Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Römer 7:13-25

Ist denn, was da gut ist, mir ein Tod worden? Das sei feme! Aber die Sunde, auf daß sie erscheine, wie sie Sunde ist, hat sie mir durch das Gute den Tod gewirket, auf daß die Sunde würde uberaus sündig durchs Gebot. Denn wirwissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sunde verkauft. Denn ich weift nicht, was, ich tue; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das tue ich. So ich aber das tue, was ich nicht will, so willige ich, daß das Gesetz gut sei. So tue nun ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mirwohnet. Denn ich weift, daß in mir, das ist, in meinem Fleische, wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht, Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Bose, das ich nicht will, das tue ich. So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mir wohnet. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daü mir das Bose anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sunde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. Ich elender Mensch, wer wird mich erlosen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn. So diene ich nun mit dem Gemute dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetze der Sunde.

Erste Lesung

1. Mose 28

Da rief Isaak seinem Sohn Jakob und segnete ihn; und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Tochtern Kanaans; sondern mach dich auf und zeuch in Mesopotamien zu Bethuels, deiner Mutter Vaters, Haus und nimm dir ein Weib daselbst von den Tochtern Labans, deiner Mutter Bruders. Aber der allmachtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdest ein Haufen Volker; und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, daß du besitzest das Land, da du Fremdling innen bist, das Gott Abraham gegeben hat. Also fertigte Isaak den Jakob, daß er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter. Als nun Esau sah, daß Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertiget nach Mesopotamien, daß er daselbst ein Weib nahme, und daß, indem er ihn gesegnet, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Tochtern Kanaans, und daß Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog, sah auch, dafi Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Tochter Kanaans: ging er hin zu Ismael und nahm uber die Weiber, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe. Aber Jakob zog aus von Bersaba und reisete gen Haran. Und kam an einen Ort, da blieb er uber Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen Haupten und legte sich an demselbigen Ort schlafen. Und ihm traumete, und siehe, eine Leiter stund auf Erden, die ruhrete mit der Spitze an den Himmel; und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und der HERR stund oben drauf und sprach: Ich bin der HERR, Abrahams, deines Vaters, Gott und Isaaks Gott. Das Land, da du auf liegest, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Same soil werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen den Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behuten, wo du hinzeuchst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis daß ich tue alles, was ich dir geredet habe. Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewiftlich ist der HERR an diesem Ort, und ich wuftte es nicht. Und furchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Statte! Hie ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hie ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stund des Morgens fruhe auf und nahm den Stein, den er zu seinen Haupten geiegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mai und goft 01 oben drauf. Und hieft die Statte Bethel; vorhin hieft sonst die Stadt Lus. Und Jakob tat ein Gelubde und sprach: So Gott wird mit mir sein und mich behuten auf dem Wege, den ich reise, und Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen, und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soli der HERR mein Gott sein, und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mai, soil ein Gotteshaus werden; und alles, was du mir gibst, des will ich dir den Zehnten geben.

