Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein Konig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Heifer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Fullen der Eselin! Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem, und der Streitbogen soli zerbrochen werden. Denn erwird Frieden lehren unter den Heiden, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans andere und vom Wasser bis an der Welt Ende. Du lassest auch durchs Blut deines Bundes aus deine Gefangenen aus der Grube, da kein Wasser innen ist. So kehreteuch nun zur Festung, ihr, die ihrauf Hoffnung gefangen liegt; denn auch heute will ich verkundigen und dir zwiefaltiges vergelten. Denn ich habe mir Juda gespannet zum Bogen und Ephraim gerustet und will deine Kinder, Zion, erwecken über deine Kinder, Griechenland; und will dich stelien als ein Schwert der Riesen. Und der HERR wird über ihnen erscheinen, und seine Pfeile werden ausfahren wie der Blitz. Und der Herr HERR wird die Posaune blasen und wird einhertreten als die Wetter vom Mittage. Der HERR Zebaoth wird sie schützen, dafi sie fressen und unter sich bringen mit Schleudersteinen, daß sie trinken und rumoren als vom Wein und voll werden als das Becken und wie die Ecken des Altars.
Erste Lesung
Das sind die Worte, die Mose redete zum ganzen Israel jenseit des Jordans in der Wuste, auf dem Gefilde gegen dem Schilfmeer, zwischen Paran und Thophel, Laban, Hazeroth und Disahab, elf Tagreisen von Horeb durch den Weg des Gebirges Seir bis gen Kades-Barnea. Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monden, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der HERR an sie geboten hatte, nachdem er Sihon, den Konig der Amoriter, geschlagen hatte, derzu Hesbon wohnete, dazu Og, den Konig zu Basan, derzu Astharoth und zu Edrei wohnete. Jenseit des Jordans im Lande der Moabiter fing an Mose auszulegen dies Gesetz, und sprach: Der HERR, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb und sprach: Ihr seid lange genug an diesem Berge gewesen; wendet euch und ziehet hin, daß ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommet und zu alien ihren Nachbarn im Gefilde, auf Bergen und in Grunden, gegen Mittag und gegen die Anfurt des Meers im Lande Kanaan, und zum Berge Libanon bis an das grolie Wasser Phrath. Siehe da, ich habe euch das Land, das da vor euch liegt, gegeben; gehet hinein und nehmet es ein, das der HERR euren Vatern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, daß er's ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben wollte. Da sprach ich zu derselben Zeit zu euch: Ich kann euch nicht allein ertragen; denn der HERR euer Gott, hat euch gemehret, daß ihr heutigestages seid wie die Menge der Sterne am Himmel. Der HERR, eurer Vater Gott, mache euer noch viel tausend mehr und segne euch, wie er euch geredet hat! Wie kann ich allein solche Mühe und Last und Hader von euch ertragen? Schaffet herweise, verstandige und erfahrene Leute unter euren Stammen, die will ich uber euch zu Hauptern setzen. Da antwortetet ihr mir und sprachet: Das istein gut Ding, davon du sagest, daß du es tun willst. Da nahm ich die Haupter eurer Stamme, weise und erfahrene Manner, und setzte sie uber euch zu Hauptern, uber tausend, uber hundert, uber fünfzig und uber zehn, und Amtleute unter euren Stammen; und gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach: Verhoret eure Bruder und richtet recht zwischen jedermann und seinem Bruder und dem Fremdling. Keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern sollt den Kleinen horen wie den Groften und vor niemandes Person euch scheuen. Denn das Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart sein, die lasset an mich gelangen, daß ich sie hore. Also gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihrtun solltet. Da zogen wir aus von Horeb und wandelten durch die ganze Wuste, die graft und grausam ist, wie ihr gesehen habt, auf der Strafte zum Gebirge der Amoriter, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis gen Kades-Barnea. Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter kommen, das uns der HERR, unser Gott, geben wird. Siehe da das Land vor dir, das der HERR, dein Gott, dirgegeben hat; zeuch hinauf und nimm's ein, wie der HERR, deiner Vater Gott, dir geredet hat. Furchte dich nicht und laft dir nicht grauen! Da kamet ihr zu mir alle und sprachet: Laftt uns Manner vor uns hinsenden, die uns das Land erkunden und uns wieder sagen, durch welchen Weg wir hineinziehen sollen, und die Stadte, da wir einkommen sollen. Das gefiel mirwohl und nahm aus euch zwolf Manner, von jeglichem Stamm einen. Da dieselbigen weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge und an den Bach Eskol kamen, da besahen sie es und nahmen der Fruchte des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns; und sagten uns wieder und sprachen: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gegeben hat. Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN, eures Gottes; und murretet in euren Hutten und sprachet: Der HERR ist uns gram; darum hat er uns aus Agyptenland gefuhret, daß er uns in der Amoriter Hande gabe zu vertilgen. Wo sollen wir hinauf? Unsere Bruder haben unser Herz verzagt gemacht und gesagt, das Volk sei grafter und hoher denn wir; die Stadte seien graft und bis an den Himmel vermauert; dazu haben wir die Kinder Enakim daselbst gesehen. Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht und furchtet euch nicht vor ihnen! Der HERR, euer Gott, zeucht vor euch hin und wird fur euch streiten, wie er mit euch getan hat in Agypten vor euren Augen und in der Wuste, da du gesehen hast, wie dich der HERR, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn tragt, durch alien Weg, daher ihr gewandelt habt, bis ihr an diesen Ort kommen seid. Aber das gait nichts bei euch, daß ihr an den HERRN, euren Gott, hattet geglaubet, der vor euch her ging, euch die Statte zu weisen, wo ihr euch lagern solltet, des Nachts im Feuer, daß ereuch den Weg zeigete, darinnen ihrgehen solltet, und des Tages in der Wolke. Als aber der HERR euer Geschrei horete, ward er zornig und schwur und sprach: Es soil keiner dieses bosen Geschlechts das gute Land sehen, das ich ihren Vatern zu geben geschworen habe, ohne Kaleb, der Sohn Jephunnes, der soil es sehen, und ihm will ich geben das Land, darauf er getreten hat, und seinen Kindern, darum daß er treulich dem HERRN gefolget hat. Auch ward der HERR uber mich zornig urn euretwillen und sprach: Du sollst auch nicht hineinkommen. Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soil hineinkommen. Denselben starke; denn er soil Israel das Erbe austeilen. Und eure Kinder, davon ihr sagtet, sie würden ein Raub werden, und eure Sohne, die heutigestages weder Gutes noch Boses verstehen, die sollen hineinkommen; denselben will ich's geben, und sie sollen es einnehmen. Ihr aber wendet euch und ziehet nach der Wuste den Weg zum Schilfmeer! Da antwortetet ihr und sprachet zu mir: Wir haben an dem HERRN gesundiget; wirwollen hinauf und streiten, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hat. Da ihr euch nun rustetet, ein jeglicher mit seinem Harnisch, und waret an dem, daß ihr hinaufzoget aufs Gebirge, sprach der HERR zu mir: Sage ihnen, daß sie nicht hinaufziehen, auch nicht streiten; denn ich bin nicht unter euch; auf daß ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden. Da ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN und waret vermessen und zoget hinauf aufs Gebirge. Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohneten, euch entgegen, und jagten euch, wie die Bienen tun, und schlugen euch zu Seir bis gen Horma. Da ihr nun wiederkamet und weinetet vor dem HERRN, wollte der HERR eure Stimme nicht horen und neigete seine Ohren nicht zu euch. Also bliebet ihr in Kades eine lange Zeit.
