Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Jesaja 39:1-13

Zu der Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, Konig zu Babel, Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehoret, daß er krank und wieder stark worden ware. Des freuete sich Hiskia und zeigte ihnen das Schatzhaus, Silber und Gold und Spezerei, kostliche Salben und alle seine Zeughauser und alien Schatz, den er hatte. Nichts war, das ihnen Hiskia nicht zeigte in seinem Hause und in seiner Herrschaft. Da kam der Prophet Jesaja zum Konige Hiskia und sprach zu ihm: Was sagen diese Manner und von wannen kommen sie zu dir? Hiskia sprach: Sie kommen von feme zu mir, namlich von Babel. Er aber sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia sprach: Alles, was in meinem Hause ist, haben sie gesehen; und ist nichts, das ich ihnen nicht hatte gezeiget in meinen Schatzen. Und Jesaja sprach zu Hiskia: Hore das Wort des HERRN Zebaoth! Siehe, es kommt die Zeit, daß alles, was in deinem Hause ist und was deine Vater gesammelt haben bis auf diesen Tag, wird gen Babel gebracht werden, daü nichts bleiben wird, spricht der HERR. Dazu werden sie deine Kinder, so von dir kommen werden und du zeugen wirst, nehmen, und müssen Kammerer sein im Hofe des Konigs zu Babel. Und Hiskia sprach zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist gut, das du sagest. Und sprach: Es sei nur Friede und Treue, weil ich lebe!

Erste Lesung

Sacharja 6

Und ich hub meine Augen abermal auf und sah, und siehe, da waren vier Wagen, die gingen zwischen zween Bergen hervor; dieselbigen Berge aber waren ehern. Am ersten Wagen waren rote Rosse; am andern Wagen waren schwarze Rosse; am dritten Wagen waren weilie Rosse; am vierten Wagen waren scheckige starke Rosse. Und ich antwortete und sprach zum Engel, der mit mir redete: Mein Herr, wer sind diese? Der Engel antwortete und sprach zu mir: Es sind die vier Winde unter dem Himmel, die hervorkommen, daß sie treten vor den Herrscher aller Lande. An dem die schwarzen Rosse waren, die gingen gegen Mitternacht, und die weilien gingen ihnen nach; aber die scheckigen gingen gegen Mittag. Die Starken gingen und zogen urn, daß sie alle Lande durchzogen. Und er sprach: Gehet hin und ziehet durchs Land! Und sie zogen durchs Land. Und er rief mich und redete mit mir und sprach: Siehe, die gegen Mitternacht ziehen, machen meinen Geist ruhen im Lande gegen Mitternacht. Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Nimm von den Gefangenen, namlich von Heldai und von Tobia und von Jedaja, und komm du desselbigen Tages und gehe in Josia, des Sohns Zephanjas, Haus, welche von Babel kommen sind. Nimm aber Silber und Gold und mache Kronen und setze sie auf das Haupt Josuas, des Hohenpriesters, des Sohns Jozadaks. Und sprich zu ihm: So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, es ist ein Mann, der heiftt Zemah; denn unter ihm wird's wachsen; und er wird bauen des HERRN Tempel. Ja, den Tempel des HERRN wird er bauen und wird den Schmuck tragen und wird sitzen und herrschen auf seinem Thron, wird auch Priester sein auf seinem Thron; und wird Friede sein zwischen den beiden. Und die Kronen sollen dem Helem, Tobia, Jedaja und Hen, dem Sohne Zephanjas, zum Gedachtnis sein im Tempel des HERRN. Und werden kommen von feme, die am Tempel des HERRN bauen werden. Da werdet ihr erfahren, daß mich der HERR Zebaoth zu euch gesandt hat. Und das soli geschehen, so ihr gehorchen werdet der Stimme des HERRN, eures Gottes.

