervorteilet. Nicht sage ich solches, euch zu verdammen; denn ich habe droben zuvor gesagt, daü ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. Ich rede mit grower Freudigkeit zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllet mit Trost; ich bin überschwenglich in Freuden in aller unserer Trübsal. Denn da wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern allenthalben waren wir in Trübsal: auswendig Streit, inwendig Furcht. Aber Gott, der die Geringen trostet, der trostete uns durch die Ankunft des Titus. Nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, damit er getrostet war an euch, und verkündigte uns euer Verlangen, euer Weinen, euren Eifer urn mich, also dafi ich mich noch mehr freuete. Denn dafi ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reuet mich nicht. Und ob's mich reuete, so ich aber sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübt hat, so freue ich mich doch nun, nicht daruber, daß ihr seid betrübt worden, sondern daß ihr seid betrübt worden zur Reue. Denn ihr seid gottlich betrübt worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen nehmet.
Evangelium
Danach zog Jesus umher in Galilaa denn er wollte nicht in Judaa umherziehen, darum daß ihm die Juden nach dem Leben stelleten. Es war aber nahe der Juden Fest, der Laubrust. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judaa, auf daß auch deine Junger sehen die Werke, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust du solches, so offenbare dich vor der Welt. Denn auch seine Bruder glaubten nicht an ihn. Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht hier; eure Zeit aber ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasset sie; denn ich zeuge von ihr, daß ihre Werke bose sind. Gehet ihr hinauf auf dieses Fest. Ich will noch nicht hinaufgehen auf dieses Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfullet. Da er aber das zu ihnen gesagt, blieb er in Galilaa. Als aber seine Bruder waren hinaufgegangen, da ging erauch hinauf zu dem Fest, nicht offenbarlich, sondern gleich heimlich. Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der? Und eswarein graft Gemurmel von ihm unter dem Volk. Etliche sprachen: Er ist, fromm. Die andern aber sprachen: Nein, sondern er verfuhret das Volk. Niemand aber redete frei von ihm urn der Furcht willen vor den Juden. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrete. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat? Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. So jemand will des Willen tun, derwird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, Oder ob ich von mir selbst rede. Wer von ihm selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber suchet die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm. Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Und niemand unter euch tut das Gesetz. Warum suchet ihr mich zu toten? Das Volk antwortete und sprach: Du hast den Teufel; wer suchet dich zu toten? Jesus antwortete und sprach: Ein einiges Werk habe ich getan, und es wundert euch alle. Mose hat euch darum gegeben die Beschneidung, nicht daß sie von Mose kommt, sondern von den Vatern; noch beschneidet ihr den Menschen am Sabbat. So ein Mensch die Beschneidung annimmt am Sabbat, auf daß nicht das Gesetz Mose's gebrochen werde, zürnet ihr denn über mich, daß ich den ganzen Menschen habe am Sabbat gesund gemacht? Richtet nicht nach dem Ansehen sondern richtet ein recht Gericht! Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie suchten zu toten? Und siehe zu, er redet frei, und sie sagen ihm nichts. Erkennen unsere Obersten nun gewift, daß er gewift Christus sei? Doch wir wissen, von wannen dieser ist; wenn aber Christus kommen wird, so wird niemand wissen, von wannen er ist. Da rief Jesus im Tempel, lehrete und sprach: Ja, ihr kennet mich und wisset, von wannen ich bin; und von mir selbst bin ich nicht kommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht kennet. Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt. Da suchten sie ihn zu greifen. Aber niemand legte die Hand an ihn; denn seine Stunde war noch nicht kommen. Aber viele vom Volk glaubten an ihn und sprachen: Wenn Christus kommen wird; wird erauch mehr Zeichen tun, denn dieser tut? Und es kam vor die Pharisaer, daß das Volk solches von ihm murmelte. Da sandten die Pharisaer und Hohenpriester Knechte aus, daß sie ihn griffen. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und da ich bin, konnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden untereinander: Wo will dieser hingehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er unter die Griechen gehen, die hin und her zerstreuet liegen, und die Griechen lehren? Was ist das fur eine Rede, daß er saget: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, da konnet ihr nicht hinkommen? Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da durstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Strome des lebendigen Wassers flieften. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklaret. Viele nun vom Volk, die diese Rede horeten, sprachen: Dieser ist ein rechter Prophet. Die andern sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soli Christus aus Galilaa kommen? Spricht nicht die Schrift, von dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, solle Christus kommen? Also ward eine Zwietracht unter dem Volk uber ihm. Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn. Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisaern. Und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Es hat nie kein Mensch also geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisaer: Seid ihr auch verfuhret? Glaubet auch irgendein Oberster Oder Pharisaer an ihn? Sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht. Sprichtzu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher einer unter ihnen war: Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhoret und erkennet, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galilaer? Forsche und siehe, aus Galilaa stehet kein Prophet auf. Und ein jeglicher ging also heim.
