Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Niemand betruge sich selbst! Welcher sich unter euch dünkt, weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, dafi er moge weise sein. Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es stehet geschrieben: Die Weisen erhaschet er in ihrer Klugheit. Und abermal: Der Herr weili der Weisen Gedanken, daß sie eitel sind. Darum ruhme sich niemand eines Menschen! Es ist alles euer, es sei Paulus Oder Apollo, es sei Kephas Oder die Welt, es sei das Leben Oder der Tod, es sei das Gegenwartige Oder das Zukunftige: alles ist euer. Ihr aber seid Christi; Christus aber ist Gottes.
Erste Lesung
Kommt herzu, ihr Heiden, und horet, ihr Volker, merket auf; die Erde hore zu, und was drinnen ist, der Weltkreis samt seinem Gewachse! Denn der HERR ist zornig uber alle Heiden und grimmig uber all ihr Heer; er wird sie verbannen und zum Schlachten überantworten. Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, daß der Gestank von ihren Leichnamen aufgehen wird und die Berge mit ihrem Blut flielien. Und wird alles Heer: des Himmels verfaulen, und der Himmel wird eingewickelt werden wie ein Brief, und all sein Heer wird verwelken, wie ein Blatt verwelket am Weinstock und wie ein dürr Blatt am Feigenbaum. Denn mein Schwert ist trunken im Himmel; und siehe, es wird herniederfahren auf Edom und uber das verbannte Volk zur Strafe. Des HERRN Schwert ist voll Bluts und dick von Fettem, vom Blut der Lammer und Bocke, von der Nieren Fett aus den Widdern; denn der HERR halt ein Schlachten zu Bozra und ein grofies Würgen im Lande Edom. Da werden die Einhorner samt ihnen herunter müssen und die Farren samt den gemasteten Ochsen. Denn ihr Land wird trunken werden von Blut, und ihre Erde dick werden von Fettem. Denn es ist der Tag der Rache des HERRN und das Jahr der Vergeltung, zu rachen Zion. Da werden ihre Bache zu Pech werden und ihre Erde zu Schwefel; ja, ihr Land wird zu brennendem Pech werden, das weder Tag noch Nacht verloschen wird, sondern ewiglich wird Rauch von ihr aufgehen, und wird fur und fur wuste sein, daß niemand dadurchgehen wird in Ewigkeit, sondern Rohrdommeln und Igel werden's inne haben, Nachteulen und Raben werden daselbst wohnen. Denn erwird eine Melischnur daruber ziehen, daß sie wuste werde, und ein Richtblei, daß sie ode sei, daß ihre Herren heilien müssen Herren ohne Land und alle ihre Fursten ein Ende haben. Und werden Dornen wachsen in ihren Palasten, Nesseln und Disteln in ihren Schlossern; und wird eine Behausung sein der Drachen und Weide fur die Strauften. Da werden untereinander laufen Marder und Geier, und ein Feldteufel wird dem andern begegnen; der Kobold wird auch daselbst herbergen und seine Ruhe daselbst finden. Der Igel wird auch daselbst nisten und legen, bruten und aushecken unter ihrem Schatten; auch werden die Weihen daselbst zusammenkommen. Suchet nun in dem Buch des HERRN und leset! Es wird nicht an einem derselbigen fehlen; man vermifit auch nicht dieses noch des. Denn er ist's, der durch meinen Mund gebeut, und sein Geist ist's, der es zusammenbringet. Er gibt das Los uber sie, und seine Hand teilt das Mali aus unter sie, daß sie darinnen erben ewiglich und darinnen bleiben fur und fur.
Erste Lesung
Im dritten Jahr Hoseas, des Sohns Elas, des Konigs Israels, ward Konig Hiskia, der Sohn Ahas des Konigs Judas. Und war funfundzwanzig Jahre alt, da er Konig ward, und regierete neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieft Abi, eine Tochter Sacharjas. Und tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David. Er tat ab die Hohen und zerbrach die Saulen und rottete die Haine aus und zerstieft die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte; denn bis zu der Zeit hatten ihr die Kinder Israel gerauchert, und man hieft sie Nehusthan. Ervertrauete dem HERRN, dem Gott Israels, daß nach ihm seinesgleichen nicht war unter alien Konigen Judas, noch vor ihm gewesen. Er hing dem HERRN an und wich nicht hinten von ihm ab und hielt seine Gebote, die der HERR Mose geboten hatte. Und der HERR war mit ihm; und wo erauszog, handelte er kluglich. Dazu ward er abtrunnig vom Konige zu Assyrien und war ihm nicht untertan. Er schlug auch die Philister bis gen Gasa und ihre Grenze, von den Schlossern an bis an die festen Stadte. Im vierten Jahr Hiskias, des Konigs Judas (das war das siebente Jahr Hoseas, des Sohns Elas, des Konigs Israels), da zog Salmanesser, der Konig zu Assyrien, herauf wider Samaria und belagerte sie; und gewann sie nach dreien Jahren, im sechsten Jahr Hiskias; das ist, im neunten Jahr Hoseas, des Konigs Israels, da ward Samaria gewonnen. Und der Konig zu Assyrien fuhrete Israel weg gen Assyrien und setzte sie zu Halah und Habor, am Wasser Gosan, und in die Stadte der Meder, darum daß sie nicht gehorchet hatten der Stimme des HERRN, ihres Gottes, und ubergangen hatten seinen Bund und alies, was Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte; der hatten sie keinem gehorchet noch getan.
