Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

1. Korinther 11:12-22

Denn wie das Weib von dem Manne, also kommt auch der Mann durch das Weib, aber alles kommt von Gott. Richtet bei euch selbst, ob es wohl stehet, daß ein Weib unbedeckt vor Gott bete. Oder lehret euch auch nicht die Natur, daß einem Manne eine Unehre ist, so er lange Haare zeuget, und dem Weibe eine Ehre, so sie lange Haare zeuget? Das Haar ist ihr zur Decke gegeben. Ist aber jemand unter euch, der Lust zu zanken hat, der wisse, daß wir solche Weise nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht. Ich muli aber dies befehlen: Ich kann's nicht loben, daß ihr nicht auf bessere Weise, sondern auf argere Weise zusammenkommet. Zum ersten, wenn ihrzusammen kommt in der Gemeinde, hore ich, es seien Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich's. Denn es müssen Rotten unter euch sein, auf daß die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden. Wenn ihr nun zusammenkommet, so halt man da nicht des Herrn Abendmahl. Denn so man das Abendmahl halten soil, nimmt ein jeglicher sein eigenes vorhin, und einer ist hungrig, der andere ist trunken. Habt ihr aber nicht Hauser, da ihr essen und trinken moget? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschamet die, so da nichts haben? Was soil ich euch sagen? Soil ich euch loben? Hierinnen lobe ich euch nicht.

Erste Lesung

Jesaja 55

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser; und die ihr nicht Geld habt, kommt her, kaufet und esset; kommt her und kaufet ohne Geld und umsonst beides, Wein und Milch! Warum zahlet ihr Geld dar, da kein Brot ist, und eure Arbeit, da ihr nicht satt von werden konnet? Horet mir doch zu und esset das Gute, so wird eure Seele in Wollust fett werden. Neiget eure Ohren her und kommt her zu mir; horet, so wird eure Seele leben! Denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, namlich die gewissen Gnaden Davids. Siehe, ich habe ihn den Leuten zum Zeugen gestellet, zum Fursten und Gebieter den Vblkern. Siehe, du wirst Heiden rufen, die du nicht kennest; und Heiden, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen urn des HERRN willen, deines Gottes, und des Heiligen in Israel, der dich preise. Suchet den HERRN, weil er zu finden ist; rufet ihn an, weil er nahe ist! Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Ubeltater seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird ersich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern soviel der Himmel hoher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege hoher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fallt und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen zu saen und Brot zu essen, also soil das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein: Es soli nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefallt, und soli ihm gelingen, dazu ich's sende. Denn ihrsollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und FHugel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm und alle Baume auf dem Felde mit den Handen klappen. Es sollen Tannen fur Hecken wachsen und Myrten fur Dornen; und dem HERRN soli ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde.

Erste Lesung

Jesaja 49:1-7

Horet mir zu, ihr Inseln, und ihr Volker in der Feme, merket auf! Der HERR hat mir gerufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, da ich noch in Mutterleibe war, und hat meinen Mund gemacht wie ein scharf Schwert; mit dem Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum reinen Pfeil gemacht und mich in seinen Kocher gesteckt und spricht zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch welchen ich will gepreiset werden. Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und brachte meine Kraft umsonst und unnutzlich zu, wiewohl meine Sache des HERRN und mein Amt meines Gottes ist. Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleibe an zu seinem Knechte bereitet hat, daß ich soil Jakob zu ihm bekehren, auf daß Israel nicht weggeraffet werde; darum bin ich vor dem HERRN herrlich, und mein Gott ist meine Starke und spricht: Es ist ein Geringes, daß du mein Knecht bist, die Stamme Jakobs aufzurichten und das Verwahrlosete in Israel wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dad du seiest mein Heil bis an der Welt Ende. So spricht der HERR, der Erloser Israels, sein Heiliger, zu der verachteten Seele, zu dem Volk, des man Greuel hat, zu dem Knechte, der unter den Tyrannen ist: Konige sollen sehen und aufstehen, und Fursten sollen anbeten urn des HERRN willen, der treu ist, urn des Heiligen in Israel widen, der dich erwahlet hat.