Abendgebet — Zweite Lesung
Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir auch einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade darinnen wir stehen, und ruhmen uns der Hoffnung der zukunftigen Herrlichkeit die Gott geben soil. Nicht allein aber das, sondern wir ruhmen uns auch der Trubsale dieweil wirwissen, dad Trubsal Geduld bringet. Geduld aber bringet Erfahrung, Erfahrung aber bringet Hoffnung, Hoffnung aber laftt nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist fur uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um des Rechtes willen; um etwas Gutes willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, dad Christus fur uns gestorben ist, da wir noch Sunder waren. So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Denn so wir Gott versohnet sind durch den Tod seines Sohns, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versohnet sind. Nicht aliein aber das, sondern wir ruhmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir nun die Versohnung empfangen haben. Derhaiben, wie durch einen Menschen die Sunde ist kommen in die Welt und der Tod durch die Sunde, und ist also der Tod zu alien Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesundiget haben; (denn die Sunde warwohl in der Welt bisauf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sunde nicht, sondern der Tod herrschte von Adam an bis auf Mose, auch uber die, die nicht gesundiget haben mit gieicher Ubertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der zukunftig war. Aber nicht halt sich's mit der Gabe wie mit der Sunde. Denn so an eines Sunde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einigen Menschen, Jesu Christi. Und nicht ist die Gabe allein uber eine Sunde wie durch des einigen Sunders einige Sunde alles Verderben. Denn das Urteil ist kommen aus einer Sunde zur Verdammnis; die Gabe aber hilftauch aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. Denn so um des einigen Sunde willen der Tod geherrschet hat durch den einen, viel mehr werden die, so da empfangen die Fülle der Gnade und der Gabe zur Gerechtigkeit, herrschen im Leben durch einen, Jesum Christum): wie nun durch eines Sunde die Verdammnis uber alle Menschen kommen ist, also ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen kommen. Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viel Sunder worden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechte. Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf dati die Sunde machtiger würde. Wo aber die Sunde machtig worden ist, da ist doch die Gnade viel machtiger worden, auf daß, gleichwie die Sunde geherrschet hat zu dem Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern Herrn.
Evangelium
Da nun Jesus horete, daß Johannes überantwortet war, zog er in das galilaische Land. und verlieli die Stadt Nazareth, kam und wohnete zu Kapernaum, die da liegt am Meer, an den Grenzen Zabulons und Nephthalims, auf daß erfullet wurde, was da gesagt istdurch den Propheten Jesaja, der da spricht: Das Land Zabulon und das Land Nephtalim am Wege des Meers, jenseit des Jordans, und das heidnische Galilaa, das Volk, das in Finsternis saü, hat ein groües Licht gesehen, und die da salien am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen. Von der Zeit an fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Bulie; das Himmelreich ist nahe herbeikommen! Als nun Jesus an dem Galilaischen Meer ging, sah erzwei Bruder, Simon, der da heilit Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; sich will euch zu Menschenfischern machen. Bald verlielien sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da er von dannen furbaü ging, sah er zwei andere Bruder, Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedaus, daß sie ihre Netze flickten; und er rief sie. Bald verlielien sie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach. Und Jesus ging umher im ganzen galilaischen Lande, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und Krankheit im Volk. Und sein Gerucht erscholl in das ganze Syrienland. Und sie brachten zu ihm allerlei Kranke, mit mancherlei Seuchen und Qual behaftet, die Besessenen die Mondsuchtigen und die Gichtbrüchigen; und er machte sie alle gesund. Und es folgete ihm nach viel Volks aus Galilaa, aus den zehn Stadten, von Jerusalem, aus dem judischen Lande und von jenseit des Jordans.