Erste Lesung

Malachi 3:1-4

Morgengebet — Erste Lesung

Jesaja 30:1-27

Wehe den abtrünnigen Kindern, spricht der HERR, die ohne mich ratschlagen und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu haufen eine Sunde uber die andere, die hinabziehen nach Agypten und fragen meinen Mund nicht, dafi sie sich starken mit der Macht Pharaos und sich beschirmen unter dem Schatten Agyptens. Denn es soil euch die Starke Pharaos zur Schande geraten und der Schutz unter dem Schatten Agyptens zum Hohn. Ihre Fursten sind wohl zu Zoan gewesen und ihre Botschaft gen Hanes kommen, aber sie mussen doch alle zuschanden werden uber dem Volk, das ihnen nicht nütze sein kann, weder zur Hilfe noch sonst zu nutz, sondern nur zur Schande und Spott. Dies ist die Last uber die Tiere, so gegen Mittag ziehen, da Lowen und Lowinnen sind, ja Ottern und feurige fliegende Drachen, im Lande der Trubsal und Angst: Sie führen ihr Gut auf der Füllen Rücken und ihre Schatze auf der Kamele Hooker zum Volk, das ihnen nicht nütze sein kann. Denn Agypten ist nichts, und ihr Helfen ist vergeblich. Darum predige ich davon also: Die Rahab wird stille dazu sitzen. So gehe nun hin und schreib es ihnen vor auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, daß es bleibe fur und fur ewiglich. Denn es ist ein ungehorsam Volk und verlogene Kinder, die nicht horen wollen des HERRN Gesetz, sondern sagen zu den Sehern: Ihr sollt nicht sehen! und zu den Schauern: Ihr sollt uns nicht schauen die rechte Lehre; prediget uns aber sanft, schauet uns Tauscherei! Weichet vom Wege, macht euch von der Bahn; laftt den Heiligen in Israel aufhoren bei uns! Darum spricht der Heilige in Israel also: Weil ihr dies Wort verwerfet und verlasset euch auf Frevel und Mutwillen und trotzet darauf, so soli euch solche Untugend sein wie ein Rift an einer hohen Mauer, wenn es beginnet zu rieseln, die plotzlich unversehens einfallt und zerschmettert, als wenn ein Topf zerschmettert würde, den man zerstoftt und sein nicht schonet, also daß man von seinen Stricken nicht eine Scherbe findet, darin man Feuer hole vom Herde, Oder Wasser schopfe aus einem Brunnen. Denn so spricht der Herr HERR, der Heilige in Israel: Wenn ihr stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht und sprechet: Nein, sondern auf Rossen wollen wir fliehen (darum werdet ihr flüchtig sein) und auf Laufern wollen wir reiten (darum werden euch eure Verfolger übereilen). Denn euer tausend werden fliehen vor eines einigen Schelten, ja vorfünfen werdet ihr alle fliehen; bis daß ihr uberbleibet wie ein Mastbaum oben auf einem Berge, und wie ein Panieroben auf einem Hügel. Darum harret der HERR, daß er euch gnadig sei, und hat sich aufgemacht, daß er sich euer erbarme; denn der HERR ist ein Gott des Gerichts; wohl alien, die sein harren! Denn das Volk Zions wird zu Jerusalem wohnen; du wirst nicht weinen: Erwird dir gnadig sein, wenn du rufest; erwird dir antworten, sobald er's horet. Und der HERR wird euch in Trubsal Brot und in Angsten Wasser geben. Denn erwird deinen Lehrer nicht mehr lassen wegfliehen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen, und deine Ohren werden horen das Wort hinter dir sagen also her: Dies ist der Weg, denselbigen gehet; sonst weder zur Rechten noch zur Linken! Und ihr werdet entweihen eure ubersilberten Gotzen und die guldenen Kleider eurer Bilder und werdet sie wegwerfen wie einen Unflat und zu ihnen sagen: Hinaus! So wird erdeinem Samen, den du auf den Acker gesaet hast, Regen geben und Brot von des Ackers Einkommen, und desselbigen voile Genüge. Und dein Vieh wird sich zu der Zeit weiden in einer weiten Aue. Die Ochsen und Fullen, so den Acker bauen, werden gemenget Futter essen, welches geworfelt ist mit der Wurfschaufel und Wanne. Und es werden auf alien groften Bergen und auf alien groften Hügeln zerteilte Wasserstrome gehen zur Zeit der groften Schlacht, wenn die Türme fallen werden. Und des Mondes Schein wird sein wie der Sonnen Schein, und der Sonnen Schein wird siebenmal heller sein denn jetzt, zu der Zeit, wenn der HERR den Schaden seines Volkes verbinden und seine Wunden heilen wird. Siehe, des HERRN Name kommt von feme, sein Zorn brennet und ist sehr schwer, seine Lippen sind voll Grimmes, und seine Zunge wie ein verzehrend Feuer

