Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais, und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Aufwelchem wird ruhen der Geistdes HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Starke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Und sein Riechen wird sein in der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, noch strafen, nach dem seine Ohren horen, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und mit Gericht strafen die Elenden im Lande und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen toten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und der Glaube der Gurt seiner Nieren. Die Wolfe werden bei den Lammern wohnen und der Pardel bei den Bdcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kalber und junge Lowen und Mastvieh miteinander treiben. Kühe und Baren werden an der Weide gehen, daß ihre Jungen beieinander liegen; und Lowen werden Stroh essen wie die Ochsen. Und ein Saugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein Entwohnter wird seine Hand stecken in die Hohle des Basilisken. Man wird nirgend verletzen noch verderben auf meinem heiligen Berge; denn das Land istvoll Erkenntnis des HERRN, wie mit Wasserdes Meers bedeckt. Und wird geschehen zu der Zeit, dad die Wurzel Isais, die da stehet zum Panier den Volkern, nach der werden die Heiden fragen; und seine Ruhe wird Ehre sein. Und der HERR wird zu der Zeit zum andernmal seine Hand ausstrecken, daß er das Ubrige seines Volks erkriege, so überblieben ist von den Assyrern, Agyptern, Pathros, Mohrenland, Elamiten, Sinear, Hamath und von den Inseln des Meers, und wird ein Panier unter die Heiden aufwerfen und zusammenbringen die Verjagten Israels und die Zerstreueten aus Juda zuhauf fuhren von den vier Ortern des Erdreichs. Und der Neid wider Ephraim wird aufhoren, und die Feinde Judas werden ausgerottetwerden, daß Ephraim nicht neide den Juda und Juda nicht sei wider Ephraim.
Erste Lesung
Da arbeiteten Bezaleel und Ahaliab und alle weisen Manner, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten, zum Dienst des Heiligtums nach allem, das der HERR geboten hatte. Und Mose rief dem Bezaleel und Ahaliab und alien weisen Mannern, denen der HERR Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, namlich alien, die sich willig darerboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke. Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werk des Dienstes des Heiligtums, daß es gemacht würde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm. Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeglicher seines Werks, das sie machten, und sprachen zu Mose: Das Volk bringet zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes not ist, das der HERR zu machen geboten hat. Da gebot Mose, daß man rufen ließ durchs Lager: Niemand tue mehrzur Hebe des Heiligtums! Da horete das Volk auf zu bringen. Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch übrig. Also machten alle weisen Manner unter den Arbeitern am Werk die Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weifier Seide, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot, Cherubim, kunstlich. Die Lange eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen, und waren alle in einem Mali. Und er heftete je fünf Teppiche zusammen, einen an den andern. Und machte gelbe Schlauflein an eines jeglichen Teppichs Ort, da sie zusammengefuget werden. je funfzig Schlauflein an einen Teppich, damit einer den andern fafite. Und machte funfzig guldene Haklein; und fugte die Teppiche mit den Haklein einen an den andern zusammen, daß es eine Wohnung wurde. Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren zur Hütte üben die Wohnung, dreißig Ellen lang und vier Ellen breit, alle in einem Mali. Und fugte ihrer fünf zusammen auf ein Teil und sechs zusammen aufs andere Teil. Und machte je funfzig Schlauflein an jeglichen Teppich am Ort, damit sie zusammengeheftet würden. Und machte je funfzig eherne Haklein, damit die Hutte zusammen in eins gefuget würde. Und machte eine Decke uber die Hutte von rotlichen Widderfellen und uber die noch eine Decke von Dachsfellen. Und machte Bretter zur Wohnung von Fohrenholz, die stehen sollten, ein jegliches zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit, und an jeglichem zween Zapfen, da mit eins an das andere gesetzt wurde. Also machte er alle Bretter zur Wohnung, daß derselben Bretter zwanzig gegen Mittag stunden; und machte vierzig silberne Fufie drunter, unter jeglich Brett zween Füße an seinen zween Zapfen. Also zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, machte er auch zwanzig Bretter mit vierzig silbernen Füßen, unter jeglich Brett zween Füße. Aber hinten an der Wohnung gegen den Abend machte er sechs Bretter, und zwei andere hinten an den zwo Ecken der Wohnung, daß ein jegliches der beiden sich mit seinem Ortbrett von unten auf gesellete und oben am Haupt zusammenkame mit einer Klammer, daß der Bretter acht wurden und sechzehn silberne Füße, unter jeglichem zween Füße. Und er machte Riegel von Fohrenholz, fünf zu den Brettern auf der einen Seite der Wohnung und fünf auf der andern Seite und funf hinten an, gegen den Abend. Und machte die Riegel, daß sie mitten an den Brettern durchhingestoßen würden, von einem Ende zum andern. Und überzog die Bretter mit Golde; aber ihre Rinken machte er von Gold zu den Riegeln und überzog die Riegel mit Golde. Und machte den Vorhang mit den Cherubim dran kunstlich mit gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide. Und machte zu demselben vier Saulen von Fohrenholz und überzog sie mit Gold und ihre Kopfe von Golde; und goß dazu vier silberne Füße. Und machte ein Tuch in der Tür der Hütte; von gelber Seide, Scharlaken, Rosenrot und gezwirnter weißer Seide gestickt, und fünf Saulen dazu mit ihren Kopfen und überzog ihre Kopfe und Reife mit Golde; und funf eherne Füße dran.