Morgengebet — Erste Lesung

Sprüche 7

Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir! Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel. Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens! Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin, daß du behutet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer andern, die glatte Worte gibt. Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter und sah unter den Albernen und ward gewahr unter den Kindern eines narrischen Junglings, der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege an ihrem Hause, in der Dammerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war. Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig, wild und unbandig, daß ihre Fuße in ihrem Hause nicht bleiben konnen. Jetzt ist sie draulien, jetzt auf der Gasse und lauert an alien Ecken. Und erwischte ihn und kussete ihn unverschamt und sprach zu ihm: Ich habe Dankopfer fur mich heute bezahlet, fur meine Geiubde. Darum bin ich herausgegangen, dirzu begegnen, dein Angesicht fruhe zu suchen, und habe dich funden. Ich habe mein Bett schon geschmückt mit bunten Teppichen aus Agypten. Ich habe mein Lager mit Myrrhen, Aloes und Zinnamen besprengt. Komm, lali uns genug buhlen bis an den Morgen und lali uns der Liebe pflegen; denn der Mann ist nicht daheim, er isteinen fernen Weg gezogen; er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder heimkommen. Sie uberredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn ein mit ihrem glatten Munde. Er folgte ihr bald nach; wie ein Ochs zur Fleischbank gefuhrt wird, und wie zur Fessel, da man die Narren zuchtiget, bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltete, wie ein Vogel zum Strick eilet und weili nicht, daß ihm das Leben gilt. So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes. Lali dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und lali dich nicht verführen auf ihre Bahn! Denn sie hat viele verwundet und gefallet, und sind allerlei Machtige von ihr erwurget. Ihr Haus sind Wege zur Holle, da man hinunterfahrt in des Todes Kammer.

Epistel

Apostelgeschichte 3:1-10

Petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel urn die neunte Stunde, da man pflegte zu beten. Und es war ein Mann, lahm von Mutterleibe, der lieli sich tragen. Und sie setzten ihn taglich vor des Tempels Tur, die da heiliet die schone, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen. Da er nun sah Petrus und Johannes, daß sie wollten zum Tempel hineingehen, bat er urn ein Almosen. Petrus aber sah ihn an mit Johannes und sprach: Siehe uns an! Und er sah sie an, wartete, daß er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und wandele! Und griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Alsobald stunden seine Schenkel und Knochel fest; sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobete Gott. Und es sah ihn alles Volk wandeln und Gott loben. Sie kannten ihn auch, daß er's war, der urn das Almosen gesessen hatte vor der schonen Tur des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und Entsetzens uber dem, was ihm widerfahren war.