Erste Lesung

1. Mose 29:1-30

Da hub Jakob seine Füfte auf und ging in das Land, das gegen Morgen liegt, und sah sich urn, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde; und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei, denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu tranken, und lag ein grafter Stein vor dem Loch des Brunnens. Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu walzen und die Schafe zu tranken, und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Statte. Und Jakob sprach zu ihnen: Lieben Bruder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran. Er sprach zu ihnen: Kennet ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl. Er sprach: Gehet es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es gehet ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen. Er sprach: Es ist noch hoch Tag und ist noch nicht Zeit, das Vieh einzutreiben; tranket die Schafe und gehet hin und weidet sie. Sie antworteten: Wir konnen nicht, bis daß alle Herden zusammengebracht werden, und wir den Stein von des Brunnens Loch walzen und also die Schafe tranken. Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters, denn sie hütete der Schafe. Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, seiner Mutter Bruders, und die Schafe Labans, seiner Mutter Bruders, trat er hinzu und walzte den Stein von dem Loch des Brunnens und trankte die Schafe Labans, seiner Mutter Bruders. Und kussete Rahel und weinete laut und sagte ihr an, daß er ihres Vaters Bruder ware und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater an. Da aber Laban horete von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzete und kussete ihn und führete ihn in sein Haus. Da erzahlete er dem Laban alle diese Sache. Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Bein und Fleisch. Und da er nun einen Mond lang bei ihm gewesen war, sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soil dein Lohn sein? Laban aber hatte zwo Tochter: die alteste hieft Lea, und die jungste hieft Rahel. Aber Lea hatte ein blodes Gesicht; Rahel war hubsch und schon. Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jungste Tochter, dienen. Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir denn einem andern; bleibe bei mir. Also dienete Jakob um Rahel sieben Jahre, und deuchten ihn, als waren es einzelne Tage, so lieb hatte er sie. Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib; denn die Zeit ist hie, dad ich beiliege. Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl. Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm hinein; und er lag bei ihr. Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd. Des Morgens aber siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedienet? Warum hast du mich denn betrogen? Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm Lande, daü man die jungste ausgebe vor der altesten. Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst. Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine Tochter, zum Weibe. Und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd. Also lag er auch bei mit Rahel und hatte Rahel lieber denn Lea; und dienete bei ihm furder die andern sieben Jahre.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Mose 1:1-2:4

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebete auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dati das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen derandere Tag. Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an sondere Oder, daß man das Trockene sehe. Und es geschah also. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Baume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei ihm selbst auf Erden. Und es geschah also. Und die Erde lieft aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Baume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. Und Gott sprach: Eswerden Lichterander Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre; und seien Lichter an der Feste des Himmels, daß sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. Und Gott machte zwei grofte Lichter: ein graft Licht, das den Tag regiere, und ein klein Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren und mit Gevogel, das auf Erden unter der Feste des Himmels fliege. Und Gott schuf grofte Walfische und allerlei Tier, das da lebet und webet und vom Wasser erreget ward, ein jegliches nach seiner Art; und allerlei gefiedertes Gevogel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer; und das Gevogel mehre sich auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der funfte Tag. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tier auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Laftt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vogel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kreucht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie ein Mannlein und Fraulein. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrschet über Fische im Meer und über Vogel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kreucht. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamet, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare Baume und Baume, die sich besamen, zu eurer Speise, und allem Tier auf Erden und alien Vogeln unter dem Himmel und allem Gewürme, das da Leben hat auf Erden, daß sie allerlei grün Kraut essen. Und es geschah also. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhete am siebenten Tage von alien seinen Werken, die er machte; und segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von alien seinen Werken, die Gott schuf und machte. Also ist Himmel und Erde worden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte

Epistel

1. Korinther 9:24-27;10:1-5

Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet! Ein jeglicher aber, der da kampfet, enthalt sich alles Dinges: jene also, daß sie eine vergangliche Krone empfangen, wir aber eine unvergangliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als, der in die Luft streichet, sondern ich betaube meinen Leib und zahme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, daß unsere Vater sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen und sind alle unter Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meer; und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie sind niedergeschlagen in der Wuste.

