Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Epheser 3:1-12

Derhalben ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu fur euch Heiden, nachdem ihr gehoret habt von dem Amt der Gnade Gottes, die mir an euch gegeben ist, daß mir ist kund worden dieses Geheimnis durch Offenbarung, wie ich droben aufs kurzeste geschrieben habe, daran ihr, so ihr's leset, merken konnet meinen Verstand an dem Geheimnis Christi, welches nicht kundgetan ist in den vorigen Zeiten den Menschenkindern, als es nun offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist, namlich daß die Heiden Miterben seien und mit eingeleibet und Mitgenossen seiner Verheiftung in Christo durch das Evangelium, des ich ein Diener worden bin nach der Gabe aus der Gnade Gottes, die mir nach seiner machtigen Kraft gegeben ist: mir, dem allergeringsten unter alien Heiligen, ist gegeben diese Gnade, unter den Heiden zu verkundigen den unausforschlichen Reichtum Christi und zu erleuchten jedermann, welche da sei die Gemeinschaft des Geheimnisses, das von der Welt her in Gott verborgen gewesen ist, der alle Dinge geschaffen hat durch Jesum Christum, auf daß jetzt kund wurde den Furstentumern und Herrschaften in dem Himmel an der Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes nach dem Vorsatz von der Welt her, welche er beweiset hat in Christo Jesu, unserm Herrn, durch welchen wir haben Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.

Erste Lesung

Hesekiel 3

Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ifi, was vor dir ist, namlich diesen Brief, und gehe hin und predige dem Hause Israel! Da tat ich meinen Mund auf, und er gab mir den Brief zu essen und sprach zu mir: Du Menschenkind, du mußt diesen Brief, den ich dirgebe, in deinen Leib essen und deinen Bauch damit fullen. Da aft ich ihn, und er war in meinem Mund so süft als Honig. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, gehe hin zum Hause Israel und predige ihnen mein Wort! Denn ich sende dich ja nicht zum Volk, das eine fremde Rede und unbekannte Sprache habe, sondern zum Hause Israel; ja freilich nicht zu grofien Volkern, die fremde Rede und unbekannte Sprache haben, welcher Worte du nicht verneh men konntest. Und wenn ich dich gleich zu denselbigen sendete, würden sie dich doch gerne horen. Aber das Haus Israel will dich nicht horen, denn sie wollen mich selbst nicht horen, denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und verstockte Herzen. Aber doch habe ich dein Angesicht hart gemacht gegen ihr Angesicht und deine Stirn gegen ihre Stirn. Ja, ich habe deine Stirn so hart als einen Demant, der harder ist denn ein Fels, gemacht. Darum furchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen, daß sie so ein ungehorsam Haus sind. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit Herzen und nimm sie zu Ohren. Und gehe hin zu den Gefangenen deines Volks und predige ihnen und sprich zu ihnen: So sprichtder Herr HERR; sie horen's Oder lassen's. Und ein Wind hub mich auf, und ich horete hinter mir ein Geton wie eines groften Erdbebens: Gelobet sei die Herrlichkeit des HERRN an ihrem Ort! Und war ein Rauschen von den Flügeln der Tiere, die sich aneinander kusseten, und auch das Rasseln der Rader, so hart bei ihnen waren, und das Geton eines groften Erdbebens. Da hub mich der Wind auf und fuhrete mich weg. Und ich fuhr dahin und erschrak sehr; aber des HERRN Hand hielt mich fest. Und ich kam zu den Gefangenen, die am Wasser Chebarwohneten, da die Mandeln stunden, im Monden Abib, und setzte mich zu ihnen, die da saften, und blieb daselbst unter ihnen sieben Tage ganz traurig. Und da die sieben Tage urn waren, geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: Du Menschenkind, ich habe dich zum Wachter gesetzt uber das Haus Israel; du sollst aus meinem Munde das Wort horen und sie von meinetwegen warnen. Wenn ich dem Gottlosen sage: Du muftt des Todes sterben, und du warnest ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hüte, auf daß er lebendig bleibe, so wird der Gottlose urn seiner Sunde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. Wo du aber den Gottlosen warnest, und er sich nicht bekehret von seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er urn seiner Sunde willen sterben, aber du hast deine Seele errettet. Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit wendet und tut Boses, so werde ich ihn lassen anlaufen, daß er muft sterben. Denn weil du ihn nicht gewarnet hast, wird er urn seiner Sunde willen sterben müssen, und seine Gerechtigkeit, die er getan hat, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. Wo du aber den Gerechten warnest, daß er nicht sundigen soil, und er sundiget auch nicht, so soil er leben, denn er hat sich warnen lassen; und du hast deine Seele errettet. Und daselbst kam des HERRN Hand uber mich und sprach zu mir: Mache dich auf und gehe hinaus ins Feld; da will ich mit dir reden. Und ich machte mich auf und ging hinaus ins Feld; und siehe, da stund die Herrlichkeit des HERRN daselbst, gleichwie ich sie am Wasser Chebar gesehen hatte. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht. Und ich ward erquicket und trat auf meine Füfte. Und er redete mit mir und sprach zu mir: Gehe hin und verschleuft dich in deinem Hause. Und du, Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, daß du ihnen nicht entgehen sollst. Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, daß du erstummen sollst und nicht mehr sie strafen mogest; denn es ist ein ungehorsam Haus. Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich dir den Mund auftun, dad du zu ihnen sagen sollst: So spricht der Herr HERR! Wer es horet, der hdre es; wer es ladt, der lasse es; denn es ist ein ungehorsam Haus.

