Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Denn ergedachte, wider die von Tyrus und Sidon zu kriegen. Sie aber kamen einmutiglich zu ihm und uberredeten des Konigs Kammerer, Blastus, und baten urn Frieden, darum daß ihre Lande sich nahren muliten von des Konigs Land. Aber auf einen bestimmten Tag tat Herodes das konigliche Kleid an, setzte sich auf den Richterstuhl und tat eine Rede zu ihnen. Das Volk aber rief zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen! Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, darum daß er die Ehre nicht Gott gab, und ward gefressen von den Wurmern und gab den Geist auf. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrete sich. Barnabas aber und Saulus kamen wieder gen Jerusalem und uberantworteten die Handreichung und nahmen mit sich Johannes mit dem Zunamen Markus.
Erste Lesung
Wehe dem Lande, das unterden Segeln im Schatten fahret, diesseit der Wasser des Mohrenlandes, das Botschaften auf dem Meer sendet und in Rohrschiffen auf den Wassern fahret. Gehet hin, ihr schnellen Boten, zum Volk, das zerrissen und geplündert ist, zum Volk, das greulicher ist denn sonst irgendeins, zum Volk, das hie und da ausgemessen und zertreten ist, welchem die Wasserstrome sein Land einnehmen. Alle, die ihr auf Erden wohnet und die im Lande sitzen, werdet sehen, wie man das Panier auf den Bergen aufwerfen wird, und horen, wie man die Trommeten blasen wird. Denn so spricht der HERR zu mir: Ich will stille halten und schauen in meinem Sitz, wie eine Hitze, die den Regen austrocknet, und wie ein Meltau in der Hitze der Ernte. Denn vor der Ernte wird das Gewachs abnehmen, und die unreife Frucht in der Blüte verdorren, dafi man die Stengel muft mit Sicheln abschneiden und die Reben wegtun und abhauen, daß man's miteinander muft lassen liegen dem Gevogel auf den Bergen und den Tieren im Lande, daß des Sommers die Vogel drinnen nisten und des Winters allerlei Tiere im Lande drinnen liegen. Zu der Zeit wird das zerrissene und geplünderte Volk, das greulicher ist denn sonst irgendeins, das hie und da abgemessen und zertreten ist, welchem die Wasserstrome sein Land einnehmen, Geschenke bringen dem HERRN Zebaoth an den Ort, da der Name des HERRN Zebaoth ist, zum Berge Zion.
Erste Lesung
Und da das Gerucht Salomos von dem Namen des HERRN kam vor die Konigin von Reicharabien, kam sie, ihn zu versuchen mit Ratseln. Und sie kam gen Jerusalem mit einem sehr großen Zeug, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Goldes und Edelgesteine. Und da sie zum Konige Salomo hineinkam, redete sie mit ihm alles, was sie vorgenommen hatte. Und Salomo sagte ihr alles, und war dem Konige nichts verborgen, das er ihr nicht sagte. Da aber die Konigin von Reicharabien sah alle Weisheit Salomos und das Haus, das er gebauet hatte, und die Speise fur seinen Tisch und seiner Knechte Wohnung und seiner Diener Amt und ihre Kleider und seine Schenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN opferte, konnte sie sich nicht mehr enthalten und sprach zum Konige: Es istwahr, was ich in meinem Lande gehoret habe von deinem Wesen und von deiner Weisheit. Und ich habe es nicht wollen glauben, bis ich kommen bin und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Halfte gesagt. Du hast mehr Weisheit und Gutes denn das Gerucht, das ich gehoret habe. Selig sind deine Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit horen. Gelobet sei der HERR, dein Gott, der zu dir Lust hat, daß er dich auf den Stuhl Israels gesetzet hat, darum dafi der HERR Israel liebhat ewiglich und dich zum Konige gesetzet hat, daß du Gericht und Recht haitest. Und sie gab dem Konige hundertundzwanzig Zentner Goldes und sehr viel Spezerei und Edelgesteine. Es kam nicht mehr so viel Spezerei, als die Konigin von Reicharabien dem Konige Salomo gab. Dazu die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir führeten, brachten sehr viel Ebenholz und Edelgesteine. Und der Konig IM machen von Ebenholz Pfeiler im Hause des HERRN und im Hause des Konigs und Harfen und Psalter fur die Sanger. Es kam nicht mehr solch Ebenholz, ward auch nicht gesehen bis auf diesen Tag. Und der Konig Salomo gab der Konigin von Reicharabien alles, was sie begehrete und bat, ohne was er ihr gab von ihm selbst. Und sie wandte sich und zog in ihr Land samt ihren Knechten.