Erste Lesung
Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen, noch zu feme, noch im Himmel, daß du mochtest sagen: Wer will uns in den Himmel fahren und uns holen, daß wir's horen und tun? Es ist auch nicht jenseit des Meers, daß du mochtest sagen: Wer will uns über das Meer fahren und uns holen, daß wir's horen und tun? Denn es ist das Wort fast nahe bei dir in deinem Munde und in deinem Herzen, daß du es tust. Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Bose; der ich dir heute gebiete, daß du den HERRN, deinen Gott, liebest und wandelst in seinen Wegen, und seine Gebote, Gesetze und Rechte haltest und leben mdgest und gemehret werdest, daß dich der HERR, dein Gott, segne im Lande, da du einzeuchst, dasselbe einzunehmen. Wendest du aber dein Herz und gehorchest nicht, sondern lassest dich verführen, daß du andere Gotter anbetest und ihnen dienest, so verkündige ich euch heute, daß ihr umkommen werdet und nicht lange in dem Lande bleiben, da du hineinzeuchst uber den Jordan, dasselbe einzunehmen. Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen. Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, daß du das Leben erwahlest und du und dein Same leben mogest, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, daß du im Lande wohnest, das der HERR deinen Vatern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.
Morgengebet — Erste Lesung
Ich bin ein elender Mann, der die Rute seines Grimmes sehen muft. Er hat mich geführet und lassen gehen in die Finsternis und nicht ins Licht. Er hat seine Hand gewendet wider mich und handelt gar anders mit mir fur und fur. Er hat mein Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen. Er hat mich verbauet und mich mit Galle und Mühe umgeben. Er hat mich in Finsternis gelegt, wie die Toten in der Welt. Er hat mich vermauert, daß ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt. Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebet. Er hat meinen Weg vermauert mit Werkstücken und meinen Steig umgekehret. Er hat auf mich gelauert wie ein Bar, wie ein Lowe im Verborgenen. Er laftt mich des Weges fehlen. Er hat mich zerstücket und zunichte gemacht. Er hat seinen Bogen gespannet und mich dem Pfeil zum Ziel gesteckt. Er hat aus dem Kocher in meine Nieren schieften lassen. Ich bin ein Spott allem meinem Volk und taglich ihr Liedlein. Er hat mich mit Bitterkeit gesattiget und mit Wermut getranket. Er hat meine Zahne zu kleinen Stucken zerschlagen. Er walzet mich in der Asche. Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich muft des Guten vergessen. Ich sprach: Mein Vermdgen istdahin und meine Hoffnung am HERRN. Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Galle getranket bin. Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir's. Das nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch. Die Gute des HERRN ist, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist graft. Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraget. Es istein kostlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. Es istein kostlich Ding einem Manne, daß erdas Joch in seiner Jugend trage, daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas uberfallt, und seinen Mund in den Staub stecke und der Hoffnung erwarte und lasse sich auf die Backen schlagen und ihm viel Schmach anlegen. Denn der HERR verstoftt nicht ewiglich, sondern er betrubet wohl und erbarmet sich wieder nach seiner groften Gute; denn er nicht von Herzen die Menschen plaget und betrubet, als wollte er alle die Gefangenen auf Erden gar unter seine Füfte zertreten
Epistel
Der HERR hat mir's offenbart, daß ich's weiß, und zeigte mir ihr Vornehmen, namlich daß sie mich wie ein arm Schaf zur Schlachtbank führen wollen. Denn ich wußte nicht, daß sie wider mich beratschlagt hatten und gesagt: Laßt uns den Baum mit seinen Fruchten verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, daß seines Namens nimmermehr gedacht werde! Aberdu, HERRZebaoth, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prufest, laß mich deine Rache uber sie sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.