Morgengebet — Erste Lesung
Da antwortete Bildad von Suah und sprach: Wie lange willst du solches reden und die Rede deines Mundes so einen stolzen Mut haben? Meinest du, daß Gott unrecht richte, Oder der Allmachtige das Recht verkehre? Haben deine Sohne vor ihm gesundiget, so hat er sie verstoßen urn ihrer Missetat willen. So du aber dich beizeiten zu Gott tust und dem Allmachtigen flehest, und du so rein und fromm bist, so wird er aufwachen zu dir und wird wieder aufrichten die Wohnung urn deiner Gerechtigkeit willen; und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach fast zunehmen. Denn frage die vorigen Geschlechter und nimm dir vor, zu forschen ihre Vater. (Denn wir sind von gestern her und wissen nichts; unser Leben ist ein Schatten auf Erden.) Sie werden dich's lehren und dirsagen und ihre Rede aus ihrem Herzen hervorbringen. Kann auch das Schilf aufwachsen, wo es nicht feucht stehet, Oder Gras wachsen ohne Wasser? Sonst wenn's noch in der Blute ist, ehe es abgehauen wird, verdorret es, ehe denn man Heu machet. So geht es alien denen, die Gottes vergessen, und die Hoffnung der Heuchler wird verloren sein. Denn seine Zuversicht vergehet, und seine Hoffnung ist eine Spinnwebe. Erverlasset sich auf sein Haus und wird doch nicht bestehen; erwird sich dran halten, aber doch nicht stehen bleiben. Es hat wohl Fruchte, ehe denn die Sonne kommt; und Reiser wachsen hervor in seinem Garten. Seine Saat stehet dicke bei den Quellen und sein Haus auf Steinen. Wenn er ihn aber verschlinget von seinem Ort, wird er sich gegen ihn stellen, als kennete er ihn nicht. Siehe, das ist die Freude seines Wesens; und werden andere aus dem Staube wachsen. Darum siehe, daß Gott nicht verwirft die Frommen und erhalt nicht die Hand der Boshaftigen, bis daß dein Mund voll Lachens werde und deine Lippen voll Jauchzens. Die dich aber hassen; werden zuschanden werden, und der Gottlosen Hütte wird nicht bestehen.
Epistel
Verwundert euch nicht, meine Bruder, ob euch die Welt hasset! Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn wir lieben die Bruder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschlager; und ihrwisset, daß ein Totschlager nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben fur uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben fur die Bruder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Guter hat und siehet seinen Bruder darben und schlielit sein Herz vor ihm zu: wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Erste Lesung
Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir! Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel. Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens! Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin, daß du behutet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer andern, die glatte Worte gibt. Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter und sah unter den Albernen und ward gewahr unter den Kindern eines narrischen Junglings, der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege an ihrem Hause, in der Dammerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war. Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig, wild und unbandig, daß ihre Fuße in ihrem Hause nicht bleiben konnen. Jetzt ist sie draulien, jetzt auf der Gasse und lauert an alien Ecken. Und erwischte ihn und kussete ihn unverschamt und sprach zu ihm: Ich habe Dankopfer fur mich heute bezahlet, fur meine Geiubde. Darum bin ich herausgegangen, dirzu begegnen, dein Angesicht fruhe zu suchen, und habe dich funden. Ich habe mein Bett schon geschmückt mit bunten Teppichen aus Agypten. Ich habe mein Lager mit Myrrhen, Aloes und Zinnamen besprengt. Komm, lali uns genug buhlen bis an den Morgen und lali uns der Liebe pflegen; denn der Mann ist nicht daheim, er isteinen fernen Weg gezogen; er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder heimkommen. Sie uberredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn ein mit ihrem glatten Munde. Er folgte ihr bald nach; wie ein Ochs zur Fleischbank gefuhrt wird, und wie zur Fessel, da man die Narren zuchtiget, bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltete, wie ein Vogel zum Strick eilet und weili nicht, daß ihm das Leben gilt. So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes. Lali dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und lali dich nicht verführen auf ihre Bahn! Denn sie hat viele verwundet und gefallet, und sind allerlei Machtige von ihr erwurget. Ihr Haus sind Wege zur Holle, da man hinunterfahrt in des Todes Kammer.