Morgengebet — Erste Lesung
Furchte dich nicht, liebes Land, sondern sei frohlich und getrost; denn der HERR kann auch grofte Dinge tun.
Epistel
Da aber die Apostel horeten zu Jerusalem, daß Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Welche, da sie hinabkamen, beteten sie über sie, daß sie den Heiligen Geist empfingen. (Denn erwar noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft auf den Namen Christi Jesu.) Da legten sie die Hande auf sie, und sie empfingen den Heiligen Geist.
Erste Lesung
Aber von der gelben Seide, Scharlaken und Rosinrot machten sie Aaron Kleider, zu dienen im Heiligtum, wie der HERR Mose geboten hatte. Und er machte den Leibrock mit Golde, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide. Und schlug das Gold und schnitt's zu Faden, daß man's künstlich wirken konnte unter die gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot und weiße Seide, daß man's auf beiden Achseln zusammenfügte und an beiden Seiten zusammenbande. Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Werk von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide, wie der HERR Mose geboten hatte. Und sie machten zween Onyxsteine, umher gefasset mit Gold, gegraben durch die Steinschneider, mit den Namen der Kinder Israel, und heftete sie auf die Schultern des Leibrocks, daß es Steine seien zum Gedachtnis der Kinder Israel, wie der HERR Mose geboten hatte. Und sie machten das Schildlein nach der Kunst und Werk des Leibrocks von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide, daß es viereckig und zwiefach war, einer Hand lang und breit. Und fulleten es mit vier Riegen Steinen. Die erste Riege war ein Sarder, Topaser und Smaragd; die andere ein Rubin, Saphir und Demant; die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst; die vierte ein Türkis, Onyx und Jaspis, umher gefasset mit Gold in alien Riegen. Und die Steine stunden nach den zwolf Namen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider, ein jeglicher seines Namens, nach den zwolf Stammen. Und sie machten am Schildlein Ketten mitzwei Enden von feinem Gold und zwo guldene Spangen und zween guldene Ringe: und hefteten die zween Ringe auf die zwo Ecken des Schildleins. Und die zwo guldenen Ketten taten sie in die zween Ringe auf den Ecken des Schildleins. Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwo Spangen und hefteten sie auf die Ecken des Leibrocks gegeneinander uber. Und machten zween andere guldene Ringe und hefteten sie an die zwo andern Ecken des Schildleins an seinen Ort, daß es fein anlage auf dem Leibrock. Und machten zween andere guldene Ringe, die taten sie an die zwo Ecken unten am Leibrock gegeneinander uber, da der Leibrock unten zusammengehet, daß das Schildlein mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknupft wurde mit einer gelben Schnur, daß es auf dem Leibrock hart anlage und nicht von dem Leibrock los wurde, wie der HERR Mose geboten hatte. Und er machte den Seidenrock zum Leibrock, gewirkt ganz von gelber Seide, und sein Loch oben mitten inne und eine Borte urns Loch her gefaltet, daß er nicht zerrisse. Und sie machten an seinem Saum Granatapfel von gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weißer Seide. Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die Granatapfel ringsumher am Saum des Seidenrocks, je ein Granatapfel und eine Schelle urn und urn am Saum, darin zu dienen, wie der HERR Mose geboten hatte. Und machten auch die engen Rocke, von weißer Seide gewirkt, Aaron und seinen Sohnen, und den Hut von weißer Seide und die schonen Hauben von weißer Seide und Niederkleider von gezwirnter weißer Leinwand und den gestickten Gürtel von gezwirnter weißer Seide, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot, wie der HERR Mose geboten hatte. Sie machten auch das Stirnblatt, namlich die heilige Krone, von feinem Golde und gruben Schrift drein: Die Heiligkeit des HERRN. Und banden eine gelbe Schnur dran daß sie an den Hut von oben her geheftet würde, wie der HERR Mose geboten hatte. Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Hutte des Stitts. Und die Kinder Israel taten alles, was der HERR Mose geboten hatte, und brachten die Wohnung zu Mose: die Hutte und alle ihre Gerate, Haklein, Bretter, Riegel, Saulen, Fufte; die Decke von rotlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und den Vorhang; die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen; den Gnadenstuhl; den Tisch und alle seine Gerate und die Schaubrote; den schonen Leuchter, mit den Lampen zubereitet, und alle seinem Gerate, und 01 zu Lichtern; den guldenen Altar und die Salbe und gut Rauchwerk; das Tuch in der Hutte Tur; den ehernen Altar und sein ehern Gitter mit seinen Stangen und alle seinem Gerat; das Handfaft mit seinem Fuft; die Umhange des Vorhofs mit: seinen Saulen und Füften; das Tuch im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Nageln und allem Gerate zum Dienst der Wohnung der Hutte des Stifts; die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die Kleider seiner Sohne, daß sie Priesteramt taten. Alles, wie der HERR Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an alle diesem Dienst. Und Mose sah an alle dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie.
Morgengebet — Zweite Lesung
Wir bitten euch aber, liebe Bruder, dafi ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch vermahnen. Habt sie desto lieber urn ihres Werks willen und seidfriedsam mit ihnen. Wirermahnen euch aber, liebe Bruder, vermahnet die Ungezogenen, trostet die Kleinmutigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß niemand Boses mit Bosem jemand vergelte, sondern allezeit jaget dem Guten nach, beide, untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit frohlich! Betet ohne Unterlafi! Seid dankbar in alien Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dampfet nicht! Die Weissagung verachtet nicht! prufet aber alles und das Gute behaltet! Meidet alien bosen Schein! Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt der Seele und Leib müsse behalten werden unstraflich auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi. Getreu ist er, der euch rufet, welcher wird's auch tun.
Antwortpsalm
Ein Psalm Assaphs von den Spanrosen, vorzusingen. Du Hirte Israels, hore, der du Joseph hütest wie der Schafe; erscheine, der du sitzest liber Cherubim! Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe! Gott, troste uns und lali leuchten dein Antlitz, so genesen wir. HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zlirnen uber dem Gebet deines Volks? Du speisest sie mit Tranenbrot und trankest sie mit groliem Mali voll Tranen. Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unser. Gott Zebaoth, troste uns! Lali leuchten dein Antlitz, so genesen wir. Du hast einen Weinstock aus Agypten geholet und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzet. Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß erdas Land erfullet hat. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes. Du hast sein Gewachs ausgebreitet bis ans Meer und seine Zweige bis ans Wasser. Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreiliet alles, das vorubergehet? Es haben ihn zerwühlet die wilden Saue, und die wilden Tiere haben ihn verderbet. Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und siehe an und suche heim diesen Weinstock und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwahlet hast. Siehe drein und schilt, daß des Brennens und Reiliens ein Ende werde! Deine Hand schutze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir festiglich erwahlet hast, so wollen wir nichtvon dirweichen. Lali uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen. HERR, Gott Zebaoth, troste uns! Lali dein Antlitz leuchten, so genesen wir.
Evangelium
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tur hineingehet in den Schafstall, sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Morder. Der aber zur Tur hineingehet, der ist ein Hirte der Schafe. Demselbigen tut der Turhuter auf, und die Schafe horen seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führet sie aus. Und wenn er seine Schafe hat ausgelassen, gehet er vor ihnen hin, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm; denn sie kennen der Fremden Stimme nicht. Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie vernahmen aber nicht, was es war, das er zu ihnen sagte. Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tur zu, den Schafen. Alle, die vor mir kommen sind, die sind Diebe und Morder gewesen, aber die Schafe haben ihnen nicht gehorchet. Ich bin die Tur; so jemand durch mich eingehet, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nicht, denn daß erstehle, wurge und umbringe.