Erste Lesung
So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine Fuftbank; was ist's denn fur ein Haus, das ihr mir bauen wollt, Oder welches ist die Statte, da ich ruhen soil? Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber an den Elenden und der zerbrochenes Geistes ist und der sich fürchtet vor meinem Wort. Denn wer einen Ochsen schlachtet, ist eben, als der einen Mann erschluge. Wer ein Schaf opfert, ist, als der einem Hund den Hals brache. Wer Speisopfer bringt, ist, als der Saublut opfert. Wer des Weihrauchs gedenkt, ist, als der das Unrecht lobet. Solches erwahlen sie in ihren Wegen, und ihre Seele hat Gefallen an ihren Greueln. Darum will ich auch erwahlen, das sie verspotten; und was sie scheuen, will ich uber sie kommen lassen, darum daß ich rief, und niemand antwortete, daß ich redete, und sie horeten nicht, und taten, was mir übel gefiel, und erwahleten, das mir nicht gefiel. Horet des HERRN Wort, die ihr euch furchtet vor seinem Wort: Eure Bruder, die euch hassen und sondern euch ab um meines Namens willen, sprechen: Lasset sehen, wie herrlich der HERR sei; lasset ihn erscheinen zu eurer Freude! die sollen zuschanden werden. Denn man wird horen eine Stimme des Getümmels in der Stadt, eine Stimme vom Tempel, eine Stimme des HERRN, der seine Feinde bezahlet. Sie gebieret, ehe ihrwehe wird; sie ist genesen eines Knaben, ehe denn ihr Kindesnot kommt. Wer hat solches je gehort? Wer hat solches je gesehen? Kann auch, ehe denn ein Land die Wehe kriegt, ein Volk zugleich geboren werden? Nun hat doch ja Zion ihre Kinder ohne die Wehe geboren. Sollte ich andere lassen die Mutter brechen und selbst nicht auch gebaren? spricht der HERR. Sollte ich andere lassen gebaren und selbst verschlossen sein? spricht dein Gott. Freuet euch mit Jerusalem und seid frohlich uber sie, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr uber sie traurig gewesen seid! Denn dafur sollt ihr saugen und satt werden von den Brusten ihres Trostes; ihr sollt dafur saugen und euch ergotzen von der Fulle ihrer Herrlichkeit. Denn also spricht der HERR: Siehe, ich breite aus den Frieden bei ihr wie einen Strom und die Herrlichkeit der Heiden wie einen ergossenen Bach; da werdet ihr saugen. Ihr sollt auf der Seite getragen werden, und auf den Knieen wird man euch freundlich halten. Ich will euch trosten, wie einen seine Mutter trostet; ja, ihr sollt an Jerusalem ergotzet werden. Ihr werdet es sehen, und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soil grünen wie Gras. Da wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden. Denn siehe, der HERR wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, daß er vergelte im Grimm seines Zorns, und sein Schelten in Feuerflammen. Denn der HERR wird durchs Feuer richten und durch sein Schwert alles Fleisch; und der Getoteten vom HERRN wird viel sein. Die sich heiligen und reinigen in den Garten, einer hie, der andere da, und essen Schweinefleisch, Greuel und Mause, sollen geraffet werden miteinander, spricht der HERR. Denn ich will kommen und sammeln ihre Werke und Gedanken samt alien Heiden und Zungen, daß sie kommen und sehen meine Herrlichkeit. Und ich will ein Zeichen unter sie geben und ihrer etliche, die errettet sind, senden zu den Heiden am Meer, gen Phul und Lud, zu den Bogenschützen, gen Thubal und Javan und in die Feme zu den Inseln, da man nichts von mir gehort hat, und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben, und sollen meine Herrlichkeit unter den Heiden verkundigen. Und werden alle eure Bruder aus alien Heiden herzubringen dem HERRN zum Speisopfer, auf Rossen und Wagen, auf Sanften, auf Maulern und Laufern, gen Jerusalem zu meinem heiligen Berge, spricht der HERR, gleichwie die Kinder Israel Speisopfer in reinem Gefaft bringen zum Hause des HERRN. Und ich will aus denselbigen nehmen Priester und Leviten, spricht der HERR. Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, so ich mache, vor mir stehen, spricht der HERR, also soli auch euer Same und Name stehen. Und alles Fleisch wird einen Monden nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, anzubeten vor mir, spricht der HERR. Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname der Leute, die an mir mifthandelt haben; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verloschen, und werden allem Fleisch ein Greuel sein.