Morgengebet — Zweite Lesung
Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammed des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim lielie gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von feme kommen. Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wuste, daß wir sie sattigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jungern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und erdankte und hiefi dieselbigen auch vortragen. Sie alien aber und wurden satt und huben die ubrigen Brocken auf, sieben Korbe. Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lieli sie von sich. Und alsbald trater in ein Schiff mit seinen Jungern und kam in die Gegend Dalmanuthas. Und die Pharisaer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. Und er lieli sie und tratwiederum in das Schiff und fuhr heruber. Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot. Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharisaer und vor dem Sauerteig Herodes! Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist's, daß wir nicht Brot haben. Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verstandig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch? Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und horet nicht und denket nicht daran, da ich fünf Brote brach unter funftausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zwdlf. Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben. Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts? Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anruhrete. Und er nahm den Blinden bei der Hand und fuhrete ihn hinaus vor den Flecken und sputzete in seine Augen und legte seine Hande auf ihn, und fragte ihn, ob er etwas sahe. Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sahe ich Baume. Danach legte er abermal die Hande auf seine Augen und hieli ihn abermal sehen; und erward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte. Und erschickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen. Und Jesus ging aus und seine Junger in die Markte der Stadt Casarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Junger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Taufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus. Und er bedrauete sie, daß sie niemand von ihm sagen sollten. Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn muli viel leiden und verworfen werden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und fiber drei Tage auferstehen. Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich urn und sah seine Junger an und bedrauete Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jungern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben will behalten der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten. Was hulfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewonne und nahme an seiner Seele Schaden? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lose? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet unterdiesem ehebrecherischen und sundigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schamen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mitden heiligen Engeln.
Antwortpsalm
Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich. Saget, die ihr erloset seid durch den HERRN, die er aus der Not erloset hat und die er aus den Landern zusammengebracht hat vom Aufgang, vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer; die irregingen in der Wüste, in ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, da sie wohnen konnten, hungrig und durstig und ihre Seele verschmachtet; und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er sie errettete aus ihren Angsten und fuhrete sie einen richtigen Weg, daü sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten: die sollen dem HERRN danken urn seine Gute und urn seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, daß er sattiget die durstige Seele und füllet die hungrige Seele mit Gutem. Die da sitzen muüten in Finsternis und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen, darum daß sie Gottes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz des Hochsten geschandet hatten; darum mulite ihr Herz mit Unglück geplagt werden, daß sie dalagen, und ihnen niemand half; und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Angsten und sie aus der Finsternis und Dunkel fuhrete und ihre Bande zerrili: die sollen dem HERRN danken urn seine Gute und urn seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, daü er zerbricht eherne Türen und zerschlagt eiserne Riegel. Die Narren, so geplaget waren urn ihrer Ubertretung willen und urn ihrer Sunde wilien, daü ihnen ekelte vor aller Speise und wurden todkrank; und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Angsten; er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, daü sie nicht starben: die sollen dem HERRN danken urn seine Gute und urn seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, und Dank opfern und erzahlen seine Werke mit Freuden. Die mit Schiffen aufdem Meer fuhren und trieben ihren Handel in groften Wassern; die des HERRN Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer, wenn ersprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhub, und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte, daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wuftten keinen Rat mehr; und sie zum HERRN schrieen in ihrer Not, und er sie aus ihren Angsten führete und stillete das Ungewitter, daß die Wellen sich legten, und sie froh wurden, daß es stille worden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch: die sollen dem HERRN danken um seine Gute und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, und ihn bei der Gemeine preisen und bei den Alten rühmen. Die, weichen ihre Bache vertrocknet und die Wasserquellen versieget waren, daß ein fruchtbar Land nichts trug um der Bosheit willen derer, die drinnen wohneten; und er das Trockne wiederum wasserreich machte und im durren Lande Wasserquellen; und die Hungrigen dahin gesetzt hat, daß sie eine Stadt zurichteten, da sie wohnen konnten, und Acker besaen und Weinberge pflanzen mochten und die jahrlichen Fruchte kriegten; und er sie segnete, daß sie sich fast mehreten, und ihnen viel Viehes gab; die, welch niedergedruckt und geschwacht waren von dem Bosen, der sie gezwungen und gedrungen hatte, da Verachtung auf die Fürsten geschuttet war, daß alles irrig und wüste stund; und erden Armen schutzte vor Elend und sein Geschlecht wie eine Herde mehrete. Solches werden die Frommen sehen und sich freuen; und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden. Wer ist weise und behalt dies? So werden sie merken, wieviel Wohltat der HERR erzeiget.