Erste Lesung

Sprüche 28

Der Gottlose fleucht, und niemand jagt ihn; der Gerechte aber ist getrost wie ein junger Lowe. Um des Landes Sunde willen werden viel Anderungen der Furstentumer; aber um der Leute willen, die verstandig und vernunftig sind, bleiben sie lange. Ein armer Mann, der die Geringen beleidigt, ist wie ein Meltau, der die Frucht verderbt. Die das Gesetz veriassen, loben den Gottlosen; die es aber bewahren, sind unwillig auf sie. Bose Leute merken nicht aufs Recht; die aber nach dem HERRN fragen, merken auf alles. Es ist besser ein Armer, der in seiner Frommigkeit gehet, denn ein Reicher, der in verkehrten Wegen gehet. Wer das Gesetz bewahret, ist ein verstandig Kind; wer aber Schlemmer nahret, schandet seinen Vater. Wer sein Gut mehret mit Wucher und Ubersatz, der sammelt es zu Nutz der Armen. Wer sein Ohr abwendet, zu horen das Gesetz, des Gebet ist ein Greuel. Wer die Frommen verfuhret auf bosem Wege, der wird in seine Grube fallen; aber die Frommen werden Gutes ererben. Ein Reicher dünkt sich weise sein; aber ein armer Verstandiger merkt ihn. Wenn die Gerechten uberhand haben, so gehet es sehr fein zu; wenn aber Gottlose aufkommen, wendet sich's unterden Leuten. Wer seine Missetat leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber bekennet und lasset, der wird Barmherzigkeit erlangen. Wohl dem, der sich allewege furchtet! Wer aber halsstarrig ist, wird in Ungluck fallen. Ein Gottloser, der uber ein arm Volk regieret, das ist ein brullender Lowe und gieriger Bar. Wenn ein Furst ohne Verstand ist, so geschiehet viel Unrechts; wer aber den Geiz hasset, der wird lange leben. Ein Mensch, der am Blut einer Seele unrecht tut, der wird nicht erhalten, ob er auch in die Holle führe. Werfromm einhergehet, wird genesen; wer aber verkehrtes Weges ist, wird auf einmal zerfallen. Wer seinen Acker bauet, wird Brots genug haben; wer aber Mulüggang nachgehet, wird Armuts genug haben. Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer aber eilet, reich zu werden, wird nicht unschuldig bleiben. Person ansehen ist nicht gut; denn er tate ubel auch wohl um ein Stuck Brots. Wer eilet zum Reichtum und ist neidisch, der weili nicht, daß ihm Unfall begegnen wird. Wer einen Menschen straft, wird hernach Gunst finden, denn der da heuchelt. Wer seinem Vater Oder Mutter nimmt und spricht, es sei nicht Sunde, der ist des Verderbers Geselle. Ein Stolzer erweckt Zank; wer aber auf den HERRN sich verlalit, wird fett. Wer sich auf sein Herz verlalit, ist ein Narr; wer aber mit Weisheit gehet, wird entrinnen. Wer dem Armen gibt, dem wird nicht mangeln; wer aber seine Augen abwendet, der wird sehr verderben. Wenn die Gottlosen aufkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen, wird der Gerechten viel.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 11