Morgengebet — Zweite Lesung
Ich bin ein rechter Weinstock und mein Vater ein Weingartner. Eine jegliche Rebe an mir, die nicht Frucht bringet, wird erwegnehmen, und eine jegliche, die da Frucht bringet, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe. Ihr seid jetzt rein urn des Worts willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn an mir. Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet und ich in ihm der bringet viel Frucht; denn ohne mich konnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und muß brennen. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihrwollt, und es wird euch widerfahren. Darinnen wird mein Vater geehret, daß ihr viel Frucht bringet und werdet meine Junger. Gleichwie mich mein Vater liebet, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. Niemand hatgroßere Liebe denn die, daß er sein Leben lasset fur seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.
Antwortpsalm
Davids. Ich danke dir von ganzem Flerzen; vor den Gottern will ich dir lobsingen. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken um deine Gute und Treue; denn du hast deinen Namen uber alles herrlich gemacht durch dein Wort. Wenn ich dich anrufe, so erhore mich und gib meiner Seele grofte Kraft. Es danken dir, HERR, alle Konige auf Erden, daß sie horen das Wort deines Mundes, und singen auf den Wegen des HERRN, da(5 die Ehre des HERRN grofi sei. Denn der HERR ist hoch und siehet auf das Niedrige und kennet den Stolzen von feme. Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und streckest deine Hand uber den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten. Der HERR wird's ein Ende machen um meinetwillen. HERR, deine Güte istewig. Das Werk deiner Hande wollest du nicht lassen!
Evangelium
Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu einem Morder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schrift erfullet werde. Und die Junger verlielien ihn alle und flohen. Und es war ein Jungling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der blofien Haut; und die Junglinge griffen ihn. Er aber lieli die Leinwand fahren und floh bloü von ihnen. Und sie fuhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgete ihm nach von feme bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sali bei den Knechten und warmete sich bei dem Licht. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brachten, und fanden nichts. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht uberein. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben gehoret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Handen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Handen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht uberein. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Da zerrili der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedurfen wir weiter Zeugen? Ihr habt gehoret die Gotteslasterung; was dünket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, dati er des Todes schuldig ware. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit Fausten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Magde eine. Und da sie sah Petrus sich warmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weü J, auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krahete. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galilaer, und deine Sprache lautet gleich also. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und der Hahn krahete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen. Und erwird euch einen großen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet fur uns zu. Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der sulien Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und toteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volk werde! Und da er zu Bethanien war in Simons, des Aussatzigen, Hause und sali zu Tisch, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefalschtem und kostlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und goli es auf sein Haupt. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soil doch dieser Unrat? Man konnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und dasselbe den Armen geben. Und murreten uber sie. Jesus aber sprach: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch; und wann ihr wollet, konnet ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begrabnis. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedachtnis, was sie jetzt getan hat. Und Judas Ischariot, einervon den Zwolfen, ging hin zu den Hohenpriestern, daß er ihn verriete. Da sie das horeten, wurden sie froh und verhiefien, ihm das Geld zu geben. Und ersuchte, wie er ihn füglich verriete. Und am ersten Tagedersußen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, daß du das Osterlamm essest? Und er sandte seiner Jungerzwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach. Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauswirte: Der Meister laßt dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen Jungern? Und erwird euch einen großen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet fur uns zu. Und die Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte; und bereiteten das Osterlamm. Am Abend aber kam er mit den Zwolfen. Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch, einer untereuch, der mit mir isset, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's? und der andere: Bin ich's? Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwolfen, der mit mir in die Schüssel tauchet. Zwar des Menschen Sohn gehet hin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es ware demselben Menschen besser, daß er nie geboren ware. Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und nahm den Kelch und dankete und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Testaments, das fur viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht trinken werde vom Gewachse des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Olberg. Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir argern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen. Aber nachdem ich auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galilaa. Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle argerten, so wollte doch ich mich nicht argern. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben mußte, wollt' ich dich nicht verleugnen. Desselbigengleichen sagten sie alle. Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn.