Evangelium
Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein grod Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und siefingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und mud hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe funf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Flerrn wieder. Da ward der Flausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straden und Gassen der Stadt und führe die Armen und Kruppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Flerr, es ist geschehen, was du befohien hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraden und an die Zaune und notige sie hereinzukommen, auf dad mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, dad der Manner keiner; die geladen sind; mein Abendmahl schmecken wird.
Antwortpsalm
Warum toben die Heiden, und die Leute reden so vergeblich? Die Konige im Lande lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: Lasset uns zerreilien ihre Bande und von uns werfen ihre Seile! Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der HERR spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. Aber ich habe meinen Konig eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion. Ich will von einer solchen Weise predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget. Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt Ende zum Eigentum. Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Topfe sollst du sie zerschmeilien. So lalit euch nun weisen, ihr Konige, und lalit euch zuchtigen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem HERRN mit Furcht und freuet euch mit Zittern! Küssetden Sohn, daß er nicht zurne und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald anbrennen. Aber wohl alien, die auf ihn trauen!
Antwortpsalm
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githith. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in alien Landen, da man dir danket im Himmel! dem Munde der jungen Kinder und Sauglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dafi du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. Denn ich werde sehen die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitest. Was ist der Mensch, dafi du sein gedenkest; und des Menschen Kind, dafi du dich sein annimmst? Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen sein. Aber mit Ehren und Schmuck wirst du ihn kronen. Du wirst ihn zum Herrn machen uber deiner Hande Werk; alles hast du unter seine Fülie getan: Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere, die Vogel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer gehet. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in alien Landen!
Antwortpsalm
Die Unschuld Davids, davon ersang dem HERRN von wegen der Worte des Mohren, des Jeminiten. Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott! Hilf mir von alien meinen Verfolgern und errette mich, daß sie nicht wie Lowen meine Seele erhaschen und zerreiften, weil kein Erretter da ist. HERR, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen Handen; hab ich Boses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, Oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschadiget, so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela. auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich uber den Grimm meiner Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast, daß sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm wieder empor. Der HERR ist Richter fiber die Leute. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Frommigkeit. Lali der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fordere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, prufest Herzen und Nieren. Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der taglich drauet. Will man sich nicht bekehren, so hatersein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannet und zielet, und hat drauf gelegt todlich Geschoü; seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben. Siehe, der hat Boses im Sinn, mit Ungluck ist er schwanger; erwird aber einen Fehl gebaren. Er hat eine Grube gegraben und ausgefuhrt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Ungluck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine Scheitel fallen. Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhochsten.
Abendgebet — Erste Lesung
Hiob antwortete und sprach: Ja, ich weiß fast wohl, daß also ist, daß ein Mensch nicht rechtfertig bestehen mag gegen Gott. Hat er Lust, mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten. Er istweise und machtig wem ist's je gelungen, der sich wider ihn gelegt hat? Er versetzt Berge, ehe sie es inne werden, die er in seinem Zorn umkehret. Er weget ein Land aus seinem Ort, daß seine Pfeiler zittern. Er spricht zur Sonne, so gehet sie nicht auf, und versiegelt die Sterne. Er breitet den Himmel aus allein und gehet auf den Wogen des Meers. Er machet den Wagen am Himmel und Orion und die Glucke und die Sterne gegen Mittag. Er tut grolie Dinge, die nicht zu forschen sind, und Wunder, deren keine Zahl ist. Siehe, er gehet vor mir uber, ehe ich's gewahr werde, und verwandelt sich, ehe ich's merke. Siehe, wenn ergeschwind hinfahret, werwill ihn wiederholen? Wer will zu ihm sagen: Was machst du? Er ist Gott, seinen Zorn kann niemand stillen; unter ihm müssen sich beugen die stolzen Herren. Wie sollt ich denn ihm antworten und Worte finden gegen ihn? Wenn ich auch gleich recht habe, kann ich ihm dennoch nicht antworten sondern ich mülite urn mein Recht flehen. Wenn ich ihn schon anrufe, und er mich erhoret, so glaube ich doch nicht, daß er meine Stimme hore. Denn erfahret uber mich mit Ungestüm und macht mir der Wunden viel ohne Ursache. Er lalit meinen Geist sich nicht erquicken, sondern macht mich voll Betrubnis. Will man Macht; so isterzu machtig; will man Recht, werwill mein Zeuge sein? Sage ich, daß ich gerecht bin; so verdammet er mich doch; bin ich fromm, so macht er mich doch zu Un recht. Bin ich denn fromm, so darf sich’s meine Seele nicht annehmen. Ich begehre keines Lebens mehr. Das ist das Eine, das ich gesagt habe: Er bringet urn beide den Frommen und Gottlosen. Wenn er anhebt zu geitieln, so dringet er fort bald zum Tode und spottet der Anfechtung der Unschuldigen. Das Land aber wird gegeben unter die Hand des Gottlosen, daß er ihre Richter unterdrucke. Ist's nicht also? Wie sollte es anders sein? Meine Tage sind schneller gewesen denn ein Laufer; sie sind geflohen und haben nichts Gutes erlebt. Sie sind vergangen wie die starken Schiffe, wie ein Adler fleugt zur Speise. Wenn ich gedenke, ich will meiner Klage vergessen und meine Gebarde lassen fahren und mich erquicken, so furchte ich alle meine Schmerzen, weil ich weili, daß du mich nicht unschuldig sein lassest. Bin ich denn gottlos, warum leide ich denn solche vergebliche Plage? Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wunsche und reinigte meine Hande mit dem Brunnen, so wirst du mich doch tunken in Kot, und werden mir meine Kleider scheulilich anstehen. Denn er ist nicht meinesgleichen, dem ich antworten mochte, daü wir vor Gericht miteinander kamen. Es ist unter uns kein Schiedsmann, noch der seine Hand zwischen uns beide lege. Er nehme von mir seine Rute und lasse sein Schrecken von mir, daß ich moge reden und mich nicht vor ihm furchten durfe; sonst kann ich nichts tun, das fur mich sei.
Zweite Lesung
So leget nun ab aile Bosheit und alien Betrug und Heuchelei und Neid und alles Afterreden; und seid gierig nach der vernunftigen lautern Milch als die jetzt gebornen Kindlein, auf daß ihr durch dieselbige zunehmet, so ihr anders geschmecket habt, daß der Herr freundlich ist, zu welchem ihr kommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber bei Gott ist er auserwahlet und kdstlich. Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichen Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum. Darum stehet in der Schrift: Siehe da, ich lege einen auserwahlten, kostlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden. Euch nun, die ihr glaubet, ist er kostlich; den Unglaubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben, und zum Eckstein worden ist, ein Stein des Anstoftens und ein Fels des Argernisses, die sich stoften an dem Wort und glauben nicht daran, darauf sie gesetzt sind. Ihr aber seid das auserwahlte Geschlecht, das konigliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkundigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht, die ihrweiland nichtein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid. Liebe Bruder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrime, enthaltet euch von fleischlichen Lusten, welche wider die Seele streiten, und führet einen guten Wandel unter den FHeiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Ubeltatern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herm willen, es sei dem Kdnige, als dem Obersten, Oder den FHauptleuten, als den Gesandten von ihm zur Rache uber die Ubeltater und zu Lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohltun verstopfet die Unwissenheit der torichten Menschen, als die Freien, und nicht als hattet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Tut Ehre jedermann! Habt die Bruder lieb! Furchtet Gott! Ehret den Konig! Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furchtden Herren, nicht allein den gutigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das Ubel vertragt und leidet das Unrecht. Denn was ist das fur ein Ruhm, so ihr um Missetat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet, das ist Gnade bei Gott. Denn dazu seid ihr berufen, sintemal auch Christus gelitten hat fur uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drauete, da er lift; er stellete es aber dem heim, der da recht richtet; welcher unsere Sunden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daßwir, der Sunde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil worden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen
Zweite Lesung