Und es begab sich, daß er war an einem Ort und betete. Und da er aufgehoret hatte, sprach seiner Junger einer zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Junger lehrete. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Gib uns unser taglich Brot immerdar. Und vergib uns unsere Sunden; denn auch wir vergeben alien, die uns schuldig sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Gbel. Und er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat und ginge zu ihm urn Mitternacht und sprache zu ihm: Lieber Freund, leihe mir drei Brote; denn es ist mein Freund zu mir kommen von der Strafte, und ich habe nicht, was ich ihm vorlege; und er drinnen würde antworten und sprechen: Mach' mir keine Unruhe; die Tur ist schon zugeschlossen, und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben. Ich sage euch, und ob er nicht aufsteht und gibt ihm darum, daß er sein Freund ist, so wird er doch urn seines unverschamten Geilens willen aufstehen und ihm geben, wieviel er bedarf. Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der nimmt; und werda suchet, der findet; und wer da anklopfet, dem wird aufgetan. Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater urns Brot, der ihm einen Stein dafür biete? und so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange fur den Fisch biete? odersoerum ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafür biete? So denn ihr, die ihr arg seid, konnet euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird der Vater im FHimmel den FHeiligen Geist geben denen, die ihn bitten! Und er trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn und begehreten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wilste, und ein FHaus fallt über das andere. 1st denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahret, so bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Starkerer über ihn kommt und uberwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ, und teilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfahret, so durchwandelt er dilrre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's mit Besemen gekehret und geschmücket. Dann gehet er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da; und wird hernach mit demselbigen Menschen arger denn vorhin. Und es begab sich, da ersolches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brilste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes horen und bewahren. Das Volk aber drang hinzu. Da fing er an und sagte: Dies ist eine arge Art; sie begehret ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben denn nur das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona ein Zeichen war den Niniviten, also wird des Menschen Sohn sein diesem Geschlechte. Die Konigin von Mittag wird auftreten vordem Gerichte mit den Leuten dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam von der Welt Ende, zu horen die Weisheit Salomos. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Die Leute von Ninive werden auftreten vor dem Gerichte mit diesem Geschlecht und werden's verdammen; denn sie taten Bulie nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Niemand zundet ein Licht an und setzt es an einen heimlichen Ort, auch nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, auf daß, wer hineingehet, das Licht sehe. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn nun dein Auge einfaltig sein wird, so ist dein ganzer Leib licht. So aber dein Auge ein Schalk sein wird, so ist auch dein Leib finster. So schaue darauf, daß nicht das Licht in dir Finsternis sei! Wenn nun dein Leib ganz licht ist, daß er kein Stuck von Finsternis hat, so wird er ganz licht sein und wird dich erleuchten wie ein heller Blitz. Da er aber in der Rede war, bat ihn ein Pharisaer, daß er mit ihm das Mittagsmahl alie. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische. Da das der Pharisaer sah, verwunderte er sich, daß er sich nicht vor dem Essen gewaschen hatte. Der Herr aber sprach zu ihm: Ihr Pharisaer haltet die Becher und Schusseln auswendig reinlich; aber euer Inwendiges ist voll Raubes und Bosheit. Ihr Narren, meinet ihr, daß inwendig rein sei, wenn's auswendig rein ist? Doch gebt Almosen von dem, was da ist, siehe, so ist's euch alles rein. Aberwehe euch Pharisaern, daß ihr verzehntet die Minze und Raute und allerlei Kohl und gehet vorbei an dem Gericht und an der Liebe Gottes! Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Wehe euch Pharisaern, daß ihr gerne obenan sitzet in den Schulen und wollet gegril fit sein auf dem Markte! Wehe euch Schriftgelehrten und Pharisaern, ihr Heuchler, daß ihr seid wie die verdeckten Totengraber, darilber die Leute laufen und kennen sie nicht! Da antwortete einer von den Schriftgelehrten und sprach zu ihm: Meister, mit den Worten schmahest du uns auch. Er aber sprach: Und wehe auch euch Schriftgelehrten! Denn ihr beladet die Menschen mit unertraglichen Lasten, und ihr rühret sie nicht mit einem Finger an. Wehe euch! Denn ihr bauet der Propheten Graber; eure Vater aber haben sie getotet. So bezeuget ihr zwar und bewilliget in eurer Vater Werk; denn sie toteten sie, so bauet ihr ihre Graber. Darum spricht die Weisheit Gottes: Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und derselbigen werden sie etliche toten und verfolgen, auf daß gefordert werde von diesem Geschlecht aller Propheten Blut, das vergossen ist, seit der Welt Grund gelegt ist, von Abels Blut an bis auf das Blut des Zacharias, der umkam zwischen dem Altar und Tempel. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von diesem Geschlechte. Wehe euch Schriftgelehrten! denn ihr den Schlüssel der Erkenntnis habt. Ihr kommt nicht hinein und wehret denen, die hinein wollen. Da er aber solches zu ihnen sagte, fingen an die Schriftgelehrten und Pharisaer, hart auf ihn zu dringen und ihm mit mancherlei Fragen den Mund zu stopfen, und lauerten auf ihn und suchten, ob sie etwas erjagen konnten aus seinem Munde, daß sie eine Sache wider ihn hatten.

Antwortpsalm

Psalmen 133

Ein Lied Davids im hohern Chor. Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder eintrachtig beieinanderwohnen! Wie der kostliche Balsam ist, dervom Haupt Aarons herabfleuüt in seinen ganzen Bart, der herabfleufit in sein Kleid, wie der Tau, der von Hermon herabfallt auf die Berge Zion. Denn daselbst verheilit der HERR Segen und Leben immerund ewiglich.

Evangelium

Johannes 21:15-19

Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Lammer! Spricht erzum andernmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Schafe! Spricht erzum drittenmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weüßt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du junger warest, gurtetest du dich selbst und wandeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber altwirst, wirst du deine Hande ausstrecken, und ein anderer wird dich gurten und fuhren, wo du nicht hin willst. Das sagte eraber, zu deuten, mitwelchem Tode er Gott preisen wurde. Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach!