Erste Lesung

1. Mose 28

Da rief Isaak seinem Sohn Jakob und segnete ihn; und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Tochtern Kanaans; sondern mach dich auf und zeuch in Mesopotamien zu Bethuels, deiner Mutter Vaters, Haus und nimm dir ein Weib daselbst von den Tochtern Labans, deiner Mutter Bruders. Aber der allmachtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdest ein Haufen Volker; und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, daß du besitzest das Land, da du Fremdling innen bist, das Gott Abraham gegeben hat. Also fertigte Isaak den Jakob, daß er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter. Als nun Esau sah, daß Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertiget nach Mesopotamien, daß er daselbst ein Weib nahme, und daß, indem er ihn gesegnet, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Tochtern Kanaans, und daß Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog, sah auch, dafi Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Tochter Kanaans: ging er hin zu Ismael und nahm uber die Weiber, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe. Aber Jakob zog aus von Bersaba und reisete gen Haran. Und kam an einen Ort, da blieb er uber Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen Haupten und legte sich an demselbigen Ort schlafen. Und ihm traumete, und siehe, eine Leiter stund auf Erden, die ruhrete mit der Spitze an den Himmel; und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und der HERR stund oben drauf und sprach: Ich bin der HERR, Abrahams, deines Vaters, Gott und Isaaks Gott. Das Land, da du auf liegest, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Same soil werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen den Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behuten, wo du hinzeuchst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis daß ich tue alles, was ich dir geredet habe. Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewiftlich ist der HERR an diesem Ort, und ich wuftte es nicht. Und furchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Statte! Hie ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hie ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stund des Morgens fruhe auf und nahm den Stein, den er zu seinen Haupten geiegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mai und goft 01 oben drauf. Und hieft die Statte Bethel; vorhin hieft sonst die Stadt Lus. Und Jakob tat ein Gelubde und sprach: So Gott wird mit mir sein und mich behuten auf dem Wege, den ich reise, und Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen, und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soli der HERR mein Gott sein, und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mai, soil ein Gotteshaus werden; und alles, was du mir gibst, des will ich dir den Zehnten geben.

Morgengebet — Zweite Lesung

Offenbarung 21:1-9

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, zubereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und horete eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen! Und erwird bei ihnen wohnen; und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tranen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerzen wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewif L Und er sprach zu mir: Es istgeschehen. Ich bin das A und das O der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunn des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet der wird's alles ererben; und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Den Verzagten aber und Unglaubigen, den Greulichen und Totschlagern und Hurern und Zauberern und Abgottischen und alien Lugnern, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennet, welches ist der andere Tod. Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll hatten der letzten sieben Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes.

Antwortpsalm

Psalmen 42

Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Meine Tranen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man taglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Wenn ich denn des inne werde, so schutte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mitdem Haufen und mit ihnen wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die dafeiern. Was betrubest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. Mein Gott, betrubt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg. Deine Fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der HERR hat des Tages verheifien seine Gute, und des Nachts singe ich ihm und bete zu Gott meines Lebens. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muü ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dranget? Es ist als ein Mord in meinen Beinen, daß mich meine Feinde schmahen, wenn sie taglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Was betrubest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Evangelium

Matthäus 20:1-16

Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiterzu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt müßig stehen und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soil euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Erantwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleichwie dir. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gutig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwahlet.

Antwortpsalm

Psalmen 31

Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, auf dich traue ich. Lafi mich nimmermehr zuschanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit! Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest. Denn du bist mein Fels und meine Burg, und urn deines Namens willen wollest du mich leiten und fuhren. Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellet haben; denn du bist meine Starke. In deine Hande befehle ich meinen Geist; du hast mich erloset, HERR, du treuer Gott. Ich hasse, die da halten auf lose Lehre; ich hoffe aber auf den HERRN. Ich freue mich und bin frohlich uber deiner Güte, daß du mein Elend ansiehest und erkennest meine Seele in der Not und übergibst mich nicht in die Hande des Feindes; du stellest meine Fulie auf weiten Raum. HERR, sei mir gnadig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Bauch. Denn mein Leben hat abgenommen vor Trubnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. Es gehet mir so libel, daß ich bin eine grofie Schmach worden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin worden wie ein zerbrochen Gefali. Denn viele schelten mich libel, daß jedermann sich vor mir scheuet; sie ratschlagen miteinander fiber mich und denken mir das Leben zu nehmen. Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott. Meine Zeit stehet in deinen Handen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Lali leuchten dein Antlitz liber deinen Knecht; hilf mir durch deine Güte! HERR, lali mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen müssen zuschanden und geschweiget werden in der Holle. Verstummen müssen falsche Mauler, die da reden wider den Gerechten, steif, stolz und hohnisch. Wie grofi ist deine Güte, die du verborgen hast denen, die dich fürchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen. Du verbirgest sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckest sie in der Hutte vor den zankischen Zungen. Gelobet sei der HERR, daü er hat eine wunderliche Gute mir bewiesen in einer festen Stadt! Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoften; dennoch horetest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie. Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Glaubigen behutet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übet. Seid getrost und unverzagt, alle, die ihrdes HERRN harret!