Wiraber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht Gefallen an uns selber haben. Es stelle sich aber ein jeglicher unter uns also, daß er seinem Nachsten gefalle zum Guten, zur Besserung. Denn auch Christus nicht an sich selber Gefallen hatte, sondern wie geschrieben stehet: Die Schmahungen derer, die dich schmahen, sind uber mich gefallen. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihreinerlei gesinnet seid untereinander nach Jesu Christo, auf daß ihr einmutiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herm Jesu Christi. Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestatigen die Verheißung, den Vatern geschehen, daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk! Und abermal: Lobet den Herm, alle Heiden, und preiset ihn, alle Volker! Und abermal spricht Jesaja: Es wird sein die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird, zu herrschen uber die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfulle euch mitaller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr vollige Hoffnung habet durch die Kraft des Heiligen Geistes. Ich weiß aber fast wohl von euch, liebe Bruder, daß ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfullet mit alter Erkenntnis, daß ihr euch untereinander konnet ermahnen. Ich hab's aber dennoch gewagt und euch etwas wollen schreiben, liebe Bruder, euch zu erinnern, um der Gnade willen, die mir von Gott gegeben ist, daß ich soil sein ein Diener Christi unter den Heiden zu opfern das Evangelium Gottes, auf daß die Heiden ein Opfer werden, Gott angenehm, geheiliget durch den Heiligen Geist. Darum kann ich mich ruhmen in Jesu Christo, daß ich Gott diene. Denn ich dürfte nicht etwas reden, wo dasselbige Christus nicht durch mich wirkte, die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, durch Kraft der Zeichen und Wunder und durch Kraft des Geistes Gottes, also daß ich von Jerusalem an und umher bis an lllyrikum alles mit dem Evangelium Christi erfullet habe, und mich sonderlich geflissen, das Evangelium zu predigen, wo Christi Name nicht bekannt war, auf daß ich nicht auf einen fremden Grund bauete sondern wie geschrieben stehet: Welchen nicht ist von ihm verkundiget, die sollen's sehen, und welche nicht gehoret haben, sollen's verstehen. Das ist auch die Sache, darum ich vielmal verhindert bin, zu euch zu kommen. Nun ich aber nicht mehr Raum habe in diesen Landern, habe aber Verlangen, zu euch zu kommen, von vielen Jahren her: wenn ich reisen werde nach Spanien, will ich zu euch kommen. Denn ich hoffe, daß ich da durchreisen und euch sehen werde und von euch dorthin geleitet werden moge, so doch, daß ich zuvor mich ein wenig mit euch ergotze. Nun aber fahre ich hin gen Jerusalem den Heiligen zu Dienst. Denn die aus Mazedonien und Achaja haben williglich eine gemeine Steuer zusammengelegt den armen Heiligen zu Jerusalem. Sie haben's williglich getan und sind auch ihre Schuldner. Denn so die Heiden sind ihrer geistlichen Güter teilhaftig worden, ist's billig, daß sie ihnen auch in leiblichen Gutern Dienst beweisen. Wenn ich nun solches ausgerichtet und ihnen diese Frucht versiegelt habe, will ich durch euch nach Spanien ziehen. Ich weiß aber, wenn ich zu euch komme, daß ich mit vollem Segen des Evangeliums Christi kommen werde. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, durch unsern Herrn Jesum Christum und durch die Liebe des Geistes, daß ihr mir helfet kampfen mit Beten fur mich zu Gott, auf dafi ich errettet werde von den Unglaubigen in Judaa, und daß mein Dienst, den ich gen Jerusalem tue, angenehm werde den Heiligen, auf daß ich mit Freuden zu euch komme durch den Willen Gottes und mich mit euch erquicke. Der Gott aber des Friedens sei mit euch alien! Amen.
Zweite Lesung
Was hilft's, liebe Bruder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? So aber ein Bruder Oder Schwester bloft ware und Mangel hatte der taglichen Nahrung, und jemand unter euch sprache zu ihnen: Gott berate euch, warmet euch und sattiget euch! gabet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist, was hülfe ihnen das? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es mochte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mirdeinen Glauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen Glauben dirzeigen mit meinen Werken. Du glaubest, daß ein einiger Gott ist; du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. Willst du aber wissen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehest du, daß der Glaube mitgewirket hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen worden. Und ist die Schrift erfüllet, die da spricht: Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund Gottes geheiften. So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Desselbigengleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht worden, da sie die Boten aufnahm und lieft sie einen andern Weg hinaus? Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also auch der Glaube ohne Werke ist tot.
Zweite Lesung
Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi: Allen Heiligen in Christo Jesu zu Philippi samtden Bischofen und Dienern. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke (welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet fur euch alle, und tue das Gebet mit Freuden), uber eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis her. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollfuhren bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir bilüg ist, daß ich dermaüen von euch alien halte, darum daß ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefangnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekraftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid.