Erste Lesung

Jona 1:1-17

Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amithais, und sprach: Mache dich auf und gehe in die grofte Stadt Ninive und predige drinnen; denn ihre Bosheit ist heraufkommen vormich. Aber Jona machte sich auf und floh vor dem HERRN; und wollte aufs Meer und kam hinab gen Japho. Und da erein Schiff fand, das aufs Meer wollte fahren, gab er Fahrgeld und trat, darein, daß er mit ihnen aufs Meer fuhre vor dem HERRN. Da lieft der HERR einen groften Wind aufs Meer kommen und hub sich ein groli Ungewitter auf dem Meer, daß man meinete, das Schiff wurde zerbrechen. Und die Schiffsleute furchteten sich und schrieen ein jeglicher zu seinem Gott; und warfen das Gerat, das im Schiff war, ins Meer, daß es leichter wurde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief. Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schlafst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an, ob vielleicht Gott an uns gedenken wolite, daß wir nicht verdurben! Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, daß wir erfahren, urn welches willen es uns so ubel gehe! Und da sie loseten, traf es Jona. Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum gehet es uns so ubel? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du und von welchem Volk bist du? Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Ebraer und furchte den HERRN, Gott vom Himmel, welcher gemacht hat das Meer und das Trockene. Da furchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Warum hast du denn solches getan? Denn sie wuftten, daß er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, daß uns das Meer stille werde? Denn das Meerfuhr ungestüm. Er sprach zu ihnen: Nehmet mich und werfet mich ins Meer, so wird euch das Meer stille werden. Denn ich weift, daß solch graft Ungewitter ube euch kommt urn meinetwillen. Und die Leute trieben, daß sie wiederzu Lande kamen, aber sie konnten nicht; denn das Meer fuhr ungestüm wider sie. Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, laft uns nicht verderben urn dieses Mannes Seele willen und rechne uns nicht zu unschuldig Blut; denn du, HERR, tust, wie dir's gefallt! Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da stund das Meer stille von seinem Wüten. Und die Leute furchteten den HERRN sehr und taten dem HERRN Opfer und Gelubde.

Morgengebet — Erste Lesung

2. Könige 9

Elisa aber, der Prophet, rief der Propheten Kinder einem und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diesen Olkrug mit dir und gehe hin gen Ramoth in Gilead. Und wenn du dahin kommst, wirst du daselbst sehen Jehu, den Sohn Josaphats, des Sohns Nimsis. Und gehe hinein und heifi ihn aufstehen unter seinen Brudern und führe ihn in die innerste Kammer. Und nimm den Olkrug und schütte es auf sein Haupt und sprich: So sagt der HERR: Ich habe dich zum Konige über Israel gesalbet. Und sollst die Tur auftun und fliehen und nicht verziehen. Und der Jüngling des Propheten, der Knabe, ging hin gen Ramoth in Gilead. Und da er hineinkam, siehe, da salien die Hauptleute des Heers. Und er sprach: Ich habe dir, Hauptmann, was zu sagen. Jehu sprach: Welchem unter uns alien? Er sprach: Dir, Hauptmann. Da stund er auf und ging hinein. Er aber schuttete das 01 auf sein Haupt und sprach zu ihm: So sagt der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum Konige gesalbet über des HERRN Volk Israel. Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, daß ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des HERRN rache von der Hand Isebels, daß das ganze Haus Ahabs umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten den, der an die Wand pisset, und den Verschlossenen und Verlassenen in Israel. Und will das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias. Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und soli sie niemand begraben. Und ertat die Tür auf und floh. Und da Jehu herausging zu den Knechten seines Herrn, sprach man zu ihm: Stehet es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir kommen? Er sprach zu ihnen: Ihr kennet doch den Mann wohl, und was er sagt. Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns aber an. Er sprach: So und so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der HERR: Ich habe dich zum Konige über Israel gesalbet. Da eileten sie, und nahm ein jeglicher sein Kleid und legte es unter ihn auf die hohen Stufen, und bliesen mit der Posaune und sprachen: Jehu ist Konig worden! Also machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohns Nimsis, einen Bund wider Joram. Joram aber lag vor Ramoth in Gilead mit dem ganzen Israel wider Hasael, den Konig zu Syrien. Joram aber, der Konig, war wiederkommen, dafi er sich heilen liefie zu Jesreel von den Schlagen, die ihm die Syrer geschlagen hatten, da er stritt mit Hasael dem Konige zu Syrien. Und Jehu sprach: Ist's euer Gernüt, so soil niemand entrinnen aus der Stadt, daß er hingehe und ansage zu Jesreel. Und er lieti sich führen und zog gen Jesreel, denn Joram lag daselbst; so war Ahasja, der Konig Judas, hinabgezogen, Joram zu besehen. Der Wachter aber, der auf dem Turm zu Jesreel stund, sah den Haufen Jehus kommen und sprach: Ich sehe einen Haufen. Da sprach Joram: Nimm einen Reiter und sende ihnen entgegen und sprich: Ist's Friede? Und der Reiter ritt hin ihm entgegen und sprach: So sagt der Konig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich! Der Wachter verkundigte und sprach: Der Bote ist zu ihnen kommen und kommt nichtwieder. Da sandte er einen andern Reiter. Da der zu ihm kam, sprach er: So sprichtder Konig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich! Das verkundigte der Wachter und sprach: Er ist zu ihnen kommen und kommt nichtwieder. Und es ist ein Treiben, wie das Treiben Jehus, des Sohns Nimsis; denn er treibt, wie er unsinnig ware. Da sprach Joram: Spannet an! Und man spannete seinen Wagen an; und sie zogen aus, Joram, der Konig Israels, und Ahasja, der Konig Judas, ein jeglicher auf seinem Wagen, daß sie Jehu entgegenkamen; und sie trafen ihn an auf dem Acker Naboths, des Jesreeliten. Und da Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber sprach: Was Friede? Deiner Mutter Isebel Hurerei und Zauberei wird immer großer. Da wandte Joram seine Hand und floh und sprach zu Ahasja: Es ist Verraterei, Ahasja! Aber Jehu fassete den Bogen und schoß Joram zwischen die Arme, daß der Pfeil durch sein Herz ausfuhr; und fiel in seinen Wagen. Und er sprach zum Ritter Bidekar: Nimm und wirf ihn aufs Stuck Acker Naboths, des Jesreeliten. Denn ich gedenke, daß du mit mir auf einem Wagen seinem Vater Ahab nachfuhrest, daß der HERR solche Last uber ihn hub. Was gilt's, sprach der HERR, ich will dir das Blut Naboths und seiner Kinder, das ich gestern sah, vergelten auf diesem Acker. So nimm nun und wirf ihn auf den Acker nach dem Wort des HERRN. Da das Ahasja, der Konig Judas, sah, floh er des Weges zum Hause des Gartens. Jehu aber jagte ihm nach und hieß ihn auch schlagen auf dem Wagen gen Gur hinan, die bei Jeblaam liegt. Und erfloh gen Megiddo und starb daselbst. Und seine Knechte ließen ihn führen gen Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe mit seinen Vatern in der Stadt Davids. Ahasja aber regierete fiber Juda im elften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs. Und da Jehu gen Jesreel kam, und Isebel das erfuhr, schminkte sie ihr Angesicht und schmückte ihr Haupt und guckte zum Fenster aus. Und da Jehu unter das Tor kam, sprach sie: Ist's Simri wohl gegangen, der seinen Herrn erwürgete? Und er hub sein Angesicht auf zum Fenster und sprach: Wer ist bei mir hie? Da wandten sich zween oderdrei Kammererzu ihm. Er sprach: Sturzet sie herab! Und sie stürzten sie herab, daß die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprenget wurden; und sie ward zertreten. Und da er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Besehet doch die Verfluchte und begrabet sie; denn sie ist eines Konigs Tochter. Da sie aber hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr denn den Schadel und Fuße und ihre flachen Hande. Und kamen wieder und sagten's ihm an. Eraber sprach: Es ist's, das der HERR geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiten, und gesagt: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen. Also war das Aas Isebels wie Kot auf dem Felde im Acker Jesreels, daß man nicht sagen konnte: Das ist Isebel.