Antwortpsalm

Psalmen 28

Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zur dir, HERR, mein Hort, so schweige mir nicht, auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die Holle fahren. Hore die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dirschreie, wenn ich meine Hande aufhebe zu deinem heiligen Chor. Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen und unter den Ubeltatern, die freundlich reden mit ihrem Nachsten und haben Boses im Herzen. Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem bosen Wesen; gib ihnen, nach den Werken ihrer Hande; vergilt ihnen, was sie verdienet haben! Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hande; darum wird er sie zerbrechen und nicht bauen. Gelobet sei der HERR; denn er hat erhoret die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Starke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz istfrohlich, und ich will ihm danken mit meinem Liede. Der HERR ist ihre Starke; er ist die Starke, die seinem Gesalbten hilft. Hilf deinem Volk und segne dein Erbe; und weide sie und erhohe sie ewiglich!

Antwortpsalm

Psalmen 28

Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zur dir, HERR, mein Hort, so schweige mir nicht, auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die Holle fahren. Hore die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dirschreie, wenn ich meine Hande aufhebe zu deinem heiligen Chor. Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen und unter den Ubeltatern, die freundlich reden mit ihrem Nachsten und haben Boses im Herzen. Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem bosen Wesen; gib ihnen, nach den Werken ihrer Hande; vergilt ihnen, was sie verdienet haben! Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hande; darum wird er sie zerbrechen und nicht bauen. Gelobet sei der HERR; denn er hat erhoret die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Starke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz istfrohlich, und ich will ihm danken mit meinem Liede. Der HERR ist ihre Starke; er ist die Starke, die seinem Gesalbten hilft. Hilf deinem Volk und segne dein Erbe; und weide sie und erhohe sie ewiglich!

Abendgebet — Erste Lesung

1. Mose 2:4

Also ist Himmel und Erde worden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte

Zweite Lesung

2. Petrus 2

Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die neben einfuhren werden verderbliche Sekten und verleugnen den Herrn, dersie erkauft hat, und werden uber sich selbst führen eine schnelle Verdammnis. Und viele werden nachfolgen ihrem Verderben; durch welche wird der Weg der Wahrheit verlastert werden. Und durch Geiz mit erdichteten Worten werden sie an euch hantieren; von welchen das Urteil von lange her nicht saumig ist, und ihre Verdammnis schlaft nicht. Denn so Gott der Engel, die gesundiget haben, nicht verschonet hat, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis zur Holle verstoi Len und ubergeben, dafi sie zum Gerichte behalten werden; und hat nicht verschonet der vorigen Welt, sondern bewahrete Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, selbachte und fuhrete die Sintflut uber die Welt der Gottlosen; und hat die Stadte Sodom und Gomorra zu Asche gemacht, umgekehret und verdammt, damit ein Exempel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen wurden; und hat erloset den gerechten Lot, welchem die schandlichen Leute alles Leid taten mit ihrem unzüchtigen Wandel; denn dieweil er gerecht war und unter ihnen wohnete, daß er's sehen und horen mulite, qualten sie die gerechte Seele von Tag zu Tage mit ihren ungerechten Werken. Der Herr weü J die Gottseligen aus der Versuchung zu erlosen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichtes, zu peinigen; allermeist aber die, so da wandeln nach dem Fleisch in der unreinen Lust und die Herrschaft verachten, turstig, eigensinnig, nicht erzittern, die Majestaten zu lastern, so doch die Engel, die groliere Starke und Macht haben, nicht ertragen das lasterliche Gericht wider sich vom Herrn. Aber sie sind wie die unvemünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, dafi sie gefangen und geschlachtet werden, lastern, da sie nichts von wissen, und werden in ihrem verderblichen Wesen umkommen und den Lohn der Ungerechtigkeit davonbringen. Sie achten fur Wollust das zeitliche Wohlleben; sie sind Schande und Laster, prangen von euren Almosen, prassen mit dem Euren, haben Augen voll Ehebruchs, lassen sich die Sünde nichtwehren, locken an sich die leichtfertigen Seelen, haben ein Herz, durchtrieben mit Geiz, verfluchte Leute, verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege Bileams, des Sohns Bosors, welchem geliebete der Lohn der Ungerechtigkeit, hatte aber eine Strafe seiner Ubertretung, namlich das stumme lastbare Tier redete mit Menschenstimme und wehrete des Propheten Torheit. Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Windwirbel umgetrieben; welchen behalten ist eine dunkle Finsternis in Ewigkeit. Denn sie reden stolze Worte, da nichts hinter ist, und reizen durch Unzucht zur fleischlichen Lust diejenigen, die recht entronnen waren und nun im Irrtum wandeln, und verheißen ihnen Freiheit, so sie selbst Knechte des Verderbens sind. Denn von welchem jemand überwunden ist, des Knecht ist er worden. Denn so sie entflohen sind dem Unflat der Welt durch die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wiederum in denselbigen geflochten und überwunden, ist mit ihnen das Letzte arger worden denn das Erste. Denn es ware ihnen besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt batten, denn daß sie ihn erkennen und sich kehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist. Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: Der Hund frisset wieder, was er gespeiet hat, und: Die Sau walzet sich nach der Schwemme wieder im Kot.