Erste Lesung
Josua aber, der Sohn Nuns, hatte zween Kundschafter heimlich ausgesandt von Sittim und ihnen gesagt: Gehet hin, besehet das Land und Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieli Rahab, und kehreten zu ihrein. Da ward dem Konige zu Jericho gesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Manner hereinkommen von den Kindern Israel, das Land zu erkunden. Da sandte der Konig zu Jericho zu Rahab und lied ihr sagen: Gib die Manner heraus, die zu dir in dein Haus kommen sind; denn sie sind kommen, das ganze Land zu erkunden. Aber das Weib verbarg die zween Manner und sprach also: Es sind ja Manner zu mir hereinkommen, aber ich wullte nicht, von wannen sie waren. Und da man die Tore wollte zuschlieden, da es finster war, gingen sie hinaus, dad ich nicht weid, wo sie hingegangen sind. Jaget ihnen eilend nach; denn ihrwerdet sie ergreifen. Sie aber lied sie auf das Dach steigen und verdeckte sie unter die Flachsstengel, die sie ihr auf dem Dache ausgebreitet hatte. Aber die Manner jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furt. Und man schlod das Tor zu, da die hinaus waren, die ihnen nachjagten. Und ehe denn die Manner sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach und sprach zu ihnen: Ich weid, dad der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken ist über uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des Landes sind vor eurer Zukunft feige worden. Denn wir haben gehoret, wie der HERR hat das Wasser im Schüfmeer ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus Agypten zoget, und was ihr den zween Konigen der Amoriter, Sihon und Og, jenseit des Jordans getan habt, wie ihr sie verbannet habt. Und seit wir solches gehoret haben, ist unser Herz verzagt und ist kein Mut mehr in jemand vor eurer Zukunft; denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott, beide oben im Himmel und unten auf Erden. So schworet mir nun bei dem HERRN, daß, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, daß ihr auch meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut; und gebet mir ein gewili Zeichen, daß ihr leben lasset meinen Vater, meine Mutter, meine Bruder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und errettet unsere Seelen von dem Tode. Die Manner sprachen zu ihr: tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der HERR das Land gibt, so soil unsere Seele fur euch des Todes sein, sofern du unser Geschaft nicht verratest. Da lieli sie dieselben am Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnete auch auf der Mauer. Und sie sprach zu ihnen: Gehet auf das Gebirge, daß euch nicht begegnen, die euch nachjagen, und verberget euch daselbst drei Tage, bis daß die wiederkommen, die euch nachjagen; danach gehet eure Straüe. Die Manner aber sprachen zu ihr: Wir wollen aber des Eides los sein, den du von uns genommen hast, wenn wir kommen ins Land, und du nicht dies rote Seil in das Fenster knupfest, damit du uns herniedergelassen hast und zur dir ins Haus versammelst deinen Vater, deine Mutter, deine Bruder und deines Vaters ganzes Haus. Und wer zur Tür deines Hauses herausgehet, des Blut sei auf seinem Haupte, und wir unschuldig; aber aller, die in deinem Hause sind, so eine Hand an sie gelegt wird, so soli ihr Blut auf unserm Haupte sein. Und so du etwas von diesem unserm Geschafte wirst nachsagen, so wollen wir des Eides los sein, den du von uns genommen hast. Sie sprach: Es sei, wie ihr saget; und lieli sie gehen. Und sie gingen hin. Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster. Sie aber gingen hin und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage daselbst, bis daß die wiederkamen, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf alien Strafien und doch nicht funden. Also kehreten die zween Manner wieder und gingen vom Gebirge und fuhren über; und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und erzahleten ihm alles, wie sie es funden hatten, und sprachen zu Josua: Der HERR hat uns alles Land in unsere Hande gegeben; auch so sind alle Einwohner des Landes feige vor uns.
Morgengebet — Erste Lesung
Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Agyptenland: Dieser Mond soil bei euch der erste Mond sein; und von ihm sollt ihr die Monde des Jahrs anheben. Saget der ganzen Gemeine Israel und sprechet: Am zehnten Tage dieses Monden nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Hause! Wo ihrer aber in einem Hause zum Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nachster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm aufessen mogen. Ihr sollt aber ein solch Lamm nehmen, da kein Fehl an ist, ein Mannlein und eines Jahrs alt; von den Lammern und Ziegen sollt ihr's nehmen. Und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monden. Und ein jegliches Hauflein im ganzen Israel soil es schlachten zwischen Abends. Und sollt seines Bluts nehmen und beide Pfosten an der Tur und die oberste Schwelle damit bestreichen an den Hausern, da sie es innen essen. Und sollt also Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesauert Brot, und sollt es mit bittern Salsen essen. Ihr sollt es nicht roh essen, noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweide. Und sollt nichts davon uberlassen bis morgen; wo aber etwas uberbleibet bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen. Also sollt ihr's aber essen: Urn eure Lenden sollt ihr gegurtet sein und eure Schuhe an euren Fuften haben und Stabe in euren Handen, und sollt es essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah. Denn ich will in derselbigen Nacht durch Agyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Agyptenland, beide unter Menschen und Vieh. Und will meine Strafe beweisen an alien Gottern der Agypter, ich, der HERR. Und das Blut soil euer Zeichen sein an den