Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Apostelgeschichte 14:1-7

Es geschah aber zu Ikonien, daß sie zusammenkamen und predigten in der Juden Schule, also daß eine grofte Menge der Juden und der Griechen glaubig ward. Die unglaubigen Juden aber erweckten und entrüsteten die Seelen der Heiden wider die Brüder. So hatten sie nun ihr Wesen daselbst eine lange Zeit und lehreten frei im Herm, welcher bezeugete das Wort seiner Gnade und lieft Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hande. Die Menge aber der Stadt spaltete sich; etliche hielten's mit den Juden und etliche mit den Aposteln. Da sich aber ein Sturm erhub der Heiden und der Juden und ihrer Obersten, sie zu schmahen und zu steinigen, wurden sie des inne und entflohen in die Stadte des Landes Lykaonien, gen Lystra und Derbe und in die Gegend umher und predigten daselbst das Evangelium.

Erste Lesung

Jesaja 23

Dies ist die Last uber Tyrus: Heulet, ihr Schiffe auf dem Meer, denn sie ist zerstoret, daß kein Haus da ist, noch jemand dahin zeucht. Aus dem Lande Chittim werden sie des gewahr werden. Die Einwohner der Inseln sind stille worden. Die Kaufleute zu Zidon, die durchs Meer zogen, fülleten dich. Und was fur Fruchte am Sihor und Getreide am Wasser wuchs, brachte man zu ihr hinein durch grofte Wasser; und du warest der Heiden Markt worden. Du magst wohl erschrecken, Zidon! Denn das Meer, ja die Feste am Meer spricht: Ich bin nicht mehr schwanger, ich gebare nicht mehr; so ziehe ich keine Junglinge auf und erziehe keine Jungfrauen. Gleichwie man erschrak, da man von Agypten horete, also wird man auch erschrecken, wenn man von Tyrus horen wird. Fahret hin aufs Meer; heulet, ihr Einwohner der Inseln! Ist das eure frohliche Stadt, die sich ihres Alters ruhmete? Ihre Fufte werden sie feme wegfuhren zu wallen. Wer hatte das gemeinet, daß es Tyrus, der Krone, so gehen sollte, so doch ihre Kaufleute Fursten sind und ihre Kramer die Herrlichsten im Lande? Der HERR Zebaoth hat's also gedacht, auf daß er schwachte alle Pracht der lustigen Stadt und verachtlich machte alle Herrlichen im Lande. Fahre hin durch dein Land wie ein Strom, du Tochter des Meers; da ist kein Gurt mehr. Er reckt seine Hand über das Meer und erschreckt die Konigreiche. Der HERR gebeut fiber Kanaan, zu vertilgen ihre Machtigen, und spricht: Du sollst nicht mehr frohlich sein, du geschandete Jungfrau, du Tochter Zidon! 0 Chittim, mach dich auf und zeuch fort; denn du muftt da nicht bleiben, sondern in der Chaldaer Land, das nicht ein Volk war, sondern Assur hat es angerichtet zu Schiffen und haben feste Turme drinnen aufgerichtet und Palaste aufgebauet. Aber sie ist gesetzt, daß sie geschleift werden soil. Heulet, ihr Schiffe auf dem Meer; denn eure Macht ist zerstoret. Zu der Zeit wird Tyrus vergessen werden siebenzig Jahre, solange ein Konig leben mag. Aber nach siebenzig Jahren wird man von Tyrus ein Hurenlied singen: Nimm die Harfe, gehe in der Stadt urn, du vergessene Hure; mach es gut auf dem Saitenspiel und singe getrost, auf daß dein wieder gedacht werde. Denn nach siebenzig Jahren wird der HERR Tyrus heimsuchen, daß sie wieder komme zu ihrem Hurenlohn und Hurerei treibe mit alien Konigreichen auf Erden. Aber ihr Kaufhandel und Hurenlohn werden dem HERRN heilig sein. Man wird sie nicht zu Schatz sammeln noch verbergen, sondern dievordem HERRN wohnen, werden ihr Kaufgut haben, daß sie essen und satt werden und wohl bekleidet sein.

Erste Lesung

1. Könige 18:1-19

Und uber eine lange Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr, und sprach: Gehe hin und zeige dich Ahab, daß ich regnen lasse auf Erden. Und Elia ging hin, daß er sich Ahab zeigete. Es war aber eine grolie Teurung zu Samaria. Und Ahab rief Obadja, seinem Hof meister. (Obadja aber furchtete den HERRN sehr. Denn da Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie in der Hohle, hie funfzig und da funfzig, und versorgete sie mit Brot und Wasser.) So sprach nun Ahab zu Obadja: Zeuch durchs Land zu alien Wasserbrunnen und Bachen, ob wir mochten Heu finden und die Rosse und Mauler erhalten, daß nicht das Vieh alies umkomme. Und sie teilten sich ins Land, daß sie es durchzogen. Ahab zog allein auf einem Weg und Obadja auch allein den andern Weg. Da nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia; und da er ihn kannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du nicht mein Herr Elia? Er sprach: Ja; gehe hin, sage deinem Herm: Siehe, Elia isthie. Er aber sprach: Was habe ich gesundiget, dad du deinen Knecht willst in die Hande Ahabs geben, dad er mich tote? So wahr der HERR, dein Gott, lebet, es ist kein Volk noch Konigreich, dahin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und wenn sie sprachen: Er ist nicht hie, nahm ereinen Eid von dem Konigreich und Volk, dad man dich nicht funden hatte. Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herm: Siehe, Elia isthie! Wenn ich nun hinginge von dir, so wurde dich der Geistdes HERRN wegnehmen, weid nicht wohin; und ich dann kame und sagte es Ahab an und fande dich nicht, so erwurgete er mich. Aber dein Knecht furchtet den HERRN von seiner Jugend auf. Ist's meinem Herm nicht angesagt, was ich getan habe, da Isebel die Propheten des HERRN erwurgete, dad ich der Propheten des HERRN hundert versteckte, hie funfzig und da fünfzig in der Hbhle, und versorgete sie mit Brot und Wasser? Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herm: Elia ist hie; dad er mich erwurge! Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebet, vor dem ich stehe, ich will mich ihm heute zeigen. Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging hin Elia entgegen. Und da Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du, der Israel verwirret? Er aber sprach: Ich verwirre Israel nicht, sondern du und deines Vaters Haus, damit dad ihr des HERRN Gebote verlassen habt und wandelt Baalim nach. Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Karmel und die vierhundertundfunfzig Propheten Baals, auch die vierhundert Propheten des Hains, die vom Tisch Isebels essen.