Evangelium
Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam wieder von dem Jordan und ward vom Geist in die Wuste gefuhret und ward vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. Und er ali nichts in denselbigen Tagen. Und da dieselbigen ein Ende hatten, hungerte ihn danach. Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes. Und der Teufel fuhrete ihn auf einen hohen Berg und weisete ihm alle Reiche der ganzen Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, welchem ich will. So du nun mich willst anbeten, so soil es alles dein sein. Jesus antwortete ihm und sprach: Heb' dich weg von mir, Satan! Es stehet geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, anbeten und ihm allein dienen. Und er fuhrete ihn gen Jerusalem und stellete ihn auf des Tempels Zinne und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so lali dich von hinnen hinunter; denn es stehet geschrieben: Er wird befehlen seinen Engeln von dir, daß sie dich bewahren und auf den Handen tragen, auf dafi du nicht etwa deinen Fuli an einen Stein stoßest. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Und da der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang. Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galilaa; und das Gerucht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte. Und er lehrete in ihren Schulen und ward von jedermann gepreiset. Und erkam gen Nazareth, da ererzogen war, und ging in die Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den Ort, da geschrieben stehet: Der Geist des Herrn ist bei mir, derhalben er mich gesalbet hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstolienen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu predigen das angenehme Jahr des Herm. Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllet vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist das nicht Josephs Sohn? Und ersprach zu ihnen: Ihrwerdetfreilichzumir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie groüe Dinge haben wir gehort zu Kapernaum geschehen? Tue auch also hier in deinem Vaterlande! Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist angenehm in seinem Vaterlande. Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viel Witwen in Israel zu Elias Zeiten, da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monden, da eine große Teurung war im ganzen Lande; und zu der keiner ward Elia gesandt denn allein gen Sarepta der Sidonier, zu einer Witwe. Und viel Aussatzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und der keiner ward gereiniget denn allein Naeman aus Syrien. Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Schule waren, da sie das horeten, und stunden auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und fuhreten ihn auf einen Hugel des Berges, darauf ihre Stadt gebauet war, daß sie ihn hinabsturzeten. Aber er ging mitten durch sie hinweg. Und kam gen Kapernaum, in die Stadt Galilaas, und iehrete sie an den Sabbaten. Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig. Und es war ein Mensch in der Schule, besessen mit einem unsaubern Teufel. Und der schrie laut und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weili, wer du bist, namlich der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der Teufel warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden. Und es kam eine Furcht uber sie alle, und redeten miteinander und sprachen: Was ist das fur ein Ding? Er gebeut mit Macht und Gewalt den unsaubern Geistern, und sie fahren aus. Und es erscholl sein Geschrei in alle Orter des umliegenden Landes. Und er stund auf aus der Schule und kam in Simons Haus. Und Simons Schwieger war mit einem harten Fieber behaftet; und sie baten ihn fur sie. Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verließ sie. Und bald stund sie auf und dienete ihnen. Und da die Sonne untergegangen war, alle die, so Kranke hatten mit mancherlei Seuchen, brachten sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen die Hande und machte sie gesund. Es fuhren auch die Teufel aus von vielen, schrieen und sprachen: Du bist Christus, der Sohn Gottes. Und er bedrauete sie und ließ sie nicht reden; denn sie wußten, daß er Christus war. Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine wüste Statte; und das Volk suchte ihn, und kamen zu ihm und hielten ihn auf, daß er nicht von ihnen ginge. Er aber sprach. zu ihnen: Ich muß auch andern Stadten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. Und er predigte in den Schulen Galilaas.
Abendgebet — Zweite Lesung
Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, dad wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Handen gemacht, das ewig ist, im Himmel. Und uber demselbigen sehnen wir uns auch nach unserer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlanget, dad wir damit uberkleidet werden, So doch, wo wir bekleidet und nicht blod erfunden werden. Denn dieweil wir in der Hütte sind, sehnen wir uns und sind beschweret, sintemal wirwollten lieber nicht entkleidet, sondern uberkleidet werden, auf dad das Sterbliche wurde verschlungen von dem Leben. Der uns aber zu demselbigen bereitet, das ist Gott, der uns das Pfand, den Geist gegeben hat. Wir sind aber getrost allezeit und wissen, dad, dieweil wir im Leibe wohnen, so wallen wir dem Herrn. Denn wirwandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, auder dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn. Darum fleidigen wir uns auch, wir sind daheim Oder wallen, dad wir ihm wohlgefallen. Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dad ein jeglicher empfange, nachdem ergehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut Oder bose. Dieweil wir denn wissen, dad der Herr zu furchten ist, fahren wir schon mit den Leuten; aber Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, dad wir auch in eurem Gewissen offenbar sind. Dad wir uns nicht abermal loben, sondern euch eine Ursache geben, zu rühmen von uns, auf dad ihr habet zu ruhmen wider die, so sich nach dem Ansehen ruhmen und nicht nach dem Herzen. Denn tun wir zu viel, so tun wir's Gott; sind wir mal Jig, so sind wir euch mafüg. Denn die Liebe Christi dringet uns also, sintemal wir halten, dafi, so einer fur alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum fur sie alle gestorben, auf dafi die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der fur sie gestorben und auferstanden ist. Darum von nun an kennen wir niemand nach dem Fleisch; und ob wirauch Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu worden. Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versohnet hat durch Jesum Christum und das Amt gegeben, das die Versohnung prediget. Denn Gott war in Christo und versohnete die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sunden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versohnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt; denn Gott vermahnet durch uns. So bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versohnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sunde wulite, fur uns zur Sunde gemacht, auf dafi wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.