Antwortpsalm
Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten. Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Wahrheit verkundigen mit meinem Munde fur und fur, und sage also: Daft eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel. Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwahlten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen: Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen fur und fur. Sela. Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen. Denn wer mag in den Wolken dem HERRN gleich gelten und gleich sein unter den Kindern der Gotter dem HERRN? Gott istfast machtig in der Sammlung der Heiligen und wunderbarlich uber alle, die um ihn sind. HERR, Gott, Zebaoth, wer istwie du, ein machtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her. Du herrschest uber das ungestume Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. Du schlagst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine Feinde mit deinem starken Arm. Himmel und Erde ist dein; du hastgegrundet den Erdboden, und was drinnen ist. Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen. Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand und hoch ist deine Rechte. Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesichte. Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln. Sie werden uber deinem Namen taglich frohlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Denn du bistder Ruhm ihrer Starke und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhohen. Denn der HERR ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser Konig. Dazumal redetest du im Gesichte zu deinem Heiligen und sprachest: Ich habe einen Held erwecket, der helfen soli; ich habe erhohet einen Auserwahlten aus dem Volk; ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen Ole. Meine Hand soil ihn erhalten, und mein Arm soil ihn starken. Die Feinde sollen ihn nicht uberwaltigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dampfen, sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen. Aber meine Wahrheit und Gnade soil bei ihm sein, und sein Horn soli in meinem Namen erhaben werden. Ich will seine Hand ins Meer stellen und seine Rechte in die Wasser. Erwird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft. Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhochst unter den Konigen auf Erden. Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soil ihm fest bleiben. Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel wahret, erhalten. Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln, so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten, will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen. Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen fehlen. Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht andern, was aus meinem Munde gegangen ist. Ich habe einst geschworen bei meiner Heiligkeit: Ich will David nicht lugen. Sein Same soil ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne; wie der Mond soil er ewiglich erhalten sein und gleichwie der Zeuge in den Wolken gewüi sein. Sela. Aber nun verstoßest du und verwirfest und zürnest mit deinem Gesalbten. Du verstorest den Bund deines Knechtes und trittst seine Krone zu Boden. Du zerreißest alle seine Mauern und lassest seine Festen zerbrechen. Es rauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott worden. Du erhohest die Rechte seiner Widerwartigen und erfreuest alle seine Feinde. Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen und lassest ihn nicht siegen im Streit. Du zerstorest seine Reinigkeit und widest seinen Stuhl zu Boden. Du verkurzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. Sela. HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? Gedenke, wie kurz mein Leben ist! Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben? Wo istjemand, der da lebet und den Tod nicht sehe, der seine Seele errette aus der Holle Hand? Sela. HERR, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit? Gedenke, HERR, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Schoß von so vielen Volkern alien, damit dich, HERR, deine Feinde schmahen, damit sie schmahen die Fußtapfen deines Gesalbten. Gelobet sei der HERR ewiglich! Amen, Amen.
Antwortpsalm
Ein Gebet Davids. HERR, neige deine Ohren und erhore mich; denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verladt auf dich! HERR, sei mir gnadig; denn ich rufe taglich zu dir. Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, HERR, verlanget mich. Denn du, HERR, bist gut und gnadig, von großer Gute alien, die dich anrufen. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens. In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhoren. HERR, es ist dir keiner gleich unter den Gottern und ist niemand, der tun kann wie du. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HERR, und deinen Namen ehren, daß du so graft bist und Wunder tust und alleine Gott bist. Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen furchte! Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Denn deine Gute ist graft uber mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen Holle. Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haute der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nichtvor Augen. Du aber, HERR Gott, bist barmherzig und gnadig, geduldig und von großer Gute und Treue. Wende dich zu mir, sei mir gnadig; starke deinen Knecht mit deiner Macht und hilt dem Sohn deiner Magd! Tu ein Zeichen an mir, daß mifs wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schamen müssen, daß du mir beistehest, HERR, und trostest mich.
Antwortpsalm
Ein Psalmlied Assaphs. Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so stille; Gott, halte doch nicht so inne! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf. Sie machen listige Anschlage wider dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen. Wohl her! sprechen sie, ladt uns sie ausrotten, dad sie kein Volk seien, daß des Namens Israel nicht mehr gedacht werde! Denn sie haben sich miteinander vereiniget und einen Bund wider dich gemacht: die Hütten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter, der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Phüister, samt denen zu Tyrus; Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen und helfen den Kindern Lot. Sela. Tu ihnen wie den Midianitern, wie Sissera, wie Jabin am Bach Kison, die vertilget wurden bei Endor und wurden zu Kot auf Erden. Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna, die da sagen: Wirwollen die Hauser Gottes einnehmen. Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde! Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme, die Berge anzundet, also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem Ungewitter. Mache ihr Angesicht voll Schande, daß sie nach deinem Namen fragen müssen. Schamen müssen sie sich und erschrecken immer mehr und mehr und zuschanden werden und umkommen. So werden sie erkennen, dad du mit deinem Namen heidest HERR alleine und der Hochste in aller Welt.