Epistel

Galater 5:25-26;6:1-10

So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entrusten und zu hassen! Liebe Bruder, so ein Mensch etwa von einem Fehl ubereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmutigem Geist, die ihrgeistlich seid. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest! Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfullen. So aber sich jemand lasset dunken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betruget sich selbst. Ein jeglicher aber prufe sein selbst Werk, und alsdann wird eran sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht; Gott laßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch saet, das wird er emten. Wer auf sein Fleisch saet, der wird von dem Fleisch das Verderben emten; wer aber auf den Geist saet, der wird von dem Geist das ewige Leben emten. Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch emten ohne Aufhoren. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Erste Lesung

1. Mose 2

Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhete am siebenten Tage von alien seinen Werken, die er machte; und segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum daß er an demselben geruht hatte von alien seinen Werken, die Gott schuf und machte. Also ist Himmel und Erde worden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte und allerlei Baume auf dem Felde, die zuvor nie gewesen waren auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde, das zuvor nie gewachsen war. Denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und war kein Mensch, der das Land bauete. Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land. Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloft, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele. Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen drein, den er gemacht hatte. Und Gott der HERR lieft aufwachsen aus der Erde allerlei Baume, lustig anzusehen und gutzu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum des Erkenntnisses Gutes und Boses. Und es ging aus von Eden ein Strom, zu wassern den Garten, und teilete sich daselbst in vier Hauptwasser. Das erste heiftt Pison, das fleufit urn das ganze Land Hevila, und daselbst findet man Gold. Und das Gold des Landes ist kostlich, und da findet man Bedellion und den Edelstein Onyx. Das andere Wasser heißt Gihon, das flieftt urn das ganze Mohrenland. Das dritte Wasser heilit Hiddekel, das fleufit von Assyrien. Das vierte Wasser ist der Phrath. Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bauete und bewahrete. Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Baumen im Garten; aber von dem Baum des Erkenntnisses Gutes und Boses sollst du nicht essen. Denn welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben. Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die urn ihn sei. Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Vogel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem Menschen, daß er sahe, wie er sie nennete; denn wie der Mensch allerlei lebendige Tiere nennen wurde, so sollten sie heiften. Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber fur den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die urn ihn ware. Da lieft Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er entschlief. Und nahm seiner Rippen eine und schloft die Statte zu mit Fleisch. Und Gott der HERR bauete ein Weib aus der Rippe, die ervon dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Man wird sie Mannin heiften, darum daß sie vom Manne genommen ist. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden Sein ein Fleisch. Und sie waren beide nackend, der Mensch und sein Weib, und schameten sich nicht.