Epistel

1. Korinther 4:1-5

Dafur halte uns jedermann, namlich fur Christi Diener und Haushalter uber Gottes Geheimnisse. Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist's ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde Oder von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mirwohl nichts bewulit, aberdarinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren.

Erste Lesung

Jesaja 23

Dies ist die Last uber Tyrus: Heulet, ihr Schiffe auf dem Meer, denn sie ist zerstoret, daß kein Haus da ist, noch jemand dahin zeucht. Aus dem Lande Chittim werden sie des gewahr werden. Die Einwohner der Inseln sind stille worden. Die Kaufleute zu Zidon, die durchs Meer zogen, fülleten dich. Und was fur Fruchte am Sihor und Getreide am Wasser wuchs, brachte man zu ihr hinein durch grofte Wasser; und du warest der Heiden Markt worden. Du magst wohl erschrecken, Zidon! Denn das Meer, ja die Feste am Meer spricht: Ich bin nicht mehr schwanger, ich gebare nicht mehr; so ziehe ich keine Junglinge auf und erziehe keine Jungfrauen. Gleichwie man erschrak, da man von Agypten horete, also wird man auch erschrecken, wenn man von Tyrus horen wird. Fahret hin aufs Meer; heulet, ihr Einwohner der Inseln! Ist das eure frohliche Stadt, die sich ihres Alters ruhmete? Ihre Fufte werden sie feme wegfuhren zu wallen. Wer hatte das gemeinet, daß es Tyrus, der Krone, so gehen sollte, so doch ihre Kaufleute Fursten sind und ihre Kramer die Herrlichsten im Lande? Der HERR Zebaoth hat's also gedacht, auf daß er schwachte alle Pracht der lustigen Stadt und verachtlich machte alle Herrlichen im Lande. Fahre hin durch dein Land wie ein Strom, du Tochter des Meers; da ist kein Gurt mehr. Er reckt seine Hand über das Meer und erschreckt die Konigreiche. Der HERR gebeut fiber Kanaan, zu vertilgen ihre Machtigen, und spricht: Du sollst nicht mehr frohlich sein, du geschandete Jungfrau, du Tochter Zidon! 0 Chittim, mach dich auf und zeuch fort; denn du muftt da nicht bleiben, sondern in der Chaldaer Land, das nicht ein Volk war, sondern Assur hat es angerichtet zu Schiffen und haben feste Turme drinnen aufgerichtet und Palaste aufgebauet. Aber sie ist gesetzt, daß sie geschleift werden soil. Heulet, ihr Schiffe auf dem Meer; denn eure Macht ist zerstoret. Zu der Zeit wird Tyrus vergessen werden siebenzig Jahre, solange ein Konig leben mag. Aber nach siebenzig Jahren wird man von Tyrus ein Hurenlied singen: Nimm die Harfe, gehe in der Stadt urn, du vergessene Hure; mach es gut auf dem Saitenspiel und singe getrost, auf daß dein wieder gedacht werde. Denn nach siebenzig Jahren wird der HERR Tyrus heimsuchen, daß sie wieder komme zu ihrem Hurenlohn und Hurerei treibe mit alien Konigreichen auf Erden. Aber ihr Kaufhandel und Hurenlohn werden dem HERRN heilig sein. Man wird sie nicht zu Schatz sammeln noch verbergen, sondern dievordem HERRN wohnen, werden ihr Kaufgut haben, daß sie essen und satt werden und wohl bekleidet sein.