Antwortpsalm

Psalmen 23

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hide; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und fuhret mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er fuhret mich auf rechter Strafte um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, furchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trosten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein Haupt mit 01 und schenkest mirvoll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Antwortpsalm

Psalmen 29

Ein Psalm Davids. Bringet her dem HERRN, ihr Gewaltigen bringet her dem HERRN Ehre und Starke! Bringet dem HERRN Ehre seines Namens; betet an den HERRN in heiligem Schmuck! Die Stimme des HERRN gehet auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert, der HERR auf großen Wassern. Die Stimme des HERRN gehet mit Macht; die Stimme des HERRN gehet herrlich. Die Stimme des HERRN zerbricht die Zedern; der HERR zerbricht die Zedern im Libanon und machet sie locken wie ein Kalb, Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn. Die Stimme des HERRN hauet wie Feuerflammen. Die Stimme des HERRN erreget die Wüste; die Stimme des HERRN erreget die Wuste Kades. Die Stimme des HERRN erreget die Hindinnen und entblofiet die Walder. Und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen. Der HERR sitzt, eine Sintflut anzurichten. Und der HERR bleibt ein Konig in Ewigkeit. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben; der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.

Antwortpsalm

Psalmen 28

Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zur dir, HERR, mein Hort, so schweige mir nicht, auf daß nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die Holle fahren. Hore die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dirschreie, wenn ich meine Hande aufhebe zu deinem heiligen Chor. Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen und unter den Ubeltatern, die freundlich reden mit ihrem Nachsten und haben Boses im Herzen. Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem bosen Wesen; gib ihnen, nach den Werken ihrer Hande; vergilt ihnen, was sie verdienet haben! Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner Hande; darum wird er sie zerbrechen und nicht bauen. Gelobet sei der HERR; denn er hat erhoret die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Starke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz istfrohlich, und ich will ihm danken mit meinem Liede. Der HERR ist ihre Starke; er ist die Starke, die seinem Gesalbten hilft. Hilf deinem Volk und segne dein Erbe; und weide sie und erhohe sie ewiglich!

Abendgebet — Erste Lesung

Sprüche 8

Rufet nicht die Weisheit und die Klugheit lalit sich horen? Offentlich am Wege und an der Strafie stehet sie. An den Toren bei der Stadt, da man zur Tür eingehet, schreiet sie: O ihr Manner, ich schreie zu euch und rufe den Leuten! Merket, ihr Albernen, den Witz; und ihr Toren, nehmet es zu Herzen! Horet, denn ich will reden, was furstlich ist, und lehren, was recht ist. Denn mein Mund soil die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen hassen, das gottios ist. Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es ist nichts Verkehrtes noch Falsches drinnen. Sie sind alle gleichaus denen, die sie vernehmen, und richtig denen, die es annehmen wollen. Nehmet an meine Zucht lieber denn Silber und die Lehre achtet hoher denn kostlich Gold. Denn Weisheit ist besser denn Perlen, und alles, was man wunschen mag, kann ihr nicht gleichen. Ich, Weisheit, wohne bei dem Witz und ich weili guten Rat zu geben. Die Furcht des HERRN hasset das Arge, die Hoffart, den Hochmut und bosen Weg, und bin feind dem verkehrten Munde. Mein ist beides, Rat und Tat; ich habe Verstand und Macht. Durch mich regieren die Konige und die Ratsherren setzen das Recht. Durch mich herrschen die Fürsten und alle Regenten auf Erden. Ich liebe, die mich lieben; und die mich fruhe suchen, finden mich. Reichtum und Ehre ist bei mir, wahrhaftig Gut und Gerechtigkeit. Meine Frucht ist besser denn Gold und fein Gold und mein Einkommen besser denn auserlesen Silber. Ich wandle auf dem rechten Wege, auf der Stralie des Rechts, daß ich wohl berate, die mich lieben und ihre Schatze voll mache. Der HERR hat mich gehabt im Anfang seiner Wege; ehe erwas machte, war ich da. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Anfang vor der Erde. Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon bereitet, da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen, Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln war ich bereitet. Er hatte die Erde noch nicht gemacht, und was dran ist, noch die Berge des Erdbodens. Da er die Himmel bereitete, war ich daselbst; da er die Tiefe mit seinem Ziel verfassete, da er die Wolken droben festete, da er festigte die Brunnen der Tiefe, da er dem Meer das Ziel setzte und den Wassern, daß sie nicht ubergehen seinen Befehl, da er den Grund der Erde legte: da war ich der Werkmeister bei ihm und hatte meine Lust taglich und spielte vor ihm allezeit und spielte auf seinem Erdboden; und meine Lust ist bei den Menschenkindern. So gehorchet mir nun, meine Kinder! Wohl denen, die meine Wege behalten! Horet die Zucht und werdet weise, und lalit sie nicht fahren! Wohl dem Menschen, der mir gehorchet, daß er wache an meiner Tur taglich, daß er warte an den Pfosten meiner Tur. Wer mich findet, der findet das Leben und wird Wohlgefailen vom HERRN bekommen. Wer aber an mir sundiget, der verletzt seine Seele. Alle, die mich hassen, lieben den Tod.