Morgengebet — Zweite Lesung

Matthäus 3

Zu der Zeit kam Johannes der Taufer und predigte in der Wuste des judischen Landes und sprach: Tut Bufie; das Himmelreich ist nahe herbeikommen! Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet dem Herrn den Weg und machet richtig seine Steige! Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel urn seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze judische Land und alle Lander an dem Jordan und liefien sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sunden. Da er nun viel Pharisaer und Sadduzaer sah zu seiner Taufe kommen, sprach erzu ihnen: Ihr Otterngezuchte, wer hat denn euch geweiset, dafi ihr dem kunftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Fruchte der Bulie! Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Baumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Bulie; der aber nach mir kommt, ist starker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer Zu der Zeit kam Jesus aus Galilaa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen lielie. Aber Johannes wehrete ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und du kommest zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lali jetzt also sein; also gebuhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfullen. Da lieli er's ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf uber ihm. Und Johannes sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und uber ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.

Antwortpsalm

Psalmen 93

Der HERR ist Konig und herrlich geschmuckt; der HERR ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soli. Von dem an stehet dein Stuhl test; du bist ewig. HERR, die Wasserstrome erheben sich, die Wasserstrbme erheben ihr Brausen, die Wasserstrome heben empor die Wellen. Die Wasserwogen im Meer sind grofi und brausen greulich; der HERR aber ist noch grower in der Hohe. Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich.

Evangelium

Lukas 7:11-16

Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Junger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe. Und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und ruhrete den Sarg an. Und die Trager stunden. Und er sprach: Jungling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk heimgesucht.

Antwortpsalm

Psalmen 89

Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten. Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Wahrheit verkundigen mit meinem Munde fur und fur, und sage also: Daft eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel. Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwahlten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen: Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen fur und fur. Sela. Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen. Denn wer mag in den Wolken dem HERRN gleich gelten und gleich sein unter den Kindern der Gotter dem HERRN? Gott istfast machtig in der Sammlung der Heiligen und wunderbarlich uber alle, die um ihn sind. HERR, Gott, Zebaoth, wer istwie du, ein machtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her. Du herrschest uber das ungestume Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. Du schlagst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine Feinde mit deinem starken Arm. Himmel und Erde ist dein; du hastgegrundet den Erdboden, und was drinnen ist. Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen. Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand und hoch ist deine Rechte. Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesichte. Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln. Sie werden uber deinem Namen taglich frohlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Denn du bistder Ruhm ihrer Starke und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhohen. Denn der HERR ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser Konig. Dazumal redetest du im Gesichte zu deinem Heiligen und sprachest: Ich habe einen Held erwecket, der helfen soli; ich habe erhohet einen Auserwahlten aus dem Volk; ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen Ole. Meine Hand soil ihn erhalten, und mein Arm soil ihn starken. Die Feinde sollen ihn nicht uberwaltigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dampfen, sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen. Aber meine Wahrheit und Gnade soil bei ihm sein, und sein Horn soli in meinem Namen erhaben werden. Ich will seine Hand ins Meer stellen und seine Rechte in die Wasser. Erwird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft. Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhochst unter den Konigen auf Erden. Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soil ihm fest bleiben. Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel wahret, erhalten. Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln, so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten, will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen. Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen fehlen. Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht andern, was aus meinem Munde gegangen ist. Ich habe einst geschworen bei meiner Heiligkeit: Ich will David nicht lugen. Sein Same soil ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne; wie der Mond soil er ewiglich erhalten sein und gleichwie der Zeuge in den Wolken gewüi sein. Sela. Aber nun verstoßest du und verwirfest und zürnest mit deinem Gesalbten. Du verstorest den Bund deines Knechtes und trittst seine Krone zu Boden. Du zerreißest alle seine Mauern und lassest seine Festen zerbrechen. Es rauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott worden. Du erhohest die Rechte seiner Widerwartigen und erfreuest alle seine Feinde. Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen und lassest ihn nicht siegen im Streit. Du zerstorest seine Reinigkeit und widest seinen Stuhl zu Boden. Du verkurzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. Sela. HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? Gedenke, wie kurz mein Leben ist! Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben? Wo istjemand, der da lebet und den Tod nicht sehe, der seine Seele errette aus der Holle Hand? Sela. HERR, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit? Gedenke, HERR, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Schoß von so vielen Volkern alien, damit dich, HERR, deine Feinde schmahen, damit sie schmahen die Fußtapfen deines Gesalbten. Gelobet sei der HERR ewiglich! Amen, Amen.

Antwortpsalm

Psalmen 95

Kommt herzu, lafit uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils! Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der HERR ist ein grower Gott und ein großer Konig uber alle Gotter. Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet; und die Hohen der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hande haben das Trockne bereitet. Kommt, laßt uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat! Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme horet, so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wuste, da mich eure Vater versuchten, fühleten und sahen mein Werk, daß ich vierzig Jahre Mühe hatte mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen wollen; daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen!