Evangelium
Des andern Tages siehet Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde tragt! Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und ich kannte ihn nicht, sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich kommen, zu taufen mit Wasser. Und Johannes zeugete und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhrwie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, derselbige sprach zu mir: Uber welchen, du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, derselbige ist's, der mit dem Heiligen Geist taufet. Und ich sah es und zeugete, daß dieser ist Gottes Sohn.
Evangelium
Danach zog Jesus umher in Galilaa denn er wollte nicht in Judaa umherziehen, darum daß ihm die Juden nach dem Leben stelleten. Es war aber nahe der Juden Fest, der Laubrust. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judaa, auf daß auch deine Junger sehen die Werke, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust du solches, so offenbare dich vor der Welt. Denn auch seine Bruder glaubten nicht an ihn. Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht hier; eure Zeit aber ist allewege. Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasset sie; denn ich zeuge von ihr, daß ihre Werke bose sind. Gehet ihr hinauf auf dieses Fest. Ich will noch nicht hinaufgehen auf dieses Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfullet. Da er aber das zu ihnen gesagt, blieb er in Galilaa. Als aber seine Bruder waren hinaufgegangen, da ging erauch hinauf zu dem Fest, nicht offenbarlich, sondern gleich heimlich. Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der? Und eswarein graft Gemurmel von ihm unter dem Volk. Etliche sprachen: Er ist, fromm. Die andern aber sprachen: Nein, sondern er verfuhret das Volk. Niemand aber redete frei von ihm urn der Furcht willen vor den Juden. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrete. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat? Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. So jemand will des Willen tun, derwird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, Oder ob ich von mir selbst rede. Wer von ihm selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber suchet die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm. Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Und niemand unter euch tut das Gesetz. Warum suchet ihr mich zu toten? Das Volk antwortete und sprach: Du hast den Teufel; wer suchet dich zu toten? Jesus antwortete und sprach: Ein einiges Werk habe ich getan, und es wundert euch alle. Mose hat euch darum gegeben die Beschneidung, nicht daß sie von Mose kommt, sondern von den Vatern; noch beschneidet ihr den Menschen am Sabbat. So ein Mensch die Beschneidung annimmt am Sabbat, auf daß nicht das Gesetz Mose's gebrochen werde, zürnet ihr denn über mich, daß ich den ganzen Menschen habe am Sabbat gesund gemacht? Richtet nicht nach dem Ansehen sondern richtet ein recht Gericht! Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie suchten zu toten? Und siehe zu, er redet frei, und sie sagen ihm nichts. Erkennen unsere Obersten nun gewift, daß er gewift Christus sei? Doch wir wissen, von wannen dieser ist; wenn aber Christus kommen wird, so wird niemand wissen, von wannen er ist. Da rief Jesus im Tempel, lehrete und sprach: Ja, ihr kennet mich und wisset, von wannen ich bin; und von mir selbst bin ich nicht kommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht kennet. Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt. Da suchten sie ihn zu greifen. Aber niemand legte die Hand an ihn; denn seine Stunde war noch nicht kommen. Aber viele vom Volk glaubten an ihn und sprachen: Wenn Christus kommen wird; wird erauch mehr Zeichen tun, denn dieser tut? Und es kam vor die Pharisaer, daß das Volk solches von ihm murmelte. Da sandten die Pharisaer und Hohenpriester Knechte aus, daß sie ihn griffen. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und da ich bin, konnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Juden untereinander: Wo will dieser hingehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er unter die Griechen gehen, die hin und her zerstreuet liegen, und die Griechen lehren? Was ist das fur eine Rede, daß er saget: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, da konnet ihr nicht hinkommen? Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da durstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubet, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Strome des lebendigen Wassers flieften. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklaret. Viele nun vom Volk, die diese Rede horeten, sprachen: Dieser ist ein rechter Prophet. Die andern sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soli Christus aus Galilaa kommen? Spricht nicht die Schrift, von dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, solle Christus kommen? Also ward eine Zwietracht unter dem Volk uber ihm. Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn. Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisaern. Und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Es hat nie kein Mensch also geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisaer: Seid ihr auch verfuhret? Glaubet auch irgendein Oberster Oder Pharisaer an ihn? Sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht. Sprichtzu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher einer unter ihnen war: Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhoret und erkennet, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galilaer? Forsche und siehe, aus Galilaa stehet kein Prophet auf. Und ein jeglicher ging also heim.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