Antwortpsalm
An den Wassern zu Babel saften wir und weineten, wenn wir an Zion gedachten. Unsere FHarfen hingen wir an die Weiden, die drinnen sind. Denn daselbst hieften uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen frohlich sein: Lieber, singet uns ein Lied von Zion! Wie sollten wir des HERRN Lied singen in fremden Landen? Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen! Meine Zunge musse an meinem Gaumen kleben, wo ich dein nicht gedenke, wo ich nicht lasse Jerusalem meine hochste Freude sein. HERR, gedenke der Kinder Edom am Tage Jerusalems, die da sagen: Rein ab, rein ab, bis auf ihren Boden! Du verstorte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergelte, wie du uns getan hast! Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an den Stein!
Antwortpsalm
Eine Unterweisung Davids zu beten, da er in der Hohle war. Ich schreie zum HERRN mit meiner Stimme; ich flehe dem HERRN mit meiner Stimme; ich schutte meine Rede vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not. Wenn mein Geist in Angsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Stricke auf dem Wege, da ich auf gehe. Schaue zur Rechten, und siehe, da will mich niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen; niemand nimmt sich meiner Seele an. HERR, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen. Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mirzu machtig. Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mirsammeln, wenn du mirwohltust.
Antwortpsalm
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Errette mich, HERR, von den bosen Menschen; behüte mich vor den freveln Leuten, die Boses gedenken in ihrem Herzen und taglich Krieg erregen. Sie scharfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. Sela. Bewahre mich, HERR, vorder Hand der Gottlosen; behüte mich vor den freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzustoften. Die Hoffartigen legen mir Stricke und breiten mir Seile aus zum Netz und stellen mir Fallen an den Weg. Sela. Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott; HERR, vernimm die Stimme meines Flehens! HERR Herr, meine starke Hilfe, du beschirmest mein Haupt zur Zeit des Streits. HERR, laft dem Gottlosen seine Begierde nicht; starke seinen Mutwillen nicht; sie mochten sich's erheben. Sela. Das Ungluck, davon meine Feinde ratschlagen, müsse auf ihren Kopf fallen. Erwird Strahlen über sie schütten; erwird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, daß sie nimmer nicht aufstehen. Ein boses Maul wird kein Gluck haben auf Erden; ein frevelboser Mensch wird verjagt und gestürzt werden. Denn ich weift, dafi der HERR wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausfuhren. Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesichte bleiben.
Abendgebet — Erste Lesung
Und du Turm Eder, eine Feste der Tochter Zion, es wird deine guldene Rose kommen, die vorige Herrschaft, das Konigreich der Tochter Jerusalem.
Zweite Lesung
Ihr Manner, Hebe Bruder und Vater, horet mein Verantworten an euch! Da sie aber horeten, daß er auf ebraisch zu ihnen redete, wurden sie noch stiller. Und er sprach: Ich bin ein judischer Mann, geboren zu Tarsus in Zilizien und erzogen in dieser Stadt zu den Füften Gamaliels, gelehret mit allem Fleift im vaterlichen Gesetz und war ein Eiferer urn Gott, gleichwie ihr alle seid heutigestages. Und habe diesen Weg verfolget bis an den Tod. Ich band sie und uberantwortete sie ins Gefangnis, beide, Mann und Weib, wie mir auch der Hohepriester und der ganze Haufe der