Antwortpsalm

Psalmen 94

HERR Gott, des die Rache ist, Gott, des die Rache ist, erscheine! Erhebe dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoffartigen, was sie verdienen! HERR, wie lange sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen prahlen und so trotziglich reden, und alle Ubeltater sich so rühmen? HERR, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe. Witwen und Fremdlinge erwurgen sie und tdten die Waisen und sagen: Der HERR siehet's nicht und der Gott Jakobs achtet's nicht. Merket doch, ihr Narren unter dem Volk, und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden? Der das Ohr gepflanzet hat, sollte der nicht horen? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen? Der die Heiden zuchtiget, sollte der nicht strafen? der die Menschen lehret, was sie wissen. Aber der HERR weiß die Gedanken der Menschen, daß sie eitel sind. Wohl dem, den du, HERR, zuchtigest und lehrest ihn durch dein Gesetz, daß er Geduld habe, wenn's ubel gehet, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde. Denn der HERR wird sein Voik nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen. Denn Recht muß doch Recht bleiben, und dem werden alle frommen Herzen zufallen. Wer stehet bei mir wider die Boshaftigen? Wer tritt zu mir wider die Ubeltater? Wo der HERR mir nicht hulfe, so lage meine Seele schier in der Stille. Ich sprach: Mein Fuß hat gestrauchelt; aber deine Gnade, HERR, hielt mich. Ich hatte viel Bekümmernisse in meinem Herzen; aber deine Trostungen ergotzeten meine Seele. Du wirst ja nimmer eins mit dem schadlichen Stuhl, der das Gesetz ubel deutet. Sie rüsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut. Aber der HERR ist mein Schutz; mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht. Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen.

Abendgebet — Erste Lesung

2. Könige 10:1-32

Ahab aber hatte siebenzig Sohne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie gen Samaria zu den Obersten der Stadt Jesreel, zu den Altesten und Vormundern Ahabs, die lauteten also: Wenn dieser Brief zu euch kommt, bei denen eures Herrn Sohne sind, Wagen, Rosse, feste Stadte und Rustung, so sehet, welcher der beste und geschickteste sei unter den Sohnen eures Herrn und setzet ihn auf seines Vaters Stuhl und streitet fur eures Herrn Haus. Sie aber furchteten sich fast sehr und sprachen: Siehe, zween Konige sind nicht gestanden vor ihm, wie wollen wir denn stehen? Und die fiber das Haus und fiber die Stadt waren, und die Altesten und Vormunder sandten hin zu Jehu und ließen ihm sagen: Wir sind deine Knechte; wir wollen alles tun, was du uns sagst; wir wollen niemand zum Konige machen. Tue, was dir gefallt! Da schrieb er den andern Brief zu ihnen, der lautete also: So ihr mein seid und meiner Stimme gehorchet, so nehmet die Haupter von den Mannern, eures Herrn Sohnen, und bringet sie zu mir morgen urn diese Zeit gen Jesreel. (Der Sohne aber des Konigs waren siebenzig Mann, und die Großten der Stadt zogen sie auf.) Da nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Konigs Sohne und schlachteten siebenzig Mann; und legten ihre Haupter in Korbe und schickten sie zu ihm gen Jesreel. Und da der Bote kam und sagte es ihm an und sprach: Sie haben die Haupter des Konigs Kinder gebracht, sprach er: Legt sie auf zween Haufen vor der Tür am Tor bis morgen. Und des Morgens, da er ausging, trat er dahin und sprach zu allem Volk: Ihrwolltja recht haben. Siehe, habe ich wider meinen Herrn einen Bund gemacht und ihn erwürget? Wer hat denn diese alle geschlagen? So erkennet ihr ja, daß kein Wort des HERRN ist auf die Erde gefallen, das der HERR geredet hat wider das Haus Ahabs; und der HERR hat getan, wie er geredet hat durch seinen Knecht Elia. Also schlug Jehu alle ubrigen vom Hause Ahabs zu Jesreel, alle seine Großen, seine Verwandten und seine Priester, bis daß ihm nicht einer uberblieb. Und machte sich auf, zog hin und kam gen Samaria. Unterwegen aberwarein Hirtenhaus. Da traf Jehu an die Bruder Ahasjas, des Konigs Judas, und sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind Bruder Ahasjas und ziehen hinab, zu grußen des Konigs Kinder und der Konigin Kinder. Eraber sprach: Greifetsie lebendig! Und sie griffen sie lebendig und schlachteten sie bei dem Brunnen am Hirtenhaus, zweiundvierzig Mann, und liefi nicht einen von ihnen ubrig. Und da ervon dannen zog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm begegnete, und grußte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz richtig, wie mein Herz mit deinem Herzen? Jonadab sprach: Ja. Ist's also, so gib mir deine Hand. Und er gab ihm seine Hand. Und er liefi ihn zu ihm auf den Wagen sitzen und sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer urn den HERRN. Und sie fuhreten ihn mit ihm auf seinen Wagen. Und da ergen Samaria kam, schlug eralies, was ubrig war von Ahab, zu Samaria, bis daß er ihn vertilgete, nach dem Wort des HERRN, das erzu Elia geredet hatte. Und Jehu versammelte alles Volk und ließ zu ihnen sagen: Ahab hat Baal wenig gedienet, Jehu will ihm baß dienen. So laßt nun rufen alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, daß man niemands vermisse; denn ich habe ein groß Opfer dem Baal zu tun. Wes man vermissen wird, der soil nicht leben. Aber Jehu tat solches zu untertreten, daß er die Diener Baals umbrachte. Und Jehu sprach: Heiliget dem Baal das Fest und laßtes ausrufen! Auch sandte Jehu in ganz Israel und ließ alle Diener Baals kommen, daß niemand ubrig war, der nicht kame. Und sie kamen in das Haus Baals, daß das Haus Baals voll ward an alien Enden. Da sprach er zu denen, die uber das Kleiderhaus waren: Bringet alien Dienern Baals Kleider heraus! Und sie brachten die Kleider heraus. Und Jehu ging in die Kirche Baals mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, und sprach zu den Dienern Baals: Forschet und sehet zu, daß nicht hie unter euch sei des HERRN Diener jemand, sondern Baals Diener alleine. Und da sie hineinkamen, Opfer und Brandopfer zu tun, bestellete ihm Jehu außen achtzig Mann und sprach: Wenn der Manner jemand entrinnet, die ich unter eure Hande gebe, so soil fur seine Seele desselben Seele sein. Da er nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Trabanten und Rittern: Gehet hinein und schlaget jedermann; lasset niemand herausgehen! Und sie schlugen sie mit der Scharfe des Schwerts. Und die Trabanten und Ritter warfen sie weg und gingen zur Stadt der Kirche Baals. Und brachten heraus die Saulen in der Kirche Baals und verbrannten sie. Und zerbrachen die Saule Baals samt der Kirche Baals und machten ein heimlich Gemach draus bis auf diesen Tag. Also vertilgete Jehu den Baal aus Israel. Aber von den Sünden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sündigen machte, ließ Jehu nicht, von den güldenen Kalbern zu Bethel und zu Dan. Und der HERR sprach zu Jehu: Darum, daß du willig gewesen bist zu tun, was mir gefallen hat, und hast am Hause Ahabs getan alles, was in meinem Herzen war, sollen dir. auf deinem Stuhl Israels sitzen deine Kinder ins vierte Glied. Aber doch hielt Jehu nicht, daß er im Gesetz des HERRN, des Gottes Israels, wandelte von ganzem Herzen; denn er ließ nicht von den Sunden Jerobeams, der Israel hatte sundigen gemacht. Zur selbigen Zeit fing der HERR an, überdrussig zu werden uber Israel; denn Hasael schlug sie in alien Grenzen Israels,