Abendgebet — Erste Lesung
als wollte er alle die Gefangenen auf Erden gar unter seine Füfte zertreten
Zweite Lesung
Paulus, ein Apostel (nicht von Menschen, auch nicht durch Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott den Vater, der ihn auferwecket hat von den Toten), und alle Bruder, die bei mirsind: Den Gemeinden in Galatien. Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserm Herrn Jesu Christo, dersich selbst fur unsere Sunden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwartigen argen Welt nach dem Willen Gottes und unsers Vaters, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, auf ein ander Evangelium, so doch kein anderes ist; ohne daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aber so auch wir Oder ein Engel vom Himmel euch wurde Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht! Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir auch abermal: So jemand euch Evangelium prediget anders, denn das ihrempfangen habt, der sei verflucht! Predige ich denn jetzt Menschen Oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gefallig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefallig ware, so ware ich Christi Knecht nicht. Ich tue euch aber kund, liebe Bruder, daß das Evangelium, das von mir geprediget ist, nicht menschlich ist. Denn ich hab' es von keinem Menschen empfangen noch gelernet, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi. Denn ihr habt je wohl gehoret meinen Wandel weiland im Judentum, wie ich liber die Malien die Gemeinde Gottes verfolgte und verstorete sie und nahm zu im Judentum liber viele meinesgleichen in meinem Geschlecht und eiferte liber die Malien urn das vaterliche Gesetz. Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leibe hat ausgesondert und berufen durch seine Gnade, daß erseinen Sohn offenbarete in mir, daß ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden, alsobald fuhr ich zu und besprach mich nicht darüber mit Fleisch und Blut, kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus. Danach liber drei Jahre kam ich gen Jerusalem, Petrus zu schauen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Der andern Apostel aber sah ich keinen ohne Jakobus, des Herrn Bruder. Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott weili, ich luge nicht. Danach kam ich in die Lander Syrien und Zilizien. Ich war aber unbekannt von Angesicht den christlichen Gemeinden in Judaa. Sie hatten aber allein gehoret, daß, der uns weiland verfolgte, der prediget jetzt den Glauben, welchen er weiland verstorete; und preiseten Gott liber mir.
Zweite Lesung
Erinnere sie, daß sie den Fursten und der Obrigkeit untertan und gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit seien, niemand lastern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmutigkeit beweisen gegen alle Menschen. Denn wir waren auch weiland unweise, ungehorsam, irrig, dienend den Lusten und mancherlei Wollusten und wandelten in Bosheit und Neid und hasseten uns untereinander. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, nicht urn der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes, welchen er.ausgegossen hat uber uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf dafi wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist je gewifilich wahr. Solches will ich, dafi du test lehrest, auf daß die, so an Gott glaubig sind worden, in einem Stand guter Werke funden werden. Solches ist gut und nütze den Menschen. Der torichten Fragen aber, der Geschlechtsregister, des Zankes und Streites uber dem Gesetz entschlage dich; denn sie sind unnütz und eitel. Einen ketzerischen Menschen meide, wenn er einmal und abermal ermahnet ist, und wisse, daß ein solcher verkehrt ist und sundiget, als der sich selbst verurteilet hat. Wenn ich zu dir senden werde Artemas Oder Tychikus, so komm eilend zu mirgen Nikopolis; denn daselbst habe ich beschlossen, den Winter zu bleiben. Zenas, den Schriftgelehrten, und Apollos fertige ab mit Fleift, auf daß ihnen nichts gebreche. Laft aber auch die Unsern lernen, daß sie im Stand guter Werke sich finden lassen, wo man ihrer bedarf, auf daß sie nicht unfruchtbar seien: Es gruften dich alle, die mit mirsind. Grufte alle, die uns lieben im Glauben. Die Gnade sei mit euch alien! Amen.