Altesten Zeugnis gibt, von welchen ich Briefe nahm an die Bruder, und reisete gen Damaskus, daß ich, die daselbst waren, gebunden fuhrete gen Jerusalem, daß sie gepeiniget wurden. Es geschah aber, da ich hinzog und nahe an Damaskus kam, urn den Mittag, umblickte mich schnell ein grofies Licht vom Himmel. Und ich fiel zum Erdboden und horete eine Stimme, die sprach zu mir: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Ich antwortete aber: Herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgest. Die aber mit mir waren, sahen das Licht und erschraken; die Stimme aber des, der mit mir redete, horeten sie nicht. Ich sprach aber: Herr, was soil ich tun? Der Herr aber sprach zu mir: Stehe auf und gehe gen Damaskus; da wird man dir sagen von allem, was dir zu tun verordnet ist. Als ich aber vor Klarheit dieses Lichtes nicht sehen konnte, ward ich bei der Hand geleitet von denen, die mit mir waren, und kam gen Damaskus. Es war aber ein gottesfurchtiger Mann nach dem Gesetz, Ananias, der ein gut Gerucht hatte bei alien Juden, die daselbst wohneten. Der kam zu mir und trat vor mich hin und sprach zu mir: Saul, lieber Bruder, siehe auf! Und ich sah ihn an zu derselbigen Stunde. Er aber sprach: Der Gott unserer Vater hat dich verordnet, dafi du seinen Willen erkennen solltest und sehen den Gerechten und horen, die Stimme aus seinem Munde. Denn du wirstsein Zeuge zu alien Menschen sein des, das du gesehen und gehoret hast. Und nun, was verziehstdu? Stehe auf und laft dich taufen und abwaschen deine Sünden und rufe an den Namen des Herrn. Es geschah aber, da ich wieder gen Jerusalem kam und betete im Tempel, dafi ich entzucket ward und sah ihn. Da sprach erzu mir: Eile und mache dich behend von Jerusalem hinaus: denn sie werden nicht aufnehmen dein Zeugnis von mir. Und ich sprach: Herr, sie wissen selbst, daß ich gefangenlegte und staupte die, so an dich glaubten, in den Schulen hin und wieder. Und da das Blut des Stephanus, deines Zeugen, vergossen ward, stund ich auch daneben und hatte Wohlgefallen an seinem Tode und verwahrete denen die Kleider, die ihn toteten. Und er sprach zu mir: Gehe hin; denn ich will dich feme unter die Heiden senden. Sie horeten ihm aber zu bis auf dies Wort und huben ihre Stimme auf und sprachen: Hinweg mit solchem von der Erde; denn es ist nicht billig, daß er leben soil! Da sie aber schrieen und ihre Kleider abwarfen und den Staub in die Luft warfen, hieft ihn der Hauptmann in das Lager führen und sagte, daß man ihn staupen und ertragen solite, daß er erfuhre urn weicher Ursache willen sie also uber ihn riefen. Als er ihn aber mit Riemen anband, sprach Paulus zu dem Unterhauptmann, der dabeistund: Ist's auch recht bei euch, einen romischen Menschen ohne Urteil und Recht geifteln? Da das der Unterhauptmann horete, ging er zu dem Oberhauptmann und verkundigte ihm und sprach: Was willst du machen? Dieser Mensch ist romisch. Da kam zu ihm der Oberhauptmann und sprach zu ihm: Sage mir, bist du romisch? Er aber sprach: Ja. Und der Oberhauptmann antwortete: Ich habe dies Burgerrecht mit grofter Summe zuwege gebracht. Paulus aber sprach: Ich aber bin auch romisch geboren. Da traten alsbald von ihm ab, die ihn befragen sollten. Und der Oberhauptmann furchtete sich, da er vernahm, daß er romisch war, und er ihn gebunden hatte. Des andern Tages wollte er gewift erkunden, warum er verklaget würde von den Juden, und losete ihn von den Banden und hieft die Hohenpriester und ihren ganzen Rat kommen und fuhrete Paulus hervor und stellete ihn unter sie.