Morgengebet — Zweite Lesung

Apostelgeschichte 23

Paulus aber sah den Rat an und sprach: Ihr Manner, liebe Bruder, ich habe mitallem guten Gewissen gewandelt vor Gott bis auf diesen Tag. Der Hohepriester aber, Ananias, befahl denen, die um ihn stunden, daß sie ihn aufs Maul schlugen. Da sprach Paulus zu ihm: Gottwird dich schlagen, du getunchte Wand! Sitzest du und richtest mich nach dem Gesetze und heiftest mich schlagen wider das Gesetz? Die aber umherstunden, sprachen: Schiltst du den Hohenpriester Gottes? Und Paulus sprach: Liebe Bruder, ich wuftte es nicht, daß er der Hohepriester ist. Denn es stehet geschrieben: Dem Obersten deines Volks sollst du nicht fluchen. Als aber Paulus wuftte, daß ein Teil Sadduzaer war und der andere Teil Pharisaer, rief er im Rat: Ihr Manner, liebe Bruder ich bin ein Pharisaer und eines Pharisaers Sohn; ich werde angeklagt um der Hoffnung und Auferstehung willen der Toten. Da er aber das sagte, ward ein Aufruhr unter den Pharisaern und Sadduzaern, und die Menge zerspaltete sich. Denn die Sadduzaer sagen, es sei keine Auferstehung noch Engel noch Geist; die Pharisaer aber bekennen's beides. Es ward aber ein graft Geschrei. Und die Schriftgelehrten, der Pharisaer Teil, stunden auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Arges an diesem Menschen; hat aber ein Geist Oder ein Engel mit ihm geredet, so konnen wir mit Gott nicht straiten. Da aber der Aufruhr graft ward, besorgtesich der oberste Hauptmann, sie mochten Paulus zerreiften, und hieft das Kriegsvolk hinabgehen und ihn von ihnen reiften und in das Lager fuhren. Des andern Tages aber in der Nacht stund der Herr bei ihm und sprach: Sei getrost, Paulus; denn wie du von mir zu Jerusalem gezeuget hast, also muftt du auch zu Rom zeugen. Da es aber Tag ward, schlugen sich etliche Juden zusammen und verbanneten sich, weder zu essen noch zu trinken, bis daß sie Paulus getotet hatten. Ihrer aber waren mehrdenn vierzig, die solchen Bund machten. Die traten zu den Hohenpriestern und Altesten und sprachen: Wir haben uns hart verbannet, nichts zu essen, bis wir Paulus getotet haben. So tut nun kund dem Oberhauptmann und dem Rat, daß er ihn morgen zu euch führe, als wolltet ihr ihn besser verhoren; wir aber sind bereit, ihn zu toten, ehe denn er vor euch kommt. Da aber des Paulus Schwestersohn den Anschlag horete, ging er hin und kam in das Lager und verkündigte es Paulus. Paulus aber rief zu sich einen von den Unterhauptleuten und sprach: Diesen Jungling fuhre hin zu dem Oberhauptmann; denn er hat ihm etwas zu sagen. Der nahm ihn an und fuhrete ihn zum Oberhauptmann und sprach: Dergebundene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jungling zu dir zu fuhren, der dir etwas zu sagen habe. Da nahm ihn der Oberhauptmann bei der Hand und wich an einen besondern Ort und fragte ihn: Was ist's, das du mir zu sagen hast? Er aber sprach: Die Juden sind eins worden, dich zu bitten, daß du morgen Paulus vor den Rat bringen lassest, als wollten sie ihn besser verhoren. Du aber traue ihnen nicht; denn es halten auf ihn mehr denn vierzig Manner unter ihnen, die haben sich verbannet, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus toten; und sind jetzt bereit und warten auf deine Verheiftung. Da lieft der Oberhauptmann den Jungling von sich und gebot ihm, daß er niemand sagte, daß er ihm solches eroffnet hatte. Und rief zu sich zwei Unterhauptleute und sprach: Rüstet zweihundert Kriegsknechte, daß sie gen Casarea ziehen, und siebzig Reiter und zweihundert Schutzen auf die dritte Stunde der Nacht. Und die Tiere richtet zu, daß sie Paulus draufsetzen und bringen ihn bewahret zu Felix, dem Landpfleger. Und schrieb einen Brief, der lautete also: Claudius Lysias dem teuren Landpfleger Felix Freude zuvor! Diesen Mann hatten die Juden gegriffen und wollten ihn getotet haben. Da kam ich mit dem Kriegsvolk dazu und rift ihn von ihnen und erfuhr, daß er ein Romer ist. Da ich mich aber wollte erkundigen der Ursache, darum sie ihn beschuldigten, fuhrete ich ihn in ihren Rat. Da befand ich, daß er beschuldiget ward von den Fragen ihres Gesetzes, aber keine Anklage hatte, des Todes Oder der Bande wert. Und da vor mich kam, daß etliche Juden auf ihn hielten, sandte ich ihn von Stund' an zu dir und entbot den Klagern auch, daß sie vor dir sagten, was sie wider ihn hatten. Gehab dich wohl! Die Kriegsknechte, wie ihnen befohlen war, nahmen Paulus und fuhreten ihn bei der Nacht gen Antipatris. Des andern Tages aber lieften sie die Reiter mit ihm ziehen und wandten wieder um zum Lager. Da die gen Casarea kamen, überantworteten sie den Brief dem Landpfleger und stelleten ihm Paulus auch dar. Da der Landpfleger den Brief las, fragte er, aus welchem Lande erware. Und da er erkundet, daß er aus Zilizien ware, sprach er: Ich will dich verhoren, wenn deine Verklager auch da sind. Und hieli ihn verwahren in dem Richthause des Herodes.