Zweite Lesung
Zuletzt meine Bruder, seid stark in dem Herm und in der Macht seiner Starke! Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen konnet gegen die listigen Anlaufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kampfen, sondern mit Fursten und Gewaltigen, namlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bosen Geistern unter dem Himmel. Urn deswillen so ergreifet den Harnisch Gottes, auf da(S ihr an dem bosen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten moget. So stehet nun, umgurtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seid. Vor alien Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr ausloschen konnt alle feurigen Pfeile des Bosewichts. Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen fur alle Heiligen und fur mich, auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes, daß ich moge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums, welches Bote ich bin in der Kette, auf daß ich darinnen freudig handeln moge und reden, wie sich's gebuhrt.
Zweite Lesung
Wem wollt ihr denn Gott nachbilden, Oder was fur ein Gleichnis wollt ihr ihm zurichten? Der Meister giefit wohl ein Bild, und der Goldschmied uberguldet es und macht silberne Ketten dran. Desgleichen wer eine arme Hebe vermag, der wahlet ein Holz, das nicht fault, und sucht einen klugen Meister dazu, der ein Bild fertige, das bestandig sei. Wisset ihr nicht? Horet ihr nicht? Ist's euch nicht vormals verkundiget? Habt ihr's nicht verstanden von Anbeginn der Erde? Er sitzt uber dem Kreis der Erde; und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken. Der den Himmel ausdehnet wie ein dunn Fell und breitet sie aus wie eine Hutte, da man innen wohnet; der die Fursten zunichte macht und die Richter auf Erden eitel macht, als hatte ihr Stamm weder Pflanzen noch Samen noch Wurzel in der Erde, daß sie, wo ein Wind unter sie wehet, verdorren, und sie ein Windwirbel wie Stoppeln wegfuhret. Wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sei? spricht der Heilige. Hebet eure Augen in die Hohe und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen und fuhret ihr Heer bei der Zahl heraus? Der sie alle mit Namen rufet; sein Vermogen und starke Kraft ist so groß, daß nicht an einem fehlen kann. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagest: Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht gehet vor meinem Gott uber? Weißt du nicht? Hast du nicht gehort? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht mude noch matt; sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt dem Müden Kraft und Starke genug dem Unvermogenden. Die Knaben werden mude und matt, und die Junglinge fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flugeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht mude werden.
Evangelium
Ersah aber auf und schauete die Reichen, wie sie ihre Opfer einlegten in den Gotteskasten. Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein. Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr denn sie alle eingelegt. Denn diese alle haben aus ihrem Uberfluli eingelegt zu dem Opfer Gottes; sie aber hat von ihrer Armut alle ihre Nahrung, die sie hatte, eingelegt. Und da etliche sagten von dem Tempel, daß er geschmuckt ware von feinen Steinen und Kleinoden, sprach er: Es wird die Zeit kommen, in welcher des alles, das ihr sehet, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde. Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann soli das werden? und welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird? Er aber sprach: Sehet zu, lasset euch nicht verführen! Denn viele werden kommen in meinem Namen und sagen, ich sei es, und: Die Zeit ist herbeikommen. Folget ihnen nicht nach! Wenn ihr aber horen werdet von Kriegen und Emporungen, so entsetzet euch nicht. Denn solches muß zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. Da sprach erzu ihnen: Ein Volk wird sich erheben uber das andere und ein Reich uber das andere. Und werden geschehen grolie Erdbebungen hin und her, teure Zeit und Pestilenz. Auch werden Schrecknisse und grolie Zeichen vom Himmel geschehen. Aber vor diesem allem werden sie die Hande an euch legen und verfolgen und werden euch uberantworten in ihre Schulen und Gefangnisse und vor Konige und Fursten ziehen um meines Namens willen. Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis. So nehmet nun zu Herzen, daß ihr nicht sorget, wie ihr euch verantworten sollt. Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen widersprechen mogen noch widerstehen alle eure Widerwartigen. Ihr werdet aber uberantwortet werden von den Eltern, Brudern, Gefreundeten und Freunden; und sie werden euer etliche toten. Und ihr werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Und ein Haar von eurem Hauptsoll nicht umkommen. Fasseteure Seelen mit Geduld! Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so merket, daß herbeikommen ist ihre Verwustung. Alsdann wer in Judaa ist, der fliehe auf das Gebirge; und wer mitten drinnen ist, der weiche heraus; und wer auf dem Lande ist, der komme nicht hinein. Denn das sind die Tage der Rache, daß erfullet werde alles, was geschrieben ist. Wehe aber den Schwangern und Saugerinnen in denselbigen Tagen! Denn es wird grofte Not auf Erden sein und ein Zorn uber dies Volk. Und sie werden fallen durch des Schwertes Scharfe und gefangen gefuhrt unter alle Volker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfullet wird. Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein und werden zagen; und das Meer und die Wasserwogen werden brausen. Und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Krafte werden sich bewegen. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit grafter Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfanget zu geschehen, so sehet auf und hebet eure Haupter auf, darum daß sich eure Erlosung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle Baume! Wenn sie jetztausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell uber euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen uber alle, die auf Erden wohnen. So seid nun wacker allezeit und betet, daß ihr würdig werden moget, zu entfliehen diesem allem, was geschehen soil, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Und er lehrete des Tages im Tempel; des Nachts aber ging er aus und blieb uber Nacht am Olberge. Und alles Volk machte sich fruhe auf zu ihm, im Tempel ihn zu horen.