Hausern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, vor euch übergehe, und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Agyptenland schlage. Und sollt diesen Tag haben zum Gedachtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zurewigen Weise. Sieben Tage sollt ihr ungesauert Brot essen; namlich am ersten Tage sollt ihr aufhoren mit gesauertem Brot in euren Hausern. Wergesauert Brot isset vom ersten Tage an, bis auf den siebenten, des Seele soil ausgerottet werden von Israel. Der erste Tag soil heilig sein, daß ihr zusammenkommet; und der siebente soil auch heilig sein, daß ihr zusammenkommet. Keine Arbeit sollt ihr drinnen tun, ohne was zur Speise gehoret fur allerlei Seelen, dasselbe allein moget ihr fur euch tun. Und haltetob dem ungesauerten Brot, denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Agyptenland gefuhret; darum sollt ihr diesen Tag halten und alle eure Nachkommen zurewigen Weise. Am vierzehnten Tage des ersten Monden, des Abends, sollt ihr ungesauert Brot essen, bis an den einundzwanzigsten Tag des Monden an dem Abend, daß man sieben Tage kein gesauert Brotfinde in euren Hausern. Denn wer gesauert Brot isset, des Seele soil ausgerottet werden von der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling Oder Einheimischer im Lande. Darum so esset kein gesauert Brot, sondern eitel ungesauert Brot in alien euren Wohnungen. Und Mose forderte alle Altesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe jedermann fur sein Gesinde und schlachtet das Passah. Und nehmet ein Buschel Ysop und tunket in das Blut in dem Becken und beruhret damit die Uberschwelle und die zween Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustur heraus bis an den Morgen. Denn der, HERR wird umhergehen und die Agypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Uberschwelle und an den zween Pfosten, wird er vor der Tur übergehen und den Verderber nicht in eure Hauser kommen lassen zu plagen. Darum so halte diese Weise fur dich und deine Kinder ewiglich. Und wenn ihr ins Land kommet, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fur einen Dienst? soilt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der vor den Kindern Israel uberging in Agypten, da er die Agypter plagte und unsere Hauser errettete. Da neigte sich das Volk und bückte sich. Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte. Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Agyptenland, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefangnis, und alle Erstgeburt des Viehes.
Epistel
Darum feget den alten Sauedeig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesaued seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, fur uns geopferi. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Sauedeig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Suliteig der Lauterkeit und der Wahrheit.
Erste Lesung
Und des HERRN Hand kam uber mich und fuhrete mich hinaus im Geist des HERRN und stellete mich auf ein weit Feld, das voller Beine lag. Und er fuhrete mich allenthalben dadurch. Und siehe, (des Gebeins) lag sehrviel auf dem Felde; und siehe, sie waren sehr verdorret. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinest du auch, daß diese Beine wieder lebendig werden? Und ich sprach: Herr HERR, dasweilit du wohl. Und er sprach zu mir: Weissage von diesen Beinen und sprich zu ihnen: Ihr verdorreten Beine, hdret des HERRN Wort! So spricht der Herr HERR von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen Odem in euch bringen, daß ihr sollt lebendig werden. Ich will euch Adern geben und Fleisch lassen liber euch wachsen und mit Haut uberziehen; und will euch Odem geben, daß ihr wieder lebendig werdet; und sollt erfahren, daß ich der HERR bin. Und ich weissagte, wie mir befohlen war; und siehe, da rauschte es, als ich weissagte; und siehe, es regte sich! Und die Gebeine kamen wieder zusammen, ein jegliches zu seinem Gebein. Und ich sah, und siehe, es wuchsen Adern und Fleisch darauf, und er uberzog sie mit Haut; es war aber noch kein Odem in ihnen. Und er sprach zu mir: Weissage zum Winde; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Winde: So spricht der Herr HERR: Wind, komm herzu aus den vier Winden und blase diese Getoteten an, daß sie wieder lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und richteten sich auf ihre Fuße. Und ihrer war ein sehrgroß Heer. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Beine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Beine sind verdorret, und unsere Hoffnung ist verloren, und ist aus mit uns. Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Siehe, ich will eure Graber auftun und will euch, mein Volk, aus denselben herausholen und euch ins Land Israel bringen; und sollt erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich eure Graber geoffnet und euch, mein Volk, aus denselben, gebracht habe. Und ich will meinen Geist in euch geben, daß ihr wieder leben sollt; und will euch in euer Land setzen, und sollt erfahren, daß ich der HERR bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der HERR. Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: Des Juda und der Kinder Israel samt ihren Zugetanen. Und nimm noch ein Holz und schreibe darauf: Des Joseph, namlich das Holz Ephraim, und des ganzen Hauses Israel samt ihren Zugetanen, und tue eins zum andern zusammen, daß ein Holz werde in deiner Hand. So nun dein Volk zu dir wird sagen und sprechen: Willst du uns nicht zeigen, was du damit meinest? so sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Siehe, ich will das Holz Josephs, welches ist in Ephraims Hand, nehmen, samt ihren Zugetanen, den Stammen Israels, und will sie zu dem Holz Judas tun und ein Holz daraus machen, und sollen eins in meiner Hand sein. Und sollst also die Holzer, darauf du geschrieben hast, in deiner Hand halten, daß sie zusehen. Und sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr HERR: Siehe, ich will die Kinder Israel holen aus den Heiden, dahin sie gezogen sind, und will sie allenthalben sammeln und will sie wieder in ihr Land bringen. Und will ein einig Volk aus ihnen machen im Lande auf dem Gebirge Israel, und sie sollen allesamt einen einigen Konig haben; und sollen nicht mehr zwei Volker noch in zwei Konigreiche zerteilet sein, sollen sich auch nicht mehr verunreinigen mit ihren Gotzen und Greueln und allerlei Sunden. Ich will ihnen heraushelfen aus alien Orten, da sie gesundiget haben, und will sie reinigen, und sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Und mein Knecht David soil ihr Konig und ihrer aller einiger Hide sein. Und sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder im Lande wohnen, das ich meinem Knechte Jakob gegeben habe, darinnen eure Vater gewohnet haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen ewiglich; und mein Knecht David soil ewiglich ihr Furst sein. Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens machen, das soil ein ewiger Bund sein mit ihnen; und will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soil unter ihnen sein ewiglich. Und ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein, dad auch die Heiden sollen erfahren, dad ich der HERR bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum ewiglich unter ihnen sein wird.
Morgengebet — Zweite Lesung
Ich war im Geist an des Herrn Tag und horete hinter mir eine große Stimme als einer Posaune, die sprach: Ich bin das A und das 0, der Erste und der Letzte; und was du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien, gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodicea. Und ich wandte mich urn, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich wandte, sah ich sieben guldene Leuchter und mitten unterden sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohn gleich, der war angetan mit einem Kittel und begurtet um die Brust mit einem guldenen Gürtel. Sein Hauptaber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße gleich wie Messing, das im Ofen glühet, und seine Stimme wie groß Wasserrauschen; und hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharf, zweischneidig Schwert, und sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Fußen wie ein Toter. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Furchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot; und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Holle und des Todes. Schreibe, was du gesehen hast, und was da ist, und was geschehen soil danach,
Antwortpsalm
Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! Ich will den HERRN loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hie bin. Verlasset euch nicht auf Fursten; sie sind Menschen, die konnen ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschlage. Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf dem HERRN, seinem Gott, stehet, der Himmel, Erde, Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der Glauben halt ewiglich; der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. Der HERR loset die Gefangenen. Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebet die Gerechten. Der HERR behutet Fremdlinge und Waisen und erhalt die Witwen; und kehret zuruck den Weg der Gottlosen. Der HERR ist Konig ewiglich, dein Gott, Zion, fur und fur. Halleluja!
Evangelium
Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria des Jakobus und Salome Spezerei, auf daß sie kamen und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehrfrühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer walzet uns den Stein von des Grabes Tur? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewalzet war; denn er war sehr graft. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jungling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang weift Kleid an. Und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht! Ihrsuchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe da die Statte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt's seinen Jungern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
Antwortpsalm
Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun Israel: Seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun das Haus Aaron: Seine Gute wahret ewiglich. Es sagen nun, die den HERRN furchten: Seine Gute wahret ewiglich. In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erhorete mich und trostete mich. Der HERR ist mit mir, darum furchte ich mich nicht; was konnen mir Menschen tun? Der HERR ist mit mir, mirzu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Fursten. Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich allenthalben ; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich wie Bienen, siedampfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Man stofiet mich, daß ich fallen soil; aber der HERR hilft mir. Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten. Die Rechte des HERRN behalt den Sieg; die Rechte des HERRN isterhohet; die Rechte des HERRN behalt den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern ieben und des HERRN Werk verkundigen. Der HERR zuchtiget mich wohl, aberergibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dafi ich dahin eingehe und dem HERRN danke. Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dahin eingehen. Ich danke dir, daß du mich demutigest und hilfst mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HERR macht; lalit uns freuen und frohlich drinnen sein! 0 HERR, hilf, o HERR, lafi wohlgelingen! Gelobet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid. Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmucket das Fest mit Maien bis an die Horner des Altars; Du hist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich.