Antwortpsalm

Psalmen 119:33-48

Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lustdazu. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnutzer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. Laft deinen Knecht dein Gebot festiglich fur dein Wort halten, daß ich dich furchte! Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit! HERR, laft mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, daß ich antworten moge meinem Lasterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle frohlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Konigen und schame mich nicht; und habe Lust an deinen Geboten, und sind mirlieb; und hebe meine Hande auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.

Evangelium

Lukas 3:1-6

In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judaa war und Herodes ein Vierfurst in Galilaa und sein Bruder Philippus ein Vierfurst in Ituraa und in der Gegend Trachonitis. und Lysanias ein Vierfurst in Abilene, da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wuste. Und er kam in alle Gegend urn den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. wie geschrieben stehet in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig! Alle Taler sollen voll werden, und alle Berge und Hugel sollen erniedriget werden; und was krumm ist, soil richtig werden und was uneben ist, soil schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen.

Antwortpsalm

Psalmen 47

Ein Psalm, vorzusingen, der Kinder Korah. Frohlocket mit Handen, alle Volker, und jauchzet Gott mit frbhlichem Schall! Denn der HERR, der Allerhochste, ist erschrecklich, ein grower Konig auf dem ganzen Erdboden. Er wird die Volker unter uns zwingen und die Leute unter unsere Fülie. Er erwahlet uns zum Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebet. Sela. Gott fahret auf mit Jauchzen und der HERR mit heller Posaune. Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm Konige! Denn Gott ist Konig auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm kluglich! Gott ist Konig uber die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl. Die Fursten unter den Volkern sind versammelt zu einem Volk dem Gott Abrahams; denn Gott ist sehr erhohet bei den Schilden auf Erden.