Zweite Lesung

2. Timotheus 3

Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen sein, die von sich selbst halten, geizig, ruhmredig, hoffartig, Lasterer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich, storrig, unversohnlich, Schander, unkeusch, wild, ungutig, Verrater, Frevler, aufgeblasen, die mehr lieben Wollust denn Gott, die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie. Und solche meide! Aus denselbigen sind, die hin und her in die Hauser schleichen und führen die Weiblein gefangen, die mit Sünden beladen sind und mit mancherlei Lusten fahren, lernen immerdar und konnen nimmerzur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstunden, also widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen von zerrutteten Sinnen, untuchtig zum Glauben. Aber sie werden's die Lange nicht treiben; denn ihre Torheit wird offenbar werden jedermann, gleichwie auch jener war. Du aber hast erfahren meine Lehre, meine Weise, meine Meinung, meinen Glauben, meine Langmut, meine Liebe, meine Geduld, meine Verfolgung, meine Leiden, welche mir widerfahren sind zu Antiochien, zu Ikonien, zu Lystra, welche Verfolgung ich da ertrug: und aus alien hat mich der Herr erloset. Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden. Mit den bosen Menschen aber und verfuhrerischen wird's je langer, je arger, verfuhren und werden verfuhret. Du aber bleibe in dem, was du gelernet hast und dir vertrauet ist, sintemal du weilit, von wem du gelernet hast. Und weil du von Kind auf die Heilige Schrift weilit, kann dich dieselbige unterweisen zurßeligkeit durch den Glauben an Christum Jesum. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nutze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Zuchtigung in der Gerechtigkeit, daß ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.

Zweite Lesung

2. Korinther 4

Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde sondern meiden auch heimliche Schande und gehen nicht mit Schalkheit urn, falschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit und beweisen unswohl gegen alter Menschen Gewissen vor Gott. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt, bei welchen der Gott dieser Welt der Unglaubigen Sinn verblendet hat, dad sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte urn Jesu willen. Denn Gott, der da hied das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, dafi (durch uns) entstunde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefaden, auf dad die uberschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trubsal, aber wir angsten uns nicht; uns ist bange, aber wir verzagen nicht; wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden unterdruckt, aber wir kommen nicht urn. Und tragen urn allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf dad auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbarwerde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben urn Jesu willen, auf dad auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum so ist nun der Tod machtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben (nachdem geschrieben stehet: Ich glaube, darum rede ich), so glauben wir auch, darum so reden wir auch und wissen, dad der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschiehet alles urn euretwillen, auf dad die uberschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise. Darum werden wir nicht müde, sondern ob unser auderlicher Mensch verweset, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. Denn unsere Trubsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und uber alle Maden wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Zweite Lesung

2. Petrus 3:11-18

So nun das alles soil zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eiletzu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollet, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unstraflich im Frieden erfunden werdet.] Und die Geduld unsers Herrn achtet fur eure Seligkeit, als auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Wie er auch in alien Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche verwirren die Ungelehrigen und Leichtfertigen wie auch die andern Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, daß ihr nicht durch Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verfuhret werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Demselbigen sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen. Der erste Brief des Johannes

Zweite Lesung

Kolosser 3:5-11

So totet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Hurerei, Unreinigkeit, schandliche Brunst, bose Lust und den Geiz, welcher ist Abgotterei, urn welcher willen kommt der Zorn Gottes uber die Kinder des Unglaubens; in welchen auch ihrweiland gewandelt habt, da ihr darin lebetet. Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lasterung, schandbare Worte aus eurem Munde. Luget nicht untereinander! Ziehet den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat, da nicht ist Grieche, Jude, Beschneidung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in alien Christus.