Zweite Lesung

1. Korinther 12

Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Bruder, nicht verhalten. Ihr wisset, dafi ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Gotzen, wie ihr gefuhrt wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heüien ohne durch den Heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Amter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Krafte, aber es ist ein Gott, der da wirket alles in alien. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern, Wunderzu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geisterzu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist und teilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will. Denn gleichwie ein Leib ist und hat doch viel Glieder, alle Glieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch ein Leib: also auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden Oder Griechen, Knechte Oder Freie, und sind alle zu einem Geist getranket. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß sprache: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr sprache: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge ware, wo bliebe das Gehor? So er ganz Gehor ware, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied waren, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand: Ich bedarf dein nicht; Oder wiederum das Haupt zu den Fufien: Ich bedarf euer nicht; sondern vielmehr, die Glieder des Leibes, die uns dünken, die schwachsten zu sein, sind die notigsten, und die uns dünken, die unehrlichsten sein, denselbigen legen wir am meisten Ehre an, und die uns Libel anstehen, die schmücket man am meisten. Denn die uns wohl anstehen, die bedurfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermenget und dem durftigen Glied am meisten Ehre gegeben, auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder fureinander gleich sorgen. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder, mit. Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil. Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs andere die Propheten, aufs dritte die Lehrer, danach die Wundertater, danach die Gaben, gesund zu machen, Heifer, Regierer, mancherlei Sprachen. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wundertater? Haben sie alle Gaben gesund zu machen? Reden sie alle mit mancherlei Sprachen? Konnen sie alle auslegen? Strebet aber nach den besten Gaben! Und ich will euch noch einen kostlichern Weg zeigen.