Antwortpsalm
Wer unter dem Schirm des Hochsten sitzt und unter dem Schatten des Allmachtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Denn er errettet mich vom Strick des Jagers und von der schadlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Hochste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Ubels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hutte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen uber dir, daß sie dich behuten auf alien deinen Wegen, daß sie dich auf den Handen tragen und du deinen Fuft nicht an einen Stein stoftest. Auf den Lowen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen Lowen und Drachen. Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen; er rufet mich an, so will ich ihn erhoren. Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreiften und zu Ehren machen. Ich will ihn sattigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.
Antwortpsalm
Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.
Abendgebet — Erste Lesung
Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Agyptenland, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefangnis, und alle Erstgeburt des Viehes.
Zweite Lesung
Was wollen wir hiezu sagen? Sollen wir denn in der Sunde beharren, auf daß die Gnade desto machtiger werde? Das sei feme! Wie sollten wir in der Sunde wollen leben, der wir abgestorben sind? Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wirje mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhore, da(3> wir hinfort der Sunde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sunde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wissen, daß Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort uber ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist; das ist er der Sunde gestorben zu einem Mai; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sunde gestorben seid und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herm. So lasset nun die Sunde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihm Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten. Auch begebet nicht der Sunde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit, Denn die Sunde wird nicht herrschen konnen fiber euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetze seid, sondern unter der Gnade. Wie nun? sollen wir sündigen, dieweil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei feme! Wisset ihr nicht, welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sunde zum Tode Oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Gott sei aber gedanket, daß ihr Knechte der Sunde gewesen seid, aber nun gehorsam worden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid. Denn nun ihr frei worden seid von der Sunde, seid ihr Knechte worden der Gerechtigkeit. Ich muft menschlich davon reden urn der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zu Dienste der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet nun auch eure Glieder zu Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sunde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fur Frucht? Welcher ihr euch jetzt schamet; denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sunde frei und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sunde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herm.
Zweite Lesung
So lasset uns nun furchten, daß wir die Verheiliung, einzukommen zu seiner Ruhe, nicht versaumen, und unser keiner dahintenbleibe. Denn es ist uns auch verkundiget gleichwie jenen; aber das Wort der Predigt half jenen nichts, da nicht glaubeten die, so es horeten. Denn wir, die wir glauben, gehen in die Ruhe, wie er spricht: Dali ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen. Und zwar, da die Werke von Anbeginn der Welt waren gemacht, sprach er an einem Ort von dem siebenten Tage also: Und Gott ruhete am siebenten Tage von alien seinen Werken. Und hier an diesem Ort abermal: Sie sollen nicht kommen zu meiner Ruhe. Nachdem es nun noch vorhanden ist, daß etliche sollen zu derselbigen kommen, und die, denen es zuerst verkündiget ist, sind nicht dazu kommen urn des Unglaubens willen, bestimmte er abermal einen Tag nach solcher langen Zeit und sagte durch David: Heute, wie gesagt ist, heute, so ihr seine Stimme horen werdet, so verstocket eure Herzen nicht! Denn so Josua sie hatte zur Ruhe gebracht, würde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt haben. Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volk Gottes. Denn werzu seiner Ruhe kommen ist, der ruhet auch von seinen Werken, gleich wie Gott von seinen. So lasset uns nun Fleili tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand falle in dasselbige Exempel des Unglaubens. Denn das Wort Gottes ist lebendig und kraftig und scharfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und ist keine Kreatur vor ihm unsichtbar; es ist aber alles bloft und entdeckt vor seinen Augen; von dem reden wir. Dieweil wir denn einen groften Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht konnte Mitleid haben mit unserer Schwachheit, sondern der versucht ist allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not seinwird.