Antwortpsalm

Psalmen 57

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkame, da er vor Saul floh in die Hdhle. Sei mir gnadig, Gott, sei mir gnadig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Flugel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorubergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhochsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. Gott sendet seine Gute und Treue. Ich liege mit meiner Seele unter den Lowen. Die Menschenkindersind Flammen; ihre Zahne sind Spiefte und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt! Sie stellen meinem Gange Netze und drucken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Fruhe will ich aufwachen. HERR, ich will dir danken unter den Volkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gute ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Welt!

Antwortpsalm

Psalmen 23

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hide; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und fuhret mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er fuhret mich auf rechter Strafte um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, furchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trosten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein Haupt mit 01 und schenkest mirvoll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Abendgebet — Erste Lesung

Jesaja 32

Siehe, es wird ein Konig regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und Fursten werden herrschen, das Recht zu handhaben, dafi jedermann sein wird als einer, der vor dem Winde bewahret ist, und wie einer, der vor dem Platzregen verborgen ist, wie die Wasserbache am durren Ort, wie der Schatten eines grolien Felsen im trockenen Lande. Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren der Zuhorer werden aufmerken, und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden Zunge wird fertig und reinlich reden. Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heifien noch ein Geiziger Herr genannt werden. Denn ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglück um, daß er Heuchelei anrichte und predige vom HERRN Irrsal, damit erdie hungrigen Seelen aushungere und den Durstigen das Trinken wehre. Denn des Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tucke, zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soil. Aber die Fursten werden furstliche Gedanken haben und drüber halten. Stehet auf, ihr stolzen Frauen, horet meine Stimme; ihr Tochter, die ihr so sicher seid, nehmet zu Ohren meine Rede! Es ist um Jahr und Tag zu tun, so werdet ihr Sicheren zittern; denn es wird keine Weinernte, so wird auch kein Lesen werden. Erschrecket, ihr stolzen Frauen, zittert, ihr Sicheren! Es istvorhanden ausziehen, blolien und gürten um die Lenden. Man wird klagen um die Acker, ja um die lieblichen Acker, um die fruchtbaren Weinstocke. Denn es werden auf dem Acker meines Volks Dornen und Hecken wachsen, dazu über alien Freudenhausern in der frohlichen Stadt. Denn die Palaste werden verlassen sein und die Menge in der Stadt einsam sein, daß die Türme und Festungen ewige Hohlen werden und dem Wild zur Freude, den Herden zur Weide, bis so lange, daß über uns ausgegossen werde der Geist aus der Hohe. So wird denn die Wüste zum Acker werden und der Acker fur einen Wald gerechnet werden. Und das Recht wird in der Wüste wohnen und Gerechtigkeit auf dem Acker hausen. Und der Gerechtigkeit Fruchtwird Friede sein, und der Gerechtigkeit Nutz wird ewige Stille und Sicherheit sein, daß mein Volk in Hausern des Friedens wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe. Aber Hagel wird sein den Wald hinab, und die Stadt danieden wird niedrig sein. Wohl euch, die ihr saet allenthalben an den Wassern; denn da moget ihr die Fülie der Ochsen und Esel darauf gehen lassen.

Zweite Lesung

Hebräer 1

Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vatern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben uber alles, durch welchen er auch die Welt qemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tragt alle Dinge mit seinem kraftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestat in der Hohe, so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen hohern Namen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel haterjemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? Und abermal, da er einfuhret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten. Von den Engeln spricht er zwar: Er macht seine Engel Geister und seine Diener Feuerflammen; aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl wahret von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter. Du hast geliebet die Gerechtigkeit und gehasset die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbet dein Gott mit dem Ole der Freuden uber deine Genossen; und: Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegrundet, und die Himmel sind deiner Hande Werk. Dieselbigen werden vergehen, du aberwirst bleiben; und sie werden alle veralten wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirstdu sie wandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhoren. Zu welchem Engel aber haterjemals gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst urn derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?