Zweite Lesung

Römer 2

Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du bist, der da richtet; denn worinnen du einen andern richtest, verdammst du dich selbst, sintemal du eben dasselbige tust, was du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht uber die, so solches tun. Denkest du aber, o Mensch, der du richtest die, so solches tun, und tust auch dasselbige, daß du dem Urteil Gottes entrinnen werdest? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmutigkeit? Weiftt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Bufte leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbuftfertigen Herzen haufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken, namlich Preis und Ehre und, unvergangliches Wesen denen, die mit Geduid in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben, aber denen, die da zankisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber dem Ungerechten, Ungnade und Zorn; Trubsal und Angst uber alle Seelen der Menschen, die da Boses tun, vomehmlich der Juden und auch der Griechen; Preis aber und Ehre und Friede alien denen, die da Gutes tun, vomehmlich den Juden und auch den Griechen. Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. Welche ohne Gesetz gesündigt haben, die werden auch ohne Gesetz verloren werden; und welche am Gesetz gesündiget haben, die werden durchs Gesetz verurteilt werden, sintemal vor Gott nicht, die das Gesetz horen, gerecht sind, sondern die das Gesetz tun, werden gerechtsein. Denn so die Heiden, die das Gesetz nicht haben und doch von Natur tun des Gesetzes Werk, dieselbigen, dieweil sie das Gesetz nicht haben, sind sie sich selbst ein Gesetz damit, daß sie beweisen, des Gesetzes Werk sei beschrieben in ihrem Herzen, sintemal ihr Gewissen sie bezeuget, dazu auch die Gedanken, die sich untereinander verklagen Oder entschuldigen, auf den Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesum Christum richten wird laut meines Evangeliums. Siehe aberzu, du heiftest ein Jude und verlassest dich aufs Gesetz und ruhmest dich Gottes und weiftt seinen Willen, und weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, prufest du, was das Beste zu tun sei, und vermissest dich, zu sein ein Leiterder Blinden ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Zuchtiger der Torichten, ein Lehrer der Einfaltigen, hast die Form, was zu wissen und recht ist im Gesetz. Nun lehrest du andere und lehrest dich selber nicht. Du predigest, man solle nicht stehlen, und du stiehlst. Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe. Dir greuelt vor den Gotzen und raubest Gott, was sein ist. Du ruhmest dich des Gesetzes und schandest Gott durch Ubertretung des Gesetzes. Denn eurethalben wird Gottes Name gelastert unter den Heiden, als geschrieben stehet. Die Beschneidung istwohl nutzwenn du das Gesetz haltst; haltst du aber das Gesetz nicht, so ist deine Beschneidung schon eine Vorhaut worden. So nun die Vorhaut das Recht im Gesetz halt, meinest du nicht, daß seine Vorhaut werde fur eine Beschneidung gerechnet? Und wird also, was von Natur eine Vorhaut ist und das Gesetz vollbringet, dich richten, der du unter dem Buchstaben und Beschneidung bist und das Gesetz ubertrittst. Denn das ist nicht ein Jude, der auswendig ein Jude ist, auch ist das nicht eine Beschneidung, die auswendig im Fleisch geschieht, sondern das ist ein Jude, der inwendig verborgen ist, und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht, welches Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott

Zweite Lesung

Jakobus 2

Liebe Bruder, haltet nicht dafur, daß der Glaube an Jesum Christum, unsern Herrn der Herrlichkeit, Ansehen der Person leide. Denn so in eure Versammlung kame ein Mann mit einem güldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es kame aber auch ein Armer mit einem unsauberen Kleide, und ihr sahet auf den, der das herrliche Kleid traget, und sprachet zu ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprachet zu dem Armen: Stehe du dort Oder setze dich her zu meinen Fulien, und bedenket es nicht recht, sondern ihrwerdet Richter und machet bosen Unterschied. Horet zu, meine lieben Bruder! Hat nicht Gott die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheifien hat denen, die ihn liebhaben? Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch üben und ziehen euch vor Gericht? Verlastern sie nicht den guten Namen, davon ihr genannt seid? So ihr das konigliche Gesetz vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst, so tut ihrwohl. So ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet gestraft vom Gesetz als die Ubertreter. Denn jemand das ganze Gesetz halt und sundiget an einem, der ist's ganz schuldig. Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nicht toten. So du nun nicht ehebrichst, totest aber, bist du ein Ubertreter des Gesetzes. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht uber den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. Was hilft's, liebe Bruder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? So aber ein Bruder Oder Schwester bloft ware und Mangel hatte der taglichen Nahrung, und jemand unter euch sprache zu ihnen: Gott berate euch, warmet euch und sattiget euch! gabet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist, was hülfe ihnen das? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es mochte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mirdeinen Glauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen Glauben dirzeigen mit meinen Werken. Du glaubest, daß ein einiger Gott ist; du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. Willst du aber wissen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehest du, daß der Glaube mitgewirket hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen worden. Und ist die Schrift erfüllet, die da spricht: Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund Gottes geheiften. So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Desselbigengleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht worden, da sie die Boten aufnahm und lieft sie einen andern Weg hinaus? Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also auch der Glaube ohne Werke ist tot.

Zweite Lesung

Apostelgeschichte 18:1-17

Danach schied Paulus von Athen und kam gen Korinth und fand einen Juden mit Namen Aquila, der Geburt aus Pontus, welcher war neulich aus Welschland kommen, samtseinem Weibe Priscilla, darum daß der Kaiser Claudius geboten hatte alien Juden, zu weichen aus Rom. Zu denselbigen ging erein; und dieweil er gleiches Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren aber des Handwerks Teppichmacher. Und er lehrete in der Schule an alien Sabbaten und beredete beide, Juden und Griechen. Da aber Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen, drang Paulus der Geist, zu bezeugen den Juden Jesum, daß er der Christus sei. Da sie aber widerstrebten und lasterten, schuttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut sei uber euer Haupt! Ich gehe von nun an rein zu den Heiden. Und machte sich von dannen und kam in ein Haus eines mit Namen Just, der gottesfurchtig war, und desselbigen Haus war zunachst an der Schule. Crispus aber, der Oberste der Schule, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Hause; und viel Korinther, die zuhoreten, wurden glaubig und lielien sich tauten. Es sprach aber der Herr durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus: Furchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Denn ich bin mit dir und niemand soil sich unterstehen, dirzu schaden; denn ich habe ein grofi Volk in dieser Stadt. Er sali aber daselbst ein Jahr und sechs Monden und lehrete sie das Wort Gottes. Da aber Gallion Landvogt war in Achaja, emporten sich die Juden einmutiglich wider Paulus und fuhreten ihn vor den Richterstuhl und sprachen: Dieser uberredet die Leute, Gott zu dienen, dem Gesetze zuwider. Da aber Paulus wollte den Mund auftun, sprach Gallion zu den Juden: Wenn es ein Frevel Oder Schalkheit ware, liebe Juden, so horete ich euch billig; weil es aber eine Frage ist von der Lehre und von den Worten und von dem Gesetze unter euch, so sehet ihr selber zu; ich gedenke daruber nicht Richter zu sein. Und trieb sie von dem Richterstuhl. Da ergriffen alle Griechen Sostenes, den Obersten der Schule, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und Gallion nahm sich's nicht an.

Zweite Lesung

Hebräer 1:1-6

Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vatern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben uber alles, durch welchen er auch die Welt qemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tragt alle Dinge mit seinem kraftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestat in der Hohe, so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen hohern Namen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel haterjemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? Und abermal, da er einfuhret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten.

Evangelium

Lukas 2

Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschatzt wurde. Und diese Schatzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schatzen liefte, ein. jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galilaa, aus der Stadt Nazareth, in das judische Land zur Stadt Davids die da heiftt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schatzen liefte mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebaren sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hurden, die huteten des Nachts ihre Herde. und siehe des Herm Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herm leuchtete urn sie, und sie furchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Furchtet euch nicht! Siehe, ich verkundige euch grofte Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habtzum Zeichen: Ihrwerdetfinden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Hohe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laftt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kind gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegete sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehreten wieder urn, preiseten und lobten Gott urn alles, was sie gehoret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Und da acht Tage urn waren, daß das Kind beschnitten wurde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz. Moses kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, daß sie ihn darstelleten dem Herm (wie denn geschrieben stehet in dem Gesetz des Herm: Allerlei Mannlein, das zum ersten die Mutter bricht, soil dem Herm geheiliget heiften), und daß sie gaben das Opfer, nachdem gesagt ist im Gesetz des Herm, ein Paar Turteltauben Oder zwo junge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfurchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem Heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hatte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie fur ihn taten, wie man pfleget nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobete Gott und sprach: Herr, nun lassestdu deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor alien Volkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel. Und sein Vater und Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die warwohl betaget und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmervom Tempel, dienete Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht: Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde und preisete den Herm und redete von ihm zu alien, die da auf die Erlosung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herm, kehrten sie wieder nach Galilaa zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnade war bei ihm. Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwolf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem; und seine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, erware unter den Gefahrten, und kamen eine Tagereise und suchten ihn unter den Gefreundeten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden gingen siewiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhorete und sie fragete. Und alle, die ihm zuhoreten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Abendgebet — Zweite Lesung