Evangelium
Da er aber gefraget ward von der Pharisaern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit aufterlichen Gebarden. Man wird nicht sagen: Siehe hier Oder da istes! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch. Er sprach aberzu den Jungern: Es wird die Zeit kommen, daß ihrwerdet begehren zu sehen einen Tag des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen, Und sie werden zu euch sagen: Siehe hier, siehe da! Gehet nicht hin und folget auch nicht! Denn wie der Blitz oben vom Himmel blitzet und leuchtet uber alles, was unter dem Himmel ist, also wird des Menschen Sohn an seinem Tage sein. Zuvoraber muß erviel leiden und verworfen werden von diesem Geschlechte. Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird's auch geschehen in den Tagen des Menschensohns: sie alien, sie tranken, sie freieten, sie lielien sich freien bis auf den Tag, da Noah in die Arche ging, und kam die Sintflut und brachte sie alle um. Desselbigengleichen, wie es geschah zu den Zeiten Lots: sie alien, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie baueten. An dem Tage aber, da Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um. Auf diese Weise wird's auch gehen an dem Tage; wenn des Menschen Sohn soil offenbaret werden. An demselbigen Tage, wer auf dem Dache ist und sein Hausrat in dem Hause, dersteige nicht hernieder, dasselbige zu holen. Desselbigengleichen, wer auf dem Felde ist, der wende nicht um nach dem, das hinter ihm ist. Gedenket an des Lots Weib! Wer da suchet seine Seele zu erhalten, der wird sie verlieren; und wer sie verlieren wird, der wird ihr zum Leben helfen. Ich sage euch: In derselbigen Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einerwird angenommen, der andere wird verlassen werden. Zwo werden mahlen miteinander; eine wird angenommen, die andere wird verlassen werden. zwei werden auf dem Felde sein; einerwird angenommen, der andere wird verlassen werden. Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Herr, wo da? Er aber sprach zu ihnen: Wo das Aas ist, da sammeln sich die Adler.
Evangelium
Und sein Gerucht erscholl in das ganze Syrienland. Und sie brachten zu ihm allerlei Kranke, mit mancherlei Seuchen und Qual behaftet, die Besessenen die Mondsuchtigen und die Gichtbrüchigen; und er machte sie alle gesund. Und es folgete ihm nach viel Volks aus Galilaa, aus den zehn Stadten, von Jerusalem, aus dem judischen Lande und von jenseit des Jordans.
Evangelium
Da traten die Pharisaer und Sadduzaerzu ihm, die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen lielie. Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprechet ihr: Es wird ein schoner Tag werden, denn der Himmel ist rot; und des Morgens sprechet ihr: Eswird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! Des Himmels Gestalt konnet ihr urteilen; konnet ihr denn nicht auch die Zeichen dieser Zeit urteilen? Diese bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und soil ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er lieli sie und ging davon. Und da seine Jünger waren hinubergefahren, hatten sie vergessen, Brot mit sich zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisaer und Sadduzaer! Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das wird's sein, dafi wir nicht haben Brot mit uns genommen. Da das Jesus vernahm, sprach er zu ihnen: Ihr Kleinglaubigen, was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht habt Brot mit euch genommen? Vernehmet ihr noch nichts? Gedenket ihr nicht an die fünf Brote unter die Funftausend und wieviel Korbe ihr da aufhubet? Auch nicht an die sieben Brote unter die Viertausend, und wieviel Korbe ihr da aufhubet? Wie verstehet ihrdenn nicht, daß ich euch nicht sage vom Brot, wenn ich sage: Hutet euch vor dem Sauerteige der Pharisaer und Sadduzaer? Da verstunden sie, daß er nicht gesagt hatte, daß sie sich hüten sollten vor dem Sauerteige des Brats, sondern vor der Lehre der Pharisaer und Sadduzaer. Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Casarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wersagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Taufer; die andern, du seiest Elia; etliche, du seiest Jeremia Oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Holle sollen sie nicht uberwaltigen. Und will dir des Himmelreichs Schlussel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soil auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden losen wirst, soil auch im Himmel los sein. Da verbot er seinen Jungern, daß sie niemand sagen sollten, daß er Jesus, der Christ, ware. Von der Zeitan fing Jesus an und zeigte seinen Jungern, wie er mulite hin gen Jerusalem gehen und viel leiden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Herr, schone dein selbst; das widerfahre dir nur nicht! Aber erwandte sich urn und sprach zu Petrus: Heb dich, Satan, von mir! Du bist mir argerlich; denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Da sprach Jesus zu seinen Jungern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewonne und nahme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder lose? Denn es wird je geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird ereinem jeglichen vergelten nach seinen Werken. Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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