Morgengebet — Erste Lesung

Jesaja 6:1-11

Des Jahrs, da der Konig Usia starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl; und sein Saum fullete den Tempel. Seraphim stunden uber ihm, ein jeglicher hatte sechs Flugel; mitzween deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie ihre Fülie und mit zween flogen sie. Und einer riefzum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll! dal$ die Uberschwellen bebeten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauchs. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den Konig, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und ruhrete meinen Mund und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen geruhret, dati deine Missetat von dir genommen werde und deine Sunde versohnet sei. Und ich horete die Stimme des HERRN, daß er sprach: Wen soil ich senden? Werwill unser Bote sein? Ich aber sprach: Hie bin ich, sende mich! Und er sprach: Gehe hin und sprich zu diesem Volk: Horet es und verstehet es nicht; sehet es und merket es nicht! Verstocke das Herz dieses Volks und lali ihre Ohren dicke sein und blende ihre Augen, dati sie nicht sehen mit ihren Augen, noch horen mit ihren Ohren, noch verstehen mit ihrem Herzen und sich bekehren und genesen. Ich aber sprach: HERR, wie lange? Er sprach: Bis daß die Stadte wüste werden ohne Einwohner und Hauser ohne Leute und das Feld ganz wüst liege.

Epistel

Römer 11:33-36

0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Erste Lesung

Nehemia 4

Da aber Saneballat und Tobia und die Araber und Ammoniter und Asdoditer horeten, dad die Mauern zu Jerusalem zugemacht waren, und dad sie die Lucken angefangen hatten zu buden, wurden sie sehr zornig. Und machten allesamt einen Bund zu Haufen, dad sie kamen und stritten wider Jerusalem und machten drin einen Irrtum. Wir aber beteten zu unserm Gott und stelleten Hut uber sie Tag und Nacht gegen sie. Und Juda sprach: Die Kraft der Trager istzu schwach, und des Staubs ist zu viel; wir konnen an der Mauer nicht bauen. Unsere Widersacher aber gedachten: Sie sollen's nicht wissen noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie erwürgen und das Werk hindern. Da aber die Juden, die neben ihnen wohneten, kamen und sagten es uns wohl zehnmal, aus alien Orten, da sie urn uns wohneten, da stellete ich unten an die Orter hinter der Mauer in die Graben das Volk nach ihren Geschlechtern mit ihren Schwertern, Spielien und Bogen. Und besah es und machte mich auf und sprach zu den Ratsherren und Obersten und dem andern Volk: Furchtet euch nicht vor ihnen! Gedenket an den grolien, schrecklichen HERRN und streitet fur eure Bruder, Sohne, Tochter, Weiber und Hauser. Da aber unsere Feinde horeten, daß es uns war kund worden, machte Gott ihren Rat zunichte. Und wir kehrten alle wieder zur Mauer; ein jeglicher zu seiner Arbeit. Und es geschah hinfurder, daß der Junglinge die Halfte taten die Arbeit, die andere Halfte hielten Spiefie, Schilde, Bogen und Panzer; und die Obersten stunden hinter dem ganzen Hause Juda, die da baueten an der Mauer und trugen Last von denen, die ihnen aufluden; mit einer Hand taten sie die Arbeit und mit der andern hielten sie die Waffen. Und ein jeglicher, der da bauete, hattesein Schwert an seine Lenden gegurtet und bauete also; und der mit der Posaune blies, war neben mir. Und ich sprach zu den Ratsherren und Obersten und zum andern Volk. Das Werk ist grofi und weit, und wirsind zerstreuet aufder Mauer, feme voneinander. An welchem Ort ihr nun die Posaune lauten horet, dahin versammelt euch zu uns. Unser Gott wird fur uns streiten; so wollen wir am Werk arbeiten. Und ihre Halfte hielt die Spiefie von dem Aufgang der Morgenrote, bis die Sterne hervorkamen. Auch sprach ich zu der Zeit zum Volk: Ein jeglicher bleibe mit seinem Knaben uber Nacht zu Jerusalem, daß wir des Nachts der Hut und des Tages der Arbeit warten. Aber ich und meine Bruder und meine Knaben und die Manner an der Hut hinter mir, wir zogen unsere Kleider nicht aus; ein jeglicher lieli das Baden anstehen.