Abendgebet — Zweite Lesung
Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.
Evangelium
Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer vorne vor, kniete vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soil ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weifiest ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst niemand tauschen. Ehre deinen Vater und Mutter. Er antwortete aber und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlet dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich. Er aber ward Unmuts uber der Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Guter. Und Jesus sah urn sich und sprach zu seinen Jungern: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Junger aber entsetzten sich uber seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwerlich ist's, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind moglich bei Gott. Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget. Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, so er verlalit Haus Oder Brüder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meinetwillen und um des Evangeliumswillen, der nicht hundertfaltig empfange jetzt in dieser Zeit Hauser und Bruder und Schwestern und Mutter und Kinder und Acker mit Verfolgungen und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind.
Evangelium
Und da erwieder ausging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an das Galilaische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Stadte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und sputzete und ruhrete seine Zunge. Und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich fiber die Malien und sprachen: Er hat alles wohl gemacht: die Tauben macht er horend und die Sprachlosen redend.
Evangelium
Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jungern uber den Bach Kidron. Da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Junger. Judas aber, der ihn verriet, wuißte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jungern. Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisaer Diener, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen. Als nun Jesus wui Jte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's. Judas aber, der ihn verriet, stund auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie zuruck und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Nazareth. Jesus antwortete: Ich hab's euch gesagt, daß ich es sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen (auf daß das Wort erfullet wurde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast). Da hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab; und der Knecht hieli Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soil ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn und führeten ihn aufs erstezu Hannas; der war des Kaiphas Schwaher, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es ware gut, daß ein Mensch wurde umgebracht fur das Volk. Simon Petrus aberfolgte Jesu nach und ein anderer Junger. Derselbige Junger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast. Petrus aber stund draulien vor der Tur. Da ging der andere Junger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Turhuterin und fuhrete Petrus hinein. Da sprach die Magd, die Turhuterin zu Petrus: Bist du nicht auch dieses Menschen Junger einer? Er sprach: Ich bin's nicht. Es stunden aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer gemacht (denn es war kalt) und warmeten sich. Petrus aber stund bei ihnen und warmete sich. Aber der Hohepriester fragte Jesum urn seine Junger und urn seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei offentlich geredet vor der Welt. Ich habe allezeit geiehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragest du mich darum? Frage die darum, die gehoret haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabeistunden, Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Hab' ich ubel geredet, so beweise es, daß es bose sei; habe ich aber recht geredet, was schlagest du mich? Und Hannas sandte ihn gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas. Simon Petrus aber stund und warmete sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger einer? Er verleugnete aber und sprach: Ich bin's nicht. Spricht des Hohenpriesters Knechte einer, ein Gefreundeter des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da verleugnete Petrus abermal; und alsbald krahete der Hahn. Da fuhreten sie Jesum von Kaiphas vor das Richthaus. Und es war früh. Und sie gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen mochten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr fur Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Ware dieser nicht ein Ubeltater wir hatten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand toten (auf daß erfullet wurde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben wurde). Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jesu und sprach zu ihm: Bist du der Juden Konig? Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, Oder haben's dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet; was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Ware mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden drob kampfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein Konig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein Konig. Ich bin dazu geboren und in die Welt kommen, daß ich die Wahrheit zeugen soil. Wer aus der Wahrheit ist, der horet meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Ihr habt aber eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe; wollt ihr nun, daü ich euch der Juden Konig losgebe? Da schrieen sie wieder allesamt und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas. Barabbas aber war ein Morder.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