Zweite Lesung

Römer 16:1-16

Ich befehle euch aber unsere Schwester Phobe, welche ist am Dienste der Gemeinde zu Kenchrea, daß ihrsie aufnehmet in dem Herrn, wie sich's ziemet den Heiligen, und tut ihr Beistand in allem Geschafte, darinnen sie euer bedarf. Denn sie hat auch vielen Beistand getan, auch mir selbst. Gruliet die Priscilla und den Aquila, meine Gehilfen in Christo Jesu, welche haben fur mein Leben ihre Halse dargegeben, welchen nicht allein ich danke, sondern alle Gemeinden unterden Heiden. Auch gruliet die Gemeinde in ihrem Hause. Gruliet Epanetum, meinen Liebsten, welcher ist der Erstling unter denen aus Achaja in Christo. Gruliet Maria, welche viel Mühe und Arbeit mit uns gehabt hat. Gruliet den Andronikus und den Junias, meine Gefreundeten und meine Mitgefangenen, welche sind beruhmte Apostel und vor mir gewesen in Christo. Gruliet Amplias, meinen Lieben in dem Herrn. Gruliet Urban, unsern Gehilfen in Christo und Stachys, meinen Lieben. Gruliet Apelles, den Bewahrten in Christo. Gruliet, die da sind von des Aristobulus Gesinde. Gruliet Herodionus, meinen Gefreundeten. Gruliet, die da sind von des Narcissus Gesinde in dem Herrn. Gruliet die Tryphana und die Tryphosa, welche in dem Herrn gearbeitet haben. Gruliet die Persida, meine Liebe, welche in dem Herrn viel gearbeitet hat. Gruliet Rufus, den Auserwahlten in dem Herrn, und seine und meine Mutter. Gruliet Asynkritus und Phlegon, Hermas, Patrobas, Hermes und die Bruder bei ihnen. Gruliet Philologus und die Julia, Nereus und seine Schwester und Olympas und alle Heiligen bei ihnen. Gruliet euch untereinander mit dem heiligen Kuli. Es grufien euch die Gemeinden Christi.

Zweite Lesung

Galater 2:11-21

Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstund ich ihm unter Augen; denn es war Klage liber ihn kommen. Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, ali er mit den Heiden; da sie aber kamen, entzog er sich und sonderte sich, darum daß er die von der Beschneidung fürchtete. Und heuchelten mit ihm die andern Juden, also daß auch Barnabas verfuhret ward, mit ihnen zu heucheln. Aber da ich sah, daß sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor alien offentlich: So du, der du ein Jude bist, heidnisch lebest und nicht judisch, warum zwingest du denn die Heiden, judisch zu leben? Wiewohl wir von Natur Juden und nicht Sunder aus den Heiden sind, doch, weil wirwissen, daß der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf daß wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Fleisch gerecht. Sollten wir aber, die da suchen durch Christum gerecht zu werden, auch noch selbst als Sunder erfunden werden, so ware Christus ein Sündendiener. Das sei feme! Wenn ich aber das, so ich zerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem Ubertreter. Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben auf daß ich Gott lebe; ich bin mit Christo gekreuziget. Ich lebe aber, doch nun nicht ich, sondern Christus lebet in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet hat und sich selbst fur mich dargegeben. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

Evangelium

Matthäus 7

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welcherlei Gerichte ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welcherlei Mall ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; danach besiehe, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest! Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Saue werfen, auf daß sie dieselbigen nicht zertreten mit ihren Fülien und sich wenden und euch zerreifien. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfangt, und wer da suchet, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet urns Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet urn einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? So denn ihr, die ihr doch arg seid, konnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! Alles nun, was ihr wollet, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen; das ist das Gesetz und die Propheten. Gehet ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abfuhret; und ihrersind viel, die daraufwandeln. Und die Pforte ist enge, und der Weg istschmal, der zum Leben führet; und wenig ist ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wolfe. An ihren Fruchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen Oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Fruchte; aber ein fauler Baum bringet arge Fruchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fruchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruchten sollt ihrsie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Darum wer diese meine Rede horet und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewasser kam, und weheten die Winde und stielien an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrundet. Und wer diese meine Rede horet und tut sie nicht, der ist einem torichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewasser, und weheten die Winde und stiefien an das Haus, da fiel es und tat einen grolien Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk uber seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