Morgengebet — Zweite Lesung

Offenbarung 1

Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in der Kürze geschehen soil; und hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knecht Johannes, der bezeuget hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesu Christo, was er gesehen hat. Selig ist, der da lieset, und die da horen die Worte der Weissagung und behalten, was darinnen geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe. Johannes den sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist, und der da war, und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl, und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborne von den Toten und ein Furst der Konige auf Erden; der uns geliebet hat und gewaschen von den Sunden mit seinem Blut und hat uns zu Konigen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater: demselbigen sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken; und es werden ihn sehen alle Augen, und die ihn gestochen haben; und werden heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der da ist, und der da war, und der da kommt, der Allmachtige. Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trubsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heifit Patmos, urn des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi. Ich war im Geist an des Herrn Tag und horete hinter mir eine große Stimme als einer Posaune, die sprach: Ich bin das A und das 0, der Erste und der Letzte; und was du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien, gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodicea. Und ich wandte mich urn, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich wandte, sah ich sieben guldene Leuchter und mitten unterden sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohn gleich, der war angetan mit einem Kittel und begurtet um die Brust mit einem guldenen Gürtel. Sein Hauptaber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße gleich wie Messing, das im Ofen glühet, und seine Stimme wie groß Wasserrauschen; und hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharf, zweischneidig Schwert, und sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Fußen wie ein Toter. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Furchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot; und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Holle und des Todes. Schreibe, was du gesehen hast, und was da ist, und was geschehen soil danach, das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und die sieben guldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind sieben Gemeinden.

Antwortpsalm

Psalmen 90

Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. HERR Gott, du bist unsere Zuflucht fur und fur. Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, der du die Menschen lassest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. Du lassest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf, gleichwie ein Gras, das doch bald welkwird, das da frühe blühet und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorret. Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plotzlich dahin müssen. Denn unsere Missetat stellest du vor dich, unsere unerkannte Sunde ins Licht vor deinem Angesichte. Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwatz. Unser Leben wahret siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre; und wenn's kostlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fahret schnell dahin, als flogen wir davon. Wer glaubt es aber, daß du so sehr zurnest? und wer furchtet sich vor solchem deinem Grimm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. HERR, kehre dich doch wiederzu uns und sei deinen Knechten gnadig! Fulle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und frohlich sein unser Leben lang. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern! Und der HERR, unser Gott, sei uns freundlich und fordere das Werk unserer Hande bei uns; ja das Werk unserer Hande wolle er fordern!

Evangelium

Matthäus 28:18-20

Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Volker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Antwortpsalm

Psalmen 19

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzahlen die Ehre Gottes, und die Feste verkundiget seiner Hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hore. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brautigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und lauft urn bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furchtdes HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind kostlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind sußerdenn Honig und Honigseim. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie halt, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie ofterfehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht uber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuidig bleiben großer Missetat. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprach meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erloser!

Antwortpsalm

Psalmen 147

Lobet den HERRN; denn unsern Gott loben, das ist ein kostlich Ding; solch Lob ist lieblich und schon. Der HERR bauet Jerusalem und bringet zusammen die Verjagten in Israel. Er heilet, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen. Er zahlet die Sterne und nennet sie alle mit Namen. Unser HERR ist graft und von grafter Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regieret. Der HERR richtet auf die Elenden und stoftet die Gottlosen zu Boden. Singet umeinander dem HERRN mit Dank und lobet unsern Gott mit Harfen, der den Himmel mit Wolken bedeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Bergen wachsen laftt; der dem Vieh sein Futtergibt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Starke des Rosses noch Gefallen an jemandes Beinen. Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn furchten, die auf seine Güte hoffen. Praise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott! Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder drinnen. Er schaffet deinen Grenzen Frieden und sattiget dich mit dem besten Weizen. Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort lauft schnell. Ergibt Schnee wie Wolle, er streuet Reifwie Asche. Er wirft seine Schloften wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost? Erspricht, so zerschmilzt es; er laftt seinen Wind wehen, so tauet's auf. Er zeiget Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte. So tut er keinen Heiden, noch laftt sie wissen seine Rechte. Halleluja!

Antwortpsalm

Psalmen 145

Ein Lob Davids. Ich will dich erhohen, mein Gott, du Konig, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich taglich loben und deinen Namen ruhmen immer und ewiglich. Der HERR ist groß und sehr loblich, und seine Große ist unaussprechlich. Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen. Ich will reden von deiner herrlichen, schonen Pracht und von deinen Wundern, daß man solle reden von deinen herrlichen Taten und daß man erzahle deine Herrlichkeit, daß man preise deine große Güte und deine Gerechtigkeit ruhme. Gnadig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. Der HERR ist alien gütig und erbarmet sich aller seiner Werke. Es sollen dir danken, HERR, alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben und die Ehre deines Konigreichs ruhmen und von deiner Gewalt reden, daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die ehrliche Pracht deines Konigreichs. Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft wahret fur und fur. Der HERR erhalt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Der HERR ist gerecht in alien seinen Wegen und heilig in alien seinen Werken. Der HERR ist nahe alien, die ihn anrufen, alien, die ihn mit Ernst anrufen. Ertut, was die Gottesfu rchtige n begehren, und horet ihrßchreien und hilft ihnen. Der HERR behutet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen. Mein Mund soil des HERRN Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!