Zweite Lesung
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, zubereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und horete eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen! Und erwird bei ihnen wohnen; und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tranen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerzen wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewif L Und er sprach zu mir: Es istgeschehen. Ich bin das A und das O der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunn des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet der wird's alles ererben; und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Den Verzagten aber und Unglaubigen, den Greulichen und Totschlagern und Hurern und Zauberern und Abgottischen und alien Lugnern, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennet, welches ist der andere Tod. Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll hatten der letzten sieben Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes. Und fuhrete mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem Himmel von Gott. Und hatte die Herrlichkeit Gottes; und ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis. Und hatte große und hohe Mauern und hatte zwolf Tore und auf den Toren zwolf Engel und Namen geschrieben, welche sind die zwolf Geschlechter der Kinder Israel: vom Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, vom Mittag drei Tore, vom Abend drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwolf Grunde und in denselbigen die Namen der zwolf Apostel des Lammes. Und der mit mir redete, hatte ein gulden Rohr, daß er die Stadt messen sollte und ihre Tore und Mauern. Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Lange ist so groß als die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf zwolftausend Feldwegs. Die Lange und die Breite und die Hohe der Stadt sind gleich. Und er maß ihre Mauern, hundertvierundvierzig Ellen, nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat. Und der Bau ihrer Mauern war von Jaspis und die Stadt von lauterem Golde gleich dem reinen Glase. Und die Grunde der Mauern und der Stadt waren geschmuckt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grund war ein Jaspis; der andere ein Saphir, der dritte ein Chalzedonier, der vierte ein Smaragd, der funfte ein Sardonich, der sechste ein Sardis, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryli, der neunte ein Topasier, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwolfte ein Amethyst. Und die zwolf Tore waren zwolf Perlen, und ein jeglich Tor war von einer Perle. Und die Gassen der Stadt waren lauter Gold, als ein durchscheinend Glas. Und ich sah keinen Tempel darinnen; denn der Herr, der allmachtige Gott, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihrscheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und die Heiden, die da selig werden, wandeln in demselbigen Licht. Und die Konige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in dieselbige bringen. Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages; denn da wird keine Nacht sein. Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Heiden in sie bringen. Und wird nicht hineingehen irgendein Gemeines, und das da Greuel tut und Lugen, sondern die geschrieben sind in dem lebendigen Buch des Lammes.
Zweite Lesung
Das ist nun die Summa, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzet zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestat im Himmel; und ist ein Pfleger der heiligen Güter und der wahrhaftigen Hutte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch. Denn ein jeglicher Hoherpriester wird eingesetzt, zu opfern Gaben und Opfer. Darum muß auch dieser etwas haben, das er opfere. Wenn er nun auf Erden ware, so ware er nicht Priester, dieweil da Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern, welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten der himmlischen Guter; wie die gottliche Antwort zu Mose sprach, da ersollte die Hutte vollenden: Schaue zu, sprach er, daß du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeiget ist. Nun aber hat er ein besser Amt erlanget, als der eines besseren Testaments Mittler ist, welches auch auf besseren Verheißungen stehet. Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen ware, wurde nicht Raum zu einem andern gesucht. Denn er tadelt sie und sagt: Siehe, es kommen die Tage, spricht der Herr, dafi ich uber das Haus Israel und uber das Haus Juda ein neu Testament machen will; nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren Vatern an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszuführen aus Agyptenland. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament; so habe ich ihrer auch nicht wollen achten, spricht der Herr. Denn das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will geben meine Gesetze in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich sie schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und soil nicht lehren jemand seinen Nachsten noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herm! Denn sie sollen mich alle kennen, von dem Kleinsten an bis zu dem Großten. Denn ich will gnadig sein ihrer Untugend und ihren Sünden, und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehrgedenken. Indem er sagt: Ein neues, macht er das erste alt. Was aber alt und uberjahret ist, das ist nahe bei seinem Ende.
Zweite Lesung
Evangelium