Evangelium

Johannes 1

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Lichtder Menschen. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieli Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubeten. Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht, und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben. Welche nicht von dem Geblut, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner Fulle haben wir alle genommen Gnade urn Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum worden. Niemand hat Gott jegesehen. Dereingeborne Sohn, der in des Vaters Scholi ist, der hat es uns verkundiget. Und dies ist das Zeugnis Johannes, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisaern und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist noch Elia noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, dad ich seine Schuhriemen auflose. Dies geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufete. Des andern Tages siehet Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde tragt! Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und ich kannte ihn nicht, sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich kommen, zu taufen mit Wasser. Und Johannes zeugete und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhrwie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, derselbige sprach zu mir: Uber welchen, du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, derselbige ist's, der mit dem Heiligen Geist taufet. Und ich sah es und zeugete, daß dieser ist Gottes Sohn. Des andern Tags stund abermal Johannes und zwei seiner Junger. Und als er sah Jesum wandeln, sprach, er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und zwei seiner Junger horeten ihn reden und folgeten Jesu nach? Jesus aber wandte sich urn und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Rabbi (das ist verdolmetscht, Meister), wo bist du zur Herberge? Er sprach zu ihnen: Kommt und sehet es! Sie kamen und sahen's und blieben denselbigen Tag bei ihm. Es war aber urn die zehnte Stunde. Einer aus den zwei, die von Johannes horeten und Jesu nachfolgeten, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Derselbige findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias funden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte). Und fuhrete ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, Jonas Sohn; du sollst Kephas heilien (das wird verdolmetscht: ein Fels). Des andern Tags wollte Jesus wieder nach Galilaa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mirnach! Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den funden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben, Jesum, Josephs Sohn, von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und siehe es! Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israelit, in welchem kein Falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennest du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unterdem Feigenbaum warest, sah ich dich. Nathanael antwortet und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der Konig von Israel. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubest, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch Großeres denn das sehen. Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren auf des Menschen Sohn.

Abendgebet — Zweite Lesung

Epheser 5

So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder! Und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet und sich selbst dargegeben fur uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit Oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet, auch schandbare Worte und Narrenteidinge Oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dafi kein Hurer Oder Unreiner Oder Geiziger (welcher ist ein Gotzendiener) Erbe hat an dem Reich Christi und Gottes. Lasset euch niemand verfuhren mit vergeblichen Worten! Denn urn dieser willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen! Denn ihrwaretweiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in, dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit. Und prüfet, was da sei wohlgefallig dem Herrn. Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; strafet sie aber vielmehr. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch schandlich zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht gestraft wird. Denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum spricht er: Wache auf, der du schlafest, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten. So sehet nun zu, wie ihrvorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit; denn es ist bose Zeit. Darum werdet nicht unverstandig, sondern verstandig, was da sei des Herrn Wille. Und saufeteuch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes und redet untereinander von Psalmen und Lobgesangen und geistlichen Liedern; singet und spielet dem Herrn in euren Herzen. Und saget Dank allezeit fur alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi. Und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes. Die Weiber seien untertan ihren Mannern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland. Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Mannern in alien Dingen. Ihr Manner, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebet hat die Gemeinde und hat sich selbst fur sie gegeben, auf daß er sie heiligte, und hat sie gereiniget durch das Wasserbad im Wort, auf daß er sie sich selbst darstellete als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken Oder Runzel Oder des etwas, sondern dafi sie heilig sei und unstraflich. Also sollen auch die Manner ihre Weiber lieben als ihre eigenen Leiber. Wersein Weib liebet, der liebet sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehasset, sondern er nahret es und pfleget sein, gleichwie auch der Herr die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebeine. Urn deswillen wird ein Mensch verlassen Vater und Mutter und seinem Weibe anhangen, und werden zwei ein Fleisch sein. Das Geheimnis ist groß; ich sage aber von Christo und der Gemeinde; Doch auch ihr, ja ein jeglicher habe lieb sein Weib als sich selbst; das Weib aber furchte den Mann.