Abendgebet — Erste Lesung

1. Mose 18

Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, da er saß an der Tur seiner Hutte, da der Tag am heißesten war. Und als er seine Augen aufhub und sah, siehe, da stunden drei Manner gegen ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tur seiner Hutte und buckte sich nieder auf die Erde und sprach: HERR, habe ich Gnade funden vor deinen Augen, so gehe nicht vor deinem Knechte uber. Man soil euch ein wenig Wassers bringen und eure Füfte waschen; und lehnet euch unter den Baum. Und ich will euch einen Bissen Brots bringen, dalj ihr euer Herz labet; danach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knechte kommen. Sie sprachen: Tue, wie du gesagt hast. Abraham eilete in die Hutte zu Sara und sprach: Eile und menge drei Mali Semmelmehl, knete und backe Kuchen. Er aber lief zu den Rindern und holete ein zart gut Kalb und gab's dem Knaben; der eilete und bereitete es zu. Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und trat vor sie unter dem Baum, und sie alien. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen in der Hutte. Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen, so ich lebe, siehe, so soli Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das horete Sara hinter ihm, hinter der Tur der Hutte. Und siewaren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also daß es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise. Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soil ich noch Wollust pflegen, und mein Herrauch alt ist! Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lachet des Sara und spricht: Meinest du, daß wahr sei, daß ich noch gebaren werde, so ich doch alt bin? Sollte dem HERRN etwas unmoglich sein? Urn diese Zeit will ich wieder zu dir kommen, so ich lebe, so soil Sara einen Sohn haben. Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie furchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also, du hast gelacht. Da stunden die Manner auf von dannen und wandten sich gegen Sodom; und Abraham ging mit ihnen, dafi ersie geleitete. Da sprach der HERR: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue, sintemal er ein groli und machtiges Volk soil werden, und alle Volker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen? Denn ich weili, erwird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm, daß sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist; auf daß der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheilien hat. Und der HERR sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorrha, das ist groli, und ihre Sünden sind fast schwer. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich kommen ist; Oder ob's nicht also sei, daß ich's wisse. Und die Manner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? Es mochten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben urn fünfzig Gerechter willen, die drinnen waren? Das sei feme von dir, daß du das tust und totest den Gerechten mit dem Gottlosen, daß der Gerechte sei gleich wie der Gottlose; das sei feme von dir, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten. Der HERR sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich urn ihretwillen all den Orten vergeben. Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu reden mit dem HERRN, wiewohl ich Erde und Asche bin. Es mochten vielleicht fünf weniger denn fünfzig Gerechte drinnen sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben urn der fünfe willen? Er sprach: Finde ich drinnen fünfundvierzig, will ich sie nicht verderben. Und er fuhr weiter mit ihm zu reden, und sprach: Man mochte vielleicht vierzig drinnen finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun urn der vierzig willen. Abraham sprach: Zürne nicht, HERR, dafi ich noch mehr rede. Man mochte vielleicht dreilüg drinnen finden. Er aber sprach: Finde ich dreifüg drinnen, so will ich ihnen nichts tun. Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mit dem HERRN zu reden. Man mochte vielleicht zwanzig drinnen finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben urn der zwanzig willen. Und er sprach: Ach zürne nicht, HERR, daß ich nur noch einmal rede. Man mochte vielleicht zehn drinnen finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben urn der zehn willen. Und der HERR ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte wieder hin an seinen Ort.