Und er fing abermal an zu lehren am Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er mulite in ein Schiff treten und auf dem Wasser sitzen. Und alles Volk stund auf dem Lande am Meer. Und erpredigte ihnen lange durch Gleichnisse. Und in seiner Predigt sprach er zu ihnen: Horet zu! Siehe, es ging ein Samann aus, zu saen. Und es begab sich, indem er sate, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vogel unter dem Himmel und fralien's auf. Etliches fiel in das Steinige, da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, verdorrete es. Und etliches fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht: Und etliches fiel auf ein gut Land und brachte Frucht, die da zunahm und wuchs; und etliches trug dreilügfaltig und etliches sechzigfaltig und etliches hundertfaltig. Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu horen, der hore! Und da er allein war, fragten ihn urn dieses Gleichnis, die urn ihn waren, samt den Zwolfen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reichs Gottes zu wissen; denen aber draulien widerfahret es alles durch Gleichnisse, auf daß siees mitsehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit horenden Ohren horen und doch nicht verstehen, auf daß sie sich nicht dermal einst bekehren, und ihre Sünden ihnen vergeben werden. Und er sprach zu ihnen: Verstehet ihr dieses Gleichnis nicht, wie wollet ihr denn die andern alle verstehen? Der Samann saet das Wort. Diese sind's aber, die an dem Wege sind, wo das Wort gesaet wird, und sie es gehoret haben; so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, das in ihr Herz gesaet war. Also auch die sind's, die aufs Steinige gesaet sind; wenn sie das Wort gehoret haben, nehmen sie es bald mit Freuden auf und haben keine Wurzel in ihnen, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Trubsal Oder Verfolgung urn des Worts willen erhebt, so argern sie sich alsbald. Und diese sind's, die unter die Dornen gesaet sind, die das Wort horen, und die Sorge dieser Welt und der betrugliche Reichtum und viel andere Lüste gehen hinein und ersticken das Wort, und bleibet ohne Frucht. Und diese sind's, die auf ein gut Land gesaet sind, die das Wort horen und nehmen's an und bringen Frucht, etlicher dreilügfaltig und etlicher sechzigfaltig und etlicher hundertfaltig. Und er sprach zu ihnen: Zundet man auch ein Licht an, daß man's unter einen Scheffel Oder unter einen Tisch setze? Mitnichten, sondern daß man's auf einen Leuchter setze. Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts FHeimliches, das nicht hervorkomme. Wer Ohren hat zu horen, der hore! Und sprach zu ihnen: Sehet zu, was ihr horet! Mit welcherlei Mali ihr messet, wird man euch wieder messen; und man wird noch zugeben euch, die ihr dies horet. Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird man nehmen, auch was er hat. Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schlaft und stehet auf Nacht und Tag, und der Same gehet auf und wachset, daß er's nicht weili. Denn die Erde bringt von ihr selbst zum ersten das Gras, danach die Ahren, danach den vollen Weizen in den Ahren. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schicket er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da. Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden? Gleichwie ein Senfkorn, wenn das gesaet wird aufs Land, so ist's das kleinste unter alien Samen auf Erden. Und wenn es gesaet ist, so nimmt es zu und wird grolier denn alle Kohlkrauter und gewinnet grolie Zweige, also daß die Vogel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen konnen. Und durch vieie solche Gleichnisse sagte er ihnen das Wort, nach dem sie es horen konnten. Und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen; aber insonderheit legte er's seinen Jungern alles aus. Und an demselbigen Tage, des Abends, sprach erzu ihnen: Lalit uns hinuberfahren! Und sie lielien das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; und es waren mehr Schiffe bei ihm. Und es erhub sich ein grolier Windwirbel und warf die Wellen in das Schiff, also daß das Schiff voll ward. Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sieweckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, daß wir verderben? Und er stund auf und bedrauete den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und ward eine grolie Stille. Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr furchtsam? Wie, daß ihr keinen Glauben habt? Und sie furchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Denn Wind und Meer sind ihm gehorsam.
Abendgebet — Zweite Lesung
Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prufet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeglicher Geist, der da bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist von Gott; und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehoret, daß er kommen werde, und ist jetzt schon in der Welt. Kindlein, ihrseid von Gott und habtjene überwunden; denn der in euch ist, ist grolier, denn der in der Welt ist. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt horet sie. Wir sind von Gott, und wer Gott erkennet, der horet uns; welcher nicht von Gott ist, der horet uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott; und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht liebhat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe: Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern dad er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versohnung fur unsere Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gottalso geliebet, sosollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hatßottjemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist vollig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, dad er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und zeugen, dad der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt.
Evangelium
Das Volk aber drang hinzu. Da fing er an und sagte: Dies ist eine arge Art; sie begehret ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben denn nur das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona ein Zeichen war den Niniviten, also wird des Menschen Sohn sein diesem Geschlechte. Die Konigin von Mittag wird auftreten vordem Gerichte mit den Leuten dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam von der Welt Ende, zu horen die Weisheit Salomos. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Die Leute von Ninive werden auftreten vor dem Gerichte mit diesem Geschlecht und werden's verdammen; denn sie taten Bulie nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Niemand zundet ein Licht an und setzt es an einen heimlichen Ort, auch nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, auf daß, wer hineingehet, das Licht sehe. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn nun dein Auge einfaltig sein wird, so ist dein ganzer Leib licht. So aber dein Auge ein Schalk sein wird, so ist auch dein Leib finster. So schaue darauf, daß nicht das Licht in dir Finsternis sei! Wenn nun dein Leib ganz licht ist, daß er kein Stuck von Finsternis hat, so wird er ganz licht sein und wird dich erleuchten wie ein heller Blitz.