Evangelium

Lukas 24:36-53

Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims. Und ernahm's und ali vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen. Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden. Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sunden unter alien Volkern und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, ich will auf euch senden die Verheifiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hohe. Er fuhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hande auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhrauf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mitgroßer Freude. Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.

Evangelium

Matthäus 8:28-34

Und er kam jenseit des Meeres in die Gegend der Gergesener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene, die kamen aus den Totengrabern und waren sehr grimmig, also daü niemand dieselbige Stralie wandeln konnte. Und siehe, sie schrieen und sprachen: Ach Jesu, du Sohn Gottes, was haben wir mit dir zu tun? Bist du herkommen, uns zu qualen, ehe denn es Zeit ist? Es war aber feme von ihnen eine grofie Herde Saue an der Weide. Da baten ihn die Teufel und sprachen: Willst du uns austreiben, so erlaube uns, in die Herde Saue zu fahren. Und er sprach: Fahret hin! Da fuhren sie aus und fuhren in die Herde Saue. Und siehe, die ganze Herde Saue sturzete sich mit einem Sturm ins Meer und ersoffen im Wasser. Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und sagten das alles, und wie es mit den Besessenen ergangen war. Und siehe, da ging die ganze Stadt heraus Jesu entgegen. Und da sie ihn sahen, baten sie ihn, daß er von ihrer Grenze weichen wollte.

Evangelium

Matthäus 16

Da traten die Pharisaer und Sadduzaerzu ihm, die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen lielie. Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprechet ihr: Es wird ein schoner Tag werden, denn der Himmel ist rot; und des Morgens sprechet ihr: Eswird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! Des Himmels Gestalt konnet ihr urteilen; konnet ihr denn nicht auch die Zeichen dieser Zeit urteilen? Diese bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und soil ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er lieli sie und ging davon. Und da seine Jünger waren hinubergefahren, hatten sie vergessen, Brot mit sich zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisaer und Sadduzaer! Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das wird's sein, dafi wir nicht haben Brot mit uns genommen. Da das Jesus vernahm, sprach er zu ihnen: Ihr Kleinglaubigen, was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht habt Brot mit euch genommen? Vernehmet ihr noch nichts? Gedenket ihr nicht an die fünf Brote unter die Funftausend und wieviel Korbe ihr da aufhubet? Auch nicht an die sieben Brote unter die Viertausend, und wieviel Korbe ihr da aufhubet? Wie verstehet ihrdenn nicht, daß ich euch nicht sage vom Brot, wenn ich sage: Hutet euch vor dem Sauerteige der Pharisaer und Sadduzaer? Da verstunden sie, daß er nicht gesagt hatte, daß sie sich hüten sollten vor dem Sauerteige des Brats, sondern vor der Lehre der Pharisaer und Sadduzaer. Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Casarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wersagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Taufer; die andern, du seiest Elia; etliche, du seiest Jeremia Oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Holle sollen sie nicht uberwaltigen. Und will dir des Himmelreichs Schlussel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soil auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden losen wirst, soil auch im Himmel los sein. Da verbot er seinen Jungern, daß sie niemand sagen sollten, daß er Jesus, der Christ, ware. Von der Zeitan fing Jesus an und zeigte seinen Jungern, wie er mulite hin gen Jerusalem gehen und viel leiden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Herr, schone dein selbst; das widerfahre dir nur nicht! Aber erwandte sich urn und sprach zu Petrus: Heb dich, Satan, von mir! Du bist mir argerlich; denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Da sprach Jesus zu seinen Jungern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verlieret urn meinetwillen, der wird's finden. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewonne und nahme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder lose? Denn es wird je geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird ereinem jeglichen vergelten nach seinen Werken. Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.