Zweite Lesung

2. Thessalonicher 1

Paulus und Silvanus und Timotheus: Der Gemeinde zu Thessalonich in Gott, unserm Vater, und dem Herm Jesu Christo. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herm Jesu Christo! Wir sollen Gott danken allezeit um euch, liebe Bruder, wie es billig ist. Denn euer Glaube wachset sehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch alien nimmt zu gegeneinander, also daß wir uns euer ruhmen unter den Gemeinden Gottes von eurer Geduld und Glauben in alien euren Verfolqunqen und Trubsalen, die ihr duldet, welches anzeiget, daß Gott recht richten wird, und ihr wurdig werdet zum Reich Gottes, uber welchem ihr auch leidet, nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trubsal denen, die euch Trubsal anlegen, euch aber, die ihr Trubsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jesus wird offenbart werden vom Himmel samt den Engeln seiner Kraft und mit Feuerflammen, Rache zu geben uber die, so Gott nicht erkennen, und uber die, so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsers Herm Jesu Christi; welche werden Pein leiden, das ewige Verderben, von dem Angesichte des Herm und von seiner herrlichen Macht, wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen Heiligen und wunderbar mit alien Glaubigen. Denn unser Zeugnis an euch von demselbigen Tage habt ihrgeglaubet. Und derhalben beten wir auch allezeit fur euch, daß unser Gott euch wurdig mache der Berufung und erfulle alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in der Kraft, auf daß an euch gepreiset werde der Name unsers Herm Jesu Christi und ihr an ihm nach der Gnade unsers Gottes und des Herm Jesu Christi.

Zweite Lesung

1. Johannes 4:7-16

Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott; und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht liebhat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe: Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern dad er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versohnung fur unsere Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gottalso geliebet, sosollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hatßottjemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist vollig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, dad er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und zeugen, dad der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt. Welcher nun bekennet, dad Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubet die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm.

Zweite Lesung

Römer 9:30-33

Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Evangelium

Johannes 1

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Lichtder Menschen. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieli Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubeten. Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht, und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben. Welche nicht von dem Geblut, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner Fulle haben wir alle genommen Gnade urn Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum worden. Niemand hat Gott jegesehen. Dereingeborne Sohn, der in des Vaters Scholi ist, der hat es uns verkundiget. Und dies ist das Zeugnis Johannes, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisaern und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist noch Elia noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, dad ich seine Schuhriemen auflose. Dies geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufete. Des andern Tages siehet Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde tragt! Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und ich kannte ihn nicht, sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich kommen, zu taufen mit Wasser. Und Johannes zeugete und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhrwie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, derselbige sprach zu mir: Uber welchen, du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, derselbige ist's, der mit dem Heiligen Geist taufet. Und ich sah es und zeugete, daß dieser ist Gottes Sohn. Des andern Tags stund abermal Johannes und zwei seiner Junger. Und als er sah Jesum wandeln, sprach, er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und zwei seiner Junger horeten ihn reden und folgeten Jesu nach? Jesus aber wandte sich urn und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Rabbi (das ist verdolmetscht, Meister), wo bist du zur Herberge? Er sprach zu ihnen: Kommt und sehet es! Sie kamen und sahen's und blieben denselbigen Tag bei ihm. Es war aber urn die zehnte Stunde. Einer aus den zwei, die von Johannes horeten und Jesu nachfolgeten, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Derselbige findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias funden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte). Und fuhrete ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, Jonas Sohn; du sollst Kephas heilien (das wird verdolmetscht: ein Fels). Des andern Tags wollte Jesus wieder nach Galilaa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mirnach! Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den funden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben, Jesum, Josephs Sohn, von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und siehe es! Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israelit, in welchem kein Falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennest du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unterdem Feigenbaum warest, sah ich dich. Nathanael antwortet und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der Konig von Israel. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubest, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch Großeres denn das sehen. Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren auf des Menschen Sohn.