Zweite Lesung

Apostelgeschichte 27

Da es aber beschlossen war, daß wir nach Welschland schiffen sollten, ubergaben sie Paulus und etliche andere Gefangene dem Unterhauptmann mit Namen Julius von der kaiserlichen Schar. Da wiraber in ein adramyttisch Schifftraten, daß wir an Asien hin schiffen sollten, fuhren wir vom Lande; und es war mit uns Aristarchus aus Mazedonien von Thessalonich. Und kamen des andern Tages an zu Sidon. Und Julius hielt sich freundlich gegen Paulus, erlaubte ihm, zu seinen guten Freunden zu gehen und seiner zu pflegen: Und von dannen stießen wir ab und schifften unter Zypern hin, darum daß uns die Winde entgegen waren. Und schiffeten auf dem Meer vor Zilizien und Pamphylien uber und kamen gen Myra in Lyzien. Und daselbstfand der Unterhauptmann ein Schiff von Alexandrien; das schiffte nach Welschland und lud uns darauf. Da wir aber langsam schifften und in viel Tagen kaum gegen Knidus kamen (denn der Wind wehrete uns), schifften wir unter Kreta hin nach der Stadt Salmone. Und zogen kaum voruber, da kamen wir an eine Statte, die da heißet Gutfurt; dabei war nahe die Stadt Lasaa. Da nun viel Zeit vergangen war, und nunmehr gefahrlich war zu schiffen, darum daß auch das Fasten schon voruber war, vermahnete sie Paulus und sprach zu ihnen: Liebe Manner, ich sehe, daß die Schiffahrt will mit Beleidigung und großem Schaden ergehen, nicht allein der Last und des Schiffes, sondern auch unsers Lebens. Aber der Unterhauptmann glaubte dem Schiffsherm und dem Schiffsmann mehr denn dem, was Paulus sagte. Und da die Anfurt ungelegen war zu wintern, bestunden ihrerdas mehrere Teil auf dem Rat, von dannen zu fahren, ob sie konnten kommen gen Phonix zu wintern, welches ist eine Anfurt an Kreta, gegen den Wind Südwest und Nordwest. Da aber der Sudwind wehete, und sie meineten, sie hatten nun ihr Vornehmen, erhuben sie sich gen Assos und fuhren an Kreta hin. Nicht lange aber danach erhub sich wider ihr Vornehmen, eine Windsbraut, die man nennet Nordost. Und da das Schiff ergriffen ward und konnte sich nicht wider den Wind richten, gaben wir's dahin und schwebeten also. Wir kamen aber an eine Insel, die heißet Klauda; da konnten wir kaum einen Kahn ergreifen. Den huben wir auf und brauchten der Hilfe und banden ihn unten an das Schiff; denn wir fürchteten, es mochte in die Syrte fallen, und lieften das Gefaft hinunter und fuhren also. Und da wir graft Ungewitter erlitten hatten, da taten sie des nachsten Tages einen Auswurf. Und am dritten Tage warfen wir mit unsern Handen aus die Bereitschaft im Schiffe. Da aber in vielen Tagen weder Sonne noch Gestirn erschien, und nicht ein klein Ungewitter uns wider war, war alle Hoffnung unsers Lebens dahin. Und da man lange nicht gegessen hatte, trat Paulus mitten unter sie und sprach: Liebe Manner, man sollte mir gehorchet und nicht von Kreta aufgebrochen haben und uns dieses Leides und Schadens überhoben haben. Und nun ermahne ich euch, daß ihr unverzagt seid; denn keines Leben aus uns wird umkommen ohne das Schiff. Denn diese Nacht ist bei mir gestanden der Engel Gottes, des ich bin, und dem ich diene, und sprach: Furchte dich nicht, Paulus; du muftt vor den Kaiser gestellet werden; und siehe, Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir schiffen. Darum, liebe Manner, seid unverzagt; denn ich glaube Gott, es wird also geschehen, wie mir gesagt ist. Wir müssen aber anfahren an eine Insel. Da aber die vierzehnte Nacht kam, und wir in Adria fuhren urn die Mitternacht, wahneten die Schiffsleute, sie kamen etwa an ein Land. Und sie senkten den Bleiwurf ein und fanden zwanzig Klafter tief. Und uber ein wenig von dannen senkten sie abermal und fanden funfzehn Klafter. Da fürchteten sie sich, sie würden an harte Orte anstoften, und warfen hinten vom Schiffe vier Anker und wünschten, daß es Tag wurde. Da aber die Schiffsleute die Flucht suchten aus dem Schiffe und den Kahn niederlieften in das Meer und gaben vor, sie wollten die Anker vorne aus dem Schiffe lassen, sprach Paulus zu dem Unterhauptmann und zu den Kriegsknechten: Wenn diese nicht im Schiff bleiben, so konnt ihr nicht beim Leben bleiben. Da hieben die Kriegsknechte die Stricke ab von dem Kahn und lieften ihn fallen. Und da es anfing licht zu werden, ermahnete sie Paulus alle, daß sie Speise nahmen, und sprach: Es ist heute der vierzehnte Tag, daß ihr wartet und ungegessen geblieben seid und habt nichts zu euch genommen. Darum ermahne ich euch, Speise zu nehmen, euch zu laben; denn es wird euer keinem ein Haar von dem Haupt entfallen. Und da er das gesagt, nahm er das Brat, dankete Gott vor ihnen alien und brach's und fing an zu essen. Da wurden sie alle gutes Muts und nahmen auch Speise. Unserwaren aber alle zusammen im Schiff zweihundert und sechsundsiebenzig Seelen. Und da sie satt wurden, erleichterten sie das Schiff und warfen das Getreide in das Meer. Da es aber Tag ward, kannten sie das Land nicht. Einer Anfurt aber wurden sie gewahr, die hatte ein Ufer; dahinan wollten sie das Schiff treiben, wo es moglich ware. Und da sie die Anker aufgehoben, lieften sie sich dem Meer und loseten die Ruderbande auf und richteten den Segelbaum nach dem Winde und trachteten nach dem Ufer. Und da wir fuhren an einen Ort, der auf beiden Seiten Meer hatte, stieft sich das Schiff an, und das Vorderteil blieb fest stehen unbeweglich; aber das Hinterteil zerbrach von der Gewalt der Wellen. Die Kriegsknechte aber hatten einen Rat, die Gefangenen zu toten, daß nicht jemand, so herausschwomme, entflohe. Aber der Unterhauptmann wollte Paulus erhalten und wehrete ihrem Vornehmen und hieft, die da schwimmen konnten, sich zuerst in das Meer lassen und entrinnen an das Land, die andern aber, etliche auf den Brettern, etliche auf dem, was vom Schiffe war. Und also geschah es, daß sie alle erhalten zu Lande kamen.