Zweite Lesung
Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit: Schaffet, daß ihrselig werdet, mit Furcht und Zittern! Denn Gott ist's, der in euch wirket beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murmeln und ohne Zweifel, auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unstraflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt damit, daß ihr haltet ob dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe. Und ob ich geopfert werde uber dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch alien. Desselbigen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen.
Zweite Lesung
Freuet euch in dem Herrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kund sein alien Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in alien Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!] Weiter, liebe Bruder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehoret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der Herr des Friedens mit euch sein.
Evangelium
Und am dritten Tage ward eine Hochzeitzu Kana in Galilaa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Junger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkruge gesetzt nach der Weise der judischen Reinigung, und gingen in je einen zwei Oder drei Mali. Jesus spricht zu ihnen: Fullet die Wasserkruge mit Wasser. Und sie fulleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schopfet nun und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam (die Diener aber wußten's, die das Wasser geschopft hatten), rufet der Speisemeister den Brautigam und spricht zu ihm: Jedermann gibtzum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galilaa und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Junger glaubten an ihn. Danach zog er hinab gen Kapernaum, er, seine Mutter, seine Bruder und seine Junger, und blieben nicht lange daselbst. Undder Juden Osternwarnahe. Und Jesus zog hinauf gen Jerusalem und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschuttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische urn. Und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause! Seine Junger aber gedachten daran, daß geschrieben stehet: Der Eifer urn dein Haus hat mich gefressen. Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns fur ein Zeichen, daß du solches tun mogest? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet, und du willst ihn in dreien Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Junger daran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte. Als er aber zu Jerusalem war in den Ostern auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die ertat. Aber Jesus vertrauete sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, daß jemand Zeugnis gabe von einem Menschen; denn erwußte wohl, was im Menschen war.
Abendgebet — Zweite Lesung
Maria aber stund vor dem Grabe und weinete drauften. Als sie nun weinete, guckte sie in das Grab und siehet zwei Engel in weiften Kleidern sitzen, einen zu den Haupten und den andern zu den Füften, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weift nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück und siehet Jesum stehen und weili nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gartner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingeleget? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni, das heiftt, Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brudern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria Magdalena kommt und verkundiget den Jungern: Ich habe den Herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. Am Abend aber desselbigen Sabbats, da die Junger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!
Evangelium
Und sie kamen abermal gen Jerusalem. Und da er in den Tempel ging, kamen zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Altesten und sprachen zu ihm: Aus was fur Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben, daß du solches tust? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus was fur Macht ich das tue: Die Taufe Johannes, war sie vom Himmel Oder von Menschen? Antwortet mir! Und sie gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr denn ihm nicht geglaubet? Sagen wir aber, sie war von Menschen, so furchten wir uns vor dem Volk. Denn sie hielten alle, daß Johannes ein rechter Prophet ware. Und sie antworteten und sprachen zu Jesu: Wir wissen's nicht. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich solches tue.
Evangelium
Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan.
Evangelium
An der Sabbate einem kommt Maria Magdalena früh, da es noch finster war, zum Grabe und siehet, daß der Stein vom Grabe hinweg war. Da lauft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, welchen Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grabe. Es liefen aber die zwei miteinander, und der andere Jünger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam am ersten zum Grabe, gucket hinein und siehet die Leinen geleget; er ging aber nicht hinein. Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und siehet die Leinen geleget. und das Schweifttuch, das Jesu um das Haupt gebunden war, nicht zu den Leinen geleget, sondern beiseits, eingewickelt, an einen besondern Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und sah und giaubete es. Denn sie wuftten die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müftte. Da gingen die Jünger wieder zusammen. Maria aber stund vor dem Grabe und weinete drauften. Als sie nun weinete, guckte sie in das Grab und siehet zwei Engel in weiften Kleidern sitzen, einen zu den Haupten und den andern zu den Füften, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weift nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück und siehet Jesum stehen und weili nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gartner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingeleget? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: Rabbuni, das heiftt, Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brudern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria Magdalena kommt und verkundiget den Jungern: Ich habe den Herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. Am Abend aber desselbigen Sabbats, da die Junger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hande und seine Seite. Da wurden die Junger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sunden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwdlfen einer, der da heiftet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Handen sehe die Nagelmale und lege meinen Finger in die Nagelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und liber acht Tage waren abermal seine Junger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hande; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei nicht unglaubig, sondern glaubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jungern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