Abendgebet — Zweite Lesung

1. Johannes 3

Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kinder sollen heilien! Darum kennet euch die Welt nicht, denn sie kennet ihn nicht. Meine Lieben, wirsind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget sich, gleichwie er auch rein ist. Wer Sunde tut, der tut auch Unrecht; und die Sünde ist das Unrecht. Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsere Sunden wegnehme; und ist keine Sünde in ihm. Wer in ihm bleibet, der sundiget nicht; wer da sundiget, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. Kindlein, lasset euch niemand verfuhren! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sundiget von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstore. Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sunde; denn sein Same bleibet bei ihm, und kann nicht sündigen; denn er ist von Gott geboren. Daran wird's offenbar, welche die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder liebhat. Denn das ist die Botschaft, die ihr gehoret habt von Anfang, daß wir uns untereinander lieben sollen. Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwurgete seinen Bruder. Und warum erwurgete er ihn? Dali seine Werke bose waren und seines Binders gerecht. Verwundert euch nicht, meine Bruder, ob euch die Welt hasset! Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn wir lieben die Bruder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschlager; und ihrwisset, daß ein Totschlager nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben fur uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben fur die Bruder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Guter hat und siehet seinen Bruder darben und schlielit sein Herz vor ihm zu: wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Daran erkennen wir, daß wir aus der Wahrheit sind, und konnen unser Herz vor ihm stillen, dati, so uns unser Herz verdammt, daß Gott grolier ist denn unser Herz und erkennet alle Dinge. Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine Freudigkeit zu Gott; und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefallig ist. Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote halt, der bleibet in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns bleibet: an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Evangelium

Johannes 1:1-18

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Lichtder Menschen. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieli Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubeten. Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht, und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben. Welche nicht von dem Geblut, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner Fulle haben wir alle genommen Gnade urn Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum worden. Niemand hat Gott jegesehen. Dereingeborne Sohn, der in des Vaters Scholi ist, der hat es uns verkundiget.

Evangelium

Lukas 1:26-38

Und im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galilaa, die heüit Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph vom Hause David; und die Jungfrau hiefi Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegruliet seiest du, Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrak sie uber seine Rede und gedachte: Welch ein Gruft ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Furchte dich nicht, Maria; du hast Gnade bei Gott funden. Siehe; du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heiften. Der wird graft und ein Sohn des Hochsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben. Und er wird ein Konig sein uber das Haus Jakob ewiglich, und seines Konigreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soil das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weift? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird uber dich kommen, und die Kraft des Hochsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundete, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daü sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmoglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herm Magd; mirgeschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Evangelium

Matthäus 18

Zu derselbigen Stunde traten die Junger zu Jesus und sprachen: Wer ist doch der Großte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellete das mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdetwie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Großte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber argert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem ware besser, dafi ein Muhlstein an seinen Hals gehanget, und er ersauft wurde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt der Argernisse halben! Es muß ja Argemis kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen Argemis kommt! So aber deine Hand Oder dein Fuß dich argert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm Oder als ein Kruppel eingehest, denn daß du zwo Hande Oder zwei Füße habest und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge argert, reiß es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß du einaugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das hollische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, was verloren ist. Was dunket euch? Wenn irgendein Mensch hundert Schafe hatte, und eins unter denselbigen sich verirrete, laßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, gehet hin und suchet das verirrte? Und so sich's begibt, daß er's findet, wahrlich, ich sage euch, er freuet sich daruber mehr denn uber die neunundneunzig, die nicht verirret sind. Also auch ist's voreurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde Sundiget aber dein Bruderan dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Horet er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Horet er dich nicht, so nimm noch einen Oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier Oder dreier Zeugen Mund. Horet er die nicht, so sage es der Gemeinde. Horet er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zollner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soli auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden losen werdet, soil auch im Himmel los sein. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum es ist, das sie bitten wollen, das soli ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei Oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sundiget, vergeben? Ist's genug siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzigmal siebenmal. Darum ist das Himmelreich gleich einem Konige, der mit seinen Knechten rechnen woilte. Und als er anting zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herm desselbigen Knechts und liefi ihn los, und die Schuld erlieli er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an und wurgete ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefangnis, bis daü er bezahlete, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrubt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht! Alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uber deinen Mitknecht, wie ich mich uber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und uberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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