Zweite Lesung

Römer 4

Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, daß ergefunden habe nach dem Fleisch? Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat erwohl Ruhm, aber nicht vor Gott. Was sagt denn die Schrift? Abraham hat Gott geglaubet, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Dem aber, der mit Werken umgehet, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. Dem aber, der nicht mit Werken umgehet, glaubet aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. Nach welcher Weise auch David sagt, daß die Seligkeit sei allein des Menschen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke, da er spricht: Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind, und welchen ihre Sunden bedecket sind. Selig ist der Mann, welchem Gott keine Sünde zurechnet. Nun, diese Seligkeit, gehet sie uber die Beschneidung Oder uber die Vorhaut? Wir mussen je sagen, daß Abraham sei sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet. Wie ist er ihm denn zugerechnet, in der Beschneidung Oder in der Vorhaut? Ohne Zweifel nicht in der Beschneidung, sondern in der Vorhaut. Das Zeichen aber der Beschneidung empfing er zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er noch in der Vorhaut hatte, auf daß er würde ein Vater aller, die da glauben in der Vorhaut, daß denselbigen solches auch gerechnet werde zur Gerechtigkeit und würde auch ein Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die von der Beschneidung sind, sondern auch derer, die wandeln in den Fufttapfen des Glaubens, welcher war in der Vorhaut unsers Vaters Abraham. Denn die Verheiftung, daß er sollte sein der Welt Erbe, ist nicht geschehen Abraham Oder seinem Samen durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. Denn wo die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube nichts, und die Verheißung ist ab. Sintemal das Gesetz richtet nur Zorn an; denn wo das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Ubertretung. Derhalben muiß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf daß sie sei aus Gnaden, und die Verheiftung test bleibe allem Samen, nicht dem alleine, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater, wie geschrieben stehet: Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Heiden vor Gott, dem du geglaubet hast, der da lebendig machet die Toten und rufet dem, das nicht ist, daß es sei. Und er hat geglaubet auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf daß er würde ein Vater vieler Heiden, wie denn zu ihm gesagt ist: Also soli dein Same sein. Und erward nichtschwach imßlauben, sah auch nicht an seinen eigenen Leib, welcher schon erstorben war, weil er fast hundertjahrig war, auch nicht den erstorbenen Leib der Sara. Denn er zweifelte nicht an der Verheiliung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wuftte aufs allergewisseste, dad, was Gott verheiftet, das kann er auch tun. Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. Das ist aber nicht geschrieben allein urn seinetwillen, dad es ihm zugerechnet ist, sondern auch um unsertwillen, welchen es soli zugerechnet werden, so wir glauben an den, der unsern Herrn Jesum auferwecket hat von den Toten. welcher ist um unserer Sünden willen dahingegeben und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket.

Zweite Lesung

Hebräer 11:1-16

Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hoffet, und nicht zweifeln an dem, das man nicht siehet. Durch den haben die Alten Zeugnis überkommen. Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist, dafi alles, was man siehet, aus nichts worden ist. Durch den Glauben hat Abel Gott ein großer Opfer getan denn Kain, durch weichen er Zeugnis überkommen hat, daß er gerecht sei, da Gott zeugete von seiner Gabe; und durch denselbigen redet er noch, wiewohl er gestorben ist. Durch den Glauben ward Enoch weggenommen, dafi er den Tod nicht sahe, und ward nicht gefunden, darum daß ihn Gott wegnahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, daß er Gott gefallen habe. Aberohne Glauben ist's unmoglich, Gott gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde. Durch den Glauben hat Noah Gott geehret und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses, da er einen gottlichen Befehl empfing von dem das man noch nicht sah; durch weichen er verdammte die Welt und hat ererbet die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen in das Land, das er ererben sollte; und ging aus und wußte nicht, wo er hinkame. Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande als in einem fremden und wohnete in Hütten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselbigen Verheißung. Denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, welcher Baumeister und Schopfer Gott ist. Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, daß sie schwanger ward, und gebar fiber die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es verheißen hatte. Darum sind auch von einem, wie wohl erstorbenen Leibes, viele geboren wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Rande des Meeres, der unzahlig ist. Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheißung nicht empfangen, sondern sie von feme gesehen und sich der vertrostet und wohl genügen lassen und bekannt, daß sie Gaste und Fremdlinge auf Erden sind. Denn diesolches sagen, die geben zu verstehen, daß sie ein Vaterland suchen. Und zwar, wo sie dasgemeinet hatten, von welchem sie waren ausgezogen, hatten sie ja Zeit, wieder umzukehren. Nun aber begehren sie eines besseren, namlich eines himmlischen. Darum schamet sich Gott ihrer nicht, zu heißen ihr Gott; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet.