Römer 3

Was haben denn die Juden Vorteils, Oder was nutzt die Beschneidung? Zwar fast viel. Zum ersten, ihnen ist vertrauet, was Gott geredet hat. Daft aber etliche nicht glauben an dasselbige, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben? Das sei feme! Es bleibe vielmehr also, daß Gott sei wahrhaftig und alle Menschen falsch; wie geschrieben steht: Auf daß du gerecht seiest in deinen Worten und uberwindest, wenn du gerichtet wirst. Ist's aber also, daß unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preiset, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, daß er daruber zurnet? (Ich rede also auf Menschenweise.) Das sei feme! Wie konnte sonst Gott die Welt richten? Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Luge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als ein Sunder gerichtet werden und nicht vielmehr also tun, wie wir gelastert werden, und wie etliche sprechen, daß wir sagen sollen: Lasset uns Libel tun, auf daß Gutes daraus komme? Welcher Verdammnis ist ganz recht. Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, wie denn geschrieben stehet: Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer; da ist nicht, der verstandig sei; da ist nicht, der nach Gottfrage. Sie sind alle abgewichen und allesamt untuchtig worden; da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Ihrßchlund istein offen Grab; mit ihren Zungen handeln sie truglich; Otterngift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit; ihre Fuße sind eilend, Blut zu vergiefien; in ihren Wegen ist eitel Unfall und Herzeleid und den Weg des Friedens wissen sie nicht. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. Wir wissen aber, daß, was das Gesetz, sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf daß aller Mund verstopfet werde, und alle Welt Gott schuldig sei darum, daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein mag; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbaret und bezeuget durch das Gesetz und die Propheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesum Christum zu alien und auf alle, die da glauben. Denn es ist hier kein Unterschied; sie sind allzumal Sunder und mangeln des Ruhms, den sie an Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlosung, so durch Christum Jesum geschehen ist, welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut.damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete, in dem, daß er Sünde vergibt, welche bis anher geblieben war unter gbttlicher Geduld, auf daß er zu diesen Zeiten darbote die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum. Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist aus. Durch welches Gesetz? durch der Werke Gesetz? Nicht also, sondern durch des Glaubens Gesetz. So halten wir es nun, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott. Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschneidung aus dem Glauben und die Vorhaut durch den Glauben. Wie? heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei feme! sondern wir richten das Gesetz auf.

Evangelium

Matthäus 7:21-29

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Darum wer diese meine Rede horet und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewasser kam, und weheten die Winde und stielien an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrundet. Und wer diese meine Rede horet und tut sie nicht, der ist einem torichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewasser, und weheten die Winde und stiefien an das Haus, da fiel es und tat einen grolien Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk uber seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

Evangelium

Matthäus 21:33-42

Horet ein ander Gleichnis! Es war ein Hausvater, der pflanzete einen Weinberg und fuhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter darinnen und bauete einen Turm und tat ihn den Weingartnern aus und zog uber Land. Da nun herbeikam die Zeit der Fruchte, sandte er seine Knechte zu den Weingartnern, daß sie seine Fruchte empfingen. Da nahmen die Weingartner seine Knechte; einen staupten sie, den andern toteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Danach sandte erseinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingartner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn toten und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stieüen ihn zum Weinberge hinaus und toteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er diesen Weingartnern tun? Sie sprachen zu ihm: Erwird die Bosewichte ubel umbringen und seinen Weinberg andern Weingartnern austun, die ihm die Fruchte zu rechter Zeitgeben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herm ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen?

Evangelium

Johannes 2

Und am dritten Tage ward eine Hochzeitzu Kana in Galilaa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Junger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkruge gesetzt nach der Weise der judischen Reinigung, und gingen in je einen zwei Oder drei Mali. Jesus spricht zu ihnen: Fullet die Wasserkruge mit Wasser. Und sie fulleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schopfet nun und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam (die Diener aber wußten's, die das Wasser geschopft hatten), rufet der Speisemeister den Brautigam und spricht zu ihm: Jedermann gibtzum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galilaa und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Junger glaubten an ihn. Danach zog er hinab gen Kapernaum, er, seine Mutter, seine Bruder und seine Junger, und blieben nicht lange daselbst. Undder Juden Osternwarnahe. Und Jesus zog hinauf gen Jerusalem und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschuttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische urn. Und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause! Seine Junger aber gedachten daran, daß geschrieben stehet: Der Eifer urn dein Haus hat mich gefressen. Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns fur ein Zeichen, daß du solches tun mogest? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am dritten Tage will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet, und du willst ihn in dreien Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Junger daran, daß er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, die Jesus gesagt hatte. Als er aber zu Jerusalem war in den Ostern auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die ertat. Aber Jesus vertrauete sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, daß jemand Zeugnis gabe von einem Menschen; denn erwußte wohl, was im Menschen war.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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