Abendgebet — Zweite Lesung

Offenbarung 21:9-22:6

Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll hatten der letzten sieben Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes. Und fuhrete mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem Himmel von Gott. Und hatte die Herrlichkeit Gottes; und ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis. Und hatte große und hohe Mauern und hatte zwolf Tore und auf den Toren zwolf Engel und Namen geschrieben, welche sind die zwolf Geschlechter der Kinder Israel: vom Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, vom Mittag drei Tore, vom Abend drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwolf Grunde und in denselbigen die Namen der zwolf Apostel des Lammes. Und der mit mir redete, hatte ein gulden Rohr, daß er die Stadt messen sollte und ihre Tore und Mauern. Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Lange ist so groß als die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf zwolftausend Feldwegs. Die Lange und die Breite und die Hohe der Stadt sind gleich. Und er maß ihre Mauern, hundertvierundvierzig Ellen, nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat. Und der Bau ihrer Mauern war von Jaspis und die Stadt von lauterem Golde gleich dem reinen Glase. Und die Grunde der Mauern und der Stadt waren geschmuckt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grund war ein Jaspis; der andere ein Saphir, der dritte ein Chalzedonier, der vierte ein Smaragd, der funfte ein Sardonich, der sechste ein Sardis, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryli, der neunte ein Topasier, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwolfte ein Amethyst. Und die zwolf Tore waren zwolf Perlen, und ein jeglich Tor war von einer Perle. Und die Gassen der Stadt waren lauter Gold, als ein durchscheinend Glas. Und ich sah keinen Tempel darinnen; denn der Herr, der allmachtige Gott, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihrscheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und die Heiden, die da selig werden, wandeln in demselbigen Licht. Und die Konige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in dieselbige bringen. Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages; denn da wird keine Nacht sein. Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Heiden in sie bringen. Und wird nicht hineingehen irgendein Gemeines, und das da Greuel tut und Lugen, sondern die geschrieben sind in dem lebendigen Buch des Lammes. Und er zeigte mir einen lauteren Strom des lebendigen Wassers, klarwie ein Kristall; der ging von dem Stuhl Gottes und des Lammes. Mitten auf ihrer Gasse und auf beiden Seiten des Stromes stund Holz des Lebens, das trug zwblferlei Fruchte und brachte seine Fruchte alle Monden; und die Blatter des Holzes dieneten zu der Gesundheit der Heiden. Und wird kein Verbannetes mehr sein; und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darinnen sein; und seine Knechte werden ihm dienen und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und wird keine Nacht da sein, und nicht bedurfen einer Leuchte Oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Und Gott, der Herr der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen muß.

Evangelium

Matthäus 12:38-50

Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisaern und sprachen: Meister, wirwollten gerne ein Zeichen von dirsehen. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn gleichwie Jona wardrei Tage und drei Nachte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nachte mitten in der Erde sein. Die Leute von Ninive werden auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlechte und werden es verdammen; denn sie taten Bufte nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Die Konigin von Mittag wird auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu horen. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht. Dasprichterdenn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's müftig, gekehret und geschmuckt. So gehet er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda, und wird mit demselben Menschen hernach arger, denn es vorhin war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen. Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder drauften, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen drauften und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus uber seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Wilien tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter.

Evangelium

Lukas 18:10-14

Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisaer, der andere ein Zollner. Der Pharisaer stund und betete bei ich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute: Rauber, Ungerechte, Ehebrecher Oder auch wie dieser Zollner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zollner stund von feme, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sunder gnadig. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhohet werden.

Evangelium

Matthäus 7

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welcherlei Gerichte ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welcherlei Mall ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; danach besiehe, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest! Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Saue werfen, auf daß sie dieselbigen nicht zertreten mit ihren Fülien und sich wenden und euch zerreifien. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfangt, und wer da suchet, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet urns Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet urn einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? So denn ihr, die ihr doch arg seid, konnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! Alles nun, was ihr wollet, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen; das ist das Gesetz und die Propheten. Gehet ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abfuhret; und ihrersind viel, die daraufwandeln. Und die Pforte ist enge, und der Weg istschmal, der zum Leben führet; und wenig ist ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wolfe. An ihren Fruchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen Oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Fruchte; aber ein fauler Baum bringet arge Fruchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fruchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruchten sollt ihrsie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Darum wer diese meine Rede horet und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewasser kam, und weheten die Winde und stielien an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrundet. Und wer diese meine Rede horet und tut sie nicht, der ist einem torichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewasser, und weheten die Winde und stiefien an das Haus, da fiel es und tat einen grolien Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk uber seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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