Zweite Lesung

1. Petrus 8:1-10

Evangelium

Markus 9

Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes mit Kraft kommen. Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus, Jakobus und Johannes und fuhrte sie auf einen hohen Berg besonders alleine und verklarete sich vor ihnen. Und seine Kleider wurden hell und sehr weili wie der Schnee, daß sie kein Farber auf Erden kann so weili machen. Und es erschien ihnen Elia mit Mose und hatten eine Rede mit Jesu. Und Petrus antwortete und sprach zu Jesu: Rabbi, hier ist gut sein; lasset uns drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Er wulite aber nicht, was er redete; denn sie waren besturzt. Und es kam eine Wolke, die uberschattete sie. Und eine Stimme fiel aus der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr horen. Und bald danach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein Jesum bei ihnen. Da sie aber vom Berge herabgingen, verbot ihnen Jesus, daß sie niemand sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn auferstunde von den Toten. Und sie behielten das Wort bei sich und befragten sich untereinander: Was ist doch das Auferstehen von den Toten? Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen doch die Schriftgelehrten, daß Elia muti zuvor kommen. Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Elia soil ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen; dazu des Menschen Sohn soil viel leiden und verachtet werden, wie denn geschrieben stehet. Aber ich sage euch: Elia ist kommen, und sie haben an ihm getan, was sie wollten, nachdem von ihm geschrieben stehet. Und, er kam zu seinen Jüngem und sah viel Volks um sie und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen befragten. Und alsbald, da alles Volk ihn sah, entsetzten sie sich, liefen zu und grulieten ihn. Und erfragete die Schriftgelehrten: Was befraget ihr euch mit ihnen? Einer aber aus dem Volk antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist; und wo er ihn erwischet, so reilit er ihn und schaumet und knirschet mit den Zahnen und verdorret. Ich habe mit deinen Jüngem geredet, daß sie ihn austrieben, und sie konnen's nicht. Er antwortete ihm aber und sprach: O du unglaubiges Geschlecht, wie lange soil ich bei euch sein? Wie lange soil ich mich mit euch leiden? Bringet ihn her zu mir! Und sie brachten ihn her zu ihm. Und alsbald, da ihn der Geist sah, rili er ihn und fiel auf die Erde und walzete sich und schaumete. Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist's, daß ihm das widerfahren ist? Er sprach: Von Kind auf. Und oft hat er ihn in Feuer und Wasser geworfen, daß er ihn umbrachte. Kannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du konntet glauben! Alle Dinge sind moglich dem, der da glaubet. Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tranen und sprach: Ich glaube, lieber Herr; hilf meinem Unglauben! Da nun Jesus sah, daß das Volk zulief, bedrauete er den unsauberen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn! Da schrie er und rili ihn sehr und fuhr aus. Und er ward, als ware er tot, daß auch viele sagten: Er ist tot. Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stund auf. Und da er heimkam, fragten ihn seine Junger besonders: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Und er sprach: Diese Art kann mitnichten ausfahren denn durch Beten und Fasten. Und sie gingen von dannen hinweg und wandelten durch Galilaa; und erwollte nicht, daß es jemand wissen sollte. Er lehrete aber seine Junger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn wird uberantwortet werden in der Menschen Hande. Und sie werden ihn toten; und wenn er getotet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen. Sie aber vernahmen das Wort nicht und furchteten sich, ihn zu fragen. Und er kam gen Kapernaum. Und da er daheim war, fragte er sie: Was handeltet ihr miteinander auf dem Wege? Sie aber schwiegen; denn sie hatten miteinander auf dem Wege gehandelt, welcher der Grotite ware. Und er setzte sich und rief den Zwolfen und sprach zu ihnen: So jemand will der Erste sein, der soil der Letzte sein vor alien und aller Knecht. Und er nahm ein Kindlein und stellete es mitten unter sie und herzete dasselbige und sprach zu ihnen: Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolget; und wir verboten's ihm darum, daß er uns nicht nachfolget. Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen und moge bald ubel von mir reden. Wer nicht wider uns ist, der ist fur uns. Wer aber euch tranket mit einem Becher Wassers in meinem Namen darum, daß ihr Christo angehoret, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben. Und wer der Kleinen einen argert, die an mich glauben, dem ware es besser, daü ihm ein Muhlstein an seinen Hals gehanget wurde, und er ins Meer geworfen wurde. So dich aber deine Hand argert, so haue sie ab. Es ist dir besser, daß du als ein Kruppel zum Leben eingehest, denn daß du zwo Hande habest und fahrest in die Holle, in das ewige Feuer, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt. Argert dich dein Fuli, so haue ihn ab. Es ist dir besser, daß du lahm zum Leben eingehest, denn daü du zwei Fuße habest und werdest in die Holle geworfen, in das ewige Feuer, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt. Argert dich dein Auge, so wirfs von dir. Es ist dir besser, daß du einaugig in das Reich Gottes gehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das hollische Feuer geworfen, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt. Es muß alles mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz gesalzen. Das Salz ist gut; so aber das Salz dumm wird, womitwird man würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!

Abendgebet — Zweite Lesung

Epheser 4:17-32

So sage ich nun und zeuge in dem Herrn, dati ihr nicht mehr wandelt, wie die andern Heiden wandeln der Eitelkeit ihres Sinnes, welcher Verstand verfinstert ist, und sind entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens. welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem Geiz. Ihr aber habt Christum nicht also gelernet, so ihr anders von ihm gehoret habt und in ihm gelehret seid, wie in Jesu ein rechtschaffen Wesen ist. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Luge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nachsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zürnet, und sundiget nicht; lasset die Sonne nicht uber eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lasterer! Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Handen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen. Lasset kein faul Geschwatz aus eurem Munde gehen, sondern was nutzlich zur Besserung ist, da es not tut, daß es holdselig sei zu horen. Und betrubet nicht den Heiligen Geist Gottes, damit ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlosung. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lasterung sei feme von euch samt aller Bosheit. Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christo.

Evangelium

Lukas 12:49-59

Ich bin kommen, daß ich ein Feuer anzunde auf Erden; was wollt' ich lieber, denn es brennete schon! Aber ich muft mich zuvortaufen lassen mit einer Taufe; und wie ist mir so bange, bis sie vollendet werde! Meinet ihr, daß ich herkommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein: drei wider zwei und zwei wider drei. Es wird sein der Vater wider den Sohn und der Sohn wider den Vater, die Mutter wider die Tochter und die Tochter wider die Mutter, die Schwieger wider die Schnur und die Schnur wider die Schwieger. Er sprach aber zu dem Volk: Wenn ihr eine Wolke sehet aufgehen vom Abend, so sprecht ihr bald: Es kommt ein Regen; und es geschiehet also. Und wenn ihr sehet den Sudwind wehen, so sprecht ihr: Es wird, heift werden; und es geschiehet also. Ihr Heuchler, die Gestalt der Erde und des Himmels konnt ihr prüfen, wie prufet ihr aber diese Zeit nicht? Warum richtet ihr aber nicht an euch selber, was recht ist? So du aber mit deinem Widersacher vor den Fursten gehest, so tue Fleift auf dem Wege, daß du sein los werdest, auf daß er nicht etwa dich vor den Richter ziehe, und der Richter uberantworte dich dem Stockmeister, und der Stockmeister werfe dich ins Gefangnis. Ich sage dir, du wirst von dannen nicht herauskommen, bis du den allerletzten Scherf bezahlest.