Evangelium
Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf? Er antwortete ihnen: Ich hab's euch jetzt gesagt; habt ihr's nicht gehoret? Was wollt ihr's abermal horen? Wollt ihr auch seine Junger werden? Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein Junger; wir aber sind Mose's Junger. Wir wissen, daß Gott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von wannen er ist. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wisset, von wannen er sei; und er hat meine Augen aufgetan! Wir wissen aber, daß Gott die Sunder nicht horet, sondern so jemand gottesfurchtig ist und tut seinen Willen, den horet er. Von der Welt an ist’s nicht erhoret, daü jemand einem gebornen Blinden die Augen aufgetan habe. Ware dieser nicht von Gott, er konnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sunden geboren und lehrest uns? Und stieften ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoften hatten. Und da er ihn fand, sprach erzu ihm: Glaubest du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist’s, auf daß ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist's. Er aber sprach: Herr, ich glaube; und betete ihn an.
Evangelium
Petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel urn die neunte Stunde, da man pflegte zu beten. Und es war ein Mann, lahm von Mutterleibe, der lieli sich tragen. Und sie setzten ihn taglich vor des Tempels Tur, die da heiliet die schone, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen. Da er nun sah Petrus und Johannes, daß sie wollten zum Tempel hineingehen, bat er urn ein Almosen. Petrus aber sah ihn an mit Johannes und sprach: Siehe uns an! Und er sah sie an, wartete, daß er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und wandele! Und griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Alsobald stunden seine Schenkel und Knochel fest; sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobete Gott. Und es sah ihn alles Volk wandeln und Gott loben. Sie kannten ihn auch, daß er's war, der urn das Almosen gesessen hatte vor der schonen Tur des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und Entsetzens uber dem, was ihm widerfahren war. Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heiliet Salomos, und wunderten sich. Als Petrus das sah, antwortete erdem Volk: Ihr Manner von Israel, was wundert ihr euch daruber, Oder was sehet ihr auf uns, als hatten wir diesen wandeln gemacht durch unsere eigene Kraft Oder Verdienst? Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Vater, hat sein Kind Jesum verklaret, welchen ihr uberantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, da derselbe urteilete, ihn loszulassen. Ihr aber verleugnetet den Heiligen und Gerechten und batet, daß man euch den Morder schenkte; aber den Fursten des Lebens habt ihr getotet. Den hat Gott auferwecket von den Toten; des sind wir Zeugen. Und durch den Glauben an seinen Namen hat er an diesem, den ihr sehet und kennet, bestatiget seinen Namen; und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben diese Gesundheit vor euren Augen. Nun, liebe Bruder, ich weiß, daß ihr's durch Unwissenheit getan habt wie auch eure Obersten. Gott aber, was er durch den Mund alter seiner Propheten zuvor verkundiget hat, wie Christus leiden sollte, hat's also erfullet. So tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden vertilget werden, auf daß da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesichte des Herrn, wenn, er senden wird den, der euch jetzt zuvor geprediget wird, Jesus Christus, welcher muß den Himmel einnehmen bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde alles, was Gott geredet hat durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von der Welt an. Denn Mose hat gesagt zu den Vatern: Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brudern gleichwie mich, den sollt ihr horen in allem, was er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, welche Seele denselbigen Propheten nicht horen wird, die soil vertilget werden aus dem Volk. Und alle Propheten von Samuel an und hernach, wieviel ihrer geredet haben, die haben von diesen Tagen verkundiget. Ihrseid der Propheten und des Bundes Kinder, welchen Gott gemacht hat mit euren Vatern, da er sprach zu Abraham: Durch deinen Samen sollen gesegnet werden alle Volker auf Erden. Euch zuvorderst hat Gott auferwecket sein Kind Jesum und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, daß ein jeglicher sich bekehre von seiner Bosheit.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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