Evangelium

Johannes 11:1-17

Es lag aber einer krank mit Namen Lazarus von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha. (Maria aber war, die den Herrn gesalbet hatte mit Salben und seine Füfte getrocknet mit ihrem Haar; derselbigen Bruder Lazarus war krank.) Da sandten seine Schwestern zu ihm und lieften ihm sagen: Herr, siehe, den du liebhast, der liegt krank. Da Jesus das horete, sprach er: Die Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, daß der Sohn Gottes dadurch geehret werde. Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus. Als er nun horete, daß er krank war, blieb er zwei Tage an dem Ort, da er war. Danach spricht er zu seinen Jungern: Lasset uns wieder nach Judaa ziehen! Seine Jünger sprachen zu ihm: Meister, jenesmal wollten die Juden dich steinigen, und du willst wieder dahin ziehen? Jesus antwortete: Sind nicht des Tages zwolf Stunden? Wer des Tages wandelt, der stoftet sich nicht, denn er siehet das Licht dieser Welt. Wer aber des Nachts wandelt, der stoftet sich, denn es ist kein Licht in ihm. Solches sagte er, und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schlaft; aber ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke. Da sprachen seine Junger: Herr, schlaft er, so wird's besser mit ihm. Jesus aber sagte von seinem Tode; sie meineten aber, er redete vom leiblichen Schlaf. Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben. Und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dagewesen bin, auf daß ihr glaubet. Aber lasset uns zu ihm ziehen! Da sprach Thomas, derda genannt ist Zwilling, zu den Jungern: Lasset uns mit ziehen, daß wir mit ihm sterben! Da kam Jesus und fand ihn, daß erschon vier Tage im Grabe gelegen war.

Evangelium

Apostelgeschichte 8

Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhub sich aber zu der Zeit eine große Verfolgung uber die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreueten sich alle in die Lander Judaa und Samarien ohne die Apostel. Es bestatteten aber Stephanus gottesfurchtige Manner und hielten eine große Klage über ihn. Saulus aber zerstorete die Gemeinde, ging hin und her in die Hauser und zog hervor Manner und Weiber und überantwortete sie ins Gefangnis. Die nun zerstreuet waren, gingen urn und predigten das Wort. Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christo. Das Volk aber horete einmütiglich und fleißig zu, was Philippus sagte, und sahen die Zeichen, die er tat. Denn die unsaubern Geister fuhren aus vielen Besessenen mitgroßem Geschrei; auch viel Gichtbrüchige und Lahme wurden gesund gemacht. Und ward eine große Freude in derselbigen Stadt. Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in derselbigen Stadt Zauberei trieb und bezauberte das samaritische Volk und gab vor, er ware etwas Großes. Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und groß, und sprachen: Der ist die Kraft Gottes, die da groß ist! Sie sahen aber darum auf ihn, daß er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte. Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi, ließen sich tauten beide, Manner und Weiber. Da ward auch der Simon glaubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, verwunderte er sich. Da aber die Apostel horeten zu Jerusalem, daß Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Welche, da sie hinabkamen, beteten sie über sie, daß sie den Heiligen Geist empfingen. (Denn erwar noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft auf den Namen Christi Jesu.) Da legten sie die Hande auf sie, und sie empfingen den Heiligen Geist. Da aber Simon sah, daß der Heilige Geist gegeben ward, wenn die Apostel die Hande aufiegten, bot er ihnen Geid an und sprach: Gebt mir auch die Macht, daß, so ich jemand die Hande auflege, derselbige den Heiligen Geist empfange. Petrus aber sprach zu ihm: Daß du verdammet werdest mit deinem Gelde, daß du meinest Gottes Gabe werde durch Geld erlanget! Du wirst weder Teil noch Anfall haben an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott. Darum tue Buße für diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben werden mochte die Tücke deines Herzens. Denn ich sehe, daß du bist voll bitterer Galle und verknüpft mit Ungerechtigkeit. Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herm für mich, daß der keines über mich komme, davon ihr gesagt habt! Sie aber, da sie bezeuget und geredet hatten das Wort des Herrn, wandten sie wieder um gen Jerusalem und predigten das Evangelium vielen samaritischen Flecken. Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Stehe auf und gehe gegen Mittag auf die Stralie, die von Jerusalem hinabgehet gen Gaza, die da wuste ist. Und er stund auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein Kammerer und Gewaltiger der Konigin Kandaze in Mohrenland, welcherwar uber ihre ganze Schatzkammer, der war kommen gen Jerusalem, anzubeten, und zog wieder heim und sali auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen. Da lief Philippus hinzu und horete, daß er den Propheten Jesaja las, und sprach: Verstehest du auch, was du liesest? Er aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und ermahnete Philippus, daß er auftrate und setzte sich zu ihm. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser: Er ist wie ein Schaf, zur Schlachtung gefuhret, und still wie ein Lamm vor seinem Scherer; also hat er nicht aufgetan seinen Mund. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht aufgehoben; wer wird aber seines Lebens Lange ausreden? Denn sein Leben ist von der Erde weggenommen. Da antwortete der Kammerer Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet solches, von ihm selber Oder von jemand anders? Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesu. Und als sie zogen der Stralie nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Kammerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, daß ich mich taufen lasse? Philippus aber sprach: Glaubest du von ganzem Herzen, so mag's wohl sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist. Und er hieft den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser, beide, Philippus und der Kammerer; und er taufete ihn. Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rückte der Geist des Herrn Philippus hinweg, und der Kammerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Stralie frohlich. Philippus aber ward funden zu Asdod und wandelte umher und predigte alien Stadten das Evangelium, bis daß er kam gen Caseraa.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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